Profil für oluv > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von oluv
Top-Rezensenten Rang: 247
Hilfreiche Bewertungen: 4196

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
oluv (Austria, Vienna)
(TOP 500 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Fugoo Style - Bluetooth Wireless Lautsprecher, Silber, wasserdicht, stoß- und staubfest
Fugoo Style - Bluetooth Wireless Lautsprecher, Silber, wasserdicht, stoß- und staubfest
Preis: EUR 199,00

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der perfekte Outdoorlautsprecher, 13. Oktober 2014
Der Fugoo ist ein besonderer Lautsprecher. Ich habe schon viele portable Lautsprecher gehört, aber so viel Spaß wie der Fugoo hat mir noch keiner bereitet. Die meisten Lautsprecher nennen sich "portabel", aber kaum schmeisst man sie in den Rucksack, sind sie zerkratzt, eingedellt oder gleich kaputt, weil gleichzeitig die Thermosflasche ausgelaufen ist.
Nicht nur dass der Fugoo komplett unter Wasser getaucht werden kann und immer noch funktioniert, ist er in der "Tough"-Variante auch extrem robust, sodass er selbst von einem PKW überrollt werden kann, ohne wirkliche Schäden, das ist schon einmalig. Mir ist der Soundlink Mini auch schon auf einen weichen Rasen gefallen, die Delle im Alugehäuse war trotzdem unübersehbar. Die Hüllen lassen sich problemlos tauschen und dem Einsatzzweck entsprechend anpassen. Gefällt mir persönlich "Style" am besten, da es auch die kleinste und leichteste Hülle ist, ist vermutlich "Sport" die praktischste, da sie darüber hinaus zusätzlichen Schutz bietet und eine Adapterplatte für weitere Accessoirs, dazu mehr weiter unten. Tough ist dann doch schon etwas schwerer und klobiger, aber damit übersteht der Fugoo selbst den härtesten Einsatz. Sollte mal eine Hülle beschädigt werden, lässt sie sich auch wieder nachkaufen, sodass man mit einer geringen Zusatzinvestition wieder einen quasi neuen Lautstprecher hat.

Ich muss gestehen, ich mag Bass und obwohl ich den Fugoo nicht unbedingt als "Bassmonster" sehen würde, so empfinde ich sein Klangbild doch als deutlich angenehmer, als das von einem Soundlink Mini beispielsweise. Der Fugoo ist einfach musikalischer. Er strahlt zu allen Seiten ab und klingt selbst komplett von oben noch homogen. Es ist egal wie man ihn aufstellt, man bekommt von rundherum ein wirklich einwandfreies Klangbild. Von einem Soundlink Mini undenkbar, der wirklich nur akzeptabel klingt, wenn er einen direkt anstrahlt. Der Fugoo spielt auch offener, durch die omnidirektionale Klangabstrahlung lässt sich auch eine gewisse Stereotrennung erahnen, wenn auch diffus, der Klang macht den Eindruck als würde er um den Fugoo herumschweben, bei den meisten anderen Lautsprechern klebt er am Lautsprechergitter.
Der Bass vom Fugoo ist zurückhaltend, aber gleichzeitig relativ tief für die Größe, in etwa auf dem Niveau vom Soundblaster Roar. Bei wandnaher Aufstellung oder im Eck, aber auch direkt auf dem Boden stehend, kann er noch zusätzlich verstärkt werden, wird aber nie wummig, weil die dröhenden Oberbassfrequenzen fehlen.
Der Bass wird halt im oberen Lautstärkebereich recht bald zurückgefahren und ist bei höheren Lautstärken nicht mehr ganz so präsent. Trotzdem schafft es der Fugoo ein deutlich überzeugenderes Klangbild zu zaubern, als die gleich teure UE Boom beispielsweise, die zwar im Oberbassbereich wummert, aber keinerlei Tiefe erzeugt und von den Höhen auch viel dumpfer spielt. Der Fugoo ist da souveränder und spielt einfach eine Klasse darüber. Auch die UE Boom verspricht 360° Abstrahlung, aber nur wenn genau ein Chassis auf den Hörer ausgerichtet ist, ist die Höhenwiedergabe OK, ansonsten hört man verhangenen Matsch! Ein Stereobild vermag die UE Boom in keinster Weise zu erzeugen, auch in diesem Punkt klingt der Fugoo deutlich breiter und größer.

Was der Fugoo nicht kann sind hohe Lautstärken. Die UE Boom spielt beinahe doppelt so laut. Der Fugoo hat mit den letzten Firmwareupdates zwar einen "loud mode" bekommen, der auch etwa 2dB lauter ist als der "normal mode", aber auf Kosten von erheblichen Verzerrungen. Ich habe den "loud mode" bisher kaum genutzt, weil die Verzerrungen für meinen Geschmack einfach zu dominant sind.
Er erreicht in etwa 3/4 der Lautstärke vom Soundlink Mini, spielt aber auch deutlich lauter als eine Jambox oder ein FoxL z.B. klingt dabei aber auch um einiges erwachsener. Wer nicht gerade Partylautstärke benötigt, sollte mit dem Fugoo Auslangen finden.

Schön finde ich, dass sich der Fugoo mit allen bereits gepaarten Geräten automatisch verbindet. Ist eines der letzten nicht vorhanden, sucht er nach dem nächsten bekannten und verbindet dann nach einigen Sekunden auch ohne weiteres Eingreifen komplett von selbst. Vom Großteil der aktuellen Bluetoothlautsprecher ist dieses Standardprozedere leider immer noch undenkbar.
Titelwechsel vor/zurück sowie Pause/Play sind direkt über den Lautsprecher möglich, bei iOS-Geräten ist die Lautstärke auch synchron am Player und Lautsprecher, es sind jedoch nur 15 eigene Lautstärkestufen vorhanden, sodass feine Abstufungen oft nicht möglich sind. Lästige Sprachansagen lassen sich per Tastenkombination leiser schalten oder komplett deaktiveren, auch der Powersave-modus lässt sich an- oder ausschalten, sodass auch gezielt verhindert werden kann, dass sich der Lautsprecher nach längerer Inaktivität ausschaltet. Die Akkulaufzeit ist beinahe rekordverdächtig, denn bei mittleren Lautstärken werden 40 Stunden versprochen, was ich auch unterschreiben kann, da der Fugoo bei täglichem Betrieb locker eine Woche ohne Aufladen durchhält, was auch eine höhere Akkulebensdauer mit sich ziehen düfte, weil der Akku eben nicht ganz so oft aufgeladen werden muss, wie bei manch anderem Gerät, das schon nach 6 Stunden schlapp macht.

Man sollte noch die ganzen Accessoirs erwähnen, wie die zusätzliche Fernbedienung, um den Lautsprecher oder Titelwechsel direkt vom Handgelenk steuern zu können, sowie die unterschiedlichen Mounts, um den Fugoo zb an die Fahrradlenkstange, einen Gurt usw, mit nur einem Klick zu montieren. Die Accessoirs funktionieren übrigens nur mit der Sport- und Tough-Hülle, die auch die dafür notwendige Adapterplatte beinhalten. Die Style-Hülle bietet diese Funktion nicht.

Der Hersteller hat beim Fugoo wirklich praktisch gedacht, und nicht nur einen Lautsprecher kreiert, der perfekt für den Außeneinsatz gerüstet ist, sondern auch einen der gut klingt. Man darf sich nur nicht den extremen Bass von Bose erwarten, aber der Fugoo spielt dennoch deutlich druckvoller und voluminöser als die meisten vergleichbaren Lautsprecher, darunter eben auch UE Boom.

Vier Sterne weil ein deutlich günstigerer JBL Charge 2 dann doch um einiges erwachsener spielt, dafür aber andere Wehwehchen hat, außerdem fehlen diesem eben besagte Outdoorqualitäten.

In den Kommentaren habe ich 2 Videos verlinkt, die den Fugoo vor allem im Vergleich zum größten Konkurrenten der UE Boom zeigen, einmal bei unterschiedlichen Lautstärken und auch Ausrichtungen, sowie einmal als 360° Demo, das zeigen soll wie sich der Klang bei beiden Lautsprechern abhängig vom Winkel ändert.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 22, 2014 3:14 PM MEST


Creative Sound Blaster Roar SR20A Tragbarer Bluetooth-Lautsprecher (NFC-Funktion/AAC/aptX, 5 Treiber, integrierter Subwoofer) schwarz
Creative Sound Blaster Roar SR20A Tragbarer Bluetooth-Lautsprecher (NFC-Funktion/AAC/aptX, 5 Treiber, integrierter Subwoofer) schwarz
Preis: EUR 149,00

7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen In Wahrheit nichts Besonderes, 6. Oktober 2014
Der Roar ist allgemein gesehen sicherlich kein schlechter Lautsprecher, aber mittlerweile gibt es zig andere in dieser Klasse, teilweise etwas teurer, teilweise sogar billiger, die gleichwertigen oder sogar deutlich besseren Klang als der Roar bieten. Der Roar besticht vor allem durch seine Funktionsvielfalt, wobei ich mich frage, wie oft ich den Alarm benötige, oder den Lebensretter-modus usw.
Die Wiedergabe von MicroSD-Karte ist zwar nett, aber die maximale Lautstärke dabei ist auch deutlich geringer als direktes Streamen über Bluetooth.
Der Klang vom Roar ist grundsätzlich neutral gehalten, keine allzu angehobenen Bässe oder Höhen, aber leider fehlt es den Bässen an Tiefe, und die Höhen verlieren sehr schnell an Brillanz, wenn der Lautsprecher nicht genau auf den Hörer ausgerichtet wird. Die "Roar"-Taste greift in den Frequenzgang überhaupt nicht ein, der Klang wird mit "Roar" nur etwa 2dB lauter wirkt vermutlich dank etwas Phasenverschiebung etwas breiter als ohne Roar. "TeraBass" soll eine Art Loudnesskompensation erzeugen, in Wahrheit jedoch wird der gesamte Bassbereich unabhängig von der Lautstärkestufe um volle 6dB angehoben, und das schon ab 500Hz abwärts. Das ist kein Loudness, sondern einfach ein plumper Bassboost, der den Lautsprecher wummig klingen lässt. Ich habe den Klang ohne "TeraBass" mehr gemocht, "Terabass" in Verbindung mit "Roar" war teilweise etwas lockerer und voller, aber leider fügen beide Funktionen (insbesondere Roar) auch ein stärkeres Hintergrundrauschen hinzu. Überhaupt leidet der Roar an einem ziemlich hohem Grundrauschen, mit aktiviertem Roar zusammen mit Terabass, war ich oft nicht sicher, ob ich in einer Jazzaufnahme jetzt ein Besenschlagzeug höre, oder ob das nur Rauschen ist.
Der Roar kann relativ laut spielen, aber ein TDK A33 spielt dann doch noch eine Ecke lauter. Bei hohen Lautstärken wird der Bass stark zurückgefahren, und die Lautstärke fängt an zu pumpen, bei aktivertem "Roar", das eigentlich einen zusätzlichen Lautstärkekick verpassen sollte, wird es nur noch schlimmer, die Lautstärke wird nicht wirklich höher, sondern fluktuiert bei gewissen Musikstücken hin- und her und macht den Musikgenuss beinahe unhörbar. Für wirklich hohe Lautstärken ist der Roar nicht geeignet. Auch ist die Akkulaufzeit bei höheren Lautstärken etwas mager. Nach einiger Zeit schaltet der Lautsprecher nämlich plötzlich einen Gang zurück und reduziert die mögliche Lautstärke auf nicht mal die Hälfte.

Ein JBL Charge 2 beispielsweise bietet einen viel imposanteren Klang als der Roar. Er klingt druckvoller, brillanter einfach größer, obwohl er in Wahrheit viel kompakter ist, kommt er klanglich bereits dem Sonos Play:1 nahe, während der Roar eher an einen Küchenradio erinnert. Der JBL kann zwar nicht so laut spielen wie der Roar, aber wie oft hat man den Lautsprecher dann tatsächlich auf maximaler Lautstärke laufen?

Der Roar kann klanglich einigermaßen überzeugen, er macht nichts wirklich falsch, aber ich würde ihn dennoch bloß als gutes Mittelmaß bei diesem Preis und dieser Größe einordnen. Die Konkurrenz hat inzwischen deutlich besser klingende Produkte zu bieten.

Nachtrag: allem Anschein nach habe ich viele stolze Besitzer und ihr tolles neues Spielzeug mit meiner Rezension beleidigt, die nun meine Rezension am liebsten sofort als nicht hilfreich vernichten würden, wie im Kindergarten geht's hier zu. In Wahrheit habe ich aber nur Fakten dargelegt, die ich auch mit Vergleichsmessungen jederzeit belegen kann. Um meine Meinung jedoch noch weiter zu festigen und zu beweisen, dass ich nicht nur heisse Luft von mir lasse, wie manch andere Rezension hier, die von herbeigezogenen Lobeshymnen nur so trieft, habe ich extra ein Vergleichsvideo vorbereitet, das akribisch unter kontrollierten Bedingungen aufgenommen wurde und ganz neutral und objektiv den klanglichen Unterschied zwischen Roar und JBL Charge 2 bei verschiedenen Lautstärken zeigt. Soll jeder für sich entscheiden, welcher nun wirklich besser klingt, und ob der Roar tatsächlich das unglaublich überragende super Klangwunder darstellt, das von vielen hier auf Teufel-komm-raus gepredigt wird. (Das Video ist in den Kommentaren verlinkt). Ich habe nie behauptet der Roar wäre schlecht, aber er ist eben nichts Besonderes.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 28, 2014 2:03 PM CET


Bose SoundLink Colour Bluetooth Lautpsprecher weiß
Bose SoundLink Colour Bluetooth Lautpsprecher weiß
Preis: EUR 139,00

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Netter Universallautsprecher, setzt aber keine klanglichen Maßstäbe!, 25. September 2014
Ich habe den Soundlink Colour ausnahmsweise nicht bei Amazon gekauft, sondern noch vor Veröffentlichung direkt von Bose für einen Test zur Verfügung gestellt bekommen, hatte dadurch auch genug Zeit mich mehrere Tage intensiv mit dem Gerät zu beschäftigen, Frequenzmessungen durchzuführen, aber auch Klangvergleiche mit anderen Lautsprechern vorzubereiten. Wer sich dafür interessiert, möge bitte in meinen Blog schauen, der Link dazu findet sich in den Kommentaren.

Seien wir uns ehrlich, es handelt sich beim Soundlink Colour um ein low-cost Gerät von Bose, es wäre wahrlich unrealistisch, wenn der Soundlink Colour nun besseren oder eher "beeindruckenderen" Sound als der Soundlink Mini machen würde. Der Soundlink Colour hat aber dennoch seine gute Berechtigung, warum, möchte ich hier ausführen.

Als der Soundlink Mini vor über 1 Jahr vorgestellt wurde, gab es klanglich nichts Vergleichbares in dieser Größe. Über Bose's Klangabstimmung und wie man sie persönlich findet, mag man sich streiten, ist auch sicher Geschmackssache, aber erst nach einem Jahr schaffen es nun einige Hersteller ähnliche oder sogar bessere Performance zu einem teilweise günstigeren Preis anzubieten.

Würde der Soundlink Colour die magische 100€ Grenze sprengen, hätte ich ihm sicherlich alle Sterne vergeben, denn er könnte so den gesamten Markt in dieser Preisklasse aufmischen, dazu zähle ich z.B. Jabra Solemate, JBL Flip, JBL Charge, UE Miniboom und die ganzen anderen Blechdosendüdelkisten! Der Soundlink Colour klingt um einiges erwachsener als all jene, aber es fehlt ihm einfach dieser Überraschungsfaktor, den der Soundlink Mini auszulösen vermochte. Der Soundlink Colour klingt solide, er hat keine echten Schwächen, der Oberbassbereich ist bosetypisch etwas angehoben, wie auch die unteren Höhen, aber der Bass reicht beim Soundlink Colour nicht mehr ganz so tief und wird bereits bei 80Hz abgeriegelt, während der Soundlink Mini doch bis 60Hz runterspielt und dadurch eben diesen "Kick" im Bassbereich hat, der dem Colour fehlt. Dafür spielt der Colour in den Höhen nicht ganz so gerichtet und auch insgesamt etwas klarer. Er klingt auch nicht ganz so angestrengt wie der Mini, bei dem der Bass mit besonders fetten Mixes bereits zu dröhnen beginnen kann. Sogar die maximale Lautstärke ist beim Colour eine Spur höher und er wendet gleichzeitig nicht derart viel Dynamikkompression an, er schraubt natürlich auch da schon merkbar den Bass zurück, aber der Klang ist zwischen leise und laut nicht derart inhomogen wie beim Mini.
Sofern man sich nicht diesen enormen Basskick vom Soundlink Mini erwartet, würde ich dem Colour teilweise sogar den Vorzug geben, da er überdies einige weitere Vorteile bietet.

Der Soundlink Colour ist zwar volumsmäßig größer als der Soundlink Mini, aber er ist auch leichter und durch die flache Bauform auch besser transportabel. Er ist so gebaut, dass er einen Tag in einer Tasche oder Rucksack zusammen mit anderen Gegenständen locker unbeschadet übersteht, während der Mini trotz superedlem Alugehäuse eher ramponiert und zerkratzt werden würde. Ich selbst habe es geschafft 2 Minis innerhalb kürzester Zeit am Gitter entweder einzudellen oder zu zerkratzen, die vermeintliche Robustheit ist beim Mini leider nur vorgegaukelt. Er ist eher was fürs hübsche Regal zuhause, als für einen echten Einsatz draussen. Laut Bose sollen demnächst für den Soundlink Colour sogar spezielle Neoprenhüllen angeboten werden, die ihn dann noch besser für einen Ausseineinsatz hin optimieren.

Neuerungen gibt es auch bei Bluetooth, so kann sich der Soundlink Colour mit 2 Geräten gleichzeitig verbinden, und ein Wechsel zwischen unterschiedlichen Zuspielern ist auch dank der Sprachansagen (die man natürlich komplett deaktivieren kann) unkompliziert, da immer vorab angekündigt wird, welches Gerät gerade verbunden ist, bzw gesucht wird, was bei vielen anderen Bluetoothlautsprechern oft zu einem Frusterlebnis ausarten kann (selbst beim Soundlink Mini), weil sie sich partout nicht mit dem eigentlichen Zuspieler verbinden wollen, sondern immer nur auf das eine Gerät aus zu sein scheinen, man dann die Verbindung forcieren muss, oder am anderen Gerät Bluetooth erst ausschalten etc. Ich habe da schon so manches erlebt.
Großer Vorteil ebenso, dass sich der Colour endlich über MicroUSB aufladen lässt, und dass man die Möglichkeit hat direkt über das Gerät Titel zu wechseln, bzw Musik zu starten etc. Die Lautstärke ist übrigens endlich synchron am Lautsprecher und Zuspieler (zumndest bei iOS), und bosetypisch hat man dennoch die vollen 100 Lautstärkestufen, während viele andere Lautsprecher nur 15 Stufen bieten, so aber kaum eine feinfühlige Lautstärkeregelung möglich ist, vor allem bei niedrigen Lautstärken. Solche Tricks wie niedrige Eingangslautstärke am Zuspieler und dafür hohe Lautstärke am Lautsprecher, was dank der dynamischen Klangregelung eher schräge Ergebnisse liefert, sind mit dem Colour nicht mehr möglich.

Ich muss sagen, Bose hat wirklich gute Arbeit geleistet, um das Soundlink-Konzept weiter zu entwickeln und zu verbessern. Gewünscht hätte ich mir nur noch die zusätzliche Paarung von 2 Soundlinks zu einem Stereosystem. Mittlerweile beherrschen das schon billige Lautsprecher wie der TDK Trek Micro beispielsweise. Es gibt leider nach wie vor kaum erwachsen klingende Lautsprecher, die diese Möglichkeit auch bieten würden, UE Boom, Miniboom, Mini Jambox usw können zwar alle als Stereopaar gekoppelt werden, aber sie klingen dadurch auch nicht wirklich besser und düdeln dann halt in stereo dahin. Beim Soundlink Colour dürfte man im Doppelpack aber schon ein respektables Klangergebnis erwarten.

Sieht man sich die Konkurrenz in diesem Preisbereich an, wird es dann aber doch eng. Um 10 Euro mehr gibt es den JBL Charge 2, der einen sehr linear abgestimmten Klang mit genügend Druck und Transparenz bietet, der alle ähnlichen Alternativen (darunter auch Soundlink Mini, oder Sony SRS-X3) zu unausgewogenen Brummelkisten mutieren lässt, ganz zu schweigen vom Soundlink Colour, der da klanglich einfach nicht mehr mithalten kann und dann im Vergleich plötzlich eher nach hohlem Transistorradio klingt. Um 20 Euro mehr, kann man sich den Soundblaster Roar holen, der zwar klanglich nicht wirklich besser klingt, aber insgesamt etwas mehr Power hat. Ich habe den Soundlink Colour auch gegen den Fugoo verglichen, und obwohl der Fugoo bei weitem nicht so bassbetont spielt, klingt er viel offener, räumlicher, breiter. Durch die 360° Abstrahlung ist er auch weit unkritischer in der Aufstellung, und obwohl ich Bass sehr mag, habe ich im Endeffekt dann doch meistens den Fugoo bevorzugt. Bei Jazzaufnahmen schien beim Soundlink Colour der Klavierklang im Lautsprecher gefangen zu sein, während man beim Fugoo das Gefühl hatte, das Klavier würde um den Lautsprecher herum schweben. Eine Stereotrennung ist beim Soundlink Colour quasi nicht existent, obwohl ich ursprünglich sogar die Vermutung hatte, Bose würde hier ähnlich wie Geneva Lab spezielle Techniken wie "Embracing Sound" einsetzen, um tatsächlich die Stereoabbildung zu verbessern. Embracing Sound setzt zwei direkt aneinander grenzende Chassis mit einer Trennwand dazwischen voraus. Lugt man durch das Gitter, wäre eine solche Trennwand sogar am Soundlink Colour ernahnbar, aber von einer Stereoabbildung ist dennoch nicht das geringste erahnbar. Er klingt nach einem Monolautsprecher, egal wie man ihn dreht oder wendet. Schon alleine aus dem Grund, wäre die Möglichkeit zur Stereokopplung von 2 Geräten sicher nicht verkehrt gewesen.

Der Soundlink Colour ist kein schlechter Lautsprecher, Bose hat genug Erfahrung, dass sie wissen wie man Lautsprecher tuned, damit sie auch angenehm klingen (was man von vielen Firmen, die sonst eher Computermäuse und Tastaturen produzieren nicht gerade behaupten kann), aber er setzt einfach keine neuen Maßstäbe mehr. Er klingt weder besonders ausgewogen, noch besonders dynamisch oder besonders laut, das können andere besser, aber er schafft es in keinem Punkt negativ aufzufallen und verdient auch dadurch schon eine bessere Note als manch andere.

Für mich ist hat der Soundlink Colour ein wenig das Flair eines portablen Radios, nur eben ohne Radioempfänger dafür aber mit Bluetooth, wobei man von einem Zuspieler mit Internetverbindung dann auch viel mehr anstellen kann, als einfach nur zweitklassige Radiosender zu hören, die sowieso immer nur den selben Top10-Mist rauf und runter spielen. Und einen derart gut klingenden Radio habe ich bisher auch noch nicht gehört, ein Tivoli PAL klingt gegen den Bose mehr als bescheiden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 25, 2014 11:57 PM MEST


JBL Charge II tragbarer Bluetooth Stereo Lautsprecher (2x 7,5 Watt) inkl. Li-Ion Akku (6000mAh) schwarz
JBL Charge II tragbarer Bluetooth Stereo Lautsprecher (2x 7,5 Watt) inkl. Li-Ion Akku (6000mAh) schwarz
Preis: EUR 129,00

21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Grundsätzlich der beste Klang in dieser Klasse, tatsächlich jedoch ziemliche Klangprobleme, 14. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Charge 2 hat mit dem alten Charge klanglich kaum noch etwas gemein. War der alte eine Verschlimmbesserung vom schon klanglich eher seltsam anmutenden JBL Flip, mit extrem überbetontem Höhenbereich und unnatürlich und unangenehm gepushtem Oberbass, klingt der neue wahrlich souverän. Der gesamte Frequenzverlauf ist beinahe vorbildlich linear und weist die meisten selbst größeren portablen Lautsprecher in die Schranken. Ein Soundlink Mini klingt gegen den JBL Charge wie ein wummiger dumpfer Röhrenradio aus alten Tagen. Der JBL Charge 2 strahlt viel breiter ab, selbst von schräg oben gehört hält sich die Höhenverfärbung in Grenzen, während der Bose wirklich nur genau axial gehört erträglich klingt. Bei JBL wusste man was man tat, der Bass hat enormen Drive, reicht zwar nicht ganz so tief wie bei Bose, fügt sich aber auch restlos ins Gesamtbild ein, während bei Bose der Bass in den Mittenbereich reindröhnt.
Was mich beim Charge 2 am meisten beeindruckt hat war, dass er "einfach kling", während man bei manch anderem ähnlichen Modell zwar da und dort beeindruckt ist, aber der Klang insgesamt einfach nicht passt. Beim Charge 2 passt er, ich habe eigentlich nichts zu bemängeln und finde keinerlei grobe Schwächen, oder Verfärbungen usw.

Kommen wir jedoch zu den wirklichen Problemen vom Gerät, denn da scheint einiges ziemlich schief gelaufen zu sein. Was der Charge 2 nämlich überhaupt nicht kann, sind niedrige Lautstärken. Nicht nur dass sich die Lautstärke bei den ersten 4 Lautstärkestufen mit jeder Stufe verdoppelt, so klingen die ersten Stufen auch nicht wirklich gut. Generell ist die Lautstärke am Lautsprecher und Zuspieler synchron, zumindest bei iOS. Ich habe gesehen, dass bei Android das teilweise nicht der Fall ist und man sowohl am Lautsprecher als auch am Handy getrennt regeln kann. Problematisch bei der synchronen Regelund ist, dass der JBL Charge 2 eben nur 15 dezidierte Lautstärkestufen hat. Wenn dann schon bei den ersten 4 Stufen die Lautstärkesprünge derart hoch sind, bleibt oben nicht mehr viel übrig. Das größere Manko jedoch ist, dass der Soundprozessor offenbar alles falsch macht, was man falsch machen kann. Werden üblicherweise bei leisen Lautstäken zusätzlich Bässe leicht angehoben, um der Physiologie des menschlichen Ohrs entgegenzuwirken, das tiefe Frequenzen bei leisen Lautstärken weniger stark hört, macht es JBL genau umgekehrt, der Bass verschwindet bei den unteren Stufen beinahe zur Gänze. Schlimmer jedoch ist vielmehr, dass der DSP hier auch Artefakte produziert, der Bass wirkt da zusätzlich schwammig, unnatürlich mit teilweise schlimmen Nebengeräuschen und interferenzartigen Zirpgeräuschen. Zuerst dachte ich an eine schlechte Abschirmung gegen Mobilfunk, das wars aber nicht, dann dachte ich an Störungen duch Wlan oder Bluetooth, aber dieselben Artefakte und Nebengeräusche treten auch bei Zuspielung über Line-in auf. Man merkt diese Probleme vor allem bis zur fünften Lautstärkestufe. Akustische Musik ist mit dem JBL beinahe unhörbar, es wird erst besser, wenn man noch lauter macht. Eine angenehme Hintergrundbeschallung ist so nicht mehr möglich.

Ein weiteres und meiner Meinung nach noch größeres Problem ist, dass der JBL Charge 2 bei vielen Titeln von Grund auf verzerrt. Es scheint vor allem Titel zu betreffen, die nahe am Limit aufgenommen sind. Bassdrumanschläge fangen dann hörbar an zu kratzen. Es ist dabei auch völlig egal ob von Bluetooth oder Aux zugespielt wird, auch die Lautstärke ist egal, es verzerrt einfach. Teilweise habe ich sogar das Gefühl als wäre nicht die Lautstärke des Titels das Problem, sondern eher gewisse Frequenzänderungen, die beim DSP Probleme verursachen. Aufgefallen ist es mir mit Sinussweeps, die ich testweise zugespielt habe und die immer wieder bei bestimmten Frequenzbereichen dieselben Kratzgeräusche produziert haben.

Es mag sogar sein, dass viele diese Probleme gar nicht merken. Ich habe ein Demonstrationsvideo erstellt, das diese Verzerrungen und auch Artefakte bei niedrigen Lautstärken im Detail zeigt, der Link dazu ist im Kommentar zu finden. Ich dachte ursprünglich auch eher an einen Defekt, aber die Probleme wurden mittlerweile von anderen Besitzern bestätigt, weshalb ich einfach von einem allgemeinen Designfehler ausgehe.
Diese Wehwehchen stören mich persönlich natürlich besonders, da JBL klanglich alles andere viel besser gemeistert hat, als Bose oder Sony mit dem SRS-X3, doch wenn ich den Lautsprecher nicht bei niedrigen Lautstärken nutzen kann und darüber hinaus auch viele Titel gar nicht sauber wiedergegeben werden, ist der Lautsprecher eigentlich ein Grund für einen Produktrückruf. Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob überhaupt die Möglichkeit für ein Firmwareupdate bei diesem Gerät besteht, meine Supportanfrage diesbezüglich direkt an JBL läuft bereits. Bin sehr gespannt, was dabei rauskommt.

Abgesehen vom Klang hätte man beim JBL Charge aber auch so noch vieles besser machen können. Die beiden Passivradiatoren zu den Seiten hin sind zwar hübsch anzuschauen, wenn sie lustig hin- und hervibrieren, aber beim Transport auch denkbar ungünstig. Einfach so in den Rucksack schmeissen geht mit dem Charge 2 nicht, dummerweise hat JBL beim neuen Modell gleich auch die praktische Hülle vom alten Charge eingespart, sodass man sich wirklich überlegen sollte, wie man diesen portablen Lautsrpecher wirklich transportieren soll. Man hat zwar daran gedacht der rechten Seite zusätzliche Füsschen zu spendieren, damit man den Lautsprecher auch vertikal aufstellen kann, und der Passivradiator dennoch seinen Teil zum Klang beitragen kann, aber ein einfaches Schutzgitter links und rechts hätte das Problem ebenso gelöst, ich würde sogar so weit gehen und JBL empfehlen in Zukunft entsprechende Schutzkappen als teures Extra zu verkaufen, die man dann einfach auf die Enden aufschrauben könnte, Gewinde ist leider keines vorhanden, also ist meine Idee wohl auch nicht umsetzbar.

Dass der Lautsprecher auch nicht wirklich sehr stabil steht, ist wiederum so eine Sache. Aber auf unebenen Oberflächen rollt er gerne einfach weg.

Über all diese Kleinigkeiten hätte ich gern hinweggesehen und dem JBL Charge 2 die Bestnoten vergeben. Meine Augen haben geleuchtet als ich ihn das erste mal gehört habe und den Bose Soundlink Mini daneben gleich mal einpacken wollte und auf Ebay reinschmeissen. Aber die Tücken liegen eben im Detail, und man merkt beim genaueren Hinhören, dass da einfach vieles nicht passt. Bei hohen Lautstärken fällt alles vielleicht gar nicht so auf, da die Verzerrung insgesamt ebenso ansteigt, aber derart hohe Lautstärken kann der JBL Charge 2 gar nicht. War der alte Charge noch beeindruckend laut, klingt der neue zwar viel besser, aber er schafft vielleicht 3/4 der Lautstärke vom alten und komprimiert auch gleichzeitig die Dynamik schon recht extrem. Er macht das aber auch deutlich musikalischer als Bose beispielsweise. Selbst auf Maximal hat der JBL Charge 2 noch genügend Drive bei Kickdrums, während Bose diese weglimitiert hat. Wirklich laut ist jedoch keiner von beiden.
Ich habe auch ein zusätzliches Video mit Direktvergleich zum Bose Soundlink Mini in den Kommentaren verlinkt, wo man glaube ich gut hört wo die Schwächen von Bose liegen, bzw die Stärken vom JBL, am besten natürlich über wirklich gute Kopfhörer anhören.

2 Sterne sind vielleicht hart, aber das was JBL hier geliefert hat, geht einfach nicht, ich würde es vielleicht bei einem Chinateil um 30 Euro akzeptieren.

Empfehlenswert, ja! Aber nur bedingt, vor allem dann nicht, wenn man wirklich "Musik" damit hören will. Zum Krachmachen jedoch eignet er sich gut und macht das auch viel besser als die ganzen anderen günstigen Alternativen.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 28, 2014 4:47 PM CET


Samsung EO-SB330EBEGWW Musik-Lautsprecher metallic silver
Samsung EO-SB330EBEGWW Musik-Lautsprecher metallic silver
Preis: EUR 110,20

2.0 von 5 Sternen Klingt nur laut gut, 24. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich ist die "Samsung Level Box", wie sie sonst genannt wird, schon ein ziemicher Brummer und auch schwer, beinahe schon mit dem Bose Soundlink Mini vergleichbar. Auch preislich hat Samsung sich wohl gedacht, dass ihre Box da gut mithalten könne, und hat mit dem UVP von 199 wohl etwas zu hoch gegriffen, denn interessanterweise lässt sie sich mittlerweile um etwa 1/3 abgreifen, was nicht gerade von Wertstabilität zeugt. Jedenfalls wollte ich es mir nicht nehmen mir anzuhören, was Samsung da geleistet hat, und ob die Level Box vielleicht als "Geheimtipp" und günstigere Alternative zum Soundlink Mini durchgehen könnte.

Optisch auf jeden Fall elegant und auch von der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Die Level Box wirkt qualitativ hochwertig und würde ihrem Preis durchaus gerecht werden, wenn auch die Klangqualität stimmig wäre.
Beim Einschalten wird man mit einem lauten Klaviergeklimper begrüsst, eigentlich völlig unnötig. Was die Box aber danach von sich gibt, ist sehr zwiespältig. Leise gehört klingen sogar etliche Minilautsprecher nicht wirklich schlechter. Ich hatte eine Mini Jambox zur Hand und selbst die hat eine reifere Performance abgeliefert, mit deutlich mehr Druck unten rum, und auch ingesamt einem ausgewogeneren Klangbild. Erst im letzten Lautstärkedrittel fängt bei dem Samsung der Spaß so wirklich an, und der Klang wird wirklich einigermaßen erwachsen, mit einem netten Bassfundament und einem in sich stimmigen Klang. Aber kaum ist man bei den interessanten Lautstärken angelangt, ist es auch schon wieder vorbei, denn die Box piepst nur noch, wenn man noch lauter machen will. Sie erreicht in etwa 3/4 der Lautstärke vom Bose Soundlink Mini, ist also nicht wirklich leise, aber auch nicht wirklich laut. Dafür bleibt der Klang bei maximaler Lautstärke weitestgehend verzerrungsfrei und sauber, ohne jegliche Anzeichen von Limiting oder Dynamikkompression.

Wirklich schade, dass der Klang bei leisen Lautstärken derart abflaut. Zum gemütlichen Hören nebenher, klingt die Samsung Level Box wie eine kleine Blechdose, da kommt einfach nichts raus. Samsung hätte den Klang dynamisch etwas besser abstimmen können, so aber ist die Box nicht wirklich empfehlenswert, denn sie kann weder leise noch laut so wirklich gut. Wüsste demnach nicht wofür sie sonst gut sein soll.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 1, 2014 3:55 PM MEST


AudioXperts EVA BLU Portable Stereo Bluetooth Lautsprecher
AudioXperts EVA BLU Portable Stereo Bluetooth Lautsprecher
Wird angeboten von Media Seller OHG
Preis: EUR 255,00

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Klang top, Technik Flop!, 12. August 2014
Wer mit AudioXperts EVA BLU liebäugelt, wagt sich auf ein Abenteuer. Obwohl der Lautsprecher teilweise bereits unter 200 Euro angeboten wird, muss einem bewusst sein, dass die Firma AudioXperts als solche nicht mehr existiert und der Lautsprecher mit großen Kinderkrankheiten zu kämpfen hat.
Wem jedoch die Größe nichts ausmacht und nicht unbedingt nach einem Lautsprecher für den Rucksack sucht (dafür wäre er zu schade), wird mit einem wirklich tollen Klang belohnt, vorausgesetzt er kann sich mit den Tücken der Hardware auseinandersetzen.

Die EVA BLU ist nicht mehr ganz so kompakt wie die meisten aktuellen Bluetoothlautsprecher wie Bose Soundlink oder Denon Envaya usw, die EVA BLU wiegt bereits 2,2kg ist aber durchaus noch tragbar. Der verbaute Akku verspricht laut Hersteller 6 Stunden stromunabhängigen Betrieb und dank des rückwärtigen Tragegriffes lässt sich der Lautsprecher auch tatsächlich komfortabel tragen.
Das Gehäuse besteht aus Bambus, die Lautsprecherabdeckung aus Wolle, wobei beide eher mit Vorsicht zu behandeln sind. Vor allem die Wolle drückt sich an den Chassisausnehmungen gerne ein und franst irgendwann wohl auch stärker aus, wenn man das Material beim Transport zu oft beansprucht. Von der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, man hat es halt eben mit einem Holzlautsprecher mit Wollüberzug zu tun, nicht mit einem Plastikteil.

Problematischer und wirklich das absolute no-go, sind die Bedienelemente. Alle Tasten sind als Touch-tasten ausgeführt und funktionieren so gut wie gar nicht. Es gibt wohl Serienstreuung innerhalb der Modelle, aber bei meinem Exemplar funktioniert die Powertaste sporadisch mal nicht mal schon. Entweder der Lautsprecher lässt sich nicht Einschalten oder Ausschalten. Lautstärke, sowie Stumm-Taste funktionieren perfekt, aber am schlimmsten ist die Bluetoothtaste, die sich so gut wie gar nicht aktivieren lässt. Es war ein Unterfangen den Lautsprecher überhaupt in den Bluetoothmodus zu bekommen und danach noch mit einem Zuspieler zu paaren. Laut Anleitung soll der Lautsprecher 6 Quellen speichern können und sich mit diesen automatisch verbinden. In Wahrheit sucht der Lautsprecher immer die zuletzt aktive Bluetoothquelle, die Verbindung zu allen anderen bereits bekannten Quellen wird strikt verweigert. Wenn dann die Bluetoothtaste auch nicht funktioniert, ist das Umschalten zwischen verschiedenen Quellen beinahe unmöglich.
Eine Ladekontrolleuchte ist nicht vorhanden, so kann man auch nie sagen wie voll der Akku im Moment ist, geschweige ob er überhaupt geladen wird. Das sind vielleicht Kleinigkeiten, aber alles zusammen summiert sich eben und man überlegt es sich, ob man sich mit dem Lautsprecher rumschlagen will oder nicht.

Klanglich gibt es kaum etwas zu bemängeln. Der Klang ist nicht linear aber sehr schön abgestimmt, deutlich niveauvoller, als das was Bose oder Denon macht. Der Bass spielt ähnlich tief wie der kleinere Bose, aber nicht ganz so aufdringlich und fügt sich besser in die Musik ein. Auch die Höhen sind, obwohl etwas zurückhaltend, sehr schön gezeichnet, sie sind nur vertikal etwas fokussiert, und der Lautsprecher neigt dazu dumpfer zu klingen, wenn er nicht auf Ohrenhöhe steht.
Ich persönlich würde nur die maximale Lautstärke bemängeln, die nicht besonders hoch ist. Die EVA BLU spielt zwar auf Maximal noch relativ unangestrengt, aber es ist bereits deutliches Limiting wahrnehmbar, und Bassdrum-Anchläge klingen dennoch angezerrt, ansonsten jedoch bleibt der Klang beinahe ohne Verzerrung und auch von der Dynamik unkomprimiert. Ein Bose Soundlink oder TDK A33 spielt zwar lauter, klingt dann aber auch deutlich angestrengter und bei weitem nicht so kraftvoll.

Ich habe ein kurzes Vergleichsvideo vorbereitet, das die EVA BLU im Vergleich zu einigen anderen portablen Lautsprechern zeigt (es ist in den Kommentaren verlinkt). Besonders schlimm, was Beats klanglich mit der Pill XL abliefert, bemerkenswert hingegen die neutrale Abstimmung vom iLoud, dem es nur an etwas Kraft im Bassbreich fehlt. Die deutlich kleineren Sony SRS-X3 und Soundlink Mini sind bei dieser Lautstärke schon ziemlich nah an ihrem Limit und klingen dementsprechend erzwungen, können aber bei niedrigeren Lautstärken durchaus mithalten, vor allem der Sony hebt sich dabei positiv hervor. Die EVA BLU verfügt nämlich über keinerlei Loudness-Algorithmus, der Klang wird nur nach oben hin etwas im Bassbereich beschränkt, nach unten hin jedoch nicht zusätzlich gepusht. Für viele vielleicht sogar ein Segen, aber ich persönlich empfinde den Klang bei leisen Lautstärken dann doch etwas dünn und tischradiohaft, denn die EVA BLU braucht schon ein gewisses Lautstärkeniveau, um wirklich voll überzeugen zu können.

Alles in allem ein echter Exot unter den portablen Bluetooth-Lautsprechern der zwar klanglich seinesgleichen sucht, jedoch an der Bedienung und an der Umsetzung scheitert.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 4, 2014 7:38 PM MEST


Pocket Kick
Pocket Kick
Wird angeboten von Soundfreaq - Globell NL BV
Preis: EUR 89,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hübsch, aber nur Höhen und Mitten, Bässe nix!, 30. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Pocket Kick (Elektronik)
Ich habe mir den Pocket Kick geholt, weil er beim Test auf iLounge die Bestnote bekommen hat und ich nach einem wirklich kleinen Lautsprecher für unterwegs gesucht habe, der dennoch einen anständigen Klang bietet. Der Soundlink Mini ist teilweise zu schwer und groß, um wirklich mitgenommen zu werden, und JBL Micro Wireless oder TDK Trek Micro liefern dann doch etwas zu wenig "Punch" für meinen Geschmack.
Leider klingt der Pocket Kick kaum besser als die noch kleineren Monobrüllkisten. Der Klang vom Pocket Kick ist sehr klar und insgesamt auch nicht unangenehm, aber ihm fehlt fast zur Gänze der Bassbereich, sogar der kleine JBL klingt da irgendwie besser. Erst wenn man wirklich auf maximal dreht, schafft es der hintere Passivradiator etwas Luft zu bewegen, er klingt dann halbwegs kraftvoll, erreicht aber nicht ganz das Niveau des größeren JBL Flip. Aber ich will den Lautsprecher nicht dauernd auf maximal betreiben, denn das ist manchmal schon etwas zu laut, obwohl der Pocket Kick in Wahrheit gar nicht wirklich laut spielen kann, verglichen zu manch anderen Modellen. Selbst die billigen Music Angel oder Musicman die man schon unter 20 Euro kriegt spielen ähnlich laut (wenn auch viel plärriger und unausgewogener). Trotzdem, Spaß hat mir der Klang vom Pocket Kick keinen gemacht, es fehlte einfach zu viel unten rum, die Höhen und Mitten sind einfach zu dominant, bzw eben der Bass zu schwach, damit sich der Klang insgesamt in Waage hält, dann nehme ich doch lieber etwas größeres wie den Soundlink Mini, oder sogar die Mini Jambox.
Die Mini Jambox ist wohl auch der größte Konkurrent, an den sich der Pocket Kick richtet. Angeblich verschickte Soundfreaq sogar Testgeräte zusammen mit Mini Jamboxes und speziellen Umschaltern, damit die Tester den Klang direkt vergleichen können (Beispielvideos dazu gibt es auf Youtube). Jedenfalls hab auch ich den Pocket Kick mit der Mini Jambox verglichen, die ich kürzlich auch nur unwesentlich teurer auf Amazon kaufen konnte, und obwohl der Pocket Kick insgesamt etwas lauter spielen kann als die Mini Jambox und auch klarer klingt, gefällt mir der Klang der Mini Jambox bei leiseren Lautstärken doch viel mehr, da sie deutlich mehr Bass erzeugen kann, obwohl ich selbst die Mini Jambox eher als bassschwach bezeichnen würde, denn unterhalb von 100Hz tut sich nichts. Die Mini Jambox klingt zwar immer noch dumpfer, aber der Klang gibt dennoch viel mehr her, schaltet man dann noch Liveaudio dazu, wird es klarer, druckvoller und gleichzeitig spannt sich eine riesen Stereobühne auf, der Pocket Kick klingt dann im Vergleich eher wie ein zischelnder Handylautsprecher. Der einzige Vorteil, den ich beim Pocket Kick sehe ist, dass er etwas lauter spielen kann und da auch ähnlich kraftvoll wie die Mini Jambox klingt, aber ein paar Lautstärkestufen darunter klingt er nur noch dünn und plärrig. Er klingt nie schlecht, aber einfach zu dünn, als dass ich gerne darüber Musik hören würde.

Vom Design usw gibt es nichts auzusetzen, er sieht super aus, wirkt auch sehr hochwertig verarbeitet. Er gibt keine unnötigen Töne oder Sprachansagen aus, ich würde sicherlich alle Sterne vergeben, wenn der Klang mehr Druck hätte, vor allem bei leiseren Lautstärken. Aber meiner Meinung nach ist man besser bedient, wenn man zwei TDK A12 Trek Micro kauft und diese dann im wireless-stereo Modus betreibt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 3, 2014 8:25 PM MEST


Beats by Dr. Dre Pill XL Bluetooth Drahtloser Lautsprecher - Schwarz
Beats by Dr. Dre Pill XL Bluetooth Drahtloser Lautsprecher - Schwarz

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Top Features! Wenn man hohe Lautstärken benötigt beinahe unschlagbar, ansonsten eher mau., 26. Juli 2014
Die Pill XL macht vieles wieder gut, was die kleine Pill an Peinlichhkeit angerichtet hat. Preislich richtet sie sich an die wohl größten Konkurrenten wie Soundlink III, BIG Jambox usw. mit dem Unterschied, dass die Pill XL tatsächlich extrem viel Power hat und alle anderen vergleichbaren Lautsprecher dabei ziemlich alt aussehen lässt. Wo der Bose bereits beginnt den Bass zurückzuschrauben und die Dynamik zu komprimieren, spielt die PIll XL noch mit ganzer Kraft. Bloß bei den letzten 5 Lautstärkestufen wird der Bass auch da etwas zurückgeschraubt, aber der Klang bleibt trotzdem überraschend dynamisch, ohne jegliche Anzeichen von Limiting, auch halten sich Verzerrungen in Grenzen, der Klang bleibt selbst auf Maximal noch bemerkenswert sauber, Respekt! Von allen ähnlichen, teilweise auch deutlich größeren Lautsprechern, gehört die Pill XL zu den lautesten Modellen, die ich bisher gehört habe. Obwohl die Pill XL etwas größer ist als Soundlink III, ist sie dennoch extrem portabel und wiegt mit 1,5kg auch nicht wirklich viel mehr.

Besonders hervorzuheben sind all die Features, die die PIll XL bietet. So kann sie einerseits als Bluetoothempfänger missbraucht werden, über den AUX-Out ließen sich weitere Lautsprecher anhängen, um den Klang zustätzlich zu verstärken, denn der Klang der Pill XL wird dabei nicht ausgeblendet, sodass ich mir dabei auch einen zusätzlichen kleinen portablen Subwoofer vorstellen könnte, wie den Pasce Minirig Subwoofer beispielsweise, um den Klang zusätzlich zu pushen). Die PIll XL bietet aber auch die Möglichkeit eine weitere Pill XL, oder auch eine kleine Pill 2.0 wireless zu einem Stereosystem zu koppeln. Über den USB-Anschluss lassen sich externe Geräte laden und der Akku hat hier auch wirklich Kraft. Selbst auf maximaler Lautstärke spielt die Pill XL etwa 7-8 Stunden ohne Mucken, während viele andere portable Lautstprecher das nicht mal auf halber Lautstärke schaffen. Der Denon Envaya gibt schon knapp nach 2 Stunden den Geist auf, der TDK A33 nach wenigen Minuten...

Freisprecheinrichtung sowie Titelsteuerung des Players über die frontale Beats-Taste sind ebenso selbstverständlich, wie NFC oder AptX Unterstützung. Der Pill XL fehlt es hierbei an nichts... außer an einem wirklich guten Klang!
Wenn man nicht gerade die hohen Lautstärken benötigt, wie die Pill XL sie bietet, ist der Klang extrem unspektakulär aber auch unausgewogen. Der Oberbassbereich um 150Hz ist stark betont, jedoch tut sich unterhalb von 80Hz nicht wirklich viel. Selbst ein viel kleinerer Soundlink Mini schafft es tiefer hinab zu spielen und klingt bei normalen Lautstärken auch um einiges druckvoller, aber auch edler. Leiser gehört klingt die Pill XL nicht wirklich besser als der TDK A33, durch die relativ zischenden und dünnen Höhen, wirkt der Klang auch leicht nasal. Für House, Dance und Hip-Hop mag das noch ganz OK sein, aber "normale" Musik klingt auf der Pill XL einfach seltsam. Vor allem hat man immer das Bedürfnis lauter drehen zu müssen, weil sonst unten rum nicht wirklich was rüberkommt.

Ich vergebe trotzdem 4 Sterne, da sowohl Verarbeitungsqualität als auch Features vieles wieder wettmachen. Jeder der sich immer beklagt, dieser oder jener Lautsprecher würde nicht laut genug spielen, sollte sich die Pill XL mal anhören. Aber einfach so zum Musikhören nebenbei gibt es deutlich besseres und auch günstiger, bzw sogar kompakter, da überzeugt die Pill XL in keinster Weise, ansonsten wäre es wohl tatsächlich einer der empfehlenswertesten portablen Lautsprecher.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 3, 2014 5:01 AM MEST


Jawbone J2013-01-EU1 Mini Jambox Bluetooth Lautsprecher silber
Jawbone J2013-01-EU1 Mini Jambox Bluetooth Lautsprecher silber
Wird angeboten von Deltatecc GmbH
Preis: EUR 93,89

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Immer noch überteuert und klanglich extrem durchschnittlich., 24. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
War schon die alte Jambox letztlich total überholt und wurde mitterweile von Jawbone ja auch schon aufgelassen, da man inzwischen besseren Klang um deutlich weniger Geld haben konnte, fügt sich die Mini Jambox erneut in die Reihe der überteuerten und in Wahrheit sehr durchschnittlich klingenden Lautsprecher ein. Der Preis ist zwar inzwischen stark gefallen, aber er ist immer noch zu hoch, außer man benötigt unbedingt ein schickes Aluminumteil.

Die Mini Jambox mag schon sehr schick sein, obwohl mich in Wahrheit nur das "Dot"-Muster optisch anspricht, alle anderen "Diamond", "Graphite", "Snowflake" und wie sie alle heissen mögen, finde ich extrem unpassend, damit wirkt der Lautsprecher fast schon hässlich. Aber ein Lautsprecher soll nicht schön sein, sondern vor allem gut klingen, und das tut die Mini Jambox einfach nicht. Sie erinnert klanglich viel mehr an einen alten Transistorradio. Die Höhen sind extrem bedeckt, man muss sich den Lautsprecher schon direkt vor die Nase halten, damit es etwas spritziger wird, aber offenbar verdeckt das dicke Aluminium einfach zu viel an Sound, da wäre wohl ein normales Lautsprechergitter doch besser gewesen, nur dann halt optisch nicht so aufregend.
Bässe sind zwar einigermaßen vorhanden, aber kaum besser, als jeder durchschnittliche portable Lautsprecher um die Hälfte es auch schafft, wobei die Jambox dann doch den Vorteil hat, dass sie eben nur halb so groß wie die meisten anderen ist. Erst mit aktivem "Liveaudio" bekommt der Klang dann sowohl im Höhen- als auch Tiefenbereich etwas mehr Kick, wobei "Liveaudio" für meinen Geschmack viel zu sehr in die Klangdynamik eingreift. Viele Mixes klingen mit Liveaudio verwaschen, undefiniert, teilweise überwiegt der Hallanteil, und manche Frequenzanteile tendieren dazu zu dröhnen, manche Aufnahmen erzeugen sogar deutliche Artefakte, vor allem bestimmte Klavieraufnahmen können mit Liveaudio zu leiern beginnen. In Wahrheit ist Liveaudio eher nur für spezielle binaural aufgenommene Aufnahmen wirklich geeignet, Aber derart produzierte populäre Alben, kann man beinahe an beiden Händen abzählen.

Was jedoch besonders stört, ist die fast schon lächerliche maximale Lautstärke, schaffen es heutige portable Lautsprecher teilweise doppelt so laut. Die Mini Jambox verzerrt zwar auf Maximal nicht, aber sie ist eben auch nicht besonders laut. Mit dazugeschaltetem Liveaudio wird es außerdem nochmal etwas leiser.
Extrem störend finde ich die ganzen Sprachansagen, die sind extrem laut und peinlich. Ich glaube Jawbone waren auch die ersten, die diesen Blödsinn überhaupt eingeführt haben. Leider haben es danach viele nachgemacht, und mittlerweile spricht unnötigerweise fast jeder Bluetoothlautsprecher! Gottseidank kann man die Ansagen und lästigen Töne auch deaktivieren, bei mir hat es irgendwie nicht permanent geklappt und die Töne kommen wieder, genauso wie die Frau immer irgendwas neues daherquatscht.

Meine Hoffnung an die Jambox war, dass ich bei geringer Größe einen halbwegs anständigen Klang kriege. Aber ein JBL Micro Wireless oder ein TDK Trek Micro sind noch kleiner und klingen auch nicht schlechter. Um den Preis der Mini Jambox erhalte ich 2 Trek Micro und kann sie wireless zu einem Stereosystem koppeln. Das kann ich zwar mit 2 Mini Jamboxes auch, bin dann aber in einem Preis- und Größenbereich, wo ich mir gleich einen Soundlink Mini kaufen könnte, sogar der klingt spritziger, obwohl ihm von vielen ein dumpfer Klang nachgesagt wird. Aber gerade im Bassbereich fegt der Bose die Mini Jambox vom Tisch, da sind Welten dazwischen, das ist nicht mal mehr richtig vergleichbar! Ich hätte mir ein Mittelding gewünscht, aber die Jambox spielt eben eher am unteren Ende.

Ich hätte sie gern behalten, bin offenbar auch eher auf die elegante Optik und hohe Materialqualität hereingefallen, klanglich jedoch konnte ich sie drehen und kippen wie ich wollte, es kam einfach nur Gesäusel raus!


Sony SRS-X2 NFC und Bluetoothspeaker, weiß
Sony SRS-X2 NFC und Bluetoothspeaker, weiß
Preis: EUR 87,82

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide Mittelklasse, 24. Juli 2014
Gleich vorweg, der Sony SRS-X2 kann klanglich in keinster Weise mit dem größeren und etwas teureren X3 mithalten. Während der X3 sowie X5 usw einen für die Größe überraschend vollen Klang erzeugen, meiner Meinung nach auch deutlich angenehmer abgestimmt sind als der Bose Soundlink Mini beispielsweise, spielt der X2 eher auf gutem Mittelklasseniveau und da in etwa vergleichbar mit dem JBL Flip usw.
Ein deutlicher Bassabfall ist bereits ab 125Hz festzustellen, und unterhalb von 80Hz tut sich fast gar nichts mehr. Die Höhen sind ziemlich schrill abgestimmt, dafür klingt der Mittenbereich etwas dumpf.

Der X2 kann überraschend laut spielen und bleibt selbst auf maximaler Lautstärke noch entsprechend dynamisch, ohne große Verzerrungen, der JBL Flip ist dann aber doch noch eine Spur lauter. Was dem X2 total fehlt, ist die dynamische und lautstärkeabhängige EQ-Anpassung der größeren Modelle. Leise klingt er dünn, laut klingt er besser, aber wirklich voluminös wird der Klang nie.

Ich finde den X2 relativ schick und kann auch keine großen Negativpunkte finden, aber in Anbetracht der zahlreichen Konkurrenzprodukte, die ähnlich oder sogar besser klingen, teilweise sogar günstiger sind, hat der Sony einfach nichts besonderes zu bieten.

Besser man legt noch etwas drauf und holt sich gleich den X3, denn damit ist ernsthaftes Musikhören dann tatsächlich möglich und man ist immer noch sehr kompakt unterwegs. Für die Hosentasche sind sowieso beide nichts.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20