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Gernleser

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Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften.
Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften.

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 17. März 2013
Ich hatte schon seit Langem vor wieder einmal einen Hesse zu lesen. Aus meiner Jugendzeit war mir das Glasperlenspiel noch ein Begriff und so griff ich zu.
Worum geht es: In einmal fiktiven Land gibt es eine Region, Kastalien, die sich ausschließlich der wissenschaftlichen und v.a. der aktiven Verbindung von geistiger, musischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnis verschrieben hat. Wirtschaftliche Zwänge, oder gar Not kennt man nicht, allerdings ist die Organisation als Orden aufgebaut, auch mit den Attributen Gehorsam und Keuschheit.

Aus dem ganzen Land werden die besten Schüler rekrutiert, um in Kastalien weiter erzogen und ausgebildet zu werden. So geschieht es auch mit Josef Knecht, der zentralen Figur dieses Romans, der als Waisenknabe aufwächst und durch seine hohe Intelligenz auffällt. Kastalien bietet ihm die Möglichkeit seinen wachen Geist mit den unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen. Über verschiedene Stufen steigt er in der Hierarchie nach oben und wird letztlich Magister Ludi, der oberste Meister des sog. Glasperlenspiels. Obschon das Buch nach diesem Spiel benannt ist und das Spiel immer wieder umschrieben wird, ist die Information nie so konkret, als dass der Leser im Detail erfahren würde wie dieses Spiel nun tatsächlich gespielt wird. Zumindest so viel wird verraten, dass im Rahmen des Glasperlenspiels sämtliche musischen, geistigen, mathematischen und naturwissenschaftlich-technischen Aspekte einer Fragestellung miteinander verwoben werden und hierdurch ganz neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Josef Knecht ist diesem Spiel ganz ergeben, aber zunehmend, über die Jahre seiner Tätigkeit als Magister Ludi, erkennt er, dass die kastalische Isolation mittelfristig nicht haltbar ist, sondern Kastalien sich dem weltlichen Leben öffnen muss um zu überleben. Mit dieser Meinung ist er aber im Führungskreis recht alleine. Und so reift in Knecht die Erkenntnis, dass er sein Amt und Kastalien verlassen und sich der Welt draußen stellen muss. Deshalb macht er das vormals nie Geschehene, er legt seine Ämter nieder und geht. Schön wäre es gewesen über Josef Knechts Weg in der realen Welt mehr zu erfahren, aber aufgrund einer sehr unglücklichen Verkettung von Umständen kommt er recht rasch zu Tode.

Fazit: Hesse wollte mit diesem Werk, so ist zumindest in einschlägigen Interpretationen zu lesen, in den Zeiten des Faschismus das Signal setzen, dass nicht alles einem singulären Ziel untergeordnet werden soll, sondern die Freiheit, auch nicht-materiell ausgerichtete Wissenschaften zu pflegen, eine ganz Entscheidende ist. Aus meiner Sicht sind freilich auch ganz andere Interpretationen möglich, wie beispielsweise eine kritische Hinterfragung der vatikanischen Isolation in der katholischen Kirche.
Begeistert hat mich der Erzählstil Hesses, dessen Stringenz umso höher zu bewerten ist, wenn man bedenkt, dass er gut 10 Jahre an dem Glasperlenspiel geschrieben hat.


Kein Titel verfügbar

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 17. März 2013
Ich hatte schon seit Langem vor wieder einmal einen Hesse zu lesen. Aus meiner Jugendzeit war mir das Glasperlenspiel noch ein Begriff und so griff ich zu.
Worum geht es: In einmal fiktiven Land gibt es eine Region, Kastalien, die sich ausschließlich der wissenschaftlichen und v.a. der aktiven Verbindung von geistiger, musischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnis verschrieben hat. Wirtschaftliche Zwänge, oder gar Not kennt man nicht, allerdings ist die Organisation als Orden aufgebaut, auch mit den Attributen Gehorsam und Keuschheit.

Aus dem ganzen Land werden die besten Schüler rekrutiert, um in Kastalien weiter erzogen und ausgebildet zu werden. So geschieht es auch mit Josef Knecht, der zentralen Figur dieses Romans, der als Waisenknabe aufwächst und durch seine hohe Intelligenz auffällt. Kastalien bietet ihm die Möglichkeit seinen wachen Geist mit den unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen. Über verschiedene Stufen steigt er in der Hierarchie nach oben und wird letztlich Magister Ludi, der oberste Meister des sog. Glasperlenspiels. Obschon das Buch nach diesem Spiel benannt ist und das Spiel immer wieder umschrieben wird, ist die Information nie so konkret, als dass der Leser im Detail erfahren würde wie dieses Spiel nun tatsächlich gespielt wird. Zumindest so viel wird verraten, dass im Rahmen des Glasperlenspiels sämtliche musischen, geistigen, mathematischen und naturwissenschaftlich-technischen Aspekte einer Fragestellung miteinander verwoben werden und hierdurch ganz neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Josef Knecht ist diesem Spiel ganz ergeben, aber zunehmend, über die Jahre seiner Tätigkeit als Magister Ludi, erkennt er, dass die kastalische Isolation mittelfristig nicht haltbar ist, sondern Kastalien sich dem weltlichen Leben öffnen muss um zu überleben. Mit dieser Meinung ist er aber im Führungskreis recht alleine. Und so reift in Knecht die Erkenntnis, dass er sein Amt und Kastalien verlassen und sich der Welt draußen stellen muss. Deshalb macht er das vormals nie Geschehene, er legt seine Ämter nieder und geht. Schön wäre es gewesen über Josef Knechts Weg in der realen Welt mehr zu erfahren, aber aufgrund einer sehr unglücklichen Verkettung von Umständen kommt er recht rasch zu Tode.

Fazit: Hesse wollte mit diesem Werk, so ist zumindest in einschlägigen Interpretationen zu lesen, in den Zeiten des Faschismus das Signal setzen, dass nicht alles einem singulären Ziel untergeordnet werden soll, sondern die Freiheit, auch nicht-materiell ausgerichtete Wissenschaften zu pflegen, eine ganz Entscheidende ist. Aus meiner Sicht sind freilich auch ganz andere Interpretationen möglich, wie beispielsweise eine kritische Hinterfragung der vatikanischen Isolation in der katholischen Kirche.
Begeistert hat mich der Erzählstil Hesses, dessen Stringenz umso höher zu bewerten ist, wenn man bedenkt, dass er gut 10 Jahre an dem Glasperlenspiel geschrieben hat.


Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften.
Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften.
von Hermann, Hesse
  Gebundene Ausgabe

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5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 17. März 2013
Ich hatte schon seit Langem vor wieder einmal einen Hesse zu lesen. Aus meiner Jugendzeit war mir das Glasperlenspiel noch ein Begriff und so griff ich zu.
Worum geht es: In einmal fiktiven Land gibt es eine Region, Kastalien, die sich ausschließlich der wissenschaftlichen und v.a. der aktiven Verbindung von geistiger, musischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnis verschrieben hat. Wirtschaftliche Zwänge, oder gar Not kennt man nicht, allerdings ist die Organisation als Orden aufgebaut, auch mit den Attributen Gehorsam und Keuschheit.

Aus dem ganzen Land werden die besten Schüler rekrutiert, um in Kastalien weiter erzogen und ausgebildet zu werden. So geschieht es auch mit Josef Knecht, der zentralen Figur dieses Romans, der als Waisenknabe aufwächst und durch seine hohe Intelligenz auffällt. Kastalien bietet ihm die Möglichkeit seinen wachen Geist mit den unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen. Über verschiedene Stufen steigt er in der Hierarchie nach oben und wird letztlich Magister Ludi, der oberste Meister des sog. Glasperlenspiels. Obschon das Buch nach diesem Spiel benannt ist und das Spiel immer wieder umschrieben wird, ist die Information nie so konkret, als dass der Leser im Detail erfahren würde wie dieses Spiel nun tatsächlich gespielt wird. Zumindest so viel wird verraten, dass im Rahmen des Glasperlenspiels sämtliche musischen, geistigen, mathematischen und naturwissenschaftlich-technischen Aspekte einer Fragestellung miteinander verwoben werden und hierdurch ganz neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Josef Knecht ist diesem Spiel ganz ergeben, aber zunehmend, über die Jahre seiner Tätigkeit als Magister Ludi, erkennt er, dass die kastalische Isolation mittelfristig nicht haltbar ist, sondern Kastalien sich dem weltlichen Leben öffnen muss um zu überleben. Mit dieser Meinung ist er aber im Führungskreis recht alleine. Und so reift in Knecht die Erkenntnis, dass er sein Amt und Kastalien verlassen und sich der Welt draußen stellen muss. Deshalb macht er das vormals nie Geschehene, er legt seine Ämter nieder und geht. Schön wäre es gewesen über Josef Knechts Weg in der realen Welt mehr zu erfahren, aber aufgrund einer sehr unglücklichen Verkettung von Umständen kommt er recht rasch zu Tode.

Fazit: Hesse wollte mit diesem Werk, so ist zumindest in einschlägigen Interpretationen zu lesen, in den Zeiten des Faschismus das Signal setzen, dass nicht alles einem singulären Ziel untergeordnet werden soll, sondern die Freiheit, auch nicht-materiell ausgerichtete Wissenschaften zu pflegen, eine ganz Entscheidende ist. Aus meiner Sicht sind freilich auch ganz andere Interpretationen möglich, wie beispielsweise eine kritische Hinterfragung der vatikanischen Isolation in der katholischen Kirche.
Begeistert hat mich der Erzählstil Hesses, dessen Stringenz umso höher zu bewerten ist, wenn man bedenkt, dass er gut 10 Jahre an dem Glasperlenspiel geschrieben hat.


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5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 17. März 2013
Ich hatte schon seit Langem vor wieder einmal einen Hesse zu lesen. Aus meiner Jugendzeit war mir das Glasperlenspiel noch ein Begriff und so griff ich zu.
Worum geht es: In einmal fiktiven Land gibt es eine Region, Kastalien, die sich ausschließlich der wissenschaftlichen und v.a. der aktiven Verbindung von geistiger, musischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnis verschrieben hat. Wirtschaftliche Zwänge, oder gar Not kennt man nicht, allerdings ist die Organisation als Orden aufgebaut, auch mit den Attributen Gehorsam und Keuschheit.

Aus dem ganzen Land werden die besten Schüler rekrutiert, um in Kastalien weiter erzogen und ausgebildet zu werden. So geschieht es auch mit Josef Knecht, der zentralen Figur dieses Romans, der als Waisenknabe aufwächst und durch seine hohe Intelligenz auffällt. Kastalien bietet ihm die Möglichkeit seinen wachen Geist mit den unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen. Über verschiedene Stufen steigt er in der Hierarchie nach oben und wird letztlich Magister Ludi, der oberste Meister des sog. Glasperlenspiels. Obschon das Buch nach diesem Spiel benannt ist und das Spiel immer wieder umschrieben wird, ist die Information nie so konkret, als dass der Leser im Detail erfahren würde wie dieses Spiel nun tatsächlich gespielt wird. Zumindest so viel wird verraten, dass im Rahmen des Glasperlenspiels sämtliche musischen, geistigen, mathematischen und naturwissenschaftlich-technischen Aspekte einer Fragestellung miteinander verwoben werden und hierdurch ganz neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Josef Knecht ist diesem Spiel ganz ergeben, aber zunehmend, über die Jahre seiner Tätigkeit als Magister Ludi, erkennt er, dass die kastalische Isolation mittelfristig nicht haltbar ist, sondern Kastalien sich dem weltlichen Leben öffnen muss um zu überleben. Mit dieser Meinung ist er aber im Führungskreis recht alleine. Und so reift in Knecht die Erkenntnis, dass er sein Amt und Kastalien verlassen und sich der Welt draußen stellen muss. Deshalb macht er das vormals nie Geschehene, er legt seine Ämter nieder und geht. Schön wäre es gewesen über Josef Knechts Weg in der realen Welt mehr zu erfahren, aber aufgrund einer sehr unglücklichen Verkettung von Umständen kommt er recht rasch zu Tode.

Fazit: Hesse wollte mit diesem Werk, so ist zumindest in einschlägigen Interpretationen zu lesen, in den Zeiten des Faschismus das Signal setzen, dass nicht alles einem singulären Ziel untergeordnet werden soll, sondern die Freiheit, auch nicht-materiell ausgerichtete Wissenschaften zu pflegen, eine ganz Entscheidende ist. Aus meiner Sicht sind freilich auch ganz andere Interpretationen möglich, wie beispielsweise eine kritische Hinterfragung der vatikanischen Isolation in der katholischen Kirche.
Begeistert hat mich der Erzählstil Hesses, dessen Stringenz umso höher zu bewerten ist, wenn man bedenkt, dass er gut 10 Jahre an dem Glasperlenspiel geschrieben hat.


Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften.
Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften.

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5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 17. März 2013
Ich hatte schon seit Langem vor wieder einmal einen Hesse zu lesen. Aus meiner Jugendzeit war mir das Glasperlenspiel noch ein Begriff und so griff ich zu.
Worum geht es: In einmal fiktiven Land gibt es eine Region, Kastalien, die sich ausschließlich der wissenschaftlichen und v.a. der aktiven Verbindung von geistiger, musischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnis verschrieben hat. Wirtschaftliche Zwänge, oder gar Not kennt man nicht, allerdings ist die Organisation als Orden aufgebaut, auch mit den Attributen Gehorsam und Keuschheit.

Aus dem ganzen Land werden die besten Schüler rekrutiert, um in Kastalien weiter erzogen und ausgebildet zu werden. So geschieht es auch mit Josef Knecht, der zentralen Figur dieses Romans, der als Waisenknabe aufwächst und durch seine hohe Intelligenz auffällt. Kastalien bietet ihm die Möglichkeit seinen wachen Geist mit den unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen. Über verschiedene Stufen steigt er in der Hierarchie nach oben und wird letztlich Magister Ludi, der oberste Meister des sog. Glasperlenspiels. Obschon das Buch nach diesem Spiel benannt ist und das Spiel immer wieder umschrieben wird, ist die Information nie so konkret, als dass der Leser im Detail erfahren würde wie dieses Spiel nun tatsächlich gespielt wird. Zumindest so viel wird verraten, dass im Rahmen des Glasperlenspiels sämtliche musischen, geistigen, mathematischen und naturwissenschaftlich-technischen Aspekte einer Fragestellung miteinander verwoben werden und hierdurch ganz neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Josef Knecht ist diesem Spiel ganz ergeben, aber zunehmend, über die Jahre seiner Tätigkeit als Magister Ludi, erkennt er, dass die kastalische Isolation mittelfristig nicht haltbar ist, sondern Kastalien sich dem weltlichen Leben öffnen muss um zu überleben. Mit dieser Meinung ist er aber im Führungskreis recht alleine. Und so reift in Knecht die Erkenntnis, dass er sein Amt und Kastalien verlassen und sich der Welt draußen stellen muss. Deshalb macht er das vormals nie Geschehene, er legt seine Ämter nieder und geht. Schön wäre es gewesen über Josef Knechts Weg in der realen Welt mehr zu erfahren, aber aufgrund einer sehr unglücklichen Verkettung von Umständen kommt er recht rasch zu Tode.

Fazit: Hesse wollte mit diesem Werk, so ist zumindest in einschlägigen Interpretationen zu lesen, in den Zeiten des Faschismus das Signal setzen, dass nicht alles einem singulären Ziel untergeordnet werden soll, sondern die Freiheit, auch nicht-materiell ausgerichtete Wissenschaften zu pflegen, eine ganz Entscheidende ist. Aus meiner Sicht sind freilich auch ganz andere Interpretationen möglich, wie beispielsweise eine kritische Hinterfragung der vatikanischen Isolation in der katholischen Kirche.
Begeistert hat mich der Erzählstil Hesses, dessen Stringenz umso höher zu bewerten ist, wenn man bedenkt, dass er gut 10 Jahre an dem Glasperlenspiel geschrieben hat.


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5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 17. März 2013
Ich hatte schon seit Langem vor wieder einmal einen Hesse zu lesen. Aus meiner Jugendzeit war mir das Glasperlenspiel noch ein Begriff und so griff ich zu.
Worum geht es: In einmal fiktiven Land gibt es eine Region, Kastalien, die sich ausschließlich der wissenschaftlichen und v.a. der aktiven Verbindung von geistiger, musischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnis verschrieben hat. Wirtschaftliche Zwänge, oder gar Not kennt man nicht, allerdings ist die Organisation als Orden aufgebaut, auch mit den Attributen Gehorsam und Keuschheit.

Aus dem ganzen Land werden die besten Schüler rekrutiert, um in Kastalien weiter erzogen und ausgebildet zu werden. So geschieht es auch mit Josef Knecht, der zentralen Figur dieses Romans, der als Waisenknabe aufwächst und durch seine hohe Intelligenz auffällt. Kastalien bietet ihm die Möglichkeit seinen wachen Geist mit den unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen. Über verschiedene Stufen steigt er in der Hierarchie nach oben und wird letztlich Magister Ludi, der oberste Meister des sog. Glasperlenspiels. Obschon das Buch nach diesem Spiel benannt ist und das Spiel immer wieder umschrieben wird, ist die Information nie so konkret, als dass der Leser im Detail erfahren würde wie dieses Spiel nun tatsächlich gespielt wird. Zumindest so viel wird verraten, dass im Rahmen des Glasperlenspiels sämtliche musischen, geistigen, mathematischen und naturwissenschaftlich-technischen Aspekte einer Fragestellung miteinander verwoben werden und hierdurch ganz neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Josef Knecht ist diesem Spiel ganz ergeben, aber zunehmend, über die Jahre seiner Tätigkeit als Magister Ludi, erkennt er, dass die kastalische Isolation mittelfristig nicht haltbar ist, sondern Kastalien sich dem weltlichen Leben öffnen muss um zu überleben. Mit dieser Meinung ist er aber im Führungskreis recht alleine. Und so reift in Knecht die Erkenntnis, dass er sein Amt und Kastalien verlassen und sich der Welt draußen stellen muss. Deshalb macht er das vormals nie Geschehene, er legt seine Ämter nieder und geht. Schön wäre es gewesen über Josef Knechts Weg in der realen Welt mehr zu erfahren, aber aufgrund einer sehr unglücklichen Verkettung von Umständen kommt er recht rasch zu Tode.

Fazit: Hesse wollte mit diesem Werk, so ist zumindest in einschlägigen Interpretationen zu lesen, in den Zeiten des Faschismus das Signal setzen, dass nicht alles einem singulären Ziel untergeordnet werden soll, sondern die Freiheit, auch nicht-materiell ausgerichtete Wissenschaften zu pflegen, eine ganz Entscheidende ist. Aus meiner Sicht sind freilich auch ganz andere Interpretationen möglich, wie beispielsweise eine kritische Hinterfragung der vatikanischen Isolation in der katholischen Kirche.
Begeistert hat mich der Erzählstil Hesses, dessen Stringenz umso höher zu bewerten ist, wenn man bedenkt, dass er gut 10 Jahre an dem Glasperlenspiel geschrieben hat.


Das Glasperlenspiel - Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften
Das Glasperlenspiel - Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften
von Hermann Hesse
  Gebundene Ausgabe

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5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 17. März 2013
Ich hatte schon seit Langem vor wieder einmal einen Hesse zu lesen. Aus meiner Jugendzeit war mir das Glasperlenspiel noch ein Begriff und so griff ich zu.
Worum geht es: In einmal fiktiven Land gibt es eine Region, Kastalien, die sich ausschließlich der wissenschaftlichen und v.a. der aktiven Verbindung von geistiger, musischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnis verschrieben hat. Wirtschaftliche Zwänge, oder gar Not kennt man nicht, allerdings ist die Organisation als Orden aufgebaut, auch mit den Attributen Gehorsam und Keuschheit.

Aus dem ganzen Land werden die besten Schüler rekrutiert, um in Kastalien weiter erzogen und ausgebildet zu werden. So geschieht es auch mit Josef Knecht, der zentralen Figur dieses Romans, der als Waisenknabe aufwächst und durch seine hohe Intelligenz auffällt. Kastalien bietet ihm die Möglichkeit seinen wachen Geist mit den unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen. Über verschiedene Stufen steigt er in der Hierarchie nach oben und wird letztlich Magister Ludi, der oberste Meister des sog. Glasperlenspiels. Obschon das Buch nach diesem Spiel benannt ist und das Spiel immer wieder umschrieben wird, ist die Information nie so konkret, als dass der Leser im Detail erfahren würde wie dieses Spiel nun tatsächlich gespielt wird. Zumindest so viel wird verraten, dass im Rahmen des Glasperlenspiels sämtliche musischen, geistigen, mathematischen und naturwissenschaftlich-technischen Aspekte einer Fragestellung miteinander verwoben werden und hierdurch ganz neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Josef Knecht ist diesem Spiel ganz ergeben, aber zunehmend, über die Jahre seiner Tätigkeit als Magister Ludi, erkennt er, dass die kastalische Isolation mittelfristig nicht haltbar ist, sondern Kastalien sich dem weltlichen Leben öffnen muss um zu überleben. Mit dieser Meinung ist er aber im Führungskreis recht alleine. Und so reift in Knecht die Erkenntnis, dass er sein Amt und Kastalien verlassen und sich der Welt draußen stellen muss. Deshalb macht er das vormals nie Geschehene, er legt seine Ämter nieder und geht. Schön wäre es gewesen über Josef Knechts Weg in der realen Welt mehr zu erfahren, aber aufgrund einer sehr unglücklichen Verkettung von Umständen kommt er recht rasch zu Tode.

Fazit: Hesse wollte mit diesem Werk, so ist zumindest in einschlägigen Interpretationen zu lesen, in den Zeiten des Faschismus das Signal setzen, dass nicht alles einem singulären Ziel untergeordnet werden soll, sondern die Freiheit, auch nicht-materiell ausgerichtete Wissenschaften zu pflegen, eine ganz Entscheidende ist. Aus meiner Sicht sind freilich auch ganz andere Interpretationen möglich, wie beispielsweise eine kritische Hinterfragung der vatikanischen Isolation in der katholischen Kirche.
Begeistert hat mich der Erzählstil Hesses, dessen Stringenz umso höher zu bewerten ist, wenn man bedenkt, dass er gut 10 Jahre an dem Glasperlenspiel geschrieben hat.


Kein Titel verfügbar

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 17. März 2013
Ich hatte schon seit Langem vor wieder einmal einen Hesse zu lesen. Aus meiner Jugendzeit war mir das Glasperlenspiel noch ein Begriff und so griff ich zu.
Worum geht es: In einmal fiktiven Land gibt es eine Region, Kastalien, die sich ausschließlich der wissenschaftlichen und v.a. der aktiven Verbindung von geistiger, musischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnis verschrieben hat. Wirtschaftliche Zwänge, oder gar Not kennt man nicht, allerdings ist die Organisation als Orden aufgebaut, auch mit den Attributen Gehorsam und Keuschheit.

Aus dem ganzen Land werden die besten Schüler rekrutiert, um in Kastalien weiter erzogen und ausgebildet zu werden. So geschieht es auch mit Josef Knecht, der zentralen Figur dieses Romans, der als Waisenknabe aufwächst und durch seine hohe Intelligenz auffällt. Kastalien bietet ihm die Möglichkeit seinen wachen Geist mit den unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen. Über verschiedene Stufen steigt er in der Hierarchie nach oben und wird letztlich Magister Ludi, der oberste Meister des sog. Glasperlenspiels. Obschon das Buch nach diesem Spiel benannt ist und das Spiel immer wieder umschrieben wird, ist die Information nie so konkret, als dass der Leser im Detail erfahren würde wie dieses Spiel nun tatsächlich gespielt wird. Zumindest so viel wird verraten, dass im Rahmen des Glasperlenspiels sämtliche musischen, geistigen, mathematischen und naturwissenschaftlich-technischen Aspekte einer Fragestellung miteinander verwoben werden und hierdurch ganz neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Josef Knecht ist diesem Spiel ganz ergeben, aber zunehmend, über die Jahre seiner Tätigkeit als Magister Ludi, erkennt er, dass die kastalische Isolation mittelfristig nicht haltbar ist, sondern Kastalien sich dem weltlichen Leben öffnen muss um zu überleben. Mit dieser Meinung ist er aber im Führungskreis recht alleine. Und so reift in Knecht die Erkenntnis, dass er sein Amt und Kastalien verlassen und sich der Welt draußen stellen muss. Deshalb macht er das vormals nie Geschehene, er legt seine Ämter nieder und geht. Schön wäre es gewesen über Josef Knechts Weg in der realen Welt mehr zu erfahren, aber aufgrund einer sehr unglücklichen Verkettung von Umständen kommt er recht rasch zu Tode.

Fazit: Hesse wollte mit diesem Werk, so ist zumindest in einschlägigen Interpretationen zu lesen, in den Zeiten des Faschismus das Signal setzen, dass nicht alles einem singulären Ziel untergeordnet werden soll, sondern die Freiheit, auch nicht-materiell ausgerichtete Wissenschaften zu pflegen, eine ganz Entscheidende ist. Aus meiner Sicht sind freilich auch ganz andere Interpretationen möglich, wie beispielsweise eine kritische Hinterfragung der vatikanischen Isolation in der katholischen Kirche.
Begeistert hat mich der Erzählstil Hesses, dessen Stringenz umso höher zu bewerten ist, wenn man bedenkt, dass er gut 10 Jahre an dem Glasperlenspiel geschrieben hat.


Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften. Hermann Hesse. Gesammelte Werke
Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften. Hermann Hesse. Gesammelte Werke

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 17. März 2013
Ich hatte schon seit Langem vor wieder einmal einen Hesse zu lesen. Aus meiner Jugendzeit war mir das Glasperlenspiel noch ein Begriff und so griff ich zu.
Worum geht es: In einmal fiktiven Land gibt es eine Region, Kastalien, die sich ausschließlich der wissenschaftlichen und v.a. der aktiven Verbindung von geistiger, musischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnis verschrieben hat. Wirtschaftliche Zwänge, oder gar Not kennt man nicht, allerdings ist die Organisation als Orden aufgebaut, auch mit den Attributen Gehorsam und Keuschheit.

Aus dem ganzen Land werden die besten Schüler rekrutiert, um in Kastalien weiter erzogen und ausgebildet zu werden. So geschieht es auch mit Josef Knecht, der zentralen Figur dieses Romans, der als Waisenknabe aufwächst und durch seine hohe Intelligenz auffällt. Kastalien bietet ihm die Möglichkeit seinen wachen Geist mit den unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen. Über verschiedene Stufen steigt er in der Hierarchie nach oben und wird letztlich Magister Ludi, der oberste Meister des sog. Glasperlenspiels. Obschon das Buch nach diesem Spiel benannt ist und das Spiel immer wieder umschrieben wird, ist die Information nie so konkret, als dass der Leser im Detail erfahren würde wie dieses Spiel nun tatsächlich gespielt wird. Zumindest so viel wird verraten, dass im Rahmen des Glasperlenspiels sämtliche musischen, geistigen, mathematischen und naturwissenschaftlich-technischen Aspekte einer Fragestellung miteinander verwoben werden und hierdurch ganz neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Josef Knecht ist diesem Spiel ganz ergeben, aber zunehmend, über die Jahre seiner Tätigkeit als Magister Ludi, erkennt er, dass die kastalische Isolation mittelfristig nicht haltbar ist, sondern Kastalien sich dem weltlichen Leben öffnen muss um zu überleben. Mit dieser Meinung ist er aber im Führungskreis recht alleine. Und so reift in Knecht die Erkenntnis, dass er sein Amt und Kastalien verlassen und sich der Welt draußen stellen muss. Deshalb macht er das vormals nie Geschehene, er legt seine Ämter nieder und geht. Schön wäre es gewesen über Josef Knechts Weg in der realen Welt mehr zu erfahren, aber aufgrund einer sehr unglücklichen Verkettung von Umständen kommt er recht rasch zu Tode.

Fazit: Hesse wollte mit diesem Werk, so ist zumindest in einschlägigen Interpretationen zu lesen, in den Zeiten des Faschismus das Signal setzen, dass nicht alles einem singulären Ziel untergeordnet werden soll, sondern die Freiheit, auch nicht-materiell ausgerichtete Wissenschaften zu pflegen, eine ganz Entscheidende ist. Aus meiner Sicht sind freilich auch ganz andere Interpretationen möglich, wie beispielsweise eine kritische Hinterfragung der vatikanischen Isolation in der katholischen Kirche.
Begeistert hat mich der Erzählstil Hesses, dessen Stringenz umso höher zu bewerten ist, wenn man bedenkt, dass er gut 10 Jahre an dem Glasperlenspiel geschrieben hat.


Das Glasperlenspiel
Das Glasperlenspiel
von Hermann Hesse
  Taschenbuch

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Rezension bezieht sich auf: Das Glasperlenspiel (Taschenbuch)
Ich hatte schon seit Langem vor wieder einmal einen Hesse zu lesen. Aus meiner Jugendzeit war mir das Glasperlenspiel noch ein Begriff und so griff ich zu.
Worum geht es: In einmal fiktiven Land gibt es eine Region, Kastalien, die sich ausschließlich der wissenschaftlichen und v.a. der aktiven Verbindung von geistiger, musischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnis verschrieben hat. Wirtschaftliche Zwänge, oder gar Not kennt man nicht, allerdings ist die Organisation als Orden aufgebaut, auch mit den Attributen Gehorsam und Keuschheit.

Aus dem ganzen Land werden die besten Schüler rekrutiert, um in Kastalien weiter erzogen und ausgebildet zu werden. So geschieht es auch mit Josef Knecht, der zentralen Figur dieses Romans, der als Waisenknabe aufwächst und durch seine hohe Intelligenz auffällt. Kastalien bietet ihm die Möglichkeit seinen wachen Geist mit den unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen. Über verschiedene Stufen steigt er in der Hierarchie nach oben und wird letztlich Magister Ludi, der oberste Meister des sog. Glasperlenspiels. Obschon das Buch nach diesem Spiel benannt ist und das Spiel immer wieder umschrieben wird, ist die Information nie so konkret, als dass der Leser im Detail erfahren würde wie dieses Spiel nun tatsächlich gespielt wird. Zumindest so viel wird verraten, dass im Rahmen des Glasperlenspiels sämtliche musischen, geistigen, mathematischen und naturwissenschaftlich-technischen Aspekte einer Fragestellung miteinander verwoben werden und hierdurch ganz neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Josef Knecht ist diesem Spiel ganz ergeben, aber zunehmend, über die Jahre seiner Tätigkeit als Magister Ludi, erkennt er, dass die kastalische Isolation mittelfristig nicht haltbar ist, sondern Kastalien sich dem weltlichen Leben öffnen muss um zu überleben. Mit dieser Meinung ist er aber im Führungskreis recht alleine. Und so reift in Knecht die Erkenntnis, dass er sein Amt und Kastalien verlassen und sich der Welt draußen stellen muss. Deshalb macht er das vormals nie Geschehene, er legt seine Ämter nieder und geht. Schön wäre es gewesen über Josef Knechts Weg in der realen Welt mehr zu erfahren, aber aufgrund einer sehr unglücklichen Verkettung von Umständen kommt er recht rasch zu Tode.

Fazit: Hesse wollte mit diesem Werk, so ist zumindest in einschlägigen Interpretationen zu lesen, in den Zeiten des Faschismus das Signal setzen, dass nicht alles einem singulären Ziel untergeordnet werden soll, sondern die Freiheit, auch nicht-materiell ausgerichtete Wissenschaften zu pflegen, eine ganz Entscheidende ist. Aus meiner Sicht sind freilich auch ganz andere Interpretationen möglich, wie beispielsweise eine kritische Hinterfragung der vatikanischen Isolation in der katholischen Kirche.
Begeistert hat mich der Erzählstil Hesses, dessen Stringenz umso höher zu bewerten ist, wenn man bedenkt, dass er gut 10 Jahre an dem Glasperlenspiel geschrieben hat.


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