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Rezensionen verfasst von
Yuugiri "SHOU" (Einbeck)

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Charles Manson - Meine letzten Worte: Grausame Innenansichten
Charles Manson - Meine letzten Worte: Grausame Innenansichten
von Michal Welles
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Befremdlich und Interessant zugleich, 30. Januar 2015
Ich muss ehrlich gestehen, ich habe, nachdem ich das Buch gelesen habe, lange gebraucht, um mich zu dieser Rezension aufzuraffen.
Nicht etwa, weil mir dieses Buch nicht gefallen hat oder dergleichen, sondern eher weil ich einfach nicht richtig wusste, wie ich mich unmittelbar nach dem Lesen ausdrücken sollte.
Nicht, dass es jetzt unbedingt besser ist, aber ich möchte trotzdem versuchen, meine Eindrücke ein wenig zu verdeutlichen.

1969 erschüttert eine grausame Mordserie die ganze Welt. Die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate und vier ihrer Freunde werden auf grausamste Art und Weise hingerichtet.
Schon bald werden die Täter gefunden: Der Manson-Clan. Sharon Tate und ihre Freunde schienen einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort und auch, wenn Charles Manson als Oberhaupt nicht als derjenige gilt, der die Morde beging, gab er sie doch in Autrag und verbüßt dazu bis heute eine lebenslange Haftstrafe.

Der Anfang des Buches beginnt mit einem Vorwort von Mark Benecke und auch, wenn das Buch nun wahrlich keinen Grund zum Schmunzeln hat, wenn man den Hintergrund betrachtet, hat Mark Benecke es geschafft.
Der Forensiker nimmt - wie in seinen eigenen Büchern auch - kein Blatt vor den Mund, schreibt sein Vorwort so, wie es ihm gerade in den Sinn kommt.

Den weiteren Verlauf des Buches erlebt der Leser aus der Sicht der Autorin Michal Welles. Sie beginnt über Charles Manson zu recherchieren und besucht ihn schließlich nicht nur einmal im Gefängnis. Oftmals erlebt sie fast alle Gesichter des Charles Manson und weiß selbst nicht, wie sie sich ihm gegenüber verhalten soll.
Aber eines weiss sie: Dieser Mann fasziniert sie und sie möchte mehr von ihm erfahren, mehr davon, wieso er zum Mörder wurde, mehr davon, wer Charles Manson wirklich zu sein scheint.

Der Schreibstil hat mir durchaus gefallen, gerade der Teil des Buches, in welchem Charles Manson selbst zu Wort kommt und etwas aus seinem Leben erzählt.
Ich muss allerdings auch sagen, dass ich mit einem Punkt wirklich meine Probleme hatte und das eher aus.. ich weiss nicht, wie ich es richtig ausdrücken soll, aber ich glaube, es waren eher Probleme moralischer Art und welche, die meinen Beschützerinstinkt aufflammen ließen.
Bei ihren Besuchen im Krankenhaus nimmt sie ihre kleine Tochter mit, welche Charles Manson sogar die kämmt und ihn wie eine Art Puppe frisiert.
Ich persönlich fand es wirklich schon ein bisschen befremdlich und ich bin mir wahrlich nicht sicher, ob ich meinen Sohn, wirklich in die Nähe eines solchen Menschen gelassen hätte, egal wie sehr er sich - wie er auch selbst sagt - im Gefängnis verändert hätte.

Bis heute hat er einige Gnadengesuche vergeblich gestellt und wird vermutlich seinen Tod im Gefängnis finden.
Ich persönlich fand es durchaus interessant einen Einblick in die Hintergründe und Taten des Charles Manson zu bekommen und würde dieses Buch durchaus weiterempfehlen. Auch wenn längst nicht über alle Hintergründe berichtet wurde.


Lady Phönix - Höllentrip ins Liebesglück
Lady Phönix - Höllentrip ins Liebesglück
von Roman Verlag
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,18

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Liebeskummer lohnt sich nicht.. erst recht nicht für meine Nerven., 23. Januar 2015
Ich muss ehrlich sagen, ich habe mich mit diesem Buch verdammt schwer getan, aber richtig schwer und ich war sogar kurz davor, das Buch abzubrechen.

Der Schreibstil war von anfang an irgendwie so gar nicht meins und auch Cheryl als Charakter wollte ich am liebsten schütteln und rütteln, bis sie sich endlich mal zusammen reicht.

Hauptsächlich geht es in dem Buch eigentlich nur um Cheryls Liebeskummer. Die Frage dazu, ob er wirklich eine Krankheit ist und wie sie am besten damit umgehen soll.

Es ist nicht so, dass ich nicht weiss, wie sich so etwas anfühlt, aber so, wie die Hauptprotagonistin angelegt war, ging sie mir einfach nur auf die Nerven.

Alles hat sich nur um Chris gedreht anfangs und auch, als sie einen neuen Mann kennenlernt, schwelgt sie immer wieder in ihren Rückblenden zu Chris ab.

Zudem fand ich eine bestimmte Passage- ich will jetzt sagen welche - einfach zu klischeehaft und irgendwo auch.. ich will nicht sagen, übertrieben, aber irgendwie hat es einfach nicht zum Rest des Buches gepasst.

Der Charakter, der mir allerdings am besten gefallen hat, war Kenny. Manchmal fand ich es zwar schon etwas störend, dass er - nachdem er Cheryl in diesem Hotelzimmer gefunden hat - nicht mehr von der Seite gewichen ist und dauernd in ihrer Nähe sein wollte, aber auf der anderen Seite war seine Besorgnis auch schon wieder etwas süß. Ihn mochte ich wahrlich ganz gerne und seine Charakterentwicklung hat mir wirklich gut gefallen, wobei gerade ein Punkt wahrlich keine große Überraschung war. Der war mir nämlich von Anfang an klar. :D

Alles in allem kann ich sagen, dass dieses Buch zwar für jeden geeignet ist, derLust auf einen Höllentrip in die Vergangenheit hat, bei der es nur um den Liebeskummer einer gefühlt 15jährigen geht, die in Wahrheit viel älter ist, sich aber eben wie eine 15jährige benimmt.

Für mich war das Buch absolut nichts, weil ich mich mit der Hauptprotagonistin einfach nicht identifizieren konnte und mir zudem einfach viel zu viel Gejammer und viel zu viele Klischeehandlungen vorhanden war.

Tut mir leid.


Der Tag, an dem Rose verschwand: Roman
Der Tag, an dem Rose verschwand: Roman
von Linda Newbery
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

3.0 von 5 Sternen Ganz okay, 18. Januar 2015
Zwanzig Jahre ist es nun schon her, dass Anna ihre geliebte Schwester Rose zum letzten Mal gesehen hat. Nachdem Anna nach einem Gang in die Stadt nach Hause kam, fehlte von ihrer Schwester jede Spur und auch zwanzig Jahre später gibt es keinerlei Hinweise darauf, wo Rose sein könnte.

Anna fällt eszunehmend schwer, sich auf die Gegenwart zu konzentrieren, das Verschwinden von Rose lässt ihr einfach keine Ruhe.

Aber auch ihre Mutter trägt ihr eigenes Päckchen mit sich durch die Gegend. Was ist damals, in den 60er wirklich passiert und wer ist diese mysteriöse Rosanna, von welcher ihre Mutter dauernd spricht.

Anna beginnt Nachforschungen anzustellen, noch mehr, als sie es in den letzten Jahren getan hat und stößt bald auf einige Geheimnisse, die ihre gesamte Familie betreffen.

Die Geschichte dieses Romans wird hauptsächlich aus der Sicht von Anna erzählt. In Momenterzählungen und Rückblenden, welche die Momente beschreiben, kurz bevor Rose einfach so verschwindet.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich anfangs wirklich Probleme hatte, mit mir irgendeinem der Charaktere anzufreunden. Irgendwie waren sie mir einfach... ich will nicht sagen, nicht tiefgründig genug, aber auf den ersten Seiten habe ich sie doch als eher oberflächlich empfunden.

Der Schreibstil an sich ist eher.. ruhig und schlicht. Erzählt werden einige Momente auch aus der Version von Cassandras Mutter und alle Rückblenden führen am Ende in die Gegenwart, zu dem Moment, als das Verschwinden von Rose endlich aufgeklärt wird.

Das allerdings hat mich wirklich enttäuscht. Obwohl das Verschwinden Rose eigentlich - wie auch der Buchtitel besagt - eigentlich den Hauptbestandteil des Buches einnimmt, war es mir am Ende doch.. einfach zu schnell vorbei.

Es war einfach, als hätte.. die Autorin das Buch schnell zu Ende bringen wollen, nachdem sie vorher die Vergangenheit der jeweiligen Charaktere genau durchleuchtet hat.

Annas Beziehung zu Martin kommt auch in einem Großteil des Buches zur Sprache und das war wirklich der Teil, der mir am besten gefallen hat. Martin's Exfrau war mir zwar nicht ganz so geheuer, aber Martin selbst, war ein Charakter,der mir wirklich gefallen hat.

Alles in allem kann ich sagen, dass mich das Ende zwar etwas enttäuscht hat, aber das mir der Weg dorthin doch gefallen hat und ich das Buch jedem empfehlen würde, der eine Reise in die Vergangenheit machen möchte, wobei jedoch nicht mit großartiger Spannung zu rechnen ist und auch der Schreibstil eher schlicht und einfach ist.


Das Beste, das mir nie passiert ist: Roman
Das Beste, das mir nie passiert ist: Roman
von Jimmy Rice
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nichts für mich, 5. Januar 2015
Alex und Holly sind schon seit Jahren beste Freund. Bereits in der Schulzeit haben sie sich fast schon blind verstanden und konnten sich vertrauen, wie sonst keinem anderen.

Heimlich ineinander verliebt, gestehen sie sich jedoch nie wirklich ihre Gefühle und als Holly nach London zieht, um dort zu studieren, bleibt Alex allein in ihrem kleinen Kaff in der Provinz zurück.

Zahn Jahre später treffen sie sich erneut wieder und das ist doch eigentlich die Zeit für Veränderung, oder? Die Zeit, endlich die Vergangenheit aufleben zu lassen und über die wahren Gefühle dem jeweils anderen gegenüber zu reden... oder lassen beide auch diese Chance auf die große Liebe verstreichen.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich mit diesem Buch verdammt schwer getan habe und es zwischenzeitlich sogar mal an die Seite gelegt habe, bevor ich es letztendlich zu Ende gelesen habe.

Alex und Holly sind schon seit Schulzeiten ineinander verliebt und als sie sich nach elf Jahren endlich wieder treffen, ist doch nichts mehr so, wie es einmal war.

Alex merkt, dass sie doch nicht mehr das Mädchen ist, in das er sich einst verliebt hat und Holly, ist bis zu einem gewissen Grad unglücklich verliebt, was die Sache nicht gerade einfacher macht.

Die Idee ist schon so oft dagewesen und ich habe sie auch ein paar Mal gelesen, was es mir vermutlich etwas erschwert hat.

Allein zum Ende hin, war ich einfach nur noch.. ich will nicht sagen genervt, aber dieses ewige Hin und Her, sie lieben sich ja noch immer, sie können aber doch nicht darüber reden und es soll doch lieber alles so bleiben, wie es ist, ging mir irgendwann einfach nur noch auf die Nerven.

Da sollte man doch eigentlich meinen, nach 11 Jahren, wären beide ein Stückchen weit erwachsener und reifer geworden, aber das Gefühl hatte ich irgendwie so gar nicht.

Als Pluspunkt muss ich allerdings hinzufügen, dass mir die Zeitsprünge eigentlich doch ganz gut gefallen haben. Jeweils mit Holly und auch mit Alex springen die Autoren in der zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her und obwohl mir das Verhalten der beiden - wie schon erwähnt - manchmal ein bisschen auf die Nerven gegangen ist, haben diese Zeitsprünge irgendwie in die Geschichte gepasst.

Für mich persönlich war das Buch eher nichts, aber jeder, der auf eine Liebesgeschichte, die sich über Jahre hinzieht steht und sich abends einfach mal einem bisschen Schmalz und losem Gesülze hingeben will, diesem sei dieses Buch durchaus zu empfehlen.


Unbestreitbare Wahrheit: Die Autobiografie
Unbestreitbare Wahrheit: Die Autobiografie
von Mike Tyson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend, aber klare Lesempfehlung, 28. Dezember 2014
Mike Tyson bricht in seiner Autobiographie, welche keinesfalls ein verzweifelter Versuch ist, nochmals um Aufmerksamkeit zu ringen, sämtliche Tabus, die man in Hinsicht auf sein Leben nur brechen kann.
Angefangen bei den erschütterlichen 38 Festnahmen, noch bevor er das 12. Lebensjahr erreicht hat, hin über die früh gescheiterte Ehehölle mit seiner Ex - Frau Robin Gives und ihrer immer anwesenden Mutter, bis hin zu dem Moment, an dem er seinen Ziehvater Cus d'Amato kennenlernt, welcher ihn früh auf das vorbereitet, was er einmal sein würde: Der jüngste Boxweltmeister aller Zeiten.

Mike Tyson erzählt detailgetreu die Momente seiner Kindheit, seines gesamten Lebens, die ihn geprägt haben. Schon früh geriet er auf durch Diebstahl und Raub auf die schiefe Bahn, lernte die Schattenseiten des Lebens kennen.

Mit Robin Gives schien endlich etwas Licht in sein dunkles Leben zu kommen und doch schlägt ihn das Schicksal erneut mit beballter Kraft nieder, immerhin ist es ausgerechnet Robin, die Frau, die er leibt, die ihn nach Strich und Faden durch eine vorgetäuschte Schwangerschaft verarscht. Robin ist es, die gemeinsam mit ihrer Mutter Millionen seines Vermögens unterschlug.

Als wäre das schon nicht eine körperliche und vor allem auch seelische Belastung für den Boxer, welcher sich nebenbei auch noch auf seine Karriere konzentrieren muss, bezichtigt ihn Desirée Washington schließlich der Vergewaltigung. Mike Tyson, welcher seine Unschuld beteuert, welcher an der Tatsache festhält, dass Desirée Washington freiwillig mit in sein Hotelzimmer gekommen ist, wandert dafür für 3 Jahre ins Gefängnis.

Erst mit seiner jetzigen Ehefrau scheint er das große Glück gefunden zu haben, auch wenn das Schicksal zuvor nochmals erbarmungslos zuschlägt und er seine geliebte Tochter Exodus aufgrund eines fatalen Unfalls verliert.

Der Schreibstil war für mich wirklich überraschend. Ich hatte keinerlei Probleme, mich in dem Buch zurecht zu finden und konnte von Anfang an mit Mike Tyson eine Reise durch seine Vergangenheit machen.

Er selbst sagt von sich, dass er "auch nur ein Mensch" ist und Fehler gemacht hat, die nicht wiedergutzumachen sind.

Obwohl das Buch mit seinen fast 700 Seiten nicht gerade dünn ist, fühlt man sich in keinster Weile gelangweilt und bekommt die iene oder andere Überraschung geboten, mit welcher man selbst bei einem Mann wie Mike Tyson nicht gerechnet hat.

Ich für meinen Teil kann auf jeden Fall behaupten, dass es sich gelohnt hat die Welt des jüngsten Boyweltmeisters aller Zeiten mit anderen Augen zu sehen.

Obwohl er nach aussen hin jahrelang das Image des "Iron Mike" gepflegt hat, ist er innerlich nichts weiter, als.. auch nur ein Mensch, ein teilweise gebrochener Mensch, welcher lediglich versucht, seinen eigenen Seelenfrieden zu finden.


Hinter den Spiegeln - Das Wiener Vermächtnis
Hinter den Spiegeln - Das Wiener Vermächtnis
von Ulrike Schweikert
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen Klare Leseempfehlung, 12. Dezember 2014
Wien, 1892. Die junge Komtess Luise von Waldenberg stürzt bei einem tragischen Unfall vom Pferd und verliert ihr Gedächtnis. Nichts ist mehr, wie es einmal war, an nichts kann sie sich wirklich erinnern. Und gerade das öffnet ihr dennoch die Augen.

Warum hat sie nie gemerkt, wie verlogen der Hofadel eigentlich war? War sie früher wirklich genauso? Und warum wird die Kluft zwischen Bedienstetenimmer größer, was ihr völlig falsch erscheint.

In der Zuckerbäckerei Stephan Brucker's hingegen fühlt sie sich verstanden, fühlt sie sich fast schon frei und glücklich.

Doch was passiert, wenn sie gegen unbeschriebene Gesetze des Landes verstößt oder sich wieder an ihr früheres Leben erinnert?

Ich muss ehrlich sagen, der Schreibstil der Autorin hat mir sofort gefallen. Bereits mit dem Anfang der Geschichte wird man in die Story hineingeschmissen und ich habe mich von Beginn an... fast schon wohlgefühlt.

Durch Tagebucheinträge, die Luixe im Laufe des Buches von sich selbst liest, war sie mir anfangs wirklich ein wenig unsympatisch, aber man hat deutlich gemerkt, dass sie von sich selbst geschockt war, dass sie einfach nicht verstehen konnte, dass sie wirklich mal SO war.

Stephan war mir ebenso sympatisch, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass er ein wenig naiv wirkt. Er vergöttert Luise schon lange, schon weit vor ihrem Unfall und dennoch kann ihn nichts und niemand davon abbringen, etwas für "seine" Luise zu empfinden.

Irgendwo fand ich das allerdings auch schon wieder süß und ich habe es wirklich genossen, die beiden zu lesen, ihnen in Stephans Backstube über die Schulter blicken zu können.

Der geschichtliche Aspekt darf natürlich auch nicht vergessen werden. Während des Lesens bekommt man einen Eindruck aus dem damaligen Leben im 19. Jahrhundert vermittelt. Über die Gepflogenheiten des Adels und über Dinge, die damals - und vermutlich teilweise auch noch heute - einfach unter den Teppich gekehrt wurden.

Erst durch ihren Unfall bemerkt Luise, dass das eigentlich gar nicht so das Leben ist, was sie führen möchte, auch wnen ihr im Grunde nicht mal wirklich eine Wahl bleibt.

Nach und nach versucht sie zudem die Umstände um den Tod ihrer Bruder zu klären, welcher bei dem Unfall, bei welchem sie ihr Gedächtnis verlor, ihr eigenes Leben verloren hat.

Den typischen Anto - Protagonisten gab es natürlich auch und der war in meinem Fall sogar mehrfahr vertreten. Louise's Cousin Maximilian und seine Familie waren mir einfach so dermassen.. unsympatisch, dass ich am liebsten ins Buch krabbeln wollte, um sie ordentlich durchzuschütteln.

Seine Schwester Gabriella hat sich im Buch etwas gewandelt, was ich wirklich angemessen und auch gut fand.

Ich hatte zwar eine Ahnung, wer sich hinter all dem verbirgt, wer wirklich für die Intrige um den Unfall verantwortlich ist und es hat mich auch nicht überrascht, dass es am Ende wirklich so war, aber das hat mir den Lesefluss auf gar keinen Fall genommen.

Ich bin auf jeden Fall positiv überrascht und hätte jetzt große Lust auf eine Städtereise nach Wien.

Klare Leseempfehlung von mir und ich freue mich wirklich auf eine Fortsetzung und weitere Bücher der Autorin.


Sissi. Im Dienst der Krone
Sissi. Im Dienst der Krone
von Gabi Schuster
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Ein Blick hinter die Fassade, 9. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Alles hat wie im Märchen begonnen. Kaiser Frank Joseph entschied sich für sie und nicht für ihre Schwester. Sissi, welche ihr Glück kaum fassen kann, ist endlich Kaiserin und lebt ihr Leben am kaiserlichen Hof in Wien.
Eigentlich müsste sie glücklich sein, eigentlich müsste sie mit dem richtigen Mann an ihrer Seite auf Wolke 7 schweben und dennoch muss sie um alles kämpfen, was ihr bislang wichtig war: Anerkennung, ihre Träume und Wünsche, ihre Freiheit und vor allem um ihre Kinder.
Eines nach dem anderen wird ihr genommen und erst, als Sissi den rebellischen Grafen Andrassy kennenleent, fühlt sie sich in seiner Gegenwart wieder so frei und ungezwungen wie vor ihrer Ehe mit Franz. Aber ist er es wirklich wert, alles aufzugeben, was sie bislang hatte.
Gaby Schuster versucht mit ihrem Buch hinter die Fassade der Kaiserin zu blicken, hinter das, was immer im Vordergrund stand und was durch die Filme nur noch bestärkt wurde: Das eher perfekte Leben der Kaiserin und ihr romantisch - kitschiges Image.
Ich habe den Schreibstil von Anfang an gemocht und mich sofort in die Zeit zurückversetzt gefühlt. In die Zeit, in welcher Sissi lebte, in welcher ihr Leben perfekt wurde.. zumindest nach aussen hin.
Dieses Buch zeigt viele autobiographische Züge, die in den Filmen so nicht wirklich rüber kamen. Sie zeigen, wie hart das Leben der Kaiserin wirklich war.
Der Schreibstil ist zudem flüssig und detailgetreu geschrieben, was das Lesen nur noch vereinfacht und einen regelrecht ans Buch fesselt.
Für jeden, der sich mit dieser Thematik auseinander setzt und auch mal hinter die Fassade der Filme blicken möchte, ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung.


Dunkler als der Tod: Kriminalroman
Dunkler als der Tod: Kriminalroman
von Donna Malane
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

4.0 von 5 Sternen Für zwischendurch okay, 7. Dezember 2014
Diane ist Privatermittlerin und darauf spezialisiert, vermisste Personen zu finden. Als ihre neuste Klientin Karen sie darum bittet, sich auf die Suche nach ihrer Tochter zu machen, ahnt Diane noch nicht, auf was sie sich einlässt.
Karen wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen und hat Diane beauftragt, ihre 15-jährige Tochter Sunny zu finden, zu welcher sie in den letzten sieben Jahren keinen Kontakt mehr hatte und von welcher sie glaubt, dass sie in Gefahr ist.
Diane übernimmt den Fall, ist sich aber schon bald selbst nicht mehr sicher, worum es Karen wirklich noch geht. Als Diane ihre Tochter endlich ausfindig macht, wird Karen ermordert aufgefunden und Diane befindet sich in einem Strudel aus Vergangenheitsbewältigung und dem Versuch mit all dem aus der Vergangenheit in der Zukunft zurecht kommen zu müssen.

Ich muss sagen, dass mir der Schreibstil schon vo Anfang recht gut gefallen hat. Man hat gut in das Buch hineingefunden, auch wenn ich anfangs ebenso wenig wusste, was Karen wirklich beabsichtigt, warum sie Sunny in Gefahr wähnt, warum sie der Meinung ist, dass Sunny es bei ihrem Vater nicht gut haben könnte.

Schon bald findet Diane heraus, dass Karen damals auch nicht ohne Fehler war, dass hinter all den Ereignissen ein furchtbares Familiendrama steckt, welches mich... ich will nicht sagen, verwirrt hat, aber die Auflösung hinter dem Drama war für mich schon ein wenig vorhersehbar und doch hatte ich auch meine Zweifel daran, was die Handlung angeht.
Ich möchte natürlich nicht zuviel verraten, aber an sich habe ich das Buch gemocht. Der Schreibstil war locker und leicht, man hat sich gut zurecht gefunden und es war eben eine angenehme Unterhaltung für zwischendurch.


Abgründe: Thriller
Abgründe: Thriller
von Nadine d'Arachart
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klare Leseempfehlung, 30. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Abgründe: Thriller (Broschiert)
In Virginia Beach ist nichts mehr, wie es einmal war. Eine Mordserie erschüttert die kleine Stadt und der Mörder stellt seine Opfer dabei öffentlich regelrecht zur Schau.

Durch bestimmte Arrangements stellt der Mörder seine Opfer bloß und versucht ihre dunkelsten Geheimnisse zu zeigen, ihre dunklen Seiten.

An jedem Tatort, bei jeder Leicht wird ein großes "A" gefunden, welches der einzige Hinweis auf den Täter ist.

Und dennoch tappt der Kommissar Ethan Hayes regelrecht im Dunkeln. Er ist der leitende Ermittler und muss sich im Laufe der Zeit nicht nur fragen, ob er es überhaupt schaffen wird, den Mörder dingfest zu machen, sondern er sieht sich auch noch mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontriert.

Ich muss sagen, der Schreibstil hat mit richtig gut gefallen. Von Anfang an fühlt man sich in die Story hineinversetzt, von Anfang an hat man das Gefühl, man ist regelrecht dabei.

Mit dem Prolog wird man förmlich ins eiskalte Wasser geschmissen, will unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Mit Ethan als leitender Emittler haben die beiden Autorinnen einen Charakter geschaffen, welcher mir von Anfang an sympatisch war. Durch seine eigene, mehr oder weniger finstere Vergangenheit konfrontriert, versucht er weiterhin sich auf seinen Job zu konzentrieren, den Killer dingfet zu machen.

Haley ist sein Sohn und kommt erst als Teenager zu ihm. Die beiden haben es schwer im Umgang miteinander und wird nicht unbedingt besser, als sich Ethan in Evangeline verliebt.

Die junge Frau lernt er bei einer Zeugenbefragung kennen und auch sie macht es ihm oftmals nicht einfach. Mit beiden Beinen fest im Leben stehend, lässt sie sich ungern etwas sagen, zieht quasi ihr eigenes Ding durch.

Der Hauptteil des Buches ist aus Ethans Sicht geschrieben. Ich hatte mit seinem Lebensstil zu Anfang des Buches zwar ein paar Probleme, aber irgendwie.. ich will nicht sagen, es hat zu ihm gepasst, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt, zumal er diesem Lebenstil Lebewohl gesagt hat, sobald Evangeline in sein Leben getreten ist.

Auch wenn es so manch anderer anders sieht, hat mich die Auflösung dessen, wer der Mörder ist, ein wenig überrascht. Ich hatte zwar so ein paar kleine Ideen, aber dass es letztendlich doch so war, war ein wenig überraschend.

Der Schreibstil ist flüssig und detailgetreu und er hat mich völlig ans Buch gefesselt, sodass ich es sogar mit zur Arbeit genommen habe, damit ich in der Pause weiterlesen konnte.

Ich kann euch diesen Thriller nur ans Herz legen und ich werde dieses Autorenduo - oder beide einzeln - auf jeden Fall weiterverfolgen.

Klare Leseempfehlung von mir.


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3.0 von 5 Sternen Gut für Zwischendurch, 23. November 2014
Candy ist genervt. Nicht nur, dass sie sich mit ihrer Schwester gerade auf dem Weg ins Nirvana befindet, nein, auf dem Weg dorthin kassiert sie auch noch einen Strafzettel.

Als wäre das nicht schon schlimm genug ist der prollige Polizist auch noch ihr neuer Nachbar, mit welchem sie fortan auf Kriegsfuss steht.

Wie das Schicksal es will, fühlt sie sich aber genau von diesem Typ Mann angezogen und auch bei ihm das ist der Fall, aber eines stört Candy gewaltig, denn in ihren Augen sieht David war unglaublich gut aus, hat aber einfach null Charakter und das ist nun wirklich kein guter Garant für eine angehende Beziehung.

Gegen den Schreibstil kann ich nun wirklich nichts sagen. Er hat mich gleich wieder von Anfang an zum Schmunzeln gebracht und das erste Aufeinandertreffen von Candy und ihrem arroganten Cop war wirklich zum Brüllen komisch.

Sie hat allgemein einfach kein Blatt vor den Mund genommen, auch wenn sie mir damit so manches Mal nicht mal sympatisch war, gerade in Momenten, in denen sie wieder die Oberzicke hat raushängen lassen und mit ihrer Schwester oder David umgesprungen ist, wie mit einem Klumpen Dreck.

David war für mich.. ach, ich weiss auch nicht, was er war. Irgendwie ein einziger Widerspruch in sich. Er fühlt sich zu Candy hingezogen, kann sich auf der anderen Seite aber nicht richtig auf sie einlassen, weil ihn die Sache mit seiner Ex noch nicht richtig losgelassen hat und er ja eigentlich noch gar nicht über sie hinweg ist.

Dieses ewige Hin und Her war in dem Fall hier für mich eigentlich eher ein nervenaufreibendes Unterfangen und ich wollte die beiden am liebsten einfach nur Schütteln oder gemeinsam in einen Raum sperren, damit sie endlich mal mehr tun, als voreinander davon zu laufen, sich gegenseitig anzuzicken oder sich Vorwürfe zu machen.

Alles in allem hat mich das Buch zwar wirklich zum Schmuneln gebracht, aber das ewige Hin und Her ging mir nach der Zeit einfach auf die Nerven. Dennoch könnte ich das Buch für Zwischendurch durchaus empfehlen, für jeden, der sich einfach mal wieder ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern lassen will.. manchmal zumindest.


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