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Rezensionen verfasst von
Mathias Klammer

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Sünde (Limited Edition)
Sünde (Limited Edition)

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Muss man Sünden wirklich büßen?, 19. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Sünde (Limited Edition) (Audio CD)
Eisbrecher sind wieder am Start und veröffentlich mit "Sünde" ihr offiziell drittes Studio-Album unter diesem Banner. Die Ex-Megaherz-Masterminds bieten mit dieser Platte erneut düsteren und trotzdem melodischen Industrial-Metal, der sich vor der übermächtigen Konkurrenz überhaupt nicht verstecken muss. Nachdem ich mir die vollständige Promo-Version der Platte anhören durfte, muss ich wirklich zugeben, dass bei mir ein eindeutig positiver Eindruck entstanden ist.

Die wahrscheinlich den meisten bereits bekannte Vorab-Single "Kann den Liebe Sünde sein?" kann man wirklich stellvertretend für das gesamte Album ansehen. Tödlich harter Riff trifft auf die düstere Stimme von Alex und trotz allem klingt das Ganze immer irgendwie melodisch und in sich stimmig. Die Texte veranlassen wie immer zum Nachdenken und hier werden dem Fan mit Sicherheit keine billigen Deppen-Reime geboten. In diesem Bereich gehören Eisbrecher wirklich zu den besten in diesem Genre.

Songs, wie "Alkohol" oder "Heilig" sind wahre Industrial-Brecher vor dem Herrn und können wirklich als stellvertretend für die gesamte Stilrichtung angesehen werden. Toller Text, harte Riffs und immer wieder diese auf eine gewisse Art eingängigen Melodielinien.

Auf dieser Platte kann man gar nicht genug Hörproben nennen, denn eigentlich bietet die CD die gesamte Spielzeit hindurch gutklassigen Industrial-Metal, der großteils ohne verblödendes Riff-Gebolze und sexistische Texten auskommt. Bis auf ein, zwei schwächere Stücke ("This is Deutsch" ist überhaupt nichts für mich) ist "Sünde" ein durchaus gelungenes Album geworden, welches Eisbrecher die wahrscheinlich höchsten Verkaufszahlen ihrer gesamten Karriere einbringen wird, denn der Bekanntheitsgrad der Gruppe scheint mit vorrückender Zeit immer größer zu werden, was auch durchaus berechtigt ist.

"Sünde" ist auf alle Fälle ein wirklich gutes Album geworden, das sich jeder anständige Industrial-Fan in jedem Fall zulegen sollte. Allen anderen passt das Ganze sowieso wieder nicht und werden wahrscheinlich auch dieses Mal wieder nicht zum Kauf zu bewegen sein...


Among Beggars and Thieves (Ltd.Edition)
Among Beggars and Thieves (Ltd.Edition)
Preis: EUR 14,01

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen Bettlern und Dieben..., 19. August 2008
Endlich ist es soweit! Wie lange habe ich mich schon auf diese Platte gefreut und endlich habe ich mir die Promo-Version des vollständigen Albums anhören dürfen. Und was soll ich sagen? Ein Fazit zu bilden fällt mir tatsächlich ein wenig schwer. Nachdem Falconer mit "Northwind" wieder nahtlos an ihre alten Glanztaten namens "Falconer" und "Chapters from a vale forlorn" anknüpfen, wenn nicht übertreffen konnten, liegt nun anno 2008 ihr bereits sechstes Studio-Album mit Titel "Among beggars and thieves" vor. Und eines kann vorweg genommen werden: Die Stilrichtung wurde im Vergleich zum Vorgänger exakt aufrecht erhalten, was natürlich value for money bedeutet. Folk-Rock vom Feinsten, der aber im Gegensatz zum Vorgänger einige Durchgänge braucht, bevor er sich in die Gehörgänge einnistet.

Los geht die Platte mit dem wirklich genialen Opener "Field of sorrow". Schneller Riff, total eingängige Melodie und viele Geschwindigkeitsänderungen machen dieses Stück zu einem perfekten Einstieg in diese Platte. Mathias Blad klingt wie eh und je und veredelt die hier gebotenen Songs mit seiner superben, musical-erprobten Stimme. "Field of sorrow" hätte auch auf der göttlichen Debut-Scheibe der Band stehen können und das will schon etwas heißen.

9/10

"Man of the hour" heißt der nächste Song und stellt einen Folk-Song erster Güte dar. Der Titel dürfte dem geneigten Fan eigentlich schon von gewissen Hörproben her bekannt sein. Erinnert stark an "Heresy in disguise" von der "Falconer" und kann stellvertretend für die gesamte Platte angesehen werden.

10/10

Das darauf folgende "A beggar hero" ist eine verträumte, zweistimmige Ballade, die von Blad und einer unbekannten weiblichen Vokalistin eingesungen wurde. Der nur ca. zwei Minuten lange Song geht sofort ins Ohr, obwohl gar kein wirklicher Refrain geboten wird und das Ganze ein wenig an frühen Minnegesang erinnert. Trotzdem wirklich stark!

8/10

"Vargaskall" ist ein in schwedisch gehaltener Titel, dessen Inhalt ich an dieser Stelle leider nicht genauer erläutern kann. Auf alle Fälle hält dieser Song einen göttlichen Refrain bereit und auch hier genießt der Folk-Faktor wieder allerhöchste Priorität. Super Melodie, ein wirklich hervorragender Song, der für mich zu den besten der Scheibe zählt.

9/10

Mit "Carnival of disgust" kehren wir wieder zur etwas verständlicheren englischen Sprache zurück. Hierbei handelt es sich um einen typischen Power-Metal-Song, der mit Double-Bass und abgehackten Gitarren-Riffs aufwartet. Im Gegensatz zu den bisherigen Tracks ein eher unauffälliger Titel, der aber trotz allem sicher nicht schlecht ist.

7/10

Der nächste Song namens "Mountain men" lässt dann wirklich heroische Stimmung aufkommen. Durch die instrumentale Unterstützung im Hintergrund kommt dieser Titel theatralisch und majestätisch daher. Blad tut mit seiner Stimme noch sein Übriges dazu und Gitarrist und Mastermind der Band Stefan Weinerhall zeigt wieder einmal, was für ein hervorragender Songwriter er doch ist. Akustische Parts treffen auf zweistimmigen Gesang und durch Double-Bass unterstützte Riffs. Was will man als Metal-Fan eigentlich mehr? Auf in den Kampf...

10/10

"Viddernas man" ist, wie der Titel schon eindeutig aussagt, wieder ein schwedischer Titel. Ein ruhiger, im Midtempo gehaltener Rock-Song, der eigentlich allein von der Stimme Blads lebt. Das Riff in der Mitte des Songs ist ganz nett, aber geht im Gegensatz zum vorigen "Mountain men" natürlich ein wenig unter. Kein schlechter Song, aber sicher einer der schwächsten dieser Platte.

6/10

"Pale light of silver moon" knüpft wieder an die beiden Opener an und bietet einen weiteren von Gott gemachten Folk-Refrain und eine Melodie, von der man sich einfach nicht satt hören kann. Auch dieser Titel erinnert wieder stark an die Anfangszeiten der Band. Wirklich gut!

9/10

"Boiling led" startet mit einer akustischen Gitarre, um dann sofort in einen elektronischen Riff überzugehen. Und als Blad's Stimme einsetzt, ist für mich klar, dass dieser Song einer der stärksten der gesamten Falconer-Diskographie ist. Eingängig, abwechslungsreich, folkig. Dieser Titel bietet meiner Meinung nach alles, was Falconer repräsentieren. Die Tempiwechsel sind exakt genau gestetzt und das Ganze klingt einfach in sich stimmig. Weltklasse...

10/10

Mit "Skula skorpa skalk" nimmt das Album langsam aber sicher sein Ende. Der vorletzte Song der Platte wird wieder in schwedisch gesungen und geht auch wie schon sein schwedischer Vorgänger-Song eher zäh und schwer ins Ohr. Zuerst lebt der 10. Song der Platte einzig und allein von einer spärlichen Instrumentierung, die dann aber langsam in einen melodischen Hauptteil übergeht. Trotzdem kann ich mich nicht wirklich damit anfreunden.

7/10

"Dreams and pyres" stellt dann den Abschluss von "Among beggars and thieves" dar. Ein majestätische beinahe 8-Minuten-Song, der nochmal alle Stile der Band in einem vereint. Schnelle, bass-getriebene Parts, musical-ähnliche Bridges und vertraute Rock-Riffs. Auch der weibliche Gesangs-Part darf wieder ran. Der rote Faden kann innerhalb dieses Songs zwar nicht unbedingt gehalten werden, doch stilistisch gibt es rein gar nichts auszusetzen. Ein super Rausschmeißer aus diesem Album, der zeigt, dass Falconer einfach genial und total abwechslungsreich sein können.

9/10

Was soll man noch zu dieser Platte sagen? Das Cover ist wie immer total gelungen und im Gesamten gesehen, gibt es fast keine Metal-Platte, die mich in diesem Jahr mehr angesprochen hätte. Ob sie besser ist als "Northwind" vermag ich nicht zu beurteilen, denn diese Platte war für mich schon ein absoluter Folk-Meilenstein.

Auf alle Fälle ist "Among beggars and thieves" ein geniales Album geworden, das jedem Fan ans Herz gelegt sei, denn etwas Besseres wird man im melodischen Hartwurst-Sektor kaum finden können.

Viel Spaß damit und nur weiter so...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 25, 2008 8:25 PM MEST


Motörizer Ltd.Edition
Motörizer Ltd.Edition
Preis: EUR 20,62

65 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Motor läuft weiter und weiter..., 2. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Motörizer Ltd.Edition (Audio CD)
Wo gibt es denn heutzutage noch so etwas? Eine Band, die 30 Jahre besteht und nach dieser langen Zeit immer noch gute und erfolgreiche Alben veröffentlicht. Da fallen mir auf Anhieb nur die Stones und die hier rezensierten Motörhead ein. Mit ihrem 20. regulären Studio-Album (d.h. ohne jegliche Live-Alben bzw. Compilations) namens "Motörizer" erheben Lemmy Kilmister und Co. erneut den Anspruch auf den rotzigen Hard'n'Heavy-Thron.

Und das scheint ihnen mit dieser CD auch gelungen zu sein. Aufgrund meiner Tätigkeit besitze ich bereits eine Promo-Version dieser Platte (also nicht denken, dass ich nur die Band bewerte, ohne die Musik dazu zu kennen) und muss zugeben, dass ich positiv überrascht wurde. Natürlich gewinnen die Herren keinen Preis für Innovation und manche Tracks erinnern stark an frühere Hits, doch so sind Motörhead und so werden sie auch ewig bleiben. Rotziger Blues-Rock trifft auf die raue Stimme Lemmys und daraus ergibt sich eine explosive Mischung, die wunderbar funktioniert. Dieser Sound ist nichts für Weichspüler, denn der gute alte Warzenträger ist ja nicht unbedingt bekannt für seine ultra-eingängigen Songs.

Hier wird gerockt, was das Zeug hält. Der Bass wummert, die Drums fliegen einem um die Ohren, während Lemmy uns seine teils sinnentleerten, teils intelligenten Texte entgegen schreit.

Los geht das Album mit "Runaround man". Der Titel startet mit einem brachialen Riff und geht dann in einen fast gesprochenen Vers über. Der Refrain hat zwar so gut wie keine Melodie, geht aber sofort in Fleisch und Blut über und mann will nur noch mitgröhlen. Einen besseren Opener für diese Platte hätten Motörhead gar nicht wählen können, denn dieser Track zeigt eindeutig, wer hier die wahren Eier trägt. Gleichzeitig ist der "Rundaround man" auch einer der härtesten Songs der gesamten Scheibe.

9/10

"Teach you how to sing the blues" handelt textlich von überheblichen Künstlern, die meinen die Welt erfunden zu haben und denen Lemmy die wahre Kunst der (Blues-)Musik beibringen will. Ein rotziger Titel, bei dem man auch gleich mitsingen will und der von tollen Bassläufen begleitet einen guten Hard Rock-Song abgibt. Vor allem das Solo in der Mitte des Tracks hat es mir persönlich angetan.

8/10

"When the eagle screams" beginnt mit einem etwas komisch anmutenden italienischen Gerede, das aber nach einigen wenigen Sekunden wieder in einen Motörhead-typischen Riff übergeht. Thematisch geht es wohl um unser heutiges politisches Umfeld, mit dem wohl die wenigsten Menschen zufrieden sind. "When the eagle screams we die", schon der Text verrät, dass dieser Song nicht unbedingt gute Laune verbreitet. Gleichzeitig wartet er auch mit einer heavy Melodie auf, was ihn auf Anhieb für den Hörer schwer zugänglich macht. Mit mehrmaligem Hören geht der Song zwar eher ins Blut, doch so richtig überzeugt er mich nicht.

6/10

Der nächste Titel auf "Motörizer" ist "Rock out". Ein schneller, hymnischer Party-Track, der einfach auf jeder Motörhead-Platte steht und auch seine Daseins-Berechtigung hat. Auf den Text muss hier nicht unbedingt geachtet werden, denn hier geht es einfach (wie der Titel schon sagt) um den Rock. Nicht mehr und nicht weniger. Die schnellen Riffs verleihen "Rock out" aber einen gewissen Drive, den man nicht leugnen kann.

7/10

"One short life" ist ein getragener Song, der sich vor allem auf den Main-Riff verlässt und Lemmys raue Stimme so richtig durchklingen lässt. Wirkt nach dem rapiden "Rock out" fast schon etwas langweilig, kann aber relativ gut überzeugen. Auch die angezogene Handbremse steht den alten Rockern ganz gut.

7/10

"Buried alive" steigt dann wieder in die Vollen. Die Handbremse wurde ausgerissen und es wird wieder derbe gerockt. Für mich ist dieser Song einer der besten der Platte, denn der Refrain hat sich mir sofort in den Gehörgängen festgesetzt, obwohl man in keinstem Falle von Eingängigkeit oder Ähnlichem reden kann. Mit Sicherheit nicht. Die Drums pfeifen aus den Boxen und Lemmy klingt genau wie noch vor Jahrzehnten auf "Ace of spades" oder "1916". Guter Song!

9/10

"English rose" beginnt mit Lemmy's "Gesang", gänzlich ohne Instrumentierung. Nach einigen Sekunden setzen auch die Instrumente ein und machen aus diesem Song eine richtige Perle. Um wen es sich bei der besungenen englischen Rose handelt, sei dahingestellt. Auf alle Fälle ist dieser Track meiner Meinung nach der beste der gesamten Platte. Dieser Titel atmet noch den Spirit der alten, noch nicht überproduzierten, Blues-Rock-Platten und erinnert an manchen Stellen auch an die ehrwürdigen AC/DC. Riff-mäßig zumindest. Hier muss man die Lautsprecher einfach auf das Maximum stellen...

10/10

Auch mit "Back on the chain" kann das Niveau von "Motörizer" aufrecht erhalten werden, denn auch Track 8 kann, wie schon zuvor das geile "English rose" richtig überzeugen. "Back on the chain" stellt aber eher einen traditionellen Hard-Rocker dar, der Blues-Faktor wurde hier wieder ein wenig zurückgeschraubt. Trotz allem ein toller Song, dessen Chorus wirklich superb geworden ist!

9/10

Weiter geht es mit "Heroes". Ein guter Song, bei dem vor allem der getragene Mittelteil total zu gefallen weiß. Bei den besungenen Helden handelt es sich natürlich um die vortragenden Motörhead, doch wie sollte man ohne einen gewissen Pegel an Selbstbewusstsein drei Dekaden lang so erfolgreich sein. Der Titel ist gut und erinnert mich sehr an die Anfangszeiten der Rocker zurück.

8/10

Dann wird man leider wieder ein wenig in die Realität zurück geholt. Raus aus der verrauchten Billard-Bude, zurück ins langweilige Wohnzimmer. "Time is right" haut mich nicht gerade vom Hocker. Bleibt mir überhaupt nicht im Gedächtnis und ist für mich ein reiner Skip-Song, auch wenn das Gitarren-Riff im Mittelteil ganz gut geworden ist, handelt es sich für mich hierbei um den schwächsten Song des gesamten Albums. Schade eigentlich, denn bis dato haben Motörhead prinzipiell durchweg recht gutes Material auf diese Platte gepackt, aber "Time is right" ist mir persönlich zu langweilig und vorhersehbar.

4/10

Den Abschluss der Platte und gleichzeitigen Rausschmeißer stellt "The thousand names of god" dar. Ein heavy Track, der von getragenen Riffs geleitet wird. Lemmy gibt noch einmal alles und bietet den Fans mit diesem Titel noch einmal einen etwas anderen Song. Auch wenn sich in textlicher bzw. gesanglicher Hinsicht nichts ändert, klingt die Melodie in der Mitte ein wenig nach Axel Rudi Pell und hat etwas Eingängiges an sich. Der Refrain ist nicht unbedingt der Hammer, da er nach Durchhören der gesamten CD schon ein wenig abgestumpft klingt, doch als Schlussteil der Platte, funktioniert "The thousand names of god" relativ gut. Kein Highlight, aber auch nicht schlecht!

6/10

Tja, und das war es dann auch schon wieder. Das 20. Album der ehrwürdigen Motörhead ist durchgehört und übrig bleibt ein wirklich positives Gesamtbild. Natürlich bieten Lemmy und Co. nichts unbedingt Neues, was ab und an vielleicht doch ganz gut tun würde, doch wenigstens Altbekanntes auf hohem Niveau. Bis auf zwei, drei Titel, die mir persönlich nicht unbedingt so gut gefallen (deswegen aber in keinerlei Hinsicht schlecht sind), bietet "Motörizer" gute alte Rock-Kost, die jedem alt eingesessenen Motörhead-Fan sowieso gefällt, doch auch Liebhaber anderer harter Musikstile könnten positiv von dieser CD überrascht werden.

Ob Motörhead neue Fans dazu gewinnen können, bleibt dahin gestellt. Doch darauf legen es diese Typen auch gar nicht mehr an. Sie spielen, was ihnen Spaß macht. Scheißegal, ob es den Fans gefällt oder nicht. Doch eines kann ich mit Sicherheit sagen: Es wird ihen wieder gefallen.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Motor in nächster Zukunft nicht allzu schnell ins Stottern gerät...
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 11, 2009 7:03 PM MEST


The Black Parade Is Dead!
The Black Parade Is Dead!
Preis: EUR 18,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der König ist tot, es lebe der König..., 2. August 2008
Rezension bezieht sich auf: The Black Parade Is Dead! (Audio CD)
My chemical romance gehören zu den erfolgreichsten neuen Rock-Bands der letzten Jahre und überraschten mit ihren vielseitigen und äußerst kreativen Alben I brought you my bullets, you brought me your love", Three cheers for sweet revenge" und dem genialen The black parade" legen sie jetzt mit The black parade is dead" eine CD/DVD-Koppelung vor, die tolle Live-Mitschnitte ihrer Black parade"-Tour liefern.

Die Band, die man absolut in keine Genre-Schublade stecken kann, zeigt sich auf diesen Platten spielfreudig wie eh und je und bieten den euphorischen Fans, die man eindeutig heraus hören kann, ein Metal/Rock-Feuerwerk der Sonderklasse. Rasend schnelle Tracks treffen auf emo-lastige Songs. Hier ist einfach für jeden etwas dabei. Die Live-Atmosphäre wurde relativ gut eingefangen, auch wenn die Produktion an manchen Stellen ein wenig zu einheitlich klingt, d.h. manchmal ist es schwer zwischen einzelnen Instrumenten zu unterscheiden. Die Stimme des Fronters kommt zwar relativ gut rüber, klingt aber ab und an doch ein wenig zu dünn, um dem Instrumental-Gewitter gänzlich gewachsen zu sein.

Ansonsten gibt es nicht viel auszusetzen. Die Song-Auswahl wurde hervorragend getroffen, wobei doch genaues Augenmerk auf die neueste Platte geworfen wurde. Die Songs werden stark gespielt und das Publikum geht voll mit. Egal ob auf großer Bühne oder in der kleinen Konzerthalle; diese Band kann überall bestehen und uns als Fans bleibt nur zu hoffen, dass das auch weiterhin so bleiben wird.

Den einen Stern Abzug gebe ich wegen den oben erwähnten teilweisen Schlampigkeiten in der Produktion. Ansonsten zweifelsohne gut...


Scars on Broadway (Ltd.Digipak)
Scars on Broadway (Ltd.Digipak)
Wird angeboten von Screaming CD
Preis: EUR 6,85

7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Platte mit viel Drive..., 2. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Scars on Broadway (Ltd.Digipak) (Audio CD)
Eines vorweg: Bis dato haben sich hier zwei wirklich sehr intelligente Wesen als Rezensenten verewigt. Der eine bewertet ein neues Album aufgrund eines halbferigen Promo-Auftrittes, auf dem nur vereinzelte Songs gespielt wurden und der eine teilt uns auf amazon.de einen Link mit, mithilfe dessen man seine ausführliche Kritik lesen kann.

Geht's noch? Also da kann ich gleich mein Tagebuch auf amazon veröffentlichen... Aber lassen wir das, bevor ich mich hier noch in Rage schreibe.

Hier geht's um die neue neue, selbstbetitelte Platte von Scars on Broadway. Hinter diesem komisch anmutenden Bandnamen versteckt sich der Ex-Gitarrist und Mastermind von System of a Down Daron Malakian. Um seine Wurzeln nicht allzu sehr zu verschleiern, hat er auch noch Ex-SOAD-Drummer John Dolmayan überredet bei seinem Projekt mitzumachen und somit entstand "Scars on Broadway". Ein Album, das an manchen Stellen ganz stark an die alten Zeiten der kompromisslosen SOAD-Platten zurück erinnert, auf der anderen Seite jedoch den unverkennlichen Malakian-Spirit atmet, der auf den letzen beiden Platten "Mezmerize" und "Hypnotize" immer mehr in den Vordergrund getreten ist.

Malakian ist halt Malakian. Da braucht man nicht groß auf innovativ zu machen. Der Gitarrist und gleichzeitig Vokalist wirft den Fans seine teilweise extrem politischen Texte vor und es ist ihm scheißegal, ob die Leute sie verkraften oder nicht. Auch musikalisch legt er keinen Wert auf die Einhaltung diverser Genre-Schubladen. Hier ein Metal-Core-Riff, da ein poppiger Refrain und zwischendurch eine geballte Growl-Attacke. Diese Platte hat alles, was einem vernünftigen Metal-Fan gefallen sollte.

Den Vergleich mit System of a Down braucht und darf man nicht zu scheuen, doch trotzdem muss man offen zugeben, dass nicht jeder alte Fan auch von dieser Platte begeistert sein wird. Sie wurde eben nur von Malakian eingespielt. Der Rest des SOAD-Spirits fehlt da schon raus und daher orientiert sich "Scars on Broadway" schon viel mehr am Metal, als es die alten Platten taten.

Egal, wie sich Daron Malakian nennt, er wird immer derselbe bleiben und das beweist er mit dieser Platte zweifellos. Stücke, wie "Serious", "Funny", "Chemicals" oder "Insane" sind nicht nur textlich, sondern auch musikalisch hervorragend umgesetzt worden und bieten dem geneigten Fan ein wahres Hartwurst-Festival. Die 15-Songs-starke Platte bietet wirklich genug gutes Material, das sich hören lassen kann und beweist, dass der gute Malakian auch ohne seine Ex-Band erfolgreich weiter bestehen kann.

Das Einzige, das ich an dieser CD auszusetzen habe, ist die Tatsache, dass sich manche Songs über die gesamte Spielzeit gesehen ein wenig ähneln und der Aufbau der Lieder meistens gleich abläuft. Das ist nicht wirklich störend, nur ein wenig mehr Abwechslung hätte dem gesamten Album schon gut getan. Trotz allem ist "Scars on Broadway" mehr als eine gutklassige Scheibe geworden, die meines Erachtens die "Hypnotize" beinahe in die Tasche steckt.

Nur weiter so...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 6, 2008 11:29 AM MEST


Ghosts I - IV (Dig)
Ghosts I - IV (Dig)
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 25,50

17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Instrumental-Mammutwerk mit wenig Zugang..., 27. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Ghosts I - IV (Dig) (Audio CD)
Der arbeitswütige Trent Reznor ist wieder am Start und bietet uns mit seiner Band Nine Inch Nails ein neues Album namens Ghosts, das aber keine neue Platte in herkömmlicher Sicht ist. Denn die Doppel-CD besteht aus 36 Instrumental-Stücken, die über die gesamte Spielzeit gänzlich ohne Gesang auskommen und den Hörer auf eine visuell und akustisch abgehobene Reise mitnehmen sollen.

Dass Reznor in letzter Zeit seine Veröffentlichungspolitik geändert hat (siehe The slip, Juli 08) müsste mittlerweile auch zum letzten Industrial-Hörer durchgedrungen sein. Was ja grundsätzlich nichts Schlechtes ist, denn alle paar Jahre mal ein Album rauszuhauen, war den Fans gegenüber doch ein wenig nachlässig, denn diese Band wird verehrt, wie keine andere in diesem Musik-Sektor.

Auf alle Fälle haben wir nun Ghosts hier vorliegen und was soll ich sagen. Wie schon die Rezensenten vor mir beschrieben haben, handelt es sich hierbei um ein Experiment. Die Nine Inch Nails sind neu und innovativ, wie keine andere Band und diese Doppel-Scheibe ist der beste Beweis dafür. Ich bin froh das Reznor und Co. so sind, denn sich ewig auf alte Erfolge zu stützen, würde mit der Zeit langweilig und aufgesetzt klingen. Trotzdem kann ich mich mit Ghosts nicht wirklich anfreunden. Die Idee ist gut und auch die produktionstechnische Umsetzung ist hervorragend und die Tatsache, dass manche Tracks wie schnell zusammengeschusterte Demo-Tracks klingen, stört mich überhaupt nicht. Das Gesamtbild ist stimmig, auch wenn sich kein roter Faden innerhalb des Albums vernehmen lässt.

Was uns Reznor damit sagen will, bleibt unklar. Welche Botschaft er vermitteln will, unklar. Für mich persönlich. Die einzelnen Songs haben keinen Titel, sondern sind einfach der Reihe nach nummeriert. Das gesamte Album in einem anzuhören, erscheint für mich unmöglich, da ich mich nach kurzer Zeit einfach schon überladen fühle von dem sperrigen Material, dass uns die Nine Inch Nails hier liefern.

Dieses Mammutwerk, das zu einem wirklich guten Preis geliefert wird, erschließt sich mir einfach nicht. Jegliche Vorwürfe von fehlender Innovativität, Kreativität oder sonstigen musikalischen Mängeln können sofort über Bord geworfen werden. Daran mangelt es mit Sicherheit nicht. Ghosts ist nur einfach nichts für meinen Musikgeschmack. Trotzdem hoffe ich, dass Trent Reznor auch in nächster Zukunft weiterhin so kreativ und arbeitswütig sein wird und uns mit neuen Alben das Leben versüßen wird.

Wir werden sehen...


Saints of Los Angeles
Saints of Los Angeles
Preis: EUR 15,26

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Crue is back... mit Glam-Rock vom Feinsten!, 26. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Saints of Los Angeles (Audio CD)
Tommy Lee und seine Kumpanen sind wieder mit einem neuen Album am Start und sorgen für Furore. Nachdem es in den letzten Jahren relativ still um die Rock-Gruppe aus Los Angeles wurde, stellt "Saints of Los Angeles" ein furioses Comeback dar. Als ob sie nie weg und mehr mit privaten Skandalen beschäftigt gewesen wären, knüpfen die Ami-Jungs nahtlos an ihre mittlerweile schon in die Jahre gekommenen Hit-Alben an und zeigen mit dieser Scheibe, dass der Sleaze-Rock noch lange nicht ausgedient hat.

Gut, das Intro "L.A.F.M." ist mehr unnötig als brauchbar, doch damit kann man durchaus leben, denn danach geht es los wie Hölle. "Face down in the sand" ist ein Brecher vor dem Herrn und kann mit der gewohnt rotzig, krächzenden Stimme des Fronters Vince Neil total überzeugen. Guter Refrain, super Gitarrenriffs. Was will man mehr?

Und in dieser Tonart geht es weiter: Songs, wie "Down at the whisky", "The animal in me" oder der wahrscheinlich beste Song der Platte, der Titeltrack "Saints of Los Angeles" können in jeder Form überzeugen und zeigen, dass Tommy Lee und Co. es noch immer drauf haben. Klar, hat sich der ein oder andere schwächere Song auf die Platte geschlichen, doch alles in allem hätte ich nicht mehr im Geringsten mit solch einer genialen Scheibe der Motley Crue gerechnet!

Sleaze/Glam/Hard-Rock vom Feinsten, die super produziert rüber kommen und meines Erachtens großartige 4 Sterne verdienen. Den einen Stern ziehe ich wegen den oben erwähnten ein, zwei schwächeren Stücken ab (zB "Mf of the year", meiner Meinung nach zumindest). Ansonsten gibt es nichts Gröberes an "Saints of Los Angeles" auszusetzen und mir bleibt eigentlich nichts mehr zu schreiben, außer dass es sich wieder bewiesen hat, dass man mit den alten Helden immer wieder rechnen muss!

Up the Motleys...


Masterpieces
Masterpieces
Preis: EUR 16,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Masterpieces?, 26. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Masterpieces (Audio CD)
Unter "Masterpieces" stelle ich mir persönlich eher ein Best-of-Album einer Band vor, als eine ganze CD voller Cover-Versionen alter Rock-Hits, aber was soll man machen?

Auf alle Fälle ist "Masterpieces" ein reines Cover-Album. Vor solchen Platten hüte ich mich normalerweise, denn irgendwie gibt es nichts Unnötigeres als Metal-Bands die andere Metal-Bands covern und dabei noch 1:1 klingen. Im Falle von Hammerfall habe ich mich dann aber doch zum Kauf bewogen, da die Typen rund um Axtschwinger Oscar Dronjak ja bekannt für ihre relativ guten Cover-Versionen sind. Bis dato haben sie solche nur auf seltene B-Seiten oder Singles gepresst und somit kann man Hammerfall keine Abzocke vorwerfen.

Mein Fall sind solche Alben ja nicht, aber trotz allem muss man neidlos zugeben, dass Dronjak und Co. mit dieser Scheibe ein durchaus guter Wurf gelungen ist. Die Songs sind abwechslungsreich und kommen aus jedem Genre der harten Musik-Kost. Hier wird Kiss gecovert ("Detroit rock city"), Blackmore's Rainbow muss mit "Man on the silver mountain" dran glauben und Helloween's bekanntester Hit "I want out" wird auch in einer tollen Hammerfall-Version eingespielt.

Zwar bietet diese CD nichts Neues, denn viele der hier enthaltenen Versionen sind hartgesottenen Fans der Band, die sämtliche Scheiben besitzen, auch schon bekannt, doch trotzdem haben sich drei neue, auch dem Hardcore-Fan unbekannte, Stücke auf die Platte geschlichen und zusammenfassend gesagt, ist "Masterpieces" eine gute Scheibe, die sich nahtlos in die gutklassige Diskographie der Schweden einordnet.

Den ein oder anderen Song hätte man vielleicht weglassen können oder sogar sollen (zB Judas Priest's "Breaking the law"), aber danach ist es immer leichter sich über etwas zu beschweren. Auf alle Fälle hat "Masterpieces" durchaus eine Daseinsberechtigung, auch wenn man schon sehnsüchtig auf neues Material der erfolgreichen Power-Metaller wartet...


This Is Alphabeat (incl. 'Fascination' aus der Cola-Light-Werbung)
This Is Alphabeat (incl. 'Fascination' aus der Cola-Light-Werbung)
Wird angeboten von Giant Entertainment
Preis: EUR 7,55

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pop-Album vom Feinsten..., 26. Juli 2008
Guten Tag, wir sind Alphabeat und wir spielen einfach mal so drauf los...

So kommt mir dieses Machwerk vor und das soll in keinstem Fall negativ gemeint sein, denn was die jungen Dänen mit Namen Alphabeat mit "This is Alphabeat" abliefern ist ein Pop-Feuerwerk der Superlative. Hier wird nicht mit nichtssagenden Melodien hantiert, sondern hier wird der Eingängigkeits-Hammer so hoch gehängt, dass es schon fast nicht mehr zu toppen ist.

Jeder Song dieses 11-Songs starken Albums fährt einem sofort in die Beine und animiert den Hörer zum Tanzen und Spaß haben. Hier wird nicht lange gefackelt. Die alten Pop-Heroen haben ausgesorgt, denn anno 2008 sind Alphabeat am Start. Ihre Musik klingt neu, frisch und innovativ. Und natürlich an jeder Stelle total eingängig. Ecken und Kanten sucht man hier vergeblich und auch verschiedene Stilrichtungen wird man nicht finden. Alphabeat sind Pop in Reinkultur.

Der Wechsel der Gesangsstimmen zwischen Mann und Frau gibt dem Ganzen noch einen zusätzlichen Schub und macht die Songs noch viel interessanter. Anspieltipps müssen hier eigentlich gar keine genannt werden. Sei es das wahrscheinlich bereits bekannte "Fascination" aus der Cola-Werbung, das, meiner Meinung nach, beste Stück der Platte "10 000 nights" oder das ultra-groovige "Boyfriend", das ganz allein und bravourös von der Frontsängerin bewältigt wird. Hier stimmt einfach alles.

Von vorne bis hinten. Das endgeile Cover tut noch sein Übriges dazu. "This is Alphabeat" sei jedem Pop-Fan ans Herz gelegt, dem eingängige und nicht unbedingt überaus anspruchsvolle Musik gefällt, die einfach wie für die Tanzfläche gemacht ist! 5 Sterne...


The Man Who Would Not die
The Man Who Would Not die
Preis: EUR 20,25

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Düsterer Metal, wie man ihn von ihm kennt., 21. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: The Man Who Would Not die (Audio CD)
Blaze Bayley meldet sich im Sommer 2008 wieder mit einem neuen Album zurück, das den viel versprechenden Namen The man who would not die" trägt und wahrscheinlich ein deutliches Zeichen gegenüber seiner überstandenen Alkoholabhängigkeit sein soll. Auch die depressiven Phasen des Vorgängeralbums Blood and belief" haben sich dieses Mal erfreulicherweise stark zurück entwickelt und somit liefert uns der Ex-Wolfsbane- und -Iron Maiden-Frontmann ein weiteres gutklassiges Solo-Album ab!

The man who would not die" startet ganz traditionell. Bayley hat wieder versucht seine gesamten Stärken auf dieser Scheibe zu vereinen. Dazu gehört zum Ersten sicherlich die düstere, träge Stimme, die zwar überhaupt nicht jedermanns Sache ist, doch in der - zumindest meiner Meinung nach - sehr viel Stimmung und Harmonie ausgedrückt werden kann. Stilistisch gesehen hält sich die Scheibe zwischen traditionellem Heavy Metal und einigen eher sehr düsteren Riffs auf, die beinahe aus dem Death-Sektor stammen könnten.

Doch Blaze Bayley bleibt seiner Linie treu und wirft dem geneigten Fan mit dieser Platte sicherlich einen Leckerbissen des heurigen Jahres vor die Füße, der sich hoffentlich besser verkaufen lässt, als die starke, doch auch extrem unterbewertete Alive in Poland"-DVD.

Das Ganze beginnt schon bedrohlich mit dem Titeltrack. The man who would not die" ist ein Metal-Stampfer vor dem Herrn und zeigt, wenn auch nicht unbedingt gesanglich, wo der Hammer hängt. Weiter geht es mit dem stimmungsvollen Blackmailer", das alle Facetten des Musikers zeigt, während Smile back at death" und vor allem das textlich hervorragende Samurai" härtere Gangarten einschlagen.

Den Höhepunkt der Scheibe stellt für mich das lyrisch gefühlvolle When you're gone" dar, das in düsterer musikalischer Umsetzung zeigt, wie man das Gefühl von Liebe metallisch darstellen kann und es trotzdem nicht an Wichtigkeit verliert. Genial...

Alles in allem ist The man who would not die" ein fast perfektes Album geworden, wären Bayley zum Ende hin nicht noch ein paar Schlampigkeitsfehler unterlaufen, die den einen oder anderen Song zum Schluss der Scheibe ein wenig wie einen Lückenfüller wirken lassen! Wirklich schade, denn mit seiner neuesten Scheibe liefert der verschmähte Maiden-Fronter ein Album ab, welches für mich das Beste seiner bisherigen Solo-Karriere ist...

Nur weiter so...


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