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Rezensionen verfasst von
M. Schuh
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KOSMOS Die Legenden von Andor 692537 - Chada und Thorn, Spiel für zwei
KOSMOS Die Legenden von Andor 692537 - Chada und Thorn, Spiel für zwei
Preis: EUR 14,99

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unausgereift, 16. Januar 2016
Bei Chada und Thorn handelt es sich um eine Art Quasi-Deckbuildiung-Spiel für zwei Personen, angesiedelt in der Andor Welt. Jeder Spieler verfügt über drei Decks. In jedem Spielzug muss man von einem der Stapel die oberste Karte aktivieren. Das Spielziel ist es beide Figuren vom Start- auf ein Zielfeld zu bewegen. Dabei werden die Spieler von einer Fluchfigur gejagt und dürften nicht eingeholt werden. Zusätzlich darf weder der Nachziehstapel leer werden noch eine Situation eintreten, bei der keine oberste Karte ausspielbar ist. Es werden 4 Missionen mitgeliefert, bei denen man seine FIguren über jeweils 4 größere Karten hinweg zum Ziel führen muss. Die mittleren beiden Karten werden zufällig gezogen und erhöhen somit den Wiederspielwert.

Insgesamt konnte mich das Spiel leider nicht völlig überzeugen. Leider gibt es bei Ziehglück die Möglichkeigkeit den Spielmechanismus so ausnutzen, dass man seine Decks schon zu Anfang des Spiels perfektioniert. Kosmos hatte hier schon nachträglich eine Karte angepasst, jedoch ohne - zumindest meines Wissens nach - diesen Mechanismus zu beheben. Dieser grobe Patzer alleine kostet das Spiel schonmal zwei Punkte. Sowas darf einfach nach einer vernünftigen Testphase nicht vorkommen.

Selbst wenn man diese Kombination am Anfang nicht zieht, hält sich die Spannung jedoch meistens in Grenzen. Man zieht seine Figuren von Links nach Rechts, die Fluchfigur meistens ein paar Schritte hinterher und so richtig Dramatik kommt nicht auf. Wir hatten insgesamt in einer von 4 Missionen ein knappes Ergebnis (die Dritte), ansonsten war es eher langweiliges Kartenausspielen. Große Diskussionen über die Züge gab es eigentlich auch nicht. Es gibt meistens mehrere Möglichkeiten wie man weitermachen kann und solange die Spieler halbwegs gegenseitig aufeinander achten und ein paar Grundregeln einhalten kommt man auch ohne große Kommunikation über die Runden.

Die Geschichte ist Andor-typisch auf einem sehr rudimentärem Level angesiedelt, wobei ich die Texte selber eigentlich ganz vernünftig ausformuliert fand.

Zwei Sterne gibts alleine deswegen weil ich den Deckbuilding-Mechanismus wirklich interessant fand und er - abgesehen von diesem größeren "Bug"- auch gut zu funktionieren schien.

Wir haben die 4 Missionen an einem Abend hintereinander durchgespielt. Es war mal ganz nett, aber insgesamt bietet das Spiel wenig an Wiederspielwert. Das Spielgefühl war schon bei den 4 Missionen sehr ähnlich und durch die leichte Kartenvariation dürfte sich hier auch nicht viel dran ändern. Eine interessante Mischung aus Deckbuilding, Kooperativen Spiel und Andor-Geschichtenwelt, aber eben auch nicht mehr. Wer ein gutes kooperatives Spiel sucht sollte eher zu anderen Alternativen gereifen. Wer einfach nur ein weiteres Andorspiel sucht, sollte sich im klaren sein, dass hier ein anderer Spielmechanismus als im großen Andor eingesetzt wird.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 16, 2016 12:14 AM CET


Heidelberger HE579 - Avalon Geschicklichkeitsspiel
Heidelberger HE579 - Avalon Geschicklichkeitsspiel
Preis: EUR 17,87

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das bessere Widerstand!, 6. Januar 2016
Ein Werwolf-Spiel für kleinere Gruppen. Dies wird ermöglicht in dem das Spiel die Spielrunden in zwei Schritte unterteilt. Im ersten Schritt wird ein Missionsteam gebildet, hier finden Diskussionen und Interaktionenstatt. Im zweiten Schritt muss das das Team eine "Mission ausführen". "Mission ausführen" bedeuten in diesem Falle, dass eine (geheime) erfolgreiche Abstimmung für die Durchführung der Mission erfolgen muss. Beendet ist das Spiel wenn entweder 3 Missionen erfolgreich durchgeführt oder gescheiert sind.

Soweit der Grundmechanismus, der genauso wie im Vorgänger Widerstand ist. Im Vergleich zum Widerstand gibt es bei Avalon jedoch keine Sonderkarten zwischendurch, sondern Sonderrollen. Standardcharaktere sind die "guten" Diener Artus' sowie die "bösen" Diener Mordeds. Nun gibt es jedoch zusätzlich noch Merlin (kennt die Bösen), den Meuchelmörder (kann bei einer Niederlage der Bösen das Spiel noch drehen indem er Merlin benennt) sowie verschiedene weitere Charaktere.

Vorteile:
+ kein Spieler scheidet vorzeitig aus dem Spiel aus
+ der zweistufige Rundenmechanismus funktioniert sehr gut, das Spiel ist auch mit 5 Spielern schon gut spielbar
+ Es wird kein Spielleiter benötigt
+ Durch die Sonderrollen spielt sich das Spiel sehr abwechslungsreich

Neutral:
+- Es wird relativ viel mit Karten rumhantiert, damit ist die Atmosphäre weniger entspannt als z.B bei Werwolf
+- Ein Böser der "Anfängerfehler" begeht beendet quasi augenblicklich das Spiel

Nachteil:
- Nix

Avalon ist für mich ganz klar das bessere "Widerstand". Die Kritikpunkte, die ich hier früher hatte sind nun ausgebessert. Avalon bekommt volle 5 Sterne und steht für mich ganz klar an der Spitze der Deduktionsspiele für wenig bis mittlere Spieleranzahl.


ABOREA - Tischrollenspiel (3. Edition): Für 1 bis 8 Spieler
ABOREA - Tischrollenspiel (3. Edition): Für 1 bis 8 Spieler
von Sebastian Witzmann
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf den zweiten Blick enttäuschend, 6. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die 2. Edition von Aborea liegt nun schon seit einiger Zeit bei mir rum und erst jetzt bin ich dazu gekommen das System einmal zu testen. Mein Wunsch war ein einfaches System, sodass ich mit einigen Pen&Paper Neulingen die ersten Abenteuer erleben kann ohne sich tagelang ins Regelwerk einlesen zu müssen. Vor allem sollte aber ein flüssiges Spielen möglich sein ohne dauernd im Regelwerk etwas nachlesen zu müssen, sodass man sich wirklich aufs Rollenspiel konzentrieren kann. Mein Fazit vorweggenommen: Aborea hat die Erwartungen nur bedingt erfüllen können.

Inhalt: Das Spiel wird in einem schicken Karton geliefert. Man findet dort ein Spielerheft, ein Meisterheft, einen Abenteuerband, eine nette Dorfkarte, eine Weltkarte mit Google-Earth Charme sowie 2 W10. Für den Preis auf jedenfall viel Kram.

Das Regelwerk: Das Regelwerk ist denkbar einfach. Attributsbonus + Fertigkeitsrang + W10 ergibt den Probewert. Dieser wird dann gegen einen vom Spielleiter gewählten Schwierigkeitsgrad gesetzt. Im Kampf kann der Bonus von Attribusbonus+Fertigkeitsrang+Waffenbonus aufgeteilt werden in Offensivbonus und Defensivbonus gegen bestimmte Gegner. Offensivbonus + W10 wird gegen den Rüstungswert gesetzt. Ist Ersteres höher, wird die Differenz zwischen Angriffswert und Verteidigungswert + Waffenbonus gleich auch als Schaden gesetzt. Bei einer gewürfelten 10 darf weiter gewürfelt und das erneute Würfelergebnis addiert werden. Kampfreihenfolge wird durch Geschicklichkeitsbonus+ Waffenbonus bestimmt.

Charaktererschaffung: Auch denkbar einfach. Volk + Rasse auswählen. 35 Punkte nach festen Regeln verteilen. Fertigkeitspunkte je nach Klassenabhängigkeit vergeben. Ausrüstung festlegen und Trefferpunkte, Manapunkte und Rüstung berechnen.

Welt: Aborea ist eine einzige Ansammlung von Fantasy Klischees. Eine Mischung aus Herr der Ringe und Bernhard Hennen Büchern oder so ähnlich. Dementsprechend sehr gut für Einsteiger geeignet, wenn auch manchmal an der Grenze des guten Geschmacks.

Einsteigererklärungen: sind vorhanden. Sowohl für Spieler als auch für den Spielleiter gibt es Einführungsabenteuer/Soloabenteuer.

Zwischenfazit: Aborea bringt eigentlich eine Menge mit um die eingangs formulierten Anforderungen zu befriedigen. Dementsprechend bin ich nach wie vor der Meinung, dass hier eine Menge Potential drinnen steckt. Leider ist es an der Umsetzung ordentlich gescheitert.

Spielsystem im Praxiseinsatz: Das Spielsystem ist auf den niedrigeren Stufen schlichtweg nicht spielbar. Der Wiederholungswurf bei einer gewürfelten 10 hat zur Folge, dass ein durchschnittlicher Charakter mit nur einem Schlag von einem X-beliebigen Monster aus den Latschen gehauen werden kann. Und bei einem W10 ist die Wahrscheinlichkeit dafür nun wirklich nicht besonders klein. Natürlich kann der Spielleiter hier eine Auge zudrücken oder die Regeln direkt abändern, aber sinnvoll ist das so nicht. Das Klassenbalancing ist natürlich miserabel, aber wenn ich Wert auf ein einfaches System lege muss ich hier natürlich auch eigentlich beide Augen zudrücken. In größeren Gruppen scheinen mir alle Klassen auch spielbar zu sein, bei wenigen Spielern sieht das anders aus. Mit einem Magier und einem Schamanen möchte ich die ersten Abenteuer weniger gerne spielen. Mit einem Krieger und Priester hingegen sieht die Sache deutlich anders aus. Insbesondere der Magie-Bereich wirkt wenig zu Ende gedacht. Leider sind auch die Zauberbeschreibung selber zu kurz geraten und nicht immer eindeutig. Auch das Erfahrungspunktesystem wirkt wenig durchdacht. Töte ich nacheinander 3 Wölfe bekomme ich viel mehr Erfahrungspunkte als wenn ich 3 Wölfe gleichzeitig töte, obwohl diese dann auch noch einen Rudel-Kampfbonus bekommen.

Übersichtlichkeit der Bücher: Mit einem Wort: Grausam! Regeln und Hintergrundgeschichten gehen fließend ineinander über und erschweren somit massiv das Wiederfinden von Informationen. Monster und Ausrüstungen sind über mehrere Hefte verteilt. Eine Situationsbeschreibung: Eine Spielerin wollte bei der Charaktererstellung wissen wie groß ein durchschnittlicher Halbling ist. Leider findet sich die Information dann nicht unter der Volksbeschreibung, sondern vorher unter "Kleine Völker". Dort steht dann sinngemäß: "Man hält Halblinge für X groß. Das ist aber nicht richtig, in Wirklichkeit sind die eher Y groß". So kann man das Leben auch kompliziert machen. Auch die Einstiegsabenteuer sind grausig strukturiert. So erfährt man als Spielleiter teilweise erst am Ende des Textes um was es eigentlich geht, während am Anfang des Abenteuers nur Gerüchte stehen, die man den Spielern mitteilen kann. Somit kann man sich erst einmal selber eine eigene Zusammenfassung erstellen. Insgesamt fanden sich auch zum Teil sich widersprechende Erklärungen im Regelwerk. In der zweiten Version des Spiels sind darüber hinaus extrem viele Rechtschreib- und Grammatikfehler. Diese sollen aber wohl in der 3. Version laut Verlag ausgebessert sein. Das was man in der zweiten Version fabriziert hat ist aber einfach nur schlampig und extrem amateurhaft.

Fazit: Aborea bietet eigentlich einen wirklich guten Ansatz und ich würde das System daher gerne weiterempfehlen. Auf Grund der größeren Patzer im Regelwerk sowie der unstrukturierten Hefte kann ich aber keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Insbesondere der Meister braucht eine gehörige Flexibilität, wenn er seine Spieler bei schlechten Würfelergebnissen am Leben halten will. Das Durcheinander in den Heften hingegen ist für alle Beteiligten eine ziemliche Qual. Mit etwas guten Willen und Durchhaltevermögen geht das alles, aber es ist einfach nicht gut. Wer als Einsteiger die Wahl zwischen D&D 3.5 und Aborea hat, dem empfehle ich Aborea. Wer ein einfaches Regelwerk will und selber Anregungen für eigene Abenteuer sucht oder gerne eigene Regelanpassungen/Erweiterungen vornehmen möchte der ist hier auch richtig. Aber so richtig überzeugend ist das immer noch nicht. Mein Wunsch an 13 Mann Verlag ist eine komplett überarbeitete 4. Version. Mit besserer Strukturierung und Feintuning des Systems. Dann komm ich auch gerne wieder in die Welt von Aborea.


Best Exotic Marigold Hotel 2
Best Exotic Marigold Hotel 2
DVD ~ Dame Judi Dench
Preis: EUR 5,79

9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweiliger Film mit hohem Fremschämanteil, 22. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Best Exotic Marigold Hotel 2 (DVD)
Zunächst eine Info zur Einordnung meiner Rezension: Ich fand den ersten Teil von Best Exotic Marigold Hotel sehr gut und auch im zweiten Teil gibt es an den wunderbaren Schauspielern wenig auszusetzen.

Warum bekommt der Film trotzdem von mir diese schlechtmöglichste Wertung?

Weil es lange keinen Film mehr gab bei dem ich mich so sehr gelangweilt habe wie bei Best Exotic Marigold Hotel 2. Der erste Teil hat eine wunderbare Geschichte erzählt. Eine Gruppe älterer Menschen, die aus unterschiedlichen Motiven einen Neuanfang wagen und dort mit den Eigenheiten Indiens konfrontiert werden und versuchen ihren Platz und auch ihren Sinn im Leben neu zu entdecken und zu erfinden. Jeder einzelne der Protagonisten hatte seine eigene charmante Geschichte und als Zuschauer wurde man von den kleinen Weisheiten, die sich hinter diesen Geschichten verbargen mitgerissen.

Der zweite Teil kann hiervon rein gar nix retten. Aus dem liebenswürdigen, lebensbejahenden Hotelbesitzer Sonny (Hier in Indien haben wir ein Sprichwort: Am Ende ist alles gut, oder es ist noch nicht das Ende) ist ein müder Abklatsch von Basil Fawlty aus Fawly Towers geworden. Ein egozentrischer, unfähiger Mensch mit Hang zum Größenwahnsinn, der allen vor den Kopf stößt und von irgendwem gerettet werden muss.

Apropos Fawlty Towers: Auch die gesamte Hintergrundgeschichte ("Hotelinspektor") finden sich dort wieder. Natürlich nicht nur dort, schließlich ist die Geschichte weder orginell noch sonderlich phantasievoll.

Auch die anderen Personen bleiben blass. Während Muriel Donnelly (Maggie Smith) im ersten Teil noch eine interessante Entwicklung durchlief, bleibt im zweiten Teil nur noch eine sprücheklopfender Schenkelklopfer übrig.

Auch von den positiven Romanzen der anderen Figuren ist wenig vernünftiges übrig geblieben. Überhaupt setzt der Film zum Großteil auf den Faktor Fremdschämen, beobachtet man doch die Protagonisten, wie sie mehr oder weniger tollpatschig durch ihren Alltag stolpern. Natürlich dürfen dieses mal auch die Bollywood typischen Tanzszenen nicht fehlen. Gemischt mit diversen "coolen" Autoszenen bleibt einem außer einem herzhaftem Gähnen wenig übrig.

Insgesamt kann der Film kaum etwas vom Charme und den kleinen Weisheiten seines Vorgängers bewahren. Der Versucht dafür den Humor und Romanzen-Anteil zu erhöhen ging in meinen Augen schief. Aber Humor ist nunmal etwas Subjektives und dementsprechend kann diese Entwicklung dem ein oder anderen ja durchaus entgegen kommen.

Ich bin an diesen Film mit wenig Erwartungen rangegangen, schließlich rechnet man irgendwie mit soetwas, wenn man sich die Fortsetzung eines eigentlich abgeschlossenen Films anguckt. Umso trauriger, dass der Film es geschafft hat mich trotzdem noch zu enttäuschen. Trotz der genialen Schauspielerriege kann ich daher zu keinem anderen Ergebnis kommen als von diesem Film abzuraten.


The Elder Scrolls V: Skyrim - Legendary Edition
The Elder Scrolls V: Skyrim - Legendary Edition
Wird angeboten von ak trade
Preis: EUR 23,99

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unzeitgemäßes Rollenspiel, 17. Mai 2015
Es war Anfang des neuen Jahrtausends. Zwei Spielreihen fesselten mich wochenlang an den Computer: Zum Einen war das die Gothic-Reihe, die mich Dank einer wahnsinnig lebendigen Welt fesseln konnte. Und zum Anderen erschien The Elder Scrolls III: Morrowind, ein Spiel, das mich alleine schon durch seine epischen Ausmaße begeisterte.

13 Jahre später muss ich feststellen, dass weder Risen noch Skyim irgendwelche Begeisterungsstürme in mir wecken können. Zu viel hat sich seitdem getan. Vampire Bloodlines hat neue Maßstäbe in der Glaubwürdigkeit der Spielwelt gelegt. Dragon Age 1 eine epische Story erzählt und mich emotional an meine Partymitglieder gefesselt. The Witcher ist ein erschienen: Ein Spiel, dass mich überall vor moralische Entscheidungen stellt.

In dieser Situation treffe ich auf Skyrim. Schon beim Intro fühle ich mich zurück versetzt. Ich starte als Gefangener, habe von nix eine Ahnung und eigentlich ist das auch egal, weil mir der Typ da sagt, dass ich irgendwas für ihn tun soll. Machen wir mal: Gibt zwar keine Erfahrungspunkte - denn die gibts wie immer nur für Aktionen und nicht für abgeschlossene Quests - , aber irgendwo muss ja schließlich anfangen.

Was folgt ist ein Spiel, dass die selben positiven Eigenschaften wie auch schon Morrwind hat. Eine riesige Spieltwelt, ein Levelsystem bei dem ich mir Denke: Ein bißchen mehr geht noch!

Leider hat es aber auch die alten Schwächen geerbt. So groß die Welt auch ist, so steril fühle ich mich doch. Die ganze Welt wirkt auf mich unglaubhaft. Der gesamte Boden besteht eigentlich nur aus Höhlensystemen. So richtig wirtschaftlich funktionierend scheinen die Städte auch nicht. Bis auf einen Schmied und ein paar Händlern scheint keiner so richtig einem produktivem Gewerbe nach zu gehen. In manchen Städten erzählt man mir was von Slums und Altagsrassismus, aber so richtig was davon sehen kann ich auch nicht.

Überhaupt ist mir das auch alles ziemlich egal. Da wird in einer Skript-Sequenz einer vor mir abgestochen. Puh! Sollen sie doch. Hätten eh nur ein paar Standardsätze für mich auf Lager gehabt. Überhaupt ist mir das alles relativ egal! Wichtig ist nur, dass ich noch ein bißchen besser werde, ein bißchen mehr Gold bekomme, meine Ausrüstung perfektionieren kann.

Die ersten 20 Stunden geht das ganz gut. Machr durchaus Spaß! Dann stellt sich jedoch immer mehr Wiederholung ein. Hier noch schnell ein Baditenlager ausräuchern, dort noch schnell mich durch einen Dungeon durchmetzeln. Mal eben noch ein neues Haus kaufen. Zwischendurch gibts es immer mal wieder kleinere Highlights. Eine wunderschön designte Szene. Eine interessante Quest, aber im großen und Ganzen bleibt das Spielgefühl immer gleich.

Ich beginne mich zu fragen, ob das was ich hier tue einen Sinn hat. Irgendwie kann ich da auch gleich wieder Pokemon spielen. Hat zwar nicht so ne schöne Grafik und der Sound kann auch nicht ganz mithalten, aber das Prinzip ist das selbe. Noch ein Pokemon mehr sammeln, noch ein Level aufsteigen, noch eine neue Atacke lernen.

Irgendwann lege ich Skyrim dann weg. Liegts an dem Spiel? Liegts an mir?

Skyrim kann sicherlich auch heute noch viele Menschen fesseln. 13 Jahre nach Morrowind ist es mir aber zu wenig. Zu wenig Storry, zu wenig Einfluss, zu wenig Emotionen, zu wenig Charakterentwicklung, zu wenig Glaubwürdigkeit. Skyrim funktioniert als Spiel nichtmals schlecht. Hier noch ein bißchen was steigern, da noch eine Gegend erkunden. Für ein paar Stunden kurzweise ist das vollkommen ausreichend. Aber mehr als 30 Stunden in das Spiel zu investieren? Dafür ist es mir zu wenig! Dafür artet es irgendwann sogar schon fast in Arbeit aus. Der Wunsch zu perfektionieren, aber ohne wirklichen Spaß zu haben. Im Jahr 2015 erwarte ich einfach ein bißchen mehr...


The Book of Unwritten Tales 2 - Standard Edition
The Book of Unwritten Tales 2 - Standard Edition
Wird angeboten von karunsode
Preis: EUR 17,39

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Manchmal ist weniger mehr!, 19. April 2015
So, endlich habe ich die Zeit gefunden BOUT2 durchspielen zu können. Und Zeit braucht man defintiv, denn BOUT2 ist lang! Ziemlich genau 24 Stunden dauerte es bei mir bis der Abspann über den Bildschirm lief. Was erwartet einen aber in dieser Zeit? Hier möchte ich im folgenden ein paar Einschätzungen abgeben, die vermutlich nicht von jedem hier so geteilt werden.

Grafik (5/5):
Kommen wir direkt zum dem am leichtesten zu bewertendem Aspekt. Die Grafik ist schön! Die Szenen sind detailliert und liebevoll gezeichnet und schaffen es eine angemessene Stimmung zu erzeugen. Bei mir traten leider noch ein paar kleinere Anzeigebugs auf bei denen Objekte an der falschen Stelle hängen blieben. Zusätzlich muss man auf der niedrigsten Grafikstufe aufpassen, denn hier verschwinden Lichteffekte die zum Teil zur Lösung der Rätsel benötigt werden. Wäre schön, wenn hier noch nachgebesserter werden könnte. 5 von 5 Punkten.

Sound (4/5):
Sowohl Soundtrack als auch Sprechqualität sind - bis auf gelegentliche Soundaussetzer - auf sehr hohem Niveau und einfach nur gut gemacht. Trotzden kann ich hier keine 5 Punkte verteilen. Hierfür gibt es zwei Gründe, die eng miteinander zusammenhängen. Zum Einen ist mir die Musik zum Teil zu dominant. So schön sie im ersten Moment auch ist: man verbringt einfach einige Zeit an den gleichen Orten und nach einer Weile fand ich sie bei einigen Szenen dann schlichtweg anstregend und habe die Musik dann deutlich runter gedreht. Zum Anderen sind mir bei den Sprechern teilweise zu viele nervige Stimmen dabei. Das ist natürlich storytechnische pure Absicht der Macher, aber in Verbindung mit der Musik fand ich es teilweise doch etwas anstrengend. Daher gibt es hier einen subjektiven Punkt Abzug.

Rätsel (3/5):
Hier verbirgt sich meiner Meinung nach eine der größten Schwächen von BOUT2, denn die Rätsel können nicht immer überzeugen. Grundsätzlich muss man festhalten, dass die Rätsel auf einem sehr einfach Niveau sind. Einer der Gründe warum mir BOUT1 so gut gefiel war auch, dass die Rätsel hier nicht in totale Denk-Kopfnüsse ausgeartet sind. BOUT 2 setzt diesen Weg fort, macht es aber dem Spieler teilweise zu leicht. Oftmals sind die Lösungen so offentlichtlich, dass bei mir kein Hochgefühl fürs Lösen aufkam. Insgesamt laufen viele Rätsel darauf hinaus, dass man zum X-ten mal zum richtigen Zeitpunkt mit Person Y reden muss und sie gibt einem dann Item oder Hinweis Z. Teilweise erscheinen Charaktere, die einem Weiterhelfen auch erst, wenn man zum richtigen Zeitpunkt zum richtigen Ort geht (z.B Timmy). Aus Story-Sicht sogar nicht unpassend, denn so bleiben die Helden durchaus bodenständig. Nichtsdestrotrotz anstregend, da man auf diese Art gezwungen wird immer wieder die selben Orte und Charaktere abzuklappern, sobald man nicht weiter kommt. Zusätzlich ist man auch in der Wahl Gegenstände miteinander zu kombinieren stark eingeschränkt. Selbst bei - meiner Meinung nach - relativ logischen Versuchen bietet einem das Spiel teilweise einfach keine Kombinationsmöglichkeit an. Besser und witziger wäre es gewesen hier die Figuren Kombinationsversuche stärker kommentieren zu lassen. Leider sind die Rätsel Abläufe auch nicht 100% bugfrei. Aussetzer, die das Weiterspielen verhindern wurden zum Glück schnell korigiert. Aber es gibt noch diverse Stellen an Figen der Story (also dem aktuellen Wissenstand) vorweg greifen oder hinterherhängen. Insgesamt fand ich hier BOUT 1 deutlich besser.

Geschichte/Dialoge (4/5):
Die Kurzfassung lautet: Die Geschichte fängt sehr schleppend an, dreht dann aber stark auf bevor sie abschließend sehr offen endet. Gerade zu Beginn des Spiels konnte mich BOUT 2 sehr wenig fesseln. Der Grund dafür ist, dass die Story im Vergleich zu Rätseln und "lustigen" Gesprächsoptionen extrem dominant ist, aber ohne wirklich vom Fleck zu kommen. BOUT2 begeht meiner Meinung nach hier zwei Fehler. Zum Einen soll versucht werden der Spagat zwischen BOUT-Neulingen und Bout-Kennern zu meistern. Gerade am Anfang lauern extrem viele Rückblicke auf Ereignisse in BOUT1. Als Kenner fand ich das relativ langatmig. Als Neuling würde ich aber trotzdem dazu raten erst Teil 1 zu spielen, denn BOUT2 baut so stark auf seinem Vorgänger auf, dass man hier doch vielen versäumt, wenn man den ersten Teil weglässt. Zum Anderen baut uns das Spiel am Anfang einen Teil der Story sehr lange auf, der im Laufe der Geschichte immer weiter in den Hintergrund gedrängt wird. BOUT2 bleibt immer ganz klassisch bei seiner Einteilung in Gute/Böse Charaktere. In einem Adventure erwartet ich auch eigentlich nicht mehr, aber dann brauch ich auch keine stundenlangen Monolge in denen mir die Figuen ihre Weltansich erklären. Ein kurzes und prägnantes: "Ich will die Welt beherschen" tut es dann auch schon. Richtig fesseln konnte mich die Geschichte somit eigentlich erst ab dem 4.ten von 5 Kapiteln. Dafür hat es mich dann aber auch entgültig gepackt und ohne große Pause muss ich bis zum Ende durchspielen um zu wissen wie es ausgeht. Hier ist dann alles dabei: Romantik, Weltretten und auch sonst alles was ein epische geschichte ausmacht. Das Ende selber ist dann leider wieder recht unbefriedigend. Eigentlich weiß man am Ende gar nix. Insbesondere ist schade, dass man auch über die - in den ersten 3 Kapiteln mühevoll aufgebauten - Nebencharaktere überhaupt nix mehr erfährt. Sicherlich wird es hier in BOUT3 ein wiedersehen geben in denen uns alle wieder einmal stundenlang ihren Lebenslauf präsentieren werden.

Ein weiteren Mako der langsam aufbauenden Story ist, dass dementsprechen auch die Szenen sehr stark recycelt werden. Diverse Orte werden in abegwandelter Form immer wieder präsentiert. Zwar können diverse Szenen auch hier immer wieder stark Punkten aber so richtig interessant wird nach dem Beginn eigentlich erst wieder in Kapitel 4 und 5.

Die Dialoge selber sind - wenn man von den langen Story-Monologen absieht - wie auch schon bei BOUT 1 auf sehr hohem Niveau. Es ist ein bißchen schade, dass dieser Punkt hier in meiner Bewertung so einsam und kurz steht, denn eigentlich sind es ja die Dialoge, die ein Adventure und insbesondere BOUT erst so richtig liebenswürdig machen. Daher sei hier noch einmal angemerkt, dass BOUT 2 eben wie auch schon sei Vorgänger hier einfach seine große Stärke hat.

Humor (keine Wertung):
"Humor ist wenn man trotzdem lacht"
Der Humor ist meiner Meinung nach wohl DER Kernpunkt der BOUT-Spiele. Ich will hier keine Wertung zu abgeben, denn Humor ist dafür einfach doch etwas viel zu persönliches. Ich habe die "Qualität" der Witze als schwankend angesehen. Es gab viele Stellen an denen ich laut los lachen musste, aber auch einige an denen ich die Augen gerollt habe. Versuche ich diesen subjektiven Eindruck zu objektivieren ist mir folgendes Aufgefallen: Gerade im ersten Teil des Spiels werden verstärkt Anspielungen auf "neuere Serien" und Filme genommen. Hierzu zählt z.B. Game of Thrones, Big Bang Theory und Scrubs. Vermutlich sind mir hier auch zig andere Anspielungen durch die Lappen gegangen, Zusätzlich wirken diverse Witze eher aufgesetzt im Sinne von: Man klickt einen Ort an und dazu sagt dann die Figur ein lustiges Sprüchlein mit Anspielung auf XY auf. Im Laufe des Spiels wird der Humor und auch die Anspielungen eher wieder Rollenspielerhaft, bzw. "klassisch" (Vampire...). Insgesamt war mir in der ersten Hälfte des Spiels der Humor daher oft zu sehr "Holzhammer" und zu wenig ins Spiel eingebunden. Nicht falsch verstehen: Auch hier hat BOUT2 seine durchaus genialen Momente, aber es bliebt eben auch relativ viel "Durchschnittskost" übrig.

Fazit: Das Fazit habe ich im Titel der Rezension eigentlich schon vorwegenommen: "Manchmal ist weniger mehr!". BOUT 2 hat mir einer Spielzeit von 20-25 Stunden für ein Adventure epische Ausmaße. Diese Spielzeit erkauft sich das Spiel aber einigen Längen in der ersten Spielhälfte. Extrem lange Dialoge, die versuchen in die Welt einzuführen ohne die Story wirklich voranbringen. Recycling von Spielszenen. Und viele aufgesetzt wirkende Witze. Erst in der zweiten Spielhäfte schöpft BOUT 2 sein Potential dann vollkommen aus. Hier werden tolle Szenen gezeigt und die Story weiß zu fesseln. BOUT 2 hat das Glück, dass es im Laufe des Spiels besser wird, sodass man ihm seine Längen am Ende schon wieder verziehen hat. Für die 5 Sterne reicht es bei mir dafür dann aber nicht ganz.


Opinel Outdoortaschenmesser, orange, 254269
Opinel Outdoortaschenmesser, orange, 254269
Preis: EUR 19,75

5.0 von 5 Sternen tolles Messer, 19. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Opinel Messer Outdoor (Ausrüstung)
Einsatzbereich für mich: Allzweckmesser auf Trekking und Wandertouren.

Ich war bislang kein Freund von Opinel nachdem ich bei einer Holzgriff-Variante trotz diverse Tricks kaum noch eine Chance hatte das Messer zu öffnen. Ärgerlich besonders, wenn man gerade unterwegs auf einer Tour ist. Für mich als Messer-Laie macht dieses hier fast alles richtig. Der Klappmechanismus funktioniert gut, die Klinge taugt was und war bei mir auch von Anfang an scharf und auch der gezackte Bereich hat mir in diversen Situationen das Leben erleichtert. Für den Preis und meinen Anwendungsbereich ein perfekter Kauf.


Madame Mallory und der Duft von Curry
Madame Mallory und der Duft von Curry
DVD ~ Helen Mirren
Preis: EUR 7,96

7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein bißchen zu viel des Guten..., 10. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Madame Mallory und der Duft von Curry (DVD)
Madame Mallory ist ein Film, der mich etwas zwiegespalten zurücklässt. Auf der einen Seite ist der Film einfach nur charmant erzählt. Eine indische Familie, die nach einem Schicksalsschlag versucht sich in Europa ein neues Leben aufzubauen. Gerade zu Beginn geizt der Film nicht mit einer gesellschaftskritischen Note und schafft es so einen Kontrast zwischen durchaus ernsten Themen und gut pointierten Witzen aufzubauen. Unterlegt ist das ganze mit wunderschönen, idyllischen Bildern, die einem geradezu den Geruch der Küchengerichte in die Nase treiben.

Leider versäumt es "Madame Mallory und der Duft von Curry" in der zweiten Hälfte ein bißchen diesem Weg treu zu bleiben. Stattdessen wird immer noch ein zusätzliches Klischee oben drauf gepackt. Was dabei herauskommt ist ein Wohlfühlfilm an der Grenze zum Fremdschämen.

Fazit: Wer es schafft sich auf eine sehr vorhersehbare Story mit übermäßigem Kitschanteil einzulassen, der wird mit wunderschönen Bildern und eine Art "Mini-Urlaub" belohnt. Wohlfühlkino in Perfektion quasi. Wer jedoch überraschende Storywendungen mag und bei Filmen generell dazu neigt "Musste das nun auch noch sein?" zu denken, dem sei ein bißchen vor der zweiten Hälfte gewarnt.


Stein und Flöte: und das ist noch nicht alles
Stein und Flöte: und das ist noch nicht alles
von Hans Bemmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und das ist noch nicht alles..., 2. Januar 2015
Wie schreibt man eine Rezension über ein Buch, das ich mit jedem mal lesen neu zu verstehen beginne? Stein und Flöte begleitet mich nun schon seit vielen Jahren. Geschenkt bekommen habe ich es in meiner Jugend, als meine Mutter verzweifelt Alternativen zu Herr der Ringe und Harry Potter am suchen war.

Mein Erstes Mal mit Stein und Flöte war ernüchternd. Die Geschichte las sich sehr zäh. Der Zugang fiel mir, der ich meine Zeit mit "klassischer Fantasyliteratur" vertrieb einfach schwer. Die Hauptgeschichte zog sich hin, der Held war so ganz anders als wie Helden sein sollten. Anstatt die Welt zu retten und die Liebe zu finden ging vielmehr alles was er anfasste schief.I mmer wieder zwischendurch wurde die Haupthandlung von Zwischengeschichten unterbrochen. Das Buch wirkte wie Stückwerk. Nach dieser ersten Erfahrung verschwand Stein und Flöte für einige Jahre in meinem Bücherregal.

Als ich das Buch schließlich wiederentdeckte und zum zweiten mal las, betrachtete ich es mit anderen Augen. Anstatt einer Fantasygeschichte las ich ein Märchen. Ein Märchen? Eine Vielzahl von inneinander verschachtelten Märchen. Geschichten von lustigen Wasserwesen und bösen Wölfen. Geschichten so liebevoll erzählt, dass ich mich fragte, wie ich die Schönheit der Sprache beim ersten mal lesen nicht wertschätzen konnte.

Irgendwann später wollte ich diese Sammlung schöner Märchen ein weiteres mal lesen. Aber nun war es weniger die oberflächliche Geschichte, die erzählt wurde sondern vielmehr das was hinter den Märchen steckte, dass mich faszinierte. Nicht die Wasserwesen waren es nun auf die mein Blick beim lesen fiel, sondern vielmehr die Moral, die die Geschichte vermitteln wollten. Geschichten, die davon erzählen wie Völker miteinander Leben und Menschen miteinander umgehen sollten.

Noch immer lese ich heute Stein und Flöte gerne. Manchmal das Buch als Ganzes für mich alleine, manchmal lese ich auch andereren einzelne Geschichten aus dem Buch laut vor. Lese ich es allein sind es aber nicht mehr die Märchen, die im Vordergrund stehen, sondern vielmehr ist es der Hauptprotagonist Lauscher, der versucht seinen Platz in der Welt zu suchen. Der als junger Mann, ausgerüstet mit einem magischen Stein und einer Flöte, auszieht um sich selber zu finden. Dann frage ich mich, ob ich das Buch nicht all die Jahre zuvor falsch gelesen habe. Ist es nicht vielmehr die Suche nach dem Sinn, die Suche nach dem guten Leben von dem dieses Buch handelt? Lauscher, der so viele Jahre lang umherirrt ohne zu Wissen, wo er eigentlich hingehört. Der eigentlich seinen Platz schon lange gefunden hat und dies doch nicht erkennt. Und der erst im Alter sein Leben reflektiert betrachtet und seine Handlungen wirklich beurteilen kann.

Stein und Flöte ist so vieles:
Ein Fantasybuch
Eine Märchensammlung
Ein Buch über das Leben

Und ich bin mir sicher, dass ich beim nächsten Lesen feststellen werde: Und das ist nich nicht alles....


Sommersturm
Sommersturm
DVD ~ Robert Stadlober
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 14,25

4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein typisch deutscher Film!, 31. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Sommersturm (DVD)
Will man in Deutschland einen Film dehen, der von vielen Rezensenten auf Amazon gut bewertet wird nehme man folgende Zutaten:

1) Eine recht überschaubares Thema, wie "Coming Out - Homosexualität"
2) Ganz viele Dialekte wie Sächsisch und Bayrisch
3) Witze auf Niveau Marke "Eingeklemmte Vorhaut"
4) Ein Paar Brüste

Heraus kommt dann irgendein pseudo kulturell-intellektueller Film, der irgendwie zum Nachdenken anregen soll, aber eigentlich ziemlich platt und langweilig ist. Schauspielerische Leistung ist teilweise in Ordnung und die Kamera fängt einige schöne Bilder ein, weshalb der Film den zweiten Stern noch erhält.

Fazit: "Ein Film für 14 Jährige"


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