Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos yuneec Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16
Profil für Prussian Presley > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Prussian Presley
Top-Rezensenten Rang: 94.473
Hilfreiche Bewertungen: 129

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Prussian Presley

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2
pixel
Redecker Bartbürste, Birnbaumholz
Redecker Bartbürste, Birnbaumholz
Wird angeboten von TELMO-Versand
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Tolle Bartmassage, 7. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Redecker Bartbürste, Birnbaumholz (Misc.)
Ich trage meinen sehr dichten Vollbart mit etwa 15 mm Haarlänge. Die Bürste kommt gut durch, behandelt Haar und Haut pfleglich, fühlt sich gut an und führt zu einem tollen visuellen Ergebnis. Besonders der anfängliche Wildsaugeruch weckt in mir als gebürtigem Sauerländer Heimatgefühle.


Dirt Devil DD 2221-0 rebel 23HE Singlecyclone Staubsauger ohne Beutel EEK B (800 Watt, 2,7 L Behältervolumen, HEPA Media 13 Ausblasfilter) polarweiß
Dirt Devil DD 2221-0 rebel 23HE Singlecyclone Staubsauger ohne Beutel EEK B (800 Watt, 2,7 L Behältervolumen, HEPA Media 13 Ausblasfilter) polarweiß
Wird angeboten von Jümi-HandelsGmbh
Preis: EUR 69,90

2.0 von 5 Sternen Zu viele Konstruktionsfehler bei zu hohem Preis, 7. Juli 2016
Ich schreibe diese Kritik mit über zwei Jahren Produkterfahrung im Zuge des wöchentlichen Reinigens einer Zweipersonenwohnung (<80 qm). Wir sind insgesamt ein recht reinlicher Haushalt, bei dem relativ wenig Dreck anfällt. Ein Staubsauber wird bei uns nicht stark belastet. Im Alltag erledigte der Staubsauger zwar die Reinigung zufriedenstellend, fiel dabei aber durch Umkippneigung, häufige Leerungen (die aufgrund der damit verbundenen Staubentwicklung nie zum Ende einer Raumreinigung durchgeführt werden sollten) sowie einen kleinen effektiven Einsaugbereich der Düse auf. Alleine deswegen würde ich Ihn nicht mehr kaufen. Desweiteren müssen zwar keine Beutel gewechselt werden, Ein- und Auslassfilter müssen aber regelmäßig ausgespült werden und trocknen, was also nicht vor einer Reinigung durchgeführt werden sollte, was den zeitlichen Wartungsaufwand im Vergleich zu Beutelstaubsaugern deutlich erhöht. Andernfalls kommt es zu Wärmeentwicklung im Gerät und einem Verlust an Saugkraft.
Zwei Monate nach Ablauf der regulären Werksgarantie verzeichneten wir plötzlich enorme Wärmeentwicklung. Der Sauger war guten Gewissens nicht mehr für die Dauer eines Wohnungsputzes zu gebrauchen. Auf Nachforschung ergab sich die eingebaute, für mich als Laien zweckfreie, Isolierung des Motors, die Stefan S. in seiner Kritik bereits gut beschrieben hat. Sollte dies eine absichtlich eingebaute Lebenszeitverringerung sei, so ist dies ein starkes Stück. Allerdings wurde auch der enorm einfache Aufbau des Geräts in Konstruktion und Materialqualität offenbar. Ein Mittelstufenschüler dürfte, sofern er die losen Einzelteile zur Verfügung hätte, kein Problem mit einem Nachbau haben. Letztendlich ist das Gerät für diesen Preis im Gesamtbild von Leistung, Lebensdauer und Handhabung deutlich zu teuer.


Der große Türke: Süleyman der Prächtige
Der große Türke: Süleyman der Prächtige
von Henk Boom
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen Strukturschwache Biographie, die keine ist., 30. Juni 2016
Zuerst ist zu sagen, dass ich nicht den Eindruck hatte, eine Biographie zu lesen, da hierfür einerseits die zeitliche Abfolge der Ereignisse zu unklar ist, andererseits ganze Lebensphasen Süleymans nicht behandelt werden. Eine Chronik zur Kurzübersicht mit flankierenden Ereignissen in der Weltgeschichte fehlt, ebenso wäre für mich ein Personenregister wünschenswert gewesen. Fehlerhafte Seitenangaben, Namensfehler und Auslassungen im Text erschweren das Problem weiterhin. Allerdings gibt es zahlreiche Einschübe, deren Positionierung oder sogar Vorhandensein den Lesefluß unterbrechen und vom Subjekt Süleyman ablenken. Hinzu kommen nur bedingt aussagekräftige Interviews. Hier hätte eine andere Aufteilung des Buches, sei es auch nur im Layout mit Kästcheneinschub, gutes bewirken können.

Viel störender ist jedoch, dass der Autor in meinen Augen mehr Zeit damit verbringt, das damalige Geschehen und seine Akteure zu bewerten, als darzustellen. Besonders deutlich wird dies daran, dass bei Boom fast sämtliche europäischen Akteure schlecht wegekommen, islamische oder osmanische Taten oder Einstellungen aber nahezu immer relativiert werden oder aber einfach unkommentiert bleiben. Letzteres hätte der Autor ausweiten dürfen, so bleibt ein Eindruck von Volkserziehung, bei der meine faktischen Fragen nur unzureichend beantwortet wurden.

Was bleibt? Eine Biographie, die keine ist und somit einerseits nicht genug Informationen bietet, andererseits aber zuviel Nebensächliches beinhaltet. Immerhin ist das Buch schön gestaltet, und manche Einzelinhalte sind recht informativ.


Der Hobbit: Smaugs Einöde [Blu-ray] ultraviolett
Der Hobbit: Smaugs Einöde [Blu-ray] ultraviolett
DVD ~ Billy Connolly
Wird angeboten von Filmwelt
Preis: EUR 8,85

88 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Hobbit 2: Electric Boogaloo mit Blackjack und Nutten, 26. Dezember 2013
*** Enthält leichte Spoiler***

Für mich ist es kein Problem, wenn Regisseure fremden Material ihren eigenen Anstrich geben, Gewichtungen anders setzen als der ursprüngliche Autor, und auch Änderungen des Materials bei der Übertragung in andere Medienformate können sowohl notwendig als auch hilfreich sein. Natürlich sind weitere Unterschiede zwischen Vorlage und Verfilmung schon dadurch unvermeidlich, dass in diesem Fall 76 Jahre zwischen beiden liegen.

Dies allerdings entschädigt allerdings nicht dafür, in einem Film neue Charaktäre einzuführen, die nur den Popcorn-Faktor erhöhen (Tauriels Action- und Romantik-Szenen),und im Herrn der Ringe gefüchtete Gegner völlig inkompetent erscheinen zu lassen (Orks und Spinnen)und gleichzeitig den Elben vällig überzogene Anime-Kampfkünste zu verleihen, damit die Action auf Kosten der Atmopshäre noch spektakulärer erscheint. Gleichzeitig werden die Zwerge zu Nebenfiguren, die sich mit Smaug Gefechte liefern, die dessen vorher aufgebaute Bedrohlickheit und Majestät völlig ruinieren. Nicht vergessen werden soll auch Seestadt, dessen Bewohner völlig geändert wurden, um weitere Themen im Film unterzubringen (Demokratie! Gier*!). Für Buchliebhaber sei an dieser Stelle gesagt, dass Tolkiens Material an fast allen Stellen des Films stark geändert wurde, so dass einige wunderbare Szenen (z.B. die allmähliche Ankunft in Beorns Haus)gänzlich entfallen. Besonders hat mich persönlich geärgert, dass Smaugs Monolog nicht der Vorgabe entspricht, hier ist die Verfilmung aus den 70ern subjektiver Goldstandard. Außerdem bin ich kein Freund davon, Änderungen zu gunsten der politischen Korrektheit durchzuführen, besonders wenn sie so gezwungen wirken wie bei Tauriel oder den schwarzen Menschen in Seestadt. Über das Auftauchen von Morgul-Waffen bei Orks möchte ich schon gar nichts mehr sagen.

Neben der veränderten Handlung missfallen besonders die Actionszenen, die völlig durchgeplant wirken. Es gibt kein Gefühl der Bedrohung, sondern nur der völligen Übersättigung durch allen Naturgesetzen strotzenden Hampeleien. Im Gegensatz dazu bot Jacksons Herr der Ringe-Trilogie bei solchen Szenen meist ein Gefühl von verzweifeltem Kampf und dem Ringen um das Überleben. Völlig zu Grunde gerichtet werden diese Actionszenen durch Rechner-Effekte, die teilweise auf dem Niveau zehn Jahre alter Computerspiele sind (manche Orks, das flüssige Gold, manche Szenerie), manchmal hatte ich sogar das Gefühl, dass für finale Render-Prozesse das Geld gefehlt hat (besonders in der überlangen Fass-Szene, die auch noch mit sichtbaren Unterschieden zwischen Aufnahmeverfahren "glänzte"). Umso schlimmer ist es, wenn CGI-Effekte in praktisch jeder Szene auftauchen, wodurch dem Werk ein merkwürdiger Drang zum Bombast inne wohnt.

Ergo ist von dem usprünglichen Werk kaum etwas übrig geblieben, und dieser Rest wurde in Action getränkt und mit überladenen Effekten zugekleistert. Ehrenhalber muss allerdings gesagt werden, dass der Film sich als Unterhaltungskino an ereignislosen Abenden eignet, die Landschaftsbilder und praktischen Effekte wieder vollends überzeugen (bspw. Bards Haus, Teile des Düsterwaldes, Bilbos Kostüm, die leider nicht verwendete nicht-animierte Version von Bolg), und die Caspar David Friedrich-artigen Momente in Dol Goldur, die Spinnen, die Verwandlung des Nekromanten sowie Smaug sehr gut umgesetzt wurden (wenngleich die Verfolgungszene, der dümmliche Tötungsversuch der Zwerge und die massiven Andeutungen auf sein Ableben seiner Wirkung nicht gut tun). Leider werden diese schönen Aspekte fast immer von Ärgernissen überschattet.

*(als ob Smaug und Thorin dafür nicht gereicht hätten)
Kommentar Kommentare (16) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 22, 2014 1:17 PM CET


Starship Troopers - Der Roman zum Film von Paul Verhoeven
Starship Troopers - Der Roman zum Film von Paul Verhoeven
von Robert A. Heinlein
  Taschenbuch

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie schreibt man Lesekompetenz?, 24. November 2012
Rezensionen zum Inhalt gibt es bereits hervorragende, ich möchte nur fragen, ob das Buch IHNEN persönlich gefallen könnte. Beim Durchlesen der bereits zahlreich vorhandenen Rezensionen habe ich mich doch das ein oder andere mal gefragt, ob der Umgang mit diesem Buch nicht ein deutliches Argument für die im Buch vorgeschlagene Idee, dass sich ein Wahlrecht individuell verdient werden muss, darstellt. Einige der Rezensionen zeigen nämlich ein deutliches Unvermögen, möglicherweise aus ideologischer Verbohrtheit, möglicherweise aus intellektueller Inkomepetenz, sich mit ungeliebten Ideen auseinander zu setzen. Dieses Werk ist keine Unterhaltungslektüre, sondern in Sachen Ethik und Philosophie schwere Kost. Wo bei anderen Schriften kontroverse Standpunkte erörtert werden, indem sie im Handlungsverlauf vom Protagonisten gelöst werden, schiebt Heinlein diese Rolle dem Leser zu, der sich somit nicht aus gemütlicher Entfernung den Faustkampf der Ideen ansehen kann, sondern von Starship Troopers direkt ins Gesicht geschlagen werden wird. Wer dann liegen bleibt, kann sich zwar rausreden, hat vom Buch aber nichts gehabt.

Kurz: Dieses Buch ist eine Aufforderung an den Leser zur geistigen Aktivität ohne eindeutige Lösung, und genau darin besteht seine Qualität, die es in meinen Augen zu einem der besten Bücher aller Zeiten macht. Insofern ist es auch als Herausforderung für Heranwachsende geeignet.


Pulaster
Pulaster
von Angela Steinmüller
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große, vergessene Phantastik-Kunst, 30. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Pulaster (Broschiert)
Als ich geboren wurde, sollte die DDR nur noch wenige Jahre existieren, so dass ich mit ihren kulturellen Erzeugnissen nur in Form von Ostalgie und Popkultur oder Dissidenten-Erzeungnissen in Berührung kam. Das in der DDR einige zeitlose Kunstwerke erschaffen wurden, erfuhr ich erst Jahrzehnte nach ihrem Zusammebruch, und so möchte ich für Pulaster, neben dem Verweis auf die ausgezeichnete Rezension von Riotgun, eine wärmste Kaufempfehlung aussprechen. Science-Fiction wird hier sehr seriös behandelt, es werden technische Fragen bearbeitet und philosophische Probleme aller Art gewälzt, die den Leser zu zahlreichen eigenen Gedankengängen anregen. Kurz, dieses Buch ist nicht nur angenehm zu lesen und spannend geschrieben, es bietet auch zahlreiche geistige Inspirationen, die auf einer Ebene stehen mit Asimov, Wells oder Lem.


Jess and the Ancient Ones
Jess and the Ancient Ones

4.0 von 5 Sternen Gute Musik mit Beigeschmack, 16. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Jess and the Ancient Ones (Audio CD)
Obwohl der kommerzielle Erfolg eher fraglich sein dürfte, wurde in den letzten paar Jahren von einigen Medien, besonders dem Rock Hard, ein neuer Hype gesichtet, oder aber, je nach Betrachter, konstruiert: Occult Rock.
Genau wie Black Metal fällt eine Definition dieses "Genres" schwer, da die Grundlage eindeutig im inhaltlichen Konzept von Satanismus im speziellen und "Okkultismus" im großen und ganzen liegt, andererseits aber auch musikalische Gemeinsamkeiten existieren, etwa weiblicher Gesang und Orientierung an Musikern der 70er wie Roky Erickson, Led Zeppelin oder Coven.
Jedenfalls wird dieser Trend wie jeder andere auch in Metalkreisen skeptisch beobachtet, zumal das inhaltliche Konzept eigentlich nicht zum Spaß einlädt (das die trotzdem getan wurde, ist Teil der Metal-Geschichte).
Insofern erschien mir auch dieses Album skeptisch, da es musikalisch sehr stark an die große Band The Devil's Blood erinnert, dabei aber weniger intensiv, eigenstädnig und progressiv wirkt. Die Lieder sind kompakter und einfacher, allerdings ebenfalls gut, wenngleich die Klasse von The Devil's Blood nicht erreicht wird. Insofern dürften hier die, die TDB bisher aus verschiedensten Gründen abgelehnt haben, eine gute Alternative finden. Alle anderen finden ein gutes Rockalbum, dass ich ohne den Verdacht auf Trend-Trittbrettfahrerei noch besser genießen könnte.

Anspieltips: "Sulfur Giants" und der Überhit "The Devil in G-minor"


Heavenly Vulva (Christ's Last Rites)
Heavenly Vulva (Christ's Last Rites)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verrotende Särge im Gewölbe, 18. Mai 2012
Manchmal fällt es schwer, ein Höhrerlebnis in Worte zu fassen. Das kann bei Mahler-Sonaten genauso passieren wie bei Tool-Alben, selten wird es der Leser allerdings bei einem Werk vermuten, dass sich auf den ersten Blick als auf Pflastersteine erbrochene, schwarze Galle präsentiert. Archgoat beeindrucken. Heavenly Vulva ist mindestens so schwarz wie das Vinyl, auf das es gepresst ist, klingt aber, als würde nicht eine Nadel abtasten, sondern eine mittelalterliche Belagerungswaffe. Klang und Komposition der Platte sind einfach, aber für diese Art von Musik perfekt. Es klingt nicht nach Staubsauger oder Instrumenten, die im Dunkeln die Kellertreppe runterkrachen, sondern nach einer knackig produzierten Meisterung primitiven Hasses und Verachtung, die mindestens genauso schwierig ist, wie die Vertonung von Paradies-Vorstellungen für die alten Meister des Barock war.
Schaltet man die Anlage an, wälzt sich eine unförmige wie unbarmherzige, Gewalt und Hass spuckende Wand tiefster Schwärze über den Hörer,mal doomig langsam, mal im gnadenlosen Midtempo,um ihn nach 16 Minuten vollkommen zerschmettert zurück zulassen. Dieser Ziegenbock ist nichts für schöngeistige Momente und Sanfmut, aber wer sich musikalisch zerlegen lassen möchte, kann sich diese wertig aufgemachte Platte gerne zu seinen Beherit-Alben stellen.


The Big Bang Theory - Die komplette erste Staffel [3 DVDs]
The Big Bang Theory - Die komplette erste Staffel [3 DVDs]
DVD ~ Johnny Galecki
Preis: EUR 9,49

11 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lach-Schleife, Nerd-Karikaturen und unfreiwillige Komik, 2. Mai 2012
Manchmal überkommt einen das Gefühl, Diskussionen über populäre Medienerzeugnisse seien emotional so vermint wie die Iranbomben-Frage. Deshalb muss ich an dieser Stelle anfügen, dass ich die DVDs nicht kenne, wohl aber mehrere Staffeln der rezensierten Serie gesehen habe beziehungsweise musste.
Die Handlung dreht sich um lebensfremde Endzwanziger, die die Elite ihrer Uni stellen, den ganzen Tag ausgesprochen nerdig sind und aufgrund entgegengesetzter Lebensweisen immer wieder in typische Komödienkonflikte mit einer leicht dümmlichen, aber bodenständigen Nachbarschafts-Blondinge geraten.
Kurz gesagt, ist diese Serie in Handlungen und Witzen ähnlich gebaut wie Two and a half Men, statt Schürzenjägerei rückte aber vermeintliche Lebensunfähigkeit Hochbegabter in den Mittelpunkt. Dies stellt sich so dar, dass wir geradezu übermenschlich intelligente Doktoren und Doppel-Doktoren der Naturwissenschaften haben, die scheinbar jedoch den ganzen Tag nichts anderes machen, als sich Junk Food zu bestellen, "Talisman" oder "Halo" zu spielen und auch sonst zwar die extremst vorstellbare Nerd-Karikatur bilden, allerdings ohne dass die Charaktäre jemals darstellen würden, warum sie überhaupt intelligent sein sollten. Dazu kommt, dass auch "Halo" oder "Batman" längst zur Pop-Kultur gehören und nicht mehr besonders "nerdig" erscheinen. Irgendwer hat mal gesagt, dass sich "dumme Menschen so wahrscheinlich Intelligenz vorstellen", aber darüber möchte ich nicht urteilen. Fakt ist, dass ein Grundmerkmal der Hauptcharaktäre zwar immer von anderen Charaktären betont wird, aber überhaupt nicht im Spiel der Protagonisten erkenntlich wird.
Solcherlei Flachheit zieht sich durch die ganze Serie: Witze haben häufig keine Pointe, sondern bestehen aus der Aufzählung vermeintlich witziger und obskurer Begriffe, die von einem permanenten Studio-Lachen zuglasiert werden. (imaginäres Beispiel: "Hey, ich spiele ein Spiel [erstes Kichern], es hat zwar furchtbare Grafik [erstes Lachen], aber dafür ist es auch aus den 80ern [ein Lach-Orkan bricht los]). Die Handlungen sind meist simpel, Sitcom-typisch und nichtssagend, wie etwa "Schwächling will Frau beeindrucken, indem er ihren Fernseher vom Ex-Freund zurückholt. Der ist leider eine totale Kante und kloppt den Nerd windelweich. Später greift eine deus ex machina ein, und der Tag ist gerettet." Soweit, so Standard, aber bestimmt nicht der Überflieger, der so oft beschrieben wird.

tl;dr: Eine typische Sitcom mit unglaubwürdigen, da überzogen karikaturhaften Charaktären, bei der mir viele "Witze" ohne die ewige Lachschleife gar nicht als solche aufgefallen wären. In dieser Absurdität lag dann für mich meist auch die einzige Komik.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 24, 2013 2:21 PM MEST


Histogame Spieleverlag HIS00002 - König von Siam
Histogame Spieleverlag HIS00002 - König von Siam

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Elegant, kurz, fordernd - sehr lohnenswert!, 14. August 2011
Histogames ist ein deutscher Spiele-Kleinstverlag, der sich in der Vergangenheit durch eine akkurate Umsetzung historischer Themen in regeltechnisch eleganten, aber kognitiv fordernden Spielen einen gewissen Namen machen konnte. Hier sei insbesondere "Friedrich" gennant.
Gerade diese Fähigkeit des Entwicklers Peer Sylverster (natürlich ein Künstlername),einfache Regeln innovativ zur Erschaffung komplexer und eindringlicher Spielerlebnisse zu nutzen, ist mit den großen Stunden von Reiner Knizia oder Mac Gerdts vergleichbar.

König von Siam befriedigt all diese erwarteten Aspekte eines Histogames.
Thematisch befinden wir uns im ungewöhnlichen Szenario Thailands gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Mehrere Fraktionen stritten um die Herrschaft im Königreich und gefährdeten so die Einheit des Reiches, während der Druck europäischer Großmächte mit Kolonialisierung drohte. Bemerkenswerterweise schaffte es Thailand, sich diesen Bestrebungen zu widersetzen und souverän zu bleiben.
Diesen inneren und äußeren Konflikt setzt das Spiel gleichermaßen um.
Eine Partie besteht aus Machtkämpfen um die acht Provinzen des Reiches. Die Spieler haben je acht Aktionskarten zur Verfügung, um Anhänger (Holzklötze) der drei vertretenen Parteien auf diese Provinzen zu setzen, zu verschieben, zu entfernen und selbst in Besitz zu nehmen, um den Einfluss auf eine Fraktion zu vergrößern. Gewinner ist der, der den größten Einfluss auf die Partei besitzt, die nach allen Machtkämpfen am meisten Provinzen kontrolliert. Allerdings kann es auch passieren, dass in zu vielen Provinzen keine eindeutig stärkste Partei hervortritt, so dass das Reich an Großbritannien fällt und andere Siegbedingungen gelten. Da eine verbrauchte Aktionskarte nicht wieder erlangt werden kann, ist ein sorgfältiger Einsatz dieser Karten nötig, zumal die meisten möglichen Aktionen pro Spielerblatt einzigartig sind. Eine Zufallskomponente existiert mit Ausnahme der Auslosung der Reihenfolge der Provinzmachtkämpfe und der zufälligen Verteilung einiger Fraktions-Anhänger auf dem Brett vor Spielbeginn nicht.

Vereinfacht gesagt verschiebt man mithilfe knapper Aktionen Holzklötze auf einem Spielplan in der Hoffnung, von den dominierenden Holzklötzen am Ende am meisten zu haben.
Dies fühlt sich, nach eigener und der Erfahrung des Entwicklers zu zweit an wie eine Partie Schach, zu dritt ein wenig wie Poker, und zu viert wie Bridge, da man dort in Zweierteams spielt, denen eine Absprache verboten ist.
Insgesamt ist "König von Siam" ein Spiel, das sehr einfach und schnell gelernt, kaum Glücks abhängig und logisch fordernd ist und mit recht kurzen Runden zwischen einer halben und Dreiviertelstunde aufwartet.

Gerade da es im Bereich der niedrigen Regelkomplexität und Partiedauer sonst nur für mich eher uninteressante Glücks- und Aufmerksamkeitsspiele gibt, dürfte "König von Siam" für die meisten Wenig- und sogar Viel-Spieler eine lohnende Erweiterung der Sammlung darstellen.
Einziges Manko ist die nicht allzu pittoreske Karte Siams, die aufgrund der guten Verarbeitung und Übersichtlichkeit aber leicht verschmerzbar ist.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 27, 2012 9:35 AM CET


Seite: 1 | 2