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Beiträge von Elmar Schmidt
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Rezensionen verfasst von
Elmar Schmidt (Baden)

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Peterson Stroboclip Clip On Strobe Tuner
Peterson Stroboclip Clip On Strobe Tuner
Wird angeboten von Japan Golden Shop
Preis: EUR 79,71

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Tuner mit schlechter Mechanik, 30. August 2015
Ich hatte knapp drei Jahre einen Stroboclip für meine Mandoline. Das Stimmen mit den "agilen" Stroboskopbändern lernt man schnell. Es ist letztlich nicht viel anders, als daß man der Bewegung eines Zeigers folgt. Mit den Obertonbändern habe ich nichts anderes gemacht, als sie auch nur zu beruhigen. Von den Fein- und Besonderheiten des Tuners habe ich nur die sweetened tunings dauerhaft genutzt, welche die Intonation des jeweiligen Instruments verbessern sollen.

Die Mechanik der Klammer sorgt mit den beiden Gelenken für eine sehr flexible Anbringung, z.B. unterm Wirbelbrett eines Saiteninstruments, wo das Gerät dann nicht so auffällt. Leider brach nach anderthalb Jahren schon der Stift, der als Achse der Klammer wirkt, einseitig aus der Durchführung, was ich mit einem starken Gummiband noch für ein weiteres Jahr richten konnte, bis auch die zweite Durchführung ausbrach. Sie ist aus Plastik und für die starke Federwirkung ganz offensichtlich nicht stabil genug. In diesem Bereich müßte das Gerät ganz aus Metall sein oder wie eine Wäscheklammer konstruiert. Jedenfalls war damit war der überteuerte Tuner wertlos geworden. Einen weiteren mit dieser Bauweise werde ich nicht kaufen. Habe jetzt den Snark SN-2.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 20, 2016 12:50 PM CET


X and the City: Modeling Aspects of Urban Life
X and the City: Modeling Aspects of Urban Life
Preis: EUR 15,41

5.0 von 5 Sternen Excellent food for mathematically inquisitive minds, 16. August 2014
John A. Adam is an experienced mathematician with a recognized track record of technical papers and reviews, but also very much committed to teaching his field to students and educated laypersons alike. This book is one in a small but very worthwhile series of popular works by Adam. In 25 chapters it comprises not less than about 75 studies, projects, and morsels, all bound together by their potential appearance or relevance in life in a city, something, which obviously will not decrease in the world of the future.

For this reviewer the dust cover could be a bit more elaborate or artistic, but other than this, and as usual for Princeton University Press hardcovers, the format, haptic quality, choice of paper, and layout are all excellent. The book's graphs and graphics refrain of color, but are always inviting and enlightening. The typography of the very many equations is outstanding. It is calculations and equations, which set the tone and pace for most of this tome.

Here, Adam excels with lucid explanations and proofs throughout, which sometimes does not im- or explicitly spare his reader a few additional steps by paper and pen. So, this is obviously not your coffee table math book to be perused in a few days. When grading the subjects into three stages from easy to difficult, the material falls into these brackets with percentages of about 30:40:30. Whereas the easy and intermediate problems are accessible to anyone with a good command of arithmetics, geometry, trigonometry, basic probability, and real functions, the advanced topics would cater to a typical science major with a good footing in calculus and the beginnings of differential equations.

It should be noted that some 20% of the problems and projects involve "guesstimation" with occasional glimpses on dimensional analysis. This is the art of approximately solving so called Fermi problems by educated guesses, and has been the subject and title of a pocket book, coauthored by Adam.

The individual topics selected by the author are neither arranged by difficulty, nor can they always be grouped together by a certain field of science or math. The many traffic and transportation studies in Chapters 7 to 14 are a notable exception, and actually worth buying the book alone, although some related models, drawn from the literature, leave the reader a bit clueless on which is the prevailing one. For other subjects like those on outdoor optics in Chapters 20 to 23, a field in which the author is well-known by his technical contributions, the "City" theme comes across a bit forced.

The ensuing mix of sorts will not be everybody's favorite, as might be the case for some of the reserved "English" jokes, which this reviewer certainly took delight in. All these minor quibbles would only take half a star away from this one-of-a-kind book, so it got rounded-off to five ;-)

So, anyone looking for something both enlightening and challenging in the mathematics of everyday life should get a copy. John's other books, as well as all those authored by Paul J. Nahin, also with Princeton University Press, would be recommended too.

Addendum: this reviewer has compiled a cross-reference in MS Excel for this book's content and will be glad to provide it to anyone who can reach him through a message here or at his university.


Psion OMNII XT15
Psion OMNII XT15

3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber teuer, 26. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Psion OMNII XT15 (Wireless Phone Accessory)
Meine Tochter liebt es, das Gerät wird sicher gehalten, doch besteht natürlich nur Kantenschutz. Ich halte es außerdem für völlig überteuert.


SAMSUNG i9300 GALAXY S3 HANDY LEDER BRIEFTASCHE CASE HÜLLE MIT FACH FÜR KREDITKARTEN UND BARGELD IN ROT MIT BLUMEN INTERIOR, QUBITS RETAIL VERPACKUNG
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1.0 von 5 Sternen Ging nach kurzer Zeit kaputt, 26. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Hülle ist ergonomisch durchdacht und schützt auch das Gerät, leider so schlecht verarbeitet, daß die Halteschale und das Scharnier rissig geworden sind.


Kein Titel verfügbar

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, 26. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Tischgrill hat mich auf Anhieb überzeugt. Schön die einteilige und daher nicht klapprige Bauart (auch wenn etliche Rezensionen hier irrigerweise abnehmbare Platten beschreiben???). Alle Oberflächen sind gut verarbeitet, insbesondere die (fest verschraubte!) beschichtete Grillplatte macht einen unverwüstlichen Eindruck und ist auch mit den Riefen leicht und vollständig zu reinigen.

Die Heizleistung könnte etwas größer sein, wiewohl man dadurch auch zum Verbrutzeln eingeladen werden könnte. Beim ersten Einsatz (Fleischspieß, Putensteak, Paprikastücke) hat das Gerät gute Ergebnisse gezeitigt. Ein Zwei-Personen-Haushalt mit Kindern wird an ihm Freude haben.

Die Unterboden-Beleuchtung ist ein nettes Plus für laue Balkonabende, auch wenn sie naturgemäß nicht das Grillgut erfaßt. Dies könnte bei einer Neuauflage mit (LEDs oder Plastiklichtleitern) ergänzt werden, ebenso wäre es vielleicht sinnvoll, einen Teil der Grillzone als Flachpfanne auszuführen.


Wie aus der Zahl ein Zebra wird: Ein mathematisches Fotoshooting
Wie aus der Zahl ein Zebra wird: Ein mathematisches Fotoshooting
von Georg Glaeser
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder eine Geometrie für Liebhaber, 20. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Wiener Mathematiker und Computergeometriker Georg Glaeser hat mit seinem "Zebra" ein echtes mathematisches Coffee-Table-Buch vorgelegt, also ein gut gebundenes, üppig ausgestattetes und zum Auslegen im Wohnzimmer geeignetes Werk, das selbst Leserflaneure in seinen Bann ziehen dürfte und ihnen viel Stoff für anregende Diskussionen geben wird. Auf durchwegs farbigen und selbst neben den Erläuterungstexten noch mit kleineren Farbfotos und Simulationsgrafiken collagierten Doppelseiten entfaltet sich ein Potpourri aus nicht weniger als 144 durchwegs visuell grundierten Anwendungen und Fundsachen von geometrischer Mathematik in der natürlichen und menschengemachten Welt. Wie bei seinen vorher gegangenen Darstellungen bezieht auch dieses Buch Glaesers seinen speziellen Charme daraus, dass der Autor seine nebenberuflichen Interessen nicht im Geheimen lässt. Neben der von einem Professor an einer Kunstakademie zu erwartenden Besprechung von Architektur-, Kunst- und Museumsobjekten sowie Hinweisen auf originelle Aspekte im Design von Alltagsgegenständen fand deshalb eine Vielzahl von Beispielen aus der Tier- und Pflanzenwelt den Weg in sein Buch. Nachdem er sich ausweislich einer entsprechenden Anleitung schon als semiprofessioneller Makrofotograf erwiesen hat, gibt es spätestens nach dem Zebra-Buch auch keinen Zweifel mehr über Glaesers in schönen Unterwasserbildern dokumentierte Tauchsportaktivitäten. In anderen Rubriken beschäftigt sich Glaeser schließlich mit Aufnahmen des Tag- und Nachthimmels, Motiven aus Spiel und Sport sowie statischen und kinematischen Konstruktionselementen. Wenn der Rezensent dem reichhaltigen Angebot des Buchs einen Grundakkord entnehmen müsste, dann begleitet jener Herrn Glaeser als mathematischen Detektiv bei seinen Ermittlungen zu Struktur- und Musterbildung in der belebten und unbelebten Natur. Hier hat man es bekanntlich vielfach mit Fraktalen zu tun, über die es im Schrifttum seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine kaum übersehbare Zahl von populären, dabei allerdings häufig selbstreferentiellen oder auf Computergrafik hin abgestellten Darstellungen gibt. Glaeser geht für die gebildete Leserschaft einen Schritt weiter, indem er auf die Gesetze und Algorithmen eingeht, nach denen die Vervielfachung oder die ebene und räumliche Geometrie seiner Betrachtungsobjekte im Detail, also an den Verzweigungsstellen geschieht. Neben dem Hobbymathematiker wohlbekannten Prinzipien über Minimalflächen oder das Pflanzenwachstum wie etwa der Fibonaccifolge lernen sie in Glaesers Buch auch bislang kaum popularisierte Konzepte wie Klothoiden als natürliche Wickelkurven, Zonoedernetze, Voronoidiagramme oder apollinische Kreise kennen. An eine gewisse Grenze kommen Glaesers ansonsten stets plastische Erläuterungen nur im Bereich der Darstellenden Geometrie wie etwa bei den Effekten in der Projektion und Perspektive räumlicher Objekte, zu deren Verständnis eigentlich das dreidimensionale Selbermachen oder computergrafische Simulieren gehört. Man darf sich von seiner langen Speisekarte an mathematischen Vorspeisen auch jeweils nicht gleich den zugehörigen Hauptgang von vertieftem Verständnis versprechen, zumal es für die Erklärungstexte neben den opulenten Fotografien nur begrenzten Platz gibt, was manchmal etwas frustrierend wirkt. Einige der Themen im "Zebra" werden aber ausführlicher in Glaesers "Werkzeugkasten" berechnet oder in seiner populären "Geometrie" detailliert, bei anderen mögen die von Glaeser gegebenen Quellen und sehr vielen Internetlinks helfen, wobei letztere natürlich unter dem Risiko des Verschwindens stehen. Hilfreich wäre es daher, wenn der Autor oder Verlag sie online auflisten und gelegentlich aktualisieren könnte, dies auch, weil die URLs teilweise sehr lang geraten sind. Dem Ansatz des Buches wohnt inne, dass eigentlich verwandte Themen sich manchmal an weit auseinander liegenden Stellen finden. Hierzu mag trösten, dass es in der Natur eben selten so systematisch zugeht wie in einer Buchhaltung. Der Rezensent nahm im Übrigen nur an Stellen seiner eigenen Expertise etwas Anstoß wie bei der fälschlich als Regenbogen identifizierten Glorie auf S. 146f. oder dem Verzicht auf ein Foto vom grünen Blitz auf S. 60f. All das ist in der gewiss bald kommenden Zweitauflage unschwer nachzuholen, in welcher es bei allem Ehrgeiz des Autors, der sein Buch fast vollständig selber illustriert hat, und das überaus beeindruckend zumal, doch das eine oder andere Bild mit Rechten Dritter geben könnte. Diese kleineren Nörgeleien tun aber einer erneuten 5-Sterne-Empfehlung deshalb nicht den geringsten Abbruch. Chapéau, Professor Glaeser!


Mathematik sehen und verstehen: Schlüssel zur Welt
Mathematik sehen und verstehen: Schlüssel zur Welt
von Dörte Haftendorn
  Taschenbuch

24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einladung an inquisitive Geister, 15. Oktober 2010
Dieses Buch entstand aus oder neben der fachübergreifenden Mathematik-Einführungsvorlesung an einer aus der Fusion zweier regionaler Hochschulen hervorgegangenen Universität in Lüneburg, welche vor allem Begeisterung und Anerkennung für die Leistungen traditioneller, aber auch moderner Mathematik wecken sollte. Ein solches (prae-)studium generale entspricht dem in den U.S.A. üblichen Freshman-Jahr an den Colleges, in welchem die nicht geringen Lücken der High Schools geschlossen werden müssen.

Die Entwicklung zumindest des Abiturs in der BRD läßt diesen Bedarf von Jahr zu Jahr hier ebenfalls anwachsen, wie die inzwischen an den allermeisten Hochschulen angebotenen Vor- und Brückenkurse deutlich machen. Traditionell wird in ihnen dann der Schulstoff nochmals durchgekaut, und es ist Glückssache, den jeweiligen Dozenten betreffend, ob dabei eine hochschuladäquate Arbeitsbeschleunigung und Neuausrichtung erfolgt. Falls dem nicht so ist, doppelt sich in solchen Kursen wie auch in manch anschließender Vorlesung das "technizistische Graubrot" der in den 70er-und 80er-Jahren des letzten Jhdts. wurzelnden Standardliteratur. Und das führt bei vielen Studenten leider sogar zu einer "Auffrischung" ihrer Ablehnung der Mathematik gegenüber.

Zum Glück gibt es seit einigen Jahren mehr und mehr innovative, dabei vom Niveau her durchaus nicht "billige" Ansätze jüngerer Lehrpraktiker, die diesen Zustand ändern könnten. Dörte Haftendorn ist Mathematikprofessorin in Lüneburg und hat mit ihrem "Mathematik sehen und verstehen" einen spektakulären Wurf gemacht.

Auf den ersten Blick fällt die angesichts des günstigen Preises opulente Ausstattung des Buchs mit Farbgrafiken und -bildern ins Auge. Angesichts des dafür erforderlichen Papiergewichts hätte ich mir persönlich nur gewünscht, daß das Buch fadengebunden, d.h. als Hardcover, vorgelegt worden wäre, und sei es um eines etwas höheren Preises willen.

Vom Inhaltsaufbau her scheut sich die Autorin nicht, etwa die Hälfte des Buches mit Anwendungen der diskreten und computernumerischen Mathematik zu bestreiten. Auf diese Weise wird dem Leser zunächst das alltägliche Wirken und Weben von mathematischen Gesetzen und Erkenntnissen erklärt wie z.B. in der modernen Kryptografie (Kap. 2) bis hin zur RSA-Verschlüsselung und ihren Anwendungen bei digitalen Signaturen. Es folgt Kap. 3 zu Codierungsverfahren, insbesondere den "real-weltlichen" mit fehlerkorrigierenden Strichcodes, wobei auch auf Versagensfälle hingewiesen wird. Die für beide Anwendungen zwingende Modularithmetik wird dabei in ihrer Bedeutung als "fünfte Grundrechenart" gebührend hervorgehoben.

Das Kapitel über Grafen- (oder Graphen-)theorie schreitet rasch von den klassischen Beispielen (Königsberger Brücken) zu dem heute wichtigsten Problem des Findens kürzester Wege voran (Djikstra-Algorithmus). Auf 20 S. ist der Autorin natürlich nur ein Abriß dieses Gebiets möglich, sie verweist aber in Form einer sehr ausführlichen und aktuellen Literaturliste auf auch im Selbststudium weiterführende Werke, hier etwa auf das von Gritzmann und Brandenberg.

Das anschließende Kapitel über Fraktale und Chaos ist eine brillante Monographie, in welcher der etwas abgenutzte Charme dieses vor ca. 30 Jahren mit den ersten Personalcomputern so populär gewordenen Gebiets erneuert wird.

Im Kap. 6 durchschreitet Dörte Haftendorn auf ca. 60 S. die "Welt der Funktionen". In ihr dürften Schüler und junge Studenten sich schneller heimisch fühlen als in anderen Teilen des Buchs, sie werden aber auch dort behutsam dazu gebracht, hinter dem sich auf viele Jahre verteilt habenden Klein-Klein ihrer Schulanalysis die Strukturen zu erkennen, etwa in dem Abschnitt "Funktionenbauhof". Bei der vorherigen Behandlung von Umkehrfunktionen hätte ich mir den Hinweis gewünscht, daß in praktischen Anwendungen, etwa der Wirtschaftsmathematik, ein Variablentausch x<>y mißverständlich, ja unsinnig ist, und deshalb unterbleibt. Übrigens stellt die Autorin zu diesem Kapitel eine große Zahl von Animationen auf ihrer Webseite ein, die im Buch zwangsläufig nur als Bildfolge abgedruckt sind.

Kap. 7 ("Optimierung") ist mit nur gut 10 S. das kürzeste und daher nur ein Appetithappen für weiterführende Betrachtungen, welche einfach zu vielgestaltig sind, als daß sie in ein einführendes Buch gehörten.

Im nächsten Kapitel, "Computer und Mathematik", spielt die Autorin ihre m.E. größten Stärken wieder aus. Neben der Mächtigkeit von heute für jeden verfügbaren Computeralgebra-Systemen behandelt sie bei der Computernumerik zunächst eingehend die Maschinenzahlen, um dann auf Grenzen der Ergebnisgenauigkeit, ja sogar der Berechenbarkeit selbst (bei nichtpolynomialen Algorithmen) hinzuweisen. Im Kap. 9, "Numerik", wird dann ein Feuerwerk an Anwendungen gezündet, für das hier der Platz fehlt, es im einzelnen auszubreiten.

Gut gefallen hat mir auch das Kap. 10, "Stochastik", welches eine kompakte Einführung in die leicht von Fehlschlüssen kompromittierten Gebiete der Wahrscheinlichkeitslehre und Statistik darstellt. So klar wie sich Dörte Haftendorn ausdrückt, findet man das sonst selten: Deskriptive Statistik gibt einem nur das zurück, wenngleich u.U. in gefälligerer Form, was man schon hat, und ist daher eigentlich allein für Grundgesamtheiten beweisfähig; die Wahrscheinlichkeitslehre kennt Methoden zum Schließen von einer (idealisierten) Gesamtheit auf Einzelerscheinungen; erst die Schließende Statistik befaßt sich mit dem Umgekehrten, das in der statistischen Praxis meist relevant ist, aber von vielen Fallgruben umgeben.

An diesem Kapitel wird deutlich, daß Haftenbergs Werk nicht den Anspruch eines Lehrbuchs hat. Es zieht den neugierigen Anfänger mit seiner gefälligen Ausstattung und dem einladenden Duktus seiner vielen Beispiele gewiß in seinen Bann, ein tieferes Eindringen in die jeweilige Materie wird aber nur durch die intensive Benutzung von Bleistift, Taschenrechner und PC unter Hinzunahme von weiterer Literatur oder fachkundiger Anleitung gelingen. Doch genau dies ist ja der Sinn des Buchs: es stellt ein mustergültiges Propädeutikum für ein Hochschulstudium dar, kann natürlich zuvor auch jeden Schul-Leistungskurs bereichern.

Das kurze Kap. 11, "Geometrie", wirkt etwas verloren und stellt nur wenige Beispiele vor. Das ist zwar schade, hätte sich aber ohne eine uferlose Umfangserweiterung nicht ändern lassen. Für die Anfordernisse von Physik und Ingenieurfächern in Analyt. Geometrie, Vektorrechnung und Trigonometrie, bei denen heute leider viele Studienanfänger allergrößte Lücken mitbringen, sei etwa der "Mathematische Werkzeugkasten" von Georg Glaeser empfohlen. Und wer eine herausfordernde und moderne Genuß-Geometrie sucht wird gleich auch bei Glaesers opulenter "Geometrie und ihre Anwendungen" fündig; Frau Haftendorn empfiehlt beide Bücher ebenfalls.

Sie beschließt ihr eigenes Buch mit einer nochmaligen Bündelung der vielfach bereits den vorherigen Text würzenden Anmerkungen zum Tun und Selbstverständnis von Mathematikern, eingeschlossen die recht undramatische Kommentierung des Umstands der Unterrepräsentierung von Frauen in diesem Fach.

Trotz weniger noch leicht zu verbessernder Punkte gebühren Dörte Haftendorns Buch 5 Sterne. Es bleibt nur zu hoffen, daß sich einige solcher Kollegen vielleicht auf den Marsch (nach oben...!) durch ihre Institutionen, wenn nicht gar in die Bildungspolitik machen könnten, weil nur von fachlich profunder Seite noch ein heilender Einfluß auf die vielfach indiskutablen, ja rottenden Lehrpläne und -ansätze zu nehmen wäre.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 4, 2012 10:02 AM MEST


Kompass Karten, Kraichgau
Kompass Karten, Kraichgau
von KOMPASS 768
  Landkarte

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zum Radfahren zu ungenau, 7. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Kompass Karten, Kraichgau (Landkarte)
Die Karte hat mich vielfach enttäuscht. Die mit grün markierten Radwege sind nicht genau genug eingetragen, verlieren sich oder sind manchmal einfach nichtexistent. Der Karte natürlich nicht vorzuwerfen sind unklare und nicht markierte Ortdurchfahren und nichtssagende Waldwegnamen, zumal diese nur in unzureichender Auswahl und in nicht zutreffender Kategorisierung (asphaltiert, Kies usw.) auf der Karte vorkommen. Beispiel: der faktisch nicht auffindbare Hammelschlagweg von Eichtersheim vorbei an Östringen. Die zur Orientierung enorm wichtigen Wald- und Feldgebiete sind leider nur sehr frei und phantasievoll abgegrenzt, auch die Darstellung der Topographie läßt zu wünschen übrig, es gibt viel zu wenig Höhenangaben. Trotz der scheinbar gefälligen Aufmachung kann ich die Karte zum Radeln nicht empfehlen, weil man sich mit ihr im Durchschnitt alle 1-2 km am Kopf kratzt.


Geometrie und ihre Anwendungen in Kunst, Natur und Technik
Geometrie und ihre Anwendungen in Kunst, Natur und Technik
von Georg Glaeser
  Gebundene Ausgabe

26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Filmreife Geometrie für Genießer, 9. Juni 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Die Natur spricht die Sprache der Mathematik: die Buchstaben dieser Sprache sind Dreiecke, Kreise und andere mathematische Figuren." An dieses Dictum Galileo Galileis erinnert einen jede Seite in Georg Glasers vorliegendem Buch, auch wenn es darauf erst im letzten von sechzehn opulenten Kapiteln zu sprechen kommt.

Glaeser räumt gründlich mit Vorstellungen auf, denen zufolge die Geometrie nur eine Art von Hilfswissenschaft oder Darstellungstechnik der Mathematik ist. Vielmehr war sie seit den Zeiten von Archimedes und Euklid stets ein äußerst erhellender Spiegel und eigener Quell der mathematischen Erkenntnis, und das hat sich über die analytische und nicht-euklidische Geometrie bis in die jüngste Zeit bewahrheitet, wie es etwa der Beweis von Fermats Letztem Theorem gezeigt hat.

Traditionell wurde dies in der Höheren Bildung durch die gründliche Durcharbeit von Euklids "Elementen" und die Einübung des zeichnerischen Konstruierens und Beweisens berücksichtigt. Leider hat die Geometrie in den letzten Jahrzehnten im Bereich der Schul- und Hochschulausbildung ein Mauerblümchendasein angenommen, und dies obwohl es inzwischen Darstellungsprogramme für Grafikrechner und PCs gibt wie "Cabri Geomètre", "Cinderella" oder Glaesers eigenes "Open Geometry".

In seinem äußerst großzügig ausgestatteten Buch unternimmt Glaeser nicht weniger als den Versuch, der Geometrie wieder den ihr gebührenden Platz zuzuweisen. Beginnend mit den klassischen Figuren der ebenen Euklidischen Geometrie wird aufgezeigt, daß in keinem anderen Bereich der Mathematik eine raschere Verständigung über komplexe und herausfordernde Sachverhalte gelingt. Glaeser belegt dies durch eine Vielzahl teils entlegener geometrischer Theoreme, die er meist in ganz schlichter Sprache in Form eingerahmter Textfelder vorlegt.

Es schließt sich ein Exposé der wichtigsten Projektionsverfahren für räumliche Figuren und der elementaren Grundkörper des Raumes an. Hier fungieren das Dualitätsprinzip und Eulers Polyedersatz unaufdringlich als Paradebeispiele für die erfolgreiche Übertragbarkeit geometrischer Strukturen auf scheinbar abstrakte Sachverhalte. Die Konzepte der Linien- und Flächenkrümmung werden fast ohne Querbezüge zur reellen Analysis vorgelegt, was manchem gestandenen Lehrer abenteuerlich vorkommen wird, aber dem entsprechend geneigten Leser als Einladung zu weiterführenden Studien gereichen mag.

Schnitte, Durchdringungen, Abwicklungen von Kugeln, Zylindern, Kegeln und anschließend auch die Behandlung von Flächen zweiter Ordnung erlauben es dem Autor, der als Professor an der Wiener Universität für angewandte Kunst tätig ist, seine intimen Kenntnisse von Kunst, Design und Architektur einzubringen. Doch auch Licht- und Schattenspiele der Natur und viele Alltagsgegenstände entgehen dem geometrisch geschärften Kameraauge des Autors nur selten.

Eigentlich könnte das Buch in seinen Kapiteln über Regel-, Schraub- und Minimalflächen und deren Interpolationen, welche nachgerade ein Ausweis der avantgardistischen Moderne geworden sind, am Kulminationspunkt angelangt sein, wenn der Autor dem Leser nicht auch noch die faszinierende Welt der optischen Perspektive beim Sehen und Fotografieren sowie wichtige geometrische Prinzipien der Maschinenkinetik und Himmelsmechanik nahebringen wollte.

In den Anhängen geht Glaeser noch auf die faszinierende Welt der Parkettierungen ein und bietet je einen Geometriekurs fürs Freihandzeichnen und Fotografieren an.

Der Kaufinteressierte muß wissen, daß dieses Buch von Georg Glaeser ähnlich wie sein "Mathematischer Werkzeugkasten" erneut keine systematische oder geschlossene Lehrbuchdarstellung ist, sondern eine großzügige und herausfordernde Einladung und Versuchung an den inquisitiven Geist. Wenn dem Buch ein Vorwurf zu machen ist, dann also nur seine visuelle Überfülle, weswegen zwanghafte Charaktere - darunter gewiß nicht wenige Kollegen Glaesers - in die Gefahr kommen, vor lauter Blättern nicht zum Lesen zu kommen. M.a.W.: dieses Buch könnte das erste mathematische Werk seit langem sein, welches nach Verfilmung ruft.


Der mathematische Werkzeugkasten (JOKERS-Ausgabe): Anwendungen in Natur und Technik
Der mathematische Werkzeugkasten (JOKERS-Ausgabe): Anwendungen in Natur und Technik
von Georg Glaeser
  Gebundene Ausgabe

23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spektakulär, 13. Mai 2005
Bisher mußte man eine visuell derartig ansprechende Darstellung der Mathematik im englischsprachigen Schrifttum suchen gehen. Prof. Glaeser von der Universität für Angewandte Kunst in Wien ist die seltene Verbindung eines Fachmanns mit einem breit interessierten "Augenmenschen". Der Verlag ließ ihm anscheinend bei diesem Buch freie Hand, und das ist gut so. Prof. Glaesers Zielgruppe sind nicht nur Schüler, Studenten und deren Lehrer, sondern auch mathematikinteressierte Laien aus allen kreativen Hobbies oder Berufen. Sie finden im "Werkzeugkasten" einen überaus einladenden und zum Teil erfrischend persönlich gehaltenen Entwurf dessen vor, was heutzutage allgemeines Bildungsgut der Mathematik sein könnte, stattdessen aber meistens erst noch Studenten im Nebenfach zu vermitteln ist. Der Stoffaufbau des Buches mutet "kanonisch" an (Gleichungslehre, Trigonometrie und Vektoren, Analysis) ist aber durch ein Kapitel über Kurven und Flächen auch des Raumes angereichert, eine Spezialität des Autors, und mit Anhängen zur elementaren Zahlentheorie und zur Harmonielehre der Musik ergänzt. Solche und andere Leckerbissen erschließen sich erst in dem von Beispielen und Anwendungen überbordenden Text. Es finden sich dort nicht nur teilweise überraschende Beispiele aus Physik, Optik und Astronomie, sondern auch entsprechende Gegenstände aus Geodäsie, Biologie, Finanzmathematik, Architektur und Kunst. Verbindendes Element sind stets die geometrischen oder datengrafischen Veranschaulichungen. Es sei angemerkt, daß von diesem Buch diejenigen maximal profitieren werden, welche es mit Bleistift und Papier oder gar mit einem Computeralgebra- oder -geometriesystem durcharbeiten. Es bleibt nicht aus, daß ein so weit ausgreifendes Buchprojekt nicht unbedingt in höchster Systematik daherkommt. Insofern ist es als Lehrbuch für solche Dozenten und Studenten ungeeignet, die den Stoff ohne "störende" Querverweise nur dürr durchdekliniert sehen wollen. Für eine Neuauflage sollte das Buch evtl. farbig ausgestattet, um damit und dabei auf das neue Geometriebuch des Autors abgestimmt werden, welches den im "Werkzeugkasten" gewählten Ansatz fortsetzt, ja übertrifft.


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