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Rezensionen verfasst von
Andreas Schäfert

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Schlafes Bruder
Schlafes Bruder
von Robert Schneider
  Taschenbuch

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwacher Einstieg, tolles Ende, 12. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Schlafes Bruder (Taschenbuch)
Zunächst beginnt das Buch [und da muss ich dem unbekannte Schweizer recht geben] etwas langatmig... Muss wirklich seitenweise beschrieben werden, wie Elias auf die Welt kommt...
Aber danach wird das Buch brilliant... Es wird genauestens und mit viel Feingefühl beschrieben, wie Elias und seine Mutter unter seiner Absonderlichkeit leiden, wie er langsam seine besonderen Begabungen erkennt, wie er aus blinder Freundschaft zu einem [zunächst bösen] Menschen (der andeutungsweise homosexuel ist) seine Werte verrät, wie er seinen Vater, wegen eines Mordes verachtet... Und vorallem, wie die Musik und die (unglückliche)Liebe sein Leben verändert...
Durch intellitgente, kurze kommentierende Einwürfe des Autors, wird der Leser immer wieder zum nachdenken (vorallem über Gott) angeregt...
Das Ende des Buches ist packend wie fast kein zweites.. Die Beschreibung des Orgelwettberwerbs und durch das Lied "Schlafes Bruder" letztendlich die Erfüllung seines Seins, die Beschreibung seines ganzen Lebens durch die Musik... faszinierend...
Und danach dann sein langsamer, grausamer Selbstmord... der, so unverständlich er doch ist, doch nachvollzogen werden kannn... Ein Mensch, der durch sein Talent selbst zerstört wird (vgl. das Perfum) wobei dieses Buch, die Thematk noch weit eindringlicher bearbeitet...
Zu guter Letzt kann sich der Leser auch immer wieder mit Elias identifizieren (obwohl er ja diese beonderes begabt ist)... und er hat, nach ein paar Seiten das Gefühl, diesen Menschen wie einen guten Freund zu kennen und zu verstehen.
Vorallem für Musikliebhaber ist das Buch ein absolutes Muss (alle anderen könnten mit den sehr langen Beschreibungen des Orgelspiels und der Bedeutung der einzelnen Passagen überfordert sein..)


Fabian. Die Geschichte eines Moralisten
Fabian. Die Geschichte eines Moralisten
von Erich Kästner
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein brilliante (...) Großstadtsatire?!, 12. Juni 2003
"Ein brilliante (...) Großstadtsatire!" - So lautet die Beschreibung auf dem Buchdeckel, und wer E. Kästner kennt, erinnert sich dabei an Gedichte über Lehrer, Celli usw...
Das Buch beginnt auch im Kästner-typischen Stil, viel Ironie, viel Witz und eine groteske Überspitzung der Wirklichkeit ["Zerrspiegel (...) einer Epoche" Zitat Kästner]. Aber dieser Stil bleibt nicht so... Zunächst wird er immer mehr zynisch, man merkt dem Autor schon fast eine wahre Freude daran an, dass es seinem Protagonisten so schlecht geht, dass er an der Wirklichkeit verzweifelt...
Und spätestens als Fabians Freund wegen "eines Scherzes" Selbstmord begeht ist vom lockeren Stil des Anfangs nichts mehr zu spüren... Ab hier könnte man das Buch als Psychoanalytisch beschreiben, wie es genau beschreibt, dass Fabian an der Gesellschaft, an ihrem Werteverfall (an dem er auch selbst beteiligt ist: schläft er nicht an jedem Tag mit einer anderen [verheirateten] Frau)und die für ihn damit verbundenen Entäuschungen [Claudia schläft um der Kariere Willen mit einem Regisseur] verzweifelt.
Somit ist der Schluss auch sympomatisch: Er versucht ein Kind, dass in einen Fluss gefallen ist zu retten, wobei nicht das Kind [das schwimmen kann] sondern er [der es eben nicht kann] ertrinkt...
Somit würde ich das Buch nicht als Satire bezeichnen, sondern schon eher als zynisches Drama, das die Mißstände der Weimarer Republik aufzeigt, und schon auf die drohende Kriegsgefahr mit allen ihren Konsequenzen hinweist.. Ein brilliantes Buch, dass durch den Kästnerschen Stil sowohl Lesespass als auch Denkanreize vermittelt


Fabian. Die Geschichte eines Moralisten
Fabian. Die Geschichte eines Moralisten
von Erich Kästner
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,90

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein brilliante (...) Großstadtsatire?!, 12. Juni 2003
"Ein brilliante (...) Großstadtsatire!" - So lautet die Beschreibung auf dem Buchdeckel, und wer E. Kästner kennt, erinnert sich dabei an Gedichte über Lehrer, Celli usw...
Das Buch beginnt auch im Kästner-typischen Stil, viel Ironie, viel Witz und eine groteske Überspitzung der Wirklichkeit ["Zerrspiegel (...) einer Epoche" Zitat Kästner]. Aber dieser Stil bleibt nicht so... Zunächst wird er immer mehr zynisch, man merkt dem Autor schon fast eine wahre Freude daran an, dass es seinem Protagonisten so schlecht geht, dass er an der Wirklichkeit verzweifelt...
Und spätestens als Fabians Freund wegen "eines Scherzes" Selbstmord begeht ist vom lockeren Stil des Anfangs nichts mehr zu spüren... Ab hier könnte man das Buch als Psychoanalytisch beschreiben, wie es genau beschreibt, dass Fabian an der Gesellschaft, an ihrem Werteverfall (an dem er auch selbst beteiligt ist: schläft er nicht an jedem Tag mit einer anderen [verheirateten] Frau)und die für ihn damit verbundenen Entäuschungen [Claudia schläft um der Kariere Willen mit einem Regisseur] verzweifelt.
Somit ist der Schluss auch sympomatisch: Er versucht ein Kind, dass in einen Fluss gefallen ist zu retten, wobei nicht das Kind [das schwimmen kann] sondern er [der es eben nicht kann] ertrinkt...
Somit würde ich das Buch nicht als Satire bezeichnen, sondern schon eher als zynisches Drama, das die Mißstände der Weimarer Republik aufzeigt, und schon auf die drohende Kriegsgefahr mit allen ihren Konsequenzen hinweist.. Ein brilliantes Buch, dass durch den Kästnerschen Stil sowohl Lesespass als auch Denkanreize vermittelt


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