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Rezensionen verfasst von
Ewald Judt (Vienna, Austria)
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Sieben Tage: Thriller
Sieben Tage: Thriller
von Deon Meyer
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Ermittler Bennie Griessel erlebt sieben höllische Tage, 15. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Sieben Tage: Thriller (Taschenbuch)
Mit „Sieben Tage“ (atb 3015 – „7 Dae“ [Afrikaans], 2011) liegt mittlerweile in deutscher Sprache der achte Roman (nebst einer Sammlung von Kurzgeschichten) von Deon Meyer, dem erfolgreichsten Krimiautor Südafrikas vor. Hauptfigur ist diesmal der Ermittler Bennie Griessel – schon bekannt aus „Der Atem des Jägers“ (atb 2470 – „Infanta“ [Afrikaans] 2007) und „Dreizehn Stunden“ (atb 2170 – „13 Uur“, 2009). Der ehem. Alkoholiker hat sich von seiner Frau getrennt, hat eine neue Liebe – Alexa Barnard, eine ehemals erfolgreiche Sängerin, bekannt als Frau eines Mordopfers aus „Dreizehn Stunden“ – und ist nunmehr fast ein Jahr „trocken“. Da kündigt ein Mann an, jeden Tag einen Polizisten zu schießen bis sie den Mörder von Hanneke Sloet anklagt. Als der Mann beginnt, seine Drohung wahrzumachen, wird Bennie Griessler mit den Ermittlungen betraut. Er ist ratlos, da die Mordermittlung nach dem Tod von Hanneke Sloet keine Hinweise auf einen Täter gebracht hat. Nichtsdestoweniger beginnt er mit Hilfe von Mbali Kaleni und Cupido Vaughn a) die Untersuchung des Mordes an Hanneke Sloet von vorne aufzurollen und b) dem Attentäter auf die Spur zu kommen. Es werden für ihn sieben Tage in der Hölle, in der er als ehemaliger Alkoholiker oft in Versuchung gerät, rückfällig zu werden. Schließlich kommt es zu einem doppelten Finale, bei dem sich herausstellt, dass die beiden Fälle einerseits zusammenhängen und andererseits wiederum nicht zusammenhängen (ein in die gleiche Richtung gehender Plot in einer anderen Zeit und in einer anderen Umgebung wurde bereits von Agatha Christie in einen Roman umgesetzt). Insgesamt ein spannender Roman im „neuen“ Südafrika der an die Qualität der besten Romane von Deon Meyer anschließt.


Die Tote von San Miguel: Kriminalroman
Die Tote von San Miguel: Kriminalroman
von Jonathan Woods
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

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3.0 von 5 Sternen Packende Krimi-Reise in ein exotisches Land, 4. April 2014
Eine kleine Stadt in Mexiko, heiße Tage, schwüle Nächte, katholische Kirchen, aztekische Götter, korrupte Polizisten, begabte (und weniger begabte) Künstler, junge Models, eine Kunstakademie, eine Galerie samt Galeristen, viele schöne Frauen, eine tote Amerikanerin im ‚Jardin Principal‘, einem großen Park im Zentrum, und der unbestechliche Inspector Hector Diaz der ‚Policia Judicial‘: das sind die Ingredienzen des Kriminalromans „Die Tote von San Miguel“ (atb 3007 – „A Death in Mexico“, 2012) von Jonathan Woods. Amanda Smallwood, Model aus den USA, wurde in San Miguel ermordet. Es schaut ganz nach einem Mord aus Leidenschaft aus und Inspector Diaz ermittelt im Umfeld der Toten. Doch der ihr nahestehende Maler Gregori Gregorowitsch ist nicht aufzufinden. Ebenso verschwindet der Vater der Toten, Bass Smallwood, ein Galerist aus Dallas, der gekommen ist, um seine tote Tochter heimzubringen. Die Ermittlungen von Inspector Diaz gestalten sich zäh, doch als er auf dem richtigen Weg zu sein scheint, wird mehrmals versucht ihn umzubringen. Einen echten Fortschritt bei seinen Ermittlungen gibt es in Dallas, wo er mit Corporal Felicia Goya den verschwundenen Vater der Toten sucht. Doch die überraschende und angesichts der Situation in Mexiko naheliegende Aufklärung des Falles erfolgt letztlich in San Miguel. Alles in allem ein nicht uninteressanter Kriminalroman mit rauer Sprache, erfreulicher Stringenz und mit (nur) 317 Seiten ohne unnötigen Abschweifungen – und dass alles in einem exotischen Land, wo Vieles halt ganz anders ist und wo Vieles ganz anders läuft.


Rache verjährt nicht: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Rache verjährt nicht: Roman (suhrkamp taschenbuch)
von Reginald Hill
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Reginald Hill: Sein letzter Roman wurde sein bester Roman, 23. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Reginald Hill, der Autor von „Rache verjährt nicht“ (st 4473 – „The Woodcutter“, 2010) starb 2012 und hat mit diesem seinem letzten Roman sein Meisterwerk abgeliefert. Bekannt wurde Hill mit seiner Roman-Serie mit den beiden ungleichen Polizisten Andrew Dalziel und Peter Pascoe. Doch diesmal sind die beiden nicht dabei. Polizisten spielen nur eine Nebenrolle. Im Mittelpunkt der Handlung steht der mit vielen Talenten gesegnete Wolf Hadda, Sohn eines Oberforstrats im waldreichen Cumbria. Nach diffizilen Lehr- und Wanderjahren machte der als Finanzentrepreneur Karriere und viel Geld. Doch dann brach alles in sich zusammen. Es kommt (offenkundig nach einem anonymen Hinweis) zu einer Hausdurchsuchung: die Polizei findet Pädophilie-Software auf seinem Computer und Wolf Hadda wird verhaftet. Er, der offensichtlich einer Intrige erlegen ist, verliert seine Familie, seine Freunde, seinen Reichtum und seinen guten Ruf. Er wird verurteilt. Nach 7 Jahren wird er auf Bewährung entlassen, aber nur weil er sich gegenüber seiner Gefängnispsychiaterin für schuldig bekannt hat. Er kehrt nach Cumbria in das Haus seines mittlerweile verstorbenen Vaters zurück. Und dann beginnt, nachdem er den Intriganten auf die Spur gekommen war, was schon im Abenteuerroman „Der Graf von Monte Christo“ von Alexander Dumas sehr spannend war – die Zeit der Rache. Doch die von ihm geplante Rache ist viel subtiler. Es geht Schritt auf Schritt: zuerst der bestochene ermittelnde Polizist und dann die Intriganten bis zum spannenden Abschluss am Pillar Rock. Doch all das ist nicht so banal, dass man es mit wenigen Sätzen beschreiben kann. Es ist viel komplexer und tiefergehender. Trotz der 684 Seiten ist „Rache verjährt nicht“ immer spannend und es bewahrheitet sich, was im Prolog auf Ende des 1. Kapitels aufgezeigt wird: „Wenn Liebe gegen grimmige Not antritt, gibt es meist nur einen Sieger.“


Tödliches Wasser: Oberinspektor Chens sechster Fall Kriminalroman
Tödliches Wasser: Oberinspektor Chens sechster Fall Kriminalroman
von Xiaolong Qiu
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

3.0 von 5 Sternen Oberinspektor Chen Cao ermittelt in einem Umweltskandal, 15. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
„Tödliches Wasser“ (dtv 21429 – „Don’t Cry, Tai Lake“, 2011) ist nach "Tod einer roten Heldin" (dtv 20740 - "Death of a Red Heroine", 2000), "Die Frau mit dem roten Herzen" (dtv 20851 - "A Loyal Character Dancer", 2002), "Schwarz auf rot" (dtv 20964 - "When Red is Black", 2004) und "Rote Ratten" (dtv 21128 - "A Case of Two Cities", 2006) und "Blut und rote Seide" (dtv 21274 - "Red Mandarin Dress", 2007) der sechste Kriminalroman von Qiu Xiaolong mit Oberinspektor Chen Cao, einem Dezernatsleiter bei der Kriminalpolizei von Shanghai. Doch diesmal ermittelt er nicht in Shanghai, sondern in Wuxi am schönen Taihu-See rd. 100 km von Shanghai entfernt. Im exklusiven Heim für Parteikader verbringt er einen Urlaub als Geschenk seines Mentors, des mittlerweile pensionierten Parteisekretärs Zhao, der dort seinen Aufenthalt nicht antreten konnte. Der Taihu-See ist zwar schön, aber – das ihm Chen bald klar – an vielen Stellen verschmutzt. Doch er ist nicht nur verschmutzt, sondern z.T. auch vergiftet, wie ihm dort eine junge Dame, Shanshan, Angestellte und Umweltbeauftragte der Chemiefabrik Nr. 1, eröffnet. Und dann passiert ein Mord. Der Direktor dieser Fabrik, wissend vom Grad der Umweltbelastung der von ihm geleiteten Fabrik, wurde in seiner Stadtwohnung ermordet. Die örtliche Polizei verdächtigt viele, doch als Shanshan verhaftet wird, schreitet Chen ein. Verdeckt – unterstützt von einem örtlichen Polizeibeamten – ermittelt er und kann Schritt für Schritt die Anzahl der Verdächtigten reduzieren: bis der Mörder übrigbleibt. Alles in allem handelt es sich bei diesem 6. Fall von Chen wieder um einen Kriminalroman, wo sich die Handlung betulich entwickelt. Interessant ist, dass diesmal die Umwelt und ihre Erhaltung den Background des Plots darstellt, da ja China nicht für seine Rücksichtnahme auf die Umwelt bekannt ist wie Fernsehaufnahmen aus Peking an Smogtagen zeigen.


payback: thriller
payback: thriller
von Mike Nicol
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

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3.0 von 5 Sternen Der erste Band von Mike Nicols dunkler südafrikanischer Rache-Trilogie, 15. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: payback: thriller (Taschenbuch)
„payback“ (btb 74283 – „payback“, Cape Town 2009) von Mike Nicol ist der erste Band seiner in Südafrika handelnden „revenge trilogy“, die durch „killer country“ und „black heart“ vervollständigt wird. „payback“ ist ein Roman mit drei Episoden, die allerdings thematisch zusammenhängen: mit der Vergangenheit der beiden Hauptprotagonisten Mace Bishop und Pylon Buso. Die beiden Ex-Freiheitskämpfer und Ex-Waffenschmuggler haben einen gutgehenden Sicherheitsservice und glauben ihre Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben. In der ersten Episode helfen sie dem Nachtklubbesitzer Ducky Donald gegen die Organisation Pagad, die sich vorgeblich dem Kampf gegen Rauschgift widmet. Diese Aktion endet fatal: Mace Bishops Tochter wird entführt und bei ihrer Befreiung schwer verletzt. Dabei spielt die Rechtsanwältin von Pagad, Sheemena February, eine undurchsichtige Rolle. Die zweite Episode behandelt die komplexe Abwicklung eines Deals Drogen/Waffen/Diamanten, wo Mace Bishop und Pylon Buso maßgeblich involviert sind. Der Lohn für die beiden: Diamanten. Doch merkwürdigerweise weiss hievon auch Sheemena February. In der dritten Episode wird deren Ex-Mann Mo ermordet und Mace Bishop entführt. Es folgt die Auflösung: die Vergangenheit ist nie zu Ende. Insgesamt ist „payback“ ein spannender 569 Seiten langer Roman aus dem heutigen Südafrika, dem eine etwas klarere Struktur und weniger Ausschweifungen gut getan hätten. Der Vorteil der Länge: Man lernt auch das „neue“ Südafrika kennen, was aber sicher nicht zur Freude der südafrikanischen Tourismuswerbung ist.


Homeland: Carries Jagd: Thriller
Homeland: Carries Jagd: Thriller
von Andrew Kaplan
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wie alles begann – die Vorgeschichte von „Homeland“, 15. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Homeland: Carries Jagd: Thriller (Broschiert)
Wer die 1. Staffel von „Homeland“ gesehen hat, dem sind sicher einige Hinweise aufgefallen, die auf das davor liegende Leben von Carrie Mathison als CIA-Agentin im Nahen Osten Bezug nehmen. Die Geschichte, was davor war, ist – zumindest teilweise – in „Homeland – Carries Jagd“ (Heyne PB 26922 – „Homeland – Carrie’s Run“, 2013) von Andrew Kaplan zu finden. In der Endphase ihres Studiums in Princeton, das auch Arabisch umfasste, verschlägt es Carrie zwecks Perfektionierung ihres Arabistik-Wissens nach Beirut. Danach wurde vom CIA angeworben, wobei sie ihre psychische Krankheit – eine bipolare Störung, immer schwankend zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt – verschwieg, und gleich in Beirut, der Stadt, die sie kannte, eingesetzt. Dort beginnt die Story. Auf der Spur von zwei Al-Kaida-Anführern, die nach der US-Invasion im Irak tätig sind, entgeht sie nur knapp einem Anschlag, wofür sie ein Leck in der CIA-Station Beirut verantwortlich macht. Sie wird in die USA (straf-)versetzt. Als jedoch einer ihrer Hinweise ein Attentat in den USA verhindert, wird sie wieder im Nahen Osten zuerst in Beirut und danach in Bagdad – immer auf der Spur der beiden Al-Kaida-Anführer. Damals – 2006 – war der Irak nach im Krieg nach dem Krieg: die sunnitische Provinz Anbar war Kampfgebiet. Ja und der enorm cleveren Carrie Mathison gelingt es, im Irak große Anschläge zu vermeiden und einen diesen Anschlägen wahrscheinlich folgenden Bürgerkrieg zu verhindern. Das ist der Verdienst einer Superagentin, deren Weg Leichen pflastern – Leichen nicht nur von Feinden, sondern auch von solchen, die ihr vertrauen und ihre Freunde sind. Sie sieht das auch so, dass sie allen Unglück bringt, die mir ihr zu tun haben. Aber der Erfolg ihrer Operation macht sie zur Chefin der CIA-Station Bagdad. Bei ihrer Ankunft sieht sie dort zwei Bilder von bereits seit 3 Jahren vermissten Marines: einer davon ist James Brody. Dessen Errettung und Rückkehr als Held in die USA sind der Start der 1. Staffel. Alles in allem handelt es sich um einen weitgehend aberwitzigen und unglaubwürdigen Plot, wo nahezu jeder Doppel- oder Dreifachagent ist, und Carrie Mathison nur mit starken Medikamenten actionjunkie-ähnlich als weiblicher James Bond agiert. Der Schreibstil von Andrew Kaplan ist flüssig und die Spannung hält bis zum Schluss. Interessant ist das Buch allerdings nur für jene, welche die Vorgeschichte der TV-Serie „Homeland“ wissen wollen.


Die Adlon Verschwörung
Die Adlon Verschwörung
von Philip Kerr
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen 1934 in Berlin, 1954 in Havanna - Bernie Gunther wieder aktiv, 14. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Adlon Verschwörung (Taschenbuch)
Der Schotte Philip Kerr hat den dem Erfolg seiner Berlin-Trilogie („Feuer in Berlin“, „Im Sog der dunklen Mächte“, „Alte Freunde – neue Feinde“) mit dem Ermittler Bernhard „Bernie“ Gunther diesen „weiterarbeiten“ lassen und so wurde eine Serie daraus. Mit „Die Adlon Verschwörung“ (rororo 25378 – „If the Dead Rise not“, 2009) liegt ein weiterer Roman aus der Bernie Gunther-Krimireihe vor. Bernie Gunther arbeitet nach seinem mehr oder weniger freiwilligen Ausscheiden aus der Mordinspektion der Berliner Kriminalpolizei nach der Machtergreifung der NSDAP im noblen Berliner Hotel Adlon als Hoteldetektiv. Es ist vorerst 1934. In Berlin wird gerade intensiv an den Vorbereitungen der kommenden Olympischen Spielen gewerkt. Aufgrund seiner „geschäftlichen“ Erfolge bei den Olympischen Spielen 1932 in Los Angeles weilt im Adlon der dubiose „Geschäftsmann“ Max Reles und versucht nun in Deutschland ähnlich erfolgreich zu sein. Ebenso logiert im Adlon Noreen Charalambides, eine Journalistin aus New York. Sie möchte durch ihre Artikel erreichen, dass aufgrund er Verletzung der Menschenrechte in Deutschland die USA die Olympischen Spiele boykottieren. Mit ihrer Hilfe kommt Bernie Gunther den kriminellen Aktivitäten von Max Reles auf die Spur. Die Angelegenheit endet jedoch – trotz vieler Toten – mit einem Patt. Ende des 1934-er Teils. Es ist nunmehr 1954. Im vorrevolutionären Havanna treffen sich – wie der Zufall so will – die Hauptakteure nach 20 Jahren wieder. Bernie Gunther lebt dort nach Erfahrungen als Privatdetektiv, Mitglied der SS und der Abwehr, bei der CIA und der SIDE, dem argentinischen Geheimdienst, gut situiert. Max Reles ist im Hotel- und Casinogeschäft und als Gangstercapo aktiv. Und Noreen Charalambides nunmehr verwitwet und mit ihrem Mädchennamen als Noreen Eisner auftretend ist Gast auf der Finca von Ernest Hemingway. Erneut kommt es in diesem Beziehungsgeflecht zu Komplikationen. Sie enden überraschend: ein Problem wird gelöst und ein neues taucht auf. Ende des 1954-er Teils. Damit ist auch für eine Fortsetzung der Serie gesorgt. Alles in allem zwei spannende – wenngleich nicht unbedingt realitätsnahe – Teile, die die Zustände in Berlin im Jahr 1934 und in Havanna im Jahr 1954 detailreich – vielleicht angesichts von 573 Seiten etwas zu detailreich – schildern. Unsinnig ist nur der deutsche Titel, denn auch wenn 2 Akteure des Romans im Adlon wohnen und Bernie Gunther dort Hoteldetektiv ist, liegt noch lange keine Verschwörung vor.


Tatjana: Thriller
Tatjana: Thriller
von Martin Cruz Smith
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Arkadi Renko ermittelt wieder - diesmal vorwiegend in Königsberg, 17. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tatjana: Thriller (Broschiert)
Nach "Gorki Park" (Goldmann 44662 - "Gorky Park", 1981), "Polar Star" (Goldmann 44661 - "Polar Star", 1989), "Das Labyrinth" (Goldmann 44663 - "Red Square", 1992), "Nacht in Havanna" (Goldmann 44988 - "Havana Bay", 1999), "Treue Genossen" (Goldmann 46323 - "Wolves Eat Dogs", 2004) und "Stalins Geist" (Goldmann 47146 - Stalin's Ghost", 2007) ist „Tatjana“ (C. Bertelsmann Paperback – „Tatiana“, 2013) der siebente Kriminalroman von Martin Cruz Smith mit dem russischen Ermittler Arkadi Renko. Betrüblicherweise nimmt das Niveau dieser Thriller ab. Es wird weder die „russische Seele“ seziert, wenn man von ein paar ausgeflippten Personen der Handlung absieht, sodass das Buch interessant ist, noch ist der Plot raffiniert, sodass das Buch spannend ist. Kurz zusammengefasst: Arkadi Renko ist ein Ermittler, der offenbar macht was er will und wo er will. Kurz nach dem unfreiwillig zu Tode gekommenen russischen Gangsterboss Grischa Grigorenkte stirbt offenbar die investigative Journalistin Tatjana, die – wie es schien – einem großen Knüller im Dreieck Mafia – Militär – Politik auf der Spur war und ihre Leiche verschwindet. Arkadi Renko glaubt nun, dass die beiden Todesfälle zusammenhängen und ermittelt. Das verschlüsselte Notizbuch eines ermordeten Dolmetschers spielt dabei eine Rolle, die ihn bis nach Königsberg, die russische Enklave mit Westen Russlands führt, wo es zur Lösung des Falles kommt. Alles in allem ein Buch, das nur entfernt an die Qualität von „Gorki Park“ erinnert.


Der rote Sarg: Kriminalroman (Knaur TB)
Der rote Sarg: Kriminalroman (Knaur TB)
von Sam Eastland
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Inspektor Pekkala ermittelt zum zweiten Mal, 5. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Nach "Roter Zar" (Knaur 51049 - "Eye of the Red Zsar", 2010) ist „Der rote Sarg“ (Knaur 51310 – „The Red Coffin“, 2011) der zweite (historische) Kriminalroman von Sam Eastland mit Inspektor Pekkala. Dieser war das „Smaragdauge“, ein Spitzenpolizist dessen einziger Vorgesetzter Zar Nikolaus II. war und dessen einziger Vorgesetzter jetzt (1939) der „rote Zar“, Josef Stalin, ist. Zu jener Zeit fürchtete Stalin, dass Deutschland Russland angreifen würde, noch bevor Russland so hoch gerüstet ist, um einen solchen Angriff zurückzuschlagen. Als wichtigste Waffe sollte der Sowjetunion der Panzer T-34 dienen, der unter größter Geheimhaltung gerade fertig entwickelt wird. Da stirbt Oberst Nagorski, der für das Panzerprojekt Verantwortliche, unter mysteriösen Umständen: er wird in einem schlammigen Gelände unter einem Test-T-34 (von den Test-Panzerfahrern auch aufgrund mangelnder Sicherheitsmaßnahmen für die Panzerinsassen auch als "roter Sarg" bezeichnet) tot aufgefunden. Inspektor Pekkala wird von Stalin als Sonderermittler zum Entwicklungsgelände in der Nähe von Moskau beordert, um den Tod von Oberst Nagorski aufzuklären und dafür zu sorgen, dass nichts über den T-34 im Ausland bekannt wird. Aus diesem Plot heraus wurde von Sam Eastland ein Roman mit 367 Seiten geschrieben, der in vielem äußerst unwahrscheinlich scheint und dennoch seine Spannung bis zum Schluss behält. Wobei natürlich klar ist, dass Pekkala den Tod von Oberst Nagorski aufklären wird und keine Informationen über den T-34 ins Ausland gelangen lässt. Insgesamt wieder ein interessanter Kriminalroman, der in einer interessanten geschichtlichen Epoche der Sowjetunion handelt. Und der dritte Band der Serie mit Inspektor Pekkala „Sibirisch Rot“ ist bereits im Anrollen.


Aussichtswartenführer für Wien, Niederösterreich und Burgenland: 81 Aussichtswarten im Wienerwald und den Wiener Alpen
Aussichtswartenführer für Wien, Niederösterreich und Burgenland: 81 Aussichtswarten im Wienerwald und den Wiener Alpen
von Andreas Brudnjak
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,90

5.0 von 5 Sternen Ein weiterer exquisiter und genau recherchierter Aussichtswartenreiseführer, 4. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Warten grüßen von ungezählten Berghöhen und bieten eine herrliche Aussicht. Dennoch gibt es erstaunlich wenig Literatur über Warten. Andreas Brudnjak hat diese für Ostösterreich geliefert. Er hat nach seinem „Aussichtswartenführer für Niederösterreich“ (Kral-Verlag, Berndorf 2012), der eine Übersicht über Warten im Weinviertel, im Waldviertel, im niederösterreichischen Donauraum und im Mostviertel liefert, einen Fortsetzungsband geliefert. Auch im nunmehr vorliegenden Band 2, dem „Aussichtswartenführer für Wien, Niederösterreich und dem Burgenland“ beschreibt er die Aussichtswarten in Wien, dem Wienerwald, den Wiener Alpen und im Burgenland. Dabei werden die Geschichte und die Baukonstruktion von 81 Aussichtswarten beschrieben. Zusätzlich runden Informationen, wie die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Öffnungszeiten, Ausblickerlebnisse, hilfreiche GPS-Koordinaten und zahlreiche nützliche Adressen jede Beschreibung ab. Alle dargestellten Aussichtswarten hat der Autor persönlich besichtigt. Mit nur wenigen Ausnahmen erfolgt dies mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die meisten Aussichtswarten sind leicht aufzufinden, insbesondere wenn man die Informationen aus dem Buch hat, meist ganzjährig, einige jedoch nur temporär geöffnet. Auch sind die Warten in der Regel frei zugänglich, nur selten wird ein Entgelt zur Erhaltung verlangt. Die beschriebenen Warten von Wien, einem Teil Niederösterreichs und dem Burgenland sind insbesondere aufgrund der Wiener Warten gänzlich unterschiedlich, worauf allerdings jetzt aufgrund der Wartenanzahl nicht eingegangen wird. Diese Informationen werden allerdings im Buch selbst ausführlich geliefert. Ebenso ist auch die Vorstellung vohn 81 Warten hier nicht möglich, deshalb sollen nur eine Warte in Wien, die Hubertuswarte im Lainzer Tiergarten, eine Warte im Wienerwald, der Aussichtsturm auf der Rudolfshöhe bei Purkersdorf, eine in den Wiener Alpen, die Doppelreiterwarte am Wolfsbergkogel/Semmering, und eine Warte im Burgenland, der Aussichtsturm an Geschriebenstein, namentlich erwähnt werden. Insgesamt gilt für den „Aussichtswartenführer für Wien, Niederösterreich und Burgenland“ das gleiche was auch für den Band 1, den Aussichtswartenführer für Niederösterreich“, gilt: ein Ausflugsführer wie man ihn besser nicht machen kann: perfekt zum Kennenlernen der Warten und perfekt zum Besuch dieser Warten.


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