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Rezensionen verfasst von
Chaz0r
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Xenoblade Chronicles
Xenoblade Chronicles
Wird angeboten von dvdseller24
Preis: EUR 114,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Episch, Gigantisch, Emotional, Spannend - Ein Meisterwerk., 8. Oktober 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Xenoblade Chronicles (Videospiel)
Da kauft man sich ein Rollenspiel für eine Konsole, die bis auf Nintendos eigene Titel nur wenige Perlen hat und bekommt ein Rollenspiel, welches mit sämtlichen anderen Rollenspielen dieser Generation, plattformübergreifend, einfach mal eben den Boden wischt. Danke Nintendo Europe, dass ihr dieses Spiel hierhergeholt habt!

Story: Hier will ich definitiv nicht zu viel verraten. Die Story von Xenoblade ist...wahnsinn! Episch! Lustig! Spannend! Emotional!
2 Götter führen einen endlosen Kampf und irgendwann zerrt der Zahn der Zeit an ihnen, weshalb sie einfrieren. Auf dem einen Gott entwickelt sich eine bionische Welt, die von Menschen bevölkert wird, auf der anderen eine mechanische Welt, die von mechanischen Wesen bevölkert wird. Letztere wollen erstere erobern. Der Held versucht mit hilfe eines magischen Schwertes das Unheil abzuwenden, versagt und ein Rachefeldzug beginnt.
Die Story unterhält euch bestimmt etwa 60 Stunden, je nach Spielstil ein wenig mehr oder weniger. Aber an dieser Stelle sei auch gesagt, dass Xenoblade im Gesamten euch Wochen unterhalten kann. Dieses Spiel ist gigantisch!

Grafik:
Xenoblade ist ein Spiel für die Wii, das heisst wir haben hier keine HD-Auflösung, kein Bumpmapping oder derartiges. Und dennoch lässt Xenoblade durch sein Design, durch seine Panoramen in seinem Gesamtpacket öfter, auf Grund von dem, was man sieht, den Mund aufstehen, wie ein Final Fantasy 13 oder sonstiges RPG der "großen" Konsolen.
Abstriche wurden bei den Charaktermodellen gemacht und auch die Emotionen kommen nicht so perfekt rüber wie bei technisch besseren Spielen, da mit der vorhandenen Engine die Gesichter nicht entsprechend animiert werden können. Aber das Gesamtpacket ist der helle Wahnsinn! Die Umgebungen und Panoramen suchen ihres gleichen. Ich hätte nie gedacht, dass ich bei der Wii mal sagen würde, dass ein Spiel kommt, was im Gesamtpacket grafisch mehr Wow-Effekte auslöst, als irgendein RPG auf dem PC, der 360 oder der PS3. Wahnsinn!

Sound: Sehr gut. Die Sprecher sind nur in englisch vorhanden, machen aber einen sehr, sehr guten Job. Untertitel sind natürlich in Deutsch mit dabei. Die Musik ist unterschiedlich, stimmig und passt auch immer. Top!

Gameplay:
Dieser Abschnitt wird recht kurz. Warum? Weil ich bei einem so epischen Rollenspiel ein Buch darüber schreiben könnte, wenn ich auf jeden Aspekt eingehen möchte. Ich empfehle hier einfach mal einige Reviews im Internet zu lesen. Dennoch möchte ich ein paar Dinge kurz erwähnen:
Die Welt in Xenoblades ist...nunja, gigantisch ist kein Ausdrück. Sieht lädt zudem auch sehr zum erkunden ein.
Das Kampfsystem ist ähnlich wie in gängigen Onlinerollenspielen. Automatische Angriffe werden ausgeführt und ihr könnt Skillketten anwenden. Dazu kommt die Möglichkeit schwerwiegende Angriffe vorauszusehen um entsprechend taktisch zu agieren.
Neben der epischen und langen Hauptquest, die sich im übrigen zu keinem Zeitpunkt in die Länge gezogen anfühlt, gibt es zahlreiche Nebenquests. Und mit zahlreich meine ich zahlreich. Im Gesamten kann Xenoblades euch wirklich für Wochen fesseln. Ich habe selten ein so, so großes Spiel gesehen.
Dennoch sind hier westliche einflüsse vorhanden. Keine zufälligen Kämpfe, überall speichern, übersichtliches Menü, kombiniert mit den japanischen Einflüssen von Innovation, emotionaler, spannender Geschichtenerzählung und Komplexität. Genial!
Die Beziehungen der Charakter spielen in vielerlei Hinsicht auch eine wichtige Rolle.
Und sonst? Alles vorhanden, was man in einem RPG sucht. Items sammeln, riesige Welt, Crafting, Items sammeln und tauschen, Skilltrees, Individualisierung, Schnellreisen. Es ist absolut alles da!
Wer hier genauer informiaert werden will, sollte sich definitiv die Reviews angucken. Auf jeden Aspekt genauestens einzugehen ist für eine Amazon-Rezension einfach zu viel.

Fazit:
Was soll man sagen. Ich spiele gern spiele, ich habe einige Rollenspiele gespielt, Xenoblade hat den Platz auf dem Treppchen meiner All-Time-Favourites sicher. Dieses Spiel ist riesig, umfangreich, durchdacht, super genial erzählt und einfach episch.
Xenoblade ist ein Rollenspiel auf der Wii, welches mit fast sämtlichen anderen RPGs, egal welche Plattform, den Boden wischt.
Großes Sorry an die PS3/360-besitzer, aber auf unserer kleinen Konsole kommt mal eben so DAS Rollenspiel der letzten 5 Jahre...mindestens!
Wer hier nicht zugreift ist selber Schuld. Klare Kaufempfehlung und zwar so klar, wie lange nicht mehr!


Star Fox 64 3D
Star Fox 64 3D
Wird angeboten von World-of-Games
Preis: EUR 42,50

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nintendo did a Barrel Roll, 7. Oktober 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Star Fox 64 3D (CD-ROM)
Star Fox 64 3D als neues Spiel zu bewerten ist für mich schwierig, da ich das Original auf dem N64 bis zum gehtnichtmehr gespielt habe. Demnach bewerte ich dieses Spiel als das, was es ist: Ein Remake des (mit Super Mario 64 und Zelda Ocarina of Time) besten Spiels auf dem N64.

Story: Was soll man zur Story sagen. Nintendotypisch ist diese rudimentär vorhanden. Nintendo hatte schon immer mehr Wert auf das eigentliche Gameplay gelegt und anscheinend gehen sie erst mit dem kommenden Zelda Skyward Swort für die Wii in die Story-Richtung. Worum gehts hier also? Der böse Wissenschaftler Andross greift das Lylat System an und das Star Fox-Team soll ihn alle machen. Klingt simpel, ist simpel, macht aber nichts. Denn in Punkto Gameplay war Nintendo immer ganz groß und das ist hier nicht anders.

Gameplay: Star Fox 64 ist ein Railshooter, das heißt ihr bewegt euch durch verschiedene Levels und ballert alle möglichen Gegner weg. Am Ende von jedem Level gibt es dann noch einen Endboss, welche nett inszeniert sind. Ihr bewegt euch meistens in eurem Raumschiff, dem Arwing durch die Level, hin und wieder aber auch mit einem Panzer oder U-Boot durch die Gegend, welche sich ein wenig anders Spielen und andere Vor- und Nachteile haben.
Bis zum Abspann sind es etwa um die 7 Missionen, manchmal etwas mehr. Klingt wenig. Ist es theoretisch auch, praktisch jedoch nicht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten vorzugehen. Es gibt einen einfachen Weg, der zum Endboss führt. Den kann man gehen, indem man einfach alle Level munter durch macht. In vielen Levels, gibt es aber versteckte wege, welche euch zu anderen Leveln führen. Durch so vorhandene Möglichkeiten könnt ihr auch zu einem anderen Endboss gelangen, denn (ACHTUNG SPOILER!) der Endboss, den ihr auf dem normalen, einfachen Weg erreicht, ist lediglich eine maschninelle Kopie des "richtigen" Endbosses, den ihr per Alternativroute erreicht.
So kommt Variation ins Spiel und das ist auch der erste Punkt, der den Wiederspielwert erhöht.

Sonstige Neuerungen: Alle Level, die man gespielt hat, kann man im neuen Arcade-Modus einzeln auswählen und auf Highscorejagd gehen. Und das ist, wo Star Fox 64 3D sehr, sehr punktet. Erst geht es darum die Level zu schaffen, dann um sie besser zu schaffen bis zu dem Punkt wo man versucht jeden einzelnen Punkt irgendwie herauszukitzeln. Klasse!
Der Multiplayer ist auch vorhanden, aber leider, leider nicht online. Ich habe lang überlegt, ob ich hierfür einen Stern abziehe, aber da mich das Spiel so begeistert wie das Original damals, sogar etwas mehr, tu ich das nicht. 2 Pluspunkte: Für den lokalen Multiplayermodus braucht ihr nur ein Spiel! Und weiterhin könnt ihr diesen auch gegen KI-Gegner spielen, weshalb der Multiplayer auch für Leute, deren Umkreis keinen weiteren 3DS besitzt, spielbar ist. Gut so!

Sound: Anfangs war ich überrascht, die Charaktere haben deutsche Stimmen bekommen. Die kann man mögen, muss man aber nicht. Ich find sie insgesammt recht passend gewählt. Ansonsten hören sich die Soundeffekte an wie im Original, nur überarbeitet. Das lässt Retro-Feeling aufkommen, klingt aber nun auch nicht wie aus dem Jahr 1993 oder so. Gut gelöst! Der Sound kann sich also wohl hören lassen, auch musikalisch.

Grafik: Hierbei handelt es sich um ein Remake. Genau wie Ocarina of Time ist Star Fox 64 kein Grafik-Referenz-Titel für den 3DS. Das werden wohl erst die kommenden Super Mario Land 3D, Mario Kart 7, Luigis Mansion 2 und spätestens Kid Icarus Uprising sein. Dennoch sieht das Ganze, genau wie Ocarina of Time 3D, ziemlich gut aus, vor allem wenn man das Original kennt. Vor allem das Wasser ist sehr gut gelungen. Ansonsten haben sämtliche Models mehr polygone und natürlich wesentlich bessere Texturen, sodass das Ganze schon sehr schön aussieht. Der 3D-Effekt ist klasse. Die Tiefe kommt gut zur Geltung und wenn kleine Weltraumteilchen vor dem Raumschiff bei Seitenansicht vorbeifliegen, sieht das schon verdammt gut aus. Der erste Wow-Effekt bezüglich des 3Ds kam schon direkt beim Startbildschirm. Das sieht schon beeindruckend aus!

Fazit: Wieder ein Must-Have-Titel für den 3DS, sämtliche Wertungen sprechen für sich. Wer das Original kennt, bekommt das gleiche Spiel etwas erweitert und technisch ein ganzes Stück verbessert. Wer es nicht kennt, bekommt ihr ein sehr gutes Spiel in gewohnter Nintendoqualität. Ganz wichtig: Wer nur bis zum Abspann spielt und das Spiel weglegt, wird nicht glücklich. Wer aber alles freischalten will und immer neue Highscores knacken will, bekommt hier jede Menge spielspaß.

Klare Kaufempfehlung von mir!


Schwarz in Schwarz (Fan Edition)
Schwarz in Schwarz (Fan Edition)
Preis: EUR 19,75

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahnsinns Album und Bekenntnis zur schwarzen Szene!, 26. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Schwarz in Schwarz (Fan Edition) (Audio CD)
Nach einem sehr guten Schandmaul- und einem sehr gutem Saltatio Mortis Album folgt nun mit Schwarz in Schwarz das neue Album meiner absoluten lieblingsband. Die Erwartungen sind dementsprechend verdammt hoch. Konnten sie erfüllt werden?

Kurz und knapp: Ich bin absolut geflashed vom neuen Album, Tickets fürs Konzert werden schnellstmöglich organisiert.

Schwarz in Schwarz ist ein gut gewählter Titel des Albums. Wärend einige Bands aus der schwarzen Szene langsam aber sicher im Kommerz versinken, wie zum Beispiel ein sich mit einem schlichtem Adelstitel betitelndem Künstler, der durch sein aktuelles Album, welches nicht mehr 100% in die schwarze Szene passt und gefühlte 500 mal auf andere Weise mit kleinen Änderungen vermarktet wurde, wärend er selbst auch noch Werbung für einen TV-Sender Werbung macht, dessen Niveaugehalt unter dem IQ eines Toastes liegt, geht Subway to Sally in genau in die andere Richtung. Schwarz in Schwarz ist das, was der Titel sagt: Schwarz! Das Album ist ein direktes Bekenntnis zur schwarzen Szene. Daraus resultierend ist Schwarz in Schwarz das, wie ich finde, insgesammt härteste Album von ihnen bisher. Das heißt aber nicht, dass man hier stupide E-Bass-Riffs mit Gebrüll ins Mikro bekommt, was ich persönlich, auch als Metal-Fan, nur wenig mag. Schwarz in Schwarz ist Subway to Sally wie man sie kennt und knüpfen von der musikalischen genialität des Albums wieder sehr an die alten Zeiten an. Die Musik setzt sich zusammen aus harten Gitarren- und Bass-Tönen, wärend Drehleier und Geige einen wunderbaren, melodischen Klang mit sich bringen. Das Ganze wird natürlich kombiniert mit einer der wohl einzigartigsten Stimmen, die es auf diesem Planeten gibt. Mr. Eric Fish gelingt hier wieder eine Meisterleistung. Sämtliche Lieder kann man wunderbar mitsingen, und eignen sich für die Konzerte wunderbar zum Springen und Rocken! Auch die Balladen sind härter als es noch bei Kreuzfeuer der Fall war. Sie sind immernoch als Balladen zu bezeichnen, aber doch ein Stück härter, als es z.B. Angelus (welches mir gut gefiel) auf dem Vorgängeralbum war.
Was ich bereits in meiner Saltatio Mortis: Sturm aufs Paradies - Kritik geschrieben habe, gilt hier genau so: Die Texte sind wunderbar, vor allem in Zeiten, wo man gar keine Texte mehr hat und die Musik von jedem Leihen am Rechner erstellt werden kann, oder es inhaltlich nur darum geht sich ins Koma zu trinken und möglichst viele Frauen, welche nicht mehr als ein Lustobjekt sind, zu begatten. Textlich ist Schwarz in Schwarz erstklassig.
Meiner Meinung nach gibt es auf diesem Album kein einziges, nicht gelungenes Lied. Es kristallisieren sich zwar Favouriten heraus, aber letztendlich wird von Anfang bis Ende ein konstant hohes Niveau gehalten.
Dafür bekommt das Album dicke 5 Sterne!

Nun habe ich auf Grund zweier Schönheitsfehler jedoch überlegt einen Punkt abzuziehen. a) ist das letzte Lied nicht auf der Liste, auf der Rückseite des Albums, aufgelistet und b) befindet sich auf dem sehr schönen Cover das fette USK-Logo. Natürlich ist es Vorschrift, dass dieses Logo gedruckt wird, dennoch haben Schandmaul mit ihrem Traumtänzer und Saltatio Mortis mit ihrem Sturm aufs Paradies gezeigt, wie mans besser machen kann. Wärend erstere einen Aufkleber zum überkleben mitgeliefert haben, der wirklich nur bei genauestem Hinsehen auffällt, haben letztere das Logo einfach auf die Einpackfolie gedruckt.
Letztendlich ziehe ich dort aber keinen Stern ab. Warum? Aus zwei Gründen: Zum einen hat mich die Musik des Albums einfach maßlos begeistert. Ich war von Schandmauls Traumtänzer begeistert, sodass ein Konzert folgte und ich war von Saltatio Mortis' Sturm aufs Paradies so begeistert, dass ein Konzert folgte. Schwarz in Schwarz topt sie aber noch um ein ganzes Stück! Wahnsinn! Zum zweiten ziehe ich keinen Punkt ab, weil Schwarz in Schwarz das erste richtige Album ist, was die Band unter ihrem eigenem Plattenlabel, Subway to Sally Entertainment, veröffentlichen. Mit Kleid aus Rosen und der Nackt 2 DVD wollte man Erfahrung sammeln, was auch bis auf diese kleinen Punkte gelungen ist. Aber da es sich hier um das erste richtige Album der Band unter ihrem eigenem Label handelt, drücke ich hier ein Auge zu, würde mir aber wünschen, dass man beim nächsten Album kein Lied vergisst und eine Lösung für das blöde USK-Logo gefunden wird.
Die Hülle an sich wirkt verdammt edel. Klappt man sie auf bekommt man das Logo der Band auf der rechten Seite und auf der Linken den Refrain von schwarzes Meer zu lesen, welcher direkt wieder das Bekenntnis zur schwarzen Szene ist. Klappt man dieses nun weiter auf, befindet sich auf der linken Seite erneut ein Ausschnitt aus dem Refrain von schwarzes Meer. Man erkennt also, dass das Bekenntnis zur schwarzen Szene nicht einfach nur dahergeholt ist. Es schien der Band wichtig zu sein, dass genau das rüberkommt. Rechts befindet sich dann das Heftchen mit sämtlichen Songtexten der neuen Lieder. Und in der Mitte natürlich die CD, in schwarz gehalten und die DVD in weiß gehalten. Insgesammt eine sehr schöne, edle Hülle, die man sich gerne ins Regal stellen kann.

Auch interessant: Mit dem Album scheint Subway to Sally eine Art Geschichte zu erzählen. Das Ganze ist natürlich nun kurz frei von mir interpretiert:
Das schwarze Meer ist hier "lediglich" eine musikalische Einleitung und der Auftakt mit dem Inhalt: Das hier ist echter Metal, eben das besagte Bekenntnis zur schwarzen Szene. Die Geschichte beginnt dann mit Schlagt die Glocken. Hier hat Gott die Welt verlassen und die Apokalypse scheint zu beginnen. Durch Glockenschlag und Töne der Hörner werden die umliegenden Menschen gewarnt. Manche flüchten. Im folgenden "Kämpfen wir", wird dann, wie der Name sagt, der Kampf gegen die Bedrohung aufgenommen. Waffen werden geschmiedet und der Kampf beginnt. In "Bis in alle Ewigkeit" geht es dann um ein eingesperrtes Mädchen, welche von Trauer übersäht ist und auf Befreiung wartet. Dies gibt schon eine leichte Tendenz, was die Bedrohung ist, welches später nochmal aufgegriffen wird. "Nichts ist für immer" ist der Hoffnungsblick in dieser Zeit, denn selbst das Dunkelste wird irgendwann ein Ende haben. "Ins Dunkel" ist dann der schlimmste Teil der Apokalypse. Hier geht es darum diesen Tag bzw, Zeitpunkt mit seinen Liebsten zu verbringen. Vermeiden lässt sich das drohende Übel wohl nicht mehr. In "Wo Rosen blühen" wird Zorn und Wut thematisiert, weil die singende Person (inhaltlich natürlich, nicht Eric Fish) die liebste Person verloren hat. "Tausend Meilen" zeigt dann, wo das Ganze geendet ist. Man ist 1000 Meilen weg von zu Hause, es ist nichts mehr so wie vorher. "Mir Allein" bestätigt dann die Tendenz, mit welcher Art Apokalypse wir es zu tun haben. Keine dämonische, keine 4 Reiter. Eine Apkalypse, die durch Kriminalität und Verbrechen vom Menschen selbst hervorgerufen wurde. "Am Ende des Weges" geht es dann darum, dass Probleme, die durch solches entstanden sind, nicht einfach zu bewältigen sind, aber eine helfende Hand doch Hoffnung geben kann, eine Hand, die jemanden am Ende des Weges weiterführt. "MMXII" zeigt dann was genau passieren wird, wenn wir nichts ändern. Da zitiere ich einfach mal ein paar Zeilen aus dem Refrain, der eigentlich alles sagt: "Macht euch bereit, es ist bald so weit, die Welt bricht entzwei, wo einst Leben war, wird Asche sein. Feuer verbrennt, die Welt. die ihr kennt, die Luft wird zu Blei und wo Erde war, wird Asche sein". "Alles oder Nichts", das letzte Lied des Albums, ist der Apell an uns. Jetzt können wir noch etwas ändern, noch ist es nicht zu spät. Wir können etwas ändern, indem wir irgendwo eingreifen, oder auch uns selbst ändern.
Klingt etwas überspitzt? Ist es auch! Aber genau das muss Musik wie jede andere Kunst tun. Und das ist Subway to Sally hier sehr gut gelungen!

Fazit: Ich habe die Band bereits letzten Winter bei der eisheiligen Nacht live gesehen. Schwarz in Schwarz begeistert mich unglaublich. Hier wird sich zur schwarzen Szene bekannt und ein sehr hohes, musikalisches Niveau eingehalten. Folglich werde ich Subway to Sally diesen Winter wohl erneut live sehen. Schönes Album, klare Kaufempfehlung für alle Fans und ein gut gemeinten Rat die Leute, die mit den letzten Alben nicht so viel anfangen konnten, der Band hier nochmal ne Chance zu geben. Mir haben die letzten Alben auch gefallen, aber Schwarz in Schwarz topt einige! 5 Sterne!


HTC Mozart 7 Smartphone (9,4 cm (3,7 Zoll) Display, Touchscreen, 8 Megapixel Kamera, T-Mobile)
HTC Mozart 7 Smartphone (9,4 cm (3,7 Zoll) Display, Touchscreen, 8 Megapixel Kamera, T-Mobile)

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gutes Handy mit jetzt schon äußerst gutem Betriebssystem, 10. September 2011
Wie viele andere Leute auch, habe ich ein Iphone besessen, wollte aber nach Vertragsende etwas neues haben. Letztendlich bin ich beim HTC 7 Mozart mit Windows Phone 7 als Betriebssystem gelandet. Nach über 2 Wochen Test möchte ich hier mal meinen Eindruck widergeben.
Erstmal zum Handy selbst:

Design:
HTC-Typisch wird hier auf ein elegantes Design gesetzt, wieder knall bunt, noch großartig auffällig, aber dennoch nicht so schlicht wie das Designh des Iphones. Die Front ziert der Smartphonetypische Touchscreen mit 3 Touchtasten, also keine Knöpfe an der Front. So wirkt die ganze Front wunderschön wie aus einem Guss. An den Seiten lassen sich dann die Tasten finden: Links zum laut und leise stellen, oben zum an und aus stellen, rechts die Taste für die Kamera. Am "Ende" der Front beginnt ein Aluminiumrahmen, welcher aus einem Guss ist einzig und alleine wird dieser auf der Rückseite unten und oben unterbrochen und zwar zu für ein leicht gummierten Kunststoff. Unten liegt das daran, dass sich dort die Klappe für die Simkarte und das Akku befindet. Letzteres wird durch eine solide Haltevorrichtung zusätzlich festgehalten. Der Grund für die Aluminiumunterbrechung oben ist die Beseitigung eines Problems, welchem beim Iphone 4, bei den ersten Modellen vorkam: Empfangsprobleme. An dieser Stelle sitzt unter anderem die Antenne, welche durch das Aluminium zu sehr abgeschirmt wäre. Allerdings hat HTC das Ganze so zusammengebastelt so designed, dass es mit dem auf der unteren Klappe vorhandenen "Windows Phone" Schriftzug sehr schick aussieht. Die leichte Gummierung bringt noch einen weiteren Vorteil: Selbst bei feuchteren Händen rutscht das Handy nicht aus der Hand. Sehr schön! HTC hat hier also ein wunderbares Design, welches sogar noch Hand Und Fuß abseits des Aussehens hat, erstellt.

Funktionen des Handys:
Wie bei Android auch, ist das Betriebssystem immer das Gleiche, wobei es unterschiede bei den Handys gibt. Was macht also dieses Smartphone aus? Zum einen wäre da die Kamera, dann wir bekommen es hier mit einer satten 8 Megapixel Kamera zu tun. Und die sieht man auch. Ich habe vorher die Kamera von meinem Iphone 3G fürs fotografieren benutzt, welche für 2 Megapixel recht gute Bilder schoss. Allerdings ist der Unterschied zu dieser Kamera gigantisch. Die Bilder sind wunderbar aufgelöst und erstaunlich scharf.
Die Videofunktion ist auch sehr gut. Es werden HD-Videos aufgenommen, welche auch sehr scharf sind. Die Tonaufnahmen sind auch sehr gut.
Abstriche gibts bei den Fotofiltern, denn hier ist bis auf gewöhnliche Sachen wie Schwarz-Weiß, Sepia usw. nichts vorhanden.
Allerdings gibt es bei dieser Kamera ein weiteres Highlight. Mitlerweile haben viele Smartphones eine Art Blitz. DIeser beschränkt sich allerdings in den meisten Fällen auf eine LED, welche beim fotografieren kurz aufleuchtet. So kann man zwar auch im Dunkeln brauchbare Fotos machen, allerdings sind deutliche Farbunterschiede im Gegensatz zu einer Digitalcamera erkennbar.
Das HTC 7 Mozart besitzt keine LED, sondern einen waschechten Xenonblitz wie bei einer Digitalkamera und den Unterschied zu einer LED als Blitzersatz, sieht man deutlich. Ich war wahnsinnig überrascht wie gut der Blitz doch ist!
Die Kamera ist für ein Smarktphone also wirklich erstklassig!

Der nächste Pluspunkt ergibt sich schon beim Namen des Handys: Mozart - Musik. Der Klang des Lautsprechers auf der Rückseite ist erstaunlich gut, wesentlich besser als der vom Iphone 3G. Aber das ist nicht der einzige Grund wieso das Handy "Mozart" heißt: HTC hat eine Klangverbesserungs-App vorinstalliert, welche Surround simuliert, SRS Optimierung besitzt und bei Kopfhörern auch einen Equilizer, den man auf sämtliche gängigen Musikgenres und Bassverstärkung stellen kann, wo man auch deutlich den Unterschied hört und sich das auch verdammt gut anhört.
Hier haben wir also wirklich einen grandiosen Klang für ein Smartphone, vor allem mit Kopfhörern kann man einiges rausholen!

Den Übergang zum Betriebssystem möchte ich mit weiteren HTC-Apps machen, welche nur für HTC-Geräte zur Verfügung stehen.
Man kennt sicherlich die Uhr mit Wetterinformation von den HTC-Geräten mit Android-Betriebssystem. Auf Grund der Geschlossenheit des Betriebssystems, ähnlich dem iOS des Iphones, geht das nicht mehr. Hier hat HTC nun eine App installiert, welches ähnliches hergibt, den HTC Hub. Hier findet man besagte Uhr und Wetter für verschiedene Orte, zudem äußerst schön animiert. Weiterhin werden hier die HTC Apps vorgestellt und zusätzlich noch weitere Apps aus dem Appstore.
Weiterhin gibt es eine solide gemachte Kompass-App, eine sehr gut gestaltete Youtube-App, eine nicht gigantische, aber nette Fotobbearbeitungsapp, Aktieninformationen, Notizen, Einheiten/Währungsumwandlung, Taschenlampe (die für das Mozart nicht funktioniert, da es eben keine LED sondern einen richtigen Xenonblitz hat), eine "Sie liebt mich, sie liebt mich nicht"-App, eine App für To-Do-Listen, einen Taschenrechner, das Aufmerksamkeitstelefon (welche viele verschiedene Telefonierfunktionen bietet, sehr gute App) und den Verbindungssetaup für den Mobilfunkbetreiber. Es sind also zahlreiche vorhanden.

Kommen wir nun Zum Betriebssystem, das wohl wichtigste überhaupt bei einem Smartphone. Microsoft setzt hier ganz andere Akzente. Auf dem Homescreen finden sich recht große Kacheln, der wichtigsten Apps auf dem Smartphone, welche untereinander angeordnet werden. Diese sind wesentlich größer als die Icons vom Iphone oder Android, geben aber auch gleich direkt einige Informationen her, wie Anzahl ungelesener E-Mails, Bilder, Weckzeiten, anstehende Termine usw, alles bei der entsprechenden App. Das ist informativ und sieht verdammt schick und modern aus. Scrollt man nach Rechts, findet man alle Apps alphabethisch geordnet.
Synchronisation mit Outlook ist nicht mehr ganz so einfach wie bei Windows Mobile 6.5. Hier benötigt man ein zusätzliches Programm, wenn Microsoft geht hier etwas mehr richtung Cloud-Computing und setzt somit speziell auf Webmail.
Diese Funktionen werden aber so sinnvoll eingesetzt wie bei keinem anderen Smartphone Betriebssystem. Hat man E-Mail Konten und vielleicht auch Facebook im Smartphone angegeben, sind direkt alle Kontakte vorhanden, die man dort auch hat. Das Betriebssystem erkennt dabei sehr gut gleiche Leute und verknüpft die Konten. Hat man z.B. Geburtstag in Facebook gespeichert und E-Mail-Adresse im E-Mail Konto, so wird beides zu einem Kontakt verknüpft. Sollte das Betriebssystem einige nicht automatisch erkennen, kann man sie auch manuell verknüpfen. Über den Kontakte-Hub hat man somit direkt Zugriff auf Facebook, E-Mails, Telefon, SMS und was das Herz sonst so begehrt. Mit dem kommenden großen Update wird das Ganze noch im Twitter, den Facebook Chat, den Windows Live Messenger und dergleichen erweitert. Was erkennt man also? WP7 setzt alltägliche Dinge aus der vernetzten Welt zusammen, integriert sie perfekt und wird dahin noch weiter ausgebaut. Wer das alles nicht nutzt, fährt mit dem Betriebssystem zwar gut, kann aber vielleicht auch auf andere zurückgreifen. Wer soewtas aber alltäglich nutzt bekommt hier die beste Integration dieser Dienste überhaupt.
Der Mediaplayer macht einen erstklassigen Job, allerdings kommt man ums Konvertieren hier auch nicht herum. Avi und dergleichen wird nicht abgespielt.
Nun ein weiterer Punkt der für Smartphone-Betriebssysteme wichtig ist, der Appstore: Aktueller Stand sind etwa 30.000 Apps, darunter kostenpflichtige und kostenlose. Das sind weniger als beim Iphone, allerdings einiges mehr als Apples Store nach gleicher Releasezeit hatte. Man sieht also, dass viel für diesen Store entwickelt wird. Besonders: Es gibt Xbox Live spiele, welche zwar oft ein wenig teurer sind, aber dafür Spielerisch auf jeden Fall in den meisten Fällen sehr gut sind. Meistens gibt es für kostenpflichtige Apps auch recht umfangreiche Testversionen, welche zum zwischendurch spielen/benutzen einladen und in der Regel auch einen sehr guten Eindruck geben, ob die App ihr Geld wert ist oder nicht.
Aufbau der SMS-App, ähnelt dem Iphone. Sie sieht insgesammt aus wie ein Chatverlauf. Die Tastatur geht sehr gut von der Hand, meiner Meinung nach besser als eim Iphone. Warum? Keine Ahnung, die Fehlerquote ist auf jeden Fall geringer, es gibt eine Taste für Smilies usw. Ich kam mit dieser Tastatur von Anfang an besser klar als mit der des Iphones nach 2 Jahren, auch wenn ich mit der sehr gut klarkam.
Der Browser ist der Internet Explorer, welcher auf dem IE 7 basiert. Der ist relativ flott bei allem was über eine EDGE Verbindung geht. Im kommenden Update, was in den nächsten Tagen/Wochen erscheint, wird er auf den IE9 geupdatet, bekommt also eine schnellere Javascript Engine, HTML5 Unterstützung und dergleichen.

Synchronisation muss natürlich auch vorhanden sein. Was beim Iphone über Itunes passiert, geht bei Microsoft über Zune. Zune gefällt mir vom Aufbau her wesentlich besser, da ich es wesentlich übersichtlicher noch als Itunes empfinde und Itunes empfand ich schon als ziemlich übersichtlich, wenn mans einmal sortiert hatte. Die Appsynchronisation hingegen ist schwächer als bei Itunes, denn hier wird gar nichts synchronisiert. Lädt man sich eine App aus dem Store, so wird sie auf das Handy übertragen und fertig. Löscht man eine App, muss man sie erneut laden. Das führte bisher zu keinen Problemen, allerdings muss sich zeigen, ob das so locker bleibt. Abgesehen davon gefällt mir Zune auf jeden Fall besser als Itunes. Auch sollte man erwähnen, dass man Bilder, Musik und Videos dratlos über W-Lan synchronisieren kann.

Auch sollte man erwähnen, dass das Betriebssystem butterweich läuft. Bei Android ist es ja so, dass es recht schnell dazu kommt, dass das System ruckelt, verlangsamt und dergleichen. Beim Iphone hatte ich es auch so empfunden, bei steigender App-Anzahl, zwar nicht so extrem wie bei Android, aber auch.
Bei WP7 hingegen gar nicht. Alles läuft butterweich, alles ist butterweich animiert und ich hatte noch keinen Aufhänger. Sehr schön!

So, gibts noch nen Kritikpunkt? Nen Kleinen und zwar der Akku. Der könnte etwas länger halten. Der Akku eines Smartphones hält bei aktiver Nutzung ja in der Regel auch nur ein paar Stunden, was hier nicht anders ist, allerdings auch nen Tick weniger. Es ist nicht so, dasses extrem tragisch ist und man ständig aufpassen muss, ob man noch Akku hat, aber sie ist etwas schwächer als vom Iphone 3G.
Abhilfe schaffen aber größere Akkus namenhafter Hersteller im Internet, sofern es sein muss. Ich brauchs nicht!

Fazit: Ich bin begeistert! Das Handy ist klasse, das Betriebssystem funktioniert wunderbar und integriert alles, was ich nutze sinnvoll zusammen, was beim kommenden Update noch wesentlich verbessert wird. Es sind also jetzt schon die großen Stärken deutlich. Ich persönlich finde, dass es von der Funktionalität her das beste Betriebssystem auf einem Smartphone ist und die Updates zeigen, wie sinnvoll das Ganze doch erweitert wird. Das iOS war mehr oder weniger nur dazu da Apps laufbar zu machen. Bei WP7 sind wesentlich mehr sinnvolle Funktionen integriert. Man sollte dem Ganzen auf jeden Fall eine Chance geben. Nach diesem Handy werde ich kein Iphone mehr brauchen! Klasse Smartphone, klasse Betriebssystem, sowas von dicke 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung!

Update: Zum vor kurzem veröffentlichtem Systemupdate mit dem Codenamen Mango, möchte ich noch ein paar Ausführungen geben:
Mango brachte eine Vielzahl von Features mit sich. Die Integration von Facebook wurde erweitert, indem der Ortungsdienst integriert wurde. Zudem kommt noch der Facebookchat, welcher auch direkt mit dem Windows Live Messenger verknüpft wird. Beides natürlich integriert. Zur verbesserten Facebookintegration gesellt sich nun auch noch ein integriertes Twitter.
Die Kontakte lassen sich nun zu Gruppen zusammenfassen, sodass man zu bestimmten Gruppen Rund-SMS oder E-Mails o.ä. schicken kann.
Die Bing-Suche wurde auch erweitert. Zu einem verbessertem Suchalgorithmus gesellen sich auch eine Musikerkennung, welche bei mir sämtliche Lieder erfolgreich erkannt hat, selbst weniger bekannte Lieder. Eine visuelle Suche ist auch vorhanden. mit dieser lassen sich direkt QR-Codes und Microsoft-Tags scannen. Also auch hier keine weitere App von Nöten. Die Erkennung dieser Codes funktioniert zuverlässig. Dazu gibt es noch die Möglichkeit über die visuelle Suche Texte scannen und übersetzen kann. In Amerika kommt noch hinzu, dass man dort Bar-Codes und Buch-,CD- und DVD-Covers scannen kann. Diese funktion ist hier leider nicht verfügbar.
Die Karten-App wurde um Routenberechnung erweitert und enthält zum teil anscheinend auch die Möglichkeit sich Kaufhauspläne anzusehen, wenn man in das entsprechende Gebäude zoomed. Diese Funktion konnte ich noch nicht testen, da es in diesem Dorf hier leider keine größeren Ketten von bekannten Kaufhäusern gibt.
Der Internet Explorer 9 wurde verändert, sodass er schneller ist, mehr Platz für die Ansicht der Webseiten bietet und HTML5 unterstützt.
Die Kamera wurde so weit angepasst, dass die Einstellungen nun gespeichert werden und man auch mit Druck auf den Touchscreen Fotos schiessen kann, wobei dann der Punkt, auf den man getipt hat, fokussiert wird.
Für die App-Entwicklung kommen eine Vielzahl neuer APIs hinzu, sodass es viele neue Möglichkeiten gibt Apps zu entwickeln. Beispielsweise sind Apps vorhanden, mit welcher sich ohne Weg ins Menu W-Lan an und ausschalten lässt. Beim Iphone ist dies nur durch Jailbreaks möglich.
Zu den neuen App-Möglichkeiten gesellen sich nun auch Live-Tiles. Die Apps auf dem Homescreem, die von Microsoft selbst stammten, haben ja bereits direkt auf dem "Icon", dem sogenannten Tile, der App Informationen angezeigt. Für Entwickler ist es nun auch möglich etwas derartiges zu bauen.
Auch neu: Multitasking. Durch längeren Druck auf die Zurücktaste, kann man ein paar der zuletz geöffneten Apps auswählen und dort fortsetzen, wo man aufgehört hatte, sofern die Apps mit den neuen Dev-Tools kompiliert wurden und somit dieses Feature unterstützt wird. Das werden aber nach und nach sicherlich alle sein.
Der Marktplatz wurde um ein Vielfaches übersichtlicher gestaltet und ist nun noch einfacher und besser in der Handhabung.
In der kompletten Appliste, befindet sich ab einer bestimmten Anzahl an Apps der entsprechende Anfangsbuchstabe über den entsprechenden Apps. Wie im Kontakte-Hub kann man bei Druck auf diesem zu einem entsprechendem Buchstaben springen und somit noch besser und schneller durch seine Apps navigieren.
Auch hat Microsoft den Web-Marketplace veröffentlicht. Es kann also ohne Zune, auf jedem beliebigem Rechner das Windowsphone angeschlossen werden und Apps auf dieses per PC geladen werden. Das ist beim Apfelhandy auch nicht möglich.
Dazu gesellt sich noch eine Spracherkennung für SMS. Man aktiviert diese, spricht den Text und schwupp ist dieser als SMS vorhanden. Bis auf kleine Aussetzer funktioniert dies auch sehr gut.
Zu sämtlichen großen Neuerungen gesellen sich auch Kleinigkeiten, wie z.B. Smilies in den SMS, welche aber recht dezent gehalten sind, ein schöneres Farbschema der SMS-App und das Ganze gerät läuft in sämtlichen Bereichen noch angenehmer als vorher.
Auch sehr schön: Es konnte passieren, dass sich das Handy bei bestimmten Sitzpositionen ausschaltete, weil zu viel Druck auf die Powertaste gekommen ist. Dies ist nun nicht mehr der Fall, da man nun für das Ausschalten noch den Touchscreen betätigen muss.

Microsoft hat also hier das schon sehr gelungene Betriebssystem konstant noch verbessert. Windows Phone 7 bringt nun noch mehr von sich aus und intelligent integrierte Funktionen mit, wie kein anderes Smartphonebetriebssystem. Spätestens jetzt sollte man Windows Phone 7 als ernsten Konkurenten zum iOS und Android sehen. Analysten glauben, dass spätestens 2014 Windows Phone 7 der Marktführer in diesem Bereich sein wird. Wenn die Zusammenarbeit zwischen dem voraussichtlich nächstes Jahr erscheinendem Windows Phone 8 und Windows 8 dann, wie geplant, gut funktioniert, steht dem wohl nicht mehr viel im Wege.

Und für alle, denen die bisherigen Phones zu teuer sind: Mit Noka hat Microsoft einen starken Partner an Land gezogen. Nokia wird nach und nach immer mehr Windows Phones veröffentlichen und das zu, zumindest geplant, moderaten Preisen. Man bekommt also ein top Betriebssystem und braucht nicht mehr so viel Geld für einen halben Computer ausgeben!


Warhammer 40.000: Space Marine - First Edition (uncut)
Warhammer 40.000: Space Marine - First Edition (uncut)
Wird angeboten von komplett-allesguenstig
Preis: EUR 11,08

45 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ultramarine oder Ultragurke?, 8. September 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Entwickler Relic hat bereits ausreichend Erfahrung im Warhammer 40k Universum gesammelt, denn von ihm stammen die sehr guten Strategiespiele Dawn of War 1 und 2, welche beide im Warhammer 40k Universum spielen. Mit Space Marine steht nun wieder ein Warhammer 4k Spiel auf dem Plan, aber dieses Mal ein waschechtes Third-Person-Actiongame. Hat Relic nun ein weiteres Highlight im Warhammer 40k Universum produziert?

Story: Die Story in Space Marine ist relativ einfach und schnell erzählt. Orks hantieren an Titans rum, dem Imperium gefällt das nicht und schickt nen Trupp Ultra Marines um sich darum zu kümmern, wobei, wie auf dem Schlachtfeld üblich, es nie ganz so läuft wie geplant und deswegen etwas wie Teilmissionen immer wieder vorkommen. Gegend Ende hin eine kleine Wendung in der Geschichte, die nett ist, aber auch nicht mehr. Man sollte sich nun überlegen, was man von einem Warhammer 40k Actionspiel an Story erwartet. Zum einen gibt das Univerusum einfach viel mehr her, dass man auch einen Epos hätte entwerfen können, zum anderen befinden wir uns aber nunmal auf nem Kriegsschauplatz und die Story ist eine geschichte, wie sie im Prinzip für einen Krieg "realistisch" ist und keine abgespacete "Ich bin der King, kniet alle nieder, ich hab mal eben das gesamte Universum gerettet" Story. Ich finde letzteres Okay, passt auch, aber dennoch hätte man die Story, so wie sie ist, sicher auch nen kleinen Tick spannender erzählen können.

Grafik:
Für dieses Spiel braucht man keinen Powerrechner. Ich kann das Spiel mit meinem über 3 Jahre alten Rechner bei maximalen Details ruckelfrei spielen. Das freut mich in dem Zusammenhang, dass einfach sehr oft so unglaublich viele Figuren auf dem Schlachtfeld sind und alles butterweich läuft. Grafisch ist das Spiel kein obergeniales-Crysis-Eyecandy, aber auf nem soliden Niveau, vergleichbar mit Bulletstorm. Die Mimiken der Charaktere könnten besser sein. Die Außenareale sehen wunderbar detailliert aus, die Innenareale nicht ganz so wunderbar wie die Außenareale, aber dennoch hübsch.
Die Charaktermodelle, egal wovon, sind wunderbar gelungen. Hier scheint Relic ordentlich Zeit investiert zu haben, die sich gelohnt hat, was vor allem die Leute, die die Tabletop-Figuren bemalen und damit spielen, freuen wird. Hier hat Relic wirklich ganze Arbeit geleistet.
Man bekommt hier also kein Grafikwunder, aber ein sehr ansehnliches Stück Software.

Sound: Hier kann mans kurz und bündig machen. Es kracht und rummst an jeder Ecke. Insgesammt sehr gelungen. Die deutschen Synchronsprecher sind Ok, hätten aber noch einen Tick motivierter sein können, aber insgesammt sind sie solide.

Gameplay: Hier ähnelt Space Marine ein wenig Gears of War, nur ohne Deckungssystem. Man ballert um sich oder schnetzelt sich im Nahkampf durch Orkmassen. Im Prinzip macht man auch nichts anderes als immer und immer wieder hunderte von Gegnern abzuschlachten, aber so wie Relic das Ganze inszeniert hat und die Warhammer-Atmosphäre äusserst gut rüberbringt, macht das Ganze verdammt viel Spaß!
Weiterhin ist das Spiel auch recht brutal. Da zerhackt man Orks in ihre Einzelteile, wärend die Rüstung immer weiter ins rot geht.

Inszenierung: Ein wenig Zweischneidig. Der Krieg kommt wunderbar herüber, man fühlt sich wirklich wie auf einem epischen Schlachtfeld. Die Charaktere kommen jedoch kaum rüber. Soldaten, die vor einem salutieren, geben zwar ein wunderbares Ultramarines-Feeling, allerdings bleibt Captain Titus, euer Charakter, als Person fast komplett unangetastet. Hier seid ihr also weniger Captain Titus, sondern ein Ultramarine, wärend letzteres sehr gut rüberkommt.
Die Kämpfe sind wunderbar inszeniert, die Schlachtfelder sind klasse. Die Inszenierung ist auch derartig gut gelungen, dass es das eigentlich doch recht monotone Gameplay durchaus spielenswert macht und das Ganze auch ne Menge Spaß macht.

Multiplayer: Tja...klein, aber extrem Spaßig. Der Multiplayer ist so klein, dass er halt wirkt wie eine dreingabe, die für die man sich spontan entschieden hat. 2 Spielmodi, einmal Team Deathmatch und einmal Kontrollpunkte einnehmen bei 4 Maps. Für ein simples "Wir klatschen da einfach mal ein bisschen was hin" macht der Multiplayer wiederum unglaublich viel Spass! Die Charaktercustomization sucht ihres gleichen, das Gameplay ist flott, äusserst taktisch, man hat die Wahl zwischen mehreren Klassen, kann sich aber Call of Duty typisch auch eigene entwerfen. Waffen und derartiges schaltet man bei bestimmten Leveln frei. Auch wenn der Multiplayer wirklich nicht gigantisch ist und der Fokus deutlich auf der Kampagne liegt, sollte man es dennoch mal versuchen. Ich war wirklich äusserst überrascht, wie gut sich das doch spielt.
Auch sollte man erwähnen, dass man als ANfänger mit Level 1 nicht total benachteiligt ist. Wenn man getötet wurde kann man direkt die Ausrüstung seines Killers anlegen, was auch Neuanfängern gute Möglichkeiten gibt etwas zu reißen.
Teamplay ist äußerst wichtig, geht ihr auf eigene Socken los, habt ihr quasi schon verloren. Denkt man aber taktisch mit, kann man Gruppen durch besondere Flankiermanöver wiederum wunderbar unterstützen.
Ich hoffe der Multiplayer wird noch wesentlich ausgebaut, dann hier kann man noch viel mehr rausholen. Ich würde ja sagen, ich rieche teure DLCs, allerdings habe ich hier Hoffnung. Im Oktober wird ein kompletter Coop-Modus mit 2 Modi als DLC nachgeliefert und das komplett kostenlos. Das lässt hoffen, dass es mehr kostenlose DLCs geben wird, oder kostenpflichtige DLCs oder AddOns auch ihren Preis wert sind.

Fazit:
Warhammer 40k Space Marines ist kein Überkracher, aber rundum ein gelungenes, solides Spiel. Ich würde 83/100 Punkten geben. Ist man absoluter Warhammer-Fan und kennt sich noch im Universum aus, sodass man viele ANspielungen an Dieses versteht, kann man locker nochmal 10 Fanpunkte draufrechnen.
Ich gebe 4/5 Sternen und empfehle dieses Spiel jedem, der auf cool inszenierte Action mit einem kleinen, aber genialen Multiplayermodus steht. Wer jetzt großartig innovatives Gameplay sucht, ist jedoch fehl am Platz.


Sturm Aufs Paradies (Limited)
Sturm Aufs Paradies (Limited)
Preis: EUR 18,84

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glückt der Sturm auf das Paradies?, 4. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Sturm Aufs Paradies (Limited) (Audio CD)
Saltatio Mortis, eine Band, die ich zu ihren frühen Zeiten nicht so gerne mochte, aber seit dem Album aus der Asche zu meinen absoluten Lieblingsbands gehört.
Ihre ersten Lieder waren weniger rockig, doch dann sind sie aus der Asche gestiegen, haben den Wind gesät und mit diesem Wind, starten sie nun einen Sturm auf das Paradies. Und das Paradies, als der perfekte, von Gott erschaffene Ort, ist sicherlich nicht einfach zu stürmen. Haben die sympathischen Spielleute es doch geschafft das Paradies zu stürmen und allen zu Zeigen, wer die wahren Herren dieses Ortes sind? Kurz und knapp: Ja!

Der Opener Habgier und Tod ist Saltatio Mortis, wie man es kennt, wunderbar rockig, viel Mittelalter. Ich persönliche finde es als Opener gut gewählt, denn dieses Lied zeigt direkt, dass dieses Album kein blödes Kommerzalbum, keine Neuentdeckung von sich selbst oder derartiges ist, sondern Saltatio Mortis wie man sie kennt und liebt! Auch der Refrain dieses Lieds passt wunderbar zum Albumtitel, denn "Nehmen ist seliger als Geben", widerspricht doch genau der Bibel, denn laut dieser, ist es genau umgekehrt.
Der Hochzeitstanz, das nächste Lied des Albums, ist wesentlich düsterer, melancholisch, aber dennoch schön rockig.
Die Ode an die Feindschaft ist das, was der Titel sagt, eine Ode an all diejenigen, die der Band im Weg standen und noch stehen werden. Das Lied beginnt sehr ruhig, wird aber noch äußerst rockig mit einem Refrain, der sich auf den Konzerten wunderbar zum mitsingen eignet.
Eulenspiegel ist ein verfluchtes Lied, verflucht genial. Einmal gehört habe ich tagelang davon einen Ohrwurm. Insgesammt ist es mit seinen Flötenklängen recht folkig. Dieses Lied eignet sich auch wunderbar zum mitsingen, vor allem auf den Konzerten, weil es einfach ist, bei den Flötenklängen die Fans sehr gut eingebunden werden können und auch werden und insgesammt eignet sich das Lied auch wunderbar zum Springen und Tanzen! Meiner Meinung nach ein absoluter Geniestreich!
Sündenfall ist eine schnelle Rocknummer und thematisiert eben den biblischen Sündenfall, was auch wieder wunderbar zum Thema Sturm aufs Paradies passt.
Nachtigall und Rose ist sehr rockig, wirkt aber dennoch ein wenig wie eine Ballade, was sich auch wunderbar ergänzt. Es ist ein Versuch etwas auszuprobieren, aber sich gleichzeitig auch treu zu bleiben, was wunderbar gelungen ist.
Nach Jahr und Tag ist eine wunderbare Ballade der Spielleute, nach der es dann wieder flotter zugehen wird.
Gott würfelt nicht ist erneut thematisch passend zum Albumtitel, denn hier geht es darum, dass man, sofern jemand künstlich am Leben gehalten wird, Gott spielen kann. Das Lied regt für diese Bereiche auch sehr zum nachdenken an.
Orpheus ist wieder ein wunderbar melodisches Lied, welches den gleichnamigen Helden aus der griechischen Mythologie thematisiert.
Spiel mit dem Feuer ist eine flottes Lied, zu welchem man wieder wunderbar tanzen kann.
Fiat Lux scheint die weltweite Atompolitik zu kritisieren, was durch den Text auch wunderbar gelingt, weshalb das Lied somit auch zum Nachdenken anregt.
Der letzte Spielmann ist wieder eine wonderbare, rockige Tanznummer, welche wieder den Sturm auf das Paradies aufgreift, denn dieser besagte Spielmann stellt sich die Frage, wie alles laufen würde, wenn er Gott wäre und Gott wiederum der letzte Spielmann auf Erden. Ein geniales Lied!
Wer nächt kämpft ist das wohl härteste Lied und nur auf der Limited Edition und "größeren" Versionen des Albums erhalten.

Was soll man also sagen? Das Album strotzt nur so vor Variationen. Die Band scheint gemerkt zu haben, dass "Aus der Asche" und "Wer Wind saet" insgesammt am besten von den Fans aufgenommen wurden. Somit haben sie wahrscheinlich versucht das Beste aus beiden Alben herauszuholen und das Ganze wiederum noch besser zu machen. Und das ist ihnen verdammt nochmal gelungen und zudem konnte Frontmann und Sänger Alea sich stimmlich nochmal ein ganzes Stück verbessern, weshalb der Klang noch insgesammt bei allen Liedern wesentlich runder ist und sich die Balladen der Band nie so gut angehört haben.

Disc 2 der Limited Edition beinhaltet die äußerst gelungenen Pianoversionen von 7 Liedern des Albums, welche wunderbar zum abschalten und zu ruhigen Momenten passen.

Fazit: Wer die Band mag, bekommt hier das meiner Meinung nach beste Album von Ihnen präsentiert. An die, die sie nicht kannten oder eher skeptisch gegenüber standen: Sturm aufs Paradies ist der beste Zeitpunkt sich die Band mal anzuhören oder es nochmal zu versuchen. Hier bekommt man ein grandioses Album, mit wunderbarer, rockiger Mittelaltermusik und intelligenten Texten, was in Zeiten von aggro-Hip-Hop und Texten, in denen es thematisch nur darum geht sich ins Koma zu trinken und möglichst viele Frauen zu begatten und somit den Intelligenzgehalt einer Bohne haben, alles andere als selbstverständlich ist.
Für mich ganz klar 5 Sterne!


DEUS EX: Human Revolution
DEUS EX: Human Revolution
Wird angeboten von poweronlineshop
Preis: EUR 14,99

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Würdiges Prequel zu einem legendären Spiel oder nur heiße Luft?, 1. September 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: DEUS EX: Human Revolution (Computerspiel)
Deus Ex war ein Spiel, was technisch seiner Zeit veraltet war, aber spielerisch zu einer Legende wurde.
Mit Human Revolution steht nun der neueste Teil der Serie in den Regalen. Ist dieses Spiel nun ein würdiger Nachfolger? Kurz und knapp: Ja!

Zur Story: Inhaltlich möchte ich nicht viel Verraten, doch so viel sei gesagt: Ihr werdet Opfer eines Anschlags, überlebt nur durch umstritte Augmentierungen (Ihr werdet zu einer Art halbem Cyborg) und geht diesem Anschlag nach und wollt ihn aufdecken.
Die Story selbst ist die erste große Stärke von Deus Ex. Sie ist genial erzählt, bietet umfangreiche Dialoge, die unterschiedlich verlaufen, ist wunderbar inszeniert, lang und sehr durchdacht. Das Hirn sollte man also ruhig einschalten!
Deus Ex Human Revolution erzählt die Story aber nicht nur durch die Hauptmissionen. Die Hauptmissionen reichen aus um die Story zu verstehen, man braucht theoretisch auch nicht mehr und hätte auch nur mit den Hauptmissionen ne riesen Portion Spaß. Dann kommen aber noch zahlreiche Nebenmissionen hinzu, welche auch wieder umfangreiche, variable Dialoge bieten und die Hauptgeschichte erweitern, beleuchten und umfangreicher machen. Die Missionen dabei wirken aber keines Wegs hingeklatscht. Man hat den Eindruck, dass sich die Entwickler wirklich Gedanken gemacht haben, wie man die Nebenmissionen genau so spaßig macht wie die Hauptmissionen und sie auch sinnvoll integriert. Das ist ihnen gelungen. Ähnliches Niveau hat meiner Meinung nach bisher nur Mass Effect 2 erreicht. Mass Effect 2 hingegen Punktet eher bei der Vielzahl an Enden (hier scheinen es nur 2 zu sein), wogegen Deus Ex meiner Meinung nach die Nebenmissionen spielerisch deutlich besser sind und deutlich spannender und sinnvoller erzählt werden.
Aber auch hier hörts nicht auf. Es gibt zahlreiche E-Mails, Zeitungen oder Ebooks im Spiel zu lesen. Diese haben meist keinen direkten Bezug mehr zur Story, aber geben zahlreiches Hintergrundwissen, sodass man noch mehr in das Universum eintauchen kann.
Was kann man also sagen? Wenn ein Spiel in Punkto Story volle Punktzahl verdient hat, dann Deus Ex Human Revolution!

Grafik:
Was soll man hier sagen. Deus Ex Human Revolution sieht absolut grandios aus.....und irgendwie an manchen Stellen als hätte es schon 8 Jahre auf dem Buckel. Negativ fallen viele Texturen und Charaktermodelle auf. Einige Charaktermodelle sehen recht gut aus. Nicht mehr aktuell, aber der Hauptprotagonist hat noch ein gut ansehnlich Model bekommen, wärend andere (Ich erinnere mich an einen Polizisten im Revier in Detroit), wo ich mir nur "ui....." dachte.
Im totalen Kontrast steht aber das Gesamtpacket der Welt. Ich habe selten eine so detaillierte, lebendige und wunderbare Welt gesehen, was ein völliger Kontrast zu den beiden obigen Punkten ist. Man sollte sich also von diesen beiden Punkten nicht abschrecken lassen, die Welt insgesammt sieht grandios aus. Dennoch sollten Leute, die auf top Grafik aus sind, gelegentlich auch ein Auge zudrücken. Das Spiel ist es wert gespielt zu werden.

Sound:
Der Sound ist durchweg solide, die Synchronsprecher machen einen sehr guten Job. Allerdings sei gesagt, dass bei deutscher Vertonung eine bescheidene Lippensynchronität gegeben ist. EIn weiterer Punkt bezüglich veralteter Technik, aber auch hier sei gesagt: Seht drüber hinweg!

Gameplay:
Ja, was ist Deus Ex Human Revolution nun eigentlich spielerisch? Ich würde sagen man nimmt das grandiose Storytelling von Mass Effect 2, verpackt es in ein realistisches, dystopisches Zukunftszenario, nimmt die Egoshooter- und Rollenspielelemente aus Fallout 3 und kombiniert es mit den Stealth-Elementen aus Splinter Cell Conviction oder Metal Gear Solid.
In Deus Ex wird es belohnt so wenig wie möglich zu töten. Am besten nichtmal betäuben. Die maximale Erfahrung, die ihr für Skills investiert, bekommt ihr, wenn ihr ungesehen durchschleicht ohne entdeckt zu werden. Bis auf Bosskämpfe ist das auch immer möglich, aber oft auch sehr knackig. Aber natürlich könnt ihr das Spiel auch wie einen Egoshooter durchspielen, indem ihr euch durch alles nur durchballert, das ist genau so möglich. Für beides gibt es die unterschiedlichsten Vorgehensweisen und Wege, wobei einige so gesetzt wurden, dass bestimmte Skills voraussetzung sind. Das heißt eure Skillwahl hat nicht nur Einfluss auf eure Spielweise, sondern auch die Wege, die ihr gehen könnt um zum Ziel zu kommen. Und....sagen wir mal so....in der Regel gibt es unzählige davon!
Was das Schleichen betrifft, ist das hier nicht mit den alten Splinter Cell spielen zu vergleichen. Ihr bewegt euch nie im Schatten rum. Dennoch müssen Leichen/KO-geschlagene Leute oft in versteckte Winkel gezogen werden. Werden sie entdeckt, weiß man, dass ihr da seid!
Das Ganze schleichen spielt sich aber ungemein flott und macht Spaß und geht sehr einfach von der Hand, sodass es keine Probleme mit dem Schleichen selbst gibt. Man kann sich also gut darauf konzentrieren, wie man ungesehen zum Ziel kommt. Und das sollte man auch!
Ansonsten kann man noch Gegenstände tragen und zur Deckung/Ablenkung nutzen, Türen hacken und und und. Deus Ex Human Revolution bietet einfach unglaublich viele Möglichkeiten!

Fazit:
Wie bringt man das am besten nun auf einen Punkt. Deus Ex Human Revolution ist episch, gigantisch, genial! Leute, die auf erstklassige Technikstehen werden nicht enttäuscht, sollten aber an manchen stellen ein Auge zudrücken. Wenn man das macht, bekommt man ein komplexes, umfangreiches, genial erzähltes und spielerisch erstklassiges Spiel.
Deus Ex Human Revolution gehört definitiv in mein persönliches Ranking der besten Spiele aller Zeiten!


Duke Nukem Forever (uncut)
Duke Nukem Forever (uncut)
Wird angeboten von poweronlineshop
Preis: EUR 14,99

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Duke Nukem, nicht mehr und nicht weniger., 16. Juni 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Duke Nukem Forever (uncut) (Computerspiel)
Duke Nukem 3D, ein Spiel, was eine Gamergeneration prägte, ein Spiel, was heute noch gespielt wird, ein Spiel, was heute noch gemodded wird.
Duke Nukem Forever. Vor 14 Jahren angekündigt als Nachfolger zu Duke Nukem 3D. Erschienen ist es nach langem hin und her nun endlich doch. Doch kann der Duke die hohen Erwartungen erfüllen?

Ich fang mal mit dem kürzesten Punkt an, die Story:
Aliens greifen an, entführen Babes, Duke rettet alle mit ganz viel bumm bumm. Fertig!

Grafik:
Das Spiel basiert auf der Unreal Engine 3, welche auch heute noch ansehnliche Bilder zaubern kann, siehe Unreal Tournament 3 oder Transformers Kampf um Cybertron. Dem Spiel merkt man seine Jahre an, schließlich ist es schon seit langer Zeit in Entwicklung gewesen. Die Texturen sind nicht die besten, die Animationen auch nicht. Dennoch kann sich das Spiel auf jeden Fall sehen lassen. Die Aussenareale wirken an manchen stellen etwas Detailarm, vor allem die Stadt in der Ferne oder von oben gesehen, aber hässlich ist das ganze definitiv nicht. Die innenareale sehen insgesammt sehr gut aus und können sich größtenteils auch heute gut sehen lassen. Vor allem die Lichteffekte bekommt das Spiel doch äusserst gelungen hin.
Wärend Menschliche NPCs manchmal etwas hölzern aussehen, sind die Modelle der Aliens äusserst gut gelungen. Die Modells können sich auch heute äusserst gut sehen lassen.
Zusätzlich haben die Entwickler, damals noch 3D Realms glaube ich bewusst auf eine fotorealistische Grafik verzichtet. Hier kann man vielleicht einen Vergleich zu Darksiders ziehen. Dieses Spiel besitzt auch eine stilistische Grafik. Selbiges sollte beim Duke vermutlich auch erreicht werden. Ich könnte mir auch kein Duke Nukem Spiel mit einer fotorealistischen Grafik vorstellen.
Insgesammt sieht man an vielen Stellen bei der Grafik, dass das Spiel hätte viel eher erscheinen sollen. Sie ist alles andere als perfekt. Aber sehen lassen kann sie sich trotzdem sehr gut.

Sound:
Der Sound ist nicht bahnbrechend, aber durchaus solide. Stellt man das Spiel auf englisch, so ist der Synchronsprecher Jon st. John vorhanden, der Sprecher, der den Duke auch bereits in Duke Nukem 3D gesprochen hat. Auch hier macht er wieder einen erstklassigen Job!
Doch den Duke gibt es auch mit deutscher Synchronisation. Er hat die Stimme von Manfred Lehmann bekommen, welcher auch die deutsche Stimme von Bruce Willis ist. Bei der Synchronisation macht er einen äusserst guten Job, man merkt ihm seine Erfahrung an. Die Witze und Sprüche des Dukes sind insgesammt bestmöglich ins deutsche übernommen worden, sodass man das Spiel gut auf deutsch spielen kann. Dennoch ist für das Duke Nukem 3D-Mässige Feeling die englische Stimme besser geeignet, zumal bei der deutschen eben immer das Bild von Bruce Willis im Hinterkopf ist.

Gameplay:
Der Duke revolutioniert das Genre bei bestem willen nicht. Aber er ist eine Evolution....zumindest irgendwie. Duke Nukem Forever hat vieles nicht mitbekommen, was aktuelle Shooter haben. Aber das finde ich keineswegs schlecht. Duke Nukem Forever spielt sich wie das, was er ist. Ein direkter Nachfolger zu Duke Nukem 3D. Es gibt ein Limit von 2 Waffen, die man aufnehmen kann, Deckungssuche ist rudimentär, KI stupide. Aber genau das macht den Duke aus. Er ist in diesem Spiel richtig schön old-school. Er hat einfach vieles nicht mitbekommen, was in aktuellen Shootern so los ist, aber gleichzeitig ist das auch der Grund, wieso dieser Shooter sich von sämtlichen Mainstream Titeln wie Call of Duty und co abhebt.
Spielerisch ist es letztendlich auch genau so, wie man den Duke kennt und will. Waffe zücken und draufhalten!
Aufgelockert wird das eigentliche Gameplay zum einen durch Fahrzeugpassagen, zum anderen durch Schrumpfpassagen. Bei den Fahrzeugpassagen ist man in einem Monstertruck, Gabelstapler, RC-Auto o.ä. unterwegs und versucht von A nach B zu kommen. Dabei werden natürlich gepflegt Aliens umgeheizt.
Bei den Schrumpfpassagen wird der Duke, man glaubt es kaum, auf winzige Größe geschrumpft. So können auch normale einfache Gegner schonmal zu einem harten Brocken werden. Jump 'n' Run-Passagen sind auch vorhanden. In einem Schrumpfabschnitt hüpft man so schonmal durch Regale oder über Hamburger-Fleisch und so weiter. Diese sind nicht übermässig schwer, aber lockern das ganze durchaus ein wenig auf.
Auch sind im Duke Rätsel vorhanden. Diese sind alles andere als nervig und nehmen auch nur einen kleinen Teil des Spiels ein, sodass diese sich wunderbar in das Gesamtpacket integrieren. Und man glaubt es kaum: Einige dieser Rätsel erfordern manchmal schon ein wenig Hirnschmalz!
An Waffen gibt es exakt alles, was es in Duke Nukem 3D auch gab. Nicht mehr und nicht weniger. Das beinhaltet MGs, Pistolen, Schrotflinten, Racketenwerfer, Alienwaffen oder Schrumpfstrahler oder Froststrahler. Es ist also viel bekanntes, aber auch viel neues vorhanden.
Weiterhin wurde die Energieleiste durch sein "Ego" ersetzt. Dies kann man natürlich steigern, indem man sachen macht, die eben das Ego steigern. Darunter sind Gewichte heben, im einarmigen Banditen Gewinnen, Zeitschriften mit leicht bekleideten Mädchen lesen, gegen Boxsäcke hauen, Basketbälle in Körbe werfen und und und. Obejekte, die das Ego erhöhen, sind in zahlreichen Leveln verteilt. Manche versteckt, manche eher offensichtlich. Wenn man jedoch alle finden möchte, ist mehrmaliges Spielen sehr wahrscheinlich von Nöten. Die Idee ist klasse und hebt sich auch von sämtlichen gängigen Shootern ab und integriert sich perfekt ins Spiel.
Und eben weil das Gameplay richtig schön Oldschool ist, hebt der Duke sich von sämtlichen aktuellen Shootern ab. Er ist also keine Revolution, sondern eine Evolution...zumindest irgendwie.

Sonstiges:
Wir haben hier also einen Oldschool-Shooter mit solider, aber nicht überragender Grafik. Doch der wichtigste Punkt wurde noch nicht direkt genannt: Der Duke! Der Duke steht für derbe Sprüche, für stumpfen perversen Fäkalhumor. Der Duke ist einfach ein richtiger Bad-Ass Charakter und seine derben Sprüche machen unglaublich Laune. Und hier zeigt sich auch ein Problem aller Videospiele. Es gibt zu wenig Charaktere, mit denen man etwas anfangen kann. Den Duke kennt der Großteil aller Spieler, auf den Duke hat man 14 jahre gewartet. Man hat dabei selten direkt über "Duke Nukem Forever" geredet, sondern meist über "den Duke". Der Duke ist ein einzigartiger Charakter, ein unverkennbarer Charakter. Solche Charaktere brauchen Spiele und solche Charaktere gibt es so gut wie gar nicht. Der Duke jedoch ist so ein Charakter, ein Charakter, der das Spiel gleich viel spielenswerter macht, nur weil man ihn spielt. Bravo!

Multiplayer:
Der Multiplayer ist im Moment noch von tierisch hohen Laggs geplagt, sodass nur selten ein Spiel zu stande kommt, was wirklich spielbar ist. Die Aufruhe diesbezüglich ist aber mehr als groß, weshalb ein Patch sehr wahrscheinlich folgen wird. Zudem ist das Spiel von Gearbox, welche bei ihrem Spiel Borderlands was Patches betrifft einen erstklassigen Job gemacht haben und zudem auch DLCs veröffentlicht haben, wo (wie es bei den wenigsten leider der Fall ist) die Preis/Leistung mehr als stimmt. Die Zukunft für Patches und wirklich gute DLCs ist also doch recht rosig.
Nun aber zum Multiplayer selbst:
Auch hier ist man sehr auf Oldschool bezogen. Das Spiel lässt sich nicht vergleichen mit Call of Duty, Crysis o.ä. sondern eher mit alten spielen wie Quake oder Unreal Tournament 2003.
Die Maps sind nett gebaut, das Gameplay flott, eben wie man es aus Quake 3 oder Unreal Tournament 2003 auch kennt. Und auch hier ist wieder der Punkt der Evolution trotz Oldschool. Es hebt sich einfach auch hier von sämtlichen aktuellen Shootern ab und spielt sich mal erfrischend anders.
Ein Skillsystem passt da nun nicht wirklich rein, ist auch nicht vorhanden, zumindest nicht so wie in gängigen anderen Shootern. Auch in Duke Nukem Forever kann man im Rang aufsteigen, allerdings schaltet man hier Objekte in Dukes Villa frei. Darunter Bilder und Statuen, aber auch nutzbare Objekte wie einen Billiardtisch oder einen Flipper o.ä. So ist doch Motivation vorhanden, denn es ist schon cool seine coole Villa entsprechend einrichten zu können, zum anderen macht es den eigentlichen Multiplayer nicht kaputt.
Weiterhin werden mit steigendem Level Teile freigeschaltet, mit der man die Optik des Dukes leicht verändern kann. So ist man immernoch der Duke, aber Differenzierung ist vorhanden.
Insgesammt ist der Multiplayer nichts bahnbrechendes, aber auch durch sein oldschool Quake 3 ähnliches Gameplay erfrischend anders.

Fazit: Man könnte meinen, dass die 14 Jahre Entwicklung Gameplaytechnisch geplant waren. Der Duke macht vieles anders, was aktuelle Shooter machen und zwar eher in richtung alten Shootern. Und genau hier ist der Vorteil. Der Duke bietet eine ordentlich lange Spielzeit, etwa doppelt so viel ein aktueller Shooter. Je nachdem wie man nach Ego-Objekten sucht vielleicht sogar mehr, vielleicht etwas weniger. Durch sein Oldschool Gameplay sticht er aus sämtlichen aktuellen Mainstreamshootern heraus. Und das ist der Grund, wieso ich den Duke spielerisch sehr gut finde. Er lässt alter Erinnerungen hochkommen, ist aber in aktueller Zeit einfach mal etwas erfrischend anderes.
Dazu ein derber guter Humor, derben Sprüchen und einfach ungemein viel Witz.
Die Wertungen in den Magazinen sind nach aktuellen Standards gerechtfertigt, eben weil der Duke vieles so macht, wie es damals der Fall war. Aber genau das find ich gut, soetwas braucht man in einer Zeit von jährlich erscheinenden Mainstreamshootern. Wenn nun noch der Multiplayer so gepatched wird, dass man ständig Laggfrei spielen kann, gibt es auch den fünften Stern.
Also Kaufempfehlung ja oder nein? Wer wirklich gar nichts mit Oldschool Shootern anfangen kann, sollte den Duke erst vor einem Probespielen kaufen. Alle anderen, die einfach nur Duke Nukem wollen, einen Shooter, der mal anders ist, als alle aktuellen Mainstreamshooter oder die einen Shooter wollen, der sich so spielt wie die guten alten Shooter wie eben Duke Nukem 3D, Quake oder Unreal Tournament, können getrost zugreifen. In diesen Punkten macht der Duke absolut alles richtig!
Hail to the King!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 16, 2011 8:16 PM MEST


Assassin's Creed Brotherhood - D1 Version (uncut)
Assassin's Creed Brotherhood - D1 Version (uncut)
Wird angeboten von Gameshop66
Preis: EUR 29,95

114 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur ein Assassins Creed 2.5?, 19. März 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Über die Serie selbst, das Gameplay und was eben diese Serie aus macht, braucht man wohl nicht mehr viel sagen. Dem entsprechend möchte ich hier eher auf die Neuerung und Änderungen von Assassins Creed Brotherhood eingehen.

Story:
Die Geschichte setzt direkt an das Ende von Assassins Creed 2 an. Natürlich geht es wieder um den Edensplitter in einer schön verpackten Geschichte. Da die Geschichte einer der größten Reize dieser Spieleserie ist, möchte ich nicht zu viel verraten. UbiSoft schafft es gekonnt die Geschichte weiterzuerzählen. Wärend die Ezio-Geschichte hier ein Ende findet, Endet die Geschichte um Desmond Miles wieder mal mit einem Cliffhanger. Soll ich das gut oder schlecht finden? Ich weiß es auch nicht so recht. Die Geschichte von Brotherhood ist sehr gut. Der Cliffhanger macht immens Lust auf Teil 3. Dennoch muss man eben bis dahin wieder ordentlich warten. Die Serie war, ursprünglich zumindest, als Trilogy geplant. Es wär also schön, wenn Teil 3 nun die Geschichte würdig zu Ende bringt. UbiSoft schafft es aber auch die Geschichte um Desmond Miles auf ein neues Level zu bringen. Die Geschichte um Ezio und Desmond werden geschickt zusammengeführt, sodass nun die Geschehnisse um Altair und Ezio schlussendlich direkt mit den gegenwärtigen Geschehnissen um Desmond Miles verschmelzen. Es werden hier so gut wie alle Fragen aus der Altair/Ezio-Geschichte beantwortet. Im Gegenzug werden viele neue Fragen um die Desmond-Geschichte geworfen. Man darf gespannt sein wie es weitergeht.

Grafik:
Hier hat sich im Gegensatz zu Assassins Creed 2 nur wenig getan. Dennoch habe ich des öfteren das Gefühl gehabt, dass Brotherhood oft doch ein ganzes Stück besser aussah, als sein Vorgänger.

Sound:
Wie in allen Assassins Creed spielen grandios. Geniale Musikuntermalung und erstklassige Sprecher. Hier gibt es absolut nichts zu meckern!

Gameplay:
Das Prinzip ist immernoch genau das gleiche wie in den bisherigen Spielen. Wärend der erste Teil nur sehr monotone Missionen besitzte, wurde das vom zweiten Teil immens gut getoppt. Brotherhood erweitert die Missionstypen noch mehr. Auch hier gibt es absolut nichts zu meckern. Die genialen Missionen aus Teil 2 wurden noch ein wenig verbessert und erweitert. Sehr gut!
Nebenaufgaben gibt es wesentlich mehr und diese integrieren sich auch stärker in die Hauptgeschichte.
Anstatt Monterrigioni zu renauvieren, renauviert ihr hier den gesamten neuen Schauplatz: Rom.
Weiterhin gibt es die Möglichkeit den Einflussbereich der Borgia zu vermindern. Dazu muss man erst einen General töten, was oft schon sehr viel Taktik benötigt. Nachdem dieser ausgelöscht wurde, gilt es einen Turm zu erklimmen und diesen zu zerstören. Immer mal wieder nett für zwischendurch!
Allgemein muss man den Entwicklern lassen, dass es neben der (rund 20 Stunden langen) Hauptgeschichte nebenher immens viel zu tun gibt. Ich habe mich immer wieder dabei erwischt, wie ich etwas anderes vor dem nächsten Teil der Hauptquest erledigt habe.
Mittlerweile habe ich die Hauptgeschichte durch und es gibt immernoch immens viel zu tun. Inhaltlich hab ich in den letzten Jahren kein Spiel gesehen, was dermaßen viel und auch noch erstklassigen Content liefert.
Weitere Neuerung ist die namensgebende Bruderschaft. Ihr könnt eine Assassinengilde aufbauen, indem ihr Leute anheuert, welche euch im Kampf unterstützen. Kurz Gegner anvisieren, taste drücken und schon eilen euch Helfer zur Hilfe. Diese können auch ausgebildet werden, sodass sich ihre Fähigkeiten verbessern. Das ist ein sehr nettes Feature, bietet viele neue Möglichkeiten, macht vieles aber auch eine Spur zu einfach.
Die Kämpfe wurden auch etwas verändert. Nach einem Kill kann man, bis man getroffen wird, jeden Gegner mit einem Schlag vernichten. Das sieht extrem stylish aus, bietet neue, taktische Möglichkeiten, macht das Ganze aber nochmal eine Spur leichter.
Um bei den Missionen Hardcorespielern etwas bieten zu können, gibt es pro Mission ein sekundärziel. Wenn man diese mitbewältigt, winken als Belohnung neue Nebenquests, die z.B. die Geschichte um Ezios Jugendliebe erzählen.

Schauplatz:
Der neue Schauplatz ist die Stadt Rom. Diese ist insgesammt kleiner als die Gesamte Welt von Assassins Creed 2. Da ich jedoch persönlich in den beiden Vorgängern immer nur in einer Stadt rumgelaufen bin, als ich das SPiel durch hatte, kommt mir die Welt in Brotherhood dennoch größer vor.
Bei dem Aufbau von Rom haben die Entwickler ganz große Arbeit geleistet. Es ist schon fast beängstigend Detailgetreu. Jeder, der einmal in Rom war, wird zahlreiche Sehenswürdigkeiten, nein sogar einzelne Straßen und Gassen exakt an ihrer korrekten Stelle wiederfinden können. Sehr gute arbeit.

Multiplayer:
Ja, Brotherhood bietet einen Multiplayer. Dieser besteht im großen und Ganzen aus folgendem System: Man befindet sich auf einer Map, auf der, wie im Singleplayer, NPCs rumlaufen. Ihr wählt einen Charakter, der genau so aussieht wie einer dieser NPCs. Nun gilt es durch die Map zu laufen (oder über die Dächer zu huschen) und eure Opfer zu finden und zu beseitigen. Gleichzeitig müsst ihr darauf achten nicht aufzufallen, denn meistens seid ihr das Opfer eines anderen Spielers. So hat man ein wunderbares Katz und Maus-Spiel mit verschiedensten Spielmodi. So etwas gab es bisher noch nicht in der Spielewelt. Er ist zwar keine große Offenbarung, aber kurzweillig, interessant und spaßig! Ein netter und gelungener Zusatz zu einem schon unglaublich umfangreichem Spiel, was auch zum immer wieder spielen einlädt.

Fazit:
Assassins Creed Brotherhood ist kein Assassins Creed 2.5, aber auch kein 3.0. Für ein 2.5 bietet es zu viel Umfang (der ist eben wirklich immens) und viele, gute Neuerungen. Für einen richtigen dritten Teil, vermisst man jedoch die großen Unterschiede zum zweiten Teil. Dennoch ist Brotherhood eines der umfangreichsten, komplettesten, durchdachtesten und besten Spiele, die ich die letzten Jahre spielen durfte. Die Geschichte ist wieder einmal klasse, auch wenn sie am Ende mal wieder mit einem Cliffhanger endet. Der Multiplayer ist keine bahnbrechende Neuerung, aber spaßig, gut durchdacht und lädt zum wiederspielen ein. Man muss ihn nicht unbedingt haben, Brotherhood ist auch ohne umfangreich genug, aber er ist wirklich so gut, dass man auch nicht drauf verzichten möchte.
Das Spiel erhält also eine so große Kaufempfehlung, wie kein anderes Spiel der letzten Jahre. Dennoch möchte ich allen potentiellen Käufern raten zumindest den zweiten Teil zu spielen, denn sonst ist die Geschichte trotz eines kurzen Einführungsvideos viel zu unverständlich. Wer Zeit hat und noch keinen Teil gespielt hat, sollte ruhig bei Teil 1 anfangen, denn mit Brotherhood wird alles miteinander verbunden und zum Schluss auf die nächste Ebene geführt.

Zum Schluss noch eine Anmerkung: Assassins Creed 2 hatte zum Anfang einen neuen Kopierschutz, wo man immer Online sein musste. War keine Internetverbindung vorhanden, war auch nichts mit Singleplayer spielen. Dies wurde mit einem der letzten Patches des Launchers entfernt und ist somit auch in Brotherhood nicht vorhanden. Lediglich zu Anfang muss einmalig eine Internetverbindung zur Aktivierung bestehen!
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 12, 2012 1:44 AM MEST


DC Universe Online - [PC]
DC Universe Online - [PC]
Preis: EUR 7,66

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich was neues, oder doch wieder nur MMO unter vielen?, 20. Januar 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: DC Universe Online - [PC] (Computerspiel)
Mit Ultima Online fing es an, durch World of Warcraft populär: Das Genre der MMORPGs. Nie war ein Spiel so erfolgreich wie World of Warcraft. Seitdem sprießen MMOs aus dem Boden wie nichts anderes. Manche sind brauchbare WoW-Kopien, andere weniger brauchbar, aber die meisten wollen halt ein wenig von dem Erfolg von WoW haben. MMORPGs, die mal etwas neues versuchen, gibt es selten. Wie schaut es nun mit DC Universe Online aus?

Kurz: DC Universe Online (kurz: DCUO) macht vieles anders und dabei so gut wie nichts falsch. Eben weil es so anders ist, ist kein Vergleich mit dem Genrekönig WoW möglich. Dennoch möchte ich hin und wieder kurze Vergleiche zu City of Heroes/Villains und Champions Online beziehen.

Erstmal zur Story:
In der Zukunft tobt der Kampf gegen die Helden Schurken des DC Universums natürlich immernoch. Wärend sich dort alle die Köppe einhauen, greift eine Alienarmee die Erde an und niemand ist da um sie zu verteidigen. Als letzter überlebender stielt Lex Luthor eine Waffer der Aliens und reist in die Vergangenheit um alle zu warnen. Durch die Alienwaffe lassen sich Leute in Superhelden verwandeln: Euch!

Gameplay:
DC Universe spielt sich sehr Actiongeladen. Hier gibt es kein "Ich klicke meinen Gegner an und hämmere auf den einen Skill, dann auf den anderen und wieder auf nen anderen" und dergleichen. Das Kampfsystem von DCUO lässt sich wohl eher mit dem von Batman Arkham Asylum vergleichen. Man hat ein Fadenkreuz (zur Hilfe, kann man auch ausschalten), womit man zielt. Angriffe führt man mit der linken und der rechten Maustaste aus. Durch Skillpunkte kann man Kombos oder Spezialattacken kaufen. Spezialattacken gleichen hier den bekannten Skills aus anderen MMOs. Kombos hingegen ähneln eher Batman Arkham Asylum. Durch verschiedene Klickabfolgen werden entsprechende Angriffe ausgeführt, die mal einen Gegner betäuben, mehr Schaden zufügen und dergleichen.
Was heißt das? Es kommt weitaus weniger auf die Ausrüstung an. Ein Level 15 Spieler, der seinen Charakter beherrscht, kann locker einen Level 30 (ist auch das Maximallevel) Spieler besiegen, der seinen Charakter nicht so gut beherrscht. Apropos PvP: Auf den PvP Servern ist PvP immer und überall. Das führt zu einer ständigen Schlacht, wo jedes Level mitmischen kann, allerdings sollte man auch Resistent sein, was sterben angeht. Kann immer vorkommen, dass mal jemand von der gegnerischen Fraktion angehüpft kommt und einen im Kampf umhaut.
Die Quests in diesem Spiel erzählen alle nette kleine Geschichten um die bekannten Helden und Schurken. Spielerisch sind sie nichts neues. Töte das, sammle dies. Da aber sämtliche Quests vertont sind und das Kampfsystem einfach erstklassig ist, stört es mich persönlich hier weitaus weniger, als in anderen MMOs. Man bekommt eine Einleitung, was grad los ist (Scarecrow vertreibt sein Angstgas, Poison Ivy betört die Stadt, Bane hantiert mit seinem Gift rum usw). Dann geht es darum das zu vereiteln, was angerichtet wurde und letztendlich muss der Schurke selbst besiegt und festgenommen werden. So zumindest auf Heldenseite. Die Schurken befinden sich in Instanzen, welche man aber auch alleine schaffen kann. Meistens sind sie besondere Events und nicht einfach sinnloses draufknüppeln. Oft stehen auch bekannte Charaktere aus dem DC Universum einem zur Seite. Die Synchronsprecher leisten hierbei gute Arbeit. Batman hat z.B. seine Stimme aus Nolans Filmen, der Joker hingegen die aus den Cartoons.
Als Welt dienen Batmans Gotham City und Supermans Metropolis. Gotham City ist, wie in den letzten Batmanfilmen und den Comics auch, sehr düster und das Verbrechen ist allgegenwärtig. Metropolis hingegen ist wesentlich heller und freundlicher und ähnelt sehr New York. Die Städte selbst sind riesig und erreichen heweils etwa die Größe von Liverty City aus GTA4.
Neben den schon genannten Instanzen gibt es auch Warnmeldungen, welche man nur in Gruppen machen kann. Hier gilt es verschiedene Events zu überstehen und letztendlich den Endboss zu besiegen. Die, die ich bisher besuchen durfte, waren kurzweillig und durch den Eventfokus (und nicht einfach durchlaufen und alles umnieten) verdammt spaßig!
Im PvP gibt es neben dem Open PvP auch noch Schlachtfelder, die wie in anderen MMOs im Prinzip auch sind und Legenden PvP. Letzteres ist nichts großartig anderes, als die Normalen Schlachtfelder, bis auf die Tatsache, dass ihr hier die legendären Helden aus dem DC Universum spielen könnt. Zumindest die, die ihr euch freigespielt habt.

Wie sieht es aus mit dem Endgame? Das Endgame war ein Problem von fast allen MMORPGs nach World of Warcraft. DC Universe hat erstmal Endgame, welches in das Spiel passt. Alarmmeldungen auf höherem Schwierigkeitsgrad und etwas ähnliches wie Raids. Und das Open PvP kann auch ungemein fesseln, wie in lange keinem MMORPG mehr. Dennoch sollte SOE hier nachliefern. Das, was vorhanden ist, reicht erstmal um Spaß zu haben, auf lange Sicht muss aber mehr kommen. Mal schauen was aus dem Versprechen von einem etwas größeren Patch jeden Monat ist.

Jetzt möchte ich aber kurz auf die Charaktererstellung eingehen: Hier konnten City of Heroes und Champions Online ja mehr als trumpfen. Nie wird ein Held so aussehen wie der andere.
DCUO macht es nicht ganz so komplex, wie Champions und City of Heroes. Dennoch sind immens viele Teile, Kombinationen und Farben möglich, sodass eigentlich sicher sein sollte, dass auch hier niemand aussieht wie man selbst.
Im Gegensatz zu City of Heroes und Champions Online Geht die Charakterindividualisierung im Spiel weiter. Ausrüstungsteile, die man sammelt, verändern das Aussehen seines Helden an entsprechender Position. Sollte einem mal ein Teil nicht gefallen, kann man einfach die vorherigen Teile oder das Teil, was man bei der Charaktererstellung ausgesucht hat, verwenden. Die Werte des Gegenstands bleiben bei veränderter Optik aber erhalten!

Technik:
DCUO setzt auf die Unreal Endinge 3, welche, was Unreal Tournament 3, Batman Arkham Asylum oder Transformers Kampf um Cybertron sehr gut gezeigt haben, beeindruckende Grafik bei solidem Hardwareverbrauch zaubern kann. DCUO sieht nicht aus wie Final Fantasy 14. Aber es sieht verdammt gut aus. Und UE3-Typisch auch hier ein moderater Hardwareverbrauch.
Der Sound ist sehr gut, sämtliche Sprecher der komplett vertonten Quests, machen einen sehr guten Job!

Sonstiges:
Da DCUO auch für die PS3 erschienen ist, kann man das Spiel auch brauchbar mit einem Controller spielen. Bugs sind vorhanden, aber nur minimal. Das Clansystem ist noch etwas verbugged, das Chatsystem etwas umständlich, aber das sind Kleinigkeiten, die flott behoben werden können.

Fazit:
DCUO macht vieles anders, vieles gut und eigentlich nichts richtig schlecht. DCUO ist seit langem das erste MMORPG (und ich hab so ziemlich jedes getestet/angespielt) wo ich sage: "Hey, das ist was neues, das macht Spaß!"
Wichtig ist, dass SOE jetzt auch ordentlich Patcht. Es ist meiner Meinung nach das erste MMO, was nicht nur Potential besitzt, sondern zu Anfang mal wieder richtig gelungen ist!


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