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Rezensionen verfasst von
Bernhard Brunner "bernhardbrunner4"
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Der Windsänger. 3 CDs
Der Windsänger. 3 CDs
von Nicholson William
  Audio CD

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Grobe Logikschnitzer, schade drum, 23. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Windsänger. 3 CDs (Audio CD)
Der Windsänger fängt gut an. Sehr gut sogar. Darum ist später die Enttäuschung umso größer, weil außerhalb der Stadt Logik und Glaubhaftigkeit der Figuren den Bach runter gehen
Die Stadt Aramanth wird durch eine Art Kastensystem beherrscht, dass alle Untertanen vom 2 en Lebensjahr an mit Prüfungen traktiert.
Die Teenager Kestrel und Bowmann verweigern den ständigen Leistungsdruck und müssen aus der Stadt fliehen. Zuvor trifft sie jedoch den Herrscher, der ebenfalls ein Gefangener ist und der sie bittet, die Stimme des Windsängers zurück in die Stadt zu holen. Der Windsänger ist ein Relikt aus alter Zeit, der in der Mitte der Stadt steht und eine Art komischer Turm ist, der jedoch nicht mehr singt.
Kestrel und ihr Bruder Bowmann, die sich im Gegensatz zu anderen telepathisch verständigen können, sind gut eingeführt und die Geschichte ist am Anfang sehr gut, doch umso mehr war ich enttäuscht, wie sehr sie dann nachließ. So wird ihr Freund Mumbo anfangs als völlig dumm dargestellt, was auch in dem Kastensystem nicht funktionieren sollte, wo die dummen Kinder in eigenen Schulen unterrichtet werden sollte. Später wandelt sich Mumbo vom Dummkopf zum Heldenhaften Kämpfer, einfach, weil ein Talent dazu erweckt wird.
So wie Mumbos Verwandlung fallen viele Dinge in dem Buch einfach vom Himmel. Wo die Ideen anfangs noch gut sind, wie mit den fahrenden Segelstädten, wird es am Ende schon richtig haarsträubend, wo Zombiekrieger den Helden nachstellen und dann frech behauptet wird, eine Schlucht, die so tief ist, dass sie den Stein nicht hören, wenn er auftrifft, wird dadurch, dass die Zombiekrieger runterfallen aufgefüllt und die Zombiekrieger verlieren dabei nicht mal einen mehr als einen halben Tag Zeit.
Da wirkt das Hörbuch dann nicht mehr für Kinder gemacht, sondern von Kindern geschrieben, die zu viele Gewaltspiele gesehen haben.

Es scheint, dass der Autor schreiben kann und mit einer guten Idee begonnen hat, doch dann wurde entweder der Zeitdruck zu groß oder hat gar ein anderer weniger talentierter für ihn weitergeschrieben?
Von den Jahren, die Tolkien gebraucht hat, seinen Herrn der Ringe glaubhaft hinzuschreiben, hätte sich der Autor zumindest eines nehmen sollen, um die gröbsten Logikschnitzer auszubessern und den später auftauchenden Figuren den Hang zur Grenzdebilität zu nehmen.
Wer keine große Ansprüche hat, und wer Tolkien schon dreimal gelesen hat, dem mag das Hörbuch eine nette Unterhaltung bieten, wer aber wirklich gute Fantasy möchte, sollte sich etwas Anderem zuwenden.


Das Mysterium: Roman
Das Mysterium: Roman
von Titus Müller
  Gebundene Ausgabe

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packendes Buch im Stil von Der Name der Rose, 30. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Mysterium: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eine Geschichte aus dem finsteren Mittelalter. Großinquisitoren, Ketzer, Mönche und viel Liebe:

München im Jahre 1356: Nemo war ein Findelkind, dessen Eltern ihn vor einem Kloster ablegten und ihm eine Münze als Andenken um den Hals hingen. Zuerst gut behütet von den Chorherren wächst Nemo unbeschwert heran, doch dann beginnen die Chorherren einer nach dem anderen zu verschwinden. Nemo muss die Kunst des Tarnens und Täuschens erlernen und sich auf eigene Faust durchschlagen. Da erscheint Amiel von Ax, ein Versprengter "Perfectus" der "Reinen" Religion. Er plant die Stadt zu übernehmen. Nemo ahnt, dass der Perfectus mehr über seine Eltern weis und schließt sich ihm als Hausdiener an. Nemos Vater hat ihm einen Hammer mit einem hohlen Stil hinterlassen. Darin ist ein Teil einer Urkunde, die Nemo nicht lesen kann. Amiel von Ax weiß was es ist und er weiß auch wer den zweiten Teil hat. Doch das will er Nemo nicht freiwillig sagen, denn er plant etwas viel Größeres. Er möchte die Stadt München übernehmen. Der Stadtinquisitor kann nicht gegen ihn an und auch William Ockham, Franziskaner und Verteidiger des Kaisers Ludwig IV gegen den Papst können nicht verhindern, dass Amiel von Ax die Stadt mit seinen Vertrauensleuten unterwandert. Er lässt den Mond blutrot werden und den Stadtinquisitor zu Eis erstarren. Selbst der herbeigerufene Großinquisitor kann sich nicht gegen ihn wehren und schließlich ist München in der Hand von Amiel von Ax. Der Kaiserhof wird belagert und zwischen den Fronten versucht Nemo nicht nur die Wahrheit über seine Eltern herauszufinden, sondern auch seine Geliebte Adeline aus den Fängen von Amiel von Ax zu retten.
Die zweite Zeitebene spielt 20 Jahre später: Nach dem Amiel von Ax verschwunden ist lebt Nemo getarnt als Kaufmann Neuhauser wieder in München. Seine Tarnung wäre perfekt, wenn nicht einer der Protagonisten zurückkäme und damit seine wahre Identität offenbart würde.

Ein hervorragendes Buch, das genau recherchiert wurde und trotzdem habe ich lange damit gerungen, ihm 5 Punkte zu geben.
Das Ende wirkt hastig hingeworfen, fast unfertig. Wie kommt Nemo wieder aus seinem Gefängnis, das er mit Amiel von Ax getauscht hat? Auch passen Titelbild und Titel nicht 100 % zum Inhalt. Auf der anderen Seite sind selbst die Streitgespräche der Gelehrten wirklichkeitsnah und das Ende ist kein "typisches" Happy End, mit klaren Grenzen zwischen Bösewichtern und den Guten. Dadurch wirkt alles viel realistischer und glaubhafter und deshalb hat dieses Buch seine 5 Sterne verdient.


Symbiose
Symbiose
von Uwe Post
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das Buch ist zu kurz !!, 20. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Symbiose (Taschenbuch)
Symbiose von Uwe Post sprudelt über vor neuen Ideen. Witzig und flott geschrieben, lässt es den Leser nicht los:
Im 22. Jahrhundert leben Menschen in einträchtiger Symbiose mit gezüchteten Spamtauben, Toilettkröten und Botenelfen. Die Politiker haben den Trend zur Korruption beendet und die Kaiserin der Welt wird in einer gigantischen Castingshow gewählt.
Bei deren Krönungszeremonie wird Aric fast zu Tode getrampelt, erscheint in einer Talkshow, wo er seine Liebe zur Kaiserin gesteht und wird von einer kaltblütigen Politikerin für ihre Zwecke missbraucht. Während die Massen im Web 3D unterhalten werden, setzen sich die Politiker und Konzernbosse still und heimlich nach Vyrroc ab, einem befreundeten Planeten voller heuschreckenähnlicher Intelligenzen, die genau die gleichen liebenswerten Charakterzüge haben, wie die menschliche Rasse.
Was sie alle zusammen verheimlichen, ist, dass ein Meteorit, der aussieht wie ein gigantischer weißer Hai, auf die Erde zurast und sie verschlingen wird.

Ausgehend von dieser grotesken Situation jagd Uwe Post seine Helden im Eilzugstempo durch die Geschichte, reißt vieles an, lässt aber auch vieles aus. Andere Autoren hätten aus diesem Stoff eine 10 bändige Saga gemacht und das ist auch mein einziger Kritikpunkt: So viel Themen in einem Buch von unter 200 Seiten unterzubringen überfordert den Leser manchmal. Da hätte ich mir manchmal mehr Detail gewünscht und mehr Zeit, die Figuren lieben zu lernen.
Insgesamt las sich das Buch flott und erfrischend und dank des unkonventionellen Ausganges (den ich hier natürlich nicht verrate) wobei der Hai nicht von Atomraketen in die Luft gejagt wird, gibt es von mir volle 5 Sterne.


Vilm - Der Regenplanet: Vilm Band 1
Vilm - Der Regenplanet: Vilm Band 1
von Karsten Kruschel
  Broschiert
Preis: EUR 12,95

16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen interessante Idee, 6. September 2009
Das Buch fängt sehr gut an, ein Raumschiff mit Siedlern wird von einer Serie von Unglücksfällen heimgesucht, die in einem Absturz über dem Planeten Vilm endet. Dort auf einem Planeten, wo es ständig regnet und der von teilweise dichtem Dschungel bedeckt wird, bleibt vom Schiff nur mehr ein mehrere km großer Haufen Schrott übrig. Nur wenige Menschen überleben und sie sind nicht nur in Gefahr wegen dem Planeten selbst, sondern vor allem auch wegen dem, was das Schiff zum Absturz gebracht hat, und das noch immer in den Wrackteilen lebt.

Die Ausgangssituation und die Charaktere gefielen mir sehr gut, doch manchmal verlief sich der rote Faden etwas. Das störte allerdings kaum, denn der Autor verzichtete auf überflüssige Zeilenschinderei und die Handlung schreitet flott voran. Manchmal zu flott und ich hätte mir bei einigen Ideen mehr Details gewünscht, während zum Beispiel in der Mitte des Buches völlig unnötig über die Feindschaft eines Arztes zu einem jungen Buben ausführlichst geschrieben wurde.
Da hätte eine nochmalige Überarbeitung des Plots ein wirklich sensationelles Buch liefern können. Das Ganze erinnert mich an die Haarteppichknüpfer von Eschbach, ohne allerdings dessen virtuose Verknüpfung zu erreichen. Auch wird am Anfang die einzigartige Atmosphäre des Planeten zu wenig ins rechte Licht gerückt.
Insgesamt merkt man dem Buch an, dass es als eine Serie ausgelegt wurde und damit ist der zweite Teil natürlich Pflicht. Hoffentlich werden dort die vielen losen Enden des ersten Teiles zusammengeführt.


Snow Crash: Roman
Snow Crash: Roman
von Neal Stephenson
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unfassbar ideenreich, 15. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Snow Crash: Roman (Taschenbuch)
Zuerst meint man, Hiro Protagonist, letzter freiberuflicher Hacker und Pizzabote im Dienste der Mafia hätte ein großes Problem, weil er bei dem Versuch, die Pizza in den von der Mafia garantierten 30 Minuten abzuliefern, sein aufgemotztes Pizzauto in einem Swimmingpool versenkt. Doch weit gefehlt. Das ist nur der Auftakt zu einer atemberaubenden Geschichte voller sprühenden Ideen.

Die Geschichte lehnt sich an Will Gibbsons Universum an mit einer virtuellen Cyberwelt, doch sie ist doch um einiges realistischer. Second live läßt grüßen
Die vereinigten Staaten sind in viele Franchisen zerbrochen. Alles ist bis zum letzten privatisiert und rund um Stadtviertel oder Straßen entstehen eigene Verwaltungen mit unterschiedlichen Kulturen. Wer Polizeihilfe braucht, zahlt zuerst per Kreditkarte an eine der vielen rivalisierenden Firmen. Es gibt zwar noch einen Präsidenten der Vereinigten Staaten, doch niemand weiß seinen Namen.
Die Gebiete der Mafia sind in diesem Chaos wahre Inseln der Friedfertigkeiten, den Onkel Enzo verzeiht auch einmal, ganz im Gegensatz zu den Narkolumbien. Dort gibt es der einfachheiter nur eine einzige Strafe. Die Kurierin YT hilft Hiro, seine Pizza in letzter Minute auszuliefern, dabei hätten die Reporter schon auf eine Sensation gewartet.
Während YT als Dank für ihre Dienste ein Treffen mit dem Paten Onkel Enzo bekommt, wird Hiro in der Cyberwelt snow crash angeboten. Obwohl er sich sicher glaubt, lehnt er die Droge ab, doch sein Freund Da5id, ein reicher Hacker, sieht sich das scheinbar sinnlose weiße geflimmere an und fällt kurze Zeit später ins Komma.
Da5id's Ex Frau und Hiros ex Freundin Juanita macht sich auf die Suche nach dem Erfinder von Snow crash unn wird allmählich klar, dass etwas auf der Welt vorgeht. Snow crash gibt es sowohl in der realen als auch in der cyberwelt, und egal ob in einem schwarz weißen Bitmuster oder in einer Spritze. Die Leute sind nachher wie neu programmiert, sprechen eine neue Sprache und sind zu nichts richtigen mehr zu gebrauchen. Außer, um L. Bob Rife, einem größenwahnsinnigen Kapitalisten, der das ganze Glasfasernetzt kontrlliert, zu diensten zu sein. Hiro erkennt, dass die ganze Sache etwas mit der summerischen Sprache zu tun hat, denn genau darauf hatte sich der exzentrische Milliadär Bob Rife gestürzt und einen Haufen Geld in die Ausgrabung von alten summerischen Städten gesteckt. Dort hat er eine Tafel mit der alten Sprache vor der babylonischen Sprachverwirrung gefunden. Und damit möchte er die ganze Menscheit kontrollieren, sobald sie vom snow crash Virus infiziert sind.
Gemeinsam mit Mr Lee's groß Honkong, der Mafia und Ng securities, welche atombetriebene Cyborg Kampfhunde baut, machen sich Hiro und YT auf den Weg, um sie ahnen nicht, mit wem sie sich da anlegen.

Das Buch ist sehr spannend geschrieben und voller witziger Iddeen, doch manchmal verhalten sich die Bösewichter wie totale Dummköpfe. Warum dann Oberbösewicht Raven, der mit einer Wasserstoffbombe herumfährt, die in die Luft geht, wenn ihm etwas passiert, am Ende doch von Onkel Enzo eine Rasur nach Mafia Art kriegt, habe ich nicht kapiert. Diese kleinen Logikschwächen passieren ein parmal und hätten dem Buch beinahe den fünften Stern gekostet, doch angesichts der Idee, menschliche Gehiren mit der Computer-Maschinensprache Version einer Sprache neu zu programmieren und der schon 15 Jahre alten Voraussage, das die USA nur vier Dinge gut können: Filme, Musik, Software und schnellstmögliche Pizzalieferung, gibts doch noch eine uneingeschränkte Empfehlung von mir


Der Mondscheindrache und Dachbodengeschichten. CD
Der Mondscheindrache und Dachbodengeschichten. CD
von Cornelia Funke
  Audio CD

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderschöne Geschichten, ideal für Kinder von 4-8, 15. August 2009
Der Mondscheindrache besteht eigentlich aus vier Geschichten, die von kurzen Musikstücken umrandet werden.

Der Mondscheindrache
Der Bücherfresser
Mäuserettung
Wovon leben Gespenster

Alle Geschichten sind durchaus spannend, ohne aber den Kindern Angst zu machen, obwohl es ja im letzten Teil um Gespenster geht.
Die eindeutig beste Geschichte ist der Mondscheindrache, indem sich ein Drache aus einem Buch zu Tim flüchtet. Tim wird verkleinert und muss in seinem Zimmer dem Drachen gegen den weißen Ritter helfen, der ihn gnadenlos verfolgt.

Die Stimme der Sprecher ist angenehm, da sind Profis am Werk. Genauso wie die Geschichten nirgends langweilig werden. Unsere beiden Kinder (5 + 3) hatten große Freude damit


Lebenslänglich: Roman
Lebenslänglich: Roman
von Britta Mühlbauer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,50

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein verborgenes Juwel, 15. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Lebenslänglich: Roman (Gebundene Ausgabe)
Lebenslänglich ist ein sehr intelligenter und tiefsinniger Roman. Ich habe das Buch nur zufällig in die Hand bekommen und lange liegen gelassen, weil mich weder Titel noch Titelbild besonders ansprachen. Es wirkte auf mich wie einer dieser 'Frauenromane', wo die schöne, aber arme Frau am Ende den alten aber reichen Mann kriegt, bla, bla, bla.

Statt dessen ist Lebenslänglich ein allseits spannendes und immer tiefgründiger werdendes Werk, das am Ende dieses Gefühl der Trauer zurücklässt, weil das Buch zu Ende ist.
In Wirklichkeit geht es nämlich nur am Rande um eine Liebesgeschichte. Und Lebenslänglich ist eigentlich sehr ironisch gemeint, denn das Buch beginnt eigentlich mit einem Erdrutsch, der ein die Therme Purgau zerstört und darunter auch Inga, eine von ihrem Freund betrogene Allgemeinmedizinerin und Gottfried Assmann, der auf einem Wellnesssymposium seinen Vortrag halten sollte.
Am Tag nach dem Erdrutsch wachen einige Leute nach furchtbaren Alpträumen, in denen sie gestorben sind, wieder in ihren Hotelzimmern auf. Etwas verwundert, dass sie plötzlich die einzigen Gäste sind, nehmen Wellnesshungrige und Fitnesstrainer ihre Arbeit wieder auf. Selbst als alle am nächsten Tag wieder in ihren Zimmern erwachen mit den gleichen seltsamen Albträumen wie letzte Nacht, will niemand der Wahrheit ins Auge sehen und der große Verdrängungsprozess beginnt.
Sehr tiefsinnig, komisch und intelligent bemühen sich die Fitness-Freaks jeden Tag aufs neue ihre Kilos und Hüftumfänge runterzukriegen und als Gottfried Assmann die Wahrheit erkennt, wird er zuerst mit einem sarkastischen Hinweis auf durchaus vorhandenen Pulsschlag abgefertigt und später dann sogar körperlich attackiert.

Diese paradoxe Situation und wie sich die Leute darin verhalten, ist außerordentlich gut getroffen und natürlich auch die Auflösung, die ich aber hier natürlich nicht verraten will.


Hilmar Krautwurst K057-002 - Ritter-Set, schwarz
Hilmar Krautwurst K057-002 - Ritter-Set, schwarz
Wird angeboten von Andreas Schwarz - spielwaren-schwarz
Preis: EUR 11,36

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen zu kleiner Helm - Kopfweh für Ritter und Eltern, 20. Februar 2009
= Haltbarkeit:2.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:1.0 von 5 Sternen 
Die Rüstung sieht schön aus. Das ist ihr größter Pluspunkt. Wie die Designer auf die Helmgröße kamen, ist mir unbegreiflich. Nicht einmal meinem 2 Jahre alten Sohn past er auf den Kopf. Daher leider nur sehr schlecht geeignet.
Was gefällt sind Schild und Schwert, mit denen spielen meine Kinder auch gerne. Darann kann man nicht viel aussetzen


Der Meister und Margarita: Roman
Der Meister und Margarita: Roman
von Michail Bulgakow
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach Fabelhaft, 30. Oktober 2006
Der Teufel hält Hof im Moskau der dreißiger Jahre. Mit Leichtigkeit nützt er die Schwächen der Menschen aus und treibt sie ins Verderben. Kommunisten wie Bürgerliche, keiner kann es mit ihm aufnehmen. Nur Margarita, die seltsamen Dichters, der sich Der Meister nennt, und der im Irrenhaus sitzt, hält ihm stand.

Das Buch, obwohl in den Dreißigerjahren geschrieben, weist keine Spur von Anachronismen auf. Es könnte genausogut vor drei Monaten geschrieben worden sein. Vor meinem Inneren Auge kam ein untergegangenes Moskau zum Vorschein, mit Menschen, deren Schwächen genauso zu Tage treten wie heute.

Dazu kommen immer wieder Passagen aus dem Buch des Meisters über Pontius Pilatus und am Ende verbindet sich alles zu einem grandiosen Finale ohne Kitsch oder übertriebenem Zynismus.

Ich habe nur gestaunt, welche Schöpferkraft da im unterdrückten Russland am Werk war. Eines der Top 10 Bücher die ich gelesen habe.

Der Autor war ein Genie.

Einziges Manko: In der deutschen ÜBersetzung werden die Moskauer Bewohner mit "Bürger" angeredet.

"Genosse" hat der Autor vermutlich gemeint.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 4, 2011 3:38 PM CET


Olympos: Roman
Olympos: Roman
von Wolfgang Jeschke
  Taschenbuch

17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen spannend aber schlampig, 23. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Olympos: Roman (Taschenbuch)
Olympos ist der zweite Teil von Ilium:

Die Geschichte unserer Welt ca. 6000 Jahre nach Christus.

Sosehr ich vom ersten Buch und der Idee auch begeistert bin, so hat es der Autor in Olympos zu gut gemeint: Zu gut mit einer zu großen Seitenanzahl. Zu gut in dem er das Buch scheinbar recht schnell schrieb und dabei so manchen groben Logikfehler durchgehen ließ.

So wurde dieses Buch zum schwächsten von Dan Simmons.

Alles wirkt zu schnell, zu oberflächlich, zu wenig durchdacht. Der glanzvolle Abschluss wird zu einem auslaufenden Ende, ohne das wichtige Fragen geklärt bleiben.

Es wäre gut gewesen, das Buch noch einmal zu überarbeiten und um mindestens 200 Seiten zu kürzen.

Szenen, wie in denen Harmann, der 99 Jahre der freien Liebe gefrönt hat und jetzt eine nackte Frau bumsen muss, damit sie wieder erwacht, und das nur schafft, in dem er die Augen zumacht und an seine Frau denkt und das Ganze auf ca. 5 Seiten ausgedehnt, wären mir lieber erspart geblieben.

Auch ganz schlimm Folgendes: Ein Uboot mit Weltzerstörungswaffen (Schwarze-Loch-Bomben) liegt am Meer. Laut Simmons mussten diese Schwarze-Loch-Bomben, die bei Befreiung durch die Abschirmungsfelder einfach die Erde vernichtet hätten, zuerst von einem Uboot mit ballistischen Raketen abgeschossen werden. Das hat dann glücklicherweise jemand verhindert.

Abgesehen von solchen groben Schnitzern sind die drei Handlungsstränge:

-Die Roboterwesen von den äußeren Planeten, welche die Erde retten.

- Die Nachmenschen um Harmann und Daeman, welche sich gegen die von den Nachmenschen beschworenen Gefahren behaupten müssen.

- Den Göttern und ihren Kriegen gegeneinander und gegen Menschen und Moravacs

gut und spannend dargestellt. Besonders wer den ersten Teil (Ilium) gelesen hat, der muss dieses Buch auch lesen.


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