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HempDaMan

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Jacques Derrida
Jacques Derrida
von Heinz Kimmerle
  Broschiert

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erspart nicht die Primärliteratur, 5. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Jacques Derrida (Broschiert)
Im Vergleich zur dünnen UTB Einführung ist dieses Buch geeigneter. Ohne Kenntnis der Grundgedanken Derridas ist es trotzdem ein schwerer Brocken. Für den Leser, der sich für die epistemologischen Aspekte interessiert würde ich allerdings ein anderes Verfahren wählen: Sausurre lesen, d.h. die "Grundfragen". Wenn die Grundbegriffe gut verstanden sind - langue-parole, signifikant-signifikat, Zeichen, Bedeutung, Wert, paradigmatische und assoziative Ketten - dann direkt Derrida lesen - bspw. "Grammatologie und Semiologie", ein Interview mit Julia Kristeva, in der es vornehmlich um Saussure geht. Das Interview ist in "Postmoderne und Dekonstruktion" (Reclam) abgedruckt und dort finden sich auch andere kleine Texte von Derrida, mit denen fortgefahren werden kann. Derrida schreibt nicht kompliziert, die Gedanken zu verinnerlichen ist das Problem - dazu kann dann ein Buch wie dieses etwas beitragen.


Postmoderne und Dekonstruktion: Texte französischer Philosophen der Gegenwart
Postmoderne und Dekonstruktion: Texte französischer Philosophen der Gegenwart
von Peter Engelmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,80

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gelungene Textzusammenstellung, 9. Juni 2011
Der kleine Band gibt einen Einblick in die Variationen der "Postmodernen". Ein unangenehmer Beigeschmack bleibt bei solchen Zusammenstellungen immer; warum bleibt z.B. ein Deleuze, ein Barthes, ein Lacan oder ein Rancière draußen, während Lyotard und Derrida mit 3 bzw. 4 Texten Eingang finden und Foucault nur einen "Sendeplatz" bekommt. Naja...

Vom Schwierigkeitsgrad her sind die Texte in den oberen Ligen anzutreffen, gerade die beiden erstgenannten von oben sind voraussetzungsreich, zumindest Derrida (unbedingt Saussure vorher durchpauken!). Aber ein ambitionierter Autodidakt kann aus dem Buch einiges an hochwertigem Gedankenmaterial herausziehen

Ein halben Punkt Abzug für das Fehlen von Deleuze (der vermutlich nicht auf einen Textausschnitt sinnvoll reduziert werden konnte) und das Ungleichgewicht zwischen Foucault und Derrida.
Aufgerundet ergibt das für mich (auch angesichts des günstigen Preises) 5 Sterne für ein Stück "hochmoderner" Philosophie


Gilles Deleuze (Campus Einführungen)
Gilles Deleuze (Campus Einführungen)
von Friedrich Balke
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,90

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr empfehlenswert, 9. Juni 2011
Wer ernsthaft daran interessiert ist, sich der deleuzianischen Herausforderung zu stellen, und nicht das Glück hat, dafür eine Veranstaltung besuchen zu können, ist hier genau richtig.
Im Gegensatz zu anderen Einführungen setzt dieses Werk keine Kenntnis von Deleuze voraus (wie es bei der Junius-Einführung von M.Ott zu sein scheint) und niemand muss einen kompletten Wälzer durchblättern um den eigentlichen Wälzer anzufassen (wie in der UTB Ausgabe), indem jedes Buch von Deleuze ausgebreitet wird. Auch ist es kein Ort assoziativen Nachphilosophierens, wie es bei A. Badiou den Anschein hat.

Was trotz allem sehr empfehlenswert ist, sind solide allgemeine Kenntnisse der Philosophie (insbesondere Platon, Kant und Nietzsche; auch Saussure wäre von Nutzen), sehr konzentrierte Lektüre und vor allem eins: ein guter Magen - zum Wiederkäuen ;)


Gilles Deleuze zur Einführung
Gilles Deleuze zur Einführung
von Michaela Ott
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen nicht hilfreich, 9. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Gilles Deleuze zur Einführung (Taschenbuch)
Deleuze ist ein komplexer Denker, der viele neue Begriffe und innovative Gedanken in den philosophischen Diskurs gebracht hat. Meiner Ansicht nach einer der wenigen Denker, bei denen eine Sekundärliteratur praktisch unumgänglich ist; und hier sind wir am entscheidenden Punkt: wo Einführung drauf steht, kann nicht eine Abhandlung geschrieben werden, die die Kenntnis dessen, was eigentlich geklärt werden sollte, voraussetzt.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie jemand aus diesem Buch schlauer werden kann, ohne vorher Deleuze irgendwie schon vermittelt bekommen zu haben.
Für mich das verbesserungswürdigste Buch aus dieser Junius Reihe.


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