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Rezensionen verfasst von
Chaz0r
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Pokémon Y
Pokémon Y
Preis: EUR 36,99

123 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein riesen Sprung oder billiger Nachfolger?, 12. Oktober 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pokémon Y (Videospiel)
Das erste Pokemon habe ich mit jungen 10 Jahren direkt zu Release bekommen: Die blaue Edition. Seitdem habe ich Jede Generation mitgenommen. Pokemon gehörte zu einer Serie, deren Kernkonzept von Anfang an einfach und genial war. Zu Beginn ein paar der anfangs 150 kleinen Monster fangen, diese trainieren und damit der Beste der Besten werden. Doch damit nicht genug. Die Spirale hat schnell gegriffen und man wollte sie alle haben. Ein Prinzip, was nicht nur bei den Kleinen funktionierte. Mit fortschreitender Entwicklung haben sich die Spiele sinnvoll aber in der Regel nur im Detail verändert. Etwa 100 neue Pokemon dazu, eine neue Welt und hier und da ein paar Änderungen im Detail. Grundsätzlich für das immer noch hervorragend funktionierende Spielprinzip kein Problem. Dennoch habe ich nach etwa 14 Jahren seit meiner ersten Edition endlich mal etwas mehr erwartet. Kann die neue Generation es schaffen das tolle Spielprinzip zu modernisieren? Kurz und knapp: Aber sowas von!
Zur Geschichte brauch ich vermutlich nicht viel sagen. Im Kern haben wir das, was wir immer hatten: Pokedex füllen, der Beste werden und ein paar storytechnische Gründe für die neuen, legendären Pokemon.

Beim grundsätzlichen Gameplay hat sich somit auch nichts verändert. Sammeln, kämpfen. Das Kernkonzept ist natürlich identisch geblieben und es funktioniert auch heute noch einfach hervorragend. Dennoch haben Nintendo und Gamefreak es mit Pokemon X und Y geschafft die Serie einen großen Schritt voranzubringen.

Der grundsätzliche Spielablauf wurde nochmal deutlich flüssiger gestaltet. Das ganze Drumherum von wegen „Hier hast du dein Pokemon, such dir eins aus“ bis hin zum ersten Arenaleiter wurde deutlich beschleunigt. Neue Elemente die Inline-Skates ermöglichen bereits sehr früh eine schnelle Fortbewegung. Auch gibt es dieses Mal keine 100 neuen Pokemon, sondern knapp unter 70. Schön ist, dass neben den neuen Pokemon es Pokemon aus allen Generationen zuvor ins Spiel geschafft haben. Für mich als Spieler erster Stunde sehr schön, dass es auch wahnsinnig viele Monster aus der ersten Generation gibt. Der Nostalgiebonus geht aber nicht nur so weit, dass diese Pokemon existieren, nein es geht noch viel weiter. Schon sehr früh im Spiel darf ich nochmal eines von drei Pokemon wählen. Bisasam, Glumanda und Schiggy. Und bei einem Relaxo, welches mit einer Pokeflöte aufgeweckt werden muss, sollten Spieler der ersten Generation auch die Ohren klingeln. Und hey! Mewtu ist auch zurück! Wer mit den neueren Pokemon nicht ganz so viel anfangen könnte, der wird mit Pokemon X oder Y die größte Offenbarung der Serie seit Pokemon Blau/Rot bekommen. Toll!

Der wohl größte Sprung überhaupt ist jedoch die Technik. Pokemon X und Y sind die ersten Teile der reinrassigen Serie (Spin-Offs o.ä. ausgenommen), welche eine vollständige 3D-Grafik aufweisen. Sämtliche Charaktere und vor allem auch Pokemon haben richtig toll entworfene 3D-Modelle. Der ganze Look entspricht dabei genau dem, was wir aus den Animes kennen. Besonders toll ist das in den Kämpfen. Keine einfachen 2D-Bilder mehr vor ein paar billige Effekte draufgeploppt werden. Wir haben hier Charaktermodelle, welche sich natürlich bewegen. Ein Pikachu, welches mit den Ohren zuckt und rumspringt. Ein Enton, der zusammenzuckt und die Augen zusammenkneift, wenn er getroffen wird. Wer die alten Pokemon Stadium Teile kennt, kann sich grob vorstellen, was einen hier erwartet. Allerdings mit dem Cel-Shading look und den technisch aktuellen Modellen sieht das einfach noch deutlich besser aus. Schön ist auch, dass sie die Kampfhintergründe tatsächlich an den entsprechenden Schauplatz anpassen.
Neu im Spiel sind Mega Evolutionen. Das sind Entwicklungen, die bestimmte Pokemon unter bestimmten Voraussetzung temporär für einen Kampf aktivieren können. Digimon lässt grüßen. Aber auch am Balancing haben die Entwickler gearbeitet. Drachenpokemon sind seit der ersten Generation im direkten Vergleich oft etwas übermächtig gewesen. Nie drastisch, aber ein Bisschen. Um das Balancing da zu perfektionieren, wurde ein neuer Typ „Fee“ eingeführt, der besonders effektiv gegenüber Drachen ist.
Da unser Charakter nun auch ein 3D-Modell besitzt, können wir diesen erstmals richtig individualisieren. Serientypisch scheint der Professor dieser Generation es auch nicht so mit dem Erkennen von Mann und Frau zu haben. Aber dabei bleibt es nicht. Wir sagen ihm nicht nur, ob wir einen Mann oder eine Frau spielen, wir wählen auch eines von drei vorgegebenen, unterschiedlich aussehenden Charakteren. Im Spiel selbst können wir dann noch Kleidung wechseln, zum Friseur gehen unser Gesicht weiter individualisieren und und und. Toll!

Der 3D-Modus des 3DS wird in Pokemon X und Y nicht die ganze Zeit eingesetzt. Als ich das hörte war ich ein wenig enttäuscht. Nun versteh ich aber wieso. Durch die neue 3D-Grafik, werden oft die Ansichten und Kameraperspektiven gewechselt, was auf Dauer sehr anstrengend für die Augen sein kann. Die Entwickler setzen den 3D-Effekt da ein, wo er am meisten her macht und zwar bei den Kämpfen und diversen Videosequenzen. Das führt zum einen zu einer Entspannung für die Augen und sorgt zum anderen dafür, dass die Szenen, wo der Effekt zum Einsatz kommt, deutlich toller wirken. Man sieht sich quasi nicht so schnell an dem Effekt satt und er kommt mehr zur Geltung, wo es auch wirklich Sinn macht.

Wofür man Nintendo hier auch mal richtig dick loben muss ist der Onlinemodus. Ein Onlinemodus ohne Freundes-Codes (und auch das Hinzufügen von Leuten auf die Freundesliste ohne Codes) ist bei Nintendo ja leider immer noch keine Selbstverständlichkeit. Hier haben sie es endlich mal umgesetzt. Der Kern ähnelt dem Onlinemodus, der mit Schwarz und Weiß eingeführt wurde. Dieses Mal ist er aber deutlich einfacher zu bedienen und leichter zugänglich. Aber das Ganze beschränkt sich hier nicht nur aufs Tauschen und Kämpfen. Wir können uns dauerhaft mit dem Internet verbinden und diverse Meldungen, die Chat-Nachrichten ähneln, benutzen. Wenn wir dann auf Nutzer treffen, die in der Umgebung sind (die wir aber nicht im Spiel sehen), dann ploppen diese auf dem Touchscreen mit der entsprechenden Nachricht auf. Aber auch damit noch nicht genug. Nintendo hat spezielle Fertigkeiten eingeführt, welche einen Cooldown haben und sich mit häufiger Nutzung verstärken. Z.B. bessere Verteidigung, leicht erhöhte Fang-Chance und derartiges. Diese Fertigkeiten können wir aber nicht nur auf uns selbst anwenden. Wir können diese auch auf Leute anwenden, die in unserer Umgebung sind. So wird sogar ein indirektes Zusammenspiel im einfachen Spielverlauf ermöglicht. Gute Idee! Und hier hört das Ganze noch nicht auf! Man kann für seinen Charakter ein kleines Vorstellungsvideo von 10 Sekunden erstellen und dieses online stellen. Das kann schnell geschehen, indem man einfach eine von 3 Vorgaben für das Video auswählt, wie z.B. nett oder witzig, oder ich bearbeite das Video selbst. Es ist möglich bei jeder Sekunde Pose, Kamera, Effekte, Hintergrund und und und festzulegen. Ich habe vorhin eine satte Stunde daran gesessen mein Video so zu erstellen, wie ichs haben will. Und mit dem Tool lassen sich durchaus nette, kleine Filmchen erstellen.

Weiterhin sollte die Bindung zu seinem Pokemon gestärkt werden. Dies geschieht durch PokemonAmi und das Super Training. Bei PokemonAmi sieht man eine Großaufnahme seines gewählten Pokemons. Man kann es streicheln, es reagiert auf die Stimme und man kann es füttern. Weiterhin kann man eines von drei Minispielen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden spielen. Eine gute Bindung zum Pokemon erhöht dabei leicht Dinge wie Ausweichchance oder Trefferchance. Nie so viel um das ganze Balancing zu gefährden, aber dennoch genug um alles aus seinen Monstern herauskitzeln zu können.
Das Super Training ist ein Minispiel, wo man Bälle gegen einen Ballon schießt und dabei die passiven Attribute wie Angriffskraft, Verteidigung oder Initiative stärkt.
Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Neuerungen und Erweiterungen im Detail. Diese alle aufzuzählen würde zu lange dauern. Als Fazit lässt sich aber sagen, dass X und Y die bisher umfangreichsten Gegenrationen der Serie sind. Da die Pokemon dieser Editionen neben den Neuen zahlreich aus allen anderen Generationen vertreten sind, bietet diese Generation auch einen riesen Nostalgiebonus für Veteranen der Serie. Die 3D-Grafik ist nicht nur toll, sie ist einfach wunderbar, allen voran die einfach nur großartigen Modelle der Pokemon. Wenn ich unbedingt etwas kritisieren müsste, dann wäre es, dass in manchen Kämpfen die Framerate sichtbar sinkt. Es wird nie unspielbar oder groß störend, aber es ist sichtbar. Ansonsten macht die neue Generation einfach alles richtig.

Ganz, ganz dicke Kaufempfehlung!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 30, 2013 6:04 PM CET


Beyond: Two Souls - Standard Edition - [PlayStation 3]
Beyond: Two Souls - Standard Edition - [PlayStation 3]
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 22,99

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein storytechnischer Blockbuster?, 9. Oktober 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Die Entwickler von Beyond: Two Souls haben sich zu letzt mit Heavy Rain einen Namen gemacht. Sie entwickeln weniger Spiele, sondern interaktive Filme, die jedoch packend inszeniert sind. Fahrenheit und Heavy Rain haben die Messlatte dabei sehr hoch gelegt. Kann Beyond: Two Souls da anknüpfen?

Um nichts zu spoilern werde ich zur Story nicht zu viel verraten. Die Hauptcharakterin, Jodie, wird seitdem sie geboren ist von einer geisterhaften Gestalt, Aiden genannt, begleitet. Zwischen diesen beiden Charakteren entsteht eine ziemliche Hassliebe. Die Story dreht sich nun um das Leben von Jodie tatsächlich gespielt von Hoolywood-Schauspielerin Ellen Page (Inception, Juno). Man erlebt die unterschiedlichsten Jahre mit. Diese werden in zahlreichen Sprüngen erzählt. Die gesamte Story ergibt sich aus dem Zusammenfügen aller Szenen, die man spielt. So wird dafür gesorgt, dass immer genug Fragen offen bleiben um Spannung zu behalten und doch genug beantwortet wird. Wichtigster Nebencharakter ist dabei ihr "Arzt" Nathan, gespielt von Willem Dafoe (Spider-Man, Triple X 2, Aviator).

Wir haben hier kein wirkliches Spiel, sondern eher einen interaktiven Film. Wer Heavy Rain gespielt hat, weiß was auf ihn zukommt. Das ist sicherlich nicht für Jeden etwas. Das Gameplay besteht in erster Linie aus Quicktime Events, Laufen und Interaktion mit irgendwas. Durch einen geisterhaften Begleiter kommt noch etwas mehr Spiel dazu. Man kann sich frei bewegen, bis zu einem gewissen Grad auch durch Wände. Das sorgt für ein wenig mehr Freiheit, breitet den Pfad des interaktiven Films aber nicht zu einem Spiel im eigentlichen Sinne aus. Man sollte sich überlegen ob einem so viel Spiel für dieses Medium reicht. Ich wusste worauf ich mich einlasse und wurde nicht enttäuscht. Im Vergleich zu Heavy Rain spielt sich Beyond: Two Souls flotter und angenehmer. Das Kampfsystem wurde auch überarbeitet. Anstatt einfach Tasten im richtigen Moment zu drücken, muss nun der rechte Analogstick in die entsprechende Richtung gedrückt werden. Der Vorteil ist, dass die Kämpfe somit in das Geschehen besser integriert sind und die fliegenden Buttons, die man noch in Heavy Rain drücken musste, nicht so vom Geschehen ablenken. An einigen, wenn auch sehr wenigen Stellen, bringt es jedoch die Problematik mit sich, das an Hand des Kamerawinkels nicht eindeutig ist, welche Richtung nun die korrekte Richtung ist. Aber das kommt tatsächlich nur selten vor.

In Heavy Rain hatte jede Entscheidung und jede Aktion langfristige Folgen. Das wurde in Beyaond: Two Souls deutlich abgeschwächt. Man kann Situationsbedingt immer noch Einfluss nehmen und entscheiden wie man in bestimmten Situationen reagiert. Das hat auch kurze Auswirkungen auf die Story im jeweiligen Abschnitt, langfristige Auswirkungen gibt es jedoch keine. Während in Heavy Rain noch Charaktere sterben konnte und die Story sich entsprechend verändert hat, gibt Beyond: Two Souls deutlich klarer vor, was geschieht. Abweichungen von diesem Pfad sind schlicht nicht mehr möglich. Das klingt nach einem Schritt zurück. Ist es im Prinzip auch. Aber hier gilt das Motto "weniger ist mehr". In Heavy Rain gab es viele unterschiedliche Variablen. Diverse Kombinationen brachten im Laufe der Story mal mehr, mal weniger große Logiklöcher mit sich. Durch den Schritt zurück bleibt diese Problematik in Beyond: Two Souls aus. Hier wird eine Geschichte erzählt, wo Logiklöcher nicht auftreten können. Man kann diesem Spiel/Film vielleicht vorwerfen, dass es sich in diesem Bereich nicht ausreichend weiterentwickelt hat. Mir scheint jedoch der Schritt zurück kein falscher Schritt gewesen zu sein.

Gleiches gilt für die Charaktere. Im Gegensatz zu Heavy Rain gibt es hier nur noch einen wirklich spielbaren Charakter (Aiden mal aussen vor). Durch die fokussierung auf Jodie kann dieser Charakter aber deutlich besser ausgebaut werden. Deswegen gilt auch hier meiner Meinung nach "Weniger ist mehr". Die Charaktere um Jodie herum sind größtenteils sehr gut ausgearbeitet. Allen voran die Beziehung zu ihrem "Arzt" Nathan.

Die Inszenierung ist im Gegensatz zu Heavy Rain deutlich flotter. Hier bekommt man mehr Tempo und mehr Action geboten, die durchaus in das Gesamtbild passt.

Technisch ist das Ganze auf einem sehr hohen Niveau und gliedert sich unter den optischen Top-Titeln der PS3 ein. Allen voran die Charaktere mit allen Details und die durch Motion-Capturing aufgenommenen Gesichtsanimationen sind unglaublich gut. Im Bereich Sound und Synchronisation bewegt man sich auf einem konstant hohen Niveau. Die Partikeleffekte im Spiel sind schon bald ekelhaft gut. Wenn Aiden mit einem Menschen interagiert sprühen gut aussehende Lichteffekte nur so um sich. Aber auch die Wetter-Effekte wie Regen sehen einfach bombastisch aus. Kleine Defizite gibt es in vereinzelten Texturen, was jedoch nicht häufig vorkommt.

Der wichtigste Aspekt in diesem eher interaktiven Film ist eben die Story mit allem was dazugehört. Und die ist wirklich erstklassig und auf hohem Niveau. Dabei jedoch nicht frei von Makeln. Innerhalb der Story gibt es Stellen, auch etwas umfangereichere Stellen, die zwar super Inszeniert sind und Spaß machen, aber zum eigentlichen Rahmen der Story nur unwesentlich beitragen. Das macht die Story von Beyond: Two Souls keineswegs schlecht. Hier bekommt man man immer noch eine wirklich tolle Geschichte geboten, die meiner Meinung nach insgesamt durch die besseren Charaktere und weniger Logiklöchern durch vorgegebene Linearität ein Heavy Rain übertrumpft. Dennoch sind Makel vorhanden, die nicht unbeachtet bleiben können.

Die Wahl die beiden wichtigsten Charaktere durch reale Hollywood Schauspieler verkörpern zu lassen war bei diesem eher interaktiven Film eine sehr konsequente und gute Entscheidung. Die Interaktion der Charaktere wurden tatsächlich geschauspielert und per Motion Capturing aufgenommen. Die schauspielerischen Fähigkeiten von Ellen Page und Willem Dafoe wurden also 1:1 in das Spiel übernommen. Und das tut dem Spiel doch ausgesprochen gut.

Wie soll man Beyond: Two Souls nun bewerten? Am besten gar nicht. Man sollte sich informieren was einen hier erwartet. Man sollte sich Tests mit guten Bewertungen durchlesen und Tests mit schlechten Bewertungen durchlesen. Beyond: Two Souls ist ein Titel der abhängig von den persönlichen Erwartungen ist wie kaum ein anderer. Dazu kommt das Problem Film. Ein Film kann objektiv gesehen ein richtiger Blockbuster sein. Wenn einem Setting und Story aber nicht gefallen, dann kann das subjektiv gesehen doch uninteressant sein. Das Problem tritt bei Beyond: Two Souls auch ein. Gefällt einem die Story nicht, bleibt nicht viel übrig. Dem muss man sich bewusst sein.
Mir persönlich gefällt die Story aber insgesamt sehr gut. Sie erreicht meiner Meinung nach nicht die Perfektion eines The Last of Us, übertrifft aber dennoch die Geschichte vieler anderer Filme oder Spiele. Jedoch gibt es den ein oder anderen Makel. Makel die die Story nicht schlecht machen, im Gegenteil, aber Makel die beachtet werden müssen. Und bei einem Titel der wie ein guter Film in erster Linie von der Geschichte lebt, führt das für mich doch zu einem Stern Abzug.

Alles in allem bekommt Beyond: Two Souls dennoch eine klare Kaufempfehlung von mir. Trotz einiger Schwächen hat die Story ein konstant sehr hohes Niveau. Die Charaktere sind super, die schauspielerische Leistung toll, die Inszenierung Spitze. Aber man sollte sich genau überlegen ob dieser Titel seinen Erwartungen gerecht wird. Beyond: Two Souls kann ein sehr guter Blockbuster sein, wenn man kein Spiel erwartet und einem die Story und das Setting insgesamt zusagen. Will man hinter der Story jedoch auch ein vollständiges Spiel was aus mehr als Quicktime Events und Ähnlichem besteht, wird man sicherlich jedoch enttäuscht. Ich habe bekommen was ich erwartet habe und bin insgesamt begeistert!


Final Fantasy XIV - A Realm Reborn - [PC]
Final Fantasy XIV - A Realm Reborn - [PC]
Wird angeboten von AVIDES
Preis: EUR 12,98

24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein würdiger Teil der Serie und ein tolles MMORPG, 3. September 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Final Fantasy 14....Final Fantasy 14....da klingelt doch irgendwas.....MOOOOOMENT! Final Fantasy 14? War das nicht dieses unfertige Debkale voller Bugs, beknackter Design-Entscheidungen und dem grausamsten Interface was jemals in einem MMO zu finden war? Jap...absolut richtig. Und deswegen wurde es auch eingestellt. Aber die Entwickler waren von sich überzeugt und meinten sie können es besser. Final Fantasy 14 sollte rundum erneuert unter dem Titel "A Realm Reborn" erneut erscheinen. Und ist es wenigstens dieses Mal halbwegs gut geworden? Nein. Es ist nicht halbwegs gut geworden. Es ist richtig, richtig gut geworden!

Vorweg: Wegen den meist sehr positiven Kritiken der Spieler ist im Moment ein Ansturm auf die Server, sodass es schwierig ist Charaktere zu erstellen. Am morgigen Mittwoch, den 4.9.2013, sollen neue Server samt einiger Optimierungen an den Start gehen, die die Probleme beseitigen sollen. Ich werde das nicht in die Bewertung des Spiels einfließen lassen. Aber man sollte das Ganze auf jeden Fall beachten und im Internet verfolgen.

Da das Spiel in einfach allen Bereichen überarbeitet wurde, blicken wir einfach nicht auf die vorherige Version des Spiels zurück. Belassen wir es als Ausrutscher. Ich werde das Spiel so bewerten, wie es jetzt ist.

Grundsätzlich ist FF14 ein sehr, sehr klassisches MMORPG. Wer große Innovationen will, riesige Neuerungen und etwas, was es noch nirgends gab, sollte gleich einen Bogen um das Spiel machen. Wer jedoch nur einen Hauch etwas mit klassischen MMORPGs anfangen kann, bekommt hier ein Spiel, wo sämtliche Kernmechaniken richtig toll funktionieren.

Zu Anfang stehen einem fünf Rassen zur Verfügung, welche sich wieder in 2 etwas anders aussehende "Unterrassen" gliedern. Die Möglichkeiten zur Charakterindividualisierung sind nicht gigantisch, aber durchaus üppig. Es wäre mehr möglich gewesen, aber über zu wenig Möglichkeiten kann man sich nicht beschweren. Anschließend noch eine der zahlreichen Klassen auswählen und fertig. Das Klassensystem funktioniert in FF14 etwas anders. Man kann mit einem Charakter ALLE Klassen spielen. Man startet lediglich mit einer. Alle Klassen werden separat gelevelt. Hat man 2 bestimmte Klassen auf ein bestimmtes Level gespielt, bekommt man die Möglichkeit weitere Klassen freizuschalten. Mit steigendem Level gibt es dann die Möglichkeit Fähigkeiten von anderen Klassen zu benutzen, die man eigentlich nicht spielt. Das bietet interessante Kombinationsmöglichkeiten. Das System ist eigentlich sehr simpel, bietet aber eine ganze, ganze Menge Tiefgang.

Da wir grad bei Klassen sind, kommen wir auch direkt zum Crafting. Denn bei den Berufen handelt es sich nicht um Berufe, sondern auch um Klassen. Jeder Sammelberuf oder jeder Herrstellungsberuf ist eine Klasse, die mit steigendem Level weitere Fertigkeiten freischalten. Diese müssen zum Craften benutzt werden. Das System hat eine ganze Menge Tiefgang und lässt sich ein wenig mit dem umfangreichen Craftingsystem mit Vanguard vergleichen. Crafter haben hier wirklich extrem viele Möglichkeiten.

In der Welt angekommen fällt direkt etwas auf: Die Grafik. Viele Entwickler sagen ja, dass man technische Abstriche bei einem MMO machen muss, damit das Ganze mit all den Spielern noch flüssig läuft. Auch wenn für FF14 kein Rechner der unteren Klasse mehr reicht (Mittelklasse muss es schon sein), nimmt das Spiel diese Aussagen und spuckt auf sie. Das Ding sieht einfach unfassbar gut aus. Das ist nicht nur die Grafik, sondern dazu auch das komplette Design. Ich hab zahlreiche MMORPGs gespielt. FF14 ist mit ganz, ganz großem Abstand das Schönste! Und es läuft vor allem auch bei massig Spielern absolut ruckelfrei. Herausragend gute Engine!

Das Leveln funktioniert durch Quests. Davon gibt es Storyquests, normale Sammel/Töte-Quests, Freibriefe (am ehesten vergleichbar mit Tagesquests, wenn auch ein etwas anderes System) und Gildengeheiße (Freibriefe für Gruppen). Dazu kommen noch Fates. Das sind Events, die ständig und überall passieren, ähnlich RIFT oder Guild Wars 2. Das können mal kleinere Events sein, aber auch mal große Bosse. Die sind direkt ab dem ersten Gebiet vorhanden, sind extrem dynamisch und bringen massig Erfahrung. Es wäre vermutlich möglich nur durch diese Events locker zu leveln. Besucht werden diese Events gerne auch mal von hunderten Spielern auf einmal.
Im Übrigem braucht man, wenn man gelegentlich mal nen Fate macht, auch nicht alle Quests zu machen. Man levelt an vielen Quests vorbei. Die übrigen Quests würde ich auch aufgesparen. Möchte man mit dem selben Charakter eine andere Klasse leveln, kann man diese Quests benutzen. Hat man eine Klasse auf das Maximallevel gespielt, bekommen alle anderen Klassen nen Erfahrungsbonus. Das Spiel stammt aus Japan, ist aber in keiner Weise ein stupider Grinder. Quests gibt es mehr als Genug, dazu noch die Events. Grind-Hasser werden hier bei den ersten Klassen auf jeden Fall keine Probleme haben. Und wenn alle Quests weg sind und man doch noch andere Klassen ohne zu grinden spielen will? Dann erstellt man sich halt einen neuen Charakter und spielt die da. Aber man sollte sich bewusst sein, dass mit den Freibriefen, Gildengeheißen, Instanzen und Fates IMMER genug Möglichkeiten zum grindlosen Leveln vorhanden sind.

Instanzen gibt es auch, welche gutes Teamspiel und bei den Bossen sehr taktisches Vorgehen ermöglichen. Die Länge der Instanzen ist meiner Meinung nach perfekt. Viele Instanzen lassen sich in weniger als einer Stunde bewältigen. Sie sind wunderbar Designed, das Gruppenspiel funktioniert.
Für alles was Gruppen betrifft, gibt es auch eine Inhaltssuche. Damit kann man sich direkt an diversen Events, Instanzen oder Quests anmelden.

Die Kampfsysteme in Final Fantasy, abgesehen von Spin-Offs, hatten immer etwas rundenbasiertes an sich. Mal waren sie komplett rundenbasiert, mal waren noch einige Überbleibsel davon im Spiel. FF14 kombiniert das Ganze mit dem klassischen MMO-Kampfsystem. Das heißt wir haben hier ein Kampfsystem wie in WoW, nur etwas langsamer. Dazu aber auch die Möglichkeit Kombos für besondere Angriffsketten zu nutzen. Das System ist aber keinesweges langweilig. Es funktioniert im Prinzip wie bei jedem anderen MMO. Die Effekte geben dem Ganzen aber eine gewisse Epic.

Das Gegnerdesign ist meistens auch hervorragend. Vor allem einige Bosse haben es echt in sich und sehen klasse aus. Final Fantasy Veteranen werden auch viele Deja-Vu Momente haben, denn viele Gegnertypen kennt man bereits aus anderen Ablegern der Serie. Darunter auch einige bekannte Bosse.

Final Fantasy typisch gibt es natürlich eine Geschichte. Und hier kann man größtenteils das erwarten, was man von einem Final Fantasy erwarten sollte. Die Charaktere sind meist toll, bleiben im Vergleich zu den Singleplayer-Titeln aber oft etwas blass. Das sind aber diverse MMO-Abstriche, die man in Kauf nehmen muss. Aber das ist auch Kritik auf hohem Niveau. Die Zwischensequenzen sind toll und gelegentlich gibt es auch epische, gerenderte Sequenzen, wie man es aus Final Fantasy kennt. Ich fand die Story in Star Wars The Old Republic ja auch durchaus gelungen. Aber sorry Star Wars, Final Fantasy 14 ist von der Geschichte her spannender und fesselnder.

Für wen ist also dieses Spiel geeignet? Für alle, die etwas mit klassischen MMOS wie WoW, Rift oder Everquest anfangen können. Für alle, welche in eine malerisch schöne Welt im typischen, märchenhaften und spannenden Final Fantasy-Flair eintauchen möchten. Und für alle, die eine großartige Story in einem MMO erleben möchten.

Fazit: Final Fantasy 14 wagt nur wenig. Aber alle Mechaniken greifen wunderbar ineinander. Die Story überzeugt, die Technik und das Design ist überragend. Vergessen wir das Desaster der ersten Version. Die Entwickler haben nicht nur ein MMO erschaffen, was deutlich besser als die erste Version ist, sie haben ein MMO geschaffen, was auf dem MMO-Markt in jedem Fall eine Daseinsberechtigung hat. Großartiges Spiel, klare Kaufempfehlung!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 27, 2014 9:26 AM CET


Tom Clancy's Splinter Cell Blacklist - [PC]
Tom Clancy's Splinter Cell Blacklist - [PC]
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 4,99

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Schritt zurück - Im positiven Sinne, 23. August 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Splinter Cell galt eine lange Zeit immer als der Inbegriff für "Stealth". Jeder der Teil der großen Reihe (Handheld Ableger usw. ausgenommen)konnte sich immer steigern, bis mit Chaos Theory seiner Zeit unter den Stealth Action Games ein Meisterstück gelungen ist. Double Agent konnte das Niveau meiner Meinung nach nicht erreichen. Vielleicht versuchte man mit Conviction deswegen auch etwas gänzlich anderes. Weg vom Stealth, hin zur Action. Unter der gesamten Geschichte von Protagonist Sam Fisher ein logischer Schritt. Aber auch wenn das Gameplay sich sehr flüssig spielte, die Story durchaus gelungen war und sich somit auch viel Spaß mit Conviction hatte, blutete eine Seite meines Splinter Cell-Herz wegen den fehlenden Stealth-Elementen. Die Elemente, die damals Chaos Theory so unfassbar gut machten. Mit Blacklist geht UbiSoft nun einen Schritt zurück und versucht einen Spagat zwischen der Action aus Conviction und dem Stealth der Teile 1-4. Aber für Ungeübte kann ein Spagat auch ganz schön schmerzhaft sein. Schafft Blacklist diesen Spagat?

Story: Storytechnisch bekommt man hier eigentlich nichts Besonderes geliefert. Es ist das, was man aus Ubisofts Tom Clancy spielen kennt. Krieg, ferner Osten, Terror gegen die USA. Eben ganz typischer Standard. Aber ich persönlich möchte das nicht als Negativpunkt sehen. so ein Setting passt nun mal einfach am ehesten zu dieser Spieleserie. Und dazu sei gesagt, dass die Geschichte durchaus flott und spannend erzählt wird. Einen Oscar gibt es dafür nicht. Unterhaltsam ist sie aber auf jeden Fall!

Technik: Die Synchronisation ist absolut gelungen. Die aus den alten Teilen bekannten Charaktere wurden auch hier wieder mit den gleichen Stimmen betont, die man jetzt seit zum Teil schon 6 Teilen kennt. Gut so! Für die Leute, die das Ganze eher in Englisch spielen: Hier hat es ein Änderungen bei der Synchronisation von Sam gegeben. Hier also nicht mehr die gleiche Stimme. Soundeffekte und Musik sind absolut erhaben und auf hohem Niveau.
Grafisch gewinnt Blacklist auch keinen Preis. Schlecht sieht das Spiel allerdings nicht aus. Vor allem die überwiegenden Missionen im Dunkel sind wirklich schick. Bei den Mission im Hellen fallen ein paar Problemzonen auf. Während die meisten Charaktermodelle sehr gut aussehen und durch Motion Capturing tolle Mimiken aufweisen, sehen einige Charaktermodelle doch etwas puppenartig aus.
Was man dem Spiel lassen muss ist, dass es wirklich beachtlich ist, was man noch aus der Unreal Engine 2 herausholen kann. Fraglich ist allerdings wieso man seiner Zeit bei Double Agent die Unreal Engine 3 verwendete und mit Conviction zu einer modifizierten Version der Unreal Engine 2 zurückging. Vielleicht wäre weitere Arbeit mit der Version 3 besser gewesen.
Einen Grafikblockbuster sollte man also nicht erwarten. Hässlich ist das Spiel aber wirklich nicht.

Gameplay:
Die erste große Neuerung, die auffällt, ist die Paladin. Das neue Hauptquartier von Fourth Echelon, wo man zwischen den Missionen rumlaufen und mit den Charakteren interagieren kann. Mass Effect und die Normandy lassen grüßen.
Weitere Neuerung die dort auffällt: Abgesehen vom Optionsmenü und dem Spiel beenden Menü gibt es keine wirklichen Menüs im Spiel. Alles ist Teil der Gerätschaft auf der Paladin. Das wirkt insgesamt sehr stimmig und passt ins Setting.
Startet man eine Mission, geht es dann auf insgesamt lineare Wege, oft aber mit breiten Vorgehensmöglichkeiten. Wer die Action aus Conviction mochte, dann weiterhin so spielen. Wer lieber Shooter spielt, der kann einfach komplett auf den Stealth verzichten und wie ein Verrückter um sich herumballern. Und wie siehts aus mit dem Stealth? Ist er wieder da? Ja! Und wie! Um einen Spielstil zu unterstützen, gibt es für bestimmtes Vorgehen Punkte in 3 Kathegorien: Ghost, Panther und Assault. Während der Assault einfach schleichloses Rumgeballer ist, ist der Ghost das, was man aus den alten Teilen der Serie kennt und liebt. Am besten niemanden töten, maximal betäuben und immer unerkannt bleiben. Der Panther gesellt sich dazwischen. So weit es geht unsichtbar treiben, durch geschickte Manöver die Wachen ablenken und sie dann durch stealthige Tricks ausschalten.
Dafür gibt es dann insgesamt Geld. Zum einen könnt ihr damit die Paladin aufrüsten für besondere Boni, zum Anderen könnt ihr direkt eure Ausrüstung aufwerten und anpassen. Viele Teile der Ausrüstung gliedern sich auch wieder in die Kathegorien Ghost, Panther und Assault. Hier sollte ihr für euer Vorgehen die richtige Ausrüstung zusammenstellen. Wer mit einer Stealth-Ausrüstung frontal drauf los will, wird genau so wenig Land sehen wie jemand mit ner Assault-Rüstung, der lieber schleichen will. Hier gilt es die Kombination aus allem zu finden, die eurem Spielstil entspricht. Und die Möglichkeiten sind enorm.
Neben altbekannten Gadgets wie der Haftkamera, bekommt Sam auch neues Spielzeug. Mein persönlicher Favorit ist die neue, fliegende Drohne, welche beispielsweise 4 Taser verschießen kann, oder auch frontal den Gegnern vor die Nase fliegt und explodiert. Das Teil lässt sich sehr universell einsetzen. Cool!
Die Maps sind wie bereits erwähnt halbwegs linear, bestehen aber immer wieder aus mehreren größeren Arealen, die oft auch durch mehrere Wege verknüpft sind. Leute, die Conviction nicht mochten, weil es nur wenig Variation und eher frontales Vorgehen gab, wird das freuen. Das knüpft hier nicht nur an die alten Teile an, es topt sie sogar.
Meistens habt ihr die freie Wahl, wie ihr vorgehen wollt. An nur wenigen Stellen werdet ihr dazu gezwungen zu Töten oder zumindest zu betäuben. Wiederum gibt es im Gegenzug auch Stellen, wo euch der Stealth aufgezwungen wird und ihr niemanden töten dürft und nicht gesehen werden dürft. Ubisoft möchte euch alles erleben lassen, lässt euch aber in 99% des Spiels die Wahl, was ihr wollt. Das funktioniert.

Multiplayer: Damals gab es noch Spy vs. Mercs. Die Einen verkörperten wendige, dünn gepanzerte Agenten, die aus der Third-Person-Perspektive gesteuert wurden, die anderen schwere, langsame Krieger, die aus der Ego-Perspektive gesteuert wurden und die Agenten an ihrem Hack-Job hindern sollten. Das war ein tolles, asymetrisches Gameplay. Dieser Modus ist wieder da. Wie man ihn kannte und liebte. Und es funktioniert auch heute noch.
In Conviction gab es dann einen Coop-Modus. Zusammen mit einem Partner durch die Maps schleichen und die Gegner ungesehen ausschalten. Der Coop-Modus von Conviction war dabei sogar deutlich stealthiger als die Kampagne.
Der Coop-Modus kehrt hier auch zurück. Aber ihr spielt nicht irgendwelche Agenten wie im Vorgänger, nein ihr verkörpert Sam und den neuen Agenten aus der Kampagne. Die Missionen variieren dabei stark und sind deutlich mehr wie Kampagnen-Missionen gestaltet. Mehrere Abschnitte, mehrere Missionsziele und so weiter. Die Missionen sind nicht einfach ein Coop-Modus. Sie sind ein mehr oder weniger optionaler Teil der Kampagne, da auch kleine, aber für die gesamte Story weniger relevante, Geschichten erzählt werden. Deswegen wurde dieser Modus auch direkt in die Kampagne integriert. Über die Karte, wo ihr die Kampagnenmissionen auswählt, könnt ihr auch Coop-Missionen starten. Entweder nur für Freunde, mit zufälligen Mitspielern, oder bei Bedarf die Meisten auch allein. Wirklich cool und spaßig. Das Ganze wurde sogar so weit integriert, dass ihr für jede Mission, egal ob Kampagne, Singleplayer, Multiplayer, Coop, Spy vs. Mercs, Geld bekommt. Was ihr damit kauft und aufrüstet ist euch überlassen. Ihr könnt mit Geld aus der Kampagne euren Spion oder Merc aus dem entsprechenden Modus aufrüsten und umgekehrt genau so. Der Coop integriert sich so auch. Es gibt hier also keine strikte Trennung zwischen Singleplayer und Multiplayer, sondern beides ist miteinander verzahnt. Extrem spaßig.

Fazit: Mit Blacklist versucht Ubisoft das flotte, flüssige Gameplay aus Conviction mit dem stealthigen Gameplay aus Vorgängern wie Chaos Theory zu verknüpfen. Ein Spagat, der schmerzhaft hätte werden können. Aber ein Spagat, der ungemein gut funktioniert. Die Story selbst dürfte euch beim einmaligen Durchspielen zwischen 10 und 12 Stunden etwa beschäftigen. Die Coop-Missionen meiner bisherigen Erfahrung nach beim einmaligen Durchspielen auch 6-8 Stunden, je nachdem wie gut ihr seid und welchen Schwierigkeitsgrad ihr nutzt. Dazu dann noch der Spy vs. Merc. Modus. Und dazu noch das hohe Map an Wiederspielwert. A), weil man nach und nach immer mehr freischalten kann und es dauert, bis man wirklich alles hat und B), weil es so viele Möglichkeiten gibt vorzugehen und neues Experimentieren belohnt wird. An Umfang mangelt es dem Spiel also bei weitem nicht.
Punktabzug könnte man wegen einiger Grafikdefizite und der toll erzählten, aber unoriginellen Story geben. Ich persönlich kann darüber aber hinwegsehen und belohne lieber den Schritt wieder zum Stealth hin. Chaos Theory war bisher der ungeschlagen beste Teil der Serie für mich. Blacklist könnte das nun endlich ablösen.
Klare Kaufempfehlung!


Das schwarze Einmaleins (Limited Mediabook Edition + Bonus-DVD)
Das schwarze Einmaleins (Limited Mediabook Edition + Bonus-DVD)
Preis: EUR 18,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Blockbuster von einem Album, 18. August 2013
Saltatio Mortis...Kaum eine Band könnte zum Thema "Wachstum" besser passen. Während ich die ersten paar Alben gar nicht gut fand, wurd es von Album zu Album immer etwas besser. Bis dann schließlich Aus der Asche kam und die Band in meinen Favouriten ganz nach oben katapultierte. Aber das reichte nicht. Ab da wurde die Band meiner Meinung nach von Album zu Album deutlich besser.
Jetzt haben diese Arbeitstiere schon wieder eine Platte auf den Markt...und direkt zum Anfang: Das Ding ist ein Blockbuster, wie man es nur selten hört.

Erstmal zu den Boni: Neben der CD mit den neuen Liedern liegt dieser Edition auch eine DVD bei. Dies beinhaltet den Wacken-Auftritt von 2011, Kommentare der Band zu den neuen Liedern und ein Making of des Albums.
Saltatio Mortis ist eine Band, die man Live mal sehen sollte. Sie machen Spaß, sie rocken, sie wissen wie man die Fans motiviert. Leider kann vermutlich nicht jeder die Band live sehen, weswegen ich solche Konzertaufnahmen als Beigabe immer sehr toll finde. Bei diesem Auftritt bekommt man etwa eine Stunde Saltatio Mortis wie man sie kennt und liebt. Toll! Auch schön noch ein letztes Mal etwas von Herrn Samoel zu sehen!

Die Kommentare zu den neuen Liedern halte ich für sehr wichtig. Da doch das ein oder andere kontroverse Lied auf der Scheibe ist, finde ich es sehr gut, dass die Band ihre Meinung zu den Songs abgibt. Und dabei versuchen sie sich nicht zu rechtfertigen. Sie sagen wie es einfach ist. Aber auch erkennt man hier, wie viel Niveau diese Band einfach hat. Natürlich sind es Spielleute, absolut wild, absolut frei. Aber was hinter diesen Liedern steckt ist wirklich erstaunlich. Unbedingt anschauen!

Das Making-Of rundet das Gesamtpaket gut ab und gibt einen tollen Eindruck in den Produktionsprozess eines SaMo-Albums. Vor allem erkennt man einfach hier sehr gut, was Saltatio Mortis von anderen Bands unterscheidet: Kommerz um das dickstmögliche Geld zu verdienen? Pah! Bei denen nicht. Die machen das, was denen Spaß macht und nur das, was sie machen wollen. Und gerade deswegen ist diese Band so authentisch und macht so viel Spaß. Im Making-Of wird das an vielen Stellen deutlich, wie ich finde.

Und die neuen Songs selber?

Typisch für SaMo gibt es auch reichlich Lieder im Bereich Mythologie, Fantasy und Märchen. Neben diesen Titeln, gibt es aber dieses Mal auch einige besonders starke, sozialkritische Songs. Was alle Lieder gemeinsam haben: Sie sind sehr flott und sehr rockig. Selbst die Balladen haben ein gewisses Tempo. Aber die Abwechslung stimmt in allen Bereichen. Es gibt für mich nicht einen Song auf diesem Album, wo ich sagen würde "Joa...das ist vielleicht nicht ganz so herausragend". Hier stimmt einfach jedes Lied.
Es ist voller Rockhymnen zum feiern und Spaß haben. Und gleichzeitig so viele Lieder, die doch bittere Wahrheiten aussprechen. Das Zusammenspiel aus Text und Musik ist einfach herausragend gut gelungen.

Das sind Songs, die kann man zu Hause rauf und runter laufen lassen, es sind Songs die können zum feiern benutzt werden und es sing Songs, die hervorragend zu den Konzerten passen.

Ich habe in den letzten Jahren viele sehr, sehr gute Alben von Bands aus dieser Richtung gehört. Von Subway to Sally, Schandmaul, Letzte Instanz, über Ignis Fatuu und Feuerschwinz bis hin zu Omnia oder Fiddlers Green. Ich habe da wirklich viele sau gute Alben gehört. Aber das Schwarze IXI hat sich im Moment echt nach ganz oben katapultiert. Selbst wenn die CD nicht läuft, schwirren zahlreiche Ohrwürmer durch den Kopf. Und das unterscheidet meiner Meinung nach ein sehr gutes Album, von einem herausragend guten Album: Die Lieder rocken nicht nur, wenn man sie hört, es gibt nicht nur einen Ohrwurm, nein, sämtliche Lieder lassen einen nicht mehr los, auch wenn die CD nicht läuft.

Hut ab, liebe Spielleute. Das Ding hier ist etwas wirklich, wirklich großes!


The Last of Us - Joel Edition - [PlayStation 3]
The Last of Us - Joel Edition - [PlayStation 3]
Wird angeboten von Bossversand Multimedia Movie Game and Bookstore
Preis: EUR 69,99

35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Spiel dieser Generation?, 14. Juni 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem der Autosave Bug direkt behoben worden zu sein scheint und dieser somit keinen Einfluss mehr auf die Rezension hat, kann sie nun veröffentlicht werden.

Die Reviews der großen Magazine haben mit 100 Punkte Wertungen um sich geworfen. Naughty Dog selber hat es als Revolution, vor allem im Bereich Story angekündigt. Kann das Spiel diese unfassbar hohen Erwartungen gerecht werden?
Kurz und knapp: Eine Revolution ist es in meinen Augen nicht. Das bis Dato beste Spiel dieser Generation auf jeden Fall!

The Last of Us ist ein sehr gewagtes Spiel. Keine Story von epischem Ausmaß. Keine Michael-Bay Action. Kein casualisiertes Kampfsystem. Und ich möchte Sony die Füße dafür küssen, dass sie Naughty Dog das machen lassen haben, was sie für richtig gehalten haben. Denn The Last of Us ist ein unglaublicher Blockbuster.

Doch zuerst zu den Inhalten der Joel-Edition:
Diese Special Edition wird in einer gut verarbeiteten Stofftasche, wie man sie oft auch aus Werkzeugpaketen kennt, geliefert. Auf der Tasche selbst ist das Gesicht des Charakters der jeweiligen Edition gedruckt. Die Tasche einschließlich des Drucks sind absolut hochwertig und könnten tatsächlich als Survival Tasche taugen.
Zuerst fällt wohl das Artbook auf. Hierbei handelt es sich um ein kleines Buch mit hartem Cover wo man zahlreiche Artworks und Konzeptzeichnungen vorfindet. Das Buch ist auch sehr hochwertig und für Leute, die auf diese Art Bilder stehen, sehr gelungen.
Als Zweites fällt dann direkt ein weiteres, kleines Heft auf. Hierbei handelt es sich um den ersten Teil einer kleinen, vierteiligen Comic-Reihe, welche als Prequel zum Spiel dienen und die Geschichte von Ellie erzählen. Das Cover des Comics ist in dieser Edition eine Sonderedition und gleicht nicht dem normalen Cover des Comics. Der Comic selbst ist schön gezeichnet und erinnern vom Stil her an die Scott Pilgrim Comics. Sehr schön ist, dass diese Edition des Comics sogar mit deutschem Text gedruckt wurde.
Weiterhin gibt es ein Aufkleber Set für den PS3-Controller. Dieser besteht aus mehreren Teilen, die sich einzeln alle gut an den Controller anbringen lassen. Das Design selbst ist schick!
Das Poster wurde leider nur auf Papier bedruckt und mit keiner Folie versehen. Das Design selbst ist aber sehr gelungen.
Das Spiel liegt natürlich auch dabei in einem speziellen Pappschuber. Dieser sieht zwar sehr schön aus, allerdings hätte ich mir hier lieber ein Steelbook gewünscht.
Dazu gesellen sich noch einige, weitere, digitale Extras.
In meinen Augen ist die Edition den Aufpreis von 20€ wert, sofern man denn ein Fan von Special Editions ist. Hat man an solchen Editionen kein Interesse, verpasst man aber auch nichts, wenn man sich die normale Edition kauft.

Nun zum Spiel:

Zur Story ohne groß zu spoilern: The Last of Us erzählt keine, große, epische Story. Im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen erzählt The Last of Us "nur" die Geschichte von Joel und Ellie. Diese hat auch keine unerwarteten Wendungen. Manchmal ist sie sogar vorhersehbar. Was sich auf den ersten Blick eigentlich ziemlich mies anhört, macht absolut gar nichts. Denn die ganze Story um die beiden Charaktere, ihre Beziehung und wie sie sich wandeln, erzählt Naughty Dog mit einer Perfektion, wie es sie bis Dato noch nicht gegeben hat. Ihr fühlt immer mehr mit den Charakteren mit, versteht die Wandlungen und fühlt diese auch nach. Im Endeffekt entsteht eine Geschichte ohne groß Tam-Tam, dafür aber eine, die euch nicht mehr vom Bildschirm losreisst, wenn ihr euch drauf einlasst. Das Ganze drumherum was alles nach dem Ausfall der Pilzsporen passiert ist, thematisiert The Last of Us kaum bis gar nicht. Aber darum geht es in dem Spiel auch nicht. Es geht ausschließlich um die Reise zweier Charaktere. Alles, was man in Sachen Story findet greift satt ineinander, sodass diese sehr spezielle Geschichte mehr Substanz hat, als fast alle Geschichten von anderen Spielen. Das führt gleichzeitig auch dazu, dass man über die Charaktere nachdenkt. Man muss als Spieler selbst entscheiden, ob die Charaktere nun eher gut oder eher böse sind. Denn ein "Gut und Böse" gibt es in dieser Welt nicht. Man versucht zu überleben und tut alles dafür. Das heißt es wird sogar auf hervorragende Weise ein Band zum Spieler gebunden, sodass dessen eigene Moralvorstellungen ausschlaggebend für eine Gesamtinterpretation sein kann.
Naughty Dog beweist, dass man in Sachen Story auch andere Wege gehen kann. Und damit haben sie eine Geschichte erschaffen, welche bis Dato den Story-Thron bewohnen darf.

Technik:
Xbox One? Playstation 4? Man könnte fast meinen man bräuchte die neuen Konsolen gar nicht. Naughty Dogs Uncharted Serie wies in jedem Teil von neuem eine herausragend gute Grafik auf. Und jetzt kommt The Last of Us und topt Uncharted 3, wo man eigentlich dachte, dass man das auf der PS3 gar nicht mehr übertreffen kann nochmal um ein ganzes Stück.
Gut, man könnte ein klein wenig Meckern, dass an gewissen Stellen die Treppchen-Effekte doch etwas stark sind, aber das wäre nicht fair. The Last of Us punktet mit guten Texturen, großartigen Effekten und packt das Ganze in ein makellos gutes Design. Herausragend sind vor allem die Charaktermodelle. Die Charaktermodelle von Uncharted waren auch bereits sehr, sehr gut, hatten meiner Meinung nach aber immer noch einen leicht stilistischen Touch. Die Charaktere in The Last of Us sehen einfach nur real aus. Das machen aber nicht nur die Modelle, sondern auch die hervorragenden Animationen. Es wird einfach so lebendig mit der Umwelt interagiert, und die Bewegungen sehen einfach real aus. Dazu kommen noch wahnsinnig gute Mimiken. Man kann den Charakteren im Gesicht ihre Gefühle ansehen. Ich persönlich habe in keinem anderen Spiel Charaktere gesehen, die so unfassbar lebendig wirkten.
Der Sound ist auch ganz großes Kino. Neben den wirklich guten Effekten und Geräuschen der Infizierten, gibt es einen sehr gelungenen Soundtrack, welcher genau an den richtigen Stellen einsetzt.
Besonders hervorheben sollte man aber nochmal die Deutsche Synchronisation, welche auch einfach nur hervorragend ist.
Technisch ist dieses Ding einfach verdammt groß.

Gameplay:
An den meisten Stellen ist The Last of Us ein relativ lineares Stealth Spiel. Grund hierfür ist der Mangel an Waffen, Munition und Gegenständen. Durch den akuten Munitionsmangel überlegt ihr euch zwei Mal, ob ihr Gegner erschiesst, per Stealth-Kill ausschaltet oder einfach umgeht. Letzteres ist immer die beste Lösung um genug Gegenstände für einen Notfall zu haben. Werdet ihr jedoch plötzlich doch von einigen Infizierten entdeckt und müsst schießen, so werden alle die, die ihr am Leben gelassen habt, gleich mit angezogen. Ihr müsst also genau entscheiden, wie ihr vorgeht.
In der Theorie stehen euch dann doch einige Gegenstände wie Messer, Nagelbomben oder Molotov-Cocktails zur Verfügung. Diese müsst ihr jedoch erst aus Gegenständen zusammenbauen. Diese könnt ihr überall und nirgends finden. Es können über all welche liegen, aber auch hier herrscht ein chronischer Mangel. Gleichzeitig könnt ihr mit diesen Gegenständen auch Waffen aufwerten. Auch hier müsst ihr euch also wieder in allen Möglichen Bereichen entscheiden. Nahkampfwaffe verbessern, obwohl sie kaputt gehen wird und auf Messer verzichten? Lieber ein Medi-Kit oder ein Molotov-Cocktail?
Untermalt wird das durch unterschiedliche Gegnertypen, die unterschiedliches Vorgehen erfordern.
Die KI wirkt insgesamt wirklich gelungen. Menschen flankieren euch, gehen in Deckung und sprechen sich ab. Runner-Infizierte können euch sehen. Sie können per Stealth-Kill erwürgt oder auch waffenlos verprügelt werden.
Clicker-Infizierte können euch nicht sehen, sondern nur durch ein "Sonar-Geräusch", ähnlich wie bei einer Fledermaus, wahrnehmen. Wenn ihr wirklich keinen Fehler macht und kein Geräusch von euch gebt, könnt ihr sehr gut an ihnen vorbeischleichen. Werdet ihr allerdings entdeckt sind diese richtig harte Brocken, denn diese könne nicht im Faustkampf erledigt werden. Stealth-Kills sind auch nur mit Messern möglich.
Da Gegner in Massen auftreten ist The Last of Us kein unbedingt einfaches Spiel. Ihr müsst euch Zeit nehmen und euer Vorgehen planen. Versucht ihr einfach nur ganz schnell irgendwo durchzukommen, wird das tödlich enden.
Das Crafting findet im Übrigem in Echtzeit statt. Das solltet ihr also nur an Stellen machen, wo ihr wirklich sicher seid. Oder ihr müsst euch schleunigst beeilen, da plötzlich Gegner angreifen können.
Dieses Gesamtpaket sorgt für ein wirklich geniales Spielerlebnis. Genau wie in der Story passen einfach alle Elemente hervorragend zusammen. Nichts wirkt aufgesetzt oder fehl am Platz. Es stimmt einfach alles!

Sonstiges:
Was ich etwas störend empfand war, dass die begleitenden Charaktere gelegentlich vorm Gegner rumtanzen konnten, ohne dass diese reagierten. Die Gegner reagieren nur auf einen selbst und erst, wenn man entdeckt wurde, auf die anderen. Ein wenig unschön wirkt das Ganze eben dann, wenn die KI nicht ganz perfekt funktioniert und die Begleiter direkt vor der Nase des Gegners langlaufen um in Deckung zu gehen und dieser einfach nichts mitbekommt.
Das kommt allerdings nicht oft vor und ist wirklich Kritik auf sehr, sehr hohem Niveau.

Multiplayer:
Der Multiplayer ist vom Stil her der Multiplayer aus Uncharted 3 kombiniert mit den Gameplay-Elementen aus The Last of Us, in einem sehr interessanten Rahmen.
Ihr schließt euch zuerst einer Fraktion an, für die ihr kämpft. Ausgangssituation ist, dass ihr 12 Wochen überleben müsst, da bis dahin ein Konvoi euer Lager erreicht. Damit ihr 12 Wochen überleben könnt, müsst ihr für eure Gruppe, im Spiel "Klan" (Ja, mit K) genannt sammeln. Diese findet ihr in den Matches. Die einzelnen Modi sind nichts besonderes. Zwei Stück gibt es an der Zahl. Eine Art Team-Deathmatch und ein Modus, wo jeder Spieler nur ein Leben hat. Auf diesen Maps und durch jeden Kill erhaltet ihr diverse Ressourcen. Darunter auch die Nahrung für euren Klan, oder Technikteile für den Kauf von Upgrades, oder Ressourcen für bestimmte Gegenstände. Granaten o.ä. habt ihr auch hier nicht von Anfang an. Gegenstände von Granaten über Medikits bis hin zu Upgrades für Nahkampfwaffen müssen wie im Singleplayer hergestellt werden. Auch in Echtzeit. Die Ressourcen findet man dabei wieder auf dem Spielfeld.
Wie im Singleplayer ist auch im Multiplayer eine generelle Item- und Munitionsarmut vorhanden. Ihr seid also auch hier sehr viel am schleichen.
Ein Match entspricht dabei einem Tag. Nach 12 Wochen bekommt ihr spätestens eine Punktzahl für eine Rangliste, je nachdem wie gut ihr für euren Klan gesorgt habt. Je besser ihr seid, desto größer wird der Klan. Je größer er wird, desto besser müsst ihr sein, denn mehr Nahrung wird benötigt. Schafft ihr das nicht, dann stirbt eure Gruppe und es ist vorbei.
Witziges Feature: Ihr könnt das Spiel mit eurem Facebook-Account verbinden. Die Namen der Clanmitglieder werden dann zu Namen von Leuten aus eurer Freundesliste. In der Lobby kommen dann immer Meldungen von wegen "Max Mustermann geht Angeln", "Martina Musterfrau ist krank" und derartiges. Das hat keinen tieferen Sinn, macht das Ganze aber stimmig.
Der Multiplayer bietet also im Prinzip bekannte Modi, spielt sich durch die Thematik mit den Klans und dem stealthigen Gameplay deutlich anders wie andere Spiele. Meiner Meinung nach deutlich besser.

Heißt im Fazit:
Eine Revolution ist The Last of Us in meinen Augen nicht. Es macht kaum etwas wirklich neu. Allerdings nimmt es alle möglichen Features, perfektioniert diese und fügt die in ein nahezu perfektes Gesamtbild.
Hier stimmt einfach fast alles. Eine Revolution? Nein. Das beste Spiel dieser Generation? Meiner Meinung nach ja!
Ich würde dem Spiel hier auch 10 Sterne geben. Ganz klare Kaufempfehlung!
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 29, 2013 2:51 PM MEST


Defiance - [PC]
Defiance - [PC]
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 8,35

36 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Teil 1 des Experiments ist geglückt!, 2. April 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Defiance - [PC] (Computerspiel)
Das Review bezieht auf die letzten Versionen der Alpha und Beta Version, welche größtenteils dem fertigen Spiel entsprechen sollte. Somit kann ich euch bereits jetzt einen Überblick geben. Sollten mir allerdings Dinge im weiteren Verlauf der fertigen Release-Version auffallen, so wird dieses Review natürlich angepasst, egal ob positiv oder negativ.
Zudem muss ich bei Defiance einen kleinen Prolog schreiben, es wird also etwas länger. Was ist Defiance? Defiance ist eine Serie und Defiance ist ein Spiel. Beide im selben Universum, beide beeinflussen sich gegenseitig.
Wir haben hier also zwei Medien, welche völlig unabhängig voneinander funktionieren sollen und gleichzeitig zusammen aber eine der komplettesten Erfahrung in den Unterhaltungsmedien bringen soll. Wie gut die Serie wird, kann ich nicht sagen und wie das gesamte Zusammenspiel funktioniert, kann ich auch nicht sagen. An Hand der Episodenmissionen, die ich bereits spielen durfte und der Preview zur ersten Folge, kann man allerdings schon ein wenig erahnen. Der folgende Absatz enthält kleine Spoiler. Auf Wunsch also den folgenden Absatz überspringen:
In den ersten Episodenquests im Spiel hilft man den Hauptcharakteren einen besonderen Stein zu finden, was über mehrere Quests geschieht. Direkt am Anfang der Pilotfolge der Serie, begegnet man diesem Stein wieder. Im Spiel, völlig unabhängig von der Serie, wirken die Episodenquests wie größere Nebenquests in anderen Spielen. Z.B. Skyrim. Es gibt eine kleine Geschichte, man hilft den Charakteren und dann ist es vorbei. Das ganze Drumherum wird bei Nebenquests dann nicht mehr hinterfragt. Beispielsweise „Hole mir Gegenstand xy“, wir holen ihn und geben ihn ab und was der Kollege dann damit macht, interessiert für die Geschichte einfach nicht mehr. Wir haben unseren Soll erfüllt. In der Serie sind das einfach Elemente, welche mit kurzen Informationen einfach vorhanden sind. Das sind Dinge, die in einer Serie nunmal erscheinen und dann da sind. Dazu die Hintergründe, die man als reiner Serienzuschauer braucht. Spielt man allerdings das Spiel und schaut die Serie, so werden sämtliche Hintergründe klar. Wie weit das Ganze dann im weiteren Verlauf von Spiel und Serie von Statten geht, wird sich zeigen. Der Ersteindruck ist aber toll!
Einziges Problem bei diesem Zusammenspiel ist, dass die Serie auf dem Pay-TV-Sender SyFy gesendet wird. Das heißt viele Leute haben zu Beginn nicht die Möglichkeit die Serie ohne legale Grauzone zu sehen. Da beides unabhängig voneinander funktionieren soll, werde ich das Spiel somit alleine bewerten, denn schließlich soll Defiance auch als Spiel alleine funktionieren. Damit kommen wir zum zweiten Teil des Prologs. Was ist Defiance das Spiel? Das Spiel selbst ist im Prinzip ein MMOG-Third-Person-Shooter. Und um direkt Wind aus den Segeln zu nehmen: Defiance ist KEIN MMORPG. Defiance hat einen MMO Aspekt. Man spielt in einer offenen Welt, in der auch andere Spieler rumlaufen, man spielt mit anderen Spielern und auch gegen andere Spieler. Allerdings legt Defiance seinen Fokus nicht auf große soziale Elemente, wie in MMORPGs üblich. Defiance legt seinen Fokus auf das Shooter-Gameplay. Im Bereich des Bezahlmodells führt das dazu, dass Defiance keine monatlichen Kosten, dafür einen durchweg fairen (kein Pay-to-win) Itemshop hat, sowie neben den Gratis-Content-Updates auch DLCs verkauft. Also einmal gekauft, immer spielen!
Doch wie gut ist das Spiel denn nun eigentlich?

Story: Obwohl Defiance in vielen Bereichen ein MMOG ist, gibt es eine voll vertonte Story mit Zwischensequenzen, ähnlich wie in Star Wars The Old Republic. Eine Arche mit Aliens suchte Asyl auf der Erde. Bürokratisch wie die Erde nunmal ist, endet das natürlich im Chaos und durch diverse Ereignisse mit der Zerstörung des Archenraumschiffs. Teile der Arche, samt der hoch entwickelten Alien-Technologie fielen auf die Erde und führten zu einer Terraformung der Erde. Die gesamte Erde ist nun nicht mehr so wie man sie kennt. Es ähnelt eher einer Art düsterem Science-Fiction-Western. Vergleichbar mit Borderlands, nur eher auf eine realistische Art und Weise, nicht eine so abgedrehte wie Borderlands das macht. Man selbst ist nun ein Archenjäger (entweder ein Mensch oder Alien), ein Jäger, welcher die Technologie der aus den herunterfallenden Archenteilen bergen will. Natürlich geschieht alles nicht so wie gedacht und die Story des Spiels nimmt seinen lauf. Ich konnte die Story dabei nicht komplett durchspielen, konnte allerdings in bereits einige Missionen Blicke werfen. Und dort macht die Story einen wirklich guten Eindruck. Die Story des Spiels funktioniert dabei völlig unabhängig von der Serie. Möglich wird das durch zwei völlig unterschiedliche Orte, wo Serie und Spiel spielen. Das heißt die Serie spielt in der ehemaligen Stadt St. Louis, während das Spiel in der Gegend um San Francisco spielt. Die Charaktere machen alle einen tollen Eindruck und bringen die Geschichte gut rüber.

Technik: Im Bereich Sound gibt es nichts zu meckern. Die Effekte hören sich gut an, die Musik passt und die Synchronspecher machen meiner Meinung nach durchweg nen sehr guten Job. Grafisch ist Defiance kein Blockbuster, sieht aber stimmig aus. Auch wenn Defiance seinen Fokus auf den Shooter legt, ist es immer noch ein MMOG mit zahlreichen Spielern und offener Welt. Dort muss man einfach Abstriche in der Grafik machen. Aber dennoch gibt es meiner Meinung nach nur wenige MMOGs, die ähnlich gut wie Defiance aussehen. Auch auf der technischen Ebene kann man das Spiel mit Borderlands vergleichen. Die Weitsicht könnte meiner Meinung nach etwas weiter sein, einige Texturen dürften schärfer sein, aber letztendlich ist das grafische Niveau auf ähnlichem Niveau wie Borderlands. Dazu kommt aber, dass das Weltdesign absolut stimmig ist. Der Spalt zwischen bekannter alter und unbekannter neuer Erde, ist meiner Meinung nach wirklich gut gelungen.

Gameplay: Auch hier kann man wieder ein Vergleich zu Borderlands nehmen. Würde man aus Borderlands ein MMOG machen, so würde es vermutlich so ähnlich aussehen wie Defiance. Missionen gibt es zahlreiche: Die Storyquests, Nebenquests, Episodenquests, Arcadelastige Schussquests und Rennquests. Ja! Rennquests. Man fährt bereits sehr früh in diesem Spiel mit Fahzeugen wie Quads durch die Gegend. Damit durch die Welt zu düsen macht richtig, richtig Laune. Viele der Nebenquesttypen sind wiederholbar und mit einer kleinen Rangliste gekoppelt, sodass selbst Ranglisten-Spieler in Defiance etwas finden.
Das Skillsystem ist so konzipiert, dass man einen einzigen Charakter spielt, denn mit einem Charakter kann man alles freischalten. Man wählt zwischen einer aus 4 aktiven Fertigkeiten: Unsichtbarkeit, Speed, erhöhter Schaden und Hologramm erstellen. Nachdem man eines ausgewählt hat, kann man passive Perks freischalten und freigeschaltete Skills/Perks noch ausbauen. Ausrüstungstechnisch wählt man aus zwei unterschiedlichen Waffen (wobei es zahlreiche Typen gibt und jede Waffe sich individuell unterscheidet), Granaten und einem Schild. Allerdings kann man aus Ausrüstung und Perks 8 verschiedene Sets zusammenstellen, und per Menü schnell durch diese wechseln. Dabei ist das Spiel aber nicht wirklich ausrüstungsabhängig. Es kommt hier, wie in einem reinen Shooter, in erster Linie auf den Spieler an. Allerdings gibt es genug Waffen, sodass man die für sich beste Waffe aus zahlreichen Waffen auswählen kann. Der Schaden der Waffen wird mit dem Fortschritt des Charakters auch nicht deutlich erhöht. Stattdessen kommen immer leicht bessere Stats hinzu. Das führt dazu, dass es wahnsinnig viele Möglichkeiten gibt die richtigen Waffen zu wählen und es auch genug Möglichkeiten gibt das Maximum an seinem Charakter herauszukitzeln. Schafft man das, bringt das im Spiel spürbare Vorteile, allerdings Vorteile, die einen nicht übermächtig machen. Wenn man beispielsweise ein richtig guter Spieler in World of Warcraft mit allerdings nur mittelmäßiger Ausrüstung ist, dann hat man in 90% der Fälle keine Chance gegen einen schlechten Spieler mit richtig guter Ausrüstung. In Defiance ist das anders!
Große Events gibt es auch, welche Trion ähnliche entwickelt hat wie im ersten eigenen Spiel, Rift. In Defiance handelt es sich dabei um Archenfälle. Dabei stürzt ein Stück des steinartigen Archenraumschiffs auf die Erde. Spieler und Gegner sind natürlich scharf auf die Technologie, sodass man hier Events mit mehreren Spielern bestreitet. Die Events sind dabei sehr zahlreich und unterscheiden sich in Gegnersorten und Missionsziel. Echtes Highlight sind hingegen die großen Archenfälle, wo mehrere Teile gleichzeitig auf die Erde in einen bestimmten Bereich stürzen und man 20 Minuten Zeit hat sämtliche Events zu erledigen. Schafft man dies, fallen in einem Areal in der Nähe zahlreiche weitere Archenteile herunter, welche einen riesigen Boss anlocken, welchen man in 20 Minuten in einem mehrstufigen Event wieder besiegen muss. Und diese Events sind schlicht und einfach großartig, wenn man sie mit der großen Zahl Spielern bestreitet. Es spawnen Gegner, der Boss greift an und durch die Spielermassen rummst es an allen Ecken und Enden. Diese Events empfand ich als schlicht und einfach verdammt genial!
Durch die Story wird man auch zu in der Spielwelt vorhandenen Events geleitet, die man wiederholen kann. Zudem werden diese auch von vielen Spielern gleichzeitig bestritten. Der Schwierigkeitsgrad sämtlicher Events passt sich dabei an die Zahl der Spieler an, sodass es nie zu leicht wird.
Die Welt selbst ist wirklich riesig, sodass die Fahrzeuge durchaus Sinn machen. Neben den Quads gibt es auch richtige Autos, mit welchen man sogar Mitspieler mittransportieren kann.
Level gibt es im Übrigen auch nicht so direkt. Es gibt ein EGO-Level, welcher für die Freischaltung von Perks/Skills nötig ist, und auch teilweise Vorraussetzung für Nutzung von Waffen und Waffendrops. Das heißt man levelt seinen Charakter schon in gewisser Weise, aber theoretisch ist es auch möglich direkt in die „höchsten“ Gebiete zu gehen und da Gegner anzugreifen. Das wird mag zwar schwerer sein, als wenn man Schritt für Schritt durchspielt, aber in jedem Fall möglich.
Die meisten Gegner weisen zudem bestimmte Trefferzonen auf, die mehr Schaden machen. Manche Gegner sogar mehrere gleichzeitig, wobei eine schwerer zu treffen ist, dafür aber mehr Schaden macht. Bei den meisten Humanoiden ist das beispielsweise der obligatorische Kopfschuss, bei Hell-Bugs oft Rückentreffer oder, sofern offen, Treffer ins Maul. Vor allem bei Archenfällen ist es so, dass Treffer abseits dieser Zonen wirklich kaum Schaden machen, vor allem bei den großen Gegnerbrocken. Gezieltes positionieren und nicht nur stupides Draufhalten spielen also durchaus eine Rolle!
Ansonsten bekommt man hier einen Open-World Third-person-Shooter mit allem was man erwartet und das in absolut gelungener Umsetzung.
Auch interessant ist, dass das Spiel sehr auf Phasing setzt. Es gibt nur zwei Server, einen US- und einen EU-Server. Getrennt werden die Spieler durch unterschiedliche Phasen. Unterschiedliche Phasen auf einem Server sorgen dafür, dass immer genug Spieler vorhanden sein sollten um alles zu machen. Das Problem leerer Server entfällt also. Befinden sich Freunde oder Gruppenmitgliedern in einer anderen Phase, so kann man der entsprechenden Phase durch das Menü beitreten. Phasen können aber auch für Archenfälle und Quests einfach mal so, durch „unsichtbare Grenzen“ ohne Ladescreen betreten werden, sodass bei manchen Events mehrere Phasen in einem bestimmten Bereich zusammengeführt werden, oder man für bestimmte Storymissionen auch mal in einer Phase für sich allein ist. Meine bisherige Erfahrung hat gezeigt, dass das großartig funktioniert. Es ist nie überlaufen, aber immer was los und wo es nötig ist, kommen immer mehrere Dutzend Spieler zusammen!
Zwei typische MMOG-Teile, gibt es dann aber doch in Defiance, natürlich PvP und Instanzen.
Die Instanzen sind am ehesten Vergleichbar mit Swtor, denn sie haben eine eigene kleine Geschichte, durchzogen mit Zwischensequenzen. Ansonsten bekommt man genau das geboten, was man sich vorstellt. Das Gameplay, was man im kompletten Verlauf des Spiels kennenlernt kombiniert mit schlauchigen Arealen, vielen Gegnern und natürlich Bossen. Eben wie man es aus den meisten MMOGs kennt, aber eben hier als Shooter und voller Action.
Das PvP rundet den sehr guten PvE Part ab. Ist man jedoch wirklich nur auf PvP aus, sollte man sich vielleicht doch eher Planetside 2 anschauen. Ist man aber auf PvE und PvP aus, so ist das PvP eine sehr solide Abrundung des Spiels. Es gliedert sich in 8 vs. 8, 16 vs. 16 oder die Schattenkriege. Grundlegend weisen alle Modi den selben Spielmodus auf, welcher mit dem Conquestmodus aus Battlefield vergleichbar ist. Kontrollpunkte einnehmen und halten. Doch natürlich gibt es auch Unterschiede in den Modi. Die ersten beiden Modi haben spezielle Maps, auf welchem das Geschehen stattfindet. Die Schattenkriege heben sich davon ab. Sie sind für maximal 64 Spieler, welche in eine spezielle Phase der offenen Welt transportiert werden. Je mehr Spieler beitreten, desto größer wird das Areal. Das heißt hier kann man unterwegs auch auf die in der Welt verstreuten Gegner treffen. Fahrzeuge sind auch im PvP ein elementarer Bestandteil. Während die aus dem PvE bekannten Fahrzeuge in erster Linie zum schnelleren Vorankommen dienen, gibt es im PvP auch Fahrzeuge, wo ein Spieler fährt und ein anderer gleichzeitig eine Kanone abfeuert. Hier sind Fahrzeuge also auch Waffen.

Was heißt das nun im Fazit? Defiance ist nicht für Spieler, welche zur Motivation eine Itemspirale brauchen. Defiance ist aber für jeden etwas, der auch nur nen Hauch mit Shootern wie Borderlands und MMOGs anfangen kann. Das Gameplay funktioniert wunderbar, die Grafik ist gut, die Vertonung super, die Story klasse, die Archenfälle, vor allem die großen, schlicht genial. Defiance ist ein Spiel, was auch ohne die Serie funktioniert und meiner Meinung nach verdammt viel richtig macht. Sollte das Zusammenspiel dann auch noch funktionieren, und dabei die Serie eigenständig auch noch ein so hohes Niveau erreicht, so kann aus dem wirklich super gelungenen Defiance ein wirklich zeitloser Klassiker werden. Ganz, ganz dicke Kaufempfehlung!

Kurzes Update: Die Serie ist durchaus für Leute ohne Pay-TV legal zu schauen! iTunes bietet die gesamte Staffel, aktuell mit dem Piloten, zu fairen Preisen in HD und SD an. Die Folgen erscheinen dabei einen Tag nach der deutschen Erstausstrahlung!
Kommentar Kommentare (24) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 26, 2013 12:58 PM MEST


Metal Gear Rising: Revengeance (uncut)
Metal Gear Rising: Revengeance (uncut)
Wird angeboten von We-Ball - Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 6,49

5.0 von 5 Sternen Adrenalinkick der Extraklasse, 2. März 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Metal Gear Rising ist ein im Metal Gear Universum angesiedeltes Actionspiel von Hideo Kojima und Platinum Games. Im Gegensatz zur beliebten Metal Gear Solid Serie ist Metal Gear Rising alles andere als ein Stealth-Action-Game. Kann es trotzdem überzeugen?

Story: Die Story ist neben der Umsetzung des Settings der Punkt, wo man Kojimas Einfluss am ehesten spürt. Der Cybord Raiden soll ein Staatsoberhaupt beschützen, schafft das nicht und kriegt dazu noch ordentlich einen auf die Mütze, nur um als absolut hochgepowerter Cyborg-Ninja dem Ganze nachzugehen. Das hört sich im Prinzip simpel an, ist aber letztendlich doch nicht so simpel. Ohne zu viel zu verraten: Raiden legt im Verlauf der Story eine interessante Entwicklung hin. Weiterhin werden auf gehobener Ebene noch Themen wie Menschenhandel, Rechtfertigungen für Krieg, lehre Versprechungen von Politik und derartiges angesprochen. Kojima-Typisch kann man aus der Story wieder aller hand Dinge auf die Realität beziehen. Dabei erreicht die Story nicht das Niveau der meisten anderen Spiele im Metal Gear Universum, weiß aber doch sehr zu gefallen. Langweilig und oberflächlich ist sie definitiv nicht.

Technik:
Grafisch ist das Spiel nicht ganz perfekt. Es ist keineswegs ein hässliches Spiel, aber manche Texturen sehen schon etwas verwaschen aus. Zudem sieht man in erster Linie nur Grau- und Brauntöne. Das wiederum fällt im Spiel selbst aber nur bedingt auf, da man in erster Linie auf die technisch großartigen Kämpfe achtet. Animationen und Effekte sind schlichtweg grandios. Untermalt wird die Action, vor allem bei den Bosskämpfen von einem rockigen Soundtrack, der zum besten gehört, was ich soundtrackmäßig die letzten paar Jahre in einem Videospiel zu hören bekommen hab.
Die Inszenierung sucht zudem seinesgleichen. Ein Tip von mir: Holt vor dem Spielstart noch einmal tief Luft, denn bis zum Ende werdet ihr das Atmen vergessen. Das, was man geboten bekommt, ist zwar animemäßig extrem übertrieben, aber es ist einfach verdammt episch umgesetzt. Kleiner Cyborg wirft haushohe Roboter durch die Gegend? Check!
Sprung von einer angreifenden Rakete zur nächsten um den Gegner zu erreichen? Check! Frontal eine Wand runterlaufen, während einem Laser, Felsbrocken und Explosionen um die Ohren fliegen? Check!
Wenn man mit diesem Stil etwas anfangen kann, bekommt man hier ein Spiel geliefert, was einfach gigantisch inszeniert wird.

Gameplay: Im Prinzip kann man dem Spiel vorwerfen nicht viel zu bieten. Ein leichter Angriff, ein schwerer Angriff und damit einen Gegner nach dem anderen vom Fenster fegen. Aber das würde dem Spiel nicht gerecht werden. Das wäre so, als würde man einem Fußballspiel vorwerfen, dass dort nur Leute einem Ball hinterherrennen. Was das ganz simple Prinzip so großartig macht ist, dass es einfach in absoluter Perfektion umgesetzt wurde. Vor allem auf höheren Schwierigkeitsgraden muss jede Aktion perfekt sitzen. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich auf höheren Graden mit Dark Souls vergleichen. Knüppel Schwer, aber zu absolut keinem Zeitpunkt unfair. Wer es jedoch leichter angeht, bekommt auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad noch einen wirklich einfachen Modus und auf Mittel einen auf jeden Fall herausfordernden Modus.
Verteidigung spielt in diesem Spiel auch eine wichtige Rolle. Jedoch geschieht das Ganze nur durch parieren, durch leichte Schläge in die Richtung, aus der der Angriff kommt. Das funktioniert grandios, denn so wird perfektes Verteidigen ermöglicht, ohne Tempo aus diesem extrem rasanten Spiel zu nehmen.
Energie füllt man wieder auf, indem man bestimmte Teile aus den Gegnern herausreißt. Das geschieht mit dem Blade-Modus. Und wer auch immer die Idee für diesen Modus hatte: Gebt diesem Mann/dieser Frau einen Orden!
Hier kann man in Zeitlupe sein Schwert frei schwingen und den Gegner in kleine Stücke zerteilen, sowie gegebenenfalls entsprechende Teile für Energie ergattern. Das hört sich auch relativ simpel an, ist aber essentieller Bestandteil des Spiels.
Abseits davon gibt es noch Quicktime-Events, wie man sie aus zahlreichen anderen Spielen kennt. Das was einem hier geboten wird, ist einfach perfektionierte Hack'n'Slay. Sämtliche Systeme gehen einfach von der Hand, sind aber vor allem auf den höheren Schwierigkeitsgraden extrem schwer zu meistern. Und das Verhältnis der Schwierigkeitsgrade ist perfekt gelungen.

Fazit:
Gute Story, geniale Inszenierung und perfektes Hack'n'Slay. Metal Gear Rising Revengeance ist eines der meiner Meinung nach besten Action-Spiele der letzten Jahre und hat das Zeug zu einem Klassiker zu werden. Die Jungs und Mädels von Platinum Games haben mit Vanquish bewiesen, dass rasante Action erschaffen können und haben das mit Bayonetta bestätigt. Mit Metal Gear Rising beweist das Studio meiner Meinung nach, dass es zu den ganz großen gehören darf. Hier wird einem perfektioniertes Gameplay mit einer atemberaubenden Inszenierung geboten.
Wer auch nur einen kleinen Hauch mit Action und Hack'n'Slay Games anfangen kann, muss hier zugreifen.
Für mich ist das Spiel auf jeden Fall schonmal ein Anwärter für das Konsolenspiel des Jahres. Ich bin tatsächlich sehr gespannt, ob ein Spiel auf meiner Playstation 3 dieses Jahr dieses gigantische Erlebnis noch topen kann.

Ganz klare Kaufempfehlung und ganz klare fünf Sterne. Hoffentlich bekommen wir mehr Ableger dieser Serie zu sehen!


Crysis 3 - Hunter Edition (uncut) - [PC]
Crysis 3 - Hunter Edition (uncut) - [PC]
Wird angeboten von Gameland GmbH
Preis: EUR 21,99

78 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur Grafikblockbuster oder auch tolles Spiel?, 21. Februar 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Da ich auf Grund des Preloads bereits einige Stunden spielen konnte, möchte ich hier meinen Eindruck präsentieren:
Crysis galt oft in erster Linie nur als Grafikdemo mit wenig Spiel. Ich habe das eigentlich weniger gesehen. Die Story war zwar nie gigantisch, aber das Spiel wusste, wie man sie präsentiert. Die Freiheit in Teil 1 fand ich spitze. Die Grafik war natürlich ein Punkt für sich, die das Gesamtpaket einfach großartig inszenierte.
In Teil 2 wurde von der Möglichkeit vorzugehen deutliche Einschränkungen vorgenommen. Es gab mehr Schlauchaerale und die freien Areale waren deutlich kleiner als in Crysis und Crysis Warhead. Allerdings immernoch größer als in jedem Call of Duty. Grafisch sah Crysis 2 auch nicht ganz an Teil 1 heranreichen. Auch wenn es nicht grundsätzlich schlechter aussah, kam die Grafik durch das New York Setting einfach nicht so toll zur Geltung.
Wie sieht das nun mit Teil 3 aus? Kann das Spiel grafisch wieder neue Maßstäbe setzen und gleichzeitig noch ein tolles Gameplay liefern?

Story: CELL, das aus Teil 2 bekannte Unternehmen, hat die Herrschaft über das mittlerweile völlig zerstöre und überwucherte New York übernommen und sammelt ihre Nanosuits wieder ein. Dem aus Teil 1 bekannten Psycho hat das nicht so ganz gefallen, also versucht er Prophet zu retten, sodass dieser CELL ordentlich in den Hintern treten kann. Prophet selbst weiß aber, dass durch die Aktivitäten von CELL eine viel größere Gefahr droht, die keiner außer ihm versteht.
Die Aliens, oder wie wir seit Teil 2 wissen, eher Wasserwesen, wurden am Ende von Teil 2 größtenteils vernichtet. Vereinzelt gibt es aber immer noch Aliens, welche wie Raubtiere versuchen zu überleben.
Storytechnisch geht das Spiel eher auf die persönliche Ebene und durch die Charaktere Prophet und Psycho wird das Ganze auch ganz interessant, denn im Gegensatz zu Crysis 1, haben sich beide Charaktere deutlich verändert. Mal abgesehen von der Optik, Psycho ist deutlich älter und dicker geworden, ist der grundlegende Charakter wie im ersten Teil auch. Allerdings haben wir hier einen etwas eher gebrandmarkten Psycho, der CELL deswegen das handwerk legen will. Und obwohl er Prophet weiterhin als "Boss" bezeichnet, nimmt er dieses Mal eher die Mentorenfunktion ein, denn er kennt sich in diesem New York besser aus als Prophet. Prophet selbst hat viel miterlebt. Mal abgesehen davon, dass (Achtung Spoiler, für alle, die noch nicht Teil 2 gespielt haben) der Charakter Prophet nur noch als eine Art Seele im Nanosuit gespeichert ist, der Körper zum toten Marine Alcatraz gehört und der Nanosuit noch mit CELL-Technologie und Alien DNA verändert wurde, weiß nur Prophet von der richtigen Problematik und versucht alles dafür zu tun, um in erster Linie das Problem zu lösen. So agieren Psycho und Prophet auf deutlich anderen Ebenen, als im ersten Teil. Und das funktioniert gut. Das Gesamtpaket, wie Psycho dargestellt wird, allen voran sein wahnsinnig gutes Modell, seine Mimiken, und seine Emotionen lassen Psycho zum echt wirkensten Charakter werden, den ich jemals in einem Videospiel gesehen hab. An der Umsetzung von Psycho müssen sich die Charaktere der nächsten großen Titel in Bezug auf realitätsnähe messen!
Ansonsten würde ich auch bei diesem Crysis sagen, was ich bei allen anderen gesagt habe: Die Story gewinnt keinen Oscar, weiß sich aber zu präsentieren.
Neu in der Serie sind die schon aus vielen anderen Spielen bekannten Audiologs. Diese können von Soldaten, Wissenschaftlern oder sonstwem kommen und erklären Hintergründe der ganzen Geschichte. Beispielsweise wird in einem kurzen Audiolog erklärt, wieso die Ceph ab Teil 2 so deutlich anders aussahen.
Minispoiler für die, die das interessiert: Die Ceph sind eine sehr anpassungsfähige Rasse durch die Möglichkeit DNA zu absorbieren. In Crysis 1 haben wir die ursprünglichen Ceph, welche als Vorhut zum Terraformen geschickt wurden (das Eis). In der Zeit zu Crysis 2 haben sie sich angepasst, die Schwächen der Menschen analysiert und ihren Kampfstil sowie ihre Waffen angepasst. In Stufe 3 nun, ist der Unterschied nicht mehr ganz so groß, da die eigentliche Anpassung in Crysis 2 bereits vollzogen war. Die Anpassungsstufe 3 in Crysis 3 ist quasi nur nochmal eine Weiterentwicklung.

Gameplay:
Hier hat sich im Prinzip nicht viel geändert. Der Nanosuit kann nun hacken, sodass man Geschütze auf die eigene Seite bringen kann. Sprinten kostet nun keine Energie mehr. Wie man schon in den Trailern gesehen hat, hat man nun einen Bogen zur Verfügung mit verschiedenen Aufsätzen. Der funktionier sehr gut. Vielleicht etwas zu gut, denn wenn man vernünftig vorgeht, braucht man abgesehen von seltenen Fällen keine andere Waffe.
Die Areale sind im Gegensatz zu Teil 2 deutlich größer, aber immer noch nicht so groß wie in Teil 1. Das macht aber nichts, da sie von der Größe und von den Möglichkeiten her mehr als ausreichend groß sind und viele, taktische Optionen bietet.
Interessant ist auch, dass Crytek sich zum Setting passend neue Elemente ausgedacht hat. Beispielsweise ist das hohe Grass in manchen Leveln nicht nur da um schön auszusehen. Man sieht die Aliens dort nicht und der Visor funktioniert auch nicht. So läuft man also panisch voran und versucht auf die nächste Erhöhung zu kommen, um einen Blick in das Grass zu werfen und durch die Bewegungen der Grashalme zu sehen, wo die Aliens grad sind. Ziemlich cooles Spielgefühl.
Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen. Crysis 3 ist Crysis, wieder mit mehr Freiheit als in Teil 2.
Schön finde ich, dass auch wieder Nebenmissionen ins Spiel gefunden haben, welche es auch schon im ersten Teil gab. Diese haben dann auch leichten Einfluss auf das Geschehen. Beispiel: Deaktiviert man eine optinale Flugabwehr, so fliegt Psycho einmal durch die Gegend und lässt ein paar Bomben regnen. Nicht unbedingt nötig, aber auf jeden Fall nett!
Weiterhin finde ich, dass der Visor in diesem Teil der Serie mal sinnvoll einzusetzen ist. Während er in Crysis 1 meiner Meinung nach nur ein nettes Gimmick war, ich ihn in Crysis 2 gar nicht benutzt habe, habe ich das Ding hier nun relativ oft an, egal ob für Gegner, Waffen, Munitionen oder Sammelobjekte.

Technik:
Ja, wie sieht das Spiel denn nun aus? Kurz und knackig: Gigantisch!
Die Charaktermodelle, allen voran Psycho, sehen spitze aus. Die Animationen sind super. Die Texturen sind gestochen scharf, die Lichteffekte der absolute Hammer. Egal von welchem Winkel man Crysis 3 betrachtet: Auf maximalen Details ist Crysis 3 das bestaussehendste Spiel auf dem Markt. Aber auch die Leute, die keinen ausreichend potenten Rechner für die maximale Grafik haben, kommen noch auf ihre Kosten. Auf niedrigeren Details frisst das Spiel deutlich weniger Hardware (allen voran beim Anti Aliasing, prüft wirklich, ob ihr da ein super hohes AA braucht, ich hab in vielen Bereichen keinen Unterschied zu niedrigeren Stufen gesehen) und sieht immer noch klasse aus. Im Worst Case erreicht das Spiel meiner Meinung nach die Grafik von Crysis 2, wobei das Setting die tolle Grafik deutlich besser zur Geltung bringt, als das letzte New York.
Soundtechnisch sieht das genau so aus. Die Synchronsprecher machen nen guten Job, die Schusseffekte und Explosionen haben ordentlich Wumms. Allein die paar Fahrzeuge, die es gibt, hätten einen besseren Sound vertragen können, zumindest im Vergleich zum Rest. Aber das ist für mich nur ein kleiner Schönheitsfehler.
Technisch kann man also nichts sagen. Das Ding ist aktuell einfach Maß aller Dinge, wenns um Grafik geht. Ich bin gespannt wie man die Texturen vielleicht durch die wahrscheinlich entstehenden Mods noch topen will.

Multiplayer:
Der Multiplayer spielt sich wie eine stark überarbeitete Version des Crysis 2 Multiplayers, also flotte Nanosuitgefechte. Hier reicht das Niveau meiner Meinung nach nicht an Spielegiganten wie Battlefield 3 heran, allerdings scheint er mir nicht deutlich schlechter als der Multiplayer von Call of Duty. Durch die Modi und die Nanosuits spielt sich der Multiplayer auch deutlich anders, als die Multiplayer anderer Shooter. Das heißt ich würde sagen, dass es kein alleiniger Kaufgrund sein sollte, aber er durchaus spaßig ist und zum wiederspielen einlädt. Cool ist auch, dass es einige Maps aus Crysis 2 wieder gibt, diese jedoch an das zerstörte New York Setting angepasst wurden.
Der neue Hunter-Modus ist interessant und spielt sich ein wenig, als würde er aus einem Predator spiel kommen. Die einen spielen einen normalen Soldaten, die anderen unsichtbare Hunter. Erstere sind sichtbar und machen viel Schaden, letztere haben einen Bogen, mit dem sie alle mit einem Schuss ausschalten können, sind sehr flott unterwegs und eben unsichtbar. Eine Runde dauert dabei nur ein paar Sekunden. Die Hunter müssen dabei die Soldaten ausschalten, worauf diese selbst zum Hunter werden. Gibt es am Ende der Zeit mindestens einen Soldaten, haben diese gewonnen. Sind alle Soldaten getötet worden, gewinnen die Hunter.
Ein Modus, den es so noch nirgends gab und sich ganz cool spielt.

Fazit:
Crysis 3 bietet alles, was man von Crysis erwartet. Solide Story, welche keinen Oscar gewinnt, aber weiss wie man sich inszeniert, gigantische Grafik und das bekannte Gameplay nur mit mehr Freiheit gegenüber zu Teil 2. Das Setting ist spitze. Jedem, der nen guten Shooter spielen möchte oder die Serie eh mag, kann ich das Spiel empfehlen. Sollte man mit dem Stil und dem Gameplay der Serie nichts anfangen können, so wird Crysis 3 das nicht ändern. Ansonsten bekommt man hier ein sehr gutes Spiel. Wenn der Wiederspielwert stimmt und das Niveau erreicht, was Teil 1 bei mir erreichte, vielleicht sogar den besten Teil der Serie.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 8, 2014 11:46 AM MEST


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12 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schon wieder das gleiche Spiel?, 18. November 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Vorweg eine kurze Info wieso meine Rezension dieses Mal etwas verspätet kommt und meine Haltung zur Serie CoD.
Mein letztes CoD was ich vorher gekauft hatte war Modern Warfare, welches seiner Zeit ein einfach grandioses Spiel war. Sämtliche Teile danach habe ich mir nur aus meinem Bekanntenkreis ausgeliehen um die Kampagne zu spielen. Nicht, weil mir die Serie nicht gefällt, im Gegenteil, aber ich wollte keine 60 Euro jedes Jahr ausgeben für ein Spiel, was nahezu nichts anders macht und sich einfach immer und immer wieder gleich anfühlt. Das erste Black Ops ist bei mir etwas hervorgestochen, weil es mehr Wert auf Story gelegt hat und die auch vor allem im Vergleich zu den Modern Warfare Teilen, deutlich besser war. Das Gameplay war jedoch wiedermal das Gleiche.
Nachdem ich im Netz gelesen hatte, dass Black Ops 2 tatsächlich Neuerungen aufweist, habe ich mir das Spiel dann mal wieder gekauft. Und das war auch gut so! Doch nun zur eigentlichen Rezension:

Story: Die Story ist im Gegensatz zum ersten Black Ops nicht mehr "nur" gelungen, sondern richtig gut. Mit Raul Menendez hat Treyarch einen ziemlich coolen Widersacher erschaffen. Er wirkt einfach wie ein irrer Fanatiker und alles was er anpackt, endet im Chaos, was sich auch wie Chaos anfühlt. Gleichzeitig nimmt sich das Spiel sehr viel Zeit die Hintergründe zu erläutern, sodass ich persönlich mit diesem kranken Menschen sogar etwas Mitleid hatte.
Die Geschichte spielt in zwei Zeiten, der Vergangenheit, wo man die Charaktere aus dem ersten Black Ops spielt, und dem Jahr 2025, wo man den Sohn von Alex Mason spielt. Im Jahr 2025 findet dann der eigentliche Angriff von Menendez statt. Das Zukunftssetting ist dabei sehr gut umgesetzt. Kein Laserguns Pew Pew, keine Raumschiffe, keine gigantischen, bemannten Kampfläufer. Kampfläufer und roboter gibt es nur in deutlich kleineren, unbemannten Versionen auf Rädern oder Ketten. Der Fokus liegt viel mehr auf den Drohnen. Interessant dabei ist, dass derartige Drohnen ja in der Realität schon eingesetzt werden und die Auswirkungen solcher Cyberangriffe leider auch jetzt schon in ähnlicher Form bittere Realität sein können.
Was Black Ops in Sachen Story seinen Vorgängern und auch den meisten anderen echten, reinen Shootern vorraus hat, sind Entscheidungspunkte. In manchen Sachen muss ich ganz schnell dafür sorgen ein Event zu verhindern, an manchen Stellen muss ich mich zwischen mehreren Punkten entscheiden. Die Entscheidungen nehmen dabei direkten Einfluss auf die Geschichte und die Missionen. In einer Mission kann ich vorher z.B. einen Flugzeugträger retten. Habe ich das geschafft, bekomme ich in der Folgemission Luftunterstützung. Das Ende hingegen kann sich dann aus allen Entscheidungen so zusammensetzen, dass 4 verschiedene Enden entstehen. Das sorgt für einen deutlich höheren Wiederspielwert der Kampagne, welche zudem mit etwa 7 Stunden auch mal wieder eine ganz nette Länge hat.
Action kommt CoD-Typisch wieder nicht zu kurz, benutzt aber meiner Meinung nach nicht eine so inflationäre Dauer-Action wie Modern Warfare 3. Anfangs ist das Ganze noch "relativ ruhig" um die Story zu erzählen und den Widersacher einzuführen. Je weiter das Spiel gen Ende zugeht, desto knallharter wird die Action abgeschlossen mit einem klasse inszeniertem Finale. Der Vorteil gegenüber Modern Warfare 3: Die Action ist eben dieses Mal nicht so inflationär. Bei Modern Warfare 3 empfand ich das irgendwann als Müde, weil echte Highlights fehlten. Es war zwar alles sehr gut inszeniert, aber da eben die Action keine wirkliche Pause hatte, fehlten mir persönlich die Höhepunkte, welche sich auch vom Rest abhebten. Black Ops 2 macht das meiner Meinung nach besser.

Grafik/Sound:
Der Sound ist gelungen, die Musik ist toll, die Sprecher machen nen guten Job, die Soundeffekte sind schön wuchtig.
Grafisch haben wir ein Zweischneidiges Schwert. Die Charaktermodelle sehen toll aus, die Level sind Detailliert und die ganzen Effekte täuschen über vieles hinweg. Geht es aber mal ruhiger von statten, sieht man einfach, wie alt die Engine geworden ist. Texturen sind meist matschig, Schatteneffekte in den Aussenarealen sind auch nicht sonderlich schön und derartiges.
Auch wenn Treyarch es schafft vieles davon zu verstecken, sodass das Gesamtpaket mehr als stimmig ist, wird es langsam einfach Zeit für eine neue Engine. Und meine Güte, was könnten die Entwickler für einen CoD-Teil machen, wenn sie etwas ähnliches wie die Frostbyte 2 Engine von Battlefield 3 benutzen würden. Selbst auf der Konsole sahen Battlefield 3 und Medal of Honor Warfighter damit einfach spitzenmäßig aus. Und wenn ich mir dann ein Spiel wie Black Ops 2 damit vorstellen. Das wär was!
Heisst insgesamt: Black Ops 2 sieht insgesamt sehr stimmig aus und die Entwickler schaffen es viele Schwächen zu verstecken. Leute, die aber auch mal stehen bleiben und sich alles genau angucken und allgemein viel Wert auf Grafik legen, werden auch sehr viele Schwächen sehen. Mich stört es nicht allzu sehr, da ich eher Wert auf ein stimmiges Gesamtpaket lege. Aber gegen eine tolle, neue Engine hätte ich bei Leibe nichts einzuwenden.

Gameplay:
Im Bereich Gameplay haben wir hier ein typisches CoD mit linearer Action und vielen Scriptsequenzen. Deswegen möchte ich hier nur darauf eingehen, was Black Ops 2 anders macht und endlich seinen Vorgängern voraus hat.
Zum einen währen da weitläufigere Areale. Wir haben hier immernoch kein Crysis oder Far Cry von den ausmaßen, was auch nicht schlimm ist, denn ein derartiges Spiel will Call of Duty gar nicht sein. Wenn das jemanden stört, ist die komplette Serie einfach wohl nichts für einen. Black Ops 2 macht die Areale aber deutlich weitläufiger als in seinen Vorgängern. Anstatt einfach immernur den Weg abzulaufen und gelegentlich eine kleine, freie Fläche zu bieten, bietet Black Ops 2 mehrere Wege. Durch Häuser, mitten durchs Feld, außen rum, Abzweigung hier, Abzweigung da. Das gibt mir als Spieler das Gefühl mehr Freiheit zu haben. Nicht so viel wie eben einem Crysis, aber deutlich mehr als in allen vorherigen Call of Duty Teilen.
Verstärkt werden die Freiheiten durch Wahlmöglichkeiten in manchen Missionen. In einer Mission kann ich mich z.B. entscheiden, ob ich einen Jeep steuern will, oder doch lieber eine verteidigende Drohne. Auch nur eine Kleinigkeit, aber eine Kleinigkeit, welche sich im Gesamtpaket bemerkbar macht.
Auch neu sind taktische Missionen, welche Elemente eines Strategiespiels mit sich bringen. Von oben herab kann ich wie in einem normalen Strategiespiel meine Einheiten bewegen und muss vorgegebene Ziele erfüllen. Dabei kann ich direkt auch Einheiten übernehmen, sodass ich selbst in der Action spielen kann. Das erreicht zwar keine gigantische, taktische Tiefe, aber es lockert die normalen Missionen spürbar auf. Wem die Missionen nicht gefallen: Macht nichts, die sind rein optional, haben aber Auswirkungen auf das Ende.
Verschiedene Enden, größere Maps, taktische Missionen, all das Sind nur Kleinigkeiten, aber es sind Kleinigkeiten, welche im Gesamten sehr spürbar sind und die Kampagne meiner Meinung nach zur besten CoD-Kampagne machen. Im Kern bleibt sich die Serie natürlich treu, wem das nicht gefällt, der sollte sich andere Spiele suchen. Wer die Serie allerdings mag, bekommt hier das wohl abwechslungsreichste CoD aller Zeiten.

Multiplayer:
Anstatt vorgegebene Klassen zu nutzen, führt Black Ops 2 das Pick10 System ein. Ich kann in verschiedenen Slots 10 Sachen auswählen. Das heißt nicht zwangsläufig, dass ich nur eine Granate, eine Primärwaffe, eine Sekundärwaffe oder so benutzen kann. Durch die Wahl in einem entsprechendem Slot kann ich auch dafür sorgen, dass ich anstatt einer normalen Sekundärwaffe eine weitere primäre Waffe ausrüsten kann.
Das gibt dem ganzen Klassensystem sehr viel Freiheit und gefällt mir extrem gut. Für das CoD-Gameplay im Multiplayer überaus geeignet. Für ein Battlefield 3 wäre es allerdings glaube ich weniger geeignet.
Mitgeliefert werden 14 Maps und in der ersten Auflage kostenlos eine Neuauflage der beliebten Nuketown Map. Die Maps selbst empfinde ich nach Modern Warfare als die besten CoD-Multiplayermaps. Zwischen Modern Warfare und Black Ops 2 habe ich im Multiplayer nie so ganz das Spielgefühl erreicht, welches Modern Warfare bei mir auslöste. Ich empfand die anderen CoD-Teile im Multiplayer als etwas langweiliger. Black Ops 2 schafft es mich wieder zu fesseln wie Modern Warfare es getan hat. Gründe dafür kann ich nichtmal nennen. Das ist nur mein rein subjektives Emfpinden. Modi gibt es natürlich wieder mehr als genug.
Für mich bietet Black Ops 2 den besten CoD-Multiplayerpart seit Modern Warfare. Dabei ist sich die Serie auch treu geblieben. Großen taktischen Anspruch und großes Teamplay gibt es in öffentlichen Spielen nur kaum. Das macht Battlefield 3 deutlich besser. Allerdings bietet Black Ops 2 das deutlich schnellere und unkompliziertere Gameplay mit tollem Pick10 System. Wem was besser gefällt, muss man selbst entscheiden. Ich spiele beides gern, je nachdem ob ich lieber groß Teamplay will, oder unkomplizierte Ballereien. Spaß machts auf jeden Fall!
Zudem sollte man nochmal anmerken, dass es wieder Bots gibt, an denen man wunderbar diverse Klassenbuilds testen kann, oder auch für Neulingen zum Training benutzt werden können. Das Niveau von richtigen Multiplayerpartien erreicht das Spiel mit Bots zwar nicht, aber es ist ne nette Dreingabe, genau wie die Möglichkeit eigene Spiele zu erstellen oder per Lan mit anderen Leuten zu spielen.

Zombie Modus:
Der aus Black Ops bekannte Zombiemodus kehrt zurück und zwar deutlich größer. Im Prinzip ist es hier auch eine Art Hordemode gegen Zombies. Geändert hat sich hier aber, dass es mehrere Spieltypen gibt und eine Map mehrere Areale besitzt. Hat man ein Areal geschafft, kann man mit einem Bus zum nächsten fahren und weiter gehts. Unterwegs kann manden Bus auch verlassen, muss dann aber zu Fuß weiter und das kann alleine ganz schön gefährlich werden. Kombiniert wird das Ganze mit einer großen Portion Humor und Selbstironie. Das Interessante am Zombiemodus ist allerdings, dass sich im neuen Tranzit Modus (also der mit dem Bus), sich alles erst nach und nach erschließt. Es gibt viele Wege, und viel zu entdecken, aber in seiner Fülle wird man erst alles entdeckt haben, nachdem man die Areale mehrfach gespielt hat. Der Zombiemodus fühlt sich, auch wenn er es im Kern eben doch ist, nicht an wie die üblichen Hordemodes. Er fühlt sich nach einem Abenteuer an. Ob das Ganze auf einer gleichhohen Schiene im Koop wie Left4Dead beweisen kann, muss sich für mich in der nächsten Zeit zeigen. Dennoch ist der Umfang und die Art dieses Zombiemodus eine richtige Überraschung für mich. Im Prinzip haben wir hier also den bekannten Zombiemodus nur deutlich größer.

Call of Duty Elite: Das mit Modern Warfare 3 eingeführte Elite ist auch bei Black Ops 2 verfügbar, im Gegensatz zu Modern Warfare 3 ist Elite im Gesamten dieses Mal aber komplett kostenlos.
So könnt ihr Livestreams von anderen Spielern schauen, Clans managen, offizielle Videos angucken, Statistiken ansehen und und und.
War Battlefield 3 mit seinem Battlelog für mich im Gegensatz zu Modern Warfare 3 die bessere Alternative, da es komplett kostenlos war und mehr bot, ist Black Ops 2 für mich nun hier Maß aller Dinge, denn es bietet mehr als das Battlelog aus Battlefield 3 und ist auch komplett kostenlos.

Fazit:
Black Ops 2 ist immernoch ein Call of Duty. Wer mit der Serie nie etwas anfangen konnte, wird es auch weiterhin nicht. Allerdings bringt Black Ops 2 endlich nennenswerte Neuerungen mit sich, sodass hier der meiner Meinung nach beste Teil der Serie erschienen ist. Die Kampagne mit ihrer Story ist toll und hat durch die Entscheidungsmöglichkeiten einen hohen Wiederspielwert, der Multiplayer ist klasse und macht mir persönlich so viel Spaß wie CoD es seit MW1 nicht mehr gemacht hat, der Zombiemodus ist deutlich größer geworden und ein Heidenspaß für Coop-Liebhaber.
Auf der Schattenseite gibt es natürlich immernoch die mittlerweile in die Jahre gekommene Grafik, gleich aussehende Klongegner und eine nicht wirklich nennenswerte KI.
Da Black Ops 2 somit nicht Mangelfrei ist, wollte ich eigentlich im Gesamten 4 Sterne geben (welche MW 2,3 Black Ops und World at War bei mir nicht erreicht hätten, weil sich alle zu gleich anfühlten). Da ich es aber gut finde, dass Treyarch sich endlich mal Gedanken gemacht hat, wie man die Serie etwas voran bringen kann und tatsächlich nennenswerte Neuerungen eingebaut hat, die man auch deutlich spürt, gebe ich noch einen weiteren Stern in der Hoffnung, dass die Entwicklung der Serie in dieser Form voranschreitet und wir nun nicht 5 Spiele vorgesetzt bekommen, welche sich exakt wie Black Ops 2 anfühlen.
Für Fans der Serie definitiv ein Pflichtkauf. Leute, die mit der Serie nichts anfangen konnten, sollten sich das Spiel vorher vielleicht mal angucken oder es ausleihen, ob die Neuerungen nun einen Kauf rechtfertigen. Denn Black Ops 2 ist immernoch ein reinrassiges CoD.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 12, 2013 9:30 PM CET


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