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Rezensionen verfasst von
J

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Pestmond
Pestmond
von Wolfgang Hohlbein
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Es ist zum heulen!, 21. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Pestmond (Gebundene Ausgabe)
Was macht diesen Band anders?

Die ersten 5 Seiten. Abu Dun (gern auch liebevoll mal Abo Dun oder Abu Don genannt) ist tot. Macht aber nichts, denn nach 100 Seiten ist alles wieder beim alten. Leb wohl, Chance für Andrej, sich zu entwickeln, Gefühle zu zeigen oder zu lernen. *schnief* Und ich rede von exakt beim alten. Wie in: „Die ersten 100 Seiten waren komplett sinnlos“ – beim alten. Daraus hätte man SO VIEL machen können. Entwickeln. Gefühle zeigen. Ihm endlich den Heiratsantrag am Sterbebett machen, der schon längst überfällig war. Mal im Ernst, die beiden lieben sich, sind aber einfach viel zu männlich, um sich das gegenseitig jemals einzugestehen.

Was ist negativ an diesem Band?

- Andrej hört WIEDER nicht auf sein Bauchgefühl, dass am Ende immer Recht behält. Zum aus der Haut fahren.

- Die Existenz von Traumsequenzen ohne jegliche Bedeutung für Charaktere, Setting, oder Story.

- Das klassische, „Er wachte auf. Nach einem Blick unter die Decke stellte er peinlich berührt fest, dass er nackt war.“ Das ist mittlerweile schon ein Naturgesetz, er KANN gar nicht einschlafen ohne am nächsten Tag nackt, und merkwürdig schwach aufzuwachen.

- Der „Auftrag“, und vor allem wie er erzwungen wird, sind voller Logiklöcher, die hier nur mit „ähm, na gut, vergessen wir das!“ gestopft werden.
-
- Eine Darth-Vader/Luke-Skywalker Hand für Abu Duns Armstumpf. Und ich denke mir das nichtmal aus. (Vorfreude auf die Cyberimplantate in Band 17!)

- Ein Charakter, der offensichtlicher für die auftauchenden Zombies nicht verantwortlicher sein könnte, will sich Andrej offenbaren, aber dieser ist einfach zu dämlich um, zum wiederholten Male, sein eigenes Bauchgefühl zu hinterfragen.

- Andrej verzichtet wie immer getrost darauf, der wichtigsten Person seines Lebens nichts von seinen Problemen, Gefühlsaufwühlungen oder anderen total unwichtigen Dingen in Kenntnis zu setzen, was EXTREM unglaubwürdig ist. Und anstrengend.

- Nach 4-seitiger Beschreibung wie „unfassbar, unmenschlich schnell“ ihre Reflexe und Sinne sind, werden Andrej und Abu Dun von einem alten, gebrechlichen Priester hinter sich gelassen. Die sind ja, wie man weiß, mit Warpgeschwindigkeit unterwegs. Daraufhin werden beide auf einer komplett vegetationslosen Ebene aus dem Nichts umstellt. Mehr Logiklöcher gingen wohl nicht mehr rein?!

---- DIE BEWERTUNGSBEGRÜNDUNG ----

Was passiert in diesem Band? (Spoiler, Kurzzusammenfassung)

Abu Dun ist tot, …ähm, lebendig.
Andrej und Abu Dun metzeln sich durch eine Stadt voller Zombies zu einem Schiff durch.
Das Schiff fährt über das Meer und wird angegriffen.
Sie kommen auf eine Pirateninsel.
Ihr Auftraggeber ist der neue Papst.

Das war alles. Mehr passiert in diesem Buch nicht.

- Ständige Wiederholungen, Andrej benimmt sich wieder wie ein Teenager, Logiklöcher, mangelnde d.h. KEINE Charakterentwicklung, usw. machen das Bild leider komplett.

- Das große Hauptaufhängerthema: „Wie weit würde Andrej gehen?“ also seine Beziehung zu Abu Dun, hätte schriftstellerisch auf so vielen Ebenen besser gelöst werden können, dass es einfach zum Weinen ist.

- Andrej tut so haarsträubende Dinge wie:

Seite 502: Er hatte alle seine Prinzipien und Grundsätze verraten um Abu Dun zu retten, es war zu spät für ihn!

Und FÜNF ZEILEN später kommen dann so Sprüche wie:

„Hm, wenn ich mich jetzt zwischen Abu Dun, (meinem über alles geliebten Wegbegleiter, für den ich ja ach so alles geopfert habe, der mein bester Freund, Seelenverwandter und Kampfgefährte ist, der mir wichtiger ist als alles andere, sogar meine Werte!)
und zwischen Ayla, (einer Perle mit der er 6 Sätze gewechselt hat, die er, Zitat „unangenehm“ findet, sie also noch nicht einmal in das immergleiche Schema: „Die würd ich nicht von der Bettkante stoßen“ von Andrej reinpasst, die er erst seit 2 Tagen kennt!!!)
entscheiden müsste, wüsste ich nicht, wen ich nehmen sollte!“

Dieses Buch hätte großartig sein können. Wenn man die 3 aneinandergereihten Actionszenen wegnimmt, die das Buch darstellen, bleibt nur noch diese Frage zur Charakterentwicklung, die geklärt werden will, und die wird dann auch noch in den Sand gesetzt.

Den ersten halben Stern für die Action und Nostalgie, die einstige Größe der Reihe, den zweiten halben für lustige Dialoge und Situationen mit Abu Dun.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 3, 2013 7:22 AM MEST


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