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Beiträge von Lesegenuss
Top-Rezensenten Rang: 1.622
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Rezensionen verfasst von Lesegenuss (Book Lounge)
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5.0 von 5 Sternen
Ein ein sehr empfehlenswertes Buch, berührend ..., 24. November 2012
Ein heißer Tag Ende August in Rom. Judith Velotti, geb. Wolf, Ende Dreißig, erhält an diesem Abend einen Anruf von ihrer ehemaligen Jugendfreundin Claudia Dressler. Eigentlich wollte Judith gar nicht ans Telefon gehen, als sie sah, dass es eine Hamburger Nummer war. Mit dem Leben in Hamburg hatte sie vor gut 20 Jahren abgeschlossen. Inzwischen glücklich verheiratet mit einem tollen Mann, sie liebte ihren Beruf als Restauratorin und hatte sich hier schon einen Namen in der Branche gemacht und zudem auch schon einen Preis gewonnen. Fresken der Renaissance, vor allem Engel, waren ihre Lieblinge. Derzeit arbeitete sie an dem Fresko Maria Verkündung von Filipino Lippi. Eine Szene, ie sie besonders liebte, die ihr aber auch wieder zeigte, dass ihre Hoffnung schwanger zu werden, wieder einmal zerplatzt war. Die neue Behandlung hatte noch keine Früchte getragen, ihre Ehe mit Francesco weiterhin kinderlos. Mit dem Anruf der Jugendfreundin wurde Judith in ihr altes Leben zurückbefördert, ein Leben in einem strengen Elternhaus, einem Vater mit moralischen Grundsätzen, einer Mutter, die sich dem unterwarf und Judith ihren Platz suchte. Dieses alte Leben holte sie nun wieder ein, denn Claudia teilt ihr nur kurz mit, dass irgendetwas nicht in Ordnung sei mit dem Elternhaus in Winterhude. Alles würde so einen vernachlässigten Eindruck machen. Mit voller Wucht hatte der Anruf Judith erwischt, denn es verging kein Tag, an dem sie nicht an Hamburg denken mußte. (S. 13) Die Decke des Schweigens wurde angehoben, um letztendlich ihr Geheimnis, welches sie bis zum heutigen Tag Francesco nicht mitgeteilt hatte, zu lüften. Warum Judith damals ihre Eltern, ihre Heimat verließ, um letztendlich in Italien zu bleiben, wie sollte sie ihm nun die ganze wahre Geschichte erklären? Sie lebten nun schon viele Jahre glücklich miteinander und wie hätte sie ihm jetzt erklären sollen, was damals in Hamburg passiert war. Sie und Francesco, die sich beide so sehr ein Kind wünschten. Wie sollte sie es weiterhin schaffen, dies vor ihm geheim zu halten? Will sie das überhaupt? Und dann das Wiedersehen zwischen Judith und ihrer schwerkranken Mutter. Renate Ahrens „Ferne Tochter“ wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, erzählt Judiths Geschichte, die Gründe, Hamburg zu verlassen und die Probleme Jetzt und Heute, die durch ihr Schweigen entstehen. Eine Nebencharaktere möchte ich unbedingt erwähnen, und zwar Vincenzo, Judiths Schwiegervater. Ein Italiener durch und durch, ein alter Mann, der seine Grundsätze hat, aber innendrin ein großes Stück Herz zeigt. Weiter möchte ich auf den Inhalt nicht eingehen. Die Buchinformation sagt schon sehr viel aus. Doch einen Satz möchte ich hervorheben (S. 274): „Ich danke meiner Großmutter dafür, dass sie den Brief aufgehoben hat“. Ja, ich gebe zu, „Ferne Tochter“ zu lesen, ging nicht emotionslos an mir vorbei und das ist auch gut so. Hoffnung für Judith und Francesco, denn am Ende des Romans tauchen sie wieder auf, die Schmetterlinge im Bauch, das Flattern, das Gefühl, welches Judith schon einmal erleben durfte. Fazit: „Ferne Tochter“ von Renate Ahrens: die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung, ein Familiengeheimnis, gut behütet und bewahrt, eine Handlung, die berührt und letztendlich aufzeigt, wie wichtig Vertrauen ist und lernen muss, mit seinen Ängsten umzugehen.
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5.0 von 5 Sternen
Ja ... und dann kam Luna ... muss man lesen, 20. November 2012
Luna, ein Mischlingshund, halb Retriever, halb Bordercollie, kommt in ein neues Zuhause und ist Garant dafür, dass seitdem nichts mehr so ist wie es vorher war. In 28 kleinen Kapiteln, deren Überschriften schon zum Schmunzeln verleiten, erzählt die Autorin Christine Brügge die Geschichte von Luna und ihren „Mitbewohnern“. „Und dann kam Luna“ erinnerte mich an vielen Stellen an die vergangenen Jahre mit unserer Retrieverhündin Lina und an das jetzige mit Toby, ebenfalls ein Retriever. Louis Armstrong hat einmal gesagt: „Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede“ – und das kann ich nur so bestätigen. Vieles spricht sehr oft gegen die Anschaffung eines Hundes, z. B. wenn man bei schlechtem Wetter durch die Gegend läuft, weil ES sein Geschäft erledigen muss ... Doch das ist alles vergessen gegen diese Momente des Glücks. Wenn die Kinder aus dem Haus gehen und der Vierbeiner bleibt, ja, es ist dann eine Art „Ersatzkind“, mit dem man spricht, dem man seine Geheimnisse anvertraut, der merkt, wie es um einen selbst steht. Und Geheimnisse, die bleiben dort und werden nicht weitererzählt. Was schreiben über ein Buch, in dem man sich selbst findet, dass so herzerfrischend geschrieben ist. Ich habe mich von der ersten bis zur letzten Seite so wohl gefühlt, und das beinhaltet sicherlich die beschriebenen Charaktere wie auch die Story. Fazit: „Und dann kam Luna“ ist ein sehr empfehlenswertes Buch, welches ich auch den Nicht-Hundebesitzern ans Herz legen möchte. Die Autorin überzeugt durch ihren Sprachstil, ihren Wortschatz – kurzum: Ich liebe dieses Buch! Bitte mehr davon. Für mich gehört es auf meine TopTen 2012-Liste.
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4.0 von 5 Sternen
Ein empfehlenswertes Buch, berührend ...wenn nichts mehr ist so wie es war, 20. November 2012
Immer wieder gern bietet das Thema einer Liebe, dem Verlust und die Chance auf einen Neuanfang Stoff für einen Roman – und mittendrin in der Handlung ein Hund oder auch mehrere. So auch in dem Buch „Liebe kommt auf sanften Pfoten“ von Lucy Dillon. Angesprochen von dem Cover, aber auch der Kurzbeschreibung, und weil ich sowieso gern Bücher, in deren Handlung Hunde eine Rolle spielen, gern lese, freute ich mich auf diesen Frauenroman. Vor gut acht Monaten verlor Juliet ihren Mann Ben, ihre Jugendliebe. Zurück blieb sie mit dem Vierbeiner Minton, dem Jack-Russell-Terrier. Aber nicht nur ihn, sondern auch einem Haus, in dem die Renovierungsarbeiten seit dem Tod von Ben zum Stillstand gekommen waren. Seit dem Verlust ist nichts mehr so wie es vorher war. Juliet hatte nicht nur Ben verloren, auch ihre Lebenslust, ihre Kraft, die sonst so tägliche Routine, alles ging an ihr vorbei, ohne dass es irgendetwas gab, dass sie aus ihrer Lethargie herausholte. Doch sie hatte nicht mit ihrer Familie gerechnet, vor allem ihrer Mutter, und dann waren da auch noch ihre Nachbarn. Ja, und auch noch der Hund der Mutter, denn diese ergreift wieder einmal die Initiative und bittet Juliet, ihren Hund zu beaufsichtigen. Juliet, eine junge Frau, deren Zukunftsträume mit ihrer Liebe Ben wie eine Seifenblase durch seinen Tod zerplatzten. Ein Haus voller Kinder – mit Ben – vorbei. Ein Leben mit Ben – vorbei. Ben – aus dem Leben gerissen durch einen Herzinfarkt. Doch Juliets Mauer fängt so langsam an zu bröckeln und sie findet ihren Weg wieder zurück, Stück für Stück, in die Normalität. Ein ganz wichtiger Begleiter auf diesem Weg ist Minton, der Jack Russel Terrier aus der Auffangstation und eigentlich Doger hieß, gab sein Bestes unhd von dem Moment an war es Bens Hund gewesen. Nach und nach ergeben sich immer wieder neue Momente, Lichtblicke für Juliet. Und das nicht nur durch den netten Nachbarn von nebenan, der unbedingt ihr das Badezimmer renovieren und somit wieder benutzbar machen möchte. All das hilft Juliet, Schritt für Schritt zurück in ein fast normales Leben, die Verarbeitung ihres Verlustes von Ben und der Trauer um ihn. Fazit: „Liebe kommt auf sanften Pfoten“ ist ein Buch für Leser, die diese Art von Frauenromanen lieben, sich nicht scheuen, sich auch mit der Thematik Verlust und Trauer auseinanderzusetzen. Vor allem aber zeigt es auch auf, welche Rolle ein Vierbeiner in einem Leben spielen kann, denn diese schenken uns ihr volles Vertrauen und geben so viel Liebe wieder. Zitat: Hunde tragen ihr limbisches System auf dem Gesicht. In den Gesichtern von Hunden kann man die genaue Gefühlswelt wiederentdecken und finden so direkt einen Weg in unser Gehirn. Das Glück von ihnen macht auch uns glücklich. Patricia B.McConnell
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Ein empfehlenswertes Buch - eine Familiensaga, 17. November 2012
Aus “Epilog”: Um die Vergangenheit zu weinen, ist nutzlos. Um die Gegenwart zu weinen, trübt nur den Blick, und man sieht weniger klar in die Zukunft.“ „Perlentöchter ist eine Familiensaga, die über mehrere Generationen erzählt. Die Geschichte beginnt mit einem kurzen Einstieg zu Louisa in der Zeit von 1897 – 1898. Die weiteren Protagonistinnen sind Caroline, Helen und Rose. „Perlentöchter“ erzählt die Geschichte dieser drei Frauen, die etwas miteinander verbindet, zum einen die Liebe zur Malerei und dann die Perlenkette. Ihre Geschichte, ihr Leben wird jeweils aus der Sicht der Frauen erzählt. Als Carolines Tante Phoebe stirbt, ist sie es, die die Perlenkette erbt. Grace, ihre Schwester, erhält Wilfried, ein Labradorhund. Alles andere, das Haus und Inventar, muss verkauft werden, um Phoebe Isobel Wrights Schulden zu tilgen. Es kommt dann so, wie Caroline es geahnt hatte. Natürlich wollte Grace die Kette und sie, Caroline, sollte den Hund nehmen. Doch das kam nicht in Frage. Unterstützt durch Simon, Carolines Mann, nehmen sie also auch noch Wilfried mit zu sich. Im Laufe der weiteren Handlung stellt sich heraus, dass Simon eine Geliebte hat. Im Nachlass ihrer Tante flüchtet Caroline in eine andere Welt. In den Briefen und Tagebüchern zeigt sich, dass es bereits schon in der Vergangenheit Affären gab. Und so liest Caroline über das Schicksal von Rose, die Tochter von Louisa, mit der „Perlentöchter“ beginnt. Rose, die mit ihrem Mann England verlässt und einen neuen Lebensabschnitt auf Borneo beginnt. Charles leitet dort eine Plantage. Doch Rose’s Leben ist nicht einfach. Sie wurde nicht auf das Leben vorbereitet, auf das was sie erwartet, zum einen als Frau, Ehefrau und auch als Mutter. Rose’ Tochter Helen wird ebenfalls keinen einfachen Weg gehen. Und auf aller drei Frauen Weg wird die Perlenkette weitergerecht, die Kette von Louisa. Carolines Mutter Helen, welches Glück findet sie? Welche Auswirkungen haben diese alten Briefe von Tante Phoebe auf das weitere Leben von Caroline? Welchen Weg wird sie gehen? Mit oder ohne Simon? Jane Corry hat mit „Perlentöchter“ eine eindrucksvolle Geschichte geschrieben, wobei die von ihr geschaffenen Charaktere gut dargestellt wurden. Das Cover passt ausgezeichnet, man kann sich sehr gut vorstellen, wie sehnsüchtig die Frau in die Ferne schaut und zeigt trotzdem eine Ausstrahlungskraft, Würde und Stolz. Fazit: „Perlentöchter“ schildert eine Familiensaga mit dem Hintergrund, welche Rolle nimmt die Frau in der Gesellschaft ein, zum einen vor über hundert Jahren bis hin zur heutigen Zeit. Welchen Status hat die Frau und welche Entwicklung nimmt sie. „Perlentöchter lässt sich gut lesen, trotz der enormen Seitenzahl. Aber das kenne ich ja bereits schon von anderen Familiensagen. Das Buch hat mich „abgeholt“, um es mal mit den Worten einer bekannten Musikerin zu beschreiben, und in seinen Lesebann gezogen. Man wird intensiv in den das Leben dieser Frauen mit hineingezogen. „Perlentöchter“ erhält meine Leseempfehlung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Eine amüsante Familiengeschichte, 17. November 2012
Opa Hermann, inzwischen vierundneunzig Jahre und Oberhaupt der Familie Lüttjens, fährt unangemeldet zu seiner Enkeltochter Nele nach München. Es muss etwas wirklich sehr dringendes sein, dass er nach so vielen Jahren den Ort Nordergellersen verlässt. In München angekommen, stirbt Hermann auf dem Weg in den fünften Stock zu Neles Wohnung. Doch was wollte er von Nele? Bevor er in Neles Armen stirbt, spricht er nur noch vier Worte zu ihr, die beinhalten, dass er ohne großes Theater verbrannt werden wollte. Und nun sitzt Nele mit der Asche von Opa Herrmann – sicherheitshalber in einer Tupperdose aufbewahrt – im Zug von München zurück in die Heide. Die Urne hatte sie im Gepäck und falls dieses evtl. gestohlen oder verloren ging, so hatte sie wenigstens die Asche von Opa Herrmann. Nele, über dreizehn Jahre ist es nun her, dass sie das kleine Heidedorf verließ, und in München mit ihrer beruflichen Karriere durchstartete. Ja, Nele hatte eine enorme Entwicklung gegenüber früher gemacht. Wie schreibt die Autorin Brigitte Kanitz (S. 9 ... von einem schüchternen Landei ... zu einer trendigen Großstädterin ...) Für den ersten Moment klingt es etwas unnormal, wenn eine Privatperson mit der Urne eines Verstorbenen durch Deutschland reist. Das war der erste Halt meiner Lesereise des Romans „Immer Ärger mit Opa“. Um diese Zweifel zu beseitigen und mich der weiteren Handlung genussvoll hingeben zu können, machte ich mich erst einmal schlau und tatsächlich, man darf, allerdings gibt es bestimmte Vorschriften bzw. Auflagen, die einzuhalten sind. Nachdem nun diese Leseblockade beseitigt war, konnte der Zug seine Reise wieder aufnehmen. Die Autorin Brigitte Kanitz war mir nicht unbekannt. Durch historische Bücher,m die sie unter dem Namen Brigitte Janson veröffentlichte, hat sie nunmehr den Schritt in eine andere Richtung getan. Sie geht zurück zu ihren Wurzeln, in ihre alte Heimat und bringt so ihre Erinnerungen an das Leben dort mit in die Handlung von „Immer Ärger mit Opa“ ein, nicht realitätsfern, aber auch nicht so, dass es einen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen hat. Nun also sitzt Nele im Zug, mit der Asche von Opa Herrmann. Für die Protagonistin Nele heißt es, sie muss sich nunmehr ihrer Vergangenheit stellen. Nicht umsonst ist sie damals geflüchtet. Eine chaotische Familie, die sie erwartet, Fragen, denen sie sich stellen muss, und das ausgerechnet ihr, Nele. Als hätte man es ahnen können, dass das Pech Nele weiter verfolgt, vergißt sie die Tupperdose mit der Asche von Opa Herrmann im Zug. Wer war nun schuld an diesem Dilemma? Nele selbst oder diese nette, hilfsbereite ältere, weißhaarige Dame im Zug? Fazit: Immer Ärger mit Opa“ von Brigitte Kanitz, ein vergnüglicher Familienroman, der m. E. einige Stellen aufweist, die zu langatmig geschildert wurden. Die Idee zum Buch ist gut, allerdings fehlte mir das gewisse Etwas in der Story. Die Asche in der Tupperdose war es auf jeden Fall nicht. Die Verbindung zwischen mir als Leserin und dem Buch hat leider nicht zu hundert Prozent funktioniert. Diese Rezension stellt nur meinen Leseeindruck dar. „Immer Ärger mit Opa“ ein Roman, dem ich meine Leseempfehlung gebe – gut für Zwischendurch – eine amüsante Abwechslung. Daher vergebe ich vier Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Abaton - Die Verlockung des Bösen, 10. November 2012
Sind sie wirklich in Freiheit, Edda, Linus und Simon? Haben Sie sich wirklich der Kontrolle von GENE-SYS entziehen können? Allein auf sich gestellt müssen die drei sich nunmehr dem nackten Leben in Berlin stellen. Doch was ist mit Marie, Eddas Großmutter? Im ersten Band hat der Leser ja den Wissenschaftler Bernikoff „kennengelernt“. Und so nehmen die Autoren den Anfangsband zum besseren Einstieg, ein guter Einstieg, um in die Geschichte hineinzufinden. (S. 16 „Es gab nur einen alten Kessel und es gab Carl Friedrich Bernikoff ... der Mann, mit dem sie (Marie) Jahre verbracht hatte, seitdem ihre Mutter mit ihrer Zwillingsschwester verschwunden waren.) Für Linus, Edda und Simon geht es jetzt nicht nur ums Überleben, sondern auch darum, Marie zu befreien, denn sie ist noch immer in der Gewalt von GENE-SYS. Marie – Eddas Großmutter – die Tochter des Wissenschaftlers Bernikoff. (S. 17 Hinter einer Scheibe, in der Realität, lag die alte Marie.) < MARIE > Der Weg zum ABATON Welche Bedeutung steckt hinter dem Wort ABATON? Dafür gibt es einige Erklärungen, die schnell im WWW zu finden sind: In der griechisch-katholischen Kirche ist es der Begriff für das Allerheiligste, welches nur Priestern den Zutritt gewährt. Weitere Erklärungen finden sich >> hier << [...] Wie schon aus dem ersten Band bekannt, ist „ABATON – Die Verlockung des Bösen“ in unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Während im ersten Band „Vom Ende der Angst“ die Handlung durch in der Farbe Blau typografisch gestaltete Seiten unterbrochen werden, ist es dieses Mal die Farbe Grün. Grün ist für mich immer die Farbe für Hoffnung – Harmonie. Während Edda, Linus und Simon nunmehr in der harten, kalten Straßenwelt von Berlin ums Überleben kämpfen, werden sie weiterhin von GENE-SYS überwacht. GENE-SYS hat allen dreien einen Chip implantiert, der sie auf Schritt und Tritt kontrolliert. Die Kinder – Die Kritische Masse – die Drei mit der Gabe einer gewaltigen Empathie. Während eines Wetterumschwungs befinden sich die Drei auf dem Weg zum Teufelsberg, wo Marie gefangen gehalten wird. Dort ist die Zentrale von GENE-SYS. Doch durch das starke Gewitter, durch eine Flut von Wassermassen werden sie im Kanalnetz überrascht. Nur mit knapper Mühe entgehen sie dem Tod. Während GENE-SYS bei Marie versucht, an ihre gesamten Erinnerungen an ihren Vater, dessen Wissen von unschätzbar hohem Wert ist/war, erhalten Edda, Linus und Simon unerwartete Hilfe. Wie schon zuvor, zitiere ich meinen Beitrag zur Gesamtaufmachung des Buches, seinem Inneren, seiner typografischen Raffinesse. Auch im zweiten Band findet sich wieder ein Daumenkino, sehr schön. Fazit: Der Leser wird auch mit dem zweiten Band gefordert, nicht so, dass er die Lust am Lesen verliert, aber dennoch bedarf es Aufmerksamkeit, um den roten Faden, die Übersicht zwischen den Handlungswechsel nicht zu verlieren. „ABATON – Die Verlockung des Bösen“ empfehle ich nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene, die in dieser Richtung lesen. Manches zog sich teils etwas langatmig hin, doch die Grundidee, die eingebundenen Themen, lassen auf einen raketenartigen Abschluss der Trilogie hoffen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Abaton - Vom Ende der Angst -, 10. November 2012
Der Verlust der Eltern bzw. eines Elternteils, das ist das eine, was die drei Protagonisten Linus, Edda und Simon gemeinsam haben. Bei einem Schreibwettbewerb an den jeweiligen Schulen hatten sie den Aufenthalt im Zeltlager gewonnen. Handlungsort ist Berlin. Für Linus ist dieses von hoher Bedeutung, da vor einem Jahr seine Eltern auf einer Dienstreise in einer Berliner U-Bahn wie vom Erdboden verschwunden sind. Er glaubt nicht an ihren Tod und will die Möglichkeit nutzen, während des Aufenthaltes nach ihnen zu suchen. Edda, deren Mutter sich in einer psychiatrischen Klinik aufhält, lebt seitdem bei ihrer Oma und Simon ist froh, endlich für ein paar Tage seinem Zuhause zu entfliehen. Sein Vater ist im Gefängnis und seine Mutter ... Drei 14-jährige, die so gar nichts gemeinsam haben und die doch etwas miteinander verbindet. (S. 386 ...das Resultat einer emphatischen Verbindung zwischen den dreien.“ „Du redest von Freundschaft?“ ...) Edda, Simon und Linus sind Auserwählte, doch sie wissen davon nichts. Sie ahnen auch nicht, dass dieses Camp kein normales ist. GENE-SYS, was hat es mit diesem Namen, dieser Verbindung auf sich? Und warum gerade diese Drei sich auf das Abenteuer einlassen, gibt es sie wirklich, diese Zufälle, diese Begegnungen? Beginnend mit dem Prolog und dem Rückblick auf die Zeit des Nationalsozialismus wird der Leser sogleich in die Handlung katapultiert. Und diese Handlung befindet sich UNTER Berlin. Denn es war eine U-Bahn, in der Linus Eltern einfach verschwanden. Das Abenteuer beginnt. Noch intensiver auf den Handlungsverlauf einzugehen, lasse ich jetzt mal sein. „Vom Ende der Angst“ ist auf verschiedene Erzählperspektiven konstruiert. Der Anfang liest sich gut und schnell, doch durch den Wechsel verwirrt es so manches Mal und es braucht seine Zeit, intensiv sich dem Ganzen als Leser zu finden. Die beiden Autoren sind ja auch Drehbuchautoren und der Aufbau des ersten Bandes, so stelle ich mir ansatzweise ein bißchen ein Drehbuch vor. Vergangenheit – CUT – Gegenwart – CUT Doch „Vom Ende der Angst“ geht auch etwas Besonderes, Einzigartiges aus. Nicht wegen der Handlung oder dem Schreibstil der Autoren (muss man eigentlich bei so bekannten Namen noch den Schreibstil erwähnen?), sondern von der Gesamtaufmachung des Buches, seinem Innenleben, seiner typographischen Raffinesse, z. B. befinden sich neben den Seitenzahlen kleine blaue Zeichen, die sich, wenn man die Seiten über den Daumen laufen läßt, wie ein Buchstabenkino zeigen. (S. 258 „Edda, achte auf das Zeichen. Du bist so viel mehr, als du denkst. M.“ Die drei Protagonisten, so unterschiedlich sie sich darstellen, meines Erachtens klar und deutlich beschrieben, zeigen letztendlich auf, dass Freundschaft ein sehr wichtiger Bestandteil in eines jedem Leben ist. „ABATON – Vom Ende der Angst“, dem Auftaktband der ABATON-Trilogie, ist ein außergewöhnlicher Jugendroman, den ich in der Art und Weise noch nicht gelesen habe. Die Autoren bezeichnen die ABATON-Trilogie als Science-Faction-Thriller (entnommen aus dem Interview). Ob in der Vergangenheit oder dem Heute, die Ebene der modernen Forschung, der Zukunft, haben einen enormen Stellenwert in der heutigen Welt, der Industrie eingenommen. Fazit: „ABATON – Vom Ende der Angst“ erhält meine Leseempfehlung und diese nicht nur für Jugendliche ab dem empfohlenen Lesealter, sondern auch für Erwachsene. Etliche offene Fragen bleiben, aber da ich nach diesem Band gleich den Folgeband gelesen habe (worüber ich sehr froh war), kann ich zukünftigen Lesern ebenfalls nur ans Herz legen, dies ebenso zu handhaben. Ist aber KEIN Muss! Im Herbst 2013 erscheint der Abschlussband der ABATON-Trilogie „Im Bann der Freiheit“. Ich bin sehr gespannt darauf.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Was für Buch, eine TOP magische Hexengeschichte, 4. November 2012
In New England leben die Schwestern Cate, Maura und Tess. Ihre Mutter war vor einigen Jahren verstorben, der Vater viel unterwegs und so trug Cate die Verantwortung für ihre jüngeren Schwestern. Alle drei wahren nämlich ein Geheimnis, denn sie sind Hexen (ein altmodisches Wort). „Töchter des Mondes, die Handlung spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Die leider viel zu früh verstorbene Mutter konnte ihre drei Töchter in ihrer Kunst nicht vollständig unterrichten, die Kunst der Magie, der Hexenkunst. Und vor allem, niemand durfte davon erfahren, denn Hexen galten als eine Gefahr, wurden verfolgt bzw. verbrannt. „Töchter des Mondes“ ist der Aufakt zu einer neuen Reuhe. Bedauerlicherweise erscheint der nächste Teil – allerdings auf Englisch – erst im Jahr 2013. Faszinierend die Geschichte, anders aufgebaut, die Handlung nimmt sehr viel Raum ein. Wer von Anfang an auf Spannung hofft, Geduld ist angesagt und weiterlesen. In Chatham leben die drei Hexenschwestern. Mit ihnen hat die Autorin Jessica Spotswood wundervolle, angenehme und doch sehr eigene Charaktere geschaffen. Man merkt definitiv, dass hier keine Nullachtfünfzehn-Personen geschaffen wurden. Mit jeder einzelnen hat sich die Autorin beschäftigt, um sie zu einer authentischen Persönlichkeit werden zu lassen. Dann ist da noch die Bruderschaft, eine religiöse Gemeinschaft, die alles daran setzt, das Aufblühen der Hexenherrschaft im Keim zu ersticken. Und so kommt es vor, dass ab und an grundlos Mädchen verschwinden. Der Verdacht, sie seien eine Hexe, reichte dafür aus. Cats Geburtstag rückt immer näher und damit auch der Tag der Entscheidung. Entweder sie heiratet oder ihr wird ein Mann von der Bruderschaft „zugeteilt“ bzw. sie tritt in die Schwesternschaft ein. Da aber taucht Finn in ihrem Leben auf, dieser junge Mann mit den kupferroten Haaren. Finns Mutter gehört der Buchladen in Chatham und wo sie nur kann, steht sie Cate zur Seite. Das Geschäft läuft nicht gut, die Leute trauen sich kaum noch hinein, denn es wird von der Bruderschaft kontrolliert. Die Situation spitzt sich zu, als Cate von einem Tagebuch ihrer Mutter erfährt und so sucht sie das ganze Haus danach ab, bis sie es letztendlich findet. Cate ist geschockt, als sie darin von einer Prophezeiung erfährt. Es betrifft drei Schwestern. Nur sie zusammen können etwas ändern. Für Cate wird es immer problematischer, die rebellischen Schwestern zu schützen. Zumal ihr Vater ihnen nun auch noch eine Gouvernante ins Haus geholt hat. In „Töchter des Mondes“ findet sich neben der verbotenen Liebesgeschichte zwischen Finn und Cate auch die Thematik um Hexen, die Gesellschaftsformen des Jahrhunderts wieder. Neben den gut dargestellten Charaktere gefällt mir der Schreibstil von Jessica Spotswood sehr gut. Ein Jugendbuch, welches den Leser in das Ende des 19. Jahrhunderts entführt. Ein Buch mit vielen magischen Momenten, spannendenden und auch romantischen Szenen. „Töchter des Mondes“ hebt sich ebenfalls durch ein wahnsinnstolles Cover von anderen Büchern ab. Der goldene Titel mit verschnörkelten Anfangsbuchstaben, auf schwarzem Hintergrund und davor ein junges Mädchen, an deren Kopf Rosen platziert wurden. Wenn man den Schutzumschlag abnimmt, ist man überrascht, denn auch das Buch selbst hat ein „eigenes Cover“. Hochachtung vor dieser tollen Idee1 Fazit: Mit „Töchter des Mondes“ hat die Autorin Jessica Spotswood ein sehr gefühlvolles Buch geschrieben, ehrlich gesagt, ich hatte ab und an Gänsehaut beim Lesen. Ich gebe meine Leseempfehlung – und das nicht nur für das empfohlene Lesealter.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Was für Buch, ... abtauchen in eine andere Welt - ein TOP LESEGENUSS, 4. November 2012
Immer wieder hatte ich in den vergangenen Monaten begeisterte Meinungen vom ersten Buch “Ice- Hüter des Nordens” von Sarah Beth Durst gelesen. Ich wurde neugierig und war, als ich „Ivy – Steinerne Wächter“ erhielt, gespannt wie es mir gefallen würde. Beide Bücher sind in sich abgeschlossen, also einzeln zu lesen. Die Inhaltsangabe von „Ivy – Steinerne Wächter“ war interessant und nach den ersten Seiten hatte mich die magisch-fantastische Story gepackt und in eine andere Welt entführt. „Ivy – Steinerne Wächter“ spielt rund um die Universität Princeton. Lily, die sechszehnjährige Protagonistin, fährt mit ihrem Grandpa und ihrer nicht gesunden Mutter zur Jahresfeier nach Princeton. Schon ihr Großvater ging dort zur Universität und auch Lily wollte dorthin. Der Grandpa spielt eine wichtige Rolle in Lilys Leben, einerseits durch ihre Mutter, die an Gedächtnisstörungen leidet, und zum anderen ... wird dies der Leser am Ende der Geschichte erfahren. Lily ist eine liebenswürdige Charaktere, die von der Autorin sehr authentisch, glaubhaft beschrieben wird, halt ein Mädchen, dass zwar mit beiden Beinen im Leben steht, doch hin und wieder kommt ihr unschuldiges Denken zum Vorschein und dadurch lassen sich Stolpersteine in ihrem Leben nicht vermeiden. Das wird sich auch an diesem Wochenende der Jahresfeier in Princeton zeigen. Dort angekommen, erfährt Lily, dass sie auserwählt wurde, genau an diesen drei Tagen einen Test abzulegen. Sollte sie ihn bestehen, dann stünde ihrer Aufnahme in Princeton nichts entgegen. Lily muss „Ivy Key“ (Ivy = Efeu) finden, einen mysteriösen Schlüssel. Tye und Luke, zwei Jungen von Campus, von deren Seite erhält sie nunmehr Hilfe, die sie zur Lösung der Rätsel annehmen wird. Doch immer wieder passieren unglaubliche Dinge und schließlich gerät Lily in eine Fantasiewelt mit vielen Fabelwesen. Die Geschichte spielt – wie schon gesagt – sich an drei Tagen ab, dem besagten Wochenende der Jahresfeier. Sarah Beth Durst zieht den Leser immer wieder durch die nicht ganz abreißende Spannung in das Geschehen hinein. Die Autorin schreibt gut, fantasievoll, vor allem aber mit einem umfassenden Wortschatz, sehr lebendig. Lily’s Mutter, eine sympathische, an „Hirnhicksern“ leidende Frau, liebevoll kümmert sich die Tochter um sie. Man muss sie gern haben, die Charaktere in „Ivy – Steinerne Wächter“, egal ob es die Hauptpersonen oder Nebencharaktere betrifft. Die Geschichte ist in 18 Kapiteln aufgeteilt, wobei jedes neue Kapitel auf der Buchseite mit einer Efeufanke (Efeu = Ivy) verziert ist. Am Ende der Geschichte erklärt sich die Autorin zum einen in einer Danksagung und einem sehr ausführlichen Interview. Das Cover – allein der Blick darauf regt die Fantasie des Lesers an, absolut ein Highlight. Fazit: „Ivy – Steinerne Wächter“ hat mich sehr fasziniert und mir eine einmalig schöne Lesereise gegeben. Die Autorin überzeugt durch gut beschriebene Charakter, einer sehr guten Idee, den wirklich tollen bildhaften Beschreibungen. Doch das Buch hat auch eine Botschaft, welche die Autorin dem Leser mitgibt. Lest selbst und erkennt ... Mit ihrem Buch „Ivy – Steinerne Wächter“ hat es die Autorin Sarah Beth Durst in meine persönliche TopTen 2012 geschafft, wobei dazu gesagt werden muss, dass das I-Tüpfelchen für meine Entscheidung das Cover war. Und schnellstmöglich werde ich mir noch „Ice – Hüter des Nordens“ zulegen. Ich bin mir ganz sicher, dass das eine sehr gute Entscheidung ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Lieben heißt auch loslassen -, 30. Oktober 2012
„Deine Lippen, so kalt“ beginnt mit der Begegnung von Danny und Wren. Wren scheint eine Träumerin zu sein, ihre Wünscheso magisch, einzigartig. Und genauso einzigartig ist die Liebe zwischen den beiden – Wren und Danny. So verschieden ihre Geschmäcker auch waren, Wren liebte ihn trotzdem. Doch manchmal kann es auch zuviel davon sein, für den der hier bleibt kann der Schmerz unerträglich sein. Wren, ein junges Mädchen mit besonderen magischen Fähigkeiten. Es liegt in ihrer Familie, doch da gibt es ein Problem – ihre Mum redet nicht mit ihr darüber. Die Charaktere Wren wächst dem Leser schnell ans Herz. Die Autorin hat es sehr gut verstanden, die Gefühlswelt von Wren in verständlicher Sprache auszudrücken. So blass und unscheinbar Danny wirkt, umso intensiver hinterläßt er einen bleibenden positiven Eindruck. Als das Unglück geschieht und Danny stirbt, holt Wren ihn mit ihren magischen Kräften zurück ins Leben. Doch er ist nicht mehr der „Alte“ Danny, den sie gekannt und geliebt hatte. Er „fühlt“ sich nicht mehr so lebendig an, irgendwie ein Untoter. Als Wren den Neuen an der Schule kennenlernt, Gabriel, spürt sie eine ganz besondere Ausstrahlung. Immer mehr fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Doch da ist Danny, der täglich in seinem Versteck auf dem Dachboden von Mrs. Petrellis Garage auf sie wartete. Das Haus stand direkt hinter Wrens Zuhause und Mrs. Petrellis hatte sich seit dem Tod ihres Mannes völlig zurückgezogen. „Deine Lippen, so kalt“ ist aus der Perspektive von Wren geschrieben. Danny und Wren, zwei Charaktere, deren Darstellung und Beschreibung mir gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist einerseits sanft, aber dann auch wiederum sehr gefühlvoll. Von Gabriel erhoffte ich mir mehr, obwohl er Wren zur Seite steht, nachvollziehen kann, was mit ihr los ist, hat hier die Autorin – wahrscheinlich sehr bewußt – die Entwicklung seiner Persönlichkeit zurückgehalten. Das Cover ist wunderbar gestaltet, die Farben harmonisieren, ebenso dass das Buch selbst ohne Umschlag in einem warmen Purpurton gehalten ist, spricht für den Verantwortlichen. Bei einem Fantasiebuch lege ich schon Wert darauf, das alles stimmig ist. Fazit: „Deine Lippen, so kalt“ ist ein gefühlvoller Jugendroman, dessen Charaktere die Handlung leben lassen. „Wenn Liebe die Zeit anhält, Wenn Zeit die Liebe stiehlt, Ist es wichtig zu lernen, dass wir loslassen müssen."
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