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Rezensionen verfasst von
Dr. Ralph Leonhardt "ralphleonhardt"
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Magic TCG, Theros Intro Pack, "Gaben von Nyx", deutsch
Magic TCG, Theros Intro Pack, "Gaben von Nyx", deutsch
Wird angeboten von Fantasy Strongpoint
Preis: EUR 19,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prima, 4. November 2013
= Haltbarkeit:3.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zunächst - ich bin eine Gelegenheitsspieler. Für mich darf die Spielemechanik nicht allzu kompliziert sein und allzulanges Rumbasteln am Deck ist nicht so mein Ding.
Diese Intropack kommt dem ziemlich perfekt entgegen. Es ist schwarz-weiss gehalten und hat auch einige Effekte die damit spielen.
Das tritt jedoch angesichts der neuen Gottesgabe-Mechanik in den Hintergrund. Bei der Gottesgabe handelt sich um Kreaturen, die sowohl Aura als auch eigenständige Kreatur sein können. Gerade bei den weißen Karten mit deren inhärenter Bring-Masse- Aufs-Feld- Mechanik bringt das eine reihe völlig neuer Optionen, da man die Kreaturenanzahl gewissermaßen im Spiel verändern kann ohne jedoch Schlagkraft zu verlieren. Umgekehrt verlieren bestimmte Removals ihre Schärfe, weil Gottesgabe-Karten -als Aura verwendet- auf dem Spielfeld verbleiben, auch nachdem die Kreatur die damit verzaubert war auf den Friedhof geht.
Auf jeden fall ist es eine sehr gelungene Spielidee.

Sehr schön sind auch die Auren "Prüfung des XXX" wobei XXX für einen der Theros-Götter steht. Bei jedem Angrriff verstärkt sich die Kreatur um +1/+1 und beim dritten Mal bekommt der Spieler bei Opferung der Aura einen Bonus.

Ein anderes Leckerli die Hellsicht-Mechanik, die auch ma anderen Farben als blau ermöglicht, die obersten Bibliothekskarten anzuschauen. Auf jeden Fall sind dies sehr zum Thema stimmige und spassbringende Ideen, die auch grafisch auf den Karten sehr schön umgesetzt wurden.

Die Theros- Karten sind auf jeden Fall einge gelungene Bereicherung und das Intropack mach Spass und ist, zumindestens gegen das schwarze Deck, sehr ausgewogen. Vor allem kann es im Spiel öfter mal Umschwünge geben. Das macht es deutlich interessanter als ich das aus den 2013er oder 2014er Sets kenne.


Die Republik der Frauen
Die Republik der Frauen
Preis: EUR 15,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Shades of Grey - aber politisiert, 2. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Republik der Frauen (Kindle Edition)
Die Story: Populäre und mutige Fernsehmoderatorin läßt sich ihre politische Partei von einem philantropischen Ölmillionär sponsern und geht mit diesem nach dem gemeinsamen Besuch des Weltsozialforums ins Bett.
Nachdem ein Vulkan den Testosteronspiegel der ortsansässigen Männer (nicht des Olmillionärs wohlgemerkt) gesenkt hat, erobert die politische Partei der Fernsehmoderatorin die politische Macht. Einmal an der politischen Macht, werden die politischen Vorstellungen der Moderatorin realisiert, die im wesentlichen einem sozialistisch-feministischen Weltbild, wie man es sich z.B. aus der "Zeit" zusammenstückeln kann. Angelegentlich werden noch einige besonders unappetitliche Aspekte lateinamerikanischer Duodezdiktaturen als Charakterisierung maskuliner Unfähigkeit und Niedertracht zelebriert.

Was diese Geschichte von einem reinen Arztroman unterscheidet ist das hinterlegte poltische Name- und Programmdropping.
Was diesen Roman über das Niveau eines allgemeinen Arztromans heraushebt ist die technische Finesse der Autorin, die die genannte Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und Rückblenden erzählt. Gott sei dank - sonst wäre sie gar zu einfältig.


Programme Evaluation and Treatment Choice (Lecture Notes in Economics and Mathematical Systems)
Programme Evaluation and Treatment Choice (Lecture Notes in Economics and Mathematical Systems)
Preis: EUR 62,71

5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnete Monographie, 13. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dies ist definitiv kein Einführungsbuch in die Thematik. Vielmehr ist es eine Monographie, die einige sehr wichtige eigene Ergebnisse des Buchautors sowohl auf theoretischem Gebiet als auch in der empirischen Umsetzung darlegt.

Das für die Anwendung interessantest theoretische Ergebnis ist, dass der Propensity Score auch ohne die Voraussetzung der bedingten Unabhängigkeit der Outcomes zu einer konsistenten Schätzung des Behandlungseffektea führt. Zwar wurde dies bisher in Studien "nicht so genau genommen", um so wichtiger ist der Nachweis, dass dies auch aus theoretischer Sicht kein Fehler ist.

Etwas langwierig ist die exensive Analyse der Bandbreite für die Anwendung nichtparametrischer Regressionsverfahren für die Bestimmmund des Treatmenteffekts. Für den Leser ist hier sicher die wichtigste Erkenntnis das dabei vorgestellte strategische herangehen an die Durchführung solcher Studien. Selbstverständlich ist die durch die Evaluation ermöglichte "Sortierung" der möglichen verfahren nach Bias und Sensitivität der Ergebnisse gegenüber der Bandbreitenwahl wichtig, aber derartige Ergebnisse finden meist den Eingang in die Literatur in ein bsi zwei lapidaren Sätzen.

Sehr schön ist das Kapitel, in der der Autor die Anwendung optimaler Programmauswahl für einen Datensatz aus einem schwedischen Gesundheitsrehabilitationsprogram demonstriert.

Sehr angenehm zu Lesen ist der Satz des Buches (Latex sei Dank). Das ist bei der Vielzahl der notwendigen Indizes und Sonderzeichen keine Kleinigkeit!

Für den interessierten Leser mit Vorkenntnissen sehr zu empfehlen, insbesondere weil die Auswahl des optimalen Treatments noch keinen Eingang in die Lehrbücher gefunden hat. Hier bekommt man dies aus erster Hand von einem intimen Kenner der Materie demonstriert.


El Corazon
El Corazon
Preis: EUR 10,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Best Country Ever, 30. Januar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: El Corazon (Audio CD)
Das ist das bei weitem beste Country Album seit Jahren, angesiedelt zwischen Punk und idyllischem Countrygefiddle. Und mittendrin mit "Poison Lovers" ein mainstreamfähiger Hit für die Ewigkeit.

Liest man dann die Texte, weiß man was für ein großartiger Songschreiber der Szene beinahe an Suff und H verlorengegangen wäre.
Drücken wir die Daumen, daß Mr. Earle uns auch weiterhin erhalten bleibt.


Foreign Direct Investment, Ownership, and the Transfer of Technology
Foreign Direct Investment, Ownership, and the Transfer of Technology
von Ralph Leonhardt
  Taschenbuch

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Investieren im Ausland -- Risiken für Technologieunternehmen analysiert, 11. September 2006
Zuerst: Ich bin der Autor. Zum zweiten: Natürlich gebe ich mir 5 Sterne, will jedoch vor allem den Inhalt des Buches wiedergeben, so dass man sich ein Bild davon machen kann.

Das Grundanliegen dieser Arbeit ist es, basierend auf einer Befragung von mehr als 1000 deutschen Unternehmen, die in Osteuropa in der Zeit von 1989-2001 Direktinvestitionen getätigt haben, Chancen und Risiken für Technologieunternehmen bei der Verlagerung von Standorten ins Ausland theoretisch und empirisch auf Basis volkswirtschaftlicher mathematischer und statistischer Modelle zu analysieren.

Dabei gliedert sich die Arbeit in zwei große Teile. Der erste Teil besteht in einem empirischen Test der schwachen Souvereign-Risk-Theorie. Diese beschreibt die Balance zwischen dem Risiko eines Investors durch das Gastland via Steuern, Abgaben und Korruption indirekt (daher "schwache" Theorie) enteignet zu werden auf der anderen Seite aber durch die Herrschaft über das know-how dem Gastland erwünschte Neuerungen vorzuenthalten. Durch die Entwicklung eines Latent-Index-Modells für die Beteiligungshöhe werden die Aussagen dieser Theorie weitgehend gestützt. Neben der Entwicklund eines Conditional Tobit-Modells wird auch eine Erweiterung des McKelvey-Zavoina-Bestimmtheitsmaßes für die Goodness-of-Fit angegeben.

Im zweiten Teil wird theoretisch auf der Basis eines Variationsansatzes die Verbindung zwischen der Instabilität internationaler Joint Ventures, d.h. dem zunehmenden Verlust von Anteilen an den ausländischen Investor, und dem Verlust an Wissensvorsprung durch den Investor hergestellt. Dieser Ansatz bietet die Möglichkeit, den Verlust an Technologie und know-how an das Ausland zu quantifizieren. Für die Hauptinvestitionsländer Polen, Ungarn und Tschechien wird dies exemplarisch durchgeführt. Es zeigt sich, daß durch Auslandsinvestitionen ein erhebliches Maß an know-how des Investors verloren geht. Besonders spektakuläre Beispiele dafür in jüngster Zeit, ist der chinesische Transrapid und das Angebot von VW- und Mercedes-Klonen in China, aber auch das Kopieren von Technologie durch Maschinenbauer, welches viele deutsche Firmen beklagen.

Es werden firmen- und wirtschaftpolitische Kennzahlen vorgeschlagen, welche als Handreichung dienen können, das so beschriebene Risiko einzuschätzen. Da diese weitgehend auf den Umsätzen basieren, sind diese auch empirisch implementierbar.

Im Anhang werden umfangreichere Beweise und die programmtechnische Implementation der Schätz und Testprozeduren für das Programmsystem R angegeben.


Freakonomics: Überraschende Antworten auf alltägliche Lebensfragen
Freakonomics: Überraschende Antworten auf alltägliche Lebensfragen
von Stephen J. Dubner
  Gebundene Ausgabe

29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sein und Schein, 31. März 2006
Was von dem, das man über soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge hört oder liest, ist eigentlich wirklich durch Daten gesichert? Familienplanung als Methode der Verbechensbekämpfung erweist sich aus statistischer Sicht als wirksammer, als eine Verstärkung von Polizeikräften. Es wäre besser Swimming Pools besser zu sichern als Babysitze in Autos zu forden um die Unfälle bei Kindern zu reduzieren.

Worin unterscheidet sich die Ökonomie eines Konzerns von der des organisierten Verbrechens? Gar nicht.

Sind die Anreize für Schüler abzuschreiben nicht eigentlich lächerlich im Vergleich zu den Anreizen für die Lehrer objektive Prüfungen zu unterbinden? Sie sind es.

Was sagt der Vornamen eines Neugeborenen über seinen zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg aus? Fast alles.

Diese Fragen und deren Antworten wird u.a. in diesem Buch nachgegangen. Dabei wird dem Leser ein Einblick in die moderne Methodik und Argumentation volkswirtschaftlicher Forschung gegeben. Anstelle großartig-vager Weltentwürfe tritt hier die statistisch gesicherte Aussage über alltagsnahe Fragen.

Diese Weltzugewandtheit und Politikferne der Argumentation bei gleichzeitger Kritik des wirtschaftpolitischen Aktionismus machen eigentlich den sympatischen Gehalt des Buches aus.

Die Pseudo-"Brisanz" mancher Themen ist jedoch eher amerikaspezifisch und in Europa so kaum nachvollziehbar. So liefert das Buch gleich mit einen Einblick in die amerikanische Geisteswelt.

Leider gelingt es der Übersetzung nicht, die Unmittelbarkeit und "Alltäglichkeit" des Originals einzufangen, da leider das deutsche Vokabular der Volkswirtschaft allzu viele verkopfte Konotationen hat.

Eine letzte kritische Anmerkung zum Inhalt: Man merkt das Levitt eher theoretisch als empirisch orientierter Volkswirt ist, da manche empirische Belege statistisch-methodisch durchaus zu hinterfragen wären. Aber das sind dann schon wieder Probleme die nicht nur spezifisch für dieses Buch sind.
Insofern tut dies dem originellen Ansatz und dem Spass am Hinterfragen allzu festgefahrener meinungen keinen Abbruch.


Higher-Order Perl: Transforming Programs with Programs
Higher-Order Perl: Transforming Programs with Programs
von Mark Jason Dominus
  Taschenbuch
Preis: EUR 57,95

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MegaPerl !!!, 18. November 2005
In diesem Buch werden die drei Tugenden eines Perl-Programmierers, Ungeduld (das geht schneller!), Faulheit(denken statt arbeiten!) und Überheblichkeit (das geht besser!) auf die Spitze getrieben. Perl soll nicht nur arbeiten, nein, Perl soll die Programme gefälligst selbst schreiben, die die Arbeit verrichten. Dabei werden in lockerer und leichter Sprache ganz nebenbei Programmiertechniken vermittelt, die man sonst nur aus Lisp kennt (Rekursion, Listenverarbeitung, Methodendispatch mit dynamisch vom Programm erstellten Funktionen, Parsing).
Was das Lesen erleichtert ist, daß alte Bekannte aus der KI (Turm von Hanoi, Set partitioning, Bäume) als "Sandsäcke" für
die Perl-Programmiertechniken dienen.
Im Unterschied zum Wolfbook (Algorithmen in Perl) liegt hier der Schwerpunkt weniger auf der Vermittlung von Wissen als vielmehr auf dem Trainieren von Denktechniken. Das ist mitunter anstrengend mach aber Spaß.
Daß das Buch ausgezeichnet lektoriert und ausgestattet ist, kommt dem Leser durchaus zugute.
Kritisch anzumerken wäre allerdings, daß dieses oder jenes Lieblingsprojekt des Autors hätte etwas angewandteren Projekten hätte Platz machen können. Das tut aber der Qualität das Buches kaum Abbruch.
Ein Wort der Warnung: Das Buch ist weder für absolute Programmier- noch für absolute Perlanfänger geeignet. Für fortgeschrittenere Perlprogrammierer und -profis ist das Buch eine Fundgrube von Ideen und Programmiertechniken, die den alten Spruch von "Easy things easy, hard things possible " zu "hard things easy, impossible things possible" transformieren. Mit Perl natürlich.


Die Vermessung der Welt. Roman
Die Vermessung der Welt. Roman
von Daniel Kehlmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Witzig, Ironisch, Brillant ... und ganz anders als erwartet, 10. November 2005
Inhaltlich ist dies ein Buch über die Weltsicht zweier Personen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnte. Der eine, Humboldt genannt, muß die Welt im wahrsten Sinne "erfahren". Die Welt ist nur da, wenn Sie auch vermessen worden ist, und zwar von ihm selbst. Daß auch ein Herr Bonpland dabei war, vergessen wir doch bitte möglichst schnell.
Der Gegenpol, verkörpert duch einen Herrn Gauß, versteht die Welt nur als schwachen, höchst unvollkommenen, von Magenbeschwerden zum Beispiel getrübten Widerschein einer im Geist oder in der Zukunft liegenden Idee.
In alternierenden Kapitel wird der Weg der beiden Protagonisten beginnend mit ihrer Jugend zu einem Treffen bei der Akademie der Wissenschaften in Preußen geschildert. Sind die einzelnen Kapitel für sich schon sehr witzig in der Beschreibung der Kollision von einfachem, normalem Leben und dem Pathos der Forschung, so sind die Kapitel in denen die Begegnung und das Miteinander Reden und Aneinander Vorbeireden von Humboldt und Gauss geschildert werden ein einziges Feuerwerk an subtil verzogener Ironie und ein Kammerstück literarischer Dialoggestaltung.
Das Buch endet mit dem Scheitern aber auch dem "dialektischen"
Sieg der Weltvermessungen. Gauss' Sohn kollidiert recht schmerzhaft mit der Obrigkeit und wandert gezwungenermaßen in die von Humboldt durchmessene Neue Welt aus.
Humboldt hingegen organisiert eine Expedition nach Russland und Asien, kommt aber ob seines Ruhms nicht mehr dazu selbst zu forschen. Vielmehr wird er von den lokalen Wissenschaftsgrößen mit vorgefertigten Exponaten (sorgfältig beschriftet natürlich) empfangen und lebt völlig im luftleeren Raum fremder Abstraktionen.
Das Buch ist amüsant zu lesen, originell und wunderbar in seinen Dialogen.
Es ist jedoch kein Roman. Eine erkennbare innere Entwicklung der Helden findet nur rudimentär statt. Ebenso wenig ist dieses Buch eine klassisch-literarische Wissenschaftlerbiografie. Daß die Helden Gauss und Humboldt heißen ist praktisch zufällig, für das Buch aber nicht notwendig. Insofern sind auch die konkreten wissenschaftlichen Erfolge Humboldts oder Gauss' für die Handlung der Geschichte eher zweitrangig.
Dem Genre nach ist es eher eine kunstvoll ineinander verschlungene Doppelerzählung. Die öffentlichen Hochlobigungen für dieses Büchlein halte ich für deutlich verfehlt und irrelevant, am Kern der Geschichte vorbeijubelnd. Zumindestens scheinen die meisten Kritiker das Buch nicht wirklich gelesen zu haben, auch Herrn Reich-Ranitzky wäre es ans Herz zu legen, die Bücher, die man bespricht zu lesen. Aber was kann der Autor dafür?
Dieses Buch garantiert Lesespaß, hintergründigen Humor, Ironie, augenzwinkernde Verehrung für die Unbegreiflichkeit von Genies und die zur Zeit wohl besten literarischen Dialoge eines deutschsprachigen Autors.


Familien-Alltag sicher im Griff: So meistern Sie das tägliche Chaos gelassen und souverän (GU Textratgeber Partnerschaft & Familie)
Familien-Alltag sicher im Griff: So meistern Sie das tägliche Chaos gelassen und souverän (GU Textratgeber Partnerschaft & Familie)
von Cordula Nussbaum
  Taschenbuch

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Tips nicht nur für (Haus)frauen, 9. November 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das tolle an diesem Buch ist, daß man durch Befolgen der Tips auf den Umschlagseiten die Zeit gewinnt, die man zum Lesen des Büchleins braucht. Überhaupt ist das Design des Buches sehr gut durchdacht und auf die knappe Zeit von Eltern ausgerichtet.
Leider wird das Kapitel Familie und Beruf, was ja am Anfang meistens Männer betrifft, nicht behandelt.


Aktienanleihen, Index-Zertifikate, Discount-Zertifikate: Lukrative Finanzinnovationen. Was sie bieten - was sie kosten
Aktienanleihen, Index-Zertifikate, Discount-Zertifikate: Lukrative Finanzinnovationen. Was sie bieten - was sie kosten
von Bernd Rittberg
  Taschenbuch

24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen zwischen Zweifel- und Mangelhaft, 27. Oktober 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Stellen wir das Positive an den Anfang. Bedingt durch das Verlagskonzept hat man ein ausgezeichnet strukturiertes, in Umfang und Ausstattung sehr gut durchdachtes Buch in den Händen. Der Verlag hat an dieser Stelle konzeptionell sehr gute Arbeit geleistet.
Der Hammer kommt aber dann auf der inhaltlichen Seite. Fangen wir mit dem Offensichtlichen und dem Unsinnigen an. Wenn man anstelle von "Bookbuilding" "Bockbuilding" im Text liest (S. 96) dann denkt man daß hier das Druckfehlerteufelchen einen Book, äh Bock, geschossen hat. Wenn man dann aber im selben Glossar dann unter "Bockbuilding" erklärt bekommt, was anderweitig unter Bookbuilding verstanden wird, dann nährt das Zweifel, zumindestens an der Sprachkompetenz des Autors oder Lektors für das Englische.
Interessant ist auch die Definition der Bilanz: "Aus der Bilanz geht Vermögensbestand der Aktiengesellschafthervor, entweder ein Überschuß oder Fehlbetrag". Wenn eine Bilanz einen Fehlbetrag enthält, dann sollte man bitte sehr seinen Buchhalter rausschmeißen, denn bei einer Bilanz sind Soll und Haben immer ausgeglichen. Vielmehr ergibt sich der Gewinn oder Verlust des bilanzierenden Unternehmens aus dem Vergleich des Eigenkapitals zweier aufeinanderfolgender Bilanzen. Daß darüber hinaus die Bilanz nur den Vermögensbestand an einem Stichtag darstellt wird schamhaft mit "am Ende des Geschäftsjahres", umschrieben. Besser wäre es gewesen, die Erläuterung aus dem 1. Kapitel eine Einführungsbuches zur Bilanzierung und Buchaltung abzuschreiben. Im übrigen erstellen nicht nur Aktiengesellschaften Bilanzen, ja es gibt sogar Personengesellschaften, die Aktien ausgeben, wie z.B. Henkel und Merck, beides Kommanditgesellschaften auf Aktien. Es gibt sogar Aktienanleihen auf Henkel.
So weckt schon das Glossar erhebliche Zweifel, ob der Autor dem Thema auch wirklich gewachsen ist.
Ich drücke mich einmal so aus: Immer wenn der Autor seine Sachkenntnis über das Triviale hinaus unter Beweis stellen könnte, wird auf Konstrukte verwiesen, die ein Einsteiger sehr schwer nachvollziehen kann. Beispiel: Eine Aktienanleihe ist eine Anleihe des Emittenten versehen mit einem Put auf den zugehörigen Basiswert. Alles klar? Würden Sie als Leser des Büchleins jetzt den fairen Wert einer Aktienanleihe berechnen können? Darauf wartet man vergeblich.
Ach so, der Autor erläutert die Tatsache, daß der Kurs von Aktienanleihen schwankt mit der Tatsache, daß auf der Grafik der Kurs der Aktienanleihe schwankt (s. 115). Es wäre doch sicher besser gewesen zu sagen, daß die Kursschwankung von Aktienanleihen aus zwei Komponenten entsteht: Durch die Schwankungen der Kapitalmarktzinsen, mit denen sich ja die Anleihe messen muß und den Schwnkungen des Kurses des zugrundeliegenden Basiswertes. Die Zusammensetzung der Schwankungen bleibt jedoch nicht konstant über die Laufzeit. Während zu Beginn der Kapitalmarktzins entscheidend ist, wird mit abnehmender Laufzeit die Schwankung des Basiswertes immer wichtiger.
So ähnlich ist das ganze Buch: Wann immer man eine präzise Erklärung erwartet wird auf andere, genauso erklärungsbedürftige Konstrukte verwiesen.
Wenn man sich etwas auskennt ist das kein Problem. Aber dann würde man das Büchlein nicht kaufen müssen. Andererseits, wenn man die notwendigen Grundkenntnisse (Was ist ein Call, was ist ein Put? Wie verhält sich eine Option bei Schwankungen des Basiswertes? Wie wird ein Anleihenkurs notiert?) nicht besitzt, wozu sollte man sich das Büchlein kaufen, da es doch genau dieses Wissen voraussetzt?
Aus meiner Sicht wurde hier eine Chance vertan, mehr Sorgfalt und Präzision hätte hier einen glatten 6-Sterner erzielen können.
Ein Kuriosum am Rande: Auf S. 21 wird noch in Mark bezahlt, der Rest des Buches kennt allerdings nur den Euro.


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