Profil für RoHLand > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von RoHLand
Top-Rezensenten Rang: 53.254
Hilfreiche Bewertungen: 31

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
RoHLand "GN-JF" (Germany)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
pixel
[UK-Import]Pirate Pete the Repeat Parrot
[UK-Import]Pirate Pete the Repeat Parrot
Wird angeboten von trendaffe - Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 17,37

3.0 von 5 Sternen Mittelmäßig bis guter Papagei, 24. Juni 2014
Habe den Papagei neu bestellt, weil mein alter (ebenfalls ein 'Pirate Pete') hinüber war.
Der Papagei hat erstmal an sich ganz gut funktioniert und man könnte auch ganz zufrieden, wäre da nicht der Vergleich zum Vorgänger-Papagei: v.a. stört mich, dass der aktuelle Papagei (UK-Import von Funtime Gifts) nur Geräusche/Stimmen von ganz nah imitiert - das alte Exemplar (des 'Pirate Pete') hat Geräusche/Stimmen auch von ganz weit weg imitiert. Deswegen muss ich hier schon ca. zwei Punkte abziehen.

Wenigstens imitiert er die Geräusche/Stimmen von nah dran ganz ordentlich (nicht so grottenschlecht wie irgendwelche Billigpapageien), deswegen auch noch die ganz solide Wertung von ca. 3 Sternen.
Meine Enttäuschung rührt halt vor allem daher, dass im Gegensatz zum aktuellen (UK-Import von Funtime Gifts) mein vorheriger Papagei Geräusche/Stimmen auch von ganz weit weg imitiert hat, und zwar in gleichbleibend guter Klangqualität (aber wer diesen Vergleich nicht kennt, für den spielt dieses Manko vielleicht nicht so eine große Rolle).


Philips HQ 6990/16 Herrenrasierer (Serie 6900)
Philips HQ 6990/16 Herrenrasierer (Serie 6900)
Wird angeboten von badabing7785 zuzüglich Versandkosten (Alle Preise inkl. MwSt)
Preis: EUR 48,99

4.0 von 5 Sternen Solider (Trocken-)Rasierer [Realbewertung: 3 1/2 Sterne], 24. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe den Rasierer vor paar Wochen bestellt und auch schon paarmal getestet.
Wichtig war mir dabei v.a., dass der Rasierer so ein Langhaarschneider/Trimmer besitzt; der ist hier (beim HQ 6990/16) vorhanden und tut meiner Meinung nach einen ganz ordentlichen Dienst.

Die Möglichkeit eines Netzbetriebes ist auch gegeben, was mir persönlich aber nicht so wichtig ist (selber rasiere fast nur mit aufgeladenem Akku, ohne Netzstecker/Netzbetrieb).

Zum wichtigsten Part, dem eigentlichen Rasierer (oben mit den Scheerköpfen usw.), da muss ich sagen, ist die Rasur insgesamt ganz solide, aber nicht sehr gut (gibt zwar noch schlechtere, aber auch einige deutlich bessere/gründlichere Rasierer). Außerdem kann (zumindest bei anfänglicher Benutzung) manchmal ein geröteter Hals, gereizte Haut u.ä. auftreten. Wahrscheinlich kann man in dieser Preisklasse einfach keine Topqualität erwarten.

Was mich persönlich stört ist, dass der Rasierer nicht wasserdicht ist, deswegen von meiner Seite mindestens ein Punkt Abzug (aber das ist vielleicht für andere nicht ganz so wesentlich).

Insgesamt eben ein grundsolides, aber nicht hochwertiges Produkt; im Preis-Leistungs-Verhältnis vielleicht sogar ganz gut. Wenn nicht als Hauptrasierer, dann zumindest als Reise- oder Zweitrasierer gut geeignet.

Kleine Nebenbemerkung (aber für mich persönlich nicht ganz unwesentlich): fast direkt nach meinem Kauf hat der Anbieter (Mega Seller?) den Preis um ca. 4,- EUR gesenkt (aber da könnte man natürlich sagen, einfach Pech gehabt).


Con gusto / Lehr- und Arbeitsbuch mit 2 Audio-CDs - A2
Con gusto / Lehr- und Arbeitsbuch mit 2 Audio-CDs - A2
von Bibiana Wiener
  Broschiert
Preis: EUR 24,99

4.0 von 5 Sternen Mit Freuden..., 13. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch den zweiten Band der Reihe 'Con gusto' (A2) aus dem Klett-Verlag finde wieder sehr angenehm und hilfreich zum Arbeiten, Erlernen und Anwenden der spanischen Sprache.

Überzeugend finde u.a. die Audio-CDs (inklusive einer Transkription), den Vokal- und Grammatikteil, wie auch die verschiedenen Texte zu Kultur und Alltag aus der spanischsprachigen Welt. Die Rückblicke/Miradores, Portfolio/Dossiers oder die Erläuterungen zur Aussprache wissen ebenso zu gefallen.

Insgesamt kann dieses Buch auf jeden Fall empfehlen, insbesondere für so etwas wie ein Lernen von Spanisch an der Volkshochschule (ob es auch fürs Lernen im Alleingang geeignet ist, kann ich nicht beurteilen).

¡Me gusta así!


Tour de France Soundtracks
Tour de France Soundtracks
Wird angeboten von mivendo UG
Preis: EUR 13,99

5.0 von 5 Sternen Mein (derzeit) liebstes Album von Kraftwerk, 13. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Tour de France Soundtracks (Audio CD)
Das meiste wurde sicherlich schon gesagt; TdFS ist halt wieder ein stimmiges Konzeptalbum von Kraftwerk, mit einem ordentlichen Sound, eingängigen Melodien anständiger Produktion, und halt auch einem klar und stringent durchgezogenen Konzept, in diesem Fall Radfahren, Mensch, Sport/Bewegung usw. (nur konsequent, dass zu einem der leidenschaftlichsten Hobbys von Ralf Hütter irgendwann ein Album entstehen musste). Es ist bis dato auch ihr neuestes reguläres Album (abgesehen von sowas wie Der Katalog oder Minimum-Maximum).

Selber finde die Tour de France Soundtracks aber (derzeit) das beste und zufriedenstellendste Album von Kraftwerk, aus unterschiedlichen Gründen:

- mit ca. 55 Minuten hat dieses Album mal eine ordentlich Länge - abgesehen von The Mix (was mir nicht sonderlich gefällt und eh kein richtiges Album ist) hatten ältere Alben meist nur eine Länge von maximal so 42/43 Minuten oder gar unter 40 Minuten (zu LP-Zeiten war das noch in Ordnung, aber zu Zeiten von CD, Mp3 usw. erwartet man einfach mehr)

- der Sound von diesem Album ist (zumind. für 2003) ziemlich 'Up-to-Date', d.h. gut produziert, recht aktuell und zeitlos klingend, während ältere Alben von Sound/Produktion her teilweise ihrer Zeit (70er und 80er) geschuldet waren und z.T. nicht mehr so aktuell/zeitlos klingen (dieses Problem wurde aber glaube ich mit den offiziellen Remastern der Alben von Autobahn bis Electric Café zu einigen Teilen ganz gut behoben)

- das Album hat halt ein stringent durchgezogenes Konzept; abgesehen davon lässt sich das Album (nach meinem Empfinden) auch so einfach gut durchhören, es gibt nicht wirklich ein Hänger oder Schwachstelle - dies war auf fast allen älteren Alben von Kraftwerk der Fall, z.B. auf Radio-Aktivität (der eher monotone, uninteressante Track "Ätherwellen"), Trans-Europa-Express (das recht fade/farblose "Franz Schubert"), Mensch-Maschine (das zähe, sehr gedehnte/langgestreckte Ende bei "Neonlicht"), Computerwelt (ebenso das Ende von "Computerliebe") oder Electric Café (Teile von "Technopop") - hier (bei Tour de France Soundtracks) finden sich solche zähen, redundanten oder 'langweiligen' Momenten/Stellen fast gar nicht, und kann das Album (trotz seiner Länge) gut durchhören von Anfang bis Ende (damit ist dieses Album hier fast das Gegenteil von The Mix, welches für mich zu weiten Teilen eine einzige Ansammlung von sehr zähen, redundanten/'langweiligen' oder 'self-indulgent' Tracks darstellt)

- außerdem, so finde, hat dieses Album hier eine musikalische und emotionale Tiefe, was man so bei älteren Alben in diesem Ausmaß nicht findet (die alten wirken zum Teil recht gestelzt und steril, oder eben insgesamt etwas zu kurz)

Abgesehen davon findet man hier fast alles, was ein gutes Kraftwerk-Album ausmacht - halt die konsequente Verarbeitung eines Themas/Konzept, musikalisch und klanglich passend untermalt; eingängige Rhythmen und Melodien, einprägsame Vocoder-Stimmen (wie auch echte Stimmen), eine ordentliche Produktion und einen satten Sound; was will man mehr.
Deswegen sind die Tour de France Soundtracks (zumind. derzeit) für mich das reifste, zeitloseste und überzeugendste Album von Kraftwerk, was noch lange so anhören werde mit Freuden (das aber nur die persönliche Meinung, und ein jeder Hörer/Fan kann das natürlich anders empfinden/beurteilen)


Asterix 35: Asterix bei den Pikten
Asterix 35: Asterix bei den Pikten
von Jean-Yves Ferri
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,00

3.0 von 5 Sternen Ein wichtiger Hinweis..., 23. Dezember 2013
Es wurde eigentlich schon fast alles gesagt. Asterix bei den Pikten (Bd. 35) ist der erste Asterix-Band ohne Mitwirkung der ursprünglichen Zeichner/Autoren - also statt Uderzo (+ früher Goscinny) waren hier erstmals Jean-Yves Ferri (Texter) und Didier Conrad (Zeichner) am Werk.

Eine wichtige Tatsache ist aber noch herauszustellen (weiß nicht, ob das schon jemand getan hat):
Pikten (alleine) ≠ Schotten, sondern
Pikten + Skoten = Schotten ([...]; [...]).

Ansonsten sehe ich den Band an als gesundes Mittelmaß, also besser als vieles von Uderzo alleine, aber schlechter als die meisten Bände mit Goscinny und Uderzo.
Natürlich war man froh, dass endlich wieder ein regulärer Asterix-Band erschienen ist und für den Anfang war das ja schon mal ganz gut, wenn auch noch deutlich Verbesserungspotenzial vorhanden ist.


Evidence
Evidence
Preis: EUR 17,82

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Evidence - Eine weitere 'Evidenz' für John Foxx' Talent, 24. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Evidence (Audio CD)
Für mich steht diese Neuveröffentlichung (Evidence) den vorherigen Foxx/Maths-Alben Interplay und The Shape of Things in nichts nach, sprich finde ich alles in allem genauso gut gelungen (gefällt mir ebenso gut).

Es herrscht hier (bei Evidence) allerdings, im Gegensatz zum eher poppigen Interplay, eher so eine gedämpfte oder reflektive Stimmung vor (manchmal mit fast bedrohlichem Unterton oder zumindest sehr traurig) - war also Interplay für John Foxx so eine Art musikalischer 'Jungbrunnen', stellt sich Evidence eher als 'altersgerechtes' Album für John Foxx dar (Mr. Foxx ist immerhin schon über 60 Jahre alt).
Was einem gerade besser gefällt, hängt also auch von der jeweiligen eigenen Stimmung ab: bei eher positiv-ausgelassener Stimmung bevorzuge ich Interplay; bei eher negativ-trauriger Stimmung ganz klar Evidence (dazwischen dann vielleicht The Shape of Things).

Ich finde das wie gesagt wieder ein sehr gelungenes Album von John Foxx - allerdings muss man hier, neben den diversen 'Kollaborateuren' (u.a. Tara Busch und The Soft Moon), auch ganz besonders dem 'Mr. Maths', sprich Benge (Ben Edwards) Respekt zollen für seine großartige Instrumentierung/Studioarbeit; wer weiß, ob die letzten drei (Maths-)Album ohne sein Wirken auch so gut geworden wären (aber das ist reine Spekulation).

In jedem Fall finde ich dieses 3. Album von John Foxx and The Maths auch wieder sehr zufriedenstellend. Meine persönlichen Höhepunkte: "Have a Cigar", "Changelings", "A Falling Star (Gazelle Twin Remix)" und auch der Titeltrack ("Evidence"). Aber fast alle anderen Tracks finde ich ebenso gut gelungen und insgesamt eben ein sehr zufriedenstellendes Album (kann das nicht oft genug wiederholen). Die kleinen instrumentalen 'Interludes' sind jetzt nicht sooo überwältigend, haben aber auch ihren Platz auf dem Album (funktionieren zumindest ganz gut als Überleitung zu einem neuen Gesangs-Track).

Für Fans von John Foxx und/oder Liebhaber experimentell angehauchter elektronischer Musik auf jeden Fall empfehlenswert.


LTB Nr.213 - Die verlorene Welt (1995) gebr.
LTB Nr.213 - Die verlorene Welt (1995) gebr.
von Walt Disney
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen LTB213 - Gut bis sehr gut, 8. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nr. 213, Die verlorene Welt ist so eins von den Lustigen Taschenbüchern, wo fast alle Geschichten gut bis sehr gut.

Schon die erste Geschichte "Die verlorene Welt" weiß zu gefallen (basiert wohl auf einer Novelle von Arthur Conan Doyle).
Das Theaterstück "Scapins Streiche" (nach Molière) ist vielleicht etwas weniger gut (u.a. die 'Rollenbesetzung' wirkt z.T. etwas fehl am Platze), aber immer noch besser als sonstige (Micky- Maus)Geschichten in anderen Taschenbüchern.
"Voll erwischt und doch daneben" ist wieder gut gelungen (Donald will Gustav einen Streich spielen, es will ihm aber nicht so recht gelingen; was er sich dabei alles ausdenkt, mit oder ohne Hilfe von anderen, ist schon recht amüsant zu lesen).
"Ein Blick in die Zukunft" ist mal einer der besten/spannendsten Micky-Maus-Geschichten (taschenbuchweit) überhaupt (sonst tun die MM-Geschichten ja eher etwas abfallen im Vergleich zu den Donald/Enten-Geschichten); u.a. natürlich wegen der Präsenz des putzigen Außerirdischen Gamma.
"Der Allmachts-Stein" ist ein weiterer Höhepunkt und zugleich ein krönender Abschluss zu diesem großartigen Taschenbuch (Gundel will den mächtigen Allmachts-Stein finden um mit dessen Hilfe endgültig in den Besitz des begehrten Glückszehners von Dagobert zu gelangen); sie bekommt dabei aber ungelegenen Besuch von Verwandten); sehr spannend und amüsant zugleich.

Alles in allem ist LTB213 sicherlich eins der besten von den frühen Taschenbüchern, wo fast jede Geschichte gut zu gefallen weiß.


Radio-Aktivität (Remaster)
Radio-Aktivität (Remaster)
Preis: EUR 16,98

4.0 von 5 Sternen Radio-Aktivität (der Bindestrich ist relevant!), 17. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Radio-Aktivität (Remaster) (Audio CD)
Das meiste wurde eigentlich schon gesagt.

Das gute/interessante an dem Album ist vor allem, dass es (neben Computerwelt) ein Album mit einem stringenten Konzept ist, konsequent durchgezogen, von vorne bis hinten. Die Konzepte/Themen des Albums werden schon durch das geniale Wortspiel im Albumtitel angedeutet: es geht sowohl um (nukleare) Radioaktivität, als auch Aktivität am Radio.

Das Konzept wird dann eben stringent durchgezogen, sowohl bei den richtigen Songs (allen voran der geniale Titeltrack), als auch in den Geräusch-Tracks und den (semi-)instrumentalen Stücken wie "Transistor", "Radio Sterne".

Das wirkt (bei den richtigen Songs) anregend bis revolutionär, allen voran eben der Titeltrack "Radioaktivität"; aber auch "Antenne" ist recht genial.
In anderen Fällen regt das eher zum Nachdenken (über die Konsequenzen der Benutzung radiaktiven Materials), oder aber zum Schmunzeln an (wie bei "Radioland" oder "Die Stimme der Energie").

Der große Vorzug des Albums ist also seine stringente Konzeptbezogenheit (in ähnlicher Konsequenz nur noch zu finden bei Computerwelt, oder meinetwegen noch den Tour de France Soundtracks).

Der (eher kleine) Nachteil meiner Ansicht nach (weswegen auch nicht die volle Punktzahl/Wertung geben kann) ist, dass sich die einzelnen Tracks hinsichtlich ihrer Schlagkraft oder Ausgefeiltheit doch sehr voneinander unterscheiden - d.h. bei vergleichender Betrachtung der einzelnen Tracks (losgelöst vom Albumkonzept) kann mich eigentlich nur der Titeltrack und meinetwegen noch "Antenne" voll überzeugen.
Die "Ätherwellen" etwa wirken mir vergleichsweise uninspiriert und forciert; oder auch der vom ersten Eindruck ganz nette Abschlusstrack "Ohm Sweet Ohm" kann mich nicht voll überzeugen (lässt Erinnerungen an "Autobahn" aufkommen, kann mit diesem aber bei weitem nicht mithalten was Eingängigkeit und Schlagkraft anbelangt).

Auch finde ich, aufgrund der stringenten Anpassung ans Konzept Radio(-)Aktivität kommen solche Dinge wie eingängige (Synthie-)Melodien oder Musikalität/Songstrukturen etwas zu kurz (was auf dem Vorgängeralbum Autobahn recht reichlich zu finden war) - die einzigen vollwertigen Songs hier sind eigentlich nur "Radioaktivität" und "Antenne".

Deswegen kann ich eben nicht die volle Wertung geben; das ist aber kein allgemeingültiges Urteil und betrifft nur die persönliche Einschätzung/Geschmack (andere können das also ganz anders empfinden).

Ansonsten ist Radio-Aktivität eben ein stimmiges Konzeptalbum, was in der Sammlung eines jeden Kraftwerk-Fans nicht fehlen darf (und übertrifft in jedem Fall solche Alben wie Electric Café, The Mix, oder gar die sehr gewöhnungsbedürftigen pre-Autobahn-Alben).


English Electric
English Electric
Preis: EUR 16,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht vollkommen elektrisierend, aber dennoch..., 24. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: English Electric (Audio CD)
English Electric ist das mittlerweile 12. Studioalbum von OMD und das zweite ’Comeback’-Album nach History of Modern.
Es ist alles in allem, finde ich, recht gut gelungen, ein stimmiges Werk, fast ein Konzeptalbum.
Dennoch gefällt es mir insgesamt nicht ganz so gut wie History of Modern, weswegen ich hier höchstens vier Sterne vergeben kann.
Dies hat folgende, mehr oder weniger schwerwiegende Gründe:

- Die drei experimentellen (Noise-)Tracks (“Please Remain Seated“, “Decimal“, “Atomic Ranch“) sind ganz nett, aber bei weitem nicht so interessant und stimmig wie ähnlich experimentell geartete (Noise-)Tracks auf früheren OMD-Alben (z.B. das lustige “Dancing“ und ganz besonders der hervorragende, instrumentale Titeltrack auf Architecture and Morality)

- Was die richtigen Songs betrifft, so scheint es mir, als lag der Fokus etwas zu sehr darin, entweder eingängige, zuckersüße (Pop-)Melodien zu produzieren (“Night Cafe“, “Stay with Me“) und/oder Kraftwerk eine Reminiszenz zu erweisen (“Metroland“, “Kissing the Machine“) .. “The Future Will Be Silent“ ist wohl nach dem Muster von solchen Stücken wie “This is Helena“ oder “Dazzle Ships (part II, III and IV)“ gestrickt; es ist somit der erste Track auf English Electric, der etwas abweicht von der übermäßigen Popmelodie- und/oder Kraftwerk-Huldigung (“The Future...“ ist allerdings viel zu kurz geraten, d.h. nach gerade mal läppischen 2:40 Minuten bereits zu Ende, kaum dass die Musik sich richtig entfalten konnte) .. mit “Helen of Troy“ und “Our System“ folgen dann direkt hintereinander die Höhepunkte des Albums, das sind OMD wie wir sie kennen und lieben: traurig-reflektierender Gesang, solide Synthpop-Musik mit eingängigen Melodien, ohne aber zu sehr nach Mainstream-Pop oder Kraftwerk zu klingen; ich wünschte, dies Album hätte mehr von solchen Nummern zu bieten gehabt; somit bleibt es bei gerade mal zwei exzellenten Tracks, schade (“Dresden“ von Andy McCluskey ist natürlich auch noch ganz nett, aber ich frag mich wie oft er das Riff von “Enola Gay“ noch recyceln will...); da hatten die frühen Alben oder auch History of Modern weitaus mehr zu bieten – weiß wirklich nicht, warum man Kraftwerk eine so übertriebene Reminiszenz erweisen wollte – das Album Architecture & Morality etwa war durchaus auch mit von Kraftwerk beeinflusst, ohne sich aber zu sehr bei den sogenannten „Urvätern der elektronischen Musik“ anbiedern zu müssen (A&M war also großartig, obwohl oder gerade weil es nicht sehr nach Kraftwerk klang) .. zudem fehlen mir hier solche düsteren oder aggressiven, absoluten OMD-Kracher mit Ecken und Kanten wie “The Misunderstanding“, “Statues“, “The New Stone Age“, “Sealand“, “The Romance of the Telescope“ oder “Of All the Things We’ve Made“ etc. (von solchen Perlen auf B-Seiten wie “Sacred Heart“, “Navigation“ oder “4Neu“ will hier gar nicht erst anfangen); History of Modern hatte immerhin das großartige “History of Modern Part II“ und “New Holy Ground“ zu bieten; allerdings zeigen aktuelle B-Seiten wie “Time Burns“ und ganz besonders “The Great White Silence“, dass solche aggressiven und/oder düsteren Nummern mit Ecken und Kanten durchaus vorhanden waren, und zumindest eine davon hätte man doch bitteschön aufs Album mit draufpacken können, zumal noch ausreichend Platz auf der CD vorhanden war (siehe unten)

- Das Album insgesamt ist ziemlich kurz geraten mit seiner Länge von gerade mal 43 Minuten nochwas (im Vergleich zu History of Modern mit 58:00 Minuten); im Zeitalter der Vinyl-LP war solch eine Länge noch vollkommen ausreichend, aber im (Post-)CD-Zeitalter hätte schon etwas mehr spendiert werden dürfen, zumal die diversen Tracks von B-Seiten, Demos und Outtakes zeigen, dass durchaus noch eine Fülle an Material vorlag .. was mich hierbei vor allem wurmt ist, dass mit “No Man’s Land“ ein toller Song mit großem Potential einfach gekappt und somit auch die Chance auf eine stimmige Abrundung des Album leichtsinnig vertan wurde (dieser hätte das Album ähnlich großartig abgerundet wie damals “The Beginning and the End“ auf Architecture and Morality; stattdessen wird man am Ende mit dem eher faden “Final Song“ abgespeist); mit unbegreiflich, warum solch ein großartiger Track wie “No Man’s Land“ ausschließlich den dubiosen „iTunes“ vorenthalten sein soll (die Käufer der CD sollten einen Zusatztrack als Belohnung erhalten, wenn überhaupt, und nicht umgekehrt!)

Aufgrund dieser drei (Minus-)Punkte (von denen zumindest die beiden letzten nicht unerheblich sind), kann ich dem Album höchstens vier Sterne geben.
Ich gebe aber auch nicht weniger, weil als Liebhaber der Musik von OMD ich natürlich froh war, dass sie nach History of Modern ein weiteres Album in der „Neuzeit“ (sprich im 21. Jahrhundert) produziert haben, was an sich ja ganz eingängig und stimmig ist, und in jedem Fall die meisten seichten Pop-Alben von OMD nach Dazzle Ships (von Mitte der Achtziger bis in die späten Neunziger) überflügelt.
Einzig eben schade, dass es nur wenig wirklich herausragende Höhepunkte gibt, und so aggressive oder düstere Nummern mit Ecken und Kanten ganz fehlen (auf den aktuellen B-Seiten gibt’s ja ebensolche Tracks, aber ich war eigentlich noch nie ein großer Fan des Kaufs von Singles…)


Gag
Gag
Preis: EUR 10,12

3.0 von 5 Sternen Nicht so gut wie die Vorgängeralben, 3. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gag (Audio CD)
Selber finde persönlich Gag das schwächste Album aus dem Wurf von Fad Gadget (aka Frank Tovey).
Es kann nicht ganz mithalten mit den großen Vorgängern Fireside Favourites, Incontinent und Under the Flag; sogar The Best of Fad Gadget finde ich um einiges besser.

Da ist zum Teil die seltsam anmutende Instrumentierung (woran Fad Gadget auf diesem Album keinen Anteil mehr hatte, während er vorher die Instrumente fast überwiegend selbst eingespielt hat).
Dann sind die Songs auch zum überwiegenden Teil nicht mehr so gut, kraftvoll und überzeugend wie auf Vorgängeralben (besonders das langatmige letzte Stück finde ziemlich schwierig, fast schon eine Zumutung). Der mit Abstand beste Song ist natürlich "Collapsing New People". Aber selbst dieser wird getrübt durch den negativen letzten Punkt: die Produktion auf diesem Album ist irgendwie sehr dünn und unterdurchschnittlich, die Songs wie auch die Stimme haben keinen richtigen Pep - weiß nicht, ob das auf dem Original-Vinyl besser war; die CD-Version ist soundtechnisch jedenfalls eine ziemliche Zumutung.
Zudem sind die meisten Songs (bis auf wenige Ausnahmen wie "One Man's Meat" oder eben "Collapsing New Peopl") für Fad Gadgets Verhältnisse sehr banal, seicht und wenig kraftvoll/überzeugend (noch zusätzlich getrübt durch die nervigen allgegenwärtigen female background vocals in den 80er Jahren).

Völlig schlecht ist das Album nun nicht. Aber wer die Vorgängeralbum wie auch Live-Auftritte von Fad Gadget gewohnt ist, für den kommt das Album als eine ziemliche Enttäuschung daher (u.a. eben dadurch getrübt, dass Fad Gadget an der Musik/den Instrumenten überhaupt nicht mehr beteiligt war).
Für einen Fan von Fad Gadget wirkt sicher auch dieses Album ganz zufriedenstellend. Aber wer Fad Gadget erst neu kennenlernen will, der sollte bei einem der Vorgängeralben anfangen (Fireside Favourites, Incontinent, Under the Flag), die Gag allesamt übertreffen (leider).


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5