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Hilfreiche Bewertungen: 604

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Rezensionen verfasst von
Frank Stein

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Star WarsTM Das Erwachen der Macht. Die illustrierte Enzyklopädie
Star WarsTM Das Erwachen der Macht. Die illustrierte Enzyklopädie
von Pablo Hidalgo
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Muss-Begleitband zum Filmgenuss (mit kleinen Lücken), 27. Dezember 2015
Ich will nicht erneut auf die Kritikpunkte eingehen (Kylo Ren, Luke Skywalker). Das haben andere Rezensenten bereits getan - und das mit recht. Hinzuzufügen wäre noch, dass Raumschiffe und Fahrzeuge komplett fehlen, weil die ein eigenes Buch bekommen haben. Auch über die unterschiedlichen Welten erfährt man nicht wirklich viel. Charaktere (egal ob Protagonisten oder das Alien hinten in der Ecke) stehen eindeutig im Vordergrund.

Ich möchte allerdings einen anderen Punkt hervorheben. Als ich im Kino war, hat mich der gebotene Status Quo der Galaxis (und die mangelnden Erklärungen, wie es dazu kam) doch sehr geärgert. Warum gibt es einen Widerstand, wenn es doch eine Neue Republik gibt? Warum sitzt die Republik nicht auf Coruscant? Warum hockt der Widerstand mit 10 Raumjägern auf einem Waldplaneten? Warum kämpft die Neue Republik nicht gegen die Erste Ordnung? Und in welchem räumlichen Verhältnis stehen die Planeten eigentlich zueinander? (Suggeriert wird, dass der Hauptsitz der Republik und der Planet des Widerstands Nachbarwelten sind - was nicht stimmt und für einen extremen Plotfehler im Abrams-Film sorgt). Nun, diese Fragen jedenfalls werden zum größten Teil von der vorliegenden Enzyklopädie in wenigen Sätzen beantwortet - und schon dafür bin ich ihr extrem dankbar. Jetzt habe ich zumindest ein bisschen besseres Gespür für die Galaxis, in der "Episode VII" spielt. Und die ganzen Detailinfos zu Nebenfiguren (Namen, Ausrüstung, Leben) gefallen mir ohnehin in Enzyklopädien dieser Art besonders gut. Wer Han Solo ist, weiß ich. Aber was hat es mit dem Alien in der Ecke der Cantina auf sich? Sowas macht einfach Spaß. Unterm Strich: Für Detailfanatiker und für Fans, die nach dem Besuch des Abrams-Films wegen der ganzen Erklärungslücken genervt waren, ist das Buch trotz gewisser Lücken (die vermutlich im nächsten Band geschlossen werden) unbedingt zu empfehlen.


Star Wars: The Force Awakens - Das Erwachen der Macht (Deluxe Edition)
Star Wars: The Force Awakens - Das Erwachen der Macht (Deluxe Edition)
Preis: EUR 13,62

15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die großen Themen fehlen oder bleiben zu fragmentarisch, 18. Dezember 2015
Ich kann mich leider in den Chor der Stimmen, die den aktuellen Soundtrack nur mittelmäßig finden, nur eingliedern. Der Imperiale Marsch, das Jedi-Thema, Luke & Leia, Yoda ... das waren große Melodien, die auch heute noch "Star Wars" bedeuten. "Duel of the Fates" geht in eine ähnliche Richtung. So große Momente hat der aktuelle Soundtrack leider keine. Selbst "Rey's Theme" hört sich, wenngleich es Wiedererkennungswert hat, tatsächlich eher wie eine Reprise aus "Harry Potter 1" an, als wie "Star Wars". Man kann den Soundtrack gewiss hören und auch in seiner handwerklichen Kunstfertigkeit genießen. Es sind zweifellos ein paar schöne Momente in dem Soundtrack vorhanden (etwa in Track 6, 11, 15 und natürlich 23) aber sie sind kurz und bleiben nicht recht im Ohr. Am ehesten erkennt man sie in der Abspannmusik wieder, dennoch fehlt ihnen das Zeug zum musikalischen Klassiker.

Zur Deluxe Edition sage ich nur so viel: Spart euch das Geld. Es gibt keine Bonustracks und kein Booklet mit Infos. Der einzige Unterschied zur normalen, gut 5 EUR billigeren Ausgabe ist eine Pappfalthülle mit Glanzeffekt und ein Booklet, das aber nur aus einem Vorwort von Abrams und ansonsten Filmbildern besteht. Für Soundtrackfans uninteressant.

Nebenbei: Die Musik, die den - ich glaube - 3. Trailer untermalt hat (episch, mit Trommeln), war für mich ein Beispiel, wie gut "Star Wars" auch in der nächsten Generation sein könnte. Die hat mir wirklich Gänsehaut vor ein paar Wochen beschert!

EDIT: Ich möchte noch kurz auf jene antworten, die sagen "Man kann den neuen Soundtrack nicht mit alten Kult-Ohrwürmern vergleichen." oder "Es ist doch ein Soundtrack, der nicht ohne den Film zu sehen ist." Beidem möchte ich widersprechen. Hört euch mal den Soundtrack zu "Das Imperium schlägt zurück" im Vergleich an. Der "Imperial March" und "Yoda's Theme" sind kleine musikalische Perlen, die völlig ohne Film funktionieren und das beim ersten Hören. Selbst Actionsequenzen wie "The Battle of Hoth" und "The Asteroid Field" sind bemerkenswert eingängig. Gute Soundtracks betreiben nicht nur das sogenannte "Micky-Mousing", d.h. das Begleiten der Filmbilder, sie stehen für sich selbst und geben den Filmbildern eine weitere Ebene. Das konnte Williams früher (zu Zeiten der klassischen Trilogie) verdammt gut. Schon die Prequel-Soundtracks fand ich persönlich schwächer, weniger prägnant. Und das setzt sich m.E. hier fort. Was den Soundtrack jetzt nicht mies macht, das nicht. Aber eben nicht so gut, wie er hätte sein können. (Womit er zum Film passt witzigerweise - aber das ist eine andere Diskussion.)
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 1, 2016 5:34 PM CET


"In A Galaxy Far, Far Away..." -- Star Wars Kind Einteiler Snapsuit
"In A Galaxy Far, Far Away..." -- Star Wars Kind Einteiler Snapsuit

5.0 von 5 Sternen Hochwertiger Einteiler, 8. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe den Body Freunden mit Nachwuchs geschenkt. Er kam super an. Druck und Farben entsprechen sehr genau dem hier präsentierten Bild. Weder sie noch der Stoff wirken irgendwie billig. Ein angenehm wertiges Lizenzprodukt, das den Padawan-Nachwuchs verspielt ans Genre heranführt und definitiv ein Hingucker ist, wenn Gäste ins Haus kommen. Würde ich jederzeit wieder kaufen.


Königsschwur: Roman (Die Königs-Romane, Band 1)
Königsschwur: Roman (Die Königs-Romane, Band 1)
von Joe Abercrombie
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

70 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Achtung: Jugendroman!, 2. März 2015
Kurz vorab: Dies ist keine Rezension des Bandes. Es ist nur ein Hinweis an alle, die enttäuscht vom völlig veränderten Stil sind: "Half a King" wurde im Original als Jugendroman eingekauft, konzipiert und geschrieben. Ich zitiere die US-Wikipedia:

"In 2013, HarperCollins' fantasy and children's imprints announced that they had acquired the rights to three books by Abercrombie, aimed at younger readers. The three standalone but interconnected novels form a "classic coming-of-age tale", with the first volume, Half a King, published in summer 2014 (The Shattered Sea Trilogy)."

Die Schuld an der Enttäuschung vieler Leser trägt also nicht Abercrombie, sondern Heyne, die den Roman völlig kommentarlos als Erwachsenenwerk vermarkten und damit falsche Erwartungshaltungen wecken. Dabei wäre der Roman besser bei einem Jugendbuch-Verlag aufgehoben, etwa Carlsen oder Loewe. So viel als Warnung für zukünftige Leser. :)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 30, 2015 3:32 PM MEST


Star Trek: Ships of the Line
Star Trek: Ships of the Line
von Clark, Margaret
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 28,91

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sammelband der SotL-Kalender bis 2014 - leider mit Mängeln, 7. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Seit Jahren schon erfreuen sich die "Ships of the Line"-Kalender unter "Star Trek"-Fans großer Beliebtheit. Auf zwölf bis dreizehn großformatigen Querseiten bilden verschiedenen Künstler Monat für Monat bekannte und unbekannte Schiffe des "Star Trek"-Universums ab. Die Qualität der Bilder schwankt dabei, unterm Strich bekommt man aber stets was fürs Auge. Und einige Motive sind wirklich grandios zu nennen.

Schon früher gab es ein Artbook, dass die ersten paar Kalenderjahre in einem Hardcoverband versammelte. Hier nun findet sich die aktualisierte Version bis 2014 (inklusive). Das Buch ist dabei ein reines Bilderbuch. Im merklichen Querformat werden auf der rechten Bildseite jeweils die Kalendermotive (hier thematisch nach "Serien" sortiert) geboten, auf der linken finden sich der Titel, der Künstler und ein kleiner Stimmungstext von wenigen (!) Zeilen. Das Buch ist kein Technical Journal und es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, was die auf dem Cover gezeigten Schiffe angeht. Naturgemäß ist die Enterprise beispielsweise (in ihren verschiedenen Serien-Inkarnationen) exorbitant übergewichtig präsentiert, weil sie halt in jedem der früheren Kalender mindestens einmal in ihrer NX-, TOS-, D- und E-Variante ihren Auftritt hatte. So weit, so gut.

Was mich an dem Buch ärgert, ist Folgendes: Es ist zum einen zu klein. Mit knapp 30x18 cm hat es vom Umfang her etwa ein Viertel des Kalenderformats. D.h. die Bilder sind deutlich kleiner. Zugegeben, ein 60x30-Format hätte einen echten Prestige-Band erfordert - der dann unsagbar teuer geworden wäre -, aber vielleicht hätte man wenigstens ein Mittelding finden können. Gerade Kunstbände erforden letztlich das große Format. Noch störender allerdings ist der Umstand, dass alle Bilder merklich beschnitten sind. Wer rechnen kann, merkt sofort, dass eine Seitengröße von 27,5x17,5 cm einem 1,57:1-Format entspricht, während 60x30 2:1 sind. D.h. es wurde in der Breite stets fast ein Viertel abgeschnitten. Außerdem wurden alle Bilder auch noch leicht herangezoomt, d.h. wir verlieren oben und unten zusätzliche Bildinformationen.

Das geht gar nicht! Künstler komponieren ihre Bilder auf einen gewissen Effekt hin. Wenn ein Bild das Format 2:1 haben soll, soll es das Format 2:1 haben. Und entweder man bietet es dann komplett an oder gar nicht. Wenn ein 2:1-Format ein zu "längliches" Buch erzeugt hätte, wären mir persönlich schwarze Balken unten und oben am Bildrand lieber gewesen, um das volle Scope-Bild der Kalender zu bekommen, als so eine Präsentation. Ich mag die Motive wirklich. Viele der Bilder sind wunderschön von Tobias Richter, Alain Rivard, Doug Drexler und wie sie alle heißen gestaltet. Das Buch kann ich jedoch nur bedingt empfehlen, denn es punktet eben nur mit seinen Bildern - und die sind allesamt beschnitten. (Zugegeben, bei einigen Motiven fällt es nicht so auf, deshalb gebe ich noch 3 Sterne. Doch gerade wenn man die Kalender kennt, spürt man die "Enge" einiger Bilder deutlich.)


Star Wars: The Clone Wars (Seasons One Through Six/Original Soundtrack)
Star Wars: The Clone Wars (Seasons One Through Six/Original Soundtrack)
Preis: EUR 9,89

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ohne große Melodien, 3. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Abgesehen davon, dass das CD-Cover ja ausnehmend langweilig ist und man sich fragt, warum es eine Langspielplatte, aber keine CD für die Fans gibt, bleibt die Sammlung an "Clone Wars"-Stücken leider etwas farblos. Es gelingt Kevin Kiner nicht, eingängige Leitmotive zu entwickeln, wie es John Williams für die eigentliche "Star Wars"-Saga gelungen ist. Es kommen auch wenige der bekannten Themen vor. Gelegentlich blitzt mal das Asajj-Ventress-Thema auf und Obi-Wan hat ein paar schöne Takte. Meist changiert der Soundtrack aber zwischen wildem Kampfgetöse mit "Chor" und dramatischen Beckenschlägen, düsterem Geraune und sanftem Geplätscher. Mal lauter, mal leiser, im Hintergrund gut anzuhören, aber ohne auffälligen Charakter. Ich könnte jetzt kein Stück benennen, was mich besonders mitgerissen oder begeistert hat. Was als atmosphärische Musik zur Untermalung der Serie gut funktioniert, bleibt als eigenständige Komposition leider kaum in Erinnerung. Dazu fehlt es einfach zu sehr an großen Melodien.


Star Trek - Typhon Pact 3: Bestien
Star Trek - Typhon Pact 3: Bestien
von David R. George III
  Broschiert
Preis: EUR 12,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zeit vergeht, Dinge passieren, Helden werden zahnlos - und trotzdem ein Muss, 3. April 2014
Meines Erachtens hat "Bestien", der Auftaktband des "Typhon Pact"-Zyklus (wenngleich er als 3. Band erschienen ist), ein großes Problem. Man merkt zu deutlich, dass George die Aufgabe hatte, diverse "Punkte" abzuarbeiten, die ihm die Redakteure bei Pocket Books aufgebürdet haben, um das "Star Trek"-Universum weiterzubewegen. Das klang dann vermutlich ungefähr so: "1. David, bring mal Sisko wieder ins Spiel - der versauert uns doch auf Bajor. 2. Mach mal den Sack zu, den die Spaltung des Romulanischen Sternenimperiums geöffnet hat - das erzählerische Potenzial wussten wir eh nie zu nutzen. Und 3. Gründe den Typhon Pact."

Punkt 3 hat er gut hinbekommen. Punkt 1 und 2 aber lesen sich eher traurig. Sisko, der einst der Hauptprotagonist der von vielen als beste bezeichneten "Star Trek"-TV-Serie "DS9" war, ist zu einem Schatten seiner selbst geworden, ein Mann, der sich dauernd Sorgen macht, der brütet, seine Lieben verstößt und zur Sternenflotte geht, um sich dort weiter brütend einen unzugänglichen Captain zu geben, der Dienst nach Vorschrift macht und dabei kaum was Nennenswertes erlebt. Zwar erklärt er seine Taten wortreich, dennoch erkennt man als Leser den Mann der Tat von einst kaum wider. Und Helden, die keine Rolle mehr spielen, sollte man vielleicht lieber ruhen lassen.

Punkt 2 wird durchaus mit interessanten Entwicklungen präsentiert. Es werden schöne Intrigen gesponnen. Leider bleibt George hier einerseits zu oberflächlich (dieser Handlungsstrang hätte locker allein das ganze Buch füllen können) und andererseits zu weit von den Protagonisten entfernt. Vieles bekommt man nur in Form von Nachrichten präsentiert, die Spock - noch so eine gescheiterte Figur, ein Held von einst, der seit Jahren (und natürlich ewig erfolglos) an seiner Wiedervereinigungsidee festhält - in irgendwelchen Verstecken verfolgt. Warum nicht nah an Tal'Aura und Donatra und den anderen Verschwörern dranbleiben? Ein Politthriller könnte so spannend sein. Hier werden die erschreckenden Umstände überwiegend trocken präsentiert.

Was bleibt also: Ein Buch, dass das "Star Trek"-Universum nachhaltig weiterdreht - das auf jeden Fall. Aus dem Grund muss man es als Fan des literarischen "Star Trek" wohl auch lesen. Doch es bleibt in meinen Augen deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Vieles wird zu distanziert erzählt. Es gibt keine Identifikationsfiguren. Und alle Serienhelden, die auftreten, werden zu machtlosen Opfern der Umstände oder ihrer eigenen kaputten Psyche degradiert. Das mag realistisch sein. Einzelne verändern selten die Welt. Und es mag zudem zeigen, wie weit sich "Star Trek" von der "naiven" Zeit der Helden vom Schlage eines James T. Kirk entfernt hat. Aber es liest sich leider eher sperrig. Alles, was passiert, passiert unweigerlich - und den "Guten" wird nicht einmal die Chance geboten, Einfluss darauf zu nehmen. Als Beschreibung "historischer Ereignisse" gelungen, als "Abenteuer" oder "Thriller" eher mau.


Buffy: The Vampire Slayer (Staffel 9), Bd. 1: Im freien Fall
Buffy: The Vampire Slayer (Staffel 9), Bd. 1: Im freien Fall
von Georges Jeantes
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

5.0 von 5 Sternen Toller Neustart oder: "Back to the roots", 15. Februar 2014
Vielen Fans wurde es am Ende von Staffel acht der "Buffy"-Comics doch etwas zu bunt. Riesige tibetanische Göttinnen stapften über die Erde, Atom-U-Boote teleportierten um den halben Globus, Buffy bekam Kräfte wie Superman und erlebte so kosmischen Sex, dass sie dabei gleich eine neue Realitätsebene erschuf (die danach wieder zerstört werden musste, weil sie die gewöhnliche Realität zu verschlingen drohte). Starker Tobak also. Dabei war „Buffy“ im Fernsehen nie eine Serie, die wir wegen der Spezialeffekte gesehen hätten. Es ging immer um die Menschen … und Vampire … und Dämonen. Freundschaft, Humor, Drama waren die Zutaten, die Joss Whedon zu einer schmackhaften Geschichte verrührte. Und genau zu dieser Einsicht scheint er in Staffel neun gekommen zu sein.

Vieles ist auf einmal kleiner, alltäglicher. Die Überlebenden von Staffel acht haben sich zum Teil zerstreut, zum größten Teil aber in San Francisco niedergelassen. Buffy arbeitet als Kellnerin und lebt in einer WG. Dawn und Xander sind ein Paar, aber nicht ohne Probleme. Und Spike ist halt Spike – wie immer. Ihrer aller Leben wird durch die Nachwirkungen der epischen Schlacht gegen die Dämmerung-Sphäre überschattet. Alle Jägerinnen außer Buffy haben ihre Kräfte verloren. Die Magie hat die Welt verlassen, sodass nicht nur Willow ohne Hexenkräfte dasteht, sondern auch alle Monster ihre Führung verloren haben. Sie hängen auf der Erde fest, ohne Kontakt zu ihren Heimatsphären. Und sie sind wild und verroht, Bestien eher als taktierende Meister des Bösen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Buffys Probleme nun bloß noch daraus bestünden, mit dem Riesenkater (nicht wörtlich gemeint) fertig zu werden, den sie nach der Einweihungsparty in ihrer WG hat. Nach wie vor gibt es ein paar sehr hungrige Vampire in der Stadt. Und ein paar sehr wütende ehemalige Hexen und Jägerinnen. Außerdem häufen sich Todesfälle unter Menschen, die keinerlei Todesursachen aufweisen – und die zudem gar nicht zu existieren scheinen. Erst einige Nachforschungen bringen die unglaubliche Wahrheit ans Licht, und enthüllen zudem einen neuen Feind von Buffy. Und am Ende kommt es dann so richtig dick. Ein Panel, praktisch ohne Worte, deutet eine Fahrtrichtung für Staffel neun an, die noch spannend werden dürfte.

Grafisch überzeugt der Comic leider nicht wirklich. Weder Georges Jeanty noch Karl Moline vermögen die Figuren richtig zu treffen. Ein paar der Panels gehören tatsächlich zu den hässlichsten Darstellungen von Buffy und ihren Freunden, die ich jemals gesehen habe (Stichwort: „Doppelkinn-Buffy mit Wangenwarze“). Ich weiß nicht, warum Joss Whedon an diesen Illustratoren festhält. Vielleicht sind es Freunde von ihm. Meister ihres Fachs sind sie jedenfalls leider nicht – oder man hat sie nicht gut genug bezahlt. Glücklicherweise sind die „Spezialeffekte“ (beziehungsweise die Optik) bei „Buffy“ nicht so wichtig wie die Story. Das ist im Comic genauso wie in der TV-Serie. Daher verzeiht man auch, wenn manches Gesicht arg verunglückt und manches Panel eher detailarm aussieht.

Fazit: Ein starker Einstieg, der sich auf das besinnt, was den Fans an „Buffy“ immer besonders gefallen hat: alltägliche Probleme einer sympathischen Protagonistenriege, Herzschmerz, ein gelegentliches Augenzwinkern, gute Dialoge und eine übernatürliche Komponente, die bei aller Dramatik nicht völlig übertrieben daherkommt. „Buffy“-Fans, die im Laufe der achten Staffel ausgestiegen sind, weil ihnen Joss Whedon etwas zu sehr über die Stränge schlug, können hier getrost wieder zugreifen – nur bei der Optik muss man ab und zu ein bis zwei Augen zudrücken.


Star Wars: The Clone Wars (zur TV-Serie): Bd. 9: Immer Ärger mit den Dugs
Star Wars: The Clone Wars (zur TV-Serie): Bd. 9: Immer Ärger mit den Dugs
von Will Silney
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Sammler interessant, sonst etwas schwach, 15. Februar 2014
Genau wie der achte Band der Reihe kommt auch der neunte als Kurzgeschichten-Anthologie daher. Auf hundert Seiten werden mehrere kurze Begebenheiten aus der Zeit zwischen „Episode II“ und „Episode III“ geschildert, genau genommen sind es elf, auch wenn es nur zehn Überschriften gibt. Die erste, etwas längere und auch titelgebende Story ist zweigeteilt und besteht aus den Einzelgeschichten „Immer Ärger mit den Dugs“ und „Umzingelt!“. Die Geschichten stammen allesamt aus dem britischen „The Clone Wars Magazine“ und wurden auch schon im deutschen Ableger gebracht – überwiegend in den Ausgaben von Januar bis Dezember 2011. Hier nun sind sie erstmals versammelt, was vor allem für die „Star Wars“-Fans interessant ist, die das Magazin nicht abonniert haben.

Ihrer Quelle in einem Magazin für Kinder entsprechend, kommen die Geschichten größtenteils kurz, schnell und ohne viel Tiefgang daher. Anakin und Obi-Wan müssen sich mit dem Kopfgeldjäger Cad Bane herumschlagen, Anakins Padawan Ahsoka und Jedi-Meister Plo Koon haben derweil einen unschönen Zusammenstoß mit wilden Dugs (wir erinnern uns an den aggressiven Konkurrenten des jungen Anakins beim Podrennen auf Tatooine in „Episode I“). Asajj Ventress treibt gleich zweimal ihr Unwesen, es werden wieder eine Menge Droiden geschrottet, wir besuchen Tatooine und einen illegalen Rancorkampf irgendwo auf Coruscant. Sprich: Es geht ordentlich rund.

Dieser Kessel Buntes aus Ereignissen liest sich flott runter, ohne allerdings großen Eindruck zu hinterlassen. Wäre „Klolektüre“ nicht so ein despektierlicher Begriff, würde ich sagen, dass man den Band prima als „Klolektüre“ verwenden könnte. Oder als Lesestoff für die Pause in der Schule. Einige Ideen weisen eine gewisse Originalität auf, etwa Anakins Besuch bei der Techno-Union, die ihn, da sie ihn für einen spendablen Händler hält, zum Dank, aber gegen seinen Willen, mit Maschinenteilen verbessern will, ein augenzwinkernder Vorverweis auf seine Zukunft als Darth Vader. Auch wird mit dem Profi-Dieb Kanto Raga eine Figur eingeführt, die durchaus schurkischen Charme hat und noch ausgebaut werden könnte. Nicht uninteressant ist – nebenbei bemerkt – der Umstand, dass Ahsoka hier zunehmend als grimmige junge Frau präsentiert wird, ähnlich wie in der vierten und fünften TV-Staffel von „The Clone Wars“. Auch im Comic wird die Charakterentwicklung also berücksichtigt.

Visuell herrschen vier Zeichenstile vor. Will Sniley liefert erneut die beste Vorstellung ab. Sein Stil entspricht im Grunde dem Standard gewöhnlicher „Star Wars“-Comics. Etwas schlichter und weniger treffsicher in der Figurenzeichnung kommt der Pinselstrich von Andres Ponce daher. Tanya Roberts zeichnet erneut sehr cartoonhaft, was mir persönlich am wenigsten zusagt. Barry Spiers Beitrag wirkt etwas besser, erweckt aber leider immer noch den Eindruck, als hätte hier ein mäßig begabter Fan zum Pinsel gegriffen. Vom gelungenen Cover darf man sich hier nicht täuschen lassen. Optisch macht mehr als die Hälfte der Abenteuer wenig her.

Fazit: Erneut liegt hier ein Sammelband mit elf Geschichten in 5-Minuten-Pause-Länge vor. Komischerweise fällt mir erst in diesem Band auf, wie häufig wilde Kämpfe mit philosophischen Gesprächen über Einigkeit, Macht und andere Dinge verknüpft werden, die für die junge Leserschaft wohl die „Moral von der Geschichte“ sein sollen, aber dennoch etwas aufgesetzt wirken. Richtig mitreißen können die Abenteuerschnipsel nicht. Aber Komplettisten erfreut ohne Zweifel, dass hier die Comics des britischen (beziehungsweise deutschen) „The Clone Wars Magazine“ erstmals gesammelt und außerhalb eines Magazinformats vorliegen. Das verleiht auch diesem Comic-Band einen Sammler-Bonus.


Star Wars(TM) Glücksritter
Star Wars(TM) Glücksritter
von Timothy Zahn
  Broschiert
Preis: EUR 13,00

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene "Ocean's Eleven"-Adaption, 6. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Star Wars(TM) Glücksritter (Broschiert)
Timothy Zahn, einer der ganz Großen unter den „Star Wars“-Autoren liebt komplizierte Geschichten. Gerne baut er mehrere Handlungsstränge auf, lässt sie parallel laufen, verschachtelt, verwirrt und führt dann in einem spektakulären Finale am Ende alles zusammen. Dazu gehört oft auch ein großes Ensemble an Protagonisten. Mit „Glücksritter“, einer „Star Wars“-Version des Heist-Movies „Oceans Eleven“ von Steven Soderbergh, treibt er diese Vorliebe auf die Spitze.

Die Handlung ist kurz nach der Zerstörung des ersten Todessterns angesiedelt und folgt Han Solo, der mit seinem Kumpel Chewbacca losgezogen ist, um das Leben mit dem Geld der Rebellen zu genießen. Leider verliert er die Credits gleich an den nächstbesten Raumpiraten und steckt daher einmal mehr in der Klemme, denn er schuldet Jabba dem Hutten nach wie vor viel Geld, und der will demnächst Bares sehen. Als er daher von dem leicht zwielichtigen Eanjer gefragt wird, ob er ihm helfen wolle, 160 Millionen Credits aus dem supergesicherten Safe von Avrak Villachor, seines Zeichens Sektorchef der Schwarzen Sonne, zu stehlen – wobei jeder Teilnehmer einen gleichen Anteil ausbezahlt bekommt –, denkt Han nicht lange nach, sondern ergreift die Gelegenheit.

Zu Eanjers Entsetzen heuert Han neun Schurken an, die ihm bei der Herausforderung, während des siebentägigen Festivals der Vier Ehrungen in Villachors Palast auf dem Planeten Wukkar einzudringen, helfen sollen: Chewie als Mann fürs Grobe, die Zwillingsschwestern Bink und Tavia als Meisterdiebin und Elektronikspezialistin, den Raumschiffdieb Dozer, die Hackerin Rachele, den Balosar-Taschendieb und Trickser Zerba, den Sprengstoffexperten Kell Tainer und Winter, seine Begleiterin mit dem fotografischen Gedächtnis, sowie Lando Calrissian als wandlungsfähigen Schauspieler. Doch Villachors Safe erweist sich als echt hart zu knackende Nuss. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, tauchen auch noch ein Vigo der Schwarzen Sonne und Imperiale vor Ort in Iltarr City auf. Hat Han Solo diesmal zu hoch gepokert?

Wie schon erwähnt, ist „Glücksritter“ eine deutliche Homage an „Oceans Eleven“ in der 2001-Version von Steven Soderbergh. Hier wie da machen sich elf Spezialisten – jeder für sich ein Schurke – auf, um 160 Millionen aus einem der sichersten Safes der Stadt zu klauen (bei Soderbergh handelt es sich um Las Vegas, hier ist es eben Iltarr Ciry). Das sorgt für eine Menge Tricksereien und Täuschungen und für große Pläne, die spontan umgeworfen werden müssen, weil ein neues Hindernis auftaucht, dann aber auf einer weiteren Ebene doch funktionieren, wenn auch vielleicht etwas anders, als ursprünglich gedacht. Man merkt Zahn die Freude an, mit der er dieses Schurkenspiel zwischen Eanjers Eleven, der Schwarzen Sonne und den imperialen Agenten orchestriert hat.

Dabei sind Hans Gegner keineswegs tumbe Verbrecher oder Tyrannen, wie man sie so oft im „Star Wars“-Universum antrifft, sondern kaum weniger schlau als er, wodurch der Wettstreit noch spannender wird. In „Glücksritter“ geht es nicht darum, mit blitzenden Blastern einfach die Festung zu stürmen, es geht darum, welcher Partei es gelingt, die andere erfolgreicher auszumanövrieren. Und wie immer gelingt es Zahn zum Schluss, in einem furiosen Finale alles zusammenzuführen, nur um dann nochmal ein, zwei unerwartete Wendungen zu präsentieren (nun ja, nicht völlig unerwartet: schließlich darf Han nicht mit 16 Millionen Credits aus der Handlung spazieren).

Der Roman selbst ist erstaunlich wenig im Expanded Universe verankert. Es handelt sich de facto um ein Solo-Abenteuer (im doppelten Wortsinne), das – weil der ganze Job natürlich geheim gehalten werden muss – später auch nie mehr erwähnt werden muss/darf/soll. Wenn man die alte Filmtrilogie gesehen hat, genügt das eigentlich als Vorbereitung. Kenner werden natürlich in Figuren wie Winter und Kell Tainer oder Organisationen wie der Schwarzen Sonne weitere Verknüpfungspunkte sehen. Und – sehr witzig – für „Indiana Jones“-Freunde hat Zahn auch eine Reminiszenz an „Jäger des verlorenen Schatzes“ eingebaut.

Fazit: In letzter Zeit gab es im Expanded Universe einige Experimente. Während die sich im Comic-Bereich vor allem auf neue Zeitlinien – „The Old Republic“, „Dawn of the Jedi“ oder „Knight Errant“ – beschränken, ansonsten aber im Wesentlichen „more of the same“ (Jedi vs. Sith) boten, konnte der Romansektor ein paar gelungene Genre-Cross-Over verzeichnen, etwa den Horror-Roman „Der Todeskreuzer“, den bislang noch nicht ins Deutsche übersetzten Agententhriller „Shadow Games“ oder eben jetzt die gelungene Heist-Movie-Adaption namens „Glücksritter“. Auch wenn diese Romane nicht alle in gleichem Maße zu überzeugen wissen, gefällt mir doch, wie hier mit dem Universum jenseits von Machtbenutzern und ihrem endlosen Zwist gespielt wird. Wer also bereit ist, sich auf ein etwas anderes „Star Wars“-Abenteuer – ohne Raumschlachten, Jedi und exotische Welten – einzulassen, wird mit „Glücksritter“ 600 Seiten lang sehr gut unterhalten werden!

Eine "Ringboten"-Rezension.


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