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Rezensionen verfasst von
Tobert

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Scars: (The Horus Heresy, Band 28)
Scars: (The Horus Heresy, Band 28)
von Dan Abnett
  Taschenbuch

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Underdogs unter den Legionen, 10. März 2014
Es bleibt zu hoffen, dass Chris Wraight weiterhin die "White Scars" Serie ausbaut. Schon der Auftakt zum aktuellen Horus Heresy Roman "Brotherhood of the Storm - The Khan rides to war" überzeugte mit sehr viel Liebe zum Detail und ließ den Leser in die Welt und der Vorstellungen der White Scars eintauchen. Die Problematik, mit welcher sich auch andere Legionen auseinanderzusetzen haben, dass zwischen Legionären von Terra und denen der Heimatwelt, im Falle der White Scars, der Chogorim, Spannungen bestehen, ist ein wesentlicher Bestandteil der Vorgeschichte.

Auch ohne "The Khan rides to war" gelesen zu haben, lässt sich in Band 2 der White Scars schnell eintauchen. Doch kennen Leser des ersten Bands schon die Protagonisten und deren Hintergründe.
Die Frage, die sich die Leser von Beginn an stellen werden ist, welche Ereignisse führen die White Scars nach Terra, wo sie an der Seite der Loyalisten den Palast des Imperators verteidigen werden? Denn bis zur Hälfte des Buches sieht es ganz und garnicht so aus, als wollten die White Scars überhaupt eine Seite wählen. Der Band führt sehr konsequent und detailliert aus, welche Rolle die White Scars unter den Legionen spielen, welchen Ruf sie haben und wie ihr Primarch, Jaghatai, von seinen Primarchenbrüdern gesehen und verstanden bzw. eben nicht verstanden wird.
Es ist das Bild eines Außenseiters, meist belächelt und noch undurchsichtiger erscheinend als die Alpha Legion, lediglich Magnus und seine Thousand Sons führen engere Beziehungen mit den White Scars. Das Schicksal der Thousand Sons nach Prospero und das Konzil von Nikaea nehmen ebenfalls eine großen Teil der Handlung ein. So dürften auch Fans der Thousand Sons hier auf ihre Kosten kommen, denn "Scars" knüpft an die Horus Heresy Romane "A Thousand Sons" & "Prospero Burns" an und spinnt die Geschichte weiter.

Das Buch gipfelt in der Entscheidung, ob die White Scars sich Horus, dem Imperator oder niemandem anschließen und - wie der Titel des Buches schon andeutet - sind die White Scars alles andere als geeint im Bestreben eine gemeinsame Entscheidung zu treffen. Als letzte der 18 Legionen, welche noch keine Seite im Bruderkrieg gewählt hat, ist es spannend mitzuverfolgen, wie beide Seiten, sowohl Horus, als auch die Loyalisten um die White Scars werben und sie als potentielle Feinde und Veründete zugleich ansehen.
Die große Stärke des Romans ist hierbei, obwohl zu wissen, wie sich die White Scars entscheiden werden, mitzubekommen, unter welchen Umständen dies geschieht, denn Chris Wraight hat es wunderbar verstanden dem Leser zu vermitteln, dass den White Scars nicht viel am Imperium oder den anderen Legionen liegt. Sie wurden nie als das gesehen, was sie sind und haben sich immer distanziert von ihren Brüdern. Diese Haltung und der Charakter der Legion arbeitet Chris Wraight sehr schön hervor und sorgt auch zwischendurch für kleine Lacher und ein gewisses Schmunzeln.

Zuletzt werden immer wieder Verweise auf die Parallelhandlungen der Horus Heresy gestreut und Zuzsammenhänge angedeutet oder auch geklärt, aber es werden natürlich auch ein paar neue Fragen aufgeworfen. Seit Dan Abnetts Alpha Legion Roman "Legion" ist diese Legion zu undurchsichtig wie nie zuvor, welche auch in "Scars" ohne Verständnis des Lesers agiert.


Wrath of Iron (Space Marine Battles, Band 9)
Wrath of Iron (Space Marine Battles, Band 9)
von Chris Wraight
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Iron Hands hätten mehr verdient, 19. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In erster Linie freut sich jeder treue Space Marines Fan, dass eine Legion wie die Iron Hands einen Roman serviert bekommt,
welche bisher wenig bis garkeine Präsenz in der Black Library Veröffentlichungspolitik zeigen durfte.
Nun ich persönlich bin von der "Space Marines Battles" Serie generell sehr enttäuscht, da sie das vielseitige und komplexe
Universum auf nicht viel mehr als Geknüppel und Beballer reduziert.

Das ist bei "Wrath of Iron" glücklicherweise nicht der Fall. Autor "Chris Wraight" hat schon bei seinen White Scars Veröffentlichungen gezeigt, dass er einer Space Marines Legion sehr viel Leben einhauchen kann und Wert auf Details legt.
Das geklingt ihm jedoch bei "Wrath of Iron" mit den Iron Hands nur bedingt. Auch hier bedient er sich dem Kunstgriff, die Space Marines als Nebencharaktere einzuführen und die eigentliche Handlung von einfachen Menschen, von den Iron Hands liebevoll "Mortals" gekannt, getragen wird.
Dagegen ist nichts einzuwenden und zeigt schön auf, wie entfernt die Iron Hands vom Mensch-sein mittlerweile sind und wie lebensverachtend sie mit ihren Alliierten umgehen. Jedoch hätte hier Wraight viel mehr rausholen können. Zu lange hält er sich mit den "Mortals" auf und beschreibt Nebencharaktrere, die erst ganz am Ende eine gewisse Bedeutung entwickeln, auf die auch hätte verzichtet werden können. Die wenigen, gelungenen Passagen, welche das Innere der Iron Hands beleuchten sind zu wenig und erklären sich zu schnell. Dort hat Chris Wraight viel Potential verschenkt.

Handlungstechnisch ist die Story beliebig austauschbar und daher auch nicht wirklich erwähnenswert, lediglich die verstörten Ansichten und Doktrinen der Iron Hands machen diesen Roman lesenswert, auch wenn hier wie gesagt viel mehr hätte rausgeholt werden können.
Nur bedingte Kaufempfehlung.


Darkness in a Different Light (Special Edition)
Darkness in a Different Light (Special Edition)
Preis: EUR 16,98

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fates Warning in a Different Light, 30. September 2013
Nun man musste nicht ganz neun Jahre warten, so veröffentlichte die Besetzung von Fates Warning
jenseits ihres offiziellen Namens und Sängers Ray Alder 2011 in Kombination mit Gründungsvokalist John Arch
das Album "Sympathetic Resonance" unter dem Namen "Arch & Matheos".
Diese Scheibe ist auch nicht unwichtig um den musikalischen Werdegang zwischen Fates Warnings letztem
Studioalbum "FWX" (2004) und dem nun aktuellen elften Silberling "Darkness in a Different Light" nachzuvollziehen.

Die musikalische Härte, welche schon auf "Arch & Matheos" deutlich zu Tage kam, wurde beim Opener
"One Thousand Fires" gleich mal mitübernommen, dennoch gehört dieser, neben darauffolgendem,
an "Inside Out" Zeiten erinnernde Song "Firefly" noch zu den eingängisten Songs auf der Platte.
"Firefly" wurde nicht umsonst als Single vorab veröffentlicht, da dieser wohl am zugänglichsten ist.
Auf "O Chloroform" gibt sich kein geringerer als Kevin Moore (ehemals Dream Theater) die Ehre,
welcher sehr an die musikalische Richtung auf "Disconnected" (2000) erinnert.
Während auf dem letzten Album "FWX" noch einige Songs alleinstehend und kompakt arangiert wurden,
sind die Nummern, ähnlich wie auf "Sympathetic Resonance" komplexer strukturiert.
Dies deutet "Lighthouse" und "into the Black" schon an, bis das musikalische Feuerwerk, welches
sich auf dem Album verbirgt, beim 14-Minuten-Epos "And Yet It Moves" abbrennt.
Welches musikalisch und atmosphärisch einen würdigen Abschluss des Albums darstellt.

Wer in den Genuss der special edition kommen möchte, der erhält auf einer zusätzlichen Disk
neben einer extended Version von "Firefly" auch den eigentlich kurzen balladesken
Albumtrack "Falling" als ausgewachsene Rock Nummer der Marke "Inside Out",
welcher meines Erachtens durchaus aufs reguläre Album hätte gepackt werden können.
Die beiden live Songs sind allerdings gesanglich weniger eindrucksvoll.

Schöne Weiterentwicklung des musikalischen Horizonts von Fates Warning - die Herren haben längst nicht alles gesagt.
Kaufempfehlung an jeden Fates Warning Fan der "Ray Alder-Era" und für jeden Anhänger progressiver-atmosphärischer Musik ein Pflichtkauf.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 21, 2014 6:08 AM CET


2013
2013
Wird angeboten von forever_rock-de
Preis: EUR 13,51

4.0 von 5 Sternen For those about to rock - Mystery!, 30. September 2013
Rezension bezieht sich auf: 2013 (Audio CD)
Neben AC/DC fristen viele Hard Rock Bands aus Australien ein Schattendasein. Ausreiser wie Airbourne sind da schon die Ausnahme.
So ein Ausreiser hat sich von "Down Under" losgesagt und sorgt gerade fleißig für Unruhe rund um den Globus.
Darunter fielen mittlerweile Japan, Europa und die Staaten. "Mystery" heißt die junge Formation, die mit ihrem Debutalbum "2013",
veröffentlicht über das deutsche Plattenlabel "Metalapolis Records",
in den Startlöchern steht.

Sieben Tracks haben die Youngster geschrieben und dazu zwei Covertracks aufgenommen. Musikalisch orientieren sich die Jungs klar an ihren
persönlichem Vorbild "Ronnie James Dio", aber auch an der Visitenkarte ihrer Heimat AC/DC. Während "Raise Your Fist" eine solide Rocknummer ist,
wird mit "Freedom" das Tempo ordentlich angezogen - meine persönliche Lieblingsnummer. Anspieltip dürfte sicherlich "Test of Time" sein, welcher
musikalisch als Vorzeigesong der Australier herangezogen werden kann. Hinter den beiden Covern verstecken sich, wer hätte es gedacht, die bekannte
Nummer "Down Under" der australischen Gruppe "Men at Work" und das obligatorische "Stand Up and Shout" von Dio.

Für jeden Fan von knackigem Hard Rock und Heavy Metal, welcher sich auf seine Wurzeln besinnt, eine klare Kaufempfehlung.
Auch so sollte man die Band im Auge behalten, denn die U-20-Formation hat musikalisch noch viel zu sagen.


Horus Heresy - Die verstoßenen Toten: Die Wahrheit liegt im Inneren
Horus Heresy - Die verstoßenen Toten: Die Wahrheit liegt im Inneren
von Graham McNeill
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen sehr ernüchternd, 16. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Prinzip, abseits gloreicher Space Marines Schlachten düstere Geschichten um eine Handvoll einfacher Sterblicher zu schreiben,
ist ein Kunstgriff im Warhammer Universum, der meines Erachtens nur von Dan Abnett beherrscht wird.
Das Konzept, Space Marines in einem Horus Heresy Roman, in die Nebenrolle zu verschieben ist völlig in Ordnung,
nur sollte man das auch beherrschen. Abgesehen davon, ist der Roman auch inhaltlich sehr dünn. Aber der Reihe nach:

"Die Verstoßenen Toten" spielt auf Terra zur Zeit des Landesplatz-Massakers, Graham McNeill zeigt als erster Autor die Mechanismen
der Astropathen-Verbindungen und des Psionischen Netzwerkes, welches das Imperium zusammenhalten, auf.
Dieser bis dahin gänzlich neue Aspekt im Warhammer Universum weiß durchaus zu gefallen und bietet frischen Inhalt.
Dann hören aber die erfreulichen Bestandteile des Romans schon auf.
Protagonist ist ein traumatisierter Astropath namens Kai Zulane, der als in den Einrichtungen der Astropathen auf Terra
einiges schief geht (das ist durchaus gut geschrieben, daher möchte ich nichts spoilern), eine Vision "eingepflanzt" bekommt,
die er aber nicht lesen kann. Das Imperium vermutet einen Kriegs-entscheidenden Blick in die Zukunft und setzt alles daran,
die Vision aus seinem Verstand zu extrahieren. Während ein ebenfalls gefangener Psioniker der Thousand Sons in den Kerkern warum auch immer davon Wind bekommt,
beschließt er aus den tiefen Gefängnissen unter dem Imperialen Palast auszubrechen (Klar ist ja auch nicht sonderlich schwer).
Dabei befreit er ein paar andere Space Marines aus Legionen, die mittlerweile alle auf der Horus Seite stehen,
und nehmen den Astropathen beim Ausbruch mit. (Waren die Custodes nicht irgendwie selbst unter Space Marines elitär? - Fehlanzeige)
Dann beginnt ein Katz und Maus Spiel auf Terra. Soviel zum Inhalt.

Dass, das natürlich schon nach Schwachsinn schreit, lasse ich mal unkommentiert, auch warum sich weit abseits vom eigentlichen Schauplatz
des Verrats, Abtrünnige Space Marines auf Terra interniert befinden, bleibt ungeklärt.
Verschiedene Handlungsstränge wechseln sich ab, die alle mehr oder weniger farblos bleiben, auch die Charaktere erfahren kaum Tiefe.
Auch warum Terra, das Zentrum des Imperiums mehr wie die Slums von Rio de Janeiro wirken, bleibt ein Rätsel.
Am Ende als die Pointe sich auflöst (minimaler Spoiler: Rogal Dorn wirkt schon verdammt cool), bleibt ein Gefühl der Inhaltslosigkeit.
Um diese Inhaltslosigkeit etwasverständlicher zu machen: Wie viele Horus Heresy Romane bringt das Buch die Geschichte um die Horus Heresy nicht voran,
sondern dehnt den Umfang. In diesem Fall verändert das Buch die Gesamtstory der Heresy-Fans überhaupt nicht. Sie ist schlicht und einfach überflüssig.
Graham McNeill hat viele gute Ansätze eingebaut, die er aber hoffnungslos lahm entzehrt und der Spannung jedes Mal im Keim schon den Fahrtwind aus den Segeln nimmt.

Fans, die generell mit Heresy/W40k Romanen ohne Space Marines in der Hauptrolle nichts anfangen können, sollten die Finger davon lassen,
und Fans, die einen packenden Agenten Thriller, wie man es bei Dan Abnett gewohnt ist, erwarten, sollen ebenfalls einen Bogen um das Buch machen.


Warhammer 40.000 - Pariah: Ravenor versus Eisenhorn
Warhammer 40.000 - Pariah: Ravenor versus Eisenhorn
von Dan Abnett
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abnett lässt sich diesmal besonders viel Zeit., 6. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nun ersteinmal zu dem kollektiven Aufschrei über das Preis-Leistungsverhältnis. Die Deutsche Erstausgabe wurde nicht als Taschenbuch, sondern als gebundene Buchform veröffentlicht.
Und diese kosten nunmal statt dem Taschenbuchformat von ca. 9 Euro knapp 20 Euro oder auch mehr. Das hat nichts mit der Markstrategie der Black Library oder Games Workshop zu tun.
Sicherlich wird "Pariah" auch im kommenden Jahr als Taschenbuchformat für ca. 9 Euro erhältlich sein. Also fließt das Preis-Leistungsverhältnis nicht in die Bewertung mit ein.

Vorneweg gesagt, diesmal ist im Gegensatz zu den Eisenhorn-Romanen, die Bequin-Reihe deutlich auf einer Trilogie aufgebaut.
Dieser Schreibstil wird bei der Ravenor Reihe schon deutlicher, während Abnett gezielt die "Bequin" Handlung über drei Bücher spinnt.
Dadurch lässt das Buch den Leser natürlich am Ende mit vielen offenen Fragen zurück.

Handlungstechnisch lässt sich Abnett diesmal sehr viel Zeit - eine Zeitspanne, die manche als für langwierig oder gar langweilig erachten.
Abnett nutzt dies geschickt und lässt den Leser wirklich sehr lange im Unklaren, über grundlegende Handlungsstränge. Ein Kunstgriff, der zumindest für mich,
die Spannung deutlich steigerte über das Buch hinweg.

Durch Abnett's Schreibstil kann sich der Leser sehr gut in den Protagonisten, Alizebeth Bequin, hineinversetzen und ebenso wie wenig sie versteht von den Geschehnissen um sie herum,
so versteht es der Leser. Ein Kunstgriff, durch den sich der Leser mit der Protagonistin gut indentifizieren kann.
Über das ganze Buch hinweg baut sich das Gefühl auf, Teil eines Eisenhorn bzw. Ravenor Romans zu sein, aber die Handlung nicht aus der jeweiligen Sicht mitzubekommen.
Ähnlich wie bei einem Formel-1-Rennen, in welchem der Zuschauer nur einen Bruchteil des eigentlichen Rennens sieht. Der Großteil spielt sich außerhalb seiner Sichtweite ab.
Abnett versteht es perfekt, nachdem er sich wirklich lange Zeit gelassen hat, ab der zweiten Hälfte sein Nostalgie und Aah-Moment Feuerwerk abbrennen zu lassen! und was für eines.
Denn soviel sei verraten, Leser der sechs vorherigen Inquisitor-Romane werden auf ihre Kosten kommen.
Auch wenn manche Schlüsselszenen von treuen und eifrigen Eisenhorn/Ravenor Fans durchschaut werden können, so garantiere ich,
dass selbst solche Fans mindestens ein paar Mal auf's Eis geführt und völlig überrascht werden.

Wie schon erwähnt, die Handlung, das wird spätestens ab der Hälfte klar, baut sich über die Trilogie auf. Dadurch liest sich die erste Hälfte wie ein langes Intro,
bevor die eigentliche Handlung beginnt. Wer mit Abnett's Schreibstil vertraut und verzaubert wurde, macht mit diesem Roman keinen Fehler.


Frequency Unknown
Frequency Unknown
Preis: EUR 22,99

9 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine deutliche Frequenz, 26. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Frequency Unknown (Audio CD)
Es ist schon erstaunlich, wie so mancher Künstler unter Druck zu Ergebnissen fähig ist, die selbst hartgesonnene Kritiker zumindest schlucken lässt.
Geoff Tate, der nun unter eigenem Queensryche Banner weitersegelt, veröffentlicht mit "Frequency Unknown" einen überraschenden Nachkömmling zu letzteren
Scheiben wie "Dedicated to Chaos" (2011) und "American Soldier" (2009). Dies ist natürlich nicht zuletzt dem geschuldet, dass sich Musiker und die Umstände
maßgeblich geändert haben.
"Frequency Unknown" knüpft nicht an oben genannte unmittelbare Vorgänger an, sondern vielmehr an "Tribe" (2003) und "Promised Land" (1994). Wem diese Scheiben
gefielen, wird auch hier keine Schwierigkeiten haben, sofort einzutauchen.
Vorneweg, ja es geht weiterhin ohne Chris DeGarmo (Gründungsmitglied bis 2003), ja es geht auch ohne Wilton und Jackson.
Jedoch fällt teils deutlich auf, dass Scott Rockenfields Schlagzeug Arrangements und sein Stil schmerzhaft vermisst werden. Dieser Mangel hätte der Rezension
auch beinahe den fünften Stern gekostet. Dies gleicht Geoff Tate jedoch durch fantastische Beiträge verschiedenster Gastmusiker aus. Geoff Tate hat sich
nicht nur Verstärkung an Gitarren und am Schlagzeug - unter anderem Simon Wright (Ex-AC/DC) und Paul Bostaph (Ex-Slayer) geholt, auch als Songwriter
fungieren ein paar neue Gesichter, so ist Martín Irigoyen für mehrere Songs mitverantwortlich.

Das zauberhafte "In the Hands of God" wird durch Gitarrenarbeit und Solo von Ty Tabor (King's X) noch einmal um einiges atmosphärischer.
Auch auf "Everything" erweist sich Tabor's Beitrag als goldwert, angenehmer Song.
Ebenso kommt "Running Backwards" mit einem äußerst einprägsamen "Touch of Evil" daher. Judas Priest Fans dürfte auch ohne ins Booklet zu schauen,
K.K. Downing's Gitarrenwerk sofort erkennen.
Überflieger der Scheibe ist "The Weight of the World", welcher einen in nostalgisch bessere Jahre Queensryches zurück wirft.
Ex-Megadeth Gitarrist Chris Poland drückt hier seinen Stempel auf.
Auf "Give it to you" gibt sich Night Ranger Sänger und Gitarrist Brad Gillis die Ehre, welcher durchaus an "Empire" (1990) Zeiten erinnert.
Mit "Fallen" fühlt man sich doch gleich auf der "Promised Land" (1994) zu Hause, diesem Song verleiht Dave Meniketti (Y&T) seinen eigenen Charme.
Opener und Single-Auskopplung "Cold" wirkt eingängig, hart und direkt, wohl der Kompromiss den Fans gegenüber.
Lediglich "Dare" und "Slave" fallen langweilig und ohne wirklich erhellende Momente aus.

Queensryche Fans, die zur erkenntnisreicheren Seite zählen, der Band auch nach "Empire" noch Gehöhr zu schenken, sollten hier bedenkenlos zugreifen.
Für alle anderen, die atmopshärischen Hard bzw. Progressive Rock mögen, ist ebenfalls ein Kauf zu empfehlen.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 27, 2013 12:05 PM MEST


Motherland
Motherland
Preis: EUR 13,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mutter des modernen Melodic Rocks, 4. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Motherland (Audio CD)
Das musikalische Rezept, welches Pretty Maids seit ihrem letzten Überflieger "Pandemonium" (2010) verwenden, ist mehr als erfolgversprechend.
Genannte Scheibe wurde ja schon von Fan und Kritiker gleichermaßen in den Himmel gelobt - mit Recht.
Dadurch lag natürlich ein gewisser Druck auf den Schultern der Dänen. Der, vorweg genommen, sich als äußerst gesund herausgestellt hat.
"Motherland" kommt ohne Schwierigkeiten an den Vorgänger heran und kann vermutlich ihn auch noch übertrumpfen. Pretty Maids sind noch
ein wenig mehr melodischer geworden, das mag dem Nostalgiker vielleicht etwas zu modern und weichgespühlt erscheinen, denn mehr den je
ist die Produktion sehr sauber und modern geworden.
Der Opener und erste Single Auskopplung "Mother of all Lies" stellt einen würdigen Auftakt auf gut 50 minütige Meisterwerk dar.
Direkt, agressiv, klare Gitarrenriffs, eingängige Keyboard-Teppiche und Ohrwurm-starke Lyrics machen schon den ersten Track bezeichnet
für das, was noch kommen wird.
"Iceman" mit dem dazugehörigen Intro "Confession" wird wohl den ordentlich einheizenden Opener auf der kommenden Tour geben.
Dieser kommt episch-melodisch daher mit ebenso eingängigem Chorus.
Schon auf "Pandemonium" zeigten die Dänen ihre Stärke in Balladen (Little Drops of Heaven, Old Enough to Know), dieses Talent
wird auch wieder auf "Motherland" mehr als gelungen zelebriert. Mit "Sad to see you suffer" und "Bullet for you" sind Pretty Maids
wieder zwei wundervolle Songs gelungen und auch das balladesk gehaltene "Infinity" und "Wasted" wissen sofort zu gefallen.
Der persönliche Überflieger ist jedoch "Why so Serious", der mit allem auffahren kann, was Pretty Maids zu bieten haben.
Mit "Hooligan" und "Who What Where When Why" befinden sich auf der Scheibe noch zwei Nummern, die ähnlich wie Stücke auf Pandemonium
willkommen hart, direkt und mit starken Lyrics versehen sind.
Lediglich "To Fool a Nation" ist ein wenig mager, aber als Ganzes betrachtet, stört das sicherlich niemanden.
Fans der "Pandemonium" müssen hier zugreifen, und jeder Freund von melodischem Metal sollte ebenfalls dringend reinhören.
Sehr zu empfehlen!


The Savage Playground
The Savage Playground
Preis: EUR 12,98

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The musical Playground, 25. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: The Savage Playground (Audio CD)
Drei Jahre sind nunmehr ins Land gegangen, seitdem Crashdiet ihr letztes Überflieger-Album „Generation Wild“ veröffentlicht haben. Bei Fans und Presse in den Himmel gelobt, wird es schwer sein, dass zu übertreffen, oder erstmal wieder zu erreichen. Nun ist „The Savage Playground“ erschienen, das zweite Album in Folge, welches ein unverändertes Line-Up beinhaltet.

Auch nach mehrmaligem Durchhören, war es schwer für mich, ein endgültiges Fazit zu schließen. Denn einerseits erinnert Song-Writing und -Arrangement, sowie die Produktion stark an den großartigen Vorgänger, doch andererseits wirken die Songs blasser, wie eine mäßig-gute Kopie von „Generation Wild und doch hat sich die Musik weiter entwickelt. Denn trotz der Imitationsversuche der letzten Scheibe, wirkt das Songwriting reif. Die meisten Songs sind wie schon beim Vorgänger mit deutlichen Lead –und Rhythmus Gitarren geschrieben, mehr als auf der letzten Scheibe, was sich nun noch mehr negativ auf die Live-Shows auswirken könnte, da Crashdiet nach wie vor nur einen Gitarristen-Posten haben und Sänger Simon Cruz nur in seltenen Fällen zur Klampfe greift. Gesampelt wird nach wie vor nur der „Background-Gesang“.

Ohrwurmfaktor dürfte der Opening-Track „Change the World“ und „Anarchy“ bieten. „Circus“ erinnert stark an das Debut-Album „Rest in Sleaze“, insbesondere der Chorus weißt doch Ähnlichkeiten zu „Riot in Everyone“ auf. Persönliches Highlight ist jedoch „Lickin‘ Dog“, welcher nicht nur sehr melodisch daher kommt, sondern dessen Chorus auch sofort ins Ohr geht. Auch „Got a Reason“ weiß schnell zu gefallen. Generell sind die Songs wieder sehr melodisch gehalten, was „Drinkin‘ Without you“ sehr anschaulich beweist. „Damage Kid“ zieht nochmal das Tempo ordentlich an, zündet aber erst so richtig, nach mehrmaligem Hören.

Crashdiet Fans können bedenkenlos zugreifen, insbesondere, wenn ihnen „Generation Wild“ gefallen hat. Und wohl auch jeder Fan der „New Wave of Swedish Glam Rock“ Bewegung sollte hier zugreifen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 28, 2013 10:46 AM CET


Pandemonium
Pandemonium
Preis: EUR 20,93

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pretty Maids sind zurück!, 22. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Pandemonium (Audio CD)
Nunmehr 4 Jahre ist es her, dass die Dänen ihr letztes, von der Presse eher mäßig aufgenommenes Studioalbum (Wake Up to the Real World) veröffentlichten. Auch die zwei Alben davor „Planet Panic“ (2002) und „Carpe Diem“ (2000) hatten nur geringfügigen Erfolg. Also alle Zeit, dass die im Jahre 1981 gegründete Truppe mit Erfolgshits wie „Future World“, „Back to Back“ oder „Red, Hot and Heavy“ endlich wieder einen Befreiungsschlag landet. Vorneweg, der ist ihnen mehr als gelungen!

Der vorab veröffentlichte Videoclip zu „Little Drops of Heaven“ zeigt noch langjährigen Bassisten Kenn Jackson, der jedoch nur kurz darauf die Band verlässt, um auf Tour von King Diamond Bassist Hal Patino ersetzt zu werden. Dies war jedoch nur von kurzer Dauer und das Bandgefüge wurde 2011 mit Rene Shades nun hoffentlich langfristig komplettiert.

„Pandemonium ist ein modern produziertes, hartes und melodisches Heavy Metal Album geworden. Gleich der Titeltrack walzt alle Skepsis nieder und dürfte jedem sofort ins Ohr gehen. Darauffolgende Nummer „I.N.V.U.“ hat sich nach der Power-Ballade zum Liebling der Fans entwickelt. Er zeigt anschauungsvoll, dass die Dänen songwritingtechnisch noch lange nicht alles verschossen haben und trotzdem an den Stil ihrer Erfolgsalben wie „Future World“ oder „Spooked“ anschließen können. Nostalgiker dürften sich daher besonders über diese Nummer freuen. Fans, die ebenfalls schwer damit tun, ihre Bands songwritingtechnisch wachsen und altern zu sehen, dürften sich auch über „One World One Truth“ freuen, der auch nahtlos an frühere Zeiten anknüpft. Persönliches Highlight ist jedoch das schnelle und insbesondere brachiale „Cielo Drive“ und wer gedacht hat, eine schönere Ballade als „Little Drops of Heaven“ könnten die Dänen nicht mehr raushauen, der irrt, denn „Old Enough to know“ ist ein wundervoller Song geworden, der durchaus ein wenig an die Pflichtballade der Dänen „Please Don’t leave me“ (John Sykes Cover) erinnert. Zuletzt sind „It Comes At Night“ und „Beautiful Madness“ zu erwähnen, welche am Ende keinen Wunsch offen lassen.

„Pandemonium“ ist ein großartiges melodisches Heavy Metal Album geworden, dass für zeitlose Fans, wie für hartgesonnene Anhänger der „Old School“ Fraktion etwas zu bieten hat. Und für diejenigen, die mit dem Namen „Pretty Maids“ nichts verbinden oder noch nichts anfangen konnten, wäre jetzt der richtige Moment, sich dafür die Zeit zu nehmen.


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