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strg-c

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Philips SHO8801 O'Neill HeadBand DJ-Style Kopfhörer "The Snug" (107dB, 100mWatt) schwarz
Philips SHO8801 O'Neill HeadBand DJ-Style Kopfhörer "The Snug" (107dB, 100mWatt) schwarz

39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen solide, aber nicht perfekt, 12. Juni 2011
Während ich diese Rezension schreibe, trage ich den "Snug" und merke gleich, was mir an ihm gefällt: Er klingt satt und tief und ist nicht zu groß. Kaum Gewicht auf dem Kopf, keine störenden Stöpsel in den Ohren und kein raschelndes Kabel - klasse.

Und apropos Kabel - das ist , was mich am Snug am meisten überzeugt: ein leichtes, dünnes und zugleich robustes Kabel, das absolut unanfällig gegen Verknoten, Vertüddeln und Verdrehen ist. Wie lange brauche ich bei meinen In-Ear-Kopfhörern, bis ich die Dinger wirklich im Ohr habe! Das hat Philips wirklich ausgesprochen gut gelöst, ebenso wie die komfortabel zur Seite wegklappbaren "Ohrteile". Und die sind wie gesagt nicht zu groß und nicht zu klein (obwohl sie in der Tat zunächst sehr mickrig wirken) - so lässt sich der Snug tatsächlich ziemlich gut "flachlegen" und einstecken. Zudem hat die kompakte Größe den großen Vorteil, dass man sich mit dem Snug auch entspannt hilegen kann. Bei vielen anderen Kopfhörern, die die Ohren ganz umschließen, raschelt's ja meistens, wenn man mit Kissen, Sofalehnen oder Polstern in Berührung kommt. Das ist beim "Snug" kein Problem.

Während ich diese Rezension schreibe, merke ich allerdings auch, was mir am "Snug" nicht so gut gefällt: Er dürfte ein klein wenig lockerer sein. Er ist zwar angenehm leicht und lässt sich gut anpassen (kein Wackeln, kein Verrutschen), drückt aber genau deswegen nach einer Weile auch ziemlich auf die Ohrmuscheln. Das hängt zwar vielleicht von der Ohrgröße ab; bei mir tut's jedenfalls irgendwann weh.

Ebenso wichtig wie der Tragekomfort ist natürlich der Sound. Und der kann vor allem in den Tiefen überzeugen: volle, satte Bässe, gute Dynamik, kein Rauschen - sehr gut. Die Stärken in der Tiefe gehen allerdings leider auf Kosten der Höhen, und so klingt der "Snug" gerade bei "hochstimmigen" Stücken (hoher Gesang, aber auch Akustikmusik) ein wenig dumpf - wie durch einen dicken Vorhang: Die hohen, helleren Töne klingen ein bisschen tiefer als sonst (allerdings drehe ich im Equalizer sonst auch zugegebenrmaßen die Höhen gerne etwas höher - möglicherweise empfinde ich den Snug auch nur deshalb etwas dumpf). Bei basslastiger oder lauter, volltöniger Musik (Elektro, Metal, Rock) stört das aber nicht.

Ärgerlich ist aber, in wie viel Kunststoffmüll der "Snug" verpackt ist. Die Philips-Verpackungsdesigner haben das sicher gut gemeint, aber so viel Plastik ist einfach unzeitgemäß. Die Verpackung des "Snug" ist nicht nur eine unnötige Umweltbelastung, sondern obendrein auch schwer zu öffnen. Das ist schlichtweg unnötig, zumal es umweltfreundlicher geht, wie zum Beispiel Sennheiser mit seinen Eco-Verpackungen aus Pappe zeigt - allerdings gibt es die auch dort nicht serienmäßig.

Alles in allem bin ich mit dem "Snug" trotzdem ganz gut zufrieden - aber eben nicht restlos. Er ist ein solider Kopfhörer, der vor allem durch seine Leichtigkeit, Robustheit und Unanfälligkeit überzeugt. Schwächen zeigt er wie gesagt im Klang. Dafür gibt es einen Punkt Abzug, für den Druck auf den Ohren und die schlechte Verpackung jeweils einen halben. Bleiben drei Sterne - solide, aber eben nicht perfekt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 28, 2013 2:25 PM MEST


Is My Head Still on?
Is My Head Still on?
Preis: EUR 14,16

24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Kopf an der richtigen Stelle..., 4. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Is My Head Still on? (Audio CD)
Tiger Lou heißt eigentlich Rasmus Kellerman, ist gerade mal 23 und ziemlich musikalisch. So musikalisch, dass er seine Band "Music By EM" aufgab, um (fast) alles selber zu machen. Dass ihm das gelungen ist, zeigten bereits mehrere EPs, die allerdings nur in Kellermans Heimatland Schweden erhältlich waren. Erst die vier Stücke umfassende EP "Trouble and Desire" (Herbst 2003) schaffte es auch auf den deutschen Markt und bewies mit "Sam, as in Samantha", dass Videoclips auch in Zeiten toxischer Britneys und limousinengeiler Rapper Stil haben können.
Im März erschien nun mit "Is my Head still on?" das Debütalbum des Kreativkopfes Kellerman - zumindest in Schweden. Die Schlichtheit von "Trouble and Desire" hat der junge Musiker, der bis auf den Bass alle Instrumente selbst eingespielt hat, damit auf die nächste Ebene getragen. Nüchtern und melancholisch, aber zugleich ergreifend lebensfroh - Rasmus Kellerman/Tiger Lou zeigt, dass er den Kopf durchaus an der richtigen Stelle trägt: Die zehn Songs sind fein arrangiert; Weltschmerz, Bitterkeit und warmherzige Selbstironie sind stets richtig dosiert. Kein Wunder also, dass schwedische Rezensenten den Nachwuchskünstler bereits mit Exportschlagern wie Kristofer Åström oder Christian Kjellvander vergleichen: Auch die haben bewiesen, dass es noch so genannte "Singer/Songwriter" gibt - auch in Skandinavien, sogar erfolgreich.
"Is my Head still on?" hat dabei vielleicht noch die eine oder andere Schwäche, überzeugt aber im Gesamtbild nichtsdestotrotz. Und angenehm ist, dass wir es hier nicht mit einem größenwahnsinnigen Egomanen zu tun haben, sondern mit einem bescheidenen Debütanten, der weiß, was er will. Und Lieder wie "Warmth", "Like You Said" oder "The Wake/Hooray Hooray" machen schnell vergessen, dass "Lowdown" vielleicht ein etwas blasser Schlusspunkt ist oder dass die erste Single "Oh Horatio" doch ein wenig zu berechenbar klingt. Alles in allem: Ein überzeugendes (Quasi-)Erstlingswerk von einem jungen Schweden, der kreativ genug scheint, um noch oft zu überraschen.
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1. The Sound of Crickets: eingängiger Opener mit angenehm überdramatisiertem (!) Choral im Hintergrund
2. Sell Out: etwas rockiger - das Lied mit dem Refrain zum Mitsingen?
3. Oh Horatio: erste Single mit merkwürdigem Text ("I met Horatio five years ago outside of Munich on the way to Rome")
4. Warmth: hier mal mit Klavier - gibt es so etwas wie "dezente Bombastik"?
5. The War Between Us: eigentlich ein netter Song, der zu Beginn jedoch etwas dahin plätschert
6. Like You Said: großartige, getragene Nummer von der "Vintervila"-EP (2003) - erinnert besonders an Kristofer Åström, aber das muss ja nicht schlecht sein...
7. Last Night They Had To Carry Me Home: hübsch, wie das Schlagzeug uns hier durch den wehmütig (verkaterten?) Song trägt
8. The Wake/Hooray Hooray: ein bisschen traurig, aber dennoch wunderschön - drückt meines Erachtens am besten aus, was "Is my Head still on?" dem Hörer sagen will
9. All In Good Time - langsam, ganz langsam baut Tiger Lou hier ein kleines Glanzstück auf, das nach seinen über sechs Minuten fast den Eindruck erweckt, das Album sei bereits zu Ende - wäre da nicht noch Track 10...
10. Lowdown: als Ausklang des Albums irgendwie ein wenig fehlplatziert, als hidden track aber okay (vielleicht deshalb die ansonsten unerklärlichen drei Minuten Pause davor?)
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Aber: Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten...


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