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"spargo99"

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Draconian Times
Draconian Times
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 6,28

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Paradise lost im Paradies, 2. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Draconian Times (Audio CD)
PARADISE LOST sind sensibler denn je. Das gilt für das widerum exzellente Coverartwork ebenso wie für Nick Holmes' melancholischen Gesang, der des öfteren überraschend leise ausfällt ('Enchantment', 'Forever Failure') und die auf 'Icon' eingeschlagene Linie konsequent fortsetzt. Entsprechend wurde die Musik wesentlich dynamischer komponiert, wechseln schwere Metal-Parts mit besinnlichen Einschüben ab. So unterstreicht 'Elusive' die Gothic-Vorlieben des bewährten Songwriting-Duos Holmes/Mackintosh, das wie gewohnt die Platte im Alleingang komponierte. Was nicht heißt, daß die anderen Musiker im Hintergrund stehen. Ohne Aaron Aedys präzises Riffgewitter wären PARADISE LOST nur die Hälfte wert. Und mit dem neuen Drummer Lee Morris steht Bassist Edmondson endlich ein kompetenter Bursche zur Seite, der aktiv am Rhytmusgeschehen teilnimmt und Soundlöcher mit starken Breaks zuhämmert. Das zahlt sich insbesondere bei Wutklumpen wie 'Once Solemn' oder der Single 'The Last Time' aus, auch wenn letztere für meinen Geschmack etwas zu banal ausgefallen ist. Das meiste Material ist im Midtempobereich gehalten und erinnert zwangsläufig an so manche Passagen auf 'Icon', im Grunde der einzige Kritikpunkt an dieser Platte. Dann aber wieder ein Knaller wie 'Yearn For Change', und man ist belehrt, daß es Songs gibt, die im Moment nur eine Band zu schreiben imstande ist. PARADISE LOST haben eben Stil.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 23, 2010 1:20 AM CET


Defekt
Defekt

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Yeah, 2. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Defekt (Audio CD)
OOMPH! sind eine der wenigen Bands, die sowohl stilistisch als auch qualitativ den Krupps das Wasser reichen können. Das verdeutlichte bereits ihr grandioses zweites Album 'Sperm' und wird hier von 'Defekt' nachhaltig untermauert. Im Vergleich zum Vorgänger sind die Braunschweiger noch um einiges metallischer und heavier geworden, was zum einen an der rifflastigeren Gesamtkonzeption und zum anderen an der enorm druckvollen Produktion liegt. Ansonsten hat sich wenig geändert: Der brachiale EBM-Metal ist nach wie vor überwiegend im Midtempo-Bereich angesiedelt, Deros roughe Vocals sind immer noch absolut unverwechselbar, und die exzellenten Texte sind erneut teils deutsch- und teils englischsprachig gehalten. Welcher Headbanger mit Songs wie 'Hate Sweet Hate', 'Hast du geglaubt' oder 'Mitten ins Herz', die allesamt brutale, lediglich von einigen Synthie-Sounds gewürzte Riff-Kracher sind, nichts anfangen kann, darf sich getrost zu den ewig Gestrigen zählen. So muß die Zukunft des Heavy Metal klingen!


Land of the Free
Land of the Free
Wird angeboten von renditeplus
Preis: EUR 19,90

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jawoll Kai, 2. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Land of the Free (Audio CD)
GAMMA RAY, die sich mit "Land Of The Free" in jeder Hinsicht selbst übertroffen haben! Wer den Hamburger Power-Metallern nach ihrem Monumental-Erstling "Heading For Tomorrow" keine Steigerung mehr zugetraut hat, muß sich hier eines besseren belehren lassen und wird Bauklötze staunen! Schon der Opener 'Rebellion In Dreamland' (auch auf der vorab veröffentlichten EP enthalten) ist ein absoluter Hammer und steht einer Hymne wie 'Heading For Tomorrow' in nichts nach - auch weil die inhaltlichen Zutaten die gleichen sind: starke, treibende Riffs, spannende Melodiebögen und viel Bombast. Dazu Kai Hansens klarer Gesang, der natürlich an alte Helloween-Zeiten erinnert, aber eine ganze Ecke ausgefeilter klingt und ins Gesamtbild paßt wie die Faust aufs Auge. Die technische Leistung der Herren Hansen, Nack, Rubach und Schlächter läßt keine Wünsche offen, die Produktion hat internationales Format, und den Songtexten liegt ein durchaus interessantes Konzept zugrunde. "Land Of The Free" ist das beste, härteste und ausgefeilteste GAMMA RAY-Album seit "Heading For Tomorrow". Wer auf melodischen Power Metal steht, MUSS hier zugreifen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 5, 2009 3:29 AM MEST


The Spider's Lullabye
The Spider's Lullabye
Preis: EUR 19,60

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The king is back, 2. April 2004
Rezension bezieht sich auf: The Spider's Lullabye (Audio CD)
The King is back! Nach den beiden Mercyful Fate-Comeback-Alben, die trotz erstklassiger Songs nicht sonderlich gut verkauften, setzt KING DIAMOND mit "The Spider's Lullabye" wieder auf seine Soloqualitäten. Und natürlich ist ihm im Team mit Andy La Rocque ein weiteres Klasse-Album gelungen - vorausgesetzt man steht auf KING DIAMOND und seine musikalischen Horrorstories.
Denn der King ist seiner stilistischen Linie hundertprozentig treu geblieben, jault und grunzt sich durch melodiöse, verstrickte Songs, die inhaltlich (wie immer) irgendwie zusammenhängen und am ehesten an "Abigail"-Zeiten erinnern.
Die technische Leistung der Band ist über jeden Zweifel erghaben, und Nummern wie das überragende 'Moonlight' oder der schleppende Titelsong sind nicht nur für KING DIAMOND-Fetischisten absolute Volltreffer. Eindeutiges Fazit: Der King hat einmal mehr überdurchschnittliches Material abgeliefert.


Conjuration
Conjuration
Preis: EUR 10,16

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Muss nicht sein, 4. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Conjuration (Audio CD)
Die ehemaligen Schwarzmetaller aus Polen nähern sich nicht nur stilistisch ihren todesmetallischen Landsleuten von Vader an. Jetzt haben sie auch die Taktik der fragwürdigen Zwischendurch-EPs übernommen. Unter dem „Sammlerstück"-Deckmäntelchen gibt es lediglich einen neuen Song ('Conjuration Of Sleep Daemons' - offensichtlich bei irgendeiner Studiosession neben den Mistkübel gefallen), zwei Coverversionen (das völlig unnötige 'Wish' von Nine Inch Nails und ein witziges 'Welcome To Hell', das mehr nach Judas Priest als nach Venom klingt) und vier mehr oder weniger fette Live-Mitschnitte. Lottomillionäre können bedenkenlos zugreifen; normalsterbliche Metalfans sollten auf das nächste richtige Album von BEHEMOTH warten.


Once Upon Our Yesterdays
Once Upon Our Yesterdays
Preis: EUR 11,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rock, 4. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Once Upon Our Yesterdays (Audio CD)
„Eines der Highlights des Hardrock-Jahres 2004" steht im Promo-Info, und das kann auch prompt bestätigt werden. Vielleicht fehlt manchen etwas der Überraschungseffekt, denn weder CORNERSTONE noch die Hauptverantwortlichen Dougie White und Steen Mogensen sind unbeschriebene Blätter: Da wird eine gewisse Qualität schon erwartet. Trotzdem entfacht „Once Upon Our Yesterdays" übergroße Begeisterung!
Wie schon auf den zwei Vorgängeralben machen die Wahnsinnsstimme von Rainbow/Malmsteen-Röhre White, die eingängigen Melodien aus der Feder Mogensens und die klassischen Riffs jeden Classic-Rock-Fan überglücklich. Die zehn Tracks wirken keineswegs altbacken und sollten auch Fans von neueren Kapellen wie Masterplan gefallen. 'When The Hammer Falls' zum Beispiel hat Gott sei Dank nichts mit True Metal der Marke Hammerfall zu tun, sondern ist ein richtig knackiger Rocksong mit eingängigem, hymnenhaftem Refrain, toller Melodie und einem gnadenlosen Banger-Riff. 'Passion To Warfare' könnte mit seinem stampfenden Rhythmus ebenso wie das schleppende 'Scream' von Dios starkem letzten Album stammen, und der melancholische Midtempo-Titeltrack basiert auf einer packenden Hookline. Damit garantiert auch das dritte CORNERSTONE-Album großartiges Songmaterial, erstklassige Musiker und einen Ausnahmesänger. Was will man mehr?


A Natural Disaster/Lim.Digi
A Natural Disaster/Lim.Digi
Wird angeboten von Amazing Musicshop
Preis: EUR 13,88

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ja ja der Herbst, 4. März 2004
Rezension bezieht sich auf: A Natural Disaster/Lim.Digi (Audio CD)
Seit Jahren sind die Profi-Melancholiker von der Insel das Maß aller Dinge, wenn es um bedrückenden, emotional ergreifenden und hochklassigen Trauer-Rock geht. ANATHEMA haben längst ihren Stil gefunden und verstehen es wie kaum eine andere Band, ihre Stimmungen in perfekt authentischer Weise dem Hörer zu vermitteln.
Spätestens seit „Alternative 4" gilt für die Alben der Engländer: Jeder Song hat seine Klasse, jedes Stück ist eine Hymne, die ihre eigene Geschichte erzählt. Geschichten, die die Seele in ihrem tiefsten Inneren berühren. „A Natural Disaster" bildet da keine Ausnahme und fügt sich nahtlos in die Reihe der ANATHEMA-Meisterwerke ein. Die makellose musikalische Umsetzung der Trauerhymnen ist bei ANATHEMA wahrlich nichts Neues, sollte aber erwähnt werden, da viele Bands kläglich bei den Versuchen scheitern, Stimmungen auf so unterschiedliche Arten ehrlich und glaubwürdig wiederzugeben.
Man freut sich bei jeder neuen ANATHEMA-Scheibe, die bezeichnenderweise wohl gerne im Herbst veröffentlicht werden, immer wieder auf das zu erwartende Unerwartete: Keine Scheibe gleicht der anderen, jede Platte hat ihre ureigenste und unverwechselbare Identität, aber schon nach den ersten Takten ist klar, mit wem man es zu tun hat.
Es ist wahrlich nicht leicht, einzelne Songs herauszuheben, aber für Unentschlossene seien der Opener 'Harmonium', das einem kontrollierten Wutausbruch gleichende 'Pulled Under...' oder der verträumte Titeltrack als Anspieltipps empfohlen. Eine schöne Scheibe!


Monolithic Baby! (ltd. ed.)
Monolithic Baby! (ltd. ed.)
Preis: EUR 14,98

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aaaaaaaaaaaaaarrrrrrrgggghhhh, 4. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Monolithic Baby! (ltd. ed.) (Audio CD)
Langatmiges Geschwurbel kann man sich bei dieser CD schenken. Über "Monolithic Baby!" muss man nicht lesen oder diskutieren, "Monolithic Baby!" muss man hören - und zwar gottverflucht höllisch laut! Schon der mit einem Bruce-Dickinson-Refrain gesegnete Opener 'Slut Machine' bläst einem mit 15 atü den Kindergartenschmutz aus den Ohren, und die beiden Überhymnen 'Supercruel' und 'Unbroken (Hotel Baby)' knuspern noch drei Gemeinden weiter den Putz vom Rathaus. Als hätte es das etwas zahnlose und uninspirierte "God Says No" nie gegeben, drehen Dave Wyndorf und seine Dezibel-Dämonen den Lautstärkeregler bis Zwölf auf (vergesst Spinal Tap!) und entfesseln ein Dutzend Audio-Erdbeben, die auf der nach oben offenen Dampframmen-Skala problemlos "Powertrip"-Stärke erreichen. Ebenso straighte wie begnadete Abrissbirnen-Riffs, griffige Melodielinien und überraschend sozialkritische Texte, bei denen jede Silbe so passgenau sitzt wie ein fachmännisch verdübelter Goldzahn, bilden das atombombensichere Fundament eines angenehm naturbelassenen Heavy-Rock-Albums der Premiumklasse. Zum Ende hin wird mit der entspannten Ballade 'Too Bad', dem überlangen Psychedelic-Soundwall 'Ultimate Everything' und der Led-Zeppelin-lastigen, düsteren Tribal-Nummer 'CNN War Theme' vom sechsten in den fünften Gang zurückgeschaltet, ansonsten dominieren fast durchweg kompakte Donnerschläge mit wochenlanger Nachhall-Garantie.
Totalausfälle - auf den letzten MONSTER MAGNET-Scheiben immer wieder vereinzelt anzutreffen - gibt's diesmal keinen einzigen zu betrauern, und mit 'The Right Stuff' (Captain Lockheed And The Starfighters) und dem fantastischen 'There's No Way Out Of Here' (Pink Floyds David Gilmour) werden sogar zwei Coverversionen mit auf Reisen geschickt, als wären's Monsterbabys aus Wyndorf'scher Züchtung. Very monolithic indeed!


Monolithic Baby !
Monolithic Baby !
Preis: EUR 16,89

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aaaaaaaaaaaaaarrrrrrrgggghhhh, 4. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Monolithic Baby ! (Audio CD)
Langatmiges Geschwurbel kann man sich bei dieser CD schenken. Über "Monolithic Baby!" muss man nicht lesen oder diskutieren, "Monolithic Baby!" muss man hören - und zwar gottverflucht höllisch laut! Schon der mit einem Bruce-Dickinson-Refrain gesegnete Opener 'Slut Machine' bläst einem mit 15 atü den Kindergartenschmutz aus den Ohren, und die beiden Überhymnen 'Supercruel' und 'Unbroken (Hotel Baby)' knuspern noch drei Gemeinden weiter den Putz vom Rathaus. Als hätte es das etwas zahnlose und uninspirierte "God Says No" nie gegeben, drehen Dave Wyndorf und seine Dezibel-Dämonen den Lautstärkeregler bis Zwölf auf (vergesst Spinal Tap!) und entfesseln ein Dutzend Audio-Erdbeben, die auf der nach oben offenen Dampframmen-Skala problemlos "Powertrip"-Stärke erreichen. Ebenso straighte wie begnadete Abrissbirnen-Riffs, griffige Melodielinien und überraschend sozialkritische Texte, bei denen jede Silbe so passgenau sitzt wie ein fachmännisch verdübelter Goldzahn, bilden das atombombensichere Fundament eines angenehm naturbelassenen Heavy-Rock-Albums der Premiumklasse. Zum Ende hin wird mit der entspannten Ballade 'Too Bad', dem überlangen Psychedelic-Soundwall 'Ultimate Everything' und der Led-Zeppelin-lastigen, düsteren Tribal-Nummer 'CNN War Theme' vom sechsten in den fünften Gang zurückgeschaltet, ansonsten dominieren fast durchweg kompakte Donnerschläge mit wochenlanger Nachhall-Garantie.
Totalausfälle - auf den letzten MONSTER MAGNET-Scheiben immer wieder vereinzelt anzutreffen - gibt's diesmal keinen einzigen zu betrauern, und mit 'The Right Stuff' (Captain Lockheed And The Starfighters) und dem fantastischen 'There's No Way Out Of Here' (Pink Floyds David Gilmour) werden sogar zwei Coverversionen mit auf Reisen geschickt, als wären's Monsterbabys aus Wyndorf'scher Züchtung. Very monolithic indeed!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 15, 2014 3:11 PM CET


St. Anger (CD + DVD)
St. Anger (CD + DVD)
Wird angeboten von MuMoS__Musik-Movies-Spiele__
Preis: EUR 17,20

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ne Ne so gehts nicht Metallica, 4. März 2004
Rezension bezieht sich auf: St. Anger (CD + DVD) (Audio CD)
Jetzt haben METALLICA den Faden wohl endgültig verloren! Als Fan der ersten Stunde hatte ich mich auf ein härteres METALLICA-Album - wie 99,9 Prozent aller Headbanger - gefreut, doch insgesamt ist das Ergebnis eher ernüchternd: „St. Anger" wird den Langzeittest kaum bestehen und sicher nicht als legendärer Wendepunkt in die Metal-Geschichte eingehen.
Dabei stimmen einige der Zutaten durchaus. Der Ansatz, eine staubtrockene Produktion ohne Effekthaschereien zu wählen, ist grundsätzlich nicht verkehrt (siehe „Garage Days"), einige Riffs und Breaks lassen zudem das Fanherz höher schlagen: (fast) wie früher. Auch den spontanen, sehr persönlichen Gesang von James Hetfield kann man nicht wirklich kritisieren (obwohl ein bisschen mehr Ausarbeitung der Sache gut getan hätte). Das Problem: METALLICA haben mit ihrem Produzenten Bob Rock aus diesen Elementen kaum etwas gemacht. Anstatt die Stärken der Band zu komprimieren, verlieren sich METALLICA in viel zu langen Songs, die ohne Soli und knallhart groovende Rhythmen weder richtig hart noch spannend sind, sondern größtenteils nervig und langweilig! Am tödlichsten erweist sich die Schnapsidee, die Snare-Drum wie eine Blechbüchse aufzunehmen; ein Effekt, den man in jedem anderen Studio der Welt um jeden
Preis zu vermeiden versucht. Dass die Drums stellenweise bei den schnellen Passagen „abtauchen" und dann urplötzlich wieder megalaut im Vordergrund stehen, ist auch nicht gerade das, was man von der größten Metal-Band der Welt erwartet. Es ist ja durchaus rührend, wenn die METALLICA-Millionäre das Underground-Feeling suchen, es darf nur eben nicht wie `ne Proberaumaufnahme klingen. Und genau so wirkt „St. Anger" auf mich: eine spontane Demo-Session, aus der wesentlich mehr hätte entstehen können. Doch am Ende machenMETALLICA den gleichen Fehler wie bei „Load", „Re-Load" und „S&M": Anstatt ihre Stärken auszuspielen, nämlich Härte und Melodien in überirdischen Songs zu kombinieren und gewaltig zu produzieren, biedern sie sich Stilen an, in denen sie sich nicht zurechtfinden. Lars Ulrich mag ein agiler Trommler sein, aber für Klassik-Metal, beinharte Southern-Grooves oder präzise Blastbeat-Orgien gibt's wahrlich andere Experten. Hinter System Of A Down, Meshuggah, Napalm Death, C.O.C., Down oder Soulfly repräsentieren METALLICA mit „St. Anger" leider nur zweite Klasse, was bei dem Status der
Band fast ein bisschen peinlich ist.


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