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Beiträge von Michael Hanel
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Rezensionen verfasst von
Michael Hanel (Aargau)
(REAL NAME)   

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Der Weg nach Mekka
Der Weg nach Mekka
von Muhammad Asad
  Gebundene Ausgabe

22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Weg nach Mekka, 8. Januar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Weg nach Mekka (Gebundene Ausgabe)
Murad Wilfried Hoffmann schreibt dazu: "Kein anderes Buch außer dem Koran selbst hat jemals mehr Menschen den Weg zum Islam gewiesen."

Wenn auch aus diesen Worten ein wenig jener exzellente Dünkel spricht, welchen wir, die deutsche Sprache zelebrierenden Verehrer des geschriebenen Wortes des manchen pflegen, so mag dieses Zitat sich möglicherweise als ungewollte Prophezeiung erweisen.

ASADS Buch ist nicht einfach eine Biografie eines eigenwilligen Juden, welcher seine religiösen Wurzeln verleugnet und vorgeblich seinen angestammten Traditionen den Rücken kehrt - vielmehr ist es tatsächlich eine sprachlich kaum zu überbietende Wegbeschreibung geradewegs ins Zentrum, in die Mitte, ins HERZ eines jeden nach wirklicher Wahrheit dürstenden Wanderers. Eine berührende, ergreifende Wegbeschreibung zur einzig möglichen Heimstatt, welche sich die absolute, transzendente eine, göttliche Individualität als Thron für die Herrlichkeit ihrer Allmacht erwählen mochte.

Dieses Buch ist ein mit liebender Präzision und Einfühlsamkeit gefertigtes Schatzkästchen, welches Perlen von Weisheit, tiefem Wissen, aufrichtiger Einsicht, und noch vieler anderer kostbarer menschlicher Tugenden in sich birgt, deren Anblick alleine lehrt, dass Schönheit wirklich göttlichen Ursprungs ist.

Ich kann mir nicht verwehren, einige dieser Kleinodien hier vor dem geistigen Auge des Lesers auszulegen.

Wie eindringlich wird die Einsamkeit, die Unverbindlichkeit allen Mühens des im Westen lebenden Menschen beschrieben, wenn Muhammad Asad, brusttief, in sternerhellter arabischer Nacht in einem dunklen Brunnen mitten in der Wüste stehend, reflektiert: "Die Belange des Abendlandes ... sie liegen mir so fern, dass es mir schon schwerfällt für die europäischen Zeitungen zu schreiben ... denn sooft ich für sie schreibe, ist mir, als würfe ich einen Stein in einen bodenlosen Brunnen: der Stein versinkt in der dunklen, unsichtbaren Tiefe und nicht einmal ein Echo schlägt empor, mir zu verkünden, ob er sein Ziel erreicht hat ..."
Wie menschlich spannt der Autor den Bogen vom schicksalhaften Weg seines Urahns Abraham zur Wanderschaft durch das eigene Erleben, lässt uns einige Zeilen weiter teilhaben am kindlich unschuldigen Erfahren sinnlicher Eindrücke, schenkt uns ein Erinnern an unser eigenes Staunen, als wir als Kinder in die für uns gänzlich unbekannte, gar verführerische Welt des Erwachsenwerdens uns hineintreiben ließen.

Auf den Punkt gebracht, erschließt er uns Erkenntnis, wenn er in Erinnerung an seine Suche nach wahrhafter Identität als junger Student schreibt: "Die Wissenschaft sagte: "Erkenntnis ist alles" - und vergaß dabei, dass Erkenntnis ohne sittliches Ziel nur zum Chaos zu führen vermag."
Eine Seite weiter wird kurz, prägnant - Geist erhellend die Ära nach dem ersten Weltkrieg, der Geburtsstunde metaphysischer Spekulation in den Cafehäusern europäischer Metropolen beschrieben, der Geburtsstunde nihilistischer Psychoanalyse, verkrampfter Visionen jenseits von Gut und Böse, der Ausbruch aus der moralischen Enge des neunzehnten Jahrhunderts in die Freiheit des Körpers und in anschließende, schal schmeckende Ernüchterung.

Wie schmeckt man den irdischen Wüstenwind und fühlt die geistige Verbundenheit der zwei Männer auf ihren Kamelen durch das weite Sandmeer reitend und beginnt die Verschmelzung menschlicher Widersprüchlichkeit zu wahrem Menschsein zu begreifen. Doch lassen wir Muhammad Asad und seinen treuen Begleiter Zayd selbst sprechen.
"Du bist launisch wie ein badaui ... wie ich selbst. Ändern wir denn unsere Entschlüsse unter dem Einfluß von Dschinnen? War es vielleicht ein Dschinn, der mir vor vier oder fünf Jahren jenen plötzlichen Entschluß einflüsterte, zu dir nach Mekka zu ziehen - und dir jetzt den Entschluß eingab, wieder nach Mekka zu wandern? Oder lassen wir beide uns solcherart von den Winden umhertreiben, weil wir nicht so recht wissen, was wir wollen?"
"Nein, Zayd - wir beide, du und ich, erlauben es den Winden, uns umherzutreiben, gerade weil wir wissen, was wir wollen: unsere Herzen wissen es immer, auch wenn unsere Gedanken manchmal zu träge sind, um ihnen gleich zu folgen - aber am Ende holen die Gedanken die Herzen doch ein, und dann kommt es uns vor, als hätten wir einen neuen Entschluß gefasst ..."

Doch der fast schwärmerisch zu nennenden Worte sei es nun genug und des Lesers Zeit sei besser investiert dies Buch sich zu besorgen.
Diese Wegweisung eines wahrhaften Menschen, eines Muslims in die Mitte jedes Lesers eigene Selbst. Diese Reise auf sich zu nehmen lohnt gewiss und der Allmächtige begleite Euren Weg!

Hanel, 9.10.09
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 18, 2013 3:41 AM CET


Der Kapitalismus
Der Kapitalismus
von Paul C. Martin
  Broschiert

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Debitismus, 31. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Kapitalismus (Broschiert)
Paul C. Martin hat den richtigen Begriff für unser gängiges Wirtschaftssystem kreiert. Mit schonungsloser Offenheit und Klarheit lenkt er die Aufmerksamkeit des Suchenden auf den "blinden Fleck", der uns das Verständnis des kapitalistischen/debitistischen Wirtschaftssystems bislang verwehrte.

Auch wenn sein Stil und Ausdrucksweise bisweilen arrogant klingen mag, so ist er in Anbetracht des Stoffes und der Wichtigkeit, wie bisher Nichtigkeiten als Wissenschaft verkauft wurden, nicht unangebracht, sondern erheiternd und motivierend.

Wer über unser Wirtschaftssystem kompetent Auskunft geben möchte, sollte die von Paul C. Martin formulierten Ansätze kennen und verstanden haben.


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