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Rezensionen verfasst von
Tom Kernbichler "darkscenetom" (Innsbruck)

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Princess Alice and the Broken Arrow (CD + DVD)
Princess Alice and the Broken Arrow (CD + DVD)
Wird angeboten von Hot Shot Records Hannover
Preis: EUR 16,99

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gewohnt schön..., 3. März 2007
Lassen der herrliche Albumtitel und das grandios urtypische Rodney Matthews Artwork schon einiges Vermuten, untermauern bereits die ersten Töne dieses Kleinods jene leise aufkeimende Erinnerung und Hoffnung daran, hier ein Album im Stile der 80er Göttergaben der britischen Legende erhaschen zu können.

Mit einer an Selbstverständlichkeit grenzenden Souveränität und Treffsicherheit, wie sie nur unbekümmerte Unabhängigkeit, großes Können und der unbändige Glaube an die eigene Klasse zulassen, ertönt „When We Were Younger“. Welch eine perfekte Produktion, was für herrliche Melodien, welch unglaublich großartiger Song, der in einem bombastischen Gänsehautrefrain gipfelt, der schier nicht von dieser Welt stammen kann. Wie schön kann Musik eigentlich sein, wie tief kann ein Song ins Herz treffen und wie perfekt kann Bombast Rock eigentlich klingen? Besser als bei solch unabnützbar unter die Haut gehenden Momenten geht’s sicher nicht. Allein dieser Überhit würde die Anschaffung des neuen MAGNUM Albums rechtfertigen, allein dieser Song erträgt eine Dauerrotation, welche die Netto-Konsumdauer normaler Silberlinge in den Schatten stellt. Mastermind Tony Clarkin und seine Herren schaffen es, trotz all der Klasse von Alben wie „Brand New Morning“ oder dem ultimativen – unterm Strich jedoch sehr AOR lastigen - „Breath Of Life“, erstmals seit „Wings Of Heaven“ wieder, die ganz großen Momente ihres Schaffens anzukratzen und ihren so ureigenen Spirit wiederzubeleben. Nummern wie besagter Opener, das traumwandlerisch schöne „Like Brothers We Stand“ oder das unwiderstehliche „Eyes Wide Open“ könnten problemlos auf „Vigilante“ oder gar „On A Storytellers Night“ stehen, ohne auch nur ansatzweise an der Gesamtkunstform dieser Klassiker zu kratzen. Eine Stimme wie jene von Bob Catley wird auf ewig tief unter die Haut gehen und im Einklang mit solch himmlisch herzerwärmenden Kompositionen, wie sie nur von dieser Band kommen können, zum Größten und Einzigartigsten zählen, das im Rock Genre geboten wird.

Wenn Töne wie ein Gedicht erschallen, eine Stimme wie ein Gebet erklingt und wenn Rock Musik einfach nur zur ganz großen Kunst wird, dann weiß man, dass MAGNUM zurück sind und mit ihnen ein Album, dass man – trotz der ein oder anderen Durchschnittsnummer am Ende des Werkes - nahezu bedenkenlos neben die ganz großen Klassiker des Schaffens einer der begnadetsten Rock Bands ever stellen kann.

Fans von niveauvoller Rockmusik kommen hier definitiv nicht vorbei!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 9, 2011 12:45 PM MEST


The Forgotten Goddess
The Forgotten Goddess
Wird angeboten von ts-discovery
Preis: EUR 12,99

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ..es wäre mehr drin gewesen..., 25. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: The Forgotten Goddess (Audio CD)
Dass Kalifornien, diese so durchgestylt gebärfreudige Burtstätte allen Schwanzrocks, neben all den Glam-, Sleaze- und Taftrockern, trotz aller Sonne, Bikinitops und Glammerfaktor auch bodenständig hochwertige Metal Bands mit Niveau zu bieten hat, weiß man spätestens seit SAVIOUR MACHINE. Ebenso weiß ich aber auch, dass die Menschen aus dem Lande des Gouvernators einfach wissen, wie Schwanzrock zu klingeln hat, jegliche andersgearteten Musikgattungen – vor allem jene, die wir hier geboten kriegen – aber doch eher dem europäischen Erdenbewohner naheliegen. Nun denn, die Geschichte zeigt uns, Ausnahmen bestätigen die Regel. ECHOES OF ETERNITY aber leider nicht!

Da sind wir also schon mittendrin in den vergessenen Erzählungen der vier Amis und so viel vorweg: Ich für meinen Teil vergesse diese spätestens nach Eingabe des letzten Wortes dieses Reviews wirklich.

Leicht düster angehaucht labern symphonisch bombastische Songs vom Silberling. Allesamt nicht schlecht, songwriting technisch gar recht talentiert, teils auch mit recht kantigen Riffs versehen, am Ende des Geleiers aber völlig austauschbar, tönen die leider viel zu wenig druckvoll aufgenommenen und massiv beladenen Metal Nummern, die ihr Betätigungsfeld irgendwo zwischen FORCE OF EVIL, SYMPHONY X und NIGHTWISH suchen. Female vocals sind momentan ja durchaus trendig und Sängerin Francine Boucher ist rein fotographisch auch ein süßes Mäderl, ihre sehr dominant abgemischt oralen Befriedigungsversuche in Form von Gesang scheitern jedoch an dünnem Stimmvolumen und viel zu wenig spürbarer Emotion um. Sorry, honey das ist defintiv nicht L.A.-like und nimmt einem ganzen Album die Kraft und Power. Auch wenn Momente wie „The Kingdom Within“, „Voices In A Dream“ oder das hymnische „Garden Of Gods“ ohne Frage von Klasse und hohem Können zeugen und vor allem die teils wirklich harmonischen Gitarrenlandschaften, komplexen Arrangements und Solis durchwegs gefallen können, wissen die großteils bombastischen, leider aber seltenst wirklich druckvollen Songs nie restlos zu packen.

Mit etwas besseren Produktion und kräftigeren Vocals wäre hier definitiv mehr zu holen und wohl auch der mangelhafte Härtefaktor zu heilen gewesen. Und dann, ja dann hätten wir es hier vielleicht gar mit einem Hammeralbum zu tun.

Die Kompositionen an sich, täten einiges zulassen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 27, 2012 4:12 PM CET


Gods of War (Ltd. Edition, CD + DVD)
Gods of War (Ltd. Edition, CD + DVD)
Wird angeboten von tws-music-eu
Preis: EUR 9,85

12 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...and the Oscar goes to: MANOWAR!, 24. Februar 2007
Für ein massiv opulent und unter die Haut gehendes Gesamtkunstwerk. Für eine in ihrer Pracht, epischer Schönheit und Wucht zu jeder Sekunde würdige Ode an Odin. Ein Göttergebet, wie es in dieser ehrfürchtig aufrichtigen Art und Weise nur von einer Band kommen kann. Für ein, in seiner gesamten Schöpfung und aufrichtigen Schönheit und Dramatik faszinierendes Monumentalepos. Ein Meisterwerk, das es wie nur wenige zuvor schafft, Klassik und Heavy Metal, beklemmende Furcht und Schönheit, Stolz, Ehre und Macht in solch perfekter Form zu vereinen.

Bereits die Overtüre zieht den Hörer tief in den Bann der nordischen Mythologie. Es heißt Geduld zu haben, bis man die ersten Töne des grandiosen „King Of Kings“ erhaschen darf. Sensibel, ehrfürchtig und mit mächtig stimmungsvollem Bombast führen MANOWAR ihre Jünger in die Welt von Valhalla. Proletiges Gepose und Klischees, wie sie auf „Louder Than Hell“ ihren Höhepunkt fanden, sucht man hier absolut vergebens. Hier wird perfektioniert, was am Vorgänger durch Hymnen wie „Swords In The Wind“ bereits leicht angekündigt wurde. Hier wird der „alte“ MANOWAR Geist (prä- „Fighting The World“ Zeiten sind gemeint) zitiert und auf zeitgemäß, breitwandtauglich kostspielige Art und Weise umgesetzt. Hier regiert die Epik. „Gods Of War“ ist ein monumentales Göttergebet. Verdammt großes Kino. Donnerschläge, Frost, Kälte, Blut, Tränen und Tristesse geleiten den Weg ans Ziel der Krieger. Stimmungsvoll als Gesamtkunstwerk ist es aufgebaut dieses Album, dessen wahre Größe wahrlich nur am Stück gehört zu seiner vollständig beeindruckend intensiven Entfaltung kommt. Immer wieder treten klassischen Passagen und gesprochene Parts in den Vordergrund um die Theatralik der großen Thematik zu verstärken. Imponierend unaufdringlich werden durchwegs geniale Songs wie „Loki God Of Fire“, das grandiose „Sleipnir“ oder das zu Tränen rührende „Blood Brothers“ in ein großes Klanginferno eingewoben um spätestens beim großen Finale restlose Begeisterung und Gänsehaut zu verursachen.

Eingeleitet vom wuchtig, schlichtweg sensationell und erhabenen „Sons Of Odin“ und dem folgenden ultimativen Heldengebet „Glory Majesty Unity“ (der bereits zu „Kings Of Metal“ Zeiten aufgenommene 2. Teil des „Warriors Prayer“), schreitet man dem grandiosen Ende entgegen. Spätestens hier gleicht jede Unterbrechung einem Stich ins Herz. Spannung und Dramatik pur. Hier kreisen die Walküren erst so richtig pompös und fesselnd aus den Boxen. Hier riecht jede Note nach ganz großem Kino! Gedämpft, schleppend, stampfend und einfach nur erhaben und stolz bewegt sich der Tross der Krieger dem Ende entgegen. Stimmungsvoll und ehrfürchtig erschallen die wuchtigen Töne eines Meisterwerk der MANOWAR’schen Songwritingkunst. Ein ultimatives Göttergebet, das sich nicht auf einzelne Parts reduzieren lässt sondern einfach nur als Gesamtes zu preisen scheint. Der Soundtrack nach Valhalla. Der von vehementen Chören, massiven Klassikpassagen und donnernden Metal Grooves gekrönte Abgesang. Der königliche Weg ins heilige Reich. Der Eintritt in die Ruhmeshallen der Krieger. Die ultimative Vertonung der Odin Sage!

Man kann die, sich vorm imaginären Auge aufbauenden Bilder schier greifen, wenn sich die Helden zu ihrem letzten Zug aufmachen. Aufmachen zum endgültigen Gang und rüsten um in ihr Reich zu ziehen und Platz neben ihrem Gott zu nehmen. In der Welt der tapferen Krieger. In den ruhmreichen Hallen eines Königreiches genannt Valhalla.

„Gods Of War“, die donnernde Hymne zum Auszug in den finalen Marsch nach Valhalla. Ein Moment voller Macht und Kraft weist den Weg um in „Army of The Dead Part II“ durch sakrale Momente und Orgeltöne den Einzug ins Königreich zu flehen. Göttliche Macht breitet sich aus, wird von menschlichen Chören gepriesen um den ruhmreichen Krieger endgültig durch Asgard’s heilige Pforten zu tragen! „Odin“: Das Ziel ist erreicht, die frostige Dunkelheit lichtet sich und die Krieger schwören ihrem König die letzte Treue um sich endgültig am Ziel ihrer Reise niederzulassen! Stimmung pur und ein Moment der Endgültigkeit, der in seinen letzten wunderschönen Klängen der intensiv königlichen „Hymn Of The Immortal Warriors“ die absolute Krönung findet. Ein von Engelschören untermaltes Göttergebet, wie es nur MANOWAR in dieser Intensität schaffen können und ein mehr als würdiger Schlusspunkt für ein opulent klassisch orientiertes Gesamtkunstwerk, wie ich es mir in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet hätte!

„Gods Of War“ ist ein, in eine Produktion wie ein Donnerschlag gehülltes, Stück prachtvoller Kunst und packender Atmosphäre und kann gar keinen echten MANOWAR Fan enttäuschen. Schon gar nicht jene, die noch heute von Alben wie „Hail To England“, „Into Glory Ride“ oder „Sign Of The Hammer“ träumen!


Gods of War
Gods of War
Preis: EUR 21,74

10 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...and the Oscar goes to: MANOWAR!, 24. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Gods of War (Audio CD)
Für ein massiv opulent und unter die Haut gehendes Gesamtkunstwerk. Für eine in ihrer Pracht, epischer Schönheit und Wucht zu jeder Sekunde würdige Ode an Odin. Ein Göttergebet, wie es in dieser ehrfürchtig aufrichtigen Art und Weise nur von einer Band kommen kann. Für ein, in seiner gesamten Schöpfung und aufrichtigen Schönheit und Dramatik faszinierendes Monumentalepos. Ein Meisterwerk, das es wie nur wenige zuvor schafft, Klassik und Heavy Metal, beklemmende Furcht und Schönheit, Stolz, Ehre und Macht in solch perfekter Form zu vereinen.

Bereits die Overtüre zieht den Hörer tief in den Bann der nordischen Mythologie. Es heißt Geduld zu haben, bis man die ersten Töne des grandiosen „King Of Kings“ erhaschen darf. Sensibel, ehrfürchtig und mit mächtig stimmungsvollem Bombast führen MANOWAR ihre Jünger in die Welt von Valhalla. Proletiges Gepose und Klischees, wie sie auf „Louder Than Hell“ ihren Höhepunkt fanden, sucht man hier absolut vergebens. Hier wird perfektioniert, was am Vorgänger durch Hymnen wie „Swords In The Wind“ bereits leicht angekündigt wurde. Hier wird der „alte“ MANOWAR Geist (prä- „Fighting The World“ Zeiten sind gemeint) zitiert und auf zeitgemäß, breitwandtauglich kostspielige Art und Weise umgesetzt. Hier regiert die Epik. „Gods Of War“ ist ein monumentales Göttergebet. Verdammt großes Kino. Donnerschläge, Frost, Kälte, Blut, Tränen und Tristesse geleiten den Weg ans Ziel der Krieger. Stimmungsvoll als Gesamtkunstwerk ist es aufgebaut dieses Album, dessen wahre Größe wahrlich nur am Stück gehört zu seiner vollständig beeindruckend intensiven Entfaltung kommt. Immer wieder treten klassischen Passagen und gesprochene Parts in den Vordergrund um die Theatralik der großen Thematik zu verstärken. Imponierend unaufdringlich werden durchwegs geniale Songs wie „Loki God Of Fire“, das grandiose „Sleipnir“ oder das zu Tränen rührende „Blood Brothers“ in ein großes Klanginferno eingewoben um spätestens beim großen Finale restlose Begeisterung und Gänsehaut zu verursachen.

Eingeleitet vom wuchtig, schlichtweg sensationell und erhabenen „Sons Of Odin“ und dem folgenden ultimativen Heldengebet „Glory Majesty Unity“ (der bereits zu „Kings Of Metal“ Zeiten aufgenommene 2. Teil des „Warriors Prayer“), schreitet man dem grandiosen Ende entgegen. Spätestens hier gleicht jede Unterbrechung einem Stich ins Herz. Spannung und Dramatik pur. Hier kreisen die Walküren erst so richtig pompös und fesselnd aus den Boxen. Hier riecht jede Note nach ganz großem Kino! Gedämpft, schleppend, stampfend und einfach nur erhaben und stolz bewegt sich der Tross der Krieger dem Ende entgegen. Stimmungsvoll und ehrfürchtig erschallen die wuchtigen Töne eines Meisterwerk der MANOWAR’schen Songwritingkunst. Ein ultimatives Göttergebet, das sich nicht auf einzelne Parts reduzieren lässt sondern einfach nur als Gesamtes zu preisen scheint. Der Soundtrack nach Valhalla. Der von vehementen Chören, massiven Klassikpassagen und donnernden Metal Grooves gekrönte Abgesang. Der königliche Weg ins heilige Reich. Der Eintritt in die Ruhmeshallen der Krieger. Die ultimative Vertonung der Odin Sage!

Man kann die, sich vorm imaginären Auge aufbauenden Bilder schier greifen, wenn sich die Helden zu ihrem letzten Zug aufmachen. Aufmachen zum endgültigen Gang und rüsten um in ihr Reich zu ziehen und Platz neben ihrem Gott zu nehmen. In der Welt der tapferen Krieger. In den ruhmreichen Hallen eines Königreiches genannt Valhalla.

„Gods Of War“, die donnernde Hymne zum Auszug in den finalen Marsch nach Valhalla. Ein Moment voller Macht und Kraft weist den Weg um in „Army of The Dead Part II“ durch sakrale Momente und Orgeltöne den Einzug ins Königreich zu flehen. Göttliche Macht breitet sich aus, wird von menschlichen Chören gepriesen um den ruhmreichen Krieger endgültig durch Asgard’s heilige Pforten zu tragen! „Odin“: Das Ziel ist erreicht, die frostige Dunkelheit lichtet sich und die Krieger schwören ihrem König die letzte Treue um sich endgültig am Ziel ihrer Reise niederzulassen! Stimmung pur und ein Moment der Endgültigkeit, der in seinen letzten wunderschönen Klängen der intensiv königlichen „Hymn Of The Immortal Warriors“ die absolute Krönung findet. Ein von Engelschören untermaltes Göttergebet, wie es nur MANOWAR in dieser Intensität schaffen können und ein mehr als würdiger Schlusspunkt für ein opulent klassisch orientiertes Gesamtkunstwerk, wie ich es mir in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet hätte!

„Gods Of War“ ist ein, in eine Produktion wie ein Donnerschlag gehülltes, Stück prachtvoller Kunst und packender Atmosphäre und kann gar keinen echten MANOWAR Fan enttäuschen. Schon gar nicht jene, die noch heute von Alben wie „Hail To England“, „Into Glory Ride“ oder „Sign Of The Hammer“ träumen!


Ancient Spirit Rising
Ancient Spirit Rising
Preis: EUR 18,94

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es geht noch..., 16. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Ancient Spirit Rising (Audio CD)
Ja es gibt sie noch die Italo Schwertschwinger deren Releases mir nicht schon beim ersten Hinhören die Magenwände aufbügeln. DOMINE sind einer dieser letzten Vertreter des klischeebehafteten Spagetti-Warrior-Metals der es immer wieder schafft, mir trotz all seiner hinlänglich bekannten Rezepturen die Geschmacksnerven freundlich zu umgarnen. Klar werden einigen Lesern (und Schreiberkollegen) allein schon beim Namen dieser Tricolore Drachentöterkombo die Fieberblasen gen Lippen schnalzen, klar sind DOMINE so was wie MANOWAR und RHAPSODY für Arme. Im Gegensatz zu vielen ihrer Landsleuten und auch vielen Schlachtfeldpassanten aus Germanien, wissen die Herren aus der Trattoria von Nebenan aber zumindest, wie man die Sache zumindest streckenweise auf den Punkt bringt ohne sich die Streitaxt völlig selbst in den Rücken zu treiben.

Hier regiert das Klischee. Hier reiten schnelle Doppelbassgewitter und klassische Metal Axtgehabe auf Augenhöhe mit episch erhabenen Stampfern altbekannter Klasse. Hier kreischt sich ein Sänger mit fast unmännlich schrillem Organ die Seele aus dem Leib um uns die Schlachtfeldhymnen seiner feuchten Träume näher zu bringen. Hier kann aber trotzdem, zumindest teilweise überzeugt werden.

Ihre stärksten Momente haben DOMINE nämlich immer dann, wenn das Tempo reduziert und die fette Epik Keule aus dem Fell gezerrt wird. So geschehen beim halbakustischen „The Lady Of Shalot“ oder dem wunderschönen Finale „How The Migthy Have Fallen“. Hier schaffen es die Tagliatelle Warriors große Gefühle in ihren Sound einzuweben und nebst klassischem Stahl gar Hard Rock und Folk Elemente zu verfechten. All diese Stärken lassen Nummern wie den erhabenen Titeltrack oder „Another Time, Another Place, Another Space“ zu wirklich geilen Hymnen und zeitlosen Bangern werden. Klar ist nicht alles Gold was glänzt, natürlich haben auch DOMINE ihren Marco Materazzi im Team. Wer aber nerviges Fantasy-Belanglosgepoltere wie „I Stand Alone“, „Sky Rider“ oder „On The Wings Of The Firebird“ übersteht, ohne seinen Boxen einen Kopfstoss zu versetzen, der wird am Ende der Schlacht zumindest teilweise befriedigt und unversehrt nach Hause kommen.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Viele schöne Harmonien und gefühlvolle Melodien lassen aber immer noch genügend Spielraum für einige schwach nervige Momente und zeigen, dass epischer Fantasy Metal auch im Jahre 2007 noch funktionieren kann ohne restlos zu frustrieren!

„Ancient Spirit Rising“ ist sicher kein Meilenstein, es gibt aber weit schlimmere Vertreter dieser Zunft und DOMINE schaffen es somit auch am fünften Album ihrer Karriere noch am oberen Rand der Minestronenschüssel zu schwimmen.


Sola Scriptura
Sola Scriptura
Wird angeboten von Hot Shot Records Hannover
Preis: EUR 14,99

11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Weg ist das Ziel!, 16. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Sola Scriptura (Audio CD)
Schwierig bis mühsam gestaltet sich der Eintritt in die neue Welt von Genius NEAL MORSE.

Sicher kein Werk für alle Tage ist es geworden, das sehr gemäßigt rockende Stück „Sola Scriptura“, das obendrein von drei absolut vielschichtigen Mammutsongs zwischen 16 und 30 Minuten dominiert wird. Große Kunst für Menschen mit Geduld. Bringt man diese jedoch auf, entpuppt sich ein höchst sensibel und großartiges Stück Musik, dessen textlicher Inhalt sich um das Leben und Werken von Martin Luther dreht und dessen musikalische Umsetzung durch eine bekannt großartige Band (Paul Gilbert, Randy George, Mike Portnoy) ohnehin außer Diskussion steht. „The Door“, das etwas härtere „The Conflict“ (man genieße den holden Flamenco Part!) und „The Conclusion“ sind Prog Rock Epen vom Allerheiligsten. Hier passiert viel zu viel um es in Worte zu fassen, hier tobt der Intellekt um großartige Lyric und feinfühlige Melodien, ohne jedoch auch nur im Geringsten auf große, eingängigen Momente zu verzichten und das Resultat zu einem Martyrium werden zu lassen. Morse und Studienkollegen schaffen es immer wieder die wahnwitzigen Instrumentalabfahrten zurück auf die Schiene der Menschlichkeit zu führen und den Hörer mit ganz großen Melodie- und Spannungsbögen aufzufangen und zu fesseln. Seinen wichtigen Beitrag daran hat wohl auch das kurz und balladeske „Heaven In My Heart“, dessen erlösende Wirkung kurz vorm großen Finale genau richtig gezündet wird. Bei Rest des Festes regiert bombastisch, mit 70er Keyboards durchzogener Prog Rock vom Feinsten, wechseln sich mehrstimmige Vocalarrangements mit grandiosen Soloparts um am Ende der Reise in die Welt des Martin Luther ein höchst furioses Prog-Kunstwerk aus Fragmenten des Pop, Bombast Rock und AOR für sich selbst sprechen zu lassen, in dem sich Düsternis und Licht die Hand reichen und Furcht mit Melancholie, Hoffnung und Erlösung im göttlichen Einklang erstrahlt.

Ein stilvoll schönes Artwork und die erwartet perfekte Produktion tun das ihre dazu, „Sola Scriptura“ zu einem Gesamtpaket großer Kunst und einem der besten und interessantesten Prog Rock Alben der letzten Zeit zu machen.

Erstmals schlägt ein NEAL MORSE Album das nahezu zeitgleich erscheinende SPOCK’S BEARD Werk um Längen!


Become Death
Become Death
Wird angeboten von tws-music-eu
Preis: EUR 5,45

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitze, 16. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Become Death (Audio CD)
Es wird sie immer wieder geben, jene Bands, die trotz durchwegs großartiger Alben fernab aller Kommerzgedanken früher oder später an völlig ungerechtfertigtem Misserfolg zerbrechen. Wie viele dieser Bands zählten im Laufe der letzten beiden Dekaden zu meinen absoluten Lieblingen, wie viele von ihnen schafften trotz durchwegs großer Lobbekundungen der Fachpresse und Insiderfans nie im Leben den richtigen Sprung an die Spitze und verendeten als Underground Götter, einem jener großen Titel, von denen man sich leider nix kaufen und von dem man schon gar nicht leben kann.

Ich will den Teufel hier nicht an die Wand malen, aber die Geschichte von SYMPHORCE ließt sich ähnlich wie jene viele, meiner bereits gescheiterten Götter. Trotz ausnahmslos genialer Werke war auch hier nie der letzte notwendige Schritt zum Durchbruch geschafft worden und sollte „Become Death“ nun auch wieder zum reinen Insidertipp forcieren, kann man sich gut vorstellen, dass diese so überaus talentierten Jungs irgendwann die Schnauze voll haben.

An der Qualität des Produkt wird’s mal wieder sicher nicht scheitern. „Become Death“ ist ein weiterer absoluter Brecher aus dem Hause SYMPHORCE und die logische Weiterentwicklung zum bereits großartigen „Godspeed“. Bereits der fulminant nackenspaltende Opener „Darkness Fills The Sky“ wäre jeden einzelnen Cent wert. Grandios betonhartes Power Metal Handwerk, garniert mit einer heftig unaufdringlichen Thrash Schlagseite frisst sich spätestens beim absolut großartigen Chorus fest in die Birne und drückt den geneigten Lauscher mit all seiner königlichen Brachialität wie ein Löschblatt an die Wand. So soll wuchtig zeitgemäßer Power Metal Klingen meine Herren Drachentöter und Hobbyschwerträger – this is the real shit!!!

Schält man die ausgelaugte Körperhaut dann vom heimischen Innenputz um sich von diesem Ungentüm einer Gitarrenwand zu erholen, darf es weitergehen. Weiter durch ein SYMPHORCE Wunderland, das es in dieser Vielfalt und ausgereifter Klasse bislang noch nicht gab. Noch nie schaffte es die Band dermaßen perfekt mit verschiedensten Spielarten, Genres und Stimmungen zu arbeiten, diese dennoch zu jedem Zeitpunkt authentisch und vor allem 100% Power Metal lastig klingen zu lassen. Egal ob die Fundierung der einzelnen Songs moderne, leicht elektronische Spielereien in sich bergen („Condemned“), mancherorts gar Gothic like dahindriften („In The Hopes Of A Dream“ – ein absoluter Hit, „Inside The Cast“ – HIM lassen grüßen!) oder einfach nur ganz fett proppelmoshtauglich abgeschweißt wird („Death Has Come“): Hier sitzten einfach jeder Einsatz und jede Melodie perfekt, hier wird mit Einflüssen gespielt, hier wird Heavy Metal Globalisierung propagiert und das ist auch gut so, denn im Endeffekt kommt jede Nummer auf den Punkt, hat (fast) jeder Song einen absolut an den Glocken packenden Monsterrefrain und ist jede einzelne Sekunde einfach nur SYMPHORCE wie man sie kennt, wie man sie liebt und wie sie der Szene noch lange erhalten bleiben sollten!

Ich liebe SYMPHORCE ebenso wie BRAINSTORM, der kleine Vorteil, den SYMPHORCE aber von Jahr zu Jahr definitiv immer mehr haben, ist das weit abwechslungsreicher und weltoffenere Soundspektrum, die dementsprechende Unberechenbarkeit und somit auch ein Sänger, der sich weit mehr entfalten kann als bei seinem zweiten Brötchengeber. Ein Andy B. Franck der sich hier ohrenscheinlich wohl fühlt, da er genau bei solchen Alben nachdrücklich zeigen kann, was alles in ihm steckt und was er kann. Nämlich alles.

Selten war ein SYMPHORCE Album so abwechslungsreich und zwingend wie „Become Death“. Für mich – neben „Phorceful Ahead“ - das bisherige Highlight dieser Band und ein verdammter Pflichttermin für alle „echten“ Power Metal Fans!


Become Death/Ltd. (CD + DVD)
Become Death/Ltd. (CD + DVD)
Preis: EUR 17,00

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitze!, 16. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Become Death/Ltd. (CD + DVD) (Audio CD)
Es wird sie immer wieder geben, jene Bands, die trotz durchwegs großartiger Alben fernab aller Kommerzgedanken früher oder später an völlig ungerechtfertigtem Misserfolg zerbrechen. Wie viele dieser Bands zählten im Laufe der letzten beiden Dekaden zu meinen absoluten Lieblingen, wie viele von ihnen schafften trotz durchwegs großer Lobbekundungen der Fachpresse und Insiderfans nie im Leben den richtigen Sprung an die Spitze und verendeten als Underground Götter, einem jener großen Titel, von denen man sich leider nix kaufen und von dem man schon gar nicht leben kann.

Ich will den Teufel hier nicht an die Wand malen, aber die Geschichte von SYMPHORCE ließt sich ähnlich wie jene viele, meiner bereits gescheiterten Götter. Trotz ausnahmslos genialer Werke war auch hier nie der letzte notwendige Schritt zum Durchbruch geschafft worden und sollte „Become Death“ nun auch wieder zum reinen Insidertipp forcieren, kann man sich gut vorstellen, dass diese so überaus talentierten Jungs irgendwann die Schnauze voll haben.

An der Qualität des Produkt wird’s mal wieder sicher nicht scheitern. „Become Death“ ist ein weiterer absoluter Brecher aus dem Hause SYMPHORCE und die logische Weiterentwicklung zum bereits großartigen „Godspeed“. Bereits der fulminant nackenspaltende Opener „Darkness Fills The Sky“ wäre jeden einzelnen Cent wert. Grandios betonhartes Power Metal Handwerk, garniert mit einer heftig unaufdringlichen Thrash Schlagseite frisst sich spätestens beim absolut großartigen Chorus fest in die Birne und drückt den geneigten Lauscher mit all seiner königlichen Brachialität wie ein Löschblatt an die Wand. So soll wuchtig zeitgemäßer Power Metal Klingen meine Herren Drachentöter und Hobbyschwerträger – this is the real shit!!!

Schält man die ausgelaugte Körperhaut dann vom heimischen Innenputz um sich von diesem Ungentüm einer Gitarrenwand zu erholen, darf es weitergehen. Weiter durch ein SYMPHORCE Wunderland, das es in dieser Vielfalt und ausgereifter Klasse bislang noch nicht gab. Noch nie schaffte es die Band dermaßen perfekt mit verschiedensten Spielarten, Genres und Stimmungen zu arbeiten, diese dennoch zu jedem Zeitpunkt authentisch und vor allem 100% Power Metal lastig klingen zu lassen. Egal ob die Fundierung der einzelnen Songs moderne, leicht elektronische Spielereien in sich bergen („Condemned“), mancherorts gar Gothic like dahindriften („In The Hopes Of A Dream“ – ein absoluter Hit, „Inside The Cast“ – HIM lassen grüßen!) oder einfach nur ganz fett proppelmoshtauglich abgeschweißt wird („Death Has Come“): Hier sitzten einfach jeder Einsatz und jede Melodie perfekt, hier wird mit Einflüssen gespielt, hier wird Heavy Metal Globalisierung propagiert und das ist auch gut so, denn im Endeffekt kommt jede Nummer auf den Punkt, hat (fast) jeder Song einen absolut an den Glocken packenden Monsterrefrain und ist jede einzelne Sekunde einfach nur SYMPHORCE wie man sie kennt, wie man sie liebt und wie sie der Szene noch lange erhalten bleiben sollten!

Ich liebe SYMPHORCE ebenso wie BRAINSTORM, der kleine Vorteil, den SYMPHORCE aber von Jahr zu Jahr definitiv immer mehr haben, ist das weit abwechslungsreicher und weltoffenere Soundspektrum, die dementsprechende Unberechenbarkeit und somit auch ein Sänger, der sich weit mehr entfalten kann als bei seinem zweiten Brötchengeber. Ein Andy B. Franck der sich hier ohrenscheinlich wohl fühlt, da er genau bei solchen Alben nachdrücklich zeigen kann, was alles in ihm steckt und was er kann. Nämlich alles.

Selten war ein SYMPHORCE Album so abwechslungsreich und zwingend wie „Become Death“. Für mich – neben „Phorceful Ahead“ - das bisherige Highlight dieser Band und ein verdammter Pflichttermin für alle „echten“ Power Metal Fans!


Nothing To Undo - Chapter Six (LTD. ED.)
Nothing To Undo - Chapter Six (LTD. ED.)
Preis: EUR 17,09

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Und täglich grüßt das Murmeltier...., 16. Februar 2007
Und täglich grüßt das Murmeltier....

„Nothing To Undo“ nennt sich nun also das mittlerweile sechste Album der Hamburger Könige der Selbstüberschätzung. MEATLIUM haben ohne Zweifel ihre Berechtigung, was aber treibt eine Band, die nie und nimmer den Sprung aus dem Sumpf der Durchschnittlichkeit schaffen wird dazu, Jahr für Jahr nahezu das selbe Album auf die Welt loszulassen?

Lars Ratz, der Häuptling des METALIUM Stammes scheint ja ein wirklicher Worcaholic zu sein. O.k. viele Ideen braucht er ja nicht, denn knapp alle zwölf Monate kommt ein und dasselbe Album auf den Markt. Natürlich war und ist keines der Teile wirklich schlecht, aber wer bitteschön soll all die Dinger kaufen, zumal sie sich ähneln wie das recht, dem linken Ei. Klar wird man – sowohl bei den Eiern, als auch bei METALIUM Alben - bei ganz genauer Prüfung Abweichungen der Regelmäßigkeit erkennen können, aber wer bitteschön durchleuchtet seine Eier schon mit der Lupe? Ich für meinen Teil bin diesem Abnorm noch nie erlegen und somit erspare ich mir nun mittlerweile auch schon seit mindestens vier Scheiben die Erbsenzählerei bei METALIUM Ergüssen. Natürlich regiert hier kompetent vorgetragenes, brav geradliniges Metal Handwerk, wie es in solcher Form fast nur aus Deutschland kommen kann. Natürlich kann die ein oder andere Nummer – vor allem die im Midtempo angelegten Momente wie „Follow The Sign“ und „Heroes“ erwirken da fast schon Entlastung - eh leicht gefallen, weiß auch der Sänger zu überzeugen. Das alte Leid jedoch: Man kennt das alles schon. Man hat das alles schon. Man braucht das alles gar nicht mehr und daran ändert auch eine gute Version des QUEEN Göttersongs „Show Must Go On“ rein gar nix.

METALIUM Reviews lesen sich wie Spielberichte der österreichischen Bundesliga. Kompaktes Handwerk, ohne herausragende Klasse und zwingende Momente. Purer Durchschnitt. Mehr is nicht drin. Wer’s braucht wird seine Freude damit haben und wer’s nicht kennt wird nix versäumen und kann sich getrost weiterhin auf die großen Ligen konzentrieren!

Und den Stuss mit den Eiern vergessen wir jetzt auch alle ganz schnell wieder....


Nothing to Undo-Chapter Six
Nothing to Undo-Chapter Six
Preis: EUR 16,52

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Und täglich grüßt das Murmeltier...., 16. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Nothing to Undo-Chapter Six (Audio CD)
„Nothing To Undo“ nennt sich nun also das mittlerweile sechste Album der Hamburger Könige der Selbstüberschätzung. MEATLIUM haben ohne Zweifel ihre Berechtigung, was aber treibt eine Band, die nie und nimmer den Sprung aus dem Sumpf der Durchschnittlichkeit schaffen wird dazu, Jahr für Jahr nahezu das selbe Album auf die Welt loszulassen?

Lars Ratz, der Häuptling des METALIUM Stammes scheint ja ein wirklicher Worcaholic zu sein. O.k. viele Ideen braucht er ja nicht, denn knapp alle zwölf Monate kommt ein und dasselbe Album auf den Markt. Natürlich war und ist keines der Teile wirklich schlecht, aber wer bitteschön soll all die Dinger kaufen, zumal sie sich ähneln wie das recht, dem linken Ei. Klar wird man – sowohl bei den Eiern, als auch bei METALIUM Alben - bei ganz genauer Prüfung Abweichungen der Regelmäßigkeit erkennen können, aber wer bitteschön durchleuchtet seine Eier schon mit der Lupe? Ich für meinen Teil bin diesem Abnorm noch nie erlegen und somit erspare ich mir nun mittlerweile auch schon seit mindestens vier Scheiben die Erbsenzählerei bei METALIUM Ergüssen. Natürlich regiert hier kompetent vorgetragenes, brav geradliniges Metal Handwerk, wie es in solcher Form fast nur aus Deutschland kommen kann. Natürlich kann die ein oder andere Nummer – vor allem die im Midtempo angelegten Momente wie „Follow The Sign“ und „Heroes“ erwirken da fast schon Entlastung - eh leicht gefallen, weiß auch der Sänger zu überzeugen. Das alte Leid jedoch: Man kennt das alles schon. Man hat das alles schon. Man braucht das alles gar nicht mehr und daran ändert auch eine gute Version des QUEEN Göttersongs „Show Must Go On“ rein gar nix.

METALIUM Reviews lesen sich wie Spielberichte der österreichischen Bundesliga. Kompaktes Handwerk, ohne herausragende Klasse und zwingende Momente. Purer Durchschnitt. Mehr is nicht drin. Wer’s braucht wird seine Freude damit haben und wer’s nicht kennt wird nix versäumen und kann sich getrost weiterhin auf die großen Ligen konzentrieren!

Und den Stuss mit den Eiern vergessen wir jetzt auch alle ganz schnell wieder....


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