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Marny "fantastische-buecherwelt.de" (Wolfsburg)
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Musics Tod
Musics Tod
Preis: EUR 0,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine berührende und stimmungsvolle Kurzgeschichte mit tollen Ideen!, 30. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Musics Tod (Kindle Edition)
Daniel möchte der Schulband beitreten, aber dazu benötigt er die Einwilligung seines Vaters. Doch dieser macht die Musik für den Tod seiner geliebten Frau verantwortlich und will nicht auch noch seinen Sohn verlieren. Diejenigen, die Daniel seit seiner Geburt jagen, sind ihm jedoch schon dicht auf den Fersen. Ob ihm der Fremde, den er auf einem Rave trifft, helfen kann?

Mir hat gefallen, dass man bereits auf der ersten Seite spürt, wie sehr Daniel Musik und Rhythmus liebt. Wie sehr sie ein Teil von ihm sind, auch wenn sein Vater sie aus seinem Leben verbannt hat. Und ich mag die Atmosphäre, die mich sanft in die Geschichte zieht und auch mystische Klänge annimmt.

Durch die eingestreuten Details sah ich vieles sehr deutlich vor mir, es war also gerade die richtige Portion, um meine Phantasie zu beflügeln. Es gibt Dinge, über die ich gern mehr wissen würde und die mich noch etwas beschäftigen. Bilder, die mich noch länger begleiten. Aber genau das macht für mich auch eine gute Kurzgeschichte aus!

Und dann gibt es noch eine Figur, die es mir besonders angetan hat. Sie hat eine außergewöhnliche Ausstrahlung und reizt mich auf unterschiedliche Weise. Genauer werde ich da jetzt aber nicht, immerhin will ich ja nicht zu viel verraten. ;)

Mit “Musics Tod” habe ich mich beim Lesen sehr wohl gefühlt, mir gefällt die phantastische Seite mit ihren gelungenen Ideen. Man spürt die Liebe zur Musik, sie ist von Anfang an präsent. Eine berührende und stimmungsvolle Geschichte!


Der letzte Drache: Weltenmagie 1 - Roman
Der letzte Drache: Weltenmagie 1 - Roman
von Aileen P. Roberts
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Eine berührende und spannende Geschichte mit tollen Ideen und viel Platz für Spekulationen ..., 30. November 2014
Am 25. Geburtstag von Prinz Kayne zeigt sich, dass er kein rechtmäßiger Thronerbe von Albany ist, weil die Drachen ihm die Weihe zur Unsterblichkeit verweigern. Die schon lange existierenden Zweifel an seiner Abstammung waren also berechtigt und sein Vater ist nicht Darian von Northcliff, sondern der Zauberer Samukal, der einst Dämonen beschworen hat.

Kayne will sich allein aus der Burg schleichen, doch dabei hat er die Rechnung ohne seine Freunde, die Nebelhexen Leána und Siah sowie Toran von Northcliff, gemacht. Zusammen reisen sie durch Albany und entdecken ein magisches Portal in unsere Welt, das sie in die schottischen Highlands führt. Dort begegnen sie unter anderem dem geheimnisvollen Rob, der Leána fasziniert und den etwas mit Albany verbindet …

Der Prolog hat mich gleich voll erwischt, weil er sowohl meine mystische als auch meine tragische Seite anspricht. Auf eine sehr stimmungsvolle Weise, die zum Spekulieren einlädt und mich sehr berührt hat. Der Wechsel zum 1. Kapitel hat sich dann ein wenig wie ein Bruch angefühlt, einfach weil es eine ganz andere Atmosphäre war, die mich aber trotzdem überzeugt hat. Ich konnte mich leicht in die “eigentliche” Geschichte fallen lassen und mitfiebern, hatte dabei aber immer noch den wunderbaren Prolog im Hinterkopf und war auf der Suche nach Verbindungen.

Die Weltenmagie-Reihe spielt ungefähr 20 Jahre nach der Weltennebel-Trilogie, die ich ja sehr mag. Daher habe ich mich natürlich gefragt, ob es Aileen P. Roberts schafft, mich mit den Hauptfiguren in Weltenmagie auch wieder so intensiv zu erwischen. Es war ein ganz klein wenig durchwachsener, denn mit einer von ihnen bin ich nicht so wirklich warm geworden. Dafür gab es aber auch Hauptfiguren, die mich gleich angesprungen haben – und auch Nebenfiguren …

Es gab tatsächlich wieder einen Dunkelelfen, der mich fasziniert hat, auch wenn er etwas undurchsichtig und nicht immer nett ist. Aber er hat mich zum Grinsen gebracht und sich irgendwie in mein Herz geschlichen. Es wird sich noch zeigen, ob das gut oder schlecht ist … Meine absolute Lieblingsfigur ist aber Kayne, sicherlich auch wegen seiner tragischen Seite, aber nicht nur. Es gab ein paar Szenen, bei denen ich ihn am liebsten umarmt und etwas getröstet hätte – und das ist etwas, was mir nicht allzu oft passiert.

Und wo ich gerade bei Kayne bin … Ich hätte gerne etwas mehr über seine Magie bzw. darüber, wie er sie erlernt hat, erfahren. Das ist mir zu kurz gekommen, aber vielleicht musste das ja aus dramaturgischen Gründen noch warten – ich hoffe da einfach mal auf die nächsten Bände. ;) Möglicherweise ist mir das besonders aufgefallen, weil es in unserer Welt kaum magische Wesen gibt und mich Albany da doch sehr verwöhnt hat. Ich litt da also auch ein wenig an Heidefee-Entzug. *g*

Es gab auch eine Phase, in der mir die humorvollen Ereignisse aufgrund der fremden Kultur etwas zu viel waren. Das hat zwar gepasst und trifft ganz sicher den Geschmack von vielen Lesern, jedoch nicht so sehr meinen ganz persönlichen Humor. Der hatte dafür an anderen Stellen seinen Spaß. Und die Geschichte entwickelte sich dann ja schnell in eine andere Richtung weiter, die mich wieder voll überzeugen konnte.

“Der letzte Drache” war für mich eine spannende und gleichzeitig sehr emotionale Lektüre, die mich auch mit einem Ereignis konfrontiert hat, an dem ich ganz schön zu knabbern hatte. Eine berührende Geschichte mit tollen Ideen und viel Platz für Spekulationen, die bei mir für wunderbares Kopfkino gesorgt hat. Ich habe mich über das Wiedersehen mit einigen lieb gewonnenen Figuren gefreut, es konnten sich aber auch ein paar neue in mein Herz schleichen. Und natürlich bin ich extrem neugierig, wie es im 2. Teil “Das vergessene Reich” weitergeht!


Weltenlied (Saga der Zwölf 1)
Weltenlied (Saga der Zwölf 1)
Preis: EUR 2,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine abwechslungsreiche und emotionale Geschichte, die neugierig auf weitere Bände macht!, 16. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der 14-jährige Léun wird von einem Löwen angefallen und zerfleischt, doch er erwacht unverletzt und trägt fortan den Löwen Káor in sich. Er kann sich in diesen verwandeln, hat das aber nicht unter Kontrolle. Zusammen mit dem Waldhüter Héranon und seinem besten Freund Arrec macht er sich auf die Suche nach einem Weisen, der ihn den Umgang mit seiner Gabe lehren kann.

Zeitgleich wird der junge Steppenläufer Ríyuu von seinem Stammesführer aus der Zeltstadt Wáhiipa verstoßen und darf erst zurückkehren, wenn er die ihm gestellte Aufgabe erfüllt hat. Und dann ist da noch Prinz Gúrguar, Erbe des Throns von Düsterland, der im Auftrag seines Vaters nach einer besonderen Flöte sucht und sie um jeden Preis in seinen Besitz bringen will. Denn wer die Flöte des Yleriánt spielt, kann die Welt verändern …

Die Geschichte konnte mich mit ihren stimmungsvollen Beschreibungen und geheimnisvollen Andeutungen schnell einfangen, dazu kamen noch spannende Figuren und eine abwechslungsreiche Welt, die es zu entdecken gab. Ich war neugierig darauf, mehr über die Zusammenhänge zu erfahren – und natürlich über die Figuren, die mich erwischt hatten.

Ich fühlte mich mitten in der Geschichten, weil alles so nah auf mich wirkte und mein Kopfkino beeindruckende Bilder produziert hat. Viele davon! Mir hat gefallen, wie gut man die einzelnen Figuren und die verschiedenen Kulturen kennenlernt. Es wird sich Zeit dafür genommen und nicht gleich “losgestürmt”, so dass man ein Gefühl für die verschiedenen Lebensweisen aufbauen kann. Beeindruckt haben mich auch die sensibel und liebevoll beschriebenen Beziehungen, die mich sehr berührt haben.

Es gab so einige Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind. Mit einer von ihnen hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten, aber durch die Entwicklung in der Geschichte konnte sie mich dann doch noch sehr für sich einnehmen. Es gab Figuren, die ich als sehr spannend oder faszinierend oder einfach nur sympathisch empfand. Und welche, die mich gleich voll erwischt haben – zum Beispiel Héranon, der Waldhüter. Er hat für mich eine ganz besondere Ausstrahlung und reizt mich auch durch die Kombination aus Wissen und Geheimnissen. Darum habe ich hier auch mindestens vier Lieblingsfiguren …

Die Flöte des Yleriánt nimmt in diesem Roman eine sehr wichtige Rolle ein und passend dazu ist das Buch nicht in Kapitel, sondern in Strophen und Zwischenspiele aufgeteilt. Es lohnt sich, diese Geschichte aufmerksam zu lesen, weil man sie dann auf einer tieferen Ebene verfolgen kann. Es gab so einige Anhaltspunkte und eingestreute Informationen, die meine grauen Zellen zum Rotieren gebracht haben. Daher hatte ich auch viel Spaß beim Spekulieren, denn ich werde als Leser auch gerne gefordert und mag es, wenn mir nicht alles wie auf einem Silbertablett präsentiert und erklärt wird.

“Weltenlied” war für mich eine sehr spannende, emotionale und abwechslungsreiche Lektüre, die mich mit vielen Bildern und Eindrücken zurückgelassen hat. Eine berührende Geschichte, die neugierig auf die weiteren Bände macht! Die Reihe wird wahrscheinlich aus drei bis maximal fünf Bänden bestehen – und wenn ich Glück habe, wird es vielleicht auch über Héranon noch einiges zu lesen geben, der kam mir am Ende des Romans ja ein wenig zu kurz. Nicht nur weil ich ihn sehr mag, sondern auch aufgrund bestimmter Ereignisse, über die ich hier aus dramaturgischen Gründen schweige. ;)

Und natürlich hätte ich nichts dagegen, wenn ich “Weltenlied” irgendwann in mein Papierbuch-Regal stellen könnte, zur Zeit ist es ja nur als eBook erhältlich …


Moorgeboren
Moorgeboren
Preis: EUR 1,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein stimmungsvoller Schauerroman mit mystischen Wesen, 16. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Moorgeboren (Kindle Edition)
Christin reist für ein verlängertes Wochenende ins Dartmoor, um sich einen Traum zu erfüllen: Seit sie den Film “Der Hund von Baskerville” gesehen hat, möchte sie einmal in so einem Schloss Urlaub machen. Ihr Ziel ist Bovey Castle, das sie in dichtem Nebel eingehüllt erwartet. Christin lässt sich nicht entmutigen und bricht trotzdem zu einem Spaziergang auf, bei dem sie von einem Hotelpagen begleitet wird, damit sie sich nicht im Moor verirrt. Als ihre Begleitung verschwindet, das Licht der Taschenlampe erlischt und ein unheimlicher Schrei ertönt, gerät Christin in Panik. Doch das ist erst der Anfang …

Im ersten Kapitel lernen wir Aimee kennen, die über alte Riten und ein jährliches Opfer nachdenkt. Früher haben sich die Menschen widerspruchslos gefügt, doch heute weiß kaum noch jemand von diesem Ritual. Trotzdem findet der Tod in Gestalt eines uralten Wesens jedes Jahr sein Opfer. Während Christin keine Ahnung davon hat, woran sie geraten ist, weiß die kämpferische Aimee da also mehr.

Alte Riten und ein uraltes Wesen machen mich natürlich neugierig, allerdings hat auch die dichte Atmosphäre dafür gesorgt, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Ich habe mich anfangs entspannt und war gleichzeitig auf der Hut, denn im Moor konnte einem ja alles mögliche begegnen … Dann wurde es mystisch und kurz darauf auch richtig unheimlich, da war es dann mit der Entspannung vorbei! Ich war ganz kribbelig und verfolgte gebannt das weitere Geschehen.

Die Geschichte hat mich nicht nur mitgerissen, sondern mir auch so einige Schauer über den Rücken gejagt. Manche Szenen waren gruselig, aber nicht blutig-Horror-gruselig, sondern mehr wie ein Schauerroman. Gut für mich, denn ich mag es schaurig, aber nicht zu blutig und detailliert-brutal. Außerdem wurde die Geschichte durch den immer wieder durchblitzenden Humor aufgelockert. Eine Einladung zu einem Spaziergang ins Moor würde ich in nächster Zeit aber doch ablehnen. ;)

Diese Geschichte ist durch ein Mitschreibprojekt von Qindie entstanden, man merkt dem Text aber nicht an, dass verschiedene Autoren beteiligt waren. Er wirkt flüssig, rund und zusammengehörend – wie aus einer Hand. Mit dem Erlös wird übrigens ein verbessertes Webdesign finanziert.

Moorgeboren war für mich eine sehr stimmungsvolle Lektüre, die mir mal wieder gezeigt hat, dass ich Schauerromane mag. Mir hat die mystische Seite mit den verschiedenen Wesen sehr gefallen, aber auch die sich stetig steigernde Spannung inkl. einiger Gänsehaut-Momente.
Und dann hat mich das Ende mit spannend-mystischen Andeutungen noch voll erwischt! Ich hätte sooo gern eine Fortsetzung …


Herbstbringer
Herbstbringer
von Björn Springorum
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gleichzeitig wunderschön, unheimlich und irre spannend!, 14. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Herbstbringer (Taschenbuch)
Ein Mädchen wurde an einem Flussufer gefunden und kann sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern. Im Waisenhaus Sheltering Tree wird sie Emily genannt und auf dreizehn oder vierzehn Jahre geschätzt. Nach fast zwei Jahren wird sie von einer Familie adoptiert, bei der sich Emily schnell wohlfühlt. Jedoch geschehen kurz darauf seltsame Dinge: Der Herbst beginnt ungewöhnlich früh und begleitet Emily, der Herbstwind scheint ihr etwas zuzuflüstern. Welches Geheimnis verbirgt sich im Nebel ihrer Vergangenheit?

Der dramatische und zugleich emotionale Prolog sorgte dafür, dass mich der Roman gleich gefesselt hat und ich mehr als neugierig darauf war, wie dieser Schnipsel mit der restlichen Geschichte verbunden wird. Es gab gleich Stoff zum Spekulieren, was mir ja immer viel Spaß bereitet. Später bin ich gedanklich noch öfter zum Prolog zurückgekehrt, mit den neu gewonnenen Eindrücken setzte sich der Hintergrund zu dieser Szene auch immer detaillierter zusammen.

In Herbstbringer geht es um Vampire – Wesen, die ich normalerweise ja eher meide. Warum wollte ich dieses Vampirbuch also unbedingt lesen? Die Leseprobe hat mich neugierig gemacht, aber vor allem habe ich den Schreibstil von Björn Springorum sehr genossen. Sein Umgang mit Worten: poetisch, stimmungsvoll und einfach nur schön. Ich habe dann einfach gehofft, dass ich Glück habe und “Zwischen-Vampire” erwische – also weder die glitzernden noch die aus dem Horror-Bereich. Und ich hatte Glück!

Für mich war es auch nicht zu blutig, weil die Beschreibungen sich nicht darauf konzentriert haben bzw. schnell ausgeblendet wurde. Bei zwei Figuren, die mir doch recht unheimlich waren, hat es meine Vorstellungskraft nur manchmal etwas übertrieben. ;) Die Vampire sind in dieser Geschichte aber nicht die einzigen mystischen Wesen, mich hat die erschaffene Welt beeindruckt – und auch die Hintergründe und Zusammenhänge, die man nach und nach erfährt. Mir gefällt, dass es unheimliche und machtgierige Wesen gibt, aber auch welche, mit denen ich Mitleid hatte oder die mich gereizt haben. Es gibt auch eins, das mich ganz besonders erwischt hat, auch wenn es gar nicht so oft auftaucht.

Bei einer Geschichte, die in Großbritannien spielt und von einer Waise namens Emily handelt, musste ich natürlich an andere Bücher und eine andere Emily denken. Es gibt (wenige) Gemeinsamkeiten, die möglicherweise besonders auffallen, weil auch der Schreibstil in eine ähnliche Richtung geht und Anspielungen auf Literatur, Musik und Film enthält. Für mich wurde Herbstbringer aber schnell etwas eigenes – die Geschichte, die Welt und auch Emily sind eine völlig andere.

Es gibt eine zarte Liebesgeschichte, die aber keinen allzu großen Platz einnimmt – was absolut nach meinem Geschmack ist. Ich mag Jake sehr, aber mir gefallen Bücher, in denen die Liebesgeschichte eins von mehreren gleichberechtigten Themen ist und nicht die Hauptrolle einnimmt. Für mich ist wichtiger, dass die Gefühle bei mir ankommen, nicht dass sie ausschweifend beschrieben werden. Und hier war das so.

Herbstbringer war für mich eine abwechslungsreiche, mitreißende und intensive Lektüre, die viel Herbststimmung verbreitet und für einige Überraschungen gesorgt hat. Die Figuren waren mir sehr nah und haben mich berührt, ich habe mit ihnen mitgefiebert und munter vor mich hin spekuliert. Mich hat nicht nur die erschaffene Welt beeindruckt, sondern auch die dichte Atmosphäre und der sensibel-poetische Schreibstil. Ein Buch, das gleichzeitig wunderschön, unheimlich und irre spannend ist! Und kaum aus der Hand zu legen … Ich hoffe ja auf einen zweiten Teil, auch wenn die Geschichte erstmal abgeschlossen ist. ;)


Das Lied von Schnee & Liebe (The Empires of Stones, Band 2)
Das Lied von Schnee & Liebe (The Empires of Stones, Band 2)
Preis: EUR 2,99

5.0 von 5 Sternen Eine magische, überraschende und mitreißende Geschichte ..., 9. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In New York begegnet Anevay dem Gangsterboss Leonardo Szuda, der die Kämpferin in ihr erkennt und noch Großes mit ihr vorhat. Bei der Suche nach ihrem Vater gelangt ein Kompass des Nordischen Feuerbundes in ihre Hände, der eines Nachts zum Leben erwacht.
In Hammaburg arbeitet Robert weiter an der Kriegsmaschine des Kronprinzen, gleichzeitig erschafft er eine neue Identität, ein zweites Ich – den Night Captain! Dieser begibt sich auf Spurensuche, als immer deutlicher wird, dass etwas Dunkles im Feuerbund seine Kreise zieht …

Der zweite Teil der TEOS-Saga beginnt mit dem König von Brooklyn, Leonardo Szuda. Im ersten Moment war ich davon überrascht, auf keine der beiden Hauptfiguren zu stoßen, gleichzeitig hatte diese neue Figur aber auch etwas, was mich neugierig gemacht hat – und Ausstrahlung! An dem Gangsterboss hat mir auch gefallen, dass er nicht einfach “böse” dargestellt wurde, sondern wunderbar undurchsichtig. Am Ende des Kapitels trifft er auf Anevay und ihre Begegnung hat mir das erste intensive Kopfkino dieses Romans beschert. Aber noch lange nicht das letzte …

Schnell war ich tief in der Geschichte versunken und völlig fasziniert von der bunten Mischung, die da vor uns ausgebreitet wird. Magie, Tragik, Intrigen, der Kampf ums Überleben, die verschiedenen Kulturen, Leid, Zusammenhalt, Geheimnisse, Gewalt – das alles wurde miteinander verwoben und zu einer abwechslungsreichen Geschichte verknüpft. Dazu gibt es noch viele wunderbare Details und Ereignisse, bei denen ich aus dem Staunen nicht mehr raus gekommen bin und völlig gebannt vor meinem Reader saß.

Die eingearbeitete nordische Mythologie hat mich oft dazu gebracht, glücklich vor mich hin zu grinsen, weil es einfach großartig ist, wenn eine Geschichte von einem Thema, das einen begeistert, so durchdrungen ist. Ich liebe die Beschreibungen von Hammaburg und die für mich sehr besondere, magische Verbindung zwischen Anevay und Robert. Ein wärmendes Licht inmitten einer Welt voller Misstrauen und Einsamkeit, weit entfernt – dafür aber sehr intensiv. Die beiden mag ich einzeln schon sehr, aber zusammen ist das einfach … magisch. Das toppt sogar noch meine Begeisterung für den Night Captain, und die ist nun wirklich nicht zu unterschätzen.

Natürlich haben sich auch die Clangeister in mein Herz geschlichen, alle drei. Denn auch wenn Poe die Nasenspitze vorn hat, reizen mich die anderen nicht weniger, jeder auf seine ganz eigene Weise. Auch die ein oder andere Nebenfigur hat mich erwischt und ist nah bei mir – so wie ich es mag. ;) Genau wie im ersten Band hat es mir hier auch wieder Famke besonders angetan, ich bin ja so gespannt, ob wir irgendwann mehr über sie erfahren werden. Meine Daumen sind gedrückt!

“Das Lied von Schnee & Liebe” war für mich eine mitreißende, überraschende und magische Geschichte mit facettenreichen Figuren und einer dichten Atmosphäre. Ein komplexer und für mich sehr emotionaler Roman, der kleine Schock-Momente aber auch wunderbar poetische Beschreibungen bereit hält. Und ein Ende, das extrem neugierig auf den nächsten Band macht! Allerdings muss ich auch warnen: Es könnte nämlich passieren, dass man nicht nur alles um sich herum vergisst, sondern plötzlich auch anfängt, mit nordischen Götternamen zu fluchen. Uuups. Aber immerhin lerne ich wenigstens ein klein wenig das Fluchen, auch wenn ich ja immer noch rot werde, wenn mir mein Lieblingsfluch laut herausrutscht …


Ronar - Drei Ähren
Ronar - Drei Ähren
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschender Abschluss der Ronar-Trilogie, 24. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ronar - Drei Ähren (Kindle Edition)
Ronar hat seinen Platz im Volk der Elthen gefunden und eine besonders innige Beziehung zu seiner kleinen Ziehschwester Mané aufgebaut. Es gibt allerdings jemanden, dem der Verlauf der Ereignisse nicht gefällt und der mächtig genug ist, um die Zeit zurück zu drehen. Bevor die Welt in Schwärze und Vergessen versinkt, schafft es Athanian noch, seiner Tochter drei Ähren in die Hand zu legen, damit sie den Rückweg finden. Die Geschichte beginnt wieder am Anfang und Ronar muss sich an sein wahres Ich erinnern, wenn er nicht alles verlieren will.

Kaum habe ich mich über Ronars Selbstbewusstsein und Athanians Stolz auf ihn gefreut, da wird auch schon an der Zeit herumgespielt und wir landen wieder ganz am Anfang. Ronar ist wieder der unsichere Ziehsohn des Schmieds, der wegen seiner Andersartigkeit so manches einstecken muss. Aber vieles ist auch anders, es ist keine Wiederholung der bisherigen Vergangenheit. Es gibt ganz neue Ereignisse – und Figuren, die sich sehr verändert haben und für einige Überraschungen sorgen. Ronar selbst handelt auch anders und beeinflusst dadurch andere Schicksale.

Die Karten wurden also völlig neu gemischt und auch die Zeit ist nicht mehr das, was sie einmal war. Aus Athanians alter Freundin ist eine unberechenbare Gegnerin geworden. Manche Veränderungen haben mich fast zum Weinen gebracht, weil liebgewonnene Figuren plötzlich ganz anders waren. Oft war ich aber auch einfach nur verblüfft – und manchmal sogar froh über die neuen Entwicklungen. Dadurch fand ich diese Geschichte auch sehr spannend, denn alles war irgendwie anders und überraschend. Außerdem habe ich mich fast die ganze Zeit um meine Lieblingsfigur gesorgt, da habe ich ja immer ein “glückliches” Händchen. ;)

Das Buch hat mich emotional mitgerissen, ich hatte wunderbares Kopfkino und konnte viele intensive Eindrücke mitnehmen. Die poetische Sprache habe ich sehr genossen, sie hat mit dafür gesorgt, dass ich mich beim Lesen so wohl gefühlt habe. Mir haben auch die eingestreuten Weisheiten gefallen, die nie belehrend wirkten sondern einfach ein Teil der Figuren waren und zur Entwicklung der Geschichte passten. Da gab es einige Dinge, die mir wieder bewusst geworden sind. Und eine bestimmte Szene, an die ich denken muss, wenn ich mich mal wieder als zu anders empfinde …

Der letzte Teil der Ronar-Trilogie hat mich glücklich und sehr berührt zurück gelassen. Ich habe mich so gefreut, Zeit mit den einzelnen Völkern zu verbringen, denn auch wenn mich mit den Elthen etwas Besonderes verbindet, so finde ich die Rilten und Anen doch nicht weniger reizvoll. Mir gefällt, dass in dieser Geschichte gezeigt wird, wieviel Einfluss die eigenen Entscheidungen haben – nicht nur auf das eigene Leben, sondern auch auf das anderer. Es ist nichts in Stein gemeißelt, sondern alles im Wandel. Und diese Reihe ist auch wieder ein schönes Beispiel dafür, dass man auch aus Fantasygeschichten einiges für das eigene, ganz reale Leben ziehen kann. ;)


Schwarze Tränen: Roman
Schwarze Tränen: Roman
von Thomas Finn
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein höllisch unterhaltsames Spektakel mit Tiefgang!, 17. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Schwarze Tränen: Roman (Taschenbuch)
Lukas Faust ist ein Nachfahre des berühmten Doktor Faust und schlägt sich als Trickdieb durchs Leben. Seine betrügerische Ex-Freundin, die eigentlich ein Sukkubus ist, lockt ihn in das Faustzimmer von Staufen, wo er von einem Zauberer dazu gezwungen wird, das Erbe seines Ahnen anzutreten, das ihm anschließend gleich wieder abgenommen werden soll. Während des Kampfs um das Zauberbuch, den Höllenzwang, erscheint der Pudel Mephistopheles, der sich als Teufel vorstellt und selbst nicht weiß, wieso er dort aufgetaucht ist. Sicher ist nur, dass in der Hölle ein Machtkampf zwischen gefallenen Engeln und Dämonen ausgebrochen ist. Nur wer die drei Teufelstränen besitzt, beherrscht die Hölle – und einer dieser Tränen war am “Höllenzwang” angebracht, womit Lukas mitten in den Kampf um den Höllenthron hineingeraten ist.

Die Geschichte beginnt mit einer sehr dichten und unheimlichen Atmosphäre, denn im Prolog wird erzählt, wie Doktor Faust sich 1431 seine Teufelsträne im Silber- und Bleibergwerk Teufelsgrund beschafft hat. Ein klein wenig düster und gleichzeitig faszinierend, weil mich die Stimmung und natürlich meine Neugier gepackt hat. Wie geht es weiter? Was steckt hinter diesen Teufelstränen?
Danach wird in die heutige Zeit gewechselt und wir lernen Lukas kennen, der mit seinem Leben nicht wirklich glücklich ist. Sein Herz schlägt für die Bühnenzauberei und Illusionen, aber um überleben zu können, schlägt er sich als Trickdieb durch. Ein zerrissener junger Mann, der mir gleich sympathisch war.

In diesem Roman wurden sehr viele mystische Aspekte eingearbeitet und miteinander verbunden – beispielsweise treffen wir auf Agrippa von Nettesheim und Abraham von Worms. Das betrifft auch deutsche Sagen, meine persönlichen Favoriten waren da der Nibelungenmythos und die Wilde Jagd! :) Es gibt wahnsinnig viele Verbindungen, Andeutungen, Details, die mich begeistert und oft auch neugierig auf mehr gemacht haben. Ich habe sicherlich nicht alles erkannt, aber wieder einiges gelernt und vor allem hatte ich einen Heidenspaß dabei!

“Schwarze Tränen” ist eine rasante und extrem spannende Geschichte, bei der die Seiten nur so dahin fliegen. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, gehetzt zu werden, es war einfach nur so, dass mich die Ereignisse mitgerissen haben. Ich hatte sehr detailliertes Kopfkino und einige Szenen sind noch immer nah bei mir. Genau wie einige der Figuren, denn neben Lukas habe ich noch die Hexe Millepertia und Abraham von Worms in mein Herz geschlossen. Und Mephisto hat mich durch seinen Humor oft zum Lachen und Schmunzeln gebracht, zum Ende hin aber auch auf ganz andere Weise berührt.

In diesem Buch trifft man auf die verschiedensten Wesen, Mythen und Stimmungen. Es gibt unheimliche Szenen, die aber nicht blutig-detailliert waren, sondern für mich vor allem von der schaurigen Atmosphäre getragen wurden. Aber auch viele humorvolle Momente, die dafür sorgen, dass die Geschichte immer wieder aufgelockert wird und man oft schmunzeln muss. Trotz Höllenpakten und Höllenbewohnern ist das hier aber kein düsterer Roman, sondern ein höllisch unterhaltsames Spektakel mit Tiefgang. Die intelligenten Dialoge, der Ideenreichtum und die Vielschichtigkeit der Geschichte haben mich genauso beeindruckt wie das großartige und für mich sehr emotionale Ende.


Kjell. Das Geheimnis der schwarzen Seerosen (Die Seerosen-Saga, Band 1)
Kjell. Das Geheimnis der schwarzen Seerosen (Die Seerosen-Saga, Band 1)
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine melancholische und mystische Geschichte mit viel Atmosphäre!, 15. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die neunzehnjährige Sofie hat ihre Eltern durch einen Autounfall verloren und verbringt ein paar Wochen in dem Ferienhaus in Schweden, in dem sie mit ihrer Familie als Kind so glückliche Urlaubstage verbracht hat – bis dort ihr älterer Bruder ertrank. Sofie möchte etwas zur Ruhe kommen, aber dann begegnet sie dem geheimnisvollen Kjell, der sich trotz seiner seltsamen Stimmungsschwankungen immer mehr in ihre Gedanken schleicht und mehr mit ihrer Vergangenheit zu tun hat, als sie ahnt.

Der Roman hat mich als erstes durch seine dichte Atmosphäre beeindruckt, die Sofies Trauer und Stärke einfängt, ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Die Stimmung wirkte auf mich eher melancholisch – vielleicht ja auch, weil Sofie bewusst ist, dass sie die Trauer noch lange begleiten wird, das Leben aber weitergeht.

Schweden wurde so detailliert und liebevoll beschrieben, dass ich klare Bilder vor Augen hatte, obwohl ich noch nie dort war. Eine wunderbare und abwechslungsreiche Landschaft, die auch ihre mystischen und dunklen Seiten hat. Und das “Hej” ist sehr ansteckend! ;)

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Sofie erzählt und glücklicherweise hatte ich gleich einen guten Draht zu ihr. Sie ist einsam, verkriecht sich aber nicht vor der Welt, sondern versucht mutig in die Zukunft zu sehen. Mir hat es auch gefallen, wenn sie mal wütend wurde und rumgeschrien hat. Und ich konnte nachvollziehen, wie es ihr mit Kjell ging. Er hat mich fasziniert, auch wenn ich manchmal sprachlos vor meinem Reader saß. Wie kann man nur so begnadet darin sein, romantische Szenen so schnell zu zerstören?

Das Schweden, das Sofie jetzt erlebt, ist viel düsterer und geheimnisvoller als das aus ihrer Kindheit. Ihr macht eine seltsame Frau Angst, es verschwinden immer wieder junge Frauen und dann treibt auch noch eine Diebesbande ihr Unwesen. Aber Sofie lernt auch nette Menschen kennen – und dann ist da natürlich der Kater, den sie noch von früher kennt: Captain One Ear!

Ich habe diese melancholische und mystische Geschichte sehr genossen, sie hat mich unglaublich gefesselt und die Zeit vergessen lassen. Es gab romantische Momente, aber auch unheimliche Szenen. Ich hatte viel Spaß beim Spekulieren, wobei ich mich da ziemlich an Kjell gehängt habe. ;)

Das Buch ist eher nichts für Leser, die lieber fröhliche Bücher mit großen Happy-Ends lesen, aber mir hat gerade das gefallen. Diese Melancholie und Wehmut, die sich durch die ganze Geschichte zieht und auch in dem sehr stimmigen Ende zu finden ist. Der mystisch-geheimnisvolle Teil hat mir aber nicht weniger gut gefallen! :) Ein Roman, der mich sehr berührt und meinen Blick auf Seerosen verändert hat. Und eine Autorin, von der ich unbedingt mehr lesen möchte!


Die letzte Muse
Die letzte Muse
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intensiv und unglaublich facettenreich ..., 29. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Muse (Kindle Edition)
Dawn Evander, die beste Agentin von Duke & Salomon Publishing, wird mit dem Spezialauftrag nach Irland geschickt, den erfolgreichen Schriftsteller Ulysses C. Darkwater dazu zu bringen, sein seit 5 Monaten überfälliges Manuskript zu vollenden. Auf Achill Island erwartet sie jedoch nicht wie erwartet ein alter Kauz, sondern ein sonderbarer, gut aussehender junger Mann, der von ihrem Eindringen in seine Privatsphäre überhaupt nicht begeistert ist. Nachdem Dawn seine bisher erschienenen Bücher gelesen hat, ist sie völlig fasziniert und gerät in den Bann des Autors und seiner Figuren. Sie beschließt, seine Muse zu werden und in die Rolle ihrer Lieblingsfigur zu schlüpfen, damit er diese nicht sterben lässt.

Die Geschichte wird als erotische Novelle verkauft, was jetzt ja nicht unbedingt mein Genre ist. Das Thema Musen finde ich allerdings so reizvoll, dass sich meine Neugier (mit etwas Nachhilfe) durchgesetzt hat. Glücklicherweise, denn sonst hätte ich einen wunderbaren Roman verpasst, der mich sehr bewegt hat! Ja, es gab ein paar Szenen, bei denen ich – als bekennendes Weichei – kurz zurückgezuckt bin. Aber das waren nur einzelne, kurze Momente, die Geschichte bietet so viel mehr.

Das Buch verbreitet eine dichte Atmosphäre, mit der ich mich gleich wohlgefühlt habe. Vielleicht auch, weil mich die Geschichte sofort “am Haken” hatte und mir der Schreibstil so gut gefiel. Die teilweise poetische Sprache hat mich einfach verzaubert und intensive Bilder transportiert.
Die kleinen Details rund um die Buch- und Autorenwelt haben mich natürlich auch angesprochen, immerhin ist das etwas, was einfach mit zu meinem Leben gehört. Und es gab auch ein paar Anspielungen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben.

Die Geschichte hat eine phantastische Ebene, die sich für mich vor allem bei der Verbindung zwischen Dawn und ihrer Lieblingsfigur zeigt. Ich mag diese Seite der Novelle sehr, sicherlich auch, weil mir meine Lieblingsfiguren oft sehr nah sind und ich mir daher diese spezielle Verbindung gut vorstellen kann.
Es gibt aber auch eine sinnliche Szene, die mich sehr beeindruckt hat – auch weil sie einiges bewirkt, für Einsichten und Veränderung sorgt. Ich muss oft daran denken und frage mich manchmal auch, wie es mir in so einer Situation ergangen wäre, in welche Richtung meine Gedanken gegangen wären.

Ich mag die Tiefe der Geschichte, denn es geht auch darum, wie man mit den Wunden, die einem das Leben beibringt, umgeht. Wie flüchten wir? Und wie können wir Heilung finden? Die Entwicklung von Dawn hat mich da besonders begeistert, vielleicht weil sie als eher kühle Figur eingeführt wird und wir nach und nach die wahre Dawn kennenlernen, die sich öffnet und verändert.
Die Schnipsel aus den Büchern liebe ich einfach! Natürlich sprechen sie mich inhaltlich an, aber vor allem fasziniert mich der Stil. Fesselnd, stimmungsvoll und einfach in einer Sprache geschrieben, die etwas in mir zum Klingen bringt und mich sehr berührt. Ich habe mich sogar schon bei dem Gedanken erwischt, dass es wirklich schade ist, dass es diese Bücher nicht wirklich gibt. ;)

“Die letzte Muse” war für mich eine intensive und unglaublich facettenreiche Lektüre, bei der ich mir bis zur letzten Seite nicht sicher war, wie die Geschichte enden würde. Sehr emotional und mitreißend, oft überraschend, phantasievoll und tiefgründig. Und ein Beweis dafür, dass Schubladen manchmal ein völlig falsches Bild vermitteln, auch wenn sie wohl unumgänglich sind. Also schön neugierig bleiben! :)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 5, 2014 9:08 PM MEST


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