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Rezensionen verfasst von
Ingmar (Offenbach am Main)

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Ritter Sport Frühlingsspezialität Himbeer Vanille
Ritter Sport Frühlingsspezialität Himbeer Vanille
Wird angeboten von Ngdf24
Preis: EUR 2,29

3.0 von 5 Sternen Nicht ganz wie erwartet!, 2. Februar 2015
Als Schokoladen- Fan, der durchaus auch Vanille- und Himbeer- Produkten nicht abgeneigt ist, habe ich kürzlich diese (noch recht neue) Kreation aus dem Hause "Ritter Sport" ausprobiert.
Neugierig auch durch die ansprechende Präsentation auf dieses Produkt aufmerksam geworden, hat mich dann das Geschmackserlebnis doch etwas enttäuscht; obwohl ja laut Hersteller hier soger echte (?) Himbeer- und Vanille- Auszüge verarbeitet worden sein sollen. - Was vielleicht auch nicht verwunderlich wäre, wenn man bedenkt, dass die Firma hier ja für "bessere" (Schokoladen-) Genüsse bekannt ist (ist natürlich keine Bio- Qualität, o.Ä.!).
Vom Endergebnis bin ich dennoch etwas enttäuscht. Demnächst verbesserte Rezeptur?

Urteil: Nicht schlecht; werde ich mir aber nicht mehr kaufen. Halte andere Ritter- Sport- produkte für wesentlich gelungener.


Linea Natura Bio Schoko-Hafer-Taler (200 g)
Linea Natura Bio Schoko-Hafer-Taler (200 g)
Wird angeboten von Natur.com
Preis: EUR 2,69

5.0 von 5 Sternen Leckere Bio- Hafer- Schoko- Kekse!, 2. Februar 2015
Ein echtes, wohlschmeckendes Bio- Produkt, dem man guten Gewissens 5 Sterne geben kann! Denn mit diesem Hafer- (Milch-) Schokolade- Gebäck ist der Firma "Linea Natura" wirklich wieder mal ein geschmacklicher (und nicht ungesunder) Volltreffer gelungen, mit gut aufeinander abgestimmten (Bio-) Zutaten, das unsere Familie ohne Ausnahme gerne isst (und der natürlich - aber nicht nur! - vor allem bei Kindern gut ankommt).
Einziger Wehrmutstropfen: Der Preis ist natürlich - wie bei allen Bio- Produkten - recht gehoben. - Im wahrsten SInne also ein "Kostbares" Vergnügen. Dafür schmeckt es gut und ist (relativ) gesund.
Kommt auch als Geschenk gut an.


Bohlsener Mühle Mandel-Heidesand Dinklel-Buttergebäck, 6er Pack (6 x 125 g ) - Bio
Bohlsener Mühle Mandel-Heidesand Dinklel-Buttergebäck, 6er Pack (6 x 125 g ) - Bio
Preis: EUR 11,94

5.0 von 5 Sternen Gesunder und Leckerer ( Bio-) Klassiker!, 2. Februar 2015
Dieses leckere Bio- Butter- Dinkel- Gebäck aus der "Bohlsener Mühle" erfüllt meine Erwartungen voll und ganz. Hochwertiger Bio- Dinkel (57 %), vermengt mit bester Butter (23 %), sowie Roh- Rohrzucker und erlesene Mandeln (5 %), dazu Reissirup, Vollei, Salz, Weinsteinbackpulver, Backtriebmittel (Natriumhydrogencarbonat), ergeben ein ideales Produkt für die gehobene Kaffee- Tafel (Preis leider der hohen Qualität des Produktes entsprechend! (allerdings noch akzeptabel); für den Alltag daher leider etwas teuer).

Empfehlenswert für Jeden, der gerne diesen ("Heidesand")- Gebäck- Klassiker ist!


Andechser Natur Bio Trinkjogurt Mango-Vanille 0,1 % 500 gr
Andechser Natur Bio Trinkjogurt Mango-Vanille 0,1 % 500 gr
Wird angeboten von amorebio GmbH
Preis: EUR 1,97

4.0 von 5 Sternen Gesundes Milch- Misch- Getränk in Bio- Qualität!, 2. Februar 2015
Der "Mango- Vanille- - Bio- Trinkjoghurt" aus dem Hause "Andechser" hat meine geschmacklichen Erwartungen daran ein wenige enttäuscht (etwas wässrig; kein intensives "Aroma"). - Wenn auch m.E. bedeutend besser als die "Frucht- Molke" aus dem gleichen Haus. Aber möglicherweise ist das der Preis, den man dann für ein solches Produkt in Bio- Qualität (ohne künstliches Aroma und ohne zu viel Zucker) zu zahlen hat?
Immerhin ist das Bio- Getränk (aus entrahmter Milch) recht gesund (kein "Industrie- Zucker", kaum Fett (nur 0,1 %!), kaum Kohlenhydrate), weshalb es natürlich vor allem Kindern bedenkenlos zu empfehlen ist; das liegt an seiner Zusammensetzung:

(entrahmte) Milch; 7 % Mango- Püree; Rübenzucker; native Maisstärke; Zitronensaftkonzentrat; Johannisbrotkernmehl; Bourbon- Vanille (0,05 %) aus Vanille- Extrakt und Vanille- Pulver.


Isch geh Schulhof: Unerhörtes aus dem Alltag eines Grundschullehrers
Isch geh Schulhof: Unerhörtes aus dem Alltag eines Grundschullehrers
von Philipp Möller
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die katastrophalen Zustände an deutschen Schulen - humorvoll dargestellt von einem Ex- Lehrer!, 2. Februar 2015
Philipp Möller's 361 Seiten langer, 2012 erschienener "Erfahrungsbericht" aus seiner - relativ kurzen - Zeit als Aushilfslehrer in einer Berliner "Problembezirk"- Grundschule ist ja seinerzeit hierzulande zum Bestseller avanciert, was natürlich außer der Tatsache, dass es hier um die Besprechung eines gesellschaftlich nach wie vor sehr aktuellen und leidenschaftlich und kontrovers diskutierten Themas geht, auch daran liegt, dass der Autor sich offenbar auch sehr darum bemüht hat, unterhaltsam zu schreiben und versucht hat, ernste Probleme auch in humorvoller Weise wiederzugeben. - Ob das als gelungen gelten kann, ist vielleicht etwas fraglich: z.T. wirken die Beschreibungen der Probleme machenden, aber auch habenden (Grund-) Schüler nämlich etwas belustigend; um nicht zu sagen: arrogant; wenn der Autor nicht immer wieder auf seine Absicht hinweisen würde, dass die z.T. "lächerliche Art", in der seine Schüler offenbar aufgetreten sind, zwar oft belustigend (für den Leser) wirken, jedoch (angeblich) vom Autor nicht so gemeint seien, da er eher Mitleid mit diesen "Unterschichten"- Schülern erzeugen wollte (auch wenn das nicht immer so ganz zu erkennen ist), anstatt Hohn. - Der bedauernswerte Zustand seiner Schüler, die er trotz unübersehbarer Schwächen immer gemocht haben will, sei nämlich weniger auf eigene "Schuld" zurückzuführen, sondern hauptsächlich seiner Meinung nach auf eine völlig verfehlte Bildungspolitik, die völlig "am Bedarf vorbei geplant" hätte, und ein Schulsystem geschaffen hätte, das den wirklichen Problemen der Schüler in kaum einer Weise entgegenkommen würde. Am traurigen Zustand so vieler Schulen, bzw. von deren Schülern hierzulande (in "Problem- Vierteln") sei somit das schlechte Schulsystem selbst zu einem nicht unbeträchtlichen Teil Schuld; obwohl man ja gerade über die Schule versuchen könnte (oder müsste), daraus resultierende barbarische Zukunfts- "Perspektiven" für die Kinder zu verhindern, der Gesellschaft derart problematische Heranwachsende zu ersparen. - Der Autor betont also hierbei auch die erzieherische oder "menschenbildende" Funktion der Schule, die leider in den letzten Jahrzehnten viel zu sehr vernachlässigt worden wäre, obwohl darin eine Hautverantwortung der Schule laut dem Autor liegen würde (vermutlich fordert der Autor daher grundsätzlich Ganztagsschulen, auch für jüngere Schüler, damit die Schule einen stärkeren Einfluss auf die Schüler haben könnte? (ansonsten werden ja Schüler bekanntermaßen letztlich eher durch Familie, Straße, Gleichaltrige, Freunde geprägt) - naja, für mich wäre das als Schüler allerdings eine grausige Aussicht gewesen!). - EIn kompliziertes, wie auch äußerst kontroverses Thema also, das man nicht mal "so eben" in einem - wenn auch immerhin 361 Seiten umfassenden - Buch dieser Art abhandeln kann. - Zudem der Autor hier eine sehr subjektive Darstellung dieser Materie gibt (was er aber auch klar deutlich macht - am Ende des Buches), und es sich hierbei keinesfalls um eine "wissenschaftliche Abhandlung" handelt, aber auch nicht handeln soll (auch das sagt der Autor deutlich selbst).
Doch während der Autor hier viele Beispiele/ Situationen seines Schulalltags zum Besten gibt, und dabei "weiterführende", allgemeinere Gedanken/ Überzeugungen dazu immer wieder deutlich macht, wirken diese nicht immer sehr überzeugend und wohldurchdacht; - dem Autor - immerhin Diplom- Pädagoge - scheint es hier einfach an der nötigen (Lebens-) Erfahrung (er war ja hier noch äußerst jung), sowie vor allem Berufserfahrung zu mangeln (er war ja gerade einmal 2 Jahre als Hilfslehrer im staatl. Schuldienst!). Während solche, oft recht schweren Gedanken dazu (er bemüht hierbei sogar ausgiebig die Philosophie und die Hirnforschung!) von Sympathien für seine Schüler letztlich Zeugnis ablegen, lassen dagegen seine praktischen, meist humorvoll.- locker vorgetragenen Schulsituationen und Schüler- Beschreibungen eher auf das Gegenteil schließen: von "Partnerschaft" zwischen Schülern udn Lehrer kann hier auch kaum die Rede sein, wenn Schüler ihre Lehrer nicht ernst nehmen oder diese sogar beleidigen, es im Klassenzimmer eher wie im Tollhaus zugeht, oder die Schüler sogar handgreiflich gegen die Lehrer werden; ... (naja, immerhin scheinen sich die Angriffe gegen das Lehrpersonal im vergleich dazu, was sich die Schüler oft gegenseitig antun, eher gering auszunehmen).
Dabei wirken die Aussagen des Autors dann ein ums andere Mal recht verwirrend oder widersprüchlich; so ganz wird nicht deutlich, was der Autor jetzt wirklich meint: einmal möchte man dem Autor nur zu gerne glauben, dass in Klassenzimmern, die eher Tollhäusern ähneln, ein "hartes Durchgreifen", ja sogar ein "autoritäres Verhalten" unbedingt erforderlich wären; ein anderes Mal meint der Autor dann, solche Schüler mit (logischen) Argumenten überzeugen zu können, mit Humor bei der Stange zu halten, und scheint voller Verständnis, ja Sympathie für seine Schüler zu sein; u.Ä. Während der Autor manchmal den richtigen Durchblick zu haben scheint, und nüchtern deutlich macht, was los ist, worum es geht, dass die Schüler vor allem auch ernstzunehmende Autoritäten brauchen (und suchen?), bevorzugt der Autor dann wieder praktische, dem Schüler selbst wieder mehr zugewandte Schulreformen; was denn nun? - soll der Lehrer eher "Feldwebel" sein, oder freundlicher "Lernvermittler"? Während man beim Lesen des Schulalltags des Autors manchmal den Eindruck bekommt, eine Schule mit solchen Schülern müsste am besten in eine Art "Kaserne" umgewandelt werden, bevorzugt der Autor plötzlich Ansätze der "Reformschule", wo die Schüler sich auch ganz praktisch mit Gartenarbeit beschäftigen, und sich in philosophischen Überlegungen ergeht, warum man den kleinen Quälgeistern besser immer verzeihen sollte, u.Ä. Während die Schüler hier in der praktischen Beschreibung des Schulalltags hier nur zu deutlich wie "Täter" wirken, werden sie dann vor allem in den theoretischen Überlegungen des Autors wieder mehr wie "Opfer". - Ja was denn nun?
Wenn der Autor dann so richtig "ins Große" geht, überzeugt er allerdings auch längst nicht immer: seine Vorstellugnen sind dann eher grob umrissen; er macht zwar immer deutlich, was er von Schulsystem und die dafür verantwortliche Politik hält (nämlich praktisch nichts!), und mahnt ständig dringende Reformen für das Schulsystem an; wie diese aber - auch ganz praktisch - dann aussehen sollten, darüber hüllt er sich dann weitgehend in Schweigen; geschweige denn, dass er hier wirklich mal einen konkreten "Rettungs- Plan" für unsere armseligen Schulen vorlegt. Dafür ist der Autor entweder zu vorsichtig; oder er weiß tatsächlich keinen besseren Rat.
Manchmal wirkt es auch einfach zu schön, um wahr zu sein, wovon der Autor schreibt, der sich - insbesondere zum Ende des Buches - in Gefahr begibt, hier irgendwelchen Illusionen hinzugeben (zwar sind Reformen für das Schulsystem sicherlich dringend erforderlich, und man soll sicherlich nicht resignieren als Lehrer; jedoch sollte man sicherlich Schülern gegenüber keine all zu großen Illusionen hingeben, dass man deren Verhalten und EInstellung zum Lernen über vernünftige Gedanken besonders ändern könnte. - Das jedenfalls sagen so einige Lehrer, die ich selber gesprochen habe). Der Autor mag ja stellenweise ganz gut (wenn auch vor allem offenbar amüsant) den Schulalltag einer "Problemschule" beschreiben, die richtigen Schlüsse daraus zieht er jedoch nicht immer.
Dennoch empfiehlt sich der Autor hier als der große "Durchblicker", dem die Missstände "aus eigener - wenn auch relativ kurzer - Erfahrung" hinreichend bekannt wären, der über großes pädagogisches talent offenbar verfügt, und der bei Schülern und Kollegium schließlich recht beliebt wird. - Allerdings schreibt der Autor nichts darüber, ob er weiterhin Kontakt zu seinen Schülern hatte, was aus ihnen geworden ist, usw. Auch fallen die eigentlichen Charakterisierungen der dem Autor zum Schluss doch angeblich so nahestehenden Schüler recht dürftig aus. Leider enthält uns der Autor auch an messbaren Ergebnissen völlig vor, ob und wie er bei seinen Schülern - mit seinen Methoden - erfolgreich war. - Er schreibt lediglich, dass dem einen oder anderen Schüler von ihm z.B. geraten wurde, dass er zum Logopäden oder Ergotherapeuten gehen soll, lässt Einem über dessen Mutter das Computer spielen verbieten, usw. Ansonsten beschränkt sich hierbei der Autor auf die (oft lächerlich wirkende) Beschreibung von "Fehlverhalten", "Mängeln" bei diversen Schülern.
Nun ist es ja nicht gerade etwas Außergewöhnliches, dass Pädagogen/ Lehrer insbesondere über ihre "faulen Schüler", oft genug auch über das Schulsystem schimpfen; sie selbst als Lehrer/ ihr Unterrichtsstil ist allerdings immer "über jede Kritik erhalben" (nach meiner Erfahrung). - Eine Haltung, die vermutlich bei diesem Berufsstand mehr anzutreffen ist als bei jedem anderen Beruf. Kein Wunder: wer will sich schon eingestehen, dass er hier "fehl am Platze" wäre; schließlich hat man ja Pädagogik und Lehramt studiert. Es ist ja auch sehr bequem, wenn immer nur die Anderen schuld wären. Die Schüler sind immer "Problematisch"; sie selbst nie. Ihren Job halten sie für besonders hart. (Dabei könnte ein wenig kritisches Überdenken der eigenen Unterrichtsmethoden wirklich viel zum Guten hin ändern. - Ich war selber zig Jahre lang - als Schüler - an diversen Schulen, und muss leider feststellen, dass der Unterricht zahlreicher (wenn auch nicht Aller!) Lehrer sehr uninteressant und wenig wirksam war, bisweilen unfair oder sogar unkompetent oder ungeeignet- Einfach ein Jammer!). Daher: Vorsicht vor Meinungen von Lehrern zum Schulsystem! (obwohl diese meist besser sind als die von sog. "Bildungs- Politikern" (aber Letztere scheinen sich offenbar von Niemandem, schon gar nicht von der "Basis" Empfehlungen geben zu wollen)). (Im ÜBrigen: JEDER Bürger meint, er hätte den großen Durchblick in Sachen Pädagogik (das ist ähnlich wie bei Politik). - Das würde hierzulande vermutlich zu fast 80 Mililonen unterschiedlichen Meinungen führen, was das Beste wäre. - Seltsamerweise kommt da dennoch im deutschen Schulsystem fast nur Murcks raus!).
Auch dieser Pädagoge hier macht da nciht wirklich eine Ausnahme, wenn er sich hier für besonders "pädagogisch geeignet" hält; zumindest nicht für einen schlechten (Diplom-) Pädagogen. IN praktischer und theoretischer Hinsicht meint er also den großen Durchblick zu haben. - Obwohl er wirklich nur gerade einmal 2 Jahre an der "pädagogischen Front" zubrachte; und das an einer Berliner Grundschule. Davon ausgehend, meint er, er hätte nun endlich auch ganz praktisch gesehen, dass das, bzw. was am deutschen Schulsystem schief läuft. Er meint, er wäre hier "durch die Hölle gegangen", bzw. hätte sich "wie unter Wölfen" gefühlt, o.Ä. - Trotz seiner von ihm gemutmaßten pädagogischen Fähigkeiten war das für ihn eine unerwartet harte Zeit. Allerdings: was sollen die Pädagogen sagen, die das ihr ganzes Leben - auch noch im Alter - machen müssen? Was sollen die sagen, die nicht nur an einer Grundschule sind, sondern an einer Gesamtschule, Hauptschule, weiterführenden Schule, o.Ä.? hat der Autor daher das Recht, auch über diese Bereiche - so allgemein - zu urteilen? Vielleicht schon; denn die "echten Profis" an den Schulen sind oft nach langjähriger Betätigung dort oft schon "betriebsblind". Ein "Seiteneinsteiger" wie Philipp Möller hingegen könnte noch eine andere Sichtweise auf diese Dinge haben. Auch scheinen sich viele Pädagogen mit den mangelhaften Verhältnissen an unseren Schulen längst abgefunden zu haben; seine Illusionen dürfte man in dieser "Mühle" ohnehin schnell verloren haben.
Dennoch wird Eins dem Leser hier deutlich: ein "Traumberuf" ist das Wirken an der "pädagogischen Front" sicherlich nicht! Nur äußerst wenige scheinen daran wirklich Freude zu haben; und an einer solchen Schule wie die hier Beschriebene will sicherlich Niemand arbeiten. - Wer kann, lässt sich versetzen, umschulen, krank schreiben, macht Dienst nach Vorschrift oder lässt sich so früh wie möglich pensionieren. Das wird auch im Buch sehr deutlich.
Der Autor selbst schreibt, dass die Tätigkeit als "Aushilfslehrer" an einer solchen Grundschule für ihn nur eine "Notlösung" war, weil sich ihm als Diplom- Pädagoge sonst kaum andere Tätigkeitsgebiete angeboten hätten. So kommt er auf die Grundschule eines Berliner Problembezirks, wo er mit allen nur erdenklichen Problemen konfrontiert wird: extrem hoher Ausländeranteil mit Schülern aus den verschiedensten Kulturen; verarmte Elternhäuser ("Hartz IV"); häufig psychische Störungen wie ADHS, Angststörungen, Depressionen. Gewalt (auch gegen Lehrer); mangelnde Versorgung mit finanziellen Mitteln; viele nicht mehr wirklich arbeitsfähige Kollegen; ... Er lernt die oft verwahrlosten Lebensumstände/ Familienhintergründe vieler seiner Schüler kennen (Hartz IV, Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, Gewalt, Wohnungsnot, ...). Das vielleicht größte Problem aber scheint ihm die Tatsache zu sein, dass ein Großteil der Schüler (durchaus nciht nur Schüler mit Migrationshintergrund!) noch nicht einmal der deutschen Sprache ausreichend mächtig ist, so dass man sich mit Diesen oft kaum verständigen kann, bzw. peinliche Missverständnisse entstehen.
Er verliert so schnell die Lust am Job, und würde nur zu gerne wieder schnell aussteigen (einmal wird er sogar von einem ADHS- Schüler ernsthaft körperlich angegriffen); ständig steht er - völlig gestresst - kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Aber er braucht das Geld. Und so bleibt er, ist sogar deswegen froh über eine Verlängerung seines Vertrages. Außerdem bietet dieser anstrengende Job auch andererseits wieder viel Freizeit, 13 Wochen Ferien, einen meist frühen Dienstschluss, und ausreichendes Gehalt. Statt "Dienst nach Vorschrift" entscheidet sich der Autor dafür, seinen Job ernst zu nehmen, sich für die Hintergründe der Probleme an der Schule zu interessieren; er hat einige Ideen, die er auch hofft umzusetzen. Er versucht sein Unterrichtskonzept - so weit wie möglich - an den Stil seiner Schüler anzupassen, den Unterricht nicht langweilig werden zu lassen, jedoch dabei immer darauf achtend, dass seine Autorität von den Schülern nicht untergraben wird. Er versucht auch, die gewaltttätigkeit der Schüler zu unterbinden, deren Hang, Andere zu diskriminieren, und die oft religiös stark beeinflusste Haltung der Schüler "moderner", "weltoffener" und "demokratischer" umzuformen (allerdings wirken diese "Überzeugungsversuche" bei solchen religiösen Schülern nicht gerade sehr subtil). Für sein Engagement wird er gelobt. Obwohl kein "echter (ausgebildeter) Lehrer", wird er schließlich sogar Teil der "Erweiterten Schulleitung", wo er so versucht, an der Verbesserung der Zustände der Schule mitzuwirken. Für viele Schulfächer wird er eingesetzt: Mathematik, Deutsch, Musik, Sport, Englisch. Auch den Sexualkunde- Unterricht einer Klasse übernimmt er. Er meistert seine Aufgabe mit Humor und Gesundem Menschenverstand dabei recht gut. Er ist durchsetzungsstark und legt sich schnell ein "dickes Fell" zu. Er unterstützt schließlich die Ideen, die Schule in eine "Reformschule" unzuwandeln, und will mithelfen, dieses praktisch zu verwirktlichen. Als es kurz davor ist, wird sein Vertrag vom Berliner Senat nicht mehr verlängert. Doch der Autor findet sich damit schnell ab, da der ganze Job eine insgesamt äußerst undankbare Aufgabe ist, wie es ihm ein Kollege, der ebenfalls recht unkonventionellen Unterricht betreibt, schon am Anfang so gesagt hat. Statt jetzt "hartz IV" zu beziehen, wie so viele Eltern seiner Schüler, entscheidet er sich zur Verwirklichung dieses Buchs, in dem er (Freilich auf recht unterhaltsame Weise) auf Mängel im staatlichen Schulsystem aufmerksam machen will.
Dabei schreibt er, dass viele im Buch beschriebenen Situationen zwar "Lustig" wirkten, jedoch in Wirklichkeit sehr traurig wären. Damit hat er sicher Recht; jedoch hat er genau so sicher dazu beigetragen, dass sich das so "lustig" liest. - Ist sicherlich kein Zufall! - Zumal solche Thesen/ Situationen sich bestimmt wesentlich besser verkaufen lassen (und auch haben - Bestseller!), als wenn das alles hier bierernst "vorgetragen" wäre.
Eine Unterhaltsame "Vortragsweise" alleine macht ein Thema/ ein Buch dabei sicherlich nicht "unseriös". Wesentlich unseriöser ist es aber, wenn der Autor hier Wahrheit und Fiktion vermischt. - Ich unterstelle ihm mal, dass er aber genau das hier z.T. gemacht hat! Denn einige Situationen, vor allem aber Aussagen von Schülern wiederholen sich nämlich im Laufe des Buches auf wundersame Weise. Zumindest für mich eine äußerst enttäuschende Erkenntnis. - Hat hier etwa die Phantasie nachgeholfen, um vielleicht die anvisierten Verkaufszahlen für das Buch zu fördern, auf Kosten der Tatsachen? Schade.
Auch wirkt die Darstellung der Schüler als beinahe ausschließlich "tumbe Idioten" etwas einseitig (von großem "Verständnis" für die Situation der Schüler legt das jedenfalls nicht gerade Zeugnis ab!).
Andererseits könnte man sich dieses Buch auch wiederum als gutes "Drehbuch" für einen Kinofilm oder sogar eine TV- Serie vorstellen.
In der Analyse nicht besonders gelungen, nimmt der Autor hierbei auch Bezug auf die "PISA"- Studie, u.A. Allerdings geht er auf die tatsächliche Kritik, die aus dieser ernüchternden Studie einst im Hinblick auf die Qualität deutscher Schulen hervorgeht ("bildungsmäßiges Entwicklungsland"), leider am Ende des Buches nur sehr kurz und unvollständig ein. Dabei wäre das doch ein guter Ansatz gewesen, darüber Schulpolitik und -system - ganz sachlich - zu kritisieren. Leider wird diese Chance hier aber versäumt (so wurde in dieser Studie ja damals vor allem die "Soziale Ungerechtigkeit" im deutschen Schulsystem angeprangert; und tatsächlich gibt es ja hierzulande z.B. kaum Nachhilfemöglichkeiten für ärmere Schüler! (wie anders ist das z.B. in England, wo an ganz normalen Schulen nachmittags oft z.B. "Maths- Workshops" - als kostenlose Nachhilfeform - für darin schwächere Schüler angeboten werden; ...) .

Die etwas klischeehaft, wenn natürlich grundsätzlich auch nicht unrealistisch dargestellten Schüler werden sich vermutlich eher weniger in dem Buch wiederfinden.
Auf viele (stressgeplagte) Lehrer dürfte das Buch aber sicherlich "Wasser auf die Mühlen" sein (auch wenn diese das Buch - völlig zurecht! - oft wohl als etwas oberflächlich und kritisch betrachten dürften), da diese (und natürlich auch die Schüler) eine oft völlig verfehlte und an den Bedürfnissen der Schüler völlig vorbeigehende Schulpolitik dann ausbaden müssen.
Allerdings gibt der Autor auch viele Allgemeinplätze wieder; Vieles ist längst Jedem bekannt, der sich mal ein wenig mit der Thematik auseinandergesetzt hat (wobei man sich an dieser Stelle dann natürlich fragen darf: Für wen soll dieses - mit 8,99 Euro übrigens recht preiswerte .- Buch eigentlich geschrieben worden sein?).

In "weltanschaulicher Hinsicht" steht der Autor als Pressereferent der "Giordano- Bruno- Stiftung" dem Humanismus und der Aufklärung nahe. Menschen mit religiösem Weltbild könnten hier an wenigen Stellen etwas über die Aktivitäten und Ansichten des Autors etwas irritiert sein.

Völlig überflüssig und am (übrigen) Thema vorbei gehen hier die gelegentlichen Ausflüge des Autors in sein Privatleben; wenn er z.B. zwischendurch die Geburt seines Sohnes erwähnt, u.Ä. - Ich denke, das interessiert nicht wirklich einen Leser dieses Buches.

Die Tatsache, dass der Autor seine "Erinnerungen" in einem größtenteils recht humorvollen Stil vorbringt, ist aber grundsätzlich m.E. positiv zu beurteilen: denn auf diese Art werden auch Menschen vielleicht für diese Thematik (Unglückliches Schulsystem/ Schulsituation) erreicht, die ein eher trockenes Buch über diese Thematik von vornherein völlig uninteressant finden würden.

Eine sehr gute Idee des Autors war es auch, dass er - basierend auf seinen Erfahrungen mit dem dt. Schulsystem - eine Website gegründet hat, als quasi Plattform für Menschen, die über das Thema "(Mangelhaftes) Deutsches Schulsystem" diskutieren wollen, Verbesserungsvorschläge haben, u.Ä. : [...]

Abschließend möchte man einräumen, dass der Autor hier mit der Darstellung der (katastrophalen) Zustände an deutschen Schulen insgesamt sicher Recht hat, und ein wichtiges Thema anspricht, das (Fast) die gesamte Gesellschaft irgendwie betrifft. Seine Verbesserungsvorschläge überzeugen leider nicht immer besonders.

Kleiner Hinweis: es verwirrt etwas, wenn in dem Buch davon die Rede ist, dass der Autor es auch oft mit einer 6. Schulklasse zu tun hat. - Das liegt daran, dass die Grundschulen in Berlin 6 Schulklassen umfassen, und nicht daran, dass er zwischenzeitlich an einer Sekundarschule o.Ä. gearbeitet hätte (da ist er im Buch nur ganz kurz "zu Besuch" gewesen, um sich angesichts der dortigen Zustände dann aber doch wieder für seine Grundschule zu entscheiden)!


Blauwasserleben: Eine Weltumsegelung, die zum Albtraum wurde
Blauwasserleben: Eine Weltumsegelung, die zum Albtraum wurde
von Heike Dorsch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Tödlicher Ausgang eines jahrelang gelebten Traumes, 25. Januar 2015
In dem Buch "Blauwasserleben" beschreibt die Autorin Heike Dorsch ihre 17 Jahre währende Beziehung zu ihrem damaligen Lebensgefährten Steffan Ramin, mit dem sie einen langjährigen Lebenstraum als "segelnde Globetrotter" verwirklichte, und der dann - im Jahr 2011 - auf einer Südseeinsel schließlich brutal ermordet wurde. - Für die Autorin das Ende einer langen Beziehung mit Höhen und Tiefen, eines lange gelebten Traumes, der abrupte Abbruch ihres Lebensstils und der Zwang, ihre Lebenspläne umgehend zu ändern.
Dennoch ist das Buch ein positives Buch, weil die Autorin nicht nur den Mord und ihre Trauer beschreibt, sondern - anfangs - ihre weitgehend positve Beziehung zu ihrem langjährigen Lebensgefährten, dem und ihrer gemeinsam verlebten Zeit des "gelebten (Segler-) Traumes" sie mit diesem Buch ein Denkmal setzen wollte. Die Autorin beschreibt ihre "Zeit mit Stefan", die in den letzten 4 Jahren ein einziges "Segler- Abenteuer" war, mit dem sie zusammen es geschafft hatte, einen viele Jahre gehegten Traum zu verwirklichen, viele schöne Erlebnisse und Entdeckungen zu haben, bis dieses Glück dann eines Tages - ausgerechnet in einem "Südsee- Paradies" (!) abrupt von Menschenhand aus niederen Beweggründen beendet wurde. Aber die Autorin beschreibt auch die vielen schönen Seiten und Erlebnisse ihres langjährigen "Segel- Törns" vorher. Außerdem kommt sie zu dem Schluss, dass sie - trotz des entsetzlichen Ereignisses - weiter an das Leben und die Verwirklichung von Träumen glauben will; dass sie später - wenn die Umstände es erlauben würden - abermals auf "Segel- Reisen" gehen würde ("der Mörder hat mir Stefan genommen; meine Träume kann er mir aber nicht nehmen!"). Sie macht mit dem Buch auch ein wenig Mut, dass man "Träume leben kann", wenn man fest daran (gemeinsam) glaubt (und sich gut vorbereitet). Also eine durchaus opitimistische Aussage. Fast auch möchte man die Autorin für diese gelebten Träume beneiden, wenn diese nicht ein so tragisches Ende gefunden hätten.

Mit dem im Jahr 2012 veröffentlichten Buch hat die Autorin - nach einer vorherigen Erholungs- und Trauerphase - erstmals selbst zu den Ereignissen Stellung genommen, die damals sofort von den Medien - allerdings nicht immer ganz authentisch - aufgegriffen wurden (Bild- Zeitung: "Deutscher Segler von Kannibalen auf Südseeinsel ermordet!"; u.Ä.). Der an dieser Geschichte interessierte Leser kann sich mit diesem Buch - sozusagen "aus 1. Hand" endlich selbst ein realistisches Bild von den aufsehenerregenden Geschehnissen machen. Außerdem wollte die Autorin - auch in Absprache mit ihrer Psychologin - durch dieses Buch die Geschehnisse besser "verarbeiten", wollte "mit dem Thema abschließen". Ich meine daher, dass das Buch eine gute Idee war.
Wahrscheinlich noch von den Ereignissen noch immer stark mitgenommen zur Zeit der Abfassung des Buches, bedankt sich die Autorin auch noch für einige Mithelfer an der Entstehung an dem Buch, "ohne die das Buch so nicht hätte entstehen können". Dabei fällt natürlich vor allem die Zusammenarbeit mit der "Co- Autorin" Regina Carstensen ins Auge. - Ob die Zusammenarbeit mit derartigen "Profi- Schreibern" (?) wirklich nötig gewesen ist, bleibt für mich fraglich; möglicherweise wäre die Abfassung authentischer (und ehrlicher?) gewesen, wenn die Autorin diese (Teil-) "Biografie" ganz alleine geschrieben hätte. - Aber die Verlage lassen den Autoren ja - aus vermarktungstaktischen (?) Gründen - ja oft keine andere Wahl, wenn sie z.B. den Autoren nahelegen, sich von anderen Leuten "helfen" zu lassen. Ob das Buch dadurch wikrlich besser oder auch z.B. nur "spannender" geworden ist, kann man nicht beurteilen; Tatsache ich jedoch auch: besonders "spannend" oder auch nur "Unterhaltsam" ist dieses Buch - vor allem vom Stil her - nicht gerade geworden: über weite Strecken wirkt das Buch wie ein recht nüchtern abgefasster, recht sachlicher (Reise-) "Bericht" im "Aufsatz- Stil"; die Beschreibung von Gefühlen, Eindrücken oder auch die Charakterisierung von Menschen - inklusive der (beiden) "Hauptpersonen" - scheinen nicht gerade eine große Stärke der Autorin zu sein; die Sprache ist recht simpel; die Autorin vermag es nicht ganz, das "Feeling" der beiden "Segler- Abenteurer" auf den Leser zu übertragen; auch wenn die Autorin einige persönliche Gedanken dem Leser - gerade zum Ende des Buches (Mord) - mitteilt: so richtig "nahe" kommt einem die Autorin - als Mensch - nicht; viel mehr bekommt man den Eindruck, dass sie ein Mensch ist, die eher vorsichtig mit ihrer Wirkung nach außen und mit ihren Gefühlen umgeht; besonders "offen" wirkt das nicht immer; besonders viel Vertrauen scheint die Autorin in Öffentlichkeit und Leserschaft nicht zu haben; man bekommt den Eindruck, dass die Autorin über viele Dinge nicht reden will. - Was zumindest z.T. verständlich ist; aber besonders persönlich oder gar "intim" wirkt dieser Bericht über eine recht innige, immerhin 17 Jahre währende Beziehung dadurch nicht gerade. Man kann ihre Zeit mit Stefan Ramin nicht gerade "nachleben", "fährt nicht richtig auf dem Boot mit". Zum Ende des Buches (Darstellung um das Mordgeschehen) wird die Darstellung dann dichter und konzentrierter; die ganzen fast 4 Jahre (!) vorher werden dagegen recht dünn abgehandelt. - Man hat den Eindruck, die Autorin "verschweigt" Einem viel; oder hat sie wirklich - in dem immerhin 256 Seiten umfasssenden Buch - über diese Zeiten so wenig zu sagen, oder war der "Törn" an sich wirklich nicht besonders spannend? Besondere Einblicke in die "Blauwasser"- "Segler- Szene" gibt die Autorin auch nicht. So gesehen also etwas enttäuschend, das Buch, weil es oft die Erwartungen des Lesers wohl nicht ganz zu erfüllen vermag. Obwohl das Buch ja auch ein "Beziehungs- Buch" über eine langjährige Lebenspartnerschaft sein soll, erfährt man kaum Näheres (oder "Intimeres") über diese Beziehung; ein "Liebes- (Abenteuer-) Buch" hat man hiermit somit nicht vor sich. - Wer das erwarten sollte, wird hiervon glatt enttäuscht sein.
Eine "Anleitung" zum Hochsee- Segeln ist das BUch im Übrigen ganz und gar nicht. Man erfährt hier zwar immer wieder Einiges über das moderne Segeln; aber ausreichend für den "eigenen Törn" ist das natürlich nicht. Immerhin kann man als Laie ein ums andere Mal staunen, was es z.B. an technischem Equipment u.A. so alles für den modernen "Segellustigen" gibt.

"Blauwasser"- Segeln (Titel!) beschreibt die Autorin übrigens als längeres (Yacht-) Segeln auf Ozeanen; also Segeln nicht nur als (kurzfristigeres) Freizeitvergnügen, sondern auch als echtes "Leben", als "Lebensstil" (die beiden Segler hatten während ihrer Reise keine andere "feste" Bleibe, sondern waren quasi "Wasser- Nomaden").
In dem Buch steht auch sehr viel (sehr) Allgemeines (z.B. über Land und Leute) - was aber m.E. oft nicht unbedingt nötig gewesen wäre.
Einzelheiten über den Törn erfährt man wenig; so auch nicht, was das Ganze z:B. gekostet hat, o.Ä.
Auch wirken die beiden "Blauwasser- Segler" trotz langjähriger, intensiver Vorbereitung doch recht naiv; für mich z.B. vollkommen unverständlich, wie man auf die Mitnahme von Waffen anfangs auf dem Weg in diese "Fremden Welten" verzichtet hat (erst in Amerika erwerben sie dann eine Schusswaffe). Aber immerhin war man sich von Anfang an bewusst, dass von (unberechenbaren) Menschen mehr Gefahr für Leib und Leben für die Beiden ausgehen könnte als von der Natur (sollte sich ja leider nur als zu richtig herausstellen, diese Vermutung!).

Die 19,80 Euro teure "hardcover"- Ausgabe des Buches aus dem "Piper"- Verlag ist äußerlich aber recht ansprechend gestaltet worden: zur besseren Veranschaulichung dieser "Reise" beinhaltet das Buch immerhin 58 Farbfotos (auf aber nur 24 Seiten). Eine "karte" über den Reiseverlauf findet man im Einband. Die "Illustration" meint vermutlich die Zeichnung über den Katamaran, mit dem die Beiden die Reise absolvierten. Die Schrift ist (ausreichend) groß und gut zu lesen. Das Papier ist recht dick. Am Ende des Buches gibt es ein kurzes "Glossar" mit einigen (nautischen) (Segler-) Fachausdrücken (das aber nicht unbedingt erforderlich gewesen wäre).

IN DEM BUCH berichtet die Autorin über ihre Beziehung mit dem sehr lebens- und abenteuerlustigen Stefan Ramin (Motto u.A.: "Schlafen kannst Du dann, wenn Du tod bist!"), an deren Ende die fast 4- jährige Segelreise mit ihm auf einem Katamaran stand.
Die Autorin lernt ihren dann langjährigen Lebenspartner Stefan Ramin als Studentin während eines Auslandsemesters in einer schwedischen Kleinstadt kennen - und bald lieben. Der begeisterte Segler weiht sie in seinen Traum ein, mit einem Segelboot nur noch um die Welt zu fahren. - Die Autorin lässt sich von seiner Begeisterung anstecken. Nachdem sie ihr Studium abgeschlossen haben, und Stefan Unternehmensberater geworden ist, machen die Beiden zunächst einige berufliche Erfahrungen, verdienen Geld, bevor sie dann zunächst nach Ostasien (u.A. Bangkok) auswandern, die Autorin sich dort u.A. als Yoga- Lehrerin ausbilden lässt, und die beiden viele (VW- Bus-) Reisen, (Flug-) Reisen, Treckingreisen, aber auch Segel- Reisen zusammen unternehmen. Dabei sparen sie viel Geld und bereiten sich zielgerichtet und sorgfältig auf die Verwirklichung ihres Traums, aus dem (normalen) Berufsleben auszusteigen, und dann nur noch auf einem Segelboot um die WElt zu reisen, vor. Zu ihrer teuersten, aber auch wichtigsten Reise, zählt ihre "Charter- Reise" in Ostasien mit dem erfahrenen, schon älteren, österreichischen Weltumsegler Wolfgang Hausner, der zu ihrem Vorbild wird, und der ihnen viele wertvolle Tipps für ihre geplante eigene Weltumsegelung gibt. Auf einer Tauch- Reise in Ostasien werden sie Zeuge der dortigen schrecklichen "Tsunami"- Katastrophe, und entkommen dieser nur durch sehr glückliche Zufälle (Zu Hause hält man sie schon für tod).
Schließlich kommt der große Tag: mit viel Glück gelingt es den Beiden, in der Türkei einen sehr gut erhaltenen "Katamaran" (Doppel- Rumpfboot) zu erwerben, mit dem die Beiden weitere Erfahrungen sammeln, dazulernen und etliche Gefahren meistern (u.A. - versehentlich - in ein griechisches U- Boot- Torpedo- Schießgebiet geraten; ein schwerer Sturm im Mittelmeer wird gemeistert). Trotz anfänglicher Skepsis und vielen überstandenen Gefahren verfestigt sich bei den Beiden, der Entschluss, zusammen mit dem Katamaran die Welt zu umrunden. Man erwirbt nach und nach noch u.A. einiges an modernem technischem Equipment. Über das Mittelmeer wird die Reise in den Atlantik fortgesetzt. IN Richtung Süden werden u.A. die Kanaren, dann die Kapverden angesteuert; dann geht es Richtung Amerika über einen oft äußerst stürmischen Atlantik. Dabei werden nicht nur Naturgewalten gemeistert, sondern auch Beziehungskrisen. In Mittelamerika angekommen, bereist man die Karibik. Quasi auf dem Weg dorthin erfährt man vom schrecklichen Erdbeben auf Haiti, das man deshalb nicht ansteuert. Nahe Honduras bekommt das Segler- paar noch einige Auswirkungen einer anderen, schrecklichen Naturkatastrophe (Orkan) mit. Man macht viel Bekanntschaft mit Land und Leuten, knüpft Freundschaften, z.B. zu anderen Seglern und "Aussteigern". Finanzieren tun die Beiden ihre WEltreise u.A. durch die Mitnahme von "Charter- Gästen"; der Trip finanziert sich also quasi von selbst.
Man durchquert schließlich den Panama- Kanal, um auf diese Weise in den Pazifischen Ozean zu gelangen, der wesentlich ruhiger ist als der Atlantik. Über Ecuador gelangt man zu den "Galapagos- Inseln" mit ihrer reichen, eigenartigen Tier- und Pflanzenwelt, wo man Monate verbringt. Mitten im Pazifik gelangt man schließlich zu den paradiesischen "Marquesas- Inseln". Die Beiden sind sich einig, dass das der Höhepunkt ihrer Reise ist. Auf einer dieser Insel soll das ganze noch getoppt werden, als Stefan durch das Angebot eines Einheimischen endlich das Angebot bekommt, mit diesem auf die Ziegenjagd zu gehen. Die von den Strapazen des Tages gezeichnete Heike begleitet ihren Freund, mit dem sie bis dahin immer durch dick und dünn gegangen ist, bei diesem Erlebnis ausnahmsweise einmal nicht, und bleibt zurück; mit einem nicht ganz guten Gefühl ... Da passiert das Unfassbare ... Und ausgerechnet hier, im "Paradies", kommt der Einheimische Begleiter von Stefan ohne diesen zu Heikes Boot zurück; ihr mitteilend, dass Stefan verletzt sei, und diese daher mit ihm zu diesem mitkommen sollte. Heike eilt mit diesem in den dichten Insel- Dschungel. Dabei zeigt ihr Begleiter mehrfach ein seltsames Verhalten ... Schließlich wird sie von diesem selbst bedroht und gefesselt. Es gelingt ihr aber, ihn zu verwirren und ihn von seinem anfänglichen Vorhaben, auch sie zu ermorden, abzubringen. Während "Ariano" kurz fort ist, gelingt es Heike, sich von ihren Fesseln zu befreien und unter Todesangst sich an die Küste zu begeben, wo zu ihrem großen Glück die Yacht eines befreundeten holländischen Ehepaars sich befindet, wohin sie sich - mit viel Glück - hin flüchten kann ...
Nachdem die Polizei verständigt wurde, beginnt eine aufwändige Jagd nach dem Täter, der sich noch (auf der gleichen Insel?!) wochenlang versteckt halten kann, sowie nach Beweisen ...
Nachdem Heike noch lange gehofft hat, dass Stefan vielleicht doch noch leben könnte, wird im Laufe der polizeilichen Ermittlungen diese Hoffnung immer mehr zunichte gemacht ...
Zwar gelingt es, den Täter dingfest zu machen; jedoch ziehen sich die Ermittlungen hin ... Heike will außerdem unbedingt wissen, was mit ihrem Lebenspartner passiert ist, wie er gestorben ist. Doch der Täter verwickelt sich ständig nur in widersprüchliche Aussagen, versucht sich immer wieder aus der Affäre zu ziehen, obwohl seine Schuld an dem offenbar entsetzlichen Verbrechen immer weniger zu leugnen ist.
Stefan Ramin selbst soll verbrannt worden sein.

Dass die Aufdeckung/ die Prozesse um den Fall auch für Heike Dorsch eine kostenaufwändige Angelegenheit wird, ist empörend, weil der armen Frau außer ihrem geliebten Lebenspartner, mit dem sie Träume träumte, diese lebte und Pläne für die Zukunft schmiedete, Hochs und Tiefs (nicht nur in meteorologischer, sondern auch in beziehungsmäßiger Hinsicht) durchlebte, schon ohnehin durch den Mord so viel genommen wurde. - Man kann nur hoffen, dass Heike Dorsch durch den geldlichen Verdienst durch den Verkauf des Buches eine Erleichterung für einen "Neustart" im Leben haben kann.

Das Buch endet mit den langen Prozessen gegen Ramin- Mörder Ariano, dessen Motive, Art der ERmordung Stefans und das Schicksal von dessen Mörder weitgehend ungewiss bleiben. Hat es evtl. soger merhere Mörder gegeben? Hier fragt sich der Leser natürlich: wie ging es weiter?
Über das Internet kann man inzwischen erfahren, dass Stefan Ramin's Mörder nach langen Jahren des Prozesses endlich für viele Jahre hinter Schloss und Riegel gesetzt wurde; dass Heike Dorsch wieder in Deutschland lebt; ...


Klaus Störtebeker : König der Freibeuter.
Klaus Störtebeker : König der Freibeuter.
von Michael Forster
  Gebundene Ausgabe

2.0 von 5 Sternen Roman mit viel Legende, aber kaum wissenschaftlich haltbar!, 15. Januar 2015
Das - meines Wissens inzwischen etwa 40 Jahre alte - Buch ist ein ROMAN, der vor allem - das merkt man schnell - unterhalten will; wissenschaftliche Aspekte sind für den Autor offenbar zweitrangig (Quellenangaben u.Ä. fehlen hier völlig); stattdessen bedient er sich großzügig seiner Phantasie, gibt Klischees unkritisch wieder, und lässt ein (überaus positives, unkritisches) Bild vom berühmten Seeräuber entstehen, das man sich vielleicth gerne so vorstellen würde, das aber oft in Gegensatz zu (neueren) wissenschaftlichen Erkenntnissen steht. was dem Autor aber egal zu sein scheint.
Zugegeben: besonders viel weiß man ja leider bis heute über den "echten" Störtebeker und seine Vitalienbrüder nicht. Aber dass man dann dafür die "Störtebeker- "Sage" über die Maßen strapazieren muss, dass man hier fast den Eindruck bekommt, es mit einem Kolportage- Roman zu tun zu haben, ist zumindest für denjenigen enttäuschend, der sich für den wahren Fall Störtebeker interessiert.
Das Buch versucht zu unterhalten; aber angesprochen haben mich weder STIL des Autors, den ich nicht für etwas Besonderes halte, noch die STORY an sich.
Nachdem ich mich dann bis zum Ende duch dieses Buch gequält hatte, war ich beim Schluss auch enttäuscht.

Mir hat das Buch daher nicht gefallen.


Playboy Magazin Dezember 1986 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 12/1986 NICOLE ANSARI, CLAUDIA KOPACKA
Playboy Magazin Dezember 1986 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 12/1986 NICOLE ANSARI, CLAUDIA KOPACKA
von Hugh Marston Hefner
  Einzelheft-Magazin

4.0 von 5 Sternen "Weihnachtsheft" mit Pornodreh; israelische Bombenentschärfer; Tee; ..., 6. Januar 2015
Bei Durchsicht seiner alten Playboy- Sammlung kann man feststellen, dass die älteren Ausgaben zwar noch nicht so sehr Hochglanz- Magazine waren, jedoch insgesamt aufwändiger, liebevoller und umfangreicher waren. Die Texte sind meist bemerkenswerter als die Heutigen, wodurch heutige Ausgaben oft leider recht oberflächlich wirken. Während heute der PB mehr Wert auf äußeren Eindruck legt, können die alten Ausgaben dafür aber oft mehr mit journalistischer Qualität (Texte) glänzen; die Reportagen z.B. sind ja damals oft von anerkannter Qualität gewesen. Der PB scheint damals - noch viele Jahre vor der Etablierung des Internets - noch eine ganz andere Funktion gehabt zu haben als heute, wo das Magazin leider oft recht belanglos wirkt; was auch am Preisdruck liegen mag; immerhin hat diese fast 30 Jahre alte Ausgabe schon damals 9,- DM gekostet und erfreute sich dennoch einer hohen Auflage (während der PB heute - in wesentlich schmalerem Format - auch nur noch 4,50 Euro kostet) - und das, obwohl (schon damals) fast 50 % des Heftes aus Werbung besteht, sowie ein großer Teil des Heftes den Leser hier noch in s/w "anlacht" (die Erotikfotos, u.A., sind natürlich in Farbe).
Doch: lang, lang ist's her; die Zeiten haben sich geändert.
Schon damals hatten die Ausgaben unterschiedliche Qualität; aber diese (Dezember-) Ausgabe des bekanntesten Herrenmagazins der Welt gehörte m.E. zu den Besseren.
Schon damals ging es im PB außer um Erotik schon um Reportagen/ Berichte, Kultur, Technik, Humor, Buch-, Musik-, und Filmbesprechungen; Kulinarisches; Interviews; Ratgeber; Reisetipps; Literatur; ...
Natürlich ist das - mit 224 Seiten sehr umfangreiche Heft - längst nicht mehr up-to-date; dennoch kann man sich über die damalige Zeit mit solchen Heften gut informieren. Es ist also nicht unbedingt nur für Sammler und Nostalgiker geeignet.
Beim Konzept fällt bei diesen alten Heften der noch recht hohe "Literatur"- Teil auf (diverse Kurzgeschichten), sowie z.B. das ultralange "Große PB- Interview". - Diese Sachen wurden ja glücklicherweise in den neuen Ausgaben des PB geändert. Ansonsten ist das Heft aber durchaus nicht langweilig, und weiß zu unterhalten. Auch soll ein "Weihnachtsheft" ja traditionell aus diesem Hause immer etwas Besonderes sein. Damals wirkte der PB noch in der Öffentlichkeit als "gewagt" - und tatsächlich gibt sich - verglichen mit dem Zeitgeist - der erotische Teil des Magazins hier sehr freizügig -; heute wirkt das natürlich alles recht harmlos.

Im Bereich EROTIK liefert das Magazin hier immerhin 4 Erotik- Fotostrecken:

- PLAYMATE: die sehr attraktive Blondine Claudia Kopacka (19) aus Wien gibt sich hier äußerst freizügig (auf 11 Seiten);

- die dunkelhaarige Kölner Schauspielerin Nicole Ansari (18) zeigt sich hier ebenfalls, wie der Liebe Gott sie schuf (auf 8 Seiten);

- ein Thema widmet sich hier (auf 8 Seiten) "gut gebauten amerikanischen Farmerstöchtern" ("7 Mädchen frisch vom Land");

- des weiteren (auf 5 Seiten) gewisse "Kunstfotografien" in s/w ("VIsionen: Traumfrauen in neuem Licht“).

Die BERICHTE beschäftigen sich hier mit einem (Edel-) Pornofilm- Dreh ("direkt vom Set"; allerdings ohne Abbildungen); israelische Bombenentschärfer; Tee; ein Bericht über Auto- Forschung in (Süd-) Deutschland ("Zukunft made in Germany...").
Ferner liefert das Heft wieder eine (Kunsthistorische) Folge "Meister der Erotik"; sowie (trotz großer Ankündigung auf dem Cover) (nur) ein Kurzbericht (knapp 2 Seiten) über "unbewohnte Inseln", wo man (angeblich) noch wie "Robinson Crusoe" leben könnte; ... Außerdem gibt es hier noch ein kleineres (aber kaum mehr aktuelles) "Ski- Special"; Weihnachtsgeschenkeideen; ...
Das "Große PB- Interview" wurde hier (mit der damals noch sehr jungen) Fürstin Gloria von Thurn und Taxis geführt.
LITERATUR steuern hier Siegfried Lenz ("Ein Mann geht über Bord"), sowie Lucius Shepard ("Die Frau im Dschungel").
Positiv auffallen tun hier die vielen humorvollen Themen (z.B. „Was kostet was?“).


Playboy Magazin Oktober 2002 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 10/2002 JANA INA, PLAYMATE: KATHRIN STRAUß
Playboy Magazin Oktober 2002 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 10/2002 JANA INA, PLAYMATE: KATHRIN STRAUß
von Hugh Marston Hefner
  Einzelheft-Magazin

3.0 von 5 Sternen Mit Jana Ina, Kathrin Strauß, Ariane Latuf; Off Road Special, Sexspielzeug, ..., 5. Januar 2015
Betrachtet man seine alte Playboy- Sammlung, stellt man bei dieser AUsgabe hier wieder fest, dass sich das Erscheinungsbild dieses alten Männer- Unterhaltungsmagazins im Laufe der Jahrzehnte immer wieder etwas geändert hat. Mein Eindruck von dieser Ausgabe ist hier, dass der PB schon merklich auf Sparkurs war, kostete aber schon damals immerhin noch 4,60 Euro. Was den Inhalt betrifft, haben mir da ältere Ausgaben - z.B. aus den 90er Jahren - da meist besser gefallen; aber auch die ganz neuen Ausgaben gefallen mir meist besser, die sogar starke Unterschiede zu dieser Ausgabe hier aufweisen (wirkt schon etwas "alt"). Die Ausageben dieser Zeit hier halte ich dagegen meist für etwas einfallslos. - Auch wenn die immerhin (nur) 3 Erotik- Fotostrecken wieder einmal 3 recht ansehnliche Damen (davon dieses Mal 2 Brasilianerinnen (einfallsreich?)) präsentieren, die hier - bei aller Attraktivität - aber so aufregend oder provozierend auch wieder nicht inszeniert wurden. Diese sind im Einzelnen:

- PLAYMATE: Kathrin Strauß (20). Die brünette Schönheit gibt sich in Fotosessions im ländlichen Umfeld in Bayern (?) auf 11 Seiten hier keine Blöße;

- JANA INA (25) (Cover- Abbildung); schwarzhaarige brasilianische TV- Assistentin, die - auf 10 Seiten - recht freizügig ist, allerdings nicht "alles" zeigt;

- ARIANE LATUF (20): schwarzhaarige, Brasilianische "Danca Funk"- Profi- Tänzerin lässt hier - auf 10 Seiten - alle Hüllen fallen.

Außer Erotik gibt es in dieser lediglich 126 Seiten dicken Ausgabe natürlich auch schon eine Reportage (NASA- Wissenschaftler auf der Suche nach Außerirdischen), Interviews mit Larry Ellison (millidardenschwerer Software Unternehmer ("Oracle"), sowie mit dem Rockmusiker Jon Bon Jovi, sowie dem TV- Moderator Oliver Geissen, u.A.; im Bereich Technik die Vorstellung "Neuer" Geländewagen ("Off Road- Special" mit 7 Geländewagen), sowie der Edel- Flitzer "Aston Martin DB 7"; "Sexspielzeug der Luxusklasse"; Lap- Tops; ein Kurzbericht über das Düsseldorfer Nachtleben; in "PB exklusiv" einige Tipps, was "man(n" können sollte (u.A:); im Bereich Mode "Mäntel in Felloptik", sowie "Körperhaarrasuren bei Männern"; ansonsten Humor, "Kultur- Club" (mit der Vorstellung damals neuer Musik-, Film- und Buchveröffentlichungen), Leserbriefen, Ratgeber, ...
Auffallen tut, dass dieses Mal überhaupt nicht über Sport berichtet wurde (was natürlich im Rückblick auch egal ist). ANdererseits gibt es hier sehr viele Interviews mit bekannten, aber auch völlig unbekannten LEuten.

FAZIT: Recht einfallsloser Playboy, ohne besondere Highlights.
2,5 / 5.


Sister Act - Eine himmlische Karriere
Sister Act - Eine himmlische Karriere
DVD ~ Whoopi Goldberg
Preis: EUR 6,97

3.0 von 5 Sternen Etwas oberflächlich- naive (Musik-) Komödie!, 29. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Sister Act - Eine himmlische Karriere (DVD)
Diese US- Komödie- einer der großen Erfolge der Darstellerin Whoopi Goldberg - stammt schon aus dem Jahr 1992, und war damals - ich erinnere mich - auch hierzulande ein Kassenschlager. Warum das so war, hat möglicherweise mit dem damaligen Zeitgeist zu tun; aber auch heutzutage wäre so eine Verfilmung sicherlich noch denkbar. Andererseits ist dieses Thema (Frau aus "anderer Kultur" kommt zufällig ins Kloster, und mischt dort die althergebrachten Zustände auf) ja sicher in "Sister Act" nicht zum ersten Mal thematisiert worden, sondern kennt meines Wissens verschiedene Variationen, und kommt mir ferner auch nicht besonders originell vor.
Dennoch können hier einige flotte Sprüche und einige ulkige Situationen dieser Komödie den Zuschauer ein paar Mal zum Lachen bringen. Zum weiteren Unterhaltungscharakter dieser Komödie tragen dann aber vor allem die Gospels und der Soul in den "Chorälen" des Nonnenchors bei, der aus mehr oder weniger bekannten (meist schon älteren), durchaus gefälligen Songs dieser Richtung besteht, und den Film stellenweise in Richtung "Musical" hinbewegen lassen.
Ansonsten wird hier ein an sich todernstes Thema (Religion; (Kathol.) Kirche; Nonnenklöster) - m.E. etwas plump - durch den Kakao gezogen, ohne dass diese recht harmlose Komödie etwa "bösartig" o.Ä. sein wollte. Besonders ernst nehmen kann man diese etwas alberne und naive Komödie dann auch nicht wirklich; zumal das Ganze auch alles andere als realistisch ist.

Letztlich wird hier aber das Thema "Der Weg der (kathol.) Kirche ins 21. Jahrhundert" sehr oberflächlich behandelt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand, der sich ernsthaft für religiöse Fragen, Kirche, o.Ä. interessiert, mit diesem Film identifizieren kann; Katholiken (oder gar Nonnen!) schon mal gar nicht; auch wenn der FIlm so dargestellt wird, als ob hier ausgerechnet die Kirchenfürsten, inkl. Papst, die "Kloster- Reformen" der - nicht gerade besonders kirchenintegeren - "Nonne" Whoopie Goldberg begrüßen würden. - Wer die Entwicklungen/ Diskussionen der Kirche in den vergangenen Jahren mitverfolgt hat, wird diese "Reformversuche" hier schlichtweg als unrealistischen, unglaubwürdigen Humbug abtun. Die Kirchenfürsten der Kathol. Kirche werden die Darstellung einer "Moderneren Kathol. Kirche" in dieser Form weder interessant finden, noch lustig, zumal der FIlm ja die Traditionen der Katholischen Kirche hier letztlich ja auch z.T: "Lächerlich" macht, und vor allem aus dem Blickwinkel sieht, wie schrecklich "unmodern" diese doch wären. - Das wird weder im Sinne der Kathol. Kirche sein; noch kann diese VOrgehensweise als seriös durchgehen oder beweist eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Kirche, ihren Traditionen und ihren Grundsätzen.
Würde sich die kathol. Kirche ihre Zukunft als "unterhaltsamen Disco- Ersatz" sehen - wie das Einem als Aussage am Ende des Films so vorkommt -, so wäre ein solches Unterfangen langfristig sicherlich nicht nur unglaubwürdig, sondern auch erfolglos. Andererseits unterliegt die (kathol.) Kirche ja auch gar nicht dem Druck, (in 1. Linie) eine "Unterhaltungs"- oder gar Pop- Institution zu sein, oder mit solchen "Institutionen" konkurrieren zu wollen (wie das der FIlm offenbar aber so sieht); - auch ein passionierter Disko- Gänger wird sicherlich nicht in 1. Linie die Kirche zu entsprechenden Unterhaltungszwecken aufsuchen wollen. Die Kirche hat hauptsächlich andere Anliegen, die hier aber - wohl vor allem aus Unterhaltungsgründen - in dieser etwas oberflächlichen Komödie überhaupt nicht zur Sprache kommen. - Weil hier primär alles unter dem Aspekt der "Coolness" gesehen wird. Aber wer glaubt denn ernsthaft, dass die Kirche vordringlich ihre Aufgabe darin sieht, besonders "hip" sein zu wollen und den neuesten Trends hinterherlaufen wollte? Und ein Nonnenkloster ist sicherlich kein "flotter Musikverein", der mit den Musiktrends der jungen Leute konkurrieren wollte/ sollte. - Obgleich es ja gute religiös- inspirierte und -thematisierende Musik - in vielen Jahrhunderten - bereits gab (eine Tradition, für die sich die Kirche sicherlich nicht schämen muss!), oder auch noch gibt. Aber; Die Kirche ist sicherlich keine "Mode- Erscheinung"! (auch wenn es immer wieder - m.E. äußerst fragwürdige - -meist kurzlebige - Phänomene gibt, wie "(Pop- Musik) singende Nonnen", Hip- Hop- singende Pfarrer; einen Techno- Parties in der Kirche veranstaltenden Pfarrer, o.ä.). Doch genau so wird das leider hier in diesem FIlm vermittelt.
Wer sich auch nur ein bisschen mit der Materie auskennt, kann daher - unter diesen Aspekten - hier nur den Kopf schütteln. Aus verschiedenen Gründen wird die Kirchen- Leitung derartige "Umfunktionierungen" von Nonnen- Klöstern (!) sicherlich nicht zulassen. Denn solchen Tendenzen wird sie sich sicherlich nicht stark öffnen; - das ist sehr unrealistisch! - Die Kirche hat ja schon im "Interreligiösen Dialog" u.Ä. erhebliche Probleme; und wenn sie sich schon in ganz anderen, einfacheren Fragen extrem zugeknöpft gibt (auch dass die "ERde keine Scheibe" ist, u.Ä. hat sie ja meines Wissens erst vor wenigen Jahrzehnten eingesehen), so wird sie sich sicherlich solchen Trends wie in der Pop- Kultur in dieser Form bestimmt nicht öffnen. - Das würde das Ganze ad absurdum führen!
Es mag ja richtig sein, dass die Kirche sich modernisieren muss und sich neueren gesellschaftlicheren Tendenzen und der Jugend gegenüber öffnen muss; aber eine "Modernisierung um jeden Preis", bzw. wie in diesem Film angezeigt, das wird - und soll - sie wohl - schon alleine aus Glaubwürdigkeitsgründen - bestimmt nicht tun! Das wäre nicht seriös und würde auch die ganze Institution (Kathol.) Kirche noch mehr in Frage stellen.
Mit anderen Worten: dass die Kirche sich dem "Neuen Leben" anpassen muss, ist wohl richtig (auch wenn sie sich damit in WIrklichkeit schon auf ganz einfacher Ebene äußerst schwer tut); aber: So - wie in dem Film - sicher nicht!
Außerdem kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man entsprechende "Gesangstraditionen" wie die in dem Film Dargestellten - die stark an die Traditionen der "baptistischen Konkurrenz" erinnern - so schnell in der Kathol. Kirche übernehmen würde.
Auch wird die Kirche in dem Film so dargestellt, als ob sie sich grundsätzlich so "progressiven Tendenzen" so einfach öffnen würde. So einfach ist das aber bestimmt nicht, Leute!

Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass Jemand, der sich ernsthaft für Religion interessiert, katholisch ist, oder gar Mönch oder Nonne ist, von diesem Film - hinsichtl. der (relig.) Aussage - nicht enttäuscht wäre. Religion verdient eine ernsthafte Auseinandersetzung; der Film ist hierbei aber sehr oberflächlich.

Die Komik/ Ironie des Films wird weitgehend durch das "Zusammentreffen gegensätzlicher Welten" genährt: "(Vergnügungs-) Rotlicht- (Halb-) Welt" trifft (durch Zufall) "Kloster- Welt". (also: das "Äußerst Weltliche" trifft das "Geistliche"; bzw.: "Feuer trifft auf Wasser"). Dass das Ganze relativ problemlos vonstatten gehen soll, oder dass gar noch sich hier das altehrwürdige Kloster noch mehr von dem "fragwürdigen" "Eindringling" Whoopie Goldberg hier annimmt (statt umgekehrt), gehört zu den unrealistischen Aspekten dieses Films.

Hauptdarstellerin Whoopie Goldberg selbst kann in dem Film durchaus überzeugen; auch in der Form als Nachtclub- Sängerin (?); allerdings wirkt sie als ("eingeschlichene") "Nonne" hier alles andere als glaubwürdig. Dass Madame hier ausgerechnet im Kloster derartigen Erfolg mit ihrer Art hätte, kann hier nicht wirklich überzeugend erklärt werden.

Die HANDLUNG des FIlms besteht darin, dass eine Nachtclub- Sängerin (W. Goldberg) in "Reno" einen äußerst zwielichtigen Mafia- Mann zum Liebhaber hat, bei dem sie Zeuge eines von ihm mitverursachten Mordes wird. - Die Sängerin wird in der FOlge als "unliebsame Mitwisserin" von den Leuten ihres (Ex-) Liebhabers verfolgt; die Polizei lässt sie - gegen ihre anfängliche starke Abneigung - als "nonne" in einem wahrhaftigen, altehrwürdigen Kloster unterbringen, wo ihr Auftreten zunächst natürlich für einige Verwirrung sorgt, und sich natürlich auch nicht gerade problemlos in den strengen Klosteralltag einzufügen weiß. Dennoch weiß sie während der Dauer ihrer "Unterkunft" dort allmählich ihre "Mitschwestern" für sich einzunehmen. Für die "Oberin" des Klosters scheint es das Beste zu sein, die "neue Nonne" mit der Leitung des Nonnen- Chors zu beauftragen. - Natürlich bringt die Sängerin "frischen Wind" in den eingeschlafenen Chor; ihre "progressiven Vorstellungen" finden - wohl zu ihrem eigenen Erstaunen - dabei sogar schnell große Begeisterung. - Allerdings ist die "Mutter Oberin" nicht gerade von solchen "Modernisierungen" angetan. Doch zu ihrem großen Erstaunen zeigen sich die Kirchenoberen begeistert! Aus diesem Grund soll der Chor auch beim Besuch des Papstes vor diesem singen, nachdem sogar die Popmusik- verwöhnte, der Kirche längst entfremdeten Jugend auf den Nonnen- Chor so aufmerksam geworden ist, und die Kirche sich somit endlich wieder - nach langer Zeit niedrigster Besucherzahlen - füllt.
Allerdings kommt man der "falschen Nonne" auf die Schliche; und ihre Häscher verfolgen sie bis in das Kloster. Als sie dadurch schließlich aus dem Kloster entführt wird, verfolgen sie ihre "Schwestern" aus dem Kloster bis nach Reno, Nevada, wo ihr EIntreffen in den dortigen Spielcasinos natürlich für viel Verwirrung sorgt. Mit deren Mithilfe kann die Polizei die "Nonne" aber schließlich retten, und deren Widersacher verhaften.
So kann dann doch noch mit ihr das Konzert für den Papst rechtzeitig stattfinden ...

Obwohl kein eigentliches Musical, macht Musik einen nciht unbeträchtlichen Teil des Films aus, weshalb er durchaus eine Art "Musikfilm", bzw. "Musik- Komödie" ist. Es ist deswegen auch kein Wunder, dass es zu diesem Film inzwischen eine "Musical- Adaption" gibt.

FAZIT: Z.T. lustige, flotte, musikalische, aber harmlose, und nicht gerade realistische Komödie, für die die Kirche/ Religion hier der Unterhaltung stark untergeordnet wurde. Die "Forderung nach einer modernen, "coolen" Kirche" kann aber nicht wirklich überzeugen oder ernst genommen werden.


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