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Beiträge von Christian Wolff
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Rezensionen verfasst von
Christian Wolff "sktv-regisseur" (Hagen)
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1848: Die Geschichte von Jette und Frieder. Roman (Gulliver)
1848: Die Geschichte von Jette und Frieder. Roman (Gulliver)
von Klaus Kordon
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Hab es nicht aus der hand legen können..., 9. Oktober 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Hallo!

Ich möchte hier ein Buch vorstellen, dass ich zufällig gefunden und als leichte Urlaubslektüre erstanden habe. Geschrieben hat es Klaus Kordon. Dazu muss ich sagen, dass ich Hobbyhistoriker bin und historische Romane sehr gerne lese, wenn sie auch ein authentisches Bild der Zeit wiedergeben und man nicht im Jahre 1735 auf Heuballen sitzt oder 1865 als einfacher Arbeiter Emailware benutzt... Zurück zum Buch.

Die Handlung:

Spätsommer/Herbst 1847 am Vorabend der Kartoffelrevolution, Berlin, Rosenstraße 7
Hier leben die fünfzehnjährige Henriette Mundt, genannt Jette, und ihre ältere Schwester Auguste sowie deren Sohn Friedrich Wilhelm, der aber nur Fritze gerufen wird, im Haus des Herrn Johan Christian Flatow, wohlhabender Fabrik- und Ladenbesitzer.
Unter dem Dach wohnt der siebzehnjährige Zimmerergeselle Friedrich Wilhelm Jacobi, genannt Frieder, mit seiner bettlägerigen Mutter. Zudem wohnen dort noch der Nachtwächter Kerkau mit seinen Kindern und eine Familie, die alsbald nach Amerika auswandern wird sowie die Witwe Wuttig, eine ältere geschwätzige Stundenlöhnerin.

Jette ist gefangen, gefangen in der winzigen Wohnung, die vollgestopft ist mit den Möbeln der verstorbenen Eltern. Sie ist gefangen wegen Fritzchen, ihrem Neffen, einem Bastard. Der ist noch klein und seine Mutter eine Hure, die sich verkauft um den Lebensunterhalt der drei zu sichern. Sternenkiekerguste nennt man sie auf der Straße. So bleiben Jette nur der Gang auf den Markt und das Fenster zur Straße als besondere Abwechslung. Dort, am Fenster, entdeckt sie auch der Frieder auf seinem allmorgendlichen Weg zur Arbeit und verliebt sich in das hübsche Mädchen. Er legt ihr ein paar Kartoffeln vor die Tür, jeden Tag, zum Unmut seiner Mutter, die mit den leichten Mädchen über dem Hauseingang nichts zu tun haben will. Auch Guste, die aufgrund ihrer Lebenserfahrungen nicht gut über Männer sprechen kann, warnt Jette vor Frieder, der nur das eine wolle und schließlich sitze sie da, jung, mit einem Kind und niemand würde sie in Anstellung nehmen. Jette hasst ihr "eingesperrt sein".

Frieder arbeitet mit einer Hand voll Gesellen für einen Zimmerermeister auf dem Bau. Der Altgeselle Rackebrandt hat Gefallen an ihm gefunden, denn er merkt, dass Frieder empfänglich ist für seine revolutionären Gedanken und die beiden freunden sich an.
Die Umstände der Zeit führen schließlich zur Kartoffelrevolution und reißen Frieder, Jette, Guste, Rackebrandt, Flatow, Kerkau und alle Berliner in den Sog der Ereignisse. Als sich am 18ten März des nächsten Jahres die Barrikaden in den Straßen erheben, treffen wir alle Protagonisten auf verschiedensten Seiten wieder und nicht alle werden die Kämpfe überleben...viele Freunde bleiben im Blut auf den Straßen liegen... dazwischen liegen Verrat, Liebe, Vorurteile, Freundschaften, neue Feinde, Wut, Hass, Verzweiflung, Armut, Verbrechen, Schwangerschaft und Not, Stolz, Neid, Unrecht und Willkür...

Meine Meinung zu dem Buch:
Ich hatte es nicht erwartet, aber ich war gefesselt. Zum Leidwesen meiner Frau konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen und sie musste es einmal sogar verstecken, damit ich mit ihr eine Besichtigungstour machte... ;o)
Die Zeit und die Umstände der einfachen Bevölkerung und des Bürgertums in den Jahren 1847 und 1848 sind hervorragend recherchiert und in allen Farben geschildert. Die Bilder entstehen so klar und deutlich vor dem geistigen Auge, dass es leicht fällt, Jette und Frieder durch die Straßen Berlins zu folgen und die Ereignisse klar vor sich zu sehen.
Die Figuren sind am Anfang sympathisch, lassen aber noch viele Fragen offen, die im Laufe der Geschichte durch wohlplatzierte Rückblicke oder Ereignisse erklärt werden. Wenn man sich auf die Geschichte bedingungslos einlässt, wenn man sich von ihr gefangen nehmen lässt, dann lacht man und weint man mit den Personen, erlebt mit ihnen ein Weihnachten, dass man sich in der heutigen Zeit nicht mehr vorstellen kann, man baut einen extremen Hass auf gegenüber Herrn Flatow, der ein Faible für blutjunge Mädchen hat und anfängt Jette nachzustellen und ihre Lage auszunutzen, misstraut dem Nachtwächter Kerkau, der überall im Haus herumschnüffelt, wird zusammen mit Frieder die Studenten und ihre demokratischen Abende besuchen, auf Demonstrationen gehen und zittert mit ihnen, wenn von der Universität das dumpfe Stampfen und Trommelschlagen herüberschallt, während auf dem nächtlichen Opernplatz das Volk ins Stocken gerät und auf einmal die Infanterielinie auftaucht, mit gefälltem Bajonett bereit, jeden nieder zu machen, der ihr in den Weg kommt, kämpft mit ihnen auf den Barrikaden gegen die "Pickelhauben" und man steht mit einigen von ihnen trauererfüllt vor dem Schloss, mit tausenden Mitbürgern, umringt die aufgebarten Toten und schaut hinauf zum Balkon, auf dem der König steht...

Das Buch ist aus der Sicht der einfachen, armen Arbeiterbevölkerung geschrieben. Es wird sehr schön deutlich, wie wenig man bekommt für 17 Stunden harte Arbeit auf dem Bau, in der Fabrik, als Heimarbeiter. Wie viel eine Metze Kartoffeln kostet oder eine schlichte Wachskerze. Die hygienischen Gegebenheiten, die ärztliche Versorgung, der Polizei- und Militärstaat Preußens, die Behandlung des Volkes durch den Adel und das Bürgertum werden hervorragend in die Handlung eingebaut, so dass man etwas lernt, ohne es zu merken. Minutiös werden die Geschehnisse, die zu den Barrikadenkämpfen 1848 führen in die Handlung gesponnen und von den Hauptpersonen erlebt ohne dass es zu konstruiert wirkt.
Alles ist in sich schlüssig und nachvollziehbar und bleibt dabei spannend, auch wenn man eigentlich weiß, wie es ausgehen wird.
Man ertappt sich doch dabei, wie man hofft, dass eben diese Barrikade am Cöllnischen Rathaus den Angriffen des Militärs standhalten wird, dass die Revolution doch Erfolg haben muss und wie enttäuscht man dann am Ende mit den Figuren ist, wie fassungslos man erlebt, wie das reaktionäre Bürgertum alles wieder zunichte macht, wofür die Freunde gestorben sind, leidet mit, wenn der alte königstreue Zimmermannsgeselle Roderich, der für König und Vaterland gegen Napoleon kämpfte plötzlich nicht mehr weiß, zu wem er halten soll...
Hautnah erlebt man das preußische Gefängnis mit, das Leben im Armenviertel Berlins, dem Voigtland, und das Treiben in den Straßen der pulsierenden Stadt die niemals schläft und immer nur darauf aus ist, einen Groschen wenigstens zu verdienen um zu überleben - wenigstens den nächsten Tag...

Gedacht ist das Buch als Jugendliteratur aber es ist in keiner Weise schonend oder vereinfacht. Der Roman mit 503 Seiten und einem Nachwort des Autors ist qualitativ neben die Bücher von Patrick O'Brian zu stellen, denn die Welt des mittleren 19ten Jahrhunderts ist ebenso gut recherchiert und lesenswert geschildert wie die des frühen 19ten in O'Brians Werken.
Die Handlung ist packend und fesselt bis zum Schluss, hält immer wieder ungeahnte Wendungen und Überraschungen für den Leser bereit, arbeitet mit geschichtlichen Fakten korrekt und stellt die Ereignisse dar, wie sie waren. Alte Berufsbezeichnungen wie Höker werden benutzt und auch erklärt.
Der Autor beschreibt in seinem Nachwort, wie schwierig es war, aus den ganzen Quellen ein klares, unverfälschtes Bild zu bekommen, da Militär-, Bürger-, Arbeiter- und Revolutionserinnerungen immer sehr koloriert von sich selber schreiben und meist ein zu schwarzes Bild von dem zeitgenössischen Gegenüber hinterlassen.
Besonders gelungen ist es dem Verfasser, mit Hilfe des Berliner Dialekts auch in der Sprache der Personen Authentizität zu erzeugen.

Meine Empfehlung:

Kaufen, lesen, versinken...


Anno 1404 (Original Game Soundtrack)
Anno 1404 (Original Game Soundtrack)
Preis: EUR 9,89

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Spiele- und Klassikfans ein MUSS, 10. August 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Was soll ich groß schreiben?
Wer das Spiel kennt, der kennt die tolle Musik und wer das Spiel nicht kennt, macht mit dem Kauf dieser Musik keinen Fehler. Es gibt kraftvolle, sakrale Stücke und Themen mit orientalischem Einfluss, wie auch zarte und traurige Kompositionen.
Die Qualität ist für ein PC-Spiel-Soundtrack wirklich atemberaubend und allein die Musik zaubert schon bunte Bilder in die Phantasie des Zuhörers, die an die Geschichten aus "Tausend und einer Nacht" und all die alten Piraten- und Ritterfilmen aus der Jugend erinnern, als die Abenteuerfilme noch Sonntagnachmittags die Familie vor den Fernseher fesselten und anschließend nachgespielt werden mussten...


Musik der Landknechte - Botho Lucas Chor
Musik der Landknechte - Botho Lucas Chor

5.0 von 5 Sternen Tolles Album, kraftvolle Musik!!, 10. August 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Dieses Album ist für jeden Interessierten an deutscher Militär- und Volksmusik (nicht volkstümelische ZDF-Schmunzettenmusik) ein Gewinn. Die Stimme der Solisten, wie auch die des Chors sind passend und ergänzen sich prima mit den historischen Musikinstrumenten. Traurige, aufmunternde, protestierende und trotzige Schlachtlieder wechseln sich ab und geben einen tollen Einblick in die Populärmusik des einfachen Volkes und der Soldaten im 17ten und 18ten Jahrhundert (einige wurden sogar im 19ten Jahrhundert noch gesungen und manches Lied findet sich sicherlich noch in manchem Gesangbuch einer Bundeswehrkaserne) Manche Lieder sind wirklich zeitlos und alle beeindrucken durch ihren Ton. Vor allem die Landsknechttrommeln beeindrucken durch ihren Klang und Einsatz. Gerade die Lieder, die mit Trommelsoli beginnen, zaubern Bilder von marschierenden Landsknechthaufen vor das geistige Auge, während man bei dem Lied "Zelte sah ich, Pferde, Fahnen" die müden und abgekämpften Soldaten im nächtlichen Lager am Feuer vor Augen hat, wie sie unsicher und ängstlich der Ungewissheit des nächsten Tages entgegensehen.

Ich bereue den Kauf dieses Albums absolut nicht. Einen Tipp möchte ich noch geben: Lieder wie "Das Leben ist ein Würfelspiel" oder "Vom Barette schwankt die Feder" auswenidg lernen und mit Freunden beim Wandern oder im Pfadfinderlager am Feuer singen. Wohlige Gänsehaut ist garantiert!!


Die Formations- und Uniformierungs-Geschichte des preussischen Heeres 1808 - 1914. Bd. 1. Fusstruppen (Infanterie, Jäger und Schützen, Pioniere) und deren Landwehr
Die Formations- und Uniformierungs-Geschichte des preussischen Heeres 1808 - 1914. Bd. 1. Fusstruppen (Infanterie, Jäger und Schützen, Pioniere) und deren Landwehr
von Paul Pietsch
  Unbekannter Einband

3.0 von 5 Sternen Umfangreich aber leider nicht in Feinheiten versunken, 10. August 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Meine Rezension fällt mit drei Sternen vielleicht etwas negativer aus, als das Buch verdient hat. Zur Erklärung:

Das Buch umfasst alle preußischen Uniformen von 1808-1914. Das ist so auch richtig, doch in der ganzen Gesamtheit fehlen mir, als interessiertem Re-enactor wichtige Hinweise zu Art und Beschaffung der Uniformen, Ausrüstungsgegenständen und Kopfbedeckungen. Somit gehöre ich sicherlich zu einer sehr geringen Lesergruppe, die ohne dieses Buch nicht ihrem Hobby fröhnen kann, aber leider nicht alle benötigten Informationen daraus bekommen kann.

Es gibt detaillierte Bilder und Zeichnungen und es ist sorgfältig dokumentiert, welche Anordnung wann welches Uniformstück einführte. Für jeden militärhistorisch interessierten Menschen sollte dieses Buch ein muss sein, ebenso für jeden Re-enactor, der sich in diesem Zeitrahmen bewegt. Jedoch je nach Grad seiner Darstellung fehlen einige wichtigen Details.


Die blauen Boys: Band 30: Nancy Hart
Die blauen Boys: Band 30: Nancy Hart
von Raoul Cauvin
  Broschiert
Preis: EUR 11,00

4.0 von 5 Sternen Ganz guter Band, 10. August 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Wieder einmal kann man sich ganz gut mit Sergeant Major Chesterfield und Corporal Blutch amüsieren. In diesem Band marschiert die Unionsarmee auf ein Dorf zu, in dem man die Konföderierten vermutet. Beim Vormarsch wird schnell klar, dass sich in dem Dorf nur Frauen befinden, die aber durchaus gewillt sind, es zu verteidigen. Nach anfänglichen Angriffen der Unionsinfantrie, die nur sehr zögerlich ausgeführt werden, überwiegen die Skrupel der Armeeführung und es werden Unterhändler geschickt. Na, dreimal darf geraten werden, welche beiden Unteroffiziere gesandt werden...

Die Story ist zum Schmunzeln und eine der besseren, die durchaus an den Charme der Ur-Serie anknüpfen kann. Trotz einiger Zeichenqualitätsunterschiede zu den ersten Bänden (daher auch ein Stern weniger), hat sie nicht den faden Nachgeschmack, den manch eilig produzierter Titel der Serie hat, der nach der eigentlichen Auflage auf den Markt kam. Das ist aber natürlich Geschmacksache. Fehlen darf der Band in der Sammlung jedoch nicht.

Historisch gesehen ist mal wieder einiges fragwürdig, aber naja, es ist halt ein Comic. Gut finde ich an der Serie, dass sie zwar den Sezessionskrieg als blutigen und ernsten Hintergrund hat und den Krieg als solches manches Mal in Frage stellt, ihn aber nie ins lächerliche zieht oder ihn verherlicht.


Althans 00608 - Pinguin, groß, 22 cm
Althans 00608 - Pinguin, groß, 22 cm
Wird angeboten von Knubbelino - Spielwarenversand
Preis: EUR 9,95

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knuddeliger Freund, 11. August 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Das war wirklich ein guter Fund im Internet!!
Meine Freundin mag Pinguine und als ich mal ein Geschenk brauchte fand ich diesen hier.
Er ist sehr weich und knuddelig. Sie hat sich gleich in ihn verliebt. Dieser kleine tappsige Freund ist seitdem soetwas wie ein Familienmitglied ;o)

Ich kann jedem empfehlen, diesen Pinguin zu kaufen! Wir haben ihn liebgewonnen, wie man ein Stofftier nur liebgewinnen kann!!

Ich finde, das Bild oben spricht für sich!!


American Conquest - Anthology
American Conquest - Anthology

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber nicht das Beste!, 11. August 2009
Rezension bezieht sich auf: American Conquest - Anthology (Computerspiel)
American Conquest ist kein schlechtes Spiel. Leider fehlt mir aber eine gute KI. Das Spiel macht nur wirklich Spaß im Mehrspieler-Modus zusammen mit Freunden, die es verstehen, eine Armee des 17ten oder 18ten Jahrhunderts in die Schlacht zu führen.
Im Kampf gegen die KI entwickelt sich das Spiel dann leider schnell zu einem Aufbau-Such-Zerstör-Spiel ohne jeglichen spielerischen Reiz.

Rein zum optischen läßt sich nichts sagen. Die Soldaten lassen sich gut ansehen, wenn sie in Linie aufmarschieren, die Granaten wie im Film "Der Patriot" durch die Reihen fegen und die Kavallerie mit den wehenden Fahnen angaloppiert.
Man hat sich offenbar die Mühe gemacht, die Armeen der Kolonialmächte so historisch korrekt darzustellen, wie es cdv möglich war. Da kann man dann über die Uniformen der Franzosen (die ja eigentlich weiß oder grau sein müssten) streiten. Die Briten sind den Einheiten des Unabhängigkeitskrieges nachempfunden und die US-Armee trägt Uniformen aus dem Krieg von 1812-1815... Naja, bei cdv arbeiten wohl keine Uniformhistoriker und es raubt einem auch nicht wirklich den Spielspaß, bzw. den Genuß des Anblickes der aufmarschierenden Soldaten.
Toll ist die Neuerung, dass sich die Truppen im heftigen Gefecht langsam auflösen und zurückschwärmen. So erreicht man einen kleinen Grat an Authentizität. Immerhin stand eine Einheit damals während einer regulären Feldschlacht nicht wirklich länger als einer halben Stunde im Feuer...
Die Offiziere, Flaggenträger und Trommler werten das Bild ebenso auf!!!! Endlich hat man mal an sie gedacht!!! Nervig nur, dass sie nicht in der Mitte der Einheit stehen!!

Was ich vermisse sind Palisadenzäune und die Forts und Festungen nerven, wenn sie wild um sich schießen, auf jedes Tier das sich bewegt. Aber dass kann man ja auch ausschalten.
Wirtschaftlich gesehen und auch diplomatisch gibt es ebensowenig Möglichkeiten wie zuvor in Cossacks. Toll ist, dass man nun Indianerstämme bezahlen kann Späher auszusenden, Kriegertrupps oder Guerillas gegen den Feind zu schicken.

Alles in allem ist dieses Spiel nicht schlecht, wird für mich aber um längen von Cossacks 2 : Napoleonic Wars geschlagen!!


Marschier oder stirb (2 Disc Edition) [Special Edition] [2 DVDs]
Marschier oder stirb (2 Disc Edition) [Special Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Terence Hill
Wird angeboten von Dein Filmshop
Preis: EUR 14,90

21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehenswerter Film, 6. November 2006
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Die französische Kolonie Algerien 1918. Ein unerfahrenes Regiment der französischen Fremdenlegion wird zum Schutz einer zivilen Ausgrabungsexpedition in die Wüste geschickt. Unter dem Befehl eines strengen Veterans(Gene Hackmann)werden die neuen Rekruten ausgeblidet.Das Motto des Kommandeurs lautet: Marschier oder stirb. "Wenn die Wüste euch nicht umbringt, dann werden es die Araber tun und wenn die es nicht tun, werde ich es tun!"
Was nun beginnt ist ein schön fotografierter Film der eine gelungene Story erzählt, über Kameradschaft, Liebe und die Sinnlosigkeit des Krieges. Terence Hill, den man sonst nur aus den berühmt-berüchtigten Hau-drauf-Filmen kennt, zeigt hier das er auch ernste Rollen spielen kann. Gene Hackman glänzt in der Rolle des resignierten Kommandeurs, der seine Männer nur so hart schindet, weil er genau weiß was sie erwartet und der genau um seine auswegslose Situation weiß.
Das der Film "Der Legionär" sich einiges hier abgeschaut hat spricht für sich. Das Ende ist viel besser als die Stand-Alone-Action mit Jean-Claude van Dame. Die Araber sind keine zähnefletschenden Wilde. Sie werden als Ehrenmänner dargestellt, die um ihre Freiheit kämpfen. Das die französische Seite wie auch die arabische im Wüstenkrieg keine sauberen Methoden anwandten wird in diesem Film auch gut dargestellt. Übertriebenen Heldenpathos gibt es hier auch nicht. Lediglich eine besondere Bindung der Männer zueinander aufgrund der erlebten "Abenteuer" spürt man, wenn die Truppe singend durch das Wüstenfort oder die kargen und doch irgendwie bezaubernden Dünen marschiert. Jeder der Männer zweifelt schließlich daran, für die französische Fahne zu sterben oder für die Kunst, wie der mitreisende Professor fordert, doch bevor sie verschwinden können sind sie schon umzingelt und das Soldatenschicksal fordert seinen Tribut...
Wenn man Wert legt auf historisch korrekte Ausstattung, einen historischen Hintergrund, eine packende Geschichte, gute Schauspieler und eine schöne Filmmusik, dann sollte man sich diesen Klassiker gönnen. Einen besseren Antikriegsfilm kann es meiner Meinung nach nicht geben. Viele Filme zeigen die verachtungswürdige Brutalität des Krieges aber hier wird der Sinn an sich in Frage gestellt und warum Menschen in der Welt sich abschlachten: wegen nichts, oder in diesem Falle, wegen einer Mumie... was ja das gleiche ist, oder?


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