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Rezensionen verfasst von
Gernot Katzer "Gernot Katzer"
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China kulinarisch entdecken
China kulinarisch entdecken
von Jason Lowe
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erstaunlich gut, 23. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: China kulinarisch entdecken (Broschiert)
Dieses Buch schließt in seiner opulenten Optik an viele Publikationen der "asiatischen Küche" an, die in den letzten Jahren erschienen sind, hebt sich aber in der Qualität deutlich davon ab. Die geschätzt 150 bis 200 Rezepte stammen aus allen Regionen Chinas und sind authentisch und kompetent beschrieben, wobei eine große Vielfalt an Gartechniken und Zutaten exemplifiziert wird; die chinesische Küche wird hier nicht auf eine reine Wokküche reduziert.

Der Einführungsteil ist mit etwa drei Seiten Text nach meinem Geschmack zu kurz ausgefallen, und auch das Zutatenglossar im Anhang bleibt recht dürftig. Grundwissen muß der Koch also schon selbst mitbringen, dafür bekommt man wunderschöne großformatige Bilder, schmackhafte Rezepte und anregende Rezeptbeschreibungen.


Land of Plenty: A Treasury of Authentic Sichuan Cooking
Land of Plenty: A Treasury of Authentic Sichuan Cooking
von Fuchsia Dunlop
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,80

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein traumhaft gut geschriebenes Buch, 20. Februar 2005
Sollte ich jemals ein Kochbuch schreiben, dann kann ich
nur hoffen, den Standard von Fuchsia Dunlop zu erreichen.
Das Buch hat alles, was ich an einem ethnischen Kochbuch
schätze: Einen langen Einführungsteil, der Land und Leute
ebenso wie Eßkultur, Kochtechniken und Zutaten ausführlich
beschreibt. Danach folgen Rezepte, wobei wiederum jedes
einzelne kurz kulinarisch und kulturell vorgestellt wird.
Die Rezepte versprechen Authentizität und halten dieses
Versprechen auch (soweit ich das beurteilen kann); die
Zutaten und Zubereitungsmethoden wiederholen sich nicht,
und jedes einzelne Rezept hat einen ganz bestimmten Charakter.
Zu jeder Speise wird auch der chinesische Name angegeben,
sowohl in chinesischen Zeichen als auch in Umschrift.
Allein dadurch, daß sie Chinesisch in Wort und Schrift
beherrscht, steht die Autorin weit ueber dem durchschnittlichen
Niveau von Kochbuchautoren. Man glaubt gerne, daß dieses
Buch als Resultat ausgedehnter "Feldforschung" entstand.
Es handelt sich definitiv um das beste chinesische Kochbuch,
das ich je in Händen hielt.


Gewürze. Geschichte - Handel - Küche
Gewürze. Geschichte - Handel - Küche
von Manuela Mahn
  Gebundene Ausgabe

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schmackhafte Geschichtestunde, 5. Februar 2002
Manuela Mahns Buch füllt eine Lücke nicht nur in der
deutschsprachigen Buchlandschaft -- nirgenswo sonst
wird man so kurzweilig über die Geschichte der Gewürze
und des Gewürzhandels, von der griechischen Antike bis
zum Beginn des industriellen Zeitalters, informiert.
Das erste Kapitel stellt die heute in Europa
kommerziell wichtigsten Gewürze mit ihren botanischen
und kulinarischen Charakteristika vor. Nach dieser
Allerweltsinformation, die man in ähnlicher Form in
-zig anderen Büchern hätte nachlesen können, kommt
Mahn zu dem, wovon sie erheblich mehr versteht als
andere Autoren: Handel und internationale
Beziehungen im Lauf der Jahrtausende. Dabei beschränkt
sie sich im wesentlichen auf die Alte Welt; über die
amerikanischen Gewürze Chili, Piment und Vanille
wird nach dem ersten Kapitel nicht mehr viel gesagt.
Die Diskussion beginnt mit den Karawanenwegen der
Antike und den ersten Seefahrten nach Indien,
behandelt dann in erfreulicher Ausführlichkeit die
Wasser- und Landwege der Handels im europäischen
Mittelalter und kommt dann zu den neuzeitlichen
Kolonialimperien. Dieser Thematik ist der Hauptteil
des Buches gewidmet, und die Autorin brilliert hier
durch ihr historisches Wissen, ihre exakten
Quellenangaben und ihren klaren Schreibstil. Die
westeuropäischen Koch- und Würzsitten dieser Epochen
werden ebenfalls recht ausführlich behandelt.
Der Abstieg der Gewürze in der zweiten Hälfte der
Neuzeit wird gegen Ende des Buches besprochen, wobei
Mahn allerdings nur die moderne französische Küche
als Modell zeitgenössischer europäischer Kochkunst
behandelt. Mahn beschreibt dabei die Änderung der
Kochgewohnheiten vor dem Hintergrund wechselnder
gesellschaftlicher Randbedingungen und veränderten
medizinischen Wissens. Die Bedeutung der
nationalsozialistischen Propaganda gegen exotische
Gewürze bleibt dagegen unbehandelt, ebenso wie die
Entwicklung moderner Küchen in anderen Ländern
(Italien, Osteuropa).
Zu den wohl unvermeidlichen Schwachpunkten zählt
gelegentliche unkommentierte Widersprüche zwischen
verschiedenen historischen Quellen. Auch vermißt man
eine kritische Analyse der genauen Bedeutung uralter
Pflanzennamen -- Mahn tut so, als ob die botanische
Identität antiker Gewürze in allen Fällen vollständig
geklärt sei, aber das ist doch wohl etwas optimistisch.
Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch für alle,
die sich für die Kombination aus Kulinarik und
Geschichte erwärmen können.


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