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Why Stock Markets Crash: Critical Events in Complex Financial Systems
Why Stock Markets Crash: Critical Events in Complex Financial Systems
von Didier Sornette
  Taschenbuch
Preis: EUR 34,27

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ja...Nein...hach:Jein, 1. April 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Wichtigste zuerst:
-das Buch bereitet mir großen Spass . Man bekommt viel "Populärwissenschaftliches" aus spannenden und interessanten Feldern wie Experimentelle Psychologie/Behavioural Finance, Complexity Science und Dynamische Systemtheorie (und ihren Anwendungen in der Soziologie, Biologie...etc). Eine wahre "Enzoklopädie" vergangener Chrashes (aber eine rein empirische Betrachtung...keine Wirtschaftspolitische/Ökonomische Interpretation), geschmückt mit Aussagekräftigen Abbildungen.
- ob das so wirklich Sinn macht, was der Herr Sornette da veranstaltet, weiß ich nicht so wirklich. Praktischen Nutzen hat das Buch eher nicht. Aber es erweitert den Horizont.
- die 5 Sterne sind meine persönliche Meinung. Ich bin diesbezüglich etwas "biased". Ich finde es einfach spannend, wenn es um das Disziplinübergreifende Feld der Comlexity/Dynamic System Theory/Evovlving Systems und seine Helden wie Per Bak, Doyne Farmer und Norman Packard etc geht. Da werde ich eher zum Fan, als zum kritischen Betrachter:)... so take this review with a grain of salt.

Nun zur eigentlichen rezension:
Erstmal gilt es zu betonen: Sornette ist echter Wissenschaftler. Geo-Physiker an der UCLA und Mitglied des ETH Risk Labs (wo sich auch andere Größen wie Embrechts tummeln). Er ist ein Fachmann auf dem Gebiet das man als "Self-organized criticality" bezeichnet, eine spezieller Vertreter der Dynamischen Systeme. Das ist so an sich unter Wissenschaftlern wohl nicht ganz unumstritten, aber faszinierend sind die daraus enstehenden Ideen allemal.

Die Idee lässt sich mal gaaaanz grob und stark verkürzt so beschreiben. Ein komplexes System ist in seinem "Normalzustand" nicht vorhersagbar. Returns and den Kapitalmärkten lassen sich nur schwer oder gar nicht (darüber streitet man) prognostizieren. Ein solches System zeichnet sich dadurch aus, daß es aus sehr vielen "Agenten" besteht, die zueinander in Kontakt stehen und dadurch Feedback erzeugen (in letzter Konsequenz schauen alle auf einen Bildschirm mit Kursen...die sie selbst durch ihr Handeln beiflussen). Normaleweise sind diese Agenten heterogen. Es gibt "Optimisten" udn "Pessimisten". Marktteilnehmer mit kurzem und welche mit langen Anlagezeitraum, großer und niedriger Risikobereitschaft, manche haben mehr Information als andere etc....Spannend wird so ein System nun dann, wenn es sich beginnt zu "synchronisiert", dann wenn die einzelnen Agenten beginnen zu "clustern" und ihre Hnadeln gleichschalten. Sowas erzeugt dann eine Art viralen Effekt, die Kursbewegung werden größer, die Unsicherheit steigt. Der Mensch oder Soziale Systeme an sich neigen dann zur "Immitation". Das ist NICHT dumm (auch wenn man solche Menschen in "Retail" Foren dann gerne als "Lemminge" belächelt....andererseits gilt es in den selben Foren als Weisheit sich nicht gegen den Trend zu stellen...leicht schozophren:) )! Aber der Mensch funktioniert so. Stellen Sie sich vor Sie sind auf einer großen Sportveranstaltung. Sie haben leicht die Orientierung verloren und wissen nicht genau wo der nächste Ausgang ist. Sie vermuten aber zu ihrer Rechten Seite. Plötzlich gibt es eine Explosion. Das Hallendach scheint einzustürzen (Sie können es nicht so genau sagen...aber Menschen schreien, es scheint eine Panik auszubrechen...). Die Menschenmassen flüchten....nach Links!!! Wie sicher sind Sie sich, daß Sie Ihre eigentliche Annahme ("Ausgang rechts") nicht nochmal überdenken würden? Schwarmbildung macht in einer Welt voller Risiko und Unsicherheit Sinn......manchmal:)

Je nach "Geometrie" der Verbindungen (der Hirarchie des Systems)zwischen den Agenten, gibt es einen gewissen "kritischen" Punkt, an dem die "Cluster" groß genug sind und die ausgleichenden Agenten (die mit der anderen Meinung) einfach zum Großteil gleichgeschaltet werden....das System kippt und begibt sich zügig in einen anderen Zustand: ein Crash!

Bei Solchen Systemen entwickelt die Hazard Rate (die Wahrscheinklichkeit, das es im nächsten Zeitschritt kippt, gegeben dem Umstand, das es nicht schon passiert ist), wenn man sie gegen die Distanz zum kritischen Punkt abbildet, ein gewisses Muster...das Log-Periodoc Pattern.

Jetzt klingt das alles sehr esoterisch. Ist es aber nicht. Finanzmärkte sind nicht das einzige komplexe System. Die Theorie kommt in ganz bodenständigen Anwendungen in Wissenschaft und Ingeneurwesen zum Einsatz. Diedier Sornettes Methoden werden bei der ESA verwendet um den Zustand von Raketentanks zu überwachen. Erdbebenforschung, Materialtechnik und viele andere Felder nutzen dies Tag ein Tag aus. Sornette hat zum Thema ein wissenschaftlicehes Buch geschrieben Critical Phenomena in Natural Sciences: Chaos, Fractals, Selforganization and Disorder: Concepts and Tools (Springer Series in Synergetics)

Soweit so gut. Nun wie bekommt man aber nun dieses schöne Pattern in den die Finanzmarktzeitreihe? Hier entwirft Sornette zwei "ökonomische" Modelle, die mir nicht so recht gefallen. Ich hätte jetzt gesagt, das ist schmarn. Wie dem auch sei, "erlauben" diese Modelle dann direkt in der Preiszeitreihe nach dem log-periodoc pattern zu suchen. Und Tatsache, man findet es!!!! Vor beinahe jedem "Crash" in Indizes, Rohstoff, Aktien und Devisenmärkten.

Nun ist as Problem, daß das "log -periodoc pattern" in seiner mathematischen Formulierung SIEBEN freie Parameter hat (oder 4, wenn man nach Sornette geht...für mich bleibens sieben). Mit sieben freien Parameter kriegt man fast jedes Kurve angepasst.

Denoch, das tolle an Sornette ist, daß er sich der Kritik stellt. Und das er im VORFELD paper veröffrntlivht unfd seine Prognosen bekannt gibt. Und wenn ich richtig gezählt habe, lag er bisher 5 mal richtig, einmal falsch und einmal kamm es zu einem Einbruch, aber wesentlich später als vorhergesagt. Man hat ihm auch mal vorgeworfen, seine Prognosen seien "self fulfilling". Seitdem schickt er seine Prognosen zu einem neutralen Schiedsrichter in einem versieglten Umschlag, die erst im Nachhinein geöffnet werden...

Fazit: nettes Buch. Populärwissenschaft die Spass macht.


Algorithmic Trading and DMA: An introduction to direct access trading strategies
Algorithmic Trading and DMA: An introduction to direct access trading strategies
von Barry Johnson
  Taschenbuch
Preis: EUR 42,80

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre!!!!, 30. März 2010
Vorab: der Autor war so nett mir eine PDF Version seines Werkes vorab zu schicken. Ich verdiene aber nichts an diesem Buch. Bitt überprüfen Sie meine Rezensionen ob ich ein "Marketingprofil" bin oder nicht.

Zugegeben, ich verteile auf amazon etwas inflationär 5 Sterne Wertungen. Aber nicht jede 5 Sterne Wertung ist eine unbedingte Kaufempfehlung. Diese jedoch ist eine unbedingte Kaufempfehlung!

Was das Buch nicht ist:
Das Buch ist keine Bauanweisung zur Entwicklung automatisiertes Handelsystem und/oder Strategien für den Handel zu finden. Dies ist ein Buch über "execution"!! Die Entscheidung ob und wieviel man (ver)kaufen will, ist schon gefallen. Die Frage ist nun, wie bekomme ich meine order (den (Ver)Kaufauftrag) schnell UND billig in den Markt? SIe drücken einfach auf (sell)buy auf ihrer Plattform? Dann sind Sie ein Retailtrader und sollten sich dieses Buch kaufen (warum siehe unten)! In der Regel sind "schnell" und "billig" sowohl in einem "order driven" als auch einem "quote driven" Marktkonstrukt in der Regel gegensätzliche Konzepte. Hier kommt das Algorithmic Trading ins Spiel.

Was das Buch ist:
In diesem Buch werden unterschiedliche Strategien und Möglichkeiten das Problem "execution" anzugehen. Algorithmische Handel ist nichts anderes als (oha ..wer hätte es gedacht) automatisierte Algorithmen, die die eigentliche Order in meherer Teile zu stückeln und in den Markt zu schieben. Über das "Wie" und "Wann" informiert dieses Buch in einfachem und klar verständlichem Englisch...Die zweite Möglickeit ist per DMA....oder eben einem Mix aus beiden Alternativen.

Das Buch startet mit einer sehr guten Zusammenfassung von "Market Microstructer" und "World Markets", also den Markteilnehmern, ihren Bewegründen und einige technische Details bezüglich. Nichts was man nicht auch umsonst im Netzt finden würde. Aber schön "verdichtet" und absolut WESENTLICH für jeden, der sich ernsthaft mit Kapitalmärkten beschäftigt**.

Der zweite Teil dreht sich dann um die Algorithmen und Strategien zur Execution. Ein ganzes Kapitel über unterschiedlich Order Arten , ein Kapitel über die gebräuchlichen Algorithmen, ein Kapitel über Transaktionskosten (Heureka) , ein paar Geschichten aus der Praxis plus etwas Hilfe wie man die Auswahl der Strategien am besten organisiert.

Der dritte Teil behandelt dann eigentliche Implementierung der Strategien. Inklusive eines Kapitels über die Anforderungen an die Infrastruktur.

Obs den vierten Teil jetzt noch gebraucht hätte, weiß ich nicht. Ich fande das Kapitel über den Umgang mit "News" (zur Execution...nicht zur "Signalgenerierung") als auch das Kapitel über Multi Asset trading ganz interessant, aber die Kapitel über AI und Datamining wirkten irgendwie "muss halt auch noch rein". Nicht schlecht, aber da gibts besseres.

Anyway. Rund um super Buch das längst mal überfällig war. Bisher das beste Buch zum Thema....und nicht nur weils das einzige Buch zum Thema ist!

Wer das Buch kaufen sollte:

BWL/VWL/Ökonometrie Studenten:
Mal sehen was die Praxis so mit sich bringt? DAS HIER BEWEGT FINANZMÄRKTE! Must read!

Leute die in dem Sektor arbeiten wollen:
Die beste und einzige Einführung in die Thematik.

Retail Trader:
Auch wenn das den Retail Trader NICHT direkt betrifft, ist es doch ein guter und wahrheitsgetreuer Blick in die Welt der Großen. Das Buch sollte den ein odere anderen "Markttechnischen Außenstab" etc in anderem Licht erscheinen lassen...

Wirtschaftsjournalisten:
Ich fand es erschreckend, was alle in erstzunehmenden Printmedien (FAZ, Die Zeit, Der Spiegel) und vor allem im Öffentlich Rechtlicen Fernsehen zu erfahren gab, als die Thematik durchs Dorf gejagt wurde. Da wurde sovielö Müll erzählt, daß war unglaublich..die meisten konnten Algo Trading nicht von Automatisierten Handelsystemen unterscheiden ....MACHT EUCH SCHLAU BEVOR IHR IRGENDWELCHE GESPENSTERGESCHICHTEN ERZÄHLT!

Kaufempfehlung!

Edit: das Buch wird hier auf amazon.de angeboten, aber nicht verkauft. Auf amazon.com bestellen, oder im Netz auf der Seite des Autors...


Active Portfolio Management: A Quantitative Approach for Producing Superior Returns and Selecting Superior Money Managers (Irwin Library of Investment and Finance)
Active Portfolio Management: A Quantitative Approach for Producing Superior Returns and Selecting Superior Money Managers (Irwin Library of Investment and Finance)
von Richard C. Grinold
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 67,54

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus der Praxis für die Praxis, 2. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
IMHO wird in der Finanzmathematik keine "Theorie" so häufig falsch verstanden wie die Modern Portfolio Theorie (MPT). Wobei das "Modern" immer alberner wird, bedenkt man mal wie alt die dazugehörigen Veröffentlichungen sind.

Die Idee ist immer die selbe: man hat einen gewissen Anlagehorizont und bewertet jedes mögliches "Asset" bzgl zweier Kriterien:
- risk
-return.
Der Returrn eines Portfolios ist einfach nur die ateilig gewichtete Summe der einzelnen Returns der Assets im Portfolio. Das Risiko kann aber, bei günstigen Abhängigkeitsverhältnissen (ich wähle bewußt NICHT das Wort Korrelation), geringer sein als die Summe der Einzelrisiken.

Die Große Frage ist nun: wie erstelle ich nun ein Portfolio mit maximalem Return (oder minimalem Risiko) bei gegebem Risiko (bzw Return) und gegebenr Budgerestriktion ( mein Kapital)? Hier kann man eine ganze Menge Mathematik zum Einsatz bringen. Man kann dies sinnvoll oder weniger sinnvoll tun. Das klassische MPT ist erstmal nicht sinnvoll. Weder kent man den Return der assets noch die Korrelation, noch ist es sinnvoll die Abhängigkeit zwingend nur in Korrelationen zu messen. Hier gibt es aber Erweiterungen des klassischen Ansatzes.

Das Problem ist: Ökonomen mögen das nicht, wenn man Sachen einfach mal so macht, weil Sie funktionieren könnten und sinnvoll erscheinen. Warum trifft der "repräsentative Investor" (soll heißen...sind alle gleich, damit man nacher auch schön aggregieren kann:) ) seine Entscheidung nur an zwei Kennzahlen fest? Der "muss" doch auch eine Nutzenfunktion haben?

Um die MPT in ein "theoretisch in sich schlüssiges" Modell zu überführen, werden ein Haufen unrealistischer Annahmen getroffen (nur zwei Zeitpunkte...Normal Verteilte Returns oder Quadratische Nutzenfunktion ...beides Schmarn, aber so kann man "rechtfertigen" das der Investor sich nur auf den Erwartungswert und die Standardabweichung zu seiner Entscheidung heranzieht)...die in letzter Konsequenz im CAPM münden. Das CAPM brauch keiner. Das Modell ist unrealistisch und ist an sich für jeden Praktiker wertlos (es versucht auch nicht für irgendwen wervoll zu sein....)
Das macht den ursprünglichen Ansatz der Portfolio Theorie aber NICHT auch sinnlos, denn echtes "AKTIVES" Porfolio Management entspringt eher dem "Treynor Black Model". Ziel ist es ja eine Überrendite (mehr als der Marktdurchschnitt) zu erwirtschaften. Und obwohl dieses Buch mit einem Kapitel über das CAPM beginnt, befasst es sich doch im wesentlichen mit den praktischen Problemen des Portolio-Mangements (Forecasting, Parameterschätzung, Transaktionskosten, "Valuation in Theorie und Praxis).

Kapitel 17 über Performance Bewertung (wnn war man denn nun "gut")Kapitel 18 über Asset Allocation ist besonders enpfehlenswert.

Es sei noch darauf hingewiesen, das es noch wesentlich robustere Methoden gibt, sein Portfolio zu Optimieren....die werden dann mathematisch etwas komplizierter...in der Anwendung aber einfachere.
Empfohlen sei hier :
Robust Portfolio Optimization and Management (Frank J. Fabozzi)
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 13, 2013 4:53 PM MEST


Die Gier war grenzenlos: Eine deutsche Börsenhändlerin packt aus
Die Gier war grenzenlos: Eine deutsche Börsenhändlerin packt aus
von Anne T.
  Broschiert

65 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bildzeitung meets Capital Markets, 28. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im wesentlichen werden in diesem Buch aktuell vorherrschenden Cliches und Vorurteile bedient: Investmentbänker sind geldgierige, gewissenlose Haifische, die den ganzen Tag nur mit sexistischen Bemerkungen um sich werfen und Milliarden Profite auf Kosten des unerfahrenen und unwissenden Kleinanleger machen. Kennen wir alles! Ist Moment wesentlicher Bestandteil jeder billigen Populismusdebatte wie wir sie in den Medien Tag ein Tag aus beobachten können. "Banker Bashing" ist Volkssport und auch am Stammtisch angekommen. Wenn man das macht, was alle machen, muss man es halt irgendwie anders präsentieren. Mehr Information bieten oder ausgesprochen spitz und humorvoll formulieren. Ansonsten ist das dann einfach nur eins: platt und billig!

Anders kann ich das Buch nicht beschreiben. Die Dialoge wirken konstruiert, bemüht und hölzern. Es gibt einige peinliche Abschnitte in denen sich die BWL Studentin als "high potential " und "sexy" bezeichnet...irgendwie klingt das dann immer nach kindischer Machtphantasie... zum Fremschämen. Humorvoll oder witzig fand ich es auch nicht, Geschmäcker sind da ja aber bekanntlich verschieden (es gibt ja auch Leute die finden Mario Bart lustig). Informativ ist es aber auf keinen Fall. Es gibt einige wenige Zahlen zum gehandelten Volumen strukturierter Produkte und wieviel Geld Kleinanleger in Zertifikate gesteckt habe. Das wars dann auch schon. Bahnbrechend ist anders.

Obwohl es auf amazon nicht gerne gesehen wird, möchte ich hier nun auch die Glaubwürdigkeit der Autorin in Frage stellen. Für mich ist bei einem anonymen "Insiderreport" die Glaubwürdigkeit der Quelle nunmal von wesentlicher Bedeutung für die Qualität des Werkes.

Anne T behauptet in den 90ern bei einer deutschen Investmentbank in Frankfurt gearbeitet zu haben. Die Bank hatte zu damaliger Zeit wohl schon ein "multiple asset prop desk" (der Eigenändler der Bank "Boris" darf alle Asset Klassen handeln). Das schränkt den Zirkel möglicher Kandidaten doch erheblich ein. (Für Menschen die sich da nicht so auskennen: Banken haben i.d.R. ihren Eigenhandel nach Asset Klassen organisiert. Jede Asset Klasse (Aktien, Festverzinsliche Wertpapiere, Devisen, real commodities, credit risk...) hat sein eigenes "Team" (das so genannte "desk"). Das man diese "Teams" zu einzelnen großen desks zusammenlegt ist ein relativ aktueller Trend. Zumindestens nach allem was ich weiß und selbst bisher erlebt habe.).

Alle ihre Kollegen hören auf deutsche Vornamen, von wenigen wird explizit erwähnt, dass sie Ausländer sind. Inklusive der Vorgesetzten. Die "Amtssprache", auch mit den Kunden, ist deutsch. Das ist heute noch sehr unwahrscheinliche, mitte der 90er am Derivatives Desk einer deutschen Investmentbank IMHO beinahe ein Ding der Unmöglichkeit.

Irgendwie kommt auch nie so wirklich raus was sie eigentlich so wirklich macht, mal bezeichnet sie sich als "mich als Maklerin", dann ist sie ein trader....und dann arbeitet sie doch im sales. Nebenbei entwirft sie "on the fly" strukturierte Produkte für Kleinanleger....und für Institutionelle Kunden...als sales Triene? Was denn nun? Ganzschön omnipotent das Fräulein**.

Hinzu kommen massenweise Details, die an sich für den Außenstehenden nich viel bedeuten mögen und für NICHTS ein Beweis wären, aber in der Summe machen sie einen doch stutzig. Hier ein kleiner Auszug:

- Die Autorin führt mehrfach Gespräche mit Kunden oder anderen Bänkern. Hier fragt mal der andere, mal sie, nach einem "Quote". Sie tut dies explizit und fragt nach einem Kaufpreis (oder eben nach einem Verkaufspreis). Das ist hochgradig unüblich. Als Relikt aus alten Zeiten fragt man immer nach einem Quote, ohne anzugeben ob man kaufen oder verkaufen möchte, und erhält beides, den bid und den ask Preis (man geht davon aus das der andere Wettbewerbsfähigere Preise bietet wenn man das so macht..).

- Sie erzählt wie hart und ehrgeizig sie sich auf die "Händleprüfung" der Eurex vorbereitet. Weil da ja so viele durchfallen und weil (Zitat S. 71) "man die hochkomplexe Optionstheorie und unendlich viele abgefahrene Handelsstrategien beherrschen" müsse. ...Wa? Ich empfehle hierzu mal den Fragenkatlog zur besagten Händlerprüfung auf der Seite der Eurex als Indikator runterzuladen? Wo ist da Optionstheorie und wo sind da abgefahrene Handelsstrategien?

- etc...

Generell klingt das Wissen über Derivate zu sehr nach Internet. Zu technischen Details wird selten was gesagt ( ich erinnere mich an ein delta von 0.5 für eine at the money option). Sie äußert sich mal zum Konzept der Korrelation...und stellt unter Beweis das sie es auch nichtmal im Ansatz begriffen hat. Auch nicht im Glossar...die Korrelation gibt NICHT "die Wahrscheinlichkeit für Gleichlaufende Kurs- und Marktbewegungen wieder"! NICHT DIE BOHNE!

Auch der Sexismus klingt etwas übertrieben....klingt eher nach Salomon mitte 80er, als nach deutschem Investmenthaus mitte 90er.
Alles keine Beweise.... und wäre alles nix wert, wenn die Autorin nicht anonym wäre....aber so!?! Ich habe meine Zweifel ob die Frau (wenn es überhaupt eine ist) jemals an einem trading desk gearbeitet hat!

Ich möchte hier nur nochmal verdeutlichen, daß es mir nicht darum geht die Praktiken der I-Banken zu verteidigen. "Banker Bashing" hat schon (in Maßen und differenziert) seine Berechtigung. Es gibt auch tolle Bücher zum Thema. Von kredibilen Quellen. Lustig geschrieben UND informativ. Zum Beispiel :
Traders, Guns and Money. Knowns and unknowns in the dazzling world of derivatives
oder (weniger technisch, etwas älter ...aber sehr humorvoll und selbstkritisch)
Liar's Poker: Rising through the Wreckage on Wall Street

** Ich möchte sicherstellen, das jeder das versteht wie es gemeint ist. Das ist kein diskriminierender Komentar. Weder für Frauen noch für Mitglieder aus dem Sales Bereich. Ich habe von beiden Sorten (und der Schnittmenge) Personen kennengelernt, die kompetent, erfolgreich (wesentlich erfolgreicher als ich) und trotzdem feundlich und keinen Meter überheblich daherkommen. Sei an dieser Stelle eine Lanze für Frauen und den Sales gebrochen .


The Algorithm Design Manual
The Algorithm Design Manual
von Steven S Skiena
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 61,00

6 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kochbuch mit leckeren Menüs, 24. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin quasi neu in der "Optimierer Szene". Das ist erst mein drittes Buch über Optimierung. So please take my review with a grain of salt.

Mein spezifisches Optimierungsproblem ist ein "Integer/Combinatorial Otimization" Problem. So NP vollständig wie ein Problem nur sein kann und leider auch keiner der Klassiker aus der akademischen Literatur (kein TSP, kein echtes VRP, kein shortest Path, kein Knapsack...). oder wenigsten seh ich es so (was nicht viel aussagt.....leider). Also bin/war ich auf der Suche nach einem Buch, das es einem eine Einführung in das Design von Algos bietet. Obwohl das Buch weniger über Heurismen und Meta-Heurismen handelt, wie ich es mir erhofft habe, war es doch ein echter Glückstreffer, der mir bestimmt cnoch tolle Dienste leisten wird. Der I Teil des Buches behandelt das genereölle Design von Algos, Teil II ist ein Katalog/eine Klassifizierung von Problemen.

Das Buch deckt also recht viele Themenbereiche ab (einfach mal einen Blick ins Inhaltsverzeichnis werfen). Kurz und knapp, dafür aber sehr übersichtlich, prägnant und gut verständlich. Kein Formelmarathon und trotzdem, so finde ich, mit genügend Tiefe. Die "War Stories" sind unterhaltsam aber auch lehrreich. Auf der Home Page des Autors gibts code und interessante links.

Ich finds Klasse!


Getting Started with MATLAB 7: A Quick Introduction for Scientists and Engineers (The Oxford Series in Electrical and Computer Engineering)
Getting Started with MATLAB 7: A Quick Introduction for Scientists and Engineers (The Oxford Series in Electrical and Computer Engineering)
von Rudra Pratap
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Tutorial, 2. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf der web page von Mathworks und auch an anderer Stelle im Netz gibt es massenhaft Matlab Tutorien. Und die sind umsonst. Es geht also bestimmt auch ohne das Büchlein.

Denoch ist es IMHO das beste Einsteiger Tutorium das ich bisher gesehen habe. Für absolute Anfänger ( für was steht eigentlich dieses "while"...;) ) ist es vielleicht nicht ganz einfach....aber das ist dann kein Tutorial in keiner Programmiersprache/Tool.

Das Buch ist didaktisch super aufgebaut und man kann (instaliertes MATLAB vorausgesetzt) sofort durchstarten. Kurz, übersichtlich und mit vielen Verweisen wos weitergehen kann. Wärs nochmal 10Euro billiger, wärs unschlagbar. So ist es "nur" sehr gut. Als Ergänzung zu den Tutorials und weiterführendem Material im Netz klasse.
Kaufempfehlung!


Combinatorial Optimization: Algorithms and Complexity (Dover Books on Computer Science)
Combinatorial Optimization: Algorithms and Complexity (Dover Books on Computer Science)
von Christos H. Papadimitriou
  Taschenbuch
Preis: EUR 27,29

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Great!!, 18. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine Warnung vorweg: dies ist mein bisher erstes Buch zum Thema. Daher kann ich es nicht mit anderen Büchern zur selben Thematik vergleichen. Quasi sind die fünf Sterne "absolut" und nicht "relativ" zu verstehen.

Das Buch ist in leicht verständlichem Englisch geschrieben. Die Kapitel zu NP Complete, Branch & Bound fand ich besonders schön. Zu jeder Definition sind auch für den Nicht-Mathematiker verständliche Beispiele angegeben. Obwohl mir das Buch für meine spezielle Problemstellung nicht direkt geholfen hat und Local Search Verfahren und Heurismen etwas zu kurz kommen, war es doch gut um die Grundlagen zu legen und ist auch als Nachschlagewerk geeignet. Didaktisch sehr schön aufgebaut. Beweise werden an Stellen geführt, wo sie der Intuition dienen, nicht nur des Beweises wegen. Ich hätte mir noch Lösungen für die Übungsaufgaben gewünscht. Wahrscheinlich nicht auf dem neusten Stand (kann ich nicht beurteilen) und wie gesagt sind für viele "real world" Probleme keine echten Lösungsansätze angeboten, aber dafür gibts ja auch noch wissenschaftliche paper. Als Einführung und Grundlagenwerkfand find ich es klasse.

Fazit: Ein Buch über Combinatorial Optimization, mit schönem Schriftbild, schönen Abbildungen und einer MENGE Inhalt....für nich mal 14EUR! Das sollte sich der Springer-Verlag mal hinter die Ohren schreiben:)

Jutes Ding


Einführung in die Stochastik der Finanzmärkte
Einführung in die Stochastik der Finanzmärkte
von Klaus
  Taschenbuch

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide, aber für wen ist dieses Buch?, 12. Dezember 2009
Eins vorweg: der Titel ist zwar üblich aber zugleich unglücklich gewählt. Eine Einführung in die Stochastik ist das nicht, weder in die Stochastik der Finanzmärkte, noch sonstwie. Denn Stochastik findet sich in diesem Buch nur sehr wenig. Und unter "Stochastik der Finanzmärkte" hätte ich mehr oder Allgemeineres verstanden als "Stochastik zur Bepreisung von Derivaten", dem einzigen Inhalt dieses Buches. Soweit zur Kritik zur Wahl des Titels.

IMHO hat der Autor versucht eine deutsche Version vom Klassiker An Introduction to the Mathematics of Financial Derivatives (Academic Press Advanced Finance) zu schreiben. Das ist ihm etwa auch gelungen. Mit allen Vor- und Nachteilen die das Vorbild mitbringt.
Vorteile:
- vergleichsweise intuitiv
- nette "weiterführende Literatur" Liste am Ende von jedem Kapitel
- didaktisch okay

Nachteile:
- hier mag das Problem sein, daß ich schon so viele Bücher über das Thema gelesen/durchgearbeitet habe. Was mich stört ist der "akademische Standard". Die Modelle werden vollkommen unkritisch präsentiert. Memo an die Professoren: nicht jeder Student weiß diese Modelle richtig einzuordnen! Es sind Bücher wie diese, die Studenten hervorbringen, die den "fairen Preis" einer plain vanilla call option mit Hilfe der Black Scholes Formel ausrechnen!!!! wollen (etwas überspitzt formuliert)!?! Von einer Einführung, und selbst wenn es eine Einführung in die "Stochastik" ist, würde ich mir erhoffen, daß wenigsten ein Einblick gegeben wird:
- wozu brauch ich die Optionen, wie werden sie von welchen Marktteilnehmern eingesetzt?
- WAS modelliere ich da? Was ist denn ein Datum (der Preis einer liquiden plain vanilla option zum Beispiel:)). Was will ich mit meinem Modell erreichen? Leider habe ich bisher nur ein Buch gefunden, daß auf diesen praktischen Ursprungs des financial engineerings wirklich eingeht, und das ist Neftcis Principles of Financial Engineering (Academic Press Advanced Finance).
Manchmal habe ich den Eindruck, daß viele Professoren das selbst nicht so recht wissen? Aber das ist ein generelles Problem, nicht zwingend ein Problem des Buches.

Womit frage ich mich, wer brauch dieses Buch?
BWL/VWL Studenten in frühen Semestern, die vielleicht eine oder zwei Finance Vorlesungen genossen haben (also Portfolio Theorie und CAPM "abgehakt") und wissen "was eine Option" ist? Die nun eine etwas eine rigorosere Einführung brauchen? Mhh. Ich würde sagen, daß die mit einer Kombination aus The Concepts and Practice of Mathematical Finance (Mathematics, Finance and Risk) und Options, Futures, and Other Derivatives (Prentice Hall Series in Finance), oder Hull und Wilmott. Aber das ist ja alles auf Englisch? Wer sich ernsthaft mit Optionspreistheorie auseinandersetzen will muss Englisch können oder es lernen. Da führt IMHO kein Weg dran vorbei.

Leute die sich mit Optionen sowohl auf theoretischer (sowohl mathematischer Sicht als auch aus Sicht der "ökonomischen Theorie") beschäftigen wollen. Für "mathematisch" empfehle ich Mark Joshi oder die beiden Bände von Shreve Stochastic Calculus for Finance II: Continuous-Time Models: v. 2 (Springer Finance) oder (am besten) Rama Cont...aber der würde von der "klassischen" Reihenfolge abweichen....Binomial Modell=> Black Scholes (PDE) => äquivalente Martingale Gedöhns=>Stochastische Volatilität => unsägliche Gleichgewichtsmodelle => dann erst Jumpprozesse....

Also, IMHO bestes deutsches Werk. Um längen besser als die abgespeckte, schlecht übersetzte deutsche Fassung vom Hull.....aber wer brauch dieses Buch (außer den Studenten von Herrn Prof.Sandmann, versteht sich;) ).

Ein bisschen mehr Mathematik und weniger ökonomische, dafür mehr praktische Betrachtung würde ich mir wünschen.........
cheers
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 19, 2012 8:42 PM CET


Cityboy. Geld, Sex und Drogen im Herzen des Londoner Finanzdistrikts
Cityboy. Geld, Sex und Drogen im Herzen des Londoner Finanzdistrikts
von Geraint Anderson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bänker als Rock'n'Roll Karikaturen, 6. Oktober 2009
Wie soll man es sagen...jede Finanzmarktkrise bringt solche Bücher hervor. Cityboy reiht sich ein in die Linie seiner Vorgänger wie Lewis Liar's Poker (Hodder Great Reads) oder DasTraders, Guns and Money. Knowns and unknowns in the dazzling world of derivatives.

Wie in Lewis Buch ist auch der Autor von Cityboy zugleich Protagonist der eigenen Geschichte und schlittert eher zufällig in die Welt der Finanzmärkte. Beide betrachten ihr Umfeld zu Beginn mit einer gesunden Mischung aus Skepsis und Belustigung. Beide arbeiten im Sales und als Analysten (Menschen die der Kundschaft verraten in was sie jetzt unbedingt investieren müssen....volkommen selbstlos versteht sich:) ). Beide zählen zu Ihrer Kundschaft die großen Fischen: die Portfolio Managern großer Renten Funds, Rückversicherer oder ähnlich behäbiger "long only" Monstrositäten. In beiden Büchern kommt hervorragend zum Ausdruck: in diesem Geschäft zählen die Fähigkeiten als Verkäufer....nicht das Wissen über Finanzmärkte. Und so wird die Kundschaft zu Rennbahnen und Parties eingeladen...auf Firmenkosten...um sich selbst den nächsten Bonus zu sichern. Sowohl Lewis als auch Anderson vermittel auf sehr humorvolle Art, daß man eigentlich nix können muss um in Ihrem ehemaligen Umfeld zu bestehen.....von der Fähigkeit der Schaumschlägerei und einer Portion Opportunismus mal abgesehen. Und das glaube ich ihnen auch. Beide Autoren unterlaufen eine Transformation in ihrer Karriere und sie werden eingefangen von der Jagd nach dem schnellen Geld und dem dekadenten und menschenverachtenden Lebensstil der Young Gunz, erkennen sich aber selbst wieder und steigen aus. Anderson hat da einen Prozess durchlaufen...er hatte schon während dem Ende seiner Laufbahn anonym eine Kollumne in einem online Magazin. Eben mit dem Namen CityBoy.

Beide Autoren kommen aus "sachfremden Gebieten" (Literatur und Geschichte wenn ich mich recht entsinne). Das ist auch der Grund warum sie das tun mussten, was sie getan haben: sales!! IMHO ist es wichtig zu verstehen, das die Finanzwelt aus so viel mehr besteht, als den kleinen Ausschnitt, bed Anderson in Cityboy präsentiert. Er vermittelt aber den Eindruck, daß auch wirklich Alles den selben Mechanismen folgt und nichts weiter als ein skurile Ansammlung von Lügen, Theater und Betrug ist. Das ist einfach schlichtweg Blödsinn. Und damit macht sich der Autor, genauso wie Lewis*, etwas unglaubwürdig.

Schade. Denn das Buch ist zuerstmal eins: Witzig! Anderson hat eine schöne Beobachtungsgabe und die Fähigkeiten die Skurilität von Dingen zu entlarfen und auf den Punkt zu bringen**. Die Dialoge sind witzig, die Erlebnisse skuril.

Wem dieses Buch gefallen hat, dem kann ich nur ebenfalls den Vorgänger von Lewis empfehlen. Und vice versa. Am besten fande ich jedoch das Buch von Das (allerdings etwas technischer..dafür
Glaubwürdiger und nicht weniger skuril.)

*Lewis ist später von einigen Salomon Mitarbeitern angegangen worden, die behaupteten er hätte maßlos übertrieben und/oder stellenweise sogar gelogen. Die Vorwürfe kommen auch von ex Mitarbeitern, die aber nicht in Lewis Buch erwähnt werden...sie haben also nix zu rechtfertigen.
** Ich habe die englische Version gelesen. Ich weiß nicht ob die deutsche Version den britischen Humor gut einfängt.


Time Series Analysis
Time Series Analysis
von James D. Hamilton
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 63,95

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Ungetüm...aber nützlich!, 29. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Time Series Analysis (Gebundene Ausgabe)
Eins vorweg: obwohl sicher jeder, der sich für ein "time series analysis" Buch interessiert, wahrscheinlich auch weiß was unter diesem Begriff zu verstehen ist, möchte ich es trotzdem kurz erwähnen:
Schwerpunkt des Buches sind autoregressive, in der Zeit diskrete Stochastische Prozesse. ARMA, MA, ARIMA und eine wenig ARCH. Deren Parameterschätzung und die Prognose mit diesen Prozessen. Obwohl es ein Kapitel über Spektralanalyse gibt, spielt sich der Großteil in der "Time Domain" ab. Zeit kontinuierliche Prozesse stehen ebenfalls eher im Hinergrund.

Zum Schwierigkeitsgrad: die "angelsächsische" Rezension, das dieses Buch nur für Mathe PhDs verwendbar wäre, ist einfach quatsch! Zugegeben, als ich diese Monstrosität (bzgl. Größe und Seitenzahl und Gewicht...ernsthaft, stellen Sie das Buch bitte nicht auf das oberste Regal, es könnt jemanden verletzen, wenn es da runterfällt:) )zum ersten mal in die Hand bekam und einen kurzen Blick reinwarf, dachte ich mir "Jesus". Seitenfüllende Matrizenrechnungen und Reihenentwicklungen...der Gedanke dieses Buch durchzuarbeiten erschien mir alles andere als prickelnd.

Was aber als unübersichtlicher Formelmarathon erscheint, ist IMHO sehr Anfängerfreundlich. De Gleichungen und Formeln wirken deshalb nur so aufgebläht, weil der Autor diese ausführlich oder exemplarisch für die ersten und letzten paar Glieder hinschreibt. Anstelle eines Summenzeichens mit seltsamer Indizierung oder eines undurchsichtigen Matrizenkonstrukt, stehen halt ein paar Zeilen..."y_{n} = y_{0}+epsilon_{1}+epsilon_{2}*+epsilon_{3}.....+epsilon_{n-1}+epsilon_{n}".
Ich habe das als Anfänger als hilfreich empfunden, da ich mir "[I_{p}-beta*F]^{-t}[I_{b}-beta*F] = I_{p}" eh erstmal hinschreiben musste, um genau zu verstehen, was ich da eigentlich rechne...und in diesem Buch übernimmt halt der Autor die Arbeit.

Obwohl diese Ausführlichkeit viel Platz wegnimmt und nicht gerade elegant ist, ist sie für Anfänger doch zugänglicher als es auf den ersten Blick aussieht.

Dennoch vielleicht besser nicht als einziges "Textbook" für Neulinge zu empfehlen, insbesondere wenn man es gerne etwas verbaler hat...aber als Nachschlagewerk absolute Klasse, als ergänzenes rigoroses Werk zu etwas leichteren Lektüre,sehr sehr empfehlenswert.


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