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Rezensionen verfasst von
Amazon Customer "micmuenster" (Köln)

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Deadfall Adventures - [Xbox 360]
Deadfall Adventures - [Xbox 360]
Preis: EUR 29,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schönes Abenteuerspiel, 17. November 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Deadfall Adventures - [Xbox 360] (Videospiel)
In Deadfall Adventures schlüpft man in die Rolle eines Nachfahren des legendären Allan Quatermain, mit dem man Anfang des letzten Jahrhunderts auf Schatzsuche geht. Die Suche nach legendären Artefakten, nach denen auch böse Nazis und Russen auf der Jagd sind, führt von Ägypten in die Arktis und in den Dschungel. Man durchstreift gewaltige Höhlen und Tempel, sucht Abseits vom Weg nach kleineren Schätzen, mit denen sich die Hauptfigur in Gesundheit, Ausdauer, Zielgenauigkeit etc. upgraden lässt und liefert sich Feuergefechte mit Gegnern, deren A.I. genauso tot ist wie die Mumien, denen man gelegentlich begegnet und die man - Alan Wake lässt grüßen - erst mit seiner Taschenlampe, die man ebenfalls upgraden kann, schwächen muss, bevor man ihnen endgültig den Garaus machen kann.

Das Spiel verknüpft Motive klassischer B-Movie-Streifen sowie der Pulp-Romane der 1950er Jahre zu einer wilden Mixtur. Die Quatermain-Filme werden ebenso verbraten wie Indiana Jones oder Die Mumie. Spiele wie der schon erwähnte Alan Wake standen Pate, dazu die klassischen Tomb-Raider-Teile mit ihren vielen Rätseln und Erkundungstouren, dann noch eine Prise Ego-Shooter und etwas Action.

Deadfall Adventures ist kein hoch budgetiertes Spiel und kann mit aktuellen Blockbustern wie Call of Duty oder Batman: Arkham Origins weder grafisch noch spielerisch mithalten. Die Steuerung ist manchmal etwas hakelig, die Grafik nicht auf der Höhe der Zeit.
Dennoch sieht das Spiel überwiegend sehr gut aus. Die gewaltigen Tempelanlagen wirken in ihrer schieren Größe beeindruckend, die Umgebungen sind abwechselungsreich, und besonders eine Verfolgungsjagt auf Loren im Stil von Indiana Jones und der Tempel des Todes durch finstere Tunnel und riesige Lavaseen ist brillant inszeniert.

Die Schwierigkeit lässt sich sowohl für die Rätsel als auch die Shootereinlagen in drei Stufen anpassen. Dennoch sind die Rätsel selbst auf dem schwierigsten Grad recht einfach. Leider schnappen manche Fallen auf dem Weg nach verborgenen Schätzen etwas unfair und unvorhersehbar zu, aber die Checkpoints sind gut verteilt, nur an einigen wenigen Stellen muss man für meinen Geschmack etwas zu weit zurück wieder ins Spiel einsteigen.

Deadfall Adventures ist beileibe kein perfektes Spiel, aber es gibt viel zu wenige reine Abenteuerspiele auf dem Markt. Wer also über diverse kleinere Mängel hinwegsehen kann, bekommt ein solides Spiel geboten, das über weite Strecken wirklich gelungen ist und Spaß macht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 3, 2014 6:39 PM CET


DARK - [Xbox 360]
DARK - [Xbox 360]
Wird angeboten von TICÁ
Preis: EUR 12,90

23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verschenktes Potential, 30. Juni 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: DARK - [Xbox 360] (Videospiel)
Die Ausgangssituation klingt gut: der Spieler wacht in einem heruntergekommenen Nachtclub auf und erfährt, dass er zu einem Halbvampir geworden ist. Da die Verwandlung nicht abgeschlossen ist, hat er nur zwei Möglichkeiten: entweder, er fristet sein künftiges Dasein als strunzdummer Ghul, denn in kurzer Zeit wird er sich in ein solches Wesen der Verdammnis verwandeln, oder er macht sich auf die Suche nach seinem Erzeuger. Nur auf diese Weise kann er zu einem vollwertigen Vampir werden.
In der Zwischenzeit, so erzählen ihm ein paar seiner neuen Artgenossen, die in dem Nachtclub arbeiten, tut es auch das Blut sehr alter Vampire, um ihn vor der Verwandlung in einen Ghul zu schützen.
Also machen wir uns auf den Weg, um herauszufinden, wer uns in diese missliche Situation gebracht hat.

Zunächst einmal fällt einem der eigenwillige Grafikstil von "Dark" auf. Das Spiel ist in Cel Shading programmiert, was Figuren und Umgebung ein sehr flächiges Aussehen verleiht. Dadurch darf man keine High-End-Grafik erwarten, aber dennoch wirkt die Optik düster, detailreich und in sich stimmig. Die einzelnen Abschnitte - Vergnügungstempel, Clubs, Bürokomplexe und Industrieanlagen - sind atmosphärisch dicht inszeniert.

Nicht so gelungen ist die Steuerung. Sie wirkt leicht hakelig, und besonders übel fällt auf, dass der Vampir, den man steuert, häufig weitergeht, auch wenn man den Analogstick gar nicht mehr in eine Richtung hält. So kann es passieren, das man ungewollt eine Deckung verlässt und dabei von einem Gegner erwischt wird. Dies ist sehr ärgerlich, da es sich bei "Dark" um ein Stealth-Game handelt, dessen Ziel es ist, möglichst jede Aufmerksamkeit zu vermeiden. Wird man erwischt, geht der Alarm los, und dann wird es schwer, sein Ziel zu erreichen, da einen Gegner aus mehreren Richtungen einkreisen. Diese sind zwar nicht allzu schlau, die Gegner-KI ist mehr als bescheiden, aber die einzige Möglichkeit, sich zu verteidigen, ist ein Klauenhieb, und den können Gegner blocken. Also heißt es, einen Gegner nach dem anderen von hinten lautlos erledigen.
Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: das schnelle Töten oder das Aussaugen, bei dem man eine Leiste füllt, mit der sich Spezialfähigkeiten auslösen lassen.

Für das Erledigen von Gegnern, das Auffinden von PDA-Nachrichten, das Ausführen von Nebenzielen und das Erreichen von Missionsaufgaben bekommt man Punkte, die man in den Ausbau seiner Werte (Gesundheit, Schleichgeschwindigkeit etc.) oder das Erlernen neuer Fähigkeiten (Distanzkills, Unsichtbarkeit, Verwirrung von Gegnern etc.) investiert.

Die Level sind angenehm groß, es gibt aber nicht allzu viele Wege zum Ziel. Hinzu kommt, dass es schwer ist, die Sichtweite der Gegner abzuschätzen. Später machen einem noch Bewegungssensoren, Überwachungskameras, UV-Scheinwerfer und stärkere Gegner das Leben schwer. Eine Übersichtskarte wäre bisweilen schön gewesen.

Was aber gar nicht geht ist das Ende. Es ist schon nach ca. fünf bis sechs Stunden erreicht, völlig offen und lässt den Spieler in der Erwartung eines finalen Boss-Kampfes - bevor dieser überhaupt beginnen kann - eiskalt im Regen stehen. Ein blöderes Ende habe ich in einem Videospiel bislang noch nicht erlebt. Es wirkt, als wäre den Entwicklern mitten im Spiel das Geld ausgegangen und die finalen Kapitel wären einfach nicht mehr programmiert worden.

"Dark" zu spielen hat mir trotz der Mängel Spaß gemacht. Stealth-Games finde ich meist spannender als Shooter. Dennoch hatte ich an allen Ecken und Enden das Gefühl, dass mit mehr Feinschliff ein wesentlich besseres Spiel herausgekommen wäre. So ist es leider nur ein etwas über dem Durchschnitt angesiedeltes Spiel, dass aber dem thematisch ähnlich gelagertem "Vampire Rain" haushoch überlegen ist, was zugegebenermaßen nicht allzu schwer ist.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 4, 2013 3:38 AM MEST


Heidelberger HE420 - Das Ältere Zeichen
Heidelberger HE420 - Das Ältere Zeichen
Preis: EUR 23,98

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kniffel für Fortgeschrittene, 20. Oktober 2012
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:1.0 von 5 Sternen 
Nachdem ich von dem für meine Begriffe viel zu überladenen und langatmigen "Arkham Horror" sehr enttäuscht war und viel positives über "Das Ältere Zeichen" gelesen hatte, habe ich mir das Spiel auf der Spielemesse in Essen gekauft. Ich mag Lovecraft und liebe kooperative Spiele wie "Ghost Stories", "Der Hexer von Salem", "Yggdrasil" oder "Pandemie" - "Das Ältere Zeichen" sollte mir also gefallen, dachte ich.
Das Spielmaterial ist mir zunächst einmal sehr positiv aufgefallen. Schönes Artwork und hochwertiges Material, wie ich es vom Heidelberger Spieleverlag gewohnt bin. Dann aber - ebenfalls typisch Heidelberger - musste ich mich durch die umständlich formulierte Spielanleitung quälen, die zudem auch noch fehlerhaft ist, weil mehrmals "Aufgabe" und "Abenteuer" verwechselt wurde: nicht gerade günstig für jemanden, der das Spiel noch nicht kennt.
Was mich aber dann am meisten gestört hat ist die Tatsache, dass das Spiel kaum Möglichkeiten zur Planung oder Kooperation zulässt. Besonders viele Interaktionsmöglichkeiten gibt es meiner Meinung nach nicht. Man kann gemeinsam überlegen, welches Abenteuer wer übernimmt, oder ob es sinnvoll ist, dass sich zwei Spieler gemeinsam auf einer Karte treffen. Wirkliche Interaktion ist dies aber nicht. Wenn sich doch alle Ermittler gemeinsam durch das Museum kämpfen, wieso ist es dann z.B. nicht möglich, Gegenstände untereinander zu tauschen oder auch wirklich gemeinsam ein Abenteuer zu bestehen? Das ist mir viel zu wenig für ein Spiel, das damit wirbt, kooperativ zu sein.
Auch ein wirkliches Planen ist schwer möglich, da letztenendes das Würfelglück über alles entscheidet. Auch bei "Ghost Stories" wird gewürfelt, aber dort hat man wesentlich mehr Möglichkeiten, das Ergebnis zu beeinflussen oder Geister auf andere Weise zu erledigen. "Das Ältere Zeichen" ist für mich sehr frustrierend, weil alles vom Würfelglück abhängt. Das macht jeden Versuch, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln, zunichte.
Leider war es in Essen zu voll, um das Spiel zunächst testen zu können, aber ich hätte es nach vorherigem Anspielen wohl nicht gekauft. Natürlich wusste ich, dass Würfel bei "Das Ältere Zeichen" eine große Rolle spielen, aber nach den vielen Rezensionen, die ich vorher gelesen habe, bin ich davon ausgegangen, mehr Steuerungsmöglichkeiten zu haben.
Schade eigentlich um ein Spiel, dass so viel besser hätte ausfallen können, hätte man ihm mehr strategische Tiefe verliehen. So ist es meiner Meinung nach wie Kniffel, nur wesentlich schöner, aber auch viel frustrierender.


Chinatown [Blu-ray]
Chinatown [Blu-ray]
DVD ~ Jack Nicholson
Preis: EUR 9,99

39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller Klassiker als gute BluRay, 1. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Chinatown [Blu-ray] (Blu-ray)
Da ich die BluRay von Chinatown in einem Elektronik-Markt in Köln schon mitnehmen konnte, ein kurzes Statement für alle, die überlegen, die blaue Scheibe anzuschaffen.
Die Bildqualität ist eine Wucht. Schon die Neuauflage der alten DVD sah sehr gut aus, doch die BluRay ist noch einmal um längen besser. Sehr scharf, tolle Farben, kaum wahrnehmbares Filmkorn, ohne, dass das Bild künstlich geglättet wirkt, kurzum: der Film sieht umwerfend aus.
Einen Stern Abzug gibt es, da auf der BluRay nicht ein einziges Extra zu finden ist. Für einen solch brillanten Klassiker ist das wirklich eine Schande, zumal die auf DVD erhältliche Collectors Edition immerhin etwa eine Stunde an Bonus-Material bieten konnte. Warum wurde nicht wenigstens dieses mit auf die BluRay gepresst?
Zum Film an sich haben andere bereits alles gesagt: ein perfekter Film, zeitlos und zurecht als Meisterwerk der Filmgeschichte gehandelt.
Kommentar Kommentare (22) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 21, 2013 5:43 PM CET


Cave Story 3D
Cave Story 3D
Wird angeboten von Games_and_Guides (Preise inkl. MwSt.)
Preis: EUR 24,99

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassiges Jump and Run, 12. Dezember 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Cave Story 3D (Videospiel)
Ein knuffiger Held, Leveldesign zum niederknien, wunderbare Tiefeneffekte und eine originelle Story, all das ist Cave Story, meiner Meinung nach eines der besten Jump and Run-Games, die bislang für den 3DS erschienen sind.

Ohne genau zu wissen, wen man spielt und wo man sich befindet, wird man gleich ins Geschehen geworfen und springt und ballert sich durch fantasievolle Umgebungen.
Dabei stehen einem mehrere Waffen zur Verfügung, die in drei Stufen aufrüstbar sind. Wobei Waffen jetzt martialischer klingt, als es dann tatsächlich ist, denn man verschießt in erster Linie Lichtkugeln oder bunte Wellen. Die Gegner - darunter mehrere Mini-Bosse - hinterlassen bei ihrem Ableben eine Art Energie, die man zum Aufrüsten einsammeln kann. Wird man von Gegnern zu häufig getroffen, sinkt das Level der gerade ausgerüsteten Waffe wieder.

Cave Story ist äußerst liebevoll designed und macht einen Riesenspaß, ist mit etwa sechs Stunden Spielzeit nur leider etwas kurz geraten. Wegen unterschiedlicher Enden - abhängig von Entscheidungen, die man während des Spielens trifft - lohnen sich aber mehrere Durchgänge, und die brillante Optik tut ihr übriges, um den Spieler an den 3DS-Screen zu fesseln.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 3, 2012 7:02 PM CET


Asmodee - Repos 200514 - Ghost Stories
Asmodee - Repos 200514 - Ghost Stories
Preis: EUR 37,98

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioses Strategiespiel, 20. Mai 2009
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:5.0 von 5 Sternen 
Anders als mein Vorredner halte ich "Ghost Stories" für ein grandioses Spiel. Auch die meisten einschlägigen Spiele-Seiten geben dem Spiel Höchstwertungen. Ein auf Brettspiele spezialisierter Spieleladen hatte mir das Spiel ausdrücklich empfohlen.
"Ghost Stories" ist ein anfangs etwas kompliziertes Spiel, das einiger Einarbeitung bedarf. Die schriftliche Spielregel ist kompliziert aufgebaut, aber keineswegs unbrauchbar, und ein Blick auf die Homepage des Spieleverlags hilft weiter.
Dass man Anfangs eher verliert als gewinnt, ist so in der Spielanleitung auch beschrieben, da man erst einmal Strategien entwickeln muss, um die Geister zu besiegen. Aber genau das macht den enormen Reiz des Spiels aus: gemeinsam zu überlegen, wie man der immer wieder aufs neue heranrückenden Geister Herr wird. Nur wenn man kooperiert und auch mal bereit ist, selber ein Opfer zu bringen, um der Gruppe dadurch weiter zu helfen, hat man eine Chance zu gewinnen. Nach ein paar Durchgängen hat man den Spielablauf verinnerlicht und kann auf höhere Schierigkeitsgrade ausweichen.
Also kein Spiel für Gelegenheitsspieler sondern für solche, die bereit sind, sich auf ein anspruchsvolles und herausforderndes Spiel einzulassen und Zeit zu investieren.
Zudem sieht das Spiel klasse aus und bietet Material in Hülle und Fülle.
Fazit: Absoluter Geheimtipp!!!


Amusement
Amusement
DVD ~ Katheryn Winnick
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 11,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Optischer Leckerbissen, 22. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Amusement (DVD)
"Amusement" reiht sich leider in die lange Reiher absolut unorigineller, von wesentlich besseren Genrevertretern abgekupferter Horrorstreifen ein: etwas "Joy Ride", ein wenig "Poltergeist", dann noch ein Quentchen "Halloween", "Saw" und "Hostel" und zum Schluss noch eine ordentliche Priese Gothic Horror - und fertig.
Warum dann dennoch vier Sterne? Weil der Streifen visuell zum schönsten gehört, was seit langem in einem eher schmal budgetierten Gruselfilm zu sehen war. Die Kamera schwelgt in ausgesucht brillant arrangierten Sets und trägt so zu einer unglaublich dichten Atmosphäre bei. Die Cinemascope-Bilder reißen den Film meiner Meinung nach aus dem Durchschnitt gängiger Horror-Streifen von der Stange weit heraus.
Hätte sich der Drehbuch-Autor auch nur annähernd so viel Mühe gemacht, wäre der Film ein kleiner Klassiker geworden. Aber die Handlung verzettelt sich in ihrem Bemühen, wendungsreiche Haken zu schlagen, ihre Einzelepisoden stimmig miteinander zu verknüpfen und die Protagonisten mit nachvollziehbaren Taten auszustatten.
So wirken die Personen herrlich blöd und die Löcher im Plot sind gewaltig.
Mein Tipp: gar nicht erst versuchen, die Handlung nachzuvollziehen und sich stattdessen an den gruseligen Sets und wunderschön morbiden Bildern satt sehen.


Alone in the Dark
Alone in the Dark
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 18,75

46 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Totale Enttäuschung, 19. Juni 2008
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Alone in the Dark (Videospiel)
Die Vorschusslorbeeren für den Titel waren ziemlich groß, und ich hatte mich riesig auf die Veröffentlichung von "Alone in the Dark" für Wii gefreut. Dass der Release-Termin mehrmals verschoben wurde, war für mich ein Zeichen dafür, dass man noch am Feinschliff arbeitet und ein gutes Produkt auf den Markt werfen will, das auch wirklich fertig ist.

Umso größer nun die Enttäuschung nach den ersten Spielstunden. Die Grafik ist zweckmäßig und teilweise auch recht gut, aber die Charaktere wirken hölzern, die Mimik ist mehr als flach. Die Umgebungsgrafik ist häufig sehr verschwommen, die Texturen oft blass und matschig. Die Musik ist recht stimmig, wird jedoch zu häufig und oft zu bombastisch eingesetzt und erschlägt zuweilen die Atmosphäre.
Eine glatte Katastrophe ist die deutsche Synchronisation. Lustlose Sprecher leiern belanglose bis strunzdumme Dialoge herunter, die der Atmosphäre auch nicht zuträglich sind und eine Identifikation mit dem Protagonisten zunichte machen.

Das Schlimmste am Spiel ist jedoch die Steuerung. Das Inventar öffnet man, indem man Nuntschuk und Wiimote voneinander weg bewegt. Ein Objekt nimmt man in die linke oder rechte Hand, wenn man entsprechend Nuntschuk oder Wiimote schwenkt, einen Sprung löst man aus, in dem man den Nuntschuk nach oben bewegt. Nun kann man sich schon denken, wozu dies führt. Bei acht von zehn versuchen, das Inventar zu öffnen, bewaffnet man sich wahlweise rechts und/oder links oder führt einen Spung aus. Somit wird das zurückgreifen auf das Inventar zur nervigen Geduldsprobe.

Das Bekämpfen von Gegnern mit Stühlen oder Feuerlöschern ist unpräzise, das Lenken von Autos ebenso. Auch das Zielen mit der Waffe ist umständlich, die Kamera ungenau.

Und wieso gibt es in einem Raum häufig mehrere Stühle, die alle gleich aussehen, aber nur einen davon kann man benutzen? Von der angepriesenen Freiheit keine Spur. Übehaupt ist das Spiel bislang absolut linear, und wenn man einen anderen als den exakt vorgegebenen Lösungsweg versucht - Fehlanzeige. Da kann es dann auch schon einmal passieren, dass man durch ein offenes Tor will, aber da dieser Weg offensichtlich von den Programmierern nicht gewollt ist, läuft man gegen eine unsichtbare Wand. Warum kann ich manche Türen einschlagen, andere nicht, und weshalb verschwinden Gegenstände ständig in Wänden?
Warum wird auf der Packungsrückseite von einer Lösungshilfe gesprochen, wenn es eine solche nicht gibt? Die Möglichkeit, von Anfang an alle Kapitel spielen und somit eines, mit dem man nicht klar kommt, einfach überspringen zu können, hat mit Lösungshilfe nichts zu tun.

Insgesamt für mich bislang die größte Game-Enttäuschung auf der Wii. Unbedingt die Finger davon lassen!!!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 25, 2012 4:11 PM MEST


Das grosse Lexikon der Katastrophenfilme
Das grosse Lexikon der Katastrophenfilme
von Manfred Hobsch
  Taschenbuch

14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bücher, die die Welt nicht braucht, 30. Dezember 2003
Genrelexika haben gerade Hochkonjungtur, und wenn deutsche Filmliteratur noch vor wenigen Jahren Mangelware war, so kann man heute aufgrund der Veröffentlichungsflut solcher Werke schon mal den Überblick verlieren.
Das kürzlich erschienene "große Lexikon der Katastrophenfilme" kann man meiner Meinung nach dabei getrost unter der Kategorie "Bücher, die die Welt nicht braucht" subsumieren.
Nach welchen Kriterien der Autor seine Filmauswahl getroffen hat, ist mir auch nach Lesen der Einleitung nicht klar geworden. Er fasst den Begriff "Katastrophenfilm" so weit, dass man sich wundern muss, welche Filme man in diesem Buch findet. Zahlreiche Filme aus dem Horror- und Science-Fiction-Bereich stellt er vor, die mit den Regeln des Katastrophenfilms nichts zu tun haben, und es drängt sich unweigerlich der Verdacht auf, der Autor wollte Seiten füllen, um an den in den letzten Jahren wieder in Mode gekommenen Katastrophenfilmen finanziell zu partizipieren.
Dabei sind die Filmbesprechungen teilweise sehr ungenau und wenig aussagekräftig und in der Qualität vergleichbar mit dem ähnlich schlechten "Lexikon des Horrorfilms".
Meine Empfehlung: Finger weg von dem Machwerk und das Geld lieber in eine DVD von "Erdbeben" oder "Flammendes Inferno" investieren.


Das neue Lexikon des Horrorfilms: 2000 Filme von Dracula bis Monster AG, von Freitag der 13. bis Scream. Alles über die dunkle Seite des Kinos
Das neue Lexikon des Horrorfilms: 2000 Filme von Dracula bis Monster AG, von Freitag der 13. bis Scream. Alles über die dunkle Seite des Kinos
von Ronald M. Hahn
  Taschenbuch

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viele Informationen, einige Mängel, 16. Juli 2002
Als seinerzeit bei Bastei Lübbe das "Lexikon des Horrorfilms" von Ronald M. Hahn und Volker Jansen erschien, hagelte es negative Kritiken. Die angeblich so profunden Kenner des Horror-Films waren alles andere als Horror-Fans, und so wurden zahlreiche Horror-Klassiker ziemlich inkompetent verrissen. Filme wie "The Texas Chainsaw Massacre" oder "The Omen", die heute als Meilensteine gelten, wurden einhellig als Schund eingestuft. Mit dieser nun erschienenen Neuauflage, die immerhin über doppelt so viele Filme bespricht und mit Dr. Rolf Giesen einen Experten in das Autorenteam aufnimmt, hätten diese Mängel beseitigt werden können. Aber leider ist dem nicht so. Die Kritiken aus dem Original-Buch wurden unbearbeitet übernommen, die Kritiken zu neuen Filmen bewegen sich auf dem gleichen Niveau, Inhaltsangaben vermisst man oft schmerzlich. Zudem fehlen wichtige Filme, die aufgrund der Aktualität des Buches eigentlich hätten aufgenommen werden müssen (z.B. "Final Destination" oder "Sleepy Hollow"). Schade eigentlich, denn wieder einmal wurde die Chance verpasst, ein wirklich gutes Nachschlagewerk über den Horror-Film zu veröffentlichen. Dennoch aufgrund der wichtigen Stabs- und Besetzungsangaben für Horror-Fans ganz annehmbar.


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