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Proxymedon "Proxymedon"

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Die Geschichte vom Soldaten
Die Geschichte vom Soldaten
Preis: EUR 16,98

2.0 von 5 Sternen Ensemble super, Rezitation sch...ade, 24. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte vom Soldaten (Audio CD)
Die Geschichte vom Soldaten ist als Komposition und Bühnenwerk von der Rezitation und dem Schauspiel dominiert und weniger von der Musik und dem Tanz. Die brilliante musikalische Leistung der Musiker (Ensemble Contemporano) ist überhaupt nicht zu hinterfragen und 5 Sterne wert. Der Kornettist spielt sogar diejenigen vertrackten Stellen freiwillig staccato, die in der Partitur legato überbunden sind und gar nicht als Staccati ausgewiesen wurden (Königsmarsch). Man kann jeder Note in der Partitur anstandslos folgen, absolut professionell. Diese vorliegende Interpretation ist wegen der verteilten Sprecherrollen auf die drei Figuren Erzähler (Heinz Schimmelpfennnig), Soldat (Markus Hoffmann) und Teufel (András Szerda) einer Bühnenaufführung nachempfunden. Nur, was haben diese daraus gemacht?

Die Schauspielerische Leistung, die sich im Ausdruck der Sprechstimmen niederschlagen sollte, geht gegen Null. Die ganze Produktion ist schlechter als eine Hörspielfassung und gleicht einer literarischen Lesung ungeübter Laien im schalltoten Raum und nicht einer inszenierten Bühnenproduktion. Die Sprecher klingen unmotiviert, sie spielen ihre Rollen nicht für das Tonstudio, sondern lesen nur den Text ab, möglicherweise sogar zeitlich getrennt von einander mit anschließender Zusammensetzung solo gesprochener Dialoge. Es mangelt vollständig an situativen, partiturbedingten Emotionen: Geschrei, Angst, Euphorie, Verzweiflung, Hektik, Sehnsucht, Verstörtheit, Trunkenheit, Übermut, Heiterkeit. Da nützt auch die streng am Originaltext orientierte, ehrfürchtige Werktreue nichts, um diese Produktion aufzuwerten. Der Erzähler kommt stimmlich als gewöhnlicher Radiomoderator oder Nachrichtensprecher daher und nicht als Erzähler mit Pathos und Charisma. Der Soldat ist ein stoisches, armes Würstchen und klingt wie ein Student, der ein Referat hält. Der Teufel klingt wie ein gefühlstoter Geschäftsmann und nicht wie ein höllisches Fabelwesen. Einzig die Stelle im Büro des Soldaten, wo der Teufel als altes Weib verkleidet seinen Plunder verkaufen will, ist stimmlich halbwegs inszeniert, aber das wird noch nicht einmal der Hörerschaft, die die Partitur nicht vorliegen hat, als Regieanweisung mitgeteilt. Der Erzähler gibt sich auch keine Mühe, die jeweiligen Figuren stimmlich zu charakterisieren, seine Stimme anzupassen, deutlich zu verstellen und kontrastreich zu sprechen. Es wird steril runtergelesen. Atmosphäre fehlt über die gesamte Dauer verteilt. Zusatzinformationen aus der Partitur (Bühnenanweisungen), die man beim Hören ja nicht sehen kann, werden nicht gesprochen, sondern müssten im Begleitheft der CD nachgelesen werden, um so manche Szene verstehen zu können. Will man das, wenn man ein Medium für das Ohr und nicht fürs Auge kauft?

Die ganze Studioproduktion sollte doch eine reine Audioversion sein, in die man sich hineinfühlen will. Ein konzertanter Livemitschnitt brächte gewiss allemal bessere Interpretationen hervor. Für eine reine Hörspielproduktion reichte die vorliegende Aufnahme auch nicht aus (es fehlten Sounds, O-Töne, Umwelt- und sonstige Geräusche, so genannte "Atmos"). Eine solche konnte Igor Strawinsky 1918 ja auch nicht im Sinne gehabt haben (das Radio war noch nicht erfunden und die Tonträger auf dem Vormarsch). Also kann man diese Aufnahme nur als missratenen Versuch werten, eine konzertante Livesituation zu simulieren. Das kann bei Theaterproduktionen im Studio nur in die Hose gehen, wenn Schauspieler Texte auch hier nicht spielen, sondern nur runterlesen. Den Figuren fehlt jegliche Natürlichkeit. Man hört, dass ein Text vorgelesen und nicht eine Rolle gespielt und erlebt wird. Die Schauspieler hätten keinen Unterschied machen dürfen, ob sie für die Bühne vor Publikum spielen oder im Studio ihre Rollen sprechen, haben sie aber und entsprechend langweilig, zäh und schlecht werden die Texte vorgetragen. Man kann diese Aufnahme als beziehungslose Hörbuchversion auffassen, nicht aber als im Studio produziertes, mit Leben und Dramaturgie gefülltes, musikalisches Theaterstück.

Leider gibt es kaum (deutsche) Produktionen mit verteilt gesprochenen Rollen, aber bevor diese hier erworben wird, sollte man lieber in eine andere mit nur einer einzigen Sprecherperson hineinhören, die dann eine solche Herausforderung bravourös meistert und die Zuhörerschaft in ihren Bann schlägt. Die hier vorliegende Produktion tut das nicht und ist nichts weiter als Pflichterfüllung oder "Dienst nach Vorschrift".


Die Schullz-Methode: Musik lernen neu definiert
Die Schullz-Methode: Musik lernen neu definiert
von Axel Christian Schullz
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Handumdrehen und Schritt für Schritt (wörtlich!) exzellente Musiklehre auf der Höhe der Zeit, 10. Dezember 2014
Dieses Buch strotzt vor Innovationen, um traditionelle musikalische Sachverhalte neuartig zu erklären und vor allem so darzustellen, dass auf deren Lernerfolg Verlass ist - gerade für (erwachsene) Laien. Wie in keinem anderen Buch werden Tortendiagramme, Gegenüberstellungen in Tabellen, neue Merksprüche für Dinge, die vorher keine hatten, Übersichten, Fotos, Schaubilder und Skizzen integriert, um sich wortwörtlich ein Bild von Dingen zu machen, die sich bekanntlich nur an das Ohr oder das Denken richten. Es ist eines der wenigen Bücher, in dem nicht vor längst etablierten musikalischen Fachbegriffen aus der Jazz- und Rockpopmusik halt gemacht wird, diese gleichwertig integriert und die Genretrennung (U- & E-Musik) aufhebt.

Die genialste pädagogische Erfindungen überhaupt für Musiktheorie ist der hier mitgelieferte Stammton- bzw. Solmisationsstern mit 7 Zacken (fünf stumpfen und zwei spitzen), der herausnehmbar in einer extra Folientasche im Einband steckt und aus Kartonpapier gestanzt ist. Alle Intervalle und Kirchentonarten kann man jetzt auch ohne Musikinstrument anfassen! Das zyklische System der Stammtöne als Tonnamen wie ebenso Solmisationsnamen wird kreisförmig darstellt (zusammengebogene Klaviertastatur) und gleichzeitig im buchstäblichen Sinne begreifbar, sogar für Blinde! Darauf hätten Musiktheoretiker schon vor 500-600 Jahren kommen können, spätestens seit es Tasteninstrumente gibt - in diesem Buch ist das geschehen. Sein Gebrauch wird gründlich erklärt und bei der Intervalllehre zusätzlich in einer Tabelle visualisiert.

Im Zentrum der favorisierten Lehrmethode steht das sinnlich-körperliche Erleben von musikalischen Vorgängen aller Art, weil der Mensch auf diese Weise besser lernt als ausschließlich übers Lesen oder Hören. Deshalb wird das Singen von Anfang an in dieses körperliche Erlebnislernen einbezogen (vorsingen, nachsingen, gleichzeitige Solmisationshandzeichen). Die alte Solmisationstechnik (für jeden natürlichen und alterierten Ton) wie auch ganzkörperliches Lernen durch Zeigen und Laufen über Notenlinien auf dem Boden einschließlich dafür vorgeschlagener Übungen werden stark gefördert, um sich im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt und im Handumdrehen mit Tönen, Tonfunktionen, Rhythmen, Intervallen und Melodien vertraut zu machen. Sechs neue Handzeichen wurden erfunden, die die Solmisationslehre seit Jahrhunderten dringend nötig hatte, weil es die Silben dafür längst gab.

Definitionen wurden im Buch so formuliert, dass sie das historische und ideologische Wirrwarr bekannter traditioneller Harmonielehren und Musiktheorien eliminieren, indem z.B. die gleichzeitig im Umlauf befindlichen Wörter und Bezeichnungen für die selbe Sache erwähnt werden, um dann zu begründen, warum es Unterschiede gibt oder dass es gleichberechtigte Varianten gibt (z.B. die Intervallnamen, Formteilbezeichnungen bei Songs, Darstellungen in der Notenkunde, Tempobezeichnungen, Bogennamen etc.). So wirkt der Text undogmatisch und die Leserschaft wird nicht mit wiedergekäuten Lehrsätzen gelangweilt. Überhaupt ist das gesamte Buch sehr lesefreundlich (z.T. umgangssprachlich) geschrieben, damit es nicht nur als Referenz- und Nachschlagewerk im Unterricht verwendet wird, sondern Musiktheorie als Freizeitlektüre mit Spaß vermittelt, der man sich auch im Selbststudium gerne widmet.

Wer als Lehrkraft auf dem Gebiet dieses ganzkörperlichen Musiklernens mit innovativen Unterrichtsmaterialien neu ist und schon die elementare bzw. allgemeine Musiklehre beherrscht, erfährt hier immerhin noch für allgemeinbildende und Musikschulen alternative Vermittlungsmethoden, die vom Autor langjährig praxiserprobt sind und sich bewährt haben. So spannt das Buch den Bogen vom Anfänger und Laien (altersunabhängig) zum Musikpädagogen und Musikerzieher ohne den Anspruch, die gesamte Musiktheorie, Harmonielehre, Instrumentenkunde und Musikgeschichte erschöpfend abzubilden, wie es H.Grabner noch versuchte. Nach Ziegenrücker, Krämer, Schneider, Hempel, Wolf und ihren Zeitgenossen hier nun: the next generation.


Die Trompete: Ihre Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Ausgabe mit CD. (Unsere Musikinstrumente)
Die Trompete: Ihre Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Ausgabe mit CD. (Unsere Musikinstrumente)
von Edward H. Tarr
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Standardwerk, wissenschaftlich, unterhaltsam, Fach- und Sachbuch, 28. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Aufpassen beim Kauf: es gibt antiquarische Bücher MIT Schallplatte, moderne MIT CD und Ausgaben OHNE beides!
Der Autor ist Trompetenvirtuose für Barocktrompete sowie Musikwissenschaftler, der mit diesem Buch die gesamte Musik- und Kulturgeschichte der Trompete äußerst gewissenhaft und gleichzeitig leserlich und unterhaltsam zu Papier gebracht hat. Für die Musikwissenschaft ist das ein zitierfähiger Segen, für die Trompetenwelt auch.

Privatleser sollten sich konzentriert an das Buch setzen, das vielleicht zum "erzählenden Sachbuch" zu rechnen ist. Es gibt sehr viele Fotos von Gemälden, Wandbildern, Fresken, Skulpturen usw. mit historischen Instrumenten, die die Forschungsbelege für die Trompetengeschichte sind, dazu einige Skizzen und weitere historische Abbildungen. Wir kommen im 20. Jahrhundert (je nach Ausgabe) beim Jazz, den 50er Jahren und noch lebenden Trompetern an, bekommen bedeutsame Namen von Komponisten, Musikern, Instrumentenbauern, Musikstücken und Werkstattzentren in allen Jahrhunderten genannt. Die weltweiten (historischen) Bauvarianten und Parallelentwicklungen sowie Patentgeschichte für gebogene Röhren, Mundstücke, Löcher, Klappen, Zügel und Ventile bleiben auch nicht ausgespart. Sogar die weltgrößten Musiklexika MGG und Grove beziehen sich auf dieses Buch.

Berufstrompeter und Blechblasinstrumentenhersteller müssen es haben. Von der archaischen Trompete gingen (bis auf das Horn) letztendlich alle heutigen Blechblasinstrumente aus: Posaune, Tuba, Kornett, Signalhorn, Zugtrompete, Fanfare usw.


Chandos Collection - Byways Of British Music
Chandos Collection - Byways Of British Music
Preis: EUR 10,00

3.0 von 5 Sternen Schnupperkurs nach Unbekannten, "Promo-Sampler", 28. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bin ich auf den Kauf hereingefallen? Ja und nein. Das Rückseitencover ist so unscharf, dass man genau hinsehen muss um zu erkennen, dass dies ein Klassiksampler ist. Etwas genauer gibt die Abspielliste Auskunft. Klassiksampler sind unbeliebt, weil keine Komposition vollständig gespielt wird. Dafür kann man hiermit aber überhaupt erst einmal englische Komponisten jenseits des Repertoires von Vaughan-Williams, Elgar und Britten kennen lernen, die gemäßigt modern oder erweitert tonal komponierten und alle komplett im 20. Jahrhundert gelebt hatten. Insofern sollten sich Dirigenten, klassische Konzertveranstalter, Intendanten und Festspielmanagements hier Anregungen holen, wörtlich mal über die eigenen (Landes-)Grenzen hinauszusehen, um Komponisten zu entdecken, die hierzulande aus England überhaupt nicht bekannt und nicht im Konzertleben vertreten sind. Die Orchesterstücke selbst haben schon alle eine ziemlich wuchtige Wirkung und da solche Stücke heutzutage völlig unproblematisch im Vergleich zur zeitgenössischen Klassik sind, stellen sie eigentlich kein "Geschäftsrisiko" für den Konzertbetrieb dar und können sowohl als Opener als auch nach der Pause gespielt werden. Nur drei Sterne, weil eben nur einzelne Sätze von ganzen Werken zu hören sind.


Christian Lindberg Gewidmet
Christian Lindberg Gewidmet
Preis: EUR 21,38

3.0 von 5 Sternen Rarität für Kenner, problematisch für Neulinge, 28. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Christian Lindberg Gewidmet (Audio CD)
Ähnlich der die CD "Emotions" von Håkan Hardenberger an der Trompete ist diese CD eine Spartenrarität für Leute mit mehreren Spezialeigenschaften: sie kennen sich mit Neuer Musik aus (zeitgenössischer Avantgarde) oder solche Musik ist ihnen mindestens klanglich gut vertraut - UND - sie mögen die Posaune, sei es passiv (Dirigenten, Konzertveranstalter, Festspielmanagement), sei es aktiv als ausgebildete, selbst spielende Posaunisten.

Der schwedische Weltsolist Christian Lindberg bekam schon über 80 Werke gewidmet, hier spielt er 3 Orchesterwerke davon, die auch nur er selber meistern kann. Die Posaunenanforderungen (und -töne) sind unspielbar hoch, so dass man diese Werke die nächsten Jahrzehnte niemals live hören wird - wenn nicht von C.Lindberg selbst. Schon das ist den Kauf dieser CD für die schmale Zielgruppe wert, wenn man überhaupt eine Informationsquelle und Referenzaufnahme moderner Posaunenkompositionen haben will um zu erfahren, welche modernen Werke es noch gibt und was mit der Posaune heutzutage auf Virtuosenniveau möglich ist. Die Musik klingt entsprechend experimentell.

Dem Laien wird diese Musik nur schwer zugänglich sein, wie das bei zeitgenössischer Klassik normal ist. Die CD-Auflage ist vergriffen, weil sie typisch klein für solcherlei Musik ist, wie die Zielkundschaft ja ebenso. Wer also zur oben erwähnten LIebhaberzielgruppe gehört, kann sich getrost ein Exemplar anschaffen.


Kein Titel verfügbar

5.0 von 5 Sternen höchstes derzeitiges Niveau anspruchsvoller Songwritinglehre, 2 Bände, 28. November 2014
Der einzige Autor, der sich die Elementarmusiklehre komplett spart! Die Bücher sind wie ein Selbststudium aufgebaut und tasten sich in ganz kleinen Schritten vorwärts zu immer anspruchsvolleren, komplizierteren Arbeits- und Kompositionsmethoden. Der Aufbau ist absolut nicht theorielastig wie das von Fritsch/Kellert/Lonardoni und der Band Melody ist das einzige Songwri-tingbuch, das die Musikalisierung des Textes überhaupt thematisiert, wohingegen ansonsten alle verfügbaren Bücher eine Melodie-/Kompositionslehre und Lyriklehre gänzlich getrennt voneinander in aller Ausführlichkeit behandeln. Hier wird gezeigt, wie ein Songtext ganz konkret rhythmisiert und um die schweren Zählzeiten herum verschoben werden kann, wie Notenlängen auf Silben wirken oder einzelne Zeilen und Wörter rhythmisch gestreckt und gestaucht werden können, um andere Wirkungen zu erreichen. Der jeweils neu hinzukommende Kompositionsaspekt findet sehr sparsam auf einer einzigen Seite Platz, die zweite ist der ewig gleichen Aufgabenstellung reserviert: >>Practice, Set your own lyrics, rewrite the hits, write a song<<.

Am schlechtesten gelöst sind die Songbeispielnennungen, weil bei keinem einzigen die Band oder der Solokünstler genannt wird, sondern vorausgesetzt wird, dass allein der Songname bereits so bekannt ist, dass dem Leser unwillkürlich die Melodie davon im Kopf klingt. Man muss dabei immer wissen, dass es sich um eine rein amerikanische Veröffentlichung handelt, wo jede Menge Songs aus dem Country- und Westernrock integriert wurden, die hierzulande niemand kennen kann, weil wir hier keinen diesbezüglichen Musikmarkt haben. Die CDs enthalten über 90 Audiobeispielfragmente, die hervorragend übersichtlich im Text durchnummeriert und wiederfindbar sind. Fast jedes Beispiel gibt es mit und ohne Gesang (zum Selbersingen und Improvisieren). Insgesamt halte ich die Bände für extrem praxisorientiert, weil die Aktion, das direkte Ausprobieren, Umsetzen und Machen stark gefordert wird. Die Nomenklatur widerspricht allerdings sehr oft der europäischen.


Kein Titel verfügbar

5.0 von 5 Sternen höchstes derzeitiges Niveau anspruchsvoller Songwritinglehre, 2 Bände, 28. November 2014
Der einzige Autor, der sich die Elementarmusiklehre komplett spart! Die Bücher sind wie ein Selbststudium aufgebaut und tasten sich in ganz kleinen Schritten vorwärts zu immer anspruchsvolleren, komplizierteren Arbeits- und Kompositionsmethoden. Der Aufbau ist absolut nicht theorielastig wie das von Fritsch/Kellert/Lonardoni und der Band Melody ist das einzige Songwri-tingbuch, das die Musikalisierung des Textes überhaupt thematisiert, wohingegen ansonsten alle verfügbaren Bücher eine Melodie-/Kompositionslehre und Lyriklehre gänzlich getrennt voneinander in aller Ausführlichkeit behandeln. Hier wird gezeigt, wie ein Songtext ganz konkret rhythmisiert und um die schweren Zählzeiten herum verschoben werden kann, wie Notenlängen auf Silben wirken oder einzelne Zeilen und Wörter rhythmisch gestreckt und gestaucht werden können, um andere Wirkungen zu erreichen. Der jeweils neu hinzukommende Kompositionsaspekt findet sehr sparsam auf einer einzigen Seite Platz, die zweite ist der ewig gleichen Aufgabenstellung reserviert: >>Practice, Set your own lyrics, rewrite the hits, write a song<<.

Am schlechtesten gelöst sind die Songbeispielnennungen, weil bei keinem einzigen die Band oder der Solokünstler genannt wird, sondern vorausgesetzt wird, dass allein der Songname bereits so bekannt ist, dass dem Leser unwillkürlich die Melodie davon im Kopf klingt. Man muss dabei immer wissen, dass es sich um eine rein amerikanische Veröffentlichung handelt, wo jede Menge Songs aus dem Country- und Westernrock integriert wurden, die hierzulande niemand kennen kann, weil wir hier keinen diesbezüglichen Musikmarkt haben. Die CDs enthalten über 90 Audiobeispielfragmente, die hervorragend übersichtlich im Text durchnummeriert und wiederfindbar sind. Fast jedes Beispiel gibt es mit und ohne Gesang (zum Selbersingen und Improvisieren). Insgesamt halte ich die Bände für extrem praxisorientiert, weil die Aktion, das direkte Ausprobieren, Umsetzen und Machen stark gefordert wird. Die Nomenklatur widerspricht allerdings sehr oft der europäischen.


Songwriting: 40 Wege zum eigenen Song
Songwriting: 40 Wege zum eigenen Song
von Jürgen Terhag
  Taschenbuch
Preis: EUR 22,00

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schundlektüre für Vollidioten, 21. November 2014
Es geht allen Ernstes sogar noch primitiver und anspruchsloser als bei Kramarz’ Pop-Formeln. Dieses Buch verdiente vielmehr den Titel „Pädagogisch angeleitetes Musikerfinden für die Grundschule“ oder so, denn es wird regelrecht gewünscht, dass die Leserschaft möglist dumm, unmusikalisch und ahnungslos ist. Selbstverständlich wird kümmerlich versucht, das Notenlesen zu vermitteln, selbstverständlich wird die musikalische Elementarlehre bruchstückhaft auf ganzen 6 Seiten des Melodiekapitels und auf weiteren 14 Seiten etwas Harmonielehre im Kapitel „Akkorde“ erklärt.

Außerdem maßt sich das Buch auch noch an, Grundlagen im Gitarre- und Klavierspielen beizubringen und vermittelt der als dumm vorausgesetzten Leserschaft hartnäckig, dass niemand auch nur ein Fünkchen Musikalität haben muss, um Songs zu schreiben, jeder Depp könne das lernen: >>Songwriting ist kein elitärer Sport. Es kann von allen betrieben werden, die gerne etwas eigenes schreiben möchten.<< einschließlich >>[...] auch von Leuten, die ausschließlich Songtexte schreiben<< (Seite 5). >>Sie müssen keine besonderen Vorkenntnisse oder Fertigkeiten mitbringen. Sie benötigen nur Ihre Muttersprache und die Fähigkeit, eine Melodie summen zu können. Mehr brauchen Sie nicht, um sofort sämtliche Übungen der Kapitel [...] auszuprobieren.<< (Seite 6). Das ist gröbster Schwachsinn, weil nur musikalische Personen überhaupt so weit kommen, sich kreativ mit Songwriting zu beschäftigen oder eine Melodie überhaupt erkennbar zu summen!

So lange wie möglich wird um Musiktheorie, Harmonielehre und andere unverzichtbare Wichtigkeiten ein großer Bogen gemacht, dennoch wird in Aufgaben widersprüchlich gefordert, ohne jegliche Musikalisierung einfach mal drauflos sich eine Melodie auszudenken, obwohl die Zielpersonen überhaupt nicht wissen können, wie genau das eigentlich funktionieren soll. Statt Notenschrift zu lernen raten die Autoren zu Aufnahmegeräten und versichern somit klischeehaft, was die ganzen Probenraummucker als Bestätigung ihres Tuns auffassen werden, nämlich dass Notenlesen generell zum Musik machen überflüssig sei. Und was ist, wenn die Technik versagt? >>Falls Sie bisher zu viel Respekt vor Noten und Musiktheorie hatten, können Sie sich ja einen Nachmittag mit einem befreundeten Pianisten oder einer Gitarristin, die Sie kennen, zusammensetzen. [...] Lassen Sie sich am Instrument vorspielen, welche klanglichen Möglichkeiten für Ihre Songs sich hinter einer vermeintlich „trockenen“ Terminologie verstecken.<< (S.53) Und wenn man eben niemdenden von solchen Leuten kennt oder zu Freunden hat? Falls ja, haben die denn überhaupt Lust darauf und die Zeit dazu, dem Deppen ständig dessen Musik zu spielen und zu erklären? Was wird hier von den Autoren eigentlich erwartet?

>>Und glauben Sie nicht, Sie müssten erst jahrelang ein Instrument lernen, bevor Sie es zum Schreiben einsetzen können. Ein paar Akkorde haben Sie schnell gelernt.<< (S.75) Der Leser wird nur für dumm verkauft und für so blöd gehalten, dass er diese Aussage auch noch glauben oder ernst nehmen wird. Was soll da für Musik bei entstehen, wenn jemand zum Nichtskönnen ermutigt wird? Punk? Hillybilly? Bluegrass? Techno? Eine Software wie Band in a box leistet da ja schon mehr. Die Definition des sogenannten Slashchords hinten im Glossar ist völlig falsch und das genaue Gegenteil der üblichen Auffassung.

Das Layout ist übersättigt mit nutzlosen Schwarzweißfotos, Randtexten, Tabellen, Merktextboxen, Aufzählungslisten und Griffbildschemata, so dass vom eigentlich Wissen vermittelnden Text kaum noch was übrig bleibt, der im DIN-A4-Format auf exakt 103 Seiten steht. Das einzig Lobenswerte am Buch ist das Literaturverzeichnis und das Kapitel „Text“, wo wie in kaum einem anderen Buch der Versuch unternommen wird, das hoch komplexe Gebiet Lyrik und Literaturwissenschaft auf 20 Heftseiten für Songtexte zu komprimieren. Die Unsitte, sämtliche Songtitel bis auf Ausnahmen ohne die Nennung der Interpreten, SängerInnen und Bands als bekannt vorauszusetzen, wird hier, den ganzen schlechten Beispielen anderer Bücher folgend, fortgesetzt. In wenigen Jahren wird mangels Aktualität und Bekanntheit solcher Songbeispiele niemand mehr wissen, welcher Song gemeint sein soll.

Mann kann sich über so viel Nachlässigkeit, Verantwortungslosigkeit und Primitivität nur aufregen. Ich warne vor der Anschaffung.


Essential Songwriting: Everything You Need to Compose, Perform and Sell Great Songs (Essential Series): Everything You Need to Compose, Perform and Sell Great Songs (Essential Series)
Essential Songwriting: Everything You Need to Compose, Perform and Sell Great Songs (Essential Series): Everything You Need to Compose, Perform and Sell Great Songs (Essential Series)
von C.J. Watson
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

1.0 von 5 Sternen Vorgetäuschte Kompetenz ohne Noten & Musiktheorie, 18. November 2014
Wieder ein "Songwritingbuch" mit dem Anspruch, dem unbedarften Anfänger ohne jegliche Kenntnisse von Musiktheorie und der Elementarlehre über Selbstvermarktungsstrategien der eigenen Songs und der Band bis zur Karriereplanung alles glaubhaft erklären zu wollen.

Es gibt keine Songanalysen und kein einziges Notenbeispiel im Buch! Die Musik, also das kreative Handwerk vom Songwriting, steht überhaupt nicht im Zentrum der Informationen, sondern nur das Business, wie man sich zum Hitschreiber und Star machen soll. Die Zielgruppe der Leserschaft ist indifferent und je nach Belieben des Autors (ein Gitarrist aus der Country-Hochburg Nashville) mal der Laie, mal der semiprofessionelle Musiker, mal der etablierte Profi. Der Autor berücksichtigt sogar diejenigen, die noch nicht einmal irgend ein Instrument spielen oder singen können durch Beratung für die Wahl des Instruments bis zum Instrumentenkauf, was absolut nicht in ein solches Buch gehört. Der Autor greift in großem Stil überflüssige Themen auf, die mit dem Songwriting an sich überhaupt nichts zu tun haben und den völlig ahnungslosen Leser am Anfang sowieso nicht interessieren (z.B. Karrieretipps, Aufnahme- und Produktionstechniken, Teamarbeit, Wettbewerbe, Urheberrechtsangelegenheiten und sogar Umzugstipps, in welche Musikstadt oder Region der USA man umziehen sollte (!) etc.). Bloße 14 Seiten werden dem Texten gewidmet, wo nur Banalitäten erklärt werden, die sowieso jeder schon weiß.

Der Autor faselt viel herum, schwingt große Reden, aber wenn mal konkrete Songs genannt und an ihnen Einzelheiten erklärt werden sollen ' nicht nur der Titel, sondern immer auch die Band oder Interpreten oder Songwriter dazu ' dann ist es miserabel recherchiert und unterschlägt das fast immer, weil sich der Autor mit Songs überhaupt nicht auskennt, es sei denn auf seinem eigenen Gebiet der Countrymusic. Meist werden nur solche Songs erwähnt und fast nie international bekannte Titel. Das Buch ist nur auf die USA bezogen und stark umgangssprachlich geschrieben. Permanente Verallgemeinerungen ohne Namensnennungen (many, much, often, most of, lots of') und unbewiesene Behauptungen prägen den Inhalt, nicht jedoch fachlich fundiertes Wissen. Musiktheoretische Strukturmerkmale von Songs tauchen überhaupt nicht auf.

Wenn man sich fragt: "Wie soll ich denn nun einen Song komponieren?" ist dieses Buch als Antwort gänzlich unbrauchbar. Man will sich ja schließlich mit dem Musikmachen und nicht dem Geschäftemachen beschäftigen. So ein Satz wie der folgende, wie häufig einer vorkommt, wirkt ahnungslos auf die Leser: "Learn to write songs that sound good for other voices than your own. This goes for lyrics, too." Genau das will ich doch aus diesem Buch erfahren?! Die Antwort bleibt mir der Autor regelmäßig schuldig. Mit den wirklich elementaren Fragestellungen zur Musik - und nicht zum Musikbusiness und seinem Aufbau - wird die Leserschaft sich selbst überlassen, anstatt mit diesem Buch Antworten und Rat zu bekommen. Das ist kein Songwritingbuch, sondern ein Musikbusinessbuch zur Selbstvermarktung.


Musik bitte!: Der sichere Weg zu guter Turniermusik
Musik bitte!: Der sichere Weg zu guter Turniermusik
von Michael Steinborn
  Gebundene Ausgabe

1.0 von 5 Sternen KEINE "Tanzmusik", BITTE!, 23. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Autor kolportiert folgende Lüge: "Jedes Tanzpaar, egal welchen Alters und welcher Turnierklasse, egal ob im Gruppenunterricht oder auf einem Einladungsturnier, hat das Recht auf erstklassige Musik!" (S.9) – ein solches Recht existiert nicht, weder in der Turniertanzsportordnung noch in der Realität, weil sich die Musikmachenden einen feuchten Staub um die musikalischen Interessen der Tanzpaare scheren, egal ob im Trainingsunterricht oder während eines Turniers. Er selbst beweist in kontraproduktivster Weise bei seinen Liveeinsätzen als Musikmacher, dass diese Kolportage eine Lüge ist, weil er >>Stücke von Hugo Strasser und Günter Noris, Musik von Edmundo Ros und Giants of Latin, aber auch (eigentlich) bekannte Titel wie "Pata pata" [Miriam Makeba, 1967] oder "Guantanamera" [1930er Jahre]<< spielt (aus seinem Leserbrief im Tanzspiegel 3/14 auf Seite 13 der Beilage "Tanz mit uns").

M. Steinborn konnte zum Erscheinungszeitpunkt seines Buches 2001 freilich nicht ahnen, dass die Cassette, die er schon damals allen Ernstes noch als Audiomedium für einen DJ (!) thematisiert, heutzutage vom europäischen bzw. deutschen Markt verschwunden sein würde. Diejenigen DJs, die jemals von Cassetten gearbeitet hatten, waren die der DDR und des sonstigen Ostblocks, weil es wegen des Kalten Krieges keine Schallplatten zu kaufen gab. Aber er hätte wissen müssen, dass schon damals während Tanzturnieren längst schon keine Schallplatten mehr aufgelegt wurden und dass kein einziger routinierter DJ mit einer Fernbedienung (!) oder Haushalts-CD-Spielern seine Arbeit macht (S.12-27), tut aber, als wäre dem so.

Besonders feige ist es, im gesamten Buch (bis auf eine altmodische Ausnahme) keinen einzigen Musiktitel als Beispiel zu nennen, sondern nur von der potenziellen Existenz irgendwelcher (un)geeigneter Titel herumzuschwafeln und sich so jeder Verbindlichkeit und Verantwortung zu entziehen. So eine Frechheit leistet sich jemand, der jahrelange Erfahrung im Musikabspielen bei Tanzturnieren und entsprechend große Repertoirekenntnisse hat? Seine wohlmeinenden Darstellungen, wie idyllisch der Tanzcharakter sein soll, um sich vor Musiktitelnennungen zu drücken, an denen das wirklich einmal überprüfbar oder zumindest nachvollziehbar wäre, was er überhaupt damit meint, strotzen vor Klischees, Vorurteilen und bohemienhafter Entfremdung von der Realität eines Tanzturniers, wo es um Sport, Wettkampf und Leistung geht (S.35 ff.). So versucht er eben auch mit konservativem Nachdruck der Leserschaft weis zu machen, dass "Blues" ein Paartanz sei und ein aktueller Song im 6/8-Takt "nichts mit einem Wiener Walzer zu tun hat" (S.37), obwohl die Paartanzpraxis uns eines besseren belehrt. Da er für seine Ironien und deplazierten Späße gegen die von ihm geschmähte Musik keine Beispiele, sondern nur unspezifische, kitschige Umschreibungen für die Paartänze liefert, sind diese wertlos und unbrauchbar für eine Transferleistung, was das für Konsequenzen bei der Titelauswahl haben müsste.

Der Autor geht in seiner Argumentation sehr doktrinär vor und tarnt dabei seine persönlichen Geschmacksabneigungen als apophantische Empfehlungen wie etwa diese: "Titel mit unpassenden deutschen Texten, die mit Tanzen nichts zu tun haben, sollten ebenfalls vermieden werden; sie vermitteln meistens eine falsche Atmosphäre." (S. 59, so als hätten deutsche Texte nichts besseres zu tun als vom Tanzen zu handeln, oder was?) oder diese hier: "Deswegen sind langsame bluesartige Stücke nur bedingt geeignet, denn man sollte auch der Rumba stets anhören, dass sie aus Lateinamerika stammt […]." (S.40) oder diese: "Paso Doble ist Paso Doble, Disco ist Disco, Cha Cha Cha ist Cha Cha Cha!!!! Kein Tanz ist gegen den anderen austauschbar." (ebenda). So etwas kann mit 4 Ausrufezeichen auch nur ein völlig unmusikalischer, archaisch verwurzelter, spießiger Pseudo-DJ der Turniertanzwelt behaupten, dem jegliche Fantasie und Auslegung für (mitunter polyrhythmische) Originalmusik fehlt und der nicht die geringste Ahnung von den musikalischen sowie emotionalen Bedürfnissen der Tanzpaare hat, die eben nicht mehr die ewigen Schnulzen und Turniertanzschlager hören wollen. Ihm fehlt obendrein im Jive die Kenntnis um das Zauberwort ternäre Phrasierung. Er kennt den Unterschied überhaupt nicht und behauptet deshalb falsch, dass es egal sei, "ob nun ein Jive leise oder laut, swingend leicht oder rockig hart klingt. Es gibt auch hier unterschiedliche Stilrichtungen, die aber alle einen fetzigen Jive ergeben können." (S.41f.)

Dann vergeudet der Autor ganze 8 Buchseiten völlig unnötigerweise damit, minutiös zu erklären, wie das Songtempo mit zu umständlichen, veralteten, ungenauen und digitalen Methoden gemessen werden kann und Lösungsvorschläge zu machen. Die Messung des Tempos mit einer Stoppuhr über 10 Takte ist für LaWa, Tg, Sf, Ru, CCC und Jv aber nur dann brauchbar, wenn die Stoppuhr mindestens 10 mS Genauigkeit hat (er weiß das nicht). Dann erhält man eine Präzision besser als 1% Toleranz. Bei den anderen Tänzen WiWa, Quickstep und Samba ist eine Messdauer von 20 Takten erforderlich, um eine entsprechende Genauigkeit zu erreichen – nichts davon schreibt der Autor.

Der Autor hält es für die Aufgabe der Musikmachperson, einen gar nicht definierbaren Schwierigkeitsgrad von Musik willkürlich festzulegen, drückt sich dann aber wie in allen solchen haltlosen Behauptungen vor der Verantwortung, mal beispielhafte Musiktitel zu nennen, an denen man sich möglicherweise orientieren könnte. Darum bietet dieses Buch diesbezüglich nicht die geringste Hilfestellung. Das ist aber sowieso gar nicht die Aufgabe der Musikmachperson, sondern des Trainingsunterrichts, für eine turniertaugliche Musikalisierung der Tanzpaare zu sorgen. Denn wenn es wirklich erst einmal darauf ankommt – bei einem Tanzturnier nämlich – darf die Musikmachperson nicht mehr überlegen, wie schwierig Musiktitel vielleicht sind, sondern muss blindlings auf beliebige Titel zurückgreifen können. Sonst hat ein Tanzpaar, egal in welcher Leistungsklasse, beim Turniertanzsport wirklich nichts verloren.

Das lobenswerteste in diesem Buch ist ab S.73 die rein organisatorische Turniervorbereitung für jemanden, der dort Musik spielen soll, weil hier die Praxiserfahrung im Umgang mit Technik, Aufstellung, Ablauf und Personal vermittelt wird und keine vorurteilsbeladene Traumweltidylle. Das ist leider weniger als die Hälfte der Gesamtseitenzahl.


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