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Rezensionen verfasst von
iwill zähnchen

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Death Or Glory
Death Or Glory
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 21,36

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bunt, zeitlos, bärenstark, 20. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Death Or Glory (Audio CD)
5 Jahre “bunte Haut im Schottenrock”, ein Anlass zum feiern. Und Death Or Glory (das erste Album nach 5 Jahren) vor allem ein Grund Euch, werte Leser, die Thüringer Band endlich einmal vorzustellen. Hier gibt es ehrlichen Rock `n Roll mit Folk Schlagseite und der nötigen Portion Dreck, den man auch im Laufe der Bandgeschichte durch haltlose Hetz- und Rufmordkampagnen fressen musste. Wer die Jungs allerdings schon einmal persönlich sprechen konnte, der weiß das sie nicht beißen, sondern nur spielen wollen.

Der Bikerszene verbunden spielen sich die Jungs jedes Jahr in kleinen und größeren Clubs sowie allen möglichen Bikertreffen Europas vor meist großem Publikum den Hintern ab und begeistern regelmäßig die Massen. Die Limited Booze Boys gehören zu den Bands, bei denen es immer das “rundum sorglos Paket” gibt:
Eine hammermäßige Liveshow, ein schickes Bühnenoutfit und sehr gutes bis überragendes Liedgut. Bei letzterem stellt sich immer wieder heraus, dass diese Band einmalig ist. Keiner klingt wie die Booze Boys, denn keine andere Band vermag es Rock `n Roll mit straighten Hard Rock und folkloristischen Melodien so zu verschmelzen wie sie. Toms Gesang hat, passend zum Sound, etwas vom Slang eines alten Seemanns.

Auch der aktuelle Output beinhaltet sämtliche Trademarks, musikalisch gibt es neben den harten Rockern auch wieder reichlich folkloristische Einflüsse und so manche Shanty Melodie wird verwurstet. So folgt einem heroischen Spoken Word Intro – das mit Dudelsäcken untermalt wird – ein straighter Banger mit fiesem Riff. Daraufhin geht es melodisch mit Brotherhood Of Steel , einer Liebeserklärung an die Bikerszene, zum ersten Höhepunkt des Albums.
Eine weitere Liebeserklärung dieser Art befindet sich gegen Ende der Scheibe mit dem famosen Roadbreaker. Beide Tracks bestechen nicht nur wie üblich durch Eingängigkeit und Härte, man kann die Texte zudem als Metaller auch prima auf seine Szene ummünzen.

Auch die Folksongs Come Along und Yankee Doodle lassen trotz offensichtlich historischer Einflüsse nicht die Gitarre missen und erfüllen ihren Zweck, denn sie machen vor allem eines: durstig.
Die Getränkekarte vom Vorabend wird übrigens im Partykracher Get Down nochmals genau analysiert.

Mit Dr. Sex und Booze Boys Rock N Roll huldigt man dem guten alten Rock N Roll in Reinkultur. Und zwar so, dass selbst Lemmy den Daumen nach oben zeigen müsste, würde er diese Nummern hören!
Im Gegensatz dazu hat Crusade alles, um auf diversen Folkrock Veranstaltungen genauso gefeiert zu werden wie im Rock- oder Metalschuppen von nebenan. Auch der mit Mandoline angestimmte Titeltrack entpuppt sich mit seiner eingängigen Melodie, einem Refrain zum mitgrölen und seinem gesunden Härtegrad schnell als hitverdächtig. Im Kontext dazu gibt es mit der keltisch inspirierten Ballade The Clan pure Epik, während das vom Sex, Booze & Rock `n Roll Album bekannte Suicide ein mit dem Punk kokettierender Banger ist.

Überhaupt ist diese Veröffentlichung eine der abwechslungsreichsten Rockalben seit langem und ausnahmslos mit starken Songs bestückt. Stellt Euch vor, dass die Enkel von Runrig und Status Quo eine Band gründen um Motörhead Tribut zu zollen, und Ihr habt eine ungefähre Vorstellung von dieser Platte! Hier liefert eine der besten Rockbands der Gegenwart mit Death Or Glory wieder einmal ein eigenständiges, zeitloses und bärenstarkes Album ab!

Review erschienen bei metalunderground at


Eternal Flame
Eternal Flame
Wird angeboten von all my music
Preis: EUR 49,95

4.0 von 5 Sternen Power Metal vom feinsten, 24. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eternal Flame (Audio CD)
Eigentlich wollte ich meinen schriftlichen WOLFS MOON Exkurs beenden ( bin ja nicht Don Quichote), doch da flattert nach langer Suche endlich das Zweitwerk der Band rein. Und "ETERNAL FLAME" ist überraschend stark, denn die Produktion ist der Hammer und sehr dienlich für den typisch direkten Sound der Band. Irgendwo zwischen Metallicas und Metal Churchs Debütalben würde ich den damaligen Einfluss verorten, Wiedererkennungswert war aber auch schon 1997 durch die schroffe, rauhe Darbietung gang und gebe.
Das früher einiges besser war zeigen auch die Resonanzen der Wurstpresse, die WOLFS MOON als Hoffnungsträger betitelten und mit Lob überhäuften (u. a. 8/10 Punkte im Rock Hard, und selbst der Bunte Hammer kriegt sich kaum ein) und nicht ignorierten oder zerfleischten. Was passiert ist?
Nun ja, in Dortmund sind ein paar gegangen, aber dafür sind halt gewisse andere Bands nicht mehr `schlecht` . Beim anderen Blatt schweigt man sich lieber aus.
Auch die eben angesprochene starke Produktion ist nach dem nur unwesentlich schwächeren Nachfolger für die musikalisch zwei stärksten Alben aufgrund einiger unglücklicher Umstände nicht mehr vorhanden, kommt aber 2008 wieder zurück.
Die Kacke klebt WOLFS MOON - zumindest was die Resonanz der meisten Mainstreamkritiker und die damit verbundenen Verkaufszahlen anbelangt - zwar immer noch am Schuh, aber musikalisch gab es nie viel auszustehen!
Wer mit Power Metal in den Neunzigern die Namen Cage und Mystik verbindet kann hier blind zugreifen, denn an das Niveau derer Zweitwerke knüpft dieses Album fast nahtlos an!
Songs wie `Shadohawk`, `Second Sadness`, `Savage Heart` und `Palace Of Pain` roden nicht nur Wälder.

Alter, die töten!!!

Punkte: 8.5 / 10

[...]


Unholy Darkness
Unholy Darkness
Wird angeboten von forever_rock-de
Preis: EUR 16,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr starkes Album, 12. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Unholy Darkness (Audio CD)
Diesmal brauchte es satte vier Jahre von "KEEP METAL ALIVE" bis zum nächsten Album, dass man passender weise "UNHOLY DARKNESS" genannt hat. Angenehm fällt zuerst einmal die Produktion in`s Ohr welche hier mehr Volumen erfährt und amtlich durch die Boxen knallt. Erstmals kann man dadurch leichte Thrasheinflüsse ausmachen, die den Sound WOLFS MOONs einerseits bereichern, andererseits geht das allerdings zu Lasten der Magie in den Refrains und der vollkommenen Eigenständigkeit.
Das macht es nicht nur einfach ein paar Referenzbands wie ICED EARTH, METAL CHURCH, IRON MAIDEN und JUDAS PRIEST als Klangvergleich heran zu ziehen, sondern ermöglicht auch ein leichten Zugang für jeden Liebhaber der eben genannten Bands.
Rückwirkend fällt auf das aggressivere Songs wie `Deliver Me From Evil`und `Hell-Headbangers` Sänger Maxe nicht unbedingt liegen und er streckenweise etwas bemüht wirkt. Außerdem sind mit `Paradise Of Immortal Shadows` und dem mit einer deutschsprachigen Passage versehenen `Soultaker` die Vorboten des zwar eher sperrigen, aber nachhaltigeren Nachfolgealbums auszumachen.
Auf "UNHOLY DARKNESS" ertönt harter, purer, düsterer US-Power Metal der lediglich mit `Necrocity Of The Damned`und `Wicked Testimony` für strukturell schwere Kost sorgt, der Rest läuft -trotz wieder einmal ohne Solos- dank so mancher dezenten Melodie im Hintergrund rein wie warme Milch und darf somit auf den Merkzettel eines jeden vermerkt werden.
Auch aus heutiger Sicht ist "UNHOLY DARKNESS" immer noch ein sehr, sehr starkes Album!


Clash of the Gods
Clash of the Gods
Preis: EUR 13,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwischen Teutonenstahl und Schunkelschlager, 3. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Clash of the Gods (Audio CD)
Trotz keiner schlechten Platte (das DIGGER-Album zählt nicht :-P )und auch diesmal wieder starken Songs wie "Death Angel & The Grave Digger" oder auch "God Of Terror" hätte ich mal eine eher unbequeme Frage an die restliche Fangemeinde:
Ist mir als einziger aufgefallen dass das deutsche Urgestein allmählich in die Jahre kommt?

Neben den gewohnten schneidigen Riffs gesellten sich schon auf dem Vorgängeralbum "THE CLANS WILL RISE AGAIN" einige, an eingängigen Schlagerpathos kaum zu übertreffende, Refrains. Hier sind es vorallem "Clash Of The Gods","Walls Of Sorrow" und "Home At Last" (dessen deutsche Version eher an SANTIANIO denn an GRAVE DIGGER erinnert!!!), die einen doch zu folgender Erkenntnis bringen sollte:

Metal schützt vor Alter nicht!

Jawohl, auch GRAVE DIGGER werden nicht jünger, aber so lange man die Schmalzrefrains noch mit ordentlich schmackes in den Strophen kombiniert, altern meine Helden (im Gegensatz zu den meisten anderen) wenigstens in Würde.

Für mich neben "WAR GAMES" das schwächste Album der Band, zudem auch noch relativ (ähem) preisbewusst produziert, aber im allgemeinen immer noch ein gutes Metalalbum.


Flagellum Dei [Digipack]
Flagellum Dei [Digipack]
Preis: EUR 22,53

5.0 von 5 Sternen Pflichtalbum für Metalheads, 12. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flagellum Dei [Digipack] (Audio CD)
Für mich ist "FLAGELLUM DEI" das beste Album der vollkommen unterbewerteten Band. Ein Grund ist der epische Titeltrack und Opener, der für mich bisher beste Song der Band. Gefolgt von typisch PRIEST-geprägten Bangern "Blood In My Eyes" und dem abwechslungsreichen "Time Of War" stellt das beinahe alle vorherigen und sämtliche bisher nachfolgende Alben in den Schatten.( Und die sind alle über Durchschnitt! )
"Minister Of Fear" und das melodische, mit einem deutsch gesprochenen Intro versehenen, "Beast Of Hell" reihen sich ebenfalls in die Reihe der Bandklassiker ein wie die famosen "Full Moons Eyes" und "M. P.", die hammermäßige Halbballade "It`s My Life" sorgt für Gänsehaut.
Nur das im Vergleich zum überragenden Restmaterial eher stumpfe "Nightrider" schmälert den Gesamteindruck, was aber trotzdem nicht meine seit Ewigkeiten bestehende Frage beantwortet:

WARUM WIRD EINE DER BESTEN UND BESTÄNDIGSTEN METALBANDS DER HEUTIGEN ZEIT IMMER NOCH VON DEN MEISTEN IGNORIERT?

Ein Umstand den nur Ihr, mit einer Vorliebe für JUDAS PRIEST, RACER X, DEJA VU und PRIMAL FEAR und knapp 11 Minuten Eurer kostbaren Zeit ändern könnt!

Und zwar hier:

Flagellum Dei ( [...] )

M. P. ( [...] )

Punkte: 9 / 10

[...]


Nine Tongues [Vinyl LP]
Nine Tongues [Vinyl LP]
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Schon damals großartig, 12. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Nine Tongues [Vinyl LP] (Vinyl)
Im Vergleich zu den beiden Nachfolgern schwimmt "NINE TONGUES" teilweise in hardrockigen und straighteren Gewässern, zudem teilen sich Bassist Keith Knight und die Gitarristen Darren Knapp und George Call den Gesang. Alleine dieser Umstand sorgt schon dafür, dass das Album stilistisch ein wenig anders geartet ist, denn der Gesang von Knight und Knapp hat bei weitem nicht die Ausstrahlung geschweige denn die Klasse von George Call.
Dennoch sind Lieder wie "Stalker", "Blood Of The Wolf" (große Klasse!), und vor allem "The Question" (ganz große Klasse!!), "Killashandra" (ganz, ganz große Klasse!!!) und "The Dream" (Hammer!!!!) unumgänglich für Fans der Band und jeden, der großartigen US - Stahl mag.
Auch die groovenden "Liquid Courage" (JUDAS PRIEST - artig) und "Leprosy" (klingt ein wenig nach AC/DC zu "THE RAZOR'S EDGE" - zeiten) sowie "Little Sister" (cooler Rock `N` Rollsong in Reinkultur) sind nicht zu verachten, denn die Songs sind zwar anders, aber gut und (was wichtig ist) immer noch eindeutig ASKA.
"CAPTAIN CRUNCH" groovt zwar auch ordentlich, allerdings bleibt auch nach mehreren Durchläufen fast nichts hängen, weil die Nervensäge halt nur allgemeiner Durchschnitt ist.

Bleibt also ein sehr gutes Album mit einem wirklichen Durchhänger und überwiegend starken Tracks.

Anspieltipps: Killashandra
The Dream

Punkte: 8.5 / 10

[...]


Höllenfahrt
Höllenfahrt
Preis: EUR 6,92

5.0 von 5 Sternen Killeralbum!!!, 12. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Höllenfahrt (Audio CD)
"... doch die Zeit ist reif den Bann zu zerstören, dann wird die Welt wieder uns gehören... " heißt es im dritten, überragenden Titel "Die Ruhe vor dem Sturm".

"OH JA!" rutscht mir spontan raus, denn nicht nur die zwei Vorläufer "Höllenfahrt" und das eindeutige "Das Gerücht" sind von gleicher atemberaubender Qualität, nein, die ersten elf Songs sind hier ALLE nicht nur diskographische, sondern allgemeine Genrehighlights!
Nach dem (für Bandverhältnisse!) eher dürftigen Neuanfang "WEISSE NÄCHTE" und dem unnötigen Akkustikalbum kommen nicht nur die tanzbaren Electronicparts wieder heim und begeistern. Es ist das ausgefeilte Songwriting ( das Besetzungstheater wirkt sehr fruchtbar!), was einen hier umhaut. Hört Euch nur mal "Das Gerücht", "Der Himmel brennt"" und die bangerfreundlichen Kontrastpunkte ""Die letzten Tage" und "Die Ruhe vor dem Sturm" an. So viel Spaß hatten TANZWUT ohrenscheinlich noch nie und liefern hier einen Genreklassiker ab, der auch in hundert Jahren aufgezählt werden muss, wenn es um die MittelalterRock-Alben schlechthin geht.
Nur das übliche Instumental, das glücklicherweise am Ende steht, verhindert durch Gewöhnlichkeit die Höchstnote.

Nachdem sich das Folk/Rock Genre die letzten Jahre durch eher belanglose Alben der Szenegrößen und Abfallverwertung des Nachwuchses auszeichnete, scheint nun Licht am Ende des Tunnels:
SALTATIO MORTIS machen wieder ernst, IN EXTREMO bieten ein Album ohne Ausfall und zumindest mit NACHTGESCHREI und CULTUS FEROX steht die Szene auch in der zweiten Reihe Qualitativ sehr gut da.
Die Krone darf sich trotz der großartigen Konkurrenz allerdings der Teufel mit seinen Mannen aufsetzen.

Jungs, auf ewig seid Ihr in meinem Herzen!

Punkte: 9.5 / 10

[...]
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 15, 2013 7:42 PM MEST


Seasons of the Wolf
Seasons of the Wolf

4.0 von 5 Sternen Progressiver, epischer US Metal, 5. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Seasons of the Wolf (Audio CD)
Schon das internationale Debüt der Amis ist einfach großartig. Alle sechs Tracks ("Quiet Earth" ist ein kurzes Instrumentaloutro) bewegen sich qualitativ über Durchschnitt und bestechen durch hohen Wiedererkennungswert und große Klasse. Ich persönlich stelle die Band mittlerweile auf eine Stufe mit wichtigen und einflußreichen Bands wie IRON MAIDEN und SAVATAGE.
Wichtig sind SEASONS OF THE WOLF, weil die Band sich weder von Geld noch Trends beeinflussen lässt und alle Songs, die ich bisher von Ihnen kenne (und glaubt mir, ich kenne viele!), wenn nicht meisterhaft dann wenigstens großartig sind!
Hier sind es "Misty Shades Of Green", "October Moon" und "Electric Dimenson", die man als Fan progressiven, epischen US Metals antesten sollte.

[...]


Resilient (Ltd.Ed.)
Resilient (Ltd.Ed.)
Preis: EUR 21,16

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel Licht, wenig Schatten, 5. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Resilient (Ltd.Ed.) (Audio CD)
Nachdem ja Shadowmaker zwiespältig aufgenommen wurde, darf man gespannt sein wo die Reise mit Running Wild als Projekt diesmal hingeht. Zur Überraschung geht man eher einen Schritt zurück, denn die Gitarrenarbeit des von allen geliebten Rock `N Rolf gestaltet sich auf RESILIENT wieder abwechslungsreicher, ja ein paar Songs können sogar wieder an die 90er Spätwerke anknüpfen.
Jedoch sind auch wieder Ausfälle zu verzeichnen und mit der mittlerweile nasalen, dünnen Singstimme Rolfs muß man leben.

Der Opener "Soldiers Of Fortune" ist ein klassischer RW-Song, der mit seinem stampfendem Grundriff und dem coolen Refrain gleich zu Anfang mit allen geliebten Stärken auffährt.
Die Ernüchterung folgt darauf dann erst einmal mit dem Titeltrack "Resilient", einem durchschnittlichem Hardrocker in den Strophen und einem einschneidenen Refrain. Hätte auf "THE BROTHERHOOD" zu den besseren Songs gehört, auf "RESILIENT wirkt er aber eher schwach. Jedoch enpuppt sich der Bastard nach mehrmaligen Durchläufen als sogenannter "Grower":
Ebenfalls hardrockig, aber eine Ecke frischer und abwechslungsreicher geht es mit "Adventure Highway" weiter. Der Song reißt einen richtig mit, hat ein catchy Riff, den richtigen Groove und den passenden Mitsingrefrain.
"The Drift" dann wiederum erinnert an die Hochphase Ende der 80er, Anfang der 90er. Gleich am Anfang schwirren in meinem Kopf die Zeilen "Facing The Wind, We`re Riding The Storm..." herum! Sehr gelungen und neben dem Opener bisher das Highlight.
Als solches darf man auch "Desert Rose" werten, das zwar mal wieder ein Experiment darstellt und eher auf ein Bikertreffen passt, aber durch die eingebauten Bandtrademarks als gelungen gewertet werden darf.
Ganz große Klasse!
Der sechste Song "Fireheart" passt dagegen sowohl stilistisch als auch qualitativ in die "Kiss Of Death" bzw "I`am who I`am" Schublade, "Run Riot" ist darauf dann wieder eher vorhersehbarer Hardrock, der zwar gut gemacht, allerdings stark abnutzungsgefährdet ist.
(Den Totalausfall "Down To The Wire" lasse ich unter den Tisch fallen, weil ich, äh na weil, ähm ich es kann.)
Im Gegensatz zu "Run Riot" steht dann glücklicherweise mit"Crystal Gold" ein Song, der ähnlich wie "Adventure Highway" aufgebaut, nach vorne geht und mit der Zeit wächst.
Mit der Zeit wachsen wird sicher auch "Bloody Island" noch, was bei der Laufzeit von fast zehn Minuten auch nicht schwer zu prophezeien ist. Ich weiß dann nur nicht, wohin das dann führen soll, denn mit diesem letzten Song ist nach 15 Jahren wieder ein potenzieller Bandklassiker in Sicht!

Viel Licht, wenig Schatten und die Feststellung, das der liebe Rolf zumindest für einen Teil von RESILIENT "seine drei Songs" nochmal neu aufgenommen hat (was Kritiker der Band ja immer vorwarfen) und selbst die hardrocklastigen Stücke größtenteils überzeugen.
Das steife Drumming klingt diesmal etwas lockerer, was in mir die Vermutung weckt, das entweder Herr Kasparek oder Herr Jordan das Album eingetrommelt haben und die Drums dann nachbearbeitet wurden.
Aber das Thema ist ja nun...


Dipoko
Dipoko
Preis: EUR 20,47

4.0 von 5 Sternen Eigenständiger Epic Stahl, 9. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Dipoko (Audio CD)
Skinflint, 2005 gegründet, aus Botswana sind ein neues Pferd im Stall Pure Steel Records, verzückt durch deren "GAUNA" EP griff ich bei "DIPOKO" ohne zu zucken zu und auch auf Albumlänge bleibt es bei der Feststellung:

Die Epic der ersten vier MANOWAR Alben wird essentiell mit den hypnotischen Gitarrenharmonien IRON MAIDENs verbunden und in die Magie der Frühwerke BLACK SABBATHs absolut eigenständig eingebettet. Das wird wohl vor allem daran liegen, das kommerziell und metalisch in Afrika der Hund begraben liegt, denn der Vorteil der Band ist ganz einfach der, dass diese relativ unbeeinflusst von Medien Ihrer Leidenschaft fröhnen konnte.

Das hört man "DIPOKO" zu jeder Sekunde an, und sowohl Gitarrist Giuseppe Sbrana als auch Bassist Keybonye Nkloso sind wahre Meister Ihres Fachs! Was hier teilweise an überirdischen Riffs und wahnwitzigen Bassläufen vom Stapel gelassen wird, ist einfach nur eine wahre Freude für jeden Metalfan und sorgt bei mir seit drei Tagen für Glückshormon bedingte Augeninkontinenz.
Vor allem "Lord Of The Night", "Dreams Of Eternity", "The Warrior Dance", "Mask Of The Dead" und "Gboyo" faszinieren durch diese Trademarks ebenso wie der "Geschichtenerzähler"-Gesangsstil von Gitarrist Sbrana.
Warum es nicht zur Höchstnote reicht, hat folgende Gründe:
Mit "Iron Mamba" ist für meinem Geschmack halt kein Übersong dabei.
Beim Drumming von Sandra Sbrana kann man sich streiten, ob es zu gewöhnlich oder die genial dezente Untermahlung der Saitenabfahrten zweier Genies ist.
Ich vermute zweites, denn laut Giuseppe hat "sich jeder" der Bandmitglieder "frei ausgedrückt, und dann ist es ganz einfach so gekommen."
Schön, das es so etwas noch gibt!
Wenn die Band noch ein wenig an sich arbeitet, haben wir die definitive Gewissheit, dass der Metal unsterblich ist, denn wenn MAIDEN einmal nicht mehr sind (was hoffentlich noch laaaaaaaange dauert), stehen hier die Nachfolger und die vielleicht zukünftig beste Metalband der Welt! Zuzutrauen ist es SKINFLINT mittelfristig auf jeden Fall!


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