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Rezensionen verfasst von
Nicolai Waniek
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Clean Code: A Handbook of Agile Software Craftsmanship (Robert C. Martin)
Clean Code: A Handbook of Agile Software Craftsmanship (Robert C. Martin)
von Robert C. Martin
  Taschenbuch
Preis: EUR 35,95

153 von 186 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu viel des Guten, 5. September 2009
Von den begeisterten Rezensionen hier geleitet habe ich mir das Buch zugelegt und direkt gelesen. Vorneweg, der Schreibstil ist sehr angenehm, es liest sich hervorragend.

Die Punkte, die im Buch abgearbeitet werden um aufzuzeigen, was guter Code ist und ihn von schlechtem Code trennt decken sich mit meinen Erfahrungen, die Argumentationen, warum etwas schlecht ist und besser anders gemacht wird, nachvollziehbar. Bei den meisten Punkten stimme ich überein, doch was mir ziemlich sauer aufgestoßen ist:

* (Zu) Java-zentriert. Das ist an sich ja nicht so schlimm, würde man nicht bei den Argumentationen das ein oder andere mal - jedenfalls aber zu oft während des Buchs - denken, dass das Argument nur in Java Gültigkeit besitzt.
* Martin vergleicht ziemlich am Anfang des Buches die Aufbröselung langer Methoden mit der Normalisierung von Datenbanken. Offenbar hat er aber vergessen, dass sehr oft aber auch wieder Denormalisiert wird, da die weitere Auftrennung den Kontext auseinander reisst. Er hat zwar recht, dass man nach Möglichkeit alles auseinanderbricht, aber er verliert kein Wort darüber, dass man damit oft auch zu viel des Guten erreicht.
* Eine wichtige Grundregel meiner Erfahrung: Algorithmen _nicht_ auseinanderbrechen. Das schreckliche Gegenbeispiel kommt auf Seite 145, in dem Martin Knuths Primzahlencode aus Literate Programming nimmt, nach Java portiert und anschließend nach seinen Methoden refactort. Das Ergebnis ist eine reine Zumutung für das Auge und hat mit Clean Code nichts mehr zu tun. Positiv zu erwähnen ist, dass er die Ausgabe und die Erzeugung getrennt hat. Die Ausgaberoutinen sind sauber und so nachzuvollziehen, wie er es gern hat: Wie ein Stück Prosatext. Aber der Algorithmus als solcher ist nicht mehr zu erkennen. Nicht alles sollte als Prosatext beschrieben werden!
* Leider noch mal der Java Einfluss, aber wer von präzisem, klarem Code spricht, sollte keine Methodennamen verwenden, die länger als 20 Zeichen sind. Das Primzahlbeispiel macht das klar. Eine Methode mit Namen isLeastRelevantMultipleOfNextLargerPrimeFactor sollte nicht von jemandem geschrieben werden der von sich behauptet, sauberen Code zu schreiben... Code-Normalisierung ja, aber bitte nur soweit man keine Algorithmen, die irgendwo anders mathematisch beschrieben und geprüft sind, mit lächerlich anmutenden Funktionsnamen zerstört. Martins Code hat meistens eine gewisse Eleganz, aber die Eleganz in einem wohlgeformten Algorithmus scheint er nicht zu kennen, im Gegenteil, er reisst sie auseinander.
* Leider wird an keiner Stelle im Buch erwähnt, welchen Einfluss die Veränderung des Quellcodes auf die Performance der Software hat. Dass er es mit der Performance in seinem Code nicht all zu ernst nimmt zeigt ein Beispiel, bei dem er einen String zurück gibt, in dem ein Großbuchstabe einen Schalter der auf an steht anzeigt, und einen Kleinbuchstaben, wenn der Schalter aus ist. Normal würde man das über ein Bitfeld machen, und nicht wie er vorschlägt besser mit StringBuffer. Leider lässt der Java Einfluss wieder grüßen.

Ich bin etwas enttäuscht von dem Buch. Bei vielen Stellen im Buch hab ich den Kopf geschüttelt und mir die Frage gestellt, was für ein Schmarrn das ist, was er da macht, da das so einfach nicht in allen Bereichen applikabel ist. Wer viel in Java programmiert wird seine Freude an dem Buch haben und sicher oft mit dem Kopf nicken. Wer unter Clean Code nicht (nur) maximal-aufgebrochene Funktionen mit elendig langen Funktionsnamen versteht wird mit dem Buch nicht glücklich und lediglich seine Vorurteile über Javaprogrammierer bestätigt finden. So jemand schaut sich besser nach anderen Büchern um und reicht das Buch an den fanatischen Javajünger in seinem Freundeskreis weiter ;)
Kommentar Kommentare (16) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 10, 2014 10:41 AM CET


Fearless
Fearless
DVD ~ Shido Nakamura
Preis: EUR 7,99

7 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kopierschutz, anyone?, 14. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Fearless (DVD)
Ich möchte zum Inhalt des Films gar nichts sagen, das wurde in den anderen Rezensionen bereits zur genüge getan.

Wer den Film nicht über einen DVD Player, sondern mittels PC abspielen möchte, könnte jedoch vor einige Schwierigkeiten gestellt werden. Auch wenn meine letzten Versuche damit schon etwas her sind, und ich die DVD deshalb nur im Regal ansehe: Mir ist es lediglich unter Windows mit Hilfe von PowerDVD gelungen, den Film abzuspielen. Mit anderen Playern hat es nicht geklappt, zumal ich eigentlich nur wegen einer DVD nicht Windows booten möchte. Unter Linux bin ich ebenso gescheitert, libdvd hat mit dieser Art von Kopierschutz ein Problem, und jegliche Patches und mehrmaliges neucompilieren der Bibliothek haben zu keinem Erfolg geführt.

Deshalb: Finger weg von der DVD, wer sie auf dem PC sehen möchte. Eigentlich schade...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 21, 2012 1:37 PM MEST


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