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Rezensionen verfasst von
Gudrun Schubert

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Fantasy-Lesebuch 1
Fantasy-Lesebuch 1
Preis: EUR 2,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Träumerische Kurzgeschichten, 13. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Fantasy-Lesebuch 1 (Kindle Edition)
Fantasy ist ein inzwischen ziemlich weit gefächerter Begriff. Was verbindet man mit Fantasy? Wenn jetzt jemand Vampire, Einhörner, Djins oder Geister sagt, dann ist er beim „Fantasy-Lesebuch 1“ genau richtig. Diese schöne kleine Kurzgeschichtensammlung beinhaltet fünf Geschichten von vier Autoren, die den Leser alle in ihre ganze eigene fantastische Welt entführen.

Alle fünf Geschichten haben tatsächlich ihren ganz eigenen Charme. Jeder der Autoren hat ein anderes Verständnis von Fantasy und lebt dieses in seiner Geschichte aus. Der Leser wird beispielsweise in die historische Welt von Cicero gelockt, in der es vielleicht doch Götter gab, er reist weiter nach Canossa und wird Zeuge von Heinrichs Buße, trifft zwei zum liebhaben tollpatischige Djins und erlebt in einem Koffer eine Fahrt zu geisterhaften Ereignissen. Mein persönlicher Favorit war aber eine Geschichte über das wohl klassischste Wesen der Fantasy: ein Einhorn. Aber sind Einhörner tatsächlich nur ungefährliche Pferde?

In jeder Geschichte spürt man einen anderen literarischen Stil und so bietet diese Kurzgeschichtensammlung eine tolle Abwechslung. Bei vielen Geschichten möchte man eigentlich wissen, wie es weiter geht. Aber das ist nun mal so eine Sache bei Kurzgeschichten ;) Die Stile variieren über sarkastisch bis verspielt und lassen die Geschichten immer schnell verfliegen.
Besonders schön finde ich allerdings auch den Titel und vor allem das Cover. Der Titel versetzte mich zurück in meine Kindheit und erinnerte mich daran, dass ich noch nicht zu alt bin um zu träumen. Das Cover ist einen Stern an sich wert. Es ist wundervoll aufgemacht, beinhaltet zauberhafte Details und führt dazu, dass man gleich anfangen will zu lesen.
Teilweise hätten die Geschichten ruhig länger sein dürfen, denn manchmal denkt man sich: „Mehr davon bitte“. Kleine Abzüge gibt es also schon, aber alles in allem bietet das „Fantasy-Lesebuch 1“ wirklich schöne Geschichten, die einem den Tag verzaubern. Von mir gibt es vier Sternchen.


Im Dunkeln lauert die Angst
Im Dunkeln lauert die Angst
von Eva Breunig
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gutes Jugendbuch mit anderen Themen, 5. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Im Dunkeln lauert die Angst (Broschiert)
Der Titel „Im Dunkeln lauert die Angst“ lässt den Leser ein wenig erschaudern und schafft in Verbindung mit dem düster gehaltenen Cover bereits einige Vorstellungen. Bei diesem Roman handelt es sich um ein Jugendbuch der besonderen Art. Es geht nicht im Vordergrund um eine Liebesgeschichte, die über mehrere Teile weitergesponnen wird, sondern viel mehr um Abenteuer. In diesem Buch lauert die ein oder andere Gefahr – unter anderem, dass man unbedingt weiterlesen möchte.
Das Thema des Romans „Im Dunkeln lauert die Angst“ ist einfach nur cool: Pfadfinder. Ja, ich weiß was ihr denkt und ganz ehrlich, ich hätte auch nicht geglaubt, dass es sich bei diesem Thema um solch einen gelungen Roman handelt kann, aber so ist es.
Miriam und Daria sind Zwillingsschwestern, die in Wien studieren. Sie sind seit ihrer Kindheit bei den Pfadfindern und gehören inzwischen zu den Leitern, die wie eine Familie zusammenhalten. Die Schwestern sind bekannt dafür sich die coolsten Nachtgeländespiele auszudenken, die den Kindern auf schaurige Art sogar noch etwas Pädagogisches lehrt. Doch auf der Pfingstfahrt passiert etwas Schreckliches, das Miriams Leben völlig verändert.
Wie ich bereits sagte, ist dieses Jugendbuch nicht wie jedes andere. Es bietet viel Abwechslung. Dies beginnt bereits mit dem Thema der Pfadfinder. Die Geländespiele sind total spannend und ich habe mich an die dutzend Mal gefragt, warum ich zum Teufel nie Pfadfinderin war! Der Leser lernt ganz nebenbei etwas über das Morsealphabet oder den Freimaurer-Code. Schon allein diese Thematik ist spannend. Aber auch die Geschichte verliert nie an Spannung. Es gibt mehrere Erzählstränge und sogar verschiedene Erzählstile. Das Buch handelt hauptsächlich von Miriam. Sie verfasst einen Blog, auf dem sie ihre Gefühlswelt festhält. Anfangs schreibt sie über das Thema Liebe und später über Gott. Diese Blogeinträge sind philosophisch gut gelungen und passen gut zu einem Mädchen, das Anfang 20 ist. Neben den Blogeinträgen gibt es auch Tagebucheinträge eines kleinen Mädchens, von denen der Leser anfangs gar nicht versteht, wieso diese beleuchtet werden. Aber natürlich sind sie für den Verlauf der Handlung wichtig. Als letztes zu nennen wären die Spielberichte über ein Onlinespiel, dass Daria spielt: Miracle Forest. Hierbei handelt es sich um ein Fantasiespiel, in dem sie mit einem unbekannten anderen Player durch die Spielwelt zieht. Aber wer ist dieser andere Player und warum horcht er Daria so aus? All diese Handlungsstränge kommen am Ende wieder zusammen und erleuchten später den Leser über die dunklen Geheimnisse, die sich im Laufe der Geschichte aufgebaut haben.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war spannend zu lesen und die Charaktere sind gut gelungen. Die meisten sind allerdings auch sehr gutgläubig und naiv. Obwohl zwischendurch etwas sehr Schlimmes passiert, kann sich die Geschichte aufklären. Vielleicht ist das Ende sogar etwas too much, aber das müsst ihr selbst herausfinden. Der Glaube an Gott ist in „Im Dunkeln lauert die Angst“ ein sehr wichtiges Thema. Für Menschen die nicht glauben, könnte daher manches unverstanden bleiben, mich persönlich hat es nicht gestört, da es auch einfach eine Charaktereigenschaft der Figuren ist. Für den normalen Leser, aber wie gesagt etwas viel.
Alles in allem hatte ich viel Spaß mit diesem Buch. Ich muss noch einmal betonen wie cool das Pfadfinderleben zu sein scheint. Jedenfalls macht der Roman sehr viel Lust darauf. Die Abwechslung durch die verschiedenen Stile ist richtig gut gelungen und die Story bleibt spannend. Ich vergebe 4 Sterne für dieses Buch, das mich doch positiv überrascht hat.


Die Sache mit meiner Schwester: Roman
Die Sache mit meiner Schwester: Roman
von Anne Hertz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel Liebe + noch mehr Humor = Anne Hertz eben, 17. März 2014
Jeder, der Geschwister hat, kennt es: Das ständige Auf und Ab, die Streitphasen und dann eben doch die Einsicht: Ohne den anderen wäre das Leben doch völlig trist und sinnlos. Genau von dieser Liebe handelt der neue Roman von Anne Hertz: Die Liebe unter Geschwistern.
Die Hertz-Schwestern haben mit „Die Sache mit meiner Schwester“ (der etwas andere Anne Hertz) eine wunderbare Geschichte über Familie und Liebe geschaffen. Von der ersten Seite an, besticht dieses Buch und versüßt dem Leser den Tag durch seinen humorvollen Sprachstil.
„Die Sache mit meiner Schwester“ ist eine Geschichte zweier Schwestern (logischerweise). Heike und Nele schreiben gemeinsam Romane und haben eigentlich alles, was man sich wünscht. Zumindest auf den ersten Blick. Bei genauerem Hinsehen ist nämlich weder das idyllische Familienleben von Heike mit Mann und drei Kindern so idyllisch, noch Neles abwechslungsreiches glücklichmachendes Partyleben so abwechslungsreich und glücklichmachend. Außerdem können sich die Schwestern schon eine Zeit lang gar nicht mehr leiden und lassen ihre berühmten Bücher von einer Ghostwriterin schreiben. Erst als eine kleine Katastrophe eintritt und das Leben seinen Lauf nimmt, kommt die Zeit, um über alles noch einmal nachzudenken. Aber haben die Schwestern diese Zeit?
Das faszinierendste an diesem Roman ist wohl der Realitätsfaktor. Wie auch die Autorinnen Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz unter dem Synonym Anne Hertz gemeinsam schreiben, arbeiten auch die Schwestern Heike und Nele unter einen Synonym – Sanne Gold. Auch die biographischen Hintergründe der Schwestern ähneln doch den realen Lebensläufen der Hertz-Schwestern schon sehr. Alles künstlerische Freiheit? ;) Hm…schwer zu sagen. Auf jeden Fall ein sehr interessanter Fakt, der das Lesen gleich noch spannender macht.
Die Geschichte wird aus Neles Perspektive erzählt, die kleine Schwester, die überall den Ruf einer „Partymaus“ hat. Neles Humor ist einfach wundervoll und der Leser schließt sie sofort ins Herz. Auch die anderen Charaktere sind wirklich gelungen. Da wäre Neles Schwager Oliver, der etwas zu steif ist, ihre liebenswerte Nichte Emma, die urkomische Mutter der beiden und natürlich auch der egomanische und verheiratete Liebhaber von Nele. Jede Figur hat ihre eignen Stärken und keine von ihnen erscheint blass. Des Weiteren zeichnet das Buch neben seinem großartigen Humor eine kleine Reihe von Flashbacks aus, die in Form von Tagebucheinträgen geschehen. Es ist für den Leser eine tolle Perspektive in die 15-Jährige Nele hineinschauen zu können und den Dingen so vielleicht doch eine andere Bedeutung zu verleihen. Der Schreibstil ist umgangssprachlich und perfekt so wie er ist. Nele muss sich durch alltägliche Dinge durchhangeln und versucht das Leben so irgendwie zu managen. Auf eine verdrehte, aber liebevolle Art und Weise, bekommen die Schwestern so (vielleicht) doch noch ihre zweite Chance.
Einen Roman wie „Die Sache mit meiner Schwester“ sollte man wirklich lesen. Es ist sicher nicht das nächste Nobelpreisträgerwerk, aber einfach herzlich. In vielen Szenen malen die Autorinnen eben doch ein reales Bild, das vielen von uns sicher bekannt vorkommt und zum Schmunzeln bringt. Leider ist man viel zu schnell mit diesem Buch fertig und auch das plötzliche Ende macht die Sache nicht besser. Aber genau das will man doch, oder? Ein spritziger und lustiger, liebevoller und gut geschriebener Roman, mit dem man abschalten kann und der einen einfach gut unterhält. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen für diese chaotische Schwesterngeschichte, die uns allen noch einmal bewusst macht, wie wichtig Geschwister sein können.

Mein absolutes Lieblingszitat übrigens:
„Aber wer mit dreizehn in Ralph-Lauren-Hemd (der Kragen natürlich in bester Graf-Dracula-Manier hochgestellt) und brauner Cordhose rumläuft, ist ohnehin schon ein Opfer."
- Nele über einen Mitschüler ihres Neffen Jakob


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