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Rezensionen verfasst von
Shou "SHOU" (Einbeck)

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Der Winterpalast: Roman (insel taschenbuch)
Der Winterpalast: Roman (insel taschenbuch)
von Eva Stachniak
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Klare Leseempfehlung, 25. Juli 2014
Die junge Varwara kommt als Waise in den Winterpalast. Anfangs findet sie sich in den vielen Geheimgängen, den dunklen Nischen und den verdeckten Türen so gar nicht zurecht. Jedoch lernt sie schnell, dass sie sich genau das zunütze machen kann. Ihre Verschwiegenheit und vor allem ihrem aufmerksamen Augen entgeht nichts: Kein Geheimnis, kein Getuschel, keine geplante Intrige.. und schon bald gehört sie zu einer der besten Spioninnen im ganzen Palast.

Also die junge Sophie von Anhalt Zerbst an den Palast kommt, wird Varwara ihre einzige Verbündete und begeleitet sie auf ihrem Weg zum Zarenthron als Katharina, die Große, wobei nicht nur Katharina sich fragen muss, wer wirklich noch Freund ist und wer zum Feind werden kann.

Der Schreibstil von Eva Stachniak hat mir wirklich gut gefallen, gleich von der ersten Seite an. Das Buch beschreibt eune Zeitspanne von 21 Jahren, in welchen die junge Deutsche Sophie von Anhalt - Zerbst zu einer der mächstigsten Frau in ganz Russland aufsteigt und die Geschichte Russlands grundlegend verändert.

Sophie bzw. Katharina war mir von Anfang an sympatisch. Als völlig Fremde kommt sie in den Winterpalast, in ein völlig fremdes Land, von welchem sie weder die Sprache versteht, noch die Kulturen richtig versteht. In Varwara findet sie nicht nur ein Dienstmädchen, sondern auch eine Freundin, welche ihr mit Rat und Tat zur Seite steht und sie oft genug auch einfach nur mal das sein lässt, was sie eigentlich noch immer ist: Ein Kind.

Varwara ist schon längerim Winterpalast und kennt ihn wie ihre Westentasche, hilft Sophie sich in der ihr völlig fremden Welt zurecht zu finden.

Das Buch beeinhaltet hauptsächlich geschichtliche Dinge über den Aufstieg von Sophie zu Katherina, der Großen.

Man muss sich schon wirklich für dieses Themengebiet interessieren, sonst könnte das Buch recht schnell langweilig oder langatimig werden.

Für mich war es ein tolles Leserlebnis die Geschichte der großen Zarin nachzulesen, welche Freud und Leid oftmals nahe beieinander liegen lässt.

Klare Leseempfehlung von mir, für jeden, der sich ebenso auf diesem Themengebiet auskennt und die Lebensgeschichte einer starken und mächtigen Frau nachlesen möchte.


Ugly - Pretty - Special, Band 1: Ugly - Verlier nicht dein Gesicht: Deutsche Erstausgabe
Ugly - Pretty - Special, Band 1: Ugly - Verlier nicht dein Gesicht: Deutsche Erstausgabe
von Scott Westerfeld
  Taschenbuch

2.0 von 5 Sternen Kann man lesen, kann man aber auch sein lassen., 23. Juli 2014
Tally kann ihren 16. Geburtstag erst gar nicht erwarten, denn dann steht endlich ire Schönheitsoperation an. Endlich wird auch sie zu einer Pretty werden und nicht mehr länger hässlich sein.

Endlich kann sie zu ihrem besten Freund nach Pretty Town ziehen und hat endlich keine Sorgen mehr.

Tallys Freundin Shay sträubt sich jedoch gegen ihre Operation. Sie will selbst bestimmen, was sie tut, sie will selbst über ihre Leben entscheiden und das tun, was sie für richtig hält.

Schließlich entscheidet sie sich für den, für sie einzig richtigen Weg: Shay flieht und Tally wird vor die wichtigste Entscheidung ihres Lebens gestellt, welche nicht nur für ihr eigenes Leben ungeahnte Folgen haben wird.

Ich habe wirklich die gesamte letzte Woche gebraucht, um mir darüber klar zu werden, was ich über dieses Buch zu sagen haben und ich muss ehrlich sagen, dass ich die ganze Thematik noch immer ein wenig.. befremdlich finde, gerade aufgrund der Altersgruppe, an welche dieses Buch gerichtet ist.

Tally ist ein Mädchen, welches sich extrem unwohl damit fühlt, hässlich zu sein und sie kann es kaum erwarten, endlich eine von den Pretty zu werden.

Ich habe mich ein Großteil des Buches gefragt, was genau einen dazu veranlasst, zu denken, man wäre hässlich.

Eine zu große Nase?

Zusammengewachsene Augenbrauen?

Augen, die vielleicht sogar nicht gleichgroß sind?

Ein krummer Rücken oder ein paar Narben?

Jeder von uns definiert hässlich und schön sein anders und ein jeder von uns hat mit Sicherheit etwas an sich, was er besonders schön oder besonders hässlich findet, aber in meinen Augen vermittelt dieses Buch oftmals den Wert, dass man nur erfolgreich und glücklich sein kann, wenn man sich einer Schönheitsoperation unterzieht.

Mit den Charakteren an sich bin ich auch nicht wirklich warm geworden. Keiner von ihnen hatte so viel Tiefgang, dass ich mich mit ihm verbunden gefühlt habe, dass ich nachvollziehen konnte, warum er so handelt, wie er an manchen Stellen handelt.

Ich will nicht sagen, dass das Buch grundlegend schlecht war, denn die Idee hindert dem Buch fand ich gar nicht mal so schlecht, allerdings hat es in meinen Augen an der Umsetzung gefehlt.

Tally war mir mit ihrerArt und vor allem mit ihrer Denkweise von Anfang an unsympatisch. Sie will auf Biegen und Brechen schön werden und als es endlich soweit ist und Shays Flucht ihr das verweigert, steht sie anfangs schon zwischen den Stühlen, fängt sich meiner Meinung nach aber recht schnell wieder.

Sie war mir an ein paar Stellen viel zu wankelmütig. Mal wollte sie erwachsen sein und wollte David und Shay imponieren, dann wollte sie doch wieder zu ihrem besten Freund und zusammen mit diesem im Pretty Town bei Friede, Freude, Eierkuchen glücklich sein.

Mit hat es eher das Gefühl gegeben, dass Tally trotz ihrer 16 Jahre nicht in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen, einfach alleine zu sein. Sie hat ihr Leben fast schon abhängig von den beiden gemacht.

Alles in allem konnte mich das Buch nicht überzeugen und obwohl es nicht zwingend so sein muss, kann es durchaus passieren, dass dieses Buch einigen Jugendlichen ein falsches Bild von Schönheit und Erfolg vermittelt.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich die beiden Folgebände noch lesen werde, aber es fällt für mich definitiv unter die Kategorie: Kann man lesen, kann man aber auch sein lassen.

Oder ich bin einfach inzwischen zu alt, für Bücher dieser Art.. wäre auch eine Kategorie.


Hinter deiner Tür aus Papier
Hinter deiner Tür aus Papier
von Risa Wataya
  Gebundene Ausgabe

2.0 von 5 Sternen Kann man lesen, muss man nun aber wirklich nicht., 22. Juli 2014
Hatsu gilt eher als zurückhaltend, als Aussenseiterin in ihrer Klasse. Ninagawa ist genau wie sie, eher der Aussenseiter, jemand, der von anderen kaum beachtet wird.

Und doch oder gerade deshalb findet sie den jungen Mann interessant: Seine Stromausfallaugen, sein krummer Rücken, als das ist für sie unsagtbar interessant.

Er jedoch bemerkt sie nur am Rande und versteckt sich lieber hinter seinem Berg aus Modemagazinen, in welchen sich sein großes Idol Ori-chan befindet.

Als Hatsu ihrem Freund erzählt, dass sie Oni-chan bereits getroffen hat, beginnt dieser sich endlich für sie zu interessieren und lädt sie schließlich zu sich nach Hause ein.

Ninakawa ist Oni-chans größter Fan und beschließt, Hatsu bei ihrem Besuch sein Zimmer hinter dem Wäschebaum zu zeigen, das Zimmer, dass vor ihr noch nie jemand betreten hat.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich.. wie soll ich mich ausdrücken, ohne dass man es in den falschen Hals bekommt, wie es schon ein paar Mal passiert ist.

Der Schreibstil des Buches gefiel mir so eigentlich ganz gut, die Autorin wusste sich auszudrücken, aber mit den Charakteren an sich bin ich einfach nicht richtig warm geworden.

Im Klappentext wurde zudem angekündigt, dass das Buch erotische Passagen enthalten soll, aber die haben mir in diesem Buch wirklich gänzlich gefehlt und an einem eher scheuen Kuss, ist für mich nichts sonderlich erotisches zu finden.

Hatsu war mir zudem irgendwie ein bisschen unsympatisch. Sie versteift sich fast schon total darauf, dass sie mit niemand anderem befreundet sein will und verachtet ihre einzige und beste Freundin dafür, dass diese in der Oberstufe neue Freunde findet und zeigt ihr dieses auch nicht nur einmal auf zu deutliche Art.

Ninagawas Wahn, was dieses Model angeht, war fast schon ein wenig befremdlich und doch war er mir zumindest teilweise ein wenig sympatischer als Hatsu, gerade weil er sich oftmals nicht unterkriegen lässt, obwohl er scheinbar nicht der Typ Junge zu sein scheint, für den sich Mädchen wirklich interessieren.

Ob die beiden letztendlich wirklich zueinander finden oder ob es bei diesen kleinen Begegnungen bleibt, bleibt offen und lässt den Leser eher etwas verwirrt zurück.

Trotz des eigentlich guten Schreibstils gehört dieses Buch für mich eher zur Kategorie, kann man lesen muss man aber nicht und ist vielleicht auch einfach nur überbewertet, als wirklich begriffen worden.

(Und ja, ich gestehe ehrlich.. ich habe nicht die geringste Ahnung, was die Autorin mit diesem Werk überhaupt sagen wollte. oô)


Versprich mir einen Kuss
Versprich mir einen Kuss
Preis: EUR 2,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht überzeugend genug, trotz tollen Schreibstil, 13. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Versprich mir einen Kuss (Kindle Edition)
Julia könnte nicht glücklicher sein. Mit Tobias hat sie ihren absoluten Traummann gefunden, welcher sie förmlich auf Händen trägt.
Dann jedoch geschieht das Unfassbare: Tobias stirbt bei einem tragischen Verkehrsunfall und mit ihm geht Julias Lebenswille verloren.
Sie will wieder mit ihrem Tobias zusammensein, will ihn wieder nahe bei sich spüren und denkt sogar über einen Selbstmordversuch nach, auch wenn sie diesen nicht bis zum bitteren Ende bringt.
Nach einer gewissen Zeit der Trauer erinnert sie sich an ihren ehemaligen Gitarrenlehrer Stephan, welchen sie schließlich aufsucht, um an alte Zeiten erinnert zu werden.
Stephan erkennt sie sofort wieder und es folgt eine Zeit der Gespräche, in welcher beide feststellen, dass sie das gleiche Schicksal teilen: Stephan hat seine Frau und seinen Sohn bei dem gleichen Unfall verloren, wie Julias ihren Tobias.

Gerade, als Julia neuen Lebensmut schöpft und beginnt, sich in der Nähe Stephans wohlzufühlen, erhält sie eine weitere, niederschmetternde Diagnose, welche ihr Leben erneut von Grund auf verändert.
Wird sie dem gewachsen sein? Wird sie stark genug sein, auch diesen Schicksalsschlag zu verkraften?

Der Schreibstil der Autorin hat mir auch bei diesem Buch wirklich gut gefallen, allerdings habe ich mich diesmal mit der Handlung ein wenig schwer getan.
Zum Anfang hin spürt man Julias Verzweiflung deutlich. Ihre Verzweiflung über den Tod ihres geliebten Ehemannes bestimmt ihr Leben soweit, dass sie sich sogar fast zu einem Selbstmordversuch hinreissen lässt, ihn aber letztendlich doch nicht zu Ende bringt.
Mit Stephan kommt ein Teil ihrer Vergangenheit zurück, auch wenn mich gerade dieser Aspekt ein wenig gestört hat, menschlich gesehen.
Ich weiss, es ist nur ein Buch, es ist die Idee der Autorin, aber mich würde es erheblich stören, wenn mein Mann mir sagen würde, er hätte sich in eine andere verliebt. Ihr Tobias hingegen, hat ihr das auf der Stelle verziehen und er herrschte wieder Friede, Freude, Eierkuchen.

Nach einer ersten zarten Annäherung stellen beide fest, dass sie das gleiche Schicksal ereilt, was sie nur noch näher zusammen schweisst.
Als Julia eine weitere schockiernde Nachricht erhält, weicht Stephan nicht von ihrer Seite, versucht erneut, ihr ihren Lebensmut wieder zu geben.

Besonders gut fand ich diese Sache mit der Liste, die Julia in ihrem Blog veröffentlicht. Stephan nutzt die Gunst der Stunde und versucht ihr den einen oder anderen Teil davon zu erfüllen.
Obwohl der Schreibstil wirklich toll war und auch die Autorin einiges ihrer eigenen, teils sarkastischen Art in die Story hat einfliessen lassen, konnte sie mich nicht vollends überzeugen.
Einiges fand ich - gerade, was das Verhalten von Julia angeht - einfach nur an den Haaren herbeigezogen und auch ein bisschen unrealistisch.
So leid es mir tut, dass sagen zu müssen.
Dennoch werde ich die Geschichte von Stephan und Julia weiterverfolgen. Zuviele offene Fragen machen selbst mich neugierig und Anna Fricke wird uns hoffentlich nicht allzu lange auf den zweiten Teil warten lassen.

Bis dahin kann ich das Buch mit Vorbehalt empfehlen, mir persönlich hat einiges gefehlt, gerade was das realitätsnahe Verhalten Julias angeht.


Skylark - Der eiserne Wald: Roman (Heyne fliegt)
Skylark - Der eiserne Wald: Roman (Heyne fliegt)
von Meagan Spooner
  Broschiert
Preis: EUR 13,99

4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, trotz Schwächen., 11. Juli 2014
Lark ist 15 Jahre alt und dachte in diesen letzten 15 Jahren, dass sie das perfekte Leben führt. Sie lebt in einer Welt, die durch eine Mauer vom sagenumwobenen Eisernen Wald getrennt ist und in welcher die Menschen sich inzwischen etwas aufgebaut haben, zu dem jeder seinen kleinen Teil beiträgt.

Lark, welche magische Fähigkeiten besitzt, soll mit 16 Jahren endlich ihren Platz in der Gesellschaft finden und doch kommt alles anders, als sie sich das immer erträumt hat.

Als sie entdeckt, was genau sie nach ihrem 16. Geburtstag erwartet, hat sie nur einen Gedanken.. sie muss fliehen, sie muss in den Eiseren Wald, um dort unter anderem nach ihrem Bruder Basil zu suchen, auch wenn sie diesen innerlich schon für tot hält.

In einer Welt voller Gefahren merkt Lark zwar, dass sie nicht alleine ist, aber dennoch bleibt noch immer die Frage, wem sie wirklich vertrauen kann oder wer sie am Ende doch eiskalt verraten würde.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich etwas schwer getan habe, in das Buch hineinzufinden. Der Schreibstil war beileibe nicht schlecht, aberirgendwie habe ich mich damit sehr schwer getan. Lark als Hauptprotagonistin war für mich sehr.. zwiespältiger Natur.

Auf der einen Seite fand ich es wirklich... mutig, dass sie sich zur Flucht entschieden hat, aber auf der anderen Seite kam sie auch wieder so unglaublich naiv rüber, wie ein Kind eben. Sie hat oftmals unentschlossen gehandelt, überstürzt und teilweise auch... ich will nicht sagen, egoistisch, aber in die Richtung ging es dabei schon ein wenig.

Ihre Suche nach dem eisernen Wald hält nich nur eine Überraschung parat und selbst mich konnte die Autorin teilweise noch überraschen.

Auf ihrer Reise zum Eisernen Wald trifft sie auf einen verwilderten, jungen Mann, welcher ihr nicht nur einmal aus der Patsche hilft und Oren war mir weitaus sympatischer als Lark, auch wenn ich ihn nie so genau einschätzen konnte.

Weitere Begegnungen mit ihm bleiben nicht aus und das finale erschließt sich aus vielen kleinen Handlungssträngen, die den Leser teils verwirren, teils am Buch kleben lassen und doch Spekulation darauf zulässt, wie es gerade für Oren und Lark weitergeht.

Wird sie ihn wiedersehen?

Wird sie vielleicht sogar ihren Bruder noch irgendwann lebend finden?

Skylark - Der eiserne Wald ist ein lesenswertes, düsteres, aber auch zum Nachdenken anregendes Buch, welches gerade durch das eher offene Ende neugierig auf den Folgeband macht.


Der Clan der Otori, Band 2: Der Pfad im Schnee
Der Clan der Otori, Band 2: Der Pfad im Schnee
von Lian Hearn
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Mit weniger Spannung, aber dennoch empfehlenswert, 7. Juli 2014
Takeo ist eigentlich Erbe des mächtigen Otori - Clans, hat sich jedoch dem geheimnisvollen Stamm angeschlossen. Diese besagt jedoch, dass seiner den Glauben an seine Kindheit, sein Recht auf Reichtum, Land und Macht und vorallem seine Liebe zu Kaede aufgeben muss.

Ansonsten wird er Stamm ihn töten. Takeo kann sich den Regel des Stammes nur schwer beugen und fällt schließlich eine Entscheidung, die nicht nur sein Leben verändert.

Er fliegt, um sich mitten im eisigen Winter auf die Suche nach Kaede zu begeben und um das Erbe seines Vaters antreten zu können. Zu stark ist seine Verbindung zu beiden, zu stark die Sehnsucht nach beiden.

Der Schreibstil hat mir hier zwar auch recht gut gefallen, aber ich fand es in diesem Band schon etwas schade, dass die Spannung aus dem ersten Teil etwas nachgelassen hat.

Dieser Teil des der Reihe beschreibt lediglich die Reise der beiden Liebenden aufeinander zu und die Hindernisse, die sie zu überstehen haben.

Es gab zwar auch einen gewissen Spannungsbogen auf dieser teils sehr erschwerlichen Reise, aber manchmal hat es sich einfach nur total hingezogen und einige Textpassagen fand ich sogar gänzlich überflüssig.

Kaede fand ich schon eine recht starke Persönlichkeit, auch wenn mich ein Schicksalschlag, welcher sie getroffen hat doch etwas irritiert hat.

Ich möchte jetzt nicht erwähnen, welchen Part ich meine, aber ich denke, jeder der das Buch gelesen hat oder lesen wird, kann vielleicht erahnen, was ich meine.

Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, dass man durch diesen fehlenden Spannungsbogen die Möglichkeit hatte, Keade und auch gerade Takeo etwas näher kennenzulernen. Oftmals schweift die Autorin in die Vergangenheit ab, in die Gedanken der beiden Hauptprotagonisten.

Ich werde den dritten Teil in jedem Fall auch lesen, denn empfehlenswert sind sie in jedem Fall und ich bin der Meinung - obwohl ich den dritten noch nicht gelesen habe - dass sie einfach in jedes Regal derer gehören, die sich für diese Thematik interessieren und daran ändert auch der ein wenig fehlende Spannungsbogen nichts.


Der Geschmack von Apfelkernen: Roman
Der Geschmack von Apfelkernen: Roman
Preis: EUR 8,99

2.0 von 5 Sternen Kann man lesen, muss man aber nicht., 5. Juli 2014
Als ihre Tante Berhta stirbt, erbt Iris deren Haus und ist sich anfangs nicht sicher, ob sie das Erbe annehmen soll oder nicht.

Nach der Beerdigung kehrt sie als einzige in das Haus zurück, um sich genau darüber klar zu werden. Sie steht wieder in dem Haus, in welchem sie einen größtenteils ihre Kindheit verbracht,. Erinnerungen werden wach, vor allem an ihre Cousine Rosemarie, welche bei einem Unfall verstorben ist.

Warum musste ausgerechnet Rosamarie dieser Unfall passieren und was hatte sie auf dem Dach des Wintergartens zu suchen?

Was wollte sie Iris unbedingt noch sagen und was passierte sonst noch allen in dem Sommer, der den bitteren Geschmack von Apfelkernen hinterlassen hat.

Der Schreibstil war recht.. einfach und ich muss ehrlich gestehen, dass er mich bereits nach wenigen Seiten gelangweilt hat.

Es hat sich im Laufe des Buches zwar gebessert und ich war gerade auf die Geschichte von Rosamarie unglaublich neugierig, da die Autorin im Vorfeld immer mal wieder Andeutungen gemacht hat.

Ich konnte mir das Drumherum allerdings auch wieder gut vorstellen.. ein altes Haus, ein verwilderter Garten, Erinnerungen an eine teils schöne, teils weniger schöne, Kindheit.

Ein paar Dinge habe ich allerdings auch sehr unlogisch empfunden und wollte am liebsten nur die Hände über dem Kopf zusammen schlagen.

Ihr Verhältnis mit Max entwickelt sich nur langsam, wenn man das überhaupt Verhältnis nennen konnte und leider muss ich sagen, dass hier wirklich viel Potenzial verschenkt wurde.

Einige Fragen blieben unbeantwortet, der Schreibstil war oftmals holprig und das Buch enthält eher eine leichte Unterhaltung ohne wirklichen Tiefgang, was ich persönlich echt schade fand.

Ich habe vermutlich etwas anderes und vor allem etwas mehr erwartet.

Daher bleibe ich meinem Motto treu: Kann man lesen, muss man aber nicht.


Neubeginn in Virgin River
Neubeginn in Virgin River
von Robyn Carr
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

5.0 von 5 Sternen Lädt zum Träumen ein.., 30. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Neubeginn in Virgin River (Taschenbuch)
Mel lebt eigentlich in Los Angeles und ist Arzthelferin und Hebamme mit Leib und Seele. Als ihr Mann Mark bei einem Raubüberfall als Zufallsopfer getötet wird, kommt ihr das Angebot, als Arzthelferin und Hebamme in Virgin River zu arbeiten gerade recht.

Ihre Euphorie wird jedoch schnell gedämpft, als siein Virgin River ankommt. Das ihr zugesagte Haus ist total runtergekommen, nichts funktioniert und außerdem liegt es sogar etwas ausserhalb des eigentlichen Ortes. Mel ist drauf und dran, sofort wieder ihre Koffer zu packen und abzureissen, wovon sie anfangs auch nicht der sympatische Jack abhalten kann.

Als sie - zusammen mit Jack - einen ausgesetzen Säugling auf den Treppenstufen zur Arztpraxis findet, in welcher sie eigentlich arbeiten sollte, ändern sich ihre Pläne jedoch vorerst.

Als Hemma und Arzthelferin kann sie dieses Kind unmöglich dem Schicksal überlassen. Als sich Jack dann auch noch alle Mühe gibt, ihr die Landschaft und das Leben in Virgin River so schmackhaft wie möglich zu machen, gerät nicht nur Mels Entschluss, Virgin River zu verlassen, gehörig ins Wanken.

Dieses Mal beginnt das Buch mit Mel und ihrer Autofahrt in Richtung Virgin River. Nach dem Tod ihres Mannes will sie einfach nur weg, einfach nur ein wenig auf andere Gedanken kommen und da kommt ihr das Angebot in Virgin River zu arbeiten, gerade recht.

Doch bereits auf dem Weg dahin schläft ihre Euphorie in Frust um, bleibt sie doch mit ihrem Wagen stecken, noch bevor sie überhaupt ihr Ziel erreicht hat.

Anfangs hat Mel wirklich Schwierigkeiten, sich in Virgin River zurechtzufinden. Alles ist so ganz anders als in Los Angeles und gerade, dass ihr die anderen Dorfbewohner, allen vorran Jack, von Anfang an vollgesonnen sind, macht es Mel nicht gerade einfach.

Wird sie es schaffen, sich ihrer Trauer um ihren Mann zu stellen oder wird sie sich ganz auf Virgin River einlassen können, auf Jack?

Jack und Mel ergänzen sich oftmals unbewusst und gerade das macht sie beide so sympatisch. Mel kann sich anfangs kaum auf etwas einlassen und doch schafft es Jack mit seiner sympatischen Art und viel Charme, Mel für diese Gegend, in der er lebt zu begeistern.. und auch für sich.

Der Charakter, welcher mir jedoch am besten gefallen hat, war der alte Doc. Er ist gar nicht davon begeistert, Mel an seine Seite gestellt zu bekommen und äußert das ihr gegenüber auch oft genug. Nur langsam taut er etwas auf, auch wenn er seine ruppige Art nie ganz ablegen kann und das ist auch wirklich gut so.

Der Schreibstil hat mir wirklich wieder sehr gut gefallen und die Orte, die Robyn Carr in ihren Roman beschreibt, laden zum Träumen ein. In Virgin River ist die Welt noch in Ordnung, manchmal zumindest und oftmals hatte ich einfach das Gefühl, mich inmitten all dieser Persönlichkeiten zu befinden.

Wer einfach mal Lust darauf hat, sich ein wenig treiben zu lassen, sich ein wenig der Langidylle hingeben möchte, der sollte zu den Romanen von Robyn Carr greifen.

Mir persönlich sind sie inzwischen sehr ans Herz gewachsen und ich kann sie euch nur empfehlen.


Saeculum
Saeculum
von Ursula Poznanski
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

4.0 von 5 Sternen Fesselnd, wenn auch nicht durchgehend., 29. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Saeculum (Broschiert)
Bastian ist gerade 20 geworden und steckt mitten in seinem Medizinstudium. Normalerweise ist eher eher schüchtern und zurückhaltend, aber als er Sandra kennenlernt und diese ihn zu einer Convention einlädt, stimmt er sogar zu.

Anfangs weiss er gar nicht, was er von all dem halten soll, immerhin besagt dieses Rollenspiel,dass gänzlich wie im Mittelalter gelebt werden soll. In den Klamotten von damals, ohne jegliches technische Gerät und sogar ohne seine Brille, ohne welche er eigentlich nicht mal richtig etwas sieht.

Sie müssen mit dem Vorlieb nehmen, was sie innerhalb dieser Woche im Wald zu finden ist, sei es beim Essen oder bei irgendwelchen "technischen" Hilfsmitteln.

Anfangs ist Bastian noch etwas skeptisch, aber der Nervenkitzel überwiegt und seine Mitspieler erleichtern ihm den Einstieg dabei zunehmend, wenn auch mit einigen Ausnahmen.

Erst, als sich die Anzeichen mehren, das nicht alles mit rechten Dingen zugehen kann und auch die ersten Mitspieler verschwinden, dämmert Bastian, dass hinter all dem mehr steckt, als ihm anfangs von Sandra und Paul gesagt worden war.

Schließlich ist sogar von einem Fluch die Rede, der auf dem ganzen Waldgebiet liegen soll, aber an sowas kann man doch unmöglich glauben.. oder doch?!

Der Schreibstil von Ursula Poznanski hat mir wirklich von Anfang an gefallen. Man fühlt sich sofort in Bastians Leben hineinversetzt. Auf dem Mittelaltermarkt lernt man schon einen Teil der Charaktere kennen, auch wenn ich gestehen muss, dass mir einige dort schon von Anfang an unsympathisch waren und das hat sich im Laufe des Buches auch nicht wirklich gelegt.

Das Schreibszenario so, wie die Autorin es beschreibt, ist mir zwar nicht ganz unbekannt, dass ich zumindest bei einigen Online - Rollenspielen ansässig bin, aber dennoch konnte sie mich mit ihrem Schreibstil fesseln.

Bastian als Hauptakteuer bleibt nicht der einzige Charakter, der die Geschichte erzählt, denn hin und wieder wechselt die Autorin auch zu der weiblichen Mitspielerin Iris, welche im Grunde so ganz anders ist als Bastian und auch nicht zum ersten Mal dabei.

Leider muss ich aber auch gestehen, dass mir das Ende ein wenig zu abrupt kam und auch ein bisschen, wie soll ich sagen.. ich konnte die Handlungen, die da teilweise erfolgt sind, einfach nicht nachvollziehen und oftmals hatte ich das Gefühl, dass gerade eine Person dabei den Bezug zur eigentlichen Realität verloren hat und das hat sich ein wenig auch im Schreibstil der Autorin wiedergespiegelt.

Als Fazit kann ich sagen, dass mir das Buch aber trotz des Ende gefallen hat und ich mir die anderen Bücher der Autorin zusätzlich noch besorgen werden, denn mit ihrem Schreibstil konnte sie mich über einen weiten Teil des Buches hin für sich gewinnen.


ANGELWOOD. KINGS & QUEENS
ANGELWOOD. KINGS & QUEENS
Preis: EUR 4,11

5.0 von 5 Sternen Zum Schmunzeln gut, aber dennoch mit einer wichtigen Botschaft., 28. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: ANGELWOOD. KINGS & QUEENS (Kindle Edition)
Was ist für euch noch wichtig? Glaubt ihr noch daran, dass in dieser Welt noch Wunder geschehen können, trotz der vielen meist sinnlosen Kriege und Gewalttaten?
Glaubt ihr noch an die Dinge wie Mut und Stärke, Glaube und Kraft, die uns bestimmte Werte vermitteln sollen, die uns an Wunder glauben lassen sollen?

Hendrik Birke spricht all diese Werte in seinem Buch an und verpackt sie in einer wunderbaren Geschichte, welche einen sofort in seinen Bann zieht.
Der Kompass, der in Angelwood den nächsten König bestimmen soll, wird zerstört. Niemand kann sich erklären, wodurch das passiert ist und so bittet der König, seine einzige Tochter Serenity, der Ursache auf den Grund zu gehen. Es liegt an ihr, sich auf eine gefährliche Reise zu begeben, um den Kristall doch noch zu retten, damit der nächste König bestimmt werden kann.
Begleitet wird sie vom dem Engelskrieger Raphael, welcher ihr zwar oftmals den Rücken stärkt, aber auch lernen muss, dass sie sich alleine zu verteidigen weiss.. wenn auch auf andere Weise.

Der Schreibstil hat mir wie gesagt von Anfang an richtig gut gefallen und teilweise auch zum Schmunzeln gebracht. König Vyncent ist ein König, welchen man sofort in sein Herz schließt. Eine Frohnatur, wie sie im Buch steht, auch wenn er es in seiner Regierungszeit auch wahrlich nicht einfach hatte. Er hat sich nicht unterkriegen lassen und hat versucht genau das, auch immer wieder seiner Tochter zu vermitteln.

Ich muss ( auch ) ehrlich gestehen, dass mir der Protagonist auf dem Buchdeckel ebenso am besten gefallen hat. Herman ist ein Oger, den man einfach gern haben muss und anfangs stellt man sich einen Oger so nun wahrlich nicht vor. Und gerade einer seiner Spitznamen hat mich einfach nur zum Schmunzeln gebracht, gerade wenn man bedenkt, dass Herman nun mal ein Oger ist.

Hendrik Birke hat mit seinem Buch eine Welt geschaffen, in der Freundschaft, Stärke, Mut und Glaube, aber auch die Liebe ihren Platz finden, in welcher man selbst beginnt, darüber nachzudenken, welche Werte für einen selbst noch wichtig erscheinen in der heutigen Zeit.

Besonders gut haben mir auch die Zeichnungen gefallen, welche von dem besten Freund des Autors extra für das Buch angefertigt wurden. Der chinesische Illustrator Su Haitao hat sich bereit erklärt, seine Sicht der Charaktere aus dem Buch beizusteuern, was es mir persönlich nur noch erleichtert hat, die Charaktere in mein Herz zu schließen.

Der Autor hat mich auf jeden Fall neugierig auf weitere Abenteuer rund um Angelwood gemacht und vorallem für jeden von uns eine wichtige Botschaft hinterlassen: Glaube an dich selbst und das was du kannst, der Rest geschieht vielleicht von ganz alleine.

Klare Leseempfehlung von mir, für dieses witzige Erstlingswerk mit ernstem Hintergrund, welches zum Schmunzeln aber auch Nachdenken anregt.


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