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Rezensionen verfasst von
Werner G. (Innsbruck)

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Soul Seasons
Soul Seasons
Wird angeboten von empire-music
Preis: EUR 4,44

5.0 von 5 Sternen Zungenschnalzer der deutschen Power/Prog Metal History, 5. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Soul Seasons (Audio CD)
Wenn man bei unserer geliebten Musik zwischendurch von "Perlen vor die Säue" spricht, kommt man fast nicht daran vorbei, Sanvoisen's zweites und zugleich letztes Werk "Soul Seasons" zu erwähnen. Ein Geheimtipp auf Lebenszeiten, unter anderem vielleicht deshalb, weil Progressive Metal made in Germany bis auf wenige Ausnahmen wie zarte Trüffelstücke unter der Erde verweilen müssen, um von auserwählten Feinschnüffler Truppen mit sensiblen Schleimhautrezeptoren irgendwann mal erobert zu werden (man erinnere sich beispielsweise an Secrecy oder Soul Cages).

Dazu passt natürlich auch die Tatsache, dass man von diesem Quintett, welches im Jahre 1999 nur mehr ein Demo produzierte, nur spärliche Informationen aus dem www entnimmt. Die "Soul Seasons" Besatzung hörte auf Namen wie Vagelis Maranis (vocals), Angel Schönbrunn (guitar), Henrik Böttcher (guitar), Horst Gamo Andree (bass) und Ulf Gokeler (drums).

Zwar würde ich das Coverartwork von Graphiker Peter Maltz nicht unbedingt als Eyecatcher bezeichnen, doch soll dies nicht darüber hinweg täuschen, welch erlesener Audiostoff sich dahinter verbirgt. Wie es gerne Frauen reiferen Semesters so schön sagen: die inneren Werte zählen. Zumindest auf lange Sicht. Die neun, von ex-Victory Gitarrist Tommy Newton transparent und druckvoll produzierten Songs bieten jedenfalls so ziemlich alles, was Freunde von gediegen Heavy Metal Klängen, sowie Progressive Rock Fans, die auch ohne massiven Break-Hagel in keine tödliche Lethargie abrutschen, hochgradig anspricht.

Gleich der Opener "Spirits", der mit seinen markanten Hooklines und Stakkatoriffs an Annihilator's "Set The World The Fire" erinnert, zeigt die Klasse von Sanvoisen auf. Lediglich die hohen Gesangslinien (Marke Geoff Tate - Queensryche) des griechischen Frontman Vagelis Maranis haben mit den Kanadischen Thrashern absolut nichts am Hut. Der eigentliche Reiz, nämlich diese filigranen Melodien und das besondere Gespür offenbart die Scheibe erst im weiteren Verlauf. Demnach geht die Rechnung genauso bei schnelleren Songs wie "Mindwars" und "Somebody's Stolen My Name" als auch bei einer Ballade à la "The Difference" voll auf. Denn das hochtalentierte Quintett hat es aus dem tiefen Bauchgefühl heraus verstanden, stets schlüssige, Ohrwurmträchtige Songs MIT hohem Wiedererkennungswert zu kreieren, die einen im Normalfall einfach nicht kalt lassen können. Nur so lässt sich ansatzweise erklären, warum das kleine Jazz-Experiment des sonst im Power Metal verwurzelten Überhammers "Behind My Dreams" derart grandios funktioniert. Und dieser fulminate Übergang zum Refrain ... ohne Worte!!! Auch das atmosphärisch gekleidete Titelstück, welches zunächst noch im friedvollen Schlaf zu stecken scheint, explodiert förmlich in einem alles überstrahlenen Chorus, der an Schönheit und Wärme kaum zu überbieten ist.

Berührungsängste hatten sie wirklich nicht viele, jene fünf Virtuosen. Vielleicht taufte man deshalb das 1994er Debütalbum passenderweise "Exotic Ways"? Jedenfalls ist auch die akustisch gehaltene Ballade "Waiting For The Rain" an vorletzter Position mit ihren spanischen Vibes samt Percussions ein echter Ohrenschmaus, den man sonst nur im Repertoire von Conception zu finden glaubt. Ach ja, diese einst so genialen Norweger um Ausnahmesänger Roy Khan (zuletzt bei Kamelot), die im selben Jahr ihr letztes Vermächtnis "Flow" ebenso über Noise Records veröffentlicht hatten. Sie kann man ruhigen Gewissens als eine der engeren Referenzbands für Sanvoisen nennen, weil bei beiden trotz komplexer Arrangements der "flow" tatsächlich ein solcher war. "Soul Seasons" ist jetzt beileibe keine unumgängliche Pflichtübung à la "Awaken The Guardian" (zum Review) oder "Images And Words" (zum Classic), aber für mein Ermessen eine wundervolle Ergänzung in der Progressive Metal Kollektion.


Engine
Engine
Preis: EUR 19,22

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ray Alder & Co. go Alternative - Fullhouse! - darkscene.at, 29. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Engine (Audio CD)
Rein historisch betrachtet müssten eigentlich Deftones an dieser Stelle stehen, da sie als "Mitpioniere" eines neuen Metiers die Spätzünder Engine wohl am meisten inspiriert haben, man denke nur an das Referenzwerk "Around The Fur" aus dem Jahre 1997. Aber die Sache lässt sich insofern erklären, als dass mir das Projekt Engine mit vorliegender Perle die lang verschlossene Tür zum Nu & Alternative Rock leicht öffnete. Kaum zu glauben - plötzlich erwachte das Interesse für eine nicht gerade sympathisch wirkende Hüpfgeneration mit Vorliebe für Schlabberhosen und unmotierten Riffs. Eine fast Ekel erregende Szene, die zuvor nur mit Hohn und Spott vernichtet wurde. Ein weiterer Judas in einer um das nackte Überleben kämpfenden Heavy Metal Szene?

Keine Sorge - es kam halb so schlimm, da sich die Neugier letztlich doch in überschaubaren Grenzen halten würde. Bei Engine war das eben anders. Es war kein Bündnis orientierungsloser Highschool Bubis mit Suizidabsichten, sondern ein Quartett der hiesigen US Metal Szene, das einfach mal etwas anderes machen wollte. In einem Interview mit dem Rock Hard Magazin meinte der Sänger, zu dem wir später noch kommen werden, recht zynisch: " ...wir wollten einfach mal ein Album machen, für das man nichts können muss ...".

Wer steckte nun hinter dieser gut geölten Engine, die ja zwischen zeitlich wieder eingemottet wurde? Die Gitarrenarbeit übernahm kein geringerer als Bernie Versailles, der auch bei Agent Steel und Redemption die Saiten glühen lässt, den Bass schnallte sich Tausendsassa Joey Vera von Armored Saint um, der sich zugleich für den trockenen Sound (in Kooperation mit Producer Bill Metoyer) auszeichnen konnte, und das Drumset bediente Pete Parada, der dazumal noch im Steelprophet Line-Up aufschien, und heute bei den Chartbreakern The Offspring den Takt vorgibt. Das Mikro übernahm einer der Besten überhaupt: Ray Alder von Fates Warning und Redemption.

Mit dieser Scheibe wurden zwar die simplen, Genre-typischen Elemente Marke Deftones und Co. aufgegriffen, jedoch mit derart magnetischem Flair aufpoliert, dem der Hörer nicht entkommt. Im Gegenteil, möchte man in der richtigen Gemütslage samt Haut und Haar von dieser melancholischen Traumwelt gleichzeitig um- und verschlungen werden. Goldkehlchen Ray Alder setzte dank seiner emotionalen Wahnsinnsstimme zusätzlich Akzente in dieses äußerst Moll betonte Groove Monster, das in einem Spannungfeld zwischen Wut, Ohnmacht, Verzweiflung, Betrübtheit und Isolation nur selten ausschert. Letzteres trifft speziell auf das alles überstrahlende "Falling Star" zu, ein von tiefster Trauer durchzogener Song, der in Worte kaum zu fassen ist, so tief bohrt er sich in die Seele hinein. Genau genommen ist "Engine" zu jeder Sekunde ein ziemlich intensives Hörerlebnis, das mit "Monster", "Taste", "Teach Me", "Tree Of Life" und "You're Awake" weitere, wahrlich Sehnsucht auslösende Phonknospen bereit hält. Und auch hier gilt: Hit- und Gänsehautfaktor müssen sich nicht gegenseitig ausschließen.

Da hatte man als Alteingesessener plötzlich Toleranz (zugegeben nicht zuletzt wegen der Herkunft der hier werkenden Musiker) für die, bis dato als billig abgewerteten Schrammel-Riffs sowie für die gelegentlich verzerrten Vocalparts, welche längst schon die Neuzeit der Rock Musik eingeläutet hatten, wenngleich es nicht ganz so dissonant und hektisch wie bei Static X oder bei Korn zur Sache ging.

Dass diesem Rundling der auslaufenden Neunziger der große Erfolg verwehrt blieb, konnte man bei aller Qualität irgendwie erahnen. Für ein Indipendent Label wie Metal Blade Records war solch ein Experiment eine schöne Erweiterung des sonst recht traditionell gespickten Spektrums wie mit den Galactic Cowboys. Jedoch repräsentierte es mitnichten das Produkt, welches den klassisch kompromißlosen Voll-auf-die-Zwölf-Metaller angesprochen hätte. Kaum anders verhielt es sich mit dem zweiten und zugleich letzten Output "Superholic".


Ghosts from the Past
Ghosts from the Past
Preis: EUR 21,09

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überraschend starke Performance der Dänen! - darkscene.at, 29. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Ghosts from the Past (Audio CD)
Skandinavischer Hardrock wird auf Darkscene fast schon privilegiert behandelt. Obwohl im Vergleich zum Dreikronenreich Schweden das kleinere Dänemark Szenemäßig den Kürzeren zieht, gibt es qualitativ keine großen Unterschiede. Gerade in den letzten sieben/acht Jahren zeigten einige jüngere Kapellen auf, wo der Bartl den Most holt.

So müssen die bereits im Jahre 1984 von Mercyful Fate Gitarrist Hank Sherman (der bereits 1988 wieder den Hut nahm) gegründeten Fate lange schon kleinere Brötchen backen. Nach der vorzeitigen Auflösung im Jahre 1993 gehörten auch sie der Riege von etlichen 'Opfern' eines Auslaufmodells an, welches sich erst seit ein paar Jahren mehr und mehr mit teils beachtlichen Erfolgen aus der Versenkung aufrafft.

Ich bezweifle, dass die 'neuen' Fate an den internationalen Durchbruch, wie es die Landsleute Volbeat vorzeigten, ernsthaft glauben, geschweige, dass die Herrrschaften solche Absatzzahlen wie vor fünfundzwanzig Jahren erwarten. Schräg, aber vielleicht sind genau dies die Gründe, weshalb das inzwischen sechste Studiowerk derart unbekümmert und zugleich souverän klingt.

Genau genommen ist es eine überraschend gelungene, knapp sechzig minütige Performance eines komplett umgekrempelten Quintetts, welches ähnlich wie beim ebenso herzeigbaren Vorgänger "V" (2006) sämtliche Trümpfe im richtigen Moment zückt. Skandinavischer Hardrock, der sowohl stadiontaugliche Hits wie auch anspruchsvolle Kompositionen in seinen Reihen hält und von einer maßgeschneiderten Produktion, welche die Band in Kooperation mit Knöpfchendreher Thomas Pedersen zu recht zimmerte, zusätzlich profitiert. Ein dickes Lob neben der fantastischen und Detail verliebten Gitarrenarbeit gebührt allem voran Frontmann/Neuerwerbung Dagfinn Joensen von den - Fans des österreichischen Fußballnationalteams mögen das nächste Wort bitte überspringen - Färöer Inseln. Einige seiner Gesangslinien sprühen buchstäblich vor Leidenschaft, insbesondere gilt dies für die beiden monumentalen und Bombast beladenen Lieder "Fear Of A Stranger" und "The Other Side".

Das eingängig-drückende Songmaterial ist gespickt von hoher Ohrwurmqualität als auch Variantenreichtum und erinnert mich immer wieder an die sensationellen Comeback Werke von Treat (Review) und Shy (Review), sowie an den letzten Pretty Maids Kracher "Pandemonium" (Review). Nicht zuletzt deshalb, weil jene drei Releases wie eben auch "Ghost From The Past" eine nahezu perfekte und nicht minder homogene Mischung aus Tradition und Moderne repräsentieren. Weitere Anspieltipps: "At The End Of The Day", Moving On", "The Last Time+. In dieser künstlerisch maskulinen Form dürfen Fate gerne bald wieder das Studio betreten. Anders gesagt: ein Volltreffer, den sich Hardrockliebhaber bedenkenlos auf den Einkaufszettel notieren können!


Harvest (Limited Edition)
Harvest (Limited Edition)
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Feinste Melancholie für die kuschelige Jahreszeit - darkscene.at, 12. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Harvest (Limited Edition) (Audio CD)
The Man-Eating Tree ist ein Verbund aus finnischen Musikern, welcher aus den namhaften Kapellen Sentenced (R.I.P.), Poisonblack, Reflexion und Embrace hervor ging. Diese jahrelange Erfahrung und Abgeklärtheit wurde in das Debüt "Vine" dementsprechend integriert, welches vor ca. einem Jahr mittelhohe Wellen in der Fachpresse schlug. Ein Startschuss wie aus dem Bilderbuch. Musikalische Heimat? Ob solcher Bandnamen ist es natürlich unschwer vorstellbar, welch bittersüßes Zuckerl einen hier erwartet. Das weit entfernte Finnland ist ja seit Jahren ein Paradebeispiel für den Export melancholisch-introvertierter Mucke mit Stil. Und einen passenderen Zeitpunkt wie den jetzigen, solch einen Release der Treuschaft näher zu bringen, gibt es ohnehin nicht.

Prekäre Änderungen waren bei The Man-Eating Tree nicht wirklich zu erwarten. Wozu auch? Der gefühlsbetonte Gothik Rock, der sich gelegentlich in Metal Gefilden verirrt und immer wieder an die imaginäre Türe des Post Rock streift, bietet nach wie eine hohe Anzahl an schwermütigen und gleichzeitig ästhetischen Momenten. Obschon die Gitarrenarbeit des Öfteren recht simpel erscheinen mag: das Endresultat passt, nicht zuletzt, weil die Seelen erwärmenden Akustikparts stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort ertönen. The Man-Eating Tree beweisen also ein äußerst gutes Händchen für Stimmungen sowie für galante Stimmungswechsel. Da sei der weinerliche Gesang von Tuomas Tuominen (ehemals Fall Of the Leaf) gleichsam über den Klee gelobt, dessen authentisch-zwanglose Vibes das Salz in der Suppe sind. Gelegentliche Referenzen zu Paradise Lost (zu "One Second" Zeiten), zu Katatonia oder zu Tiamat ("Wildhoney") seien als Orientierungshilfen notiert, ohne den süffigen Eigengehalt der Herrschaften Tuominen/Markus/Uusimaa/Määttä/Ranta jetzt schmälern zu wollen. Somit lässt "Harvest" fast nur eines zu: nämlich sich ein paar feine Räucherstäbchen anzuzünden, einen gepflegten Wein einzuschenken und die Beine hochzulagern, um sich anschließend in einer Welt voll von samtig-weichen Träumereien hinein fallen zu lassen.

Ob nun die beiden zu Paradise Lost schielenden "At The Green Country Chapel"/"Like Mte Compasions", das forciert Gitarren dominierte "Code Of Surrender", das an spätere Amorphis angelehnte Gustostückerl "Armed" oder die zähe Doom Visitenkarte "Exhaled" hierzu erschallen mögen, ist von geringer Relevanz. Auch zeigen die balladesk-schmeichelnden "All You Kept" und "Karsikko" (wunderschön!) am Ende ihre Ohrenschmausqualitäten. Da darf schon mal Gänsehaut sein.

Nichts richtig Neues aus dem (hohen) Norden. Das dargebotene Gesamtpaket zwingt einen trotzdem regelrecht, "Harvest" als schier empfehlenswertes Kleinod anzukündigen. Abgerundet wird diese schmucke Perle von einem kongenialen Artwork, wo man fast nicht daran vorbei kommt, sich die edle Digipackversion (plus Bonus DVD) zu leisten.


Immortal Soul
Immortal Soul
Preis: EUR 14,67

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für ein fulminantes Comeback! - darkscene.at, 28. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Immortal Soul (Audio CD)
Gitarrist Mark Reale hat es trotz zwischenzeitlicher Ab- und Zusagen tatsächlich geschafft, das legendäre Riot Line-Up von 1988 - 1992 zusammen zu trommeln und präsentiert mit dem passend betitelten "Immortal Soul" Album dieser Tage gleich eines der stärksten seiner von unzähligen Rückschlägen und glorreichen Höhepunkten gezierten Karriere, die immerhin gut 35 Jahre zurückreicht (die Auflösung von 1983 - 1987 mal außen vor gelassen). Zu den kreativen Glanzpunkten gehören neben den ersten drei Werken ("Rockcity", "Narita", "Fire Down Under" (mein "erstes" Classic Review) nun auch mal die beiden Klassiker "Thundersteel" und "The Privileg Of Power" aus den Jahren 1988 und 1990, denen der zurück gekehrte Ausnahme-Shouter Tony Moore seine markante Stimme verlieh. Dazumal hatten sich Riot vom konventionellen zum Speed beladenen Metal vorgetastet, wobei "The Privileg Of Power" obendrein einige saftige Überraschungen bereit hielt.

In diesen zwanzig Jahren dazwischen gab es natürlich auch bessere Momente, man täte Einzelkämpfer Reale mit der Behauptung, sich lediglich auf verrostete Tugenden beschränkt zu haben, unrecht: "Nightbreaker" (1994) oder "Through The Storm" aus dem Jahre 2002 zum Beispiel, sind mustergültige Rock/Metal Alben, bei denen noch Mike DiMeo (The Lizards, ex- Masterplan) zu hören ist. Doch leider gingen sie im Wust der Veröffentlichungsflut dazumal wie einige andere Hochkaräter selbigen Schlags unter. Das pragmatisch benannte "Army Of One" Album aus dem Jahre 2006 sollte die ewige Durststrecke vorab mal zu Ende gehen lassen, zumindest wollen wir das so hoffen. Doch die Zeichen stehen dieser Tage nicht schlecht: die Schweden von Hammerfall nehmen die New Yorker in Bälde auf eine ausgedehnte Europatour mit (ich persönlich habe die Truppe vom Utopia (der heutige Weekender Club) Gig 1998 in bester Erinnerung). Kurzum: Riot wollen es noch einmal so richtig wissen!

Nach mehreren Ankündigungen, Riot wollen wieder mit Drummer Bobby Jarzombek und Tony Moore wieder gemeinsame Sache machen, kam selbstverständlich eine Aufbruch Stimmung auf, an die keiner mehr so recht glauben wollte. "Immortal Soul" ist also keine Reunion im herkömmlichen Sinn, sondern das Wiederkehren einer magischen Konstellation, die auf den perfekten Zeitpunkt gewartet hat. Diese Aufbruch Stimmung ist zu jeder Minute spürbar. Solch eine Kreativität und Spielfreude wie hier MUSS man mit Lob über schütten. Riot anno 2011 schaffen es nämlich nahezu mühelos, all ihre künstlerischen Phasen aus über dreißig Jahren Rock und Metal zu bündeln, ohne dabei nur ansatzweise altbacken zu klingen.

Die an die legendären "Thundersteel" Zeiten angelehnten "Still Your Man", "Riot" und "Wings Are For Angels" putzen gleich zu Beginn mal den Gehörgang restlos durch ... so beherzt klangen die East Coast`ler schon ewig nicht mehr - das ist Energie pur und Songwriting par excellence! Die Bandhymne "Riot" rüttelt nebenbei die Endneunzigerphase von "Inishmore" wach, weil obendrein einige irische Folkmelodien drauf gepackt wurden. Wobei man bei Frontsirene Tony Moore einfach nicht glauben will, wie kraftvoll und souverän der Mann nach so einer langen Zeit noch singen kann, speziell bei "Sons Of The Father" möchte man meinen, dass er regelrecht explodiert. Das orientalisch umhüllte Riffmonster "Crawling" mit seinen drückend-groovigen Rhythmen setzt den Höhenflug dann mächtig fort und macht spätestes jetzt klar, weshalb diese Mannschaft einfach zusammen gehört. Vögel abgeschossen werden auf "Immortal Soul" aber noch weitere: "Fall Before You" samt seinen göttlichen Hooklines raubt einem die Sinne und gehört definitiv zu den besten Songs Jahres 2011! Klassische Riot Feinschmeckerkost, was vor allem das typische Wechselspiel aus anschmiegsamen Harmonien und coolen Stakkato Riffs betrifft, gibt es insbesondere beim grandiosen "Insanity" und beim finalen Dreierpaket "Whiskey Man"/"Believe"/"Echoes". Obwohl der Speed im Vergleich zur ersten Albumhälfte etwas heraus genommen wurde, stimmt die Qualität. Und fast noch wichtiger: in keinem einzigen der elf Tracks kommen die blumig/verspielten Licks von Mr. Riot Reale zu kurz!

Resümee: Die oft vergessenen Altherren von Riot melden sich 2011 furios und selbstsicherer denn je zurück. Wenn man schon in eine traditionell geschmiedete Kapelle seine sauer verdienten Kröten dieser Tage investierten will, dann bitte hier und nicht in irgendwelche Halbherzigkeiten. "Immortal Soul" ist nämlich wundervolles Breitwand-Metal-Kino mit Temperament und reiner Seele, bei dem man nicht die geringste Spur von Anachronismus entlarven wird. Es sei Flitzefinger Mark Reale in jedem Fall von Herzen vergönnt, dass auch jüngere Headbanger während der anstehenden Tour die Klasse von Riot entdecken und würdigen! Das ist auch der Grund, weshalb Joacim Cans diese Truppe unbedingt dabei haben will: wie er des Öfteren schon sagte, "waren Riot seit jeher eine der einflussreichsten Bands für Hammerfall!" ... und natürlich für etliche andere, sei ergänzt.
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Anmerkung in eigener Sache: erst vor kurzem wurde bekannt gegeben, dass Riot die geplante Tour mit Hammerfall bedauerlicherweise wegen einer Kieferchirugischen Notoperation bei Sänger Tony Moore nun doch NICHT antreten können. Sobald Tony genesen ist, wird die Tour nachgeholt!


Ground Cries Out
Ground Cries Out
Preis: EUR 31,55

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Art Balsam für The Tea Party Anhänger - darkscene.at, 18. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ground Cries Out (Audio CD)
Der charismatische Jeff Martin war, ist und bleibt Musiker aus tiefer Leidenschaft. Der ehemalige Frontmann von Kanadas Rockexport The Tea Party hat nach dem Folgeableger The Armada nun wieder eine neue Band (mit dem Beinamen 777) formiert, um die seit jeher bekannten Trademarks aus völlig differenten Stilrichtungen zu bündeln. Dass die Besetzung als Trio in Erscheinung tritt, weckt insgeheim ein wenig Hoffnung, dass es eines Tages vielleicht doch noch zur offiziellen Reunion von The Tea Party kommt.

Die Symbiose aus Folklore Elementen, Weltmusik, Blues und klassischen Rock Zitaten erinnert mancherorts an die 90er Edelwerke wie "The Edges Of Twilight" (Classic), "Transmission" oder "Triptych" (Classic) besagter Vorläufer Formation, die von vielen Fans der ersten Stunde noch schmerzlich vermisst wird. Aber solange Ausnahmesänger Jeff Martin Qualitätsmaßstäbe wie im aktuell vorliegenden Fall abliefert, dürften sich die Entzugssymptome in Grenzen halten. Denn "The Ground Cries Out" vereint wie gesagt sämtliche, seit jeher geschätzten, "multikulturellen" Ingredienzien. Darüber hinaus ist aber die exzellente Kompositionskunst, die klar im Fokus steht. Letzteres ist der Knackpunkt, den The Armada mit dem gleichnamigen Longplayer aus dem Jahre 2008 meiner Meinung nicht ganz erfüllen konnten. Alleine schon der stimmungsvolle Titeltrack (siehe Videoclip), die Seelen erwärmende Ballade "One Star In Sight" (sogar einen David Bowie könnte hier der Neid fressen!), der "spelunkige" Bluesrocker "Queen Of Spades" oder das von atemberaubender Atmosphäre gesäumte (und mitunter von Hackbrett Einsprengsel sowie Percussions begleitete) "The Pyre" rechtfertigen den Kauf eines solchen Tonträgers wie diesen, welcher derzeit leider nur als EMI Kanada Import erhältlich ist. Hinzu kommen noch so unwiderstehliche Ohrenschlecker wie das galante "1916" (Jim Morrison lässt grüßen) oder das ' selbstredend ' mit fernöstlichen Vibes geschmückte "The Mekong" (written by J. Cortez).

"The Ground Cries Out" ist wieder ein kräftiges und facettenreiches Lebenszeichen dieses außergewöhnlichen, nordamerikanischen Tonakrobaten. Der Mann bietet nicht nur eine gewohnt großartige Vokalperformance Marke Gänsehautstimulanz, weit mehr besticht hier das fein abgeschmeckte Gesamtpaket, sprich, das spannungsgeladene, mystisch-gefärbte Ambiente, welches die Abteilung Genußspecht & Co. ein ums andere mal in einen Trance ähnlichen Zustand lockt. Man kann es nicht oft genug sagen: Dieser Künstler verdient Aufmerksamkeit!


Frequency
Frequency
Preis: EUR 20,99

4.0 von 5 Sternen Prog-Gourmets werden vom Feinsten bedient - darkscene.at, 18. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Frequency (Audio CD)
(REview aus dem Jahre 2009)

Ein neues Zeitalter ist bei einer der etabliertesten brititischen Progrock Bands angebrochen. Martin Orford, der grandiose Virtuose am Tastengerät hat nach 26 Jahren Abschied für eine Solokarriere genommen und hinterließ damit eine kaum zu füllende Lücke bei IQ. Mark Westworth heißt der gegenwärtige Keyboarder, der nach seinem interimistischen Ersatz während der Tour 2007 sich nun fest etablierte und somit auch in die großen Fußstapfen seines Vorgängers im Studio trat.

Doch der Mann harmoniert nicht nur mit seiner Restmannschaft gut, sondern bürgt auch einen frischen Input im kompositorischen Sinn. "Frequency" markiert somit ein weiteres homogenes, facettenreiches und tiefschürfendes Werk in der knapp dreißigjährigen Ära, bei dem der Hörer weniger verdauliche Parts sowie Prog-Light-Momente gleichermaßen erlebt. Berührungspunkte zu den ebenso mit feiner Klinge agierenden Arena, Pallas oder Pendragon sind im Weiteren anzutreffen wie sphärische Momente Marke Pink Floyd. Typisch britisch halt, aber das Ganze präsentiert sich durchaus up to date. Ausschweifende Tracks wie "The Province" und "Stronger Than Friction" fallen da in die Rubrik Langstreckenläufer während auf der anderen Seite "One Fatal Mistake" zu den kürzesten Songs der IQ'schen Discographie überhaupt zählt. Der Grundton schwingt allerdings nicht mehr so düster als ' selbstredend ' beim 2004er Album "Dark Matter", welches zu den Highlights der Engländer zählt. Anyway: die wirklich entscheidenden A-ha Effekte zeigen sich bei aller Virtuosität nur spärlich über die volle Distanz. Somit steht der neunte reguläre Prog-Brocken von IQ für solide, anspruchsvolle Audiokost, jedoch hält sich eine glatte Kaufempfehlung diesesmal leicht in Grenzen.


Dark Matter
Dark Matter
Preis: EUR 19,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hammerwerk mit Tiefgang! - darkscene.at, 18. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Dark Matter (Audio CD)
(Review aus dem Jahre 2004)

IQ gehören zu den Mibegründern der seit 1981 bestehenden, zweiten Generation der englischen Progrock Szene und wie man sich unschwer ausrechnen kann, haben sie in diesen gut 20 Jahren haufenweise Tonträger, wenn ich richtig liege - insgesamt 16 Alben (inkl. Live LPs und Compilations) veröffentlicht. Dass hierbei noch ein gewisses Qualitätlevel - ein Genreparameter quasi - an der Tagesordnung steht, muss wohl nicht mehr großartig beleuchtet werden.

Für "Dark Matter" ließen sich Briten immerhin fünf Jahre Zeit, in Anbetracht "nur" fünf darauf enthaltener Tracks und einer amtlichen Spielzeit von 52:20 (alleine der monströse Abschlußtrack "Harvest Of Souls" verschlingt 25 Minuten) dürfen sich Prog-uristen prog-ramm-gemäß schon mal die Hände reiben, wissen, oder besser 'spüren' die Altherren doch ganz genau, wie man selbst bei solch lang geratenen Songs den Hörer problemlos in seinen Bann zu ziehen vermag. Anstatt hier die einzelnen Songstrukturen krampfhaft runterzududeln, möchte ich viel eher versuchen, den emotionalen Aspekt dieser monumental anmutenden Tondichtungen kurz und pauschal zu umschreiben. Leichtfüssig, unbefangen, ja schmetterlingsgleich über sämtliche (künstlerische) Grenzregionen hinaus erhaben, umgarnt Nicholls' filigranes Vibrato jenes sanfte Hügelland, für unsere abartige Gesellschaft viel zu feinfühlig würde man meinen, dass gerademal eine handvoll Kollegen selbiger Branche in ihren besten Momenten betreten durften. Der stets warnende Unterton, um nicht rückstandslos dem samtigen Traum von IQ zu verfallen, bleibt allgegenwärtig, ist es gerade diese daraus entstandene Symbiose, das Pendeln zwischen zwei jähen Trugscheinwelten, die quasi den Hörer verschlingt. Orford's tonnenschwere Orgel-Arkaden sind sowieso nicht von dieser Welt, verkörpern auch nur sie einen Teil dieses stets geheimnisvollen, schier schwer fassbaren Audio-Puzzle's, das von mal zu mal wächst, immer wieder auf's neue ein Wechselbad der Gefühle und sowas wie Ehrfurcht aussendet.

Dennoch, das '97 Konzept-Masterpiece "Subterranea" bleibt wahrscheinlich nach wie vor am IQ'schen Thron. Vielleicht fehlt "Dark Matter" lediglich der Reifeprozeß ähnlich des im Eichenholzfass ruhenden Wein, der das ändern könnte. Leute, die wie meiner Einer beispielsweise "Seasons End" von Marillion lieben, werden ebenso hier mit feuchten Augen zu kämpfen haben.


Full Circle
Full Circle
Preis: EUR 11,99

3.0 von 5 Sternen Nicht ganz der erhoffte Burner - darkscene.at, 18. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Full Circle (Audio CD)
(Review aus dem Jahre 2007)

Das Ableben von Sänger Dave Williams markierte den vorläufigen Tiefpunkt in der ohnehin sehr bewegten Karriere bei der Modern Metal Formation mit Wahlheimat Texas. Hinzu kam noch der Dealverlust beim Labelriesen Wind-Up (u. a. alterbridge) und andere kleine Unannehmlichkeiten, die den Zeitverzug von ganzen drei Jahren erklären. Inzwischen ' und das war schon länger bekannt ' übernahm ex- Soil Röhre Ryan McCombs den begehrten Mikroständer, was gewissermaßen berechtigte Vorfreude entstehen ließ, denn die ersten beiden DP Scheiben haben wirklich Klasse, derer sich der Blondschopf aus dem beschmutzen Lager wohl nahtlos anschließen sollte ' ich sag nur "Redefine".

Bedauerlicherweise ist dem nicht so. Zumindest teilweise. Das hängt weniger mit der Performance von Mister McCombs zusammen, als an der (zu) hohen Erwartungshaltung an den neuen dreizehn Liedern. Weshalb? Ganz simpel, weil letztere laborieren teils an Farblosigkeit, mangelnden A- Ha Effekten und nötiger Durchschlagskraft. Natürlich sind da (zum Glück) typische Band-Trademarks vor Ort, natürlich erinnert die Chose zwangsläufig nun etwas an (ältere) Soil Taten, natürlich hat der Vierer das Grooven und Driven nicht so einfach verlernt. Diese löblichen Attribute treffen vor allem auf die erste Hälfte dieses Modern Rock/Metal Albums zu, der man dementsprechend einige tolle Momente abgewinnen kann, mit dem Antikriegssong "Soldier" allerdings torpedieren DP unüberhörbar neben das anvisierte Ziel und die letzten Vertonungen "No More", "Love X2", "Duet" liegen nicht weniger im Abseits der berechtigten Konsumentenhoffnung. Da kann das nett eingetütete Billy Idol Cover "Rebel Yell" keinen Boden mehr gut machen, etwas mehr Pfiff und/oder mehr Mut zum songwriterischen Risiko hätten unterm Strich nicht geschadet.

Versteht mich nicht falsch: "Full Circle" ist kein zu verachtendes, über dem Durchschnitt liegendes Album einer ehemals groß durch gestartenden Gruppe, das ' und genau da liegt der Hund begraben ' seinen Vorgängern ("Sinner"/"Desensitized") eben nie das Wasser reichen kann. Zu durchwachsen sind manche Wegmarken, zu dünnbehäutet enttarnt sich des Vierers Kreativität. So wollen wir jedoch hoffen, dass sich die Wogen im Hause DP glätten und beim nächsten Anlauf die Trümpfe wieder amtlich gezockt werden!


Exit 49
Exit 49
Preis: EUR 14,38

4.0 von 5 Sternen Solides Teil, aber nicht zwingend (3.5) - darkscene.at, 18. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Exit 49 (Audio CD)
(Review aus dem Jahre 2009)

Auch auf ihrem mittlerweile dritten Album präsentieren sich die Schwedischen Melodic Metaller um Frontman Jake E (der ebenso das Debüt Österreicher Dignity tadellos einzirpte) völlig solide und legen härtetechnisch sogar etwas zu. Kurzum: Frisch, knackig und gewohnt zielstrebig dröhnen die elf neuen Stücke durch die Boxenlanschaft.

Allerdings tummeln mittlerweile schon so viele gleich Gesinnte in diesem beliebten Metier zwischen Melodic und Power Metal, dass schon eine ganz besondere Eigennote mitschwingen müsste, um sich aus dem gigantisch zu bezeichnenden Teich an teils sehr talentierten Gruppen dementsprechend hervor zu heben. Ihr ahnt es schon: da liegt ein wenig der Hund bei Dreamland begraben: es gibt einerseits keine erwähnenswerten Schwachstellen auf "Exit 49" zu diagnostizieren, andererseits hat man nach zwei, drei Durchläufen immer noch nicht richtig das Gefühl oder das Bedürfnis, gleich eine Runde freudig nachlegen zu wollen, wie es zum Beispiel auf dem herrlichen Coldspell Debüt (Review) nach wie vor passiert. Da stecken wir wieder einmal fest, im Kapitel "das Fehlen des gewissen Etwas". Doch das soll Die-Hard-Genre Fans Marke Edguy/Masterplan/Thunderstone gewiss nicht davon abhalten, eine ausgiebige Kostprobe auf Myspace zu wagen, denn vom farblosen Durchschnitt sind Dreamland auch wiederum ein Stück entfernt. So gesehen lasse ich abermals völlig pauschal das komplette Songmaterial als Anspieltipp im Raum stehen, die berüchtigten und nötigen Kontraste zwischen Speed-Stoff, Midtempo-Rockern und Tränendrüsendurchputzern sind nämlich - wie so oft - auch hier vor Ort ...


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