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RaBo

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Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden: ... und welche Rolle der Staat und unser Papiergeld dabei spielen
Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden: ... und welche Rolle der Staat und unser Papiergeld dabei spielen
von Philipp Bagus
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Hammer: veständlich, demaskierend und dabei Lösungen zugewandt, 9. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meine Rezension ist schon die 34. mit 5 Sternen. Inhaltlich ist mit den 33 schon vor mir geschrieben (fast) alles gesagt und ich stimme diesen in ihrer kritischen, positiven Würdigung voll zu. Zudem finden sich auch bereits viele positive Kommentare und Artikel in den Medien.

Deshalb sei hiermit den letzten Kaufunentschlossenen nur gesagt: Die Anschaffung ist mehr als lohnenswert. Jede Seite ist wert gelesen zu werden. Einziges „Problem“: Es liest sich sehr verständlich, weshalb man zu zügig durchkommt. Es spricht aber gar nichts dagegen, das Buch als Standardwerk stets griffbereit zu halten oder es auch mehrmals zu lesen.

Das Buch ist ein brisanter Hammer: Zum heutigen Geldsystem und die sich daraus ergebenden wesentlichen Problemfelder und Missstände stellen die Autoren die richtigen, kritischen Fragen und liefern logische Antworten. Man fragt sich stets, warum werden diese Fragen nicht ständig gestellt und warum hört man von diesen Antworten so selten etwas in unseren klassischen Medien. Das habe ich mich übrigens auch schon bei Bagus, noch immer aktuellem, Buch „Die Tragödie des Euro“ gefragt.

Die herrschende Politik und die ihr nahestehenden Medien werden das Buch meiden, vielleicht sogar hassen, demaskiert es doch deren ungerechtes Werken zu ihrem Vorteil, das auf Kosten der breiten Bevölkerung geht. Will man dem einen oder anderen Politiker seines Vertrauens mal ein paar simple Fragen zum aktuellen desolaten Finanzsystem stellen, bietet das Buch ebenfalls wunderbare Vorlagen.

Buch kaufen, lesen, vielleicht auch geschockt sein und sich - spätestens dann - nicht mehr für dumm verkaufen lassen.


Europa braucht den Euro nicht: Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat
Europa braucht den Euro nicht: Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat
von Thilo Sarrazin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

76 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit fundierten Daten und Fakten die irreführende Propaganda der Eurokraten entzaubern, 22. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer zur Euro- und Währungsunion-Debatte eine (fast) allumfassende Darstellung der aktuellen Diskussionspunkte sucht, ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Mit vielen Quellenangaben versehen werden hier Daten und Fakten in überwiegend kurzweiligem Stil vermittelt. Diese bieten fundierte Argumente, die im wohltuenden Gegensatz der meist rein emotionalen, in fast allen Punkten widerlegbaren Darbietungen der Euro-Politiker stehen. Gerade diese "argumentieren" meist frei schwebend und substanzlos, entweder mit bereits eindeutig nicht mehr haltbaren Aussagen wie - "Deutschland sei der Hauptprofiteur des Euro" - oder aber auch gerne mit Angstszenarien, die (m.E. unverantwortlich) im Extremen sogar vor Kriegsgefahren warnen, sollte der Euro abgelöst werden. Bei den Darlegungen im Buch handelt es sich aber keineswegs, und das ist wichtig, um sog. Sarrazin-Thesen, wie dies so gern von den Politikern als polemisch degradierend tituliert wird, um damit ihn und insbesondere die Fakten als minderwertig zu isolieren. Sarrazin hat vielmehr "nur" die Erkenntnisse und Fakten von anerkannten Wissenschaftlern und Fachjournalisten, die schon seit langem "state of the art" sind, sinnvoll und leserlich aufbereitet. Insofern nichts wirklich Neues, Exotisches, sondern Wiedergabe des aktuellen volkswirtschaftlichen Kenntnisstandes. Aber selbst diese Aufbereitung versetzt viele Politiker in Aufruhr. Wie sagte Wolfgang Bosbach in der aufschlussreichen ZDF-Reportage Die Griechenland-Lüge" (auch bei youtube): "Jeder der mit Zahlen, Daten und Fakten operiert, der die objektive Lage zutreffend beschreibt, wird sofort in eine Ecke gestellt, als Europakritiker, als hätte man keine Ahnung von der Bedeutung des vereinten Europas, ob wir nicht wüssten, dass Europa ein großes Werk des Friedens wäre." Wer sich nicht fürchtet, durch die Kenntnis von Daten und Fakten zur Währungsunion des Euro auch in eine Ecke gestellt zu werden, sollte dieses Buch lesen.

Ein wichtiger Aspekt der Diskussion kommt mir bei Sarrazin jedoch deutlich zu kurz: Die entscheidungstragenden Politiker haben die nun eingetretene Krise mehr oder weniger wissentlich eingeplant. Sie hält die meisten Politiker nicht zum Nachdenken über ihre gemachten Fehler an, sondern wird sogar als Schlüssel und Legitimation zur Durchsetzung von noch mehr sozialistischem Zentralismus in Europa genutzt - und dies wohlgemerkt ohne demokratische Volksabstimmungen (Schäuble in der New York Times am 18. Nov. 2011 erschreckend offen: "Wir können eine politische Union nur erreichen, wenn wir eine Krise haben"). Zu den tiefergründigen Zielsetzungen der Politik, die überwiegend mit deutschen Steuergeldern finanziert werden sollen, empfehle ich ausdrücklich - entweder ergänzend oder sogar vorab - das äußerst gute Buch von Philipp Bagus Die Tragödie des Euro: Ein System zerstört sich selbst. Darin werden alle wesentlichen Probleme des Euro (wie u.a. das Schein-Geld-System) komprimiert und super anschaulich eingeordnet und auch Lösungsvorschläge aufgezeigt, die von den Politikern so gerne angemahnt werden. Insofern ist "Die Tragödie des Euro" noch grundlegender, eindeutiger in der Analyse und klarer bei möglichen Handlungsoptionen. Das Buch "Die Tragödie des Euro" ist eine wissenschaftliche, sehr exakte und gut verständliche "Kurz"fassung zur Eurokrise und schon als Standardwerk zu bezeichnen (5 Sterne für Sarrazin und 7 Sterne für Bagus).
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 23, 2012 9:59 AM MEST


Die Tragödie des Euro: Ein System zerstört sich selbst
Die Tragödie des Euro: Ein System zerstört sich selbst
von Philipp Bagus
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Euro - Segen oder Fluch? Wege in die Krise und aus der Krise - Für alle, die es wirklich verstehen wollen !, 7. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch >Die Tragödie des Euro< von Prof. Philipp Bagus ist rundum zu empfehlen und unbedingt lesenswert (was auch für die zur Zeit handelnden Politiker gilt). Wer wirklich interessiert ist und verstehen will, warum es zur Finanzkrise in der Eurozone gekommen ist und warum die bisherigen Lösungsversuche der Politik zum Scheitern verurteilt sind, es aber dennoch Auswege gibt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Prof. Bagus analysiert insbesondere die Ursachen, ohne dessen Bestandsaufnahme keine echten Lösungen der aktuellen Krisensituation mittel- bis langfristig realisierbar sein werden. Diese Analyse erfolgt umfassend, fein säuberlich, wissenschaftlich fundiert und trotzdem lesenswert wie ein spannender Wirtschaftskrimi. Dabei wird insbesondere klar, dass nicht unvorhersehbare Katastrophen (oder allein böse Finanzspekulanten) ursächlich, sondern die extremen Probleme systemimmanent im Euro angelegt sind und dies sogar von führenden Politikern bewusst betrieben oder wenigstens billigend in Kauf genommen wurde, um dadurch eine Zentralisierung Europas - bei gleichzeitiger Schwächung Deutschlands - voranzutreiben. Die notwendige Diskussion über diesen Umstand geht in der tagesaktuellen Berichterstattung, selbst in anspruchsvolleren Medien, leider zu oft unter, da sie sich zu sehr vom politischen Aktionismus leiten lässt. Dass die entscheidungstragenden Politiker die Offenlegung ihrer eigenen Verantwortung und ihres aktiven Mitwirkens an der aktuellen Situation nur allzu gerne todschweigen, abstreiten oder teilweise polemisch sittenwidrig bekämpfen, ist beängstigend, legt aber gleichzeitig ihr fragwürdiges Handeln und ihren überzogenen Rechtsanspruch auf Volksvertretung offen. Das Buch macht wiederholt sichtbar, dass der Euro von Beginn an ein politisches und kein ökonomisches Projekt war. Nun sollen die entstanden ökonomischen Probleme durch politische Lösungsansätze, von zum Teil nicht demokratisch legitimierten Gremien, gelöst werden. Da sie jedoch mit kontraproduktiven Maßnahmen am Kern des Problems völlig vorbeigehen, wird die Krisensituation nur noch weiter abgrundtief verschlimmert. Dass dies nicht nur abstrakte Auswirkungen hat, sondern die zahlenden Länder, besonders die deutsche Bevölkerung, und zwar jeden von uns, schon jetzt kaum mehr tragbar belastet, indem mit deutschen Steuergeldern langfristig defizitäre Länder des Euroraumes mitfinanziert werden, wird ebenso klar aufgezeigt. Dies hat nichts mit sinnvoller Solidarität zu tun, sondern wird das Euro-System und die Belastbarkeit und Handlungsfähigkeit Deutschlands sprengen, falls nicht massiv gegengesteuert wird. Damit offenbart sich die tatsächliche Gefahr, die das - zumindest vor Einführung mehr als heute - politisch gefestigte Europa aufs Spiel setzt. Prof. Bagus zeigt auch verschiedene Lösungsansätze auf, die jedoch zur Umsetzung die Einsichtsfähigkeit und auch den ökonomischen Sachverstand der politischen Führungsschicht voraussetzt. Leider herrscht momentan in der Politik ein Handlungschaos, das Lösungswege noch versperrt. Dabei ist die politische Führungsschicht als aktuell selbst ernannter Schützer und Wahrer des Europäischen Gedankens leider durch die Ignoranz des Wahrhabens der ursächlichen Euro-/Finanzprobleme - und dies zeigt Prof. Bagus nur allzu deutlich - der wahre Brandstifter.


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