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Lichtmaler

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Tamron SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD Teleobjektiv für Canon
Tamron SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD Teleobjektiv für Canon
Preis: EUR 1.199,00

164 von 167 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Kompromiss unter den Ultratelezooms, 27. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Tamron 150-600 stellt den ambitionierten Versuch dar, ein relativ kompaktes Packmaß mit einem enormen Zoombereich zu kombinieren. Als Canon-Fotograf habe ich sehr lang auf ein solches Objektiv gewartet, da ich die Reichweite meiner beiden L-Teleobjektive (das 70-300 4-5,6 und das 70-200 2,8) nach oben hin erweitern wollte. Die zur Verfügung stehenden Optionen (100-400, 300 4.0 mit 1.4x Konverter, 2x Konverter für das 70-200 2,8) sprachen mich ebenso wenig an wie die bisherigen Ausflüge von Sigma und Tamron in den Ultratelebereich. Daher habe ich das Tamron 150-600 schon bald nach Ankündigung vorbestellt und nun schon mit mehreren tausend Aufnahmen getestet. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle die mir zentral erscheinenden Qualitäten des Objektivs schildern:

BILDQUALITÄT: Natürlich die zentrale Anforderung an jedes Objektiv. Hier kann das Tamron wirklich liefern: Die Schärfe ist bei Offenblende durchweg gut und lässt sich mit den Nachschärfoptionen von Lightroom bzw. Photoshop problemlos anheben. Details wie Federn oder Haare heben sich klar von ihrer Umgebung ab, was mit einem überraschend kontrastreichen Grundeindruck des Bilds einhergeht. Ab Blende 8 ist die Schärfe über den gesamten Zoombereich als sehr gut einzustufen. Vom Schärfeeindruck her kann ich keinen Unterschied zum 100-400 von Canon ausmachen - allerdings mit dem Unterschied, dass man beim Tamron im Telebereich einen deutlichen Reichweitenbonus oben drauf bekommt. Das Objektiv vignettiert bei Offenblende sehr deutlich und auch die Schärfe fällt insbesondere im Telebereich zum Rand hin deutlich ab. Dies ist jedoch keinesfalls dramatisch und sicherlich auch der kompakten Bauform und dem relativ geringen Preis geschuldet. Mit anderen Worten: Die Abbildungsleistung ist für den zu Grunde gelegten Kaufpreis schlicht und einfach fantastisch. Sie ist gleichzeitig ganz sicher nicht auf dem Niveau der Canon-Teles mit dieser Reichweite (600 4.0 bzw. 200-400 4.0 mit eingebautem 1.4x Konverter), was angesichts der Preisunterschieds von rund 10.000€ (!) auch nicht weiter überrascht. Wie zahlreiche Beispiele im Internet mittlerweile zeigen, kann man bei richtiger Anwendung dieses Objektivs jedoch mit ausgezeichneten Resultaten rechnen. Selbst mit Crop-Kameras (etwa der Canon EOS 70D) kommt das Tamron vom Auflösungsvermögen problemlos klar, was angesichts der kleineren Sensorfläche (und damit der höheren Anforderung an das Objektiv) für mich so nicht zu erwarten war.

AUTOFOKUS: Mit seinem Ultraschall-Autofokus und dem jederzeit drehbaren Schärfering macht das Tamron prinzipiell alles richtig. Bei stationären Motiven trifft der Fokus fast immer, obwohl er sich bei Zielen in weiter Ferne nicht immer gleich für eine Richtung entscheiden kann. Hier hilft es, dem Objektiv mit dem klugerweise eingebauten Bereichsbegrenzer (15 Meter bis unendlich) unter die Arme zu greifen. Auch die geringe Lichtstärke von 6.3 im äußersten Telebereich macht sich insbesondere beim automatischen Nachführen des Autofokus negativ bemerkbar, so dass rasch umherfliegende Vögel nicht wirklich zuverlässig erfasst werden. Wer sich in diesen Momenten auf 400mm beschränkt (an dieser Stelle erreicht das Tamron wieder eine Lichtstärke von 5,6) und gut ausgeleuchtete Situationen dokumentiert, darf dennoch auf gute Ergebnisse hoffen. Dies erfordert jedoch ganz klar Übung und Erfahrung, da man sich im Ultratelebereich in einem Grenzbereich bewegt, der lange Zeit Profis mit entsprechendem Budget vorbehalten war. In jedem Fall ist mir positiv aufgefallen, dass das Tamron weder an einer Canon EOS 70D, noch an einer 6D zum Front- oder Backfokus neigt.

BILDSTABILISATOR: Der Bildstabilisator springt mit einem im Sucher deutlich sichtbaren Ruck an und hält dann selbst bei 600mm das Bild relativ konstant unter Kontrolle. Freihandaufnahmen sind somit möglich, was vor ein paar Jahren noch eine kleine Sensation dargestellt hätte. Nennenswerte Geräusche verursacht der Stabilisator dabei nicht. Aus der Hand sind mir so im Telebereich noch scharfe Fotos bei 1/125 Sekunde gelungen, was dem Stabilisator ein sehr gutes Zeugnis ausstellt. Bei beweglichen Motiven (etwa Vögeln) versuche ich jedoch nie langsamer als 1/500 oder 1/1000 Sekunde zu werden, um Bewegungsunschärfen zu vermeiden.

BOKEH: Die Anmutung der Hintergrundunschärfe fällt für ein Zoom ungewöhnlich harmonisch aus. Neun Blendenlamellen sorgen hier für eine schöne Kreiszeichnung, die selbst unruhige Hintergründe zuverlässig strukturiert.

BAUQUALITÄT: Man merkt dem Objektiv direkt aus der Packung an, dass aus dem knappen Budget das Maximum herausgeholt werden sollte. Im Lieferumfang ist deshalb wohl auch kein Köcher enthalten. Stattdessen stecken alle Ressourcen im Objektiv selbst ("Made in China"), dessen Gegenlichtblende ("Made in Philippines") genau genommen nur ein Stück Kunststoff ohne Innenbeschichtung darstellt. Dafür wird das Tamron jedoch mit einer hervorragend verarbeiteten Stativschelle ausgeliefert, die für meinen Geschmack allenfalls eine längere Grifffläche vertragen hätte. Das Zoom läuft überraschend leicht und erhebt zumindest den Anspruch, in irgendeiner Form gegen Feuchtigkeit geschützt zu sein. Obwohl allerlei Kunststoff in der Außenkonstruktion steckt, wirkt das Objektiv wertig und gut verarbeitet. Außerdem ist meine Kopie einwandfrei zentriert, was für geringe Fertigungstoleranzen spricht.

FAZIT: Ein tolles Objektiv, das für die gebotene Brennweite relativ klein und leicht ausfällt. Wer noch nie mit dieser Art Technik gearbeitet hat, sollte sie vor dem Kauf jedoch unbedingt einmal in die Hand nehmen: Fast zwei Kilo Gewicht sind ein Wert, mit dem nicht jeder Nutzer über längere Zeit glücklich werden wird. Wer diese Last in Kauf nimmt und an seiner Technik feilt, kann aus dem Tamron beeindruckende Ergebnisse herauskitzeln.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Rezension einen Eindruck über das Tamron verschafft zu haben. Sollten Sie Ihre Gedanken über das Objektiv mit mir teilen wollen, freue ich mich auf Ihre Kommentare!
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 25, 2014 2:02 PM MEST


Canon EF 35mm 1:2,0  Objektiv (52 mm Filtergewinde)
Canon EF 35mm 1:2,0 Objektiv (52 mm Filtergewinde)

56 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kleiner Vergleich zum neuen Canon 35 mit Bildstabilisator, 18. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Canon EF 35mm 1:2,0 ist in meinen Augen das mit Abstand am stärksten unterschätzteste Objektiv von Canon. Schuld daran ist nicht zuletzt das alles andere als eindrucksvolle Datenblatt: Das Objektiv ist nach heutigen Maßstäben uralt (Entwicklungsjahr 1990!), hat keinen Ultraschallmotor, keinen Bildstabilisator und nur fünf Blendenlamellen. Ein eher chaotisch anmutendes Bokeh (Hintergrundunschärfe) ist also vorprogrammiert. Außerdem vignetiert es extrem stark und hat zum Rand hin einen deutlich wahrnehmbaren Schärfeabfall. Das seit kurzem auf dem Markt befindliche Canon EF 35mm Objektiv 1:2 IS USM hat demgegenüber rein technisch alle Trümpfe in der Hand: Entwicklungsjahr 2012, Ultraschallmotor, ein topmoderner Bildstabilisator und acht Blendenlamellen - Fotografenherz, was willst Du mehr! Ich möchte Ihnen nun kurz schildern, warum ich mich trotzdem für den Methusalem von 1990 entschieden habe:
Punkt 1: BILDQUALITÄT. Offen gesagt waren meine Erwartungen an das alte 35 mehr als übersichtlich. Als Dozent im Bereich Fotografie empfehle ich meinen Studenten jedoch regelmäßig den Kauf eines 35ers und habe deshalb einfach mal zugegriffen. Das Resultat ist mehr als verblüffend. In der Mitte ist das alte 35er selbst bei Offenblende sehr scharf - am Rand an der Vollformatkamera indes nicht. Da schneidet das mir ebenfalls vorliegende neue Canon am Testchart oder dem flachen Bücherregal deutlich besser ab. Nur: Die Wirklichkeit ist selten flach und bildwichtige Elemente sind selten am äußersten Rand zu finden. Für mich fällt dieser Unterschied außerhalb des Labors also nicht ins Gewicht.
Punkt 2: ULTRASCHALLMOTOR. Wenn das alte 35er scharfstellt, geht dies mit einem amüsanten Knarzen und Summen einher. Das wirkt zugegebenermaßen technisch etwas rückständig. Aber: Der Fokus sitzt, und das besser und schneller als etwa bei meinem Canon EF 50mm/ 1,4/ USM Objektiv (58 mm Filtergewinde). Das neue 35er fokussiert hier weitaus leiser, aber von meinem subjektiven Eindruck her nicht schneller.
Punkt 3: BILDSTABILISATOR. Dies ist der eigentliche Knackpunkt im direkten Vergleich. Wenn Sie mit dem Objektiv filmen wollen, ist das neue 35er erste Wahl. Videos gelingen aus der Hand spürbar besser - eine feine Sache. Ich filme jedoch nur zu Anschauungszwecken mit meinen Spiegelreflexen, privat fotografiere ich. Da kam es noch nie vor, dass ich in einem moderaten Weitwinkelobjektiv einen Bildstabilisator vermisst hätte. Zeiten von jenseits der 1/40 Sekunde halte ich auch unstabilisiert ziemlich problemlos, länger mit Anlehnen auch. Da selbst langsame Bewegungen spätestens dann unweigerlich verwischen, sind die Einsatzmöglichkeiten für den Stabilisator eher überschaubar.
Punkt 4: BLENDENLAMELLEN. Ich will Ihnen nichts vormachen. Das Bokeh bei diesem Objektiv sieht irgendwie wild und disharmonisch aus. Dazu kommt eine brachiale Vignetierung am Rand bei Offenblende. Auf beiden Feldern sieht das Nachfolgemodell deutlich besser aus. Subjektiv mag ich aber Vignetierungen und bin entzückt, wenn ich ohne Bildbearbeitung das Auge mit einem Lichtpunkt in der Mitte lenken kann. Für mich hat das alte Objektiv Charakter. Sogar Makros von zigarettenschachtelgroßen Gegenständen gelingen - umgeben von einem tollen Freistellungseffekt.
Punkt 5: PREIS. Wo ich es brauche, investiere ich nicht zuletzt aus beruflichen Gründen in hochpreisige Objektive. Doch hier bekomme ich für etwa 500 Euro Aufpreis lauter Funktionen, die ich im Fotoalltag nicht abrufe. Außerdem ist das neue Objektiv schwerer, verlangt nach größeren Filtern, zieht bei eingeschaltetem Bildstabilisator mehr Strom und ist nach meinen Maßstäben etwa 25 Prozent zu teuer.
FAZIT. Das Uraltcanon ist federleicht, zuverlässig und zeichnet satte Farben. Die Liste seiner Schwächen ist lang - aber jedes dieser Defizite kann mit Erfahrung umgangen werden oder in eine Stärke verwandelt werden. Es wird einen festen Platz in meiner Tasche bekommen, was wahrlich nicht auf viele Linsen zutrifft. Es hat einen exzellenten Preis-Leistungs-Faktor - und ist mir deshalb fünf Sterne wert.
Sollten Sie Fragen haben oder Ihre Eindrücke mit mir teilen wollen, freue ich mich auf Ihren Kommentar!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 9, 2013 10:56 AM MEST


Walimex Pro 14 mm 1:2,8 DSLR-Weitwinkelobjektiv (feste Gegenlichtblende, großer Bildwinkel, ED-Linsen, IF) für Canon EF Objektivbajonett schwarz
Walimex Pro 14 mm 1:2,8 DSLR-Weitwinkelobjektiv (feste Gegenlichtblende, großer Bildwinkel, ED-Linsen, IF) für Canon EF Objektivbajonett schwarz
Preis: EUR 399,00

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weitwinkelexot mit genialem Preis-Leistungs-Verhältnis, 25. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wohl kaum ein Objektiv provoziert so unterschiedliche Testurteile im Internet wie das Walimex Pro 14 mm 1:2,8: Die Einschätzung reicht von regelrecht vernichtenden Beschreibungen (Ken Rockwell: "the softest non-toy lens I've ever tested") bis hin zu regelrechten Lobeshymnen (Photozone: "extremely high resolution across the image frame"). Da nicht beides gleichzeitig wahr sein kann und demnach von einer hohen Serienstreuung auszugehen ist, habe ich lange Zeit einen großen Bogen um dieses Objektiv gemacht. Nachdem mich ein Sigma 12-24 mm F4,5-5,6 II DG HSM-Objektiv (82 mm Filtergewinde) für Canon Objektivbajonett bei der Suche nach einem Ultraweitwinkelobjektiv wegen starker Randunschärfe nicht zufrieden stellen konnte, habe ich mich nun aber doch zum Kauf hinreißen lassen. Folgende Vor- und Nachteile sind mir bei der Nutzung aufgefallen:

Positiv:

+ Schärfe. Das Objektiv produziert bei Offenblende beine Schärfe, die ich in dieser Preisregion bislang für völlig ausgeschlossen gehalten habe. Als Vergleich liegt mir unter anderem ein Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM Objektiv (82 mm Filtergewinde) vor, dass an den Bildrändern komplett deklassiert wird. Natürlich ist der Vergleich Zoom vs. Festbrennweite nicht ganz fair, aber dieses Ergebnis hatte ich nicht erwartet. Da die Schärfe aber wie bereits erwähnt oft bemängelt wird, scheint es jedoch auch immer wieder unscharfe Varianten am Markt zu geben. Ein ausgiebiger Einzeltest empfiehlt sich daher auf jeden Fall.

Neutral:

o Bedienung. Das Objektiv ist vollständig manuell. Blende und Schärfe werden ausschließlich per Hand eingestellt. Die mir vorliegende Version für Canon übermittelt keinerlei Daten an die Kamera. Beim Abblenden wird außerdem das Sucherbild dunkel. Das alles war mir vor dem Kauf bekannt und wer schon einmal mit manuellen Objektiven gearbeitet hat, wird sich spielend zurechtfinden.

o Bauqualität. Für den geforderten Preis sicherlich hervorragend, aber weit entfernt von der ästhetischen Qualität eines Objektivs aus den Häusern Zeiss oder Leica. Der Objektivdeckel scheuert beim Aufsetzen und Abnehmen an der fest verbauten Gegenlichtblende. Da beide Teile aus Plastik bestehen, rechne ich hier langfristig mit Abrieb. Auch der Blendenring ist aus Plastik und fühlt sich nicht besonders wertig an. Ansonsten kommt jedoch viel Metall zum Einsatz. Unter dem Strich geht das Ergebnis in Ordnung.

Negativ:

- Verzeichnung. Die schnurrbartförmige Verzeichnung sieht auf einigen Fotos regelrecht bizarr aus. Insbesondere Architekturfotografen werden sich vermutlich mit Grausen abwenden. Ich korrigiere das Problem in Lightroom mit Hilfe eines von anderen Usern erstellten Profils (herunterladbar über Adobe Lens Profile Downloader). Dies führt zu durchaus professionellen Ergebnissen.

Fazit:

Insbesondere für die Landschaftsfotografie ist das Walimex hervorragend geeignet. Wer Zeit und Muße für die manuellen Einstellungen hat (funktioniert sehr gut mit Stativ und Liveview), wird beeindruckende Ergebnisse aus diesem Objektiv herauskitzeln können. Wer sich eher für ein reportagetaugliches Ultraweitwinkel interessiert, sollte stattdessen zu einem Objektiv mit Autofokus greifen.

Sollten Sie Fragen zu dieser Rezension haben, freue ich mich über Ihren Kommentar!
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 10, 2014 1:06 PM CET


Sigma 17-70 mm f2,8-4,0 Objektiv (DC, Makro, OS, HSM, 72 mm Filtergewinde) für Canon Objektivbajonett
Sigma 17-70 mm f2,8-4,0 Objektiv (DC, Makro, OS, HSM, 72 mm Filtergewinde) für Canon Objektivbajonett
Preis: EUR 390,91

144 von 150 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ideales Allroundobjektiv für Cameras mit APS-C-Sensor, 15. Februar 2013
Das Sigma 17-70 bietet sich von den rein technischen Daten als ideales Allroundobjektiv an: Die auf Vollformat umgerechnete Brennweite entspricht mathematisch gerundet 27-112 (Canon) bzw. 26-105 (Nikon), was jeweils einem moderaten Weitwinkel- bishin zu einem moderaten Telebereich entspricht. Man hat zumindest theoretisch alles dabei, um insbesondere beim Wunsch nach leichtem Gepäck für die meisten Situationen gerüstet zu sein. Ich möchte Ihnen hier einige zentrale Punkte darstellen, die mir beim Testen aufgefallen sind und die ich für besonders wichtig halte.

- Bildqualität. Natürlich der zentrale Bezugspunkt für die Beurteilung jedes Objektivs. Gleich vorweg: Die Abbildungsleistung einer Festbrennweite erreicht das Sigma nicht. Nun muss man aber bedenken, dass derartige Objektive nur für eine einzige Brennweite gerechnet werden, oft für sich allein genommen in einer ähnlichen Gewichts- und Preisliga spielen (wenn nicht gar darüber) und keine vergleichbare Flexibilität bieten. Das Sigma sieht bei allen Brennweiten bei Offenblende sehr ordentlich aus - die mir zur Verfügung stehende Kopie im Telebereich besser als im Weitwinkelbereich. Das Objektiv liefert genug Details, um noch einiges an Schärfe aus den Bildern mittels Photoshop herauszukitzeln. Abgeblendet auf 5,6 oder 8,0 werden die Werte sehr gut bis hervorragend. Das Bokeh (also die ästhetische Qualität der Hintergrundunschärfe) ist für ein Zoomobjektiv angenehm ruhig. Ich würde das Objektiv vorbehaltlos verwenden, um mir wichtig erscheinende Aufnahmen zu machen.

- Lichtstärke. Möglicherweise wird Sie interessieren, wo sich die Lichtstärke dieses Objektivs verändert. Daher die kurze Übersicht: ab Brennweite 20 3,2. Ab Brennweite 26 3,5. Ab Brennweite 40 4,0. Wirklich lichtstark ist das Objektiv also nur am kurzen Ende. Wenn Sie eine durchgängige Lichstärke von 2,8 benötigen, sind Sie vermutlich bei den diversen Konkurrenzangeboten im Bereich 17-50 bzw. 17-55 besser aufgehoben. Wenn Sie hingegen die zusätzliche Teleleistung nach oben hin benötigen, ist das vorliegende Objektiv eher geeignet. Letztlich ist dies eine Frage von Anwendungszweck und Geschmack.

- Bildstabilisator. Arbeitet sehr ruhig und effektiv, nicht schlechter, als ich dies etwa von meinem Canon 24-105 4,0 L gewöhnt bin. Über die Eignung für die Arbeit im Videobereich kann ich nichts sagen, aber für das Fotografieren ist die vorhandene Technik sehr gut geeignet. Der Stromverbrauch steigt an, aber auch das ist nicht ungewöhnlich.

- Autofokus. Reagiert sehr schnell, präzise und nahezu geräuschlos. Sigma hat hier sehr gute Arbeit geleistet. Leider muss man über einen manuellen Schalter zwischen AF und MF umschalten, kann also nicht jederzeit in die Fokussierung eingreifen. Dies ist jedoch zu verschmerzen, zudem man für den geforderten Preis wahrscheinlich nicht alles haben kann.

- Bauqualität und Ästhetik. Hier hat mich das Sigma weitgehend überzeugt. Der Zoomring läuft angenehm fest und bewegt den Tubus gut kontrollierbar über die volle Distanz. Weniger ansprechend finde ich den Kontrollring für das manuelle Fokussieren, der eine großzügigere Übersetzung und damit mehr Präzision vertragen würde. Andererseits bleibt so der Fokussierweg kurz und der Betrieb im Automatikbetrieb effizient. Obwohl das Objektiv zu einem Großteil aus Kunststoff besteht, wirkt es keinesfalls billig. Dies verdankt es nicht zuletzt der eleganten Beschriftung, die mich weit mehr anspricht als das klassische Sigma-Design.

- Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Startpreis für dieses Objektiv liegt bei rund 500 Euro. Zu diesem Zeitpunkt würde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis als gut beschreiben. Hervorragend wird es, wenn der Preis in den Bereich von 400 Euro oder gar darunter sinkt, was erfahrungsgemäß im Lauf der Zeit geschehen wird. Erfreulich ist, dass eine Gegenlichtblende aus Kunststoff beiliegt.

- Fazit. Das Sigma ist ein für den gebotenen Brennweitenbereich kleines und elegantes Objektiv, das in erfahrenen Händen sehr gute Leistungen erzielen wird. Ich würde es jederzeit den üblichen Kitobjektiven vorziehen oder auch den Megazooms mit weitaus größerer Brennweitenspreizung, da hier keine vergleichbaren Lichtstärken erzielt werden. Bei mir wird es an einer kleinen Canon-Kamera mit APS-C-Sensor Verwendung finden, wenn ich meine große Profiausrüstung nicht mit mir führen möchte. Wer einen kleinen Generalisten mit großem Anwendungspotential sucht, könnte mit dem Sigma also glücklich werden.

Wenn Sie Ihren Eindruck dieses Objektivs mit mir teilen wollen oder Fragen haben, freue ich mich über Ihren Kommentar.
Kommentar Kommentare (17) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 19, 2013 12:07 PM CET


JJC ST-1 Neopren Handgelenk-Trageschlaufe für DSLRs
JJC ST-1 Neopren Handgelenk-Trageschlaufe für DSLRs
Wird angeboten von Flashwoife - Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 8,49

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Falltest sicher überstanden: Robustes und sicheres System, 5. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich verwende diese Trageschlaufe an DSLR-Kameras verschiedener Größe (Canon EOS 600D, Canon EOS 6D, Canon EOS 5D Mark II). Typischerweise trage ich meine Kameras in der Hand mit mir herum und habe mir bei dieser Gelegenheit den mitgelieferten Halsgurt um das Handgelenk gewickelt. Diese relativ umständliche Prozedur erspart mir seit einigen Wochen nun diese Handgelenk-Trageschlaufe. Sie ist aus wunderbar weichem Material gefertigt und wiegt sehr wenig. So weit so gut. Weitaus wichtiger erschien mir jedoch die Frage, ob der Kunststoffkarabiner den Fall einer doch recht schweren Kamera abbremsen kann oder bei dieser Gelegenheit den Halt verliert oder gar bricht. Ich habe daher ein 2-Kilo-Gewicht (entspricht größerer DSLR mit Teleobjektiv) an der Kameraseite befestigt, die Handschlaufe am Handgelenk befestigt und dann das Gewicht mehrfach fallen gelassen. Das System hat diese Prozedur problemlos überstanden und genießt nun mein volles Vertrauen. Unter Realbedingungen habe ich ohnehin noch nie eine Kamera fallengelassen. Nach anfänglicher Skepsis muss ich sagen, dass gerade der Karabiner die Benutzerfreundlichkeit deutlich erhöht: Man kann die Handschlaufe so blitzschnell entfernen oder anbringen. Dies nutze ich, wenn doch einmal ein größerer Gurt gefragt ist, den ich dann über die Stativschraube anbringe (Ich verwende übrigens dieses Modell: Sniper-Strap "The Pro" Kameragurt (Stahlseil, Kugellager-Anschlussschraube) schwarz). Von mir bekommt das System daher (vor allem für diesen Preis) eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.
Wie ist Ihr Eindruck von der Handgelenk-Handschlaufe? Gern können Sie Ihre Gedanken oder Fragen über die Kommentarfunktion mit mir teilen.


Canon EOS 6D Vollformat Digital-SLR Kamera mit WLAN und GPS (20,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, DIGIC 5+) nur Gehäuse
Canon EOS 6D Vollformat Digital-SLR Kamera mit WLAN und GPS (20,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, DIGIC 5+) nur Gehäuse
Wird angeboten von M&M Photo-Discount
Preis: EUR 1.648,00

713 von 748 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Welche Fragen Sie sich vor dem Kauf wirklich stellen müssen..., 25. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Canon EOS 6D ist auf den ersten Blick ein Mauerblümchen: Die Spezifikationen auf dem Datenblatt lesen sich (abgesehen von WLAN und GPS) so, als sei die Kamera in vielen Punkten nichts Halbes und nichts Ganzes. Ich habe diese Punkte hier einmal zusammengestellt und will Ihnen aus meiner Perspektive zeigen, ob Sie tatsächlich ins Gewicht fallen. Noch kurz zu meinem Profil: Ich arbeite hauptberuflich als Dozent an einer Universität, wo ich schwerpunktmäßig Theorie und Praxis der Fotografie unterrichte. Privat komme ich paradoxerweise meist nur noch im Urlaub zum Fotografieren. Die Kamera sollte daher möglichst reisetauglich sein, einen funktionalen Autofokus haben und natürlich über einen zeitgemäßen Sensor verfügen, der das Beste aus meinen (doch recht zahlreichen) Objektiven herausholt. Hier also meine Eindrücke zu besonders intensiv diskutierten Punkten:

- Sucher. Leider nur 97 Prozent, im Vergleich zur Canon EOS 5D II oder auch den direkten Nikon-Vollformatkonkurrenten ein Rückschritt. Weitaus praxisrelevanter ist jedoch, dass der Sucher sehr hell ausfällt und alle Informationen dort präsentiert, wo ich sie als Fotograf brauche. Der Unterschied zu professionellen Gehäusen ist nahezu irrelevant.

- Body. Das Gehäuse ist stark an die EOS 60D angelehnt, was ich persönlich begrüße. Es ist verhältnismäßig klein, dennoch mit großen Händen gut zu bedienen und wirkt von der Tastenanordnung wohl sortiert. Ich kann daher schnell mit der Kamera kommunizieren und werde nicht durch überflüssige Features abgelenkt. Die Haptik ist weitaus kunstofflastiger als beispielsweise bei meiner EOS 1Ds Mark II - aber deren Robustheit habe ich trotz Zehntausenden von Auslösungen noch nie gebraucht. Sie sollten sich also fragen, ob Sie tatsächlich die staubige Rally Paris Dakar fotografieren und ihre Kamera auf Kriegseinsätzen herumtragen. Sollte dies nicht der Fall sein, wird sie dieser Body bei normaler Beanspruchung jahrelang begleiten.

- Verschluss. Die Kamera packt nur 1/4000 Sekunde im Normalbetrieb und nur 1/180 Sekunde Blitzsynchronzeit. Auch hier ist die hausinterne und -externe Konkurrenz schneller - aber selbst im professionellen Einsatz reichen beide Werte meist völlig.

- Autofokus. Hier ist der erste Punkt, wo Sie tatsächlich Ihr Anwendungsziel unter die Lupe nehmen müssen. Nur 11 Autofokusfelder, und davon auch nur ein Kreuzsensor, der dafür besonders lichtempfindlich ist. Sollten Sie schwerpunktmäßig Rennwägen, Pferderennen, Fußballspiele oder Flugshows fotografieren, sind Sie vermutlich eine Leistungsklasse höher (5D III) besser aufgehoben. Bei mir kommen derartige Situationen relativ selten vor (und wenn weiß ich, wie man durch Vorfokussieren und Abblenden dennoch zum Ziel kommt). Für mich ist weitaus wichtiger, dass der AF sein Ziel zuverlässig trifft und leicht zu programmieren ist - was beides zutrifft.

- Videofunktion. Für Gelegenheitsnutzer hervorragend, etwa auf dem Level der Canon EOS 5D Mark II. Für Profis wegen stärkerer Neigung zu Moiré-Effekten und fehlender Kopfhörerbuchse eher ungeeignet. Da ich diese Funktion kaum nutze, kann ich mit den Einschränkungen des Sensors an dieser Stelle gut leben.

- Bildqualität. Deutlich besser als die 5D II, in einzelnen Testberichten im Lowlight-Bereich sogar eine halbe Blende besser als die 5D III. Dank relativ leisem Silent-Mode daher eine nahezu perfekte Lowlight-Maschine. Mit lichtstarken Festbrennweiten ein Traum.

- Speichermedium. Nur ein Kartenslot (SD-Karte) wird oft als Gegenargument genannt. In mittlerweile 15 Jahren Digitalfotografie habe ich es noch nicht ein Mal geschafft, eine Speicherkarte kaputtzumachen. Man muss also trotz fehlender zweiter Karte nicht in Angst und Schrecken leben. Sollten Sie jedoch überlebenswichtige Dinge fotografieren (dazu zählen bekanntlich auch Hochzeitsfotos, wo bei Datenverlust schnell Tränen fließen), könnte dies dennoch ein Killerargument gegen die 6D sein.

- WLAN und GPS. Weitaus weniger relevant als beim Kauf von mir gedacht. Nette Gimmicks, die sich vielleicht einmal als nützlich erweisen. Wegen (technikbedingter) Latenz zwischen Kamera und Eingabegerät (etwa Smartphone/Tablet) ist die WLAN-Funktion für mich vielleicht einmal interessant bei der Bildbetrachtung auf Reisen.

Unter dem Strich würde ich sagen: Eine unaufgeregte Kamera ohne zu viel Schnickschnack, die schnell reagiert und das tut, was ich möchte. Die Bildqualität ist mit Zoomobjektiven wie dem 16-35L II 2,8 oder dem 70-300L 4-5,6, aber auch mit Festbrennweiten wie dem 50 1,4 oder dem 85 1,8 absolut herausragend. Der Kauf dieser Kamera (in Kombination mit dem Pancake 40 2,8) gibt mir die Möglichkeit, endlich eine kompakte Vollformatkamera mit geringem Gewicht fast immer dabei zu haben. Von mir bekommt die Kamera daher eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Sollten Sie Ihre Gedanken zur Canon EOS 6D mit mir teilen wollen, freue ich mich auf Ihre Kommentare!
Kommentar Kommentare (180) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 6, 2014 8:18 PM MEST


Sigma 12-24 mm F4,5-5,6 II DG HSM-Objektiv (82 mm Filtergewinde) für Canon Objektivbajonett
Sigma 12-24 mm F4,5-5,6 II DG HSM-Objektiv (82 mm Filtergewinde) für Canon Objektivbajonett
Preis: EUR 684,00

74 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gemischte Gefühle bei der Bildqualität, 25. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach der Lektüre diverser Testberichte entschied ich mich, dem aktuellen Sigma 12-24 eine Chance zu geben. Als Vergleichsobjektiv liegt mir ein Canon 16-35L II vor, das ich bereits mit verschiedenen Vollformatkameras (Canon 6D, 5D II, 1Ds II) und Cropkameras (Canon 7D, 650D, 600D) verwendet habe. Zugriff auf diese Vielzahl von Bodys habe ich übrigens, weil ich an einer Universität schwerpunktmäßig im Bereich Fotografie lehre. An erster Stelle steht dabei für mich der Einsatz eines Objektivs unter realen Bedingungen, also nicht die Betrachtung bei 400 Prozent Vergrößerung auf dem Monitor. Lassen Sie mich aus dieser Perspektive auf die Vor- und Nachteile des Objektivs eingehen:

Vorteile:

+ Sensationeller Bildwinkel. 12mm ist wesentlich weiter als 16mm, geradezu überwältigend (um nicht zu sagen pompös). Natürlich muss das Objektiv sorgfältig ausgerichtet werden, damit die Linien im Bild nicht zu wild stürzen (es sei denn, dies ist beabsichtigt).
+ Überzeugende Bauqualität. In meinen Augen sieht das Objektiv besser aus als das angesprochene Canon (Geschmackssache) und fasst sich auch besser an. Die festverbaute Gegenlichtblende macht einen sehr robusten Eindruck.
+ Autofokusperformance. Das Objektiv reagiert prompt auf Meldungen des AFs, fokussiert nahezu unhörbar und gestattet jederzeit Eingriffe über den Schärfering. Besser kann man das kaum lösen.

Neutral:

o Lichtstärke. Ein Wert von 4,5-5,6 ist alles andere als berauschend. Da die Bauform für mehr unzumutbar anwachsen würde, sehe ich darin jedoch keinen zu monierenden Nachteil.
o Filtergröße und -einsatz. Ein Filter lässt sich nur an dem aufgesetzten Frontelement fixieren, so dass an der Vollformatkamera bei Filtereinsatz nicht ins volle Weitwinkel gezoomt werden kann (außer man arbeitet mit vorgesetztem bzw. vorgehaltenem Folienfilter). In der Praxis dürfte sich dies jedoch in den meisten Situationen verschmerzen lassen.
o Schärfe in der Bildmitte. Ein insgesamt guter Auftritt, der dank Lightroom und Photoshop problemlos auf professionelles Niveau gesteigert werden kann.

Nachteile:

- Nur ein wirklicher, der mich aber leider zur Rücksendung des Objektivs bewegte: Der Schärfeabfall am Rand. Hier werden sich die Geister am Sigma scheiden: Wer die 12mm um jeden Preis braucht, hat ohnehin kaum Alternativen und könnte mit der Performance sogar glücklich werden. Das hätte auch ich akzeptiert, weiß ich doch um die hohe Herausforderung des extremen Brennweitenbereichs. Leider fand ich die Randschärfe jedoch auch im Bereich von 16mm bis 20mm selbst abgeblendet alles andere als zufriedenstellend. Vielleicht hätte Sigma da besser eine Festbrennweite rechnen sollen, die nicht so viele Kompromisse nötig macht.

Als Schlussfolgerung bleibt festzuhalten, dass es am Vollformat in dieser Preisklasse kaum noch besser werden wird. Ich werde mir schweren Herzens das geschäftlich genutzte Canon nun auch privat zulegen und auf die 4mm nach unten hin verzichten (und außerdem rund 500€ mehr bezahlen). Wenn Sie bei der Randunschärfe toleranter sind als ich, sollten Sie dem Sigma dennoch eine Chance geben.

Wie ist Ihr Eindruck dieses Objektivs? Gern können Sie ihre Gedanken über die Kommentarfunktion mit mir teilen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 19, 2014 5:43 PM MEST


Canon EF 70-300mm 1:4-5,6 L IS USM Objektiv (67 mm Filtergewinde)
Canon EF 70-300mm 1:4-5,6 L IS USM Objektiv (67 mm Filtergewinde)
Preis: EUR 1.327,96

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnetes Reisetele mit umwerfender Bauqualität, 23. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Seit etwa zwei Monaten befindet sich das Canon EF 70-300 1:4-5,6 L IS USM nun in meinem Besitz. Viel Lob ist an dieser Stelle schon völlig zu Recht für dieses Objektiv geäußert worden. Daher möchte ich zwei Aspekte herausheben, die ich persönlich besonders erfreulich finde:

1. Lichtstärke und Bildstabilisator
Auf dem Papier sind 1:4-5,6 ein alles andere als spektakulärer Wert. Umso positiver, dass die Anfangsöffnung von 4,0 bis Brennweite 100 erhalten bleibt. An Kameras mit kleinerem Sensor (wie der 7d) bewegt man sich durch die Brennweitenverlängerung von 1,6 damit im Bereich eines 160er Objektivs mit Lichtstärke 4,0. Dies ist durchaus respektabel, zumal ich bereits bei Offenblende keine nennenswerten Schwächen in der Schärfeleistung erkennen konnte. Dadurch bleibt auch im Telebereich der Blendenwert von 5,6 eine voll einsatzfähige Arbeitsblende. Der ausgezeichnet arbeitende Bildstabilisator (der außerdem wunderbar leise im Hintergrund werkelt) macht selbst aus freier Hand bei 300mm und Belichtungszeiten von 1/60 Sekunde noch zuverlässig scharfe Bilder möglich. In Einzelfällen gelingen selbst darunter noch beeindruckende Ergebnisse.

2. Bauqualität und Ästhetik
Selten hat mich die Bauqualität eines Objektivs derart beeindruckt. Alle Elemente sind perfekt aufeinander abgestimmt. Kein Rad hat zu viel Spiel, kein Ring fühlt sich billig an. Größe und Balance stehen bei allen Zoomstufen in einem durchgehend angenehmen Verhältnis. Die Arbeit mit diesem Objektiv ist damit auch ein ästhetisches Vergnügen, das ich häufig bei der Arbeit mit digitalen Spiegelreflexkameras vermisse. Selbst das grauweiß mattierte Finish hat mich nach anfänglicher Skepsis voll und ganz überzeugt. Konkurrenzprodukte wie das Tamron AF 70-300mm 4-5.6 Di SP VC USD digitales Objektiv für Canon mögen sich laut Testberichten optisch auf einem ähnlichen Niveau bewegen - technisch spielen sie jedoch nicht ansatzweise in derselben Liga.

Es versteht sich von selbst, dass ich mit der Abbildungsleistung selbst sehr zufrieden bin. Dennoch habe ich einen Hinweis für Menschen, die sich für dieses Objektiv wegen seiner Kompaktheit interessieren: Auch wenn das 70-300 grundsätzlich kompakt ist, hat die Gegenlichtblende stattliche Ausmaße. Umgekehrt aufgesetzt oder getrennt transportiert strapaziert sie den Raum kleiner Taschen doch spürbar. Ich sehe darin jedoch keinen Mangel bei diesem bemerkenswerten Produkt.


Canon EF 28mm 1:1,8 USM Objektiv (58 mm Filtergewinde)
Canon EF 28mm 1:1,8 USM Objektiv (58 mm Filtergewinde)
Preis: EUR 487,54

16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Stark überschätztes Objektiv mit deutlichen Schwächen, 22. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als ich das Canon EF 28 1:1,8 USM aus der Packung nahm, war der erste Eindruck rundherum positiv: Das Objektiv ist kompakt gebaut, präsentiert sich in einem (für eine Linse diesen Alters) ansprechenden Design und wirkt für die Preisklasse überraschend wertig. Es übertrifft in diesem letzten Punkt das Canon EF 50mm 1:1,4 USM, das sich (neben dem 85er aus derselben Modellreihe) ebenfalls in meinem Besitz befindet. Ich habe das 28er als Ergänzung zum 50er und zum 85er gekauft, um so ein Trio lichtstarker und zugleich kompakter Objektive in meinem Fotorucksack zu haben. Beide Objektive schätze ich für ihre exzellente Abbildungsleistung an den von mir verwendeten Kameras (Canon EOS 7D, Canon EOS 5D Mark II, Canon EOS 1Ds Mark II). Leider bleibt das Objektiv sowohl am Vollformat- wie auch am APS-C-Sensor weit hinter meinen Erwartungen zurück. Es ist für Architekturfotografie praktisch unbrauchbar, da nur im Zentrum akzeptable Schärfewerte erzielt werden. Selbst abgeblendet auf Blende 4 bleibt die Optik am Bildrand hinter meinem Canon EF 24-105 1:4 L IS USM (bei Zoomfaktor 28mm) zurück. Das Bild wirkt vom Schärfeeindruck wie die Aufnahme aus einem Megazoom mit sehr weitem Zoomfaktor. Hinzu kommt eine gravierende Anfälligkeit für Abbildungsfehler (insb. chromatische Aberration) und eine unschöne tonnenförmige Verzeichnung, die das Objektiv nachhaltig entwerten. Ich hoffe, dass Canon in absehbarer Zeit eine Neuauflage dieser Linse mit besserer Abbildungsleistung präsentiert. Nutzer moderner DSLRs mit Qualitätsanspruch (und ich spreche ausdrücklich nicht von Pixelfetischisten) kann diese Linse leider nicht zufriedenstellen. Daher: 2 Sterne für die tolle Bauqualität. 0 Sterne für die nicht mehr zeitgemäße Abbildungsleistung.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 22, 2013 1:02 PM MEST


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