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Rezensionen verfasst von
Sebastian A.

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Timestory: The Illustrative Collages of Lorenzo Petrantoni
Timestory: The Illustrative Collages of Lorenzo Petrantoni
von Lorenzo Petrantoni
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

5.0 von 5 Sternen Verzaubernd, 4. Februar 2015
Lorenzo Petrantoni schafft etwas, was es in dieser Art nicht so oft gibt. Er kreiert - oftmals ganz ohne Farbe - unglaublich komplexe Zusammenstellungen kleiner geometrischer Objekte, Formen, Schwingungen und Schrift, eine Art von Collagen, die so komplex, so durchdacht, so schwungvoll sind, gleichzeitig aber immer eine gewisse Symmetrie, ein Gefühl des Regelmäßigen vermitteln.

Verwendet Petrantoni dann doch einmal Farben, wirkt es oft surreal, passend zum restlichen Stil, grell, überzeichnet.

Seine Arbeit lässt sich schwer mit anderer vergleichen. Er hat es geschafft, einen großen Detailgrad auf kleiner Fläche unterzubringen, ohne dabei wirklich überladen zu wirken - auch wenn er sich gerne an der Grenze bewegt. Letztendlich entstehen aber immer abgeschlossene Werke mit Randlinien, auch wenn diese gar nicht da sind. Die Bilder sind abgekapselt, in sich geschlossen, gut durchstrukturiert.

Vermutlich auch deswegen finden wir Petrantonis Illustrationen immer mehr auf den Covern von großen Magazinen oder Katalogen wie dem der Urban Outfitters.

Was also macht Petrantonis Arbeit so besonders? Nun ja, sie funktioniert einfach. Starke Kontraste bilden einen großartigen Blickfang, und ist der Blick erstmal gefangen, bieten die Kollagen immer etwas zu entdecken - liebe zum Detail ist halt eben doch nicht überschätzt.

Wer für sich selbst herausfinden will, wieso dieser wahrhafte Künstler immer gefragter ist, und wieso seine Illustrationen so unglaublich beliebt sind, macht sich am besten selbst ein Bild von der Lage mit „Timestory“. Auf mehr als einhundert Seiten kann der Leser bzw. Betrachter der Frage auf den Grund gehen, was ihn ganz persönlich an Petrantoni interessiert, fasziniert, und vielleicht sogar inspiriert. Das darf jeder für sich selbst herausfinden.


C++: Das umfassende Handbuch, aktuell zum Standard C++11 (Galileo Computing)
C++: Das umfassende Handbuch, aktuell zum Standard C++11 (Galileo Computing)
von Jürgen Wolf
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirklich umfassend!, 4. Februar 2015
Ich muss schon sagen, vor C++ hatte ich Respekt. Großen Respekt. Zusammen mit C bildet C++ ja schließlich oftmals den Kern großer Anwendungen, und diese umfangreichen Einsatzgebiete sind es auch, die genau das erwarten lassen, was letztendlich Tatsache ist: C++ ist sehr komplex und sehr umfangreich, und vermutlich auch nicht gerade die beste Sprache für Leute, die frisch gebacken auf einmal die Idee bekommen, sie wollen vom einen Tag auf den anderen Programmierer werden.

Meiner Meinung nach lohnt sich C++ am meisten, wenn man richtig tief eintaucht - und dieses Buch ist durchaus ein geeignetes Sprungbrett. Hier lernt man direkt mit den neuesten Standards (C++11), so brandneu, dass sie teilweise von einigen Entwicklungsumgebungen noch gar nicht 100% kompatibel sind (zum Bespiel mit CLion).

Toll bei diesem Buch ist, dass es auch für Personen geeignet ist, die zwar schon mal den einen oder anderen Befehl in einen Interpreter geschoben haben, aber noch nicht so wirklich eine Ahnung haben, wie denn ein gutes Programm strukturiert sein soll, wie man Wartbarkeit erhält, auch wenn das Programm wie so oft mal organisch um ein paar Features erweitert wird.

Dieser circa 1000 Seiten dicke Schmöker führt den Leser an die wichtigsten Thematiken der Programmierung heran. Auch wenn ich manchmal das eine oder andere Thema zweimal lesen musste, um komplett zu verstehen, wie etwas funktioniert, muss ich sagen, dass alles in allem dieses Buch sehr schön zum „Flow“ gepasst hat. Die Lernkurve ist so angesetzt, dass man durchaus mitkommt, aber immer gefordert wird, und logischerweise ständig etwas neues lernt.

Dieses Buch hält einfach, was es verspricht. Es handelt sich hierbei um ein wirklich allumfassendes Handbuch zu C++. Wer also die Ambition mitbringt, sich dieser Sprache zu widmen, dem wird dieses Buch treu zur Seite stehen.


Linux: Das umfassende Handbuch (inkl. E-Book) (Galileo Computing)
Linux: Das umfassende Handbuch (inkl. E-Book) (Galileo Computing)
von Michael Kofler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für alle, die Linux-Poweruser werden wollen., 4. Februar 2015
„Linux - das umfassende Handbuch“ - oder, wie es liebevoll genannt wird, „Der große Kofler“, ist ein Wunderwerk der Schreibkunst. Ich bin jemand, der durchaus schon seine Erfahrungen auf allen möglichen Plattformen gesammelt hat, von C64 bis CentOS, und auch die Windows-Welt habe ich meiner Meinung nach schon relativ gut durchstiegen. Aber, wer in der Informatik meint, er wüsste alles über ein gewisses Gebiet... der liegt meistens falsch. Genau das durfte ich bei meinen zahlreichen Dates mit diesem Buch erfahren.

Ich muss zugeben, ich habe das Buch nicht von vorne bis nach hinten durchgearbeitet. Viel mehr habe ich manchmal blind eine Seite aufgeschlagen, und mich so zu einer Thematik inspirieren lassen, die mir bis dato noch nicht in dieser Form bekannt war. Dann liest man sich mal in einen neuen Teilbereich ein, recherchiert noch ein wenig an den Randbereichen, und kann sich noch ein Stück weiter an der Offenheit von Linux-Systemen erfreuen. Wer also ein Stück Motivation mitbringt, wird viel Spaß mit diesem circa 1300 Seiten umfassenden Standardwerk haben.

Alles in allem lädt dieses umfangreiche Nachschlagewerk zum Experimentieren ein. Vermutlich nicht alle Teile des Buches sind im alltäglichen Umgang mit Linux notwendig - aber das ist auch gut so. So hat man mal was für Abende, an denen man sich spezifischer mit einer bestimmten Teilthematik auseinandersetzen möchte. Für Ein- und Umsteiger werden viele Fragen direkt beantwortet, sodass diese beim Lesen gar nicht erst auftauchen. Und, was ich besonders wichtig finde: anders als haufenweise Online-Tutorials, die gerne immer wieder vorgeschlagen werden, hat man das Gefühl, man wird mehr an die „Linux Literacy“ hingeführt: es werden keine Workflows für „wie mache ich dies und das“ auswendig gelernt. Es werden Prinzipien erklärt, die oftmals allgemeine Gültigkeit in der Linux-Welt haben. Mit diesem Buch fährt man nicht auf Schienen zu einem bestimmten Ziel, viel mehr bekommt man nur angepasste Stützräder, bis man dann selbstständig durch die Linuxwelt navigieren kann, weiß, wo man am besten nachsieht, wenn es dann doch einmal einen Fehler gibt, und wie man ihn selbstständig behebt, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken.

Es wird ein tieferes Verständnis von dem Umgang mit dem Computer gefördert - etwas, was ich wirklich jedem ans Herz legen würde. Hat man dieses Buch einmal durchgearbeitet, sieht man nicht nur die Linux-Welt, sondern auch die „Konkurrenz“ mit ganz anderen Augen, man ist besser in der Lage, Designentscheidungen nachzuvollziehen, und das große Wort „Linux“ klingt auf einmal gar nicht mehr so mysteriös-unverständlich oder hackerhaft.

Was mir besonders gefällt, auch wenn das wohl persönliche Präferenz sein mag: Es gibt Tabellen für Keyboard-Shortcuts. Ich finde es wunderbar, dass der Autor dabei unterstützt, sich mittels Tastatur in Programmen fortzubewegen - richtig angestellt kann das nämlich um einiges schneller sein, als sich durch die Untermenüs der GUIs von Programmen zu hangeln.

Wer dieses Buch erwirbt, bekommt ein Nachschlagewerk, auf das er sich verlassen kann. Es wird nicht nur erklärt, wie etwas getan wird, es wird auch aufgezeigt, wie es richtig und schnell gemacht werden kann. Gut geschrieben, mit einem schönen Index und verständlich-präziser Ausdrucksweise überzeugt mich „der große Kofler“ voll und ganz.


Programmieren lernen mit Python: - Das Training für Einsteiger
Programmieren lernen mit Python: - Das Training für Einsteiger
Preis: EUR 34,64

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sauber!, 27. Oktober 2014
Was mich von Anfang an bei Python fasziniert hat, ist die Tatsache, dass hier eigentlich komplett auf geschweifte Klammern verzichtet wird. Das bedeutet: weniger Fingerakrobatik als bei irgendeiner vergleichbar mächtigen Programmiersprache. Aber dazu vielleicht später etwas mehr.
Thomas Theis und sein Team stellen mit diesem Video-Training zu Python eine wunderbare Einführung in eine wunderbare Skriptsprache ein: der zeitweise Underdog Python erfreut sich mehr und mehr Beliebtheit, mit einfacher Syntax, klaren Strukturen und der Möglichkeit, schnell vollwertige Projekte umsetzen zu können, ohne sich erst mühsam in irgendwelche Details einzuarbeiten. Natürlich, ein wenig muss man schon an die Hand genommen werden - aber dafür ist ja Thomas Theis da. In seinem knapp 13 Stunden langen Videokurs gibt er dem frisch gebackenen Hobbyprogrammierer alles Werkzeug an die Hand, um die Karriere from zero to hero zu machen: das beginnt bei der Installation einer gut zu verwendenden Entwicklerumgebung und endet in den Tiefen von Python. Stress kommt über die ganze Dauer nie auf. Ich hatte auch nie wirklich das Problem, dass mir Herr Theis zu schnell gesprochen hätte. Wer trotzdem nicht mitkommt, kann sich mittels Slider und Sprungmarken aber problemlos im Training vor- und zurückbewegen, und sich so der eigenen Lerngeschwindigkeit anpassen - wie das halt bei Videotrainings so ist. Die mitgelieferten Beispiele waren bei mir alle relativ schnell verstanden, modifiziert und nachgebaut. So macht die Programmierung ordentlich Laune, und die Motivation bleibt über die gesamte Dauer des Trainings erhalten. Die Grundlagen lassen sich so mit ein wenig Motivation durchaus in einer Woche erlernen, wobei es trotzdem wichtig ist, nicht einfach nur blind mitzutippen, sondern zu versuchen zu verstehen, zu pausieren, eigene Ansätze auszuprobieren und sich an der Vielfalt der Programmierung so zu erfreuen.

Kurz gesagt ist dieses Video-Training zu Python wohl der ideale Einstieg für all jene, die sich nicht durch meterlange Listings in irgendwelchen dicken Schmökern quälen wollen, sondern dann doch eher der visuelle Lerntyp sind.


JavaScript - Das umfassende Training
JavaScript - Das umfassende Training
Preis: EUR 36,99

5.0 von 5 Sternen Der wohl ideale Einstieg in die Webentwicklung mit JavaScript., 27. Oktober 2014
Wer noch nie mit JavaScript gearbeitet hat, aber unbedingt mal hinter die Kulissen schauen will, und endlich mal verstehen will, wieso denn die Anwendungen, die bei uns im Browser laufen, immer mächtiger, immer umfangreicher werden, der ist in diesem Training bestens aufgehoben. Der Autor Christian Wenz gibt in seinen Videos einen unglaublich angenehmen und nachvollziehbaren Einstieg in die Programmierung mit JavaScript. Überrascht hat mich dann doch der Umfang, als auch die Tiefe, mit dem Herr Wenz sich den Thematiken annimmt, und trotz eventuell geringer Vorkenntnisse habe ich das Gefühl, man könnte Herrn Wenz immer folgen. Anders als viele andere Trainings bzw. Online-Tutorials bekommt man in diesem Video-Training eine schöne Mixtur aus Praxis und Theorie mit: nie bleibt lange die Frage offen, warum denn etwas so gemacht werden müsse, wie es nun vorgemacht werde, nie sind die Gedankengänge des Trainers unstrukturiert oder nicht nachvollziehbar. Allgemein findet man, wenn man einen echten und tiefen Einstieg in JavaScript finden möchte, hier einen guten Weggefährten. Ich hätte mir nie erträumen können, innerhalb von „nur“ circa zehn Stunden so tief in die Materie einzusteigen und am Ende tatsächlich so viel Wissen aufsaugen zu können, um damit richtige, eigene, selbstständige kleine Projekte aufziehen zu können. Zwar hatte ich schon einiges an Vorwissen über JavaScript im Vorfeld mir selbst anerlernt, hatte aber bis dato noch nicht den Einstieg in die ganzen APIs bzw. die Tiefen des „Document Object Models“ (DOM) gewagt. Hier hat mir Herr Wenz in virtueller Präsenz dann doch nochmal ordentlich unter die Arme gegriffen und ich konnte meine Fähigkeiten doch um ein gutes Stück erweitern.
Erwähnenswert ist aber auch noch der anfängerfreundliche Einstieg. Wer sich noch nicht so wirklich mit Programmierung beschäftigt hat, der kann, eine Prise logisches Denken vorausgesetzt, schnell die Syntax und den Aufbau von Programmen erlernen und sich an der Skriptsprache JavaScript fast unmittelbar erfreuen. Dabei kommt nicht einmal die Einrichtung der Entwicklungsumgebung zu kurz: die Konfiguration von XAMPP, die vielleicht ohne Anleitung doch ein klein wenig verwirrend sein kann, wird gleich zu Beginn mit abgedeckt, ebenso wird der Zuschauer an die Hand genommen, wenn es darum geht, erste einfache Übungen wie HTML-Formulare zu verknüpfen, zu bewältigen.

Alles in allem haben Herr Christian Wenz und das Team von Galileo mal wieder ganze Arbeit geleistet. Herausgekommen ist ein Video-Training, welches ich ohne Einschränkung jedem empfehlen kann, der sich mit Webentwicklung und Anwendungs-Entwicklung im Browser beschäftigen möchte.


Hacks für Raspberry Pi
Hacks für Raspberry Pi
von Ruth Suehle
  Taschenbuch
Preis: EUR 27,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfangreicher als zuerst vermutet, 12. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Hacks für Raspberry Pi (Taschenbuch)
Ich muss gestehen, ich bin dem Buch in der ersten Sekunde etwas skeptisch gegenübergestanden. Es gibt viele Bücher, die "Hacks" und "Tipps und Tricks" versprechen, letztendlich aber nur eine umformulierte Betriebsanleitung sind, und auf einem Level einsteigen, der selbst Anfängern zu niedrig sein dürfte. Schließlich: wer sich einen Raspberry Pi zulegt, braucht keine 70-seitige Anleitung, wie er eine SD-Karte bestellt und einsteckt.
Genau das macht "Hacks für Raspberry Pi" erfrischend anders. Knapp und auf den Punkt, aber immer so ausführlich, dass man sich nicht so fühlt, als würde man nur Listings abtippen oder blind Anleitungen folgen, ohne dass man irgendeine Ahnung hat, warum. Es wird erklärt, entschlüsselt, aufgedeckt - und das weckt auch den inneren Entdeckergeist. Das Buch ist nicht nur Nachschlagewerk, sondern Inspiration. Ich habe mich immer wieder dabei ertappt, wie ich ganz hibbelig wurde, wenn ich das Buch durchblätterte. Man möchte aufspringen, sofort loslegen - und das ist etwas unglaublich positives, das nur wenige Bücher in dieser Form für mich vermitteln konnten. Außerdem vermittelt es ein sehr schönes Bild vom Raspberry Pi: Mit ein wenig Trickserei ist auf diesem Gerät alles möglich. Von Mediacenter bis Webserver, von Gartenbewässerung bis Lichtschalter. Einige meiner kleineren Projekte stützen sich schon auf die Inspiration durch dieses Buch, und ich bin sicher, auch in Zukunft noch einiges Inspiration in diesem Buch zu finden. Und das beste: Selbst als einigermaßen eingefleischter Linuxer kann man hier noch was lernen. Die Pi-spezifischen Eigenheiten werden angenehm aufgefächert und verständlich erklärt.
Eine wahre Freude, dieses Buch!


Schrödinger programmiert Java: Das etwas andere Fachbuch (Galileo Computing)
Schrödinger programmiert Java: Das etwas andere Fachbuch (Galileo Computing)
von Philip Ackermann
  Broschiert
Preis: EUR 44,90

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Typisch Schrödinger!, 14. Januar 2014
Schrödinger programmiert Java

Die Messlatte für den neuesten Teil der "Schrödinger"-Reihe wurde durch die Vorgänger ja doch schon ordentlich hoch gehängt. Aber auch dieses Mal hat es das wunderbare Team hinter dem Buch geschafft, auf humorvolle Weise sich wieder einmal selbst zu übertreffen, und den Weg für viele Neulinge auf dem Weg zur Programmierung in Java geebnet.

"Schrödinger programmiert Java" ist wie alle Schrödinger-Bücher so schön anders. Besonders Leute, die sich ungern durch Buchstabensalat quälen und lieber ihre Lektionen mit bunten Farben untermalt bekommen, sind bei Schrödinger richtig. Auf lustige und einfache Art bleibt der Autor zwar am Thema, die geistreichen Witze, Anspielungen und teilweise auch einfach aus dem Kontext gerissenen Floskeln runden dieses Kompendium in meinen Augen nochmals ab. Und das, obwohl sich das Buch so oder so mit mehr beschäftigt, als mich mir anfangs überhaupt hätte erträumen können: besonders mein "Hass"-Thema Regex / Reguläre Ausdrücke hat ein eigenes Unterkapitel zugeteilt bekommen - was durchaus auch für andere Sprachen oder allgemein für das Schreiben von effizienteren Programmen sehr hilfreich sein kann. Auch Thematiken wie Klassen, Vererbung und anderes, die einfach zu den Grundprinzipien von Java gehören, werden natürlich nicht ausgelassen. Anders als viele andere Bücher, die den "einfachen Einstieg" versprechen, kratzt Schrödinger nicht nur an der Oberfläche und lässt den Neuling nach ein, zwei Kapiteln Einführung hilflos in meterlangen Listings schwimmen, sondern nimmt ihn an die Hand und zeigt ihm die wunderbare Welt von Java und den angrenzenden Derivaten. Schön – und auch so toll aktuell! Selbst in Richtung Java 8 wird hier schon gearbeitet, und man kann sich sicher sein, dass die beschriebenen Praktiken auch noch in ein paar Jahren funktionieren.

Ansonsten kann ich nur bewundern, wie es dem Autor immer wieder gelingt, komplexe Sachverhalte in kurze Anekdoten zu packen, in kleine Stichpunkte, Dialoge oder Randnotizen. Von meinem Punkt als Entwickler mit doch schon ein wenig Erfahrung kann ich sagen: der wichtige Kern bleibt immer erhalten, und anstatt groß um den heißen Brei zu reden, kommt der Autor hier immer schön schnell zum Punkt. Das macht nicht nur das erstmalige Lesen, sondern auch das mehrmalige Nachschlagen zur Freude, und ich habe mich manchmal dabei ertappt, wie ich eigentlich nach einer konkreten Problemlösung suchend mich ins Buch gestürzt habe, nur um dann eine halbe Stunde außen rum zu stöbern, weil es so viele neue Teilbereiche gab, die mir einfach komplett unbekannt waren. Besonders so gut in den Kontext eingebunden wie bei Schrödinger merkt man einfach den praktischen Vorteil als Hobbyprogrammierer: man sieht direkt noch die eine Funktion, noch die andere Methode, um das eigene Tool noch aufzubessern, um das Projekt noch sauberer und wartbarer zu machen - und das fasziniert mich.

Ich hoffe, dass wir in der Schrödinger-Reihe noch viele weitere so tolle Bücher sehen dürfen, die so unkompliziert und doch so umfangreich den Einstieg in neue Bereiche der Computertechnologie bieten.


Schrödinger lernt HTML5, CSS3 und JavaScript: Das etwas andere Fachbuch (Galileo Computing)
Schrödinger lernt HTML5, CSS3 und JavaScript: Das etwas andere Fachbuch (Galileo Computing)
von Kai Günster
  Broschiert
Preis: EUR 44,90

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Noch) mehr als gedacht!, 28. Oktober 2013
Als Fan der bisherigen Teile der Schrödinger-Reihe bin ich natürlich mit großen Erwartungen auf den neuen Teil zugegangen. Als ich ihn dann in den Händen hatte, wurde ich, was ich bis dahin für schier unmöglich hielt, nochmals überrascht! Zusätzlich zu dem Charme, den die Schrödinger-Bücher durch die freundliche und umgangssprachliche Auseinandersetzung mit den Themen ohne Vernachlässigung eventuell wichtiger Fachbegriffe vermitteln, gesellt sich jetzt noch ein ordentlicher Batzen Hintergrundwissen. Hierbei handelt es sich aber keinesfalls nur um kurze Randnotizen; solche Texte erstrecken sich gerne mal über eine oder mehrere Seiten und machen so das Lernerlebnis gleich noch zum Entertainment. Kennt man ein paar Umstände und interessante Informationen über die Entstehung oder Funktionsweise von aktuell verwendeten Praktiken, kann man sich selbige um einiges einfacher merken, denn es erschließt sich ein logischer Zusammenhang. Genau dieses Prinzip hat Schrödinger in meinen Augen so gut wie perfektioniert. Die im Titel beworbenen Sprachen werden mit Witz und Raffinesse an den Leser gebracht, ohne ins Lächerliche abzudriften oder den eigentlichen Fokus - das Lernen durch Lesen und Ausprobieren - zu vergessen. Bücher wie dieses zeigen, dass man Techniken vermitteln kann, ohne vom Leser zu erwarten, dass sich dieser selbige vokabelartig immer selbst vorträgt und irgendwann Buchstabe für Buchstabe auswendig kann.

Mit dem fiktiven Kumpanen Schrödinger lernt man so nicht nur leicht, sondern auch inhaltlich noch weitaus mehr, als man sich vielleicht ursprünglich vorgenommen hat. Selten hat es mir so viel Spaß gemacht und ist es mir so leicht gefallen, meinen persönlichen Webentwicklungs-Horizont so zu erweitern. Dieses Buch ist definitiv mehr als nur einen Blick wert.


Python - kurz & gut (O'Reillys Taschenbibliothek)
Python - kurz & gut (O'Reillys Taschenbibliothek)
von Mark Lutz
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurz und gut? Oh ja!, 11. Juli 2013
Anders als viele andere Bücher, die einen schnellen Einstieg in eine neue Programmiersprache einführen, handelt es sich bei "Python - kurz & gut" um eine ausführliche Dokumentation der Sprache selbst, angefangen von der Syntax bis hin zu den Erklärungen der einzelnen Funktionen "in-detail". Einen "Lehrgang" darf man allerdings nicht erwarten, hier wird viel vorausgesetzt, dieses Vorwissen aber gezielt eingesetzt, sodass unnötige Parts weggelassen werden. Damit blieb letztendlich mehr Platz für die interessante Dokumentation der Sprache selbst. Damit richtet sich das Buch in meinen Augen an gleich zwei Zielgruppen.

Die erste Zielgruppe ist ganz klar Python-Programmierer, die mit der Materie schon durchaus bekannt sind, ihr Wissen aber nochmals ordentlich auf Vordermann bringen wollen bzw. Python bis zum Ende ausreizen wollen. Man erwischt sich beim Querlesen des Buches nämlich immer wieder dabei, wie man neue Funktionen entdeckt, und einem nicht nur abstruse Ideen in den Kopf schießen, wie man diese Funktion den ausreizen könnte, sondern man findet auch oft Lösungen auf Probleme, die man entweder vorher umständlich löste oder auf Probleme, von denen man gar nicht wusste, dass sie in der Form existieren. Für solche Leute macht das Buch alles richtig und auch viel Spaß. Dabei reicht das Buch weit über die Funktionsbeschreibung hinaus und beschreibt das Verhalten von Funktionen im Fehlerfall so, dass das Debugging zumindest von kleineren Scripts effektiv unterstützt werden kann.

Die zweite Zielgruppe sind Programmier-Autodidakten. Damit meine ich Leute, die durchaus schon wissen, wie denn eine Programmiersprache aufgebaut ist, und die sich eventuell nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch dem Aufbau einer Schriftsprache angenähert haben. Für diese wird der Einstieg durch die kurz, aber bündig beschriebene Syntax erleichtert, aber dem Leser wird definitiv nicht die ganze Arbeit abgenommen. Es ist viel Eigeninitiative gefragt, und ich würde es in Frage stellen, allein mit diesem Buch Python zu lernen. In Kombination mit anderen Büchern, oder eventuell Online-Tutorials stellt es aber trotzdem ein mächtiges Werkzeug für den angehenden Python-Entwickler dar.

Zählt man sich selbst zu einer der beiden oben genannten Zielgruppen, dann kann man durchaus zuschlagen. Wer aber von null auf versucht, mit Python drauf los zu programmieren, der wird mit diesem Werk wohl doch ein wenig in Schwierigkeiten geraten - das Buch setzt darauf einfach nicht seinen Fokus. Als Nachschlagewerk besonders für Leute, die lieber deutsche Instruktionen lesen, kann man dieses Buch aber durchaus empfehlen.


Android 4: Apps entwickeln mit dem Android SDK (Galileo Computing)
Android 4: Apps entwickeln mit dem Android SDK (Galileo Computing)
von Thomas Künneth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Java-Liebhaber, 11. Juli 2013
Für jemanden, der wie ich aus der Apfel-Ecke kommt, ist dieses Buch sein stolzes Gewicht in Gold wert. Dabei hat mich das Buch besonders überzeugt, da es nicht wie viele andere Werke, die so tief in die Materie einsteigen, den Leser einfach ins kalte Wasser wirft und mit ellenlangen Code-Schnipseln daher kommt, die man als Einsteiger nicht oder nur kaum verstehen kann. Im Gegenteil: eine kurze aber gelungene Einführung bereitet den idealen Start in die Tiefen von Android - ein weiterer Aspekt, der nicht unterschätzt werden darf. Der Tiefgang ist es, der an manchen Stellen speziell für deutschsprachige Programmierer dazu veranlasst, doch an manchen Stellen doch noch mal einen Blick ins Buch zu werfen, anstatt sich durch die rudimentären Online-Dokumentationen von manchen Teilbereichen fräsen zu müssen.

Mit einigen Grundkenntnissen auf dem Sektor von Java bzw. der objektorientierten Programmierung kann mit diesem Buch echt nicht viel falsch gehen. Anders als bei vielen Tutorials, die man im Internet findet, schafft es Herr Künneth, die wesentlichen Aspekte auszubreiten, lässt aber trotzdem interessantes Wissen dabei nicht unter den Tisch fallen. Aber nicht nur Theorie wird hier durchgekaut, sondern man schlängelt sich von Code zu Code, und Erfolgserlebnisse lassen dank starker Praxisorientierung nie lange auf sich warten.

Das Gesamtpaket stimmt hier halt einfach, und wer wie ich mit ein paar Vorkenntnissen auf dem Programmiersektor den Einstieg in die offenene Mobilwelt von Android sucht, der liegt mit diesem Buch garantiert nicht daneben.


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