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Rezensionen verfasst von
Michael Hanel (Aargau)
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TFA 303125 Aussensender 433 Mhz-Frequenz
TFA 303125 Aussensender 433 Mhz-Frequenz
Preis: EUR 18,16

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nur kurze Zeit währte das Vergnügen, 17. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
- dann gab es keine Verbindung mehr zum Innengerät mehr. Alles Wechseln von Batterien und jeglicher Reset blieb erfolglos. Es blieb nur mehr die frustrierende Entsorgung ...


Atmen Sie, um Gottes Willen!: Vorträge über die mystische Kunst und Wissenschaft des Atems
Atmen Sie, um Gottes Willen!: Vorträge über die mystische Kunst und Wissenschaft des Atems
von Robert Cathomas
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,00

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmen Sie - um Gottes Willen, 17. Juni 2013
Der Titel des Buches allein gibt bereits erweckenden Anstoß zu erhöhter Aufmerksamkeit.

Reshad Feild gelingt es mit seinem letzten Buch - der Sammlung einiger seiner Vorträge und kompakten Zusammenfassung eines Großteils seiner Lehren über das Thema, die "Kunst und Wissenschaft des Atems", bereichert durch Gedichte und Zitate aus verschiedenen Traditionen - auf wunderbar einfühlende Weise, selbst einen eher skeptisch eingestellten Leser, das Erfordernis zu echter Transformation im eigenen Leben vor Augen zu führen. Wobei der letztlich einfache Schlüssel dazu im Geheimnis des Atems liegt, der geführt durch bedingungslose Liebe, Bescheidenheit und Dankbarkeit zum Leben, uns, so überraschend und unerwartet dies auch klingen mag, in die Tiefen des Mysteriums unseres Daseins geleitet und uns zu "Zeugen der Allem zugrunde liegenden Einheit" macht.

Auch wenn nur stetes Üben den Meister macht, verfehlen die wenigen im Buch einfach und klar dargestellten Anweisungen zur richtigen Atemtechnik auch für den Anfänger nicht, tatsächlich überraschende Auswirkungen erfahrbar zu machen.

Doch wird auch der warnende Hinweis nicht vergessen, dass jede geistige Übung auch die Gefahr birgt, damit das eigene Ego zu spiritualisieren, anstatt unser Herz zu transformieren.

Wer auf sofort erkennbare praktische Erfolge der von Reshad Feild vorgegebenen Methodik Wert legt und darüber hinaus Willens ist, sich auf den Weg zum "Hofe des Herrn" zu begeben, wird froh und dankbar sein, dieses Buch gelesen zu haben.


Anas Schakfeh: Das österreichische Gesicht des Islams
Anas Schakfeh: Das österreichische Gesicht des Islams
von Farid Hafez
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Ausnahme, 16. Oktober 2012
Meine Regel ist es, ausschließlich "positive" Rezensionen zu verfassen und von "negativen" meine Finger ganz zu lassen. Doch was wäre eine Regel ohne Ausnahme.
Die Begründung gerade bei diesem Buch, quasi eine Ausnahme zu machen, liegt im Wissen des Schreibers um die tatsächlichen Verhältnisse und die daraus entstehende Verantwortung gegenüber historischer Geschichtsschreibung.

Gelungen ist dem jungen Politwissenschaftler Farid Hafez jedenfalls ein sehr schmeichelhaftes, offenbar von allen maßgebenden Seiten gewünschtes, "politisch korrektes" biographisches Bild jenes Mannes zu zeichnen, welcher nicht nur das Gesicht, sondern de facto auch die "Stimme des Islams" im österreichischen Fernsehen gab.
Und außer Frage steht, dass Schakfeh unter anderem wirklich intelligent, gebildet, sehr höflich, zurückhaltend und außergewöhnlich eloquent ist, ein phänomenales Gedächtnis besitzt und ein, vor allem vorzügliches diplomatisches, politisches Gespür für zweckdienliche nationale und internationale Bündnisse aufweist.
Und - eines kann man Anas Schakfeh bestimmt nicht vorwerfen. Nämlich, dass er Religion und Politik nicht hätte zu trennen gewusst, nicht wahr?

Doch wo Licht ist, ist in dieser Welt auch Schatten - eine Tatsache, die nach hermetischer Grundregel auch in der Welt des Buches nicht minder gelten müsste.

Im letzten Kapitel, "Vermächtnis", schreibt Hafez: "Schakfeh fand 1997 eine marode Glaubensgemeinschaft vor".

Da stellt sich allerdings die Frage, die gleicherweise auch an den damaligen Vorsitzenden der Islamischen Religionsgemeinde Linz, für O.Ö & Sbg. zu richten wäre: "Warum hatten die beiden, damals einzigen Gemeindevorsitzenden, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Schura Rates, Gott hab ihn selig, den "maroden Zustand" der IGGiÖ nicht zu verhindern vermocht?"
War doch Anas Schakfeh eine weit längere Zeit, als er Präsident der IGGiÖ war, Mitglied des Obersten Rates, Mitglied des Schurarates und tatsächlich wider die Verfassung, Vorsitzender der Islamischen Religionsgemeinde Wien? Und - ja, gleiches gilt wohl wiederum auch für den Vorsitzenden der Religionsgemeinde Linz, für Oberösterreich und Salzburg, der später, als Schakfeh Vorsitzender des Obersten Rates und damit Präsident der IGGiÖ wurde, zum Stellvertreter des Vorsitzenden des Obersten Rates gewählt und als "IGGiÖ Mediensprecher" nominiert wurde!

War die wesentliche Ursache dafür wirklich, wie dies im Buch vermittelt wird, die übermächtige, alles bestimmende Figur des Ahmad Abdelrahimsai, Gott hab ihn selig?

Farid Hafez, in Oberösterreich in einer Familie groß geworden, welche durchaus engeren Kontakt zur Führung der Islamischen Religionsgemeinde Linz pflegte, schreibt auf Seite 83 seines Buches, "die Religionsgemeinde Linz führte aufgrund zu geringer Wahlbeteiligung im Jahre 2001 eine zweite Wahl durch."
Diese Behauptung ist schlichtwegs falsch, wie dies auch öffentlich dokumentiert und in der damals, von der Islamischen Religionsgemeinde Linz herausgegebenen Informationsschrift "Lisan al Umma" in den Belegexemplaren nachzulesen ist. (Abdelrahimsai machte diese Informationsschrift, allerdings tatsächlich in seiner autokratischen, aristokratischen Art, sogar zum "offiziellen Amtsblatt der IGGiÖ" ... warum wohl, darf man sich heute fragen ...)
Vielmehr ist richtig, dass der Vorsitzende der Religionsgemeinde Linz, der damals übrigens einstimmig wieder gewählt worden war, von sich aus - Verfahrensfehler im Wahlvorgang waren Begründung dafür - die Wahl für ungültig erklärte.
Anas Schakfeh fuhr darauf hin extra nach Linz und suchte in eindringlichem, dennoch sehr freundschaftlich, brüderlichem Gespräch (die damals Anwesenden schätzen einander auf persönlicher Ebene), den Vorsitzenden und einen seinen Mitstreiter in der Moschee der Religionsgemeinde zur Rücknahme dieses Entscheids zu bewegen. Aus Gründen, die hier nicht zu erörtern sind, allerdings vergeblich. Daher war der Oberste Rat gezwungen, die Wahl neu auszuschreiben.

Auf Seite 176 versteigt sich unser politwissenschaftlicher Shootingstar, wie Farid Hafez im Umschlag genannt wird, sogar zur wahrhaft irrigen Behauptung, dass Ahmed Rusznak, der sich in Wirklichkeit stets beharrlich geweigert hatte, mit der Religionsgemeinde Linz konstruktiv zu kooperieren, mit seiner 1995 gegründeten "Plattform Islam", "bald die Medienarbeit der Islamischen Religionsgemeinde Linz" übernahm. Wahr, zu wissen und zu glauben ist vielmehr, dass bis 2001 die Medienarbeit der Islamischen Religionsgemeinde Linz ausschließlich vom damaligen Vorsitzenden und seinen wenigen Helfern und Helferinnen geleistet wurde. Erst nach 2001, mit einem neuen, der Wiener Zentrale genehmen Vorstand, hatten tatsächlich einige Mitglieder der "Plattform Islam" diese Arbeit übernommen - allerdings wurde Rusznak dabei bewusst nicht involviert!

Nun muss der Autor sich aber aufs Neue die wissenschaftlich korrekte, aber offensichtlich und wahrscheinlich political inkorrekte Frage gefallen lassen, ob er als Oberösterreicher, persönlich gut bekannt mit dem damaligen Linzer Religionsgemeindevorsitzenden, über diese "Ficts" von Anas Schakfeh informiert wurde (man möchte fast annehmen, dass Anas Schakfeh das Manuskript vor der Veröffentlichung nicht gegengelesen hat) und Farid Hafez wirklich nicht wusste, was in "seiner" Religionsgemeinde tatsächlich ablief oder ob er einfach politwissenschaftlich völlig ungenügend recherchiert hat?
Mit dem damaligen Vorsitzenden oder anderen langjährigen Gemeindeausschussmitgliedern suchte Hafez offenbar ja nie das Gespräch im Zuge seiner Recherche zum Buch. Allerdings wusste auch die damalige, in seinem Buch erwähnte Führung der Muslimischen Jugend Österreichs (MJÖ) ganz genau über die tatsächlichen Abläufe Bescheid. War doch ein führendes Mitglied in den Ausschuss des einstimmig wiedergewählten Vorsitzenden durch diese - aus der Sicht der Wiener Zentrale - jedenfalls gültige erste Wahl aufgenommen worden. Bei der zweiten Wahl, war diese Person und auch einige andere aus der vorgängigen Riege allerdings nicht mehr dabei.

Dieses soll nun der Buchkritik, die wirklich nicht gerne geschrieben wurde, genug sein.
Doch Tatsachen bleiben Tatsachen und haben solche zu bleiben.
Erst recht auf einem Gebiet, auf welchem die einen behaupten, religiöse Werte hätten politisches Gehabe zu bestimmen und die anderen fordern, Religion dürfe mit Politik nichts zu tun haben und habe von ihr getrennt zu sein.
Gespannt darf der Autor dieser Zeilen sein, der glücklicherweise weder eine sozial-religiöse, noch politische Position anstrebt, wie wohl die Reaktionen auf diese eher inhaltliche Rezension ausfallen werden. Ob man sich auch weiterhin mit der von allen politisch korrekten Seiten gepflogenen, speziell österreichischen Strategie, "nicht mal ignorieren", begnügen wird?

Wer also ausgesuchte, mitunter auf faktisch irritierende Weise geschilderte Ausschnitte aus der Geschichte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich und ausschließlich positive Berichte über das, durchaus und bestimmt verdienstvolle Wirken des ehemaligen Präsidenten der IGGiÖ zu lesen wünscht, der kaufe dieses Buch - auch, um es mit ev. künftig zu diesem Thema erscheinenden inhaltlich und sprachlich zu vergleichen.


Die Antwort der Reliogionen auf 31 Fragen
Die Antwort der Reliogionen auf 31 Fragen
von Gerhard. Szczesny
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Ein fulminanter, erhabener und weiter religiöser Rundblick -, 1. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
ein solcher ist die Lektüre dieses Buches wohl zu nennen. Es sprechen: Kurt WILHELM für das Judentum, Johann Baptist METZ für den Katholizismus, Ernst WOLF für den Protestantismus, Muhammad ASAD für den Islam, B.H. BON für den Hinduismus und Anagarika GOVINDA für den Buddhismus.

Einunddreissig Fragen, gegliedert in die vier Bereiche, "WELT & MENSCH", "DAS VERHÄLTNIS DER RELIGIONEN ZUEINANDER", RELIGION & HUMANITÄT" und "RELIGION & GESELLSCHAFT" weisen die Himmelsrichtungen ins Land der Religion. Jene, welche sich durch ihre besondere, feinfühlige und doch felsenfeste Art in der Fragenbeantwortung als kundige Führer und Wegweiser ins Reich zum Absoluten erwiesen, vermögen sogar völlig Unkundigen die speziellen Weisen und Lehren zu vermitteln, welche die jeweils eigene religiöse Sicht bestimmen. Darüber hinaus ist dieses 317-seitige Buch nicht nur eine spirituelle Landkarte zu den Höhepunkten religiöser Einstellung, die je nach Betrachtung in anderem, neuem, faszinierendem und manchmal befremdendem Licht erscheinen, sondern zeigt in überraschend leicht nachvollziehender und deutlicher Darstellung jene Wege in die Tiefe auf, welche das aller Religion gemeinsam zugrunde Liegende, miteinander verknüpfen und verbinden - ohne allerdings dabei zu versäumen, auch unüberwindbare Barrieren, welche das ursprünglich Eigene, Unteil- und Unverwechselbare und somit wirkliche Selbstständigkeit, Würde und Berechtigung Verleihende darzustellen.

Verwunderlich, dass dieses Kleinod wirklich kompetenten religiösen Engagements und Bemühens nicht eine größere Leserschaft erreichte.


Die Antwort der Religionen
Die Antwort der Religionen
von Gerhard Szczesny
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fulminanter, erhabener und weiter religiöser Rundblick -, 1. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
ein solcher ist die Lektüre dieses Buches wohl zu nennen. Es sprechen: Kurt WILHELM für das Judentum, Johann Baptist METZ für den Katholizismus, Ernst WOLF für den Protestantismus, Muhammad ASAD für den Islam, B.H. BON für den Hinduismus und Anagarika GOVINDA für den Buddhismus.

Einunddreissig Fragen, gegliedert in die vier Bereiche, "WELT & MENSCH", "DAS VERHÄLTNIS DER RELIGIONEN ZUEINANDER", RELIGION & HUMANITÄT" und "RELIGION & GESELLSCHAFT" weisen die Himmelsrichtungen ins Land der Religion. Jene, welche sich durch ihre besondere, feinfühlige und doch felsenfeste Art in der Fragenbeantwortung als kundige Führer und Wegweiser ins Reich zum Absoluten erwiesen, vermögen sogar völlig Unkundigen die speziellen Weisen und Lehren zu vermitteln, welche die jeweils eigene religiöse Sicht bestimmen. Darüber hinaus ist dieses 317-seitige Buch nicht nur eine spirituelle Landkarte zu den Höhepunkten religiöser Einstellung, die je nach Betrachtung in anderem, neuem, faszinierendem und manchmal befremdendem Licht erscheinen, sondern zeigt in überraschend leicht nachvollziehender und deutlicher Darstellung jene Wege in die Tiefe auf, welche das aller Religion gemeinsam zugrunde Liegende, miteinander verknüpfen und verbinden - ohne allerdings dabei zu versäumen, auch unüberwindbare Barrieren, welche das ursprünglich Eigene, Unteil- und Unverwechselbare und somit wirkliche Selbstständigkeit, Würde und Berechtigung Verleihende darzustellen.

Verwunderlich, dass dieses Kleinod wirklich kompetenten religiösen Engagements und Bemühens nicht eine größere Leserschaft erreichte.


Das islamische Recht: Geschichte und Gegenwart
Das islamische Recht: Geschichte und Gegenwart
von Mathias Rohe
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Durchaus zu Recht, 6. September 2011
wurde Mathias Rohes Buch, "Das Islamische Recht" 2009 als eines der 6 lesenswertesten Bücher ausgewählt. Mit gebotener wissenschaftlichen Distanz, herausragender fachlicher Kompetenz und bemerkenswertem persönlichem Engagement und Liebe zum erhellenden Detail ist dies wohl das gelungenste Werk eines Nicht-Muslims, Geschichte, Inhalte, innere Zusammenhänge, die Quellen, Anwendungsmethoden und Bedeutung islamischen Rechts darzustellen.

Aufbau, Stil und Wortwahl machen dieses Buch nicht nur Juristen leicht verständlich, sondern jedem am Thema wirklich interessierten Laien, sei er nun selbst Muslim oder nicht.

Differenzierte Darlegung und Erläuterung geben sowohl jenen einen - auch aus muslimischer Sicht - korrekt geeichten und deshalb geeigneten Maßstab an die Hand, welche meinen, die westliche Welt vor der "Übernahme" durch islamisches Recht beschützen zu müssen, wie auch jenen, welche - nicht nur - die westliche Welt vor der Vereinnahmung durch populistische Verführer jeglichen Couleurs zu bewahren suchen.

Dieses Buch IST eine kostbare Bereicherung interkultureller Wissenschaft und beinahe unverzichtbares Werkzeug für professionelles und deshalb erfolgversprechendes interreligiöses Wirken.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 8, 2012 7:18 PM CET


Streit um das Minarett: Zusammenleben in der religiös pluralistischen Gesellschaft (Beitrage Zu Einer Theologie der Religionen)
Streit um das Minarett: Zusammenleben in der religiös pluralistischen Gesellschaft (Beitrage Zu Einer Theologie der Religionen)
von Wolfgang Lienemann
  Taschenbuch
Preis: EUR 26,00

5.0 von 5 Sternen Umfänglich wissenswert ..., 10. Juli 2011
Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Buch sollte Bestandteil der Bibliotheken ALLER mit dieser Thematik befassten Personen und Organisationen sein.

Auch wenn der Vergleich "einbeinig" daher kommt, kann gesagt werden, dass es besonders für die Moscheevereine, zumindest solche, welche sich auch explizit für die Integration ihrer Mitglieder in die Schweizer Gesellschaft aussprechen, wenigstens "Sunna-Muakada" , ist, sich dieser reichen Quelle an statistischen, juristischen, historischen, sozialpolitischen argumentativen Informationen zu bedienen, um sie intensiv auch in der Gemeinschaft zu studieren.

Nur zur Erklärung:

Dieser Vergleich ist deswegen nicht wirklich zulässig, weil islamische theologische Fachbegriffe, in diesem Falle, "ein dringend zur Übernahme empfohlenes Beispiel des Propheten", natürlich nicht einfach auf den sozialpolitisch gebotenen Kauf eines Buches übertragen werden kann oder soll.

Dies soweit auch zu Trennung von Politik und Religion im Islam.

Vielmehr ist für die Muslime in der Schweiz wichtig, die in diesem Buch akribisch recherchierten Argumente zu studieren, weil sie dadurch vor allem den komplexen sozialen, juristischen und politischen Aufbau des Schweizer Rechtsstaates begreifen und verstehen lernen.

Auch für die Zukunft werden sie durch das im Buch vermittelte Wissen in die Lage versetzt, ihre berechtigten Anliegen im korrekten Kontext im öffentlichen Diskurs zu platzieren.

Integration ist eben nicht etwas, welches nur durch die mehr oder weniger ausgeprägte Aufnahmebereitschaft der Mehrheitsgesellschaft funktioniert, sondern in mindestens gleichem Maße durch die von der Minderheitsgesellschaft beizubringende Willigkeit und ihr Vermögen, sich in die konkret gegeben funktionalen Strukturen (juristischen, politischen, historisch gewachsenen, etc.) einzufügen und sich dieser auch in gegebener, vorgesehener Form zu bedienen.

Für die nichtmuslimischen Bürger in der Schweiz, ist dieses Buch nicht minder zur Lektüre angeraten, weil sie neben vielen Fachinformationen auch ganz spezifische Informationen, die politische Zukunft der Schweiz erhalten, welche ihnen bislang in der öffentlichen Debatte weitgehend vorenthalten werden.

Nämlich z.B. (S 79-80)

a.) Die Minarettverbotsinitiative verstößt gegen geltendes Völkerecht.

b.) Wegen des hohen Stellenwertes der Volksrechte in der Schweiz werden Initiativen, die "nur" völkerrechtswidrig sind in der Schweiz zugelassen.

c.) Die Schweiz könnte also im Falle das Bauverbot für Minarette in der Verfassung stehen lassen, würde aber jedes Mal, wenn eine Verweigerung einer Baubewilligung für ein Minarett vom EGMR (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte) zu beurteilen wäre, den Fall verlieren und zu einer völkerrechtlich verbindlichen Schadensersatzleistung verpflichtet werden können.

d.) Wird in Kenntnis dieser möglichen Folgen eine solche Initiative angenommen, so ist dies als Auftrag an den Bundesrat zu werten, die Schweiz durch Kündigung aus der völkerrechtlichen Verpflichtung zu befreien. Diese Konsequenz folgt der Logik, dass der Inhalt einer zwingendes Völkerrecht nicht verletzenden Initiative zu befolgen wäre.

a.) Ebenfalls würde der UNO-Pakt II durch die Annahme der Initiative verletzt werden, was aber weniger gravierend wäre, da die Entscheide des UNO Ausschusses für Menschenrechte völkerrechtlich nicht bindend sind. Die Schweiz würde sich dann einfach in ständigem Widerspruch zum UNO-Pakt II befinden.
Eine etwas sehr eigenwillige und nicht förderliche Position für ein Land, welches sich der weltweiten Förderung der Menschenrechte verschrieben hat.

Ich verspreche den Lesern dieses Fachbuches, dass jede Seite NEUES, essentielles Wissen vermittelt. Wissen, welches gedeihlichem Zusammenleben verschiedenen religiös geprägter Gesellschaften in der Schweiz höchst zuträglich ist und künftig höchst bekömmlich werden wird.


Der Papst und die Freimaurer. Ein wissenschaftlicher Diskurs
Der Papst und die Freimaurer. Ein wissenschaftlicher Diskurs
von Harald Schrefler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 33,00

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konfontation oder Rekonziliation ?, 7. Dezember 2010
Wohltuend unterscheidet sich Harald Schreflers wissenschaftlicher Diskurs von vielen anderen, das Thema Freimaurerei behandelnden Büchern. Ohne reißerischen Enthüllungspopulismus oder böswillige, denunziatorischer Verteufelung auskommend, überzeugt das wohlgesinnte, wissenschaftliche, offene Interesse des Autors den Leser, sich mit ihm auf den Weg zu machen, neues zu erfahren. Und tatsächlich - werden Geschichte, Entstehung, Entwicklung, äußere Form und innere Wertschätzung und Selbstverständnis dieses "freien, bepflasterten Weges" auf eine Art vermittelt, die nachdenken macht. Einsichten werden vermittelt, welche Zusammenhänge doch in wieder ganz anderem, neuem Licht erscheinen lassen, als in jenem, in welchem erkorene Gegner diese, in Wahrheit uralte Tradition erscheinen lassen möchten.
Darüber hinaus legt der Autor Dokumente aus dem "Maurerarchiv" vor, die authentische, tiefe Blicke in kirchen- und gesellschaftspolitische Verhältnisse und Geschehnisse werfen und diese verstehen lassen, wie man sie bislang - und auch deswegen lohnt sich die Lektüre - noch nicht verstanden hatte.


Die Wiederentdeckung des Respekts: Wie interkulturelle Begegnungen gelingen - Ein Lesebuch - Mit einem Nachwort des Dalai Lama
Die Wiederentdeckung des Respekts: Wie interkulturelle Begegnungen gelingen - Ein Lesebuch - Mit einem Nachwort des Dalai Lama
von Josef Schönberger
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahrer Respekt & Selbstachtung - eine zeitgemäße Umgangsform, 7. Juli 2010
Die Wiederentdeckung des Respekts
von Josef Schönberger

Dieses Lesebuch interkultureller Begegnung, ich sage es gleich zu Beginn, möchte doch von jedem, von jeder Person gelesen werden, welche sich wahrhaftig bemüht, andere Menschen (im umfassenden Sinne dieses Wortes) zu verstehen, deren Motivationen ernst zu nehmen und zu begreifen, oder die beruflich in den verschiedensten sozialpolitischen Bereichen der Integration beschäftigt ist.

Am Beginn dieses wahrlich "Herzen öffnenden" Buches erklärt uns Josef Schönberger auf höchst eingängige Art, was Respekt ist und mindestens ebenso eingängig, was Respekt eben NICHT ist.

In einem nächsten Abschnitt werden die verschiedensten Aspekte menschlich Ausdrucks aus verschiedenen kulturellen Sichtwinkeln erläutert: Sprache, Körpersprache, Augenkontakt, Lächeln, Umgang mit dem Körper, Sexualität, u.v.m. Erstaunlich, wie leicht es doch ist, den anderen komplett misszuverstehen, ohne es vielleicht selbst wahrzuhaben ... oder wahrhaben zu wollen?

Tief in der Seele, ja, tatsächlich zu Tränen rührte mich manch eine Geschichte, mit welcher uns der Autor unsere kulturell bedingten Verschiedenheiten vor Augen hebt und uns mit überzeugender Eindringlichkeit zur Belebung des Respekts in der Öffentlichkeit aufruft.
"Respekt hat mit dem Verstand nichts zu tun. Er richtet sich an die Seele des Menschen. Diese ist nicht politisch, sie ist heilig und verdient unsere besondere Rücksicht".

NUR mit wahrem Respekt wird es in unserer klein gewordenen Welt möglich sein, "GEMEINSAM ZUKUNFT zu GESTALTEN". Josef Schönbergers Buch zeigt uns den Weg dorthin. Danke Josef!


Christen und Muslime: Was sie verbindet - was sie unterscheidet
Christen und Muslime: Was sie verbindet - was sie unterscheidet
von Andreas Renz
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahrhaftiger Anstoß, 1. Juli 2010
Seit beinahe 25 Jahre im interreligiösen Dialog zwischen Christen und Muslimen engagiert, war ich stets auf der Suche nach einer geeigneten schriftlichen Arbeitsgrundlage in deutscher Sprache - ohne selbst eine solche erstellen zu müssen.

Andreas Lenz und Stephan Leimgruber ließen diese Suche mit ihrer Arbeit "CHRISTEN und MUSLIME - was sie verbindet, was sie unterscheidet" auf bislang schönste Weise erfolgreich zu Ende gehen.

Damit ist über dieses herausragende Buch auch schon genug gesagt.

Wer wahrhaftige und wissenschaftlich fundierte, weder die eine, noch die andere Seite vereinnahmende Auskunft, das jeweilige religiöse SELBSTVERSTÄNDNIS beider religiöser Gemeinschaften tatsächlich berücksichtigend, über das Verbindende und Unterschiedliche beider Religionen wissen möchte, möge doch bitte DIESES Buch lesen und andere vorläufig außen vor lassen.


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