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Rezensionen verfasst von
Regina L.

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Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers: Roman
Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers: Roman
von Christian Ritter
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sanfte Entführung..., 30. Januar 2014
Allein der Titel ist hier doch schon ziemlich außergewöhnlich, ein Titel, der einen definitiv zwei Mal hinschauen lässt. An sich ist Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers eine durchaus amüsante Geschichte, die jedoch oft nur vor sich hin plätschert und mich definitiv nicht vom Hocker reißen konnte. Das Buch liest sich leicht und schnell. Man muss anerkennen, dass es gute Unterhaltung für zwischendurch ist, denn auf seine Weise unterhält es den Lesern, allerdings nicht so, dass ich vor Lachen auf dem Boden gelegen hätte. Man kann fast sagen, dass hier nicht nur eine sanfte Entführung stattfindet, sondern auch der Humor ziemlich 'sanft' ist.
Ich finde auch, dass der erste Teil sich sehr lange hinzieht, es dauert gefühlte Ewigkeiten, bis Paul endlich im Studio sitzt. Daher kommt auch hier kein Spannungsfaktor auf, da die Inhaltsangabe da einfach schon die Hälfte des Buches vorweg nimmt. Leider gilt hier dann auch das altbekannte "Der Weg ist das Ziel" nur streckenweise.

Absolut positiv waren für mich jedoch die Charaktere: leicht abgedreht, chaotisch, ungewöhnlich und eindeutig die Tendenz zur Skurrilität - da muss ich an Frau Rottenbauer und ihren Hocker denken... Aber gerade in dieser Einzigartigkeit waren sie mir doch sehr sympathisch. Allgemein fand ich diese dörfliche Supermarktszenerie recht treffend beschrieben.
Interessant fand ich auch Günther Jauch: Für mich, soweit ich das als Zuschauerin beurteilen kann, ist er recht gut getroffen, so könnte man ihn sich zumindest doch vorstellen. Einige seiner Eigenheiten wurden sehr schön hervorgearbeitet, und dennoch war er nicht zu überzogen dargestellt, wie ein anderer, weiblicher, blonder Charakter, der gegen Ende des Buches noch seinen Auftritt hat.

Trotzdem... obwohl das Buch an sich wirklich gut lesbar war, es fehlt einfach etwas. Ich habe es durchgelesen, habe mich manchmal amüsiert, fand die Charaktere sympathisch, doch es ist und bleibt einfach eine Lektüre für Zwischendurch, die ich nach dem nächsten richtig guten Buch schon wieder abgehakt habe. Die paar Schmunzler, die die Geschichte erzeugt hat, sind nichts Bleibendes und mehr ist da einfach nicht. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich keine großen Kritikpunkte habe, außer dass es eben doch ziemlich seicht ist.

Fazit

Wenn man mal ziemlich leichte und seichte Lektüre zwischendurch benötigt, ist Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers sicherlich nicht verkehrt. Doch es ist auch ein Buch, das keinen bleibenden Eindruck hinterlässt, nett und mittelmäßig, so dass es eben auch kein absolutes Lesemuss wäre.


Hochzeitsküsse: Band 4 - Roman (Dackel Herkules, Band 4)
Hochzeitsküsse: Band 4 - Roman (Dackel Herkules, Band 4)
von Frauke Scheunemann
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Hochzeitsküsse, 27. Januar 2014
Dies war mein erstes Buch rund um Dackel Herkules, auch wenn ich die Vorgänger schon viel zu oft in Buchhandlungen in der Hand hatte. Der Einstieg war ziemlich unproblematisch, auch wenn es nun eben schon der vierte Band. Kleinere Anspielungen auf die Vorgänger werden entweder aufgeklärt oder sind nicht so wesentlich, dass man unbedingt wissen muss, was passiert ist. So liest es sich auch für einen Neuling wie mich ziemlich gut.
Die Erzählsicht ist im ersten Moment natürlich doch ungewohnt, aber ich habe mich ziemlich schnell eingefunden und es hat mich eigentlich ziemlich begeistert, die Geschichte aus Herkules' Sicht zu erleben. Dadurch ergaben sich manche wirklich humorvolle Stellen, die mich mehr als einmal zum Lachen gebracht haben, weil das Verständnis Hund-Mensch nicht immer perfekt ist. Diese Art von Situationskomik war einfach hervorragend. Das Ganze gepaart mit dem locker-leichten Stil ergab eine gute Kombination und eine super Grundlage für die Geschichte.

Am Besten waren dann doch die Unterhaltungen zwischen Herkules und seinen tierischen Freunden, insbesondere Herrn Beck habe ich da sofort in mein Herz geschlossen. Die beiden haben mich mit ihren tierischen Philosophien einfach gut unterhalten und sind ein wirklich amüsantes und umtriebiges Gespann.
Bei den menschlichen Protagonisten haben mir eigentlich an sich alle wirklich gut gefallen, sie waren mir durch die Bank weg sympathisch und ich habe in den verschiedenen Situationen einfach mit ihnen gefühlt, obwohl es durch Herkules dann doch immer wieder komisch und zum Schmunzeln wurde.
Allerdings fand ich Hedwig doch etwas überzogen dargestellt, auch wenn es dem Buch natürlich dient. Mir hat sie besser gefallen, als sie Luisa auf sehr liebevolle Art und Weise erklärt, warum Caro und Marc deren Mutter eben nicht auf der Hochzeit haben wollen. Das war eine wundervolle Szene!
Luisa ist dafür etwas blass geraten: Bis auf ihre kurzen Pubertätsanwandlungen und das ständige Kuchen backen ist für mich der unscheinbarste Charakter des Buches, obwohl sie eine liebevolle große Schwester ist.

Die Randgeschichte um Herrn Becks Frauchen fand ich dann doch auch etwas vorhersehbar. Von Anfang an hatte ich den Gedanken, der am Schluss dann auch umgesetzt wurde. Doch das hat dem Buch jetzt nicht sp sehr geschadet, immer gab es durch diese Geschichte besonders tragikomische Momente, ich sage nur: Katzenallergie (was mich einerseits amüsiert hat, aber andererseits hatte ich als ebenfalls starke Katzenallergikerin dann doch Mitleid in dieser Szene).

Das Ende gefiel mir richtig gut, denn obwohl es das eigentlich logische und perfekte Ende für das Buch ist, kam es für mich unerwartet und konnte mich dann doch noch einmal überraschen. Ich war auch ein bisschen gerührt am Ende der Geschichte...

Fazit

Hochzeitsküsse ist ein wundervolles und leichtes Buch, das man immer mal wieder gerne zwischendurch lesen kann. Herkules hat es geschafft, mich immer mal wieder zum Lachen zu bringen und dass ich es auch schade fand, dass das Buch nur 288 Seiten hat - ich hätte gerne mehr tierische Philosophien von ihm und Herrn Beck gelesen!


Im Kirschblütenweg - Die Hölle ist gleich nebenan
Im Kirschblütenweg - Die Hölle ist gleich nebenan
Preis: EUR 3,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schockierend., 15. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der vollständige Titel lautet ja Im Kirschblütenweg - Die Hölle ist gleich nebenan. Und das sagt schon vieles über den Inhalt dieses wirklich kurzen, aber dafür umso eindringlicher wirkenden Buches aus. Und wenn man da noch diesen Teil der Kurzbeschreibung liest, graust es zumindest mir umso mehr:

10 Jahre Terror. 33 Notrufe. Nur ein Ausweg.
Nach einer wahren Begebenheit.

Beim Lesen des Buches liefen mir die Schauer über den Rücken und trotz oder gerade wegen dieser unverblümten und direkten Art, in der der Autor das grauenvolle Leben der Familie darstellt, konnte ich es nicht aus der Hand legen. Es war wie ein Zwang, dieses Buch zu Ende zu lesen.

Und es ist doch immer noch so: Das Leben schreibt immer die grausamsten Geschichten. Eine Mutter, eine behinderte Tochter, ein Sohn mit Legasthenie und Kinder, die ihre eigene nicht minder tragische Familiengeschichte an der kleinen Familie auslassen. Die Art, wie der Autor diese hasserfüllten und eigentlich sinnlosen Taten beschreibt ist wirklich eindringlich. Auch dass er Schriftstücke der Frau, die dies alles wirklich erleben musste, mit einbaut, verstärkt diesen Effekt noch einmal. Doch nicht nur ihre Sicht wird aufgezeigt, das Ganze wird noch emotionaler, weil die Sicht regelmäßig wechselt. Ob nun Sophia, Timmy oder einer der Täter erzählt... Rupert Mattgey schafft es immer, dies perfekt darzustellen und die Gedankenwelt dem Leser nahezubringen. Manchmal war ich wirklich schockiert, dass dies eine wahre Begebenheit ist, manchmal war ich schockiert zu lesen, wie die jugendlichen Täter denken und fühlen - und nicht nur einmal auch angewidert.
Doch nicht nur die Täter haben mich geschockt, insbesondere die Handlungen des Sozialamts waren wirklich widerwärtig. Anders kann ich es nicht ausdrücken: Rupert Mattgey hat mit der Sozialarbeiterin wirklich eine unglaublich unsympathische Figur geschaffen, die zugleich aber auch ausdrückt, wie man in Schubladen gesteckt wird und wie Hilfe wirklich ankommt.

Es gibt immer wieder kursiv gedruckte Abschnitte, die einen Hinweis darauf geben, was mit der Familie geschieht, was dieses Mobbing, dieser Terror ihnen antun wird. Man weiß - auch schon durch die Kurzbeschreibung - einfach, worauf es hinaufläuft und doch hofft man irgendwie, dass es vielleicht doch ein besseres Ende nimmt, als man glaubt. Doch die Wirklichkeit ist nicht gnädig.

Fazit

Dieses kleine Werk ist eindringlich, beängstigend, bewegend, beklemmend und vieles mehr. Es hinterlässt zumindest mich sehr nachdenklich und auch ein bisschen geschockt, denn ich neige, wie so viele andere wohl auch, dazu, solche Gräueltaten zu verdrängen. Es ist absolut empfehlenswert zu lesen.


Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet: Roman
Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet: Roman
Preis: EUR 7,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mord im Gurkenbeet, 15. Januar 2014
Die Reihe hatte es ja auf meine Wunschliste geschafft und klang für mich auch wirklich toll, eigentlich eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Da ich nie dazu kam, es mir zu kaufen, war ich wirklich glücklich, dass ich in der Bibliothek über den ersten Band gestolpert bin. Nach dem Lesen war ich darüber noch glücklicher, denn Mord im Gurkenbeet konnte mich nicht überzeugen.

Der Knackpunkt dabei ist Flavia. Sie ist elf. Sie ist Hobbychemikerin. Sie kennt sich mit Literatur und klassischer Musik aus. Sie klingt wie eine 60jährige. Eigentlich mag ich diese Sprache, die sich immer etwas abhebt, das ist etwas, was mir in der Regel wirklich gefällt. Doch habe ich dabei einfach nicht das Gefühl gehabt, dass ein Kind die Protagonistin ist. Flavia ist altklug, egoistisch und unsympathisch. Außerdem empfand ich sie als arrogant. Sie konnte mich kein bisschen überzeugen. Und mit diesem Gedanken im Hinterkopf wurde das Buch auch nicht wirklich zum Lesevergnügen.
Die Liebe zur Chemie... gut... die half vielleicht nur einmal bei der Tatwaffe, doch ansonsten wirkten die chemischen Liebeserklärungen von Flavia unnötig und haben Längen geschaffen. So als ob der Autor sich gedacht hätte: 'Oh verdammt, ich sollte mal wieder Flavias Lieblingshobby mit ein bringen.'
Auch die anderen Charaktere bieten da keine große Abhilfe, weil Flavia, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, diese einfach so oberflächlich sieht und oft nur als Versuchsobjekte betrachtet, dass man sie nicht richtig kennen lernt.

Der Mordfall an sich sah auf den ersten Blick ganz interessant aus, auch den Mord im Gurkenbeet mochte ich. Doch der Mörder wird einem so schnell auf dem Silbertablett serviert, dass ich als Leserin gar nicht fassen konnte, dass es noch so lange dauern würde, bis dieser Fall dann doch gelöst werden würde. Und dann sind es doch viele Zufälle, die Flavia auf die richtige Spur bringen, während sie nebenbei noch alle anderen dumm dastehen lässt.

Ich mag Schachtelsätze, ich mag Beschreibungen, ich mag Bilder. Dennoch hat sich hier durch den Schreibstil einiges an Längen ergeben. Hinzu kommt, dass der wunderbare britische Humor einfach nicht wirklich durchkam und somit das Skurrile, das ich bei Titel, Beschreibungen und Kommentaren dazu erwartet hatte, einfach nicht vorhanden war.

Fazit

Ich hätte mir etwas mehr Warmherzigkeit, ein bisschen mehr Witz und eine nicht ganz so perfekte (und dabei unsympathische) Protagonistin gewünscht. Auch die Chemie hätte gerne ihren großen Auftritt haben können, aber nicht diese langen Szenen, die die Story kein bisschen voranbrachten.


Das Lächeln der Frauen: Roman
Das Lächeln der Frauen: Roman
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Niedlich, wenn auch vorhersehbar, 15. Januar 2014
Das Lächeln der Frauen ist ein wirklich charmanter, kleiner Roman. Natürlich etwas vorhersehbar, das ändert jedoch nichts daran, dass er mir gut gefallen hat. Ich habe im Vorfeld schon einige Meinungen und Kritiken dazu gelesen und bin dann natürlich - nicht voreingenommen, aber eben doch - mit einer gewissen Haltung ist das Buch rein gegangen. Entweder es wurde in den Himmel hochgelobt oder wirklich als miserabel und furchtbar verdammt. Dazwischen gab es scheinbar gar nichts oder sehr wenig. Doch relativ schnell, nachdem ich mit dem Lesen begonnen hatte, habe ich das alles zur Seite geschoben und das Buch einfach nur genossen.
Es ist vorhersehbar, da haben die kritischen Stimmen recht, aber manchmal passt gerade auf Bücher das Sprichwort 'Der Weg ist das Ziel' einfach hervorragend. Man weiß relativ schnell, wie das Ende wohl aussieht und trotzdem machen die kleinen Umwege dahin einfach Spaß. Es ist auch kein anspruchsvolles Buch, aber dafür hat es durchaus bezaubernde Momente. Ich weiß nicht, wie es euch da geht, aber ab und zu brauche ich einfach so eine wundervolle kleine Liebesgeschichte. Und Das Lächeln der Frauen ist für mich so ein Buch.

Die Charaktere... gut... ich muss sagen, dass Aurélie (warum habe ich immer das Bedürfnis Amélie zu schreiben?) mir nicht ganz zugesagt hat. Ich mochte sie schon, aber bereits ihre Abhängigkeit von ihrem Ex-Freund, der wirklich kein Sympathieträger ist, und diese extreme, überspitzte Trauer ist etwas, das mir immer nicht so gut gefällt. Aber auch das hat letztlich dazu geführt, dass die Liebesgeschichte erst beginnen konnte. Ihre Zettelsammlung am Bett fand ich dafür wundervoll. So was sollte ich mir auch zulegen. André ist dagegen ein so eigener Charakter, den ich gleich irgendwie ansprechend fand, wenn auch nicht unbedingt sympathisch.

Die Geschichte an sich ist einfach, aber manchmal mit amüsanten und manchmal mit lustigen Umwegen. Auch das 'Ende' vor dem Ende... ist einfach vorhersehbar, das kann man wirklich nicht anders ausdrücken.

Die Parallelen des Romans, der Lektor, der ein Buch raus bringt, zu dem 'Autor' Nicolas Barreau (oder eben auch nicht) sind auch lustig und haben irgendwie auch etwas Selbstironisches. Mir hat es gefallen und warum auch nicht?

Fazit

Ich finde den Roman sehr niedlich, wenn auch, da wiederhole ich mich doch gerne noch mal, vorhersehbar. Überrascht hat mich eigentlich nicht viel, dennoch habe ich es gerne gelesen, denn die Umwege, die Aurélie und André nehmen, machen dennoch Spaß. Eine schöne, kleine Liebesgeschichte, perfekt, wenn man mal leichtere Lektüre braucht.


Theos zweite Reise: Roman über die Rettung der Erde (Reihe Hanser)
Theos zweite Reise: Roman über die Rettung der Erde (Reihe Hanser)
von Catherine Clément
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2.0 von 5 Sternen Theos zweite Reise, 15. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin immer noch ein großer Fan von Theos Reise, der Grund, warum ich - nachdem ich sehr spät davon erfahren habe - nun auch die Fortsetzung besitzen musste. Allerdings kommt dieser zweite Teil für mich wirklich nicht an den ersten Band heran. Liegt das an mir? Das kann gut sein, denn ich habe das Gefühl, dass mir lange Texte über Religionen und Mythen mehr liegen als über das hier gewählte Thema. Dabei finde ich Umweltschutz durchaus wichtig und interessant, es liegt mir auch am Herzen, doch ich komme mit diesem Buch einfach nicht ganz klar. Vielleicht liegt es auch daran, dass bei der ersten Reise immer noch Theos Krankheit eine große Rolle gespielt hat und den durchgängigen roten Faden gebildet hat, der sich hier jedoch auflöst, da Tante Marthe recht schnell wieder gesund wird. Oder liegt es daran, dass die menschlichen Persönlichkeiten fehlen? Die vielen unterschiedlichen Menschen, die für ihren Glauben einstanden?

Die vermittelten Standpunkte sind durchaus interessant (ein Beispiel sind die Inuit oder auch die Atommüllaufbereitungsanlage), doch manchmal wird es doch sehr langatmig und auch zu theoretisch. Ja, zu theoretisch, so ging es jedenfalls mir. Ich habe mich immer wieder ertappt, wie ich Passagen überflogen, aber nicht gelesen habe. Es ist somit kein leichtes Buch, ich musste mich darauf konzentrieren. Doch es ist einfach... es ist ein guter Ansatz, ein Ansatz, der mir auch gefällt, doch die Umsetzung ist für mich zu langatmig.

Vielleicht liegt es auch daran, dass der erwachsene, gesunde Theo auf mich unsympathisch wirkt. Er war schon als Kind altklug und bockig, doch jetzt kann man dies nicht mal mehr durch die tödliche Krankheit verzeihen. Theo ist für mich ein unsympathischer Protagonist, der starrsinnig auf seinen Standpunkten besteht. Und wenn dann so Phrasen wie 'mein Renate-Naturkind' kommen, schüttelt es mich einfach. Das passt nicht zu einem 22jährigen und nicht zu einer Beziehung, die vielleicht gerade mal zwei Tage andauert.
Die Passagen hingegen, in denen Tante Marthe erzählt, haben mir deutlich besser gefallen. Es wirkt frischer, lebendiger und auch offener. Leider gab es davon viel zu wenige.

Was ich persönlich nicht verstehe, ist die Klassifizierung als Jugendroman. Ja... die Jugend sollte davon erfahren, das stimmt, dennoch finde ich Stil und Darstellung des Themas nicht jugendgerecht.

Fazit

Eigentlich finde ich das Thema wichtig, doch die Umsetzung behagt mir persönlich nicht ganz. Außerdem empfand ich Theos Art als unsympathisch und das spielt vermutlich eine große Rolle, dass das gesamte Buch mich einfach nicht überzeugen konnte.


ÖDLAND Erstes Buch Der Keller
ÖDLAND Erstes Buch Der Keller
Preis: EUR 3,99

3.0 von 5 Sternen Geniale Ansätze, konnte mich dennoch nicht überzeugen, 15. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich muss vorweg sagen, dass ich dieses Buch in einer wirklichen Leseflaute gelesen habe.

Ganz schlicht und einfach vorweg: Das Buch hat mich nicht gepackt. Die Idee hat mir wirklich gut gefallen und ich habe mich auch darauf gefreut, das Buch zu lesen, doch irgendwie waren wir zwei wohl nicht ganz kompatibel. Vielleicht lag es auch wirklich an dieser Flaute, doch auch jetzt noch, wenn ich darüber nachdenke, bin ich einfach nicht überzeugt. Ich habe es jetzt einige Tage sacken lassen, bevor ich diese Rezension schreibe.

Vom Ansatz her gefällt es mir richtig gut: Die Erde wurde zum Ödland, die Menschen, die noch leben, leben in Verstecken, im Untergrund und sichern sich gegen andere Überlebende ab. Die Katastrophe hat die Welt zu einer einzigen Gefahr werden lassen und man kann keinem Außenseiter vertrauen. Das passt hervorragend zum Menschen an sich, denn ganz ehrlich, wer glaubt schon, dass Menschen im Angesicht so einer Katastrophe wirklich ihre kargen Vorräte teilen? Es ist viel realistischer, dass sich jeder selbst der Nächste ist. Und das wird hier wirklich gut umgesetzt.
Und doch gab es viele Kleinigkeiten, die mich einfach gestört oder zumindest irritiert haben. Ich mag Bücher mit offenen Fragen, jedoch hätte ich gerne auch ab und zu eine Erklärung, die mich zumindest ein Stück weiterbringt. Oder eine falsche Erklärung, die mich in eine falsche Richtung lenkt und in den Folgebänden richtig gestellt wird. Das fehlt mir hier - angefangen mit der Katastrophe. Ich brauche wirklich keine physikalisch detaillierte Erklärung, doch zumindest einen kleinen Hinweis auf die Hintergründe der Katastrophe wären ganz interessant gewesen. Ich weiß nicht, ob sich das in den drei Fortsetzungen irgendwann klärt, manchmal erschien es mir hier jedoch, als wüssten nicht einmal die Wissenschaftler aus dem Keller, was passiert ist. Hinzu kommt, dass ich mich manchmal gefragt habe, warum es teilweise so wirkte, als wären die Menschen überrascht worden und die Wissenschaftler auf der anderen Seite Dinge in Sicherheit bringen konnten. Das waren einfach ein paar Punkte, die mich irritiert haben.
Der Keller war auch eines dieser Dinge, mit denen ich zumindest anfangs gehadert hatte. Dort leben viele Kinder und Wissenschaftler und ich habe mich lange gefragt, warum es dort keine Eltern gibt. Dies hat sich dann doch geklärt und zwar sehr logisch. Das war definitiv ein interessanter Ansatz.

Mega ist die Protagonistin. Sie ist anders, was deutlich hervorgehoben wird, bereits durch ihr Aussehen und ihren Namen. Obwohl sie wirklich lange Strecken des Buches im Vordergrund steht, habe ich dennoch nicht das Gefühl, sie kennen gelernt zu haben. Dazu ist ihre Vergangenheit einfach viel zu mysteriös angesetzt. Das ist allerdings kein Kritikpunkt, immerhin folgen noch drei Bücher, wo das geschehen kann ;)
Allerdings fand ich dafür die Erkundungstour recht anstrengend zu lesen. Zum Einen fand ich das Gerät, mit dem sie sich fortbewegt, zwar ziemlich interessant, doch nach einer Weile gab es einfach Längen. Natürlich lernt man so das Ödland kennen, doch es kommt einfach keine Spannung auf. Und ich habe einfach das Gefühl, das ist fast das Einzige, was passiert. Es ist etwas für meinen Geschmack etwas langatmig. Etwas mehr Spannung, auch etwas mehr 'Action' hätte es ruhig geben dürfen.
Der zweite Erzählstrang war zwar auch noch da und da passierte dann doch etwas mehr, aber auch das konnte mich einfach nicht richtig packen. Es plätschert eigentlich nur vor sich hin und dann kommt am Schluss doch noch ein spannender Cliffhanger...

Ich denke, es ist sicherlich erstmal ungewöhnlich, wenn man die allein gestellten Dialoge liest. Doch ich konnte mich recht schnell daran gewöhnen und fand das doch mal etwas Anderes. Auch die plötzlichen und schnellen Szenensprünge empfand ich als ziemlich interessant.
Dennoch bin ich mir aktuell nicht sicher, ob ich die Fortsetzung lesen würde. Es hält sich wirklich die Waage, was ich bei diesem Buch an positiven und negativen Aspekten gefunden habe.

Fazit

Für mich ein wirklich schwieriges Buch, weil es mich eigentlich nicht überzeugen konnte, aber dennoch wirklich geniale Ansätze hat: Insbesondere die Darstellung einer dystopischen Welt voller Gewalt und Grausamkeit, in der jeder Mensch für sich kämpft, gefiel mir richtig gut. Doch da in diesem ersten Buch nach meinem Empfinden fast nichts passiert ist, habe ich zwar Hoffnung bei der Fortsetzung, aber gleichzeitig auch Zweifel. Ich bin wirklich in einem Zwiespalt.


Die Dienstagsfrauen zwischen Kraut und Rüben: Roman (KiWi)
Die Dienstagsfrauen zwischen Kraut und Rüben: Roman (KiWi)
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Nur das Ende ist nicht so gelungen, 15. Januar 2014
Ich lass mich gerne mal in die Welt der Dienstagsfrauen entführen, weil es dort immer schön chaotisch, aber zugleich auch lustig zugeht. Noch dazu lesen sich die Dienstagsfrauen einfach so leicht weg, dass sie einfach das perfekte Buch für zwischendurch sind, wenn man mal Entspannung braucht.

Doch auch wenn es keine schwere Lektüre ist, mag ich die Tiefe der Charaktere. Auf den ersten Blick erscheint beispielsweise gerade Estelle etwas oberflächlich, in diesem Buch jedoch beweist sie das Gegenteil. Jede der fünf Frauen hat ihre eigenen Probleme und trotzdem halten sie zusammen, um Kiki zu helfen.
Ich mag eigentlich jede der fünf Dienstagsfrauen, da sie alle so sympathisch sind und wirklich auch in der Nachbarschaft leben könnte. Hinzu kommt eben wirklich, dass sie auf ihre ganz eigene Art und Weise Probleme angehen. Ob das nun Judith ist, die Karten legt oder Caroline, die alles ganz genau betrachtet und misstrauisch sieht.
Hier kommt neben den Damen noch ein eher zwielichtig wirkender Mann hinzu, der auch mich dazu gebracht, Möglichkeiten zu suchen, was er wohl von den Dienstagsfrauen möchte. Und da haben mich nicht nur Carolines Misstrauen und ihr Gedanke, warum er dort ist, wo er ist, sondern auch meine eigenen Mutmaßungen in die Irre geführt - also so, wie es sein sollte ;)

Sehr passend ist natürlich auch das Landthema, das ja aktuell recht beliebt ist. Das Cover ist in der Hinsicht ziemlich schlicht, aber auch vielsagend. Mir gefällt es richtig gut, genauso wie das Landthema. Ich liebe es, wie die Dienstagsfrauen in Gummistiefeln durch das Gebäude stolpern und den Garten umpflügen.

Bisher hat dieser Roman für mich das schwächste Ende: Das Ganze löst sich zu schnell und zu positiv auf. Erst wird man lange hingeführt, rätselt lange rum und dann ist die Lösung irgendwie sehr leicht. Wenn sie zugleich allerdings auch ein weiteres Buch versprechen könnte, denn zumindest Estelles kleiner Kampf ist sicher noch nicht vorbei.

Fazit

Die Dienstagsfrauen machen mir persönlich einfach immer wieder Spaß. Für mich als Landmaus ist Kikis Umzug aufs Land natürlich super und so hat es noch mehr Freude bereitet. Einzig das Ende hat mir nicht ganz so gut gefallen - zu glatt, zu schnell, zu einfach.


Lukas und das Geheimnis des Geisterwaldes
Lukas und das Geheimnis des Geisterwaldes

5.0 von 5 Sternen Tolles Abenteuer!, 15. Januar 2014
Science Fiction... dafür hatte ich schon immer ein Faible, mehr noch als für Fantasy, wenn ich ehrlich bin. Daher habe ich mich wirklich gefreut, als ich die Chance gekriegt habe, das Buch für eine Leserunde zu lesen (und ich freue mich immer noch darüber). Ich habe mich auch aus dem Grund gefreut, da ich bisher eigentlich wenige Bücher zu dem Thema gelesen habe und gegen ein gutes Kinder-/Jugendbuch habe ich nichts einzuwenden.

Kurz gesagt: Das Buch liest sich einfach nur gut. Und ich will mehr davon! Das sagt doch schon alles, oder? Es hat einfach so viel Spaß gemacht, mit Lukas und Nico den Geisterwald zu erkunden und den Außerirdischen Kawett kennen zu lernen.
Ich könnte euch wirklich lange von der Technologie, den Außerirdischen an sich und der wunderbaren Freundschaft von Lukas und Nico vorschwärmen, weil mir das alles so gut gefallen hat - und hier beachte man bitte die Reihenfolge...

Lukas ist neu in der Stadt und neu in der Schule, eine furchtbare Situation, von der die wenigsten sie sicher so erleben wollen. Trotz allem mag ich besonders die Offenheit, mit der er Nico begegnet und wie sie sich anfreunden. Warum? Weil sie die gleichen Hefte lesen - in dem Alter ein wirklich wichtiger Grund! Die Entstehung dieser Freundschaft ist einfach aus dem Leben gegriffen und das macht es so wunderbar.
Auch Nico ist ein absolut sympathischer Charakter, den ich mit seiner stürmischen Art und Weise gleich ins Herz geschlossen habe.

Bei der außerirdischen Technologie hat es mir insbesondere der Robotron angetan... so etwas würde ich auch nehmen, wenn es das geben würde. Doch allgemein haben mir die Beschreibungen des Raumschiffs und auch der Reisen ins Weltall gefallen, man hatte das Gefühl, dabei zu sein und an der Seite der Abenteurer zu stehen. Gerade der Blick durch Lukas' Augen hat mich immer zum Träumen gebracht.

Fazit

Mein Fazit? Man sollte doch immer mal wieder in den Sternenhimmel schauen, denn es lohnt sich einfach!
Wundervolles Kinder-/Jugendbuch, das einem die Weiten des Alls näher bringt und bei dem ich zumindest Lust auf viel mehr bekommen habe!


Die Kane-Chroniken, Band 3: Der Schatten der Schlange
Die Kane-Chroniken, Band 3: Der Schatten der Schlange
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Gelungener Abschluss, 15. Januar 2014
Nun ist auch der letzte Band der Kane-Chroniken erschienen und ich hab zuerst noch einmal von vorne begonnen und dann die gesamte Trilogie in einem Rutsch durchlesen müssen. Rick Riordan bewirkt bei mir einfach so einen Suchtfaktor, dass ich die Bücher nicht aus der Hand legen kann und immer mehr davon lesen muss! Fast hätte ich noch einmal zu Percy Jackson gegriffen.

Die Idee der Trilogie hat mich bereits im ersten Band fasziniert und gefesselt. Während bei den Percy-Jackson-Bücher die Kinder von Halbgöttern im Mittelpunkt stehen, verschmelzen die Kanes 'nur' mit ägyptischen Göttern, sind allerdings eigentlich Magier. Und da ich schon als kleines Kind ein absolutes Faible für die Mythologie des alten Ägyptens hatte, ist das eine für mich traumhafte Idee!

Schon das Ende des zweiten Bandes hat mir absolut Lust auf mehr gemacht, ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht, denn der altersschwache Re war einfach nur amüsant, aber eben gleichzeitig auch der optimale Cliffhanger. Und dieser Band hier geht auch gleich richtig los, man wird direkt in das Geschehen hinein geschmissen. Mich hat das im ersten Moment verwirrt, doch ich war recht schnell wieder drin und konnte an der Seite von Sadie und Carter mitfiebern. Es gibt viele lose Stränge, die sich in diesem Buch miteinander verbinden und stellenweise sind da so Momente, bei denen ich einfach nur noch 'Logisch!' dachte. Der letzte Kampf ist auch großartig geschrieben, da hat mich das Fieber dann gleich noch mehr gepackt und ich musste immer schneller lesen, weil ich einfach so von der ganzen Situation gefesselt war. Es ist eins dieser Bücher, die ich einfach nicht aus der Hand legen konnte - Rick Riordan erzeugt bei mir einfach einen absoluten Sucht-Faktor.

Allein schon die Erzählweise durch Sadie und Carter sagt mir zu. Die kleinen Kabbeleien, die Kommentare und das alles macht mir beim Lesen wirklich Spaß. Doch gerade in diesem Band finde ich einfach die Darstellung ihrer Entwicklung sehr gelungen. Man merkt doch, wie sehr die beiden sich verändert haben und dabei doch sie selbst geblieben sind. Da sind mir insbesondere die Momente in Erinnerung geblieben, in der Sadie ihren Bruder beschreibt, wie sie ihn jetzt sieht. Auch Carters abschließende Szenen in diesem Buch fand ich eindrucksvoll.

Wie immer ist Rick Riordans Schreibstil leicht und humorvoll. Die Streitgespräche oder auch die Diskussionen mit Horus und Isis sind Momente, die ich bei ihm einfach genieße. Ich lese es einfach zu gerne ;)
Allerdings habe ich auch hier das Gefühl, dass der Autor sich die Möglichkeit für eine Fortsetzung offen gelassen hat. Im dritten Band der Helden-des-Olymp-Reihe gibt es ja schon eine erste Begegnung zwischen Carter und Percy, vielleicht wäre das auch noch interessant. Ich persönlich warte ja noch auf die germanischen Götter in Buchform!

Fazit

Für mich ist dies der gelungene Abschied der Trilogie: Carter und Sadie haben sich sehr entwickelt und behaupten sich nun Seite an Seite mit den Göttern im Kampf gegen Apophis. Ich habe das Buch einfach verschlungen, ich konnte es nicht mehr zur Seite legen. Rick Riordan macht mich süchtig! Absolut empfehlenswert.


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