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Bücherfresser "buecherfresser.net"

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Silber - Das zweite Buch der Träume: Roman
Silber - Das zweite Buch der Träume: Roman
Preis: EUR 17,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für mich eher ein Lückenfüller, 14. Juli 2014
Inhalt-in-3-Sätzen:
Livs Erlebnisse gehen nahtlos weiter. Gemeinsam mit Henry verbringt Liv mehr und mehr Zeit in der Traumwelt, dabei will Liv endlich wissen was Henry ihr verheimlicht. Doch dann zeigt sich plötzlich die Schattenseite der Traumwelt, als Livs Schwester in Gefahr gerät.

Story & Idee:
Die Geschichte knüpft an den ersten Band an. Liv konnte in Teil eins gerettet werden, seitdem hält sie Abstand von Arthur. Gleichzeitig will sie aber mehr über Henry erfahren, den sie fast nur noch in ihren Träumen sieht. Zwischen Teenagerschnulz, Beziehungskrisen und Problemen im richtigen Leben, geraten die Träume dabei immer weiter in den Hintergrund. Doch gerade dies stellt sich als fatal heraus, als Livs Schwester in Gefahr gerät.
Die Idee der Silber Trilogie hat mir von Beginn an gefallen. Ich hatte große Erwartungen an den Plot, die der zweite Teil nicht erfüllte. Das Traum-Thema gerät in den Hintergrund. Es gibt jede Menge Liv und Henry Schnulz, oder langweilige Probleme im Alltag. Es gibt im zweiten Band so gut wie gar keine Antworten zum Traum-Thema was ich unglaublich nervig finde. Es gibt allgemein keinen spannenden roten Faden.

2/5

Charaktere:
Die Charaktere aus Band eins entwickeln sich weiter. Der Leser erfährt endlich mehr über Henry, da er und Liv im Grunde im Mittelpunkt von Band zwei stehen. Es gibt extrem viel Liebesschnulz alias Teenagerromanze, was ich nur dank Henrys Auftritten lesen mochte. Ansonsten erfährt der Leser aus einiges mehr über Grayson und seine Familie. Secrecy bleibt allerdings weiterhin ein Geheimnis.
Der zweite Band dreht sich eher um die Beziehungen der Charaktere in der Realität, was ich etwas zäh und langweilig fand, weil die Charaktere zwar eine gewisse Portion Witz und Charme haben, aber keine Tiefe.

2./5

Genre:
Auch “Silber. Das zweite Buch der Träume” ist wieder eine Mischung aus Jugendroman, kombiniert mit einem Schuss Fantasy. Der Teil wirkt in der Silber Trilogie aber nicht dominant, wahrscheinlich weil jeder von uns Traumwelten kennt. Im Vordergrund steht Liv mit all ihren Problemen als Teenager, dazu gesellen sich dann die Abenteuer und Probleme in den Träumen. Mir könnte es sogar noch etwas mehr Fantasy sein.

4/5

Schreibstil:
Typisch Kerstin Gier: witzig, pfiffig, locker und leicht. Wie schon in Band eins erlebt der Leser die Geschichte gemeinsam mit der jugendlichen Liv. Die Autorin schreibt sehr flüssig, wodurch sich die Geschichte in einem Rutsch lesen lässt. Allerdings liegt der Schwerpunkt des Stils auf humorvolle seichte Unterhaltung.

4/5

Lena’s Meinung:
Insgesamt bin ich von Teil zwei ein wenig enttäuscht. Nach dem fulminanten ersten Band, mit spannendem Finale, habe ich dies auch von der Fortsetzung erwartet. Der Plot ist aber eher mau, der Leser schlägt sich mit Livs Alltagsproblemen rum. Es gibt keine neuen Informationen zum Traum-Thema, es gibt keine weiteren Details wer Secrecy sein könnte, es gibt im Grunde keinen roten Fanden, der Spannung erzeugt. Die Autorin setzt natürlich zum Ende hin Spannung ein, aber diese ist absolut plump. Einzig die humorvolle Welt von Liv Silber verleitet zum weiter Lesen, ebenso wie der Tittle Tattle Blog, der wie immer schmutzig und dreist berichtet. Die Idee am Ende ist dann aber langweilig und vorhersehbar — der Leser weiß doch längt wer ‘böse’ ist, aber Liv vergisst dies anscheinend immer wieder. Das einzige was mir den zweiten Band versüßt hat, war Henry, aber selbst das Ende ist eher unbefriedigend. Zusammengefasst: Ein zweiter Band, der sich wie ein Lückenfüller liest. Darum gibt es von mir 2,5-3 fliegende Bücher.


Angelfall: Roman (Heyne fliegt)
Angelfall: Roman (Heyne fliegt)
von Susan Ee
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 4.5 Sterne für eine Endzeit-Fantasy-Engel-Action-Romance-Stimmung, 2. Juli 2014
Inhalt-in-3-Sätzen:
Die Apokalypse beginnt, als Engel über die Erde herfallen – Menschen sterben, denn die Engel scheinen übermachtig. Mitten drin steckt die junge Penryn. Als ihre Schwester von einem Engel entführt wird, liegt es an ihr sie zu retten.

Story & Idee:

Die Geschichte ist eine recht spezielle Genre Mischung: Es gibt Endzeit Stimmung, die ausgelöst wird durch kämpfende Engel die Menschen töten. In dieser Szenerie versuchen Penryn, ihre Mutter und ihre kleine Schwester am Leben zu bleiben. Doch als Penryns Schwester von einem Engel entführt wird, schließt sie sich dem Engel Raffe an, der ihr bei der Rettung ihrer Schwester behilflich sein soll.
Die Idee baut auf viel Spannung, Action und einer Portion Romanze. Es gibt sehr viel Aktion in der Geschichte, der Plot schießt förmlich voran. Dies hat mir gut gefallen und ist auch der Schwerpunkt des Romans, denn ansonsten ist die Story eher kurzweilig. Im ersten Band gibt es kaum Antworten, sondern eher eine Einführung in diese seltsame Welt. Auf mich hat zu Beginn alles etwas unlogisch gewirkt. Da ich aber Engel liebe, habe ich mich schnell in die Geschichte eingefunden. Auch zu den Engeln gibt es in Band eins so gut wie gar keine Antworten. Sie sind einfach da, treiben ihr Unwesen und wissen selbst nicht so recht was ihre Aufgabe ist.

5/5

Charakter:

Im Vordergrund steht die Protagonistin Penryn. Aus ihrer Sicht erlebt der Leser die Geschichte. Sie ist ein starker weiblicher Charakter, der an vielen Stellen etwas überzogen scheint. Für ihr Alter ist sie ein Kampftalent, aber charakterlich zu gefestig. Ich mochte sie, aber nur weil ich mir im klaren darüber war, wie überzogen Penryn dargestellt wird. Sie hat eine unglaubliche seltsame Familie, wobei ich bei dem Punkt schon ein gewisse Ahnung habe. Ansonsten gesellen sich weitere sympathische Charaktere zu Penryn, wie z.B. der Engel Raffe, ihre abgedrehte Mutter und ihre kleine Schwester.

4/5

Genre:

Das Genre ist eine Mischung aus Jugendroman, Fantasy und einem apokalyptischen Szenario. Die Welt steht vor dem Abgrund, weil Engel über die Menschen herfallen. Die Engel sind stark und unterscheiden sich zwischen Engeln mit Federflügeln und mit lederigen Flügeln. Das Action Potenzial ist groß. Zudem gibt es eine kleine Romanze, die immer wieder aufflammt, aber den Rahmen eines Jugendromans nich überspringt. Eine gewagte Genre Mischung, die bei mir punkten konnte.

4/5

Schreibstil:

Der Roman liest sich leicht und locker, ist eher eine gute Unterhaltung, aber nicht tiefgründig oder eine Sprachsensation. In der Geschichte wird überwiegend der Plot voran getrieben. Der Schreibstil passt aber gut zur Geschichte, da auch die Protagonistin eher jung ist.

4/5

Lena’s Meinung:
Von mir erhält “Angelfall” 4,5 fliegende Bücher. Ich habe die Geschichte in einem Rutsch gelesen und war begeistert. Die Genre Mischung empfand ich als richtig gut, der Plot geht zügig voran und ist spannend. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass diese apokalyptische-Fantasy-Engel-Stimmung an manch einer Stelle etwas schräg ist. Die Geschichte hat das Rad auch nicht neu erfunden, war für mich aber eine extrem unterhaltsame Geschichte. Die Reihe um Penryn werde ich in jedem Fall weiter verfolgen.


Die Auserwählten - Im Labyrinth
Die Auserwählten - Im Labyrinth
von James Dashner
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach dem Ausweg. Für meinen Geschmack etwas fad., 25. Juni 2014
Inhalt-in-3-Sätzen:
Ein merkwürdiges Labyrinth mit lauter Kindern, niemand entkommt dem Labyrinth. Doch dann taucht eines Tages Thomas auf und verändert alles: Plötzlich soll das Labyrinth ein Ende finden. Nun muss der Weg hinaus gefunden werden, damit Thomas und seine Freunde das Spiel gewinnen

Story & Idee:
„Das Labyrinth“ basiert auf eine Gruppe von Kindern ohne Erinnerungen, die auf einer großen Wiese leben. Um sie herum gibt es ein riesiges Labyrinth, das sich jede Nacht verschiebt und in dem Monster leben. Das Ziel der Kinder ist, endlich einen Ausweg zu finden. Im Grunde recht simpel, die Idee wird aber schnell spannend. Es gibt ein gewisses Rätsel Potenzial, viel Spannung und die Frage, was es eigentlich mit dem Labyrinth auf sich hat. Ich kann mir vorstellen, dass die Idee für Jugendliche sicherlich spannend und aufregend zu lesen ist.
Mir war die Geschichte leider an viele Stelle zu langweilig, vieles habe ich direkt durchschaut. Das Ende war so simpel, dass ich dachte da kommt noch etwas … Die folgenden Punkte vergebe ich, weil der Roman für die entsprechende Zielgruppe sicherlich grandios ist.

4/5

Charaktere:
Der Leser erlebt die Geschichte gemeinsam mit Thomas, der im Labyrinth neu ankommt. Seine Erinnerungen wurden gelöscht, wie von jedem im Labyrinth. Doch schnell weiß er, dass es mit dem Labyrinth mehr auf sich hat. Zwar erinnert er sich nicht direkt, hat aber gewisse Ahnungen und weiß, dass sie das Spiel dringend beenden müssen, um zu gewinnen.
Ich fand Thomas sympathisch, wie auch weitere Charaktere innerhalb der Geschichte. Aber mir waren die Kinder oft viel zu schlicht, es gab wenig Tiefe. Alles dreht sich bloß darum das Rätsel zu lösen. Mitgefiebert habe ich, weil Thomas besonders schien. Er ist der Held in der Geschichte, von dem man direkt weiß, dass er noch zu mehr bestimmt ist. Selbst das hat aber auch nur einen gewissen Reiz.

2/5

Genre:
Ich bin von einer Dystopie ausgegangen und ganz sicher entwickelt sich hier auch im Verlauf der folgenden Bände eine Dystopie. Aber für mich ist der erste Band eher eine Einführung. Der Leser weiß ähnlich wenig wie die Charakter und kann nur anhand von Schlagwörtern und wenigen Stichpunkten sich eine dystopische Jugendbuch Geschichte zusammen reimen. Mir war das einfach zu wenig. Ansonsten enthält die Geschichte Spannung und Rätsel, richtigen Thrill gibt es hier nicht und auch das erraten der Rätsel ist eher schwammig. Für mich ist das „Labyrinth“ in erster Linie ein Jugendbuch, das auf Spannung basiert.

3/5

Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach und schlicht. Ziel ist die Jugendsprache, denn die Kinder in der Geschichte entwickeln ihren eigenen Slang. Für Jugendliche total okay, aber für ältere Leseratten zu simpel.

3/5

Lena’s Meinung:
Nachdem ich vermehrt positive Meinungen zu „Die Auserwählten – im Labyrinth“ gelesen habe, bin ich jetzt ziemlich enttäuscht. Zwar ist die Geschichte spannend und auch aufregend, aber mir fehlt der Input in der Geschichte. Das Rätsel raten und die Lösung ist so simpel, dass ich fast eingeschlafen bin. Das ganz drumherum ist vorhersehbar, ebenso wie die Charaktere. Ich finde das Buch vom Potenzial der Spannung enorm, aber dieses Level wird einfach nicht gehalten. Möglicherweise sieht dies bei der Zielgruppe anders aus, deshalb vergebe ich auch 3 fliegende Bücher: für Leser ab 20 Jahren eventuell eher fad, für Leser darunter ein guter Lesetipp.


ZERO - Sie wissen, was du tust: Roman
ZERO - Sie wissen, was du tust: Roman
Preis: EUR 15,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Datenkraken müssen zerschlagen werden, 13. Juni 2014
Inhalt-in-3-Sätzen:
Die Überwachung und Kontrolle wird stärker denn je im WWW möglich, sei es durch live Kameras oder Datenprofile im Social Media Bereich – gleichzeitig gibt es aber auch immer zahlreichere Internetaktivisten. Als die Journalistin Cynthia Bonsant eine Gruppe von Internetaktivisten finden soll, merkt sie plötzlich, dass sie an einer viel größeren Story dran ist. Doch das Unternehmen Freemee kämpft mit eigenen Waffen.

Story & Idee:
„Zero“ ist der zweite packende Roman von Marc Elsberg. Er handelt von der Gefahr, dass unsere Daten mehr und mehr gesammelt und wir dadurch zu gläsernen Bürgern werden. Dabei steht eine Gruppe von Internetaktivisten im Mittelpunkt – Zero, die gerade auf diese Gefahr hinweisen und die Gesellschaft wachrütteln wollen. Die Geschichte spielt in England, wo sich die Menschen längst an das öffentliche Kameranetzwerk gewöhnt haben. Hier kommt Cynthia Bonsant ins Spiel, die als Journalistin über Zero berichten soll. Dabei wird sie in einen Strudel von Informationen gesogen, der immer mehr auf Freemee deutet, einem Unternehmen bei dem man seine Daten freiwillig sammeln und verkaufen kann. Die Geschichte hat utopische Züge bzw. wirkt sie so auf den Leser, weil wir von vielen neuen technischen Entwicklungen oft wenig mitbekommen. Ich empfand die Idee zudem sehr erfrischend und spannend.

5/5

Charaktere:
Es gibt viele unterschiedliche Charaktere. Die Perspektive wechselt, sodass der Leser mehrere Charaktere kennenlernt. Die Protagonistin ist Cynthia Bonsant, eine Journalistin mit geringem Einkommen, alleinerziehend und abhängig von ihrem Job. Sie ist keine Top Journalistin, hat wenig Ahnung von der neusten Technik, aber gerade dadurch findet der Leser einen guten Einstieg in die cyberlastige Geschichte. Allerdings gibt es meiner Meinung nach ein Manko: die Charaktere sind allesamt nach Klischees skizziert, so werden zwar schnell die unterschiedlichen Interessenlagen der Charaktere deutlich, aber es wird auch viel vorweggenommen. Für mich gab es keinen Charakter der mich überraschte. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht.

3.5/5

Genre:
Ein extrem packender Thriller, der sich liest wie eine Utopie. Es ist schwer zu glauben, dass der Inhalt der Geschichte schon auf unsere heutige Gesellschaft zutrifft. Es gibt sehr viele Fakten zum Internet, zu Datenbrillen, zu Kameraüberwachung und dem Datendschungel im World Wide Web. Alles wird als normal und fortschrittlich dargestellt, wodurch eine enorme Spannung aufgebaut wird. Teils hat die Geschichte viel Tempo, an manchen Stellen dann eher Fakten. Der Roman ist eine brisante Mischung aus Zukunftswunsch, der längt schon eingetreten ist, gemischt mit einer guten Portion Thrill und dem beklemmenden Gefühl, dass Überwachung vor allem in dystopischen Geschichten ein Merkmal für einen negativen Verlauf der Gesellschaft ist.

5/5

Schreibstil:
Der Schreibstil ist spannend und nicht überladen. Im Mittelpunkt steht der Fortschritt der Story. Dabei ist der Schreibstil intelligent, sarkastisch aber auch bitter ernst. Die Perspektiven wechseln innerhalb der Story, sodass der Leser in unterschiedliche Meinungen und Interesse eintauchen kann. Lieblingssatz: “Datenkraken müssen zerschlagen werden.”

5/5

Lena’s Meinung:
„Zero“ verdient in jedem Fall 5 fliegende Bücher. Der Roman ist spannend, das Thema aktuell und es betrifft jeden von uns. Mich hat der Roman auf jeden Fall aufgeweckt. Zudem fand ich die geschilderte junge Generation erschreckend, die mit Technik aufwächst und es als ganz normal empfindet, dass große Unternehmen und Staaten einfach Daten sammeln und kontrollieren. Insgesamt ein gelungener Thriller, bei dem mich lediglich die etwas klischeehaften Charaktere gestört haben.


Elemente der Schattenwelt, Band 1: Blood & Gold
Elemente der Schattenwelt, Band 1: Blood & Gold
Preis: EUR 4,99

4.0 von 5 Sternen Warden erhält von mit Extrapunkte, arw!, 4. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Inhalt-in-3-Sätzen:
Magische Wesen sind unter uns — auch Vampire. Die Aufgabe der jungen Cain ist es, als BloodHuntress diese zu jagen. Aber Vampire sind nich zu unterschätzen, vor allem wenn ihr Hunter Partner Warden sie immer wieder ablenkt.

Story & Idee:
In “Blood & Gold” gibt es in unserer Welt magische Wesen wie Vampire, Werwölfe, Feen und Co. Diese werden von der jeweiligen Hunter Gattung gejagdt und im Zaum gehalten. Die jeweilige Hunter Gattung hat in ihren Genen einen Vorteil, der ihnen bei der Jagd der jeweiligen Spezies hilft. Im ersten Band der “Elemente der Schattenwelt” Reihe dreht sich alles um die Blood Hunter. Die junge Protagonistin wird während des Auswahlverfahrens den Blood Huntern zugeteilt, sodass der Leser von Anfang an dabei ist und in die neue Welt von Laura Kneidl eingeführt wird. Zwar ist die Idee im Grunde mit den unterschiedlichen Fantasywesen und der Auswahl nicht Neues, aber ich fand die Idee mit den verschiedenen Hunter Gattungen ziemlichlich gut. Jede Gattung hat ihren spezifischen ‘Feind’ und ihm gegenüber einen Vorteil. Beispielsweise können Vampire die Blood Hunter mit ihrem Biss nicht paralysieren. Blood Hunter sind allgemein gegen eine Verwandlung in einen Vampir immun.

4/5

Charakter:
Die Protagonstin Cain steht im Vordergrund. An ihrer Seite stehen vor allem ihre bester Freund Jules und ihr Hunter Partner Warden. Cain ist eine sympathische junge Protagonistin. Sie ist etwas tollpatschig, aber selbstbewusst und kann sich in wichtigen Momenten verteidigen und durchgreifen. Jules ist ihr Cousin und bester Freund. Durch ihn kommt Cain auch schon vor der Hunter Auswahl dazu für Kämpfe zu trainieren. Warden spielt hingegen Cains Gegenpart, seine Oberfläche scheint wild, ungehobelt und unfreundlich. Aber Cain und der Leser lernen Warden besser kennen und entdecken eine neue Seite an ihm. Im Gegensatz zu Jules ist Warden der typische BadBoy, der Herzen rauben kann — obwohl er das wahrscheinlich gar nicht will. Auf jeden Fall ist Warden spitze, ich mochte ihn im Laufe der Geschichte immer mehr. Natürlich kinstert es auch zwischen Cain und Warden ;-)

4/5

Genre:
“Blood & Gold” ist eine typische Urbanfantasy Geschichte im Bereich Jugendbuch. Es gibt eine Welt mit Fantasywesen, die unter den ‘normalen’ Menschen leben. Die Geschichte baut Spannung auf, es gibt Kampfszenen, Tempo und einen Schuss Fantasy. Dennoch spielt die Geschichte in unserer Realität. Durch die junge Protagonistin, die selbst das erste Mal mit den Wesen konfrontriert wird, führt die Autorin ihre Leser gut in ihre erschaffene Welt ein.

4.5/5

Schreibstil:
In der Geschichte dreht sich alles um Cain, um ihre Geschichte und ihren Weg als Blood Huntress. Sie führt den Leser durch die Geschichte, die vor allem auf Spannung basiert. Das Tempo ist zügig. Zwar gibt es immer wieder einen Einblick in Cains Gedanken und der Umgebung, im Mittelpunkt steht aber der Fortschritt der Geschichte. Es gibt jede Menge flotter Kampfszenen. Ich hätte mir an manch einer Stelle allerdings etwas weniger Tempo gewünscht.

3.5/5

Lena’s Meinung:
“Blood & Gold” ist ein spannender Auftackt in eine neue Urbanfantasy Welt, die hart gesottene Fantasy-Fans ebenso ansprechen wird, wie absolute Neulinge im Genre. Dabei ist “Blood & Gold” der Einstieg in eine Reihe, da noch weitere Bände folgen werden. Allerdings werden diese dann aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Darin liegt auch der Grund weshalb ich nur 4 fliegende Bücher vergebe. Cains Geschichte ist spannend, liest sich flüssig und weckt immer wieder Begeisterung, aber leider ist die Geschichte für meinen Geschmack etwas kurz. Keine Frage “Blood & Gold” bietet exzellente Unterhaltung, aber ich hätte mir an manch einer Stelle etwas weniger Temp gewünscht, um Cain und Warden noch besser kennenzulernen. Dadurch kam für mich das Ende auch recht plötzlich und war mir einen Tick zu glücklich.
Alles in allem ist “Blood & Gold” ein herausragender Lesetipp für alle ebook Leser, die gerne in eine Urbanfantasy Welt eintauchen wollen.


Eene Meene: Einer lebt, einer stirbt (grün)
Eene Meene: Einer lebt, einer stirbt (grün)
von M. J. Arlidge
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eene Meene Muh und tot bist du! Oder?, 31. Mai 2014
Inhalt-in-3-Sätzen:
Leben oder sterben — eine Entscheidung, zwei Menschen. DI Helen Grace ermittelt in ihrem ersten Fall. Dabei wir sie hart auf die Probe gestellt, als sie einen Serienmord aufklären muss.

Story & Idee:
Mich hat die Idee im Grunde an Saw erinnert. Es gibt eine Mordreihe, in der zwei Menschen eine Entscheidung gestellt wird: Einer darf leben, einer muss starben. Die Idee ist an sich nichts neues, aber wurde stark umworben, z.B. durch die zwei unterschiedlichen Cover. So kann auch der Leser eine “Wahl” treffen.

3.5/5

Charakter:
Im Vordergrund steht Detective Inspector Helen Grace. Sie scheint eine harte Ermittlerin zu sein, mit so manch einem Geheimnis. Der Leser lernt sie innerhalb der Geschichte besser kennen, mir fehlten aber mehr Details. Ansonsten spielten auch ihre weiteren Ermittler eine gewisse Rolle, aber die Nebencharakter wurden eher durch ein, zwei bestimmte Merkmale gezeichnet und erhielten sonst keine Tiefe.

2/5

Genre:
“Eene Meene” ist ein packender aber kurzweiliger Thriller. Es gibt ein flottes Tempo und Verbrechen die nicht mehr menschlisch scheinen. Der Roman ist ein recht harter Thriller. Diese Härte wird aber durch die Kurzweiligkeit abgeschwächt.

4/5

Schreibstil:
Der Stil ist kurz und knackig, ebenso wie die einzelnen Kapitel. Die Perspektive wechselt von Opfer zu Täter zu Ermittlerin. Alles in allem ist der Schreibstil konzentriert auf Spannung, Beschreibungen gibt es weniger.

3/5

Lena’s Meinung:
“Eene Meene” ist ein Thriller, der stark medial gepuscht wurde. Ich hatte mir eine spannende Geschichte mit einem packenden Finale gewünscht: Und der Anfang legt auch ordentlich vor. Das Spiel um Leben und Tod mit den Opfern ließt sich flüssig und ich konnte kaum das Buch weglegen. Allerdings ist das Ende dagegen einfach nur simpel und langweilig. Bei dem Anfang hatte ich mehr erwartet und wurde enttäuscht. Das Ende kommt zudem sehr plötzlich und abrupt. Es passt nicht in das Bild, das der Leser von der Geschichte bekommt. Mir fehlten mehr Details und Hintergrundwissen, um dieses Ende logisch dem Leser zu vermitteln.

Der erste Teil des Romans war zwar spannend und richtig interessant, aber das basierte mehr auf die Grundidee mit dem Spiel um Leben und Tod. Ich vergebe “Eene Meene” solide 3 fliegende Bücher. Zwar ist der Roman ein harter Thriller, der vor allem auf kurze Spannungszenen setzt, dessen Ende aber leider im Sand verläuft.


The One (The selection)
The One (The selection)
Preis: EUR 4,16

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Feuerwerk am Ende fehlte …, 28. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: The One (The selection) (Kindle Edition)
Inhalt-in-3-Sätzen:
Die Selection neigt sich dem Ende zu. Während America verzweifelt um Maxon kämpft, werden auch die Angriffe und Methoden der Rebellen immer drastischer. Schon bald weiß sie nicht mehr wer Feind und wer Freund ist.

Bücherfresser Lena's Meinung:
„The One“ war ein eher einfallsloser Abschluss für die Selection Trilogie. Was interessant begann, endete mit einem langweiligen Ende. Das Kitschpotential ist hingegen enorm und der Grund weshalb ich 2 Sterne vergebe. Ich hatte ein ziemlich packendes Finale erwartet und wurde schlicht und ergreifend enttäuscht. Es geschieht wenig Handlung und die Auflösung ist absolut simpel. Das einzig interessante ist die Liebesgeschichte von America und das war es aber auch schon. Der Roman glänzt mit Kitsch, aber hat keinen roten Faden. Ich frage mich ernsthaft was Kiera Cass eigentlich schreiben wollte? Nach dem dritten Band kann ich nur sagen: Jugendbuch mit Schnulz, Mode und Prinzessinenflair. Dystopie, Handlung und Action, die ich im Finale erwartet hatte, fehlten.


Die gestohlene Zeit: Roman
Die gestohlene Zeit: Roman
von Heike Eva Schmidt
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Facettenreicher Fantasyroman" (3,5), 6. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die gestohlene Zeit: Roman (Taschenbuch)
Inhalt:
Emma ist Lehramt Studentin und im Sommer 1987 gemeinsam mit einer Klassen in den Dolomiten unterwegs. Als sie nach einem verhängnisvollen Streit sich mitten in den Bergen verläuft, landet sie auf einmal im Rosengarten von Zwergenkönig Laurin. Emma versteht die Welt nicht mehr, vor allem als Laurin sie zu einer Hochzeit mit ihm zwingen will. Sie beschließt zu fliehen. Koste es was es wolle. Dabei zieht sie Jonathan, ein Gefanger Laurins mit hinein, und plötzlich stecken beide nicht nur in ihrem Kampf um die Freiheit, sondern auch um ihr Leben …

Geschichte 3.5/5
Spannung 3/5
Romantik 3/5
Fantasy 4.5/5
Tiefgang 3/5

Meinung:
Bei dem Roman „Die gestohlene Zeit“ handelt es sich um einen Roman aus dem Knaur Verlag. Der Roman ist eine Mischung aus High Fantasy und Urban Fantasy.

Die Geschichte des Romans in wenige Worte zufassen, ohne dabei groß zu spoilern ist ziemlich schwer. Im Grunde unterteilt sich das Buch nämlich in zwei unterschiedliche Abschnitte. In dem ersten lernt der Leser Emma besser kennen. Sie ist die Protagonistin der Geschichte und zu Anfang Studentin. Doch nach einigen verhängnisvollen Schicksalsschlägen in den Bergen, gelangt sie in die Höhle vom Zwergenkönig Laurin. Dieser sieht in ihr eine Person von vor langer Zeit wieder und will Emma prompt zur Hochzeit zwingen. Sie ist in eine Zwickmühle und kämpft für ihre Freiheit, dabei lernt sie Jonathan kennen. Er ist der männliche Protagonist und auch ein Mensch, der von den Zwergen gefangen wurde. Beide rücken durch die Zeit in der Zwergenhöhle stark zusammen. Genau hier endet im Grunde der erste Teil des Plots.

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Mehr tot als lebendig saß ich an der langen Tafel neben König Laurin und versuchte, mir meine Angst nicht anmerken zu lassen.
(Seite 112)

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Allerdings verrät der Klappentext schon so einiges mehr, nämlich das Emma und Jonathan verflucht wurden, verfolgt werden und in lauter Probleme stecken. Hier geht die Geschichte erst richtig los. Aus High Fantasy Elementen wird auf einmal eine Urban Fantasygeschichte. Der Roman bietet viele unterschiedliche Facetten der Fantasy und ist somit abwechslungsreich.

Eigentlich wäre dies ein Merkmal für einen absolut gelungenen Roman, aber mir waren es letztendlich wohl zu viele Facetten die in einem Buch verarbeitet wurden. Die Einleitung in die Geschichte ist sehr langwierig. Dazu kommt das recht zähe Tempo der Geschichte. Der Leser kann sich vieles schnell selbst zusammenreimen, was bei über 440 Seiten dann doch enttäuschend sein kann. Hingegen ist das Ende wiederum gut und kann punkten. Aus diesem Grund vergebe ich auch gute 3,5 Sterne.

Romantik Fans kommen meiner Meinung nach weniger auf ihre Kosten. Zwar baut sich eine Beziehung zwischen Emma und Jonathan auf, die auch intensiv ist, dabei wirkt sie aber nicht realistisch. Mich hat das ganze eher an ein Pärchen aus einem Märchen erinnert, leicht kitschig und gekünstelt.
Im Grunde ist „Die gestohlene Zeit“ vor allem interessant für Fantasy Fans, die die Mischung von klassischer Fantasy (wie den Zwergen) und Urban Fantasy mögen. Es geht viel um Zeit, Flüche, Magie, die Zwerge und die Gefühle zwischen den Protagonisten.

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Der Rabe lag am Boden. Zwei Federn schwebten noch in der Luft und sanken langsam und sachte, wie schwarzer Schnee zu Boden.
(Seite 310)

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Der Schreibstil ist leider nicht mein Fall, gar nicht. Es gibt zwar viele Beschreibungen, unterschiedliche Handlungen und Wechsel der Perspektiven, aber die Art des Schreibens klingt für eine Ich Perspektive recht künstlich. Eine andere Erzählweise hätte dem Roman gut getan, ich hatte so leider immer wieder Holpersteine beim Lesen und konnte mich nicht so recht mit der Protagonistin identifizieren.

Das Cover ist wirklich hübsch und wenn der Leser tiefer in das Buch hinein blickt, dann passt die zerfließende Uhr wunderbar zum Inhalt. Die goldene Farbe glänzt zudem sehr schön.

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Bald, dachte Laurin. Bald würden seine Kräfte zurückgekehrt sein, und dann würde er sich mit Hilfe einer neuen Magie wieder auf die Suche nach seiner Braut machen.
(Seite 387)

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Fazit:
Der Roman „Die gestohlene Zeit“ erhält von meiner Seite 3,5 Sterne. Ich konnte nicht allzu viel mit dem Aufbau der Geschichte anfangen. Für Leser die die Mischung aus klassischer Fantasy und Urban Fantasy mögen und kein Problem mit einem etwas langwierigen Einstieg haben, könnte dieses Buch sicherlich ein Lesetipp sein.


Djihad Paradise: Roman
Djihad Paradise: Roman
Preis: EUR 13,99

5.0 von 5 Sternen "Romeo und Julia einmal anders: Radikalisierung, eine große Liebe und allerlei Probleme", 6. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Djihad Paradise: Roman (Kindle Edition)
Inhalt:
Romea und Julian können unterschiedlicher nicht sein: Sie kommen aus völlig unterschiedlichen Schichten. Trotzdem verlieben sich beide, denn ihnen fehlt ein eindeutiger Halt im Leben. Während beide zueinander wachsen, nimmt sie immer mehr der Sog der Salafisten mit. Bis es keinen Rückweg mehr gibt …

Geschichte 4.5/5
Spannung 5/5
Charaktere 4.5/5
Thematik 5/5
Tiefgang 4.5/5

Meinung:
„Djihad Paradise“ ist ein neuer Jugendroman vom Beltz & Gelberg Verlag. Der Roman stammt von Anna Kuschnarowa, die schon einige Jugendromane veröffentlicht hat. Bei ihrem neuen Jugendroman geht es vor allem um Halt, um eine wahre Liebe und um den Weg von einem normalen Jugendlichen hin zum radikalen Islamisten.

Der Roman spiegelt eine absolut aktuelle Problematik wieder: den Kampf mit dem Terrorismus. Allerdings schildert die Autorin diese Problematik von einer anderen Seite. Es geht um zwei Jugendliche. Beide kommen zwar aus unterschiedlichen Mileus, aber sie verlieben sich ineinander. Sie finden Halt und wachsen immer mehr zusammen. Und dann rutschten sie ab in eine radikale islamistische Szene. Alles verändert sich schleichend, ihre Leben, ihre Einstellungen, ihre sozialen Kontakte. Und plötzlich scheint kein Weg mehr zurück. Die Autorin schildert absolut authentisch ein Problem wieder, das in den Medien lange Zeit untergegangen ist: Das junge Deutsche konvertieren, radikalisiert werden und in den Djihad ziehen, in den Kampf gegen den Westen im Glaube Allah (Diese Interpretation ist die Art und Weise der Islamisten mit dem Djihad umzugehen, in der Realität steht dieser Begriff eher für den eigenen Weg zum Glauben).

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Meine superkluge Freundin. Abhauen. Wie das klang? Überraschend klang es und viel zu gut, um klappen zu können. Aber ich hatte ja nichts zu verlieren. Alles war besser als Berlin.
(Seite 95)

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Die Hauptrolle spielen Julian und Romea. Sie sind eine Art Romeo und Julia, nur eine sehr moderne Interpretation. Beide kommen aus unterschiedlichen Milieus. Beide verlieben sich, beide teilen ein ähnliches Schicksal. Und für eine moderne Romeo und Julia Adaption passt auch das Ende sehr gut. Da die Geschichte aus beiden Perspektiven abwechselnd erzählt wird, gelangt der Leser auch sehr gut in die Geschichte hinein und kann so den Lebensweg der beiden authentisch mit verfolgen. Beide Charaktere haben ihre sympathische Seite, oft versteht man aber auch nicht wie es so weit kommen konnte. Anzeichen dafür gibt es schon zu Beginn der Geschichte, doch obwohl der Roman authentisch und realistisch erzählt wird, bleibt alles so ungläubig. Ich habe mich immer wieder gefragt, wie naiv und „dumm“ man eigentlich sein kann, um solch eine Gehirnwäsche über sich ergehen zu lassen. Aber genau da spielen die Probleme beider Protagonisten eine große Rolle.

Obwohl das Thema sehr heikel und politisch ist, bleibt die Autorin aber durchweg auf der Jugendschiene. Die Sprache ist dem angepasst, es geht zudem vor allem um die Probleme von Julian und Romea und weshalb sie so einfach in die radikale islamistische Szene abdriften konnten. Hierbei spielt auch ihre Liebe zueinander eine ausschlaggebende Rolle.

Da ich mich selbst auch in der Uni tiefer mit dem Thema beschäftigt habe, war die Thematik in dem Roman für mich keinerlei Neuland. Für Jugendliche, die sich mit dem Thema nicht direkt auskennen, ist „Djihad Paradise“ sicherlich eine spannende Lektüre, die aber auch ihre harten Seiten hat. Es gibt den Tod und keine rosa Wolken. Allerdings fehlt mir irgendwie eine kleine Einleitung, ein Nachwort oder ein minimaler Informationstext, damit Jugendliche mit dem Inhalt des Romans nicht einfach stehen gelassen werden. Das fehlt mir eindeutig, denn die Autorin kritisiert vor allem mit einer guten Portion Ironie diese jungen Islamisten mit deutschen Wurzeln, die in diese radikale Szene abtauchen. Ansonsten bleibt der Roman recht neutral, man muss selbst die Moral und das Bildungsniveau der westlichen Welt haben um die negativen Aspekte genau rauszufiltern. Das finde ich für junge Menschen etwas sehr naiv gedacht …

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Aber als wir in der darauffolgenden Woche noch einmal vorsprachen, da hieß es, Omar seit tot. Eine Woche bevor er ins Ausbildungslager gehen wollte, starb er. Lungenkrebs. Austherapiert. Exitus. Es war einfach nicht zu fassen.
(Seite 302)

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Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, wirkt sehr jugendlich und flapsig, ist daher aber auch sehr einfach zu lesen. Der unterschiedliche Schreibstil spiegelt auch gut die beiden unterschiedlichen Hauptcharaktere wieder.

Das Cover ist hübsch und auffällig durch die Ornamente, aber auch die Gestaltung im Inneren ist richtig hübsch. Zu den unterschiedlichen Abschnitten gibt es passend gewählte Zitate, sowie Kapitelüberschriften mit dem Anfangsbuchstaben der erzählenden Person.

Fazit:
„Djihad Paradise“ erhält von mir 5 Sterne. Die Geschichte ist authentisch, spannend und spiegelt eine aktuelle Problematik wieder: Den fehlenden Halt von Jugendlichen, die so leicht zum Opfer radikaler Szenen wie den Islamisten werden. Allerdings ist das Buch nichts für weiche Seelen. Was mir allerdings fehlt ist eine kurze Einleitung, Nachwort, Informationstext zu diesem Thema, um Jugendliche nicht nach dem Ende stehen zulassen (Dafür würde ich glatt einen Stern abziehen wollen …).


Der eiserne Wald: Roman
Der eiserne Wald: Roman
von Chris Howard
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Endzeithetzjagd in einer öden Metall-Baum-Welt", 27. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der eiserne Wald: Roman (Taschenbuch)
Inhalt:
Banyan ist ein junger Mann, der in einer Zeit lebt, in der Tiere, Pflanzen und jegliche Bäume beinahe ausgestorben sind. Aus diesem Grund geht er dem Beruf des „Tree Builder“ nach. Er baut Bäume nach, aus Metall- und Eisenresten, die sich finden lassen. Er kreiert gemeinsam mit seinem Vater Eisenwälder und versucht das schöne der vergangenen Bäume einzufangen. Doch dann wird eines Tages sein Vater verschleppt und es liegt nun an Banyan sich auf eine gefährliche Reise zu begeben, um ihn irgendwie zu retten. Auf seiner Reise begegnet er immer wieder Gefahren, Elend und Tod. Aber als es plötzlich Indizien für eine Art Paradies gibt, ist sich Banyan sicher, dass er diese Reise unbedingt überstehen muss …

Story 2/5
Spannung 2/5
Charaktere 2/5
Dystopie 3/5
Tiefgang 1/5

Meinung:
„Der eiserne Wald“ ist der erste Roman einer neuen Reihe. Die Geschichte stammt von Chris Howard und scheint seine erste Veröffentlichung zu sein. Der Roman ist eine Art Endzeit Abenteuerjagd mit allerlei dystopischen Elementen und viel Gewalt, Blut und Tod.

Die Geschichte wird aus der Sicht des jungen Banyan erzählt. Er ist „Tree Builder“ und baut mit seinem Vater Bäume aus Metall und Eisen nach. Als sein Vater verschleppt wird, liegt plötzlich alles an Banyan und er muss augenblicklich erwachsen werden, um in seiner Welt zu überleben. Als Charakter ist er ansatzweise sympathisch. Er soll den guten Held darstellen, der niemanden wirklich retten kann, aber auch nicht unmoralisch durch die Welt zieht. Er vermeidet es zu töten, lernt andere Menschen kennen, die der Leser zu einem Teil als neue Freunde verstehen könnte. Doch alles in allem bleibt Banyan irgendwie flach und oberflächlich. Als Leser erfährt man nicht viel über den Protagonisten, weil er nur von Ort zu Ort hetzt.

Im Grunde sorgt auch dieser Punkt für die 2 Sterne Bewertung. Mir ist der Roman zu oberflächlich. Die Charaktere sind auf einer Reise, diese ist eine einzige Hetzjagd und überall gibt es Gefahren und Zwischenstops. Die Geschichet verläuft sehr linear und vorhersehbar und gerade dadurch bleibt nicht viel Platz für Banyan und die anderen Charaktere.

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Der Weg zur Tür war frei, und ich rannte los. Aber Frost war zu schnell, sofort packte er mich mit seinen dicken Fingern im Genick. Ich strampelte hilflos, als er mich durch den Staub zu dem Stahlcotainer zerrte.
(Seite 71)

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Bei der Dystopieidee handelt es sich auf den ersten Blick um ein interessantes Thema. Auf den zweiten Blick wirkt jedoch alles schwachsinnig zusammen gewürfelt. In Banyans Welt gibt es anscheinend kaum noch Tiere, Pflanzen, Bäume und Co. In dem Gebiet in dem Banyan lebt gibt es keine Bäume, alles ist wie eine Wüste und der Mensch muss sich vor dem fiesen Staub, der die Lungen angreift, schützen. Nahrung gibt es nur noch von GenTech, die einen super Mais gezüchtet haben, der Staub und Tieren standhält. Dieser Konzern ist sozusagen der Bösewicht. Der Bösewicht in der Natur sind Heuschrecken die Menschen auffressen. Von der Gesellschaft erfährt man ansonsten nichts. Alles bleibt oberflächlich aufgegriffen, alles scheint unwirklich und auch nicht wirklich interessant. Wieso baut man bitteschön Bäume aus Eisenresten nach, wenn man eh kaum noch Ressourcen hat und Eisen lieber für etwas anderes verwenden sollte? Ich kann mir nicht vorstellen, dass reiche Menschen in so einer Dystopie auf einen Metall-Schrott-Wald Wert legen würden …

Bis zu diesem Punkt hätte ich wahrscheinlich aber noch 2-3 Sterne gegeben, aber das Ende (das ich natürlich nicht verrate) ist so banal und schwachsinnig. Mir ist das Gesamtpaket zu einfach, oberflächlich. Es fehlt Tiefe und weniger Schnelligkeit würde der Geschichte gut tun. So wird der Leser durch eine blutige Endzeit Hetzjagd gescheucht, die vor allem aus wahnwitzigen Ideen und blutigen Szenen besteht. Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen. Das Buch zieht durch die Gewaltakte eher auf eine ältere Dystopie Zielgruppe an. Im Widerspruch dazu ist der Inhalt dann aber wieder zu flach.

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Crow raste durch den Staub und zermalmte die drei Skelette unter unseren Reifen. Die Überreste der Agenten zerbarsten zu feinem Pulver.
(Seite 231)

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Der Schreibstil ist vollkommen einfach und hat mich enttäuscht. Ich habe etwas mehr Schreibniveau erwartet, da der Roman kein Jugendbuch ist. Erzählt wird die Geschichte aus Banyans Sicht, dem man seine fehlende Bildung auch anmerkt.

Das Cover ist nett und verrät nicht zu viel. Ich finde den deutschen Titel auch wesentlich besser als den englischen „Rootless“.

Fazit:
2 nett gemeinte Sterne, für eine blutige und vorhersehbare Endzeit Hetzjagd. Actionfans könnten hier allerdings ihre kurze Freude finden.


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