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Rezensionen verfasst von
Isabelle Klein "vintage books" (Würzburg)
(TOP 100 REZENSENT)   

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"Downton Abbey - Season 5" - UK-Import (Region 2) - Sprache: Englisch
"Downton Abbey - Season 5" - UK-Import (Region 2) - Sprache: Englisch
Wird angeboten von importspiele
Preis: EUR 59,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "The way the world is changing ...", 23. November 2014
wird Edith zu Violet sagen. Wie ein roter Faden durchzieht, diesmal noch stärker als in den vorangegangen Staffeln, die Veränderung die Geschichte in Staffel 5 und zieht ihre Kreise. Geschickt setzt Schwerpunkte Fellowes, baut alte Figuren aus, entwickelt sie in ihrer Tiefe weiter. Interessante geschichtliche Ereignisse werden selbstverständlich eingebaut, witzig, sarkastische Dialoge sind sowieso en masse vorhanden.

Die fünfte Staffel beginnt, ähnlich wie die vierte, düster, nebelverhangen und nicht immer hoffnungsvoll. Licht und Freude wird man über weite Strecken vergeblich suchen. Edith ist auf den Weg zu den Drewes, einmal mehr Marigold besuchen. Doch die Frau des Pächters vermutet ganz andere Motive ... Auch Mary hat ihre Probleme mit der Männer- und dadurch auch Frauenwelt. Sie scheint sich entschieden zu haben. Doch woher wissen, dass diese Entscheidung auch die Richtige ist?? Die Katze im Sack kaufen?! Voraussetzung für Mary, den Schritt ein zweites Mal zu wagen ist, dass die zweite Ehe genau so glücklich sein soll wie die mit Matthew. So beschreitet Mary einen ungewöhnlichen Weg, um herauszufinden, ob die Wahl die richtige ist. Tja, wir leben in modernen Zeiten. Violet kann ein Lied davon singen, ist sie doch, per Zufall oder Schicksal in diverse Machenschaften eingebunden. Wie Carson im Verlauf der acht Folgen feststellen wird: "Nobody knows everything." Doch einige Geheimnisse werden ergründet, einige wohl im Dunkel bleiben.

Wunderbar ist diesmal die Schwerpunktsetzung der Figuren gelungen. Edith und ihre Geschichte werden weiterentwickelt, sie gewinnt Sympathien, während Mary, die Eiskönigin, die ihren weitestgehend, einbüßt. Auch hier findet Violet, wie so oft die passenden Worte: "A lack of compassion can be as vulgar as an excess of tears", und: "My dea,r love is a far more dangerous motive than dislike."

Schön ist auch, dass Robert, von seinem Enkelkind liebevoll "Donk" genannt, mehr Raum als üblich einnimmt. Cora und er feiern ihren Hochzeitstag und müssen die eine oder andere Eheklippe umschiffen. Zu schaffen macht unserem Lord nicht nur die Labour-Regierung. Er vergleicht England mit einem "man in misery", das Jahr 1924, in dem wir uns in dieser 5. Staffel wiederfinden, bringt Schwung in das starre Gesellschaftsgefüge. Das merkt man vor allem downstairs. Unsere kleine, eher unscheinbare Daisy wird sich emanzipieren und zeigen was in ihr steckt. Sehr zum Missfallen von Mrs. Patmore, die immer noch mit den Kriegsgeschehnissen hadert. Weiterer großer Pluspunkt downstairs ist die Entwicklung Thomas'. Einmal mehr denken wir, dass bei dem Guten Hopfen und Malz verloren ist, als er unerwartet menschlich erscheint und uns zeigt, dass letztlich doch in einem jeden ein guter Kern zu stecken scheint.

Wir befinden uns in einer wechselvollen Zeit, in der die Granthams und ihr way of life outdated scheinen. Werden sie wie die Dinosaurier sang und klanglos verschwinden? Robert weiß, was die Zeit und die liberale Regierung bringen wird (in seinen Worten: " ...the destruction of people like us and everything we stand for"). In Person, der uns bereits bekannten Miss Bunting ahnen wir, was dem Armen noch bevorsteht.

Die wunderbaren Kulissen, die Flapper-Kostüme, die exquisiten Requisiten braucht man wohl kaum noch zu erwähnen. Alles selbstverständlich. Genau wie die spritzig, witzigen, sarkastischen Dialoge und mitunter tiefgreifende Erkenntnisse. Wir befinden uns in einer Zeit, in der man dem zehnjährigen Beginn des Großen Krieges gedenkt. Passend dazu will man auf Downton ein Denkmal errichten. Hitler wirft mit seinem Bierkeller Putsch des Jahres 1923 erste dunkle Schatten auf die glanzvolle Zeit der stag parties, der Bobs (jaaa, Mary tut es eeendlich) und des Swings und Jazz. Religiöse Konflikte (Judentum), der Schrecken Kommunismus und der nun in Europa verstreuten russischen Aristokratie werden aufgegriffen. Die Möglichkeiten der arbeitenden Klasse, der Aufstieg durch Bildung und die Verheißungen Londons werden verheißungsvoll inszeniert. Auch die ein oder andere technische Neuerung, diesmal das Radio und der Stummfilm werden stimmig eingebunden.

Weitere Pluspunkte der Handlung, neben Edith, deren Geschichte in Teilen an Brontes "Jane Eyre" und Bette Davis' "The Old Maid" erinnert, ist zudem der Handlungsstrang um unsere beiden Nesthäkchen Rose und Tom. Die eine wird für Zündstoff sorgen, religiöse Konflikte inbegriffen, der andere zeigt eindrucksvoll, wie Menschen sich verändern, und doch nicht vollkommen aus ihrer Haut können. Hin und hergerissen zwischen Miss Bunting und den Granthams, die er lieb gewonnen hat, muss Tom eine schwierige Entscheidung treffen. Doch die tiefe Verbundenheit zu Mary, Edith und Robert hält ihn zurück. Auch Violet wandelt sich im Verlauf - tief ist die Freundschaft zu Isobel und die Angst allein zu sein. Eine alte Bekanntschaft zeigt uns die Gräfinnenwitwe in gänzlich neuem Licht. Zudem bringen Spratt, als Paradebeispiel eines überkandidelten Butlers und Zofe Denker frischen Wind in den Haushalt der großen alten Dame. Ein bis zwei Zitate dürfen auch diesmal nicht fehlen: "Principles are like prayers. Noble of course, but awkward at a party" & "Oh, all this endless thinking. It's very overrated."

Und so entwickeln sich die wunderbaren kleinen Geschichten weiter, sei es ein haarfärbend und balzender Molesley, eine unter Druck gesetzte Miss Baxter, oder eine in die Jahre geratene, treue Begleiterin namens Isis (die mich besonders zu Tränen rührte).

Neben all den vielen interessanten Entwicklungen irritieren aber doch die ein oder andere, und führen zu einem minimalen Unbehagen meinerseits und dem permanenten Schwanken zwischen 4-5 Sternen. Gerade zu Beginn haderte ich mit der doch überzogenen und reichlich abstrusen Geschichte um Mary und Tony. Glücklicherweise wird uns das permanente Elend der Bates' weitestgehend erspart (leider auch die zarte Romanze der downstairs-Chefs Carson und Mrs Hughes). Wie viel Leid und Strafverfolgung kann das Paar ertragen?! Hoher Nervfaktor und die Frage, warum Fellowes, der viel Geschick im Knüpfen der Handlungsfäden beweist und hohe Empathie aufweist, für das was der DA-Fan sehen möchte, ihn bewegt, berührt und zu Tränen rührt, gerade hier immer wieder auf dem gleichen Muster besteht. Es wird ergo langweilig im Leid mit der ewigen Strafverfolgung rund um das geplagte Ehepaar.

Die fünfte Season beinhaltet 8 Folgen (zzgl. interessanter Extras), die jeweils (erste und achte je 65 Minuten) um die 45-50 Minuten umfassen. Das Bild ist gestochen scharf. Nahe an HD, wenn man die DVD auf einem BD-Player abspielt, der Ton wie immer untertitelt und astrein. Der derzeitige Import via der UK-Schwester kostet den DA-Verrückten gute 29€ inkl. Versand.

Alles in allem geht es in dieser Staffel düsterer und ernster zu. Wir nähern uns stürmischen Zeiten und die Beteiligten haben im Lauf von über 12 Jahren (beginnend mit dem Untergang der Titanic) das ein oder andere Päckchen zu tragen gehabt, das prägt und die Weiterentwicklung beeinflusst. Nicht nur eitel Sonnenschein. Dafür aber umso beeindruckender, berührender und absolut mitreißend. Vor allem gegen Ende wird die Staffel besser, mit zunehmender Nachdenklichkeit des ein oder anderen Handlungsstranges. Die tiefe Verbundenheit, die sich im Lauf von fast 5 Jahren DA (ich sah die erste Staffel im März 2011) einstellte, wird weiter ausgebaut. Selten schafft eine Serie dies, zumindest bei mir. Umso mehr weiß ich DA - für mich immer noch mein absoluter Liebling, eine Ausnahmeserie - zu schätzen. Selten habe ich so eine tiefe Verbundenheit zu Figuren einer Serie verspürt.

Fazit: Man darf sich, wie immer, auf das nahende Christmas-Special freuen, das wohl den ein oder anderen Faden zu einem Ende verhelfen wird. Insgesamt eine gelungene fünfte Staffel, mit kleinen Schwächen (Mary & Bates), jedoch vielen berührenden und ergreifenden Momenten (an 4-5 Stellen konnte ich nicht anders, als die ein oder andere Träne vergießen). Und das ist doch - zumindest meines Erachtens das Schöne an DA - man ist Teil, man leidet und freut sich mit altbekannten und liebgewonnenen Figuren.


Märzgefallene: Gereon Raths fünfter Fall
Märzgefallene: Gereon Raths fünfter Fall
von Volker Kutscher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen den Kriegen -- vom Fall in die Dunkelheit und Abgründen der Seele, 17. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gereon Rath hat es nicht leicht, Probleme häufen sich an allen Fronten. Der Kölner im Exil verbringt einen feuchtfröhlichen Fasching in der alten Heimat, bei dem er leicht übers Ziel hinausschießt, als er in die Hauptstadt zurückbeordert wird. Unruhige Zeiten stehen der jungen Republik, die - nichtsahnend - ihr Verfallsdatum schon längst erreicht hat, ins Haus. Neben dem Reichstagsbrand ermittelt man am Alex in einem Mordfall an einem Stadtstreicher. Ein Veteran aus dem Ersten Weltkrieg, der Jahre zuvor dem Verbrennungstod entkam. Was hat der Roman von seinem Kameraden von Roddeck namens "Märzgefallene", der gerade als Vorabdruck in der Presse erscheint, mit dem Unglücksfall zu tun? Wie hängen Geschehnisse von über mehr als 15 Jahren zuvor damit zusammen? Wie passt die junge Hanna, Insassin eines psychiatrischen Anstalt, die für das Feuer mutmaßlich verantwortlich sein soll, ins Bild?
Daneben häufen sich die Gräuel der braunen Front, die Leo Juretzka am eigen Leib auf grausame Art und Weise erfahren muss.

In seinem nunmehr fünften Fall rund um Gereon Rath und seiner Verlobten Charly Ritter sieht das Berlin des Jahres 1933 dunklen Zeiten entgegen. Scharfsinnig, detailreich, düster und sehr geschickt verwebt Volker Kutscher Reales mit Fiktion und erschafft ein düsteres, machtvolles Bild einer glanzvollen, bewegenden Zeit, die ihrem Verfall entgegenstrebt und im braunen Terror bekannten Ausmaßes enden wird. Der Fall ist dabei geschickt inszeniert, hält auch mit vielen Beteiligten und Nebensträngen die Spannung aufrecht und verliert sich nicht in Details. 600 Seiten, die keinmal langweilig oder langatmig werden.

Mit Gereon und Charly hat Kutscher ein ungleiches Team geschaffen, das eben durch seine Unterschiede überzeugt. Gereon ist ein Kriminalist mit Fehlern und Schwächen Naiv. Bestechlich. Mitunter unehrlich. Privat ein Team, jedoch mit höchst unterschiedlichen Anschauungen und Überzeugungen, werden die beiden sicherlich noch für die ein oder andere Überraschung gut sein. Geheimnisse an allen Ecken und Enden - man darf gespannt sein, was die Zeit dem Paar bescheren wird. Während Charly dem Erstarken der Rechten mit Sorge entgegensieht und sich nach dem Alten, Bekannten zurücksehnt, verkennt Gereon die Gefahr und die Zeichen der Zeit.

"Die Stadt da draußen ekelte sie regelrecht an, es kam ihr vor, als habe ein böser Zauberer ihr geliebtes Berlin verhext, so dass sie es nicht mehr wiedererkannte." (280)

Während Charly den Nazis den Niedergang wünscht und das Schlimmste befürchtet, ist Rath von einer unglaublichen Naivität beseelt. Gelungen zeigt der Autor, dass eben nicht alle Deutschen nur den Rechten anhingen, sondern die Überzeugungen mannigfaltig waren, als auch die Beweggründe, sich den Feinden der Republik anzuschließen oder eben zu verschließen.
Nebenbei entsteht ein ungemein farbenprächtiges Bild einer glanzvollen Epoche, die viel zu früh ihrem Untergang entgegenstrebte. Das wilde Berlin der Goldenen Zwanziger, voller Lebenslust, als auch Inflation und Armut. Das Berlin der UFA, des Jazz, der freien Liebe, der Veränderung und des Aufbruchs ...

"Deutschland war wirklich zu einem Angsthasenland geworden", so Charly (289)

Diesen fünften Teil kann man problemlos als Einstieg in die Serie nutzen - ich für meinen Teil werde mein Versäumnis nachholen und umgehend die ersten vier Bände lesen.

Fazit: Farbenprächtiger, spannender historischer Krimi vor einem dunklen Zeitalter. Nachdenklich stimmend, gewaltvoll, düster, Abgründe eröffnen sich. Absolut empfehlenswert.


Licht und Schatten: Filme der Weimarer Republik 1918-1933
Licht und Schatten: Filme der Weimarer Republik 1918-1933
von Hans H. Prinzler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glanzzeit des deutschen Films und Meilensteine der Filmgeschichte, 24. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Anlässlich der Ausstellung "Licht und Schatten" im Kunstfoyer der BVK in München (2012/13) entstand dieser hochinteressante und inspirierende Bildband zur gleichnamigen Ausstellung (von Januar bis April 2014 war ist die Ausstellung in der Dt. Kinemathek in Berlin zu bewundern). Neben zahlreichen Stand/-Filmfotos über die prägenden/herausragenden Filme zwischen 1918-1933 ist das Buch auch ein Quell an Informationen über die WR und die verschiedenen Felder wie Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kunst, Kultur.

Das Buch ist demnach zweigeteilt - nach einer Einleitung von Rother / Sudendorf (Deutsche Kinemathek), die dem interessierten Filmfan die Berufe Filmfotografie/Standfotografie erläutert und von der Momentfotografie abgrenzt, folgt ein rund 40seitiger Abriss des Autors H.H. Prinzler. Prägnant, kurz, schnörkellos führt er uns durch die verschiedenen Bereiche, die zwingend zum Verständnis der Thematik notwendig sind und gibt dabei einen knappen Überblick über die Zeit der WR. Darüber hinaus fasst er die wichtigsten Strömungen, Verflechtungen von Film, Literatur, Kunst, überblicksartig zusammen und beleuchtet das Schaffen der Filmkünstler. Mit dem Aufkommen des Neuen Mediums Films, für uns heute selbstverständlich, entwickelten sich neue Zweige einer gigantischen Industrie, die in ihren Kinderschuhen steckte - das kommt in den Abschnitten Kinoarchitektur, Filmplakate, Filmarchitektur, Filmkritik, Filmzeitschriften, - literatur usw. zum Ausdruck. Auch technische Errungenschaften halten Einzug in den Stumm- und frühen Tonfilm.

"Deutsche Filmfotos der zwanziger Jahre haben Dunkelheiten und Abgründe, die sie von den amerikanischen Filmfotos jener Zeit unterscheiden. Dort herrschte mehr Entertainment, es schien überwiegend die Sonne, in Deutschland dominierten die Schatten, das Zwielicht." (S. 36)

Unter besonderem Augenmerk auf herausragende Filmjahre (1919 & 1932) und Persönlichkeiten (u.a. Lubitsch, Lang, Ophüls, Pabst, Siodmak, Billie Wilder, Pommer, Murnau ...), die den deutschen Film zu Weltruhm führten und in die weite Welt hinaustrugen ("Die glorreichen Sieben" (1) & (2)) und die verschiedenen Filmgattungen (Bergfilm, Straßenfilm, Kammerspielfilm, Historienfilm, Dokufilm, proletarischer Film ...) der damaligen Zeit, entsteht so ein ungemein faszinierendes Gedankengebäude einer großartigen, wenn auch allzu schnell beendeten Epoche, die die beste des Deutschen Filmes war.

Es folgen Leihgaben der Deutschen Kinemathek, die bei der 2012 gezeigten Retrospektive in den Räumen der BVK ausgestellt wurden. Klassiker und Meisterwerke, unvergesslich verbunden mit der filmmäßig glanzvollsten Epoche Deutschlands, im Überfluss.
Qualitätiv: typisch Schirmer / Mosel eben. Hochwertige, wunderbare S/W-Fotos, großformatig, die einen gelungenen Abriss über die wichtigsten Filme der WR bieten. Jeweils auf einer Doppelseite bis hin zu vieren, wird dem Film so Tribut gezollt. Unvergesslich dabei "Metropolis" und Langs Meisterwerk "M", Berlin. Sinfonie einer Großstadt, Wienes Caligari, "Menschen am Sonntag", der die Crème de la Crème des deutschen Films (Wilder, Siodmak, Ulmer, Zinnemann, Schüfftan versammelt, die in den folgenden Jahren Deutschland fluchtartig den Rücken kehrten), Garbos einziges deutsches Gastspiel in "Die freudlose Gasse", Pabst Louise-Brooks-Filme (damals schon so zeitlos schön, dass sie problemlos jeden modernen Film bereichern hätte können), selbstverständlich darf man auch den "Blauen Engel", Langs Nibelungen, als auch den "Heiligen Berg", "Die drei von der Tankstelle" und "Kuhle Wampe", als auch "Wege zu Kraft und Schönheit" nicht vergessen. Mit Ophüls "Liebelei" endet eine moderne ungemein inspirierende und glanzvolle Epoche viel zu schnell.

Als sehr gelungen empfand ich auch die abschließenden Worte der Einleitung Prinzlers, in der er auf die Rolle und das Schaffen einer Volksgruppe verweist, die nur kurze Zeit später gnadenlos gejagt und vernichtet werden sollte: Die Zahl der Filmschaffenden jüdischer Herkunft war überproportional hoch. (...) Vor der künstlerischen Kraft und den persönlichen Konsequenzen verneige ich mich mit Respekt" (S. 51)

Ein Register über Filme, Schauspieler/Innen, Regisseure und eine umfassende Bibliografie runden das Buch ab und lassen es zu einem großartigen Nachschlagewerk werden.

Die jeweils betrachteten Filme sind chronologisch geordnet, und warten neben vielen stilvollen und ausdrucksstarken Stills mit einer kurzen Inhaltsangabe und Angabe über die beteiligten Akteure, Regisseure usw. auf.

Fazit - diesmal mit einem weiteren Zitat: Die große Zeit des deutschen Filmes, das ist lange her. (...) Andererseits kann man heute mehr Filme aus jener Zeit sehen als in der Vergangenheit. Das ermöglicht die DVD, die Filmgeschichte verfügbar macht.
Freuen wir uns auf das 100-jährige 2018 und hoffen auf viele gute DVDs und BDs!

Wunderbarer Bild- und Infoband über eine glanzvolle Epoche, die Goldenen Zwanziger, zumindest in filmischer Hinsicht. Hochweritg aufgemacht, ein echtes Schmuckstück, das in keiner Filmbuchsammlung fehlen sollte!


SPIEGEL GESCHICHTE 5/2014: Die Weimarer Republik
SPIEGEL GESCHICHTE 5/2014: Die Weimarer Republik
von Uwe Klußmann
  Broschiert
Preis: EUR 7,80

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Komplexe Wirklichkeit vor dem Postulat der Gestaltungsoffenheit, 22. Oktober 2014
Heute wird die erste deutsche Republik von Vorneherein zum Scheitern verurteilt angesehen. Doch wie in einem der zahlreichen, informativen und kurzweiligen Artikel bereits angemerkt wird - das Wissen der äußerst begrenzten Haltbarkeit hatten die in ihr Lebenden nicht. Grundsätzlich ist nichts von vorneherein zum Scheitern verurteilt, Versailler Vertrag, Kriegsschuld, mangelndes Demokratiebewusstsein, Weltwirtschaftskrise, Hyperinflation ... hin oder her.

So beleuchtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe eine glanzvolle Epoche, die sich unter schwierigen Bedingungen etablierte, Höhen und v.a. viele Tiefen erlebte. Eine unruhige Zeit, geprägt von einem verlorenen Krieg und horrenden Reparationsleistungen und Gebietsverlusten. Illustre Gestalten und hochverdiente Politiker und andere Zeitgenossen streifen unseren Weg: Über Politiker wie Friedrich Ebert und Gustav Stresemann, dem Kölner Oberbürgermeister Adenauer, der Sozialdemokratin Marie Juchacz (deren Verdienste heute kaum noch bekannt sind), hin zu dem Verleger Theodor Wolff - Menschen die für ihre Überzeugungen einstanden und mit dem Leben bezahlten. Artikel, die nachdenklich stimmen ("Träume und Albträume"). Doch neben der ausführlichen Betrachtung der politischen Situation, (dem Streifzug über die Abfolge der wichtigsten Stationen bis zum Scheitern) kommen auch Architektur (Bauhaus unter Gropius), die Neue Sachlichkeit in der Kunst, (Maler wie Dix und Klee, die die Welt aus der Distanz betrachten, und die Literatur nicht zu kurz. Autoren wie Döblin und Fallada, die die Nöte, Ängste und Sorgen des kleinen Mannes in den Blickpunkt stellen und ihn zum Helden des Alltags erheben.

Eine aufregend neue Zeit an, wie uns die Bilderstrecke gleich zu Beginn verdeutlicht. Es herrscht Aufbruchsstimmung, wenn auch unter schwierigen Ausgangsbedingungen. Gelungen zeigt diese Ausgabe, dass die WR eben viel mehr als nur ein gescheiterter Demokratieversuch war, der letztlich mit den Präsidialkabinetten (ab Brüning) unter Hindenburg in die Katastrophe des Jahres 1933 führte.
Es war eine Zeit des Aufbruchs, der Erneuerung in allem gesellschaftlichen Feldern. Frauen erhielten das Wahlrecht, die Goldenen Zwanziger mit einem exzessiven Lebens-und Freiheitsgefühl brachen an ("Wildes Flackern und Brennen" (S. 84) und "Bubikopf und Seitenstrumpf" (S. 98)). Berlin als die Freuden- & Sinnesstadt, als "entfesselte Metropole", zog alle Register. Die Goldene Zeit des Filmes unter namhaften Regisseuren wie Murnau, Wiene, Lang und Lubitsch brach an - Filmpaläste, wie man sie heute vergeblich sucht ("Sensation im Dunkeln" (S. 138)). Unvergessene Stars wie Marlene, Josephine Baker, als auch vergessene wie Pola Negri und die exzessive Ausdruckstänzerin Anita Berber feierten glanzvolle Erfolge und einen tiefen Absturz. Zudem ist es die Zeit der Jugendbewegung, der Wandervögel, der Reformpädagogik, ...

Die verhängnisvolle Schwäche der Weimarer Verfassung mit der unglücklichen Kombination aus Notverordnungen, Auflösung des Reichstages, dem einfachen Misstrauensvotum, der starken Stellung des Präsidenten, der unter Hindenburg zum Ersatzkaiser wurde, machte es den Feinden der Republik letztlich möglich, die Macht zu missbrauchen und an sich zu reißen.
Im letzten Teil wendet man sich erwartungsgemäß dem kleinen Österreicher zu, der in München erste Erfolge feierte, nachdem sich drei starke Frauen seiner annahmen. Helene Bechstein, Elsa Bruckmann und die glühende Verehrerin Winifred Wagner halfen dem schüchternen, linkischen jungen Mann bei seinen ersten Gehversuchen Anfang der 20er, die mit der Haft in Landsberg endete. Prägnant wird in "Unsere letzte Hoffnung Hitler" die Atmosphäre voller Elend und Hoffnungslosigkeit unter der Situation der Weltwirtschaftskrise und der Massenarbeitslosigkeit aufgezeigt. Doch nicht nur Frauen machten Hitler groß, auch Männer wie Henry Ford und Fritz Thyssen stärkten und stützen Hitler.

Fazit: Wie immer Spiegeltypisch breit gefächert, reich bebilderte, kurzweilige, hochinformative Artikel, die einen guten, fundierten Einblick in die Zeit der ersten deutschen Demokratieversuches und seines kläglichen Scheiterns bieten. Informativ und nachdenklich stimmende Lektüre! Glatte 5 Sterne, wenngleich die Weimarer Republik bereits in Ausgabe 27 der Geo Epoche vor einigen Jahren betrachtet wurde.


FLOWTEA® Teekanne "Little Geisha Red" , ca. 350-400ml Füllme
FLOWTEA® Teekanne "Little Geisha Red" , ca. 350-400ml Füllme
Wird angeboten von CreaFlor-Versand
Preis: EUR 24,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tee der besonderen Art - wieder mal ein Design-Volltreffer von Eigenart, 19. Oktober 2014
Die kleine Geisha gelangte auf schönem Weg in meinen Besitz, ein Geschenk, das bezaubert und wenn man auf dergleichen steht, auch entzückt. Sicherlich ist eine Thermoskanne praktischer und v.a. für unterwegs viel handlicher. Aber sind wir mal ehrlich, kauft man die Flowtea-Zubereiter nicht gerade eben, weil sie außergewöhnlich designt sind, ein absoluter Blickfang sind, und sich als Geschenk wunderbar eignen. Thermoskannen oder To-Go-Becher sind dagegen doch pure Langweiler.

Nun hab ich neben der TeaEve-Geisha und der, die auf Vorrastdosen das Cover ziert, eine weitere bezaubernd kleine Geisha. Füllmenge des doppelwandigen Glases ist minimal großzügiger bemessen als bei Eve - gute 355ml. Je nachdem wie hoch mal den Teefilter füllt. Bis ins kleinste Detail verspielt und wunderbar gestaltet - der Sieb wird so von einem kreisartigen Blütenmuster geziert. Wie an anderer Stelle bemängelt, das Sieb sei zu grob - widerspreche ich. Klar, minimal geht immer etwas durch, wer sich daran stört, der soll einen Filter oder Teebeutel nehmen.
Dazu wird ein Neopren-Mantel, der mich vom Überziehgefühl an anderes erinnert, geliefert. Praktisch für den, dem es zu warm ist - allerdings schwierig überzustreifen. Man muss den Flowtea schon leicht schief halten. Andererseits ist eine Gummidichtung im Verschluss angebracht, die das Ganze dicht halten sollte. Am Neoprenmäntelchen, das bei mir schwarz. grün-blau ist, ist eine Trageschlaufe angeracht, damit auch schusseligen Zeitgenossen kein Unheil widerfährt. Nichtsdestotrotz halte ich die kleine Geisha weniger geeignet, um sie mitzunehmen. Da greift man dann lieber zu den langweiligeren Zeitgenossen. Wer bemängelt, dass es keinen Trinkaufsatz gibt, dem sei gesagt: Es geht auch so. Das doppelwandige Glas isoliert in der Mitte nicht wirklich gut, sprich hier ist es recht heiß, am Boden bzw. ganz oben ist es aber recht gut zu halten. Schraubt man den Deckel zu, hält das Ganze auch über einen längeren Zeitraum war. Ich für meinen Teil genieße den losen Tee mit Teaflow am liebsten zu Hause und lasse Tasse Tasse bleiben.
Auch das Spülen ist einfach - das Sieb lässt sich einfach entfernen, reinigen und wieder einsetzen. Glas einfach ausspülen, abtropfen lassen und gut ist's

Fazit: Wunderschön, wenngleich auch nicht in jeder Lebenslage funktional. Dafür ein bestechendes Design, das entzückt und lust auf mehr von Eigenart macht :)!


Teezubereiter FLOWTEA Little Geisha
Teezubereiter FLOWTEA Little Geisha
Wird angeboten von Nibelungentee
Preis: EUR 21,50

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tee der besonderen Art - wieder mal ein Design-Volltreffer von Eigenart., 19. Oktober 2014
Die kleine Geisha gelangte auf schönem Weg in meinen Besitz, ein Geschenk, das bezaubert und wenn man auf dergleichen steht, auch entzückt. Sicherlich ist eine Thermoskanne praktischer und v.a. für unterwegs viel handlicher. Aber sind wir mal ehrlich, kauft man die Flowtea-Zubereiter nicht gerade eben, weil sie außergewöhnlich designt sind, ein absoluter Blickfang sind, und sich als Geschenk wunderbar eignen. Thermoskannen oder To-Go-Becher sind dagegen doch pure Langweiler.

Nun hab ich neben der TeaEve-Geisha und der, die auf Vorrastdosen das Cover ziert, eine weitere bezaubernd kleine Geisha. Füllmenge des doppelwandigen Glases ist minimal großzügiger bemessen als bei Eve - gute 355ml. Je nachdem wie hoch mal den Teefilter füllt. Bis ins kleinste Detail verspielt und wunderbar gestaltet - der Sieb wird so von einem kreisartigen Blütenmuster geziert. Wie an anderer Stelle bemängelt, das Sieb sei zu grob - widerspreche ich. Klar, minimal geht immer etwas durch, wer sich daran stört, der soll einen Filter oder Teebeutel nehmen.
Dazu wird ein Neopren-Mantel, der mich vom Überziehgefühl an anderes erinnert, geliefert. Praktisch für den, dem es zu warm ist - allerdings schwierig überzustreifen. Man muss den Flowtea schon leicht schief halten. Andererseits ist eine Gummidichtung im Verschluss angebracht, die das Ganze dicht halten sollte. Am Neoprenmäntelchen, das bei mir schwarz. grün-blau ist, ist eine Trageschlaufe angeracht, damit auch schusseligen Zeitgenossen kein Unheil widerfährt. Nichtsdestotrotz halte ich die kleine Geisha weniger geeignet, um sie mitzunehmen. Da greift man dann lieber zu den langweiligeren Zeitgenossen. Wer bemängelt, dass es keinen Trinkaufsatz gibt, dem sei gesagt: Es geht auch so. Das doppelwandige Glas isoliert in der Mitte nicht wirklich gut, sprich hier ist es recht heiß, am Boden bzw. ganz oben ist es aber recht gut zu halten. Schraubt man den Deckel zu, hält das Ganze auch über einen längeren Zeitraum war. Ich für meinen Teil genieße den losen Tee mit Teaflow am liebsten zu Hause und lasse Tasse Tasse bleiben.
Auch das Spülen ist einfach - das Sieb lässt sich einfach entfernen, reinigen und wieder einsetzen. Glas einfach ausspülen, abtropfen lassen und gut ist's

Fazit: Wunderschön, wenngleich auch nicht in jeder Lebenslage funktional. Dafür ein bestechendes Design, das entzückt und lust auf mehr von Eigenart macht :)!


Side Street + Act of Violence (Akt der Gewalt) (EU Import) - (Englische)
Side Street + Act of Violence (Akt der Gewalt) (EU Import) - (Englische)
DVD ~ Farley Granger
Wird angeboten von Besten-Preise
Preis: EUR 15,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "He's only human and not stronger than most of us", 19. Oktober 2014
New York, der Straßenschluchten-Moloch, der den Einzelnen verschlingt und sein Leben bestimmt. Eine überwältigende, in die Höhe schießende, Monstrosität aus Beton. Ein architektonischer Dschungel, zugleich Schmelztiegel, Sehnsuchtsstadt.
Der Big Apple - eine Stadt der Vielfalt und der Extreme - "the busiest, loneliest - kindest und cruelest of cites".

In diesem Häusermeer fristet ein feinsinniger Postbote, der eigentlich große Träume und Hoffnungen hat, ein ungewisses Dasein. John Morson (Farley Granger) ist gestrandet - die kleine Tankstelle ist weg, der Teilzeitjob als Austräger ungewiss, die Kohle knapp. Er lebt bei seinen Schwiegereltern, mit seiner schwangeren Frau Ellen (Cathy O' Donnell). Er träumt von ein klein wenig Geld, um seiner Frau die Entbindung angenehmer zu gestalten, zudem von Europa - Paris sehen und sterben?
Diese verständlichen, kleinen Wünsche führen ihn geradewegs in ein moralisches Dilemma und seine persönliche Hölle. WAS würden Sie an SEINER Stelle tun?!. Ein ums andere Mal hetzt er treppauf, treppab, als eine unverschlossene Anwaltsbürotür ihm die Aussicht auf ein besseres Leben verheißt. Ein Tresor, unbewacht, doch leider abgeschlossen. Er kapituliert, ist schon auf dem Weg nach draußen - als, ja als .... WAS für ein Zufall ... Eine Axt eine Treppe höher auf den Stufen liegt.
Er geht zurück, bricht den Schrank auf und entwendet eine Mappe. Hoch oben, sinnbildlich für den tiefen Fall, der vermutlich folgen wird, wird er die Aktenmappe entleeren. Nun befindet er sich wirklich in einer misslichen Lage, die seine folgende Ausweglosigkeit und Verzweiflung bestimmen wird. Statt der erwarteten 200$. die eben kleine Wünsche Wirklichkeit werden lassen sollen, hat er auf einmal 30.000$ in der Hand. Was tun? Guter Rat ist teuer und seine Entscheidung bringt ihn und die damit Einbezogenen in höchste Gefahr ...

Farley Granger und Cathy O'Donnell stehen hier das zweite und letzte Mal, zwei Jahre nach Rays genialem Noir "Im Schatten der Nacht / They Lived By Night" vor der Kamera. Hier ist es v.a. Granger, der durch seine Rolle und deren Verkörperung eines kompromisslosen, in Teilen fast strengen jungen Mannes, der versucht sein Fehlverhalten wieder gut zu machen, den Film Anthony Manns für mich zu einem Highlight des Noir macht.
Es gibt zwei bzw. drei Stellen, an denen Grangers Verhalten eine gewisse Wendung nimmt, die unvorhersehbar, aber tragisch ist. Stellen, an denen ein moralischeres Verhalten nicht in die Katastrophe geführt hätte, Stellen an denen wir innehalten und uns fragen müssen: "Wie hätten wir gehandelt?"
Ein Film, der zum Nachdenken und Sinnieren über die menschliche Natur anregt. Joe will seinen Fehler ausbügeln, wiedergutmachen, dadurch wird aber alles noch bedrohlicher und auswegloser. Er ahnt nicht, was wir als Zuschauer von Anfang an dargeboten bekommen: Das Geld ist schmutzig, Essenz einer Erpressung, eines "Sexskandals". Die beteiligte Dame Opfer des Hudson Rivers und die verantwortlichen Männer äußerst brutal und skrupellos. Auf einmal wird aus dem Zufallstäter (und sind wird ehrlich - hätten wir in seiner Situation der Versuchung widerstanden? Eine Frage, die schwer zu beantworten ist ...) ein gejagter Verbrecher, denn die Polizei ist allen auf den Fersen. Doch mittlerweile ist die Situation so verfahren, dass Joe nicht mehr ein noch aus weiß. Das Geld ist verschwunden, die Gangster ihm durch seine Aufrichtigkeit, die letztlich alles verschlimmert, unmittelbar auf den Fersen. Guter Rat teuer ...

Ein großartiger, dichter, sozial-kritischer und psychologisch aufgebauter Film der schwarzen Serie. Weniger Manns wegen, denn wegen der interessanten Paarung Granger-O'Donnell landete der Film im heimischen Bestand. Und er überzeugt und fasziniert in jeder Hinsicht. Vor einem semidokumentarischem Hintergrund entfaltet sich an Originalschauplätzen (wunderbar die Third Avenue "EL", die auch in Filmen wie June Bride, The Lost Weekend, Dark Corner, The Naked City Schauplatz ist) und ist ein herausragender B-Noir, bei dem einfach alles stimmt. Kameraführung, Schwarzweißfotographie, Spannungsaufbau, Besetzung. Unter der Art direction von Cedric Gibbons, der Regie Manns und der Kameraarbeit Ruttenbergs erleben wir 82 Minuten höchster moralischer Fragwürdigkeit, unwiderruflichen Entscheidungen, die in eine ausweglose Situation führen. Krönung ist m.W. eine der ersten Verfolgungsjagden in der Filmgeschichte der engen Straßenschluchten NYs.

Zur hier angebotenen DVD-VÖ kann ich nichts sagen, den Robert-Ryan-Film, kenne ich leider noch nicht. "Side Street" kam, wie die vielen Noirs der letzten Zeit, auf anderem Wege zu mir ...

Fazit: Zur falschen Zeit am falschen Ort oder einfach der Versuchung nicht mannhaft widerstanden??!
Eines ist auf jeden Fall sicher, Joe ist "Just human like all of us - weak and foolish ..."


Churchill China James Sadler Teekanne London Maps aus feinem Porzellan
Churchill China James Sadler Teekanne London Maps aus feinem Porzellan
Preis: EUR 22,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für England-, als auch Tee-Fans, 18. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Tower, die Themse, die Towerbridge, Buckingham Palace, Hyde Park und noch einiges mehr von den Sehenswuerdigkeiten, die London zu bieten hat, verleiten nicht nur den Teegenießer, sondern auch Englandinteressierten zum Kauf der Kanne.
James Sadler steht fuer lustig-heiter-bunte England/London-Kreationen rund um der Briten liebstes Getraenk.
Gut, die Porzellankanne ist nicht ganz leicht, bei dem Preis aber auch zu erwarten und dadurch verschmerzbar. Sie ueberzeugt nicht nur durch ihr Design sondern auch durch ihre Form - oval mit einem Union-Jack-Deckel.
Geliefert wird sie passend dazu im passenden Karton, gerade passend wenn man sie verschenken moechte.
Die Kanne fasst gut einen Liter und ist mikrowellen und spuelmaschinengeeignet. Allerdings bevorzuge ich die normale Reinigung per Hand, die problemlos von statten geht. Die schwierige "Schnabelreinigung", die hier bemaengelt wurde bzw. Verfaerbungen, kann ich nicht feststellen. Allerdings benutze ich fuer Kaffee per Handfilter auch meine Pip-Kanne, so dass diese ausschließlich fuer losen Tee eingesetzt wird.

Fazit: Nicht gerade leicht, aber form-, farbenfroh und designschoen. Prima als Geschenk geeignet gerade fuer die stuermisch-kalte Jahreszeit.Macht sich prima in der Vitrine. Auch der London-Druck ist einwandfrei und sehr bestaendig!
Happy tea hour!


Pip Morning Glory khaki Beach Towel Strandlaken 100 x180 cm
Pip Morning Glory khaki Beach Towel Strandlaken 100 x180 cm
Wird angeboten von trendbettwaesche
Preis: EUR 29,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Allzeit bereit ..., 17. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... für vielerlei Gelegenheiten einsetzbar, ob als Badetuch nach Dusche oder Badewanne in heimatlichen Gefilden, als Saunatuch, Strandlaken oder ... Ein farbenfrohes Highlight der Marke PIP Studio, das nach der ersten Wäsche erst so richtig seine Fähigkeiten entfaltet. In anderen Bewertungen zu den verschiedenen Farben (rot, grün, blau in Übergröße) - werden u.a. Qualität und Plattierfäden bemängelt. Vielleicht gibt es den ein oder anderen Ausreißer - aber nachdem ich dieses Handtuch in 4 verschiedenen Farbvarianten und drei Größen habe fällt mir eines immer auf: Man sollte der Beschreibung Folge leisten. Die "Plattierfäden" ist ungewaschenes Velours-Obermaterial, es benötigt einfach eine Wäsche, damit sich die Fäden aufrichten und das Material weich wird und in voller Schönheit glänzt. Gezogene Fäden oder anderweitige Beschädigung habe ich an keinem der Handtücher / Bademantel festgestellt.

Das Material besteht zu 100% aus Baumwolle, die Oberseite aus Velours, die Unterseite aus saugfähigem Frottee. Waschen sollte man es bei max 60 Grad C, trocknergeeignet.

Fazit: Groß, schön, farbenfroh, so macht das morgendliche Duschen oder das Räkeln am Strand, das Schwitzen in der Sauna gleich noch mehr Spaß. Für alle, die es weich und etwas größer als normal mögen, :)!


TEAEVE® Teetasse mit Sieb und Deckel, "Little Geisha Red", f
TEAEVE® Teetasse mit Sieb und Deckel, "Little Geisha Red", f
Wird angeboten von CreaFlor-Versand
Preis: EUR 18,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tee der anderen Art - Eigenart bringt Frische in die Teestube ..., 17. Oktober 2014
Eigenart hat zweifelsfrei wunderschöne Teeaccessoire-Kreationen. Als TeaEve hat es mir v.a. die Design-Variante "Little Geisha" angetan. Am Design dieses Porzellanbechers, dessen Gewicht moderat ist, gibt es nichts auszusetzen. Neben der Geisha befinden sich Blütenmuster in doppelter Ausführung links und rechts neben der kleinen Dame. Mit dabei ist ein passendes Teesieb, das man vom Haushalt kennt. Sicherlich lassen die feinen kleinen Löcher losen Tee, je nach Feinheit/Konsistenz etwas mehr durch als bei der "FlowTea"-Variante. Für mich aber im Großen und Ganzen vertretbar.
Aufpassen muss man allerdings beim Befüllen mit kochenden Wasser - in meinem Fall, mit einem losen Kräutertee, war ich wohl etwas zu schnell und dachte der Tee hält das Wasser beim Durchlaufen etwas zurück. Mein Fehler das Ganze war bis zum Rand voll und lief beim Aufsetzen des Deckels (schließt gut, denn eine Aussparung für den Siebgriff ist vorgesehen) über.

Für einen doppelwandigen Becher wird das Porzellan allerdings sehr warm. Entweder nicht ganz voll fühlen, wenn der Tee es zulässt bzw. vorsichtig an die Sache herangehen. Am besten am gewünschten Servierplatz einschneken und stehen/abkühlen lassen. Kurze Entfernungen lassen sich auch mit einem Zewa zurücklegen.

Mit Deckel halten die gut 350ml recht lange warm. Ohne erfolgt die Abkühlung deutlich schneller und wenn man nicht fix trinkt ist der Rest schnell erkaltet.

Als praktisches Extra gibt es einen to-go-Aufsatz, den ich allerdings für überflüssig halte, denn wer nimmt Porzellan mal so nebenbei schnell mit - zudem hält der Tee nicht wirklich lange warm, dann lieber einen speziellen Becher für diesen Zweck kaufen.

Sie wundern sich über das kleine Loch unten, das mit einem Plastikstopfen verschlossen ist, aber auf dem Boden nicht tu sehen ist. Zum Ausdehnen der Flüssigkeit und bedingt durch das "doppelwandige" ist die Öffnung in dem Becher. Beschwerden in anderen Rezensionen, dass permanent Spülwasser tropfen würde kann ich nicht nachvollziehen. Den kleinen Gummipfropf kann man nach dem Spülen (per Hand) schnell abziehen unten trocken wischen und wieder aufsetzen. Problem erledigt ... Er ist auch nicht unter jedem TeaEve-Modell. Auch die Tatsache, dass man sich 30 Minuten lange die Finger beim Anfassen verbrennen würde, ist m.E. nicht zutreffend. Allerdings nur eingeschränkt für Kinder geeignet!

Fazit: Nicht billig, aber designmäßig ein Knaller. Nette und praktische Alternative zur Kanne, wenn man Gäste mit unterschiedlichen Geschmäckern bewirtet. Neben dem Einsatz für losen Tee natürlich auch für Teebeutel, Kaffee und Co geeignet.
Aus den verschiedenen Motiven kann man sich ein wunderschönes Teeset zusammenstellen, das begeistert und sich prima in der heimischen Vitrine präsentiert.
Kleine Tendenz zu 4,5*, denn das "doppelwandig funktioniert nicht so wirklich zu 100%!


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