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Rezensionen verfasst von
Ingmar (Offenbach am Main)

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Arnold Böcklin - Der Traum vom Tod
Arnold Böcklin - Der Traum vom Tod
DVD ~ Arnold Böcklin
Preis: EUR 23,91

3.0 von 5 Sternen Recht kurzer, nicht besonders gute Dokumentation über das große Malergenie des 19. Jahrhunderts!, 24. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Arnold Böcklin - Der Traum vom Tod (DVD)
Zugegeben: die DVD- Beschreibung und natürlich das Werk dieses bedeutenden Künstlers des 19. Jahrhunderts weckt Interesse für diesen "3sat"- Film von Artem Demenok aus dem Jahr 2013. So hatte auch ich mich auf eine spannende Dokumentation gefreut (ja, auch solche Dokus können m.E. sehr "spannend" sein!).
Doch wer hier zu hohe Erwartungen hat (und viel Geld für den Film bezahlt hat), wird glatt enttäuscht: der nur 52 Minuten lange Film macht eher wenig Aussagen über Herkunft, Familie, (künstlerischer) Werdegang, Arbeitsmethoden und Charakter dieses für das 19. Jahrhundert so wichtigen Künstlers der Romantik und des Symbolismus, der auch nachfolgende Künstler- Generationen nachhaltig beeinflusst hat; dabei ein zeitloser Klassiker, der wohl nie ganz "aus der Mode" kommen wird, und auf seine Art wohl auch einzigartig bleiben wird, wenn auch vor allem typisch und wegweisend für den Geschmack des damaligen Zeitgeistes; auch das "Lebensgefühl seiner Generation" wiedergebend.
Aber auch Bilder aus seinem vor allem in qualitativer Hinsicht reichen Werk werden hier nur wenige vorgestellt; allen voran wohl Böcklin's bekanntestes Werk: "Die Toteninsel". - Mindestens 5 Versionen hat Böcklin über dieses Sujet gemalt, das schon früh von sich reden lassen hat, und zu Böcklin's Weltruhm nicht unwesentlich beigetragen hat: eine Fassung hing in Adolf H.'s Reichskanzlei, war dann lange Zeit verschollen; heute hängt es in einem Berliner Museum. Aber auch Sozialistenführer Lenin hatte eine Fassung im Schlafzimmer seiner Schweizer Exilwohnung hängen (?); auch Schriftsteller Thomas Mann war begeistert von diesem Bild und besaß eines (Reproduktion?); unter einer Reproduktion dieses Gemäldes wollte der Dichter Conrad Ferdinand Meyer dann sterben; ... - Schon damals hatte das Bild daher etliche namhafte Bewunderer. Mit dem Bild traf Böcklin den Zeitgeist und schien auch das "Lebensgefühl" seiner Generation wiederzugeben. Das Bild ist in (der Nähe von) Florenz entstanden, wo der Maler viele Jahre lebte. Die dunklen, riesigen Zypressen in der Mitte dieser hohen Felseninsel, sowie das Fehlen von Menschen auf dieser Insel, auf die nur in den Fels geschlagene Gräber hinweisen, der dorthin rudernde Nachen mit heller Gestalt (Priester oder Toter "auf seiner letzten Reise"?) verbreiten mit der davon ausgehenden Stille eine leicht düster- unheimliche, aber friedliche, faszinierende Stimmung, der sich der Betrachter nicht entziehen kann. Es ist diese geheimnisvolle, ernste, oft "religiöse" Atmosphäre, die Böcklin's Bildern diese besondere Spannung geben; auch wenn seine Bilder eher ruhig sind; und sie eher selten von Handlung bestimmt sind, wohnt ihnen doch eine gewisse Dramatik inne.
Weitere berühmte Gemälde des Malers sind oft in ähnlichem Stil; z:B. - ebenfalls in mehreren Fassungen vorhanden - die "Villa am Meer". Häufige Sujets des Malers sind aber auch "See- Stücke"; mythologische Szenen mit entsprechenden Sagengestalten (vor allem aus der griechischen und römischen Antike) - oft in Verschmelzung mit italienischer Landschaft; Ruinen; Inseln; Felsen; Natur; schillerndes Wasser; Licht; Zypressen (damals ein Symbol für Schwermut); Porträts; Allegorien auf die Jahreszeiten; auch Karikaturen (in denen er z:B. einige Zeitgenossen verspottete oder Charaktereigenschaften von Menschen ins Lächerliche zog); ... Seine Bilder sind dabei oft voller Symbolhaftigkeit, dem Geheimnisvollen. - Die "Geheimnisse" seiner Bilder wollte der Maler im Übrigen meist nicht lüften, sondern dem Betrachter die "Interpretation" jeweils überlassen. Er erklärte seine Bilder nicht; ja, selbst Titel gab er seinen - selbst berühmten - Gemälden nicht oft (einige Titel wurden z.B. später von seinem Sohn hinzugefügt). Oft wechselten die Titel auch: Böcklin's "Toteninsel" z.B. nannte der Künstler selbst zunächst einfach "Die Stille" oder "Die Insel". Malen tat der Maler dabei vor allem aus der Phantasie heraus; diese wurde maßgeblich von der Landschaft seiner italienischen Wahlheimat beeinflusst. Sein Malstil blieb dabei "gegenständlich" und war hinsichtlich z.B. der Landschaft realistisch (auch wenn es dann so eine Landschaft nicht direkt in der Form gegeben hätte). Insbesondere in seinem Spätwerk verbreiten Böcklin's Bilder eine düstere Grundstimmung. - Eine "Sehnsucht nach dem Tod" scheint diesen innezuwohnen. - Zumindest nach den Filmemachern hier (ich selbst glaube da allerdings eher wenig dran; bzw. mir ist nicht ganz aufgegangen, warum Jemand wie Böcklin wirklich "Sehnsucht nach dem Tod" gehabt haben soll (?); - er scheint mir eher Respekt und Ehrfurcht, ja Angst vor dem Tod, der letztendlich immer den Sieg über den Menschen davonträgt, gehabt zu haben; aber "Sehnsucht"? - Naja...). Trotz seiner Meisterschaft, seines großen Ruhmes und auch kommerziellen Erfolges schon zu Lebezeiten war Böcklin's Leben aber nicht frei von Tragik: von seinen 14 Kindern sollten - krankheitsbedingt - allein acht nicht über das Kindesalter hinaus leben können (einschließlich des Künstler's Lieblingstochter) (was zur damaligen Zeit jedoch aufgrund des Standes der Medizin aber auch nicht so ungewöhnlich war). - Die Auseinandersetzung mit dem Tod konnte da nicht ausbleiben. Seine düsteren Bilder scheinen zudem Vorahnungen für die Katastrophen (vor allem Krieg) des bald beginnenden 20. Jahrhunderts zu geben...
Aber da in Böcklin's Bildern oft etwas "Traumhaftes" innewohnt, Symbolhaftigkeit, wird er oft mit Siegmund Freud's Psychoanalyse in Verbindung gebracht; - und es ist kein Wunder, dass z:B. die (späteren) Surrealisten wie Salvador Dalí zu Böcklins Bewunderern zählten und ihn auch als Vorbild nannten.
Die Dokumentation begibt sich auf "eine Entdeckungsreise auf den Spuren des Malers": wo der Künstler gewohnt hat, in Italien und der Schweiz (obwohl daran heute oft noch kaum etwas erinnert vor Ort); seine Ateliers in Italien und der Schweiz werden aufgesucht, sowie die Landschaften, von denen der Künstler viel Inspiration nahm, und andere Wirkungsstätten.
Der Künstler kommt hier auch oft selbst "zu Wort", und äußert sich dabei z.B. auch über seine Kunstauffassung. Aber auch Verwandte (Ehefrau und Sohn). Ansonsten besprechen hier einige Experten (Kunsthistoriker(innen), heutige Künstler) Böcklin's Werk.
Schon früh zog es den aus der Schweiz stammenden Maler - wie dann auch viele andere Künstler seiner Zeit - nach Italien; zwischenzeitlich lebte er wieder in der Schweiz; seinen Alterssitz sollte er mit seiner Familie schließlich aber wieder in Italien - in der Nähe von Florenz, wo viele seiner Meisterwerke entstanden, nehmen.
Weniger bekannt ist Böcklin für seine Begeisterung für die Luftfahrt(Technik). - So konzipierte und konstruierte er einige (unmotorisierte) Flugapparate (Lenkdrachen), die allerdings nicht von Erfolg gekrönt waren, und letztlich Bruchlandungen erleben mussten.

Besonders gerecht wird der Film dem Genie dieses Künstlers jedoch m.E. nicht. Auch ist diese Dokumentation nicht besonders liebevoll gemacht (auch wenn hierbei z.B. viele Museen mitgewirkt haben sollen). So kann man sich den Film auch nur in deutscher Sprache ansehen. Irgendwelche Extras hat diese DVD nicht; auch kein Booklet, o.Ä. (es gibt nur den (recht kurzen) (Haupt-) Film). Man kann sich den Film mal ansehen. - Ich habe es allerdings bei einem Mal belassen. Viel Geld würde ich hierfür nicht ausgeben.

Bildformat: 16:9.


Schnelle Gerichte für jeden Tag. Band 2.
Schnelle Gerichte für jeden Tag. Band 2.
von Pol Martin
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Preiswert, einfach, schnell - und trotzdem lecker! Über 400 illustrierte Rezepte!, 24. März 2016
Schon der kurze Zeit vorher erschienene Band 1 des Kochbuchs "Schnelle Gerichte für jeden Tag" des französischen Küchenchef Pol Martin (damals wohl auch aus Hörfunk und TV bekannt) war recht erfolgreich gewesen, weshalb im Jahr 1994 hiermit Band 2 dieses Kochbuchs folgte, das immerhin wohl auch noch mehrere Auflagen - auch in deutscher Sprache - erlebte.
Wie der vorherige Band war dieser eine Hardcover- Ausgabe mit Schutzumschlag, aus dem kanadischen Verlag "Brimar Publishing", und war mit 512 Seiten recht umfangreich.
Das buch beinhaltet über 400 Rezepte, denen jeweils mindestens ein Farbfoto zugeordnet ist; die aufwändigeren Rezepte haben davon mehrere, und verfügen zudem über gute "Schritt- für- Schritt- Anleitungen". - Als Leiter auch einer Kochschule, weiß Pol Martin zudem, wie er bei Anfängern der Kochkunst methodisch und pädagogisch vorgehen muss. Für jedes Rezept sind außerdem noch die Nährstoffwerte angegeben, sowie die Anzahl der Personen, für die ein solches Rezept jeweils ausreicht.
Pol Martin hat es sich auch bei diesem Kochbuch zur Aufgabe gemacht, die "Welt des Kochens", bzw der guten Küche überhaupt, gerade auch dem heutigen stressgeplagten, berufstätigen Menschen nahezubringen, um dabei dessen Bedürfnisse in einem modernen Umfeld zu berücksichtigen. Die Rezepte sollten deshalb einfach zuzubereiten sein, von Jedermann nachkochbar, preiswert, praktisch, modern und vielseitig, ohne dass der Geschmack dabei zu sehr beeinträchtigt würde. Die überschaubare Menge an Lebensmittelzutaten sollten einfach erhältlich sein, und bauen "auf das Lebensmittelangebot unserer Supermärkte auf". - Ein Anspruch, dem das Buch nach meiner Erfahrung auch weitgehend gerecht wird; auch wenn natürlich nicht alle Zutaten im örtlichen Discounter erhältlich sind; aber in größeren Supermärkten dürfte fast alles erhältlich sein, das hier als Zutat vorkommt. Der Einfluss der französischen Küche ist hierbei nicht immer zu übersehen; jedoch scheint es mir so zu sein, dass für die deutsche Ausgabe das Rezept- Angebot mehr an die hiesigen Essgewohnheiten angepasst wurde ( ?). - Doch Hauptsache ist: es schmeckt! - Und das tut es nach meiner Erfahrung; auch wenn ich nicht wirklich viel bisher aus diesem inzwischen über 20 Jahre alten Kochbuch gekocht habe; doch schon das Lesen in diesem Buch lässt Einem das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Das Buch ist besonders für Anfänger gedacht, sowie für "Köche", die noch nicht über so viel Erfahrung verfügen, und für kompliziertere Rezepte noch nicht genug Mut (oder Zeit) haben. Der Leser wird dadurch schnell merken, wie einfach Kochen in Wirklichkeit ist, und wird Lust bekommen, mit den einzelnen Zutaten - angeregt durch die Rezepte - dann freier herumzuexperimentieren, seiner Kreativität beim Kochen freien Lauf zu lassen, eigene Ideen umzusetzen. - Eine Vorgehensweise, die von Pol Martin in diesem Buch ausdrücklich auch gewünscht wird. Der Leser soll also mit diesem Kochbuch "einsteigen" in die Welt des Kochens; die ersten wichtigen Schritte mit Spaß, wenig Zeitaufwand und für wenig Geld beigebracht bekommen. Das ist um so löblicher, als dass die meisten Köche in ihren Kochbüchern die Probleme des "Amateur- Kochs" beim Kochen nicht wirklich berücksichtigen, und meist so ja mit komplizierten Rezepten und schwer erhältlichen Zutaten den "Koch" eher abschrecken. Doch wollte es Pol Martin gerade verhindern, dass die Kochkunst aus Zeitmangel bald nur noch eine Sache für Profis wird, oder zum billigen, wenig nährreichen "Fast Food" im Alltag verkommt, und aus dem Allgemeinwissen der Menschen verschwindet. Doch ist Kochen nicht schwer, macht Spaß, ist sinnvoll und muss nicht viel Geld kosten. Und daher will Pol Martin das Kochen hiermit preiswert, schnell und mit Spaß vermitteln. - Was ihm hiermit auch voll gelungen ist, wie ich meine. Besondere Vorkenntnisse braucht man jedenfalls für die hier vorgestellten Rezepte nicht zu haben. Man kann es hiermit sehr gut lernen. Ist man schon fortgeschrittener, so macht das überhaupt nichts: man kann entweder weitere Rezepte (und immer wieder) kochen oder sich einfach von den Rezepten inspirieren lassen. - Auf keinen Fall soll sich der "Koch" "sklavisch" an die Rezeptvorgaben halten müssen! Die Rezepte sind dabei recht vielseitig, so dass für Jeden etwas dabei sein dürfte. - Also auch das ideale Familienkochbuch!
Obwohl schon über 20 Jahre alt, ist das Kochbuch weitgehend zeitlos und macht noch immer einen recht modernen Eindruck.

Das buch ist in 9 KAPITEL eingeteilt:

(1) PHANTASTISCHE VORSPEISEN;
(2) GUTEN MORGEN;
(3) BLITZGERICHTE;
(4) PREISWERTE GERICHTE;
(5) LÄNDLICHE GENÜSSE;
(6) KÖSTLICHKEITEN AUS DEM MEER;
(7) GEMÜSE, GEMÜSE;
(8) INTERNATIONALE GERICHTE;
(9) VERFÜHRERISCHE DESSERTS.

Im hinteren Teil verfügt das Buch noch über ein REGISTER (nach Hauptzutaten/ "Themen" geordnet), sowie dahinter dann noch ein "Verzeichnis der Gerichte" (aufgeführte Gerichte alphabetisch geordnet).

Trotz dem Bestreben nach Einfachheit beim Kochen sind die dargestellten Gerichte keinesfalls langweilig oder geschmacklos, o.Ä.; es ist nämlich dennoch recht liebevoll - auch in der äußeren Gestaltung - konzipiert worden. Und dass hier ein Profi Pate stand, ist zu merken.

Ich hatte das Glück, dieses Kochbuch damals für einen sehr niedrigen Preis (Sonderangebot, weil schon vor längerer Zeit da herausgegeben) zu bekommen. Doch auch bei einem höheren Preis könnte sich eine Anschaffung recht schnell bezahlt machen.
Das Buch ist auch sehr gut als Geschenk geeignet; jedoch sollte man dabei beachten, dass es sich hierbei um ein mehr als 20 Jahre altes Kochbuch handelt, bei dem vor allem schon mal die Seiten etwas "gebräunt" sein könnten (normale Alterserscheinung).


Dietz Taschenbücher, Bd.39, Piraten, Swings und Junge Garde. Jugendwiderstand im Nationalsozialismus
Dietz Taschenbücher, Bd.39, Piraten, Swings und Junge Garde. Jugendwiderstand im Nationalsozialismus
von Wilfried Breyvogel
  Taschenbuch

2.0 von 5 Sternen Etwas enttäuschend; nicht besonders aufschlussreich, und z.T. recht theoretisch!, 20. März 2016
Das gelbe Taschenbuch aus dem Dietz Verlag ist aus dem Jahr 1990 (1. Auflage), und hat ungefähr 350 Seiten, wurde von Wilfried Breyvogel herausgegeben (ohne, dass man in diesem Buch genau erfährt, wer dieser Mann nun eigentlich wirklich ist?), war wohl das Ergebnis einer Tagung (?), und vereinigt mehrere Beiträge über das Thema (nicht nur politischer) "Jugendwiderstand im 3. Reich" von verschiedenen Autoren, aus verschiedenen Blickwinkeln, mit unterschiedlichem Schwerpunkt, Charakter, Umfang und Qualität, - so dass das Buch letztlich keine einheitliche Linie verfolgt. Einige Autoren behandeln hierbei das Thema aus "wissenschaftlichem Interesse" (weil sie Historiker sind, o.Ä.); andere geben ihre eigenen (biografischen) Erinnerungen hiermit wider; Andere waren selbst im Umfeld von Leuten, die in der "Jugendopposition" waren, bzw. standen diesen immerhin nahe, o.Ä.
Das Thema war nach dem Ende des 2. WK schnell aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwunden (die einzelnen Jugendgruppen, die man oft im Zusammenhang mit (Jugend-) Widerstand gegen das "3. Reich" nennt, haben nach dem Ende desselben selbst kaum noch existiert; diese "Jugendkulturen" verschwanden somit aus der Öffentlichkeit). Seitdem hat es verschiedene Ansätze gegeben, damit umzugehen, bzw. es zu bewerten. Dabei wurden viele verschiedene Ergebnisse über dieses Thema veröffentlicht bis jetzt; zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Buches hier scheint es aber noch nicht so viel "Literatur" darüber gegeben zu haben. Und wahrscheinlich war es daher Absicht des Herausgebers, diesem Mangel abzuhelfen; denn immerhin ist auch dieses Thema ein (nicht ganz unwichtiger) Teil deutscher (politischer und Kultur-) Geschichte. Doch scheint sich die dt. Öffentlichkeit (und auch Politik) lange schwer mit dem Thema getan zu haben. Zuweilen wurden Mitglieder der (sehr heterogenen) "Jugendopposition" im 3. Reich dann noch als "idealistische Märtyrer", o.Ä. verklärt; wurden durch eine (ideologische bzw.) "weltanschauliche Brille" betrachtet, o.Ä. Doch wie sah jugendliche Opposition im 3. Reich tatsächlich aus? Was war die Motivation dieser jungen Leute, sich mit dem mächtigen System anzulegen; sich großen Gefahren für Leib und Leben dadurch auszusetzen? Wie sahen die Schicksale solcher (jungen) Menschen dann aus? - Leider werden diese Fragen (erstaunlicherweise) in diesem Buch nur ansatzweise erörtert/ beantwortet. Besonders aufschlussreich ist das Buch so nämlich - trotz seines vermeintlichen "fachlichen Hintergrundes" - nicht! Denn all zu viel erfährt der Leser durch dieses Buch nicht über das Wesen dieser "Jugend- Oppositions- Gruppen", ihrer Struktur, Entwicklung; was hielt diese Leute zusammen, bzw. gab ihnen eine Identität; was waren die (starken) Unterschiede dieser Gruppen voneinander; ... Hinzu kommt, dass einige der ausgewählten Autoren hier einen recht anstrengenden (vermeintlich "akademischen") STIL bemühen, der sich zäh wie Leder liest, ohne dabei inhaltlich befriedigend sein zu müssen.
Ich selbst hatte die Hoffnung gehabt, durch dieses Buch - bei mäßigem Vorwissen - endlich mehr von den verschiedenen Jugendoppositions- Gruppen im 3. Reich zu erfahren. Doch wurde diese Hoffnung enttäuscht: wirklich mich hineinfühlen in diese Jugendlichen konnte ich mich nach der Lektüre dieses Buches noch immer nicht. Wie haben jetzt diese Jugendlichen wirklich "getickt"? Besonders viele Einblicke in das Thema erhält man hier so nicht. Einige "Erkenntnisse" aus dem Buch wirken zudem nicht gerade originell, sondern sind oft logisch, bzw. wären mit Gesundem Menschenverstand auch so einfach zu erklären gewesen. Stattdessen bekommt man hier viele Allgemeinweisheiten, bzw. -Erkenntnisse vorgesetzt. Man ist nach dem Buch zum Thema fast genau so ratlos wie zuvor.
Mich persönlich hat auch der AUFBAU des Buches gestört: einige Autoren schreiben frei zu einem (z.T. selbst gestellten) Thema. Dabei kamen leider einige für mich sehr wesentliche Aspekte immer wieder zu kurz; es gibt keinen richtigen "Roten Faden", dem die Autoren hier folgen. Aber was mir hier wieder fehlt, sind verbindliche "ERGEBNISSE" über das Thema, sowie eine Vorstellung dessen, was nun wirklich die "Swing- Jugend", die einzelnen "Wilden Cliquen", wie die "Kittelbachpiraten", die "Edelweißpiraten", studentische Gruppen wie die "Weiße Rose", usw. charakterisiert hat? Es wäre nicht zu viel erwartet, dass man bei diesem Thema und Titel des Buches Antworten auf solche Fragen dann auch bekommt! So aber bleibt das ganze Thema hier etwas blutleer und oberflächlich. Eine klarere Struktur (die die Beiträge in klareren Fragestellungen erscheinen lassen hätten) hätte mir hier wesentlich besser gefallen. Der Leser hat zudem z.T. das Gefühl, dass einzelne Autoren hier das Thema nur aus der "Schreibtisch- Perspektive" kennen, wenn überhaupt.
Auch "wissenschaftlichen Ansprüchen" genügt das Buch - trotz entsprechendem Hintergrund und (Schreib-) Stil einiger Autoren hier wohl nur bedingt. Denn auch eine richtige "Studie" ist es nicht; auch wenn man es hier oft mit "intellektuellem Geschwätz" zu tun hat. Aber dazu hätte es mehr (wissenschaftl.) Fragestellungen mehr "zum Ergebnis" führen sollen. Wenn es dann biografische Erinnerungen - aus "eigener Anschauung" - gibt, dann fehlt mir hier allerdings wiederum ein Allgemeinerer Hintergrund zum Thema (z.B. "Kirchlich geprägte Widerstandsgruppen im 3. Reich", wenn hier Jemand über seinen (persönlichen) Wiederstand gegen das NS- Regime aufgrund von kirchlichem Hintergrund schreibt, u.Ä.). Das hätte das Buch auch professioneller erscheinen lassen.
In der Einleitung des Herausgebers hätte die Zielrichtung dieses Buches, bzw. dieser "Studie" hier klarer ausgedrückt werden sollen; sowie auch die ZIELGRUPPE dieses Buches, was hier aber versäumt wird. Wie viel Vorkenntnisse erwartet der Herausgeber? (einige schon, so mein Eindruck; zumindest ist das Thema dann (z.T. wesentlich) leichter verständlicher; vor allem, wenn man eine bessere Vorstellung vom Alltag im 3. Reich hat. Andererseits wird einem solchen Leser dann auch leichter deutlich, dass das Buch so gut eben auch nicht ist). Da seiner Natur nach das Thema zudem vor allem auch bei (heutigen) JUGENDLICHEN auf Interesse stößt, werden gerade diese aber sehr enttäuscht sein; denn das Buch scheint gerade Jugendliche als Zielgruppe auszuschließen - vor allem durch seinen Stil, der oft akademisch- sachlich (und "langweilig") geprägt ist, und schon mal gar nicht das typische "Jugendliche Lebensgefühl" wiedergibt, das sowohl die behandelten Personen, als auch entsprechende Leser dieses Alters haben, bzw. erwarten. Das Buch ist so eine ganze Spur "zu erwachsen" geschrieben worden, die hier aus einer rein (z.T. gebildeten) "Erwachsenen- Perspektive" schreiben, dabei aber gerade vom "Gegenstand " (dieser "Untersuchung") abweichen, der jugendliches Lebensgefühl und Empfindung, womit ja viele der Beweggründe und Verhaltensweisen erklärbar wären, ja miteinschließt. Doch gerade das "Gefühl", die "Natur von (vielen) Jugendlichen", auch mit ihrem oft großen Freiheitsdrang, ihrem Unabhängigkeitsstreben, ihr Bedürfnis, Neues auszuprobieren, usw. vernachlässigt das Buch für meine Begriffe viel zu stark. Jedoch wird Jemand, der ähnliche Erfahrungen (in seiner Jugend) gemacht hat, sich leichter in das Gefühl und die Probleme hineinversetzen können von Jugendlichen, von denen hier die Rede ist, und so - villeicht - auch mehr mit dem Buch anfangen können.
Immerhin wird der meist recht trocken- langweilig- wenig erfreuende Stil durch einige ABBILDUNGEN ergänzt: hierzu gehören z.B. einige Fotos einiger dieser "Jugend- Cliquen" (oder auch organisierten Verbände dieser Art) (über die allerdings m.E. oft im Buch viel zu wenig geschrieben steht), aber auch z.B. der HJ, sowie z:B. einige Propaganda- Plakate ihrer "Gegner" (worin z.B. die Swing- Jugend verächtlich dargestellt wird, u.Ä.).

Immerhin wird durch das Buch deutlich, dass einige der hierin geschilderten Phänomene nicht so einfach zu beurteilen sind, wie das vorher (früher) so oft gemacht wurde. Abgesehen von der "Jungen Garde" (der Jugendorganisation der KPD) hatten die meisten Jugendorganisationen und "Freien Gruppen" nicht von Anfang an einen weltanschaulich- ideologischen Gegensatz zu den NS- Machthabern; viele waren gänzlich unpolitisch. Doch brauchte es langfristig nicht viel, um in Gegensatz mit dem NS- Regime zu kommen, da ihnen von diesem Vieles, das ihnen lieb und teuer war (Art der Freizeitgestaltung; Musik; Fahrten; Art der (oft individuellen) Bekleidung; ), verbot, oder in Misskredit brachte. Doch die Gründe, die einen Jugendlichen zu einem Gegner des NS- Regimes machten, konnten ganz individuelle sein, und fast so vielfältig wie die Jugendlichen selbst. Spätestens, wenn der Jugendliche jedoch gegen seinen Willen zur Armee und für den baldigen Kriegseinsatz (für einen Krieg, gegen den er womöglich inzwischen eine Abneigung hat) eingezogen werden sollte, konnte seine Abneigung gegen das System eine deutliche Aufwertung erfahren (doch für wirksame Opposition war es dann i.d.R. zu spät; er konnte nur noch evtl. untertauchen, um der Einberufung zu entgehen). Den Gegensatz zum System befeuerte oft zudem früh die Feindschaft zur HJ, deren gefürchteter "staatl. unterstützter" "Streifendienst" oft ernsthafte Schlägereien mit "Andersdenkenden" zur Folge hatte. Gerade zum Ende des 2. WK wuchsen viele Jugendliche jedoch ohne den Vater auf, der entweder im Krieg war, oder dort bereits gefallen; - daraus ergaben sich oft viele "Freiheiten" für den Jugendlichen, der oft kein Interesse daran hatte, dass man ihm das, was man in der Freizeit machte, "von oben" vorschrieb. Und in dieser Zeit war es für den Staat immer schwieriger, die Kontrolle über die ("andersdenkenden") Jugendlichen im Reich zu behalten, so dass sich für "alternative Jugendkulturen" gegen Ende des 2. WK, als das "Reich" langsam unübersehbare Auflösungserscheinungen zeigte, wieder besonders günstiger Nährboden fand... Doch mit Ende des 2. WK verschwanden auch fast alle dieser unterschiedlichen Jugendcliquen von der Bildfläche...

Leider ist mir das Buch kürzlich abhanden gekommen; so dass ich die einzelnen Kapitel/ Beiträge aus dem Buch nicht weiter vertiefen konnte, bzw. deren Inhalt hier nicht mehr genau widergeben kann, was ich sonst jetzt getan hätte. Das Buch wieder zu erwerben, hatte ich bis jetzt aber noch keine "Gelegenheit", da mir der Preis (im Internet) dafür jedes Mal zu hoch vorkam; - zumal ich das Buch auch nicht so sehr lesenswert finde (s.o.).


Wildes Neuseeland - Ein Paradies auf Erden [2 DVDs]
Wildes Neuseeland - Ein Paradies auf Erden [2 DVDs]
DVD ~ Serge Ou
Preis: EUR 12,49

4.0 von 5 Sternen Kein (reiner) Naturfilm!, 15. März 2016
Entsprechend dem Untertitel gilt Neuseeland auch heute noch als "Paradies auf Erden", dem auch diese mehrteilige Dokumentation aus dem Jahr 2012 Rechnung tragen will. Hierbei geht es um Landschaft und Natur; aber nicht nur! - Gezeigt werden hier auch Menschen bei beruflichen oder sportlichen Aktivitäten, und kommen hier auch zur Sprache, einschließlich diverser Fachleute (Biologen, Geologen, Umweltschützer, Landwirte, Fischer, Künstler, ...), sowie bewohnte Orte (Städte); aber auch z.B. das Thema Energiegewinnung (bei der die Natur eine wichtige Rolle beikommt). Wer einen Tierfilm (à la "Wildes Russland" o.Ä.) sehen will, ist hier jedoch schlecht beraten: (Wilde) Tiere kommen zwar vor; jedoch eher am Rand. Man hat es hier zudem meist mit Luftaufnahmen zu tun; "Neuseeland aus der Luft" wäre ein vllt. besserer Titel gewesen, da von hier aus meist die (wenn auch zweifellos beeindruckende und vielfältige) Landschaft dieses Staaten- Gefüges aus betrachtet wird! - Das sollte man vor dem Kauf dieser DVD- Box aber wissen! So ist aber der TITEL irreführend! Es ist also eher ein "Reisefilm" (allerdings wird wohl kaum ein "Tourist" (ganz) Neuseeland so "von oben" selbst sehen, wie das durch diesen Film geschieht. - Es ist also eher ein Film, MIT dem der Zuschauer "auf Reise geht". - Was aber nicht heißt, dass man sich durch diese "Film- Reihe" nicht doch bei der Planung seiner eigenen Neuseeland- Reise inspirieren lassn könnte). Die "Reise" von Neuseeland beginnt mit dem 1. Film dieser Staffel vom Südwesten aus (s.u.), und "arbeitet" sich dann "schritt für schritt" nach Norden weiter (bis zur äußersten Nordspitze). Wo man sich hierbei jeweils genau aufhält, machen stets vorher Simulationen (Landkarten) deutlich.
Die ("von oben" gemachten) Landschaftsaufnahmen können sich größtenteils sehen lassen und stehen meist ja wohl auch im Mittelpunkt; die große Vielseitigkeit des Landes, seine starken Kontraste, aber natürlich auch seine Schönheit; wobei hier natürlich nur einige ((zu) wenige) Aspekte und Orte des recht großen Insel- Staates herausgegriffen wurden. Der Kommentar ist dagegen oft recht langweilig und oberflächlich; der Teil mit den "Begegnungen" mit Menschen ist hier unglücklich.
Dennoch kann der Zuschauer hiermit sicherlich einen guten groben Überblick über Neuseelands "Profil" bekommen. Aber man sollte sich auch nicht zu viel erwarten!
Die kleine "Dokumentations- Reihe" über das "Wilde Neuseeland" beinhaltet hier 5 Episoden (s.u.), die jeweils ca. 45 Min. Länge haben (= 225 Min. Gesamtlänge). Jede der 5 Episoden hier widmet sich einem anderen Landesteil Neuseelands:

FJORDE UND REGENWÄLDER
Gezeigt wird hier der äußerste, auch heute noch fast menschenleere Süden Neuseelands, der u.A. von Fjorden und Regenwäldern gezeichnet ist. Die Tierwelt ist hier jedoch sehr zahl- und artenreich vorhanden; vor allem auch im "Fjordland Nationalpark" im Südwesten der Südinsel: hier findet man neben dem Wappentier Neuseelands, dem Kiwi, einem flugunfähigen Vogel, auch einen flugunfähigen Papagei, den "Kakapo", sowie die ebenfalls flugunfähige "Weka- Ralle". - Leider sind diese Tiere, die durch ihr besonderes Insel- Habitat nur hier existieren konnten, durch "eingeführte Tierarten" bedroht. Doch auch große Säugetierarten, wie der See- Bär, der Seelöwe, Königs- Albatrosse und Gelbaugen- Pinguine sind an den Küsten zu Hause. Um den sich stark vermehrenden eingeführten Rothirschen Herr zu werden, sind die Behörden von der reinen Jagd zu speziellten Fangmethoden übergegangen, bei denen die Hirsche vom Helikopter aus mit besonderen Netzen eingefangen werden. Transporte - gleich welcher Art - erfolgen in dieser Region oft aus der Luft. Im berühmten "Milford Sound" kann man aber auch z.B. in einem Touristen- Dampfer die Gegend erkunden. Garnelen- Fischer machen hier reichen Fang und diese zu einem nicht unwesentlichen Exportgut. Der vulkanische Ursprung dieser Gegend ist hier vielerorts nicht zu übersehen. Die Landschaften sind herrlich; doch gilt die Gegend auch als Paradies für Extremsport- Touristen. Es sind auch die Kernlande einer frühen Umweltschutz- Bewegung, die den ursprünglichen Erhalt dieser Gegend erreichen konnten; unter den bekanntesten hier der Biologie- Professor Sir Alan Marks. Nichtsdestotrotz ist ein großer Teil der Energie Neuseelands regenerativer Art; wovon auch die imposanten Staudämme Zeugnis ablegen. Filme, wie "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe" wurden in dieser gegend gedreht. Der Zuschauer erfährt hier aber auch u.A. vom "Lake Quill", dem "Lake Te Anau", und dem "Lake Manapouri", sowie der Stadt "Bluff", einer Stadt an der Südküste, die eine große Aluminium- Hütte beherbergt, sowie viele Fischer; ...

DIE SÜDALPEN
Näher in Augenschein genommen werden hier u.A. der "Waitaki"- Fluss, der vier größere Seen speist. Zeugnisse menschlicher Bauleistungen sind hier auch die imposanten Wasserkraftwerke und Kanäle, an denen sich viele Lachsfarmen angesiedelt haben. Die "Otago Goldfields" blicken auf eine reiche Vergangenheit zurück. Die alte Stadt Dunedin gilt als die "schottischste" Stadt Neuseelands; mit seinen gut erhaltenen, alten viktorianischen Gebäuden. In der häufig anzutreffenden alpinen Landschaft finden sich oft Bergsteiger ein, z.B. auf dem "Mount Cook" (bzw. "Auraki"). Aber auch Segelfliegen ist hier beliebt. Traditionell ist hier noch immer die Schafzucht ein wichtiger Erwerbszweig; seit jüngerer Zeit aber auch der Weinanbau...

NEUSEELANDS WILDER WESTEN
Die Täler von Neuseelands Norden seiner südlichen Insel sind noch immer sehr dünn besiedelt. Ein traditioneller Wirtschaftszweig ist hier die Rinderzucht. In den Höhenlagen findet man hier dereinst ausgewilderte Gemsen, die die europäischen Einwanderer hierhin mitnahmen. Das an den Küsten verbreitete Jet- Boot- Fahren ist nicht nur eine reine Touristenattraktion. Auf seiner "Reise" kommt der Zuschauer aber auch nach "Penakaiki" an der West- Küste; zum Schluss in den äußersten Norden der Südinsel, nach "Golden Bay"; ...

RAUCHENDE QUELLEN UND DAMPFENDE VULKANE
Weiter geht es endlich zur Nord- Insel, mit der Südinsel nur per Flugzeug, vor allem aber mit der Fähre oder anderen Booten - über die "Cook Straße" - zu erreichen, mit denen man i.d.R. auch u.A. die zahlreichen Inseln des "Marlborough Sounds" erreicht. Hier gibt es auch Robben. "Capity Island" ist ein bekanntes Schutzgebiet für Vögel. An der südlichsten Spitze Neuseelands befindet sich dann auch schon Neuseelands große Hauptstadt Wellington, von der man dann über den "State Highway 1" bis in den nördlichsten Teil dieser Nordinsel, nach Auckland, gelangen kann. In Wellington befindet sich aber auch das Parlament und ein großes Rugby- Stadion - Neuseelands Nationalsport. Im Zentrum der Nordinsel erhebt sich der riesige "Mount Taranaki"- Vulkan. An der Westküste, bei New Plymouth, befinden sich Neuseelands einzige Erdöl- und Erdgasförder- und verarbeitungsstätten. Der Vulkan "Mount Tongarori" gibt - wieder weiter im Zentrum - dem gleichnamigen Nationalpark seinen Namen. Überhaupt gibt es noch viele durchaus aktive Vulkane auf Neuseeland, die häufig noch immer großen Schaden anrichten... - Neuseeland liegt auf einer geologischen "Feuerlinie", weshalb das auch kein Wunder ist. Doch wird die hydrothermische Aktivität in Quellen auch für wirtschaftliche Zwecke genutzt; die "Maoris", die polynesischen "Ureinwohner" Neuseelands, nutzten sie schon immer zum waschen, baden und kochen. Eine große Vulkan- Insel auf dem Meer ist "White Island". Auch der "Rotorua"- Vulkansee wird hier näher in Augenschein genommen, wie auch der "Lake Taupo". In "Te Puke" befindet sich Neuseelands größtes "Kiwi"- Frucht- Anbaugebiet. In einem den Maoris zurückgegebenen Nationalpark betreiben diese Forstwirtschaft...

MAMMUTBÄUME UND INSELARCHIPEL
In dieser Episode geht es in den Norden der Nordinsel. Dieser ist besonders dicht besiedelt. Die Neuseeländer zeigen sich auch hier wieder als große Sportnation: Ruderer und Surfer sind beliebte (Wasser-) Sportarten: an einem der gewaltigen Stauseen zur Energiegewinnung, dem "Lake Karapiro", trainiert regelmäßig das neuseeländische Ruder- Nationalteam; die - auch von vielen Maori bevölkerte - Küstenstadt Raglan ist bei den Surfern wegen ihrer hohen Wellen beliebt. Die von Regenwald bestandene"Coromandel Peninsula" ist stark von ehemaligem Vulkanismus geprägt; wie an vielen anderen Orten von Neuseelands auch. An der Nordküste befindet sich Neuseelands größte Stadt, Auckland; früher schon von den Maori stark bevölkert; heute bekannt auch wegen seines großen Flughafens; aber auch wegen seiner zahlreichen Segelboote an dessen Küste. Die "Bay of Islands" wurde früh von Europäern besiedelt und hatte auch Bedeutung für die früher so wichtige Walfangtradition in NL. An den Küsten des Ostens finden sich zuweilen sogar Orcas. Im äußersten Norden der Insel sind die früher schon dort recht zahlreichen Maori inzwischen längst in der Minderheit; auch wenn es noch viele Maori- Dörfer im äußersten Norden gibt; doch hat die Regierung sie heute wieder in viele ihrer alten Rechte zurückversetzt, wovon die Maori auch wirtschaftlich profitieren; z.B. mit Austern- Zucht. Man findet sogar noch verwilderte Pferdeherden in der rauen Natur des Nordens. Die riesigen, uralten "Kauri"- Bäume können über 2.000 Jahre alt werden; ihr Holz wird z.T. von Musikinstrumentenbauern geschätzt...

Die verfügbaren SPRACHEN dieser (Doppel-) DVD sind außer Deutsch auch Englisch.

TONFORMAT: Dolby Digital 2.0.

Auf der DVD befinden sich noch einige kurze Trailer von anderen Filmen des Verleihers. Sonst aber keine Extras; auch kein Booklet, o.Ä.


Die Welt der Antike - Ursprünge unserer Zivilisation [2 DVDs]
Die Welt der Antike - Ursprünge unserer Zivilisation [2 DVDs]
DVD ~ Tim Dunn
Preis: EUR 14,49

4.0 von 5 Sternen Europas Kultur, den Ursprüngen unserer Zivilisation auf der Spur! BBC Doku- Box mit 6 Folgen!, 12. März 2016
Etwas mehr Einblicke/ Erkenntnisse in "Die Welt der Antike" und die "Ursprünge unserer Zivilisation" hätte ich mir schon von dieser noch recht jungen BBC- Dokumentation - aus dem Jahr 2012 - erwartet; obwohl sie andererseits auch nicht wirklich "schlecht" ist: immerhin erfährt man Einiges über einige Hochkulturen; auch in guter, übersichtlicher, kompakter Form. Auch wenn man schon etwas mehr mit diesem Thema befasst ist, so können Einen evtl. einige vorgebrachte Aspekte und Meinungen, die hier zur Sprache kommen, durchaus noch mal beeindrucken. Andererseits erfährt der mit der Materie besser vertraute Zuschauer aber nicht viel Neues; für einen Solchen sind das hier größtenteils Zusammenfassungen bekannter Geschichten (vor allem Beim Thema "Rom"). Und insgesamt ist das hier auch etwas oberflächlich; aber auch meist nicht besonders spannend präsentiert. - Was auch daran liegt, dass in diesen Film(en) weitgehend auf eine "dramatisierte Inszenierung" durch nachgestellte Schauspielszenen verzichtet wurde. Stattdessen geben hier über weite Strecken einige "Experten" (z.B. Historiker, Archäologen, Altphilologen) Zeugnis über ihre Kompetenz und Beurteilungsvermögen bei diesen Themen hier ab (wie man das ja meist von diesen Dokus auch gewohnt ist). Durch diese reichlichen Kommentare und dem Mangel an Bilderfolgen, "erzählenden (oder spannenden) Bildern" aber bekommen diese Dokus stellenweise aber arg den Charakter fast eines "Hörstücks", bei dem es nicht unbedingt wichtig ist, auch zuzuschauen! Die "Abbildungen" zeigen größtenteils die "Experten" bei der Abgabe Ihrer Statements, sowie Aufnahmen von den heutigen Verhältnissen diverser berühmter Stätten, bzw. was von ihnen übrig geblieben ist (meist nur noch (spärliche) Ruinen); auch kommen oft normale Alltagsszenen in diesen Ländern hier vor. Auffallend oft werden hier auch Szenen aus Fußballstadien bzw. bei (handfesten) politischen Demonstrationen in Griechenland, bzw. beim "Public Viewing" (von Fußballspielen) in Italien gezeigt, um davon offenbar Verhaltensweisen und Mentalitäten der bzw. dieser Leute auf dem Hintergrund des gerade besprochenen Themas besser darzustellen (?`) (anstatt entsprechende Szenen nachzustellen, wie das ja sonst oft (bei aufwändigeren) Dokus dieser Art gemacht wird). - Aber es ist ja auch ein Ziel dieser "Doku- Serie", den "Bogen zwischen der Antike und unserem heutigen modernen Leben zu spannen".
Natürlich geht er Anspruch dieser Dokumentation(en) letzten Endes nicht über ein recht gewöh0nliches populärwissenschaftliches Maß hinaus (was Einen aber auch nicht zu wundern braucht). Dennoch richtet sich diese Doku hier eher an interessierte Personen (eher nichts für Kinder, obwohl diese Doku- Reihe meines Wissens keine Jugendeinschränkung erfahren hat (?)); auch wenn es hier oft sehr allgemein ist, wovon hier die Rede ist.
Die kleine - aus 6 Episoden bestehende - Doku- Reihe versucht, den "Ursprüngen unserer Zivilisation" auf dem Grund zu gehen, wofür die Antike viele wichtige Weichen gestellt hat, und beleuchtet dabei einige Aspekte dieser thematik. Interessant waren für mich dabei z.B. die politisch- gesellschaftlichen Experimente im antiken Griechenland (Sparta; Athen; ...). Oder auch die "multikulturellen Gesellschaften" einiger antiker Völker, wie der (griechisch- orientalisch geprägten) Ptolemäer- Reiche; ...
Allerdings kommen hierbei jeweils nur wenige Aspekte zu den jeweiligen Themen wirklich zum Ausdruck. Vorkenntnisse/ besonderes Interesse am Thema kann dabei nicht schaden (man versteht dann besser, warum etwas so war, wie es war); all zu viel (Vor)Wissen braucht der Zuschauer hierfür jedoch auch nicht zu haben.
Man sollte allerdings wissen: Bei den "Ursprüngen unserer Zivilisation" kommen hierbei jedoch nur Länder mit europäischem Einfluss, bzw. entsprechender Berührung/ Kontakten vor; China und Mexiko bspw. werden so nicht erwähnt. "Unsere" Zivilisation meint somit tatsächlich wohl "unsere", also die von "uns Europäern", das des "Abendlandes"; das durch die Bronze- und die Eisenzeit, sowie z:B. das Antike Griechenland, das Alte Rom und schließlich das Christentum entscheidende Impulse erlebt hat, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind: in technischer, aber auch in kultureller Hinsicht; unser Denken; unsere Religion; unser Selbstverständnis. Die Doku ist dabei eher eine "Kultur- geschichte" von "uns"; etwas vernachlässigt ist hierbei jedoch der technische Fortschritt.

Die aus 6 Episoden - auf 2 DVD's verteilten - bestehende DVD- Box (im einfachen Papp- Schuber) hat eine Gesamtlaufzeit von ca. 300 Minuten; 1 Episode = ca. 50 Min.
Die DVD- Box bietet keine Extras (!). Auf den DVD's gibt es auf dem "Menü" lediglich eine "Episodenauswahl", über die man die gewünschte Folge direkt anwählen kann.

Ich hatte schon viele Kenntnisse über das Thema. Für mich keine besonders "große" Doku (-Reihe); jedoch auch keinesfalls ein "schlechter" Film, der es zumindest verdient, einmal angesehen zu werden (viel öfter allerdings m.E. auch nicht). Allerdings hat es mir persönlich gereicht, mir den FIlm ein Mal anzusehen. Ich fand ihn nicht schlecht; er hat meinen Horizont über das Thema etwas erweitert; auch hat das Thema an sich für mich z.T. einen gewissen Unterhaltungsfaktor. Ich würde allerdings nicht jeden Preis für diese DVD- Box zahlen.

Tonformat: Dolby Digital 2.0

Bildformat: 16:9.


Écoute [Jahresabo]
Écoute [Jahresabo]

5.0 von 5 Sternen Französisch super ansprechend, unterhaltsam, Erfolg versprechend und modern vermittelt!, 8. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Écoute [Jahresabo] (Zeitschrift)
"Écoute" ist Französisch (lernen) auf seine einfache, effektive und unterhaltsame Art. Ich bin in meiner Jugend leider relativ spät auf dieses bemerkenswerte Magazin aufmerksam geworden; sonst hätte ich sicherlich schneller Fortschritte in dieser Sprache, die mich bereits schon sehr früh in meiner Schulzeit begleitet hat, gemacht; denn sie fiel mir nicht immer leicht. (irgendwann habe ich dann aber doch noch "den Bogen raus gehabt" - nur Geduld! - Französisch lernen ist keine Hexerei! - Einfach immer dranbleiben, ohne zu übertreiben und sich über die kleinen Fortschritte freuen!).
Das monatlich erscheinende Magazin wird i.d.R. einige Tage (bis 1 Woche) vor Beginn des Monats geliefert/ herausgebracht. Es ist durchgehend farbig gedruckt und hat immer mindest. 70 - 80 Seiten Umfang (was i.d.R. reicht, um für 1 Monat "über die Runden zu kommen"). Das Magazin kostet inzwischen meines Wissens 7,50 Euro als Einzelheft, was aber nicht zu teuer ist, da Einem so ein Heft viele Vorteile bietet: es bringt Einem die französ. Landeskunde oder überhaupt die ganze "Francophonie" näher (schließlich wird Französisch nicht nur im "Mutterland" gesprochen, sondern auch in vielen Ländern Afrikas und auf vielen Inseln der Ozeane, sowie z.B. auch in Québec/ Kanada; ...); die Kultur allgemein; Politik; Geschichte; Gesellschaft; Familie; Schule; Wirtschaft; alles, was Frankreich so bewegt (vor allem auch im Hinblick auf Deutschland); deutsch- französische Beziehungen; natürlich Jugend (und was diese beschäftigt); Musik, Literatur, Kunst, usw.; z.T. sogar Sport; ... Die Zeitschrift will dem Leser schwerpunktmäßig - entsprechend dem Untertitel - auch das "Typisch Französische" damit vermitteln. - Wohl bemerkt auf alles Andere als langweilige Art. Eine Ausgabe ist dabei immer recht abwechslungsreich; es gibt ein "Potpourri" von Themen, durch die dem Leser ermöglicht wird, eine Menge über unser Nachbarland "jenseits des Rheins" zu erfahren. Das Magazin ist dabei immer mit der Zeit gegangen; auch in seinem äußeren Erscheinungsbild. Die optische Aufmachung ist dabei stets ansprechend gestaltet. So ein Heft ist überhaupt sehr liebevoll gemacht und hätte meiner Meinung auch die Auszeichnung "Zeitschrift des Jahres" oft verdient gehabt.
Ein Jahres- Abo gibt es für Schüler (noch immer?) zu einem vergünstigten Tarif (man kann übrigens auch z.T. ältere Jahrgänge des Magazins über den Verlag - preiswert - erstehen!). - Eine Anschaffung, über die man ernsthaft nachdenken sollte, wenn man sein Französisch vertiefen möchte.
Sehr schön sind auch die Übungen/ Regeln im Mittelteil des Heftes, mit heraustrennbaren Karteikarten zum Sammeln, in denen es vor allem um Grammatik geht; z.B. um einige typische feststehende Ausdrücke ("Expressions") oder (idiomatische) Redewendungen, "falsche Freunde", usw. Zu allen Texten gibt es auch eine "Vokabel- Rubrik" mit schwierigen Vokabeln aus dem jeweiligen text, so dass man nicht dauernd im Wörterbuch nachschlagen muss (spart Zeit!).
Das Magazin hat als Zielgruppe vermeintlich die Schüler, die Französisch lernen; tatsächlich wirkt das Erscheinungsbild dieser Zeitschrift ja auch recht "jugendlich" und modern; jedoch lesen es auch viele Erwachsene; evtl. sind das die, die es aus ihrer Schulzeit kennen; aber es gibt auch viele, die erst nach ihrer "aktiven Schullaufbahn" "auf den Trichter gekommen sind" (wie z.B. ich). Auch für später Lernende (Erwachsende) ist die Zeitschrift - parallel zu Lehrbüchern - absolut empfehlenswert. Auch als Auffrischung, Vertiefung, Vorbereitung auf eine Reise, usw.
Am besten ist es natürlich, man fängt mit dem Lesen dieses nicht nur das Französisch vertiefende, sondern auch unterhaltsamen Magazins so früh an wie möglich. - Sollte man nicht alles verstehen, dann macht das überhaupt nichts! Nicht verzweifeln! Irgendwann kommt man schon besser zurecht. Natürlich braucht man einige Grundkenntnisse. Doch schon mit diesen und recht schnell wird man in der Lage sein, so manchen Text dieses Magazins zumindest verstehen zu können. Die Zeitschrift bietet dafür auch verschiedene "Niveaus" an: Leicht - Mittel - Schwer (obwohl der Unterschied unter diesen hier so groß nach meinem Eindruck auch nicht ist). Außerdem empfiehlt es sich, schon vorher ein wenig mit den Aussprache- regeln des Französischen vertraut zu sein (die übrigens auch nicht so schwer/ komplex sind (zumindest sind diese einfacher als beim Englischen)).
Irgendwann wird man merken, dass Französisch so schwer auch wieder nicht ist (nur ein wenig Geduld!). Und die interessant aufbereiteten Themen machen zudem Lust, sich mit dem Land weiter zu beschäftigen, eine Reise in dieses (wirklich schöne und vielseitige) Land zu planen; seine Kultur besser kennenzulernen.
Man sollte dieses Magazin daher als Französisch Lehrender (und auch als Unterrichtender) zumindest kennen! (habe ich selbst leider erst sehr spät zur Kenntnis genommen, damals).

Natürlich gibt es auch noch andere französischsprachige Magazine, wie die Zeitung "Revue de la presse", die auch nicht schlecht ist. - Jedoch ist mein Eindruck hierbei, dass diese sich mehr an ein etwas älteres Publikum (?) richtet, eine Auswahl an (aufbereiteten) Zeitungsartikeln französischer Zeitungen bietet, und seinen Schwerpunkt mehr auf Politik und Gesellschaft hat.

Meine Meinung daher: Écoute! - Besser/ Unterhaltsamer kann man Französisch - als Zeitschrift - nicht vermitteln/ lernen! Erfolg (langfristig) garantiert! Super Ansatz! Absolut empfehlenswert!


Baski. Die große Floßfahrt (Bd. 4)
Baski. Die große Floßfahrt (Bd. 4)
von Heinrich Gohl
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen BASKI geht auf Floßfahrt! - Hervorragend fotografierte Bildergeschichte für Kleinkinder! - Klassiker!, 4. März 2016
"Eine Entdeckungsreise ganz besonderer Art hat sich BASKI diesmal ausgedacht. Mit einem selbstgebastelten Floß schwimmt er den großen Fluss hinunter und sieht wieder viele interessante und hübsche Dinge. Aber auch ein wenig gefährlich wird es auf dieser fahrt, und BASKI ist am Ende ganz froh, als er wohlbehalten den Seerosenteich erreicht, und den Fröschen von seinen Abenteuern erzählen kann." (Text Buchdeckel Rückseite).

"BASKI- Kinderbücher sind in neuartiger, fotografischer Gestaltung konzipiert und zeigen die Natur, wie sie sich auch den Augen unserer Kinder darbietet. In Spitzenqualität hergestellt, setzt diese farbige Kinderbuchserie neue Maßstäbe." (Text Buchdeckel Rückseite).

In Band 4 der "BASKI"- Buchreihe für Kleinkinder zum Vorlesen und Anschauen geht es um "Die große Floßfahrt" der kleinen, gleichnamigen Holzpuppe (siehe Buchdeckel): "BASKI" baut sich ein Floß, und fährt damit den Fluss hinunter; hierbei bieten sich ihm schöne, neue Aussichten vom Wasser aus; doch sein "Fluss- Abenteuer" wird gefährlich, als er einem Wasserfall zu nahe kommt... Zum Glück kann "Baski" mit der Hilfe seiner Freunde aus der Tierwelt rechnen...

Mir liegt hier die Ausgabe (gleiches Cover) von 1976 vor: "Autorisierte Lizenzausgabe für Sigloch Service Edition, Künzelsau; Coyright: Magnum Verlag; Basel."
Das Buch hat 32 Seiten und das Format: 23,5 x 20,5 cm. Das Papier hat eine extrastarke Qualität (beinahe "reißfest"; vermutlich, damit Kleinkinder es nicht so schnell zerreißen (?); aber es ist natürlich auch ein Qualitätsmerkmal). Im Mittelpunkt des buches stehen die Abbildungen, die von einer ausgesprochen guten fotografischen Qualität Zeugnis ablegen (entsprechend der Abbildung auf dem Cover); während die großformatigen Abbildungen von (kürzeren) Texten begleitet werden, die die Geschichte dieser "Bilder- Geschichte" erzählen.
Idee und Fotos stammen von Heinrich Gohl; und es ist auch heute noch vielleicht nicht nur für (Klein)kinder ein Genuss, diese brillante Foto- Ästhetik zu betrachten. Sie sind wirklich schön, fesselnd, überragend, und für (Klein)kinder sehr einfühlsam fotografiert, bzw. in Szene gesetzt.
Das Buch selbst wirkt zeitlos; und es ist erstaunlich, dass trotz der in mehrfacher Hinsicht hohen Qualität dieses Buch nach den 1980er Jahren nie wieder aufgelegt wurde (?). - Dabei würde es sicherlich auch heute noch Klein-, bzw. Kindergartenkinder begeistern, da die Hauptfigur dieser Serie, die Puppe "Baski", ein hohes Maß an Identifikationspotential für Kleinkinder bietet. Es ist einfach nicht vorstellbar, dass "Baski" in Vergessenheit gerät (?).
Außer der Puppe "BASKI" erlebt der Betrachter (bzw. lernt kennen) auch noch verschiedene Tiere, wie Füchse, Enten, Eichhörnchen, Frösche, Libellen und einen "Schlammläufer" (Vogelart); ... Das Kleinkind geht hier mit auf "Entdeckungsreise".
Dem (städtischen) Kleinkind des modernen Medien- und Kommunikationszeitalters wird so auf unterhaltsame und faszinierende Weise die Natur, Umwelt und Tiere vermittelt. "Baski" liefert hierdurch mit seinen spannenden Abenteuern sicherlich auch viele Anregungen für Spiele unter Kleinkindern. Ganz sicher ist dieses Buch somit auch "pädagogisch wertvoll". Auf jeden Fall einfühlsam gemacht.
Mit Blick auf diese "Foto- Geschichte" ist es erstaunlich, dass diese (Puppen-) Geschichte niemals verfilmt wurde (z.B. von der "Augsburger Puppenkiste").

Ein Klassiker! Für mich ist "Baski" eine absolute Kultfigur unter den Kinderbuch- Figuren. Ein echtes Kunstwerk!
Nicht nur für Nostalgiker! Sicherlich bald schwer erhältlich und nicht billig zu erstehen, erwirbt man hiermit auf jeden Fall noch immer hohe Qualität, pädagogischen Wert und eine für Kleinkinder sicherlich spannende Story, bei der Kindergartenkinder dankbar sind, wenn man sie ihnen vorliest!


Palko mit der Flöte
Palko mit der Flöte

2.0 von 5 Sternen Sehr kurzes Heft mit sehr simpler Märchen- Story und interessanteren Bildern für Kleinkinder!, 3. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Palko mit der Flöte (Broschüre)
"Palko mit der Flöte" ist ein - sehr einfach gehaltenes - Märchen des ungarischen Erzählers Elek Benedek im Stil der "Grimms Märchen", das sich besonders zum Vorlesen für Kinder im Kindergartenalter eignet. Das nur 16 Seiten (!) lange Heft erschien 1978 zum 1. Mal in dt. Sprache - zunächst nur in der DDR - und wurde von Madeleine Meran übersetzt. Wesentlich interessanter sind die besonderen Abbildungen der Künstlerin Emma Heinzelmann im Stil der Cover- Abbildung dieses Heftes (Collagen- Technik?). Die Geschichte selbst ist sehr kurz, hat wenig Text (vermutlich eine "Kurz- Ausgabe" einer "im Original" längeren (und interessanteren) Geschichte?). Die ungarische Originalausgabe stammt schon aus dem Jahr 1951.
Die Geschichte an sich hat mich aber recht enttäuscht, und könnte selbst Kindergartenkindern zu simpel sein (da haben mich einige klassische Grimm's Märchen wesentlich mehr beeindruckt): Der junge Mann "Palko" wächst in großer Armut bei seiner alten Mutter in einem Dorf auf, weswegen er Dienste im Ausland annimmt, und so schließlich mit 4 Kälbern als Verdienst zurückkehrt, der er dann auf dem Markt verkaufen will. Unterwegs dorthin begegnet er einem alten Mann, der ihm alle Kälber gegen eine ("Zauber"-) Flöte, einen ("Zauber"-) Sack, eine (Zauber-) Maus und einen Laufkäfer abschwatzt. Deswegen zu Hause von seiner Mutter im Groll vertrieben, kommt Palko schließlich mit seinen neuen "Errungenschaften" an den Hof eines Königs, und verhält sich dort so mit seinen "Zauber- Sachen"; wie es ihm der Alte, von dem er diese Dinge hat, geraten hat: so bringt er die Königstochter zum Lachen und zum Schlafen, die an Schlaflosigkeit u.A. gelitten hatte. Palko nimmt so den vereinbarten Lohn dafür - die Königstochter zur Frau und das ganze Reich des Königs als Lohn - in Empfang (!).

Das FORMAT dieses kurzen Heftes beträgt 23,7 x 16, 5 cm.


Der Glückliche Löwe in Afrika.
Der Glückliche Löwe in Afrika.
von Louise Fatio
  Broschiert

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Altes, klassisches Bilderbuch für Kinder mit Texten aus der "Glückliche Löwe"- Reihe; dieses Mal allein in Afrika!, 1. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Glückliche Löwe in Afrika. (Broschiert)
Mir liegt die (äußerlich gleiche) Ausgabe von Juni 1985 dieses - bereits 1955 in den USA erstmalig erschienenen Kinderbuches (1956 erschien es bereits in dt. Sprache) - vor. Verlag: "dtv Junior". Text: Louise Fatio; Zeichnungen: Roger Duvoisin.
Das sehr dünne Taschenbuch (nur 32 Seiten! - im Format: 19 x 13,5 cm) war bereits der 5. band in der "Glückliche Löwe"- Serie beim "dtv"- Verlag für Kinder.
Das Büchlein ist ein Bilderbuch für Kinder im Kindergartenalter zum Vorlesen (oder auch noch evtl. für Lese- Anfänger); mit - für Kinder - sehr schönen, altersgerechten Zeichnungen von Roger Duvoisin (im Stil des Cover- Bildes hier ), mit kürzeren Texten "neben" den Abbildungen.
Die Geschichte selbst ist natürlich eine typische (Klein-) Kindergeschichte mit der "Kult- Figur" des "Glücklichen Löwen", wie man sie als Erwachsener natürlich kaum ernst nehmen kann: Der "Glückliche Löwe" ist dabei ein etwas eigenwilliges Phantasie- Produkt, der kaum etwas mit echten Löwen gemeinsam hat, sondern der lieb, nett und recht "menschlich" ist, wie das ja oft so bei den Figuren für Kinder (-Bücher) gemacht wird, und für diese auch zweckmäßig und unterhaltsam ist. Dieser "menschliche Löwe" ist die Hauptattraktion in einem französ. Zoo, weshalb sich der "Glückliche Löwe" dort sehr wohl fühlt und sehr populär ist (als ob so ein Zoo das "Paradies" für Löwen wäre!). Unter den Besuchern und Pflegern hat der "Glückliche Löwe" viele Freunde. Zu Menschen hat er gemeinhin ein "gutes Verhältnis" (!). - Weshalb er nichts Böses ahnt, als ihn ein erfolgloser Zirkus- Direktor eines Nachts klammheimlich "entführt", um durch ihn endlich die große Attraktion für seinen Zirkus zu haben. Doch am Hafen gelingt dem "Glücklichen Löwen" die Flucht, und er versteckt sich als "blinder Passagier" in einem Schiff im Laderaum. - Hier entkommt er, als das Schiff in Afrika anlegt. So lernt er dann Afrika und deren Wildnis kennen, die ihm aber eigenartig fremd vorkommt, da er die Wildnis ja - mit ihren vielen wilden Großwild- Tieren - nicht kennt. Im Zoo dagegen hatte er es viel einfacher, da er dort immer "bedient" wurde, und er auch keine Gefahren zu fürchten hatte. Jetzt - in "Freiheit" - ist er aber hilflos und ängstlich. So will er wieder zurück in seinen Zoo! Als er - inzwischen halb verhungert - ein menschliches Camp entdeckt, freut er sich (!), riecht auf einem Kochtopf gekochtes Fleisch, verzehrt es, um sich dann nach Menschenart (!) schlafen zu legen. Am nächsten Morgen entdeckt - und erkennt - ihn so sein alter Freund, der Tierfotograf "Linse", der Teil dieser Expedition ist. Die Beiden umarmen sich, und der "Glückliche Löwe" kehrt so glücklich (!) wieder "nach Hause" in seinen Zoo, wo er bereits mit Freuden von den Stadtbewohnern empfangen wird...

Für mich selbst ist das Büchlein nicht der ganz große Bringer unter den ("klassischen") (Klein-) Kinderbüchern; aber es erfüllt seinen Zweck; und hat unter Kleinkindern auch heute noch seine Fans; wenn auch m.E. das Buch nicht ganz so das Zeug zum "Klassiker" oder "Kult- Buch" hat wie andere ("typische") (Klein-) Kinderbücher. Auch Band 1 dieser "Serie" ("Der Glückliche Löwe") hat mir besser gefallen. Diesen Band hier finde ich nicht so besonders originell. Wem der "Glückliche Löwe" jedoch ans Herz gewachsen ist, dem wird natürlich auch dieser Band gefallen.
Auf jeden Fall ist es ein sehr "klassisches" Kinderbuch, dem man seine Entstehung in den 1950er Jahre ansieht.

Früher sehr populär, hat deswegen - bei meiner Ausgabe - dieses Büchlein bereits immerhin 7,80 DM gekostet. Trotz der zwar etwas einfachen, jedoch recht schönen Zeichnungen kann mich die - wenn auch etwas phantasievolle - "Story" nicht restlos überzeugen - selbst mit "Kinderaugen" gesehen - Ein heutiges Kind "muss" diese Geschichte m.E. nicht unbedingt haben. Weshalb ich auch nicht mehr jeden Preis für dieses kurze Büchlein bezahlten würde. Auch wenn es natürlich nicht "schlecht" ist.
Das Buch ist nur eine Episode der "Glückliche Löwe"- Abenteuer, die auch schon zusammengefasst in "Gesamt- Ausgaben" erschienen sind, und in dieser Form auch evtl. als Anschaffung mehr Sinn machen könnten.


Happy-Bücher. Nr. 71. Babars Kindheit
Happy-Bücher. Nr. 71. Babars Kindheit
von Jean de Brunhoff
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen 1. Heft aus der "Babar"- Kleinkinder- Reihe mit dem kultigen kleinen Elefanten!, 1. März 2016
Das Kinderbuch - oder besser gesagt: "Heft" (es hat lediglich 20 Seiten im Format: 20 x 15,5 cm) - "BABAR's Kindheit" (des franz. Autors Jean de Brunhoff) ist 1969 zum ersten Mal in dt. Sprache - beim "Delphin Verlag" - erschienen (das Original - in französ. Sprache - stammt schon von 1951).
Das Heft scheint eine Lizenzausgabe (?) zu sein; es erschien hier in der "Happy"- Kinderbüchlein- Serie (Happy- Buch Nr. 71) und scheint hier eine Fortsetzungsgeschichte zu sein (?). Zumindest steht hinten auf dem Buchdeckel innen: "Die große Originalausgabe dieses Happy- Buches erscheint als Ravensburger Bilderbuch im Otto Maier Verlag Ravensburg unter dem Titel "Die Geschichte von Babar, dem kleinen Elefanten".
Das Buch (Heft) bietet dem jungen Leser einfachere - gemalte - Bilder als Abbildungen (vermutlich von Jean de Brunhoff) auf jeder Seite (im Stil des Bildes auf dem Cover hier!), die jeweils ein kurzer text begleitet, in großer (Schreib-) Schrift, da das Büchlein vermutlich auch für Schüler im 1. Schuljahr gedacht ist; ansonsten kann man das Büchlein aber auch sehr gut noch kleineren Kindern (im Kindergartenalter oder sogar noch davor) vorlesen.
Das Büchlein scheint das "1. Heft" der "Babar"- Reihe zu sein, da es mit Babar's Geburt beginnt. Zunächst z.T. humorvoll, wird die Geschichte in deren Verlauf aber plötzlich etwas traurig und grausam (Babar's Mutter wird von einem Jäger getötet), so dass Babar von nun an schon früh allein und auf sich gestellt ist, und auf seiner Flucht (vor dem Jäger) in eine Stadt kommt. - Die Geschichte bricht hier ganz offensichtlich ab, und wird vermutlich in einem anderen Heft dieser Buch- Reihe fortgesetzt (?). Auf jeden Fall ist es hier keine abgeschlossene Geschichte.

Buchdeckel des Büchleins sind aus Pappe; die Seiten aus ((dickerem) Papier.
Das kurze Büchlein war früher sehr preiswert. Da die "BABAR"- Reihe für (Klein-) Kinder aber (schon immer) Kult- Charakter hatte, kann es gut sein, dass sie heute (für Sammler) recht teuer (geworden) ist (?).
Die "Babar"- Reihe selbst ist natürlich sehr schön und auch spannend für kleine Kinder und für diese auch sehr gut geeignet.


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