Profil für Ingmar > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Ingmar
Top-Rezensenten Rang: 3.112
Hilfreiche Bewertungen: 1315

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Ingmar (Offenbach am Main)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
National Geographic - Angriff der Wikinger
National Geographic - Angriff der Wikinger
Preis: EUR 10,99

3.0 von 5 Sternen Die Umstände eines Wikinger- Massengrabs in Dorchester..., 4. Mai 2015
Der Film ist eine - lediglich 45 Minuten lange - (Populär-) wissenschaftliche Dokumentation aus dem Jahr 2011; in unverkennbarer "National Geographic"- Handschrift.
Der Original- Titel: "Viking Apokalypse" spielt auf das Thema des Films schon mehr an (als der etwas weniger aussagekräftige deutsche Titel), dass sich - auf dem Hintergrund eines archäologischen Funds (Massengrab von offenbar hingerichteten Wikinger- Kriegern) - mit der verheerenden Invasion von Wikingern in England im Mittelalter auseinandersetzt, die in diesem Land schon früh damit die "Apokalypse" in Verbindung brachte; in einer Zeit düsterer Prophezeiungen, die sich mit der verstärkten - ungebetenen - Ankunft der "grausamen Barbaren aus Europas Norden" plötzlich zu erfüllen schienen...
Im eigentlichen Sinne geht es hier um den zufälligen Fund eines Massengrabs bei Dorchester (in Südengland) vor einigen Jahren, als bei Straßenarbeiten Bauarbeiter auf ein 1000 Jahre altes Massengrab stießen, in dem 54 Männer - offenbar skandinavischen Ursprungs - einen grausamen Tod durch Hinrichtung erleiden mussten.
Die Archäologin Dr. Britt Bailey geht in dieser Sendung der Frage nach, wer die Enthaupteten waren; in welchem Zusammenhang deren Enthauptung hat stehen können; was an dieser "Schädelstätte" das Besondere gewesen ist; und wie man "die Toten sprechen lassen" kann; z:B. durch Hinzuziehung von Experten aus der "forensischen Archäologie"; oder auch durch das Studium alter Schriften, Heldensagen, u.A.
Die grausamen Exekutionen lassen sich so auf die Zeit des angelsächsischen Königs "Aethelred (dem Unvollkommenen)" zurückdatieren, der in seiner Regierungszeit große Probleme mit Plünderungszügen und Invasionsheeren der Wikinger bekam, die sich verstärkt und auch dauerhaft in "seinem" Reich ausbreiteten; wobei bei deren Bekämpfung Aethelred auf Dauer keine glückliche Hand haben sollte; weder militärisch, noch durch Tributzahlungen ließen sich die gefürchteten "Nordmänner" dauerhaft aus England heraushalten, die stattdessen immer mehr auch zur Gründung eigener Städte und ganzer Reiche auf englischem Boden übergingen, bis sie so schließlich fast ganz England unter die Oberherrschaft ihrer Könige bringen sollten...
Der Film versucht, einige Geheimnisse um das mysteriöse "Wikinger- Massengrab" zu lüften: warum wurden die Wikinger hingerichtet? Wer waren ihre Henker? Warum diese denkwürdige Todesart, bei der die Männer ihren Henkern offenbar bei ihrer Enthauptung durch das Schwert von vorne in die Augen sahen? ("Ehrenhafte, typische "WIkinger"- Hinrichtung"?); Handelt es sich bei den Enthaupteten um die Mannschaft eines (Wikinger-) Schiffs? Waren die so Getöteten "verräterische" Wikinger- Söldner gewesen, auf die man sich dadurch rächte?; Warum wurden die Männer am uralten "Dorset Ridgeway"- Höhenweg, in der Nähe uralter keltischer Grabhügel enthauptet?; ...

Eine Schwäche dieser Dokumentation ist, dass hier nicht immer klar ist, was Tatsache ist, und was lediglich Hypothesen (der Filmemacher und WIssenschaftler) sind. Auch sind einige Gedankengänge nicht ganz nachvollziehbar; z.B. heißt es plötzlich: "... Einiges deutet sehr klar darauf hin, dass es sich hier um Wikinger- Söldner gehandelt haben muss..."; - allerdings weiß der Zuschauer nicht genau, WARUM das so sein sollte; so gibt es hier also einige Unklarheiten im Film, der insgesamt auch recht oberflächlich ist, und die "Wikinger- Invasions- Problematik" nur sehr am Rande beleuchtet, was bei der kurzen Laufzeit des Films (ca. 45 Min.) auch nicht weiter verwundern muss. - Im Grunde dreht sich das Meiste im Film um dieses eine "Massengrab", dessen Entdeckung zwar eine gewisse "Sensation" gewesen sein mag; was aber dem (vor allem deutschen) Titel dieses Films nicht gerecht wird. - Etwas mehr allgemeine Informationen zu dieser "Problematik" hätten mir wesentlich besser und dem Film wohl auch gut getan.
Außerdem hat man am Ende des Films nicht wirklich den Eindruck, dass man jetzt wirklich viel über das "Geheimnis Wikingermassengrab" WEISS; mal ganz zu schweigen von der "Wikinger- Invasion" in England im Mittelalter im Allgemeinen.
So wird insbesondere der Zuschauer, der sich schon länger und intensiver mit den "Wikingern" (in England) befasste, eher enttäuscht über diesen Film sein, der ihm praktisch nichts Neues über dieses "Phänomen" liefert, und wohl auch tatsächlich eine breite Zielgruppe ansprechen will, die sich z.T. nur am Rande, und nicht besonders ernsthaft dafür interessiert.

Aufgrund der Erhöung der Spannung und Verdeutlichung wurden hier einige Szenen mit Schauspielern nachgestellt. - Sicherlich löblich; jedoch kommt es hierbei zu einigen sehr grausam wirkenden Szenen, auf die im Vorspann des Films auch explizit - als "Warnung" - hingewiesen wird. - Die Jugendeinschränkung - FSK 12 - ist darum auch mehr als gerechtfertigt, da der FIlm somit mitnichten ein "Kinderfilm" wäre (ob diese z.T. grausamen Einstellungen auch unbedingt sein "mussten", ist eine andere Frage; andererseits ist ja auch das Thema hier zu einem großen Teil "Gewalt, Kämpfe, Hinrichtung; ...).

Über das MENÜ kann man direkt 12 "Stellen" des Films gezielt anwählen.
"Extras" bietet diese DVD nicht.

Als Sprachen sind außer deutsch noch englisch verfügbar.

Tonformat: Dolby Digital.
Bildformat: 16:9.


Playboy Magazin Dezember 1994 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 12/1994 MARILYN MONROE, NAOMI CAMPBELL, WAYDA
Playboy Magazin Dezember 1994 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 12/1994 MARILYN MONROE, NAOMI CAMPBELL, WAYDA
von Hugh Marston Hefner
  Einzelheft-Magazin

3.0 von 5 Sternen Marilyn Monroe; "Pirelli"- Top- Models; Michael Jackson- Skandal; "Safari"- Club auf St. Pauli; ..., 1. Mai 2015
Mal abgesehen für passionierte PB- Sammler und "PB- Historiker/ -Nostalgiker", fällt es nicht ganz leicht, dieser inzwischen über 20 Jahre alten PB- Ausgabe noch viel abgewinnen zu können; das 158 Seiten lange Heft wirkt natürlich schon recht altbacken; ein großer Teil des Inhalts recht oberflächlich und banal; und auch in erotischer Hinsicht setzten die Bilderstrecken nicht gerade Maßstäbe. Da waren andere Ausgaben schon wesentlich einfallsreicher; und eine entsprechend "designte" Ausgabe würde sich in heutiger Zeit kaum noch Jemand mehr kaufen.- Kinder, wie die Zeit vergeht!
Um so erstaunlicher ist es da, dass dafür damals noch recht viele Kunden recht tief in die Tasche gegriffen haben (9,- DM!). - Aber ("anspruchsvolle") Männer- Unterhaltung war offenbar damals hierzulande recht rar gesät; zumal es ja auch noch kein Internet und kaum TV- Programme gab.
Trotzdem kann es mal ganz interessant sein, sich mit so einem Heft darüber in Kenntnis zu setzen, was die Leute damals so bewegt hat.
Und natürlich ging es auch hier natürlich schon um "Aktuelles", interessante und "wichtige" Menschen; Autos, Trends, neue Produkte, Abenteuer, Technik, Musik, Sport, Kultur, Kunst, Buch-, Film- und Musikbesprechungen, Humor, Interviews, Finanz-, Karriere- und Reisetipps; Kulinarisches; Geschenkideen, PB- Ratgeber, ... und natürlich Erotik.

Dieses Heft war (mal wieder) eine "Marilyn Monroe"- Spezialausgabe". - Man könnte daher annehmen, dass die noch immer recht zahlreichen Fans (?) dieser Darstellerin überwiegend als Zielgruppe dieser Ausgabe angesprochen werden sollten (?), die so immerhin von der damals schon seit über 30 Jahren verstorbenen "Sexgöttin"hier (angeblich) "bisher unbekannte Akt- und Pin-up-Fotos" gezeigt bekommen (auf 14 Seiten); einschließlich eines (alten) (Pin- Up-) "Extra- Marilyn- Posters" (na ja ...).

PLAYMATE dieser Ausgabe war die blonde Hamburgerin Iris Kaufmann (26), die hier nicht nur ihre imponierende Oberweite (Maße: 99-63-89 (bei 1,68 m Größe und 58 kg Gewicht)) vor dem Betrachter enthüllt, und sich durchaus sehen lassen kann...

Eine weitere Erotik- Fotostrecke widmet sich hier der dunkelhäutigen "Soulsister" ELAN CARTER (Tochter des "Temptations"- Lead- Sängers Otis Williams), die sich hier z.T auch komplett hüllenlos zeigt (auf 6 Seiten).

Das war's dann aber schon in Sachen (optischer) Erotik; mal abgesehen von dem Einblick, den das Magazin hier noch vom damals aktuellen "Pirelli"- Kalender gibt: auf 8 Seiten kommt so noch in den Genuss einiger "Schnappschüsse" des Star- Fotografen Richard Avedon von den damaligen Top- Models Nadja Auermann, Naomi Campbell und Christy Turlington, die hier allerdings "all zu viel" auch nicht zeigen...

Die Themen der großen REPORTAGEN dieses Heftes sind zum Einen der damals aktuelle (bzw. schon etwas zurückliegende) "Michael Jackson- Skandal" (Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegenüber einem 13- jährigen Jungen), über den hier einige wichtige Hintergründe - im Rückblick - beleuchtet werden; wodurch der PB zum (wohl richtigen) Schluss kommt: "Es ging von Anfang an nur um Geld..." (der einzige "Skandal" an der ganzen Sache war wohl das Verhalten der (US-) Medien in diesem Fall; und die dubiosen Methoden der "Kläger- Seite". - Aber an MJ's Stelle hätte wohl kaum Jemand diesem für den Star so teuren "außergerichtlichen Vergleich" zugestimmt); thematisiert wird hier auch der offenbar schon damals - durch entsprechende chemische Substanzen - nicht mehr so guten Zustand des "King of Pop"...
Ein weiterer, längerer Bericht nimmt sich anlässlich eines 30-jährigen "Jubiläums" der bewegten Geschichte des ("Kult"-) "Strip- Theaters" "Safari" von Hamburg- Sankt Pauli an.
Eine (Sport-) Reportage ("Freestyle") widmet sich dem "Trickski" und dessen Weltmeister Richard Schabl.
Im "PB Top Ten"- Bericht geht es hier um "10 kultige Classic- Cars".

Weitere (kleinere) Themen sind hier: der Autor T.C. Boyle; Schauspieler Jim Carrey; Autor Jurek Becker; Sänger "Heintje"; "Klassik- Musik"; der Film "Willkommen in Wellville"; "Schöne Kalender"; "Sylvester in Las Vegas"; "Kekse kulinarisch im Test"; ...
Im Bereich TECHNIK "Fernsehen der Zukunft" und "Dolby Surround".

Das große PB- INTERVIEW wurde hier mit dem Schauspieler Klaus- Maria Brandauer (50) geführt.
Ein Kurz- Interview gibt es hier noch mit der Sängerin Joy Fleming.

Auch die "Essays" "Typisch Mann" (Petra Reski) , bzw. "Typisch Frau" (Tony parsons) durften hier natürlich nicht fehlen, in denen - in einer Art "Geschlechterkampf" - auf Schwächen des jeweils anderen Geschlechts aufmerksam gemacht wird (z.T. gut beobachtet; z.T. aber auch sehr polemisch).

Zum Thema MODE/ LOOK präsentiert sich hier der damalige Box- Weltmeister Henry Maske vor Las Vegas- Kulisse als "Modell" für Box-Mode. Außerdem geht es hier noch um "Eau de Toilettes", "Fitness- Tipps für den Winter", sowie "die neue Ski- Generation".

LITERATUR: eine Science- Fiction- Short Story von Ralph Sander.

FAZIT: Wiederkehrende Themen sind hier der Autor T.C. Boyle (u.A. mit "seinem" Film "Wellville") und "Las Vegas". Sehr dem damaligen Zeitgeist verpflichtet, wirkt diese alte PB- Ausgabe inzwischen natürlich recht langweilig. - Zumal auch die Erotik- Fotostrecken - obwohl immer hin (im weitesten Sinne) 4 an der Zahl - insgesamt kaum überzeugen können. Die "Marilyn Monroe"- "Bonus- Seiten" könnten immerhin für deren Fans noch recht interessant sein. Doch auch die Reportagen hier können m.E. nicht unbedingt zur "Crème de la crème" zählen, was mehr dem Stil geschuldet ist, statt den z.T. durchaus interessanten Themen.
Daher m.E. eher schwacher Playboy (2,5 / 5 Sternen (maximal!)).


Playboy Magazin November 1994 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 11/1994 DENISE SIEGEL, PAMELA ANDERSON
Playboy Magazin November 1994 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 11/1994 DENISE SIEGEL, PAMELA ANDERSON
von Hugh Marston Hefner
  Einzelheft-Magazin

3.0 von 5 Sternen Pamela Anderson; Sylvester Stallone; Janice Dickinson; Trüffeln; Denise Siegel; S/M in Berlin; Island; Peter Maffey; ..., 30. April 2015
Recht nüchtern - und auch nicht übermäßig "aufregend" - kommt so ein über 20 Jahre alter Playboy daher; aus heutiger Sicht ein Zeichen dafür, wie schnell sich die Zeiten - und in gewissem Maße natürlich auch das Magazin - von da ab geändert haben. Es mag ein wenig verwundern, dass damals viele Leute dafür bereit waren, für dieses 152 Seiten lange Heft schon 9,- DM (!) zu berappen. - Verstehen können das wohl fast nur noch Leute, die die Zeiten damals miterlebt haben, als es noch kein Internet gab und hierzulande auch nur wenige TV- Kanäle.
Aber auch hier ging es natürlich schon um "Aktuelles", interessante und "wichtige" Menschen; Autos, Trends, neue Produkte, Abenteuer, Technik, Musik, Sport, Kultur, Kunst, Buch-, Film- und Musikbesprechungen, Humor, Interviews, Finanz-, Karriere- und Reisetipps; Kulinarisches; Geschenkideen, PB- Ratgeber, ... und natürlich Erotik.

Wie so häufig in den 90er Jahren, zierte auch dieses Cover das Bildnis DER großen Sex- Ikone dieser Zeit, der blonden Schauspielerin und Model PAMELA ANDERSON (damals erst 27), die für den Verkaufserfolg dieses Heftes sicherlich nicht unbeträchtlich beigetragen hatte, was ihrer damals außerordentlich großen Popularität (vor allem bei Männern) geschuldet war. - Und tatsächlich zeigt sich das Model auf 10 Seiten hier auch z.T. völlig nackt und durchaus sehenswert. - In Saint Tropez fotografiert. Vermutlich wird gerade auch dieses "Thema" den heutigen Leser noch am ehesten auch zu diesem Heft greifen.

PLAYMATE dieser Ausgabe war die schwarzhaarige, damals erst 17-jährige Berlinerin DENISE SIEGEL (88-60-90 bei 1,77m Größe und 56 kg Gewicht). - z.T. splitternackt (auf 12 Seiten) am Strand von Mexiko City abgelichtet.

In der 3. (und leider letzten) Erotik- Fotostrecke beweist das brünette (Super-) Model JANICE DICKINSON, damalige Freundin von Sylvester Stallone, dass sie auch mit 39 Jahren noch all das zu bieten hat, das man sonst nur meint, nur bei (wesentlich?) jüngeren Models zu finden. - In einem New Yorker Luxushotel wird so auch - auf 10 Seiten - fast alles gezeigt.

Überhaupt ist ein immer wiederkehrendes Thema dieser Ausgabe der Darsteller SYLVESTER STALLONE, über den es hier u.A. auch einen Artikel gibt, in dem er - wie danach seine (o.g.) Freundin - als (erotisches?) "Akt- Modell" sich dem Betrachter präsentiert (wobei natürlich (auf 6 Seiten) nicht "alles" gezeigt wird).
Gefreut haben wird sich Stallone wohl auch über die (positive) Besprechung seines damals neuen Films "The Specialist" in diesem Heft.

REPORTAGEN liefert das Heft über die Fetisch- und S/M- Szene im Berliner "Bunker" ("Lust - Lack - Leder"); sowie über ein 4700 km langes "nonstop"- Fahrrad- Rennen in den USA ("Race across America" - mit u.A. dem damals immerhin schon 53-jährigen Klaus Haetzel als Teilnehmer); "Todesmutig" ist dann noch ein genau so textarm wie bildreicher über die "Kobra- und Schlangenbändiger" der marokkanischen "Aissaoua- Sekte".

Das große INTERVIEW wurde hier mit dem Rockmusiker PETER MAFFAY (damals 45) geführt.
Weitere (Kurz-) Interviews gibt es hier noch mit der Schauspielerin Sharon Stone und dem Regisseur Quentin Terrentino.

Ein weiteres "übergeordnetes Thema" dieser Ausgabe ist das Thema "TRÜFFELN"; mit einem Bericht über die "katalonischen Trüffeln" (und "Trüffel- Gastronom" Miquel Marquez); einem allgemeineren Bericht über den "teuren Pilz", sowie Gourmet- Tipps dazu.

Auch "ISLAND" wird hier öfter thematisiert: mit "Tipps zu Abenteuer- Sport in Island"; einer "Mode- Fotostrecke" zu "warmer, bequemer Herrenmode" - auf Island fotografiert. - Oder auch passend dazu das Thema "Sauna- Fitness"; wie auch "Winter- Accessoires" ("Wollig- Molliges für die kalten Tage").

Beim Thema TECHNIK geht es hier um das "Auto des 24. Jahrhunderts" (die "Renault"- Studie "Reinastella"); sowie "Mini- Hifi- anlagen im test".

Weitere (kürzere) Themen sind hier u.A. Boris Becker; Jörg Kachelmann; Schauspielerin Anne- Sophie Briest; Flamenco- Tänzer Antonio Vargas; Sportlerin Andrea Spitzer; Rockmusiker Robert Palmer; Funk- Musiker Maceo Parker; "Elefanten- Fest" in Surin/ Thailand; "Peeling"; ...
Interessant ist es natürlich auch die "Top Ten"- Folge "Wie unser Leben morgen aussieht"; wenn man dabei vergleicht, ob und wie die hier damals gemachten "Voraussagen" heute - im 21. Jahrhundert - wahr geworden sind.

Nicht fehlen durften damals natürlich auch hier nicht die "ESSays" "Typisch Frau" (von Tony Parsons), bzw. "Typisch Mann" (von Petra Renski), in denen - nicht immer auf schmeichelhafte Weise - auf "typische Verhaltensweisen" oder "Macken" des jeweils anderen Geschlechts eingegangen wird.

LITERATUR steuerte zu dieser Ausgabe der Bestseller- Autor Akif Pirincci mit einem Kurz- Krimi bei ("Mein Freund Bodo").

FAZIT: Vergleichsweise für diese Zeit einigermaßen interessante, relativ gut gemachte Ausgabe; (u.A.) rund um die Themen Sylvester Stallone, "Trüffeln" und "Island"; wobei man aber vor allem wohl die (zu) wenigen (nur 3) Erotik- Fotostrecken bedauern möchte - etwas "geizig" für so ein Herrenmagazin, das sich ja auch als "Erotikmagazin" versteht.


Playboy Magazin September 1994 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 9/1994 CAROL SHAYA BY WAYDA, ROBIN GIVENS
Playboy Magazin September 1994 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 9/1994 CAROL SHAYA BY WAYDA, ROBIN GIVENS
von Hugh Marston Hefner
  Einzelheft-Magazin

3.0 von 5 Sternen Wenig Erotik; viele Reportagen und Interviews; ..., 25. April 2015
Heute vor allem für PB- Sammler interessant, kann Einen das Heft auch auf unterhaltsame Weise in den Zeitgeist der damaligen Zeit hineinversetzen; ein "Zeitdokument" aus der Perspektive von "Männer- Unterhaltung".
Ansonsten ist es etwas schwer, sich vorzustellen, dass in dieser Zeit gerade solch ein - hier gerade einmal 128 Seiten langes - Heft vielen Lesern hierzulande sogar die 9,- DM Original- Verkaufspreis wert war! Dennoch war der Playboy zu der damaligen Zeit sogar populärer als heute; und das damals noch nicht existierende Internet (und die noch sehr wenigen TV- Kanäle) trugen dazu bei, dass der (meist männliche) Leser entsprechend tief in die Tasche für so ein Produkt zu greifen bereit war; schien das Magazin doch eine einigermaßen gute "Informationsquelle" für Männer zu sein.
Aber auch hier ging es natürlich schon um "Aktuelles", interessante und "wichtige" Menschen; Autos, Trends, neue Produkte, Abenteuer, Technik, Musik, Sport, Kultur, Kunst, Buch-, Film- und Musikbesprechungen, Humor, Interviews, Finanz-, Karriere- und Reisetipps; Kulinarisches; Geschenkideen, PB- Ratgeber, ... und natürlich Erotik.
Das Heft wirkt aus heutiger Sicht überraschend kühl und banal - abgesehen davon, dass es natürlich auch recht altbacken erscheint; zumal ja hier kaum noch etwas "aktuell" ist -, und auch noch nicht mal übermäßig erotisch: gerade einmal 3 EROTIK- FOTOSTRECKEN durfte der Leser hiermit erleben, die - selbst wohl im Vergleich zum "Standard" der damaligen Zeit - selbst auch wohl nicht unbedingt gerade zur "Crème de la Crème" der erotischen Fotografie zu zählen wären. - Was aber wohl wesentlich mehr den Fotografen geschuldet sein mag als den (lebenden) "Objekten", die immerhin ja naturgemäß sehr ansehnlich sind, und dieses hier sicherlich noch mehr wären, wenn sie besser abgelichtet worden wären!
Thematisch sollte wohl in erotischer Hinsicht ROBIN GIVENS (siehe auch Cover!) - (Ex-) Ehefrau von (Ex-) Boxweltmeister Mike Tyson (der damals bereits - wegen einer fragwürdigen "Vergewaltigungs- Sache" bereits eine mehrjährige Haftstrafe abbüßte) - das "Zugpferd" dieser Ausgabe sein, die von "Star- Fotograf" Greg Groman - in S/W - auf 8 Seiten abgelichtet wurde. - Ohne allerdings, dass die dunkelhäutige Schönheit und Schauspielerin hier all zu viel "enthüllt" hätte.
PLAYMATE dieser Ausgabe, die dunkelhaarige Susi Marekovic (19) (1,65 m Körpergröße bei 49 kg Gewicht und den Maßen: 80-60-80),, aus Hanau, und von Douglas Bassett fotografiert (auf 12 Seiten), zeigt da schon wesentlich mehr von ihren wirklich bemerkenswerten Reizen; muss wohl auch als wirkliches "erotisches Highlight" dieser Ausgabe angesehen werden. Jedoch hätte auch bei dieser Fotosession mehr drin sein können...
Auch die rotblonde CAROL SHAYA (angeblich von der New Yorker Polizei (?)) ist sicherlich ein absolut erotischer Hingucker (auf 8 Seiten); doch auch sie hätte man sicherlich z.T. besser "Ins rechte Licht" setzen können...

Das Heft beinhaltet 2 große INTERVIEWS: zum Einen mit - dem damals noch recht jungen - "TV- Fußball- Boss" Reinhold Beckmann (u.A. "ran" bei SAT.1); das Andere ist mit Schauspieler Jack Nicholson geführt worden.
Ein kleines Interview wurde außerdem noch mit dem damaligen RTL- Chefredakteur Hans Mahr geführt.
Ein "Fragebogen" wurde überdies vom damaligen "Liebe Sünde"- Moderator Mathias Frings beantwortet.

Die verschiedenen REPORTAGEN widmen sich hier zum Einen dem damals entsprechenden Anlass der "Einführung der Euro- Kondome"; "Das atomare Paradies" (von Jeffrey Davis) handelt vom Schicksal des (durch zahlreiche US- Atomversuche nuklear verseuchten) "Bikini- Atolls" und seiner (evakuierten und meist in den USA lebenden) Bewohner und die Zukunftsaussichten derselben, sowie der Frage, was mit ihrer Insel (-Gruppe) passieren sollte (der m.E. beste Beitrag im ganzen Heft); und in "Schwarzgeld" gibt Dr. Stefan Rieß einen - durchaus interessanten - Einblick rund um das Thema "Geldwäsche und Steueroasen". Außerdem gibt es noch einen Bericht über die "Faszination des Boule- Spiels".
Ein weiteres Thema widmet sich "Mobilfunk" ("Alles über die besten Handys") (damals neuartig (und offenbar teuer), ist dieses Thema auf diese Weise natürlich längst völlig überholt).
Weitere (kleinere) Artikel dieses Magazins widmen sich dem Boxer Mike Tyson; der "Top Ten der besten Liebeslagen"; dem Maler Roy Lichtenstein; TV- Moderator Stefan Raab; Musiker Harry Connick Jr.; Regisseur Uli Stein; "Portrait- Foto- Bände"; Krustentiere; "Fun- (Extrem-) Sportarten"; ...
In der Rubrik TECHNIK geht es um "Super- Kombis" bei Autos; Videorekorder.

Nicht fehlen durften in dieser Zeit natürlich auch nicht die "Essays" "Typisch Mann" (von Petra Reski) und "Typisch Frau" (von Tony Parsons), die um Verständnis des eigenen Geschlechts werben, bzw. - oft etwas polemisch - die "Macken" des anderen Geschlechts durch den Kakao ziehen (hier geht es um "Männer im Urlaub", bzw. ""Kleine Männer" ("Wichtelwahn").

Zum Thema MODE/ LOOK geht es hier um "Coole Mode aus 2. Hand" (mit längerer (durchaus origineller) "Foto- Geschichte" auf 6 Seiten (im Stil alter, "spezieller" Filme) (z.T. in S/W)); "Westen"; Duschgels.

LITERATUR steuerte hier "Kult- Autor" Philippe Dijan mit der Kurzgeschichte "Pas de deux" zu.

FAZIT: Wenig Erotik; viele Interviews; viele (unterschiedliche, z.T. aber lesenswerte) Reportagen. Besonderen Schwerpunkt hat das Heft nicht; es sei denn - im weitesten Sinne - Mike Tyson.
Eher schwächere (wenn auch - je nach Interessenlage - nicht unbedingt "schlechte") PB- Ausgabe aus jener Zeit.


Mein teures Studium: Studentin, 19 Jahre, Nebenjob: Prostituierte
Mein teures Studium: Studentin, 19 Jahre, Nebenjob: Prostituierte
von Laura D.
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Französische Studentin prostituiert sich zur Finanzierung ihres Studiums..., 20. April 2015
Ich habe die Ausgabe aus dem "Goldmann" Verlag, die ein anderes (rot- schwarzes) Cover hat, aus dem Jahr 2009 ist, und mit 252 Seiten Länge ca. 4 Seiten kürzer ist als die hier - bei Amazon- dargestellte Ausgabe, aber inhaltlich sonst wohl recht identisch damit ist (?).

Das Buch der unter Pseudonym (und mit "Co- Autorin") hier berichtet habenden "Laura D." erregte damals in Frankreich großes Aufsehen, da hier zum 1. Mal (?) in dieser Form eine Studentin über ihr Leben mit Nebenbeschäftigung als "Teilzeit- Hure" zur Finanzierung ihres Studiums berichtete, und damit eine große Debatte in diesem Land anstieß über die dortige "Bildungsgerechtigkeit", u.Ä. (warum darüber nicht schon früher und öfter geschrieben wurde, ist allerdings gerade auf dem Hintergrund der "Intention" des Buches, bzw. der Autorin, absolut nicht klar).
Dass das Buch - auch - in diesem Sinne geschrieben wurde, merkt der Leser gleich schon vom Vorwort an, in dem die im ersten Semester anfangs noch stehende und erst 18-jährige Studentin "Laura D." sich unmissverständlich über ihr "ungerechtes Leben" als "studentische Nebenerwerbs- Hure" bitter beklagt, und dafür vor allem "Missstände im Bildungssystem" verantwortlich macht; denn sie gehört bedauerlicherweise genau zu einer "vergessenen Gruppe" in der Gesellschaft, für die das universitäre Bildungssystem in Frankreich kein "BAföG" (bzw. "SMIC") vorsieht: der Gruppe derjenigen Studenten, deren Eltern beide zwar wenig, aber immerhin den staatlichen Mindestlohn verdienen, und daher vom Staat als "Fähig, die Ausbildung der Kinder zu finanzieren" angesehen werden. Tatsache aber ist: Laura's Eltern können sie nicht wirklich unterstützen (zumindest tun sie es nicht).
Und damit darf sich Laura D. um die Finanzierung ihres Studiums ganz alleine kümmern. 15 Stunden die Woche arbeitet sie so für einen geringen Verdienst in einer "Telemarketing"- Agentur neben ihrem Studium, das ihr allerdings kaum Zeit lässt, nebenher noch zu arbeiten. Gegen ihren aus wesentlich reicherem Hause stammenden, aber ständig kiffenden und in der Kneipe herumhängenden (studentischen) Freund "Manu" kann sie sich nicht durchsetzen; er fordert von ihr für die Miete und die Lebensmittel eine gleich hohe Beteiligung und hat kein Verständnis für ihre Situation. Wegen ihrer ständigen Armut schämt sich Laura auch vor ihren Freunden, von denen sie sich auch immer wieder Kredit geben lassen muss. Um ihr Studium zu finanzieren, fährt sie mit der Metro dauernd schwarz und hungert sich das notwendige Geld für ihre Ausbildung buchstäblich am eigenen Leib ab. Von behördlicher Seite verweist man sie an die öffentliche Armenspeisung; mehr kann man für sie nicht machen. Aber das will sie nicht; weil sie meint, nicht zu "dieser Gruppe" dazuzugehören und dass es ihr dafür vielleicht noch nicht "schlecht genug" ginge; sie will den "Armen nichts wegessen"; fühlt sich nicht gut bei diesem Gedanken. Sich von anderen Kredit geben zu lassen, dafür scheint sich Laura aber auch zu stolz zu sein. Ihr Studium aufgeben will die ehrgeizige Studentin aber auf keinen Fall; zu sehr träumt sie davon, dieses ihren Fähigkeiten entsprechend irgendwann abzuschließen und damit eine gesellschaftlich und finanziell interessante Karriere einschlagen zu können. Aus finanziellen Gründen konnte sie schon nicht ihren früheren Plan, auf eine Wirtschaftsschule zu gehen, verwirklichen; so will sie jetzt wenigstens ihr Sprachstudium in "V." (genauer Name dieser Universitätsstadt wird nicht genannt) aufnehmen; zumal sie großes Glück hat, überhaupt einen entsprechenden Studienplatz so schnell bekommen zu haben, und das als ihre "einzige Chance" begreift, später eine interessantere Tätigkeit aufnehmen zu können, bzw. in einer Wirtschaftsschule weiterstudieren zu können, um so die "Große Karriere" machen zu können eines Tages ...
Als das junge, aber offenbar attraktive, wenn auch naive und auch nicht besonders selbstbewusste Mädchen wieder einmal völlig hungrig, am Ende ihrer Kräfte und ihrer Nerven ist, und ihr finanziell mal wieder "das Wasser bis zum Hals steht", ergreift sie kurzerhand einen folgenreichen Entschluss, als sie sich im Internet nach entsprechenden Angeboten umsieht, wo "solvente Herren" sich für "gewisse Unterhaltung" "Niveauvolle Studentinnen" o.Ä. suchen. Und so trifft sie sich schon bald über die Anonymität des Internets mit einem älteren Herrn, der sie für seine "Spiele" angeworben hat, wie das so viele ältere Herren machen, die sich damit von ihrer Einsamkeit befreien oder gewisse "spezielle sexuelle Vorlieben" haben. Noch immer mit "Manu" zusammen, und ihre "neuen Tätigkeiten" vor diesem verheimlichend, will Laura das nur ein Mal machen, um finanziell erst mal "aus dem Gröbsten raus" zu sein. Von Anfang an ist ihr sehr unwohl dabei; andererseits sind für sie die finanziellen Möglichkeiten dadurch mehr als verlockend, da sie in gar keinem Verhältnis zu ihren sonstigen Verdienstmöglichkeiten stehen. Sie ist aber darauf bedacht, "den Schein der "Anständigkeit"" zu bewahren, führt bald zur Aufrechterhaltung ihres "dunklen Geheimnisses" ein Doppelleben, um ihre Beziehung zu ihrem Freund und zu ihrer Familie, sowie überhaupt ihren Ruf nicht zu gefährden; sie gilt als fleißige und ehrgeizige Studentin, die auch ihre Eltern von sich nicht enttäuschen will, an denen sie - trotz einiger Schwierigkeiten mit ihrem Vater - weiterhin hängt.
Ihre bald gelegentlichen "Ausflüge in die Prostitution" rechtfertigt sie vor sich (Anderen erzählt sie nie etwas davon) damit, dass sie sich so quasi vor dem "Verhungern" (!) bewahrt und dass das "Schicksal so unverdientermaßen schlecht zu ihr sei", u.Ä.
Das erste Mal mit einem Freier läuft für sie noch relativ "glimpflich" ab: in einem schäbigen Hotel in einer verruchten Gegend trifft sie sich mit "Joe", den sie über gewisse Portale im Internet kennengelernt hat, und der relativ freundlich und verständnisvoll zu sein scheint. Es kommt auch nicht zum Sex; Laura bekommt die vereinbarten 250,- Euro trotzdem. Sie ist darüber sehr glücklich; darüber vergessend, dass sie sich damit zum ersten Mal prostituiert hat, was sie ja grundsätzlich anwidert. Nun aber glaubt sie, ihr Leben (und ihre Freier) noch recht gut im Griff zu haben. Tatsächlich spürt sie bald, wie sie immer mehr von ihnen "benutzt" wird; während sie anfangs noch glaubte, die Freier zu "benutzen"...
Das durch ihre - wenn auch seltene - Prostitution nebenbei verdiente - für sie sehr viele - Geld gibt ihr finanziell große Erleichterung. Der größte Druck ist weg. Sie kann sich so gelassener auf ihr Studium konzentrieren. Sie hat jetzt viel größere finanzielle Freiheiten, die ihr auch mehr persönliche Freiheit erlauben. Daran gewöhnt sie sich gerne; wie auch an ihren höheren, für sie "angemesseneren" Lebensstandard. Doch gerade an das Gewöhnen an höheren Konsum steigen ihre Ansprüche. - Die sie aber auch weiterhin nur durch ihre gelegentliche Prostitution (weiter-) finanzieren kann. Sie befindet sich so in einem Teufelskreis; einerseits verabscheut sie ihre "Dienste" als Prostituierte an verschiedene Männer, wobei sie sich vor allem immer wieder an den offenbar perversen, aber großzügigen "Joe" hält, aber auch an andere Männer "vermietet"; andererseits braucht und will sie das viele Geld, das sie für diese Dienste erhält, und an das sie sich längst gewöhnt hat, und das sie auch unabhängiger macht. Für sie ist es vor allem "leicht verdientes Geld", das sie ihrer Attraktivität und Jugend zu verdanken hat. Tatsächlich wird sie immer abhängiger von dem Geld; abhängiger von ihren Freiern und deren sie oft sehr anwidernden Wünsche. Hat sie am Anfang noch das Gefühl, ihr Spiel mit den Freiern nach ihren Regeln weitgehend zu bestimmen, und bei diesen "Treffen" selbstbestimmt zu bleiben, so scheinen die Freier später immer mehr diese "Spiele" nach ihrem Willen zu "gestalten". Einige sexuelle Aktivitäten sind für sie so schmerzhaft und erniedrigend, wofür sie z.T. nicht nur die Freier, sondern auch sich selbst hasst. Immer wieder nimmt sie sich vor, es demnächst ohne Prostitution zu schaffen. Aber das viele Geld dafür wirkt für sie wie eine "Droge"; es ist für sie der nicht zu untescchätzende "Kick" für diese Aktivitäten; geht es ihr finanziell wieder sehr mies, sitzt sie schon bald wieder vor dem Internet und hält Ausschau nach (alten oder neuen) Freiern, wobei sie nie lange suchen muss ...
Dennoch führt sie ihre alten "Billig- Jobs" weiter fort. Sie will dem "bürgerlichen Leben" nicht entgleiten; will äußerlich die "saubere Fassade" aufrechterhalten. Sie redet nie von ihren "speziellen Aktivitäten". Äußerlich ist sie weiterhin die brave und fleißige Studentin, Tochter, Lebensgefährtin.
Allerdings lässt ihr "neues Leben" in ihr endlich den Entschluss reifen, ihr Leben zu ändern. Von ihrem verständnislosen, egoistischen und auch sexuell sehr "schlappen" Freund "manu" trennt sie sich, um fortan für längere Zeit alleine zu leben. Natürlich kostet das alles wieder recht viel Geld, das sie immer wieder nur auf eine Weise zu beschaffen können glaubt...
Von Anfang an hat sie die Prostitution verabscheut. Sie sieht das nur als "absoluten Notbehelf" an, den sie jederzeit wieder beenden würde, sobald das ihre finanzielle Situation erlauben würde. Doch diese lässt auf sich warten... Es macht ihr nie Spaß mit ihren Freiern. Für sie ist das "reiner Gelderwerb". Sie versucht, die Freier so wenig wie möglich an sich heranzulassen; Gespräche mit diesen meidet sie; sie will die "Sache lieber schnell hinter sich bringen", anstatt für die "Kunden" die "Sextherapeutin" zu spielen; sie will sich nicht emotional und psychisch mit ihren "Kunden" auseinandersetzen. Sie will keinen privaten Kontakt mit ihren Freiern, die sich ihr immer wieder nähern, die sie aber immer zu meiden versucht. Sie versucht, ihr "Dunkles Leben" strikt von ihrem Privatleben zu trennen, was ihr auch längere Zeit recht gut gelingt.
Von Anfang an ist ihr das "Rotlichtmilieu" nicht geheuer. Sie hat Angst, auf Dauer zu sehr in dessen "Strudel" zu kommen; vor Männern, die sie "beschützen" und "ausbeuten" wollen (Zuhälter). Sie scheint darüber einiges gelesen zu haben (?). Vor allem hat sie Angst, vergewaltigt oder gar ermordet zu werden von dunklen, undurchschaubaren Freiern; oder auch einfach nur, "geprellt" zu werden. Sie trifft daher - wenn nötig, mit viel Aufwand - entsprechende Vorkehrungen, damit genau das nicht eintritt.
Sie fühlt sich bei ihrer Tätigkeit sehr schmutzig; ihrem Selbstwertgefühl tut es nicht gut. Dennoch hat sie diesen Schritt ganz "freiwillig" gemacht. Und immer mehr gesteht sie sich ein, dass sie inzwischen - wenn auch nicht ausschließlich - eine "Hure" geworden ist.
Sie steckt in diesem moralischen Gewissenskonflikt, zwischen Moralvorstellungen und äußeren Erwartungen einerseits, und finanziellen Erfordernissen andererseits, sowie der vielen Zeit, die sie für ihr Studium aufwenden muss, und die sich nur dauerhaft durch Prostitution "erkaufen" lässt. Andererseits schafft ihr "neues Leben" ihr größere Freiräume; sie kann sich besseres Essen und auch häufige Barbesuche, u.Ä. leisten, sowie für ihr Studium notwendige Lernmittel u.Ä.; so auch einen Laptop, den ihr "Joe" für gewisse Dienste eines Tages auf ihren Wunsch hin schenkt.
Lange lebt sie so allein. Doch eines Tages trifft sie einen sympathischen Mann in ihrer Stammkneipe; und unter Alkoholeinfluss "beichtet" sie nach langen Gesprächen ihm schließlich - Vertrauen schenkend - ihr "dunkles Geheimnis". Ihr neuer Freund hat Verständnis und für sie viel Zeit. So werden die Beiden für längere Zeit ein recht glückliches Paar. Endlich hat sie Jemanden gefunden, den sie versteht und dem sie bedingungslos vertrauen kann. Doch weil sie auch weiterhin "anschaffen" geht, zerbricht schließlich ihre Beziehung an ihrer Prostitution, nachdem ihr neuer Freund erst längere Zeit dafür noch Verständnis hatte....
Wieder allein, belasten Laura zunehmend die ständigen Kontaktversuche von Freiern, die in ihr meist nur noch eine "gewöhnliche Hure" zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse sehen. Laura hat Angst, dass das "Lüften ihres Geheimnisses" sie in Misskredit zu ihren Freunden und Verwandten bringen könnte. Vor allem fürchtet sie hierbei, dass sie mal mit ihren "Freiern" zusammen "gesehen" werden könnte. Ein paar Mal kann sie diese sie belastenden Situationen gerade noch verhindern. Aber eines Tages passiert genau das: in ihrer Stammkneipe begegnet sie einem ihrer Freier mit seiner Familie. - Für sie eine Horrorvorstellung!
Sie kann ihm gerade noch aus dem Weg gehen. Doch da sich der Barkeeper, der auch ihr guter Bekannter ist, und dieser alte Freier gut kennen, und Ersterer diesem sie vorstellen will, spürt Laura, dass sie ihr Doppelleben nicht weiter mehr sicher voneinander trennen kann; dass früher oder später ihr "schmutziges Leben" und ihr "offizielles, sauberes Leben" zusammentreffen müssen.
Panikartig fasst sie so schließlich den Entschluss, dass sie aus diesem Leben "aussteigen" muss, um nicht schließlich ganz in diesem zu versinken. So will sie die Stadt, in der sie immer mehr Leute kennen, verlassen, um in Paris weiterzustudieren. Doch auch dafür braucht sie wieder Geld... So geht sie - trotz etlicher gegensätzlicher Vorsätze - so wieder auf Angebote ihres alten, sadomasochistisch veranlagten Freiers "Joe" ein, dem sie viel Geld, aber auch viel Schmerzen zu verdanken hat, und zugunsten ihm (bzw. dessen Geld) sie inzwischen schon so einige "Grenzen überschritten" hat, die sie sich für derartige Kontakte ursprünglich gesetzt hatte: für ein besonders finanziell attraktives Angebot lässt sie sich jetzt sogar darauf ein, sich mit ihm an einem Ort seiner Wahl zu treffen, das sich als Pornokino entpuppt. Dort muss sie in einer für sie kompromittierenden Situation feststellen, dass "Joe" dort unerwartet entsprechende Vorkehrungen getroffen hat, bei denen viele dort anwesende (meist ältere) Männer eine Rolle spielen, und mit denen sie ein "gewisses" Spiel spielen soll! Wieder einmal dem Brechreiz nah, und voller Panik verlässt sie dann - halbnackt - diese für sie entsetzliche Szenerie und die ihr verständnislos nachblickenden Männer, und flüchtet; nicht jedoch, ohne sich von "Joe" später ihr vereinbartes Geld dafür geben zu lassen. Doch dieser Typ, der Laura und ihre Probleme schon lange gut durchschaut hat, und sie längst "Im Griff" zu haben scheint, indem er sie für einige seiner Zwecke erfolgreich zu "benutzen" weiß, gibt ihr nicht alles; er hält Einiges davon zurück; offenbar, um Laura besser in seiner Abhängigkeit zu behalten. Laura fühlt sich betrogen. Doch noch einmal lässt sie sich auf "Joe" nicht mehr ein. Dessen Hoffnung, offenbar eine engere Beziehung zu ihr aufbauen zu wollen (und sie besser in seiner Gewalt zu haben?) wird aber enttäuscht: Laura bricht mit ihm jetzt ganz; auch, als dieser ihr fernmündlich mitteilt, dass er inzwischen stark (krebs-) krank wäre, usw. Denn Laura misstraut ihm und geht ihm fortan aus dem Weg.
Das Geld für die Zugreise nach Paris zusammen, und nur mit dem Nötigsten als Gepäck mitgenommen, "Flüchtet" sie schließlich so aus ihrem "alten Leben", nach Paris, wo sie zunächst bei einer Freundin ihrer Mutter unterkommen kann. Inzwischen 19 Jahre alt, und um etliche Lebenserfahrungen reicher, muss sie hier aber ernüchtert feststellen, dass das Leben hier noch (viel) teurer ist als an ihrem vorherigen Wohnort. Doch sie bewirbt sich hartnäckig um Arbeitsstellen, und hat schließlich Erfolg. Danach teilt sie sich mit einer neuen Arbeitskollegin eine kleine Wohnung. Mit der Prostitution will sie aber - trotz ihrer prekären Lage - nun endgültig nichts mehr zu tun haben.
Ihre Studien derweil aus der Distanz weiterbetreibend, darf sie schließlich mit großer Freude feststellen, dass sie die universitäre Zwischenprüfung, die zum weiteren Studium berechtigt, erfolgreich bestanden hat. Sie geht so nun in ihr 2. Jahr als Studentin; hoffnungsfroh, dass sie ihren Traum - auch ohne Prostitution - bald realisieren könnte...

Der Leser fragt sich natürlich nach dem Ende des Buches, was nun aus "Laura D." weiter geworden ist. Schafft sie es, ein völlig "normales Leben" hinzukriegen; Mit erfolgreich weiter verlaufendem Studium; auch ohne Prostitution? Man wünscht ihr natürlich nur das Beste, nachdem man hier immerhin 262 Seiten, die das Buch insgesamt lang ist, mit ihr mitgelitten und -gehofft hat. Doch nichts Weiteres erfährt man (auch im Internet bin ich bis jetzt auf keine weiteren Angaben dazu gestoßen).

Das Buch berichtet in einer Art "Tagebuchform" vom ersten Jahr ihres Studiums von der Studentin "Laura D.", die vor allem darauf bedacht ist, ihre wahre Identität nicht zu enthüllen, weshalb sie auch unter Pseudonym schreibt (und offenbar weder in der Öffentlichkeit, noch im Internet weiter etwas von sich preisgegeben hat). Sie will offenbar vor allem nicht ("negativ") auffallen, ein ruhiges Leben führen, und mit der "schmutzigen Prostitution" und dergleichen nicht in Verbindung gebracht werden können. Schließlich strebt sie ja auch kein "Halbwelt"- oder Prostituierten- Dasein an, sondern will offenbar eine "bürgerliche Karriere" in einem "normalen", bürgerlichen Beruf erreichen. Und ihre große Vorsicht mit der Preisgabe von persönlichen Dingen ist ja auch nicht unverständlich; denn werfen solche "Aktivitäten" ja seitens der Gesellschaft einen "Schatten" auf so eine Person, die so "stigmatisiert" ist; die man dann grundsätzlich eher meidet, die dadurch erpressbarer wird, deren Einstieg in die Gesellschaft "vorbelastet" ist und dadurch erschwert wird; und deren Karrierechancen in einem "Normalen (bürgerlichen) Beruf" erheblich behindert werden können. Die Autorin will sich so nicht unnötig "Steine in den Weg" für ihr weiteres Leben stellen. Es ist ihr Recht. Schon in ihrer "aktiven Zeit" als (Gelegenheits-) Prostituierte hat sie sorgfältigst darauf geachtet, dass möglichst Niemand von Ihrem "geheimen Treiben" "jenseits bürgerlicher Normen" etwas erfährt, weil ihr das peinlich war und sie damit offenbar nicht ihren "Ruf ruinieren" wollte. Sie konnte damit bei "vollem Bewusstsein" nicht umgehen; sie wollte sich einer daraus resultierenden kompromittierenden Situation nicht stellen; sie wollte nicht "am Pranger stehen"; sie wollte sich nicht persönlich und öffentlich für ihr "widerliches Treiben" rechtfertigen müssen, dem sie selbst zwiegespalten gegenübersteht: einerseits verachtet sie die Prostitution (und Angehörige dieses "Gewerbes"); will damit nicht mehr zu tun haben, als unbedingt nötig; andererseits gibt sie unumwunden zu, dass sie das Geld braucht (und wohl auch will); und dass sie dafür auch ihr "widerwärtige Dinge" macht.
Der Blick der Autorin auf die Prostitution, der sie "aktiv" ja recht "anonym" und nur "vom Rande her" begegnet, ist dabei ein recht "bürgerlicher", indem sie aus ihrer Abscheu vor dieser Tätigkeit keinen Hehl macht. Immer wieder beschreibt sie ihre Abneigung davor. Sie findet damit wohl auch das "Gehör" des ("bürgerlichen") Lesers, der diese Situationen vor allem zwar nicht kennt; aber Verständnis für das Verhalten der Autorin hat, die hier in "Ich- Form" schreibt, und uns so vermeintlich "recht nahe an sich herankommen lässt". - Doch wirklich nahe - das wird auch deutlich - lässt sie Einen nicht an sich herankommen.
Vielmehr scheint sie geradezu um Verständnis für ihre Sache zu "werben"; für ihre "Fehltritte", die einen Schatten auf ihre Biografie geworfen haben. Damit man auch keine "falschen Schlüsse" von ihrer Person ziehen würde, stellt sie so auch schon im Vorwort klar, dass sie die quasi die "äußerste Not dazu getrieben hat", und prangert eine "ungerechte Bildungsförderungspolitik" in Frankreich an, das seine Studenten zu derart "unwürdigen" Tätigkeiten dadurch zwingen würde (ansonsten wäre sie natürlich "grundanständig" geblieben). Damit ist auch schon die Richtung für das Buch vorgegeben, wobei man unumwunden auch glauben möchte, dass hier eine Soziologie- Studentin (Eva Clouet) als Co- Autorin Pate gestanden hat, die im Rahmen eines entsprechenden Projektes sich prostituierende Studentinnen aufgerufen hat, sie dafür zu interviewen. - Wozu sich auch die Autorin, "Laura D." gemeldet hatte, infolgedessen es dann auch zu diesem Buchprojekt kam.
Gewisse "politische Statements" gehören dabei zu diesem Buch; vor allem im Hinblick auf die "ungerechte Studentenförderung". Insbesondere das Vorwort scheint glauben zu machen, dass es sich bei "Laura D." um ein "typisches Beispiel" "unterfinanzierter" Studentinnen handeln würde, die eine quasi "Logische Entwicklung" hin zu einer ("Teilzeit"-) Prostituierten macht. "Schuld" daran ist aber nicht sie, sondern ("allein" (?)) ihre prekäre Situation, die "keine andere Möglichkeit" für sie, die arme Studentin, in Betracht kommen ließe. So ist sie demnach nur "Teil eines allgemeinen Problems" infolge "missratener Bildungspolitik".
Dabei ist es natürlich immer einfach und praktisch, seine eigenen, individuellen Probleme auf allgemeine, von Anderen verursachten Probleme zu "schieben". Ob das immer glaubwürdig sein muss, ist eine andere Frage.
Laura D.'s autobiografischer "bericht" nimmt dabei stellenweise den Charakter einer veritablen "Rechtfertigungsschrift" an: schon die ersten ca. 40 Seiten behandeln ständig das Thema (nicht selbst verschuldeten) "Geldmangel"; der Stress, und die Angst, dadurch das Studium abbrechen zu müssen, die ständig wie ein "Damokles- Schwert" über der armen Laura hängt; die unterbezahlten Jobs "reichen vorne und hinten nicht"; der Lebenspartner zeigt sich unkooperativ; Laura hetzt ständig von Job, universitären (Pfilicht-) Terminen, Hausarbeit; diversen Erledigungen und schließlich ihre Prostitutions- Tätigkeit hin und her. Sie hält sich wacker und kämpft, will nicht aufgeben. Was für sie zählt ist der "schulische" Erfolg; SIE selbst; sie will sich keine Niederlagen in ihrem Leben eingestehen. Dabei meint sie die Entscheidung treffen zu müssen: "Studienabbruch oder Prostitution". - Sie entscheidet sich dabei für Letzteres. Dabei betont sie immer wieder, wie schwer ihr diese Entscheidung gefallen wäre, usw. Damit der Leser auch Verständnis für diese "Entscheidung" hat, widmet sich die Autorin lange Zeit der ausführlichen (übertriebenen?) Beschreibung ihrer Lebensumstände VOR ihrer Prostitution, die dem Leser wie ein reines "Horrorszenario" serviert werden. Diese Schilderungen haben dabei schon fast "Roman- Stil", wenn sie schließlich sogar noch von ihrer starken "Abmagerung" berichtet, infolge ihrer ständig klammen Kassen. - Man hat direkt schon das Bild einer jungen Frau, abgemagert bis auf die Rippen, vor Augen. - So MUSS man einfach Mitleid mit der Autorin und deren Sicht auf die Ereignisse haben; unter diesen Umständen kann man nur Verständnis für die Situation der Autorin haben.
Folgendes Bild von der Autorin wird so wahrscheinlich: "Laura D." ist eine normale, ehrgeizige, "bildungshungrige", sehr junge (und wohl auch attraktive?) Studentin aus bescheidenen Verhältnissen, deren Leben und allmähliche Verwirklichung ihrer Träume durch "ungerechte Gesetze" und ihr relativ armes Elternhaus (sowie ihren verständnislosen, nicht besonders sympathischen Freund) sehr erschwert werden. Die (gelegentliche9 Prostitution ist der einzige (?) Weg, ihr Studium fortzusetzen; zumal Kommilitonen, die "zu viel" (neben der Uni) arbeiten, "die Ersten sind, die das Studium abbrechen müssen" (woran natürlich viel Wahres ist). Laura D. hat also in Wirklichkeit "keine andere Wahl"! Was bleibt, ist Verständnis für die "ungewöhnliche Wahl" der Autorin und Mitgefühl dabei, sowie die Hoffnung, dass sie ihr Ziel, aus diesen "widrigen, von ihr verabscheuten (und von ihr nicht "verschuldeten") Zuständen" herausfinden wird... Beneiden tut man Laura D. wegen ihrer "Erfahrungen" nicht; aber Mitleid möchte man ihr - nach diesen Schilderungen -. nicht verwehren.
Die Tendenz des Buches, Verständnis für Laura D.'s "Geschichte" zu erwecken, ist offensichtlich. Auch wird deutlich, dass Laura D. die "Schuld" an ihrer "Misere" als Prostituierter vor Allem Anderen gibt: ihrem verständnislosen Freund (von dem sie sich dann trennt); den gleichgültigen Behörden, die nichts weiter für sie tun können, als sie an die öffentliche "Armenspeisung" weiterzudirigieren; vor allem aber den "ungerechten Gesetzen", die ihr jegliches "BAföG" verweigerten, aufgrund ein paar Euro, die ihre "fleißigen" berufstätigen Eltern "zu viel" verdienen; ... Mann kann nicht umhin, Laura D. deswegen zunächst zuzustimmen. Doch der kritische Leser fragt sich natürlich auch, ob es wirklich nicht "hätte anders gehen können"? - Denn trotz der vermuteten (aber unbestätigten) bis zu 40.000 Studenten in Frankreich, die sich nach einer Schätzung eines dortigen Studentenverbandes prostituieren, ist das immer noch ein relativ kleiner Teil der großen Gesamtmenge von über 2 Millionen Studenten im Nachbarland, von denen auch die überwiegend große Mehrheit der armen Studenten diesen Weg der "Besonderen privaten Studienförderung" meiden. - worauf die Autorin aber nicht eingeht (was den Eindruck verstärkt, ihre Prostitution sei "unvermeidlich" gewesen). - Erst im "Anhang" gehen Co- Autorin, sowie ein deutscher "Kommentator" dieses Buches darauf verstärkt ein.
Man kann den Eindruck haben, dass Laura D. sich hiermit vor allem vor sich selbst "rechtfertigen" wollte (sie hat mit diesen Schilderungen in ihrer (Anfangs-) Zeit in Paris begonnen, als sie bei einer Freundin ihrer Mutter (vorübergehend) wohnte); diese Notizen zu veröffentlichen, hatte sie dabei anfangs noch nicht vor; sie wollte sich ihren "abgeschlossenen Lebensabschnitt" so eher "von der Seele schreiben". Erst wohl eher durch Zufall traf sie schließlich auf die Co- Autorin, bei der sie sich an einer Studie über "studentische Prostitution (mit Schwerpunkt auf die Bedeutung des Internets hierbei)" beteiligte.
Besonders "sympathisch" wirkt der "Ansatz" der Autorin, sich mit diesem Buch vor allem sich selbst gegenüber, aber auch - anonym! - gegenüber der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, nicht unbedingt. Ihre Darstellung wirkt sehr subjektiv. - Was natürlich bei einer Autobiografie nichts Ungewöhnliches ist. Dass sie keine "gewöhnliche Hure" sein will, mag ja sein; aber auch viele "gewöhnliche Huren" werden wohl mit der selben Einstellung an dieses "Thema" herangegangen sein, wie Laura D.! Allerdings wird deutlich, wie stark sich Laura D. von diesem "Milieu" abzugrenzen versucht; sie leugnet lange, dass sie "irgendwie dazugehört" aufgrund ihrer Tätigkeit in der Prostitution; wenn auch recht anonym, über das Internet; "ohne Überzeugung" (oder gar Spaß) dabei. Sie "verharmlost" das "Problem" nicht, sondern missbilligt die Prostitution an sich.
Doch trotz der ganzen Rechtfertigung der Autorin zu diesen Praktiken im Zeitraum von September 2006 - September 2007, in dem das geschehene hier "abläuft", und der zu erwartenden Zustimmung und Mitleid seitens der Leserschaft, hat es die Autorin vorgezogen, anonym zu bleiben, und ist - so weit ich weiß - auch nicht mehr nennenswert in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten; hat ihre "Identität nicht gelüftet". - Trotz des sicherlich in starker Weise bestehenden Interesses in der Öffentlichkeit daran. Aus ihrer "Scham" aufgrund ihrer Prostitution, der sie sich auch auf lange Sicht nicht mehr gewachsen gefühlt hat, hat sie im buch kein Geheimnis gemacht. - Sie scheint sich dafür noch immer zu schämen. Im Gegensatz zu anderen, ähnlich "erfahrenen" Autorinnen, die in der Öffentlichkeit bekannt sind und dort oft auftreten, "versteckt" sich diese Autorin lieber weiterhin hinter ihrem Pseudonym. Die Autorin hatte offenbar auch kein Interesse daran, - auf fragwürdige Weise - "berühmt" zu werden.

Der TITEL "Mein teures Studium" ist natürlich doppeldeutig: finanziell war das "Abenteuer Studium" für die Autorin teuer; aber sie hat auch mit "negativen Erfahrungen" reichlich bezahlt; hat mit ihrem Körper "bezahlt".

Das Buch ist relativ nüchtern abgefasst, und nicht besonders "spannend" im Stil geschrieben. Dennoch gibt es natürlich dem "Außenstehenden" einen interessanten Einblick in diese "geheime Welt" der studentischen Prostitution, obwohl die Autorin auch nicht all zu "spektakulär" über ihre Erlebnisse berichtet. Doch sind gerade die Situationen, in denen die Autorin ihre Freier trifft, z.T. recht spannend zu lesen.
Der eigentliche "Wahrheitsgehalt" des Buches ist nicht festzustellen; aber grundsätzlich halte ich so etwas für möglich. Genau so möglich halte ich es aber auch, dass Laura D. hier (mehr oder weniger) "dazugedichtet" hat; was ich aber eher weniger glaube, da das Buch - trotz des dazu einladenden Themas - ja nicht gerade besonders "reißerisch" geschrieben wurde.
Übrigens wurden nur wenige Situationen mit (nur wenigen) "Freiern" der Autorin hier beschrieben; und noch seltener kommt es hier wirklich zu (echtem) "Sex" (weil der Freier keinen "hochbekommt"; weil die Autorin sich (ver)weigert; ...).
Die SPRACHE ist nichts Besonders Bemerkenswertes; aber auch nicht schlecht. "Vulgär" o.Ä. ist das Buch nicht geschrieben; es sei denn, man stört sich am gelegentlichen gebrauch von Wörtern, wie "FXXXen", o.Ä.
Das Buch hat meines Wissens keine "Jugendeinschränkung". Aufgrund seiner Thematik würde ich es Jugendlichen unter 16 Jahren aber nicht geben.

Ab S. 223 beginnt der "ANHANG" - mit einer differenzierteren "Studie" von (Co- Autorin) Eva Clouet. zum Thema "Studentenprostitution in Frankreich", das man unbedingt noch lesen sollte, weil das u.A. der "These" der Autorin, "Studentinnen prostituierten sich (ausschließlich) aus Geldmangel", z.T. widerspricht(!) (die Realität ist offenbar um einiges komplizierter!).
Der deutsche Journalist Bernhard Allerecht schreibt hier für die dt. Ausgabe ein "Nachwort", das für das Verständnis des Buches nicht unwichtig ist, und Unterschiede zur deutschen "Studenten- Realität" aufzeigt.

Das Buch hat (leider) keine Abbildungen. Die Schrift des (Taschen-) Buches ist relativ groß und angenehm zu lesen.


Power to the People-the Hits
Power to the People-the Hits
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen 15 von vielen (anderen) großen Songs des Rockmusik- Genies!, 9. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Power to the People-the Hits (Audio CD)
Das - vielleicht etwas lieblos aufbereitete - Album anlässlich John Lennon's 30. Todestag - Ende 2010 - vereint 15 seiner erfolgreichsten "Hits". Allerdings wirkt diese Auswahl mit an sich natürlich legendären und (beinahe) über jegliche Kritik erhabenen Songs wieder ein wenig willkürlich. Was ist z.B. mit "mother" oder z.B. "Nobody told me"? - Waren das etwa keine (SIngle-) "Hits"?
Wenn man sich dann allerdings doch unbedingt auf so wenige von vielen guten Songs des "Musik- Gottes" beschränken wollte, so ist die vorgenommene Auswahl natürlich für sich genommen natürlich auch nicht schlecht. Die Songs an sich sind schon sehr gut; auch wenn der "kenner" natürlich den einen oder anderen guten Song von Lennon hier vermissen würde. - Doch ein "Kenner" würde ohnehin die einzelnen Studio- Alben von Lennon gegenüber so einem "Best OF"- Album bevorzugen, da ohne diese Orginal- Alben man immer jeweils nicht in den Genuss einiger wirklich hörenswerter "Sahnestücke" kommen würde. Es entgeht Einem meiner Erfahrung nach daher immer auf jeden Fall etwas; selbst bei anderen, inzwischen zahlreichen "Best OF"- Alben, die z.T: wesentlich mehr Songs zu bieten haben, und daher auch "besser" sind; auch wenn die Auswahl dieser CD hier natürlich - wie gesagt - auch nicht schlecht ist, und vor allem Leuten, die - aus welchen Gründen auch immer - keine "große Lennon- Sammlung" planen, grundsätzlich uneingeschränkt dann empfohlen werden kann. - Auch frei nach dem Motto: "Besser diese Songauswahl von Lennon als überhaupt keine!". Denn: wenigstens "ETWAS" Lennon "muss" natürlich sein! Und so gesehen kann man dann auch mit der Anschaffung dieses "Samplers" eigentlich kaum etwas falsch machen.
Die meisten der Songs hier sind ohnehin bekannt; meist sind es auch "sehr gute Songs". obwohl ich persönlich auch gerne für (zahlreiche) bessere Songs z.B. auf die Coverversion von Ben E. King's "Stand by me" verzichtet hätte; oder auch auf das berühmte "Imagine", das m.E. so gut auch wieder nicht ist, und wofür es einige bessere Alternativen - sogar auf dem gleichnamigen (Erfolgs-) Album! - gegeben hätte (warum ausgerechnet dieser Song bis heute so bekannt und beliebt ist, ist mir nie richtig klar gewesen).
Ansonsten verbiete ich mir mal, über die (restlichen) Songs zu viele Worte zu verlieren oder diese zu beurteilen, weil diese ja schon für sich sprechen. Es sind alles Perlen, die nie in Vergessenheit geraten werden und immer irgendwie "populär" bleiben werden, die aus der Hand eines überaus begabten Musikers stammen, der für Viele DER größte Rockmusiker überhaupt gewesen ist und bis heute seinesgleichen sucht; auf seine Art sicherlich auch einzigartig.


Power to the People-the Hits
Power to the People-the Hits
Preis: EUR 23,90

4.0 von 5 Sternen Etwas liebloses Album mit einigen guten Songs des Musik- Gottes!, 9. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Power to the People-the Hits (Audio CD)
Äußerer Anlass für dieses Album war John Lennon's 30.Todestag, der sich Ende 2010 entsprechend gejährt hatte. So wurde also dieses "Album mit DVD" herausgebracht (und vielleicht auch, um die damals marode "EMI" zu sanieren?).

Das Album vereint "15 Hits" des Musikgenies; wobei die Tatsache, dass Lennon Zeit seines Lebens wesentlich mehr großartige Songs geschrieben und gesungen hatte, Anlass dafür sein wird, dass viele mit der hier getroffenen Auswahl an Songs nicht unbedingt zufrieden sein wird. Andererseits geht es ja hier auch um die "Hits"; also der "Kommerzielle Faktor" spielte hierbei eine wesentliche Rolle (waren wohl auch alles hier auch mal als "Singles" veröffentlicht worden); wobei man sich natürlich fragen darf, warum dann ausgerechnet Songs wie "Mother" oder "Nobody told me" es nicht auf diese CD "schafften"? (stattdessen aber z.B . eine Coverversion des Ben E. King- Klassikers "Stand by me" hier vertreten sein musste?).
Die Songs hier sind natürlich fast alle "über jede Kritik erhaben", wenn man Rockmusik mag; allerdings darf dabei nicht außer Acht gelassen werden, dass John Lennon auch noch viele andere, ähnlich gute (vielleicht sogar z.T. noch bessere) Songs Zeit seines Lebens geschrieben und veröffentlicht hatte, die z.T. (aber nicht immer!) auch recht bekannt sind, aber offenbar gewisse Kriterien nicht erfüllten, die sie benötigt hätten, um auf dieses Album übernommen zu werden. Aus diesem Grund ist auch das nächste, was man an dieser "Collection" kritisieren möchte, dass es hier einfach "zu wenige Songs" gibt. Nicht zuletzt deswegen gibt es etliche John Lennon- "Best OF"- Alben, die wesentlich mehr Songs des unerreichten Musikgenies enthalten. Aber wenn man sich nun wirklich auf EINE CD beschränken wollte, dann ist diese "Hit"- Auswahl zumindest schon mal nicht schlecht; wenn auch nicht gerade originell. Dennoch empfehle ich Leuten, die sich ernsthaft für John Lennon interessieren (was wohl nicht Wenige sein werden), statt einem solchen "Hit- Sampler" gleich die Original- Studioalben aus den 1970er Jahren (bzw. "posthum" danach) sich zuzulegen, die alle sehr gut sind (bis vielleicht "Rock & Roll Music", das m.E. noch am ehesten entbehrlich wäre), weil diese Alben alle so manche "Sahnestücke" enthalten, die aus technischen und konzeptionellen Gründen nicht auf diese CD hier übernommen wurden.
Ansonsten wäre diese CD natürlich ein guter "Einstieg" in die Musikwelt des John Lennon; auch nach dem Motto: "besser die als gar keine"!). Und wie gesagt: "Schlecht" sind diese Songs hier natürlich nicht (sondern zum großen Teil sogar "sehr gut")!

Außer der CD liegt diesem "Album" noch eine DVD mit 15 "Song- Filmen" bei, die den 15 Songs der CD entsprechen (ich hätte es aber vorgezogen, wenn die Songs nicht identisch gewesen wären; aber egal). Davon sind aber offenbar nur Wenige wirklich "Musik- Videos"; man scheint damals noch nicht so viele solcher "Musikbegleitenden Videos" hergestellt zu haben? Stattdessen scheint man hier mehrfach alte Filmaufnahmen mit dem Star für einige Songs zusammengeschnitten zu haben; ohne allerdings darauf immer zu achten, dass die Bilder auch immer der Musik gut entspricht. Na ja ...
Die Videos zeigen natürlich (u.A.) John Lennon, und vermitteln z.T. seine Umgebung, seine Frau Yoko Ono, einige seiner Aktivitäten (z.B. politische Protestmärsche); einmal wird ein "Comic" als Hintergrund für die Musik gezeigt; ...
Leider könnten die Videos Jemanden, der sich mit John Lennon bislang nicht so gut auskannte, etwas verwirren, da man das Gesehene nicht immer richtig einordnen könnte. Denn tatsächlich ist der "Pop-Titan" nicht nur auf Musik beschränkt gewesen; das "Produkt John Lennon" muss als "Gesamtkunstwerk" auch im Kontext mit seinem Leben und seinen sonstigen Aktivitäten und Überzeugungen dargestellt werden; auch kann man dann die Musik des Künstlers besser verstehen. Jedoch gibt der Video keine "Kontext- erhellenden Begleit- Themen" o.Ä.; z.B. in Form einer kleinen Dokumentation, o.Ä. - Was etwas "Lieblos" gemacht wirkt (um nicht zu sagen: "Billig").
Auch die "Verpackung" ist recht einfach gestaltet: außer der CD und der DVD beinhaltet diese nämlich lediglich ein kurzes "Heftchen" mit der Abbildung einer Collage von (Solo-) Musikalben des Künstlers. Das war's schon.
Das wird so einem "Jahrhundert- Künstler" wie Lennon aber nicht ganz gerecht. Das hat man z.B. mit dem "Legend"- Album von Bob Marley daher auch besser gemacht.

Der Titel des Albums - "Power to the People" - spielt auf ein Lieblingsthema des Künstlers an, der ja in den 70er Jahren sich in der Friedens- und Bürgerrechtsbewegung in den USA sehr aktiv engagierte, und z:B.gegen den Vietnam- Krieg Stellung bezog. Diesen Überzeugungen und Aktivitäten ordnete der Künstler z:T. auch seine Musik unter, wenn er dieses darin thematisierte. Wie kaum ein anderer Rockmusiker zu der Zeit ließ der politisch interessierte und aktive Musiker auch seine politischen und gesellschaftskritischen Überzeugungen mit einfließen; nahm Bezug auf den damaligen "Zeitgeist", den er auch sicherlich stark mitprägte.
Mit seinen Äußerungen machte sich der populäre Künstler vor allem aber auch bei Polizei, Politikern oder andern Gruppen (z.B. religiösen Fundamentalisten, u.Ä.) nicht nur Freunde. Seine kontroversen Ansichten verunsicherten auch viele Landsleute; vor allem auch in den USA; Lennon's spätere Wahlheimat (seine Heimatstadt New York hat er immer sehr geliebt).
Z.T. änderte Lennon auch seine Meinung; seine früheren Überzeugungen und Wünsche wichen z.T. auch späterer Ernüchterung von der gesellschaftlichen Realität und dem Zustand und (mangelndem) Willen der Menschheit (z:B. thematisiert auch in "Working Class Hero", das auf dieser CD allerdings nicht enthalten ist). Dabei äußerte er auch den Wunsch, dass er und "andere Träumer" durchaus Macht zu Veränderung hätten, wenn sie "zusammen den gleichen Traum träumten" (thematisiert z.B. in "Imagine").
Einige Ansichten und Aussagen des seine Meinung stets vorbehaltlos in der Öffentlichkeit verbreitenden Lennon waren dabei z.T. sehr umstritten (z.B. gegenüber Religion); und machten auch z:T. wenig Sinn (z.B. blockierte Lennon jahrelang seine beantragte Aufenthaltsgenehmigung in den USA durch seine die dortige Politik kritisierende Haltung; - was er später auch selbst einsah, diesen Widerspruch; daher änderte er dann auch seine Haltung). Die Haltung Lennon's in der Gesellschaft war jedoch nicht ungefährlich; jedoch ließ sich der Star auch den Mund nicht verbieten; wirkte weitgehend glaubwürdig; "kaufen" ließ er sich nicht (auch nicht z:B. durch Werbung o.Ä.), und ist daher ein bemerkenswertes Beispiel für Standhaftigkeit. Nur, was ihn wirklich überzeugte, machte er. Er war authentisch.
Zu einem großen, dauerhaften "Führer" eignete sich der unbequeme "Polit- Rocker" allerdings nur bedingt; immer wieder zog er sich der in der Öffentlichkeit so bekannte Star auch aus derselben für längere Zeit zurück. Er liebte offenbar auch die Ruhe. Dem Rummel um seine Person, die er bereits aus frühen Beatles- tagen kannte, stand er zunehmend kritisch gegenüber. Seine Freiheit und Unabhängigkeit waren dem Popstar wichtig, der zeitweilig später sich negativ gegenüber dieser "Popstar"- Existenz äußerte. Tatsächlich kann der Künstler, der nicht nur Musik machte, sondern auch z.B. ein talentierter Zeichner war, nicht nur darauf "reduziert" werden; jedoch wirkt(e) er in der Öffentlichen Wahrnehmung natürlich tatsächlich gerade als ein Solcher.
Trotz seiner entsprechenden Aktivitäten krümmte Lennon Zeit seines Lebens nur selten Jemandem mal mehr als ein haar; stattdessen sprach sich der Gandhi- Verehrer vor allem für Frieden und Gewaltlosigkeit beim Erreichen der Ziele aus und setzte sich für das Wohl der Menschen ein. Es ist daher auch nicht nachvollziehbar, dass Lennon viel zu früh -mit 40 Jahren - sterben musste. - Seine Ermordung konnte nur von einem verwirrten Spinner erfolgt sein.
Man kann nur spekulieren, welche Geniestreiche Lennon sonst später noch eingefallen wären. Tatsächlich hat er auch so zahlreiche "unsterbliche" Songs der Nachwelt hinterlassen, die z.T. erst nach seinem Tod "Posthum" veröffentlicht wurden. Durch seine zahlreichen genialen Rocksongs ist Lennon für Viele DER große Rockstar schlechthin.
Außerdem wird Lennon immer "aktuell" bleiben; und sei es "nur" durch seine genialen Rhythmen und Melodien, die immer wieder nicht zuletzt auch sich gut verkaufen lassen - auch bei den Jugendlichen unserer Zeit. So bleibt Lennon zu einem großen teil irgendwie "zeitlos"; bzw. "ewig jung", weil "In" und populär. Auch in der Zukunft werden so immer wieder Rockmusiker John Lennon als prägenden Einfluss nennen.

FAZIT: Gute Songs; jedoch "ohne Kontext"; in recht liebloser Aufmachung; mit z:T. enttäuschender DVD, die wohl auch nicht unbedingt nötig ist (aber meines Wissens gibt es dieses Album auch als "Spar- Version" ohne DVD, die m.E. völlig ausreichend wäre).


Spark
Spark
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Etwas "glatteres", dennoch gutes, vor allem "besonderes" Album der norwegischen Rock & Rollerin!, 9. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Spark (Audio CD)
Um das Album ist es ja schnell wieder ruhig geworden. - Jedenfalls habe ich davon damals nicht viel mitgekriegt; bzw. schnell wieder vergessen. Tatsächlich scheint das Album ja auch nie so richtig populär geworden zu sein, bzw. nicht hoch "gechartet" haben?!
Dennoch habe ich mir das Album neulich endlich mal zugelegt; aus Neugierde; und weil ich in gewisser Weise durchaus "Marit Larsen"- Fan bin, und in ihr ein waschechtes "Rock & Roll- Urgestein" sehe; kreativ und inspiriert bis zum Bersten; zumindest war das ja bei ihrem "großen" Vorgängeralbum so, der uns hierzulande diesen "Skandinavien- Rock & Roll" sehr nahegebracht hat. Da "Muss" man ja einfach irgendwann zu diesem "Nachfolger- Album" hier greifen ...
Beim ersten mal hören war ich allerdings sehr enttäuscht: besonders "inspiriert" hörte sich das nicht an; zu stark fielen Ähnlichkeiten zu "Altbekanntem" auf; vor allem aber von ihrem eigenen, aus dem Vorgänger- Album. Zu sehr wirkte das Ganze auch irgendwie wie "gewollt und nicht gekonnt"; nach "glattem (dabei recht billigem) "Radio- Pop"; irgendwie z.T. auch nach "80er- Jahre - Stil"; ein "Abklatsch von allem Möglichen"; etwas sehr seicht und belanglos; auf jeden Fall nicht mehr besonders inspiriert. Dass der Musikerin nicht viel Zeit gegeben wurde, um dieses Album auf den Markt zu bringen, konnte man raushören, bildete ich mir ein.
Ich wollte das Album daher schon schnell wieder in die Rubrik "Ab zum Weiterverkauf ins Internet" stellen; dann entschloss ich mich aber doch noch einmal, kurz reinzuhören. Und siehe da: plötzlich "funktionieren" die Songs; so dass ich versucht war, diese Scheibe immer wieder einzulegen. Und irgendwie wirkte das Ganze immer glatter; hörbarer; z.T. sogar richtig gut. Je öfter gehört, desto "annehmbarer" wirkte das Ganze. Es sind aber diese "Hörspezifischen Eigenheiten", weshalb man sich nur zu leicht vorstellen kann, dass z.B. bei Konzerten zu diesem Album die Fans nicht unbedingt begeistert sein mussten, wenn sie die Songs vorher noch nicht kannten ...
Auffallen tun dennoch gewisse Ähnlichkeiten zu anderem "Skandinavien- Rock" (wobei ich hierbei nicht der große Experte bin); aber Ähnlichkeiten zu z.B. "Emiliana Torrini" sind sicherlich nicht zufällig. Ansonsten fallen hier verstärkt "US- Einflüsse", gerade aus dem Country- Bereich auf; und den Folk hat Fräulein Larsen ja schon immer gerne stark zugesprochen. Ansonsten wird das Ganze mit Pop oft genug "geglättet".
Das Album selbst ist professionell produziert worden; die Musiker sind routiniert; vor allem natürlich Frau Larsen, die ihre Handschrift bei jedem Song hinterlässt; spätestens bei ihrer zarten, verträumt- melancholisch wirkenden, unverwechselbaren, aber angenehmen Stimme. Eine Spur reifer scheint Frl. Larsen auch geworden zu sein; und selbst die Songs wirken hier oft recht "glatt" und irgendwie z.T. auch "gekonnter" als sogar auf ihren Vorgänger- Scheiben. Dazu kommt der typische "Larsen- Sound", den man bereits kennt; geschickt "strickt" die norwegische Ausnahme- Musikerin hier ihren "alten Stiefel" mit anderen, neueren Einflüssen zusammen. - Raffiniert ist dabei, dass dem Hörer die vielen Einflüsse von anderer Musik zwar am Anfang auffallen; jedoch bei wiederholtem Hören immer weniger auffallen, während Einem die Songs selbst immer besser gefallen ... Nicht schlecht! Dabei ist das Konzept des Albums/ dessen Themen ähnlich wie früher. Vor allem geht es wieder um Liebe, Trennung und Verzicht ... Dabei wird das Ganze aber nie zu melancholisch. Wie bekannt, sind die Rhythmen oft recht eigenwillig; aber gerade das macht ja die Songs dieser Musikerin oft so interessant. In Sachen (einschmeichelnden) Melodien ist Fräulein Larsen ja ohnehin eine fast schon Klasse für sich. Ein wenig seicht insgesamt hier, ihre Songs; aber es gibt hier durchaus auch einige Schnellere Nummern.
Insgesamt wirkt das Album jedoch wieder "wie aus einem Guss". Und Frl. Larsen beweist mal wieder, dass sie eine Könnerin ist, die sich weiterentwickelt und nicht stehen bleibt; jedoch auch nicht all zu viele wirklich neue Akzente setzt; dabei vorsichtig bleibt, und offenbar "nichts dem Zufall überlassen" wollte. Dabei wirkt sie so "richtig modern" auch nicht, sondern bedient sich nicht nur ihrem eigenen, sondern auch viel anderem Material aus verschiedenen (oft auch gerade älteren) Quellen.

Warum ausgerechnet "Coming Home" zur Single für dieses Album ausgewählt wurde, ist gänzlich unverständlich. Denn diese ist auch meiner Meinung nach so ziemlich die schwächste Nummer dieses Albums: glatter, unanspruchsvoller Pop, der etwas wie der peinliche Versuch wirkt, hiermit eine "Radio- taugliche Mainstream"- Nummer zu kreieren; ein Versuch, der offenbar fehlt geschlagen ist, weil der Song selbst in Frl. Larsen's "norwegischer Homebase" nicht richtig "charten" konnte. Werbung für das ganze Album ist dieser Song jedenfalls nicht gewesen; zum Glück gibt dieser aber auch das "Niveau" für dieses Album nicht vor.
Besser wäre für solche Zwecke sicherlich die schnellere Rock & Roll- geprägte Midtempo- Nummer "Don't move" gewesen; wahrlich kein schlechter Song; auch soll er ja (verspätet?) als weitere Single der Scheibe "ausgekoppelt" worden sein; jedoch scheint auch diese vom Kunden nicht weiter beachtet worden zu sein.
Der m.E. beste Song der Schreibe ist aber der stärker Country- beeinflusste, flottere Midtempo- Song "Me and the Highway"; herrlich dabei, wie der Song in den Refrain mündet ...
Der "Opener" des Albums ist die ruhige, aber m.E. durchaus noch annehmbare Ballade "Keeper of the keys".
"What if" ist ein langsamerer Midtempo- Song, der sich nach wiederholtem Hören aber ebenfalls durchaus zum Ohrwurm entwickeln kann; auch durch die gekonnten Streicher- Einsätze hier.
"I can't love you anymore" ist eine langsamere LIebes- Ballade; mit unverkennbaren Country- und Folk- (sowie anderen "US"-) Einflüssen. Na ja ...
"Last Night" ist eine eher langsamere, eher traurige, dabei aber auch irgendwie "peppige" Ballade, die einen gewissen "Sonderstatus" auf dieser Scheibe hat; aber m.E. zumindest nicht schlecht ist.
"Have you ever" ist einer dieser schnelleren Songs; wenn auch mit tragischen Untertönen; m.E. besserer Song hier mit Ohrwurm- Qualitäten ...
"Fine Line" ...mündet wieder in so einen interessanten Refrain ...
Das Album endet mit dem etwas melancholisch wirkenden, langsameren Song "That day". Na ja, nicht schlecht ...

Mein Urteil: Weniger wirklich innovativ, wenn auch geschickt gemacht; eher "Befriedigung einer entsprechenden Nachfrage"; aber "schlecht" auf keinen Fall; zumindest (z.T. wesentlich) besser, als diese Platte oft von verschiedener Seite "beurteilt" wurde, bzw. das die offenbar auch international recht schlechte Chart- Platzierung vermuten ließen.
Sicherlich nicht so "gut" wie der (sensationelle) Vorgänger "If a song could get me you"; - aber wer will schon immer das Gleiche hören?
Vielleicht insgesamt eine Spur zu seicht und auch etwas uninspiriert; etwas "zu glatt"; dennoch m.E. "gut"! - Auch wenn z.B. ein wenig mehr "Larsen- typischer" Rock 'n' Roll" der Scheibe m.E. gut getan hätten.
Verdient auf jeden Fall, öfter als 1 Mal angehört zu werden (erst dann beurteilen!).

Mal sehen, wie sich die "neueste" Scheibe der Vollblut- Musikerin anhört, die ja schon vor einiger Zeit herausgekommen ist ...


Playboy Magazin August 1994 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 8/1994 JUBILÄUMSHEFT: TINA RULAND & STARS
Playboy Magazin August 1994 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 8/1994 JUBILÄUMSHEFT: TINA RULAND & STARS
von Hugh Marston Hefner
  Einzelheft-Magazin

3.0 von 5 Sternen "Jubiläumsausgabe" mit Daniela Jambrek; Rückblick Schönste Frauen im PB; Cowboys & Western; Woodstock; ..., 7. April 2015
Für Sammler, "Playboy- Historiker" und Nostalgiker interessant; wer sich zurückbesinnen will an diese Zeit, wird vielleicht erstaunt sein, was er damals verpasst hat (?).
Ansonsten sieht man dem über 20 Jahre alten Heft sein Alter natürlich an.
Aber auch hier ging es natürlich schon um "Aktuelles", interessante und "wichtige" Menschen; Autos, Trends, neue Produkte, Abenteuer, Technik, Musik, Sport, Kultur, Kunst, Buch-, Film- und Musikbesprechungen, Humor, Interviews, Finanz-, Karriere- und Reisetipps; Kulinarisches; Geschenkideen, PB- Ratgeber, ... und natürlich Erotik. Dabei ist sich das Heft über die Jahrzehnte offenbar doch ziemlich treu geblieben.

Dieses Heft ist eine "Jubiläums- Ausgabe", weil damals "22 Jahre Playboy in Deutschland". Das Magazin hatte sich dieses zum Anlass genommen, einige Themen auf dieses "großartige Ereignis" abzustimmen: Ausschnitte aus berühmten (22) (PB-) Interviews; "Top 22" ("was Männern Spaß macht"); "22 Sieger- Tricks"; Rückblicke auf "erfolgreiche" Playboy- Geschichte (inkl. Erotik- Fotos); "Jubiläums- Rätsel"; ...
Neben einigen auch heute noch z.T. sehenswerten Abbildungen nackter Mädchen, beeindruckt den heutigen Leser u.A. vor allem den für damalige Verhältnisse erstaunlich hohen Preis für eine solche - hier gerade mal 142 Seiten lange - Ausgabe (9,- DM!). - Ansonsten wirkt das Heft nämlich heute etwas altbacken; und was damals "1,2 Millionen Leser zu dieser Lektüre greifen" (!) ließ, wie in der Einleitung dieser Ausgabe angeführt, ist - zumindest in diesem Maße - wohl kaum noch nachvollziehbar; allerdings hatte das Magazin in dieser Qualität (mit Stars, usw.) bei entsprechendem Stil bei "Männer- Themen" damals auch kaum echte Konkurrenz; am wenigsten vom Internet (und auch kaum vom TV), das es damals ja noch nicht gegeben hat. Obwohl insgesamt harmloser, banaler und weniger interessanter als heutige Ausgaben, war der (meist naturgemäß männliche) Leser offenbar gerne bereit, für derartige "heiße Ware" damals tief in die Tasche zu greifen. Man muss die Verhältnisse dieser Zeit kennen, bzw. darin gelebt haben, um das zu verstehen. Andererseits kann man sich über das damalige Zeitgeschehen, was damals "in" war, usw., auch ganz gut mit so einem alten Playboy informieren.

Ein weiteres "Zentrales (immer wiederkehrendes) Thema" dieser Ausgabe war übrigens auch noch "Cowboy & Western" ("Cowboy- Urlaub"; "Männer & Pferde heute"; "Western- Film- Revival").

Als (erotisches) "Männermagazin" beinhaltete das Heft folgende erotische Themen ((leider nur 3) "Erotik- Fotostrecken"):

- PLAYMATE: die blonde Chefsekretärin Daniela Jambrek (22) (1,76 m Größe bei 58 kg Gewicht und den Maßen: 89-69-95) aus Hamburg; auf Jamaika abgelichtet;

- "Die 22 Schönsten der letzten 22 Jahre" (mit (alten, mal mehr, mal weniger "expliziten") Aufnahmen von Cindy Crawford; Iris Berben; Grace Jones; Audrey und Judy Landers; Nastassja Kinski; Tina Ruland; Anna Nicole Smith; Beatrice Richter; Demi Moore; Raquel Welch; Kim Basinger; Sonja Kirchberger; Brigite Nielsen; Victoria Principal; Alice und Ellen Kessler; Uschi Obermaier; Dolly Dollar; Sharon Stone; Corinna Drews; Erika Eleniak; Christine Kaufmann; La Toya Jackson); (insgesamt 14 Seiten);

- "Im Visier der Paparazzi" ist eine "Foto- Novelle" von Heinz Bäumer über einen Paparazzo, der Fotos der erotischen "Darstellerin" (?) "Yasmina" in "Cannes" macht ... (10 SEiten).

Ein besonderes INTERVIEW wurde dem Leser hier dieses Mal nicht geboten (!); dafür gibt es hier Ausschnitte "legendärer (älterer) Interviews" mit Muhammad Ali; Jassir Arafat; Rudolf Augstein; Franz Beckenbauer; marlon Brando; Paul Breitner; Charles Bukowski; Truman Capote, Fidel Castro, Salvador Dalí, Rainer Werner Fassbinder; Joschka Fischer; Thomas Gottschalk; Hugh M. Hefner; Don Johnson; Niki Lauda; John Lennon und Yoko Ono; Groucho Marx; Luciano Pavarotti; Billy Wilder; Tennessee Williams; Frank Zappa.

Eine REPORTAGE widmet sich dem Thema "25 Jahre Woodstock" ("was aus den Helden von damals geworden ist").
Bei einem anderen Thema geht es um "das geheime Design- Labor von BMW" (mit entsprechenden Daten "gefütterte" Computer bauen neue Auto- Modelle, u.Ä.).
Der Foto- Bericht "Männer und Pferde" handelt von heutigen "Reiter- Kulturen", Cowboys u.Ä.
"Wilder Westen - Die Rückkehr der Cowboys" handelt von Mythos und Realität von "Wild- West- Helden"; im engeren sinne vor allem von Western- Filmen, die damals offenbar ein "Revival" erlebten.
Kürzere Themen widmen sich dann noch Arnold Schwarzenegger; Bestsellerautor Michael Crichton; ein kurzes ("Blitz"-) Interview mit Sonja Klett und Evelyne Hilse (führ(t)en einen Erotikshop nur für Frauen); Meg Ryan; Doro Pesch; Dieter Thomas Kuhn; Sängerin "Shanice"; Reisetipps als "Cowboy auf Zeit"; "10 Fachbücher von Partnerschaft bis Pornographie"; ein (nicht ganz ernst gemeintes) "Erotik- Rätsel"; "22 Gewinner- Tricks"; "Top 22: Alles, was Männern Spaß macht"; "22 Tipps, um länger jung zu bleiben"; Wasserski; ...

TECHNIK- Themen sind hier: "Geschichte des VW- Käfers"; "Revival der Plattenspieler".

MODE/ LOOK: "Lässige Jeans- Mode"; "Coole City- Cowboy-Accessoires"; "Fun der Saison: Wasserski".

LITERATUR: erotische Kurzgeschichte von Bodo Kirchhoff.

Bemerkenswert sind die damals zu jeder PB- Ausgabe gehörenden "Essays", in denen es um "Typisch Frau" (von Tony Parsons) geht, bzw. um "Typisch Mann" (von Petra Reski), in denen z.T. gut beobachtet, aber auch polemisch sich das jeweils "andere Geschlecht" zu ihrem "geschlechtlichen Gegenteil" äußert. Hier geht es um den "Einkaufswahn" der Frauen; bzw. "die wahren Wünsche der (von Männern offenbar unverstandenen) Frauen".


Playboy Magazin Juli 1994 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 7/1994 PATTI DAVIS, BAYWATCH ELKE JEINSEN
Playboy Magazin Juli 1994 Zeitschrift Original Deutsche Ausgabe 7/1994 PATTI DAVIS, BAYWATCH ELKE JEINSEN
von Hugh Marston Hefner
  Einzelheft-Magazin

3.0 von 5 Sternen "USA- Themen- Ausgabe": Fußball-WM-Special; 9 Playmates aus 9 Ländern; Patti Davis; Jana Wutzler; Bill Gates; "25 Jahre Mond";.., 5. April 2015
Was stand damals so im Fokus des Interesses (der Playboy- Leser)? Welche "Sensationen" gelangen dem Magazin mit dieser Ausgabe? Als Sammler auch der älteren Ausgaben muss man sich das nicht lange fragen, wenn man einen Blick in dieses Heft wagt, was nicht viel Überwindung kostet, da neben oft unterhaltsamen Berichten vor allem auch die schönsten Frauen (diese Zeit) abgedruckt sind.
Auch hier ging es natürlich schon um "Aktuelles", interessante und "wichtige" Menschen; Autos, Trends, neue Produkte, Abenteuer, Technik, Musik, Sport, Kultur, Kunst, Buch-, Film- und Musikbesprechungen, Humor, Interviews, Finanz-, Karriere- und Reisetipps, Geschenkideen, PB- Ratgeber, ... und natürlich Erotik.
Denoch dürfte sehr umstritten sein, ob die Ausgaben gerade aus dieser Zeit wirklich zu den besonders Herausragenden gezählt werden können; z:T. aber auch einfach nur der damaligen Zeit der Entstehung geschuldet sein mag. Naturlich war auch z.B. die Druckqualität damals noch nicht so gut, was im Hinblick darauf, dass dieses Magazin ja vor allem auch die optischen SInne ansprechen soll, natürlich etwas enttäuschend sein kann. Von der damaligen Zeit selbst wird man wohl eher nicht so begeistert sein; es sei denn, aus Nostalgiegründen.
Andererseits ist zu bemerken, dass die Macher dieser - 142 Seiten langen - Ausgabe hiermit sich schon um eine "bessere Ausgabe" bemüht haben (z.B. durch "Sensationen", bzw. Attraktionen, wie das Bill Gates- Interview; (Ex-) Astronaut Buzz Aldrin mit einer "exklusiven" "Mond- Story"; vor allem aber wohl die Nackfotos der Tochter von Ex- US- Präsident Reagan, die hier zudem noch die (erotische) Kurzgeschichte beigesteuert hat; 9 Playmates aus 9 Ländern; ...), die sich zumindest im Vergleich zu den anderen Magazinen dieser Zeit m.E. sehen lassen kann.
Im Themen- Fokus stand natürlich die damals unmittelbar - allerorts mit Spannung erwarteten - FUSSBALL- WM in den USA (die ja leider für unsere Mannschaft nicht gerade ruhmreich ausgehen sollte), was die Herausgeber hier zum Anlass nahmen, dieses Ausgabe zu einer Art "USA- Themen- Ausgabe" zu gestalten: fast jeder Beitrag hier hat direkt oder indirekt zumndest mit den USA (oder mit Fußball) zu tun.
Aus heutiger Sicht hat das Heft natürlich deutlich an Attraktivität beim leser eingebüßt; abgesehen von speziellen Interssen, die man haben könnte, ist es aber wohl nicht vermessen zu behaupten, dass ein großer Teil der auch heutigen Leser dieses Heftes dieses aus Interesse an den (hier immerhin 4) EROTIK- Fotostrecken tut, die hier aber leider (wieder mal) nur z.T. wirklich beeindrucken können; was natürlich nicht an den dargestellten, rundherum attraktiven (jüngern und z.T. auch schon hier älteren) Damen liegt, als viel mehr an den z.T. etwas unglücklichen Fotos der Fotografen (das ist insbesondere bei einem Heft wie dem Playboy natürlich nicht zu entschuldigen!):

- PLAYMATE dieser Ausgabe war die dunkelhaarige JANA WUTZLER (19) aus Hannover (1,64 m bei 50 kg und den Maßen: 83-68-86) (gelungenes Poster!); auf Jamaika fotografiert; (12 Seiten);

- PATTI DAVIS (41), die dunkelhaarige, "skandalöse" Tochter von Ex- US- Präsident Ronald Reagan (!) posiert hier (z.T.) völlig nackt (8 Seiten);

- "Freistoß": 9 Playmates aus 9 Ländern präsentieren sich (wie? - natürlich nackt!): Sonja Giese, Jenny McCarthy (übrigens auch damaliges "Playmate of the year" der USA); Rachel Ter Horst; Charlene Laughter; Maria Elena Faillace; Tatiana Liévano; Ramona Wouters; Dulce Maria Des Neves; Haruka Morimura; Maria José Orse; (auf 8 Seiten);

- "Lack & Leder" zeigt (auf 6 Seiten) entsprechende "Fessel & Fetisch"- Fotos von Eric Kroll.

Während die "WM- Playmates" hier wenigstens z.T. sehr überzeugend zeigen können, was sie so schön macht, und auch (Playmate) Jana Wutzler hier öfter gut abgebildet wurde, Patti Davis ihre Begabung als fotogenes Erotik- Modell ebenfalls zumindest verdeutlichen kann und die Fotos z.T. zumindest sehr stilvoll sind (wenn hier auch sicher mehr hätte drin sein können - Tadel geht an den Fotografen!), so ist die "Lack & Leder"- Fetisch- Fotostrecke doch wohl eher eine glatte Enttäuschung.

Berühmt ist der Playboy aber auch für seine INTERVIEWS, die bekannte Persönlichkeiten dem Leser oft recht nahebringen können. In dieser Ausgabe war es dem Magazin gelungen, "Microsoft"- Boss BILL GATES zu interviewen. Interessant: Er spricht hier u.A: von "Zukunftsvisionen", wie "Daten- Highways" (Internet), an deren mögliche Existenz damals offenbar noch nicht so stark glauben wollten ... (immerhin gab es damals ja auch noch keine Internet; wenn auch schon offenbar "Mail- Boxes"); von "Mini- PC's" und Geräten, mit denen man Mail- Boxes unterwegs ablesen könnte (er redet da wohl von dem, was inzwischen als "Tablets" realisiert wurde); ... Er spricht aber auch etwas über seinen Weg zum Erfolg; über Erziehung (er hatte damals geheiratet); über seinen Alltag; seine geplanten sozialen Absichten ("95 % meines Vermögens will ich spenden"). Er entpuppt sich hierbei auch als zwar vielleicht etwas langweiliger, jedoch auch geschickter Gesprächspartner, der sich offenbar auch nicht so viel von einem professionellen PB- Interviewer entlocken lässt ...

Jedoch ist der Playboy ja nicht nur für seine Erotik- Abbildungen (und Interviews) bekannt, sondern auch für seine oft spannenden und unterhaltsamen REPORTAGEN, u.Ä.; auch wenn diese M.E. hier nur z.T. spannend geraten sind:
Eine Reportage widmet sich hierbei den in den USA so populären "Demolition- Crash- Car- Derbys" (Typischer "Sport- Bericht" des Playboy).
Zum Thema "25 Jahre Mondlandung" erzählt hier noch (ex-) Astronaut Buzz Aldrin seine Story über den "Countdown zum Mond".
Ein "Insider- Report" widmet sich zudem den "seltsamen Vorlieben der (American Express-) Platinum- Card- Members": "Das Geld der Reichen", in dem beschrieben wird, was man u.A. als Inhaber einer solchen Karte alles machen kann.

Das "Fußball- WM- Special" (S. 94 - 111) gibt hier einen Überblick über "die besten Adressen der 9 WM- Städte"; ; eine "Geschichte des amerikanischen Fußballs" ("Soccer"); außerdem erinnern sich hier noch 10 ehemalige deutsche Fußball- Nationalspieler an ihre WM- Teilnahmen von 1954-1990; zum Thema "9 WM- Playmates": s.o.!

Weitere (kleinere) Beiträge widmen sich hier: Bestseller- Autor John Grisham; Werbesong- Musiker John Groves; Schlagerproduzent Ralph Siegel (Interview); Schauspielerin Erika Eleniak ("Baywatch"); Stuntfrau Tanja De Wendt; einer "Fußball- Umfrage"; Jazz- Sängerin Carleen Anderson; "Flughafen- Lounges"; US- Küche; "Pizza"; ...
Im Bereich TECHNIK geht es um den "Trend Off Road- Cars"; "Weltempfänger"; "Mobile Fernsehapparate"; ...

Interessant, oft auch amüsant und gut beobachtet sind oft die diesen älteren Ausgaben noch beiligenden "Essays", in denen sich immer jeweils Tony Parsons kritisch über das Thema "Typisch Frau", bzw. Petra Reski (kritisch) über "Typisch Mann" äußern, die so immerhin den "Typischen" Blick auf das andere Geschlecht freimachen; auch wenn das natürlich oft polarisierend und stark verallgemeinernd ist. In diesem Fall geht es - wie kann es hier auch anders sein - um Fußball; genauer gesagt: um das Thema "Fußball und Frauen", das hier Mann und Frau (natürlich) völlig anders bewerten.

Zum thema "MODE/ LOOK" gibt es hier "eine Fotostrecke mit "Mode von Underwear bis zum modischen Smoking" (passend zur Zeit von einer Amateur- Fußball- Mannschaft präsentiert); "Sonnenschutz für Jedermann" und "Multifunktionale (Armband-) Uhren"; Tipps zu "mehr Fernse- Fitness".

LITERATUR liefert hier mit der Kurzgeschichte "Safe Sex" Patti Davis, die auch eine Bestseller- Autorin ist (und die in dieser Ausgabe ja auch für Nacktaufnahmen sorgt (s.o.)).

FAZIT: Ein wohl überdurchschnittlicher, schon älterer, aber - trotz seines sehr "vergänglichen" Leitthemas (Fußball- WM) - durchaus noch lesenswerter Playboy; mit einem recht interessanten Interview; zumindest mich nicht unbedingt fesselnden Reportagen; einigen sehr guten, aber auch sehr enttäuschenden Erotik- Fotostrecken.
Insbesondere (aber nicht nur!) wohl heute am ehensten für Fußball- Nostalgiker geeignet.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20