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2.0 von 5 Sternen
Gestohlene Zeit, 16. September 2010
Kick-Ass ist ein verklemmter und schüchterner junger Mann, mit
ebenfalls verklemmten Freunden, die die meiste Zeit mit Comics
verbringen oder vor ihrem Computer Internetpornos schauen.
Er beschließt Superheld zu werden, ohne erkennbares Training oder
irgendwelchen Besonderheiten. Er weiß noch nicht mal wie man kämpft.
Zu dem ist der Protagonist in ein hübsches Mädchen aus seinem Jahrgang
verliebt. Die hält ihn aber aus gegebenen Gründen für schwul und denkt
sie könnten aus diesem Grund beste Freunde sein.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich folgendermaßen:
'Es ist toll einen schwulen Freund zu haben'
- nach 1 Stunde -
'Ich muss dir etwas sagen! Ich bin Kick-ASS!'
'Wirklich? Ich liebe dich!'
Vom Gayfriend zum Boyfriend, nur weil er sagt er wäre der im Netz
und Fernsehen bekannte Superheld?
Im Film gibt es aber noch andere Superhelden, zum Beispiel Hit-Girl.
Sie hat keine Freunde und lebt mit ihrem Vater zusammen, der ihr alles
über Waffen beibringt, seiner Tochter Waffen schenkt
und sie auch anschießt, damit sie sich an den Geschmack kugelsicherer
Westen gewöhnt.
Er plant nämlich einen höchst fragwürdigen Rachefeldzug! Hit-Girl ist
eine emotionslose Killermaschine die jeden Gegner ermordet der ihr in
die Quere kommt.
Der dritte Superheld 'Red Mist' ist der verklemmte Sohn eines
Kriminellen und hat ebenfalls keine Freunde. Er kommuniziert nur über
das Internet, spielt in dem Büro seines Vater mit Waffen und lauscht
den Geschäften seines Vormundes.
Ja in diesem Film sind alle 3 Superhelden Jugendliche mit wenigen bis
gar keinen sozialen Kontakten, keinem Familienleben und Idealen aus
Comicheften. Und die wollen tatsächlich die Welt verändern?
Wie die 3 Superhelden in Relation stehen, verrate ich nicht, allerdings
bezweifelt man im Laufe des Films, ob der Regisseur oder der Autor des
Filmscripts die Absicht hatte die heutige Jugend kritisch zu
durchleuchten. Denn der Film entwickelt sich zum Ende hin zu einem
Gemetzel. Hit-Girl läuft Amok war ja auch kaum anders zu erwarten.
Keine Freunde, gewaltbereiter Vater der seine Tochter
zu einer Massenmörderin initiiert.
Hinzukommt die vulgäre Sprache, die die Unreife der 3 Superhelden
unterstreicht, ein Bösewicht ohne Ecken und Kanten, eine
durchschnittliche Kameraführung ohne Besonderheiten und ein
vorhersehbares Plot.
Woher kommen die Argumente diesen Film mit Pulp Fiction oder gar mit
SinCity zu vergleichen?