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Rezensionen verfasst von
Steve (Münster)

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Märchen aus Lugabugien: Großer Sammelband
Märchen aus Lugabugien: Großer Sammelband
von Christian Peitz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 22 Geschichten, die sich zum Selberlesen und Vorlesen hervorragend eignen, 9. Mai 2014
Nach vielen „kleineren“ Märchenbüchern gibt es nun einen Querschnitt des Schaffens von Autor Christian Peitz in einem wunderschönen Sammelband. In gewohnt klarer und für Kinder (und Erwachsene!) verständlicher Sprache, entwickelt er seine Märchenwelt im Lande Lugabugien. Das Buch enthält 22 Geschichten, die sich zum Selberlesen und Vorlesen hervorragend eignen und die vor allem Spaß machen! Peitz gelingt es hervorragend – wie auch in den Hörspielen auf seinen CDs – mit gewohnten Märchenklischees zu spielen, diese dabei aber nicht einfach zu zitieren, sondern sie neu zu entwickeln und der heutigen Zeit inhaltlich und sprachlich anzupassen.
Fazit: Wem der gewohnte Lesestoff der Brüder Grimm und Co. (für sich und/oder sein Kinder) nicht zeitgemäß vorkommt, dem sei dieses Werk wärmstens ans Herz gelegt!


Die Hexe im Zug: Moderne Märchen aus Lugabugien
Die Hexe im Zug: Moderne Märchen aus Lugabugien
von Christian Peitz
  Audio CD

5.0 von 5 Sternen Ein Heidenspaß!, 14. September 2012
Als langjähriger Fan von Christian Peitz' Märchen, hatte ich bei einer seiner Lesungen die Gelegenheit, die CD schon vor dem offiziellen Verkaufsstart zu erstehen. Und ich muss sagen: Ich bin begeistert! Dieses Mal ist fast so etwas wie ein Konzeptalbum bei der Zusammenstellung der Geschichten entstanden. Denn in allen Märchen dreht es sich mehr oder weniger um die Begegnung klassischer Märchenfiguren mit der sogenannten Moderne. So wird z.B. die Hexe, die der CD ihren Namen gab, im Wald gestört, weil eine Eisenbahnlinie gebaut wird und ihr Knusperhäuschen im Weg steht. Ein Wasserwichtel hat eine Begegnung mit einer Fotokamera und ein Gnom muss die Zerstörung seiner Lieblingsuhr verkraften. Technik und Märchenfiguren in einer Art Clash of cultures. Großartig! Besonders gut gefällt mir das Knopflochmärchen, in dem nach exzessivem Auf- und Zuknöpfen auf einmal eine neue Möglichkeit ins Spiel kommt, Hosen und Hemden zu schließen - aber mehr wird nicht verraten! Absoluter Höhepunkt ist für mich aber das erste Märchen auf der CD - der Hammer und m.E. das Beste, das Peitz bisher eingefallen ist! Fazit: Wieder einmal eine Überraschung in der Reihe, die für Kinder und Erwachsene ein Heidenspaß ist!


Familiar
Familiar
Preis: EUR 20,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Album, aber leider nur ein neuer Song, 6. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Familiar (Audio CD)
Das Album "Familiar" ist ein von Günter Pauler wunderbar produziertes Singer/Songwriter-Album. Die Songs sind rein akustisch, mit nur einer Gitarre (und einmal einem Klavier) und der wunderbar warmen Stimme von Brooke Miller eingespielt und -gesungen. Nur ab und an gibt es ein paar kleinere Overdubs in Form von zweiten Stimmen oder einer weiteren Gitarre bzw. einem Bass.

Schade ist, dass sie - ebenso wie bei ihrem vorherigen Album "Brooke Miller" - fast nur bereits veröffentlichte Songs neu eingespielt hat:

1. What You Know (von Shake It Off, 2010 und auf Brooke Miller, 2011)
2. You Can See Everything (von You Can See Everything, 2006 und auf Brooke Miller, 2011)
3. There You Are (von You Can See Everything, 2006
4. Everywhere (von You Can See Everything, 2006
5. Familiar - Piano (von Shake It Off, 2010)
6. Shake It Off (von Shake It Off, 2010 und auf Brooke Miller, 2011)
7. A.M. Song (von You Can See Everything, 2006
8. Two Soldiers (von You Can See Everything, 2006)
9. Say That Dear (von Shake It Off, 2010 und auf Brooke Miller, 2011)
10. Familiar - Guitar (von Shake It Off, 2010)
11. Quiet Night (NEU)

Somit sind vier von zehn Songs (Familiar zähle ich trotz zweier Versionen als einen) von ihrem erst 2010 erschienen Album "Shake It Off" (in Deutschland nur als MP3 erhältlich) und fünf von ihrem 2006 erschienen Debut-Album "You Can See Everything" (ebenfalls in Deutschland nur als MP3 erhältlich).

Insofern ist für Fans nur ein neuer Song zu hören. Schade, auch wenn die neuen Versionen der bekannten Songs wunderbar sind.

Fazit: Wer Brooke Miller bisher nicht kannte, sollte zu diesem Album greifen, wer die anderen drei Alben besitzt aber auch, denn die neuen reduzierten Arrangements sind genial. Den Punktabzug gibt es, weil lediglich ein neuer Song auf einem Album zu finden ist. Nach zwei "Best of"-Alben und nur 3 neuen Songs in 2 Jahren bleibt zu hoffen, dass bald mal ein Album mit komplett neuen Songs veröffentlicht wird.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 9, 2014 9:06 AM MEST


Mein bester Freund
Mein bester Freund
DVD ~ Daniel Auteuil
Preis: EUR 5,97

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Leider nix, 14. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Mein bester Freund (DVD)
30 Minuten braucht der Film, bis die beiden Protagonisten zusammenfinden, deren Alltag wir ausgiebig kennengelernt haben - das sind 20 zuviel. Irgendwie kommt der Film nicht richtigen Gang. Die Schauspieler sind gut, aber die Idee "Misanthrop muss in 10 Tagen einen Freund finden" wird nicht mit einer guten Story erzählt, zu aneinander gereiht wirken die erfolglosen Versuche von François, einen Freund zu finden. SPOILER Die Idee, seinen "Freund", den Taxifahrer Bruno nach nur wenigen Tagen darum zu bitten, ihm bei einem Versicherungsbetrug zu helfen, kommt dann leider auch sehr, sehr gewollt daher, auch wenn der Betrug nur ein Fake ist. Getoppt wird das Ganze dann aber dadurch, dass ein Rivale von François zufällig der Produzent einer Quiz-Sendung ist, an der Bruno schon immer teilnehmen wollte. Und als wäre das nicht genug, wird Bruno auch noch François live während der Sendung anrufen, obwohl dies bei Wer wird Millionär nicht funktioniert, da es immer Aufzeichnungen sind. Nun ja, es folgt eine rührselige Szene, die einen aber nicht wirklich berührt - wie eigentlich der ganze Film. Am Ende werden die beiden tatsächlich Freunde, aber das ist dann auch irgendwie egal.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 17, 2013 10:03 PM CET


Brooke Miller
Brooke Miller

4.0 von 5 Sternen Wunderbar produziertes Singer/Songwriter-Album, 1. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Brooke Miller (MP3-Download)
Das Album "Brooke Miller" ist ein wunderbar produziertes Singer/Songwriter-Album der kanadischen Musikerin Brooke Miller. Ihre wunderschöne Stimme erinnert in den tieferen Lagen etwas an an Christine McVie in ihren besten Zeiten. Die Songs sind z.T. rein akustisch, einige aber auch mit Band eingespielt, was dem Folk-Feeling keinen Abbruch tut. Miller startet mit diesem Album den Versuch, über die Grenzen von Kanada hinaus bekannt zu werden. Dabei helfen wird ihr der Vertrieb über Universal Music. Schade ist allerdings, dass sie für die Veröffentlichung fast nur bereits veröffentlichte Songs neu eingespielt hat, denn sechs der zehn Songs stammen von ihrem erst 2010 erschienen Album "Shake It Off" (in Deutschland nur als MP3 erhältlich) und zwei von ihrem 2006 erschienen Debut-Album "You Can See Everything" (ebenfalls in Deutschland nur als MP3 erhältlich). Insofern sind für Fans nur zwei neue Songs zu hören, die anderen allerdings in z.T. sehr tollen neuen Versionen - Details hier:

1. Cannonball (NEU)
2. You've Got My Attention (von Shake It Off, 2010)
3. Tinseltown In The Rain (NEU)
4. Say That Dear (Shake It Off)
5. Shake It Off (Shake It Off)
6. Big Deal (Shake It Off)
7. What You Know (Shake It Off)
8. You Can See Everything (von You Can See Everything, 2006)
9. What Kind Of Move (You Can See Everything)
10. Jericho (Shake It Off)

Fazit: Wer Brooke Miller bisher nicht kannte, sollte zu diesem Album greifen, wer die anderen Alben besitzt aber auch, denn Cannonball und Tinseltown sind Hammer-Songs und auch die neuen Arrangements sind genial. Den Punktabzug gibt es, weil die Jericho-Fassung exakt dieselbe Live-Version ist wie auf Shake It Off; hier hätte ich mir ebenfalls eine Studioversion gewünscht. Naja und für lediglich zwei neue Songs auf einem Album sind 5 Punkte auch zuviel - bei aller Liebe.


We Can't Dance (Remastered)
We Can't Dance (Remastered)
Preis: EUR 16,99

1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auch ein Genesis-Album kann schlecht sein ..., 10. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: We Can't Dance (Remastered) (Audio CD)
... denn in der Gesamtbetrachtung ist das Album eine Enttäuschung. Warum? 12 Songs befinden sich auf dem Album und nur die Single-Auskopplungen sind m.E. gelungen: No son of mine, Jesus he knows me, I can't dance, Tell me why, Hold on my heart - 5 Titel. Der Rest ist mehr als durchschnittlich, uninspiriert und langweilig. Kein Vergleich mit den direkten Vorgängern Invisible touch (1986) und Genesis (1983), die zwar auch eher Pop denn Prog waren, aber eben sehr guter Pop mit vielen sehr, sehr einzigartigen Arrangements und Ideen. Man merkt We can't dance an, dass Collins, der spätestens seit No jacket required ein Mega-Star war, kompositorisch den Ton angegeben hat - auch wenn bei jedem Song des Albums alle drei Musiker als Komponisten angegeben sind. Die anderen beiden waren m.E. durch den Weggang von Gabriel, Hackett und den Mega-Erfolg von Collins gehemmt und mit ihrer Kreativität am Ende. Dies zeigt eindrucksvoll das Nachfolge-Album mit Ray Wilson - ein Flop de luxe; hier sah man deutlich, wer bei Genesis die Hosen anhatte: Phil Collins.
Fazit: Mit Jesus he knows me und No son of mine hält das Album zwei Mega-Kracher bereit, der Rest ist nicht übel (I can't dance, Tell me why, Hold in my heart) oder komplett verzichtbar. Schade.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 12, 2012 6:05 PM MEST


The Rock'N Roll Years
The Rock'N Roll Years
Preis: EUR 7,55

3.0 von 5 Sternen Zusammenstellung okay, aber ..., 19. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: The Rock'N Roll Years (Audio CD)
... es befinden sich viele Live-Aufnahmen auf der CD, was den Hörgenuss etwas mindert, da ständig kreischende Teenager zu hören sind. Auch ist die Tonqualität bei den Live-Aufnahmen deutlich schlechter. Das Booklet bietet - bei dem Preis aber okay - keinerlei Infos außer den Titelnamen.


Stay
Stay
DVD ~ Ewan McGregor
Preis: EUR 9,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stay von Marc Forster - die letzten Minuten machen den Unterschied, 14. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Stay (DVD)
Der Psychiater Sam Foster (Ewan McGregor) übernimmt von einer Kollegin einen Patienten namens Henry Latham (Ryan Gosling), der nach wenigen Behandlungstermin droht, sich umzubringen. Foster will Latham daraufhin in eine psychiatrische Klinik einweisen, Latham entzieht sich ihm aber immer wieder. Foster macht sich daraufhin auf die Suche nach seinem Patienten und stößt dabei auf Ungereimtheiten. So trifft er die Mutter von Latham, erfährt aber später, dass diese tot sei. Auch behauptet Latham, dass ein Freund des Psychiaters sein Vater sei - aber auch der Vater ist angeblich tot. Zusätzlich zu diesen Verwirrungen scheint Foster viele Dinge zweimal zu erleben; die anderen Menschen innerhalb dieser Erlebnisse empfinden dies aber nicht so - es scheint sich also um Zeitsprünge zu handeln. Die Realität verschwimmt für Foster immer mehr, er verliert den Boden unter den Füßen. Als er dann endlich Latham findet, erschießt dieser sich.
SPOILER! Nun kommt es zu einem Erzählsprung. Wir sehen Foster, der über Latham kniet. Latham liegt nach einem Autounfall im Sterben. Um Foster herum sind Personen aus dem ersten Erzählstrang. Während Foster jedoch alle diese Menschen im ersten Teil des Filmes kannte, sind es nun Fremde für ihn. Von Sekunde zu Sekunde wird dem Zuschauer klarer, dass der im Sterben liegende Latham all die Personen um ihn herum in eine Art Traum eingefügt hat, den er kurz vor seinem Tode träumt.
SPOILER DE LUXE! Als Latham tot ist, bittet Foster eine Frau (Naomi Watts), die mit ihm neben dem Sterbenden auf den Rettungswagen gewartet hat, mit ihm einen Kaffee trinken zu gehen. Es ist die Frau, die in Lathams Todestraum mit Foster liiert war. Foster schaut die ihm Unbekannte an und hat kurze Flashbacks, die Erlebnisse mit der Frau zeigen, die er entweder schon mit ihr hatte oder noch haben wird. So endet der Film.

Kritik: Stay ist ein verstörender Film mit verstörenden Bildern und Schnitten. Der Zuschauer ahnt, dass etwas nicht stimmt, kann dies jedoch nicht näher fassen, bis es zur Schlußsequenz am Unfallort kommt. Die schauspielerischen Leistungen sind grundsolide. Was den Film aber ausmacht, ist die Vermischung von filmischer Realität und Todesvision, die einige Fragen offen lassen:

- Warum spricht Foster in einer Szene mit der tot gelaubten Mutter von Latham - dies geht nur in der Todesvision - und erfährt dann von einem Polizisten, dass diese tot sei, was er auch in der Realität erlebt haben kann?
- Warum trifft Latham im ersten Teil des Films eine Frau, die er nur entfernt kennt, sich aber in der Szene am Unfallort als Freundin von Latham herausstellt? Hat er die Frau vorher getroffen?
- Und warum sieht er Bilder aus seinem Leben mit der Helferin vom Unfallort, obwohl er die Frau vorher nicht kannte?

Hier vermischt Regisseur Marc Forster filmische Realität und Todesvision auf für den Zuschauer unlösbare Weise. Forster spielt mit dem Gedanken, dass nichts so sein muss, wie es scheint. Insofern ließe sich der Film als radikal konstruktivistisch bezeichnen. Im radikalen Konstruktivismus wird davon ausgegangen, dass eine Wahrnehmung niemals ein Abbild der Realität liefert, sondern immer eine Konstruktion aus Sinnesreizen und Gedächtnisleistung eines Individuums ist. Deshalb ist Objektivität im Sinne einer Übereinstimmung von wahrgenommenem (konstruiertem) Bild und Realität unmöglich - ausnahmslos jede Wahrnehmung ist subjektiv.

Vielleicht ist also auch Foster derjenige, der (ähnlich wie in The sixth sense) die ganze Vision hatte?

PS: Eine ähnliche Vermischung von Realität und Vision sowie von Lebenden und Toten findet in der letzten Staffel der TV-Serie Lost statt. Auch hier haben Menschen, die sich vorher nicht kannten, Flashbacks (oder wie es die Produzenten von Lost nennen Flashforwards) von Ihrem Leben. Durch die Möglichkeiten in einer Serie, alles endlos hinzuziehen, wird hier jedoch soviel in einen Topf geworfen, vermischt und hinterher wieder ausgeschüttet, dass dem Zuschauer dieser Eintopf schlecht bekommt und ihn mit einer transzendentalen Message zurücklässt.


Crazy Heart
Crazy Heart
DVD ~ Maggie Gyllenhaal

12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Da wäre mehr drin gewesen, 4. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Crazy Heart (DVD)
Der Film Crazy heart erzählt die Geschichte des fast 60-jährigen Alkoholikers und ehemaligen Countrystars Bad Blake, der sich auf seiner Tour durch winzige Clubs und Bowling-Hallen in eine junge Frau (gespielt von Maggie Gyllenhaal) verliebt und am Ende ihretwegen sein Leben wieder in den Griff und seine Kreativität zurück bekommt. So weit so gut - oder auch nicht.
Denn leider bleibt der Film weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Jeff Bridges spielt den Bad Blake zwar durchaus überzeugend und bekam sowohl Oscar als auch Golden Globe für seine Performance, die Geschichte an sich plätschert aber so vor sich hin. Zu vorhersehbar sind die Handlungen der Charaktere, zu einfach gestrickt die Entwicklung des Hauptdarstellers (hierfür kann Bridges natürlich nichts). Auch der Wechsel vom schweren Alkoholiker zum geläuterten Anti-Alkoholiker kommt zu schnell und wirkt unglaubwürdig: Trank Bad Blake zu Beginn des Films doch mal eben eine ganze Flasche Whiskey und konnte trotzdem noch auf der Bühne stehen, gibts nach dem Entzug sofort keine Probleme mehr, alles wendet sich sehr schnell zum Guten - Hollywood halt. Auch dass die junge Frau sich von Blake abwendet, weil er - leicht angetrunken - ihren Sohn in einer Einkaufs-Mall verloren hat, ist vorhersehbar: Frau kann einem Alkoholiker/Mann halt nicht vertrauen und außerdem sind alle Männer Schweine. Nicht sehr kreativ. Schön sind die Songs und die Landschaftsaufnahmen.

Fazit: Ohne Bridges wäre der Film bestimmt grandios gefloppt, denn er ist eine One-Man-Show. Daran können auch Gyllenhaal, Robert Duvall und Colin Farrell (der übrigens komplett unerwähnt bleibt im Abspann) nichts ändern.

Bemerkenswertes:
- Robert Duvall gewann 1984 einen Oscar für seine Darstellung eines alkoholkranknen Countrysängers, der sich in eine junge Frau mit Kind verliebt... Titel des Films Tender Mercies - Comeback der Liebe, hier eine Kritik.
- Das Drehbuch zu Tender Mercies schrieb Horton Foote, der auch das Drehbuch zu Wer die Nachtigall stört verfasste.
- Duvall produzierte Crazy heart mit.
- T-Bone Burnett, der die Filmmusik und einige Songs für Crazy heart schrieb, ist u.a. auch für die Soundtracks von O Brother, Where Art Thou? und Walk the line verantwortlich.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 23, 2012 12:02 PM MEST


Love Will Come:Vince Guaraldi
Love Will Come:Vince Guaraldi
Preis: EUR 12,36

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die gelungene Fortsetzung des Albums "Linus & Lucy - The Music Of Vince Guaraldi", 21. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Love Will Come:Vince Guaraldi (Audio CD)
Bei "Love will come: Vince Guaraldi" handelt es sich um die Fortsetzung des Albums "Linus & Lucy - The Music Of Vince Guaraldi". Auf beiden Alben huldigt Winston dem von ihm bewunderten Jazz-Pianisten Vince Guaraldi und spielt dessen Kompositionen in eigenen Interpretationen in der ihm eigenen Art "nach". Diese beiden Alben lassen sich also nicht mit den Jahreszeiten-Alben vergleichen. Das Gleiche gilt übrigens auch für Winstons Album "Night Divides The Day - The Music Of The Doors".
Wenn man das Album also als das sieht, was es ist, nämlich ein Album mit Cover-Versionen, dann stellt man fest, dass es sich nahtlos an "Linus & Lucy - The Music of Vince Guaraldi" anschließt und insofern um ein wunderbares Jazz-Album handelt, das einmal mehr die Vielschichtigkeit von Winston demonstriert. Dass es keine reinen Stimmungs- bzw. Atmosphären-Alben sind, wie die Jahreszeiten-Alben oder Forrest etc., lässt sich aus dem Titel leicht erkennen - dafür muss man natürlich Vince Guaraldi kennen und mögen.


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