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Ingmar (Offenbach am Main)

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Playboy Magazin Februar 1994 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 2/1994 DIE FLODDERS: DIE SCHÖNE TATJANA SIMIC
Playboy Magazin Februar 1994 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 2/1994 DIE FLODDERS: DIE SCHÖNE TATJANA SIMIC
von Hugh Marston Hefner
  Einzelheft-Magazin

3.0 von 5 Sternen Tatjana Simic; Karina Eckardt; Drillinge aus Rio; Monaco (intim); Ice T.; Super Bowl; ..., 1. April 2015
Blicke ich nach längerer Zeit mal wieder in meine alte Playboy- Sammlung, bemerke ich dann oft erst, welche großen Veränderungen in den letzten 20 Jahren stattgefunden haben, und kann mir kaum vorstellen, dass man in meiner Jugend noch dermaßen "atlmodisch" war. - Denn nicht nur für Sammler sind diese alten PB- Ausgaben interessant, sondern auch für Nostalgiker (?) und Leute, die sich damit in den damaligen Zeitgeist (zurück-) versetzen wollen.
Zuweilen etwas peinlich wirkt dann die Intention, den Leser an das (damals) besonders "Moderne" heranzufürhen. Die Zeit der Entstehung dieses Heftes ist einfach zu deutlich (Druckqualität; Mode; Personen; Technik; ...). .
Der Tatsache, dass es damals noch kein Internet gab, und die Männer sich auch vor allem durch solche Zeitschriften damals auf dem Laufenden halten mussten, ist es wohl gesuchuldet, dass der Herausgeber damals für dieses - gerade mal 128 Seiten lange - Heft immerhin schon 9,- DM (mehr als heute!) verlangen konnte. Andererseits ist das Bemühen, hiermit ein möglichst hochwertiges Herrenmagazin dem Leser vorzulegen, von der ersten bis zur Letzten Seite auch hier schon zu erkennen: man wollte die bekanntesten (bzw. auch kontroversesten oder umstrittensten) Leute interviewen; die schönsten Frauen auf eindrucksvollste Weise fotografieren; dabei auch versuchen, berühmte Frauen (möglichst) nackt vor die Kamera zu bringen; über die interessantesten, wichtigsten und "herausragendsten" Leute (meist Männer) schreiben; über die neuesten Trends und Produkte berichten; möglichst sensationell zu wirken; "Hintergrundberichte über "bislang Unveröffentlichtes" zu bringen; die Kurzgeschichten bekannter Autoren abzudrucken; ... An diesem Anspruch muss man auch jeden Monat wieder auf's Neue den Playboy messen. Ja, selbst noch einen gewissen "gesellschaftskristischen Anspruch" kann man in diesen alten Heften noch öfter durchsickern sehen (obwohl das oft etwas ins Peinliche abgleitet; zumal man ja auch sonst nicht so wahnsinnig "ernst" ist)); mehr jedenfalls als bei den heutigen Ausgaben. Ein gewisser "aufklärerischer charakter" war gerade auch vielen älteren PB- Ausgaben zu eigen; nicht nur in sexueller Hinsicht. Allerdings wechseln sich gute, spannende Themen auch oft mit äußerst banalen Berichten ab. - Auch daran lässt sich ablesen, ob es letztlich ein "guter Playboy" war oder ein belangloser, enttäuschender.
In groben Zügen ist sich dieses Unterhaltungsmagazin mit seinen Schwerpunkten und seiner Konzeption jedoch offenbar seit Jahrzehnten im Wesentlichen treu geblieben. Auch hier geht es um "Aktuelles", Autos, Trends, neue Produkte, Abenteuer, Technik, Musik, Sport, Kultur, Kunst, Buch-, Film- und Musikbesprechungen, Humor, Interviews, Finanz-, Karriere- und Reisetipps, Berühmtheiten, Geschenkideen, PB- Ratgeber, ... und natürlich Erotik. Letzteres ist den Machern dieses Heftes sehr gut gelungen: die erotischen Damen sind auch recht gut - und sehr freizügig - fotografiert worden. - Allerdings gibt es in dieser Ausgabe lediglich 3 solcher (Erotik-) Fotostrecken; für ein Magazin, dem ja auch immer sein Ruf als "Erotikmagazin" vorauseilt, ist das m.E. etwas wenig.
Hier die 3 Erotik- Fotostrecken im Einzelnen:

- PLAYMATE: die blonde Hürdenspringerin (und angehendes Model) KARINA ECKARDT (18) (1,73 m; 54 kg; Maße: 89-60-89) aus Leipzig; genau so sexy und fotogen wie schnell; (12 Seiten);

- die blonde, kleine (1,55m) Schauspielerin TATJANA SIMIC (30) ("Flodders") (siehe auch: Cover!); hier in s/w abgelichtet; (10 Seiten);

- "Trio aus Rio": die 3 brasilianischen Fotomodelle Marilise, Lilian und Renata ( alle 19) sind (offenbar eineiige) Drillinge! (nackt auf 6 Seiten);

Doch ist das Magazin ja nicht nur wegen seiner erotischen Abbildungen, sondern auch wegen seiner spannenden und unterhaltsamen BERICHTE bekannt (auch wenn ich mal behaupten würde, dass nur sehr wenige Leser sich die Zeit genommen haben, wirklich ALLES in diesem, doch auch recht reich bedruckten, teuren Heft zu lesen).
"Monaco Intim" ist eine solche "Insider- Story", die sich mit gewissen berühmten, aber auch berüchtigten Vorgängen der jüngeren Geschichte in dem zwar sehr kleinen, aber weithin bekannten Mittelmeer- Fürstentum und "Spieler- Paradies" befasst; sein Aufstieg zur "Schickeria- Metropole" Europas ist dabei auch zu einem großen Teil der Fürst Rainier- Gattin und ehemaligen Schauspielerin Grace Kelly zu verdanken, die ihre Hollywood- Freunde und damit auch den interenationalen Jet- Set anzog. Doch hinter der glanzvollen Fassade dieses Kleinstaates mit nur wenigen "echten" Einwohnern spielten sich viele Tragödien und viele große (Finanz-) Skandale ab ... Nicht selten steht die Mafia damit in Verbindung ...
Eine besodnere Art von "Insider- Blick" gibt hier der umstrittene US- Rapper "Ice- T" ab; In "Cop Killer" beschreibt er seine Jugend in den gefürchtetsten Gangs in Los Angeles ... Na ja, seine Meinung, in der er letztlich seine Freunde in den Gangs z.T. verteidigt, auch wenn er selbst aus dem "Gang- Leben" damals schon angeblich ausgestiegen ist, dürfte zumindest äußerst umstritten sein; wird hier aber unkommentiert gelassen. Der Bericht eines "Inseiders", der immer noch hier ein "halber Gangster" geblieben zu sein scheint, ist dennoch nicht uninteressant; zumal er hier ein (Gang-) Phänomen beschreibt, das die Behörden damals schon nicht in den Griff bekommen haben, und das sich inzwischen ja längst über die gesamte USA (oder sogar darüber hinaus?) krakenartig ausgebreitet hat ...
"Kampf der Titanen" ist ein Vorausblick auf die damals bevorstehende "Super Bowl"- Football- Veranstaltung; dem "lukrativsten" Sport- Event der USA; mit Rückblicken auf große Momente und der Geschichte der "NFL" ...
Ein weiterer Bericht widmet sich "Europas bestem Messer- Schmied", Dietmar Kressler.
"Playboy's Power Programm" gibt hier auf etlichen Seiten Fitness- Tipps.
Weitere (kleinere) Beiträge haben hier "Comic- Helden", den Schauspieler Christian Slater, verschiedene "männer", Snowboards (mit Tipps von Peter Bauer), ("neue") "Büro- und Schreibkultur", ... zum Thema.
Zuweilen durchaus interessant und geistreich, wenn auch oft einseitig und polarisierend, können auch die für die damaligen PB- Ausgaben so typischen "Essays" sein (Rubriken "Typisch Mann", "Typisch Frau", "Typisch gut").
Beim Thema AUTOS geht es hier um derzeitige (und zukünftige) "Klein(st)wagen".
Außerdem geht es hier auch um "Neue " Männer- (und z:T. auch Frauen-) Mode.

Das "Große INTERVIEW" wurde hier mit dem Regisseur Hans W. Geißendörfer (u.A. "Lindestraße") geführt.

LITERATUR steuerte hier der Schauspieler Mario Adorf mit einer Kurzgeschichte zu ("Der Fenstersturz").

FAZIT: Recht unterhaltsamer Playboy, mit gut fotografierten (aber leider nur wenigen) hübschen Frauen und z:T. interessanten Berichten, machen das Heft sogar zu einem m.E. eher überdurchschnittlich guten Playboy aus jener Zeit.


Playboy Magazin Deutsche Ausgabe 1/1994 Anna-Marie Goddard, Pirelli Herb Ritts
Playboy Magazin Deutsche Ausgabe 1/1994 Anna-Marie Goddard, Pirelli Herb Ritts

3.0 von 5 Sternen Playmate- Parade; Anna- Marie Goddard; Herb Ritt's Pirelli- Models; ..., 30. März 2015
Nicht nur für Sammler und Nostalgiker, sondern auch für Leute, die sich darüber mal über den Zeitgeist damals informieren möchten, kann so eine alte, mittlerweile über 20 Jahre alte Ausgabe noch interessant sein; aus einer Zeit, als man sich noch mühevoll, im "Großen Zeitalter der Zeitschriften" auch über PB- Ausgaben u.a. Magazine mühevoll über Aktuelles, Autos, Trends, neue Produkte, Abenteuer, Technik, Musik, Sport, Kultur, Kunst, Buch-, Film- und Musikbesprechungen, Humor, Interviews, Berühmtheiten, Geschenkideen, PB- Ratgeber, ... und natürlich Erotik.informieren musste.
Wenn auch äußerlich sich offenbar über Jahrzehnte relativ treu geblieben, fallen dem Leser aber inhaltlich doch einige Unterschiede zu den heutigen Ausgaben auf: im Charme der frühen 90er Jahre wirkt das Blatt recht bescheiden; insgesamt recht "blass" (nicht nur hinsichtlich der damals offenbar noch recht schlechten Druckqualität); insbesondere bei dieser Ausgabe fällt der noch recht hohe Anteil in s/w (!) auf (natürlich nicht bei den erotischen Fotos). Es kann schon ein wenig erstaunen, dass die Leser damals relativ bedenkenlos für dieses - hier lediglich 136 Seiten lange - Heft schon ganze 9,- DM (!) abzudrücken bereit waren (das wäre wohl heute undenkbar; und ist wohl nur dem Umstand zu verdanken, dass es damals vielleicht keine nennenswerten Alternativen (?) gab. Wie dem auch sei; ein wenig erstaunen mögen die manchen Beiträgen hier noch zugrunde liegenden "(gesellschafts-) kritischen" (oder z.T. gar politischen) Untertöne, die aber das populäre Herrenmagazin immer schnell Gefahr laufen ließen, sich damit lächerlich zu machen; wohl auch ein wesentlicher Grund dafür, warum sich das Magazin hierbei längst geändert hat.
Die Artikel hier sind natürlich kaum noch up- to- date; was hier noch reichlich als "trendy" angesehen wird, wirkt heute fast nur noch peinlich. Dennoch kann auch der heutige Leser immer mal wieder auf interessante oder unterhaltsame Themen/ Beitrage stoßen (zumal ja viele Themen des Magazins aus jenen Zeiten noch gar nicht im Internet stehen, das es damals ja noch gar nicht gab); allerdings scheint mir diese Ausgabe hier nicht unbedingt dazuzugehören, die eher routiniert wirkt.
Und auch in Bezug auf die EROTIK wirkt dieses Heft nicht gerade herausragend; trotz der vielen verführerisch- nackten Damen auf dem Cover, die das Heft als "Playmate- Parade"- Ausgabe (jenes Jahres) ankündigen, und die "Appetit auf mehr" machen; dieses Versprechen aber nicht so recht einhalten können; denn es gibt gerade mal 3 Erotik- Fotostrecken, wobei wieder mal deutlich wird, dass der "Playboy" in dieser Hinsicht in jener Zeit erstaunlich "geizig" war. Dabei kommen hier zwar dennoch recht viele hübsche Damen "zur Ansicht", die hier auch immerhin kaum etwas "verstecken"; jedoch können die Fotos - trotz großspuriger Versprechungen in der "Einleitung" (und Cover) des Heftes und trotz der grundsätzlich natürlich sehr attraktiven Damen - leider oft nicht ganz überzeugen; nicht alles, was drin wäre, wurde hier "rausgeholt", wie dem Leser auffallen könnte. - Selbst "Star- Erotik- Fotograf" Herb Ritts enttäuscht hier eher; nicht nur, weil seine "Models" hier kaum etwas "zeigen" (insbsondere Cindy Crawford's Fotos sind ja wohl eine glatte Enttäuschung!); z.T. hat das Ganze auch nicht so viel Stil; vor allem werden hier auch nur 4 Models aus diesem Kalender (kurz und knapp) gezeigt.
Auch die "Playmate Parade" zeigt hier definitiv nicht "die besten Fotos unserer 12 Schönsten", wie angekündigt ( als eine dieser "Playmates" hier wäre ich z.T. recht erbost über die Abbildungen gewesen, die auch zu einem großen Teil nicht unbedingt dazu einladen, hierin - im Sinne eines "Erotik- Magazins" die "Schönste des Jahres" zu wählen!).
Hier die 3 Erotik- Fotostrecken im Überblick:

- PLAYMATE: das blonde holländische Supermodel ANNA- MARIE GODDARD (23) (1,75 m; 56 kg; (91-61-89) (11 Seiten);

- PIRELLI-MODELS: (wenige) Fotos der Models Cindy Crawford, Helena Christensen, Karen Alexander und Kate Moss aus dem "neuen Pirelli- Kalender" von Fotograf Herb Ritts auf den Bahamas abgelichtet (8 Seiten);

- PLAYMATE- PARADE 1993: Die 12 Playmates des vorangegangenen Jahres bitten zur Wahl und zeigen sich hier (mehr oder weniger gut) noch einmal "von ihrer besten Seite" (sihe auch Cover) (u.A. mit Anna Nicole Smith (hat meines Wissens auch diese Wahl gewonnen (?); Sonja Giese, Stephanie Adams; Viola Alemdar; Patricia Veit, Nicole van Bellen; ...) (14 Seiten).

Das "Große INTERVIEW" wurde hier mit dem Rockmusiker WOlfgang Niedecken ("BAP") geführt.

"Porträtiert" wurden hier der Musiker Michael Cretu ("Enigma"), sowie die damalige "First Lady" der USA, Hillary Clinton (wobei mich mal wirklich interessieren würde, ob es sich auf Seite 59 bei ihrer Abbildung als "Domina" um ein echtes Foto oder lediglich eine "Fotomontage" handeln würde?!).
Im Weiteren gibt es einen Artikel über den damals 80 Jahre alt werdenden Underground- Kult- Autor William S. Burroughs (mit Schwerpunkt seiner Zeit in New York).
"Playboys DOMENICA- Aktion" zeigt (auf 2 Seiten) die Ergebnisse eines Cartoon- Wettbewerbs, bei dem "Deutschlands berühmteste Hure" gezeichnet wurde (2 Seiten).
Weitere Artikel widmen sich hier "modernen deutschen PR-, Event- und Marketingagenturen", sowie über einen "Klangkrie" ("welche Tonträgersysteme setzen sich durch?"). Auch Design von Alessandro Mendinie wird vorgestellt; Arnold Schwarzenegger gibt hier ein paar (wenige) Fitness- Tipps; Fitness- Geräte werden hier (wenige) vorgestellt; ...
"Playboy's Top Ten" beschäftigt sich hier mit den "10 schnellsten Fortbewegungsmitteln" ("vom Mitsubishi- Aufzug (45 km/h) bis zum Space Shuttle (29.790 km/h).
Beim Thema AUTOS geht es hier um die schnellen "Schweden- Flitzer" Saab 900 SE 2.5 V6, den Volvo 850 GLT, sowie um "Exklusive Limousinen- Services" (Mieten eines Rolls Royce, u.A.).
Akif Pirincci steuerte im Bereich LITERATUR hier eine Krimi- Kurzgeschichte bei.

FAZIT: Recht belanglos wirkende, eher langweilige PB- Ausgabe ohne viel "Pepp", die in mancher Hinsicht schon zum Zeitpunkt ihres Erscheinens den Leser enttäuscht haben muss, trotz einer Reihe attraktiver (obgleich nicht immer gut fotografierter) Damen (aber m.E. eine der schlechtesten "Playmate Paraden), weshalb nicht weiter verwunderlich ist, dass der Herausgeber das Konzept bald geändet hat.
Für mich klar unterdurchschnittliche PB- Ausgabe. Eigentlich nur noch was für eingefleischte Sammler.
BEWERTUNG: (gerade noch) 2,5 / 5 Sternen.


Playboy Magazin Dezember 1993 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 12/1993 ERIKA ELENIAK
Playboy Magazin Dezember 1993 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 12/1993 ERIKA ELENIAK
von Hugh Marston Hefner
  Einzelheft-Magazin

3.0 von 5 Sternen Sehr gute (aber leider nur 3) Erotik- Fotostrecken mit Erika Eleniak, Fanny Cadeo und Viola Alemdar! ..., 27. März 2015
Natürlich ist auch diese - 152 Seiten lange - Ausgabe nur ein über 20 Jahre altes PB- Heft, mit zumindest kaum noch aktuellen Beiträgen. Dennoch sind diese (alten) Hefte.ja bei vielen Sammlern noch begehrt, bei Nostalgikern oder Leuten, die sich darüber über den damaligen Zeitgeist ins Bild setzen wollen; wie auch ferner Fans einzelner hier abgelichteter (hübscher) Damen (in diesem Fall dürfte das vor allem die "Baywatch"- Darstellerin Erika Eleniak sein (siehe auch Cover- Abbildung).
Einiges an auch diesem Heft ist dennoch erwähnenswert. Besonders gelungen wirkt hier der EROTIK- (Fotostrecken-) Teil m.E.; zumindest im Vergleich zu den meisten anderen Ausgaben aus jener Zeit; mit sehr gut fotografierten, attraktiven (und äußerst freizügigen) jungen Damen. Doch auch wenn "Qualität vor Quantität" geht, so ist dann andererseits die Tatsache, dass es in diesem Heft lediglich 3 dieser Fotostrecken mit attraktiven jungen Frauen gibt (während es ja auch schon mal Ausgaben mit bis zu 6 solcher Fotostrecken gegeben hat), schon wieder sehr zu bedauern.
Zu den einzelnen EROTIK- FOTOSTRECKEN dieses Heftes:

- PLAYMATE: die dunkelhaarige Viola Alemdar (18) aus München (1,65 m Größe bei 48 kg Gewicht und den Maßen: 83-65-85) vor "Südsee- Kulisse" (bzw. Florida); (12 Seiten);

- die blonde US- Schauspielerin ERIKA ELENIAK (24) (sehr freizügig und nackt) (8 Seiten);

- die sehr erotische, dunkel- und langhaarige italienische Sängerin "Stefania "Fanny" Cadeo" (23), vom Schweizer ERotik- Fotokünstler Conrad Godly in s/w (auf 10 Seiten) sehr geschmackvoll und stilsicher inszeniert.

Außer um Erotik ging es natürlich schon damals beim PB auch um Aktuelles, Autos, Trends, neue Produkte, Abenteuer, Technik, Musik, Sport, Kultur, Kunst, Buch-, Film- und Musikbesprechungen, Humor, Finanz- Tipps, Interviews, Berühmtheiten, Geschenkideen, PB- Ratgeber, ...

Die INTERVIEWS wurden hier mit dem palästinensischen PLO- Chef Yassir Arafat geführt, sowie (allerdings nur äußerst kurz) mit der Soul- Diva Diana Ross. Außerdem wird hier noch ein "Fragebogen" von der damaligen Ski- Rennfahrerin Katrin Gutensohn geliefert.

Außerdem gibt es hier "PORTRÄTS" über den britischen Popmusiker Phil Collins (kurz), sowie (länger) über den früheren Hollywood- Schauspieler Marlon Brando (auf 7 Seiten) ("Niedergang einer Legende"; mit starkem Bezug zu seinen Aktivitäten auf Tahiti).

Andere Beiträge widmen sich hier "Florida" (etwas ironischer Beitrag über die (damals aktuellen) Probleme dieses Staates - vor allem hinsichtlich der Kriminalität); weiterhin gibt es einen ("sportlichen") Bericht über "Eis- Speedway- Fahrer"; außerdem stand dieses Magazin unter dem Eindruck der damals bevorstehenden Bundespräsidenten- Wahl; sowie unter dem ebenfalls damals bevorstehenden "Weihnachten" (z.B: durch "WEihnachts- Cartoons"; ...) ...
Kleinere Themen dieser Ausgabe sind u.A.: "der neue Porsche 911"; Karl Dall"; Kampfsport; "Franchise"; Karate- Weltmeister Andy Hug; ...

Im Bereich LITERATUR lieferte hier Literatur- Nobelpreisträger Gabriel Garcia Marquez die (erotische) Kurzgeschichte "Dornröschens Flugzeug".

Auffallen tun bei diesen Ausgaben ferner noch die vielen "Rubriken"; z.B. sind "Typisch Frau", "Typisch Mann" und "Typisch Gut" damals immer wiederkehrende Themen, zu der sich jeweils - auf je 1 Seite - 1 Person dazu äußert. Die Beobachtungen von Petra Reski (über Männer), Tony Parsons (über Frauen), bzw. Jörd Droll (über die "Verweichlichung" von Männern, deren Ursachen und de "Bedeutung von Feinden") sind dabei zwar recht interessant, z:T. sicherilch zutreffend oder auch z.T: amüsant; jedoch werden hier auch Klischees oder auch gerne mal Vorurteile bedient und Verallgemeinerungen gemacht. - Aber: Nicht "alle" Frauen, bzw. Männer sind so! Auch hier gibt es "Solche und Solche", Freunde!

FAZIT: Alte PB- Ausgabe mit größtenteils bemerkenswert guten Erotik- Fotos; aber nur insgesamt kleinem Erotikteil. Die anderen Heft- Inhalte sind meist dagegen vergleichsweise schwach. Dennoch m.E. - auch vom Konzept her - klar eine der besseren Ausgaben des populären Männermagazins iin jener Zeit.


Die wilden Tage - Carpe Diem : Raufen Saufen, Vögeln!
Die wilden Tage - Carpe Diem : Raufen Saufen, Vögeln!
DVD ~ Tom Harper
Wird angeboten von TKR-Medienvertrieb
Preis: EUR 3,45

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3.0 von 5 Sternen Etwas oberflächliche, nicht besonders überzeugende, nur teilweise lustige Teenager- (Tragi-) Komödie!, 27. März 2015
Diese erkennbar britische, recht "schwarze" "College- Komödie", mit "tragischen Elementen", ist tatsächlich schon - zumindest in GB - im Jahr 2002 entstanden; hierzulande aber meines Wissens erst von "Epix" im Jahr 2008 mit dieser DVD direkt auf den Markt gekommen. Ich meine, der Film wäre zumindest in GB aber zunächst auch in den Kinos gewesen; zumindest ist der Film dort wesentlich bekannter als hier.
Der Film scheint ein relativ ambitioniertes Projekt gewesen zu sein; allerdings scheitert der Film auch an seinen eigenen Ansprüchen und kann so die Erwartungen nur sehr bedingt erfüllen. "Urkomisch", wie der Film u.A. beworben wird, fand ich den Film zumindest nicht; und "voll von anarchischem Humor"? - Naja, das trifft es schon etwas besser. Ob sich die Studenten der Universitätsstadt Bristol (in SW- England), um die es in dem Film ja geht, sich mit dem Film und den dargestellten Charakteren (besser) identifizieren können, weiß ich nicht; aber ob es ausgerechnet an so einer Elite- Universität, wie ja die "Carbot"- Universität sein soll, man sich mit so "leichtlebigen" Studenten, die hier sehr einseitig eher auf "Spaß" als "Sinn des Lebens" setzen, identifizieren möchte, halte ich zumindest für recht fraglich. Und auch die entsprechende "Carpe Diem"- Philosophie der 5 STudenten wäre in dieser "Interpretation" sicherlich etwas zweifelhaft. Und ist es wirklich besonders überzeugend, dass man im Sinne von "Posh" sich einen dauerhaften Namen in der Erinnerung der Universität macht, indem man sich mit irgendeinem "klamauk" "Unsterblcih" macht, anstatt z.B. die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, im Sinne dieser (Elite-) Universität auch mal in anderer Hinsicht (nämlich mit Leistungen - ja ja, ich weiß, mag ja jetzt "spießig" kilngen!) zu glänzen? Sorry, aber es wirkt ein wenig drollig, wenn man - im Sinne des Films - sich für seinen "Spaß im Leben" ausgerechnet so eine (Elite-) Universität aussucht; als ob man gerade dort Spaß hätte, bzw. "Spaß suchen" sollte?!
Überhaupt ist die ganze "Philosophie" in diesem Film hier nicht besonders überzeugend: letztlich setzt sich der lebenslustige, reiche, aber wohl auch etwas oberflächliche "Posh" mit seiner speziellen "Erstsemester"- Philosophie durch gegenüber seinen eher ernsten Freunden, die z.T. unter einem enormen Leistungs- und Erwartungsdruck ihrer (z.T. sehr armen) Eltern stehen.
Andererseits hat der Film mit seinem Leitmotiv "Carpe Diem" natürlich auch nicht ganz Unrecht, wenn damit ausgesagt werden soll, dass man das Leben JETZT genießen soll (wenn man noch jung ist und dazu "Noch Gelegenheit hat"); oder auch, sich nicht immer "fremd bestimmen" lassen soll (in diesem Fall vor allem von den Eltern); wenn man das allerdings auf "Raufen, Saufen, Vögeln" (entsprechend dem (etwas unglückglich gewählten) Untertitel) etwas eigenwillig einschränkt, dann trägt das dazu bei, diesen Film in ein eher "prmitives Licht" zu stellen, der ja auch tatsächlich eher ein "Trash- Teenie- Klamaukfilm" ist; ohne besonderen Tiefgang oder ernst zu nehmende Messages (die zwar vorhanden sind, aber der (deutsche) Verleiher zumindest durch den Untertitel dem nicht Rechnung trägt/ keinen Wert darauf legt.
So ein besonderer "Studentenfilm" im Sinne der Zielgruppe scheint mir dieser FIlm aber ohnehin nicht zu sein; da scheint er schon eher (jüngere) Teenager zur Zielgruppe zu haben; - die der Film jedoch auf grund seiner FSK 16 - Einschränkung kaum erreicht.
Der Film selbst wirkt aber eher wie ein typischer "TV- Film"; dafür ist er auch gar nicht so schlecht; aber er scheint eben ein Kino- Film gewesen zu sein (?). Stellenweise hat der Film aber doch sogar "TV- Serien- Charme"; wozu auch einige Darsteller in ihrem Auftreten hier beitragen, die wie diese Darsteller aus den damals in den 1990er Jahren so typischen, populären (US-) (Teenager-) Serien wirken. Na ja ...
Warum der Film diese FSK 16- Einschränkung hat, kann man sich nach Sehen dieses Films kaum erklären: der Film ist recht "harmlos"; was vor allem hinsichtilch der EROTIK gilt, die hier kaum vorhanden ist; zumindest sieht man hier eigentlich keine "nackten Tatsachen"; wenn man vielleicht mal von einem oder zwei "Busenblitzern", o.Ä. absieht.
Die DARSTELLER scheinen zumindest in GB z.T. bekannter zu sein. Ob die in diesem Film wirklich "die 1. Wahl" gewesen sein müssen, mag zweifelhaft sein. Im Mittelpunkt des Films stehen 5 Freunde, die neu an der Uni in Bristol sind, und sich dort erst kennenlernen: im Mittelpunkt davon steht der reiche "Post" (Tom Harper) (m.E. hier nicht immer unbedingt super- überzeugend); seine (spätere) Freundin wird die attraktive dunkelhäutige "Ginny" (Naomi Harris); "Posh"'s weitere Freunde sind der sehr ruhige "Liam" (Liam McMahon), der hier seltsamerweise als besondere "Hauptrolle" beworben wird, obwohl es zumindest nicht "sein" (großer) Film hier ist; die anderen 3 Freunde kommen aus ärmeren Verhältnissen: "PC- Crack" "Footsie" (Paul Foster) hat die hohen Erwartungen seiner Eltern ebenso zu erfüllen wie Sports- Kanone "Animal" oder dem "erkennbaren Unterschichten- Typ" (z.B. aufgrund seines Slangs) "Harry" (Robin Edwards), der die Sache sonst etwas lockerer nimmt, aber hier auch den "Sprecher" des Films verkörpert. Die sehr heterogene Gruppe kommt eher zufällig zusammen, weil sie alle als "Neulinge" an der renommierten Bristoler "Carbot"- Universtität dort zufällig Quartier in der sog. "Hope Hall" nehmen (worauf der Original- Titel "Living in Hope" anspielt!), und sich so u.A. kennenlernen; andere "kennenlern- Faktoren" sind dann eher skuriler Art, wie das Anfahren eines Studenten; ein wesentlicher Faktor der die 5 Jungs zusammenführt; ...
Die Charaktere hier sind eher schwach ("gezeichnet") und wirken recht oberflächlich; nicht ganz glaubhaft. Auch dadurch verliert der Film
Der Untertitel ("Carpe Diem: Saufen, Raufen, Vögeln!") weckt beim Zuschauer gewisse Erwartungen, die aber in dieser "deutlichen" Form kaum erfüllt werden; auch wenn die Komödie zuweilen doch auch einen etwas derberen Charakter annimmt; aber so "einseitig" - wie es der (Unter-) Titel impliziert - ist dieser Film dann auch wieder nicht. "Gesoffen" wird hier stellenweise durchaus; "gevögelt" kaum; und "gerauft" im Sinne von Gewalt oder Kämpfen eigentlich überhaupt nicht. Zumal anfangs eher "Posh" und villeicht "Liam" in diese "Kategorie" von Studenten zu zählen wären; die Anderen der "5 Freunde" haben damit ja anfangs nicht so viel am Hut, und werden von ihren Freunden und durch den Lauf der Dinge erst gegen Ende des Films entsprechend "bekehrt" (aber vielleicht sehe ich das auch etwas eng?). Aber man hat den Eindruck, dass der Untertitel (den es vermutlich im britischen Original so auch nicht gibt) das thema verfehlt. Und "Carpe diem"
Als "Komödie" funktioniert der FIlm auch nur bedingt; es gibt eher nur wenige lustige Momente; die Dialoge sind nur z:T. recht flott und lustig; z.T. auch zumindest unpassend.
Keine "richtige" Komödie, ist der Film eher eine Art "Tragikomödie": es geschieht hier u.A. ein tragisches Unglück, das den Film "schwärzer" macht als das wohl vorgesehen war; und auf jeden Fall - gerade auch aufgrund des durchaus realistischen Themas - nicht lustig ist; auch wenn es nicht ganz einwandfrei klar ist (?), ob dieser "Freund" den Suizid mit dem Auto so auch wirklich "geplant" hatte (auf jeden Fall fühlen sich die Freunde aufgrund ihres (auch lockeren, aber auch oberflächlichen) Verhaltens mit diesem Freund mitschuldig). Irgendwie passt dieses (wahrlich) "todernste" Element in diesem FIlm, auf das dann auch immer wieder "witzig" Bezug genommen wird, stilistisch nicht so ganz zu dem sonst eher "witzig- oberflächlilchen" Film, der so auf einem schmalen Grat zu Geschmacklosigkeit balanciert.

Der SOUNDTRACK, der vor allem von "Supertoys" beigesteuert wird, ist auch eher schwach.

Kulissen, (Landschafts-) Aufnahmen, Ton- und Bildqualität sind recht gut. Auch die Statisten/ Nebendarsteller können überzeugen.

Die Synchronisation scheint recht gut gelungen zu sein.

Der Film fängt dabei vielversprechend an: Die 5 unterschiedlichen Freunde "Posh", "Liam", "Footsie", "Animal" und "Harry" haben einen begehrten Platz an der renommierten "Carbot"- Universität in Bristol bekommen, und wohnen dazu als Erstsemester in der "Hope Hall". Während der reiche "Posh" hier vor allem unmissverständlich sein Studentenleben genießen will, mit "Wein, Weib und Gesang", ist sein ewig Zeitung lesender Zimmernachbar "Footsie" ernster und zielstrebiger; aber auch praktisch für Posh, wenn dieser ihm z.B: mal wieder mit Kondomen "in der Not" aushilft. Posh versucht seinen so neu gewonnenen Freund ständig davon zu überzeugen, sein Leben zu genießen; ihn auf Parties zu begleiten, u.Ä. Immerhin ist man ja "erst Erstsemester" (und kann sich das daher noch (am ehesten) erlauben; Zitat Posh: "Im ersten semester wird nicht am Wochenende gelernt!" (aha, wieder was "dazugelernt"!)). Posh versucht seine Freunde von der "Notwendigkeit" zu überzeugen, sich an der Uni einen "Namen zu machen", indem man etwas besonders Außergewöhnliches oder Lustiges macht, um sich dort so in Erinnerung zu halten.
Als Post dann doch mal zu so einer Fete zusammen mit Footsie aufbrechen kann, fahren sie die Sportskanone "Animal" an, der gerade unterwegs und bei einem skurrilen, jetzt nur noch peinlichen Studenten- Ulk war. Für "Animal" geht die Sache gut aus, und man freundet sich sogar schließlich an. Aus ähnlichem Anlass lernt man noch den ruhigen - bereits verlobten - "Liam" kennen, sowie auch noch "Harry", der Probleme damit hat, seine all zu auffällige Unterschichten- Attitüde sich abzugewöhnen zu Gunsten einer Anpassung an sein neues (elitäres) Uni- Umfeld.
Während sich die Anderen allmählich Posh annähern, sich mit ihm amüsieren, auf Mädchen- Jagd gehen, usw., steht vor allem "Animal" stark im (inneren) Konflikt zwischen seinen neuen Freunden und den hohen Erwartungen seines Vaters, der ihn zudem im Rugby- Team der Universität sehen will, weshalb Animal ständig trainiert wie ein Verbissener. Diesem enormen Druck hält Animal jedoch nicht auf Dauer stand: ausgerechnet mit dem Auto seines ungleichen Freundes Posh bringt er sich in so einer Situation, dabei sturzbetrunken, um (!). Die Freunde sind erschüttert, fühlen sich z.T. mitschuldig am Tod ihres Freundes, dessen Problemen sie möglciherweise nicht sensibel genug begegnet sind? Nun steht Posh außer seinem Freund auch noch ohne AUto da; und die Polizei steht im Haus ...
Um ihrem Freund angemessen zu gedenken (?!), kommt man hinterher auf die Idee, von der bekanntesten Brücke der Stadt Bristol Bungee- Jumping zu veranstalten. Von der Polizei dafür mit einer recht hohen Geldbuße belegt, werden sie jetzt noch außerdem von der Universität relegiert! (zumindest für 1 Semester). Die 5 Freunde sind ratlos; einigen droht zudem noch richtig Ärger von Zuhause .. Nun tritt Computer- Crack "Footsie" auf den Plan, der die Idee hat, durch eine Art "manipulierten Aktienhandel" an Geld zu kommen, womit zumindest schon mal die Geldbuße bezahlt werden könnte. DIe Relegation soll währenddessen vor ihren Eltern nach Möglichkeit geheim gehalten werden. Quartier bezogen wird derweil in einem schön gelegenen Landhaus von Posh's reicher Familie (Letzterem schadet die Relegation noch am Wenigsten). Zumindest teilweise scheint der Plan dann schließlich aufzugehen. Auf diese Weise ihre Freundschaft gefestigt habend, und mit dem dadurch gewonnenen Kapital, plant man bereits zusammen "Großes" für die Zukunft. - Vielleicht eine Filmfirma, mit der die 5 Freunde ihre gemeinsamen Erlebnisse "vermarkten"...?
Auch in Sachen anderem Geschlecht ist man weitergekommen. Auch Posh kann sich schließlich mit der schwarzen, bezaubernden "Ginny" anfreunden, was lange nicht funktionierte, weil ständig einer der Beiden "etwas wichtiges zu tun hatte" ("Running Gag" im Film).
Zumindest das Ziel, dass ihr Name in der Erinnerung der College- Studenten und ihrer Universität bleiben wird, hat man übrigens erreicht, da man u.A. wegen diesem "Bungee- Jumping- Skandal" sogar im TV war (was den anderen Studenten imponiert hat).

Die DVD wirkt etwas lieblos: ein "Booklet" o.Ä. liegt nicht bei; die "Special Features" auf der DVD selbst sind nicht unbedingt erwähnenswert: englischer Original- Trailer; eine (nicht gerade interessante) sehr kurze "Bildergalerie" zum Thema "Hinter den Kulissen"; dann gibt es noch kurze (einblendbare) "Biografien" über die Darsteller "Naomi Harris", sowie Liam McMahon, die hier offensichtlich "Zugpferde" (?) oder gar "Hauptrollen" (?) dieser DVD sein sollten (obwohl sie in diesem Film überhaupt nicht im Mittelpunkt stehen; das tut nämlich klar Tom Harper, über den man hier aber sonst nichts erfährt!).
Außerdem kann man über die DVD noch eine "Epix"- "Trailershow" abrufen (Vorschau von einigen anderen Filmen aus dem Verleih).

BILDFORMAT: 4:3.

TONFORMAT/ SPRACHEN: Deutsch Dolby Digital 5.1; Englisch Dolby DIgital 2.0. Wahlweise können deutsche UNTERTITEL hier eingeblendet werden.

FAZIT: Zwar sind Thema und Idee für den - mit nur ca. 84 Min. Länge auch recht kurzen - Film gut; aber der letztlich ziemlich trashige FIlm verschenkt leider viel von seinem Potential. DIe Handlung ist eher dünn; trotz vielversprechendem Beginn enttäsucht der FIlm z.T: letztlich dann doch. Der Film kennt eher wenige lustige oder "spannende" Momente.
Kann man sich mal ansehen; man hat aber auch nicht all zu viel verpasst, wenn man es nicht tut. Auf jeden Fall kein "Kultfilm"; m.E. sogar eine unterdurchschnittliche (Teenager-) "College"- Komödie.


Das erste Mal und immer wieder
Das erste Mal und immer wieder

5.0 von 5 Sternen Authentische, ehrliche Schilderung einer Prostituierten über ihr Leben!, 26. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Das erste Mal und immer wieder (Taschenbuch)
Ich habe die 3. Auflage, von 2006, die allerdings ein anderes Cover- Bild hat (Frau in hohen Schaftstiefeln in "Leder- Look" („Gewerbe eindeutig“); an Hauswand in einer Gewerbe (?) - Gegend lehnend).
Verständlicherweise war das buch ein "Bestseller" (?), weil es gut geschrieben ist, überraschend ehrlich; es einen "Tabu"- Lebensweg beschreibt; auch ist das Thema sicherlich ein "Reiz- Thema", wodurch das Buch - auch aus Mangel an anderer entsprechender Literatur - eine "Marktlücke" geschlossen hat.
Wenig erstaunlich ist, dass nach Erscheinen dieses (erfolgreichen) Buches dann weitere aus dem "gleichen (Huren-) Genre" hierzulande folgten; auch diese Autorin hier hat diesem Buch ja dann wenig später noch eine "Fortsetzung" folgen lassen. Dieses Buch hier ist m.E. Aber eines der Besten aus „diesem“ Genre, weil ehrlich, authentisch und irgendwie auch „spannend“.
Dabei bleibt es erstaunlich, dass dieser erst im Jahr 2005 (in der 1. Auflage) erschienene autobiografische "Tatsachenbericht" über den Werdegang einer (vielleicht nicht ganz "gewöhnlichen") Prostituierten damals fast eine Art "Neuerung" auf dem hiesigen Buchmarkt darstellte. - Obwohl "Stories" dieser Art aus dem "Ältesten Gewerbe der Welt" beinahe so alt sind, wie die Erfindung der Schrift selbst, und in beinahe allen "Kunstepochen" vertreten sind; spätestens aber bereits in den 1970er Jahren mit Christiane F.'s biografischem und sehr erfolgreichen, international vielbeachtetem ("Skandal"-) Buch "WIr Kinder vom Bahnhof Zoo" auch in sehr ungeschönter, drastisch- direkter, z.T. verstörender, vor allem aber realistischer Weise vorliegen. - Hier ist die Frage berechtigt, warum danach kaum mehr Bücher dieser Art auf dem Buchmarkt erschienen? (Auch wenn vielleicht verständlich ist, dass Frauen dieses Gewerbes nicht gerne darüber - in der "Öffentlichkeit" - berichten; oder wenn man bedenkt, dass nicht Jede "schreibbegabt" ist wie diese Autorin hier, so fällt doch auf, dass „Damen dieses Gewerbes“ offenbar sich zu ihrem Beruf nicht gerne äußern. - Warum nicht?).

Der (m.E. nicht ganz glücklich gewählte) TITEL dieses Buches stellt einen Zusammenhang dar zum "ersten Mal" der Autorin, das eine Vergewaltigung war, und den "Spätfolgen" (?) als diese Tätigkeit "gewerblich Ausübende"; es spannt einen Bogen zwischen "Last und Lust", Missbrauch und freier Entscheidung; Jugend und späterem Leben der Autorin; Versuch, ihr Leben zu ändern (aber dorthin immer wieder zurückzukehren). Wem beim Betrachten des Covers dann immer noch nicht klar sein sollte, um was es in diesem Buch geht, für den spricht dann der Untertitel Klartext ("Autobiografische Schilderung einer Prostituierten"); einerseits nüchtern; aber irgendwie auch etwas reißerisch.

Der STIL des Buches ist eher ein - zuweilen etwas (zu) nüchterner - "Bericht", der nicht besonders viele Gefühle der Autorin zulässt; die Handlung wird nicht übermäßig "spannend" beschrieben. Die Autorin gibt Einblicke in ihr Leben.
Allerdings besteht das Buch aus zahlreichen, hier sehr direkten, z.T. etwas "schockierenden", "expliziten (Sex-) Szenen", in denen auch "Abgründe menschlichen Sexualverhaltens" nicht selten und ausführlich beschrieben werden. Die Autorin (oder vielleicht nicht eher der Verlag?) gingen offenbar davon aus, dass diese sehr intimen Schilderungen das Buch spannender machen würden, und offenbar auf ein großes Interesse der meisten Leser stoßen würden? Auf jeden Fall stellen diese "unmittelbaren" Szenen eine Seltenheit in der Literatur dar; vielleicht war das in dieser "mutigen", offenen Darstellung sogar überhaupt eine "Neuerung" in der Literatur? (in der "Generation Sex" würde das heute zwar kaum jemand mehr beanstanden; in früheren Zeiten wäre dieses Buch aber mit Sicherheit indiziert worden!). Der Leser hat sich so auf sehr drastische "Szenen" aus dem (professionellen wie privaten) Sexleben der Autorin einzustellen! Dass die Autorin bei diesen Passagen im Buch eine sehr drastische, derbe, "vulgäre" Sprache gewählt hat, fällt nur zu deutlich auf, und kann kein Zufall sein: während die einen Leser davon etwas abgestoßen sein könnten, spiegelt andererseits diese Sprachwahl natürlich die Beziehung der Autorin wieder, für die Sex vor allem Bedürfnisbefriedigung darzustellen scheint, und eine ganz und gar unromantische (aber realistische!) Tätigkeit ist, die zwar Spaß machen kann, aber vor allem egoistisch Triebe befriedigen soll. Ich selbst bin mir dennoch nicht ganz schlüssig, ob dieser Sprachstil in diesen "Szenen" eine gute Wahl war; auf jeden Fall wirkt er sehr provokativ. Außerdem würde mich zumindest eine bewusste "Berechnung" der Autorin (oder deren Verlag), diesen Stil, der an "Pornographie" erinnert, nicht wundern, um ein vor allem an derartiger "Ausschmückung" solcher Szenen interessiertes Lesepublikum zu befriedigen. Ganz "seriös" kommt mir dieses Unterfangen daher nicht vor. Stören tat zumindest mich das aber auch nicht weiter.
Das Buch richtet sich nicht immer streng nach einem "chronologischen Faden". Gleich das erste Kapitel handelt von einer Szene in einem "Privatclub", mit einem "solventen Herrn" und der Autorin, sehr drastisch geschildert, und die den Leser bereits - auch sprachlich - auf den Inhalt des Buches "vorbereitet". Auch ihr Verhältnis zu ihrem etwas "ungewöhnlichen" Beruf und zu ihrer "Kundschaft" wird hier bereits deutlich. Nicht Jedem wird es gefallen, wenn die Autorin hier gleich zu Beginn praktisch "mit der Tür ins Haus fällt". Auch Zwischendurch "begegnen" dem Leser immer wieder "Szenen" aus dem Leben der Autorin - als einzelne Kapitel -, die mit der sonst recht chronologisch orientierten Geschichte nichts zu tun haben (Vor- bzw. Rückblicke), was z:T. etwas verwirrend ist.
Das Buch ist ganz klar - insbesondere aufgrund der explizit geschilderten Sexszenen - ein ERWACHSENEN- BUCH. Kinder würden es nicht verstehen. Und auch, wenn hier meines Wissens keine Altersbeschränkung vorliegt, so würde ich das Buch doch selbst Jugendlichen vorenthalten. - Nicht, dass diese nichts von Sex wissen sollen (oder tatsächlich schon längst wissen); aber der hier geschilderte Sex ist nun mal aus einem bestimmten Blickwinkel geschildert, im Rückblick einer "Professionellen", den Jugendliche erst einmal richtig einzuschätzen lernen müssen. Denn die Autorin hat viel Erfahrung, hat "alle Höhen und Tiefen" eines "Sexlebens", einschließlich etlicher "Perversionen" hinter sich. Sie schreibt offenbar ohne Rücksicht auf Jugendliche und deren Verständnis; „nimmt kein Blatt vor den Mund“. Daher würde ich das Buch denen auch nicht zu lesen geben (auch wenn die äußerst neugierig wären). Um das Buch zu lesen, sollte man m.E. schon eine gewisse Lebens- (und Sex-) Erfahrung haben.
Immer wird der Autorin vorgeworfen, sie hätte mit entsprechenden Szenen aus dem Buch vor allem "Männer- Phantasien" bedient. Diese Art von „Berechnung“ ist durchaus möglich, damit auch Männer das Buch lesen würden (im Ernst: wann lesen Männer überhaupt schon mal Bücher?). Eigentliche "Zielgruppe" sind sie dennoch nicht. Die hier beschriebenen ("realen") "Phantasien" sind aber tatsächlich eher "Frauen- Phantasien", die Frauen ansprechen und eher für Frauen typisch sind (das stellt man auch dadurch fest, wenn man mal zum Vergleich die "typisch verdächtige" Frauen- (Erotik-) Roman- Literatur à la Danielle Steel u.Ä. hinzuzieht). Und nicht zufällig wird bei vielen Buchhändlern das Buch wohl unter der Rubrik "Frauen(erfahrungs-) Literatur" eingeordnet. Der Vorwurf, dieses Buch sei ein "Porno für Männer" ist daher wohl nicht ganz korrekt. Im Übrigen besteht nur ein kleinerer Teil des Buches aus entsprechenden "Szenen"; diese sind in dieser Autobiografie wohl eher "schmückendes Beiwerk".
Ob die Autorin wirklich all diese "Szenen" so erlebt hat, ist wohl eine "Glaubensfrage". Aufgrund meines allgemeinen Eindrucks über das Buch halte ich das aber für zumindest möglich und realistisch (möglicherweise hat die Autorin dennoch ein ums andere Mal etwas "dazugedichtet"?). Andererseits ist es wohl nicht vermessen zu sagen, dass die Leserschaft mit derart "drastisch" geschilderten Szenen wohl "schockiert", bzw. zu "gefesselt" werden soll; somit auch Berechnung darstellt (vermutlich von Seiten des Verlags). Dieses Unterfangen wirkt natürlich etwas "unseriös". "Pornographie" ist das Buch dennoch m.E. nicht, weil nicht (einziger) Schwerpunkt; "Erotik" trifft es dann schon eher.

Schwerpunkte dieses durchaus lesenswerten Buches sind - wenig auch wenig verwunderlich - die mannigfachen sexuellen Erfahrungen der Autorin (wobei natürlich hier nur ein kleiner Teil der angeblich "über 2000 sexuellen Erfahrungen" der Autorin "abgehandelt" werden kann) ; ihre "sexuelle Entwicklung" (vom missbrauchten, schüchternen, rebellischen Kind über ihr Leben als "Professionelle" in verschiedenen "Formen" ("Club- Girl"; verschiedene Bordelle; Straßenhure; ...); über ihre (eher kurzzeitige) Existenz als "Bordellchefin"; bis hin zur "leidenschaftlichen Domina"); ihr "Weg zur professionellen Hure"; ihre Höhen und Tiefen dabei; ihre Beziehungen zu Männern (vor allem privat); anfangs z.T. ihre Jugend; auch ihre Kinder finden später Erwähnung, an denen sie offenbar sehr hängt (s.u.).
Wichtig scheint der Autorin zudem zu sein, dass sie immer eine "Gute Hure" sein wollte; was sie darunter versteht, wird im Buch deutlich (ob sie eine "gute Ehefrau", oder gar eine "gute Mutter" war, ist da schon fraglicher; aber sie hat es zumindest immer wieder versucht zu sein); z.B. will sie immer recht "fair" gewesen sein, zu "Kunden" wie "Arbeitskolleginnen"; versuchte stets, ihre "Arbeit" zur "möglichst vollkommenen Zufriedenheit" ihrer Kunden zu machen, usw.
Auch wenn die Autorin hier sehr ehrlich, offen ist, und kaum etwas "Intimes" dem Leser vorzuenthalten scheint, so "richtig nahe" kommt sie dem Leser nicht immer; so fragt man sich: was interessiert die Autorin neben ihrem Beruf und ihrer Familie? Auch über das Rotlichtmilieu im Allgemeinen (trotz entsprechender Buchbeschreibungen) erfährt man eher wenig; ebenso ist das Buch kaum eine "Darstellung über die derzeitige Situation der Prostituierten in Deutschland", worauf manche Beschreibungen "aufmerksam machen"; aber das Buch ist keine entsprechende "Studie"; die Autorin beschreibt hier nämlich lediglich ihre eigenen, persönlichen Erfahrungen; wie es um das Rotlichtmilieu oder andere Prostituierte bestellt ist, erfährt man hier nicht.

IN DEM BUCH schildert Lisa Moos ihren "Werdegang" als "Professionelle". In einem Dorf nahe Göttingen (?) in einer "Normalen" Familie, mit Geschwistern aufwachsend, verliert sie schon früh ihren geliebten Vater; die lebensfrohe Mutter geht eine neue Beziehung mit einem anderen Mann ein, den die junge LIsa aber nur bedingt akzeptiert, und in dessen Haus die erst 11- jährige zum ersten Mal - von einem gewissen "Opa Hans" - vergewaltigt wird.
Völlig verstört über das Erlebnis, und dieses in keinster Weise einzuordnen imstande, entwickelt sie sich fortan zu einem psychisch auffälligen Kind, das ständig die Schule wechselt oder schwänzt; Beschwerden ohne Feststellen der Ursachen (z:B: Kopfschmerzen) bekommt; rebellisch auftritt; sich vernachlässigt; ... Ihre Familie weiß nicht, was mit ihr los ist; und auch sie selbst weiß es nicht. Lediglich eine Tante ahnt Missbrauch, was aber ohne Folgen bleibt.
Von Niemandem lässt sich das aufsässige, "schwierige" und undisziplinierte Kind nun etwas sagen, so dass auch wohlmeinende Mitmenschen es allmählich aufgeben, sie weder beraten, noch erziehen wollen (Lehrer; und schließlich auch ihre Familie). Aus allen Schulen geflogen, und sich weigernd, sich unterzuordnen, verbringt die Außenseiterin nun - äußerlich provokativ und verwahrlost erscheinend - ihre Tage vor allem in dem abseits gelegenen Haus eines heruntergekommenen Alkoholikers und dessen Tochter, sich der Zukunft und ihren Mitmenschen sonst weitgehend verweigernd, als auch ihre geliebte Mutter schließlich stirbt.
Als sie ihre ersten männlichen Partner hat, hat sie nun auch öfter (gewollten) Sex; ist von diesem aber i.d.R. enttäuscht. In ihrem Dorf ist sie nun dafür bekannt, "leicht zu haben" zu sein.
Als sie als 15-jährige dann von einem Cousin in betrunkenem Zustand auf einer Sylvesterparty vergewaltigt wird - sie hat bereits schon etliche Sexualerfahrungen gemacht - wird sie davon zum 1. Mal schwanger. Völlig mittellos, aber mit dem festen Vorsatz, dieses ungewollte Kind abzutreiben, sucht sie ihr Glück in Kontakten zu „reichen Freunden“: in einem Café lernt sie "zufällig" einen solventen Herrn auf Geschäftsreise kennen, "vergnügt" sich mit diesem in einem Hotel, wobei sie zum 1. Mal feststellt, wie viel Spaß ihr Sex doch machen kann, trotz ihrer "finanzielle Interessen" dabei (was der Mann aber erst später erfährt). Die Beiden "wandeln" diese Beziehung" zu einer "ehrlichen Langzeitbeziehung" um, in der alle Beteiligten voll auf ihre Kosten kommen, ohne dass sie das Verhältnis als Prostitution verstanden wissen wollen. Nichtsdestotrotz erhält Lisa von diesem älteren Freund die gewünschte Abtreibung - in Frankfurt - bezahlt. "Das Nützliche mit dem Angenehmen verbindend", erkennt durch diese Erfahrung Lisa nun die Vorteile sexueller Verhältnisse mit (reicheren) Männern für sich; zumal sie mittellos, ohne Ausbildung, Job und Schulabschluss ist.
In einer späteren Notsituation vermittelt ihr eine Freundin schließlich eine Stelle als "Club- Girl" im örtlichen Privat- Sex- Club "Champagnerkelch". In diesem "geheimen Club" macht sie fortan zahlreiche sexuelle Männerbekanntschaften und entsprechende Erfahrungen; lernt Männer, deren unterschiedlichen Wünsche und z.T. sexuellen Perversionen kennen (und auszunutzen). Die attraktive junge Frau gewöhnt sich daran, viel Geld zu haben. Ihre Arbeit macht ihr z:T: durchaus Spaß; sie findet gefallen auch am lockeren Verhältnis zu ihren Arbeitskolleginnen; sie ist fasziniert vom Rotlicht- Milieu.
Sex ist für sie inzwischen etwas völlig Normales, woran sie oft Spaß hat; und so unterhält sie auch außerhalb ihres Jobs zahlreiche Männerbekanntschaften, auch ohne finanzielle Interessen. Echte Liebe, Verständnis und Zuneigung findet sie jedoch selten.
Aus Angst vor möglichen Nachteilen lernt sie ihren "Job" als Prostituierte zu verschleiern. Dabei versucht sie auch, "Privatleben von Berufsleben" zu trennen; vor allem, wenn es um ernste Beziehungen mit Männern geht, die sie über ihren Job im Unklaren lässt.
Als sie sehr früh eine Ehe mit einem verwöhnten jungen Mann aus reichem Hause eingeht, diesen auch sehr liebt, geht daraus ein gemeinsames Kind hervor. Nach einigen Enttäuschungen mit ihm trennt sie sich schließlich aber von ihrem unreifen Ehemann, um einmal mehr "neu anzufangen".
Ein langer Sorgerechtsstreit entbrennt nun um den Sohn, bei dem ihr Ex- Mann zwar kein wirkliches Interesse an dem Kind hat; aber dessen Eltern. Als sie diesen gewinnt, gibt sie das Kind dennoch bald zur Adoption frei (!), weil sie sich alleine und überfordert fühlt und es in "gute Hände" geben will.
Mit Hilfe ihrer „Sexarbeit“ kommt sie recht gut über die Runden. Jedoch kommt der Tag, an dem ihr alter Sex- Club, in dem sie immer so gerne gearbeitet hat, geschlossen wird. Vor dem Nichts stehend, sieht sie sich gezwungen, in drittklassigen "Absteigen" und Bordellen zu arbeiten. An das viele Geld, das sie immer dabei verdient hat, gewöhnt, versucht sie auch dann ihren Lebensstandard zu halten, wenn sie jetzt dafür Sachen machen muss, die sie vorher nicht gemacht hat, viele "Überstunden" machen muss, u.Ä. Ohne richtige Beziehung und Selbstbewusstsein, hat sie jetzt auch privat - meist sehr sporadische - Verhältnisse zu vielen Männern.
Wieder in einem besseren Sexclub, macht sie eine für sie noch folgenreiche Erfahrung, als sie dort einen jungen, reichen "Kunden" kennenlernt, von dem sie sich nach Hause einladen lässt, um von ihm in die "Geheimniss des S/M" eingeführt zu werden. Nur kurze Zeit bleibt sie dabei "Sklavin"; danach "dreht sie den Spieß um"; in einer sexuellen Abart, an der sie zunehmend Gefallen finden wird ...
Als sie einmal ihren Bruder in einer fernen Stadt besucht, lernt sie so "Stefan", einen jungen Dachdecker, kennen, mit dem sie ein Verhältnis beginnt, um bald darauf mit diesem ihr nächstes Kind zu haben. Ohne dass dieser davon weiß, ist dieser nämlich während dessen Geburt für lange Zeit verschwunden (Fremdenlegion). Sie zieht das Kind alleine auf; ist mit dieser Situation aber überfordert ...
Inzwischen geht sie längst wieder "anschaffen"; ohne dieses Geld schafft sie es einfach nicht, ihr Leben zu finanzieren. Außerdem beginnt sie nun - parallel dazu - ein Grafik- Studium an einer Fern- Uni. Ihre Freunde haben selbst meist "Milieu"- Erfahrung; helfen ihr aber oft in ihrer schwierigen Situation zwischen (Sex-) Arbeit, Haushalt, Studium und Kind. Auch bleibt es nicht bei dem einen Kind; aufgrund von "Gewissensplagen" hat Lisa inzwischen auch ihren "Sohn aus 1. Ehe" wieder von dessen Adoptiveltern zurückgeholt.
Negative Erfahrungen in ihrem „Beruf“stehen dem für Lisa so wichtigen Geld gegenüber.
Als schließlich der Vater ihres Sohnes, "Stefan", wieder auftaucht, leben die Beiden wieder zusammen, um schließlich sogar zu heiraten. Ihren "Beruf" verschweigt Lisa diesem aber auch weiterhin, obwohl sie in der Ehe weiterhin "anschaffen" geht, um ihr Leben zu finanzieren. - Ihr Leben: das ist kostspielig; und die anspruchsvolle Lisa hat sich inzwischen angewöhnt, ständig neue, teure Einkäufe zu erledigen. Auch ein schickes Auto gehört längst zu ihrem Lebensstandard; die Wohnung ist teuer; ...
Das "Doppelleben", ihre zusätzliche Belastung als Hausfrau und Mutter von 2 Kindern zehren aber an ihren Nerven. Mit ihrem Mann kommt es dazu noch ständig zu Streit, woran aber auch Lisa's sorgloser Umgang mit Geld und ihr hoher Lebensstandard eine nicht unbedeutende Rolle spielen dürften; sowie Alkohol und das ständige Misstrauen und die Eifersucht ihres Ehemanns. Nach einigen "Auf's und Ab's", inkl. Gewalt und ansteigender Angst Lisa's vor ihrem Ehemann, kommt es auch hier schließlich wieder zur Scheidung.
Nun wieder alleine, dabei überfordert mit 2 Kindern, beschließt man, das jüngere, aufgrund der zerrütteten Beziehung verstörte und verhaltensauffällige, Kind schließlich zur Adoption freizugeben, während sich das ältere Kind positiver entwickelt und zwischenzeitlich immer wieder längere Zeit bei seinen Großeltern lebt, und so auch vom "geheimnisvollen Doppelleben" seiner Mutter lange Zeit nichts erfährt. Währenddessen gelingt es Lisa schließlich, ihr Studium - sogar "mit Auszeichnung" (!) - abzuschließen.
Da sie aber nicht mehr so viel Geld verdienen kann, lebt sie zwischenzeitlich in heruntergekommenen Stadtvierteln; unterhält relativ "wahllos" verschiedene, kurzlebige Beziehungen mit Männern; oft "verkrachte Existenzen". Ihren eigenen Selbstwert macht sie bis dahin auch viel an Geld und materiellen Dingen fest.
Ein "Traumjob" ist das Huren- Dasein für sie längst nicht mehr. Jedoch muss sie immer wieder feststellen, dass sie nur auf diese Weise "auskömmlich leben" kann, um nicht von Sozialhilfe oder anderen, „miesen“ und miesesten Jobs abhängig zu sein. Als sie einmal als Kellnerin arbeitet, muss sie feststellen, dass ihr Gehalt dort für einen ganzen Monat dem eines "schlechten Wochenendes" in ihrem alten Sexclub entsprochen hat. Ernüchtert darüber, kehrt sie immer wieder in die Prostitution zurück; dabei hoffend, dass sie sich möglichst nicht "unter Wert verkauft"; doch sieht sie sich so manches mal immer wieder gezwungen, genau das zu tun.
Als sie endlich mal wieder in einem besseren Bordell anschaffen gehen kann, erhält sie von einem psychisch kranken (manisch- depressiven) "Stammgast" einmal eine abenteuerliche Einladung, diesen auf einem ganz speziellen "Urlaub" auf Mallorca (?) zu begleiten. In einem dortigen Sexclub macht sie schließlich Bekanntschaften mit dortigem weiblichen "Personal", woraus sich für sie die einmalige Möglichkeit ergibt, fortan im warmen Mittelmeer auf recht angenehme Weise ihr Geld zu verdienen. Nach ihrem Leben voller Höhen und Tiefen ergreift sie die Gelegenheit, so endlich wieder dem „Glück ihres Lebens“ näherzukommen. Sie zieht auf die Insel.
Da sie Geld, hohen Lebensstandard und persönliche Freiheit liebt, vor allem aber Ersteres, hat sie sich inzwischen zur wahren "Akkord- (Sex-) Arbeiterin" entwickelt, und ist bereit, für viel Geld auch "viel zu machen". In ihrem Sexclub arbeitet sie nun z.T: auch als Striptease- Tänzerin. Hauptsache, die Kasse stimmt. Währenddessen wächst ihr Sohn bei seinen Großeltern auf; jedoch hält sie mit diesem immer Kontakt; und ihr ist wichtig, dass es ihm gut geht.
Während ihr Club jedoch während der Wintermonate regelmäßig schließt, sie aber auch dann auf viel Geld nicht verzichten will, "tingelt" sie in diesen Zeiten wieder regelmäßig auch in drittklassigen Insel- Puffs, wo sie Bekanntschaften mit üblen Zuhältern und drogenabhängigen "Arbeitskolleginnen" macht. Sie selbst lässt davon die Finger (lediglich Alkohol spielt immer mal wieder eine (geringere) Rolle); und geht auch Zuhältern immer aus dem Weg. Das "Milieu" kommt ihr immer brutaler vor.
Als ihre regulären "Einkommensquellen" in schweren Zeiten gänzlich wegzubrechen drohen, ist sich Lisa auch nicht zu schade, zeitweise auf dem Straßenstrich anschaffen zu gehen. Sehr vorsichtig, und misstrauisch gegenüber Unbekannten, lässt sich Lisa nur selten auf Orte und Typen ein, wovon Gefahr für sie ausgehen könnte. Dennoch wird sie zwischendurch auch brutal vergewaltigt und gerät in für sie erniedrigende Situationen.
Inzwischen weiß ihr Bruder längst von ihren "Einkommensquellen"; jedoch verbessert sich das Verhältnis mit der Zeit untereinander wieder. Als sie diesen in Deutschland mal wieder besucht, erfährt sie, wie dieser beim Versuch, sich als Diskotheken- Besitzer eine Existenz aufzubauen, scheitert, nachdem er von türkischen Bandenmitgliedern mehrfach krankenhaus geschlagen wird.
Ihrem Sohn geht es unterdessen gut, und zu ihrer großen Freude ist er auch ein hervorragender Schüler, den sie nun aber zu sich auf ihre Insel holen will. - Was nicht einfach ist, da dessen Großeltern ihn inzwischen als "ihren Sohn" ansehen und sich nur sehr schwer von ihm trennen können. Doch auch auf Mallorca (?) entwickelt sich der Sohn prächtig. Inzwischen hat sie dort einen jungen Geschäftsmann kennengelernt, mit dem sie zusammenlebt. Doch weiterhin hält sie selbst vor ihr nahestehenden Menschen ihre "Doppel- Existenz" i.d.R. geheim.
Während nun kaum etwas ihr Glück trüben kann, entwickelt sie jetzt aber geheimnisvolle, psychosomatische Erkrankungen, wird apathisch und ängstlich.
Währenddessen arbeitet sie kaum noch in ihrem "angestammten Beruf"; auch um ihre beziehung zu ihrem neuen Freund, sowie zu ihrem Sohn nicht zu gefährden. Sie hat sich unterdessen privat "weitergebildet" und zu einer versierten "Web- Designerin" u.A. entwickelt, wodurch sie auch imstande ist, auch für sich selbst "Erotik- Web- Seiten" im Internet zu konzipieren; auch eine neue Einkommensquelle.
Endlich erkennt ein Arzt ihre anhaltenden und sich verstärkenden Probleme, der sie zur Heilung für eine Langzeittherapie in ein privates Sanatorium nach Deutschland schickt, wo ihre Phobien, aber wegen ihrer "geheimnisvollen Erkrankungen" auch die sich mittlerweile eingestellte Medikamentenabhängigkeit letztlich erfolgreich behandelt werden kann. Währenddessen lebt ihr hochbegabter Sohn weiterhin auf Mallorca bei ihrem reichen Lebenspartner, der für dessen Kosten in dieser Zeit aufkommt.
Nach ihrer Genesung bleibt sie zunächst in Deutschland, wo sie in einer Art Bordell "auf eigene Rechnung“ anschafft", um schließlich dort zur "Bordell- Pächterin" aufzusteigen. Ihre zahlreichen Ideen und teuren Reformversuche dort werden aber von ihren "Mieterinnen" zu ihrem großen Erstaunen nicht akzeptiert (obwohl für diese gedacht!). Entmutigt gibt sie schließlich auf und geht zurück nach Mallorca.
Ihre dort verbliebene Beziehung hat sich aber inzwischen auseinandergelebt. So trennt man sich im Guten. Mit ihrer Tätigkeit in der Prostitution geht sie inzwischen offener um. Auch ihr (Ex-) Freund weiß inzwischen davon. SIe findet immer mehr Freunde, die ihren Beruf akzeptieren.
Selbstbewusst geworden, versucht sie nun endlich, ihren eigenen, besonderen (S/M-) Neigungen mehr nachzugehen. Für ihre potentielle, möglichst devote Kundschaft hat sie dabei einen "7. Sinn" entwickelt. Hierbei will sie ihre Neigungen als "Domina" nicht mehr verstecken. Dabei geht sie schließlich sogar so weit, dass sie manchmal offen als Domina über die Insel zieht (!), wobei sie sich z.T. sogar von ihren devoten „Kunden“ in einem Wagen ziehen lässt ... Vielen sind so ihre Neigungen und ihre Profession bekannt. Über ihre Internet- Website gewinnt sie so schließlich immer mehr auch internationale Kunden, die zu ihr auf die Insel kommen, um von ihr "exklusive Erziehungen" zu "genießen", u.Ä. "Gewöhnliche Sexpraktiken" lehnt sie immer mehr ab; sie hat ihre Berufung als Domina gefunden ...
Nur "die große Liebe" hat sie noch immer nicht gefunden (was zugegebenermaßen ja auch unter diesen Bedingungen nicht ganz einfach ist); hält danach jedoch weiterhin Ausschau ...
Inzwischen ist sie seit 20 Jahren im "Käuflichen Gewerbe" tätig.

Fast wie in einem guten Unterhaltungsroman führt die Autorin den Leser durch die vielen Auf's und Ab's ihres sicherlich nicht gewöhnlichen, aber irgendwie faszinierenden Lebens. Dabei gelingt es ihr, die Sympathie des Lesers zu erlangen.
Am Ende des - 267 Seiten umfassenden - Buches scheint es ein (vorläufiges) "Happy End" zu geben; die Autorin ihr Glück, nach dem sie ihr Leben lang gesucht hat, endlich gefunden zu haben; ihr Leben scheint in "ruhigere Bahnen" gekommen zu sein; auf ihrer "Insel" ist sie glücklich und hat ein "Zuhause" gefunden (ich nehme an, es ist Mallorca; auch wenn die Autorin das nicht direkt erwähnt; jedoch ist am Ende des Buches zu den „Angaben zu ihrer Person“ von Mallorca die Rede).
Dabei ist dieser (Lebens-) "Bericht" hier weitgehend eher nüchtern abgefasst. Die Autorin versucht, Wertungen zu vermeiden, Niemanden (direkt) anzuklagen (außer natürlich ihre Vergewaltiger); "analysiert " ihr Leben nicht, o.Ä. Sie "schildert" lediglich ihr Leben; weswegen einzelne Leser von dem Buch etwas enttäuscht sein könnten, da sie evtl. etwas anderes erwartet hatten. - Aber entsprechend dem Untertitel des Buches handelt es sich hierbei ja auch ("nur") um eine SCHILDERUNG! (die jedoch durchaus spannend sein kann).
Die Autorin bleibt so weitgehend sehr sachlich. - auch in den zahlreichen Schilderungen ihrer (vielen) sexuellen Erlebnisse. Sie bereut ihr Leben nicht und klagt kaum Jemanden an; sie will kein Mitleid. Ihr Leben hat sie weitgehend selbst gewählt (wenn vielleicht auch anders gewünscht); sie scheint hier ohne Zorn auf dieses zurückzublicken; sie ist ein positiver - und vor allem ehrlicher - Mensch. Sie hat ihr Leben in eigener Verantwortung, oft alleine und ohne fremde Hilfe, mutig gelebt. Das macht sie mir zumindest sympathischer als andere (Ex-) Prostituierte, die über ihr Leben geschrieben haben, wie z.B: Lisa Müller, deren Autobiografie von Widersprüchen nur so strotzt, und die z.B. "die ("ekelhaften") Männer" für ihr "verpfuschtes Leben" verantwortlich machen will, obwohl sie immer wieder gesagt hat, dass es ihre "eigene Wahl" war, dass sie immer vor allem "scharf nach dem Geld war", u.Ä. (!) (Glaubwürdigkeit dabei = Fehlanzeige!).
Dies alles macht Lisa Moos hier doch zumindest recht glaubwürdig.

In dem Buch wird deutlich, dass das letztlich „erfolgreiche“ Leben der Autorin vor allem auch deren Freunden (innerhalb und außerhalb des „Milieus“) zu verdanken ist, die ihr immer wieder geholfen haben und hier oft Erwähnung finden; und wohl auch aufgrund des Verzichtes, ganz in der „Halbwelt“ zu „versinken“, sondern immer noch „mit einem Bein“ im „bürgerlichen Leben“ zu verbleiben (so sind z.B. ihre Lebenspartner ja nie selber im „Milieu“!).

Während die Autorin hier eher poitiv auffällt (stark; intelligent; ehrlich; mutig; selbstbewusst; denkt positiv; "Gute Hure"; liebt ihre Kinder; ...), gibt es hier auch Einiges, was man nicht unbedingt verstehen wollte (warum gibt sie ihr Kind "so einfach" zur Adoption frei?; ihre "schnelle" Bereitwilligkeit, ihren Körper für Luxus zu verkaufen; Bescheidenheit scheint nicht gerade ihre Stärke zu sein; ...).

Dass die Autorin ihr Leben als Postituierte mit vielen positiven Aspekten verbindet, wird viele Leser vielleicht verwundern? Andererseits ist es ein Verdienst der Autorin, dass sie hierdurch mit gewissen Klischees aufgeräumt hat.

Übrigens gibt das Buch Hinweise zur Motivation der Autorin, "Domina" zu sein (frühe negative sexuelle (Vergewaltigungs- ) Erfahrungen; ihre ganz "spezielle Art", sich am Leben zu "rächen"; Ausdruck dafür, sich nicht "Unterkriegen" zu lassen; Machtbedürfnis nach einem "ohnmächtigen LEben"...?).

Trotz der Authentizität, die das Buch insgesamt auszeichnet (u.A. auch durch den Verzicht auf einen "Ghostwriter"), fällt die recht harmlose Zeichnung des Rotlicht- Milieus der Autorin auf; so gerät das Buch nicht gerade zur "Mahnung", "diesen Weg zu bestreiten", obwohl die Verstrickung des "Milieus" mit Gewalt (Zuhältern) und Drogen, Menschenhandel, usw. der Autorin sicher nicht unbekannt waren.

Dennoch: Ganz klar eine Bereicherung für den Buchmarkt!


Das erste Mal und immer wieder. Erweiterte Sonderausgabe
Das erste Mal und immer wieder. Erweiterte Sonderausgabe
von Lisa Moos
  Broschiert

5.0 von 5 Sternen Ehrlicher und interessanter Einblick in das Leben einer Prostituierten!, 26. März 2015
Ich habe die 3. Auflage, von 2006, die allerdings ein anderes Cover- Bild hat (Frau in hohen Schaftstiefeln in "Leder- Look" („Gewerbe eindeutig“); an Hauswand in einer Gewerbe (?) - Gegend lehnend).
Verständlicherweise war das buch ein "Bestseller" (?), weil es gut geschrieben ist, überraschend ehrlich; es einen "Tabu"- Lebensweg beschreibt; auch ist das Thema sicherlich ein "Reiz- Thema", wodurch das Buch - auch aus Mangel an anderer entsprechender Literatur - eine "Marktlücke" geschlossen hat.
Wenig erstaunlich ist, dass nach Erscheinen dieses (erfolgreichen) Buches dann weitere aus dem "gleichen (Huren-) Genre" hierzulande folgten; auch diese Autorin hier hat diesem Buch ja dann wenig später noch eine "Fortsetzung" folgen lassen. Dieses Buch hier ist m.E. Aber eines der Besten aus „diesem“ Genre, weil ehrlich, authentisch und irgendwie auch „spannend“.
Dabei bleibt es erstaunlich, dass dieser erst im Jahr 2005 (in der 1. Auflage) erschienene autobiografische "Tatsachenbericht" über den Werdegang einer (vielleicht nicht ganz "gewöhnlichen") Prostituierten damals fast eine Art "Neuerung" auf dem hiesigen Buchmarkt darstellte. - Obwohl "Stories" dieser Art aus dem "Ältesten Gewerbe der Welt" beinahe so alt sind, wie die Erfindung der Schrift selbst, und in beinahe allen "Kunstepochen" vertreten sind; spätestens aber bereits in den 1970er Jahren mit Christiane F.'s biografischem und sehr erfolgreichen, international vielbeachtetem ("Skandal"-) Buch "WIr Kinder vom Bahnhof Zoo" auch in sehr ungeschönter, drastisch- direkter, z.T. verstörender, vor allem aber realistischer Weise vorliegen. - Hier ist die Frage berechtigt, warum danach kaum mehr Bücher dieser Art auf dem Buchmarkt erschienen? (Auch wenn vielleicht verständlich ist, dass Frauen dieses Gewerbes nicht gerne darüber - in der "Öffentlichkeit" - berichten; oder wenn man bedenkt, dass nicht Jede "schreibbegabt" ist wie diese Autorin hier, so fällt doch auf, dass „Damen dieses Gewerbes“ offenbar sich zu ihrem Beruf nicht gerne äußern. - Warum nicht?).

Der (m.E. nicht ganz glücklich gewählte) TITEL dieses Buches stellt einen Zusammenhang dar zum "ersten Mal" der Autorin, das eine Vergewaltigung war, und den "Spätfolgen" (?) als diese Tätigkeit "gewerblich Ausübende"; es spannt einen Bogen zwischen "Last und Lust", Missbrauch und freier Entscheidung; Jugend und späterem Leben der Autorin; Versuch, ihr Leben zu ändern (aber dorthin immer wieder zurückzukehren). Wem beim Betrachten des Covers dann immer noch nicht klar sein sollte, um was es in diesem Buch geht, für den spricht dann der Untertitel Klartext ("Autobiografische Schilderung einer Prostituierten"); einerseits nüchtern; aber irgendwie auch etwas reißerisch.

Der STIL des Buches ist eher ein - zuweilen etwas (zu) nüchterner - "Bericht", der nicht besonders viele Gefühle der Autorin zulässt; die Handlung wird nicht übermäßig "spannend" beschrieben. Die Autorin gibt Einblicke in ihr Leben.
Allerdings besteht das Buch aus zahlreichen, hier sehr direkten, z.T. etwas "schockierenden", "expliziten (Sex-) Szenen", in denen auch "Abgründe menschlichen Sexualverhaltens" nicht selten und ausführlich beschrieben werden. Die Autorin (oder vielleicht nicht eher der Verlag?) gingen offenbar davon aus, dass diese sehr intimen Schilderungen das Buch spannender machen würden, und offenbar auf ein großes Interesse der meisten Leser stoßen würden? Auf jeden Fall stellen diese "unmittelbaren" Szenen eine Seltenheit in der Literatur dar; vielleicht war das in dieser "mutigen", offenen Darstellung sogar überhaupt eine "Neuerung" in der Literatur? (in der "Generation Sex" würde das heute zwar kaum jemand mehr beanstanden; in früheren Zeiten wäre dieses Buch aber mit Sicherheit indiziert worden!). Der Leser hat sich so auf sehr drastische "Szenen" aus dem (professionellen wie privaten) Sexleben der Autorin einzustellen! Dass die Autorin bei diesen Passagen im Buch eine sehr drastische, derbe, "vulgäre" Sprache gewählt hat, fällt nur zu deutlich auf, und kann kein Zufall sein: während die einen Leser davon etwas abgestoßen sein könnten, spiegelt andererseits diese Sprachwahl natürlich die Beziehung der Autorin wieder, für die Sex vor allem Bedürfnisbefriedigung darzustellen scheint, und eine ganz und gar unromantische (aber realistische!) Tätigkeit ist, die zwar Spaß machen kann, aber vor allem egoistisch Triebe befriedigen soll. Ich selbst bin mir dennoch nicht ganz schlüssig, ob dieser Sprachstil in diesen "Szenen" eine gute Wahl war; auf jeden Fall wirkt er sehr provokativ. Außerdem würde mich zumindest eine bewusste "Berechnung" der Autorin (oder deren Verlag), diesen Stil, der an "Pornographie" erinnert, nicht wundern, um ein vor allem an derartiger "Ausschmückung" solcher Szenen interessiertes Lesepublikum zu befriedigen. Ganz "seriös" kommt mir dieses Unterfangen daher nicht vor. Stören tat zumindest mich das aber auch nicht weiter.
Das Buch richtet sich nicht immer streng nach einem "chronologischen Faden". Gleich das erste Kapitel handelt von einer Szene in einem "Privatclub", mit einem "solventen Herrn" und der Autorin, sehr drastisch geschildert, und die den Leser bereits - auch sprachlich - auf den Inhalt des Buches "vorbereitet". Auch ihr Verhältnis zu ihrem etwas "ungewöhnlichen" Beruf und zu ihrer "Kundschaft" wird hier bereits deutlich. Nicht Jedem wird es gefallen, wenn die Autorin hier gleich zu Beginn praktisch "mit der Tür ins Haus fällt". Auch Zwischendurch "begegnen" dem Leser immer wieder "Szenen" aus dem Leben der Autorin - als einzelne Kapitel -, die mit der sonst recht chronologisch orientierten Geschichte nichts zu tun haben (Vor- bzw. Rückblicke), was z:T. etwas verwirrend ist.
Das Buch ist ganz klar - insbesondere aufgrund der explizit geschilderten Sexszenen - ein ERWACHSENEN- BUCH. Kinder würden es nicht verstehen. Und auch, wenn hier meines Wissens keine Altersbeschränkung vorliegt, so würde ich das Buch doch selbst Jugendlichen vorenthalten. - Nicht, dass diese nichts von Sex wissen sollen (oder tatsächlich schon längst wissen); aber der hier geschilderte Sex ist nun mal aus einem bestimmten Blickwinkel geschildert, im Rückblick einer "Professionellen", den Jugendliche erst einmal richtig einzuschätzen lernen müssen. Denn die Autorin hat viel Erfahrung, hat "alle Höhen und Tiefen" eines "Sexlebens", einschließlich etlicher "Perversionen" hinter sich. Sie schreibt offenbar ohne Rücksicht auf Jugendliche und deren Verständnis; „nimmt kein Blatt vor den Mund“. Daher würde ich das Buch denen auch nicht zu lesen geben (auch wenn die äußerst neugierig wären). Um das Buch zu lesen, sollte man m.E. schon eine gewisse Lebens- (und Sex-) Erfahrung haben.
Immer wird der Autorin vorgeworfen, sie hätte mit entsprechenden Szenen aus dem Buch vor allem "Männer- Phantasien" bedient. Diese Art von „Berechnung“ ist durchaus möglich, damit auch Männer das Buch lesen würden (im Ernst: wann lesen Männer überhaupt schon mal Bücher?). Eigentliche "Zielgruppe" sind sie dennoch nicht. Die hier beschriebenen ("realen") "Phantasien" sind aber tatsächlich eher "Frauen- Phantasien", die Frauen ansprechen und eher für Frauen typisch sind (das stellt man auch dadurch fest, wenn man mal zum Vergleich die "typisch verdächtige" Frauen- (Erotik-) Roman- Literatur à la Danielle Steel u.Ä. hinzuzieht). Und nicht zufällig wird bei vielen Buchhändlern das Buch wohl unter der Rubrik "Frauen(erfahrungs-) Literatur" eingeordnet. Der Vorwurf, dieses Buch sei ein "Porno für Männer" ist daher wohl nicht ganz korrekt. Im Übrigen besteht nur ein kleinerer Teil des Buches aus entsprechenden "Szenen"; diese sind in dieser Autobiografie wohl eher "schmückendes Beiwerk".
Ob die Autorin wirklich all diese "Szenen" so erlebt hat, ist wohl eine "Glaubensfrage". Aufgrund meines allgemeinen Eindrucks über das Buch halte ich das aber für zumindest möglich und realistisch (möglicherweise hat die Autorin dennoch ein ums andere Mal etwas "dazugedichtet"?). Andererseits ist es wohl nicht vermessen zu sagen, dass die Leserschaft mit derart "drastisch" geschilderten Szenen wohl "schockiert", bzw. zu "gefesselt" werden soll; somit auch Berechnung darstellt (vermutlich von Seiten des Verlags). Dieses Unterfangen wirkt natürlich etwas "unseriös". "Pornographie" ist das Buch dennoch m.E. nicht, weil nicht (einziger) Schwerpunkt; "Erotik" trifft es dann schon eher.

Schwerpunkte dieses durchaus lesenswerten Buches sind - wenig auch wenig verwunderlich - die mannigfachen sexuellen Erfahrungen der Autorin (wobei natürlich hier nur ein kleiner Teil der angeblich "über 2000 sexuellen Erfahrungen" der Autorin "abgehandelt" werden kann) ; ihre "sexuelle Entwicklung" (vom missbrauchten, schüchternen, rebellischen Kind über ihr Leben als "Professionelle" in verschiedenen "Formen" ("Club- Girl"; verschiedene Bordelle; Straßenhure; ...); über ihre (eher kurzzeitige) Existenz als "Bordellchefin"; bis hin zur "leidenschaftlichen Domina"); ihr "Weg zur professionellen Hure"; ihre Höhen und Tiefen dabei; ihre Beziehungen zu Männern (vor allem privat); anfangs z.T. ihre Jugend; auch ihre Kinder finden später Erwähnung, an denen sie offenbar sehr hängt (s.u.).
Wichtig scheint der Autorin zudem zu sein, dass sie immer eine "Gute Hure" sein wollte; was sie darunter versteht, wird im Buch deutlich (ob sie eine "gute Ehefrau", oder gar eine "gute Mutter" war, ist da schon fraglicher; aber sie hat es zumindest immer wieder versucht zu sein); z.B. will sie immer recht "fair" gewesen sein, zu "Kunden" wie "Arbeitskolleginnen"; versuchte stets, ihre "Arbeit" zur "möglichst vollkommenen Zufriedenheit" ihrer Kunden zu machen, usw.
Auch wenn die Autorin hier sehr ehrlich, offen ist, und kaum etwas "Intimes" dem Leser vorzuenthalten scheint, so "richtig nahe" kommt sie dem Leser nicht immer; so fragt man sich: was interessiert die Autorin neben ihrem Beruf und ihrer Familie? Auch über das Rotlichtmilieu im Allgemeinen (trotz entsprechender Buchbeschreibungen) erfährt man eher wenig; ebenso ist das Buch kaum eine "Darstellung über die derzeitige Situation der Prostituierten in Deutschland", worauf manche Beschreibungen "aufmerksam machen"; aber das Buch ist keine entsprechende "Studie"; die Autorin beschreibt hier nämlich lediglich ihre eigenen, persönlichen Erfahrungen; wie es um das Rotlichtmilieu oder andere Prostituierte bestellt ist, erfährt man hier nicht.

IN DEM BUCH schildert Lisa Moos ihren "Werdegang" als "Professionelle". In einem Dorf nahe Göttingen (?) in einer "Normalen" Familie, mit Geschwistern aufwachsend, verliert sie schon früh ihren geliebten Vater; die lebensfrohe Mutter geht eine neue Beziehung mit einem anderen Mann ein, den die junge LIsa aber nur bedingt akzeptiert, und in dessen Haus die erst 11- jährige zum ersten Mal - von einem gewissen "Opa Hans" - vergewaltigt wird.
Völlig verstört über das Erlebnis, und dieses in keinster Weise einzuordnen imstande, entwickelt sie sich fortan zu einem psychisch auffälligen Kind, das ständig die Schule wechselt oder schwänzt; Beschwerden ohne Feststellen der Ursachen (z:B: Kopfschmerzen) bekommt; rebellisch auftritt; sich vernachlässigt; ... Ihre Familie weiß nicht, was mit ihr los ist; und auch sie selbst weiß es nicht. Lediglich eine Tante ahnt Missbrauch, was aber ohne Folgen bleibt.
Von Niemandem lässt sich das aufsässige, "schwierige" und undisziplinierte Kind nun etwas sagen, so dass auch wohlmeinende Mitmenschen es allmählich aufgeben, sie weder beraten, noch erziehen wollen (Lehrer; und schließlich auch ihre Familie). Aus allen Schulen geflogen, und sich weigernd, sich unterzuordnen, verbringt die Außenseiterin nun - äußerlich provokativ und verwahrlost erscheinend - ihre Tage vor allem in dem abseits gelegenen Haus eines heruntergekommenen Alkoholikers und dessen Tochter, sich der Zukunft und ihren Mitmenschen sonst weitgehend verweigernd, als auch ihre geliebte Mutter schließlich stirbt.
Als sie ihre ersten männlichen Partner hat, hat sie nun auch öfter (gewollten) Sex; ist von diesem aber i.d.R. enttäuscht. In ihrem Dorf ist sie nun dafür bekannt, "leicht zu haben" zu sein.
Als sie als 15-jährige dann von einem Cousin in betrunkenem Zustand auf einer Sylvesterparty vergewaltigt wird - sie hat bereits schon etliche Sexualerfahrungen gemacht - wird sie davon zum 1. Mal schwanger. Völlig mittellos, aber mit dem festen Vorsatz, dieses ungewollte Kind abzutreiben, sucht sie ihr Glück in Kontakten zu „reichen Freunden“: in einem Café lernt sie "zufällig" einen solventen Herrn auf Geschäftsreise kennen, "vergnügt" sich mit diesem in einem Hotel, wobei sie zum 1. Mal feststellt, wie viel Spaß ihr Sex doch machen kann, trotz ihrer "finanzielle Interessen" dabei (was der Mann aber erst später erfährt). Die Beiden "wandeln" diese Beziehung" zu einer "ehrlichen Langzeitbeziehung" um, in der alle Beteiligten voll auf ihre Kosten kommen, ohne dass sie das Verhältnis als Prostitution verstanden wissen wollen. Nichtsdestotrotz erhält Lisa von diesem älteren Freund die gewünschte Abtreibung - in Frankfurt - bezahlt. "Das Nützliche mit dem Angenehmen verbindend", erkennt durch diese Erfahrung Lisa nun die Vorteile sexueller Verhältnisse mit (reicheren) Männern für sich; zumal sie mittellos, ohne Ausbildung, Job und Schulabschluss ist.
In einer späteren Notsituation vermittelt ihr eine Freundin schließlich eine Stelle als "Club- Girl" im örtlichen Privat- Sex- Club "Champagnerkelch". In diesem "geheimen Club" macht sie fortan zahlreiche sexuelle Männerbekanntschaften und entsprechende Erfahrungen; lernt Männer, deren unterschiedlichen Wünsche und z.T. sexuellen Perversionen kennen (und auszunutzen). Die attraktive junge Frau gewöhnt sich daran, viel Geld zu haben. Ihre Arbeit macht ihr z:T: durchaus Spaß; sie findet gefallen auch am lockeren Verhältnis zu ihren Arbeitskolleginnen; sie ist fasziniert vom Rotlicht- Milieu.
Sex ist für sie inzwischen etwas völlig Normales, woran sie oft Spaß hat; und so unterhält sie auch außerhalb ihres Jobs zahlreiche Männerbekanntschaften, auch ohne finanzielle Interessen. Echte Liebe, Verständnis und Zuneigung findet sie jedoch selten.
Aus Angst vor möglichen Nachteilen lernt sie ihren "Job" als Prostituierte zu verschleiern. Dabei versucht sie auch, "Privatleben von Berufsleben" zu trennen; vor allem, wenn es um ernste Beziehungen mit Männern geht, die sie über ihren Job im Unklaren lässt.
Als sie sehr früh eine Ehe mit einem verwöhnten jungen Mann aus reichem Hause eingeht, diesen auch sehr liebt, geht daraus ein gemeinsames Kind hervor. Nach einigen Enttäuschungen mit ihm trennt sie sich schließlich aber von ihrem unreifen Ehemann, um einmal mehr "neu anzufangen".
Ein langer Sorgerechtsstreit entbrennt nun um den Sohn, bei dem ihr Ex- Mann zwar kein wirkliches Interesse an dem Kind hat; aber dessen Eltern. Als sie diesen gewinnt, gibt sie das Kind dennoch bald zur Adoption frei (!), weil sie sich alleine und überfordert fühlt und es in "gute Hände" geben will.
Mit Hilfe ihrer „Sexarbeit“ kommt sie recht gut über die Runden. Jedoch kommt der Tag, an dem ihr alter Sex- Club, in dem sie immer so gerne gearbeitet hat, geschlossen wird. Vor dem Nichts stehend, sieht sie sich gezwungen, in drittklassigen "Absteigen" und Bordellen zu arbeiten. An das viele Geld, das sie immer dabei verdient hat, gewöhnt, versucht sie auch dann ihren Lebensstandard zu halten, wenn sie jetzt dafür Sachen machen muss, die sie vorher nicht gemacht hat, viele "Überstunden" machen muss, u.Ä. Ohne richtige Beziehung und Selbstbewusstsein, hat sie jetzt auch privat - meist sehr sporadische - Verhältnisse zu vielen Männern.
Wieder in einem besseren Sexclub, macht sie eine für sie noch folgenreiche Erfahrung, als sie dort einen jungen, reichen "Kunden" kennenlernt, von dem sie sich nach Hause einladen lässt, um von ihm in die "Geheimniss des S/M" eingeführt zu werden. Nur kurze Zeit bleibt sie dabei "Sklavin"; danach "dreht sie den Spieß um"; in einer sexuellen Abart, an der sie zunehmend Gefallen finden wird ...
Als sie einmal ihren Bruder in einer fernen Stadt besucht, lernt sie so "Stefan", einen jungen Dachdecker, kennen, mit dem sie ein Verhältnis beginnt, um bald darauf mit diesem ihr nächstes Kind zu haben. Ohne dass dieser davon weiß, ist dieser nämlich während dessen Geburt für lange Zeit verschwunden (Fremdenlegion). Sie zieht das Kind alleine auf; ist mit dieser Situation aber überfordert ...
Inzwischen geht sie längst wieder "anschaffen"; ohne dieses Geld schafft sie es einfach nicht, ihr Leben zu finanzieren. Außerdem beginnt sie nun - parallel dazu - ein Grafik- Studium an einer Fern- Uni. Ihre Freunde haben selbst meist "Milieu"- Erfahrung; helfen ihr aber oft in ihrer schwierigen Situation zwischen (Sex-) Arbeit, Haushalt, Studium und Kind. Auch bleibt es nicht bei dem einen Kind; aufgrund von "Gewissensplagen" hat Lisa inzwischen auch ihren "Sohn aus 1. Ehe" wieder von dessen Adoptiveltern zurückgeholt.
Negative Erfahrungen in ihrem „Beruf“stehen dem für Lisa so wichtigen Geld gegenüber.
Als schließlich der Vater ihres Sohnes, "Stefan", wieder auftaucht, leben die Beiden wieder zusammen, um schließlich sogar zu heiraten. Ihren "Beruf" verschweigt Lisa diesem aber auch weiterhin, obwohl sie in der Ehe weiterhin "anschaffen" geht, um ihr Leben zu finanzieren. - Ihr Leben: das ist kostspielig; und die anspruchsvolle Lisa hat sich inzwischen angewöhnt, ständig neue, teure Einkäufe zu erledigen. Auch ein schickes Auto gehört längst zu ihrem Lebensstandard; die Wohnung ist teuer; ...
Das "Doppelleben", ihre zusätzliche Belastung als Hausfrau und Mutter von 2 Kindern zehren aber an ihren Nerven. Mit ihrem Mann kommt es dazu noch ständig zu Streit, woran aber auch Lisa's sorgloser Umgang mit Geld und ihr hoher Lebensstandard eine nicht unbedeutende Rolle spielen dürften; sowie Alkohol und das ständige Misstrauen und die Eifersucht ihres Ehemanns. Nach einigen "Auf's und Ab's", inkl. Gewalt und ansteigender Angst Lisa's vor ihrem Ehemann, kommt es auch hier schließlich wieder zur Scheidung.
Nun wieder alleine, dabei überfordert mit 2 Kindern, beschließt man, das jüngere, aufgrund der zerrütteten Beziehung verstörte und verhaltensauffällige, Kind schließlich zur Adoption freizugeben, während sich das ältere Kind positiver entwickelt und zwischenzeitlich immer wieder längere Zeit bei seinen Großeltern lebt, und so auch vom "geheimnisvollen Doppelleben" seiner Mutter lange Zeit nichts erfährt. Währenddessen gelingt es Lisa schließlich, ihr Studium - sogar "mit Auszeichnung" (!) - abzuschließen.
Da sie aber nicht mehr so viel Geld verdienen kann, lebt sie zwischenzeitlich in heruntergekommenen Stadtvierteln; unterhält relativ "wahllos" verschiedene, kurzlebige Beziehungen mit Männern; oft "verkrachte Existenzen". Ihren eigenen Selbstwert macht sie bis dahin auch viel an Geld und materiellen Dingen fest.
Ein "Traumjob" ist das Huren- Dasein für sie längst nicht mehr. Jedoch muss sie immer wieder feststellen, dass sie nur auf diese Weise "auskömmlich leben" kann, um nicht von Sozialhilfe oder anderen, „miesen“ und miesesten Jobs abhängig zu sein. Als sie einmal als Kellnerin arbeitet, muss sie feststellen, dass ihr Gehalt dort für einen ganzen Monat dem eines "schlechten Wochenendes" in ihrem alten Sexclub entsprochen hat. Ernüchtert darüber, kehrt sie immer wieder in die Prostitution zurück; dabei hoffend, dass sie sich möglichst nicht "unter Wert verkauft"; doch sieht sie sich so manches mal immer wieder gezwungen, genau das zu tun.
Als sie endlich mal wieder in einem besseren Bordell anschaffen gehen kann, erhält sie von einem psychisch kranken (manisch- depressiven) "Stammgast" einmal eine abenteuerliche Einladung, diesen auf einem ganz speziellen "Urlaub" auf Mallorca (?) zu begleiten. In einem dortigen Sexclub macht sie schließlich Bekanntschaften mit dortigem weiblichen "Personal", woraus sich für sie die einmalige Möglichkeit ergibt, fortan im warmen Mittelmeer auf recht angenehme Weise ihr Geld zu verdienen. Nach ihrem Leben voller Höhen und Tiefen ergreift sie die Gelegenheit, so endlich wieder dem „Glück ihres Lebens“ näherzukommen. Sie zieht auf die Insel.
Da sie Geld, hohen Lebensstandard und persönliche Freiheit liebt, vor allem aber Ersteres, hat sie sich inzwischen zur wahren "Akkord- (Sex-) Arbeiterin" entwickelt, und ist bereit, für viel Geld auch "viel zu machen". In ihrem Sexclub arbeitet sie nun z.T: auch als Striptease- Tänzerin. Hauptsache, die Kasse stimmt. Währenddessen wächst ihr Sohn bei seinen Großeltern auf; jedoch hält sie mit diesem immer Kontakt; und ihr ist wichtig, dass es ihm gut geht.
Während ihr Club jedoch während der Wintermonate regelmäßig schließt, sie aber auch dann auf viel Geld nicht verzichten will, "tingelt" sie in diesen Zeiten wieder regelmäßig auch in drittklassigen Insel- Puffs, wo sie Bekanntschaften mit üblen Zuhältern und drogenabhängigen "Arbeitskolleginnen" macht. Sie selbst lässt davon die Finger (lediglich Alkohol spielt immer mal wieder eine (geringere) Rolle); und geht auch Zuhältern immer aus dem Weg. Das "Milieu" kommt ihr immer brutaler vor.
Als ihre regulären "Einkommensquellen" in schweren Zeiten gänzlich wegzubrechen drohen, ist sich Lisa auch nicht zu schade, zeitweise auf dem Straßenstrich anschaffen zu gehen. Sehr vorsichtig, und misstrauisch gegenüber Unbekannten, lässt sich Lisa nur selten auf Orte und Typen ein, wovon Gefahr für sie ausgehen könnte. Dennoch wird sie zwischendurch auch brutal vergewaltigt und gerät in für sie erniedrigende Situationen.
Inzwischen weiß ihr Bruder längst von ihren "Einkommensquellen"; jedoch verbessert sich das Verhältnis mit der Zeit untereinander wieder. Als sie diesen in Deutschland mal wieder besucht, erfährt sie, wie dieser beim Versuch, sich als Diskotheken- Besitzer eine Existenz aufzubauen, scheitert, nachdem er von türkischen Bandenmitgliedern mehrfach krankenhaus geschlagen wird.
Ihrem Sohn geht es unterdessen gut, und zu ihrer großen Freude ist er auch ein hervorragender Schüler, den sie nun aber zu sich auf ihre Insel holen will. - Was nicht einfach ist, da dessen Großeltern ihn inzwischen als "ihren Sohn" ansehen und sich nur sehr schwer von ihm trennen können. Doch auch auf Mallorca (?) entwickelt sich der Sohn prächtig. Inzwischen hat sie dort einen jungen Geschäftsmann kennengelernt, mit dem sie zusammenlebt. Doch weiterhin hält sie selbst vor ihr nahestehenden Menschen ihre "Doppel- Existenz" i.d.R. geheim.
Während nun kaum etwas ihr Glück trüben kann, entwickelt sie jetzt aber geheimnisvolle, psychosomatische Erkrankungen, wird apathisch und ängstlich.
Währenddessen arbeitet sie kaum noch in ihrem "angestammten Beruf"; auch um ihre beziehung zu ihrem neuen Freund, sowie zu ihrem Sohn nicht zu gefährden. Sie hat sich unterdessen privat "weitergebildet" und zu einer versierten "Web- Designerin" u.A. entwickelt, wodurch sie auch imstande ist, auch für sich selbst "Erotik- Web- Seiten" im Internet zu konzipieren; auch eine neue Einkommensquelle.
Endlich erkennt ein Arzt ihre anhaltenden und sich verstärkenden Probleme, der sie zur Heilung für eine Langzeittherapie in ein privates Sanatorium nach Deutschland schickt, wo ihre Phobien, aber wegen ihrer "geheimnisvollen Erkrankungen" auch die sich mittlerweile eingestellte Medikamentenabhängigkeit letztlich erfolgreich behandelt werden kann. Währenddessen lebt ihr hochbegabter Sohn weiterhin auf Mallorca bei ihrem reichen Lebenspartner, der für dessen Kosten in dieser Zeit aufkommt.
Nach ihrer Genesung bleibt sie zunächst in Deutschland, wo sie in einer Art Bordell "auf eigene Rechnung“ anschafft", um schließlich dort zur "Bordell- Pächterin" aufzusteigen. Ihre zahlreichen Ideen und teuren Reformversuche dort werden aber von ihren "Mieterinnen" zu ihrem großen Erstaunen nicht akzeptiert (obwohl für diese gedacht!). Entmutigt gibt sie schließlich auf und geht zurück nach Mallorca.
Ihre dort verbliebene Beziehung hat sich aber inzwischen auseinandergelebt. So trennt man sich im Guten. Mit ihrer Tätigkeit in der Prostitution geht sie inzwischen offener um. Auch ihr (Ex-) Freund weiß inzwischen davon. SIe findet immer mehr Freunde, die ihren Beruf akzeptieren.
Selbstbewusst geworden, versucht sie nun endlich, ihren eigenen, besonderen (S/M-) Neigungen mehr nachzugehen. Für ihre potentielle, möglichst devote Kundschaft hat sie dabei einen "7. Sinn" entwickelt. Hierbei will sie ihre Neigungen als "Domina" nicht mehr verstecken. Dabei geht sie schließlich sogar so weit, dass sie manchmal offen als Domina über die Insel zieht (!), wobei sie sich z.T. sogar von ihren devoten „Kunden“ in einem Wagen ziehen lässt ... Vielen sind so ihre Neigungen und ihre Profession bekannt. Über ihre Internet- Website gewinnt sie so schließlich immer mehr auch internationale Kunden, die zu ihr auf die Insel kommen, um von ihr "exklusive Erziehungen" zu "genießen", u.Ä. "Gewöhnliche Sexpraktiken" lehnt sie immer mehr ab; sie hat ihre Berufung als Domina gefunden ...
Nur "die große Liebe" hat sie noch immer nicht gefunden (was zugegebenermaßen ja auch unter diesen Bedingungen nicht ganz einfach ist); hält danach jedoch weiterhin Ausschau ...
Inzwischen ist sie seit 20 Jahren im "Käuflichen Gewerbe" tätig.

Fast wie in einem guten Unterhaltungsroman führt die Autorin den Leser durch die vielen Auf's und Ab's ihres sicherlich nicht gewöhnlichen, aber irgendwie faszinierenden Lebens. Dabei gelingt es ihr, die Sympathie des Lesers zu erlangen.
Am Ende des - 267 Seiten umfassenden - Buches scheint es ein (vorläufiges) "Happy End" zu geben; die Autorin ihr Glück, nach dem sie ihr Leben lang gesucht hat, endlich gefunden zu haben; ihr Leben scheint in "ruhigere Bahnen" gekommen zu sein; auf ihrer "Insel" ist sie glücklich und hat ein "Zuhause" gefunden (ich nehme an, es ist Mallorca; auch wenn die Autorin das nicht direkt erwähnt; jedoch ist am Ende des Buches zu den „Angaben zu ihrer Person“ von Mallorca die Rede).
Dabei ist dieser (Lebens-) "Bericht" hier weitgehend eher nüchtern abgefasst. Die Autorin versucht, Wertungen zu vermeiden, Niemanden (direkt) anzuklagen (außer natürlich ihre Vergewaltiger); "analysiert " ihr Leben nicht, o.Ä. Sie "schildert" lediglich ihr Leben; weswegen einzelne Leser von dem Buch etwas enttäuscht sein könnten, da sie evtl. etwas anderes erwartet hatten. - Aber entsprechend dem Untertitel des Buches handelt es sich hierbei ja auch ("nur") um eine SCHILDERUNG! (die jedoch durchaus spannend sein kann).
Die Autorin bleibt so weitgehend sehr sachlich. - auch in den zahlreichen Schilderungen ihrer (vielen) sexuellen Erlebnisse. Sie bereut ihr Leben nicht und klagt kaum Jemanden an; sie will kein Mitleid. Ihr Leben hat sie weitgehend selbst gewählt (wenn vielleicht auch anders gewünscht); sie scheint hier ohne Zorn auf dieses zurückzublicken; sie ist ein positiver - und vor allem ehrlicher - Mensch. Sie hat ihr Leben in eigener Verantwortung, oft alleine und ohne fremde Hilfe, mutig gelebt. Das macht sie mir zumindest sympathischer als andere (Ex-) Prostituierte, die über ihr Leben geschrieben haben, wie z.B: Lisa Müller, deren Autobiografie von Widersprüchen nur so strotzt, und die z.B. "die ("ekelhaften") Männer" für ihr "verpfuschtes Leben" verantwortlich machen will, obwohl sie immer wieder gesagt hat, dass es ihre "eigene Wahl" war, dass sie immer vor allem "scharf nach dem Geld war", u.Ä. (!) (Glaubwürdigkeit dabei = Fehlanzeige!).
Dies alles macht Lisa Moos hier doch zumindest recht glaubwürdig.

In dem Buch wird deutlich, dass das letztlich „erfolgreiche“ Leben der Autorin vor allem auch deren Freunden (innerhalb und außerhalb des „Milieus“) zu verdanken ist, die ihr immer wieder geholfen haben und hier oft Erwähnung finden; und wohl auch aufgrund des Verzichtes, ganz in der „Halbwelt“ zu „versinken“, sondern immer noch „mit einem Bein“ im „bürgerlichen Leben“ zu verbleiben (so sind z.B. ihre Lebenspartner ja nie selber im „Milieu“!).

Während die Autorin hier eher poitiv auffällt (stark; intelligent; ehrlich; mutig; selbstbewusst; denkt positiv; "Gute Hure"; liebt ihre Kinder; ...), gibt es hier auch Einiges, was man nicht unbedingt verstehen wollte (warum gibt sie ihr Kind "so einfach" zur Adoption frei?; ihre "schnelle" Bereitwilligkeit, ihren Körper für Luxus zu verkaufen; Bescheidenheit scheint nicht gerade ihre Stärke zu sein; ...).

Dass die Autorin ihr Leben als Postituierte mit vielen positiven Aspekten verbindet, wird viele Leser vielleicht verwundern? Andererseits ist es ein Verdienst der Autorin, dass sie hierdurch mit gewissen Klischees aufgeräumt hat.

Übrigens gibt das Buch Hinweise zur Motivation der Autorin, "Domina" zu sein (frühe negative sexuelle (Vergewaltigungs- ) Erfahrungen; ihre ganz "spezielle Art", sich am Leben zu "rächen"; Ausdruck dafür, sich nicht "Unterkriegen" zu lassen?; Machtbedürfnis nach einem "ohnmächtigen LEben"...?).

Trotz der Authentizität, die das Buch insgesamt auszeichnet (u.A. auch durch den Verzicht auf einen "Ghostwriter"), fällt die recht harmlose Zeichnung des Rotlicht- Milieus der Autorin auf; so gerät das Buch nicht gerade zur "Mahnung", "diesen Weg zu bestreiten", obwohl die Verstrickung des "Milieus" mit Gewalt (Zuhältern) und Drogen, Menschenhandel, usw. der Autorin sicher nicht unbekannt waren.

Dennoch: Ganz klar eine Bereicherung für den Buchmarkt!


Das erste Mal und immer wieder  - Die autobiografische Schilderung einer Prostituierten
Das erste Mal und immer wieder - Die autobiografische Schilderung einer Prostituierten
von Lisa Moos
  Broschiert
Preis: EUR 12,00

5.0 von 5 Sternen Autobiografische, ehrliche Schilderung einer Prostituierten aus ihrem Leben!, 26. März 2015
Ich habe die 3. Auflage, von 2006, die allerdings ein anderes Cover- Bild hat (Frau in hohen Schaftstiefeln in "Leder- Look" („Gewerbe eindeutig“); an Hauswand in einer Gewerbe (?) - Gegend lehnend).
Verständlicherweise war das buch ein "Bestseller" (?), weil es gut geschrieben ist, überraschend ehrlich; es einen "Tabu"- Lebensweg beschreibt; auch ist das Thema sicherlich ein "Reiz- Thema", wodurch das Buch - auch aus Mangel an anderer entsprechender Literatur - eine "Marktlücke" geschlossen hat.
Wenig erstaunlich ist, dass nach Erscheinen dieses (erfolgreichen) Buches dann weitere aus dem "gleichen (Huren-) Genre" hierzulande folgten; auch diese Autorin hier hat diesem Buch ja dann wenig später noch eine "Fortsetzung" folgen lassen. Dieses Buch hier ist m.E. Aber eines der Besten aus „diesem“ Genre, weil ehrlich, authentisch und irgendwie auch „spannend“.
Dabei bleibt es erstaunlich, dass dieser erst im Jahr 2005 (in der 1. Auflage) erschienene autobiografische "Tatsachenbericht" über den Werdegang einer (vielleicht nicht ganz "gewöhnlichen") Prostituierten damals fast eine Art "Neuerung" auf dem hiesigen Buchmarkt darstellte. - Obwohl "Stories" dieser Art aus dem "Ältesten Gewerbe der Welt" beinahe so alt sind, wie die Erfindung der Schrift selbst, und in beinahe allen "Kunstepochen" vertreten sind; spätestens aber bereits in den 1970er Jahren mit Christiane F.'s biografischem und sehr erfolgreichen, international vielbeachtetem ("Skandal"-) Buch "WIr Kinder vom Bahnhof Zoo" auch in sehr ungeschönter, drastisch- direkter, z.T. verstörender, vor allem aber realistischer Weise vorliegen. - Hier ist die Frage berechtigt, warum danach kaum mehr Bücher dieser Art auf dem Buchmarkt erschienen? (Auch wenn vielleicht verständlich ist, dass Frauen dieses Gewerbes nicht gerne darüber - in der "Öffentlichkeit" - berichten; oder wenn man bedenkt, dass nicht Jede "schreibbegabt" ist wie diese Autorin hier, so fällt doch auf, dass „Damen dieses Gewerbes“ offenbar sich zu ihrem Beruf nicht gerne äußern. - Warum nicht?).

Der (m.E. nicht ganz glücklich gewählte) TITEL dieses Buches stellt einen Zusammenhang dar zum "ersten Mal" der Autorin, das eine Vergewaltigung war, und den "Spätfolgen" (?) als diese Tätigkeit "gewerblich Ausübende"; es spannt einen Bogen zwischen "Last und Lust", Missbrauch und freier Entscheidung; Jugend und späterem Leben der Autorin; Versuch, ihr Leben zu ändern (aber dorthin immer wieder zurückzukehren). Wem beim Betrachten des Covers dann immer noch nicht klar sein sollte, um was es in diesem Buch geht, für den spricht dann der Untertitel Klartext ("Autobiografische Schilderung einer Prostituierten"); einerseits nüchtern; aber irgendwie auch etwas reißerisch.

Der STIL des Buches ist eher ein - zuweilen etwas (zu) nüchterner - "Bericht", der nicht besonders viele Gefühle der Autorin zulässt; die Handlung wird nicht übermäßig "spannend" beschrieben. Die Autorin gibt Einblicke in ihr Leben.
Allerdings besteht das Buch aus zahlreichen, hier sehr direkten, z.T. etwas "schockierenden", "expliziten (Sex-) Szenen", in denen auch "Abgründe menschlichen Sexualverhaltens" nicht selten und ausführlich beschrieben werden. Die Autorin (oder vielleicht nicht eher der Verlag?) gingen offenbar davon aus, dass diese sehr intimen Schilderungen das Buch spannender machen würden, und offenbar auf ein großes Interesse der meisten Leser stoßen würden? Auf jeden Fall stellen diese "unmittelbaren" Szenen eine Seltenheit in der Literatur dar; vielleicht war das in dieser "mutigen", offenen Darstellung sogar überhaupt eine "Neuerung" in der Literatur? (in der "Generation Sex" würde das heute zwar kaum jemand mehr beanstanden; in früheren Zeiten wäre dieses Buch aber mit Sicherheit indiziert worden!). Der Leser hat sich so auf sehr drastische "Szenen" aus dem (professionellen wie privaten) Sexleben der Autorin einzustellen! Dass die Autorin bei diesen Passagen im Buch eine sehr drastische, derbe, "vulgäre" Sprache gewählt hat, fällt nur zu deutlich auf, und kann kein Zufall sein: während die einen Leser davon etwas abgestoßen sein könnten, spiegelt andererseits diese Sprachwahl natürlich die Beziehung der Autorin wieder, für die Sex vor allem Bedürfnisbefriedigung darzustellen scheint, und eine ganz und gar unromantische (aber realistische!) Tätigkeit ist, die zwar Spaß machen kann, aber vor allem egoistisch Triebe befriedigen soll. Ich selbst bin mir dennoch nicht ganz schlüssig, ob dieser Sprachstil in diesen "Szenen" eine gute Wahl war; auf jeden Fall wirkt er sehr provokativ. Außerdem würde mich zumindest eine bewusste "Berechnung" der Autorin (oder deren Verlag), diesen Stil, der an "Pornographie" erinnert, nicht wundern, um ein vor allem an derartiger "Ausschmückung" solcher Szenen interessiertes Lesepublikum zu befriedigen. Ganz "seriös" kommt mir dieses Unterfangen daher nicht vor. Stören tat zumindest mich das aber auch nicht weiter.
Das Buch richtet sich nicht immer streng nach einem "chronologischen Faden". Gleich das erste Kapitel handelt von einer Szene in einem "Privatclub", mit einem "solventen Herrn" und der Autorin, sehr drastisch geschildert, und die den Leser bereits - auch sprachlich - auf den Inhalt des Buches "vorbereitet". Auch ihr Verhältnis zu ihrem etwas "ungewöhnlichen" Beruf und zu ihrer "Kundschaft" wird hier bereits deutlich. Nicht Jedem wird es gefallen, wenn die Autorin hier gleich zu Beginn praktisch "mit der Tür ins Haus fällt". Auch Zwischendurch "begegnen" dem Leser immer wieder "Szenen" aus dem Leben der Autorin - als einzelne Kapitel -, die mit der sonst recht chronologisch orientierten Geschichte nichts zu tun haben (Vor- bzw. Rückblicke), was z:T. etwas verwirrend ist.
Das Buch ist ganz klar - insbesondere aufgrund der explizit geschilderten Sexszenen - ein ERWACHSENEN- BUCH. Kinder würden es nicht verstehen. Und auch, wenn hier meines Wissens keine Altersbeschränkung vorliegt, so würde ich das Buch doch selbst Jugendlichen vorenthalten. - Nicht, dass diese nichts von Sex wissen sollen (oder tatsächlich schon längst wissen); aber der hier geschilderte Sex ist nun mal aus einem bestimmten Blickwinkel geschildert, im Rückblick einer "Professionellen", den Jugendliche erst einmal richtig einzuschätzen lernen müssen. Denn die Autorin hat viel Erfahrung, hat "alle Höhen und Tiefen" eines "Sexlebens", einschließlich etlicher "Perversionen" hinter sich. Sie schreibt offenbar ohne Rücksicht auf Jugendliche und deren Verständnis; „nimmt kein Blatt vor den Mund“. Daher würde ich das Buch denen auch nicht zu lesen geben (auch wenn die äußerst neugierig wären). Um das Buch zu lesen, sollte man m.E. schon eine gewisse Lebens- (und Sex-) Erfahrung haben.
Immer wird der Autorin vorgeworfen, sie hätte mit entsprechenden Szenen aus dem Buch vor allem "Männer- Phantasien" bedient. Diese Art von „Berechnung“ ist durchaus möglich, damit auch Männer das Buch lesen würden (im Ernst: wann lesen Männer überhaupt schon mal Bücher?). Eigentliche "Zielgruppe" sind sie dennoch nicht. Die hier beschriebenen ("realen") "Phantasien" sind aber tatsächlich eher "Frauen- Phantasien", die Frauen ansprechen und eher für Frauen typisch sind (das stellt man auch dadurch fest, wenn man mal zum Vergleich die "typisch verdächtige" Frauen- (Erotik-) Roman- Literatur à la Danielle Steel u.Ä. hinzuzieht). Und nicht zufällig wird bei vielen Buchhändlern das Buch wohl unter der Rubrik "Frauen(erfahrungs-) Literatur" eingeordnet. Der Vorwurf, dieses Buch sei ein "Porno für Männer" ist daher wohl nicht ganz korrekt. Im Übrigen besteht nur ein kleinerer Teil des Buches aus entsprechenden "Szenen"; diese sind in dieser Autobiografie wohl eher "schmückendes Beiwerk".
Ob die Autorin wirklich all diese "Szenen" so erlebt hat, ist wohl eine "Glaubensfrage". Aufgrund meines allgemeinen Eindrucks über das Buch halte ich das aber für zumindest möglich und realistisch (möglicherweise hat die Autorin dennoch ein ums andere Mal etwas "dazugedichtet"?). Andererseits ist es wohl nicht vermessen zu sagen, dass die Leserschaft mit derart "drastisch" geschilderten Szenen wohl "schockiert", bzw. zu "gefesselt" werden soll; somit auch Berechnung darstellt (vermutlich von Seiten des Verlags). Dieses Unterfangen wirkt natürlich etwas "unseriös". "Pornographie" ist das Buch dennoch m.E. nicht, weil nicht (einziger) Schwerpunkt; "Erotik" trifft es dann schon eher.

Schwerpunkte dieses durchaus lesenswerten Buches sind - wenig auch wenig verwunderlich - die mannigfachen sexuellen Erfahrungen der Autorin (wobei natürlich hier nur ein kleiner Teil der angeblich "über 2000 sexuellen Erfahrungen" der Autorin "abgehandelt" werden kann) ; ihre "sexuelle Entwicklung" (vom missbrauchten, schüchternen, rebellischen Kind über ihr Leben als "Professionelle" in verschiedenen "Formen" ("Club- Girl"; verschiedene Bordelle; Straßenhure; ...); über ihre (eher kurzzeitige) Existenz als "Bordellchefin"; bis hin zur "leidenschaftlichen Domina"); ihr "Weg zur professionellen Hure"; ihre Höhen und Tiefen dabei; ihre Beziehungen zu Männern (vor allem privat); anfangs z.T. ihre Jugend; auch ihre Kinder finden später Erwähnung, an denen sie offenbar sehr hängt (s.u.).
Wichtig scheint der Autorin zudem zu sein, dass sie immer eine "Gute Hure" sein wollte; was sie darunter versteht, wird im Buch deutlich (ob sie eine "gute Ehefrau", oder gar eine "gute Mutter" war, ist da schon fraglicher; aber sie hat es zumindest immer wieder versucht zu sein); z.B. will sie immer recht "fair" gewesen sein, zu "Kunden" wie "Arbeitskolleginnen"; versuchte stets, ihre "Arbeit" zur "möglichst vollkommenen Zufriedenheit" ihrer Kunden zu machen, usw.
Auch wenn die Autorin hier sehr ehrlich, offen ist, und kaum etwas "Intimes" dem Leser vorzuenthalten scheint, so "richtig nahe" kommt sie dem Leser nicht immer; so fragt man sich: was interessiert die Autorin neben ihrem Beruf und ihrer Familie? Auch über das Rotlichtmilieu im Allgemeinen (trotz entsprechender Buchbeschreibungen) erfährt man eher wenig; ebenso ist das Buch kaum eine "Darstellung über die derzeitige Situation der Prostituierten in Deutschland", worauf manche Beschreibungen "aufmerksam machen"; aber das Buch ist keine entsprechende "Studie"; die Autorin beschreibt hier nämlich lediglich ihre eigenen, persönlichen Erfahrungen; wie es um das Rotlichtmilieu oder andere Prostituierte bestellt ist, erfährt man hier nicht.

IN DEM BUCH schildert Lisa Moos ihren "Werdegang" als "Professionelle". In einem Dorf nahe Göttingen (?) in einer "Normalen" Familie, mit Geschwistern aufwachsend, verliert sie schon früh ihren geliebten Vater; die lebensfrohe Mutter geht eine neue Beziehung mit einem anderen Mann ein, den die junge LIsa aber nur bedingt akzeptiert, und in dessen Haus die erst 11- jährige zum ersten Mal - von einem gewissen "Opa Hans" - vergewaltigt wird.
Völlig verstört über das Erlebnis, und dieses in keinster Weise einzuordnen imstande, entwickelt sie sich fortan zu einem psychisch auffälligen Kind, das ständig die Schule wechselt oder schwänzt; Beschwerden ohne Feststellen der Ursachen (z:B: Kopfschmerzen) bekommt; rebellisch auftritt; sich vernachlässigt; ... Ihre Familie weiß nicht, was mit ihr los ist; und auch sie selbst weiß es nicht. Lediglich eine Tante ahnt Missbrauch, was aber ohne Folgen bleibt.
Von Niemandem lässt sich das aufsässige, "schwierige" und undisziplinierte Kind nun etwas sagen, so dass auch wohlmeinende Mitmenschen es allmählich aufgeben, sie weder beraten, noch erziehen wollen (Lehrer; und schließlich auch ihre Familie). Aus allen Schulen geflogen, und sich weigernd, sich unterzuordnen, verbringt die Außenseiterin nun - äußerlich provokativ und verwahrlost erscheinend - ihre Tage vor allem in dem abseits gelegenen Haus eines heruntergekommenen Alkoholikers und dessen Tochter, sich der Zukunft und ihren Mitmenschen sonst weitgehend verweigernd, als auch ihre geliebte Mutter schließlich stirbt.
Als sie ihre ersten männlichen Partner hat, hat sie nun auch öfter (gewollten) Sex; ist von diesem aber i.d.R. enttäuscht. In ihrem Dorf ist sie nun dafür bekannt, "leicht zu haben" zu sein.
Als sie als 15-jährige dann von einem Cousin in betrunkenem Zustand auf einer Sylvesterparty vergewaltigt wird - sie hat bereits schon etliche Sexualerfahrungen gemacht - wird sie davon zum 1. Mal schwanger. Völlig mittellos, aber mit dem festen Vorsatz, dieses ungewollte Kind abzutreiben, sucht sie ihr Glück in Kontakten zu „reichen Freunden“: in einem Café lernt sie "zufällig" einen solventen Herrn auf Geschäftsreise kennen, "vergnügt" sich mit diesem in einem Hotel, wobei sie zum 1. Mal feststellt, wie viel Spaß ihr Sex doch machen kann, trotz ihrer "finanzielle Interessen" dabei (was der Mann aber erst später erfährt). Die Beiden "wandeln" diese Beziehung" zu einer "ehrlichen Langzeitbeziehung" um, in der alle Beteiligten voll auf ihre Kosten kommen, ohne dass sie das Verhältnis als Prostitution verstanden wissen wollen. Nichtsdestotrotz erhält Lisa von diesem älteren Freund die gewünschte Abtreibung - in Frankfurt - bezahlt. "Das Nützliche mit dem Angenehmen verbindend", erkennt durch diese Erfahrung Lisa nun die Vorteile sexueller Verhältnisse mit (reicheren) Männern für sich; zumal sie mittellos, ohne Ausbildung, Job und Schulabschluss ist.
In einer späteren Notsituation vermittelt ihr eine Freundin schließlich eine Stelle als "Club- Girl" im örtlichen Privat- Sex- Club "Champagnerkelch". In diesem "geheimen Club" macht sie fortan zahlreiche sexuelle Männerbekanntschaften und entsprechende Erfahrungen; lernt Männer, deren unterschiedlichen Wünsche und z.T. sexuellen Perversionen kennen (und auszunutzen). Die attraktive junge Frau gewöhnt sich daran, viel Geld zu haben. Ihre Arbeit macht ihr z:T: durchaus Spaß; sie findet gefallen auch am lockeren Verhältnis zu ihren Arbeitskolleginnen; sie ist fasziniert vom Rotlicht- Milieu.
Sex ist für sie inzwischen etwas völlig Normales, woran sie oft Spaß hat; und so unterhält sie auch außerhalb ihres Jobs zahlreiche Männerbekanntschaften, auch ohne finanzielle Interessen. Echte Liebe, Verständnis und Zuneigung findet sie jedoch selten.
Aus Angst vor möglichen Nachteilen lernt sie ihren "Job" als Prostituierte zu verschleiern. Dabei versucht sie auch, "Privatleben von Berufsleben" zu trennen; vor allem, wenn es um ernste Beziehungen mit Männern geht, die sie über ihren Job im Unklaren lässt.
Als sie sehr früh eine Ehe mit einem verwöhnten jungen Mann aus reichem Hause eingeht, diesen auch sehr liebt, geht daraus ein gemeinsames Kind hervor. Nach einigen Enttäuschungen mit ihm trennt sie sich schließlich aber von ihrem unreifen Ehemann, um einmal mehr "neu anzufangen".
Ein langer Sorgerechtsstreit entbrennt nun um den Sohn, bei dem ihr Ex- Mann zwar kein wirkliches Interesse an dem Kind hat; aber dessen Eltern. Als sie diesen gewinnt, gibt sie das Kind dennoch bald zur Adoption frei (!), weil sie sich alleine und überfordert fühlt und es in "gute Hände" geben will.
Mit Hilfe ihrer „Sexarbeit“ kommt sie recht gut über die Runden. Jedoch kommt der Tag, an dem ihr alter Sex- Club, in dem sie immer so gerne gearbeitet hat, geschlossen wird. Vor dem Nichts stehend, sieht sie sich gezwungen, in drittklassigen "Absteigen" und Bordellen zu arbeiten. An das viele Geld, das sie immer dabei verdient hat, gewöhnt, versucht sie auch dann ihren Lebensstandard zu halten, wenn sie jetzt dafür Sachen machen muss, die sie vorher nicht gemacht hat, viele "Überstunden" machen muss, u.Ä. Ohne richtige Beziehung und Selbstbewusstsein, hat sie jetzt auch privat - meist sehr sporadische - Verhältnisse zu vielen Männern.
Wieder in einem besseren Sexclub, macht sie eine für sie noch folgenreiche Erfahrung, als sie dort einen jungen, reichen "Kunden" kennenlernt, von dem sie sich nach Hause einladen lässt, um von ihm in die "Geheimniss des S/M" eingeführt zu werden. Nur kurze Zeit bleibt sie dabei "Sklavin"; danach "dreht sie den Spieß um"; in einer sexuellen Abart, an der sie zunehmend Gefallen finden wird ...
Als sie einmal ihren Bruder in einer fernen Stadt besucht, lernt sie so "Stefan", einen jungen Dachdecker, kennen, mit dem sie ein Verhältnis beginnt, um bald darauf mit diesem ihr nächstes Kind zu haben. Ohne dass dieser davon weiß, ist dieser nämlich während dessen Geburt für lange Zeit verschwunden (Fremdenlegion). Sie zieht das Kind alleine auf; ist mit dieser Situation aber überfordert ...
Inzwischen geht sie längst wieder "anschaffen"; ohne dieses Geld schafft sie es einfach nicht, ihr Leben zu finanzieren. Außerdem beginnt sie nun - parallel dazu - ein Grafik- Studium an einer Fern- Uni. Ihre Freunde haben selbst meist "Milieu"- Erfahrung; helfen ihr aber oft in ihrer schwierigen Situation zwischen (Sex-) Arbeit, Haushalt, Studium und Kind. Auch bleibt es nicht bei dem einen Kind; aufgrund von "Gewissensplagen" hat Lisa inzwischen auch ihren "Sohn aus 1. Ehe" wieder von dessen Adoptiveltern zurückgeholt.
Negative Erfahrungen in ihrem „Beruf“stehen dem für Lisa so wichtigen Geld gegenüber.
Als schließlich der Vater ihres Sohnes, "Stefan", wieder auftaucht, leben die Beiden wieder zusammen, um schließlich sogar zu heiraten. Ihren "Beruf" verschweigt Lisa diesem aber auch weiterhin, obwohl sie in der Ehe weiterhin "anschaffen" geht, um ihr Leben zu finanzieren. - Ihr Leben: das ist kostspielig; und die anspruchsvolle Lisa hat sich inzwischen angewöhnt, ständig neue, teure Einkäufe zu erledigen. Auch ein schickes Auto gehört längst zu ihrem Lebensstandard; die Wohnung ist teuer; ...
Das "Doppelleben", ihre zusätzliche Belastung als Hausfrau und Mutter von 2 Kindern zehren aber an ihren Nerven. Mit ihrem Mann kommt es dazu noch ständig zu Streit, woran aber auch Lisa's sorgloser Umgang mit Geld und ihr hoher Lebensstandard eine nicht unbedeutende Rolle spielen dürften; sowie Alkohol und das ständige Misstrauen und die Eifersucht ihres Ehemanns. Nach einigen "Auf's und Ab's", inkl. Gewalt und ansteigender Angst Lisa's vor ihrem Ehemann, kommt es auch hier schließlich wieder zur Scheidung.
Nun wieder alleine, dabei überfordert mit 2 Kindern, beschließt man, das jüngere, aufgrund der zerrütteten Beziehung verstörte und verhaltensauffällige, Kind schließlich zur Adoption freizugeben, während sich das ältere Kind positiver entwickelt und zwischenzeitlich immer wieder längere Zeit bei seinen Großeltern lebt, und so auch vom "geheimnisvollen Doppelleben" seiner Mutter lange Zeit nichts erfährt. Währenddessen gelingt es Lisa schließlich, ihr Studium - sogar "mit Auszeichnung" (!) - abzuschließen.
Da sie aber nicht mehr so viel Geld verdienen kann, lebt sie zwischenzeitlich in heruntergekommenen Stadtvierteln; unterhält relativ "wahllos" verschiedene, kurzlebige Beziehungen mit Männern; oft "verkrachte Existenzen". Ihren eigenen Selbstwert macht sie bis dahin auch viel an Geld und materiellen Dingen fest.
Ein "Traumjob" ist das Huren- Dasein für sie längst nicht mehr. Jedoch muss sie immer wieder feststellen, dass sie nur auf diese Weise "auskömmlich leben" kann, um nicht von Sozialhilfe oder anderen, „miesen“ und miesesten Jobs abhängig zu sein. Als sie einmal als Kellnerin arbeitet, muss sie feststellen, dass ihr Gehalt dort für einen ganzen Monat dem eines "schlechten Wochenendes" in ihrem alten Sexclub entsprochen hat. Ernüchtert darüber, kehrt sie immer wieder in die Prostitution zurück; dabei hoffend, dass sie sich möglichst nicht "unter Wert verkauft"; doch sieht sie sich so manches mal immer wieder gezwungen, genau das zu tun.
Als sie endlich mal wieder in einem besseren Bordell anschaffen gehen kann, erhält sie von einem psychisch kranken (manisch- depressiven) "Stammgast" einmal eine abenteuerliche Einladung, diesen auf einem ganz speziellen "Urlaub" auf Mallorca (?) zu begleiten. In einem dortigen Sexclub macht sie schließlich Bekanntschaften mit dortigem weiblichen "Personal", woraus sich für sie die einmalige Möglichkeit ergibt, fortan im warmen Mittelmeer auf recht angenehme Weise ihr Geld zu verdienen. Nach ihrem Leben voller Höhen und Tiefen ergreift sie die Gelegenheit, so endlich wieder dem „Glück ihres Lebens“ näherzukommen. Sie zieht auf die Insel.
Da sie Geld, hohen Lebensstandard und persönliche Freiheit liebt, vor allem aber Ersteres, hat sie sich inzwischen zur wahren "Akkord- (Sex-) Arbeiterin" entwickelt, und ist bereit, für viel Geld auch "viel zu machen". In ihrem Sexclub arbeitet sie nun z.T: auch als Striptease- Tänzerin. Hauptsache, die Kasse stimmt. Währenddessen wächst ihr Sohn bei seinen Großeltern auf; jedoch hält sie mit diesem immer Kontakt; und ihr ist wichtig, dass es ihm gut geht.
Während ihr Club jedoch während der Wintermonate regelmäßig schließt, sie aber auch dann auf viel Geld nicht verzichten will, "tingelt" sie in diesen Zeiten wieder regelmäßig auch in drittklassigen Insel- Puffs, wo sie Bekanntschaften mit üblen Zuhältern und drogenabhängigen "Arbeitskolleginnen" macht. Sie selbst lässt davon die Finger (lediglich Alkohol spielt immer mal wieder eine (geringere) Rolle); und geht auch Zuhältern immer aus dem Weg. Das "Milieu" kommt ihr immer brutaler vor.
Als ihre regulären "Einkommensquellen" in schweren Zeiten gänzlich wegzubrechen drohen, ist sich Lisa auch nicht zu schade, zeitweise auf dem Straßenstrich anschaffen zu gehen. Sehr vorsichtig, und misstrauisch gegenüber Unbekannten, lässt sich Lisa nur selten auf Orte und Typen ein, wovon Gefahr für sie ausgehen könnte. Dennoch wird sie zwischendurch auch brutal vergewaltigt und gerät in für sie erniedrigende Situationen.
Inzwischen weiß ihr Bruder längst von ihren "Einkommensquellen"; jedoch verbessert sich das Verhältnis mit der Zeit untereinander wieder. Als sie diesen in Deutschland mal wieder besucht, erfährt sie, wie dieser beim Versuch, sich als Diskotheken- Besitzer eine Existenz aufzubauen, scheitert, nachdem er von türkischen Bandenmitgliedern mehrfach krankenhaus geschlagen wird.
Ihrem Sohn geht es unterdessen gut, und zu ihrer großen Freude ist er auch ein hervorragender Schüler, den sie nun aber zu sich auf ihre Insel holen will. - Was nicht einfach ist, da dessen Großeltern ihn inzwischen als "ihren Sohn" ansehen und sich nur sehr schwer von ihm trennen können. Doch auch auf Mallorca (?) entwickelt sich der Sohn prächtig. Inzwischen hat sie dort einen jungen Geschäftsmann kennengelernt, mit dem sie zusammenlebt. Doch weiterhin hält sie selbst vor ihr nahestehenden Menschen ihre "Doppel- Existenz" i.d.R. geheim.
Während nun kaum etwas ihr Glück trüben kann, entwickelt sie jetzt aber geheimnisvolle, psychosomatische Erkrankungen, wird apathisch und ängstlich.
Währenddessen arbeitet sie kaum noch in ihrem "angestammten Beruf"; auch um ihre beziehung zu ihrem neuen Freund, sowie zu ihrem Sohn nicht zu gefährden. Sie hat sich unterdessen privat "weitergebildet" und zu einer versierten "Web- Designerin" u.A. entwickelt, wodurch sie auch imstande ist, auch für sich selbst "Erotik- Web- Seiten" im Internet zu konzipieren; auch eine neue Einkommensquelle.
Endlich erkennt ein Arzt ihre anhaltenden und sich verstärkenden Probleme, der sie zur Heilung für eine Langzeittherapie in ein privates Sanatorium nach Deutschland schickt, wo ihre Phobien, aber wegen ihrer "geheimnisvollen Erkrankungen" auch die sich mittlerweile eingestellte Medikamentenabhängigkeit letztlich erfolgreich behandelt werden kann. Währenddessen lebt ihr hochbegabter Sohn weiterhin auf Mallorca bei ihrem reichen Lebenspartner, der für dessen Kosten in dieser Zeit aufkommt.
Nach ihrer Genesung bleibt sie zunächst in Deutschland, wo sie in einer Art Bordell "auf eigene Rechnung“ anschafft", um schließlich dort zur "Bordell- Pächterin" aufzusteigen. Ihre zahlreichen Ideen und teuren Reformversuche dort werden aber von ihren "Mieterinnen" zu ihrem großen Erstaunen nicht akzeptiert (obwohl für diese gedacht!). Entmutigt gibt sie schließlich auf und geht zurück nach Mallorca.
Ihre dort verbliebene Beziehung hat sich aber inzwischen auseinandergelebt. So trennt man sich im Guten. Mit ihrer Tätigkeit in der Prostitution geht sie inzwischen offener um. Auch ihr (Ex-) Freund weiß inzwischen davon. SIe findet immer mehr Freunde, die ihren Beruf akzeptieren.
Selbstbewusst geworden, versucht sie nun endlich, ihren eigenen, besonderen (S/M-) Neigungen mehr nachzugehen. Für ihre potentielle, möglichst devote Kundschaft hat sie dabei einen "7. Sinn" entwickelt. Hierbei will sie ihre Neigungen als "Domina" nicht mehr verstecken. Dabei geht sie schließlich sogar so weit, dass sie manchmal offen als Domina über die Insel zieht (!), wobei sie sich z.T. sogar von ihren devoten „Kunden“ in einem Wagen ziehen lässt ... Vielen sind so ihre Neigungen und ihre Profession bekannt. Über ihre Internet- Website gewinnt sie so schließlich immer mehr auch internationale Kunden, die zu ihr auf die Insel kommen, um von ihr "exklusive Erziehungen" zu "genießen", u.Ä. "Gewöhnliche Sexpraktiken" lehnt sie immer mehr ab; sie hat ihre Berufung als Domina gefunden ...
Nur "die große Liebe" hat sie noch immer nicht gefunden (was zugegebenermaßen ja auch unter diesen Bedingungen nicht ganz einfach ist); hält danach jedoch weiterhin Ausschau ...
Inzwischen ist sie seit 20 Jahren im "Käuflichen Gewerbe" tätig.

Fast wie in einem guten Unterhaltungsroman führt die Autorin den Leser durch die vielen Auf's und Ab's ihres sicherlich nicht gewöhnlichen, aber irgendwie faszinierenden Lebens. Dabei gelingt es ihr, die Sympathie des Lesers zu erlangen.
Am Ende des - 267 Seiten umfassenden - Buches scheint es ein (vorläufiges) "Happy End" zu geben; die Autorin ihr Glück, nach dem sie ihr Leben lang gesucht hat, endlich gefunden zu haben; ihr Leben scheint in "ruhigere Bahnen" gekommen zu sein; auf ihrer "Insel" ist sie glücklich und hat ein "Zuhause" gefunden (ich nehme an, es ist Mallorca; auch wenn die Autorin das nicht direkt erwähnt; jedoch ist am Ende des Buches zu den „Angaben zu ihrer Person“ von Mallorca die Rede).
Dabei ist dieser (Lebens-) "Bericht" hier weitgehend eher nüchtern abgefasst. Die Autorin versucht, Wertungen zu vermeiden, Niemanden (direkt) anzuklagen (außer natürlich ihre Vergewaltiger); "analysiert " ihr Leben nicht, o.Ä. Sie "schildert" lediglich ihr Leben; weswegen einzelne Leser von dem Buch etwas enttäuscht sein könnten, da sie evtl. etwas anderes erwartet hatten. - Aber entsprechend dem Untertitel des Buches handelt es sich hierbei ja auch ("nur") um eine SCHILDERUNG! (die jedoch durchaus spannend sein kann).
Die Autorin bleibt so weitgehend sehr sachlich. - auch in den zahlreichen Schilderungen ihrer (vielen) sexuellen Erlebnisse. Sie bereut ihr Leben nicht und klagt kaum Jemanden an; sie will kein Mitleid. Ihr Leben hat sie weitgehend selbst gewählt (wenn vielleicht auch anders gewünscht); sie scheint hier ohne Zorn auf dieses zurückzublicken; sie ist ein positiver - und vor allem ehrlicher - Mensch. Sie hat ihr Leben in eigener Verantwortung, oft alleine und ohne fremde Hilfe, mutig gelebt. Das macht sie mir zumindest sympathischer als andere (Ex-) Prostituierte, die über ihr Leben geschrieben haben, wie z.B: Lisa Müller, deren Autobiografie von Widersprüchen nur so strotzt, und die z.B. "die ("ekelhaften") Männer" für ihr "verpfuschtes Leben" verantwortlich machen will, obwohl sie immer wieder gesagt hat, dass es ihre "eigene Wahl" war, dass sie immer vor allem "scharf nach dem Geld war", u.Ä. (!) (Glaubwürdigkeit dabei = Fehlanzeige!).
Dies alles macht Lisa Moos hier doch zumindest recht glaubwürdig.

In dem Buch wird deutlich, dass das letztlich „erfolgreiche“ Leben der Autorin vor allem auch deren Freunden (innerhalb und außerhalb des „Milieus“) zu verdanken ist, die ihr immer wieder geholfen haben und hier oft Erwähnung finden; und wohl auch aufgrund des Verzichtes, ganz in der „Halbwelt“ zu „versinken“, sondern immer noch „mit einem Bein“ im „bürgerlichen Leben“ zu verbleiben (so sind z.B. ihre Lebenspartner ja nie selber im „Milieu“!).

Während die Autorin hier eher poitiv auffällt (stark; intelligent; ehrlich; mutig; selbstbewusst; denkt positiv; "Gute Hure"; liebt ihre Kinder; ...), gibt es hier auch Einiges, was man nicht unbedingt verstehen wollte (warum gibt sie ihr Kind "so einfach" zur Adoption frei?; ihre "schnelle" Bereitwilligkeit, ihren Körper für Luxus zu verkaufen; Bescheidenheit scheint nicht gerade ihre Stärke zu sein; ...).

Dass die Autorin ihr Leben als Postituierte mit vielen positiven Aspekten verbindet, wird viele Leser vielleicht verwundern? Andererseits ist es ein Verdienst der Autorin, dass sie hierdurch mit gewissen Klischees aufgeräumt hat.

Übrigens gibt das Buch Hinweise zur Motivation der Autorin, "Domina" zu sein (frühe negative sexuelle (Vergewaltigungs- ) Erfahrungen; ihre ganz "spezielle Art", sich am Leben zu "rächen"; Ausdruck dafür, sich nicht "Unterkriegen" zu lassen; Machtbedürfnis nach einem "ohnmächtigen LEben"...?).

Trotz der Authentizität, die das Buch insgesamt auszeichnet (u.A. auch durch den Verzicht auf einen "Ghostwriter"), fällt die recht harmlose Zeichnung des Rotlicht- Milieus der Autorin auf; so gerät das Buch nicht gerade zur "Mahnung", "diesen Weg zu bestreiten", obwohl die Verstrickung des "Milieus" mit Gewalt (Zuhältern) und Drogen, Menschenhandel, usw. der Autorin sicher nicht unbekannt waren.

Dennoch: Ganz klar eine Bereicherung für den Buchmarkt!


Das erste Mal und immer wieder: Autobiografische Schilderung einer Prostituierten
Das erste Mal und immer wieder: Autobiografische Schilderung einer Prostituierten
von Lisa Moos
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5.0 von 5 Sternen Autobiografische SCHILDERUNG aus dem Leben einer Prostituierten!, 26. März 2015
Ich bin eher zufällig auf das Buch vor einiger Zeit gestoßen (ich habe die 3. Auflage von 2006, die allerdings ein anderes Cover- Bild hat (Frau in hohen Schaftstiefeln in "Leder- Look"; an Hauswand in einer Gewerbe (?) - Gegend lehnend)). Da mich das Thema aber sehr neugierig machte, es reale Begebenheiten auf "ungewöhnlichem", eine gewisse Spannung implizierendem, "geheimnisvollem" (bz. "geheimen") Hintergrund (Prostitution) darstellte, über den man sonst wirklich ja kaum etwas erfährt, habe ich mir das Buch dann besorgt.
Zum Zeitpunkt von dessen Erscheinen habe ich davon erstaunlicherweise nichts gehört, obwohl das Buch ja - verständlicherweise - ein "Bestseller" (?) wahrscheinlich gewesen ist. - "Verständlich", weil das Buch gut geschrieben ist, überraschend ehrlich und aufrichtig; man sich als Leser nicht "vereimert" fühlt; interessante Inhalte wiedergibt; es einen "Tabu"- Lebensweg beschreibt; über dieses Thema vorher hierzulande fast noch nichts auf dem Markt war; das Thema aber sicherlich ein "Reiz- Thema" ist, für das es sicherlich ein Publikum gibt, und das - auch aus Mangel an anderer entsprechender Litratur - damit eine "Marktlücke" geschlossen hat. Weniger erstaunlich ist, dass nach Erscheinen dieses (erfolgreichen) Buches dann weitere aus dem "gleichen (Huren-) Genre" hierzulande folgten; auch diese Autorin hier hat diesem BUch ja dann wenig später noch eine "Fortsetzung" folgen lassen.
Dabei bleibt es erstaunlich, dass dieser erst im Jahr 2005 (in der 1. Auflage) erschienene autobiografische "Tatsachenbericht" über den Werdegang einer (vielleicht nicht ganz "gewöhnlichen") Prostituierten damals fast eine Art "Neuerung" auf dem hiesigen Buchmarkt darstellte. - Obwohl "Stories" dieser Art aus dem "Ältesten Gewerbe der Welt" beinahe so alt sind, wie die Erfindung der Schrift selbst, und in beinahe allen "Kunstepochen" vertreten sind; spätestens aber bereits in den 1970er Jahren mit Christiane F.'s biografischem und sehr erfolgreichen, international vielbeachtetem ("Skandal"-) Buch "WIr Kinder vom Bahnhof Zoo" auch in sehr ungeschönter, drastisch- direkter, z.T. verstörender, vor allem aber realistischer Weise vorliegen. - Hier ist die Frage berechtigt, warum danach kaum mehr Bücher dieser Art auf dem BUchmarkt erschienen? (Auch wenn vielleicht verständlich ist, dass Frauen dieses Gewerbes nicht gerne darüber - in der "Öffentlichkeit" - berichten; oder wenn man bedenkt, dass nicht Jede "schreibbegabt" ist wie diese Autorin hier; man hätte das doch zumindest unter Pseudonym o.Ä., ggfs. unter Mitwirkung von "Ghostwritern" veröffentlichen können; interessierte Leser hätte so ein Buch bestimmt gefunden!).

Der TITEL dieses Buches stellt einen Zusammenhang dar zum "ersten Mal" der Autorin, das eine Vergewaltigung war, und den "Spätfolgen" (?) als diese Tätigkeit "gewerblich Ausübende"; es spannt einen Bogen zwischen "Last und Lust", Missbrauch und freier Entscheidung; Jugend und späterem Leben der Autorin. Wem beim Betrachten des Covers dann immer noch nicht klar sein sollte, um was es in diesem Buch geht, für den spricht dann der Untertitel Klartext ("Autobiografische Schllderung einer Prostituierten"); einerseits nüchternt; aber irgendwie auch wieder etwas reißerisch.

Der STIL des Buches ist eher ein - zuweilen etwas (zu) nüchterner) - "Bericht", der nicht besonders viele Gefühle der Autorin zulässt; die Handlung wird nicht übermäßig "spannend" beschrieben. Die AUtorin gibt Einblicke in ihr Leben; bestimmte Zeiten und Ereignisse stehen im Vordergrund. Allerdings besteht das Buch aus zahlreichen, hier sehr direkten, z.T. etwas "schockierenden", "expliziten (Sex-) Szenen", in denen auch "Abgründe menschlichen Sexualverhaltens" nicht selten und ausführlich beschrieben werden. DIe Autorin (oder vielleicht nicht eher der Verlag?) gingen offenbar davon aus, dass diese sehr intimen Schilderungen das Buch spannender machen würden, und offenbar auf ein großes Interesse der meisten Leser stoßen würden? Auf jeden Fall stellen diese "unmittelbaren" Szenen eine Seltenheit in der Literatur dar; vielleicht war das in dieser "mutigen", offenen Darstellung sogar überhaupt eine "Neuerung" in der Literatur? (in der "Generation Sex" würde das heute zwar kaum jemand mehr beanstanden; in früheren Zeiten wäre dieses Buch daher mit SIcherheit indiziert worden!). Der Leser hat sich aber auf jeden Fall auf sehr drastische "Szenen" aus dem (professionellen wie privaten) Sexleben der Autorin einzustellen! Dass die Autorin bei diesen Passagen im Buch eine sehr drastische, derbe, "vulgäre" Sprache gewählt hat, fällt nur zu sehr auf, und kann kein Zufall sein: während die einen Leser davon etwas abgestoßen sein könnten, spiegelt andererseits diese Sprachwahl natürlich die Beziehung der Autorin wieder, für die Sex vor allem Bedürfnisbefriedigung darzustellen scheint, und eine ganz und gar unromantische (aber realistische!) Tätigkeit ist, die zwar Spaß machen kann, aber vor allem egoistisch Triebe befriedigen soll. Ich selbst bin mir dennoch nicht ganz schlüssig, ob dieser Sprachstil in diesen "Szenen" eine gute Wahl war; auf jeden Fall wirkt er sehr provokativ. Außerdem würde mich zumindest eine bewusste "Berechnung" der Autorin (oder deren Verlag), diesen Stil, der an "Pornographie" erinnert, nicht wundern, um ein vor allem an derartiger "Ausschmückung" solcher Szenen interessiertes Lesepublikum zu befriedigen. Ganz "seriös" kommt mir dieses Unterfangen dann aber nicht mehr vor. Strören tat zumindest mich das aber nicht weiter.
Das Buch richet sich nicht immer streng nach einem "chronologischen Faden". Gleich das erste Kapitel handelt von einer Szene in einem "Privatclub", mit einem "solventen Herrn" und der Autorin, die hier sehr drastisch geschildert wird, und die den Leser bereits - auch sprachlich - auf den Inhalt des Buches "vorbereitet". Auch ihr Verhältnis zu ihrem etwas "ungewöhnlichen" Beruf und zu ihrer "Kundschaft" wird hier bereits deutlich. Nicht Jedem wird dabei der Aufbau des BUches nur gefallen, wenn die Autorin hier gleich zu Beginn praktisch "mit der Tür ins Haus fällt". Auch Zwischendurch "begegnen" dem Leser immer wieder "Szenen" aus dem Leben der Autorin - als einzelne Kapitel -, die mit der sonst recht chronologisch orientierten Geschichte nichts zu tun haben (Vor- bzw. Rückblicke), was z:T. etwas verwirrend ist.
Das Buch ist ganz klar - insbesondere aufgrund der explizit geschilderten Sexszenen - ein ERWACHSENEN- BUCH. Kinder würden es nicht verstehen. Und auch, wenn hier meines WIssens keine Altersbeschränkung vorliegt, so würde ich das Buch doch selbst Jugendlichen eher vorenthalten. - Nicht, dass diese nichts von Sex wissen sollen (oder tatsächlich schon längst wissen); aber der hier geschilderte Sex ist nunmal aus einem bestimmten Blickwinkel geschildert, im Rückblick einer "Professionellen", den Jugendliche erst einmal richtig einzuschätzen lernen müssen. Denn die Autorin hat viel Erfahrung, hat "alle Höhen und Tiefen" eines "Sexlebens", einschließlich etlicher "Perversionen" hinter sich. Sie schreibt offenbar ohne Rücksicht auf Jugendliche und deren Verständnis. Daher würde ich das Buch denen auch nicht zu lesen geben (auch wenn die natürlich äußerst neugierig wären). Um das Buch zu lesen, sollte man m.E. schon eine gewisse Lebens- (und Sex-) Erfahrung haben.
Immer wird der Autorin vorgeworfen, sie hätte mit entsprechenden Szenen aus dem Buch vor allem "Männer- Phantasien" bedient. Diese Art von Berechnung ist durchaus möglich, dass auch Männer auf diese Weise das buch lesen würden (im Ernst: wann lesen Männer überhaupt schon mal Bücher? (abgesehen von beruflichen Verpflichtungen?)). Eigentliche "Zielgruppe" sind sie dennoch nicht. Die hier beschriebenen ("realen") "Phantasien" sind aber tatsächlich eher "Frauen- Phantasien", die Frauen ansprechen und eher für Frauen typisch sind (das stellt man auch dadurch fest, wenn man mal zum Vergleich die "typisch verdächtige" Frauen- (Erotik-) Roman- Literatur à la Danielle Steel u.Ä. hinzuzieht). Auch wird das Buch eher Frauen ansprechen und wird ja nicht zufällig bei vielen Buchhändlern auch unter der Rubrik "Frauen(erfahrungs-) Literatur" eingeordnet. Der Vorwurf, dieses Buch sei ein "Porno für Männer" ist daher wohl nicht ganz korrekt. Im Übrigen besteht nur ein verhältnismäßig kleiner Teil des Buches aus entsprechenden "Szenen"; diese sind in dieser Autobiografie wohl eher "schmückendes (wenn auch unterhaltsames) Beiwerk".
Ob die Autorin wirklich all diese "Szenen" so erlebt hat, ist wohl eine "Glaubensfrage". Aufgrund meines allgemeinen Eindrucks über das Buch halte ich das aber für zumindest möglich und realistisch (möglicherweise hat die Autorin dennoch ein ums andere Mal etwas "dazugedichtet"). Andererseits ist es wohl nicht vermessen zu sagen, dass die Offensichtlickkeit, mit zahlreichen, derart "drastisch" geschilderten Szenen die Leserschaft zu "schockieren", bzw. zu "fesseln", nicht zu leugnen ist, sondern wohl Berechnung darstellt (vermutlich von Seiten des Verlags). Dieser Hintergrund - derartige "Sensationen" ständig fokussierend - ist natürlich etwas "unseriös". "Pornographie" ist das Buch dennoch m.E. nicht, weil nicht (einziger) Schwerpunkt; "Erotik" trifft es da schon eher.

Schwerpunkte dieses sehr ehrlichen und durchaus lesenswerten Buches sind - wenig verwunderlich - die mannigfachen sexullen Erfahrungen der Autorin (wobei natürlich hier nur ein kleiner Teil der angblich "über 2000 sexuellen Erfahrungen" der Autorin "abgehandelt" werden kann) ; ihre "sexuelle Entwicklung" (vom missbrauchten, schüchternen, rebellischen Kind über ihr Leben als "Professionelle" in verschiedenen "Formen" ("Club- Girl"; verschiedene Bordelle; Straßenhure); über ihre (recht kurzzeitige) Existenz als "Bordellchefin"; bis hin zur "leidenschaftlichen Domina"); ihr "Weg zur professionellen Hure"; ihre Höhen und Tiefen dabei; ihre Beziehungen zu Männern (vor allem privat); anfangs z.T. ihre Jugend; auch ihre Kinder finden später Erwähnung, an denen sie offenbar sehr hängt; auch wenn diese - aufgrund der Persönlichkeit und zwischenzeitlicher Probleme der Autorin - auch immer wieder bei ihrer Mutter zu leiden haben.
WIchtig scheint der Autorin zudem vor allem zu sein, dass sie immer eine "Gute Hure" war; dass ihr dieses ernst ist, und was sie darunter versteht, wird im Buch deutlich (ob sie eine "gute Ehefrau", oder gar eine "gute Mutter" war, ist da schon fraglicher; aber sie hat es zumindest immer wieder versucht zu sein); z.B. will sie immer recht "fair" gewesen sein, zu "Kunden" wie "Arbeitskolleginnen"; versuchte stets, ihre "Arbeit" zur "möglichst vollkommenen Zufriedenheit" ihrer Kunden zu machen, usw.
Auch wenn die Autorin hier sehr ehrlich, offen ist, und kaum etwas "Intimes" dem Leser vorzuenthalten scheint, so "richtig nahe" kommt sie dem Leser nicht immer; so fragt man sich: was interessiert die Autorin neben ihrem Beruf und ihrer Familie? Auch über das Rotlichtmilieu im Allgemeinen (trotz entsprechender Buchbeschreibungen) erfährt man eher wenig; ebenso ist das Buch kaum eine "Darstellung über die derzeitige Situation der Prostituierten in Deutschland", worauf manche Beschreibungen "aufmerksam machen"; aber das Buch ist keine entsprechende "Studie"; die Autorin beschreibt hier nämlich lediglich ihre eigenen, persönlichen Erfahrungen; wie es um das Rotlichtmilieu oder andere Prostituierte bestellt ist, erfährt man hier nicht! (diesen Anspruch - das muss man aber der Autorin zugestehen - hat sie auch selbst nie erhoben).

IN DEM BUCH schildert Lisa Moos ihren "Werdegang" als "Professionelle". In einem Dorf nahe Göttingen (?) in einer "Normalen", arbeitenden Familie, mit Geschwistern, aufwachsend, verliert sie schon früh ihren geliebten Vater; die lebensfrohe Mutter geht eine neue Beziehung mit einem anderen Mann ein, den die junge LIsa aber nur bedingt akzeptiert, und in dessen Haus die erst 11- jährige zum ersten Mal - von einem gesissen "Opa Hans" - vergewaltigt wird.
Völlig verstört über das Erlebnis, und dieses in keinster Weise einordnen könnend, entwickelt sie sich fortan zu einem psychisch aufflälligen Kind, das ständig die Schule wechselt, diese auch vermehrt schwänzt, Beschwerden ohne Feststellen der Ursachen (z:B:Kopfschmerzen) bekommt; rebellisch auftritt; sich vernachlässigt; ... Ihre Familie weiß nicht, was mit ihr los ist; und auch sie selbst weiß es nicht. Lediglich eine Tante ahnt Missbrauch, was aber ohne Folgen bleibt.
VOn Niemandem lässt sich das aufsässige, "schwierige" und undisziplinierte Kind nun etwas sagen, so dass auch wohlmeinende Mitmenschen es allmählich aufgeben, sie noch beraten oder erziehen zu wollen; ihre Lehrer; und schließlich auch ihre Familie. Aus allen Schulen geflogen, und sich weigernd, sich unterzuordnen, verbringt die Außenseiterin nun -äußerlich provokativ und verwahrlost erscheinend - ihre Tage vor allem in dem abseits gelegenen Haus eines heruntergekommenen Alkoholikers und dessen Tochter, sich der Zukunft und ihren Mitmenschen sonst weitgehend verweigernd, als auch ihre Mutter schließlich stirbt.
Als sie ihre ersten männlichen Partner hat, hat sie nun auch öfter (gewollten) Sex; ist von diesem aber i.d.R. enttäuscht. In ihrem Dorf ist sie nun dafür bekannt, "leicht zu haben" zu sein.
Als sie als 15-jährige dann von einem Cousin in betrunkenem Zustand auf einer Sylvesterparty vergewaltigt wird - sie hat bereits schon etliche Sexualerfahrungen gemacht - wird sie davon zum 1. Mal schwanger. Völlig mittellos, aber mit dem festen Vorsatz, dieses ungewollte Kind abzutreiben, sieht sie schließlich keine anderen Wege, als Kontakt mit "reichen Freunden" aufzunehmen. Die "Rechnung geht auf", als sie in einem Café "zufällig" einen solventen Herrn auf Geschäftsreise kennenlernt, von dem sie sich einladen lässt, und sich mit ihm in einem Hotel "vergnügt". Hierbei stellt sie zum 1. Mal fest, wie viel Spaß ihr Sex machen kann, obwohl sie ja zunächst "finanzielle Interessen" dabei hatte, was der Mann aber zunächst nicht erfährt. Die Beiden "wandeln" diese Beziehung" zu einer "Langzeitbeziehung" um, in der alle Beteiligten voll auf ihre Kosten kommen, ohne dass sie das Verhältnis als Prostituition verstanden wissen wollen. Nichtsdestotrotz erhält Lisa von diesem älteren Freund die gewünschte Abtreibung - in Frankfurt - bezahlt. "Das Nützliche mit dem Angenehmen verbindend" erkennt durch diese Erfahrung Lisa nun die Vorteile sexueller Verhältnisse mit (reicheren) Männern für sich; zumal sie mittellos, ohne Ausbildung und Schulabschluss ist.
IN einer späteren Notsituation vermittelt ihr eine Freundin schließlich eine Stelle als "Club- Girl" im örtlichen Privat- Sex- Club "Champagnerkelch". IN diesem "geheimen Club" macht sie fortan zahlreiche sexuelle Männerbekanntschaften und entsprechende Erfahrungen; sie lernt Männer, deren verschiedenen Wünsche, sexuellen Perversionen und Schwächen kennen und auszunutzen. Die attraktive junge Frau gewöhnt sich daran, viel Geld zu haben. Ihre Arbeit macht ihr z:T: durchaus Spaß; sie findet gefallen an dieser und dem lockeren Verhältnis zu ihren Arbeitskolleginnen, u.A.; sie ist fasziniert vom Rotlicht- Milieu.
Sex ist für sie inzwischen etwas völlig Normales, woran sie oft Spaß hat; und so unterhält sie auch außerhalb ihres Jobs zahlreiche Männerbekanntschaften, auch ohne finanzielle Interessen. Echte Liebe, Verständnis und Zuneigung findet sie jedoch selten.
Da es für sie sonst nachteilig wäre, lernt sie geschickt, ihren "Job" als Prostituierte zu verschleiern, was nicht einfach ist. Jedoch verscuht sie, "Privatleben von Berufsleben" zu trennen; vor allem, wenn es um ernste Beziehungen mit Männern geht, die sie über ihren Job im Unklaren lässt.
Sehr früh heiratet sie sogar schließlich einen verwöhnten jungen Mann aus reichem Hause, den sie zwar liebt, jedoch dann auch schwer enttäuscht. Mit dem gemeinsamen Kind aus dieser Beziehung trennt sie sich schließlich von ihrem unreifen Ehemann, um einmal mehr "neu anzufangen". Ein langer Sorgerechtsstreit entbrennt nun um den Sohn, bei dem ihr Ex- Mann zwar kein wirkliches Interesse an dem Kind hat; aber dessen Eltern. Als sie diesen gewinnt, gibt sie das Kind dennoch bald zur Adoption frei (!), weil sie sich alleine und überfordert fühlt und es in "gute Hände" geben will.
Sie stellt fest, dass sie fast immer einfacher an etwas kommt, wenn sie "ihren Körper dabei einsetzt", während sie es sonst ungleich schwerer im Leben hätte.
Jedoch kommt der Tag, an dem ihr alter Sex- Club, in dem sie immer so gerne gearbeitet hat, geschlossen wird. Vor dem Nichts stehend, sieht sie sich gezwungen, in drittklassigen "Absteigen" und Bordellen zu arbeiten. An das viele Geld, das sie immer dabei verdient hat, gewöhnt, versucht sie auch dann ihren Lebensstandard zu halten, wenn sie jetzt dafür Sachen machen muss, die sie vorher nicht gemacht hat, viele "Überstunden" machen muss, u.Ä. Ohne richtige Beziehung und Selbstbewusstsein, hat sie jetzt auch privat - meist sehr sporadische - Verhältnisse zu vielen Männern.
In einem besseren Sexclub macht sie eine für sie sehr interessante Erfahrung, als sie sich von dort von einem jungen, reichen "Kunden" zu sich nach Hause einladen lässt, um von ihm in die "Geheimniss des S/M" eingeführt zu werden. Nur kurze Zeit bleibt sie dabei "Sklavin"; danach "dreht sie den Spieß um"; in einer sexuellen Abart, an der sie zunehmend Gefallen finden wird ...
Als sie einmal "down" ist und ihren Bruder in einer fernen Stadt besucht, lernt sie so "Stefan", einen jungen Dachdecker, kennen, mit dem sie ein Verhältnis beginnt, um bald darauf mit diesem ihr nächstes Kind zu haben. Ohne dass dieser davon weiß, ist dieser bald darauf aber für lange Zeit verschwunden (Fremdenlegion). Sie zieht das Kind so alleine auf; ist mit dieser Situation aber überfordert.
Inzwischen geht sie längst wieder "anschaffen"; ohne dieses Geld dabei schafft sie es einfach nicht, ihr Leben zu finanzieren. Außerdem beginnt sie nun - parallel dazu - ein Grafik- Studium an einer Fern- Uni. Ihre Freunde haben selbst meist "Milieu"- Erfahrung; helfen ihr aber oft in ihrer schwierigen Situation zwischen (Sex-) Arbeit, Haushalt, Studium und Kind. Auch bleibt es nicht bei dem einen Kind; aufgrund von "Gewissensplagen" hat Lisa inzwischen auch ihren "Sohn aus 1. Ehe" wieder von dessen Adoptiveltern zurckgeholt. Inzwischen hat sie auch schon negative Erfahrungen in ihrem "Beruf" gemacht, von dem ihr auch nun immer mehr die Nachteile bewusst werden.
Als schließlich der Vater ihres Sohnes, "Stefan", wieder auftaucht, leben die Beiden wieder zusammen, um schließlich sogar zu heiraten. Ihren "Beruf" verschweigt Lisa diesem aber auch weiterhin, obwohl sie in der Ehe weiterhin "anschaffen" geht, um ihr Leben zu finanzieren. - Ihr Leben: das ist kostspielig; und die anspruchsvolle Lisa hat sich inzwischen angewöhnt, ständig neue, teure Einkäufe zu erledigen. Auch ein schickes Auto gehört längst zu ihrem Lebensstandard; die Wohnung ist teuer; ...
Das "Doppelleben", ihre zusätzliche Belastung als Hausfrau und Mutter von 2 Kindern zehren aber an ihren Nerven. Mit ihrem Mann kommt es dazu noch ständig zu Streit, woran aber auch Lisa's sorgloser Umgang mit Geld und ihr hoher Lebensstandard eine nicht unbedeutende Rolle spielen; sowie Alkohol und das ständige Misstrauen und die Eifersucht ihres Ehemanns. Nach einigen "Auf's und Ab's", mit sogar Handgreiflichkeiten und ansteigender Angst Lisa's vor ihrem Ehemann, kommt es auch hier schließlich wieder zur Scheidung.
Nun wieder alleine, dabei überfordert mit 2 Kindern, beschließt man, das jüngere, aufgrund der zerrütteten Bezeihung verstörte und verhaltensauffällige, Kind schließlich zur Adoption frei, während sich das älter Kind positiver entwickelt, und zwischenzeitlich immer wieder längere Zeit bei seinen Großeltern lebt, und so auch vom "geheimnisvollen Doppelleben" seiner Mutter lange Zeit nichts erfährt. Währenddessen gelingt es Lisa schließlich, ihr Studium - sogar "mit Auszeichnung" (!) - abzuschließen.
Da sie aber nicht mehr so viel Geld verdienen kann, lebt sie zwischenzeitlich in heruntergekommenen Stadtvierteln; unterhält relativ "wahllos" verschiedene, kurzlebige Beziehungen mit Männern; oft "verkrachte Existenzen". Ihren eigenen Selbstwert macht sie bis dahin auch viel an Geld und materiellen Dingen fest.
Ein "Traumjob" ist das Huren- Dasein für sie längst nicht mehr. Jedoch muss sie immer wieder feststellen, dass sie nur auf diese Weise "auskömmlich leben" kann, um nicht von Sozialhilfe oder anderen, miesen und miesesten Jobs abhängig zu sein. Als sie einmal als Kellnerin arbeitet, muss sie feststellen, dass ihr Gehalt dort für einen ganzen Monat dem eines "schlechten Wochenendes" in ihrem alten Sexclub entsprochen hat. Ernüchtert darüber, kehrt sie so immer wieder in ihren "Job" als Prostituierte zurück; dabei darauf achtend, dass sie sich möglichst nicht "unter Wert verkauft"; doch sieht sie sich so manches mal immer wieder gezwungen, genau das zu tun.
Als sie endlich mal wieder in einem besseren Bordell anschaffen gehen kann, erhält sie von einem psychisch kranken (manisch- depressiven) "Stammgast" einmal eine abenteuerliche Einladung, diesen auf einem ganz speziellen "Urlaub" auf Mallorca (?) zu begleiten. In einem dortigen Sexclub macht sie schließlich Bekanntschaften mit dortigem weiblichen "Personal", woraus sich für sie die einmalige Möglichkeit ergibt, fortan im warmen Mittelmeer auf recht angenehme Weise ihr Geld zu verdienen. Nach ihrem Leben voller Höhen und Tiefen ergreift sie die GElegenheit so beim Schopfe, so endlich wieder mal dem Glück ihres Lebens, das sie immer angestrebt hat, näherzukommen. Sie zieht auf die Insel.
Da sie Geld, hohen Lebensstandard und persönliche Freiheit liebt, vor allem aber Ersteres, hat sie sich inzwischen zur wahren "Akkord- (Sex-) Arbeiterin" entwickelt, bedient ihre Kundschaft so auch gene im "Doppel- Pack" und ist bereit, für viel Geld auch "viel zu machen". In ihrem Sexclub arbeitet sie nun z.T: auch als Striptease- Tänzerin. Hauptsache, die Kasse stimmt. Währenddessen wächst ihr Sohn bei seinen Großeltern auf; jedoch hält sie mit diesem immer Kontakt; und ihr ist wichtig, dass es ihm gut geht.
Während ihr Club jedoch wärhend der Wintermonate regelmäßig schließt, sie aber auch dann auf viel Geld möglichst nicht verzichten will, "tingelt" sie in diesen Zeiten wieder regelmäßig auch in drittklassigen Insel- Puffs, wo sie Bekanntschaften mit üblen Zuhältern und drogenabhänigen "Arbeitskolleginnen" macht. Sie selbst lässt davon die Finger (lediglich Alkohol spielt immer mal wieder eine (geringere) Rolle); und geht auch Zuhältern immer aus dem Weg. Das "Milieu" kommt ihr immer brutaler vor.
Als ihre regulären "Einkommensquellen" in schweren Zeiten gänzlich wegzubrechen drohen, ist sich LIsa auch nicht zu schade, zeitweise auf dem Straßenstrich anschaffen zu gehen. Sehr vorsichtig, und misstrauisch gegenüber Unbekannten, lässt sich Lisa nur selten auf Orte und Typen ein, wovon Gefahr für sie ausgehen könnte. Dennoch wird sie zwischendurch auch vergewaltigt und gerät in für sie erniedrigende Situationen.
INzwischen weiß ihr Bruder längst von ihren "Einkommensquellen"; jedoch verbessert sich das Verhältnis mit der Zeit untereinander wieder. Als sie diesen in Deutschland mal wieder besucht, erfährt sie, wie dieser beim Versuch, sich als Diskotheken- Besitzer eine Existenz aufzubauen, scheitert, nachdem er von türkischen Bandenmitgliedern mehrfach krankenhaus geschlagen wird.
Ihrem Sohn geht es unterdessen gut, und zu ihrer großen Freude ist er auch ein hervorragender Schüler, den sie nun aber zu sich auf ihre INsel holen will. - Was nicht einfach ist, da dessen Großeltern ihn inzwischen als "ihren Sohn" ansehen und sich nur sehr schwer von ihm trennen können. Doch auch auf Mallorca (?) entwickelt sich der Sohn prächtig. Inzwischen hat sie dort einen jungen Geschäftsmann geheiratet. Doch weiterhin hält sie selbst vor ihr nahestehenden Menschen ihre "Doppel- Existenz" i.d.R. geheim. WÄhrend nun kaum etwas ihr Glück trüben kann, entwickelt sie jetzt aber geheimnisvolle, psychosomatische Erkrankungen, wird apathisch und ängstlich. Währenddessen arbeitet sie kaum noch in ihrem "angestammten Beruf"; auch um ihre beziehung zu ihrem neuen Freund, sowie zu ihrem Sohn nicht zu gefährden. Sie hat sich unterdessen privat "weitergebildet" und zu einer versierten "Web- Designerin" u.A. entwickelt, wodurch sie auch imstande ist, auch für sich selbst "Erotik- Web- Seiten" im Internet zu konzipieren.
Endlich erkennt ein Arzt ihre anhaltenden und sich verstärkenden Probleme, der sie zur Heilung für eine Langzeittherapie in ein privates Sanatorium nach Deutschland schickt, wo ihre Phobien, aber wegen ihrer "geheimnisvollen Erkrankungen" auch die sich mittlerweile eingestellte Medikamentenabhängigkeit letztlich erfolgreich behandelt werden kann. Währenddessen lebt ihr hochbegabter Sohn weiterhin auf Mallorca bei ihrem reichen Lebenspartner, der auf für dessen Kosten in dieser ZEit aufkommt.
Nach ihrer Genesung kehrt sie umgehend zurück; jedoch hat sich ihre Beziehung inzwischen auseinandergelebt. So trennt man sich im Guten. Mit ihrer Tätigkeit in der Prostitution geht sie inzwischen offener um. Auch ihr (Ex-) Freund weiß inzwischen davon. SIe findet immer mehr Freunde, die ihren Beruf akzeptieren.
Selbstbewusst geworden, versucht sie nun endlich, ihren eigenen, besonderen (S/M-) Neigungen mehr nachzugehen. Für ihre potentielle, möglichst schüchterne, devote Kundschaft hat sie dabei einen "7. Sinn" entwickelt. Hierbei will sie ihre Neigungen als "Domina" nicht mehr versteckten. Dabei geht sie schließlich sogar so weit, dass sie manchmal offen als Domina über die INsel zieht (!). VIelen sind so ihre Neigungen und ihre Profession bekannt. Über ihre Internet- Website gewinnt sie so schließlich immer mehr auch internationale Kunden, die zu ihr auf die Insel kommen, um von ihr "exklusive Erziehungen" zu "genießen", u.Ä. "Gewöhnliche Sexpraktiken" lehnt sie immer mehr ab; sie hat ihre Berufung als Domina gefunden ...
Nur "die große Liebe" hat sie noch immer nicht gefunden (was zugegebenermaßen ja auch unter diesen Bedingungen nicht ganz einfach ist); hält danach jedoch weiterhin Ausschau ...
Inzwischen ist sie seit 20 Jahren im "Käuflichen Gewerbe".

Fast wie in einem Unterhaltungsroman führt die Autorin den Leser durch die vielen Auf's und Ab's ihres sicherlich nicht gewöhnlichen, aber irgendwie faszinierenden Lebens. Dabei gelingt es ihr, dass der Leser mit ihr weitgehend sympathisiert, Interesse an ihrem Leben bekommt; mit ihr mitfiebert. Am Ende des - 267 Seiten umfassenden - Buches scheint es ein (vorläufiges) "Happy End" zu geben; die Autorin ihr Glück, nach dem sie ihr Leben lang gesucht hat, endlich gefunden zu haben; ihr Leben scheint in "ruhigere Bahnen" gekommen zu sein; auf ihrer "Insel" ist sie glücklich und hat ein "Zuhause" gefunden (ich nehme an, es ist Mallorca; jedoch erwähnt die Autorin dieses im Buch nicht direkt; scheint aber - auf der letzten Seite - bei den "Angaben zu ihrer Person" daraus hervorzugehen).
Dabei ist dieser (Lebens-) "Bericht" hier weitgehend eher nüchtern abgefasst. Die Autorin versucht, Wertungen zu vermeiden, Niemanden (direkt) anzuklagen, "analysiert " ihr Leben nicht, o.Ä. Sie "schildert" lediglich ihr Leben; weswegen einzelne Leser von dem Buch etwas enttäuscht sein könnten, da sie evtl. etwas anderes erwartet hatten. - Aber entsprechend dem Untertitel des Buches handelt es sich hierbei ja auch ("nur") um eine SCHILDERUNG! (die jedoch stellenweise durchaus spannend sein kann).
Die Autorin bleibt so weitgehend sehr sachlich. - auch in den zahlreichen Schilderungen ihrer (vielen) sexuellen Erlebnisse. Sie bereut ihr Leben nicht und klagt kaum Jemanden an (mit Ausnahme natürlich ihrer Vergewaltiger, u.Ä.!). Ihr Leben hat sie weitgehend selbst gewählt (wenn vielleicht auch anders gewünscht); sie scheint hier ohne Zorn auf dieses zurückzublicken; sie ist ein positiver - und vor allem ehrlicher - Mensch. Sie hat ihr Leben in eigener Verantwortung, oft alleine und ohne fremde Hilfe, mutig gelebt. Das macht sie mir zumindest sympathischer als andere (Ex-) Prostituierte, die über ihr LEben geschrieben haben, wie z.B: Lisa Müller, deren Autobiografie von Widersprüchen nur so strotzt, und die z.B. "die ("ekelhaften") Männer" für ihr "verpfuschtes Leben" verantwortlich machen will, obwohl sie immer wieder gesagt (und geschrieben) hat, dass es ihre "eigene Wahl" war, dass sie immer vor allem "scharf nach dem Geld war", u.Ä. (!) (Glaubwürdigkeit = Fehlanzeige!).
Dies alles macht Lisa Moos doch zumindest recht glaubwürdig.
Auffallen tun bestimmte charakterliche Merkmale der Autorin, die nicht unbedingt "typisch" für eine Prostituierte sind: so scheint sie schon mal sehr intelligent zu sein (hat ja auch u.A. ihr (Fern-) Studium mit Auszeichnung abgeschlossen); darüber natürlich ist sie äußerst stark ; ihr gelingt es, unabhänig und frei zu bleiben (hat u.A. keine Zuhälter); sie nimmt keine Drogen; sie hat durchaus einen gewissen Familiensinn (hang zu ihren Söhnen; will für sie nur das Beste; ermöglicht ihnen ein "gutes Leben"; trotz z.T. Abgabe in Adoption); auch hat sie gewisse "moralische Prinzipien", wenn sie z:B. eine "Gute Hure" sein will (und das auch glaubhaft macht) Das alles sind Eigenschaften, die den Leser natürlich beeindrucken. Auf der anderen Seite sind da natürlich auch ihre Tendenz zu Luxus, materiellen Dingen, Geld, einem bequemen Leben, das sie sich nur durch ein Leben als Prostituierter (in verschiedener Form) erlauben kann. Dabei macht sie ungern Kompromisse; worunter z.T. ihre Beziehungen leiden, und sie dafür oft genug die "Quittung erhalten" hat. Sie räumt auch freimütig ein, dass sie oft (obgleich nicht immer!) großen Spaß und Befriedigung an ihrem "Job" hatte.
Warum sie dieses Buch geschrieben hat, ist nicht ganz klar; schließlich will sie damit ja wohl nicht die "Gesellschaft wachrütteln", o.Ä. (Geld?).


Playboy Magazin Oktober 1993 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 10/1993 STEPHANIE SEYMOURHERB RITTS
Playboy Magazin Oktober 1993 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 10/1993 STEPHANIE SEYMOURHERB RITTS
von Hugh Marston Hefner
  Einzelheft-Magazin

3.0 von 5 Sternen Etwas banale Ausgabe mit Stephanie Seymour, Stephanie Adams; Tätowierungen bei Frauen; Clint Eastwood; Kubanische Frauen; ..., 20. März 2015
VOn dem mittlerweile übr 20 Jahre alten, 142 Seiten umfassende Heft bin ich - auch im Vergleich zu anderen derartigen Magazinen aus dieser Zeit - trotz seiner reißerischen (z.T. aber übertrieben und nicht zutreffenden) Titel etwas enttäuscht. Zwar kann man - je nach Interesse - auch - sogar als jüngerer Mensch - auch heute noch alte PB- Ausgaben lesen, sammeln, nostalgisch werden, oder sich darüber auch nur (angenehm) über den damaligen Zeitgeist informieren; aber insbesondere, wer hier darauf vertraut, dass auch damals schon die Nackt- Models besonders erotisch waren (was sie tatsächlich waren), vor allem aber, dass diese auch etnsprechend fotografiert wurden (was natürlich z.T. auch dem Umstand geschuldet ist, dass man damals noch keine "Hochglanz- Fotos" wie heute kannte), wird hier wohl eher enttäuscht sein. Besonders "aufregend" wirkt dieses Heft dann auch nicht; die Entstehungszeit ist nur all zu deutlich zu bemerken. Okay, stellenweise sind die Mädels hier wirklich nicht schlecht - und mit "STil" - fotografiert; aber in diesem Rahmn wirken die Grazien eher üblich, so dass man sich es Eindruckes nicht erwehrn kann, dass die "Star- Fotografen" hier mehr hätten daraus machen können. Zumindest bilde ich mir ein, ich hätte da schon wesentilch bessere (und , mutigere, "Provozierendere") Fotos in PB- Magazinen gesehen.

Dennoch hier mal hier die - grundsätzlich natürlich auch nicht schlechten - Girls (die sich immerhin z.T: auch in ihrer "Ganzen Pracht" hier zeigen) der verschiednene (immerhin 4) EROTIK- FOTOSTRECKEN.

- PLAYMATE: das angehende schwarze US- Topmodel Stephanie Adams (23) (89-60-86) (12 Seiten);

- Top- Model STEPHANIE SEYMOUR auf 8 Seiten von "Star- Fotograf" Herb Ritts "Kunstfotografisch" als "Meresgöttin" in braun/ weiß inszeniert (zeigt natürlich nicht "alles");

- "Tätowierungen bei (erotischen) Frauen" (auf 8 Seiten) (wurde damals offenbar gerade "modern") (siehe dazu auch Cover- Bild);

- "Die neue Lebenslust auf KUba": Kubanische Inselschönheiten (auf 8 SEiten), - die hier aber - paradoxerweise - "Nicht alles zeigen".

Doch wie immer macht auch hier "Direkte Erotik" eher den klineren Teil dieser Ausgabe aus:

Das "Star- Interview" wurde hier mit dem Schauspieler CLINT EASTWOOD geführt.

Zum Thema (informativ- unterhaltsame) "REPORTAGEN" bietet das Heft einen Bericht über "Deutsche Soldaten in Somalia" (damals aktuell); sowie: die (Traditions-) "Kirmes- Box- Bude der Familie Schlüter".
Die Erfolgsautorin Erika Jong schreibt hier über "Die neue sexuelle Revolution" (wo sie in diesem "Essay" nach traditioneller Machart ahier auch ausgiebig die "Sexgeschichte" und die Auseinandersetzung in früherer Literatur diesbezüghlich bemüht (z.B. Henry Miller)).
Außerdem gibt es hier noch einen "Bier"- Bericht, sowie einer, wie (Film-) "Karrieren unserer Kinsostars (peinlich) anfingen".

Kürzere Artikel widmen sich Wirtschafts- und Geld- Tipps; "Pfeffer" (gewürz); Modelleisenbahnen; Gürtel; (wie damals üblich:) verschiedene "Erfolgs- Männer" (dieser Zeit); ...

Die (erotische) Kurzgeschichte wurde hier von Marshall Boswell beigesteuert ("Fatale Begierde"); ...

AUch wenn sich der PB scheinbar immer treu geblieben ist, hat sich hinsichtlich heute der Schwerpunkt einiger Inhalte evtl aber etwas verschcoben (aber nicht viel) - der "meinungsbericht" der "Expertin" Erika jong z.B. (s.o.) würde in modernere Ausgaben wohl nicht mehr übernommen werden (war aber bei vor allem noch älteren Ausgaben durchaus - in unterschiedlicher Qualität üblich).
Aber natürlich ging es schon damals hier beim PB um Autos, Trends, neue Produkte, Abenteuer, Technik, Musik, Sport, Kultur, Kunst, Buch-, Film- und Musikbesprechungen, Humor, Interviews, Berühmtheiten, Geschenkideen, PB- Ratgeber, ... und natürlich Erotik.
Vom Stil her ist dieses Heft - nicht weiter verwunderlich - eine Mischung aus den alten 80er Jahre- Heften und denen unserer Zeit (wobei man merkt, dass es bis dahin noch eine ganze Weile hin war).

FAZIT: Obwohl ich alte PB- Ausgaben grundsätzlich interessant finde, kommt mir diese hier aber doch etwas "Banal" (und z.T. auch peinlich), und z.T. recht "angestaubt", nicht besonders originell vor; und ohne besonders erwähnenswerte, herausragende "Höhepunkte"; trotz einiger (z.T auch noch ganz gut abgelichteter) attraktiver "Models" hier, die den Gesamteindruck dieser Ausgabe dennoch m.E. nicht mehr von der Bewrtung "unterdurchschnittlich" herausheben können. Denn - zu allen Zeiten - hat es auch schon wesentlich bessere PB- Ausgaben gebeben.
Daher: (gerade noch:) 3/5 Punkten.


Leben in der Arktis: Meine Reisen jenseits des nördlichen Polarkreises
Leben in der Arktis: Meine Reisen jenseits des nördlichen Polarkreises
von Sara Wheeler
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen Ökologische Probleme gut beschrieben; Buch sonst leider äußerst langweilig!, 17. März 2015
Nachdem ich mir - der Titel hatte mein Interesse auf sich gezogen - das Buch - von "National Geographig" - besorgt hatte, und das Buch sogleich zu lesen angefangen hatte, wurde ich schnell enttäuscht, da es meinen Erwartungen in kaum einer Weise gerecht wurde: Gemäß dem Titel rechnete ich nämlich mit einer (persönlichen) Schilderung des "Lebens der Arktis", wie das heute in dieser lebensfeindlichen, z.T: scheinbar "gott verlassenen", aber doch interessanten Region ablaufen würde; aus Sicht einer Person "aus der Zivilisation", von der ich (irrtümlicherweise) ausging, dass sie selbst in der Arktis (eine längere Zeit zumindest) gelebt hätte; das (z.T. ja auch heute noch sehr) harte Leben der (vor allem "indigenen") Bevölkerung geteilt hätte. Denn das war es, was mich interessiert hätte. Ich interessiere mich seit längerer Zeit selber für die Arktis; wobei bei mir der Schwerpunkt eher auf das (heutige) "praktische Leben" der Arktis- Völker liegt; am meisten interessiert mich das Leben derjenigen arktischen Personengruppen, die noch heute relativ "traditionell" leben. Wie würde so ein Leben für einen "Zivilisierten", den es dorthin verschlagen hat, aussehen? Da das Buch relativ neu ist (Originalausgabe von 2009; dt. Ausgabe von 2012), hoffte ich auf relativ aktuelle, dabei möglichst spannend präsentierte Ergebnisse.
Doch wird das - mit 397 Seiten recht umfangreiche - Buch (der Originaltitel "The magnetic North" trifft dasThema wohl wesentlich besser) der britischen "Arktis- Kennerin" Sara Wheeler zumindest diesen Erwartungen nicht gerecht. Die Autorin "lebte" nicht wirklich in der Arktis (zumindest nicht für längere Zeit); und vor allem nicht bei den Ureinwohnern! Sie lebte stattdessen nur kürzere Zeit dort; bei einigen ihrer "Trips" dorthin sogar eher wie (wenn auch sehr interessierte) "Touristin", Urlauberin. Die offenbar eher rudimentär mit wissenschaftlicher Vorbildung ausgestattete, wenn auch interessierte Autorin (meines Wissens hat sie zumindest keine Naturwissenschaften o.Ä. studiert) betrachtet auf ihren "Reisen" hier die in den letzten Jahren ja äußerst stark in Veränderung begriffenen Vorgängen in der Arktis eher wie eine Art "Journalistin", die sich zwar offensichtlich schon lange mit der Arktis auch vorher schon beschäftigt hatte, jedoch im engeren Sinne m.E. kaum als "große Arktis- Expertin" betrachtet werden kann. Stattdessen zitiert sie hier ständig die Aussagen "echter Experten", die sie auf ihren Reisen , quasi "vor Ort", auch zu einem großen Teil selbst kennengelernt hat. Immerhin hätte zumindest ich keinen Zweifel daran, dass die Autorin ein angenehmer Gesprächspartner für die Forscher u.Ä. gewesen ist (zumal diese ja oft auch ein sehr einsames Leben im Hohen Norden führen müssen), dass sie aufrichtiges Interesse an der Arktis hatte, und dass sie die - ihr meist von diesen Experten erklärten - Zusammenhänge, auf die sie in dem Buch öfters eingeht, auch verstanden hat. Mehr noch: da sie (verständlicherweise) über gewisse Vorgänge/ Veränderungen in der Arktis in jüngerer Zeit besorgt ist, ergreift sie hier auch sehr engagiert die Initiative und nutzt die Gelegenheit, um uns auf das, was uns schlimmstenfalls bald bevorstehen wird, - mit starkem Bezug auf das, was die Autorin "vor Ort" selber gesehen hat oder mit den Forschern besprochen -, hinzuweisen, und uns Menschen, die sich offenbar die sich anbahnenden Umweltveränderungen/ -katastrophen zu einem großen Teil sicher selber eingebrockt haben, zu warnen; Stichworte: Klimawandel; bald mögliches "Kippen" des Golfstroms ("Zentralheizung" Europas); Aussterben von Säugetieren (vor allem Eisbären) aufgrund der Veränderung von deren natürlichem LEbensraum; Gründe und Auswirkungen von der ANreicherung von Chemikalien in der Arktis; mögliche und tatsächliche Auswirkungen des unachtsamen Umgangs mit vor sich hinrostenden Atom- U- BOoten und mit radioaktivem Müll, vor allem in der ehemaligen Sowjetunion (aber auch aktuellem Russland); Ungerechtigkeit gegenüber den Arktisvölkern, die unsere (Umwelt-) Sauereien "ausbaden" müssen, obwohl die ARktisvölker selbst kaum aktiv daran beteiligt waren; Gründe und verschiedenste Auswirkungen des rasanten Abschmelzens der Polkappen; und nicht zuletzt natürlich die ethnischen aber auch umweltschutz- Auswirkungen im Hohen Norden, die die zunehmende wirtschaftliche Ausbeutung (vor allem Öl und Gas; aber auch Edelmetalle, u.A). des natürlichen LEbensraumes dieser dort - o ft schon seit MIllionen lebenden Artisvölker für diese hat; ... Dass die Autorin die Thematisierung dieser weiter sich (rasant) im Ablauf befindlichen (meist nicht auf natürliche Ursachen zurückzuführenden) Veränderungen mit diesem Buch mit zur Aufgabe gemacht hat, gehört zu zweifellos den positivsten Aspekten dieses Buches. Außerdem erklärt die Autorin diese Zusammenhänge sehr gut, so dass diese auch problemlos von einem (wissenschaftlichen) Laien verstanden werden können. Diese Passagen wirken dabei z.T. zwar höchst alarmierend; aber niemals langweilig. Besonders hervorzugeben sind in diesem Zusammenhang hier u.A. die Seiten 63-67; 233-234; sowie 313-319. Auffallen tut hierbei, dass die intensivere Auseinandersetzung mit diesen (ökologischen) Themen hier fast ausnahmslos erst in der 2. Hälfte des Buches stattfinden. Hierbei versäumt die Autorin auch nicht, dass auf die besondere Rolle der Artis auch für das allgemeinen Weltklima hinzudeuten; die Tatsache, dass wir ALLE von den starken Veränderungen in der Arktis betroffen sein werden (oder z.T. schon sind); und nicht nur die "Arktis- Völker"! (immer weniger lassen sich unterdessen die entsprechenden Symptome verdrängen).
Hierbei geht die Autorin aber nicht nur auf rein ökologische Aspekte ein, sondern auch auf die "moderneren", neueren Lebensumstände der tradtionellen Arktisvölker (z.B Alkohol- und Drogenprobleme bei den Inuit; Verdrängung des Lebensraumes aufgrund großer wirtschaftlicher Interessen (Erdöl, ...); ...) , die unter den aktuellen Veränderungen wieder oft stark zu leiden haben, z.T. ihre Kultur (weiterhin) bedroht sehen; jedoch z:T. auch (sogar große) Chancen für sich sehen. Außerdem geht die Autorin z.T. auch auf jüngere politische Veränderungen in der Arktis ein, sowie wirtschaftliche Entwicklungen.
Gewissermaßen scheint die Autorin ihren Teil dazu hiermit beitragen zu wollen, weniger allgemein über die Arktis zu informieren, sondern vor allem vor den Folgen der "Globalen Erwärmung" zu warnen; darauf - allgemein verständlich - hinzuweisen. - Das eigentliche Verdienst des Buches, wie ich meine. Allerdings geht dieses Anliegen unter den vielen anderen Aspekten, die in dem Buch besprochen werden, leider fast unter. Hierbei fallen vor allem die ständigen "Diskurse" in die Geschichte der Arktis und vieler Persönlichkeiten, die sie prägten und mit diesen hierzulande in Verbindung gebracht werden, auf: "gefühlte 70 %" des Buches scheinen ständig von diesen "Abschweifungen" zu handeln! (zumindest wäre das Buch ohne diese "Historischen Exkurse" WESENTLICH dünner geworden!). Das wirkt anfangs etwas verwirrend; später z.T. nur noch langweilig oder sogar "überflüssig". Auch wenn - je nach Interessanlage oder Vorkenntnis des Lesers - einzelne "Episoden" dieser Abschweifungen auch mal ganz interessant wirken können, so dürfte dieser "Stil" für die meisten Leser (wie auch mich) doch äußerst ermüdend wirken. - Daher eine "Zumutung"! - Insbesondere Leute, die sich schon mehr mit der "Geschichte der Arktis", deren "heroischem Zeitalter" und den damit in Zusammenhang stehenden Persönlichkeiten beschäftigt haben (die meisten dieser allgemeinen, so hier wiedergegebenen Informationen dürften dann ja längst - nicht zuletzt durch das Internet ("WIkipedia", u.Ä.) - bekannt sein), würden zahlreiche Passagen dieses Buches sicherlich am liebsten überspringen wollen, weil das kaum neuere Erkenntnisse bringt. Allein: diese - an allen möglichen und unmöglichen Stellen dieses Buches - "Ausflüge in die Geschichte der Arktis" der Autorin machen einen großen Teil des Buches aus! (auch wenn sich die Autorin dazu in ihrer "Einführung" zum BUch auf den Seiten 16-18 rechtfertigt).
Nicht zuletzt dadurch kann sich das Lesen dieses Buches zu einer äußerst zähen Angelegenheit entwickeln. - Ich vermute mal, dass die meisten der Leser, die erwartungsvoll sich an das Lesen dieses Buches begeben, es nicht durchhalten, werden, es bis zum Ende durchzulesen. Ich selbst habe zum Abschließen des Buches über 1 Jahr (!) gebraucht. Während ich - enttäuscht - das Buch bereits am Anfang schon wieder weglegen wollte, fielen mir dann später beim erneuten "Durchblättern" des Buches doch noch interessantere Passagen auf, die mich dann dazu bewegten, doch noch einmal - zum WEiterlesen - zu diesem Buch zu greifen. So gab ich dem Buch immer wieder eine Chance; - wurde allerdings dann auch immer wieder erneut von diesem Buch enttäuscht! Der wirklich für mich "lesenswerte Teil", der "persönliche" Nutzen des Buches für mich, reduziert sich im Nachhinein auf wenige Seiten.
Eine gewisse "Unmittelbarkeit" und "Spannung" hervorrufen könnte da dann andererseits der Umstand, dass die Autorin an zumindest vielen dieser im Buch vorkommenden Orten während der Abfassung des Buches selbst anwesend war; die Tatsache, dass sie dann "vor ORt" mit betroffenen Wissenschaftlern, seltener auch mit betroffenen "Eingeborenen" spricht, bzw. mit diesen sogar eine Zeit lang zusammenwohnt; was ja auch wohl ein Schwerpunkt dieses Buches sein soll, diese Perspektive; und was dem (zumindest deutschen) Titel des Buches auch noch am ehesten gerecht werden würde. Auch ist es natürlich durchaus überzeugender, dass die Autorin hier ihre "Thesen" mit Original- Zitaten/ Wiedergaben von Gesprächen von echten Experten, mit denen sie hier auch z.T. "vor ORt" gesprochen hat, "begründet". - Ein "unseriöses" Vorgehen ist das auf jeden Fall nicht; im Gegenteil.
Allein: die Passagen mit dem "Realfilm" in diesem Buch (die tatsächlichen Erlebnisse der Autorin auf ihren "Reisen" hier) wirken kaum "lebendig"; es "passiert kaum etwas"; langweilige "Erlebnisse" werden von der Autorin erzählt, die - aus Mangel an echter Spannung - dann auch nur zu schnell wieder abgleiten in Schilderungen anderer Personen, historische Begebenheiten aus der jeweiligen Region (s.o.), usw. Nur wirklich selten scheint die Autorin hier wirklich mal etwas Interessenates ERLEBT zu haben. Der Leser fragt sich: waren ihre "Erlebnisse" in der Arktis tatsächlich derart LANGWEILIG? Reicht es da nicht schon, dass es hierzulande die längste Zeit im Jahre ebenfalls kalt und trübe ist; dass man selbst vielleicht kein besonders spannendes LEben führen muss; dass die Arktis selbst über weite Strecken ja auch tatsächlich - vor allem aufgrund ihres Wetters und ihrer Menschenleere - für Viele sehr "melancholilsch", "Eintönig" und "Trostlos" ist (obwohl es natürlich auch äußerst schöne Gegenden dort gibt!) . - Zumindest hat man beim Lesen dieses Buches kaum einen anderen Eindruck; auch wenn die AUtorin stellenweise auch immer wieder auf die schönheit gewisser Gegenden aufmerksam macht: überzeugen tut den Leser das hier nicht (immer).
Hierbei fällt aber eine weitere Stärke der Autorin auf, die darin liegt, dass sie ihre Begeisterung und Liebe zur Natur gut - auch in der Schilderung derselben - zum Ausdruck bringen kann. Für den Leser, - der selbst diese Gegenden nicht kennt; noch nicht da wahr - ist das aber nicht besonders spannend; "vor Ort", aus "eigenem Erleben" ist das sicher eine andere Sache. Dennoch wird hier ein gewisses Talent der Autorin zum Beschreiben solcher "Erlebnisse" deutlich, die im Gesamtzusammenhang dann jedoch das Buch auch wiederum nicht wirklich unterhaltsam machen können.
Auffällig sind auch immer wieder im Verlauf des Buches Beschreibungen zu einzelnen Arktis- Sprachen, was nicht wirklich den Leser interessieren muss; jedoch scheint das ein Hinweis auf die Ausbildung der Autorin zu sein (Philologin).

STILISTISCH gesehen, kommt das offensichtliche Talent der Autorin grundsätzlich hier zum Ausdruck; wenn sie ihre einsamen Wanderungen und Eindrücke dabei schildert; wenn sie ihren Humor durchkommen lässt. Obwohl grundsätzlich sympathisch wirkend, wirken aber ihre geschilderten eigenen "Erlebnisse" (mit Anderen) - abgesehen dann, wenn sie im Zusammenhang mit der Erklärung von ökologischen (oder auch z.B: politischen) Themen stehen - meist äußerst langweilig; oft kaum lesenswert.
Hierbei wird die eindeutige SCHWÄCHE der Autorin deutlich, die scheinbar entweder tatsächlich nichts "Aufregendes" erlebt hat (oder "erleben kann"?), oder dem Leser das vorenthalten hat (warum?). AUf jeden Fall gibt es kaum "Aktion"; es fällt auf, dass sie während ihrer "REisen" ständig abschweift zu Angaben der Personen, mit dennen sie es hier jeweils zu tun hat; mit Dingen, die sie mal irgendwo gelesen hat; vor allem aber mit "Geschichten" und Geschichte auf dem Hintergrund des sog. "Heroischen Zeitalters" der Arktis, mit seinen vielen Entdeckern, Expeditionen, usw. - Dieser "abenteuerliche" Aspekt scheint es der Autorin wirklich angetan zu haben; leider sind ihre eigenen Reisen alles andere als "abenteuerlich" (sondern langweilig). Unweigerlich möchte man der Autorin empfehlen, ein Buch über ihre offensichtlichen "Helden" aus der "verwegenen (und all zu oft für diese tödlich endenden) Entdeckerzeit der Arktis" zu schreiben. Allerdings wirkt die Autorin in ihrer auch naiven Bewunderung ihrer "Helden" auch schon wieder fast ein wenig lächerlich.
Beim Buch stellt man sich die (britische) Autorin evtl. als noch jüngere (vor allem aber weibliche) Person vor (tatsächlich war sie aber bei Veröffentlichung dieses Buches schon fast 50 Jahre alt).

Die "Gliederung" des Buches ist ebenfalls wenig überzeugend. Im Einzelnen GLIEDERT es sich in Kapitel, die einzelnen Reisen der Autorin entsprechen:

-"Zur Faszination des Eises" (Einführung);
- Keine Kühe" (Die Arktis im asiatischen Russland);
- "500 Alaskahuren" (Die amerikanische ARktis);
- "Gesteinsbesprechung" (Die kanadische Arktis);
- "Großartige Wege zum Wissen" (Grönland);
- "wachhunde und Wale" (Svalbard);
- "Vier Beine gut" (Lappland);
- "Narrenschiff" (Das Nordplarmeer und seine Passagen) (eine Kreuzfahrt);
- ""Der Geist lebt" (Die Arktis im Europäischen Russland).

Im ANHANG findet sich noch die "In den Kapiteln verwendete Literatur", sowie eine "Auswahlbibliographie".

Das beinhaltet zudem eine (einfach) "Arktis"- Karte (damit der Leser sich im Groben orientieren kann), sowie 22 farbige FOTOS, die sich in der Mitte des Buches befinden. Diese geben einige Eindrücke - in der Art des Cover- Fotos - über die (jüngeren) Arktis- Reisen der Autorin wieder (weitgehend aber nur Landschaften udn Tiere). Obwohl diese im Prinzip - für sich genommen- nicht schlecht sind, kommt dabei aber nur sehr einseitig der Charakter der Erlebnisse der AUtorin in der Arktis zum Ausdruck. Mir fehlten hier vor allem noch Illustrationen, die auf andere Aspekte des BUches hinweisen; diese auch dadurch "spannender" hätten machen können; den Leser auch "bildlicher" in die Erlebnisse der Autorin hätten hineinversetzen können. - Immerhin war die Autorin hier ja nicht als "reine Landschaftsfotografin" unterwegs. Doch dieser Aspekt, das Buch und die "Erlebnisse" der Autorin auch hierdurch unterhaltsamer und letzlich auch lesenswerter zu machen, wird hier leider völlig versäumt.

ÜBERSETZT (von Thomas Bertram) scheint mir das Buch übrigens gut zu sein.

Übrigens kostete das Buch neu (mich) immerhin 14,99 Euro.

FAZIT: Ein 397 Seiten dickes Taschenbuch, mit irreführendem Titel, das sich nicht entscheiden kann, was es sein soll: ständig wechseln sich - oft in wenig überzeugender Weis - eigene (i.d.R. sehr langweiligen) Erlebnisse der Autorin in der Arktis ab mit ökologischen (wenn auch gut formulierten) Erkenntnissen der Autorin, sowie zahlreichen Schilderungen von die Arktis im "Heroischen Zeitalter" prägenden Entdeckern, u.Ä.
Abgesehen von den zeitgemäßen, lobenswerten Hinweisen auf den Zustand der Arktis (und deren Auswirkungen auch auf unser Leben) ein eher langweiliges, zähes Buch, ohne Spannung.
Es war informativ und interessant, über die (enormen) Probleme der Arktis hier zu lesen, die letzlich auch unsere sind/ sein werden, und über die die Autorin gut aufzuklären imstande ist. Aufgrund des insgesamt aber sehr langweiligen Stils/ Aufbaus des Buches, kann ich es nur - begrenzt - unter "ökologischen Aspekten" empfehlen.
Ich selbst habe jedenfalls nach diesem "zähen Vergnügen" keine Lust mehr, ein weiteres Buch von dieser Autorin zu lesen.


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