|
|
Beiträge von beautyproof
Top-Rezensenten Rang: 1.354
Hilfreiche Bewertungen: 2114
|
|
Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".
|
Rezensionen verfasst von beautyproof
|
|
|
|
|
|
|
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Songwriter-Kunst aus Dänemark, 23. Mai 2006
'In the red' ist bereits das dritte Album des dänischen Topstars Tina Dico (in ihrem Heimatland heißt sie übrigens Tina Dickow), jedoch das erste für den internationalen Markt. Und diese weltweite Veröffentlichung wurde auch Zeit... Bemerkenswert dabei: Tina betreibt ihr eigenes Label (für eine 27jährige Künstlerin schon eher ungewöhnlich) und hat ihre Karriere offenbar sorgfältig geplant. Nach ihrem höchst gelungenen Mitwirken bei Zero 7 und zwei bereits euphorisch gelobten Soloalben hat sie mit 'In the red' nun ihren Weg gefunden: eine eingängige Mischung aus Pop, Folk und Songwriter-Kunst mit autobiographischen Inhalten und gnadenlos fesselndem Gänsehaut-Gesang. Produziert hat das Album übrigens kein Geringerer als Chris Potter, der u.a. ebenfalls als Produzent für The Verve 'Urban hymns' verantwortlich war. Spätestens nach dem ersten Hören von Songs wie 'Losing', 'Nobody's man', 'My mirror' oder 'In the red' wird dann auch schnell klar, dass man es hier mit einer ganz besonderen und hochkarätigen Songwriterin zu tun bekommt, die in Dänemark schon kurz davor ist, mit ihren Konzerten ganze Fussballstadien zu füllen. 'Next stop: the rest of the world.' heißt es in ihrer offiziellen Biografie - dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Wer eine Vorliebe für handgemachte und emotionale Musik mit eingängigen Melodien hat, sollte hier zugreifen. Und zwar schnell. (Musiker - Tina Dico: vocals, acoustic guitars and additional piano - Dennis Ahlgren: guitars and additional sonics, synths and percussion - Kristian Kold: bass - Martin Sommer: keys - Janus Nevel: drums and percussion)
|
|
|
|
|
|
|
|
|
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Elektronischer Leckerbissen, 14. Mai 2006
Nach der bedauerlichen Auflösung von Norwegens Indie-Kultband Velvet Belly durfte man sich lange fragen, was wohl aus der bezaubernden Sängerin und Velvet-Belly-Frontfrau Anne Marie Almedal geworden ist - und hier haben wir endlich die erlösende Antwort: das Projekt AM And The UV. Hinter 'AM' verbirgt sich - genau - Anne Marie, hinter 'UV' stehen die Elektroniker 'The Ultraviolet' alias Nicholas Sillitoe und Ken Theodorsen, die so mancher vermutlich von ihrem Mitwirken bei Illumination, Chilluminati oder Café del Mar kennt. Und da ist nun endlich auch das Debutalbum dieser viel versprechenden Zusammenarbeit: 'Candy thunder', eine hochfeine und delikate elektronische Melange, die bereits im Booklet der CD aufruft: 'Open window, stereo on'. Das passt genau wie der Albumtitel auf die 11 Songs wie die berühmte Faust aufs Auge... Knappe 44 Minuten lang gibt es überwiegend tanzbaren, stets luftigen und durchweg ansprechenden Elektropop mit dem sphärischen und hypnotischen Gesang von Anne Marie zu hören. Neben dem basswummerden und unwiderstehlich zum Mitwippen animierenden Opener 'In this kiss' werden einige weitere echte Ohrwürmer serviert: das an OMD erinnernde 'Wonderful, beautiful', die fesselnde Powerballade 'Whisper', das spacige 'Everybody's girlfriend' (könnte übrigens auch gut von Goldfrapp sein) sowie das auf jede gepflegte Lounge-Compilation passende, getragene 'Spacedust'. Insgesamt ein echter Leckerbissen ohne jeglichen Schwachpunkt und für jeden anspruchsvollen Electronica-Freak eine unbedingt lohnenswerte Entdeckung!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Erfrischendes Debut, 14. Mai 2006
Aufgepasst! Hier kommt ein 'Artist to watch', so kündigt zumindest die US-Ausgabe des Musikmagazins Rolling Stone das Debut-Album von Brandi Carlile an. Und womit? Mit Recht. Was Brandi mit ihrer Stimme und ihrer Gitarre anstellt, verdient allerhöchste Beachtung und es verwundert daher nicht, dass in den USA endlose Loblieder auf sie gesungen werden und die junge Songwriterin bereits mit so illustren Musikern wie Bonnie Raitt, KD Lang, Michelle Shocked, KT Tunstall und/oder Kathleen Edwards verglichen oder gar als 'female Radiohead' bezeichnet wird. Begleitet wird sie auf ihrem Erstlingswerk von den Zwillingsbrüdern Tim und Phil Hanseroth (Gesang, Gitarre, Bass); zudem sind mit Mark Pickerall und Jason Maybell abwechselnd zwei Drummer mit von der Partie. Weitere Instrumente gibt es kaum (lediglich noch je zweimal Strings und Keyboards), hier wird sich gekonnt auf das Wesentliche reduziert. Und das lebt während der 10 Songs des Albums (leider nur 33 Minuten Spielzeit) von abwechslungsreichem, erfrischendem und eingängigem Folk-Rock mit liebenswertem Country-Touch und leicht düster angehauchter Songwriter-Atmosphäre. Brandis Gesang (sie selbst nennt übrigens Patsy Cline als ihr Idol) begeistert durch enormen Facettenreichtum; von Country und Blues über Rock und Pop bis hin zu R&B und Balladen könnte die junge Dame mit ihrer Stimme wohl alles überzeugend präsentieren. Um passend dazu ein US-Musikmagazin zu zitieren: 'Carlile's ethereal, melancholy ballads have a spare heartache that reflects her love for old-school country...but she loves new-school mopers like Radiohead and Jeff Buckley just as much'. Aha! Daher weht der Wind... Kein Wunder also, dass dieses Album derartig bemerkenswert und mit nachhaltiger Wirkung zu begeistern vermag. Songs wie 'Follow', 'Throw it all away' oder 'Fall apart again' bleiben schon nach dem ersten Hören gnadenlos im Ohr hängen und haben zweifellos absolutes Hitpotential - somit von mir die eindeutige Höchstwertung verbunden mit glasklarer Kaufempfehlung und allem, was man sonst noch so an liebevollen Superlativen überhaupt loswerden kann.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
20 Minuten Gänsehaut, 13. Mai 2006
'Shoreline EP', der Vorbote von Schwedens Songwriter-Newcomerin Anna Ternheim für ihr erstes Album 'Somebody outside', ist eine fünf Songs (knapp 20 Minuten Spielzeit) umfassende Demonstration davon, wie gut handgemachte und authentische Musik ohne überflüssige Schnörkel klingen kann. Hier weiß man schon nach dem ersten Hören gar nicht recht, was man zuerst loben soll: den eindringlichen und einschmeichelnden Gesang, das intensive und warme Gitarrenspiel oder den Mut, vier ohnehin schon bemerkenswerte Songs anderer Künstler völlig neu und derartig gekonnt auf das Wesentliche reduziert zu arrangieren, dass man als Hörer zwischen Gänsehaut und Atemstillstand hin- und herpendelt. 'Little lies' (Fleetwoood Mac), 'China girl' (David Bowie), 'When tomorrow comes' (Eurythmics) und 'Anywhere I lay my head' (Tom Waits) sind die vier Fremdkompositionen, denen sich Anna nur mit Stimme und Gitarre - gelegentlich noch mit Piano und Harmonica - angenommen hat: mit absolut umwerfendem Resultat. Auch der einzige auf dem Album vertretene Song 'Shoreline' steht den Cover-Versionen kaum nach und fasziniert durch eine düster angehauchte, prickelnde Atmosphäre und Textzeilen '...we are shadows, shadows in the alley... you die when you're young'. Vergleiche würden diesem hochfeinen Werk nicht gerecht, doch Erinnerungen an Johnny Cash und die hypnotische Wirkung seiner zutiefst atmosphärischen und packenden 'American Recordings' schleichen sich ein - und viel mehr Lob geht auch nicht. (Kleiner Hinweis am Rande: das Album 'Somebody outside' gibt es international auch als Limited Edition mit Bonus-CD, auf der 9 'Naked Versions' der Albumsongs im Gänsehaut-Stil dieser EP enthalten sind... lohnt sich unbedingt.)
|
|
|
|
|
|
|
|
|
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Lo-Fi-Folk-Pop aus Seattle, 11. Mai 2006
Dieses Gefühl kennt wahrscheinlich jeder neugierige Musikliebhaber: Manchmal fällt einem durch Zufall eine CD in die Hände, die sich als absoluter Glücksgriff erweist - das Solo-Zweitwerk (Solo-Debut: Post to wire, 1999; außerdem: Symbient EP, 2001, zusammen mit Elemental) von Heather Duby ist eine davon. 'Come Across The River' wurde schon 2003 in den USA veröffentlicht aber erst 2005 in Europa. Eigentlich eine Schande, aber besser spät als nie... Die junge Dame aus Seattle singt und spielt Piano und Keyboard, Begleitmusiker sind Bo Gilliand (Bass, Gitarre, Keyboard) und Erik Akre (Drums); sowie als Gastmusiker u.a. Steve Fisk, den so mancher von seinem Mitwirken bei Nirvana und/oder Soundgarden kennen mag. Das wäre bisher noch nicht allzu bemerkenswert, aber Heather Duby präsentiert während der 10 Songs (knapp 39 Minuten Spielzeit) wunderbar unkonventionellen und melancholischen gefärbten Kammer-Pop mit eigenwilligem Electro-Folk-Touch, bei dem sich genaues Hinhören unbedingt lohnt. Schon die Songtitel 'Make me some insomnia', 'The rare vavoom', 'Auto immune', 'The big dwindle' oder 'Golden syrup' lassen erahnen, dass man es hier mit einem besonderen musikalischen Kleinod zu tun hat, welches zugleich luftig und erfrischend als auch schwermütig und bewegend daherkommt. 'Come Across The River' ist dann auch ein durchweg intensives, mysteriös-dunkel anmutendes und psychedelisch schwebendes Werk mit intelligenten Texten, dass man auch gut und gerne auf dem Kultlabel 4AD hätte veröffentlichen können. Die Songs werden oft dominiert von dunklen Klavier-Molltönen und Heathers zartkühlem Gesang, gelegentlich sorgen ein Cello und sparsame Gitarren für den noch fesselnderen Verlauf der ohnehin schon höchst atmosphärischen Kompositionen. Ein echter Volltreffer für alle Gernhörer von Alternativ-Folk-Pop jenseits von Kommerz und Mainstream! Um letztlich noch Vergleichsmöglichkeiten zur besseren Einordnung zu geben: Stimmlich darf man für Heather die Schubladen Margo Timmins, Beth Orton, Hope Sandoval, Tori Amos, PJ Harvey oder Ani DiFranco öffnen; muss man aber gar nicht, denn spätestens nach dem 3. Hören von 'Come Across The River' wird man dem in Albumtitel enthaltenen Aufruf folgen. Und nicht mehr zurück wollen. (Anspieltipps: der basswummernde und geheimnisvolle Opener 'Make me some insomnia', das lieblich getragene 'Providence' sowie das hoffnungslos begeisternde Wiegenlied im Walzertakt 'Golden syrup' zum großen Finale.)
|
|
|
|
|
|
|
|
|
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Danish Samt, 10. Mai 2006
'ROCK, YOU CAN FLY' ist das 2005er Zweitwerk der dänischen Songwriter-Hoffnung Lise Westzynthius und beinhaltet 12 Songs mit knapp 52 Minuten Spielzeit. Nach dem 2002 im Heimatland Dänemark bereits hochgelobten Debütalbum 'HEAVY DREAM' setzt die Tochter finnisch-dänischer Eltern nun zum internationalen Durchbruch an, als Produzent fungierte dabei kein Geringerer als Ian Caple (u.a. Tricky, Tindersticks). Und der musikalische Kosmos der z.Zt. 27-jährigen Songwriterin und Pianistin kann - besser eigentlich: muss - sich wahrlich hören lassen. Empfohlen sei das Ganze vorzugsweise bei gedämpftem Licht, entspannter Atmosphäre und mit rundum neugierigen Ohren. Kurz gesagt: wäre Islands Kultband Sigur Ros eine Frau, dann würde(n) sie vermutlich ungefähr so klingen. Und um passend dazu das Plattenlabel ONE LITTLE INDIAN zu zitieren: 'If 'HEAVY DREAM' was an impressive solo debut, then 'ROCK, YOU CAN FLY' is a manifest clear as a bell that Lise is the female Danish songwriter with the largest calibre of them all.' Dem darf man getrost zustimmen - Lise bezaubert und betört nachhaltig mit zutiefst gefühlvollem, scheinbar der Welt entrückten und hauchzart flüsterndem Gesang. Textlich bedient sich die junge Songwriterin meist metaphorisch kraftvoller Lyrik, die kaum eine Auseinandersetzung mit traurigen, dämmernden und sehnsüchtigen Gedanken scheut. Die musikalische Begleitung besteht überwiegend aus sparsam getupftem Piano, hypnotisch-samtigen Keyboard-Sounds a la Mazzy Star und fein eingeflochtenen Gitarren. Fast durchweg gibt es langsame, langsamste und gerne auch besonders langsame Balladen zu hören, die eine mysteriös-nebulöse Sogwirkung entwickeln und ein harmonisches in Richtung Ambient tendierendes Album mit leicht düsterem und versponnnem Touch bilden. Spannend, geschmeidig, traumhaft! 'ROCK, YOU CAN FLY' enthält keinen Ton zuviel, kein Wort ohne Bedacht und ist trotzdem wie eine kuschelige Decke, in die man sich ganz lange ganz fest einrollen möchte. Fazit: Mal kein 'Danish Dynamite', sondern 'Danish Samt' - jedoch mit ebensolch beeindruckender und lang anhaltender Wirkung. Höchstwertung; mindestens!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Licht und Schatten, 7. Mai 2006
Ein großes Echo hallte der smarten Norwegerin Annie voraus: als 'norwegische Kylie Minogue' angepriesen zu werden, weckt Erwartungen. Hohe Erwartungen. Zwar nicht unbedingt an umwerfende Sangeskunst, aber doch an perfekt produzierten Dance-Pop mit hohem Unterhaltungs- und Wiedererkennungswert. Und die beiden Vorab-Singles des Albums ('Chewing gum' + 'Heartbeat') ließen (und lassen) denn auch alle Fans von feinem Synthie-Electro-Dancefloor-Pop mit 80er Retro-Touch wahrlich aufhorchen. Eine interessante und abwechslungsreiche Mixtur sollte das Album schon sein - ja muss es eigentlich auch - bei solch namhaften Mitwirkenden wie z.B. Röyksopp. Aber schon nach dem Intro und dem bereits bekannten Opener 'Chewing gum' stellt sich die erste leichte Ernüchterung ein; Songs wie 'Always too late' oder 'Me plus one' klingen einfach etwas zu seicht, zu beliebig, zu banal. Mit der Hitsingle 'Heartbeat' geht es endlich höchst ansprechend und unterhaltsam weiter. Aber den Song kannten wir ja auch schon vorher. Immerhin abwechslungsreich und überwiegend tanzbar präsentiert sich der Rest des Albums, aus dem sich mit 'Come together' und 'Greatest hit' noch zwei weitere Disco-Pop-Songs positiv hervortun. 'My best friend', eine Ballade zum Abschluß, ist auch nicht soo schlecht. Aber statt heller Begeisterung bliebt doch eher eine leichte Enttäuschung - etwa die Hälfte der 12 Songs gut, der Rest - sagen wir es ganz ehrlich - eher Lückenfüller. Und überhaupt: 'Leichte Kost' kann doch auch richtig lecker sein (siehe z.B. Kylie), für ANNIEMAL bleibt dann doch eher nur der Vorspeisenteller.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Harfen-Folk, 8. Januar 2006
'Nanu...?!' - Eine Reaktion, die sich aufdrängt, wenn man die Musik von Joanna Newsom zum ersten Mal und ohne 'Vorwarnung' zu hören bekommt... 'Björk als Kind' stand in einem US-Musikmagazin über sie zu lesen und das trifft die Sache wohl auch nicht schlecht. Die junge Künstlerin bedient sich auf 'The milk-eyed mender' überwiegend der Harfe (wer es ganz genau wissen möchte: eine Lyon & Healy Style 15) und einem Piano - eine Guitar hören wir nur von Produzent und Gastmusiker Noah Georgeson in Track 11 ('Three little babes'). Und dann ist da dieser sensationelle Gesang - absolute Geschmackssache, keine Frage - der eben entweder für herzhüpfende Begeisterung oder aber für verständnisloses Kopfschütteln sorgt. Die 12 Songs (Laufzeit gut 52 Minuten) selbst sind jedenfalls durchweg ansprechend, intelligent und schön. Ein ruhiges und bemerkenswertes Folk-Album, welches man sich aus o.g. Grund jedoch tunlichst vorher anhören sollte. Um abschließend und zustimmend die US-Fachpresse zu zitieren: 'True beauty is difficult but rewarding'...
|
|
|
|
|
|
|
|
|
5.0 von 5 Sternen
Exzentrik aus Island, 3. Januar 2006
'Hoppla, jetzt komm' ich' - so scheint der isländische Songwriter Mugison durch die Musiklandschaft zu düsen. Und das in einem solchen Tempo, dass es für ahnungslose Hörer nicht immer leicht verdaulich ist. Das nunmehr dritte Album von Mugison (12 Tracks, knapp 44 Minuten Länge) kommt im überdimensionalen Papiercover (und ist übrigens gar nicht so leicht heile auszupacken ;-)) und besticht durch wirres und unübersichtliches, kaum lesbares Artwork - ok, der Schwerpunkt ist natürlich die Musik... Und die ist kurz gesagt vielfältig. Abstrakt und exotisch, übernatürlich und exzentrisch, elektronisch und folkig, jeweils eine Spur von Beck und Björk; alles zusammen. In einem US-Musikmagazin stand über ihn zu lesen: '...unlike the other major Icelandic exports Björk and Sigur Ros, Mugison sounds less Euro-ish and Pop-ish; he's more like a Low-Fi-Troubadour for 21st century globalistas. Darned strange this one is. Great, though.' Stimme hiermit zu; 'Mugimama, is this monkey music?' muß man sich definitiv mehrmals anhören, bevor es einen packt.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Harfen-Folk, 3. Januar 2006
'Nanu...?!' - Eine Reaktion, die sich aufdrängt, wenn man die Musik von Joanna Newsom zum ersten Mal und ohne 'Vorwarnung' zu hören bekommt... 'Björk als Kind' stand in einem US-Musikmagazin über sie zu lesen und das trifft die Sache wohl auch nicht schlecht. Die junge Künstlerin bedient sich auf 'The milk-eyed mender' überwiegend der Harfe (wer es ganz genau wissen möchte: eine Lyon & Healy Style 15) und einem Piano - eine Guitar hören wir nur von Produzent und Gastmusiker Noah Georgeson in Track 11 ('Three little babes'). Und dann ist da dieser sensationelle Gesang - absolute Geschmackssache, keine Frage - der eben entweder für herzhüpfende Begeisterung oder aber für verständnisloses Kopfschütteln sorgt. Die 12 Songs (Laufzeit gut 52 Minuten) selbst sind jedenfalls durchweg ansprechend, intelligent und schön. Ein ruhiges und bemerkenswertes Folk-Album, welches man sich aus o.g. Grund jedoch tunlichst vorher anhören sollte. Um abschließend und zustimmend die US-Fachpresse zu zitieren: 'True beauty is difficult but rewarding'...
|
|
|