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Rezensionen verfasst von
Marcus Tesch
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Sonnensturm/Weiße Nacht: Zwei Romane in einem Band
Sonnensturm/Weiße Nacht: Zwei Romane in einem Band
von Åsa Larsson
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,00

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der erste Top - der zweite geht so, 27. März 2011
Zwei Bände zu einem Band zusammengebunden sind grundsätzlich eine tolle Sache. Man spart Geld und kann, wenn einem der erste Band gut gefallen hat, direkt mit dem zweiten fortsetzen.
In diesem Fall war für mich der erste Band auf Anhieb ein Volltreffer: ungewöhnliche Charaktere, spannender und guter Schreibstil, ein interessanter Fall im evangelikal-freikirchlichen Millieu und Spannung bis zum Ende. Insgesamt eine sehr gute und packende Mischung, die uns da aus Nordschweden angeboten wird.
Die Vorfreude auf den zweiten Teil dieses Buches, die zweite Geschichte also, wurde allerdings beim Lesen getrübt. Vieles, was den ersten Band so spannend machte, wurde auch hier wieder versucht, leider mit deutlich weniger Erfolg. Auch die Geschichte um die tote Pastorin Mildred Nilsson spielt im kirchlichen Millieu, verrät aber viel weniger Detailkenntnisse als die erste. Außerdem gerät die Auflösung am Ende doch etwas banal, obwohl die Geschichte viel Raum für überraschende Wendungen beinhaltet hätte. Während ich vom ersten Band regelrecht gefesselt war, musste ich mich am Ende durch den zweiten quälen und habe auch danach nicht das Gefühl, es habe sich gelohnt. Persönlich würde ich daher nur zum Einzeltitel "Sonnensturm" raten. Der ist wirklich gut und billiger als zwei Bücher in einem Band.


Biblisches Wörterbuch
Biblisches Wörterbuch
von Ulrich Laepple
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Fundgrube für das Bibelstudium, 21. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Biblisches Wörterbuch (Gebundene Ausgabe)
Das Biblische Wörterbuch ist eine wahre Fundgrube für die Vorbereitung von Bibelarbeiten und Predigten, die auf Grund ihrer Allgemeinverständlichkeit sowohl von Laien als auch Pastoren/Pastorinnen mit großem Gewinn genutzt werden kann.
Zentrale biblische Begriffe werden in einem Dreischritt erläutert: Gebrauch im Alten Testament, Gebrauch im Neuen Testament, Gebrauch heute. Dabei gehen die Erläuterungen zu den einzelnen Begriffen wesentlich tiefer als diejenigen, die man in den Anhängen verschiedener Bibelausgaben findet. Auf der anderen Seite setzen sie aber keine Kenntnisse der biblischen Ursprachen voraus und verlieren sich nicht in exegetischen Detailfragen.
Die Autoren und Autorinnen sind vorrangig evangelische Theologen und Theologinnen, darunter einige Universitätsprofessoren, hauptsächlich aber Pfarrer und Pfarrerinnen. Die Beiträge sind durchaus theologisch fundiert und geben viele gute Impulse zum weiteren Nachdenken und mögen für viele auch ein guter Einstieg in die Auseinandersetzung mit einem Thema sein. Dabei ist die Ausrichtung vor allem praktisch orientiert, so dass die biblischen Begriffe für Verkündigung und Seelsorge entfaltet werden, bzw. für das persönliche Bibelstudium genutzt werden können.
Alle Autoren gehören eher dem konservativen Lager, was sich in einer besonderen Hochachtung und Wertschätzung der biblischen Texte zeigt. Wer eine rein wissenschaftlich-neutrale Betrachtungsweise vorzieht, oder eher aus dem theologischen Spektrum kommt, wird sich an der einen oder anderen Stelle sicher stoßen. Insgesamt ist aber inhaltlich überhaupt nichts gegen den Ansatz einzuwenden, der hier angewendet wird. Im Gegenteil finden sich hier viele Gedankenanstöße, die eine biblisch orientierte Predigt bereichern können. Man merkt den Autoren ihr Verhaftetsein im gemeindlichen Kontext stark an, so dass eine enthobene akademische Stimmung niemals aufkommt.
Das Biblische Wörterbuch in der vorliegenden Fassung ist eine erweiterte und aktualisierte Auflage des Biblischen Wörterbuchs aus dem Jahr 1982, das seitdem in zahlreichen Auflagen und Ausgaben erschienen ist. Wer die alte Ausgabe besitzt, muss sich überlegen, ob er die neue Version erwerben will, denn die Aktualisierungen betreffen hauptsächlich den dritten Teil: "Der Gebrauch heute". Sicher hat sich seit 1982 einiges verändert - auch was den Gebrauch von Begriffen angeht. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass die ursprüngliche Version deshalb schlechter war. Wer die alte Ausgabe nicht besitzt, aber im Verkündigungsdienst tätig ist, oder ehrenamtlich Gruppen leitet, in denen Andachten gehalten werden, sollte auf jeden Fall zuschlagen. Die Fülle der Informationen ist allemal den Preis wert. Nicht zuletzt wird der, der sich persönlich intensiver mit der Bibel beschäftigen möchte, durch dieses reiche Buch belohnt werden.


Sony Ericsson Xperia X10 mini pro Smartphone (6,6 cm (2,6 Zoll) Display, QWERTZ-Tastatur, Android OS, WLAN, GPS, 5 Megapixel Kamera) schwarz
Sony Ericsson Xperia X10 mini pro Smartphone (6,6 cm (2,6 Zoll) Display, QWERTZ-Tastatur, Android OS, WLAN, GPS, 5 Megapixel Kamera) schwarz
Wird angeboten von Warenkiste
Preis: EUR 145,00

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Smartphone für Nicht-Angeber - mit Schwächen beim Telefonieren, 30. Dezember 2010
Wenn es denn nun kein i-Phone sein muss, aber ein normales Feature-Phone auch nicht mehr das ganz passende ist, dann bietet sich förmlich dieses kleine handliche Smartphone an, das neben einem ausgesprochen gut gelungenen Design auch eine solide Alltagsleistung liefert.
Das ursprünglich auf Android 1.6 basierende, nun aber auf Android 2.1 geupdatete, von Sony-Ericsson entwickelte Menü bietet einen übersichtlichen und intuitiv zu bedienenden Einstieg in die Welt der Smartphones. Integration sozialer Netzwerke, GPS, die Nutzung des großen Android-Markts, eine kleine aber sehr gut brauchbare ausfahrbare Tastatur, ein reaktionsschneller Touchscreen, eine 5 MP-Kamera, ein einfach zu bedienender ausgezeichneter Musicplayer und natürlich die Standardfunktionen Internet, Telefonie und die Nutzung von SMS gehören selbstverständlich dazu. Zu den technischen Details und ihre Qualität gibt es bereits ausführliche Rezensionen. An dieser Stelle von mir nur der Hinweis: Das Sony Ericsson Xperia x10 mini pro erfüllt seine Aufgaben mehr als zufriedenstellend, liegt gut in der Hand und scheint alle Features mitzubringen, die ein alltagsfähiges Smartphone heute mitbringen sollte. Wenn das ein paar Jungs hier anders sehen, die immer das Neueste, Teuerste und Angesagteste haben müssen, widerspricht das sicher nicht dem allgemein guten Eindruck, den das Telefon hinterlässt.
Für mich verbindet das Sony Ericsson Xperia x10 mini pro das beste aus beiden Welten: Es ist ein modernes Smartphone mit der Handlichkeit eines "normalen" Handys. Es ist gut und edel verarbeitet, ohne protzig zu wirken. Es verschwindet leicht in einer Hosen- oder Jackentasche und hat im Gegensatz zu den meisten anderen 08/15-Modellen anderer Hersteller das eigenständige Design der Xperia-Familie.
Was ich mir wünschte, wäre ein ausdauernderer Akku (bei einer Ladezeit von ca. 90 Minuten, hält er zwischen ein und drei Tagen je nach Nutzung) und ich vermisse für Telefonate die meistens roten und grünen Aufleg- und Annahmetasten. Insbesondere das Auflegen ist erst mit Verzögerung möglich.
Insgesamt bin ich mit dem Xperia Mini Pro sehr zufrieden. Es erfüllt seinen Zweck sehr gut, sieht gut aus und wird nicht als Imageverbesserer benötigt. Ich kann es jedenfalls weiterempfehlen.

UPDATE nach einem Jahr Nutzung: Werde das Xperia X10 mini pro gegen ein Greenheart Elm eintauschen. Mir fehlen am Xperia physikalische Tasten zum Annehmen und Beenden von Telefonaten. Gerade das Auflegen erweist sich oft als schwierig, da sich beim Kippen des Telefons oft die Nachrichtenleiste über den gesamten Bildschirm legt. Ab und zu ist es mir auch passiert, dass bei einem Anrufen ein Black-Screen bleibt und ich keine Möglichkeit hatte, das Gespräch anzunehmen. Probleme gibt es auch beim Abhören der Mailbox, bei der eine Zifferntastatur hilfreich wäre.
Für mich kommt als Problem noch hinzu, dass es in unserem ländlichen Raum kein schnelles mobiles Internet gibt (nur EDGE) und sich darum grundsätzlich die Frage nach der Nützlichkeit eines Surf-Handys stellt. Zum schnellen Abrufen von Nachrichten und Preisvergleichen reicht ein schlichtes Handy mit Opera Mini durchaus aus.


Meine Reise zum Leben: Auf den Spuren der irischen Mönche
Meine Reise zum Leben: Auf den Spuren der irischen Mönche
DVD ~ Rainer Wälde

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Iren hatten's drauf, 29. Dezember 2010
Nach Dublin, Glendalough, Kildare in Irland, auf Iona vor die schottische und auf Lindisfarne vor der nordenglischen Küste nimmt uns dieser wundervolle Film und bringt uns in Berührung mit so knorrigen und gleichzeitig hoch spirituellen Menschen wie Kevin, Patrick, Brigid, Aidan und Columcille. Noch nie gehört? Dann wird es aber Zeit.
Hinter all diesen Namen verbirgt sich die Geschichte der frühen irischen Kirche, ohne die es auch unsere Kirche in Deutschland nicht gäbe, wie Pater Anselm Grün im Film zurecht feststellt. In der Sonderlage am Rande Europas und verschont von der Völkerwanderung fand das Christentum in Irland in den dunklen Jahrhunderten des frühen Mittelalters ein sicheres Zuhause. Doch begnügten sich die Mönche und Geistlichen im 5. 6. und 7. Jahrhundert nicht mit der Sicherheit eines stationären Lebens und fanden ihren Lebenssinn auch nicht lediglich in Abwehrkämpfen gegen einfallende Wikingerhorden. Sie zogen aus, zunächst nach Schottland und Nordengland und dann nach ganz Europa, wo sie mit ihren Klöstern das Licht des Evangeliums und damit auch Bildung und Kultur brachten.
Die frühe irische Kirche strahlt bis heute eine besondere Atmosphäre aus. Mit ihrer "Wandertradition" genauso wie mit ihrer erdverbundenen und gleichzeitig so Christus-zentrierten Frömmigkeit und vor allem mit ihrem großen Erfolg, Menschen einfach durch Überzeugung massenweise zum christlichen Glauben zu führen.
An die Stätten dieser frühen irischen Christen bringt uns also Reiner Wälde mit diesem Film. Uns werden jeweils die einzelnen wichtigen Personen mit ihren Wirkungsstätten vorgestellt. Ihr Erbe und ihr Einfluss werden aufgezeigt und jede dieser Filmabschnitte endet mit einem Gebet aus der Feder des jeweiligen "Heiligen".
Dabei geht es Reiner Wälde nicht um eine historische Dokumentation in erster Linie, sondern um eine spirituelle Lebensreise, die den Zuschauern die Kraftquellen jener frühen Christen aufschließen will. Noch heute finden sich an verschiedenen Orten Irlands, Schottlands und Nordenglands Gemeinschaften, die dieses Erbe am Leben erhalten. Jenes so genannten keltische Christentum ist eine Form katholischen Glaubens, die auch protestantisch gesinnten Christen durch ihre Christusbezogenheit und ihre Schlichtheit nahe kommen kann. In ihr spielen Rituale, Zeichen und Orte eine wichtige Rolle, wie z.B. eine im Film erwähnte Haussegnung. Was dies so anziehend macht, ist gerade das Fehlen einer pompös wirkenden amtskirchlichen Unterfütterung.
Untermalt wird der Film übrigens durch ruhige leise Töne keltischen Ursprungs, vor allem taucht als Hauptmotiv immer wieder der auf der Harfe eingespielte keltisch gefärbte Choral "Be Thou my Vision" auf. Wunderschöne Bilder der jeweiligen Landschaft stimmen die Zuschauer auf die Reise zum Leben ein.
Entstanden ist also ein herausragender und wundervoller Film, der zurecht prämiert wurde. Man findet viele Anregungen in diesem Film für die eigene spirituelle Praxis, kann sich aber auch ganz wunderbar den vielen positiven Eindrücken hingeben. Ich habe mir z.B. unmittelbar nach Anschauen des Films das im Zusatzmaterial beworbene Buch "Irische Gebete" bestellt und freue mich an den kraftvollen Texten.
Kritisch bliebe am Ende anzumerken, dass die Bildungstätigkeit der irischen Mönche gegenüber ihren missionarischen und spirituellen Aktivitäten ein wenig zurückbleiben. Sie waren ja auch Tradenten und Bewahrer der antiken Schriften und Quellen der Theologie und gerade dies droht in der heutigen Zeit wieder zu einer bitteren Notwendigkeit zu werden: Menschen, die sich der Mühe unterziehen, das reiche theologische Erbe der Vergangenheit, eben nicht nur der Iren, gedanklich zu durchdringen und in eine Zeit gesellschaftlicher Umbrüche neu hineinzusprechen. So wie damals könnte eine Zeit kommen, in der wir Menschen wie die irischen Mönche brauchen, die in einer kälter und dunkler werdenden Welt, das Licht des Evangeliums hochhalten.


Schadet die Bibelwissenschaft dem Glauben? Klärung eines Konflikts
Schadet die Bibelwissenschaft dem Glauben? Klärung eines Konflikts
von Siegfried Zimmer
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Gesprächsangebot, 14. November 2010
Es gibt eine Fundamentalistenhatz in der deutschen Öffentlichkeit. Wahlweise werden vor allem junge christliche Fundamentalisten als irregeleitete Märtyrer dargestellt, die sich als freiwilliges Kanonenfutter für eine Mission in Afghanistan anbieten, oder als bornierte und ungebildete Dummchen, die intellektuell und entwicklungspsychologisch noch im Mittelalter leben. Nur allzugern werden solche Klischees auch in bestimmten kirchlichen Kreisen gepflegt, um sich nur nicht inhaltlich mit dem Anliegen des Fundamentalismus auseineinander setzen zu müssen.
Sehr wohltuend setzt sich das Buch von Siegfried Zimmer sowohl von der säkularen als auch der kirchlichen Polemik ab. Zimmer, der an einer evangelischen Fachhochschule Religionspädagogik lehrt, will vor allem jene jungen Studierenden gewinnen, die in einem evangelikalen Millieu groß geworden sind und sich nun in der Vorbereitung auf den Lehrerberuf für ein wissenschaftliches Studium anmelden.
Das evangelikal-fundamentalistische Klischee lautet ja sehr häufig: Die Bibelwissenschaft, also die historisch-kritische Erforschung der Bibel zerstört den Glauben und man komme am besten durch das wissenschaftliche Studium, wenn man sich diesem Ansatz völlig verweigere oder in Opposition dagegen gehe. Zimmer, der selbst aus einem solchen Millieu stammt, kennt solche Haltungen nicht nur von seinen und Studentinnen. Er kennt sie aus seiner eigenen Biographie, so dass das gesamte Buch dadurch auch eine seelsorgerliche Komponente erhält.
Kritisch setzt sich Zimmer mit den so genannten Chicago-Erklärungen der biblischen Irrtumslosigkeit auseinander. Sie besagen, dass sich in den Originalschriften der Bibel keinerlei Fehler inhaltlicher Art nachweisen ließen. Zwar räumen auch die Chicago-Erklärungen ein, dass sich poetische, nichttechnische Sprache in der Bibel befinde. Trotzdem seien diese Texte, richtig interpretiert, genauso fehlerlos wie die anderen vermeintlich thetischen Aussagen.
Aber hilft uns diese Annahme der Irrtumslosigkeit der Bibel weiter? Und macht sie aus der Bibel nicht einen papiernen Papst? Verkehrt sie einen lebendigen Glauben nicht in ein starres System der Rechtgläubigkeit? Und vor allem: Wird sie den Texten der Bibel damit wirklich gerecht? Diesen Fragen versucht Zimmer beizukommen und er gibt darauf eine unpolemische und klare Antwort. Die Bibel ist für ihn kein Lexikon der Glaubensfragen, das man zu einem bestimmten Thema aufschlagen und dann unumstößliche Wahrheiten bekommen könne. Vielmehr setzt der Glaube an einer anderen Stelle an: bei dem lebendigen Gott. Einen Glauben an die Bibel gebe es dagegen nicht.
Bei aller Sympathie für den Ansatz von Zimmer verteidigt er nun allerdings die historisch-kritische Forschung zu enthusiastisch. Viel zu oft werden ihre scheinbar gesicherten Erkenntnisse, die nur auf Wahrscheinlichkeiten gründen (so z.B. U. Wilckens in seiner NT-Theologie) oder auf Mehrheitsmeinungen, als DIE Sicht der Wahrheit angesehen. Gerade in Deutschland hat sich ein Mainstream entwickelt, der sich ungern hinterfragen lässt. Ein bisschen mehr kritische Distanz wäre vielleicht im Sinne einer weiterführenden Diskussion hilfreich gewesen. Leider sind ja oft diejenigen, die dem fundamentalistisch-evangelikalen Lager "entflohen" sind, nicht vor der Gefahr gefeit, dieses nun mit dem selben Eifer zu bekämpfen, mit dem sie einst im selbigen gelebt haben. Dieser Gefahr ist, so kann man es sehr postiv festhalten, ist dieses Buch jedenfalls nicht erlegen.


Meet You There
Meet You There
Preis: EUR 15,99

5.0 von 5 Sternen Das Wunder, dass es so was überhaupt noch gibt!, 12. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Meet You There (Audio CD)
Diese CD ist mein erster Longplayer der Oysterband gewesen und sie hat bei mir sofort eingeschlagen! Ich würde sogar behaupten, dass sie es sogar auf Platz 1 meiner CDs geschafft hat, obwohl ich vorher noch nie etwas von ihnen gehört hatte, außer guten Gerüchten.

Es ist diese wundervolle Mischung aus Folk und Rock, ein kleines bisschen Punk und manchem hymnischen Einschlag, die diese Scheibe und natürlich auch die Band zu etwas besonderem macht. Beim Hören fragt man sich die ganze Zeit, wie eine Band, die so wunderschöne Melodien spielt wie in "Where the World Divides" oder "The Boy's still Running", nicht einem größeren Publikum bekannt ist. Es sind durchweg tiefgründige, nachdenkenswerte Texte, die in ein ansprechendes musikalisches Gewand gekleidet sind und die zum Mitsingen einladen.

Die Oysterband klingt deutlich hausgemachter als z.B. "Runrig", was aber der Atmosphäre keinen Abbruch tut - im Gegenteil. Und folkig heißt bei dieser Scheibe nicht der dreitausendste Aufguss von "She walked through the Fair" oder sich ständig wiederholende Reels mit Fiddle, Flöte und Gitarre. "Meet You There" hat einen rockigen Beat, der mit den oft der politischen und gesellschaftlichen Situation zynisch gegenüberstehenden Texten der Songs, ein stimmiges Ganzes erzeugt, ja sich durch seine manchmal sehr harmonisch klingenden Melodien, darüber lustig macht.

Es gibt auf dieser CD keine Luftnummer! Alle Lieder klingen anders, sind durchweg unterschiedlich arrangiert, und bleiben im Gedächtnis. Bis jetzt ist mir "Meet You There" auch noch nicht langweilig geworden. Im Gegenteil: Im Zeitalter der fast vollständigen Digitalisierung von Musik, der kosmetisch einwandfreien PR für Stars und Sternchen, durchgestylter (Super)Star-Karrieren, ist es manchmal kaum zu glauben, dass es noch so etwas Gutes wie die Oysterband überhaupt gibt.


Surprised by Hope: Rethinking Heaven, the Resurrection, and the Mission of the Church
Surprised by Hope: Rethinking Heaven, the Resurrection, and the Mission of the Church
von N. T. Wright
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,10

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auferstehung!, 4. November 2010
Selten hat mir ein Buch zum Thema Auferstehung so imponiert wie dieses. Zwar versteht es der englische Theologe N.T. Wright, seine aus dem Neuen Testament gewonnenen Erkenntnisse so pointiert und faszinierend vorzutragen, dass man denkt, noch niemand vorher habe das gleiche erkannt. Inhaltlich gibt er aber letztlich die traditionelle christliche Auferstehungshoffnung wieder, allerdings gereinigt von allen platonischen Vergeistigungen.

Zwei Teile hat dieses Buch. Der erste Teil beschäftigt sich mit den Gründen, an der christlichen Auferstehungshoffnung festzuhalten. Dabei weist N.T. Wright nach, dass sich die Auferstehung Jesu aus keiner gängigen Jenseitserwartung der damaligen Welt, sei sie jüdisch oder heidnisch, ableiten lässt. Sie stellt ein einzigartiges Phänomen dar und ist von so einer grundlegenden Aussagekraft, dass sie schlechterdings das Phantasieprodukt einzelner frustrierter Jünger gewesen sein kann. Die weitere Sprengkraft dieser Vorstellung kann man nach N.T. Wright nur nachvollziehen, wenn an jenem "Ostermorgen" in Jerusalem tatsächlich etwas passiert ist, dass alle bisherigen Vorstellungen sprengt.
Als historisch arbeitender Neutestamentler hat Wright dazu schon seine voluminöse Monographie "The Resurrection of the Son of God" veröffentlicht, die dieses Argument wissenschaftlich unterfüttert. "Suprised by Hope" ist sozusagen die populäre Zusammenfassung seines Standardwerkes für alle, die sich nicht durch hunderte Seiten von Fachliteratur durchkämpfen wollen. Das Argument, das Wright in beiden Büchern allerdings führt, ist bestechend. Im Gegensatz zu vielen Kollegen seiner Zunft und anderen kritischen Zeitgenossen setzt er nicht methodologisch voraus, dass ein Ereignis, wie die Auferstehung Jesu, einfach nicht passiert sein könne. Er wendet sich vielmehr den Quellen zu und argumentiert anhand der Evidenzen, die sich aufzeigen lassen. In bester angelsächsischer Tradition lässt er empirische Funde sprechen und gibt damit dem Leser Kriterien an die Hand, sie in dieser oder jener Weise zu deuten.

Der zweite Teil des Buches ist allerdings nicht weniger spannend: Während man den ersten Teil als eine Zusammenfassung seines wissenschaftlichen Werkes sehen kann, dreht sich der zweite um die Frage nach der Bedeutung der Auferstehung Jesu für die Zukunftshoffnung der Christen. Zentrale These Wrights: Die christliche Hoffnung sei nicht, "in den Himmel zu kommen, wenn man sterbe." Die Auferstehungshoffnung bedeute die Auferweckung der (im Glauben gestorbenen) Toten zu einem neuen unvergänglichen Leben auf dieser erneuerten Erde. Nicht der Himmel als Bereich Gottes sei der Hoffnungsplatz der Christen, auch nicht eine vernichtete und neu geschaffene Welt, sondern diese Welt, erneuert durch den Geist Gottes. So geht es Wright u.a. darum, die Leiblichkeit der christlichen Ewigkeitshoffnung zu betonen. Nicht die Seele, sondern der ganze Mensch sei Bereich des Heilshandelns Gottes. Von daher kommt Wright auch zu einer Betonung einer christlichen Sozialethik, die nicht auf Gewinnung von Seelen oder privatem Seelenheil beruht, sondern auf einer Erlösungshoffnung für den gesamten Kosmos. Christen seien dazu berufen, jetzt schon in Richtung der endgültigen Verwandlung tätig zu werden, anstatt die Welt dem freien Spiel der Mächte zu überlassen. Noch seien die Verstorbenen in einer Art Zwischenzustand bei Gott geborgen. Aber das endgültige Ziel sei das "Leben nach dem Leben nach dem Tod," auch wenn sich in der christlichen Tradition mancherorts die Vorstellung eines Lebens nach dem Tod auf eine unkörperliche Himmelsvorstellung beschränkt hätte.

N.T. Wrights Buch gibt es leider (noch) nicht auf Deutsch - vielleicht auch, weil sich nach einigem Nachdenken manches am Ende doch eher bekannt anhört. Ich kenne allerdings kein anderes Buch, das mit so viel Verve und Überzeugungskraft in unsere moderne Zeit die Hoffnung der Auferstehung zur Sprache gebracht hat. Es hätte es verdient, auch hierzulande von vielen gelesen zu werden.


SoftMaker Office 2010 Home & Business
SoftMaker Office 2010 Home & Business

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umstieg noch nie bereut, 1. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Seit vielen Jahren arbeite ich schon beruflich und privat mit dem Office von Softmaker. Angeregt durch eine positive Besprechung in der Zeitschrift c't habe ich damals den Umstieg von meinem damaligen Office (StarOffice) gewagt. Mittlerweile nutze ich Softmaker Office sowohl unter Windows als auch unter Linux und habe in einer von MS Office dominierten Welt den Umstieg noch nie bereut.

Das Schwergewicht meiner Anwendung liegt auf dem Textverarbeitungsmodul "Textmaker". Dieses, wie alle anderen Teile des Pakets, startet bei beiden Betriebssystemen superschnell, ohne z.B. wie MS Office in das Betriebssystem integriert zu sein. Auch unter Linux liegen zwischen den Startzeiten von Textmaker und OpenOffice Writer Welten. Das Gleiche lässt sich übrigens auch von allen anderen Modulen des Pakets sagen.
Die Arbeitsfläche erscheint übersichtlich und aufgeräumt und erinnert an alte Word-Oberflächen, die aber deutlich aufgehübscht sind. Ribbons sucht man bei Softmaker (noch) vergeblich. Letztlich ist es hier auch keine Frage der Ideologie, wohl aber der guten Bedienbarkeit. Als langjähriger Nutzer habe ich natürlich das Gefühl, dass hier alles an seinem Platz ist. Aber interessanterweise ging mir dies schon von Anfang so. Wer also aus der Office-Welt zu Softmaker wechselt, wird sich sehr wahrscheinlich umgehend zurechtfinden.

Lobenswert sind insbesondere neben der Geschwindigkeit die Import- und Export-Funktionen. Textmaker liest fast alle .doc(x)-Dateien problemlos ein und speichert sie ebenso in diesem Format. Auch das aus der open-source-Welt stammende Formt .odt wird gelesen und darin gespeichert. Dies ist einer Welt, die nicht von offenen Standards, sondern von dem Monopol eines einzigen Anbieters geprägt ist, leider eine Bedingung, aber sie wird von Softmaker weitestgehend befolgt. Wer will, kann trotzdem mit dem Textmaker eigenen Format arbeiten, welches .tmd heißt.

Darüber hinaus bietet vor allem Textmaker eine sehr ansprechende und intuitive Möglichkeit, Text zu layouten. Im Gegensatz zu den beiden anderen Office-Schwergewichten reicht ein(!) Knopfdruck aus, um Felder und Rahmen zu erstellen, die das tun, was sie sollen: nämlich an ihrer Stelle bleiben. Textmaker ersetzt wohl kein ausgereiftes DTP-Programm. Auf der anderen Seite reichen seine Funktionen wahrscheinlich für den normalen Gebrauch aus, wenn es z.B. darum geht, kleine Broschüren oder Vereinszeitschriften zu gestalten.

Auch die Programmmodule Planmaker und Presentation erfüllen nach meinen Erfahrungen die Voraussetzungen, um in einer MS dominierten Office-Welt sauber und kompatibel zu arbeiten.

Leider verlassen sehr viele PCs die Produktion mit einem vorinstallierten Office von MS oder wenigstens einer Testversion davon. Viele lassen sich auch zum Kauf einer teuren Lizenz oder zu einem Upgrade verführen. Dabei bleiben (sehr) gute Alternativen leider oft außerhalb des Blickfelds. Softmaker ist eine kleine deutsche Firma, die mit einem Bruchteil von Geld und Ressourcen ausgestattet, dem Marktführer durchaus Paroli bieten kann. Selbst wer eine aktuelle Version von Office besitzt, sollte ruhig mal einen Blick auf den kleinen Konkurrenten werfen. Wer noch eine alte Version (vielleicht auf einem alten Rechner) besitzt, wird mit Softmaker ein Wunder erleben: Der alte Rechner wird damit wieder frisch und lebendig. Das gleiche gilt übrigens unter Linux und dem meist vorinstallierten OpenOffice. Softmaker Office ist allemal sein Geld wert.


Der Schrei der Wildgänse. Aufbrechen zu einem freien Leben in Christus jenseits von Religion und Tradition
Der Schrei der Wildgänse. Aufbrechen zu einem freien Leben in Christus jenseits von Religion und Tradition
von Wayne Jacobsen
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

83 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tiefe Sehnsucht angesprochen, 31. Oktober 2010
Zunächst einmal: Ich habe tiefe Sympathie für alle, die dieses Buch aus persönlicher Betroffenheit lesen. Es mögen Menschen sein, die in christlichen Gemeinden Kälte, Überlastung, Moralismus und Vereinsamung erlebt haben. Ich behaupte mal, das sind sicher eine ganze Menge Leute.
Dass das Buch "Der Schrei Wildgänse" mit seinem suggestiven Titel und dem Foto und natürlich mit vielen Gedanken die persönlichen Gefühle und Verwundungen von Menschen anspricht, ist für mich durchaus nachvollziehbar. Seine Stärke bezieht dieses Buch aus seiner Ablehnung institutionalisierter Religion, ohne Religion und Glauben komplett abzulehnen. Auf die kurze Formel gebracht: Glauben ist gut - Kirche ist schlecht. So empfinden sicher viele Menschen, nicht erst seit der Aufdeckung der vielen Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche. Daher kann ich verstehen, dass viele Leser von diesem Buch geradezu begeistert sind und die positiven Wertungen bei Amazon sprechen dazu Bände.
Leider muss ich den vielen positiven Rezensionen meine entgegensetzen. Ja, auch mich haben Passagen dieses Buches durchaus angesprochen. Auch ich kenne die Unvollkommenheiten von Gemeinden und Personen sehr genau. Ja, auch ich habe schon über so manchen dort geschimpft und über die Erwartungen, die Menschen an andere haben, aber bei sich selbst nicht erfüllen. Ja, ich gebe zu. In der Kirche gibt es viele Heuchler und Heuchlerinnen - und ich gehöre oft genug selbst dazu.
Und hier setzt mein Hauptkritikpunkt an diesem Buch ein. Es gibt vieles andere, das ich kritisch daran sehe. Vor allem aber stört mich der selbstgerechte und überhebliche Grundtenor dieses Buches. Das Gebet eines chinesischen Christen lautet: "Herr, erneuere deine Kirche und fange bei mir an." Dies ist m.E. eine sehr realistische Betrachtungsweise. Was ich an anderen kritisiere, trifft vielleicht am meisten sogar auf mich zu. Bei dem Autorenduo Jacobsen und Coleman lese ich es von der Grundidee anders. Die Kirche, die anderen sind schuld, dass ich mich nicht erneuern kann, dass ich nicht meinen Glauben authentisch leben kann. Die durchgängige Institutionenkritik setzt voraus, dass ich als Individuum eigentlich ganz ok bin, aber dass die übrigen, vor allem in der Masse, geistliche Versager sind. Statt sich einer Gemeinde, einer Glaubensgruppe anzuschließen, predigen die beiden Autoren einen absoluten subjektiven Individualismus, in dem es keine Regeln, keine Verbindlichkeit, keinen Alltag gibt. Hier wird ein Glaube propagiert, der sich um sein persönliches Seelenheil kümmert, und sich aus den schmutzigen Geschäften des täglichen Lebens heraushalten will. Das passt absolut zum heutigen Zeitgeist, der einen zum Konsumieren, aber nicht zum Engagieren anhält. Es wirkt wie geistliches Fastfood.
Da kann das Autorengespann noch so oft den Apostel Johannes in dieser fiktiven Geschichte auftreten lassen. Biblisch begründet sind diese Gedanken alle nicht. Vielmehr lugt aus diesem Buch eine Einstellung hervor, die schon zur Zeit des Neuen Testaments versuchte, das Leben der Gemeinden zu zerstören, und mit der sich die Apostel kritisch auseinandergesetzt haben. Es ist die Vorstellung von einer geistlichen Elite, die besondere geistliche Erkenntnisse hat, die das normale Gemeindevolk nicht gewinnen kann. Diejenige Haltung, die man Vertretern der "offiziellen" Kirche vorwirft, findet sich in dem Buch selber: Gott selbst hat ihnen, den Autoren, gezeigt, dass sie die Wahrheit entdeckt haben. Das kann man schlucken, aber das Buch lässt wenig Platz für eine kritische Auseinandersetzung.
Wer an der Kirche leidet, an ihren Forderungen, an ihrem Personal, an den ständigen Appellen, an der Zwielichtigkeit ihrer Erscheinung, findet in diesem Buch zwar ein Sprachrohr der Unzufriedenheit, aber keine wirklich befriedigende Antwort. Könnte es nicht sein, dass diese manchmal nur schwer zu ertragende Gestalt der verfassten Kirche oder Gemeinde Ausdruck der "Gemeinschaft gerechtfertigter Sünder" ist? Der Kirche vorzuwerfen, dass es dort so viele schwierige und zuweilen trostlose Gestalten gibt, gleicht dem Vorwurf an einen Arzt, in seinem Wartezimmer säßen ja nur Kranke (so Tim Keller). Es macht aber auch deutlich, dass selbst die vollkommenste Gemeinde unvollkommen wird, wenn ich dazu komme. Diese Einsicht fehlt leider heute allzu oft in unserer narzisstischen Zeit und man kann es den Autoren durchaus zum Vorwurf machen, dass es ihnen selbst an der nötigen Demut fehle.
Kommentar Kommentare (20) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 7, 2014 8:29 PM MEST


BasisBibel: Das Neue Testament
BasisBibel: Das Neue Testament

36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Übersetzungsprojekt der Zukunft, 26. Oktober 2010
Ist das die Bibel, auf dich ich so lange gewartet habe? Bange stellte sich mir die Frage nach dem Öffnen meines Exemplars. Es sollte eine Bibel sein, die gut verständlich ist, und trotzdem nahe beim ursprünglichen Text bleibt. Nicht so unverständlich und verschachtelt wie z.B. die Elberfelder Übersetzung, und doch so zuverlässig wie sie. Nicht so altertümlich und verfremdend wie die Lutherbibel, und doch Herz und Sinne ansprechend wie sie. Nicht so abschweifend und ausufernd wie Gute Nachricht oder Hoffnung für alle, aber genauso zeitgemäß wie sie.

Mein erster Eindruck nach nun einer Woche: Das Neue Testament in der Ausgabe der Basisbibel könnte alles das vereinen. Wahrscheinlich haben die Übersetzerinnen und Übersetzer, sowie die Deutsche Bibelgesellschaft, die das Projekt verantwortet, im Laufe ihrer Tätigkeit gemerkt, dass hier nicht nur eine Bibel für "digital natives" entsteht. So war die Basisbibel lange als Jugendbibel für Leute beworben worden, die keine Bücher mehr lesen und die vor allem im Internet lesen und ihre Informationen besorgen. Diese Bibel ist weit mehr: Sie ist ein richtungsweisendes Projekt für eine neue deutsche Bibel des 21. Jahrhunderts, indem sie die Texte der Bibel in erster Linie verständlich und zuverlässig zugleich übersetzt.

Dazu gehören: der Verzicht auf lange Schachtelsätze (ursprünglich wohl dem Gedanken geschuldet, auch auf einem kleinen Handy-Bildschirm gut lesbar zu sein), viele Anmerkungen am Rande, die sich auf der Internetseite noch vertiefen lassen, und eine durchaus der Lutherbibel nachempfundene poetische und rhythmische Sprache, die zwar nicht auf theologische Fachbegriffe, wohl aber auf überholte Wörter verzichtet.

Ja, bei dieser Bibel geht mir persönlich das Herz auf, nicht nur auf Grund des gelungenen Designs. Ich wünsche ihr viele Käufer (und Spender), damit sie in nicht allzu langer Zeit als Vollbibel mit NT und AT erscheinen wird. Jetzt schon lässt sie viele moderne andere Übersetzungsprojekte alt aussehen. Liegt sie einmal komplett vor, könnte sie Übersetzungen wie Gute Nachricht, Hoffnung für alle, Neue Genfer und wie all die anderen heißen, gänzlich vergessen lassen. Ja, sie könnte das werden, was ihr Name schon jetzt verspricht: eine wirkliche BASISbibel. Dazu Gottes Segen und viel Erfolg.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 7, 2010 7:14 PM CET


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