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Rezensionen verfasst von
Marcus Tesch
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Kritik der Bibelkritik: Wie die Bibel wieder zur Heiligen Schrift werden kann
Kritik der Bibelkritik: Wie die Bibel wieder zur Heiligen Schrift werden kann
von Ulrich Wilckens
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nichts Neues unter der Sonne, 27. Januar 2013
Wie sich schon aus den Vorreden zu seiner voluminösen Neutestamentlichen Theologie ableiten lässt, hat sich Ulrich Wilckens trotz seines fortgeschrittenen Alters nicht nehmen lassen, ein Buch zur Kritik der Bibelkritik zu veröffentlichen. Wie das Vorwort erkennen lässt, handelt es sich dabei um eine Fassung, der noch ein ausführlicheres Werk folgen soll.

In diesem vorgelegten Buch entfaltet Ulrich Wilckens, der Lübecker Altbischof, seine These, die schon in den Prolegomena der NT- Theologie anklingt: Die Bibelkritik der Aufklärung entsprang der Sehnsucht der Zeit, einen Ausweg aus den konfessionellen Streitigkeiten und ihrer jeweiligen Bibeldeutungen zu finden. Im historischen Zugang fand man einen scheinbar objektiven Weg, die Bibel zu deuten - allerdings mit dem Preis der historischen Einebnung. Nun, so der streitbare Neutestamentler, sei es nach mindestens drei Jahrhunderten wieder an der Zeit, dass die Bibel wieder Heilige Schrift werden könne.

In einem historischen Überblick entfaltet Wilckens dabei den Weg, den die historische Kritik bisher genommen hat. Die Darstellung erinnert stark an ähnliche Werke von Peter Stuhlmacher (Vom Verstehen des Neuen Testaments) und Gerhard Maier (Biblische Hermeneutik). Als die jeweils einflussreichsten Granden des 20. Jahrhunderts bezeichnet Wilckens zum einen Rudolf Bultmann, der den Weg der historischen Kritik in Aufnahme von dialektischer Theologie und existentieller Interpretation letztlich doch konsequent weitergeführt habe, und Adolf Schlatter, der in einzigartiger Synthese historische und dogmatische Vorgehensweise aus pietistischem Hintergrund zusammengeführt habe.

Es ist schade, dass Wilckens in der kompletten Darstellung den ganzen Bereich der englischsprachigen Auseinandersetzung völlig außen vor lässt. Die gesamte Rezeption beispielsweise der neueren Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft bleibt ebenso unerwähnt wie der Neuansatz Biblischer Theologie in der kanonischen Exegese durch Brevard S. Childs. Ein Hinweis auf die Werke von Anthony Thiselton oder Kevin J. Vanhoozer aus der eher evangelikalen Szene, die ein wichtiges Anliegen von Wilckens teilen, enttäuscht darum ebenfalls. Darum kann man diese Spätwerk von Ulrich Wilckens, so sehr seine Neutestamentliche Theologie zu schätzen ist, schwerlich als originell und weiterführend bezeichnen.

Insofern verwundert es kaum, dass als einzige Literaturangabe für den Neuentwurf einer mehr biblisch orientierten Hermeneutik, die auf eine von außen herangetragene Sachkritik verzichtet, lediglich die Jesus- Bücher des Papstes genannt werden.Das ist dann leider, vor allem aus evangelischer Sicht, etwas wenig.

In der Kritik der Bibelkritik ist Wilckens wohl durchaus zuzustimmen. Sein gut gemeintes und mit sicher viel Arbeit und Herzblut geschriebenes Buch hilft aber leider am Ende wenig. Vielleicht muss man wirklich noch auf seine ausführlichere Darstellung warten, die ihm, so Gott will, noch während seiner Lebenszeit gelingen möge.


Das Anti-Burnout-Buch für Pfarrerinnen und Pfarrer
Das Anti-Burnout-Buch für Pfarrerinnen und Pfarrer
Preis: EUR 12,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Sehhilfe eines "Pfarrerverstehers", 26. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Warum haben Pfarrer/innen eigentlich nur einen Tag in der Woche frei und warum geht man davon aus, dass sie grundsätzlich mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten? Diese zwei Fragen, die so einfach und grundsätzlich sind, machen die Grundproblematik der auch unter Geistlichen zunehmenden Erschöpfung aus. Sie zeigen, dass bestimmte Erwartungen, innere Einstellungen und äußere Verhaltensweisen einfach als selbstverständlich gelten und nicht mehr hinterfragt werden. Erst ein Zusammenbruch macht die falsche Sichtweise posthum sichtbar, wenn es eigentlich schon zu spät ist.

In diesem wunderbaren Buch beschreibt Andreas von Heyl das Phänomen des so genannten Burn-Out unter Pfarrern/ Pfarrerinnen. Er nennt Ursachen, zeigt persönlichkeitsbedingte Hintergründe auf und weist sehr deutlich auf krankmachende Rahmenbedingungen im Pfarramt hin. Seine absolut einleuchtende und überzeugende These ist die: Wie kann eine Kirche,die das Evangelium und die Verkündigung der Gnade in den Mittelpunkt stellt, so ungnädige Strukturen zulassen - und wie können Pfarrer/ Pfarrerinnen dieser Kirche so unbarmherzige Antreiber in sich spüren, dass sie sich bis zum letzten verausgaben? Der Autor verschweigt nicht,dass es auch andere krankmachende Berufe (in der Kirche und anderswo) gibt. Er verhehlt auch nicht, dass Anstrengung, Mühe und Stress in gewissem Maß zu jedem Leben dazu gehören. Aber er macht umgekehrt deutlich, dass Menschen in geistlichen Berufen ganz besonderen Stressoren ausgesetzt sind und ihre Situation auf Grund verschiedener Rollenerwartungen und Persönlichkeitsstrukturen eine ganz eigene ist.

Andreas von Heyl, Pfarrer der Bayerischen Landeskirche, hat eine Dissertation zum Thema "Pfarrer- Burnout" geschrieben. Das vorliegende Buch ist sozusagen das Kondensat dieser Schrift und mehr als ein "Ratgeber" zu verstehen. Dabei sind seine Analysen durchaus zutreffend, manchmal auch schonungslos und seine Ratschläge durchaus hilfreich. Unabhängig davon, dass es auch im Pfarrberuf unmotivierte, ungeeignete und untalentierte Personen gibt, ist das Phänomen der Überlastung kaum noch zu leugnen, auch von kirchenleitender Seite nicht. Grenzenlose Erwartungshaltungen, beschleunigte Kommunikationsprozesse, zunehmende Entkirchlichung bei gleichzeitig hoher Anspruchshaltung, Pfarrstellenreduzierung, Rollenunsicherheit, Verlust des geistlichen Zentrums, persönliche Unsicherheiten und vieles mehr liegen wie eine schwere Decke auf dem Beruf des Pfarrers/ der Pfarrerin. Dabei geht von Heyl davon aus, dass nahezu jeder, der diesen Beruf ergriffen hat, einmal für die Sache Jesu gebrannt hat. Viele sind aber im Laufe der Zeit "ausgebrannt", wobei von Hey diesen Begriff eher als Konzession an die übliche Formulierung gebraucht und lieber von "Erschöpfung" spräche. Während von Verbranntem nur die Asche übrigbleibt, kann ein geleertes (also erschöpftes) Gefäß wieder gefüllt werden.

Das wirklich wunderbare an diesem Buch ist allerdings weniger die Reflexion der Ursachen. Und auch die am Schluss genannten Rezepte müssen nicht alle und jeden überzeugen. Es ist vielmehr die Tatsache, dass da einer ausspricht, was sicher viele bewegt. Denn das im Pfarramt verbreitete - und oft genug geförderte und gewollte - Einzelkämpfertum lässt ja auch die eigenen Schwierigkeiten leicht als das ganz persönliche Problem erscheinen, mit dem man auch selbst fertig werden müsse. Hier zeigt nun aber jemand mal auf, was schief läuft, aber auch, was für Persönlichkeitsmerkmale diese Entwicklung befeuern. In diesem Sinne ist Andreas von Heyl ein "Pfarrerversteher". Kein Heroismus ist darum angesagt, sondern gelassener und heiterer Umgang mit den eigenen Schwächen und Unvollkommenheiten.

Insofern ist vielleicht an dem Buch auch noch eine kleine Kritik zu üben. Das Ende des Buches lässt den Verdacht aufkommen, mit einer regelmäßigen Meditation am Tag ("mindestens 15 Minuten") und sportlicher Betätigung ("mindestens zwei Mal in der Woche schwitzen") sei es getan, dann wäre der Pfarrer und die Pfarrerin wieder fit. Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Autor dies so gemeint hat. Es wäre auch mit der Grundthese nicht zu vereinbaren - und deshalb bin ich auch froh, dass er u.a. die ganz oben genannten Ausgangsfragen gestellt hat. Denn letztlich ist bei aller Abwägung der persönlichen Biographie der Betroffenen die Grundproblematik für mich eine Strukturelle: Der Spagat zwischen der volkskirchlichen Struktur dieser Kirche (mit ihrer Kirchensteuerfinanzierung) und der nicht mehr volkskirchlichen Substanz. Mit immer weniger personellen und finanziellen Mitteln soll eine Struktur aufrecht erhalten werden, die früher tragfähig war, aber es schon länger nicht mehr ist. Hier wünschte man sich mehr Realitätssinn und Wahrhaftigkeit von Kirchenleitungen. Daran werden nämlich auch mehr Meditation und regelmäßiger Sport nichts ändern. In Zukunft wird es mit Pflastern nicht getan sein, sondern es werden Operationen nötig werden.

Insgesamt hat mich die Lektüre dieses auch durchaus unterhaltsam geschriebenen Buches berührt und bewegt. Ich kann es gerne weiterempfehlen.


BasisBibel. Neues Testament und Psalmen
BasisBibel. Neues Testament und Psalmen
von Deutsche Bibelgesellschaft
  Broschiert
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solide Ergänzung, 23. Dezember 2012
Wie ich meiner Rezension zur Basisbibel NT bereits geschrieben habe BasisBibel. Einbandfarbe: petrol: Neues Testament, halte ich das Projekt dieser Übersetzung für ungewöhnlich ambitioniert und zukunftsträchtig. Mir gefällt der Ansatz der einfachen, rhythmischen und prägnanten und dabei doch auch sehr grundtextnahen Übersetzung sehr.

Diese Qualität setzt sich auch in der um die durch die Psalmen ergänzten Ausgabe fort. Ich wünsche der Basisbibel NT+PS viele aufmerksame und erwartungsvolle Leser und Leserinnen.


Motorola RAZR i Smartphone (10,9 cm (4,3 Zoll) Touchscreen, 8 Megapixel Kamera, 8GB Speicher, micro-USB, Android Jelly Bean) schwarz
Motorola RAZR i Smartphone (10,9 cm (4,3 Zoll) Touchscreen, 8 Megapixel Kamera, 8GB Speicher, micro-USB, Android Jelly Bean) schwarz
Wird angeboten von xxl-phones

122 von 134 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das starke Schwarze, 12. Dezember 2012
Obwohl mir der Verkäufer in einem Elektronikmarkt das Gerät zugunsten eines Galaxy S III ausreden wollte: Ich bin schlichtweg begeistert vom neuen Motorola Razr i. Es ist genau die Art von Smartphone, wie ich sie mir gewünscht habe: handlich, gut verarbeitet, ausdauernd und chic. Dabei ist das Razr i nicht schrill auffällig, sondern gefällt erst mit dem Moment so richtig, in dem man es in die Hand nimmt. Es fühlt sich hochwertig und sehr gut verabeitet an, ist dabei allerdings äußerst schlank und wirkt auch beim Telefonieren am Ohr nicht überdimensioniert wie manch größeres Smartphone. Vorher hatte ich ein Samsung Galaxy S und in puncto Verarbeitung und Haptik liegen zwischen beiden Welten. So weit also die "äußeren Werte".

Die "inneren Werte" können m.E. auch sehr überzeugen. In den Tests in Fachzeitschriften oder im Internet werden immer wieder Stärken und Schwächen der Ausstattung benannt. Das kann ja jeder selber nachlesen. "Connect" beispielsweise setzt es in seinem Test an die dritte Stelle gemeinsam mit dem iPhone 5 - andere sind zurückhaltender. Auch die gute Rezensionen bei Amazon sind ja ein positiver Hinweis. Egal, für mich jedenfalls ist es wichtig, dass es bei der von mir gewünschten Verwendung flüssig läuft, Telefon- und Datenverbindung reibungslos funktionieren, die Oberfläche sinnvolle Funktionen nicht verbirgt und ich beispielsweise neben dem Internet das Smartphone auch für den Schnappschuss, das Hören von Musik und zum Lesen von Büchern (Kindle- App) nutzen kann. E- Mail und Facebook sind ja heute eh eine Selbstverständlichkeit. Bei all dem merke ich bis jetzt keine Ruckler oder andere negative Auffälligkeiten, wobei mir letztlich egal ist, wie der Prozessor heißt, der das bewerkstelligt.

Kurzum, ich bin mit dem Razr i rundum zufrieden und würde es jedem weiterempfehlen, dessen Hauptaugenmerk sich nicht auf die größte Größe und jeweils beste Ausstattung richtet, der aber mit einer soliden funktionstüchtigen Hardware leben kann.


Das Geheimnis geistlichen Wachstums
Das Geheimnis geistlichen Wachstums
von Dallas Willard
  Gebundene Ausgabe

12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wenig überzeugend, 5. November 2012
Im Gegensatz zu meinen Vorrezensenten hat mich dieses Buch von Dallas Willard überhaupt nicht überzeugt. Neugierig auf ein Werk des amerikanischen Philosophie- Professors lege ich dieses nun nach der Lektüre unbefriedigt und enttäuscht aus der Hand. Das Geheimnis geistlichen Wachstums wollte es enthüllen. Entdeckt habe ich allerdings nur Plattitüden.

Worin besteht denn das Geheimnis geistlichen Wachstum aus Sicht von Dallas Willard? Zusammengefasst, könnte man sagen, aus der Erkenntnis, dass die Annahme der Gnade Gottes nicht reicht, sondern dass man zusätzlich darüber hinaus noch bereit sein müsse, ein Leben in der Nachfolge zu führen. Darum bestimmen Worte wie "müssen" und "sollen" seine Gedanken und auch, wenn er die Genügsamkeit der Gnade für den Erwerb des Heils immer wieder betont: Glaube und Nachfolge erscheinen stets als ein frommes Werk des Menschen, zu dem er sich aufschwingen und um das er sich bemühen muss. Konkret zeige sich dies in bestimmten geistlichen Übungen wie Stille, Einfachheit, Gebet u.a. Wer allerdings nun ein Anleitung für diese Übungen erwarten würde, sieht sich enttäuscht. Denn außer eine allgemeinen Darstellung und der Betonung, dass es auf diese geistlichen Übungen ankomme, findet sich wenig Erhellendes in diesem Buch.

In unserer Zeit der steten Selbstoptimierung mag das Programm des geistlichen Wachstums durch regelmäßige Übung so ankommen wie die Hoffnung, durch den Besuch des Fitness-Studios ein gesunder Menschen zu werden oder zu bleiben. Letztlich ist es aber die (semi)pelagianische Halbwahrheit, es käme auf uns und unsere Leistungen an, also auf das "Fleisch", während der Apostel Paulus alles vom Geist Christi erwartet. Verwandlung und Erneuerung geschieht nach dem Neuen Testament gerade nicht aus den Kräften der geistlichen Disziplin heraus, sondern aus dem Blick auf Christus und die Erwartung, dass er auch in den Schwachen mächtig ist.

Wenn Dallas Willard immer wieder auf das Manko der Reformation hinweist, dann sicher, weil er selbst darum weiß, es zumindest deutlich spürt, wie wenig evangelisch seine Version von der Nachfolge ist.


The Band from Rockall
The Band from Rockall

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Runrig im Sound der 50er, 23. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: The Band from Rockall (Audio CD)
Diese Scheibe wäre mir glatt entgangen. Wer ahnt denn schon, dass hinter einem Projekt "The Band from Rockall" die beiden MacDonald-Brüder stecken, die das musikalische Hirn der Gruppe Runrig bilden? Schon seit Jahren mag ich die schottische Folkrock- Band, wenngleich auch nicht so ausschließlich und unbedingt, wie manche andere.

Jedenfalls, diese "neue" Scheibe lohnt sich, auch wenn es nicht wirklich Runrig ist, was drinnen steckt, sondern eben nur jener kreative Teil der Gruppe, der für mehr 90% der Songs verantwortlich ist. Unverkennbar ist darum die musikalische Nähe dieser Scheibe zu älteren Runrig-Aufnahmen.

Allerdings gibt es doch ein paar besondere Ausnahmen: Auf diesem Longplayer gibt es fast ausschließlich Musik und Gesang von Calum und Rory MacDonald zu hören. Wenn sich auch beide zusätzliche Begleitmusiker in ihrer privates Musikstudio geholt haben, so sorgen sie doch für einen überwiegenden Teil der musikalischen Gestaltung selbst. Insofern ist es wahrhaft ein "Solo"projekt (Solo für zwei ;-)). Desweiteren ist die Instrumentierung bewusst gewählt, so dass sich die Aufnahmen anhören, als seien sie in den 50er Jahren entstanden. Technisch natürlich höherwertig, aber inhaltlich- musikalisch als Belebung eines alten Jugendtraums der beiden Brüder. Während also die Musik spielt, sehe ich vor meinem inneren Auge Bilder des englischen Retro-Krimis George Gentley. Es ist die Zeit, so Calum MacDonald, als der Rock'n'Roll auf die keltische Kultur der Hebriden stößt und sich miteinander vermischt.

Das Ergebnis kann sich hören lassen! Nicht der Rückgriff auf den Folk ist dabei herausgekommen. Es ist vielmehr der Mix aus dem Sound der 50er mit der gälischen Sprache (immerhin wieder vier Lieder sind auf Gälisch eingespielt!) und dem Lebensgefühl der damaligen Zeit im hinteren Winkel Europas. Lebensfroh klingen die Lieder, melancholisch teilweise und wie immer ist so mancher Ohrwurm dabei, wenn Calum und Rory texten und komponieren.

Runrig im Sound der 50er. Natürlich, die Musik klingt bekannt irgendwie, und ist doch anderes, verfremdet. Das macht den Reiz aus. Aber hören Sie selbst. Es lohnt sich.


Unter Linken: Von einem, der aus Versehen konservativ wurde
Unter Linken: Von einem, der aus Versehen konservativ wurde
Preis: EUR 9,99

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mit Klischees gegen Klischees, 30. Mai 2012
Jan Fleischhauer, Kolumnist bei Spiegel Online und Redakteur des gleichnamigen Nachrichtenmagazins, hat dieses durchaus erhellende Buch veröffentlicht. "Unter Linken" ist ein Sittengemälde der deutschen Nachkriegslinken, insbesondere seit den 1960er Jahren. Fleischhauer, selbst Eltern postmaterieller Akademiker, hat diese Lebenswert hautnah miterlebt: linkes Bürgertum mit Weltverbessererlyrik und sich im Laufe des Lebens zusehends in einen Konservativen verwandelt, sozusagen als Rebellion gegen die rebellische Jugend der 60er.
Mit viel persönlichem Anschauungsmaterial aus eigener Jugend und Kindheit, Erfahrungen aus seinem Korrespondentenlebens, angereichert mit viel Sachkenntnis aus Politik und Gesellschaft, zieht Fleischhauer nun gegen alle liebgewonnenen Klischees der Linken zu Felde. Dabei stellt er heraus, dass für die sogenannte Linke die Opfermetaphorik eine entscheidende Rolle spielt. Man erklärt bestimmte gesellschaftliche Gruppe zum Opfer, solidarisiert sich mit ihnen, indem man sich mit ihnen zum Opfer erklärt und erzeugt so einen Gewissensdruck gegen die angeblich bürgerlich-konservative Mehrheitsgesellschaft. Nur, so Fleischhauer, argumentiert man damit zumeist an den Fakten vorbei. Betroffenheit statt Sachkenntnis als linkes Lebensmuster und die Verunglimpfung all derer, die die vehement vorgetragene Meinung nicht teilen. Als selbst in den 60er Jahren Geborener, habe ich die von Jan Fleischhauer beschriebene Rhetorik in Gymnasium, Uni und in der Kirche an vielen Stellen kennengelernt und mich vielfach darüber geärgert. Wie viele meiner Generation, zu der ja auch Fleischhauer gehört, bin ich ernüchtert von der missionarischen Gewalt der 68er und ihrer Gesinnungsgenossen. Insofern kann ich vielen der Thesen Fleischhauers zustimmen und mit gleichzeitiger Belustigung über so viel Kühnheit linker Thesen und Verärgerung über die so gesteuerten gesellschaftlichen Diskurse lesen. Ja, endlich mal einer, der sagt, was mir schon so lange durch den Kopf gegangen ist. Ja, endlich mal einer, der die permanente Gehirnwäsche aufdeckt. Das gefällt mir.
Allerdings, je länger ich das Buch lese, umso unwohler wird mir doch dabei. Wirkt die über Jahre betriebene Infiltration durch linke Gesinnungstäter doch stärker nach oder ist es eine gewisse Unruhe darüber, dass ich nicht einfach ein Konservativer sein kann und will. So sehr Herr Fleischhauer zielsicher die Klischees aufdeckt und durchleuchtet, so sehr bleibt bei mir doch auch ein Gefühl zurück. Hier schreibt ja auch einer mit einer Botschaft, auch einer, der nicht ohne Klischees auskommt. So wie es linke Besserwisser gibt, so auch die konservativen, und die Vorstellung, der Jungschnösel von der Jungen Union fühlt sich durch Fleischhauers Stimme nun bestätigt in seinem Vorurteil, erschreckt mich auch. In dieser Gesellschaft will ich nun wahrlich nicht landen!!!!
Also, was bleibt: Genuss und Aha-Effekte, aber auch die Vorsicht, sich nicht von der anderen Seite vorgeben zu lassen, was richtig ist. Kritisch bleiben, demokratisch bleiben und das manchmal schwierige Geschäft der Wirklichkeit betreiben, dabei aber nicht den Hoffnungshorizont der christlichen Botschaft aufgeben und eine Verbesserung der Welt anzustreben in der Ernüchterung, dass Vollkommenheit nicht zu den menschlichen Eigenschaften gehört.


Thiele Tee Tassenbeutel, 4er Pack (4 x 75 g)
Thiele Tee Tassenbeutel, 4er Pack (4 x 75 g)
Preis: EUR 8,80

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Ostfriesentee, dann Thiele, 27. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Manchmal bin ich es Leid, als Teetrinker in Deutschland zu leben. Wie selbstverständlich sind Regale in allen möglichen Supermärkten mit den unterschiedlichsten Kaffeesorten gefüllt. Will man aber mal einen Tee kaufen, dann schränkt sich die Auswahl schon sehr ein. Die Auswahl aromatisierter Früchte- oder Kräutertees ist recht groß, Schwarze Tees werden allerdings nur in sehr begrenztem Umfang angeboten.

In größeren Städten gibt es auch Teeläden, auf dem flachen Land müssen sich Kunden mit Angeboten der bekannten zwei großen Teeanbieter zufrieden geben. Anders als in England oder in Ostfriesland ist im (restlichen) Deutschland der Schwarze Tee kein Alltagsgetränk und entsprechend dünn ist das Angebot an günstigen und trotzdem schmackhaften und kräftigen Tees.

Hochwertige Spezialitätentees finden sich in Teeläden, aber für eine schnelle Tasse Tee am frühen Morgen, muss man sich anders behelfen. Wer, wie der Rezensent des öfteren auf den ostfriesischen Inseln war, kann seine Erinnerung an einen stürmischen Herbsttag mit einer heißen Tasse echten(!) Ostfriesentees nicht vergessen. Bünting oder Thiele heißt da für manche die Glaubensfrage und eigentlich könnte man als Nicht-Ostfriese die Sache sehr gelassen sehen. Allerdings war Thiele meine erste Entdeckung und ist darum so etwas wie die erste Tee-Liebe geblieben.

Thiele-Tee ist kräftig, aromatisch und tatsächlich sehr ergiebig. Die Teebeutel, mit 1,5g gefüllt, ergeben auch für einen Teepott einen guten, kräftigen Geschmack. Grundlage der Mischung ist der kräftige Assamtee. Dadurch wirkt er vielleicht für den einen oder anderen, der fruchtigere Sorten gewohnt ist, etwas bitter.

Das Angebot bei Amazon, zur Zeit 200 Beutel für 8,80, ist wirklich günstig und schlägt locker die Preise, wie sie normalerweise für Tee im Supermarkt gelten. Eine sinnvolle Alternative, vor allem, wenn man es mit Kannengrößen zu tun hat, ist auch loser Tee (Thiele Tee Silber, 1er Pack (1 x 500 g))

Beim Kauf des Tees in Teebeuteln ist darauf zu achten, dass diese in unterschiedlichen Stärken angeboten werden. Wer wie ich nur einzelne Tassen trinkt, ist mit dieser "Teestärke" gut bedient. Ansonsten gibt es auch Kannen- und Großkannenbeutel, die deutlich stärker befüllt und darum für eine einzelne Tasse nicht zu empfehlen sind.

Viel Vergnügen.


SoftMaker Office Professional 2012 für Windows (für bis zu 3 PCs)
SoftMaker Office Professional 2012 für Windows (für bis zu 3 PCs)
Preis: EUR 99,31

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seit langem zufrieden mit Softmaker Office, 18. April 2012
In meiner Rezension zur Vorgängerversion SoftMaker Office 2010 Home & Business habe ich die wesentlichen Gründe genannt, die für mich für das Office-Paket von Softmaker sprechen. Darum hier nur die Ergänzungen zur neuen Version 2012:

Grundsätzlich hat sich für mich bei der neuen Version 2012 nicht wahnsinng viel verändert. Ich denke, dass vor allem eine bessere Kompatibilität beim Verarbeiten von Dokumenten und eine optimierte Arbeitsleistung für die neuere Version sprechen. Wer allerdings mit Version 2010 zufrieden ist, braucht m.E. nicht zwingend auf die neue Version umstellen.

Ich habe mir dieses Mal die "Professional"-Variante geleistet. Sie kommt erstmals mit einem von vielen Usern gewünschten PIM, einem Outlook-Klon namens eMClient daher, den es auch als Stand-Alone-Applikation im Internet zu laden gibt. Neben einem vollwertigen und guten E-Mail-Programm kommt dieser auch mit einer Kalenderfunktion daher und überdies als Messenger in verschiedenen sozialen Netzwerken verwendet werden. EMClient stammt selbst nicht aus dem Hause Softmaker, sondern ist dem Paket nur hinzugefügt worden. Ich konnte bei der Verwendung keine nennenswerten Probleme feststellen. Alles läuft sehr gut, auch z.B. ein mit IMAP-Protokoll betriebenes Googlemail-Konto. Allerdings muss ich sagen, dass es mich nach längerem Gebauch noch nicht restlos überzeugt hat. Auf die Kalender- und Chat-Funktionen kann ich z.B. gut verzichten.

Die Professional-Version bringt überdies auch die DUDEN- Wörterbücher und Rechtschreibfunktion mit. Dieser Zugabe ist neben dem E-Mail-Modul der höhere Preis gegenüber der Personal-Variante geschuldet. Allerdings ist auch die Textmaker-eigene Rechtschreibkorrektur durchaus brauchbar, so dass auch dies nicht unbedingt ein Argument für die Anschaffung sein muss.

Alles in allem: Das Softmaker-Office ist auch im Jahr 2012 ein ausgezeichnetes Produkt. Ich persönlich wäre wohl mit der Personal-Variante ausreichend ausgestattet gewesen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 9, 2012 10:28 PM MEST


Amazing Grace - Eine wahre Geschichte
Amazing Grace - Eine wahre Geschichte
DVD ~ Ciaràn Hinds
Preis: EUR 4,49

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Authentisches und gut gespieltes Drama um die Sklavenbefreiung, 14. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amazing Grace - Eine wahre Geschichte (DVD)
"Amazing Grace" gehört zu den bekanntesten Melodien der Welt und fehlt wohl in keinem Repertoire von Musikkapellen. Aber die Wenigsten wissen etwas über seine Herkunft, noch haben sie sich jemals mit dem Text dieses besonderen Liedes beschäftigt. Daher ist es möglicherweise verwunderlich, dass ausgerechnet jenes Lied zum Titel dieses Films über den Abolitionisten William Wilberforce aus dem 18./19. Jahrhundert gewählt wurde.
Der Film nimmt uns mit in die damalige britische Gesellschaft und vor allem Politik. Wir werden Zeuge von Parlamentssitzungen des britischen Unterhauses und der zeitgenössischen politischen Agenda. Dabei stehen wie heute innen- und außenpolitische Themen zur Debatte.
Der gläubige Christ William Wilberforce gehört zu einer Gruppe von Parlamentariern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Handel mit Sklaven im Einzugsbereich der britischen Krone zu unterbinden. Diese Gruppe setzt sich aus verschiedenen Persönlichkeiten zusammen, die aus unterschiedlichen randständigen Millieus stammen: Revolutionäre, Pfarrer, ehemalige Sklaven, mildtätige Frauen, idealistische Politiker und Eiferer, gottesfürchtige Aktionisten wie Wilberforce selbst. In den Parlamentsdebatten gerät die Position dieser Gruppe immer wieder in die Defensive. Interessant ist dabei, wie sehr die Mehrheit mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen und gewachsenen Handelsbeziehungen argumentiert. Aus diesen Gründen sei die Abschaffung des Sklavenhandels selbstverständlich nicht möglich. Jegliche Skandalierung über den Nachweis der weniger als unmenschlichen Transport- und Lebensbedingungen wird hier zurückgewiesen. Dies sein um das Wohl der Allgemeinheit nicht zu gefährden zu vernachlässigen. Mächtige Interessenvertreter wissen dabei geschickt ihre Position im Parlament durchzusetzen.
Erschreckend, wie sehr da die Argumentation der Bewahrer des Status-Quo eben genauso argumentieren wie heute. Menschenrechte, so das immer wieder wiederholte Argument, muss man sich schließlich leisten können.
Der Film "Amazing Grace" zeigt seinen Protagonisten Wilberforce im Eifer und im Zwiespalt, der ihm vermeintlich von Gott auferlegten Aufgabe, England von der Sklaverei zu befreien und die Gesellschaft zu verbessern. Insgesamt ist diese Darstellung sehr überzeugend gelungen. Die historische Kulisse, vor allem die dargestellten Parlamentsdebatten, bieten ein ansprechendes Kolorit, das die Ereignisse gut einordnen hilft.
Nicht immer ist die Dramaturgie dabei hundertprozentig gelungen. Gerade der Einstieg erscheint etwas holprig. Zu oft springt der Erzählfaden hin und her, indem er die unterschiedlichen Anläufe von Wilberforce nebeneinander stellt. Nach etwa 20 Minuten allerdings kehrt Ruhe ein und dann nimmt der Film erkennbar Fahrt auf.
Es ist insgesamt ein sehr sehenswerter Film, zeigt er doch einen wahrhaft Getriebenen, der sich gegen die Widerstände seiner Zeit für das Ideal einer Besserung der Welt einsetzt und an einem ganz konkreten Punkt ein Zeichen setzen will. Dass hier ein überzeugter Christ an der Spitze einer sozialen Bewegung steht und dabei auch von Seiten der Kirche unterstützt wird, macht einen weiteren Reiz des Films aus. Schließlich sind gerade in Historienfilmen gläubige Menschen und Vertreter der Kirche insbesondere eher finstere und rückständige Gestalten, oft im Gegensatz zur historischen Wirklichkeit. Gleichwohl ist das Thema Glauben hier nicht aufgesetzt, sondern fügt sich organisch in die spannungsreiche Persönlichkeit von Wilberforce ein.
Warum aber nun "Amazing Grace"? Nun, diese bekannte Hymne stammt aus der Feder des ehemaligen Sklavenhändlers und später bekehrten Christen John Newton, der zu einem glühenden Gegner der Sklavenhaltung wurde. John Newton taucht als Charakter daher im Film in der Begegnung mit Wilberforce immer wieder auf, als dessen moralisches Gewissen und als Stimme Gottes, die den Politiker auf seinem Weg vorantreibt.
Ich kann mich nicht erinnern, dass "Amazing Grace" in deutschen Kinos lief. Schade, vielleicht entspricht er nicht dem Zeitgeist. Jedenfalls ist er anrührendes Dokument über Zivilcourage, Menschlichkeit und tatkräftiges Christentum. Mir hat er gefallen.


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