Profil für Uwe Klein > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Uwe Klein
Top-Rezensenten Rang: 7.256
Hilfreiche Bewertungen: 543

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Uwe Klein "uwe-klein" (NRW)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8
pixel
Goddess
Goddess
Preis: EUR 18,98

4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Good, des., 6. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Goddess (Audio CD)
Nach fast 60 Jahren Popkultur neue Sounds zu finden, ist nahezu unmöglich. Die Dame hier gibt sich große Mühe, anders und neu zu klingen. Allerdings ohne Erfolg. Irgendwo zwischen den schrägen Harmonien von James Blake, dem Exciter Album von Depeche Mode und einem Schuss modern Soul ist dieses Album angesiedelt. Das allerdings auf hohem Niveau, und das ist schon viel mehr als viele andere Produktionen, die im Mainstream mitschwimmen, je bieten können. Toll.


Tour De Force-Shepherd's Bush Empire
Tour De Force-Shepherd's Bush Empire
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Legendär!, 18. August 2014
Joe Bonamassa scheint seine Veröffentlichungsstrategie nach dem Motto "Maximum Output" auszurichten. Die Fülle der Liveaufnahmen macht den Überblick selbst für Kenner schwierig. Allerdings: jedes Release macht Sinn. Besonders dieses hier. Wer den Mann noch nicht kennt, kann diese CD getrost als Einstiegsdroge nutzen. Alleine die Versionen von "Midnight Blues" und "Great Flood" sind zum Niederknien. Joe Bonamassa findet den perfekten Mix von Blues und Rock-Elementen. Wer in den 70ern die langen Gitarrensoli von Duane Allman oder Dave Gilmour schätzte, der wird mit dieser CD auf den neuesten Stand der Dinge gebracht. Das ist das besondere an Bonamassa: er gibt vielen Anhängern des Bluesrock etwas, was sie lange vermisst haben. Und das ist einer technischen Qualität, Präzision und Brillianz, die schwer zu finden ist. Zusätzlich merkt man Bonamassa bei jedem Ton an, das er eine Leidenschaft für die Musik hat. Auch wenn die Singstimme nicht nach Rauch, Whisky und lebenslangem Leiden klingt: die Songs gehen tief ins Hirn, und - Entschuldigung - in die Eier. Absoluter Kauftipp!


Symphonica (Deluxe Edition)
Symphonica (Deluxe Edition)
Preis: EUR 17,99

14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Performance top, Veröffentlichung flop, 17. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Symphonica (Deluxe Edition) (Audio CD)
Um das Vorweg klarzustellen: der Halbgrieche gehört zu den größten Entertainern der letzten 30 Jahre. Seine Veröffentlichungen habe ich von Young Guns - und das ist über 30 Jahre her - verfolgt, mit allen Höhen und Tiefen. George Michael hat sich eine eigene Liga geschaffen, Stimme und Bühnenpräsenz sind auch heute noch Top. Beim Kölner Konzert hab' ich mir die Show angesehen. Sänger und Band passen zusammen, die Songs sind klasse - also gibt's erst einmal nichts zu meckern.

Aber:
Wer bringt denn heutzutage noch eine CD mit Liveaufnahmen raus - ohne gleichzeitig die DVD zu veröffentlichen? Die Symphonica-Shows war auch optisch klasse, auf einer großen LED Leinwand wurden je nach Song andere Bühnenbilder geschaffen. Das gäbe doch eine tolle DVD. Zudem hat Michael mit seinem Orchester in verschiedenen historischen Locations gespielt. Und das nur auf CD?
Die Show musste unterbrochen werden: George Michael musste wegen einer schweren Lungenentzündung eine lange Pause einlegen. Die erste Show gab's dann wieder für die Angestellten und Ärzte...das macht die ganze Tour und die Story besonders - findet sich aber nirgends wieder.
Warum also "nur" eine CD? Das mag in den 70er und 80er Jahren noch funktioniert haben - aber heute?

Für die reine Veröffentlichungsstrategie aus meiner Sicht ein dicker Punktabzug.

Bleibt die Musik:
Wie gesagt, an Stimme und Orchester gibt es nichts auszusetzen. George Michael ist gut bei Stimme, und die Songauswahl ist OK, sicherlich hätte man den ein oder anderen Titel mit aufnehmen können. So fehlt z.B. die Version von "Russian Roulette" (im Original von Rihanna), das war auf dem Konzert ein Highlight - hier fehlt das Stück.
Die Arrangements bieten leider Null Überraschung. "Different Corner", "Cowboys & Angels"... die Songs sind in der Symphonica-Version allesamt nicht weit weg von den Originalen. "You Have Been Loved" unterscheidet sich kaum von der Studioversion. Das ist schade, denn gerade wenn ich schon mal so ein Orchester mit auf die Bühne nehme, dann kann ich doch aus den Vollen schöpfen. "Brother Can You Spare A Dime", "Roxanne" und "My Baby Just Cares For Me" haben wir genau so auch schon auf der CD "Songs Of The Century" (1999) gehört. "Praying For Time" klingt so wie auf der 1997er "Unplugged" Darbietung, halt nur mir Orchester. Wer also wirklich etwas Neues erwartet, der wird eher enttäuscht. Schade: George Michael hätte ja mal seine alten Kracher komplett verwurschteln können, um z.B. "Credit Card Baby" in eine Swing-Nummer zu verwandeln. Chance verpasst. Schön allerdings: Songs wie "Let Her Down Easy", im Original von Terence Trent D'Arby (kenn heute keiner mehr).

Ein komplettes Orchester hätte der Mann wahrscheinlich garnicht gebraucht. Am besten klingen die Songs in den Momenten, wo lediglich Stimme zusammen mit einem einzigen Instrument zu hören sind.

Bei der Nachbereitung im Studio hat man sich große Mühe gegeben, nicht zuviel Live-Atmosphäre aufkommen zu lassen. Das Ganze wirkt etwas konstruiert, wenn z.B. Zwischenapplaus aufkommt, wird er linear eingeblendet und wieder ausgeblendet - das klingt fast klinisch sauber und nicht natürlich. Allerdings - hier war Produzentenlegende Phil Ramone am Werk (in 2013 verstorben), die CD dokumentiert praktisch dessen letzte Arbeit.

Wie auch immer: für Fans sicherlich ein Pflichtkauf, wenn man bedenkt, dass George Michael nicht gerade veröffentlichtungsintensiv arbeitet. Das letzte Studioalbum gab's vor 10 Jahren. Ansonsten würde ich eher abwarten, ob nicht doch noch eine DVD hinterhergeschoben wird.

Fazit:

Musik ****
Klang ****
Mehrwert **
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 18, 2014 1:05 PM CET


Delta Machine (Deluxe Edition)
Delta Machine (Deluxe Edition)
Preis: EUR 13,10

27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Willkommen in meiner Welt..., 15. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Delta Machine (Deluxe Edition) (Audio CD)
...in der Depeche Mode bis vor wenigen Wochen kaum stattgefunden hat. Ich bin also KEIN langjähriger Fan, habe noch NIE ein Konzert besucht und auch nie den Hype verstanden. Zwar habe ich als Jugendlicher in den 80er Jahren zu PEOPLE ARE PEOPLE in der Disco abgetanzt, und die bunte Maxi von MASTER AND SERVANT war ein Pflichtkauf. Aber danach habe ich DM nur noch im Radio gehört. Die Alben sind komplett an mir vorbeigelaufen. 101 habe ich dann noch auf CD gekauft - aber das war eher eine Best Of mit Hintergrundkreischen. VIOLATOR und SOFAD habe ich als Album schon nicht mehr wahrgenommen. Die Musik hat mich damals einfach nicht erreicht. Ich mochte Prince und Simply Red, später Jazz und Akustisches. Irgendwie alles. Aber Songs wie IN YOUR ROOM, WORLD IN MY EYES oder HOME habe ich - das ist kein Witz - noch nie gehört. Bis vor ein paar Wochen. Anlässlich der neuen CD habe ich mich gefragt, warum so ein Kult und Hype um DM gemacht wird. Ich habe nie verstanden, warum sich erwachsene Menschen die Nummernschild-Kennung 'DM' geben lassen.

Aber ich bin immer neugierig auf neue Musik. Also: erst mal alle CDs von SPEAK AND SPELL bis SOTU geladen und angehört. Dann Konzertvideos auf Youtube geschaut. Musikexpress-Spezialheft mit allen historischen Artikeln bestellt und gelesen. Die Bandgeschichte studiert. Nach ein paar Tagen habe ich dann gemerkt, dass ich ständig die Songs im Kopf habe. Ständig: also auch dann, wenn gerade keine Musik läuft. Ich habe die Songs einfach nicht aus dem Kopf bekommen. Nebenbei habe ich entdeckt, dass einer meiner Lieblingstracks von Blank & Jones (FREELOVE) eine Coverversion eines DM Songs ist. Irre.

Wenn man sich die Bandgeschichte einteilt, sehe ich 4 Phasen:

1981 - 1983 (also SAS bis CTA)
1984 bis 1989 (SGR bis 101)
1990 bis 1997 (VIOLATOR bis ULTRA)
und alles was danach kommt (also die Zeit seit EXCITER).

Wenn man einen Vergleich anstellen möchte: DELTA MACHINE ist aus dieser letzten Phase für mich das beste Album.

Der Vergleich mit früheren Phasen allerdings hinkt. DM ist heute eine andere Band wie vor 20 Jahren zur Zeit der Devotional Tour. Die Herrschaften sind heute über 50. Daher passt das Album einfach zur Entwicklung. Ob das, was sie da heute auf CD produzieren, auch beim Hörer ankommt, ist allerdings etwas anderes. Songs wie die Singleauskopplungen HEAVEN oder SOOTHE MY SOUL sind radiotauglich. Andere Songs wie SLOW eher nicht. Das Album braucht viel Geduld auf Aufmerksamkeit. Am besten laut oder über Kopfhörer. Dann gibt es eine Menge zu entdecken. Für technik-verliebte ist das eine tolle Sache, es gibt immer wieder einzelne Sounds, Gepiepse und Geblubber, manchmal zum Song passend, oft auch nicht. Die Klangqualität ist fantastisch, die Bässe sind druckvoll. Schon der Opener WELCOME TO MY WORLD macht richtig Spaß. Allerdings: große Hymnen gibt's bei DM nicht mehr.

Vielleicht machen die Herren auf der Bühne etwas daraus. Denn das haben mir die letzten Wochen gezeigt: DM sind eine Band, bei der die Songs auf der Bühne komplett anders funktionieren können als von CD. Kann gut sein, dass sich der Eindruck unauffälliger Songs auf DELTA MACHINE nach dem Konzertbesuch ändert.

Bis dahin allerdings nur 3 Sterne. Wenn ich SOFAD 5 Sterne gebe, ist einfach nicht mehr drin. Trotzdem: für den Fan ein Pflichtkauf. Für Nicht-Kenner ein lohnender Blick auf eine Band mit interessanter Geschichte. Wer übrigens den Bariton von Dave Gahan mag, hört weiter bei den Soulsavers THE LIGHT THE DEAD SEE.


Jeff Wayne's Musical Version of The War of the Worlds - The New Generation
Jeff Wayne's Musical Version of The War of the Worlds - The New Generation
Wird angeboten von Side Two
Preis: EUR 14,34

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The War of the Old and the New, 26. November 2012
Jeff Wayne's Vertonung von H.G. Wells Roman ist für viele Mittvierziger ein Stück Jugenderinnerung. 1978 wurde TWOTW als Doppel-LP veröffentlicht und erreichte Ende der siebziger Jahre Kultstatus. Hörer von SWF3 (heute SWR3) kennen vielleicht noch die Radio-Version mit Frank Laufenberg als Sprecher. Im Laufe der Jahre hatte ich die Musical auf selbst aufgenommener Kassette, die LP mit Curd Jürgens als Sprecher, später die englische Version mit Richard Burton als Sprecher. Und noch später gab es die ein oder andere Sonder Edition, Jubiäums-Edition usw. Jeff Wayne war mit dem Stück mehrmals auf Tour und es gab basierend auf seiner Musik ein PC-Game. Der Kultstatus der damals perfekten Aufnahme wirkte also lange nach. Wer das Original von 1978 kennt, der wird sich fragen, warum jetzt eine Neueinspielung nötig sein soll.

Die Antwort für mich nach dem Hören der New Generation: überhaupt nicht.

Es ist natürlich interessant, die gleichen Songs in etwas aufgepepptem Sound zu hören. Die Arrangements insgesamt sind fast 1:1 die gleichen wie beim Original. Es gibt ein paar neue Soundeffekte, aber wer die alte Version kennt, der bekommt absolut keine großen Überraschungen. Allerdings gibt es neue Stimmen. Und da hat es eine neue Version leider schwer. Nehmen wir mal das Stück 'Spirit of Man': 1978 absolut genial von Phil Lynnot gespielt und gesungen. Der Sänger heute bringt das nicht mal ansatzweise rüber. Liam Neeson als Sprecher macht es nicht besser - aber auch nicht schlechter - als Richard Burton. Chris Thompson als Sänger ('Thunder Child') zu ersetzen, funktioniert auch nicht gut. Kurz gesagt: die New Generation gewinnt durch die Neueinspielung überhaupt nichts. Viele Effekte hat Jeff Wayne ohne jegliche Änderung übernommen. Beispiel: der "Kampfruf" ULLLLAAAAHHH. Der hat mir damals schon nicht gefallen, weil er schlicht zu harmlos klingt. In der neuen Version wäre es doch eine Chance gewesen, der Sound bedrohlicher zu gestalten.

Fazit: es mag sein, dass die Klangqualität durch die modernere Technik gegenüber dem Original verbessert ist. Bei alles anderem ist durch die neue Einspielung nichts gewonnen. Möglicherweise ist The New Generation für diejenigen interessant, die eine Aufführung während der Tour besuchen, weil die CD dem Sound der Show entspricht. Schade: Jeff Wayne hätte alle Möglichkeiten offen gehabt, der Story und seinem Musical neue Seiten hinzuzufügen. Diese hat er nicht genutzt.

Für Anhänger der alten Version: lieber in eine Sonderedition des Originals investieren.


Born to Sing: No Plan B
Born to Sing: No Plan B
Preis: EUR 9,77

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Plan A für das Rentenalter, 31. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Born to Sing: No Plan B (Audio CD)
Der irische Knödler ist wieder aktiv. Nach der Veröffentlichung von "Astral Weeks Live" gab es eine Phase, in der er sich - verglichen zu der Zeit davor - ziemlich rar machte. Da er in dieser Phase das in Großbritannien und Nordirland gültige Renteneintrittsalter von 65 Jahren erreicht hat, hätte man meinen können, das sich Van the Man ins Privatleben zurückgrummelt. Die offizielle Webseite zeigte über Monate hinweg nur einen einzigen Satz. Aber: seit ein paar Monaten tourt er wieder (immerhin für ein einziges Konzert in Deutschland), die Webseite ist aktiver als zuvor und es gibt neues Material.

Überraschungen erwartet niemand mehr. Und genau so ist es auch: die Songs, die Texte, die Arrangements - alles wie gehabt. Und dies ist aus meiner Sicht das besondere an diesem Album. Es ist um keinen Deut schlechter als seine Vorgänger, sondern aus meiner Sicht sogar spannender als "Keep it Simple". Und dies gleichzeitig mit einer grandiosen Lässigkeit, die man wohl nur im Alter hinbekommt. In verschiedenen Rezensionen wird das mit Langeweile interpretiert. Ich sehe das nicht so. Wie sich z.B. auf "Retreat and View" das Arrangement steigert, und dann wieder zurücknimmt, ist schlicht großartig. Diese Feinheiten muss man erkennen. Und genau das ist das tolle an dieser CD. Van Morrison liefert einfach ein Stück Arbeit ab, welches ihm zum größten Teil sehr gut gelungen ist.

Man muss sich mal vor Augen halten, dass der Mann in der Mitte der 60er Jahre angefangen hat. Welcher namhafte Musiker schafft es, nach über 40 Jahren im Business einfach immer weiter zu machen, und immer noch eine hohe Qualität abzuliefern? Bob Dylan vielleicht... Und eine paar Jazz und Blues Größen. Sicher - Van Morrison ist heutzutage nicht mehr der gleiche als vor 40 Jahren. Wenn man sich die Youtube-Aufnahmen seiner Auftritte in den frühen 70ern anschaut, dann weiß man, wo der Legendenstatus herkommt. Heute steht er auf der Bühne, mit Brille und Hut, zumeist unbeweglich, dirigiert zuweilen die Band. Das ist allerdings glaubwürdiger, als würde er auf Jung machen - wie viele Kollegen (sofern sie überhaupt noch leben) - sich die Haare färben und nach transzendalem Headbanging laut "It's too late to stop now" rausbrüllen. Oder einfach nur noch mit Best Of Stücken auf Tour gehen. Das machen Sting, Peter Gabriel, Elton John und viele mehr. Und die haben später angefangen.

Fazit: die CD mit dem zugegebenermaßen albernen Cover und Namen bietet neue Songs, aber keine Überraschungen. Es gibt aus meiner Sicht richtige Highlights wie "Going Down to Monte Carlo". Allerdings - die Songs "If in Money we Trust" und "Pagan Heart" hätte er deutlich spannender arrangieren können. Insgesamt ein lässiges Alterswerk des Knödlers. Für Fans ein Pflichtkauf. Für Nicht-Fans ein hervorragender Soundtrack für sonnige Herbsttage.


Relax Edition 7 (Seven)-Deluxe Hardcover Box
Relax Edition 7 (Seven)-Deluxe Hardcover Box
Preis: EUR 17,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ab in die Sonne, 9. August 2012
Wenn ich mir die Rezensionen hier so anschaue, dann scheint es, als würde jeder die Edition 7 mit einer anderen Edition dieser Reihe vergleichen. Das ist völlig OK, aber ich versuche mal, die Edition 7 nur als standalone zu werten.

Wer in diesem Sommer noch die Gelegenheit hat, ans Meer zu reisen, für den ist die (Sun) CD genau der richtige Soundtrack. Die Musik eignet sich ganz hervorragend dazu, die schönen Augenblicke im Urlaub mit guter Musik zu untermalen. Man stelle sich vor: ein Platz am Meer, der Blick geht zum Horizont, die Wellen rauschen, Kinder spielen am Wasser, in der Ferne ein Segelschiff. Und die Farben: blaues Meer, weisse Segel... Wer ganz viel Glück hat, der sitzt weit draussen auf dem Segler und genießt die Fahrt. Das sind Momente, von denen man ein ganzes Jahr zehrt. Genau für diese Momente haben Blank & Jones diese CD gemacht. Ich hab's selbst ausprobiert. Der Effekt: jedesmal, wenn ich das erste Stück "Hideaway" höre, bin ich in Gedanken wieder am Strand in meiner Liege, und schaue den Wellen hinterher.

Also: als Soundtrack für den Urlaub und zwecks späterer Erinnerungshilfe ist Relax 7 hervorragend geeignet - und das auf fast allen Stücken. Ausnahme: Track 8 "I had a dream". Die Stimme von Howard Werth passt einfach nicht zum Sound der CD. Ausserdem: der Song "Happiness" wird gleich 3 x angeboten: der Sunset Mix ist auf der Sun-CD recht chillig. Der "Franco De Mulero" Mix aus meiner Sicht überflüssig. Als reiner Blank & Jones Track kommt er (in meinen Ohren) am besten daher.

Die Moon CD macht - ebenfalls nur in meinen Ohren - richtig Spaß. Das muss daran liegen, dass die Stücke eher am Balearen-Groove orientiert sind. Wer in den 80ern groß geworden ist, der wird das klasse finden. Technojünger werden hier nicht bedient. Der Mix zu "Generations Of Love" mag gelungen sein, der alte Boy George Klassiker wird dadurch aber auch nicht besser.

Fazit: genau die richtige CD für den Urlaubs-Soundtrack.

Als CD in der Relax-Reihe passt Edition 7 sehr gut hinein. Blank & Jones halten am Konzept fest, große Überraschungen gibt es keine. Warum auch? Der Sound funktioniert weiterhin. Wer die Reihe verfolgt, kann davon ausgehen, dass auch Edition 8 nicht weit vom Sound abweichen wird. Für ausrelaxte empfehle ich übrigens Oliver Koletzki's Großstadtmärchen 2.


Love Is a Four Letter Word
Love Is a Four Letter Word
Preis: EUR 12,98

3.0 von 5 Sternen NETT is also a four letter word., 23. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Love Is a Four Letter Word (Audio CD)
Vorweg: ich kenne die früheren Platten von Jason Mraz nicht. Habe gerade gesehen, dass der Mann für den Song "I'm Yours" verantwortlich ist. Nicht mein Lieblingstitel, aber der Song tut nicht weh und ist nett.

Dieses Album hier ist ähnlich: im Grunde ist es toller handgemachter Pop mit Melodie. Nett für die Grillparty, für die längere Autofahrt oder ein Sonntagsfrühstück auf der Terrasse. Easy Listening vermischt mit ein paar Zutaten, die sich zurzeit gut verkaufen lasssen. Es gibt ein paar sehr schöne Momente. Der erste Song "Freedom Song" verspricht allerdings mehr, als das Album halten kann.

Das Pianosolo bei "The Woman I Love" kling irgendwie wie ein altes Stück von Bruce Hornsby. Das Arrangement zum Song "Living In the Moment" könnte fast auf dem gleichen Ideenblatt gestanden haben, wie der bereits erwähnte Song "I'm Yours". Tja, die Company fordert einen Wiedererkennungswert (oder Wiederverkaufswert) - das hört man dem Stück deutlich an. "I Won't Give Up" könnte vom letzten Amos Lee-Album sein. Ja kann der Mann denn auch was eigenes?

OK, ich versuch's mal positiv zu sehen..."Everything Is Sound": klingt fröhlich nach Frühling, macht Laune. Aber dann kommt der Chorus: "...halle lale lala he lale lala hallejuja..." ääähm, anstatt der Aufforderung "let's all sing" nachzukommen, schalte ich zum nächsten Song. "93 Million Miles" versöhnt dann wieder ein wenig mit dem Album.

Irgendwie werde ich nicht warm mit der Scheibe, obwohl ich handgemachter Musik mit schöner Melodie absolut aufgeschlossen bin. Aber die Ecke, die Jason Mraz da besetzen möchte, ist mit eine ganzen Reihe hervorragender Produktionen (z.B. von Amos Lee, Gavin De Graw oder den ersten 3 Scheiben von Norah Jones) bereits besser besetzt.
Ecken und Kanten hat die Platte nicht, muss auch nicht sein, aber es gibt auch keine Überraschungen (wenn man von der Textzeile "I wish I was a fixer" im Song Frank D. Fixer absieht, die ist aus deutschsprachiger Sicht echt lustig).

Einer der wenigen Stücke, für die ich mich erwärmen kann: "Who's Thinking About You Now?" Zwar auch kein großer Wurf, aber das Stück hat Gefühl, eine sehr schöne Stimmung, eine klasse Struktur und Dramaturgie. Geht doch.

Fazit: für die nette Produktion drei Sterne, aber ein absoluter Kauftipp ist's eher nicht.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 12, 2012 10:05 PM MEST


Großstadtmärchen 2 (Limited Deluxe Edition) (Digipak)
Großstadtmärchen 2 (Limited Deluxe Edition) (Digipak)
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Urbaner Teutonengroove, 12. April 2012
Um es kurz zu machen: ich mag's. Sehr sogar. Oliver Koletzki gelingt ein Album voller schöner relaxter und gleichzeitig tanzbarer Grooves. Vor ein paar Jahren hätte man gesagt, die Scheibe hätte internationales Format. Mittlerweile verschwimmen die Grenzen der Produktionsweisen, und so ist es garnichts besonderes, dass Großstadmärchen 2 theoretisch auch in den Clubs anderer Länder funktioniert. Allerdings nicht mit dem Namen: man hätte die Platte nicht zwingend zu Teil 2 machen müssen. Aus meiner Sicht unterscheiden sich die CDs. Teil 2 ist poppiger - und irgendwie erschließt sich mir das nicht, wo die Ähnlichkeiten im Konzept sein sollen.

Egal: Großstadtmärchen 2 macht Spaß, funktioniert beim Grillabend, als Jogging-Motivation, im Auto und auf der Tanzfläche.

Es gibt tolle Details, die gleich aus den 70er oder 80er Jahren stammen könnten: z.B. der Backgroundgesang oder der Percussionteil auf "Boy Got Soul". Herrlich. Oliver Koletzki muss ein Faible für die 70er und 80er haben, dass hört man durch. "50 Ways To Love Your Liver" ist einfach nur lustig. "Power of Rausch" ist fast lustig - und irgendwie dann doch nicht.

Aber die Grooves, Mann - die Grooves. Die sind saugut. Und darum mag ich's. Sehr sogar.


Tuskegee
Tuskegee
Wird angeboten von MRTOPSELLER GERMANY
Preis: EUR 6,86

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Howdy, Lionel..., 18. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Tuskegee (Audio CD)
Das zu Lionel Richie's Einflüssen eine gehörige Portion Country zählt, hört man seinen Songs oft an. Schon Stuck On You, Deep River Woman oder Sail On in den Originalversionen waren dem Country viel näher als dem Soul.

Und - das wissen möglicherweise nicht alle: Lionel Richie hat bereits 1981 ein ganzes Album von Kenny Rogers produziert (Share Your Love). Eine wunderbare Fusion von Country, Soul und Pop. Sogar Gladys Knight und Michael Jackson haben damals mitgewirkt, sowie die Creme der schwarzen Studiomusiker-Szene. Lionel hat mehrere Songs dazu geschrieben. 1983 hat Lionel dann nochmal für Kenny Rogers geschrieben und produziert: einige Songs auf dem Album We've Got Tonight. Kenny Rogers und Lionel Richie teilten damals Freundschaft und Management. Ach ja, und 1982 hört man Kenny Rogers auf Lionel's Debutalbum mitsingen (im Song My Love).

Also: so neu ist ein Lionel Richie auf den Spuren des Country nicht. Eher logisch. Dieses Album hätte Lionel Richie schon vor Jahren rausbringen können. Vielleicht sogar ein Countryalbum mit neuen Songs, anstatt seine alten Songs nochmals aufzufrischen. Denn anstelle der dauernden Versuche, den Trends und den Charts hinterherzulaufen, mit immer jüngeren Produzenten (anstatt wie früher selbst zu produzieren), hätte das möglicherweise deutlich glaubwürdigere Alben hervorgebracht, als die CDs in der Zeit ohne seinen langjährigen Mit-Produzenten James Anthony Carmichael.

Die alten Songs in neuem Gewand klingen zum Teil spannend, und manchmal gelingt ihm ein richtiger Aha-Effekt. Gleich der Opener You Are ist so ein Moment. Aber bei Dancing On The Ceiling flacht es dann wieder ab - aus meiner Sicht. Und so geht es die verbleibenden Songs weiter. Hello - eigentlich ein Song für's Jahrhundert - wirkt einfach nur müde.

Fazit: eine CD wie eine langjährige Beziehung. Sie hat ihre Momente.

Lionel Richie sollte den Cowboyhut auflassen, und mutig selbst ein paar Songs schreiben. Vielleicht mag er ja mal die Songs anderer Künstler auf seine weise aufbereiten. Ich glaube, der Mann hat noch einiges drauf und nicht noch nicht darauf angewiesen, immer wieder seine alten Kracher durchzukauen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 21, 2012 1:25 PM CET


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8