Profil für H. Kuper > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von H. Kuper
Top-Rezensenten Rang: 168.167
Hilfreiche Bewertungen: 10

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
H. Kuper
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
PlayStation Portable - Konsole E1004, schwarz
PlayStation Portable - Konsole E1004, schwarz
Preis: EUR 99,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch 2013 noch ein klasse Handheld, 5. März 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer aktuell einen Handheld für unterwegs sucht, der sollte auch im Jahre 2013 die PSP in die engere Auswahl nehmen. Denn trotz ihres - gerade für Konsolen - sehr hohen Alters von 8 Jahren hat die Playstation Portable den aktuellen Handhelds genau die Sache voraus, an der 3DS und Vita nach wie vor arg kranken: Dem Spiele-Portfolio. Und was ist schon der beste Handheld ohne vernünftige Spiele?

Während sich die wirklich guten Spiele für die aktuellen Handhelds noch an einer Hand abzählen lassen, kann die PSP auf 8 volle Jahre zurückblicken, in denen zahlreiche tolle Spiele veröffentlicht wurden. Metal Gear Solid: Peace Walker, Valkyria Chronicles 2, God Of War: Chains Of Olympus und Ghost Of Sparta, Ratchet & Clank: Size Matters, sowie 2 vollwertige GTA-Teile sind nur einige Beispiele der großen PSP-Spiele-Bibliothek. Obendrein gibt es die meisten Games als Essential für weniger als 10€. Und wohnt man ganz zufällig noch in den USA, hält der amerikanische PSN-Store zahlreiche PS1-Klassiker (MGS1, FF7, Chrono Cross) und anderweitige Downloadtitel (Jeanne d'Arc, Tactics Ogre, Persona) parat, die gerade Freunden japanischer Spiele unzählige Stunden Spielspaß garantieren.

Die Grafik der PSP ist ungefähr auf 3DS-Niveau, was im Angesicht des Alters der Konsole beachtlich ist. Vergleicht man zum Beispiel die Monster-Hunter-Teile der beiden Systeme, fallen einem kaum wirkliche Unterschiede auf. Sowohl auf der PSP wie auch dem 3DS sehen die Monster und die restliche Welt sehr detailliert aus. Verglichen mit meinem 3DS XL, ist das Bild der PSP jedoch leicht schärfer, was dem kleineren Display und der höheren Auflösung geschuldet ist. Spiele wie God Of War erreichen auf Sonys erstem Handheld locker die grafische Qualität der PS2. Klar, die Vita kann mehr und entzückt mit PS3-Grafik, kostet aber auch gut das 2,5-fache der Portable.

Die Verarbeitung der 80€-PSP ist bis auf einen einzigen Schnitzer, der klapprigen UMD-Laufwerk-Abdeckung, sehr gut. Die matt-schwarze Konsole selbst hat ein angenehmes Gewicht, macht einen stabilen wie wertigen Eindruck und verfügt über Buttons mit gutem Druckpunkt. Auch hier schneidet sie im Vergleich mit meinem 3DS XL, meiner Meinung nach, etwas besser ab. Der 3DS wirkt insgesamt etwas weniger edel.

Den einzigen Wermutstropfen, den ich bisher ausfindig machen konnte, ist das fehlende WLAN-Modul. Spaßige Multiplayer-Partien und der mobile Zugriff auf den PSN-Store fallen damit flach. Spiele aus dem PSN-Store können allerdings per MediaGo-Software auf den PC geladen und anschließend per Mini-USB-Kabel (nicht im Lieferumfang enthalten) auf die PSP übertragen werden.

Alles in allem ist die PSP dennoch ein wirklich toller Handheld, der auch noch 8 Jahre nach seiner Erst-Veröffentlichung begeistern kann. Das Preis-Leistungsverhältnis ist momentan unschlagbar gut, bekommt man für den Preis eines 3DS bereits die Konsole, eine 4GB-Speicherkarte und ca. 5-6 Spiele nach Wahl. Mein Empfehlung daher: Wer einfach nur unterwegs ein paar gute Spiele genießen und dafür nicht direkt 200€+ ausgeben will, macht mit der PSP alles richtig - auch zu Zeiten von Vita und 3DS.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 26, 2013 6:09 PM CET


Fear of the Dark
Fear of the Dark
Preis: EUR 7,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser als sein Ruf!, 19. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Fear of the Dark (Audio CD)
Iron Maidens neuntes Werk "Fear Of The Dark" ist ohne Frage eines der umstrittensten Alben der Eisernen Jungfrau. "Die Platte besitzt zwar einige gute Songs - mit dem Titeltrack sogar einen Klassiker der Band - leidet aber zunehmend an den vielen Fillern", lautet oftmals das Fazit, das ich persönlich zwar nachvollziehen, aber nicht teilen kann.

Die Scheibe beginnt mit "Be Quick Or Be Dead", einem der schnellsten und aggressivsten Tracks Iron Maidens, und macht damit sofort deutlich, dass "Fear Of The Dark" nicht mehr dem progressiven Hauch seiner Vorgänger folgt, sondern sich eher an des Vorgängern Vorgänger orientiert, im speziellen den ersten beiden Alben mit Paul Di'Anno am Mikro. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Bruces Gesang leicht aggressiver, aber immer noch sehr stimmig anhört. Trotz dieser kleinen Abänderungen im Stil, beziehungsweise der Reorientierung am alten Material, sollte "Be Quick Or Be Dead" jedem Maiden-Fan bestens gefallen – für mich ist der Track neben "Aces High" sogar der beste Opener der zahlreichen Iron-Maiden-Platten. Auch mit "From Here To Eternity" liefert Maiden einen klasse Song ab, der mit tollem Solo und einem Refrain, der zum Mitsingen einlädt, zu überzeugen weiß.

Bisher also, gibt es nicht den geringsten Grund zur Kritik – eher im Gegenteil. Mit dem folgenden "Afraid To Shoot Strangers" beginnt nämlich ein Song so herrlich, wie ich nur wenige kenne. Ein langsamer Anfang mündet nach 2,43 unscheinbaren Minuten in einem Melodiefeuerwerk, das einem sofort und ein jedes Mal eine unbeschreibliche Gänsehaut bereitet. Eine Offenbarung in Liedform möchte man sagen.

Der Moment, an dem wahrscheinlich der erste Zweifel an "Fear Of The Dark" zu keimen beginnt, stellt erst "Fear Is The Key" dar, das bei weitem kein schlechter Song ist, sich aber leicht dahinschleppt und recht untypisch wirkt. Zudem überrascht es in der Mitte mit einem Break, auf den schnelle Wechsel zwischen elektrischer und akkustischer Gitarre folgen. Sehr befremdlich das ganze und wahrscheinlich einer der Gründe, warum dieses Album schlechte Kritiken einfahren musste.

Doch alles halb so schlimm. "Fear Is The Key" ist, wie auch schon vorher erwähnt, kein schlechter Song und lässt nicht etwa den Gedanken aufkommen, ihn skippen zu wollen – auch wenn mit "Childhood's End" ein unfassbar guter Song, vom Kaliber eines "Only The Good Die Young" oder "Flight Of Icarus", folgt. "Childhood's End" ist ein traurig-atmosspährisches Meisterwerk, das die perfekte Balance zwischen Epik und Härte meistert und somit neben "Be Quick Or Be Dead" und "Afraid To Shoot Strangers" bereits das dritte richtige Highlight dieser Platte darstellt. Mit den drei herausragenden Songs aus den fünf bisher genannten, ist "Fear Of The Dark" bis hierhin sogar auf dem besten Weg, eines der besten Erzeugnisse Maidens zu sein, zumal sich mit der ebenfalls grandiosen Halbballade "Wasting Love" ein weiterer klasse Song an die Serie anknüpft. Warum also diese schlechten Wertungen?

Den Grund hierfür findet man wohl am wahrscheinlichsten in den drei nächsten Songs "The Fugitive", "Chains Of Misery" und "The Apparition", die alle etwas an den selben Aspekten von "Fear Is The Key" kranken. Alle muten etwas langatmig, eigen und unkonventionell an, überzeugen (mich persönlich zumindest) aber durch einige gute Ideen und klasse Refrains – streckenweise seltsam klingend hin oder her. Und während so manch anderes Album bereits hier sein Ende gefunden hätte, bietet "Fear Of The Dark" noch drei weitere Songs, die allesamt grandios sind. "Judas Be My Guide" und "Weekend Warrior" sind Spaß-Garanten und bringen einem jedes Mal zum Mitgröhlen. Und der Titeltrack? Tja, über "Fear Of The Dark" als Lied braucht man, so denke ich, keine wirklichen Worte verlieren, da ihn so oder so jeder Maiden-Fan kennt und liebt. Und das zu Recht, ist er doch einer der besten Songs der Band.

"Fear Of The Dark" ist also weit davon entfernt, ein schlechtes Album zu sein, auch wenn es - das lässt sich zugeben - nicht von vorne bis hinten einen solch durchgehend starken Auftritt hinlegt, wie es zum Beispiel "Seventh Son Of The Seventh Son", "Powerslave" oder "Somewhere In Time" tun. Dennoch ist die Summe der Hits für meinen Geschmack nahezu gleich. Vermutlich wäre es für die Kritiken daher besser gewesen, das Album mit entschlackter Titelliste herauszubringen, in etwa:

1. Be Quick Or Be Dead
2. From Here To Eternity
3. Afraid To Shoot Strangers
4. Childhood's End
5. Wasting Love
6. Judas Be My Guide
7. Weekend Warriors
8. Fear Of The Dark

Die einstündige Laufzeit hätte es durchaus erlaubt. Aber sei es drum. Schwacher Kritiken zum Trotz sollte sich jeder selbst ein Bild von dieser Platte machen, kann sie allein schon wegen "Fear Of The Dark" und "Afraid To Shoot Strangers" kein Fehlkauf sein.


Tapping the Vein
Tapping the Vein
Preis: EUR 13,77

5.0 von 5 Sternen Die Musik gewordene Brutalität, 11. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tapping the Vein (Audio CD)
So oder so ähnlich lässt sich Sodoms "Tapping The Vein" von 1992 am besten in einem Satz beschreiben. Denn, was Sodom hier in diesem viertelstündigen Schlachtfest abfeuern, blähst dem Hörer jedes Mal aufs neue die Ohren weg. Brutaler und geradliniger kann Thrash Metal nicht sein.

Paradebeispiel hierfür ist bereits Titel Nr.1 namens "Body Parts" - ein Song, der nichts anderes kennt als Blastbeats, Geshredde und Toms angepisster Stimme. Auch das folgende "Skinned Alive" geht thematisch wie musikalisch den gleichen Weg, während mit "One Step Over The Line" langsamere und mit "Bullet In The Head" schließlich auch leicht punkigere, an Motörhead erinnernde, Töne angeklungen werden. Dass Angelripper großer Fan Lemmys ist lässt sich auch auf "Tapping The Vein" nicht überhören. Der Härte des Albums tut das alles jedoch keinen Abbruch. Die Platte ist und bleibt mit Klassikern wie der Titeltrack "Tapping The Vein" ein Nackenbrecher sondergleichen und stellt auch für Headbanger mit ausgeprägter Nackenmuskulatur immer wieder eine Herausforderung dar.
Als besonders herausstechend stellt sich auch das Lied "Wachturm" heraus, das auf die Zeugen Jehovas anspielt (und daher eigentlich mit zwei "t" geschrieben werden müsste). Zeilen wie "Der Wachturm ist die Offenbarung, Für all die Gotteskinder, Packt ihn weg, es hat keinen Zweck, Meine Pornos sind mir lieber" zeigen einmal mehr den herrlich, dunklen Humor Angelrippers und sorgen mitunter wieder für gute Laune, nachdem einem durch die vorangegangenen Lieder unweigerlich der Nacken zerstört wurde.

Für Thrash-Metal-Fans oder Fans von schnellem und brutalem Metal im allgemeinen, sollte "Tapping The Vein" daher ein Pflichtkauf darstellen, gehört sie doch auch zu den stärksten Platten aus dem Hause Sodom. Adya-Hörer hingegen machen am besten einen ganz weiten Bogen um diese CD.


Endless War
Endless War
Preis: EUR 16,28

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feuchter Traum aller Riff-Fetischisten, 1. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Endless War (Audio CD)
Wie oft gab es schon die leidige (aber oftmals berechtigte) Diskussion über die unzähligen Bands, denen trotz herausragender Musik und Kritiken der finanzielle Segen, sowie der gebührende Respekt verwehrt blieb? Und auch wenn ich dieses Thema nicht zum hundersten Mal wieder aufwärmen möchte, muss gesagt sein, dass Realm - leider Gottes - in diese "Kläglich-vernachlässigt-Ecke" gehören. Das Debüt "Endless War" der 5 Mannen aus Amerika bietet nämlich technischen Thrash Metal wie man ihn sich nur wünschen kann - war schlussendlich aber ein Ladenhüter und ist heute so unbekannt, wie viele Platten der Genre-Vertreter Realms.

Die Gitarren dieser Platte sind, wie üblich in dieser Stilrichtung, vorherrschendes Instrument und bieten jedem Freund von schnellen, technischen Riffs ein wahres Freudenfest. Songs wie "Slay The Oppressor", oder das langsam beginnende "Eminence", bieten Riffs, die einem vor Schönheit unweigerlich ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern. Da ist es umso erfreulicher, dass die folgenden Lieder keinen Deut schlechter ausfallen und immer zu begeistern wissen, was zu großen Teilen Takis Kinis und Paul Laganowski zu verdanken ist, die einen schlichtweg fantastischen Job an ihren Klampfen machen. Ein besonders Highlight dieser Platte stellt dabei der ursprüngliche Beatles-Song "Eleanor Rigby" dar, den Realm dermaßen grandios ins metallische transportiert haben, dass es schwer wird ein besseres Cover dieser Art zu finden.
Die Stimme von Mark Antoni ist allerdings nicht jedermanns Geschmack, gefällt mir persönlich jedoch sehr gut. Seine Wechsel zwischen normaler Stimmlage in die Kopfstimme sind druckvoll und passen wunderbar zur Musik.

Jedem Fan von Helstar, Toxik und Co. sei daher - der schlechten Verfügbarkeit zum Trotz - unbedingt zum Kauf geraten. Und nicht vom seltsamen Produktbild hier auf Amazon ablenken lassen. Amazon zeigt nur die Rückseite der Platte und nicht das eigentliche, hervorragende Cover mit seinem mechanischem Pferd.

Anspieltipps: "Endless War", "Slay The Oppressor", "Eminence", "Eleanor Rigby", "Fate's Wind", "Theseus And The Minotaur"


Terrorstorm
Terrorstorm

5.0 von 5 Sternen Ein Fest für Old-School-Fans, 19. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Terrorstorm (Audio CD)
Die letzten Jahre haben viele junge Bands zum Vorschein gebracht, die es sich zum Ziel gesetzt haben, den Metal der alten Schule wieder zu neuem Ruhm zu verhelfen. New Wave Of Old School Metal nennt sich diese Bewegung. Und obwohl dieses Vorhaben durchaus rühmlich und allein schon der Versuch aller Ehren wert ist, waren die meisten Outputs dieses Trends (für meine Geschmack natürlich) bisher eher durchschnittlich, da häufig ein gewisser Grad an Eigenständigkeit gefehlt hat und viel zu viel von den großen Vorbildern abgeschaut wurde (Fueled By Fire, Hatchet, Violator). Doch zum Glück gibt es Ausnahmen (Vektor, In Solitude, Enforcer), zu denen auch Witchavens "Terrorstorm" (2010) zählt.

Eingeleitet wird das Album vom kompromisslosen "A.D.D.", welches direkt, und ohne ein "störendes" Intro einzuschieben, verdeutlicht, was man von den nächsten 35 Minuten zu erwarten hat: Schnellen Thrash-Metal mit Black- und Death-Metal-Einflüssen nämlich. Der exzessive Gebrauch von 16tel-Noten und Blastbeats muss da gar nicht erst erwähnt werden. Dass sich das Album trotzdem nicht ausgelutscht, und wie bereits 1000mal gehört, anfühlt, ist dabei den grandiosen Riffs, die direkt zum Headbangen verleiten, der dunklen Grundstimmung des Albums und nicht zuletzt dem "Gesang" Henry Montoyas zu verdanken, dessen Stimme wie der Todesschrei eines Dämonen bzw. eine Mischung aus Growlen und Shouten klingt.

Textlich bietet Witchaven für diese Musikrichtung wenig überraschendes, was jedoch nicht wirklich negativ ins Gewicht fällt. Songtitel wie "Terrorstorm" oder "Absolute Profit" lassen unschwer erkennen, dass die Texte politisch- und gesellschafts-kritischer Natur - im Stile von Kreator und Co. - sind und Themen wie Drogenabhängigkeit, Terrorismus, Menschenhandel und Globalisierung behandeln. Einige Titel besitzen dabei zusätzlich Einspielungen aus Funk und Fernsehen, die dem Hörer unmissverständlich das Thema des Songs verdeutlichen. In "Conflagation", zum Beispiel, ist zu hören, wie Abhängige ihr Baby für Meth verkaufen möchten, während "Absolute Profit" einige Zahlen zum Menschenhandel nennt. Im Titeltrack "Terrorstorm" sind sogar die Reaktionen von TV-Moderatoren zum Zeitpunkt der Flugzeugeinschläge vom 11. September zu hören.

Die Produktion ist Rahmen eines ursprünglich labelfreien Release bemerkenswert und passt perfekt zur Musik. Sicherlich wäre an der einen oder anderen Stelle noch Platz nach oben gewesen, allerdings gefällt das Ergebnis allemal besser, als der überproduzierte Kram, den man sonst so zu hören bekommt.

Was bleibt also abschließend zu sagen? „Terrorstorm“ ist ein extrem starkes Album geworden, das jedem Fan von dunkel angehauchtem Thrash-Metal trotz der mäßigen Verfügbarkeit ans Herz gelegt ist. Definitiv eines der Highlights aus dem Jahre 2010!


Alice in Hell
Alice in Hell
Preis: EUR 7,97

5.0 von 5 Sternen Jeff Waters' Geniestreich, 14. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alice in Hell (Audio CD)
Mit Annihilators Erstlingswerk "Alice In Hell" komponierte (und produzierte) der damals 22-jährige Gitarrengott Jeff Waters im Jahre 1989 ein Thrash/Speed-Metalklassiker und Kassenschlager für Roadrunner Records, der (zumindest für mich) in die Topriege der Metalplatten gehört.

"Alice In Hell" startet mit dem wunderschönen und traumhaften Instrumental "Crystal Ann" nur um nach 1:41 Minuten mit dem Quasi-Titelsong "Alison Hell" alle Riff-Register zu ziehen und den Hörer umzuhauen, als wäre er von einer 500kg-Bombe getroffen worden. Die Gitarrenarbeit von Jeff Waters ist schlicht und ergreifend beeindruckend. Virtuos, technisch und mit einer leichten Prise Verrücktheit geht dieser Mann an die Sache, sodass man sich glücklich schätzen darf, dass die Gitarren auch in den darauffolgenden Liedern immer den elementaren Bestandteil der Songs ausmachen.

Weiter in der Playlist geht es mit Thrash/Speed-Metal-Granaten wie "W.T.Y.D" (Welcome To Your Death), "Wicked Mystic" oder "Burns Like A Buzzsaw Blade". Dass die Texte dabei nicht immer allzu ernst genommen werden sollten und meist einen ironischen Touch haben, wird besonders an den nachfolgenden "Schizos (Are Never Alone) - Part I & II" und "Word Salad" (no ballad) deutlich. Mit dem auf der gleichnamigen Erzählung von Edgar Allen Poe basierenden Song "Ligeia" und dem Riff-Inferno "Human Insecticide" endet das 37:50 Minuten lange Magnum Opus Annihilators mit der wohltuenden Erkenntnis, dass "Alice In Hell" nicht auch nur einen schwachen oder mäßigen Song beinhaltet, sondern von vorne bis hinten ein Fest für die Ohren ist.

Den Job des Sängers übernimmt Blondschopf Randy Rampage, dessen Stimme mit ihrem verrückten Unterton zur Musik passt, wie die Faust aufs Auge. Und trotz des Umstandes, dass Randy technisch gesehen vielleicht nicht mal im Männerchor einer Dorfkirche mitsingen könnte, weiß er mit seinem Singorgan weit besser zu gefallen, als die Sänger der folgenden Alben (besonders Aaron Randall) mit ihren oft austauschbar, generisch und leicht kitschig klingenden Stimmen. Jeff Waters hatte einfach kein gutes Händchen für gute Sänger, was ihm auch wohl dazu bewegte, Randy Rampage für das 1999 erschienene Album "Criteria For A Black Widow" zurückzuholen, nachdem die Qualität seiner Platten stetig abgenommen hatte. An das Debüt kam Annihilator trotzdem nie mehr heran. Schade.


Persecution Mania
Persecution Mania
Preis: EUR 11,42

5.0 von 5 Sternen Klassiker des Teutonic-Thrash und die Beste von Sodom, 24. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Persecution Mania (Audio CD)
Sodoms zweiter Tonträger "Persecution Mania" erschien 1987 und bedeutete den endgültigen Durchbruch für die Band, nachdem der Erstling "Obsessed by Cruelty" von 1986 noch etwas holprig daherkam. Über "Persecution Mania" braucht man allerdings nicht besonders viele Worte zu verlieren. Hier wird dem Hörer schneller Thrash-Metal geboten, der vollgestopft ist mit brutalen Riffs, zerstörerischen Drum-Einlagen und einem wütenden Angelripper, der mit seinem "Sing"-Organ extrem angepisst aus den Boxen tönt. Daran kann auch die etwas dünne Produktion nichts ändern. Diese CD ist eine der brutalsten Platten überhaupt und stampft auch - aber das ist meine subjektive Meinung - "Reign In Blood" von Slayer in den Boden. Sodom haben, trotz des grandiosen Nachfolgers "Agent Orange" (1989), nie besser geklungen! Die große Anzahl an Songklassikern auf "Persecution Mania" ist Beweis genug. Also: Für jeden, der auf Thrash-Metal steht, ist diese Platte ein Pflichtkauf.

Anspieltipps: "Nuclear Winter", "Persecution Mania", "Enchanted Land", "Christ Passion", "Conjuration", "Bombenhagel", "Sodomy And Lust".


Atari T-Shirt Pop-Art Joysticks Größe L
Atari T-Shirt Pop-Art Joysticks Größe L

3.0 von 5 Sternen Schönes T-Shirt mit mangelhaftem Aufdruck, 24. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf der "Habenseite" des T-Shirts ist anzurechnen, dass es (anfänglich) sehr gut aussieht und einen sympathischen Eindruck macht. Die Größe fällt im Gegensatz zu meinen anderen T-Shirts vielleicht etwas kleiner aus, befindet sich aber noch im Rahmen und ist somit kein wirklicher Negativfaktor. Nur Leute, denen ihre eigentliche Größe schon etwas knapp wird, sollten eine "Nummer" größer nehmen. Viel gravierender hingegen ist die billige Qualität des Aufdrucks, die das Kleidungsstück leider sehr schnell alt und verwaschen aussehen lässt. Bereits nach zweimaligem (!) waschen haben sich Teile des Aufdrucks abgelöst, sodass das Motiv mittlerweile etwas löchrig aussieht. Schade, da mir gerade dieses anfänglich besonders gut gefallen hatte. In diesem Zustand jedoch ist das T-Shirt nur noch als "Schlabber-Shirt" zu gebrauchen, welches man an Tagen anzieht, an denen man sich in sein Haus verkriecht und sowieso nicht damit rechnet, auf irgendwelche Leute zu treffen - dementsprechend auch nicht gut angezogen sein muss.


Nosferatu
Nosferatu
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 16,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einmaliger Metalklassiker!, 25. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nosferatu (Audio CD)
Nachdem die 5 Mannen rund um "Helstar" bereits drei - durchgehend starke - Alben veröffentlichen durften, trumpften sie im Jahre 1989 mit ihrem Magnum Opus "Nosferatu" auf und schufen nebenbei eines der grandiosesten Metalalben der Musikgeschichte. Aber der Reihe nach...

"Nosferatu" bietet dem geneigten Zuhörer während seiner dreiviertelstündigen Laufzeit Metal in einer Form, die bis heute wahrscheinlich einzigartig ist. Wollte man dieses Album einem Genre zuordnen, müsste man wohl zu kryptischen Begriffen wie "Technical Thrash/Speed Metal with Neo-Classical Influences" greifen, denn auf "Nosferatu" werden präzise, messerscharfe Riffs - "Watchtower", "Sieges Even" oder auch "Annihilitor" ähnelnd - mit, an klassischer Musik angelehnten, Melodien gemischt und dabei obendrein in ein Vampir-Konzept gebettet, das besonders durch die gelegentlichen Sprechpassagen vor und nach einigen Lieder eine ungemein dichte Atmosphäre aufbaut.
André Corbin und Larry Barragan, die beiden Gitarristen der Band, schaffen es dabei jederzeit solcherlei Klänge auf ihre Griffbretter zu zaubern, die einem jeden Hobbyshredder unweigerlich den Neid ins Gesicht steigen lässt. Die geballte Spielkunst der beiden tritt dabei besonders im 4:16 Minuten langen Stück "Perseverence And Desperation" in den Vordergrund, welches ein vielversprechender Anwärter für das beste Metal-Instrumental aller Zeiten ist. Doch auch die anderen Instrumentalisten (Frank Ferreira: Drums und Jerry Abarca: Bass, Piano, Keyboard) machen deutlich, dass sie ihr Handwerk aufs äußerste beherrschen und tragen somit ungemein zu der, zu jeder Zeit faszinierenden, Musik von "Nosferatu" bei.
Untermalt wird das Ganze durch James Riveras atmosphärischen Gesang, der einem besonders auf "The Cursed Has Passed Away" eine wohlige Gänsehaut bereitet. Die Stimme des Frontmanns mag dabei im ersten Moment etwas seltsam und lustlos klingen, passt aber zu jeder Zeit perfekt zu der Stimmung und dem Vampir-Thema des Albums.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass Helstars "Nosferatu" einfach eines der seltenen Alben ist, die immer wieder aufs neue zu faszinieren und begeistern wissen. Wer also nur im entferntesten mit dieser Musikrichtung etwas anfangen kann, ist gut beraten sich diese CD zuzulegen, bevor sie so selten und teuer wird, wie manch anderes, weniger bekanntes Album.


Seite: 1